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Energiewende bringt Licht und Schatten für Kläranlagen (Teil 2)

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Es geht eine Faszination von der Möglichkeit aus, den Energiebedarf für die Abwasserreinigung allein aus dem Abwasser bzw. dem Energiegehalt der Schmutzstoffe zu decken.

Autor: Dr.-Ing. Gerhard Seibert-Erling

 

In Ausgabe 10/2015 der wwt können Sie den ersten Teil des Fachbeitrags nachlesen. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellt der Autor die EEG-Novelle 2014 vor, behandelt die energetische Einordnung der Kläranlagen und gibt einen Einblick in das aktuelle Energierecht im Jahr 2015.

Energieautarke Kläranlage als Optimierungsziel
Die energieautarke Kläranlage ist seit Jahren ein Traumziel der Kläranlagenbetreiber. Mit einer „schwarzen Null“ auf der Stromrechnung lässt sich die kaufmännische Leitung begeistern, und das Betriebspersonal kann das unglaubliche Kunststück präsentieren, aus nichts als dem zufließenden Abwasser so viel Strom erzeugt zu haben, dass …mehr:

http://www.wwt-online.de/sites/default/files/fachartikel/wwt111215-seibert-erling-teil2.pdf 

Einzigartig – Kläranlage baut Teiche für die Feldforschung

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2015 ist auf dem Gelände der Eawag Dübendorf eine Anlage mit Teichen für Freilandversuche entstanden, die in Europa einzigartig ist. Ab dem Frühling 2016 führen Forscherinnen und Forscher dort ökologische Experimente ….
ein Video erklärts:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/versuche-unter-natuerlichen-bedingungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a5971623a97c85178a09c659408a3a80
 

 

Energiewende bringt Licht und Schatten für Kläranlagen (Teil 1)

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Eine gewisse Faszination geht von der Möglichkeit aus, den Energiebedarf für die Abwasserreinigung allein aus dem Abwasser bzw. dem Energiegehalt der Schmutzstoffe zu decken.

Autor:
Dr.-Ing. Gerhard Seibert-Erling

Das Bewusstsein für den effizienten Umgang mit Energie auf Kläranlagen ist in den letzten 15 Jahren gewachsen. Zu einer systematischen Vorgehensweise bei der energetischen Optimierung hat eine nach schweizerischem Vorbild gestaltete Aktion des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums Ende der 1990er Jahre einschließlich der Erstellung eines Handbuchs /1/ beigetragen. Diese wurde hinsichtlich der methodischen Vorgehensweise…mehr:

http://www.wwt-online.de/sites/default/files/fachartikel/wwt1015-seibert-erling.pdf

 

 

Tagung: Elimination von Mikroverunreinigungen – Elimination des micropolluants

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Die Präsentationen der VSA-Fachtagung „Elimination von Mikroverunreinigungen“ in Bern am 11.11.2015
sind hier verfügbar.
https://www.vsa.ch/de/publikationen/tagungsberichte/641/

Übersicht der einzelnen Vorträge: 
Wo stehen wir? (BAFU) M. Schärer
Die Rolle des VSA  H. Habegger
Spurenstoffelimination: Finanzierung der Massnahmen  H. Bleny und D. Dominguez
Planung der Massnahmen – Kanton VD  P. Vioget
Planung der Massnahmen – Kanton ZH  D. Rensch
Verfahrenstechnik – Überblick  M. Böhler
Plattform Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen  P. Wunderlin
Ozontestverfahren  U. von Gunten
Dimensionierung / Redundanz  Ch. Abegglen
Betriebsüberwachung  J. Margot
Nachbehandlung  A. Meier
Aus Sicht des Betreibers  L. Kocher
Aus Sicht des Planers  M. Blunschi

 

 

Kommunalrichtlinie: Fördermöglichkeiten für kommunale Klimaschutzprojekte

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In unserem letzten Rundbrief hatten wir über Fördermöglichkeiten für Kommunale Einrichtungen für Klimaschutzprojekte berichtet. Für die Wasserwirtschaft werden in der Richtlinie ausdrücklich klimafreundliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung als mögliche Schwerpunkte für ein „Klimaschutzteilkonzept“ genannt.

Das Bundesumweltministerium hat zum Jahreswechsel erneut auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen. Im Jahr 2015 sind demnach mehr als 1100 kommunale Klimaschutzprojekte durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert worden. Ausdrücklich wird auf die Beratungsmöglichkeit zur Projektförderung durch das Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) hingewiesen.

Anträge auf Zuwendungen können beim Projektträger Jülich noch bis zum 31. März 2016 sowie in den folgenden Zeiträumen eingereicht werden: vom 1. Juli 2016 bis zum 30. September 2016, vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2017 und vom 1. Juli 2017 bis zum 30. September 2017.

Quelle: [AöW] Rundbrief Ausgabe 1/2016

Quelle und weitere Informationen:
BMUB, Pressemeldung vom 30.12.2015, Bundesumweltministerium fördert auch 2016 Klimaschutzprojekte in Kommunen,
www.bmub.bund.de/N52736/

BMUB, Themenseite: Kommunaler Klimaschutz,
http://www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen
 

 

Vorträge und Präsentationen: DWA-Landestagung NRW

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Am 27. August 2015 fand die NRW Landestagung und Mitgliederversammlung unter dem Motto „Weichenstellung in der Wasserwirtschaft in NRW“ im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen statt.

Die Präsentationen der Vorträge (außer die Ausstellervorträge) stehen im Internet zum Download bereit:
www.dwa-nrw.de/Landestagung.html

Überblick über die Vorträge:

Entscheidungsstrukturen in der Wasserwirtschaft – ein kritischer Blick von außen Dr. Timothy Moss,
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung
und Strukturplanung e.V. (IRS)
Innovationen als Motor der Umweltentwicklung Prof. Dr. Bert Bosseler,
Institut für unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen
Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft – ERWAS Prof. Dr. Markus Schröder, Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft mbH, Aachen
INIS – Verbundprojekt SinOptiKom: Sektorübergreifende Prozessoptimierung in der Transformation kommunaler Infrastrukturen im ländlichen Raum Prof. Dr. Theo G. Schmitt, Technische Universität Kaiserslautern, FG Siedlungswasserwirtschaft
Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern Dr. Verena Höckele, Projektträger Karlsruhe (PTKA) Wassertechnologie,Eggenstein-Leopoldshafen
Elimination von Mikroschadstoffen auf kommunalen Kläranlagen – praktische Erfahrungen aus dem Betriebsalltag Dr. Sven Lyko, Dr. Issa Nafo, Emschergenossenschaft, Essen
Externe Unterstützung bei Praxisfragen Josef Becker, Stadtentwässerung Herne
SüwV Abwasser Teil I – Konsequenzen für den Kanalbetrieb Bernd Mehlig,
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), Düsseldorf
Mikroschadstoffe – Ist die Zeit reif für Technik? Georg Wulf, Wupperverband, Wuppertal
Mikroschadstoffe – Handlungsdruck bei der Trinkwassergewinnung? Dr. Wolf Merkel,
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH, Mülheim an der Ruhr

 

 

 

Dänische Technik bricht Berliner Ratten das Genick

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14 Kunststoffbolzen schlagen mit einer Geschwindigkeit von 130 km pro Stunde aus: Tausende Ratten haben in der Berliner Kanalisation bereits den Tod gefunden. Die Tötungsrate liegt bei 100 Prozent.

Wie viele Ratten es in Berlin gibt, kann niemand genau sagen. Es könnten aber um die zwei Millionen Tiere sein. Die verbreitete Schätzung, es gebe in Berlin mehr Ratten als …mehr:

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article149339974/Daenische-Technik-bricht-Berliner-Ratten-das-Genick.html

 

 

Wie mikrobielle Stickstoff-Freisetzungen den Klimawandel beeinflussen

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Neue DFG-Forschergruppe unter Federführung der Universität Gießen beschäftigt sich mit der Denitrifikation

Welche Bedeutung hat die mikrobielle Stickstoff-Freisetzung aus dem Boden für den Klimawandel? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Forschergruppe, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) fördert. Trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung können die Auswirkungen der mikrobiellen Umwandlung des im Nitrat gebundenen Stickstoffs zu gasförmigem Stickstoff und zu Stickoxiden (Denitrifikation) noch nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Die neue DFG-Forschergruppe „Denitrification in Agricultural Soils: Integrated Control and Modelling at Various Scales (DASIM)“ beleuchtet mit analytischen und molekularbiologischen Methoden sowie mit Freiland-Experimenten und verschiedenen Modellansätzen den Prozess der Denitrifikation von der Mikroskala zur Feldskala.

Die DFG fördert das Projekt DASIM zunächst für drei Jahre mit 3,15 Milllionen Euro. Neben der federführenden JLU (Sprecher: Prof. Dr. Christoph Müller, Institut für Pflanzenökologie) sind elf deutsche Universitäts- und Forschungsinstitute sowie zwei ausländische Kooperationspartner an der Forschergruppe beteiligt.

Die mikrobielle Umwandlung von organischem Stickstoff zu mineralischem und schließlich zu atmosphärischem Stickstoff (N2) geschieht unter sauerstoffarmen bzw. -freien Bedingungen. Klimarelevantes Lachgas (N2O) ist dabei ein Zwischenprodukt, dessen Freisetzung von verschiedenen Umweltfaktoren – zum Beispiel Feuchte und Temperatur – beeinflusst wird. Untersuchungen an der JLU im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts FACE2FACE haben gezeigt, dass sich die Lachgas-Freisetzungen mehr als verdoppeln, wenn erhöhte atmosphärische Kohlendioxidgehalte herrschen, wie sie gegen Mitte dieses Jahrhunderts erwartet werden.

Trotz intensiver Forschungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts können die Denitrifikationsraten und Emissionen der gasförmigen Produkte immer noch nicht zufriedenstellend vorhergesagt werden. Dieses liegt einerseits daran, dass geeignete analytische Methoden zur Messung von Stickstoff-Freisetzungen aus dem Boden fehlen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass man relativ kleine Stickstoffmengen gegen einen immensen Hintergrund – die atmosphärische Stickstoff-Konzentration beträgt etwa 78 Prozent – zuverlässig bestimmen muss.

Ein weiteres Problem stellt die hohe Heterogenität des Bodens dar: Im Boden existieren sauerstoffreiche und sauerstoffarme Räume in direkter Nachbarschaft. Diese „Microsites“ können durch verschiedene mikrobielle Gemeinschaften und unterschiedliche Stickstoff-Umwandlungsprozesse geprägt sein. Denitrifikation findet beispielsweise nur unter anaeroben Bedingungen statt und ist vor allem in sogenannten „Hotspots“ besonders stark, die durch eine erhöhte organische Substanz charakterisiert sind.

Die Forschergruppe DASIM kombiniert nun die aktuellen Methoden (unter anderem Xray μCT, 15N Tracing, Nanosims, Mikrosensoren, NMR-Spektroskopie und Next-generation-Sequenzierung), um den Prozess der Denitrifikation mit einer bisher beispiellosen räumlichen und zeitlichen Auflösung zu untersuchen. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu dienen, neue mathematische Modelle von der Mikroskala zur Feldskala zu entwickeln und vorhandene Simulationsmodelle zu verbessern. Diese Modelle sollen unter anderem dazu genutzt werden, die gasförmigen Stickstoff-Freisetzungen (unter anderem N2O, N2) unter einem sich ändernden Klima vorherzusagen.

Kontakt:
Prof. Dr. Christoph Müller, PhD.
Institut für Pflanzenökologie
Telefon: 0641 99-35301
E-Mail: pflanzenoekologie@bot2.bio.uni-giessen.de

 

 

 

Passivhaus mit innovativer Abwasserinfrastruktur nimmt Gestalt an

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Fotoserien dokumentieren die Baufortschritte
Die Halbzeit des Projekts netWORKS 3 ist vorüber. Das Passivhaus, das in der Salvador-Allende-Straße in Frankfurt, Bockenheim, gebaut wird, nimmt Gestalt an. Hier trifft Theorie auf die Praxis: Auf Blockebene wird die Umsetzung innovativer Abwasserinfrastrukturen erprobt. 66 Wohneinheiten und eine Kindertagesstätte entstehen in dem Gebäudekomplex, wo zukünftig Grauwasser getrennt und für die Toilettenspülung wiederverwendet wird. Zusätzlich wird in einer Hälfte des Gebäudes aus dem Grauwasser Wärme zurückgewonnen und für die Erwärmung des Wassers genutzt. Die Baufortschritte seit Herbst 2013 dokumentieren bislang vier Fotoserien (Albumübersicht).
Dabei wird klar, dass die Umsetzung von neuartigen Infrastrukturen Herausforderungen birgt: neue Technologiekomponenten sind notwendig, Haustechnikanbieter, Installateure und Klemptner müssen sich umstellen und neues Wissen und Praxiserfahrung erlangen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG FRANKFURT HOLDING, die das Gebäude bauen lässt, rechnet damit, dass die Wohnungen im Frühjahr 2016 bezugsfertig sind.

http://www.networks-group.de/de/news/2015-09-16/passivhaus-mit-innovativer-abwasserinfrastruktur-nimmt-gestalt.html

 

 

 

Schwermetalle in Metalldachabflüssen und Möglichkeiten zur dezentralen Behandlung

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Neuer Zeitschriftenbeitrag von Helmreich et al. 2015

Bei unbeschichteten Kupfer- und Zink-Dächern werden jährlich durchschnittlich 1,3 g Cu/(m² ∙ a) bzw. 3,0 g Zn/(m² ∙ a) abgeschwemmt. Damit sind die resultierenden Niederschlagsabflüsse stofflich belastet und müssen meist vor einer Einleitung in das Boden-/Grundwassersystem behandelt werden. Derzeit gibt es für diesen Anwendungsfall keine bundeseinheitlichen Vorgaben und auch keine Möglichkeit der Prüfung dezentraler Behandlungsanlagen für Metalldachabflüsse beim Deutschen Institut für Bautechnik. In Bayern wurden daher vorläufige Prüfkriterien erstellt, mit denen bisher drei Hersteller für fünf Anlagen eine Bauartzulassung für Bayern zur anschließenden Versickerung erhalten haben. Zudem bestehen offene Fragen bezüglich des Umgangs mit Kontrollen/Wartungen dezentraler Anlagen sowie der Konsequenzen des Inkrafttretens der Mantelverordnung in der Zukunft.

http://www.sww.bgu.tum.de/news-single-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=213&cHash=a55e02489f23161d555d32ea21a25f8a