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Eawag-Infotag 2015: 100 Kläranlagen müssen aufrüsten

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Am 1. Januar 2016 tritt das neue Gewässerschutzgesetz in Kraft. Dies hat zur Folge, dass Kläranlagen an belasteten Gewässern während der nächsten 20 Jahre eine zusätzliche Reinigungsstufe gegen Spurenstoffe einbauen müssen. Das erfordert Investitionen in Milliardenhöhe, verbessert jedoch auch den Schutz der Trinkwasserressourcen. Es trafen sich in Lausanne rund 200 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zum jährlichen Infotag der Eawag und tauschten sich über die aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung des Gesetzes und die neusten Forschungsergebnisse aus.

In unserem Abwasser befinden sich zahlreiche Mikroverunreinigungen. Darunter Hormone, Kosmetika, Medikamente oder Biozide. Trotz des guten Ausbaustandards der Abwasserreinigungsanlagen belasten diese Substanzen unsere Gewässer. Das neue Gewässerschutzgesetz hat zur Folge, dass bei grossen Kläranlagen und bei Kläranlagen an besonders belasteten Gewässern technische Massnahmen zur Entfernung von organischen Spurenstoffen vorgenommen werden müssen. Das betrifft rund 100 der über 700 ARA in der Schweiz.
Die Eawag – das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs – war wesentlich daran beteiligt, die Qualitätsstandards für die Gewässer zu erarbeiten und effiziente technische Massnahmen für die Kläranlage zu entwickeln. Am diesjährigen Infotag der Eawag, der an der EPFL in Lausanne stattfand, verschafften sich rund 200 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft einen Überblick über die aktuelle Situation in der Schweiz und den neusten Stand der Forschung im Bereich der Elimination von Spurenstoffen.

Die Richtung stimmt
Der Tenor der Veranstaltung war klar: Der Weg, den die Schweizer Politik eingeschlagen hat, geht in die richtige Richtung, parallel dazu gilt es, die Forschung weiter voranzutreiben. «Mit dem Bau zusätzlicher Reinigungsstufen zur Elimination von Spurenstoffen in ausgewählten ARA übernimmt die Schweiz international eine Pionierrolle im Gewässerschutz», erklärte Michael Schärer, Leiter der Sektion Gewässerschutz beim Bundesamt für Umwelt. Damit werde der Schutz der aquatischen Lebensgemeinschaften und der Trinkwasserressourcen verbessert.
Christa McArdell, Gruppenleiterin in der Eawag-Abteilung «Umweltchemie», zeigte in ihrem Referat auf, wie wichtig es sein kann, auch in Zukunft im Bereich der Analytik neue Fortschritte zu erzielen. So habe beispielsweise eine erst kürzlich beendete Studie der Eawag gezeigt, dass Insektizide trotz tiefer Anwendungsmengen in den Gewässern viel bedeutsamer seien, als von den heute gängigen Monitoring-Programmen erkannt werde.

Aktuelle Forschungsergebnisse
Zwei Verfahren haben sich bei der Entfernung der Spurenstoffe aus dem Abwasser bewährt: Die Ozonung und die Behandlung mit Pulveraktivkohle. Im Rahmen von verschiedenen Forschungsprojekten wird derzeit jedoch auch untersucht, ob die biologische Abwasserreinigung, die heute in den ARA zum Standard gehört, nicht noch weiter optimiert werden könnte, um den Abbau von Mikroverunreinigungen zu verbessern. Eawag-Forscher Adriano Joss, der am EU-Forschungsprojekt Athene beteiligt ist, zieht ein ernüchterndes Fazit: «Nach dem aktuellen Stand unseres Wissens gibt es nach wie vor kein biologisches Verfahren, das die Spurenstoffe ausreichend aus dem Abwasser eliminiert.» Deshalb gelte nach wie vor: Die biologische Stufe in kommunalen Kläranlagen sollte mit einer nachgeschalteten Stufe – also einer Ozonung oder Aktivkohlebehandlung – ergänzt werden, um die Zielvorgaben zu erreichen. Joss: «Die Strategie, die der Bund eingeschlagen hat, ist also richtig.» Die Einführung der so genannten vierten Reinigungsstufe biete zudem auch eine Chance für den Wissens- und Industriestandort Schweiz.
Neu werde jedoch auch über eine Kombination der beiden Verfahren nachgedacht. Joss: «Je nach Standort kann dies sogar zu tieferen Kosten führen, wenn man den Betriebsaufwand mitrechnet.» Solche Fragen würden derzeit in Forschungsprojekten abgeklärt. Unter anderem arbeitet Joss mit der ARA ProRheno (Stadt Basel) zusammen, welche im Moment eine Kombination der beiden Verfahren in einer Pilotanlage überprüft. Auch für Standorte, an denen nur eine reduzierte Ozonung möglich sei, sei ein Kombi-Verfahren eine mögliche Lösung. Damit bezog er sich auf die neuesten Forschungsresultate von Urs von Gunten, der an der Eawag und der ETH Lausanne Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen erforscht.

Nicht jedes Abwasser eignet sich für eine Ozon-Behandlung
«Die Ozonung ist ein Verfahren, das im Allgemeinen sehr gut funktioniert», sagte von Gunten. An einigen Standorten mache es jedoch Sinn, genauer hinzuschauen. Bei speziell belasteten Abwässern, etwa aufgrund von Einleitungen aus Industrie oder Gewerbe, können bei diesem Verfahren ökotoxikologisch problematische Oxidationsnebenprodukte entstehen. Von Gunten: «Enthält das Wasser beispielsweise hohe Konzentrationen Bromid, bilden sich bei der Ozonung möglicherweise zu hohe Konzentrationen des potenziell krebserregenden Bromats.» Der Umweltchemiker und sein Team haben einen fünfstufigen Test entwickelt, mit dem sich beurteilen lässt, ob sich ein Abwasser für eine Ozonbehandlung eignet oder nicht. «Der Test bietet den Behörden eine Entscheidungshilfe beim Ausbau von Kläranlagen», sagt von Gunten.

Finanzierung der Investitionen
Der Ausbau der Kläranlagen wird durch eine verursachergerechte, bis 2040 befristete Abwasserabgabe ermöglicht. Jede ARA zahlt pro angeschlossenem Einwohner 9 Franken an den Bund. Damit lassen sich 75 Prozent der notwendigen Erstinvestitionen von total 1,2 Milliarden Franken finanzieren. Sobald eine ARA mit der zusätzlichen Reinigungsstufe ausgerüstet ist, ist sie von der Abgabepflicht befreit.
Philippe Vioget, Leiter des Fachbereichs Wasserqualität, Oberflächengewässer und Abwasserreinigung der Generaldirektion Umwelt des Kantons Waadt, warf ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Kläranlagen in seinem Kanton. Um die Vorgaben des Bundes zur Elimination von Mikroverunreinigungen zu erreichen, werde in seinem Kanton der Ausbau von 14 regionalen Kläranlagen diskutiert, bei denen die biologische Stufe zusätzlich durch eine Stickstoffbehandlung (Nitrifikation) ergänzt werden soll. Diese würde jedoch im Gegensatz zu den zusätzlichen Reinigungsstufen für Mikroverunreinigungen nicht vom Bund finanziert. Daher sei eine Finanzhilfe des Kantons Waadt eine wichtige Voraussetzung, um den Aufwand für die Gemeinden erträglich zu gestalten.

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/eawag-infotag-2015-100-klaeranlagen-muessen-aufruesten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=86d12fe219ba7654213d446286358fb3

Die Berliner Projekte ASKURIS und IST4R

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Am 14. September 2015 fand an der Technischen Universität Berlin die Abschlussveranstaltung der Verbundprojekte ASKURIS und IST4R statt. Unter Leitung von Projektkoordinator Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel (Tel. +49 (0)30 314-25058, martin.jekel@tu-berlin.de) wurden in Vorträgen die Ergebnisse des Projekts vorgestellt und diskutiert.
Projektlaufzeit: 1. November 2011 bis 30. April 2015

Die einzelnen Präsentationen findet man unter: http://www.askuris.tu-berlin.de/

Die Berliner Projekte ASKURIS und IST4R
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_gnirss.pdf

Nachweis von Spurenstoffen im Berliner Wasserkreislauf
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_duennbier.pdf

Fortschritte in der Non-Target-Analytik
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_schulz.pdf

Resistente Krankheitserreger im Wasserkreislauf
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_boeckelmann.pdf

Laborversuche zur Einschätzung der Spurenstoffentfernung mittels Aktivkohle
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_zietzschmann.pdf

Pilotuntersuchungen verschiedener Nachbehandlungsstufen bei der Ozonung
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_miehe.pdf

Pilotuntersuchungen zur Dosierung von Pulveraktivkohle in eine separate Adsorptionsstufe
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_meinel.pdf

Pulveraktivkohledosierung und Flockungsfiltration zur kombinierten Entfernung von anthropogenen organischen Spurenstoffen und Phosphor
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_altmann.pdf

Szenarien und Kosten verschiedener Verfahrensoptionen zur Spurenstoffentfernung
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_sperlich.pdf

Ökobilanz verschiedener Verfahrensoptionen zur Spurenstoffentfernung
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_remy.pdf

Spurenstoffe im Menschen
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_reemtsma.pdf

Wirkungen auf Mensch und Umwelt
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_grummt.pdf

Wahrnehmung von Spurenstoffen und Risikoverhalten
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_baur.pdf

Zusammenfassung ASKURIS und IST4R
http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_jekel.pdf

In seiner Zusammenfassung geht Herr Jekel noch mal auf folgende Punkte ein:

– Analytik
– Technologien
– Ozonung
– Aktivkohle
– Verfahrensvergleich
– Wirkungen
– Kosten
– Erreichen wir die Ziele?
– Restkonzentrationen und UQN
– OWA Tegel – PAK mit Pilotanlage
– Diclofenac in der Ozonung
– Risiko
– Allgemein
– Verbreitung

Wir danken dem BMBF, der EU, dem Berliner Senat und den BWB für die Förderung der Vorhaben.

Das Projekt ASKURIS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert und durch die Berliner Wasserbetriebe, den Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart sowie das Kompetenzzentrum Wasser Berlin mitfinanziert.

Es ist Teil des Förderschwerpunkts Nachhaltiges Wassermanagement NaWaM. Darin bündelt das BMBF seine Aktivitäten im Bereich der Wasserforschung innerhalb des BMBF-Rahmenprogramms Forschung für nachhaltige Entwicklungen FONA.

Zusammenfassung: Anne Brenneisen Redaktion www.Klärwerk.info

Neues Konzept soll helfen, Prioritäten im Gewässermanagement zu setzen

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Grundprinzip der meisten Strategien zur Renaturierung von Ökosystemen ist es, über die Wiederherstellung natürlicher Lebensraumstrukturen die biologische Vielfalt zu erhöhen und die Ökosystemleistungen zu verbessern. Oft bringen diese Projekte nicht den gewünschten Erfolg, weil die ökologischen Zusammenhänge zu komplex sind, um sie zu durchschauen und aus der Fülle ökologischer Faktoren diejenigen herauszufinden, die im konkreten Fall Priorität haben. Wissenschaftler der University of Montana und des UFZ haben nun ein theoretisches Konzept entwickelt – das Konzept der ökologischen Simplifizierung – das diese Lücke schließen soll. Exemplarisch getestet haben sie es in Flusslandschaften.

Eigentlich hört es sich einfach an: Um in unseren Flüssen die ursprüngliche hohe Artenvielfalt wieder herzustellen, sollten sie renaturiert, also in den ursprünglichen Zustand rückversetzt werden. Doch so einfach ist es nicht: In der Praxis sind diesem Bemühen oft Grenzen gesetzt, zum Beispiel durch historisch/kulturelle oder ökonomische Faktoren. Hinzu kommt, dass es für die Handelnden vor Ort ungemein schwer ist, aus dem Wust an ökologischen Faktoren, diejenigen herauszufinden, die aus ökologischer Sicht Priorität haben. Viel zu oft werden Handlungsprioritäten nach technischer und finanzieller Machbarkeit festgelegt. Das führt dazu, dass aufwendige Renaturierungsmaßnahmen oft nicht den gewünschten Erfolg bringen. Wie aber sehen die richtigen Maßnahmen aus? Welche Prioritäten sollten gesetzt werden?

Um Entscheidungshilfen zu geben, haben die Forscher das Konzept der ökologischen Simplifizierung entwickelt und exemplarisch an zwei Flusslandschaften getestet. Das Konzept geht davon aus, dass natürliche Flusslandschaften eine hohe Komplexität haben. Diese setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen, insbesondere der räumlichen Heterogenität, der Konnektivität zwischen räumlichen Kompartimenten sowie der historischen Hinterlassenschaft. Menschliche Aktivitäten beeinflussen diese Komponenten in unterschiedlicher Weise und reduzieren die Komplexität. Das heißt sie simplifizieren das System und verkleinern damit die Anzahl an ökologischen Nischen, in denen Arten zusammen existieren können. Durch die systematische Betrachtung dieser Komplexitätskomponenten können Ursachen der Simplifizierung erkannt und durch Gegenmaßnahmen behoben werden. So macht es für die Wahl von effizienten Managementmaßnahmen einen großen Unterschied, ob die ökologischen Probleme etwa von einer Umgestaltung des Lebensraums durch Verbauung herrühren oder etwa von einer historischen Belastung durch Chemikalien beziehungsweise von einer Invasion gebietsfremder Arten.

Im Fallbeispiel haben die Wissenschaftler zwei Flüsse näher unter die Lupe genommen, die sich vor allem durch die Dauer der menschlichen Einflussnahme unterscheiden: Ein Flussabschnitt des Missouri River im östlichen Montana (USA) mit vergleichsweise geringer menschlicher Einflussnahme, und die Elbe. Sie fließt durch dicht besiedelte Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, ist als wichtige Schifffahrtstraße ausgebaut und deren Auen sind in weiten Teilen vom Fluss entkoppelt.

Dabei zeigte sich zum Beispiel, dass künstliche Uferbauwerke wie die Buhnenfelder an der Elbe mit Blick auf die biologische Vielfalt optimiert werden können. Haben sie die „richtige“ Form, können sie ökologische Nischen schaffen und die Artenvielfalt erhöhen. Der Vergleich der beiden Flüsse zeigt, dass sich damit zwar nicht die ursprüngliche Nischendiversität eines natürlichen Standortes in vollem Umfang herstellen lässt. Dennoch nähern sich bestimmte Parameter, wie z.B. die Nahrungsvielfalt für Tiere, durch die Bauwerke dem natürlichen Zustand wieder an. Diese Kenntnisse ermöglichen es, Verluste der Artenvielfalt, die durch die Verringerung des Flussquerschnittes im Zuge der Schiffbarmachung entstanden sind, zu kompensieren. Die künstliche Erhöhung der Komplexität an der Elbe bringt aber auch neue Probleme mit sich. Zum Beispiel, dass dort Nischen entstehen, in denen sich vor allem invasive Arten ansiedeln können. Diese können nachhaltig die Wiederbesetzung einheimischer Arten erschweren. Somit ist bei Maßnahmen nicht nur auf die Menge der geschaffenen Nischen sondern auch auf deren Qualität für einheimische Arten zu achten.

In der nächsten Zeit heißt es für die Forscher nun, das theoretische Konzept mit konkreten Fallbeispielen und entsprechenden Handlungsempfehlungen zu unterfüttern. Aktuell beschäftigen sie sich in einem internationalen Konsortium etwa mit der Frage, wie sich die ökologische Verträglichkeit von notwendigen Bauwerken in Flüssen verbessern lässt.

Publikation:
Peipoch, Marc; Brauns, Mario; Hauer, F. Richard; Weitere, Markus; Valett, H. Maurice; (2015): Ecological simplification: human influences on riverscape complexity. http://dx.doi.org/10.1093/biosci/biv120

Die Studie wurde gefördert von der National Science Foundation (NSF) der USA.

Weitere Informationen:
Prof. Markus Weitere, Dr. Mario Brauns
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Tel.: +49 (0)391-810-9600, -9140
http://www.ufz.de/index.php?de=14086
https://www.ufz.de/index.php?de=21905
sowie
Prof. H. Maurice Valett, Dr. Marc Peipoch Guell
University of Montana, Montana Institute on Ecosystems and Division of Biological Sciences
Tel. +1 (0) (406) 243-5122
http://hs.umt.edu/dbs/people/?s=Valett3809
http://www.umt.edu/directory/details/8f0990b07012074c51eaea6f974d01ee
oder über
Susanne Hufe (UFZ-Pressestelle)
Tel.: +49 (0)341-235-1630
http://www.ufz.de/index.php?de=640

Weiterführende Links:
AG Nahrungsnetzökologie
https://www.ufz.de/index.php?de=30577

Weitere Informationen:
http://www.ufz.de/index.php?de=35159

 

 

 

Neues Verfahren zur mikrobiellen Elektrosynthese von organischen Abfällen

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Forscher des nationalen Forschungsinstituts für Agrar- und Umwelttechnik (IRSTEA) haben neue Anoden und Kathoden zur mikrobiellen Elektrosynthese entwickelt, die die Effizienz des Prozesses deutlich erhöhen.
Die mikrobielle Elektrosynthese ist ein Verfahren zur Umwandlung von organischen Materialien und CO2 in wertvolle Moleküle wie Methan und Acetate durch die Einspeisung von Strom (es werden aber auch Methansäure, Ethanol und andere Moleküle in kleineren Mengen produziert). Dies erfolgt durch eine Reaktion mit elektrosensitiven Mikroben, die sich an der Anode und Kathode der Zelle befinden.

Das Innovative an diesem Verfahren ist die Nutzung von organischen Abfällen als Substrat. Bisher wurde hauptsächlich Wasser an der Anode eingesetzt, wie in einer Brennstoffzelle, wobei organische Abfälle einen höheren Energiegehalt aufweisen. Somit benötigt das Verfahren weniger Strom (ungefähr dreimal weniger), um die gleiche Menge Kraftstoff zu produzieren.

Die Steuerung der Reaktion wird jedoch durch Abfälle schwieriger: die Anzahl der Elektronen, die aus der Anode in Bewegung gebracht werden, muss genau der Aufnahmekapazität der Mikroben an der Kathode entsprechen. Sendet die Anode beispielsweise so viele Elektronen aus, dass sie nicht von der Kathode aufgenommen werden können, gehen Elektronen verloren und der Wasserstoff entsteht außerhalb der Reaktion. Die Forscher am IRSTEA haben nun eine Steuerung durch die Anpassung der aktiven Oberflächen entwickelt, um dieses Problem zu beheben. Diese Methode wurde im Labor erprobt und auch bereits patentiert.

 

Das Verfahren wird in den nächsten Monaten weiterentwickelt, um Moleküle mit einer höheren Steuerbarkeit und Zuverlässigkeit zu synthetisieren. Zurzeit wird die Reife des Prozesses auf der Stufe 4 der europäischen TRL-Skala eingestuft. Neue Pilotprojekte müssen noch konzipiert werden, um die industrielle Machbarkeit des Verfahrens zu validieren.

 

Weitere Informationen:
Webseite des IRSTEA (auf Englisch und Französisch): irstea.fr

Quelle:
„Du déchet au biocarburant : des microbes pleins d’énergie“, Pressemitteilung des IRSTEA
http://www.irstea.fr/toutes-les-actualites/departement-ecotechnologies/dechet-bi…

 

 

 

Meldungen aus der Schweiz 2020

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Dezember 2020
Oberes Wiggertal Dank «Power-Bakterien» Millionen sparen?
November 2020
Basel Unser Infocontainer für das Projekt „Erweiterung ARA Basel“
Oktober 2020
Vidy/Lausanne Erneuerung der Kläranlage Vidy  
Buchs-Dällikon Kläranlage ist fast fertig gebaut 
September 2020
Basel Prominent erhält Großauftrag für Basler Kläranlage
Kilchberg In Kilchberg BL wimmelt es wegen Kläranlage von Darmbakterien 
Juli 2020
Altenrhein Es riecht wieder normal in Altenrhein 
Mai 2020
Freiburg 500 Liter einer chemischen Substanz in Saane geleitet 
April 2020
Tessin Frühwarnsystem dank Abwasser? – Auf Virenjagd in der Kläranlage  
Bern Betriebsführungen 
Januar 2020
Pratteln 8,75 Millionen Franken für ein neues Mischwasserbecken
Langmatt Dashboards für Kläranlagen
Altenrhein Einweihung der vierten Reinigungsstufe 

Oberes  Wiggertal: Dank «Power-Bakterien» Millionen sparen?

20 Jahre hinterlassen Spuren: Die regionale Abwasserreinigungsanlage Oberes Wiggertal muss einer umfangreichen Sanierung unterzogen werden. Aufgrund der zunehmenden Schmutzwasserfrachten ist zudem eine Erweiterung nötig. In den kommenden Monaten entscheidet sich, mehr:

https://www.willisauerbote.ch/wiggertal/dagmersellenuffikonbuchs/2020-11-09/dank-power-bakterien-millionen-sparen

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Basel: Unser Infocontainer für das Projekt „Erweiterung ARA Basel“

Ob Jung oder Alt, Experte oder Laie – in unserem Infocontainer am Kreisverkehr Neuhausstrasse/Badenstrasse finden Sie spannende Informationen rund um unser Bauprojekt „Erweiterung ARA Basel (EABA)“. Der Infopunkt ist für Sie von montags bis samstags von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Inneren können Sie sich über das Bauprojekt, die Bauphasen sowie aktuelle Arbeiten informieren. An zahlreichen Informationstafeln werden unter anderem die Veränderungen der bestehenden Kläranlage sowie die zukünftig geplanten Reinigungsprozesse thematisiert. Darüber hinaus beschäftigen sich mehrere Infotafeln mit dem Thema Mikroverunreinigungs- sowie Stickstoffelimination.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

https://www.prorheno.ch/aktuelles/news

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Vidy/Lausanne: Erneuerung der Kläranlage Vidy

Die Kläranlage von Vidy (Lausanne) wurde 1964 in Betrieb genommen und erreichte 2014 ihre Kapazitätsgrenze. Um die aktuellen Einleitungsnormen für behandeltes Wasser zu erfüllen und die Kapazität auf 350’000 angeschlossene Einwohner zu erhöhen, war es notwendig, alle Abwasser- und Schlammbehandlungssysteme zu erneuern. Diese Erneuerung, die im Herbst 2015 begann, wird 2023 mit der Inbetriebnahme der letzten Behandlungsstufe, die auf die Elimination der Mikroverunreinigungen abzielt, abgeschlossen sein.

Aus thermischer Sicht wird die erneuerte ARA eine Leistung von rund 1’000 kW für die frostfreie Win-terbeheizung der Gebäude, 1’000 kW für die Behei-zung des Klärschlamms …mehr:

http://www.infrawatt.ch/sites/default/files/2020_02_Newsletter_de_0.pdf

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Buchs-Dällikon: Kläranlage ist fast fertig gebaut

Im Frühjahr 2019 erfolgte der Spatenstich bei der Kläranlage Buchs-Dällikon für die Sanierung und Erweiterung um eine vierte Klärstufe. Mehr:

https://de.holinger.com/news/details?tx_ttnews%5Bday%5D=21&tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3626&tx_ttnews%5Byear%5D=2020&cHash=38d575feccf1db615238157fcdc69611

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Prominent erhält Großauftrag für Basler Kläranlage

Prominent Dosiertechnik in der Schweiz hat von den Basler Kläranlagen (Prorheno) einen Großauftrag erhalten. Der Hersteller liefert für das Projekt Anlagen für etwa 1,2 Mio. Euro.
Prorheno ergänzt bei der kommunalen Abwasserreinigungsanlage (ARA) Basel Anlagen zur Entfernung von Kohlenstoff und Stickstoff, eine Aufbereitungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen, sowie die Schlammbehandlung. Das Projekt lässt sich über eine Baustellencam verfolgen. Der Auftrag für Prominent umfasst die Ausrüstung zur Fällmittellagerungen und -dosierungen sowie die Anlagen für Flockungshilfsmittel.

In Basel wird derzeit die Abwasserreinigungsanlage (ARA) erweitert . (Bild: Prorheno / Prominent)
Im Einzelnen geht es bei der Fällmittelanlage um die Ausrüstung der…

https://www.chemietechnik.de/prominent-erhaelt-grossauftrag-fuer-basler-klaeranlage/

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In Kilchberg BL wimmelt es wegen Kläranlage von Darmbakterien

Dieser Wasserfall gibt Durchfall!
Ein Paradies im tiefen Wald: So lässt sich der Wasserfall Giessen bei Kilchberg BL beschreiben. Touristen haben ihn in diesem Corona-Sommer für sich entdeckt. ..mehr:

https://www.blick.ch/news/schweiz/basel/in-kilchberg-bl-wimmelt-es-wegen-klaeranlage-von-darmbakterien-dieser-wasserfall-gibt-durchfall-id16038167.html

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Altenrhein: Es riecht wieder normal in Altenrhein

Ein Problem des letzten Jahres ist gelöst: Der Gestank, unter dem Altenrhein wegen der Kläranlage oft litt, kam dank einiger Prozessanpassungen endlich nicht mehr vor. Auch als es wärmer wurde, …mehr:

https://www.ava-altenrhein.ch/es-riecht-wieder-normal-in-altenrhein/

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Freiburg: 500 Liter einer chemischen Substanz in Saane geleitet

Wegen einer Fehlmanipulation in der Kläranlage Freiburg sind am 8. April 500 Liter eines Flockungsmittels in die Saane gelangt. Die Bevölkerung wird gebeten, das Produkt, das sich bei Kontakt mit Wasser in ein weisses Gel verwandelt, nicht zu berühren…mehr:

https://www.aquaetgas.ch/de/aktuell/branchen-news/20200409-kläranlage-freiburg-umweltunfall/

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Tessin: Frühwarnsystem dank Abwasser? – Auf Virenjagd in der Kläranlage

Forscher suchen im Abwasser von Kläranlagen nach Coronaviren. Sie hoffen, so eine Art Frühwarnsystem etablieren zu können.
Am 24. Februar wurde bekannt, dass im Tessin die erste Person an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erkrankt war. Noch am selben Tag startete das Forscherteam um Christoph Ort mit seiner Arbeit.
Seither hätten die neun grössten Kläranlagen im Tessin täglich eine Wasserprobe von einem Liter entnommen, sagt der Umweltingenieur der Eawag, dem Wasserforschungsinstitut…mehr:

https://www.srf.ch/news/schweiz/fruehwarnsystem-dank-abwasser-auf-virenjagd-in-der-klaeranlage

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Bern: Betriebsführungen

Aufgrund der Entwicklung rund um das Coronavirus hat arabern entschieden, bis Ende April keine Besichtigungen durchzuführen. Wir überprüfen laufend, welche Massnahmen zu treffen sind respektive auch behördlich vorgeschrieben werden.
Danke für Ihr Verständnis und beste Grüsse, ara region bern ag

https://www.arabern.ch/aktuelles/news/news-einzelansicht/betriebsfuehrungen/29edfbcfab1f2aef2ae0bd3d5ee9aab9.html

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Pratteln: 8,75 Millionen Franken für ein neues Mischwasserbecken

In der ARA Rhein in Pratteln wird ein neues Mischwasserbecken mit 3500 Kubikmetern Volumen gebaut. Der Baselbieter Landrat hat dafür einen von der Regierung beantragten Kredit von 8,75 Millionen Franken einstimmig genehmigt.
Mit dem neuen unterirdischen Becken im Gebiet Schweizerhalle werden auch ein neues Entlastungsbauwerk erstellt, Schächte und Leitungen angepasst sowie ein neues Betriebsgebäude gebaut. Das neue Mischwasserbecken ist eine Bedingung für den später geplanten …mehr:

https://www.aquaetgas.ch/de/aktuell/branchen-news/20191218-pratteln-mischwasserbecken/

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Langmatt: Dashboards für Kläranlagen

Komplexere Prozesse, grössere Datenmengen, höhere Anforderungen: Seit fünf Jahren setzt die ARA Langmatt auf Dashboards, um diesen stetigen Herausforderungen zu begegnen und ihren Betrieb weiter zu optimieren – mit Erfolg. Berücksichtigt man die richtigen Faktoren bei der Erstellung, machen Dashboards Prozesse schnell verständlich, identifizieren die Ursachen von Problemen und ermöglichen so Behebungsmassnahmen. Aber auch für Fachplaner und die Öffentlichkeit bieten sie einen echten Mehrwert…mehr:

https://www.aquaetgas.ch/wasser/abwasser/20191206_ag12_dashboards-für-kläranlagen/

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Altenrhein: Einweihung der vierten Reinigungsstufe

Am Donnerstag, 5. September 2019, wurde die vierte Reinigungsstufe feierlich eingeweiht. Die Ozonung und die Filtration mit granulierter Aktivkohle wurden der Bestimmung übergeben.
Die Vertreter von Bund und Kantonen überbrachten deren Grussbotschaften. Interessante Vorträge rundeten den Anlass ab. Die Referate standen unter dem Motto ‚Das Geheimnis der Dosierung‘ und vermittelten Informationen, welche stets das Thema Abwasser tangierten, aber teilweise auch angrenzende Bereiche wie die Trink- und Seewasserqualität sowie den Einfluss des Wasserkonsums auf die Gesundheit tangierten.
• Mikroverunreinigungsstufe, Chronologie, Meilensteine:
Dr. Christoph Egli, Geschäftsführer Abwasserverband Altenrhein
• Steroidhormone als Therapeutika und unerwünschte Effekte:
Prof. Alex Odermatt, Molekular- und Systemtoxikologe, Uni Basel
• Spurenstoffe im Wasser – eine Gefahr für die Lebewesen in unseren Gewässern?:
Prof. Helmut Segner, Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin, Uni Bern
• Die neue Reinigungsstufe mit Ozon und granulierter Aktivkohle – das Verfahren und dessen Wirkung:
Dr. Michael Thomann, Niederlassungsleiter Liestal, Holinger Ingenieure AG
• Bedeutung des Ressourcenschutzes für die Trinkwasserversorger:
Paul Sicher, Leiter Abteilung Kommunikation und Verlag, SVGW
• Wasser ist mehr als H2O:
Anke Scherer, Wasser Sommelière, Grand Resort Bad Ragaz

https://www.ava-altenrhein.ch/unternehmen/einweihungaraerweiterung/

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Problemstoff: Feuchtttücher

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Hier finden Sie einige Beiträge zum Thema Feuchttücher und damit verbundene Probleme in Abwasserbehandlungsanlagen:

Erfahrungen mit Feuchttüchern  
Feuchttücher – Lösungen auf der Pumpenseite?  
Was ist bloß mit unserem Abwasser los, wieso lässt es sich nicht mehr vernünftig pumpen?  
Feuchttücher – bei den Kindern ansetzen  
Volles Rohr 
Erfahrungen mit Hygienetüchern in Schneidradpumpen  

 


Erfahrungen mit Feuchttüchern

In Ansbach, der Regierungshauptstadt von Mittelfranken, betreibt die Abwasserentsorgung Ansbach das öffentliche Kanalnetz und unter anderem auch 28 Pumpwerke. Bei zwei dieser Pumpwerke traten in den letzten Jahren häufiger Verstopfungen auf. Ursache dafür waren Verzopfungen mit Feuchttüchern. Eines der betroffenen Pumpwerke liegt im Stadtteil Wolfartswinden. Dieses ist im November 2007 mit zwei Tauchpumpen (Typ Flygt CP 3127.090, 7,4 kW, 147 kg, 6 l/s, Druckleitung DN 90) und beschichteten Einkanal-Laufrädern in Betrieb gegangen. Nach anfänglich guter Leistung löste sich die Laufradbeschichtung …

Den ganzen Artikel lesen Sie in:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

Autoren
Isabel Kißlinger,
Michael Endres,
Jörg Meyer
Abwasserentsorgung Ansbach AöR
Rügländer Straße 1a,
91522 Ansbach, Deutschland
Tel. +49 (0)981/89 04-470  

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Feuchttücher – Lösungen auf der Pumpenseite?

Auch in unserer Nachbarschaft haben wir über die Probleme mit Feuchttüchern diskutiert. Einige Kollegen haben in den Pumpwerken Tauchpumpen der Firma Flygt mit Adaptivem NLaufrad eingesetzt. Dieses Laufrad hat den Vorteil, dass es sich auf der Welle nach oben und unten bewegen kann. Kommt es zu der Gefahr einer Verstopfung, hebt sich das Laufrad durch seine adaptive Funktion kurzzeitig an; durch den jetzt größeren Durchgang können….

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

Klaus Heinl,
Leiter der Kläranlage Kommunalbetriebe Neustadt a. d. Aisch,
AöR, Deutschland
E-Mail: heinl@kommunalbetriebe.info  

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Was ist bloß mit unserem Abwasser los, wieso lässt es sich nicht mehr vernünftig pumpen?

In den letzten Jahren hat sich die Zusammensetzung unseres Abwassers massiv verändert, und die Förderung von Rohabwasser ist zunehmend anspruchsvoller geworden. Dies ist sicherlich keine Erkenntnis, die sich auf unsere Verbandsgemeinde Pirmasens-Land im Süden von Rheinland-Pfalz beschränkt, denn auch die Kollegen klagen darüber, dass Verstopfungen und damit verbundene Pumpenstillstände ständig zunehmen. Ursache dafür sind mitunter der Rückgang des Trinkwasserverbrauchs durch sparsamen Umgang mit den Trinkwasserressourcen sowie der demografische Wandel in den Gemeinden und damit die Zunahme der Feststoffe durch Aufkonzentrierung der Schmutzfracht im Abwasser. In direktem Zusammenhang dazu steht auch die Forcierung der Trennkanalisation und die somit bedingt fehlende Reinigung durch Regenwasserspülungen. Auch die in der Mischwasserkanalisation errichteten netzabschließenden Regenentlastungsbauwerke, wie zum Beispiel…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft1-2016 

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Feuchttücher – bei den Kindern ansetzen

Mit großem Interesse habe ich die Berichterstattung über die Feuchttücher gelesen. Wir hatten auf dem Kinderspielplatz tatsächlich die Diskussion, warum man eigentlich nur zwei bis drei Feuchttücher in die Toilette werfen darf. Die Antworten lauteten: „Es gehen auch mehr durch, habe ich schon ausprobiert.“ Die meisten beziehen sich dann auf das südeuropäische Ausland mit dünneren Abflussrohren und dem Hinweis, Papier in den Müll zu werfen anstatt in die Toilette, aber Silke Demsat…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

 

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Volles Rohr

Ein Beitrag von Roland Schulz im Magazin der Süddeutschen Zeitung beschäftigt sich mit der Problematik
Feuchtttücher

Tonnenschwere Klumpen, überhitzte Pumpen: Die Kanalisationen haben weltweit gegen einen Eindringling zu kämpfen, der lange ganz harmlos schien – das feuchte Klopapier.

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43185/Volles-Rohr

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Erfahrungen mit Hygienetüchern in Schneidradpumpen

Die Kläranlagen Seevetal und Ober Este liegen im Süden von Hamburg und werden vom Landkreis Harburg betrieben. Zu beiden Klärwerken gehören 165 Abwasserpumpstationen unterschiedlicher Größe. In diesem Beitrag möchte ich über unsere 49 kleineren Stationen berichten, die mit Schneidradpumpen ausgerüstet sind. Seit etwa fünf Jahren häufen sich starke Verzopfungen an den Schneideinrichtungen der Pumpen, sodass die Motoren überfordert sind und ausfallen. Am Anfang habe ich noch angenommen, dass das auf den Verschleiß der Schneideinrichtungen zurückzuführen ist. Doch das…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

Autor
Jürgen Brehm, Abwassermeister
Kläranlage Seevetal
Am Klärwerk 14, 21217 Seevetal, Deutschland
E-Mail: J.Brehm@ka-seevetal.de
Pumpentyp: Orcut TES 174
ORPU Pumpenfabrik GmbH
Lehnitzschleuse 11, 16615 Oranienburg, Deutschland
Tel. +49 (0)33 01/858-0
E-Mail: info@orpu.de

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Typisierung und Bemessung von Sandfängen

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Ziel der Dissertation „Versuch einer Sandfangbemessung auf der Grundlage einer Typisierung unter Verwendung der numerischen Strömungssimulation“ von Bertram Botsch war, in Sand- und Fettfängen in kommunalen Kläranlagen mithilfe der numerischen Strömungssimulation die Hydraulik und die Sedimentation zu beschreiben und daraus folgernd die Bauarten zu typisieren.

Das verwendete Rechenprogramm CHAMPION3D wurde durch großtechnische Versuche im Flussbaulaboratorium verifiziert. Alle Feststellungen zielen auf die quantitative Angabe der Sandabscheidung und auf die hierfür verantwortlichen Strömungsphänomene. Es werden die konventionellen Sand und Fettfangtypen unterschieden:
● mit ungestufter Belüftung
● mit gestufter Belüftung Zusätzlich werden untersucht:
● Sand- und Fettfänge mit optimierter Strömung, ohne Belüftung, ohne oder mit Injektor (Rührwerk)
● der Sandfang ohne Fettfang, ohne Belüftung, ohne Injektor.

In dieser Reihenfolge erhöht sich bei konstanten Bedingungen die Abscheidung von Sand der Korngröße 0,2 mm von etwa 55 % bis hin zu 95–100 %. Die herkömmlichen Bemessungswerte Durchflußgeschwindigkeit und Aufenthaltszeit werden analysiert. Sie sind nach diesen Erkenntnissen nicht vorrangig bedeutsam. Der dominierende Einfluß der Hydraulik empfiehlt eine sorgfältige Beachtung der Strömungsführung und Vermeidung eines Sandfangs als Black-box. Neue Bemessungswerte werden vorgeschlagen. Alle vorgestellten Normierungen sind Schlüssel zu den Ergebnissen und können variiert werden. Festgelegte geometrische Verhältnisse lassen sich in andere umwandeln. Mehrere Sachverhalte und Begriffe werden eingeführt und quantifiziert, welche für die Hydraulik und Sandabscheidung maßgeblich sind, unter anderem „Austauschströmung“, „Bypass-Strömung“, „Durchschussströmung“. Die hier empfohlene Standard-Bemessung wird auf die Flächenbeschickung als einzigen kennzeichnenden Wert zurückgeführt. Die konstante Flächenbeschickung wird durch eine variable, von der Baugröße abhängige Flächenbeschickung abgelöst. Diese reduziert die Bemessung auf die ausschließliche Abhängigkeit der Sandfangbreite B vom Durchfluß Q und vom Längen/Breiten- Verhältnis L/B in der Form BL/B(Q) _ 0. Aus der Koppelung von Breite, Länge, Tiefe, variablem Durchfluss, Flächenbeschickung folgen einfache Abhängigkeiten für die Durchflussgeschwindigkeit, die Verweilzeit und für weitere Werte. Voraussetzung für den AbscheideErfolg sind eine hydraulisch günstige Strömungsführung am Sandfangeinlauf und im Fettfang. Die eine wirkt als horizontaler Wirbelschacht zur Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit, durch die andere kann/muss die chaotische Strömung im Sand- und Fettfang unter Vermeidung von Bypass-Strömungen weitgehend in eine Pfropfenströmung verwandelt werden. Aus hydraulischen und sedimentativen Gründen kann auf die Belüftung verzichtet werden, weil die Walzenströmung durch die tangentiale Einlaufströmung selbsttätig erzeugt wird.

Die Auswirkung konventioneller Details auf die Sandabscheidung wird quantifiziert, zum Beispiel eine ungestufte Belüftung, eine durchgehende Strömungswalze und die frontale Geradeausbeschickung des Sandfangs. Diese sind äußerst ungünstig und können vermieden werden. Die im Sandfang immanent vorhandene Technik der Feststofftrennung und auch der Fettabscheidung kann vorteilhaft gezielt angewandt werden, zum Beispiel durch Intensivierung der Waschzone und/oder durch die Beaufschlagung des Fettfangs. Bei gestufter Belüftung wird die Sandabscheidung gesteigert, ist eine wesentlich geringere Energie erforderlich, und die Luftemission wird verringert. Bei entfallender Belüftung entfällt schließlich ihre Installation und Überwachung völlig. Die Verwendung eines Zwillings-, Vierlings- oder Mehrlingssandfangs verringert Volumen und Kosten der Anlage, weil bei gewähltem Breiten/Tiefen-Verhältnis die Tiefe, die Länge und das Volumen proportional zur Breite abnehmen.

Versuch einer Sandfangbemessung auf der Grundlage einer Typisierung unter Verwendung der numerischen Strömungssimulation,
Dissertation von Bertram Botsch,
Mentor: Prof. Dr.-Ing. habil. Jörg Kranawettreiser (Bauhaus- Universität Weimar),
erschienen im Eigenverlag Bertram Botsch Karlsruhe,
2012,
328 Seiten 234 Abb., 3
9,00 Euro,
Bezugsanschrift: www.sandnorm.de ISBN 978-3-00-037919-2  

 

Zum Beitrag „Haben Sie schon gewusst?“ über die Probleme mit Möwen

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(KA-Betriebs-Info 4/2014, S. 2289)
Unser Leser Matthias Ermuth vom Amt für Industrielle Betriebe berichtet über die ARA Birs im Kanton Baselland in der Schweiz, dass es dort zum Teil massive Probleme mit Möwen gab:
„Während der kalten Jahreszeit hatten wir Dutzende von Lachmöwen, die in den SBR-Becken während der Ruhephasen ‚planschten‘. Die ganzen Stege, Geländer, Fahrzeuge und Plätze waren mit Kot …mehr:

http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={6030d95a-2f34-4e6a-83ba-95589e602391} Seite 2341

 

 

Tatort Gewässer: Bürgerwissenschaftler untersuchen deutschlandweit Flüsse und Seen

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Ob in Tümpel, See oder Bach: Vom 2. bis zum 15. November 2015 begeben sich Bürgerwissenschaftler deutschlandweit auf die Spur des Kohlendioxids (CO2). Mit dieser Aktion möchten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin herausfinden, welche Rolle Binnengewässer im Rahmen des globalen Klimawandels spielen. „Wir möchten untersuchen, ob und in welchem Umfang unsere Gewässer klimarelevantes Kohlendioxid (CO2) freisetzen“, erklärt Dr. Katrin Premke, die das Projekt am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei leitet. Im Fokus stehen dabei deutschlandweit fast 9000 km2 Wasserfläche. Deshalb setzen die Forscher auf die Unterstützung freiwilliger Mitstreiter: Vom 2. bis zum 15. November sind Groß und Klein dazu aufgerufen, Bäche, Flüsse und Seen vor der eigenen Haustür zu beproben. Aus den gewonnenen Daten möchte das Team um Katrin Premke Rückschlüsse auf die CO2-Emmissionen und die mikrobielle Artenvielfalt unserer Binnengewässer ziehen.

„Jeder kann an unserem Projekt teilnehmen“, sagt die Wissenschaftlerin. Vorkenntnisse brauche es dafür nicht. Alles, was für die Messungen benötigt wird, stellt das Projektteam in Form eines kostenlosen Probenahmepakets zur Verfügung. Darin enthalten sind beispielsweise Probenahmegefäße für Wasser und Sedimentproben, Thermometer und pH-Teststreifen. „Mit unserem Projekt möchten wir Interessierte dazu einladen, sich an einem Forschungsprojekt zu beteiligen und nebenbei Wissenswertes über die Biotope in der eigenen Umgebung zu erfahren.“

Binnengewässer und ihre Bewohner sind im globalen Kohlenstoffkreislauf von Bedeutung
Binnengewässer bedecken in Deutschland etwa 2,4% der gesamten Oberfläche. Sie erstrecken sich von den Küstengebieten über Flachlandseen bis hin zu alpinen Regionen. Diese Gewässervielfalt beherbergt eine diverse Gemeinschaft von Mikroorganismen, die die Umsetzung von Kohlenstoff und damit auch die Produktion von CO2 steuern: Algen und einige Bakterien speichern das Treibhausgas und wandeln es in Biomasse um. Gleichzeitig atmen Bakterien CO2 aus und setzen es somit frei.
Die Vielfalt, Menge und Produktivität dieser Mikroorganismen wird u.a. von der Temperatur, dem Kohlenstoff- und Nährstoff-Eintrag, und den Lichtverhältnissen an einem Gewässer beeinflusst. Veränderungen in der Landwirtschaft, extreme Wetterereignisse und zunehmende Lichtverschmutzung können all diese Prozesse verändern – mit noch weitgehend unbekannten Folgen. „In unserem Projekt möchten wir deshalb gemeinsam mit Bürgerwissenschaftlern erforschen, wie sich diese, oftmals vom Menschen verursachten Umweltveränderungen, auf unsere Gewässer auswirken und welche Rolle das für den globalen Kohlenstoffkreislauf spielt“, erklärt Katrin Premke.

Künstliches Licht verändert Lebensgemeinschaften unter Wasser
Vor allem Licht ist für aquatische Mikroorganismen von Bedeutung. Es führt dazu, dass sich einige Bakterien und Algen in der mikrobiellen Gemeinschaft wohler fühlen. – Sie nutzen Licht als Energiequelle. „Dadurch kann sich die Artenzusammensetzung der mikrobiellen Gewässerbewohner verändern“, erklärt die Biologin. Künstliche Beleuchtung in der Nacht könne in der Folge einen ganz erheblichen Einfluss auf den Kohlenstoffhaushalt eines Gewässers haben. Und das hat wiederum weitreichende Auswirkungen auf die Artenvielfalt und das Gleichgewicht aquatischer Ökosysteme, vermuten die Wissenschaftler. Im Citizen-Science-Projekt „Tatort Gewässer – dem CO2 auf der Spur“ soll es deshalb auch darum gehen, wie und warum Mikroorganismen auf künstliche Lichteinflüsse reagieren.

Weitere Informationen zum Projekt:
Das Projekt „Tatort Gewässer – dem CO2 auf der Spur!“ ist im April 2015 in Berlin gestartet und wurde vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei initiiert und teilfinanziert. Weitere Informationen und eine detaillierte Anleitung finden Sie unter www.tatortgewaesser.de.

 

 

 

 

Optimierung des Betriebs von Regenüberlaufbecken als wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz – DWA-Landesverband initiiert Fachbereich RÜB

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André Hildebrand, Dagmar Steiert und Christiane Prögel-Goy* 

* André Hildebrand ist Geschäftsführer des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dipl.-Ing. Dagmar Steiert ist verantwortlich für den Bereich Umweltbildung und Service beim DWA-Landesverband und Projektleiterin für den Fachbereich RÜB, Christiane Prögel-Goy ist freie Fachjournalistin.

Die Abwasserreinigung in Baden-Württemberg verzeichnet seit Jahrzehnten eine kontinuierliche Leistungsverbesserung, die im bundesweiten Vergleich Maßstäbe setzt. Im Sinne eines nachhaltigen Gewässerschutzes hält es der DWA-Landesverband Baden-Württemberg für umso dringlicher, eine im landesüblichen Mischwassersystem bislang offen gebliebene Lücke zu schließen: Die Rede ist von der Optimierung des Betriebs von Regenüberlaufbecken (RÜB). Entsprechende Defizite sollen durch den Aufbau eines Fachbereichs RÜB mit angegliedertem Netzwerk in Abstimmung mit dem Umweltministerium behoben werden.

In der Abwasserreinigung Baden-Württembergs ist die Arbeit der letzten vier Jahrzehnte geprägt vom kontinuierlichen Bestreben um Verbesserung der Reinigungsleistung und Prozessoptimierung auf Kläranlagen, dem Bau der Regenwasserbehandlungsanlagen und der systematischen Kanalsanierung. Bezüglich der Kläranlagen wird dies immer wieder eindrucksvoll dokumentiert durch die Ergebnisse des alljährlichen Leistungsvergleichs der kommunalen Kläranlagen im Land, die auch bundesweit Maßstäbe setzen. Vor allem auch durch die Initiative zur Entnahme von anthropogenen Spurenstoffen aus dem Abwasser nimmt Baden-Württemberg auf Bundesebene und über die nationalen Grenzen hinaus eine Vorreiterrolle im Gewässerschutz ein.

Regenüberlaufbecken – Schwachstelle im Mischsystem
Gänzlich ungetrübt ist diese Erfolgsgeschichte der Abwasserreinigung in Baden-Württemberg dennoch nicht. Noch nicht. Bei allem Bemühen um weitsichtigen und nachhaltigen Gewässerschutz im Land ist bis heute eine Lücke offen geblieben: Eine nicht unerhebliche Schwachstelle im Abwassersystem Baden-Württembergs, in dem das Mischsystem mit rund 70 Prozent dominiert, stellen die Regenüberläufe dar. Sie dienen der hydraulischen Entlastung von Kanalnetz und Kläranlage. Die Regenüberlaufbecken (RÜB) sollen den ersten Spülstoß mit besonders starker Verschmutzung bei Regenbeginn aufnehmen und kontrolliert zur Kläranlage weiterleiten, Sie sind damit gewissermaßen Zwischenspeicher für größere niederschlagsbedingte Abwassermengen. Ab einem gewissen Füllstand muss eine Entlastung des Beckens in das Gewässer erfolgen, wobei der Beckeninhalt zwar stark verdünnt, aber ungeklärt in die Umwelt gelangt. Angesichts der guten – und im jährlichen Leistungsvergleich gut dokumentierten – Reinigungsergebnisse der Kläranlagen rücken die Schmutzfrachten, die mit dem Überlauf der RÜB bei Niederschlag in die Gewässer eingeleitet werden, in einen zunehmend kritischen Fokus und signalisieren einen erheblichen Handlungsbedarf.

Bild FW-Kanal-Oct-11-Neifer.jpg Ministerialrat Dipl.-Ing. Hans Neifer, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, erachtet aus der ganzheitlichen Betrachtung des Entwässerungssystems heraus die Betriebsoptimierung der RÜB als wichtigen Baustein des Gewässerschutzes im Land:

„Mit rund drei Milliarden Euro ist im Lauf der Zeit eine erhebliche Investitionssumme in die Regenwasserbehandlung im Land geflossen. Damit dieser finanzielle Einsatz zum Schutz der Gewässer auch wirklich sinnvoll angelegt ist, müssen wir uns der offensichtlichen Schwachstelle im baden-württembergischen Entwässerungsnetz – dem ordnungsgemäßen Betrieb der RÜB – widmen. Gerade an kleineren Gewässern sind diese nicht selten der entscheidende Belastungspfad für den Eintrag von Schmutzfrachten in die Umwelt. Und allein mit rechtlichen Vorgaben werden wir beim Thema RÜB nicht zum Ziel kommen, dazu ist es mit Blick auf die erforderliche Sanierung und technische Aufrüstung der Anlagen sowie die nötige Erhebung, Dokumentation und Auswertung von Betriebsdaten zu komplex. Ein konzertiertes Vorgehen, das die Beteiligten auf allen Ebenen einbezieht, hat sich bereits bei anderen umweltrelevanten Themen der Abwasserwirtschaft – zum Beispiel bei geanetz oder dem Kompetenzzentrum für Spurenstoffe (KomS) – bewährt und erscheint auch im Fall der RÜB angemessen. Unsere Kläranlagen können innerhalb des im Land vorherrschenden Mischsystems, das ganzheitlich zu betrachten ist, nur dann ihre Schutzwirkung für die Umwelt voll entfalten, wenn mit der flächendeckenden Optimierung der RÜB die Lücke im Gewässerschutz geschlossen wird. So ist die neue Plattform zu Wis- senstransfer und Erfahrungsaustausch nicht zuletzt den Anstrengungen der kommunalen Kläranlagen im Land geschuldet, deren kontinuierliche Leistungssteigerungen sich regelmäßig in den Kennzahlen des jährlichen Leistungsvergleichs widerspiegeln. Nur mit einer erfolgreichen, die übrigen Pionierleistungen im Abwasserbereich ergänzenden Initiative im Fachbereich RÜB kann Baden-Württemberg letztendlich seiner Vorreiterrolle im Hinblick auf den Gewässerschutz vollumfänglich und nachhaltig gerecht werden.“

Sanierungsbedürftige Anlagen im Schatten des Betriebsalltags
Ein Blick hinter die Kulissen bringt die Hintergründe ans Licht: Während die Kläranlagen im Land mit großem Engagement betrieben werden, fristen die RÜB im Betriebsalltag der Abwasserbehandlung vielerorts bis heute ein Schattendasein. Geschuldet ist dies den Wissensdefiziten zu Betriebsverhalten und Wirkung der RÜB. Hinzu kommt konkreter Sanierungsbedarf im Bestand. Die technische Ausstattung ist teilweise veraltet oder unvollständig. Es mangelt an der erforderlichen Datenerhebung und -auswertung ebenso wie an den nötigen Kontrollen seitens der Behörden. Angaben von Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Krauth, Stuttgart, zufolge (Lehrer- und Obmanntagung im März 2014 in Stuttgart-Büsnau) wurden 80 Prozent aller RÜB vor der Veröffentlichung der DWA-Regelwerke DWA-A 166 und DWA-M 176 zur Planung von RÜB gebaut; allein aus dieser Sicht sei davon auszugehen, dass viele Becken den heutigen Anforderungen nicht standhalten. Die Diskussion um den Zustand der RÜB wird im Land schon seit rund zehn Jahren geführt. Bereits 2007 wurden die Arbeitsmaterialien zur fortschrittlichen Regenwasserbehandlung veröffentlicht – die Defizite indes bisher noch nicht genügend aufgearbeitet.

Infokasten: RÜB in Baden-Württemberg / Verpflichtung zur Eigenkontrolle
Die ersten RÜB im Land wurden in den 1970er-Jahren errichtet. Heute liegt ihr Bestand bei fast
7.000 Becken. Das gesamte Beckenvolumen beträgt etwa 3,6 Millionen Kubikmeter, und die
damit verbundene komplette Investitionssumme beläuft sich auf rund drei Milliarden Euro. Bild FW-Kanal-Oct-11-Rueb01.jpg
Abb. 1_RÜB_Anlagenschema: Regenüberlaufbecken (RÜB) als Bestandteil des in Baden-Württemberg vorherrschenden Mischsystems spielen bei der Entwässerung eine wichtige Rolle  für den Gewässerschutz.
© Festo Didactic

Die Eigenkontrollverordnung Baden-Württemberg sieht vor, dass die Betreiber von Abwasseranlagen, deren Bestandteil die RÜB sind, den ordnungsgemäßen Anlagenbetrieb durch regelmäßi- ge Überprüfung gewährleisten. Aufgabe der Wasserbehörden ist es zu überwachen, dass die Betreiber die geforderten Eigenkontrollen und damit die der Anlage zugedachte Gewässer- schutzwirkung – als Beitrag zur Erreichung des guten Zustands der Gewässer gemäß EU- Wasserrahmenrichtlinie – erfüllen. Die Eigenkontrolle für Regenwasserbehandlungs- und – entlastungsanlagen umfasst die Sichtkontrolle von Einlauf, Überläufen und Ablauf auf Ablage- rungen und Verstopfungen hin ebenso wie die Funktionskontrolle von technischer Ausrüstung, Messgeräten und Drosseleinrichtungen. Die Kontrollen sollen insbesondere nach Belastung der Anlagen durch Regen, bei RÜB mindestens zweimonatlich, bei sonstigen Anlagen vierteljährlich durchgeführt werden. An der Einleitungsstelle ins Gewässer sind vierteljährlich Sichtkontrollen auf Auffälligkeiten (Ablagerungen, Geruch etc.) durchzuführen. Alternativ dazu können die Anla- gen über Fernwirktechnik an das Prozessleitsystem angebunden und Kontrollen zumindest teil- weise am PC erledigt werden. So lassen sich Daten einfach speichern und analysieren. Die dar- aus erstellten Jahresberichte können den Aufsichtsbehörden zur Verfügung gestellt werden.

Konzertierte Unterstützung für die Betreiber
Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg sieht für die Behebung der Defizite bei den RÜB ganz klar die Betreiber in der Pflicht – weiß aber auch, wie wichtig und wertvoll fachliche Unterstützung für die Kommunen ist und dass es hier letztlich um die Wirksamkeit des Gewässerschutzes im Land geht. Vor diesem Hintergrund werden in einem gemeinsamen Projekt mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg derzeit die Weichen gestellt für eine neue Expertenplattform – mit dem Ziel, den Betrieb der RÜB im Land flächendeckend und nachhaltig zu verbessern.

Initiative führt alle beteiligten Akteure zusammen
Konkret sollen über die neue Plattform alle beteiligten Akteure – aus Hochschule und Verwaltung, den Betrieben, der Industrie und planenden Ingenieurbüros – zum nachhaltigen Fachdialog mit Netzwerk-Charakter zusammengeführt werden. Organisationsstrukturen und inhaltliche Grundzüge für die Initiative entwickelt der DWA-Landesverband Baden-Württemberg als Knotenpunkt für alle Beteiligten aus Planung, Bau und Betrieb. Die Projektleitung hat Dipl.-Ing. Dagmar Steiert.  

Darüber hinaus wurde ein Projektbeirat aus Vertretern des Umweltministeriums und der Aufsichtsbehörden, des DWA-Landesverbandes und der Nachbarschaften sowie der Hochschulen und Planungsbüros ins Leben gerufen. Er besteht derzeit aus 14 Personen, begleitet das Projekt inhaltlich und fachlich und ist in alle Prozesse aktiv eingebunden.

Bild FW-Kanal-Oct-11-Schanz.jpgWolfgang Schanz, Vorsitzender des DWA-Landesverbandes, Tiefbauamtsleiter und Erster Betriebsleiter Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart, erläutert die Bedeutung der neuen Plattform im Fachbereich RÜB zur Wissensbündelung und zum Erfahrungsaustausch zwischen allen Akteuren:

„Schon seit den siebziger Jahren sind viele Regenüberlaufbecken (RÜB) in Baden- Württemberg in Beton gegossen – oft liegen sie unterirdisch und damit manchmal im Schatten des Betriebsalltags. Nur wenn die RÜB ordnungsgemäß betrieben werden, können sie im Kanalnetz ihre Funktion für den Gewässerschutz angemessen erfüllen. Ziel muss also sein, die Regenwasserbehandlung so zu optimieren, dass die Becken ihre bestimmungsgemäße Aufgabe wahrnehmen und so möglichst wenig Schmutzfracht mit dem Überlauf ins Oberflächengewässer entlassen wird. Hier sind die Betreiber in der Pflicht. Um ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sollten sie sich nicht scheuen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Zu diesem Zweck hat der DWA-Landesverband Baden- Württemberg gemeinsam mit dem Umweltministerium eine Expertenrunde ins Leben gerufen. Dabei sollen alle Akteure zur Wissensvermittlung und zum Erfahrungsaustausch zusammenwirken: Wasserbehörden, Planer und Betreiber. Über die Nachbarschaftsarbeit, die sich in verschiedenen Feldern der Abwasserwirtschaft seit Langem bewährt, haben wir auch beim Thema RÜB gute Chancen, landesweit aktiv zu werden. Die Nachbarschaften haben den unschätzbaren Vorteil, dass hier Fachleute mit Praxiserfahrung versammelt sind. Das Betriebspersonal muss wissen, in welchem Zustand sich die Anlagen befinden. Bislang fehlende theoretische Erkenntnisse können durch entsprechende Betriebsdatenerfassung und Dokumentation systematisch und flächendeckend ergänzt werden. So ist ein jährlicher Betriebsdatenvergleich angedacht, wie er sich für die kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg seit über vier Jahrzehnten bewährt.“ 

Bewusstseinsbildung als Basis für den Projekterfolg
Für den erfolgreichen Aufbau des Fachbereichs RÜB wurden vier Handlungsfelder abgesteckt (siehe Abb. 5). Als Basis für den gesamten Projekterfolg soll zum Auftakt der Initiative Handlungsfeld 1 – die Bewusstseinsbildung in den Reihen der wasserwirtschaftlichen Akteure – im Fokus stehen. Ein zielgruppengerechtes Kommunikationskonzept zielt auf die Sensibilisierung aller Beteiligten für die Thematik RÜB ab.

Sonder-Nachbarschaften: Neuer Baustein für den fachlichen Austausch
Eine wichtige Rolle übernehmen in diesem Zusammenhang die Nachbarschaften, über welche die Betreiber mit ihrem Fachpersonal in der Fläche angesprochen werden. Schon jetzt ist das Thema RÜB in den Fortbildungsplan der Kanal- und Kläranlagen-Nachbarschaften integriert. Während gegenwärtig jedoch die anlagenbezogene Betrachtung der RÜB Gegenstand des Erfahrungsaustausches ist, soll künftig eine systembezogene Betrachtung im Gesamtverbund erfolgen, in der auch die Gewässer und deren Belastungen im Fokus stehen. Aufbauend auf die guten Erfahrungen mit den bestehenden Nachbarschaften ist im Rahmen der neuen Initiative zu diesem Zweck die Gründung von vier Sonder-Nachbarschaften RÜB mit je einem Lehrer und einem Obmann angelaufen. Zielgruppe dieser neuen Sonder-Nachbarschaften sind die mit der Betreuung der RÜB betrauten fachkundigen Mitarbeiter/-innen. Vor diesem Hintergrund lädt der Landesverband zeitnah die Betreiber landesweit zum neuen Erfahrungsaustausch ein. Daten-Management und Betriebsdatenvergleich Um den Betreibern eine Standortbestimmung und einen Kenntnisgewinn für die Betriebsoptimierung zu ermöglichen, soll für die RÜB ein landesweiter Datenvergleich aufgebaut werden. Hierbei werden der DWA-Landesverband und die zuständigen Behörden gemeinsam aktiv, um bereits vorhandene Daten zu nutzen und doppelte Datenerhebungen zu vermeiden. Den neuen Sonder-Nachbarschaften RÜB kommt bei der Umsetzung eine tragende Aufgabe zu. Die für den Datenvergleich nötige kontinuierliche Datenerfassung und -bewertung hat sich in anderen Bereichen wie dem jährlichen Kläranlagen-Leistungsvergleich bestens bewährt.

Bild FW-Kanal-Oct-11-Dittmer.jpgDr.-Ing. Ulrich Dittmer, Leiter des Arbeitsbereichs Siedlungsentwässerung am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Wasserrecycling der Universität Stuttgart, sieht in der Betriebsoptimierung von RÜB in Baden-Württemberg wertvolles, noch ungenutztes Potenzial für den Gewässerschutz und unter- streicht in diesem Kontext die Rolle des Betriebspersonals:

„Trotz des hohen Niveaus der Abwasserreinigung in Kläranlagen bestehen immer noch Defizite im chemischen und ökologischen Zustand zahlreicher Gewässer. Diese sind gerade bei kleineren empfindlichen Gewässern oftmals auf die Belastung durch RÜB zurückzuführen. In vielen Fällen ließe sich diese Belastung allein durch eine Verbesserung des Betriebs deutlich reduzieren. Großes Potenzial steckt vor allem in RÜB, die man in den letzten Jahrzehnten «auf Vorrat» errichtet hat – für Gewerbe- und Wohngebiete, die nicht bebaut wurden oder nicht im Mischsystem entwässern. So sind viele Anlagen im Bestand überdimensioniert und uneffektiv. Hier schlummern Reserven, die sich durch Betriebsoptimierung aktivieren lassen – Gewinn an Gewässerschutz mit geringem Aufwand! Um dies zu erreichen müssen sich die Kommunen, der anspruchsvollen Aufgabe des erfolgreichen Betriebs der RÜB stellen. Moderne Datentechnik gibt hier wertvolle Hilfestellung. Sie reduziert den Personaleinsatz und liefert unverzichtbare Informationen für die Optimierung von Betrieb und Planung; andererseits macht sie die Arbeit aber auch anspruchsvoller. Das schafft neue Herausforderungen im Umgang mit dem Personal. Hier muss nicht nur qualifizierte Personalschulung ansetzen, vielmehr ist eine grundsätzliche Aufwertung der zuständigen Tätigkeitsbereiche gefordert, entsprechende Wertschätzung und angemessene Vergütung inbegriffen. Der erfolgreiche Betrieb von RÜB beginnt bei der Entwässerungsplanung und Betriebsorganisation – schon hier sollte das Personal eingebunden sein. Was wir brauchen, ist eine engere Abstimmung zwischen Planung und betrieblichen Belangen – mit einem Dialog aller Beteiligten auf Augenhöhe.“  

Bildungskonzept verbreitet Fachwissen auf verschiedenen Ebenen
Die grundlegende Qualifizierung aller beteiligten Akteure soll durch ein umfassendes Bildungskonzept zur Vermittlung des notwendigen Fachwissens sichergestellt werden. Beim flächendeckenden Erfahrungsaustausch innerhalb der Nachbarschaftsarbeit ansetzend, soll dieses Konzept das Thema RÜB durch abgestimmte Schulungsangebote und Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen im Netzwerk thematisieren und in die Arbeit integrieren (siehe Abb. 2).  

Bild FW-Kanal-Oct-11-Rueb02.jpg
Abb. 2_RÜB_Qualifizierungspyramide: Die im Rahmen der RÜB-Initiative entwickelte Qualifizierungspyramide umfasst ein Bildungskonzept zur Verbreitung des nötigen Fachwissens auf verschiedenen Ebenen.

Forschungen zum Betriebsverhalten von RÜB

Ergänzend zu den Handlungsbereichen Bewusstseinsbildung, Nachbarschaftsarbeit (inklusive Daten-Management) und Qualifizierung werden vom DWA-Landesverband im Rahmen eines vierten Handlungsfeldes verschiedene Untersuchungen und Empfehlungen zum Thema RÜB zur Weiterentwicklung beauftragt. Die damit verbundenen Forschungen werden vorrangig an Hochschulen durchgeführt. Beispielsweise werden in diesem Kontext Kenngrößen zur Bewertung des Betriebsverhaltens von RÜB erarbeitet – mit dem Ziel, eine Basis für den Betriebsdatenvergleich zu entwickeln und Betreibern ein Werkzeug zur Betriebsoptimierung an die Hand zu geben.  

Bild FW-Kanal-Oct-11-Weber.jpgIn Heidelberg ist seit Beginn der 1990er-Jahre die kommunale Regenwasserbehandlung systematisch saniert und ausgebaut worden. Dipl.-Ing. Jürgen Weber, Leiter Tiefbauamt und Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes Heidelberg, berichtet über die positiven Erfahrungen der Stadt:

„Unser umfangreiches Abwassernetz hier in Heidelberg weist verhältnismäßig wenige Regenüberlaufbecken und dafür einen hohen Anteil an Stauraumkanälen auf. Schon seit 1992 hat sich die Kommune der Sanierung und dem kontinuierlichen Ausbau der Regenwasserbehandlung gewidmet. Wichtig ist uns dabei die Integration zukunftsweisender Mess- und Regeltechnik gewesen. Als GPS sich durchsetzte, haben wir unser System noch mit Fernwirktechnik aufgerüstet und über Internet auslesbar gemacht. Seither werden alle Anlagenereignisse – Störfälle, Entlastungshäufigkeit etc. – 365 Tage im Jahr automatisch im Betriebstagebuch erfasst. Diese Form der Dokumentation unterstützt unser gut geschultes, auch in der Arbeitssicherheit entsprechend unterwiesenes Personal bei der Betriebsoptimierung. Darüber hinaus bedeutet die lückenlose Dokumentation für uns aber auch Rechtssicherheit. Etwa 50 Mio. Euro wurden in den Bereich Regenwasserbehandlung insgesamt investiert – eine stattliche Summe, aber unterm Strich ist die Rechnung aufgegangen. Vor allem die technischen Möglichkeiten der Überwachung und Fernauslese (Investitionskosten für Fernwirksystem: 6.000 Euro pro Anlage) machen sich mit einer deutlichen Reduzierung von Kosten und Personaleinsatz im Betriebsalltag bezahlt. Ein Beispiel dazu: Früher war für jede unserer zirka 50 Stationen zweimal wöchentlich eine mindestens einstündige Kontrollfahrt nötig (Stundensatz 60 Euro) – heute übernimmt das unsere Fernüberwachung in Kombination mit Webcams (Betriebskosten pro Station 50 Euro pro Monat). Die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger profitieren übrigens nicht nur von der Qualität unserer Reinigungsleistung und dem Beitrag zum Gewässerschutz – sie können sich auch noch über Abwassergebühren freuen, die im Bundesvergleich extrem günstig sind!“  

Engmaschiger Aktionsplan stellt Thema RÜB in den Fokus
Im Bestreben, das neue Netzwerk um den Fachbereich RÜB so schnell und effektiv wie möglich zu weben, ist ein engmaschiger Aktionsplan aufgestellt worden, der die Akteure in verschiedenen Kontexten zusammenführt. So werden im September / Oktober 2015 erstmals die Sonder- Nachbarschaften tagen. Auf der DWA-Landesverbandstagung am 15./16. Oktober dieses Jahres wird der Betrieb von RÜB als Schwerpunktthema auf der Agenda stehen. Und für Februar 2016 ist als weiterer Schritt zu diesem Thema im Landesverband ein Expertenforum geplant.  

Bilder:
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Abb. 3_RÜB_Rundbecken: Die Bauform des Rundbeckens begünstigt die Selbstreinigung und erleichtert somit den ordnungsgemäßen RÜB-Betrieb.

Bild FW-Kanal-Oct-11-Rueb04.jpg
Abb. 4_RÜB_Totzone: Wie wichtig die fachgerechte Planung und Ausführung von RÜB ist, zeigt dieses Foto: Eine konstruktionsbedingte Totzone begünstigt die Bildung von ungewollten Ablagerungen. (Foto: NIVUS GmbH)

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Abb. 5A_RÜB_Handlungsfelder_lang: Die im Fachbereich RÜB geplanten Aktivitäten sind in vier Handlungsbereiche untergliedert.

Bild FW-Kanal-Oct-11-Rueb06.jpg
Abb. 6_RÜB_Projektbeirat: Der Projektbeirat, bestehend aus Vertretern des Ministeriums und der Aufsichtsbehörden, des DWA-Landesverbandes und seiner Nachbarschaften sowie der Hochschulen und Ingenieurbüros, begleitet die Initiative Fachbereich RÜB inhaltlich und fachlich.

Quelle:
DWA Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8
70499 Stuttgart
Telefon 07 11 / 89 66 31 – 0