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Meldungen der DWA 2014

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Dezember 2014
22.12.2014 Organische Spurenstoffe in allen Gewässern in Baden- Württemberg nachweisbar  
22.12.2014 Hessen und K+S wollen Salzwasserproblematik dauerhaft lösen  
22.12.2014 EU-Kommission verklagt Rumänien wegen Umweltgefährdung durch toxischen Abwassersee  
22.12.2014 Portugal drohen Zwangsgelder wegen unzureichender Abwasserbehandlung 
22.12.2014 Rheinland-Pfalz testet Nano- Keramik-Membranen auf einer Kläranlage 
22.12.2014 Mannheim: Erweiterung der 4. Reinigungsstufe ohne „kurzfristige Gebührenerhöhung“  
22.12.2014 Zehnjahresfrist für Ausstieg aus landwirtschaftlicher Klärschlammverwertung 
22.12.2014 UBA legt Stellungnahme zu Abwässern aus der Kaliproduktion vor  
22.12.2014 Thiess International RiverPrize für die IKSR 
22.12.2014 Startschuss für die IFAT 2016  
22.12.2014 Bundesverwaltungsgericht setzt Verfahren über Elbvertiefung aus  
22.12.2014 Keine Einstellung der Wasserversorgung bei rückständigen Abwassergebühren  
22.12.2014 EU-Kommission: öffentliche Konsultation zu Kriterien für die Identifizierung endokriner Disruptoren
22.12.2014 TU Darmstadt: Memorandum of Unterstanding zur Unterstützung der Planungen in China unterzeichnet
22.12.2014 CARISMO für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert  
22.12.2014 DWA-Arbeitshilfen „Wasserwiederverwendung“ in Seminaren erprobt  
22.12.2014 Geruch und Korrosion sowie Infrastruktur- und Energiemanagement  
22.12.2014 5. Südwestdeutsches Expertenforum zur Grundstücksentwässerung von geanetz Baden-Württemberg  
Oktober 2014
02.10.2014 Wissenschaftscampus zur Phosphorforschung in Rostock gegründet 
02.10.2014 Wasserdienstleistungen: Europäischer Gerichtshof weist Klage gegen Deutschland ab
02.10.2014 Berliner Wasserbetriebe senken Abwassertarife 
02.10.2014 Wasser Berlin: Förderung des Messeauftritts junger, innovativer Unternehmen  
02.10.2014 „Urin-Separationskampagne“ am Gelsenkirchener Marienhospital  
02.10.2014 Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt für Industriekläranlage und Wäscherei  
02.10.2014 Daimler und Benz Stiftung schreibt Stipendien für Postdoktoranden und Juniorprofessoren aus  
02.10.2014 Spurenstoffelimination auf Kläranlagen  
02.10.2014 BMI legt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz vor
02.10.2014 Willy-Hager-Preis 2014 ausgeschrieben
02.10.2014 Neue europäische Normen zur Wasseranalytik und Phosphorverwendung geplant 
02.10.2014 Nasse Keller: Grundwasserstände in Berliner Verfassung festschreiben 
02.10.2014 Rheinland-Pfalz: LAWA soll sich mit Mikroplastik in Wasser befassen
02.10.2014 KanalrattenShooter – App vermittelt Grundlagen der Siedlungswasserwirtschaft  
02.10.2014 Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen startet „Projekt Kanaldichtheit“ 
02.10.2014 Hochwasserschutz: Bund soll Entschädigungszahlungen für Landwirte prüfen  
02.10.2014 Bundesregierung erarbeitet „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“
02.10.2014 Emscher-Umbau als „UN-Dekadeprojekt“ ausgezeichnet
02.10.2014 Anerkennung für vorsorgende Leistungen der Wasserversorger 
02.10.2014 Änderung der Abwasserverordnung  
02.10.2014 Gutachten zur Reform der Abwasserabgabe veröffentlicht  
02.10.2014 Ernst-Kuntze-Preis der DWA vergeben – optimierter Energieeinsatz auf Kläranlagen im Fokus  
02.10.2014 Wetterradar – Anwendungen für die Wasserwirtschaft  
September 2014
02.09.2014 Öffentliche EU-Konsultation zur Wiederverwendung von Wasser
02.09.2014 Arabischer Wasserverband strategischer Partner der Wasser Berlin  
02.09.2014 UNESCO-Wasserzentrum in Koblenz  
02.09.2014 Bauen in Überschwemmungsgebieten – Entscheidung des BVerwG  
02.09.2014 UBA: Kein Fracking zur Förderung von Schieferund Kohleflözgas 
02.09.2014 Bund der Steuerzahler bemängelt fehlenden Willen zur Gebührensenkung
02.09.2014 Starkregen in Nordrhein-Westfalen: mehr als 100-jährliches Regenereignis in Münster
02.09.2014 Schleswig-Holstein: Allianz für Gewässerschutz will Nährstoffeinträge reduzieren
02.09.2014 Sachsen: Kommunen erhalten schneller Geld aus Hochwasserhilfefonds 
02.09.2014 EU-Kommission fordert Reduzierung der Nitratbelastungen
02.09.2014 Monopolkommission kritisiert Rekommunalisierungstrend 
02.09.2014 Mikroplastikuntersuchungen in Baden-Württemberg gestartet  
02.09.2014 INAR – Innovationsnetzwerk Abwasser Recycling 
02.09.2014 Karl-Imhoff-Preis der DWA ausgeschrieben  
02.09.2014 IFWW-Förderpreis 2015 ausgeschrieben
02.09.2014 Gründerpreis für Blue Synergy Abwasserturbine
02.09.2014 Bad Abbach – Kläranlage der Zukunft
August 2014
09.08.2014 Sehr gute Wasserqualität in den europäischen Badegewässern 
09.08.2014 Einladung zur 67. DWA-Mitgliederversammlung
09.08.2014 Vereinfachung der Umweltverträglichkeitsprüfung 
09.08.2014 EU: 282,6 Millionen Euro für 225 neue Umwelt- und Klimaschutzprojekte  
09.08.2014 Rheinland-Pfalz: Bundesregierung bremst Stromerzeugung von Kläranlagen
09.08.2014 ProcessNet-Positionspapier zur industriellen Wassertechnik 
09.08.2014 Leuna: Reinigungsanlage für kontaminiertes Grundwasser in Betrieb 
09.08.2014 Kostendeckung von Wasserdienstleistungen nur bei Trink- und Abwasser 
09.08.2014 Klärschlamm als flexibler Energielieferant – neues Verbundprojekt an der TU Darmstadt  
09.08.2014 Eurostat-Website zu Ressourcen und Abfall  
09.08.2014 Klärwerk Emschermündung wird an das zukünftige Emscher- System angepasst 
09.08.2014 Hessen: Al-Wazir fordert Nachbesserungen beim Eigenstrom  
Juli 2014
21.07.2014 Wärmeverbundnetz in Wuppertal- Buchenhofen komplett  
21.07.2014 Start der BMBF-Fördermaßnahme ERWAS – Wasser und Energie 
21.07.2014 Bundesrat stimmt AwSV zu
21.07.2014 Algen als Phosphorfresser
21.07.2014 Aktivkohlestufe auf der Kläranlage Dülmen des Lippeverbands im Bau
13.07.2014 Umweltministerkonferenz gegen Fracking – Bergrecht soll novelliert werden  
13.07.2014 Baden-Württemberg und Vorarlberg gemeinsam gegen Fracking 
13.07.2014 Call for Papers zur FILTECH 2015
13.07.2014 Exportinitiative Erneuerbare Energien gestartet
13.07.2014 BWB: Schmutzwassertarif sinkt – Streit mit Bundeskartellamt wird beendet 
Juni 2014
20.06.2014 Wasser in der Stadt von morgen  
20.06.2014 Neuer DWA-Service bietet direkten Zugriff auf alle Regelwerk-Entwürfe des öffentlichen Beteiligungsverfahrens  
20.06.2014 Karl-Imhoff-Preis der DWA ausgeschrieben 
20.06.2014 Reinigungsverfahren für PFC-haltiges Wasser erfolgreich getestet  
20.06.2014 Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt
20.06.2014 Legionellen-Belastung in Warstein: Neubau des Abwasserkanals der Brauerei
20.06.2014 NRW setzt Expertenkommission zur Verhinderung von Legionellen- Epidemien ein 
20.06.2014 IFAT India: noch Anmeldungen als Aussteller möglich  
20.06.2014 IFAT: langfristige Kooperationen mit ACWUA und THW
20.06.2014 Neues IFAT Environmental Technology Forum in Südafrika 
20.06.2014 DWA übernimmt Programm des F. Hirthammer Verlags 
20.06.2014 Rheinland-Pfalz investiert 2014 95 Millionen Euro in Gewässerschutz 
04.06.2014 Reine Ruhr – NRW plant umfassende Verbesserung der Wasserqualität
04.06.2014 US-Metropolen investieren in Regenwasserinfrastruktur 
04.06.2014 Neuer Veranstaltungsort und Datum für die IFAT Eurasia 
04.06.2014 Marokko plant Milliardeninvestitionen in die Wasserwirtschaft  
04.06.2014 Kooperationsvereinbarung zwischen DWA und DGL unterzeichnet
04.06.2014 Schweiz verabschiedet Anpassungsplan an den Klimawandel  
04.06.2014 Deutsche Wasserwirtschaft in Jordanien 
04.06.2014 Tierarzneimittel gelangen in der Regel nicht ins Grundwasser  
04.06.2014 Gewässertyp des Jahres 2014: der tiefe nährstoffarme See Norddeutschlands
04.06.2014 Gewässergüte der Ems kann auf drei Arten verbessert werden 
04.06.2014 Alles im Fluss – Wo ist in Deutschland Wasser knapp?
04.06.2014 142 000 Einwohner in Sachsen- Anhalt ohne öffentlichen Kanalanschluss 
04.06.2014 Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw ausgeschrieben 
04.06.2014 Brandenburg lobt guten Stand der Abwasserbehandlung
04.06.2014 EU stellt häufige Antibiotikaresistenzen bei Bakterien fest
04.06.2014 Baden-Württemberg: 117 Millionen Euro für Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten  
Mai 2014
04.05.2014 DWA und Welthungerhilfe vereinbaren Fortsetzung der strategischen Partnerschaft  
04.05.2014 Berliner Stadtwerke in Gründung 
04.05.2014 DWA – ihre Rolle in einer globalisierten Umwelt  
04.05.2014 Regierung plant Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes wegen Fracking
04.05.2014 Niersverband steigt vollständig aus landwirtschaftlicher Klärschlammverwertung aus 
04.05.2014 Bayern startet Mikroplastik-Initiative
04.05.2014 Messe Essen übernimmt Hochwasser-Messe acqua alta  
04.05.2014 Getrockneter Klärschlamm fällt unter das Regime des Abfallrechts 
04.05.2014 AZV Südholstein übernimmt Abwasserentsorgung auf Helgoland  
04.05.2014 Niedersachsen formuliert Voraussetzungen für Fracking
04.05.2014 Europäische Kommission empfiehlt Mindestgrundsätze für Fracking 
04.05.2014 TU Kaiserslautern bei BMBF Programmausschreibung ERWAS erfolgreich  
04.05.2014 Vereinte Nationen zeichnen den Emscher-Umbau aus  
04.05.2014 DWA fordert: Keine EEG-Umlage für in wasserwirtschaftlichen Anlagen selbst erzeugten Strom  
04.05.2014 Kläranlage Bremen-Seehausen läuft klimaneutral 
04.05.2014 Bayern fördert mit 16 Millionen Euro kommunale Wasserwirtschaft  
April 2014
06.04.2014 EU: 50 Millionen Euro für neue Wasser-Forschungsprojekte  
06.04.2014 Trink- und Abwasserpreise in Baden-Württemberg 2013
06.04.2014 Stadtentwässerung Dortmund als Eigenbetrieb 
06.04.2014 Niedersachsen/Hessen: Grenzänderung wegen Regenrückhaltebecken  
06.04.2014 Minister fordern mit Protokollnotiz klares Bekenntnis zu Biomasseanlagen  
06.04.2014 Abwasser zur Kühlung von NSA-Computern
06.04.2014 Mecklenburg-Vorpommern: Studie zum künftigen Umgang mit Klärschlamm vorgelegt 
06.04.2014 EU-Kommission fordert Italien zur Änderung seines Wasserrechts auf  
März 2014
25.03.2014 Studien zur IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen  
25.03.2014 Hochwasserschutzprogramm Schwerpunkt des Bundesumweltministeriums 
25.03.2014 Europäische Kommission empfiehlt Mindestgrundsätze für Fracking  
25.03.2014 Forschungsprojekt zur Wirkung multipler Belastungen auf Gewässer  
25.03.2014 Optimierte Düngung kann Phosphateintrag deutlich reduzieren
25.03.2014 Deutsch-französische Forschung zu kritischen Infrastrukturen 
25.03.2014 Berlin: 1,7 Milliarden Euro für das Kanalnetz bis 2030 
25.03.2014 Niedersachsen sieht wenig Potenzial für Abwasserwärmenutzung 
25.03.2014 Abwasserkanal soll Kirche heizen 
25.03.2014 Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in kleineren Gemeinden zu verbessern
Februar 2014
16.02.2014 DWA-Verbandszeitschriften im iPad®-Abonnement  
16.02.2014 Neues Wassergesetz für Baden-Württemberg 
16.02.2014 Thema „Wasser“ im Koalitionsvertrag in Hessen  
16.02.2014 Spurenstoffentfernung mit „Mikromotoren“?
16.02.2014 Forschungsvorhaben: Schwermetalle und Schadstoffe gezielt aus Klärschlämmen entfernen
16.02.2014 Umweltökonomische Gesamtrechnungen: weniger Ressourcen – höherer Ertrag Wasser, Kohle, Flächen
16.02.2014 Mecklenburg-Vorpommern fördert „Phosphorcampus“  
16.02.2014 Keine auffälligen Legionellen-Werte im Landkreis Siegen-Wittgenstein
16.02.2014 EU-Parlament: Wasser aus Konzessionsrichtlinie ausgenommen  
16.02.2014 Klärwerkpreis für Innovation 2014 ausgeschrieben 
16.02.2014 Klärschlammmenge leicht rückläufig, Verbrennung wichtigster Entsorgungsweg
16.02.2014 Industrie steigerte 2011 Investitionen in den Umweltschutz um 18 %
16.02.2014 IFAT 2014 ist ausgebucht  
16.02.2014 Startschuss für „Horizont 2020″: 67 Millionen Euro für den Wassersektor
16.02.2014 Forschungsprojekt zu Auswirkungen von Phosphormangel
16.02.2014 Energieeffizienter Betrieb von Kläranlagen
16.02.2014 Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung früherer OOWV-Führungskräfte
Januar 2014
24.01.2014 Neue Runde des Muelheim Water Award gestartet  
24.01.2014 25 Jahre Kläranlagen-Leistungsvergleich 
24.01.2014 Jahrestreffen der internationalen Bodensee-Nachbarschaft  
24.01.2014 Neuer DWA-Fachausschuss „Berufswettbewerbe“ gegründet
13.01.2014 Neues Wassergesetz in Baden-Württemberg
13.01.2014 VKU-Innovationspreis für Hamburg Wasser
13.01.2014 Struvit-Fällung bei Thames Water 
13.01.2014 Spurenstoffelimination auf dem Klärwerk Mannheim wird erweitert  
13.01.2014 Ratten- und Mäusegifte sicher und rechtskonform einsetzen  
13.01.2014 Bertha Benz-Preis für Ingenieurinnen 2014 ausgeschrieben
13.01.2014 Fortsetzung des EU-Programms LIFE  
13.01.2014 Kommunalabwasserrichtlinie: Luxemburg vom Europäischen Gerichtshof verurteilt 
13.01.2014 Stellungnahme der DWA zum Koalitionsvertrag: Überwiegend Zustimmung  
13.01.2014 Bundesweiter Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung?
13.01.2014 Huber Technology Prize 2014 ausgeschrieben  
13.01.2014 Geschäftschancen für Aussteller der IE expo 2014  
13.01.2014 Verbände und Unternehmen fordern weitgehendes Fracking- Verbot  
13.01.2014 Emschergenossenschaft weiht neue Versuchsstation ein  
13.01.2014 Young Water Professionals‘ Programme der DWA  
13.01.2014 NRW fordert schärfere Auflagen für Verdunstungskühlanlagen  
12.01.2014 Kläranlagen in der Regel nicht mit Legionellen belastet
12.01.2014 Bundesregierung: kommunale Kläranlagen sind keine Ausgangsorte für Legionelleninfektionen

Organische Spurenstoffe in allen Gewässern in Baden- Württemberg nachweisbar

In Baden-Württemberg sind organische Spurenstoffe grundsätzlich in allen Gewässern nachweisbar, vor allem Arzneimittelrückstände sind flächendeckend verbreitet. Dies geht eindeutig aus dem Anfang Oktober vom Land veröffentlichten Bericht „Spurenstoffinventar der Fließgewässer in Baden-Württemberg“ hervor. Über einen Zeitraum von knapp einem Jahr hat die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe kommunale Kläranlagen und Fließgewässer im Land auf Spurenstoffe untersucht. Monatlich entnommene Proben aus 17 Fließgewässern sowie aus den Zuund Abläufen von sechs repräsentativ ausgewählten Kläranlagen wurden auf insgesamt 86 Stoffe untersucht. Im Mittel wurden etwa 50 Prozent der 86 analysierten Stoffe in den Proben gefunden. Die Untersuchung hat dabei zudem gezeigt, dass die Belastung eines Flusses oder Baches mit dem Anteil an Abwasser im Gewässer sowie der mittleren Wasserführung, also Abfluss und Wasserstand, zusammenhängt. Überdurchschnittlich belastete Fließgewässer zeichnen sich durch eine geringe mittlere Wasserführung und einen hohen Abwasseranteil aus. Erhebliche Unterschiede bestehen zudem zwischen den verschiedenen Arten von Spurenstoffen. So konnten Arzneimittelrückstände flächendeckend in allen Proben nachgewiesen werden. Besonders auffällig war zudem das giftige und in der Umwelt nicht abbaubare Perfluoroctansulfonat (PFOS). Die Wissenschaftler haben PFOS in den kommunalen Kläranlagen nach der Reinigung des Abwassers mit durchschnittlich 13 Nanogramm pro Liter gemessen. Geht man von einer Verdünnung von eins zu zehn aus, würde rechnerisch im Fließgewässer als Eintrag aus der Kläranlage noch immer ein Wert von 1,3 Nanogramm pro Liter erreicht. Zum Vergleich: In der EURichtlinie 2013/39/EU wurde erstmals im Jahr 2013 eine Umweltqualitätsnorm für PFOS in Oberflächengewässern von 0,65 Nanogramm pro Liter festgelegt.

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Hessen und K+S wollen Salzwasserproblematik dauerhaft lösen

Das Bundesland Hessen und der Düngemittelhersteller K+S haben sich Ende September auf einen Vier-Phasen-Plan zur Lösung der Salzabwasserproblematik verständigt. Langfristig sollen dadurch Werra und Oberweser wieder Süßwasserqualität erreichen. Der in einem Eckpunktepapier vereinbarte Regelungszeitraum reicht bis 2075. Der Eckpunkteplan sieht vor, die Versenkung von Salzabwässern im Untergrund bis 2021 zu beenden. Ab 2021 soll die lokale Entsorgung dann durch den bis 2060 befristeten Betrieb einer Leitung zur Oberweser ergänzt werden, um Flexibilität bei der Entsorgung der Abwässer zu gewinnen. Bereits ab 2017 soll eine neu entwickelte Anlage – eine Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage am Standort Hattorf – den Salzwasseranfall von bisher sieben Millionen Kubikmeter um 1,5 Millionen m³ auf 5,5 Millionen m³ pro Jahr verringern. Zudem soll eine Haldenabdeckung den Haldenwasseranfall reduzieren. Diese Eckpunkte sollen in den nächsten Wochen in einem öffentlich- rechtlichen Vertrag ausgearbeitet und festgeschrieben werden. Für K+S bedeutet diese Vereinbarung zusätzliche Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro, die hauptsächlich in den Jahren 2018 bis 2021 getätigt werden sollen. Ein erheblicher Teil davon fließt in die Planung, den Bau und den Betrieb der befristeten Ergänzungsleitung an die Oberweser. Im Gegenzug soll K+S eine letztmalige und bis Ende 2021 befristete Versenkererlaubnis erhalten. Voraussetzung hierfür ist die Unbedenklichkeit der Einleitung für Grundund Trinkwasser. K+S muss dies unter anderem durch ein 3D-Modell nachweisen. Der Umfang der Versenkung wird in sechs Jahren insgesamt circa zwölf Millionen Kubikmeter betragen (jährlich etwa zwei Millionen Kubikmeter). Für das Jahr 2014 liegt das genehmigte Versenkvolumen bei 4,5 Millionen Kubikmeter. Mit Inbetriebnahme der Oberweser-Fernleitung sollen in Phase 2 der Planungen, ab 2021, dann die Grenzwerte zur Einleitung in die Werra im Vergleich zur ersten Phase gesenkt werden: Chlorid von 2500 mg/l auf 1700 mg/l, Kalium von 200 mg/l auf 150 mg/l und Magnesium von 340 mg/l auf 230 mg/l. In der Phase 3 ab 2032 soll dann die Salzbelastung der Werra auf 1000 mg/l Chlorid zurückgehen. Hintergrund ist, dass die Rohsalzaufbereitung am Standort Unterbreizbach/ Thüringen aller Voraussicht nach im Jahr 2032 eingestellt wird. Dies würde die Produktionsabwässer um eine weitere Million Kubikmeter verringern. In der Phase 4 ab Ende 2060 soll die Werra dann Süßwasserqualität erreichen. K+S geht davon aus, dass in diesem Zeitraum mit Erschöpfung der Lagerstätten die Kaliproduktion im Werk Werra eingestellt wird und somit keine Produktionsabwässer mehr entstehen. Zudem soll dann die Abdeckung von 60 Prozent der Haldenfläche abgeschlossen sein. Diese Maßnahme soll das Haldenabwasser auf 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr bis spätestens 2075 senken. Am Pegel Gerstungen sollen dann die Grenzwerte 800 mg/l Chlorid, 70 mg/l Kalium und 90 mg/l Magnesium erreicht werden. Die jetzt zwischen Hessen und K+S getroffene Vereinbarung ist in anderen Ländern allerdings nicht unumstritten. Der Weser-Anrainer Niedersachsen begrüßt zwar den geplanten Bau einer neuen Anlage zur Reduzierung des Salzwasseranteils. Gleichzeitig meldet das Umweltministerium des Landes aber Zweifel an, ob der Stufenplan die Anforderungen an den Gewässerschutz erfüllt. Das Land will daher den Plan sorgfältig prüfen. Gleichzeitig zeigt sich Niedersachsen erstaunt darüber, dass Hessen die Versenkung der Salzabwässer bis 2021 genehmigen will. Eine Verlängerung der Versenkung über 2015 hinaus sei bisher vom Land Hessen immer ausgeschlossen worden, so das niedersächsische Umweltministerium.

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EU-Kommission verklagt Rumänien wegen Umweltgefährdung durch toxischen Abwassersee

Die Europäische Kommission verklagt Rumänien vor dem Europäischen Gerichtshof wegen eines Verstoßes gegen die EU-Vorschriften über Bergbauabfälle. Die Rechtssache betrifft den Boşneag- See, einen 102 ha großen Bergeteich, der Abfälle aus den Kupfer- und Zinkminen in Moldova Noua˘, Rumänien, enthält und gegenwärtig beinahe vollständig trockenliegt. Der Abwassersee ist eine erhebliche Verschmutzungsquelle, die giftigen Staub verbreitet und eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt. Rumänien hatte zwar zugesagt, das Problem anzugehen, nach Ansicht der Kommission sind bisher aber nur unzureichende Maßnahmen getroffen worden. Die Kommission hat das Vertragsverletzungsverfahren gegen Rumänien im Oktober 2012 mit einem Aufforderungsschreiben und einer anschließenden mit Gründen versehenen Stellungnahme (Februar 2014) eingeleitet. In seiner Antwort räumte Rumänien ein, dass der Boşneag-Abwassersee bei windigen Wetterverhältnissen eine Verschmutzungsquelle darstelle und Handlungsbedarf bestehe. Zwar wurden bestimmte Maßnahmen vorgeschlagen, unter anderem die Einrichtung eines Benetzungssystems, konkrete Maßnahmen blieben jedoch aus.

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Portugal drohen Zwangsgelder wegen unzureichender Abwasserbehandlung

Wegen der mangelhaften Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie drohen Portugal Zwangsgelder der Europäischen Union. Die Europäische Kommission hat gegen Portugal Mitte Oktober eine entsprechende Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Bereits 2009 hatte der Gerichtshof festgestellt, dass Portugal seiner Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Sammlung, Aufbereitung und Entsorgung von kommunalem Abwasser nicht nachgekommen ist. Sieben Gemeinden mit mehr als 15 000 Einwohnern verfügten nicht über die notwendigen Sammelsysteme, und in 15 fehlte es an geeigneten Kläranlagen. Fünf Jahre nach dem Urteil des Gerichtshofs erfüllen zwei Gemeinden immer noch nicht die EU-Standards. In Vila Real Santo António (116 500 EW) sind die Arbeiten zwar weit vorangeschritten, doch sind zwei Bezirke noch nicht an die Kanalisation und das Klärsystem angeschlossen. In Matosinhos (Einwohnerwert: 287 000), einem wichtigen Fischereihafen und Industriegebiet in der Nähe von Porto, haben die Arbeiten zur Modernisierung der Kläranlage nach den neuesten der Kommission vorliegenden Angaben noch nicht begonnen, und das neue System kann frühestens gegen Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Bis dahin werden nicht ordnungsgemäß behandelte Abwässer weiterhin ins Meer eingeleitet. Die Kommission hat nun eine pauschale Geldstrafe von 4,45 Millionen Euro sowie ein tägliches Zwangsgeld von 20 196 Euro beantragt.

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Rheinland-Pfalz testet Nano- Keramik-Membranen auf einer Kläranlage

Auf der Kläranlage Petersberg in Rheinland- Pfalz werden Nano-Keramik-Membranen getestet. Die größte Membrankläranlage in Rheinland-Pfalz filtere kleinste Teilchen und erprobe die neue Technik unter wissenschaftlicher Begleitung, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken Mitte Oktober 2014 bei der Einweihung des Neubaus der Anlage in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben. Das Land fördert das Pilotprojekt mit 1,58 Millionen Euro. Die Keramikfilter der Kläranlage haben Poren im Nanobereich. Sie sind 2000mal kleiner als ein Haar und sollen den Eintrag von gefährlichen Keimen und Bakterien in die Gewässer reduzieren. Das Zentrum für innovative Abwassertechnologien der TU Kaiserslautern prüft über 18 Monate den Nährstoffabbau und die Energieeffizienz der Anlage und untersucht außerdem, ob auch Mikroschadstoffe wie Arzneimittelreste oder Pflanzenschutzmittel zurückgehalten werden können.

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Mannheim: Erweiterung der 4. Reinigungsstufe ohne „kurzfristige Gebührenerhöhung“

Mit einem feierlichen Spatenstich wurde Ende September 2014 der Startschuss zum Ausbau der 4. Reinigungsstufe im Klärwerk Mannheim gegeben. Seit 2010 läuft im Klärwerk eine Pilotanlage im großtechnischen Maßstab zur Beseitigung organischer Spurenstoffe aus dem gereinigten Abwasser durch Adsorption an Pulveraktivkohle (PAK) aus einem Teilstrom des gereinigten Abwassers. Aufgrund der positiven Ergebnisse wird die PAK-Anlage jetzt für 90 % des Abwasseranfalls ausgebaut, die Gesamtkosten betragen ca. sieben Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg gibt hierfür einen Zuschuss von ca. 1,4 Millionen Euro. Da die neue Anlage in bereits vorhandene Beckenstraßen eingebaut werden kann, sind die Gesamtkosten für den Ausbau überschaubar. „Eine kurzfristige Gebührenerhöhung wird es deswegen nicht geben“, so Betriebsleiter Alexander Mauritz. Die Mehrkosten durch den Betrieb der PAK-Anlage bezifferten sich langfristig auf 6 Cent pro Kubikmeter Schmutzwasser.

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Zehnjahresfrist für Ausstieg aus landwirtschaftlicher Klärschlammverwertung

Für den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung wird der Bundesgesetzgeber der Abwasserwirtschaft voraussichtlich eine Frist von zehn Jahren einräumen. Dies berichtete Claus- Gerhard Bergs, Leiter des Referats WR II 4 „Siedlungsabfälle, Thermische Behandlung von Abfällen“ im Bundesumweltministerium, auf der DWA-Bundestagung Ende September in Baden-Baden. Bergs betonte allerdings, dass es sich dabei lediglich um derzeitige Überlegungen seines Hauses und nicht um abgeschlossene Planungen handele. Das Bundesumweltministerium bereitet derzeit die Umsetzung des Koalitionsvertrages vor. CDU/CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken zu beenden und Phosphor und andere Nährstoffe aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen. Der Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Verwertung wird aber möglicherweise nicht für alle Kläranlagen gelten, angedacht sind Bagatellklauseln für Kläranlagen der Größenklassen 1 und 2. Hierdurch sollen vor allem hohe wirtschaftliche Belastungen von kleinen Kläranlagen verhindert werden. Bei Umsetzung der aktuellen Überlegungen wäre dadurch ungefähr ab 2025 die landwirtschaftliche Verwertung von rund 90 Prozent der Klärschlämme untersagt. Die energetische Verwertung wäre nach den Planungen bis 2025 für alle Klärschlämme unabhängig vom Phosphorgehalt möglich. Mit dem Jahr 2025 würde dann die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung beginnen. Bei der „Mitverbrennungsoption“ müsste diese ab einem Phosphorgehalt von 20 g/kg Trockenmasse aus dem Klärschlamm erfolgen. Bei der „Monoverbrennungsoption“ entstünde die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus der Klärschlamm-Verbrennungsasche unabhängig vom Phosphorgehalt des verbrannten Klärschlamms. Allerdings soll wahrscheinlich auch eine Lagerung der phosphorhaltigen Klärschlammasche für eine spätere Phosphorrückgewinnung zulässig sein.

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UBA legt Stellungnahme zu Abwässern aus der Kaliproduktion vor

Die salzhaltigen Abwässer aus Kaliproduktion und Kalihalden belasten seit Jahrzehnten die Flüsse Werra und Weser und gefährden das Grundwasser. Verschiedene Gremien auf Länderebene suchen derzeit nach Lösungen für dieses Problem. Das Umweltbundesamt (UBA) war vom Bundesumweltministerium gebeten worden, nur einen dieser Lösungsvorschläge isoliert zu prüfen: die so genannte Eindampfung der Abwässer mit Salzrückgewinnung. Mitte Oktober hat das UBA nun seine Stellungnahme vorgelegt. Unter den derzeitigen Randbedingungen kann die Behörde die „Eindampfungslösung“ allerdings nicht empfehlen: Erstens würden allein die Voruntersuchungen für den Bau einer solchen Anlage vermutlich vier bis fünf Jahre dauern – und damit viel zu lange, denn die Maßnahmen für einen guten ökologischen Zustand in Werra und Weser müssen spätestens 2015 festgelegt und der EU-Kommission berichtet werden. Zweitens können die Gesamtkosten erst nach den Voruntersuchungen seriös geschätzt und erst dann beurteilt werden, ob der Bau einer solchen Anlage für die K+S Aktiengesellschaft aus Kassel wirtschaftlich verhältnismäßig ist. Und drittens wird mit der Eindampfung das langfristige Problem der Haldenabwässer nicht gelöst.

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Thiess International RiverPrize für die IKSR

Am 16. September 2014 hat die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) in Canberra (Australien) den Thiess International RiverPrize 2014 gewonnen. Der Preis wurde dem Präsidenten der IKSR, Gustaaf Borchardt, und der stellvertretenden Geschäftsführerin, Anne Schulte-Wülwer-Leidig, während einer Gala-Veranstaltung überreicht. Die IKSR hat den Preis für ihre Erfolge auf dem Gebiet des Rheinschutzes während des über 60-jährigen Bestehens der Kommission erhalten. Von einer offenen Kloake, als die der Rhein in den 1960er- und 1970er-Jahren galt, hat er sich dank einer auf Solidarität gründenden guten Zusammenarbeit aller Staaten wieder erholt. Die Umsetzung des Aktionsprogramms Rhein und von EU-Richtlinien hat die Wasserqualität und den ökologischen Zustand des Rheins und vieler seiner Nebengewässer deutlich verbessert. Über 96 Prozent der Bevölkerung sind heute an Kläranlagen angeschlossen. Viele große Industriebetriebe verfügen über eigene Kläranlagen. Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten hat zugenommen. Derzeit leben beispielsweise wieder 63 Fischarten im Rhein. Überflutungsflächen des Rheins wurden wieder hergestellt, Altarme wieder an den Rheinstrom und an Nebenflüsse angeschlossen, und auf kleinen Streckenabschnitten wurden die Uferstrukturen ökologisch aufgewertet. Auch zur Minderung negativer Folgen von Hochwasserereignissen sind beträchtliche Anstrengungen unternommen worden, unter anderem durch die Einrichtung zusätzlicher Hochwasserrückhalteräume. Der von der International River Foundation gestiftete Thiess International Riverprize wurde 1999 zum ersten Mal verliehen. www.riverfoundation.org.

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Startschuss für die IFAT 2016

Das Jahr 2016 scheint noch in weiter Ferne, aber die Vorbereitungen für die nächste IFAT, die vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet, sind bereits angelaufen. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort online zur Weltleitmesse für Umwelttechnologien anmelden. Anmeldeschluss ist der 30. April 2015. Die letzte IFAT hatte im Jahr 2014 mit insgesamt 3081 Ausstellern aus 59 Ländern und 135 288 Besuchern aus 168 Ländern neue Bestmarken aufgestellt. Die IFAT 2016 findet etwas später als gewohnt statt, weil für Mitte April die bauma terminiert ist, die weltweit größte und wichtigste Baumaschinenmesse.

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Bundesverwaltungsgericht setzt Verfahren über Elbvertiefung aus

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Anfang Oktober das Verfahren der Umweltverbände BUND und NABU gegen die Planfeststellungsbeschlüsse für die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union (Eu- GH) in Luxemburg über eine bereits anhängige Vorlage zur Auslegung der Wasserrahmenrichtlinie ausgesetzt. Die Entscheidung der Richter kommt nicht überraschend. Der für das Recht der Wasserstraßen zuständige 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hatte bereits im vergangenen Sommer anlässlich der Umweltverbandsklagen gegen den Ausbau der Weser eine ähnliche Entscheidung getroffen und mit Beschluss vom 11. Juli 2013 (BVerwG 7 A 20.11) dem EuGH eine Reihe von Fragen zum sogenannten Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot der Wasserrahmenrichtlinie vorgelegt. Laut dem Bundesverwaltungsgericht ist diese noch ausstehende Eu- GH-Entscheidung auch für das Verfahren über die Elbvertiefung vorgreiflich, weil die Vorlagefragen sich auch hier stellen. Erste Einordnungen hat das Bundesverwaltungsgericht im Anschluss an die fünftägige mündliche Verhandlung im Juli 2014 aber getroffen. Bei den Verhandlungen wurden die Gutachten der Bundesanstalt für Wasserbau zu den Auswirkungen des Vorhabens auf die Tidewasserstände, die Strömungsgeschwindigkeiten und die Sedimentationsraten, der Verkehrsbedarf und die Alternativenprüfung sowie die Betroffenheit geschützter Tier- und Pflanzenarten (zum Beispiel Schierlings-Wasserfenchel, Finte, Schnäpel, afrosibirischer Knutt) erörtert sowie über den sonstigen Streitstoff beraten. Nach seiner vorläufigen Einschätzung leiden die Planfeststellungsbeschlüsse im Bereich der FFH- und der Umweltverträglichkeitsprüfung an verschiedenen Mängeln. Diese Mängel sind aber behebbar und führen weder einzeln noch in ihrer Summe zur Aufhebung der Planfeststellungsbeschlüsse. Für eine abschließende Entscheidung des Senats müsse daher das Urteil des EuGH in der Rechtssache C-461/13 abgewartet werden. Die mündliche Verhandlung vor dem EuGH hat bereits am 8. Juli 2014 stattgefunden, mit einem Urteil wird im Frühjahr 2015 gerechnet.

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Keine Einstellung der Wasserversorgung bei rückständigen Abwassergebühren

Eine Einstellung der Wasserversorgung „darf nicht (auch) darauf gestützt werden, dass ein Bezieher von Wasser seinen finanziellen Verpflichtungen wegen anderer öffentlicher Forderungen, insbesondere wegen offener Gebühren für die Abwasserentsorgung, nicht nachgekommen ist oder nachkommen wird.“ So entschied das Verwaltungsgericht Freiburg am 4. September 2014 (Az. 4 K 1748/14). Die Einstellung der Wasserversorgung aufgrund rückständiger Forderungen des Versorgers sei nur dann gerechtfertigt, wenn es um Forderungen gerade aus dem Wasserversorgungsverhältnis gehe. Ein Ehepaar hatte in vorliegenden Fall bei einem Kommunalunternehmen Gebühren in Höhe von rund 1600 Euro offen, etwa die Hälfte davon für die Abwasserentsorgung. Das Unternehmen hatte darauf die Wasserversorgung eingestellt, wogegen das Ehepaar geklagt hat. Das Gericht sieht die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt und verlangt eine Abwägung durch den Versorger und fragt auch, wie der Versorger „sich im konkreten Fall ein (menschenwürdiges) Leben der Antragstellerin ohne jegliche Wasserversorgung auf Dauer vorstellt“. Ebenso hätte das Versorgungsunternehmen abwarten können, ob das Jobcenter die offene Forderung durch eine Darlehensbewilligung ablösen würde.

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EU-Kommission: öffentliche Konsultation zu Kriterien für die Identifizierung endokriner Disruptoren

Die Europäische Kommission hat eine Online-Konsultation im Hinblick auf die Festlegung von Kriterien für endokrine Disruptoren gemäß den Rechtsvorschriften über Biozide und Pflanzenschutzmittel gestartet. Interessenvertreter und die allgemeine Öffentlichkeit werden eingeladen, sich zu den Optionen für Kriterien und deren Umsetzung zu äußern. Die Konsultation läuft bis zum 16. Januar 2015.

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TU Darmstadt: Memorandum of Unterstanding zur Unterstützung der Planungen in China unterzeichnet

Am 10. Oktober 2013 wurde im Rahmen der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin ein Memorandum of Unterstanding zwischen der ZongDe Metal Group (Jieyang, Volksrepublik China) und dem Institut IWAR der TU Darmstadt unterzeichnet. Diese Zeremonie fand statt im Beisein des chinesischen und des deutschen Staatssekretärs aus den jeweiligen Wirtschaftsministerien. Prof. Peter Cornel vom Fachgebiet Abwassertechnik des Institutes IWAR und sein Team beraten die Zongde Metal Group bei Planung, Bau und Betrieb von zwei semizentralen Ver- und Entsorgungszentren auf dem Gelände eines ökologisch ausgerichteten Industrieparks sowie eines neuen Stadtteils in Jieyang.

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CARISMO für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Das Berliner Abwasserbehandlungskonzept CARISMO (CARbon IS MOney) wurde Anfang Oktober für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014 nominiert. Forscher des Kompetenzzentrums Wasser Berlin haben seit 2011 gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben und Veolia das Konzept entwickelt. Ziel des Projekts CARISMO war es, im Abwasser vorhandenes Energiepotenzial bestmöglich auszuschöpfen: Ein neues Filterverfahren holt hierfür die energiereichen organischen Stoffe schon im Zulauf der Kläranlage aus dem Abwasser und überführt sie direkt in die Schlammfaulung, wo über den Weg der Biogasgewinnung Strom erzeugt wird. Der energieaufwendige Weg der „Schlammbelebung“ entfällt damit. Bestehende Klärbecken können ohne großen Mehraufwand umgebaut und genutzt werden. Neue Anlagen nach dem CARISMO- Prinzip kosten im Betrieb laut den Berliner Wasserbetrieben zudem nicht mehr als herkömmliche Anlagen. Im Pilotversuch über 18 Monate wurde Berliner Rohabwasser über Trommelsiebe von bis zu 80 Prozent der Organik und des Nährstoffs Phosphor befreit. Der gewonnene Schlamm lieferte gut 80 Prozent mehr Biogas als herkömmliche Systeme. Der Stromverbrauch für die Abwasserreinigung halbierte sich, ihr Prozess wurde energiepositiv. Die Pilotversuche für das Forschungsprojekt fanden im Berliner Klärwerk Stahnsdorf mit Spezialisten der Wasserbetriebe statt. Jetzt wird ein Folgeprojekt vorbereitet. Denn den Kohlenstoff, der durch die CARISMO-Methode aus dem Abwasser entfernt worden ist, benötigen die Mikroorganismen im Klärbecken eigentlich für eine wirksame Stickstoffentfernung. Er müsste also zumindest teilweise wieder zugesetzt werden. Das neue Vorhaben sucht nach innovativen Technologien zur alternativen Stickstoffentfernung aus dem mit CARISMO bereits behandeltem Abwasser. Die Kombination beider Methoden soll energiepositive Klärwerke mit hoher Ablaufqualität ermöglichen. Der Sieger des Forschungspreises 2014 wird in Kooperation mit der Wissenschaftssendung „nano“ (3sat) über ein Online-Voting ermittelt und im Rahmen der Preisverleihung am 28. November 2014 bekanntgegeben. Das Voting läuft bis zum 20. November 2014. www.forschungspreis.de  

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DWA-Arbeitshilfen „Wasserwiederverwendung“ in Seminaren erprobt

Wasserwiederverwendung wird für Studierende und praktizierende Ingenieure immer wichtiger. Mit der Fertigstellung des DWA-Themenbandes „Aufbereitungsschritte für die Wasserwiederverwendung (2005, inzwischen in sieben Sprachen vorliegend) wurde schnell klar: Das Thema muss in der Umsetzung fachübergreifend bearbeitet werden. Und: Hier tut weitere Schulung Not. Aus dieser Erkenntnis resultierte ein Folgeauftrag an die DWA-Arbeitsgruppe BIZ- 11.4 unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel zur Erarbeitung umfangreichen Schulungsmaterials in Form von „Arbeitshilfen zur Wasserwiederverwendung“. Die Arbeitsgruppe hat diese Aufgabe jetzt abgeschlossen und die Arbeitshilfen inzwischen in zwei DWA-Seminaren getestet, im Februar 2012 in Deutsch und im November 2013 in englischer Sprache mit jeweils mit über 40 Teilnehmern. Feedbacks der Teilnehmer sind in eine Überarbeitung eingeflossen. Auch ein erster „Auslandseinsatz“ der Foliensätze in Ägypten verlief erfolgreich. Die nächste zweitägige Veranstaltung „Aspekte der Wasserwiederverwendung“ auf Deutsch wird am 3./4. Dezember 2014 in Eschborn stattfinden. Nähere Informationen: Himani Karjala Tel. 0 22 42/872-244 E-Mail: karjala@dwa.de http://213.216.4.231/eva/Flyer/3533.pdf Die „DWA-Arbeitshilfen zur Wasserwiederverwendung“ mit den Themenschwerpunkten Grundlagen und Rahmenbedingungen, Vorschriften und betriebliche Anforderungen, Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Planung und Durchführung von Projekten sowie Hygiene, Ökologie und Akzeptanz bestehen aus neun Foliensätzen mit über 500 Folien. Diese werden durch vier ausgearbeitete Fallstudien untermauert und liegen in Deutsch und Englisch vor. DWA-Mitglieder können die DWA-Arbeitshilfen für den Einsatz in der universitären Lehre im Einzelfall anfordern bei: Dipl.-Geol. Roland Knitschky E-Mail: knitschky@dwa.de

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Geruch und Korrosion sowie Infrastruktur- und Energiemanagement

Die Entstehung und Emission von Gerüchen, deren praktische Vermeidung sowie deren betriebliche Bekämpfung ist Inhalt des Seminars „Geruch und Korrosion im Kanal und auf der Kläranlage“ am 11. November 2014 im Radisson Blu Hotel Rostock. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt dieses Mal auf der Abluftbehandlung und Chemikaliendosierung. Es werden Vermeidungs- und Bekämpfungsstrategien aufgezeigt und praktische Lösungen diskutiert. Zweckverbände und Stadtwerke kommen zu Wort. Das Seminar ist für Ingenieure, Techniker, Behördenvertreter, Planer und Betreiber konzipiert. Eine kleine Fachausstellung begleitet das Seminar. Am 12. November 2014 veranstaltet Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner dann die 9. Rostocker Abwassertagung an der Universität Rostock. Hier lautet das Thema „Infrastruktur- und Energiemanagement – ein Geschwisterpaar der Wasserwirtschaft“. In thematisch aufeinander aufbauenden Vorträgen werden Anforderungen und Lösungsansätze für ein integrales Infrastruktur- und Energiemanagement diskutiert.

Weitere Informationen: DWA-Landesverband Nord-Ost Tel. 03 91/7 34 88 15 Fax 03 91/7 34 88 17
E-Mail: dwa@dwa-no.de www.dwa-no.de http://abwassertagung.auf.uni-rostock.de

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5. Südwestdeutsches Expertenforum zur Grundstücksentwässerung von geanetz Baden-Württemberg

Breits zum fünften Mal fand am 23. Oktober 2014 das 5. Südwestdeutsche Expertenforum zur Grundstücksentwässerung von geanetz Baden-Württemberg in Stuttgart-Korntal statt. Bei der diesjährigen Veranstaltung werden aktuelle gesetzliche Entwicklungen und Aspekte zur Grundstücksentwässerung und Kanalsanierung aufgezeigt. Dabei geht es auch um die Ermittlung von Fremdwasser und den möglichen Umgang damit. Im neuen Praxisteil stellen Hersteller marktübliche Techniken sowie neuste Entwicklungen bei Sanierungsverfahren vor. Abschließend werden die realen Auswirkungen schadhafter Abwasserleitungen und deren Konsequenzen aus Sicht der Betreiber, Gutachter und der Versicherungswirtschaft im Mittelpunkt stehen. Die ausgebuchte Fachausstellung vervollständigt das Informationsangebot Städte und Gemeinden sind verantwortlich für einen einwandfreien Betrieb der öffentlichen Kanäle. Ein angemessener Substanzerhalt gehört zu den Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge und minimiert die Schadens- und Ausfallrisiken. Darüber hinaus ist das Kanalnetz ein großes Anlagevermögen der Netzbetreiber, das es zu erhalten gilt. Die damit einhergehenden Aufwendungen dienen dem Gewässerschutz und stellen die ordnungsgemäße Abwasserentsorgung langfristig sicher. Schäden am Kanalzustand können zu Ex- und Infiltration führen. Dies stellt die Kommunen vor große Herausforderungen und bedeutet zusätzliche Kostenbelastungen. Hier sind die Netzbetreiber – in der Regel Kommunen und Eigentümer von Grundstücksentwässerungsanlagen – in der Verantwortung. Die Sanierung eines durch Fremdwasser belasteten Kanalnetzes setzt effektive Strategien voraus, die den Zufluss von Fremdwasser dauerhaft reduzieren sollen. www.geanetz-bw.de

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Wissenschaftscampus zur Phosphorforschung in Rostock gegründet

Rostock hat nun offiziell einen neuen Wissenschaftscampus, der sich mit Phosphorforschung beschäftigt. Gegründet wurde der „Leibniz WissenschaftsCampus Rostock: Phosphorforschung“ am 20. August 2014 in Warnemünde durch das Landesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, das Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Universität Rostock, die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. und fünf Leibniz-Institute. Das Umweltministerium leistet in den Jahren 2014 und 2015 eine Anschubfinanzierung von jährlich 85 000 Euro. Für die Jahre 2016 und 2017 wird ein Betrag in ähnlicher Höhe in Aussicht gestellt. Das Wissenschaftsministerium stellt vom Jahr 2018 an und bis zum Abschluss des Wissenschaftscampus einen Betrag in Höhe von 80 000 Euro in Aussicht. Eine Förderung ist höchstens bis zum Jahr 2020 vorgesehen. In Deutschland haben sich seit 2009 insgesamt sechs WissenschaftsCampi etabliert: in Tübingen, Mainz, Halle, Rostock und zwei in Mannheim.

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Wasserdienstleistungen: Europäischer Gerichtshof weist Klage gegen Deutschland ab

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 11. September 2014 die Vertragsverletzungsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland in Sachen Kostendeckung von Wasserdienstleistungen nach der Wasserrahmenrichtlinie als unbegründet abgewiesen (Az. C-525/12). Die EUKommission hatte bemängelt, dass bestimmte Dienstleistungen wie zum Beispiel die Aufstauung für die Stromerzeugung aus Wasserkraft, die Schifffahrt und den Hochwasserschutz, die Entnahme für Bewässerung und industrielle Zwecke sowie den Eigenverbrauch, in Deutschland nicht unter den Begriff Wasserdienstleistungen fallen, was gegen Art. 2 Nr. 38 und Art. 9 der Wasserrahmenrichtlinie verstoße. Dem ist der Eu- GH in seinem Urteil nicht gefolgt. Das Gericht legt Art. 2 Nr. 38 Buchst. a dergestalt aus, dass vor dem Hintergrund der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie nicht alle dort genannten Tätigkeiten dem Grundsatz der Kostendeckung zu unterwerfen sind. Der EuGH betont den Handlungsspielraum und die Handlungspflicht der Mitgliedstaaten zur Erreichung der Umweltziele der Wasserrahmenrichtlinie. Er stellt klar, dass Maßnahmen als zentrales Instrument zur Erreichung der Ziele der Richtlinie Vorrang vor dem Instrument der Wassergebührenpolitik haben.

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Berliner Wasserbetriebe senken Abwassertarife

Nachdem Anfang 2014 bereits der Trinkwasserpreis in Berlin um 15 Prozent gesenkt worden ist, wird nun auch die Abwasserentsorgung in der Hauptstadt deutlich günstiger. Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe (BWB) hat am 11. September 2014 eine Senkung aller Abwassertarife um insgesamt durchschnittlich 6,1 Prozent ab Januar 2015 beschlossen. So fällt der Schmutzwasser- Mengentarif um 6,4 Prozent und der Tarif für die Regenentwässerung um 4,3 Prozent. Auch die Preise für die Entsorgung über Sammelgruben sinken. Insgesamt wird nach Angaben der BWB 2015 ein typischer Berliner 211 Euro bzw. 58 Cent pro Tag für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser bezahlen. Das seien im Jahresvergleich rund 8 Euro weniger als 2014 bzw. rund 22 Euro weniger als vor der Wasserpreissenkung. Das Niveau der gesenkten Tarife sei mit einem maximalen Inflationsausgleich von 1,1 Prozent pro Jahr bis 2018 gesichert.

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Wasser Berlin: Förderung des Messeauftritts junger, innovativer Unternehmen

Wasser Berlin International – Fachmesse und Kongress für die Wasserwirtschaft – und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördern 2015 erneut den Messeauftritt junger, innovativer Unternehmen mit einem Gemeinschaftsstand. Das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für einen professionellen Messeauftritt. Teilnahmeberechtigt und förderfähig sind alle jungen, innovativen Unternehmen der Branchen Wasser, Abwasser und Infrastruktur, die ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland haben, jünger als zehn Jahre sind, weniger als 50 Mitarbeiter haben und einen Jahresumsatz von weniger als zehn Millionen Euro ausweisen. Der Gemeinschaftsstand wird durch das Projektteam von Wasser Berlin organisiert und über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell abgewickelt. Der Anmeldeschluss ist am 1. November 2014. www.wasser-berlin.de dort „Aussteller-Service/Standanmeldung“ www.bafa.de dort „Wirtschaftsförderung“

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„Urin-Separationskampagne“ am Gelsenkirchener Marienhospital

Eine „Urin-Separationskampagne“ führt die Emschergenossenschaft gemeinsam mit dem Marienhospital in Gelsenkirchen durch. Ziel des Vorhabens, das im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „no- PILLS“ läuft: Patienten der Radiologie sollen Röntgenkontrastmittel nicht über die Toilette ausscheiden, sondern über spezielle Urin-Beutel – die dann über den Müll entsorgt werden, nachdem der Urin in ihnen mit einem speziellen Gel verfestigt wurde. Die Kampagne, an der die Patienten freiwillig teilnehmen können, beginnt am 15. September und dauert zwei Wochen. Parallel dazu analysiert die Emschergenossenschaft das Krankenhausabwasser, um die Wirksamkeit der Urin- Separationskampagne nachzuweisen. „noPILLS“ ist ein Folgeprojekt von „PILLS“ (Pharmaceutical Input and Elimination from Local Sources). Mit diesem Projekt wurde in den vergangenen Jahren erstmalig eine dezentrale Behandlungsanlage an Krankenhäusern zur gezielten Spurenstoffelimination großtechnisch umgesetzt. Am Marienhospital mit seinen rund 560 Planbetten, rund 75 000 Patienten pro Jahr und 1200 Mitarbeitern fallen pro Tag rund 200 Kubikmeter Abwasser an.

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Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt für Industriekläranlage und Wäscherei

Das Unternehmen Leuna-Harze GmbH aus Leuna erhielt für ihre Abwasserreinigungsanlage einen der beiden mit je 10 000 Euro dotierten Hauptpreise der Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Der mit 5000 Euro dotierte Sonderpreis ging an die Wäscherei Edelweiß Ordel OHG & Co. für ihre Reinigung von industriellem Wäscherei-Abwasser mit direkter thermischer Nutzung. Die Leuna-Harze GmbH betreibt eine katalytische Abwasserreinigungsanlage. Die produktionsbedingten Abwässer enthalten Natriumchlorid und organische Bestandteile. Letztere werden in der Abwasserreinigungsanlage unter stark oxioxidativen Bedingungen abgebaut und der überwiegende Anteil der gereinigten Lösung als Rohstoff dem eigenen Produktionskreislauf zugeführt. Neben der Rückgewinnung eines Rohstoffs aus einem Abfallprodukt wird bei diesem neuen Verfahren die Abgabemenge salzhaltiger Prozessabwässer wesentlich verringert. Bei der Wäscherei Edelweiß Ordel aus Burg bei Magdeburg erfolgt die Reinigung des industriellen Wäscherei-Abwassers unter Ausnutzung der im Abwasser gebundenen thermischen Energie. Somit dient das Verfahren dem effizienten Einsatz der Ressource Wasser, gleichzeitig wird die Abwasserqualität deutlich gesteigert, hochreines Wasser entsteht für den weiteren Wasserkreislauf der Wäscherei.

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Daimler und Benz Stiftung schreibt Stipendien für Postdoktoranden und Juniorprofessoren aus

Erneut zwölf Stipendien werden von der Daimler und Benz Stiftung mit Unterstützung der Reinhard Frank-Stiftung für das Jahr 2015 ausgeschrieben. Das Stipendienprogramm der Stiftung richtet sich an junge promovierte Wissenschaftler in der Frühphase ihrer Postdoktorandenzeit. Erwünscht sind Bewerbungen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein eigenes Forschungsvorhaben sowie die institutionelle Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung in Deutsch land. Das Stipendium wird für zwei Jahre gewährt, die jährliche Fördersumme beträgt 20 000 Euro und kann unter anderem für Geräte, Reisen, die Organisation von Kongressen oder Hilfskräfte genutzt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober 2014. www.daimler-benz-stiftung.de www.reinhardfrank-stiftung.de

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Spurenstoffelimination auf Kläranlagen

Anthropogene Spurenstoffe, die kommunalen Kläranlagen zugeführt werden, sind sehr vielfältig und kommen im kommunalen Abwasser in niedrigen Konzentrationen von einigen μg/l und darunter vor. Ihre Wirkungen auf die aquatische Umwelt sind bisher nur für wenige Stoffe gesichert untersucht. Mit konventionellen Kläranlagen, die zur Stickstoffund Phosphoreliminierung ausgelegt sind, werden einige dieser Stoffe sehr weitgehend, andere jedoch nur geringfügig entfernt. Die mittlere Entfernungsrate von anthropogenen Spurenstoffen liegt bei heutigen Kläranlagen bei ca. 50 %. Durch zusätzliche Verfahrenstechniken wie z. B. Aktivkohleadsorption oder Ozonung kann die Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen stoffspezifisch teilweise auf über 90 % gesteigert werden. Einige Stoffe können jedoch auch mit einer derartigen vierten Reinigungsstufe nicht weitgehend eliminiert werden. Das vorliegende Schwerpunktheft der „Korrespondenz Abwasser“ dokumentiert mit seinen verschiedenen Beiträgen derzeitige Erkenntnisse zu diesen weitergehenden Abwasserreinigungstechniken. Die DWA hat sich frühzeitig in verschiedenen Fachausschüssen mit der Spurenstoffproblematik auseinandergesetzt und eigene Erkenntnisse generiert. Wasserpolitische Positionen sind mit einer eigens gegründeten Koordinierungsgruppe „Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf“ erarbeitet und u. a. auf Workshops mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages in Berlin erörtert worden. Durch Forschungsarbeiten und großtechnische Untersuchungen, vor allem in Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein- Westfalen, sind die jeweilige Leistungsfähigkeit der Verfahren einschließlich ihrer Wirkungsspektren ermittelt und erste Bemessungs- sowie Betriebsparameter erarbeitet worden. Zur Verifizierung bzw. Konkretisierung von Bemessungsparametern sowie zur Bündelung des Erfahrungswissens über die Aktivkohleadsorption und die Ozonung sind in der DWA zwei neue Arbeitsgruppen gebildet worden, um dieses Wissen der Fachöffentlichkeit aufzubereiten. Vor Projektierung einer vierten Reinigungsstufe und für ihren späteren erfolgreichen Betrieb zur Verbesserung der Gewässersituation muss m. E. der Kausalzusammenhang zwischen Spurenstoffaufkommen im Ablauf einer konventionellen Kläranlage und dem Gewässerdefizit hergestellt werden. Viele Spurenstoffe, die sich als Mikroverunreinigungen im Gewässer befinden, sind nicht über die kommunale Kläranlage eingeleitet, sondern entweder aus dem Kanalnetz entlastet oder diffus direkt dem Gewässer zugeleitet worden. Ebenfalls ist vor Ausbau einer vierten Reinigungsstufe zu bedenken, ob gegebenenfalls Verbesserungs- oder Veränderungsmaßnahmen bei Industrieund Gewerbebetrieben im Einzugsgebiet der Kläranlage eine ausreichende Minderung des Spurenstoffeintrages ergeben können. Vorbehandlungsmaßnahmen bei größeren Gewerbebetrieben oder Industrieeinleitern wie auch bei Großkliniken können eine überlegenswerte Ergänzung oder Alternative zur Konzeption einer vierten Reinigungsstufe auf Kläranlagen darstellen. Auch kann jeder Einzelne durch sinnfälligen Umgang mit Haushaltschemikalien und unverbrauchten Arzneimitteln eine Besserung der Situation hervorrufen. Die Einführung einer Rückgabepflicht an unverbrauchten Arzneimitteln wie auch der Hinweis einer Umweltverträglichkeit auf der Medikamentenverpackung sollten erwogen werden. Für den Umgang mit Röntgenkontrastmitteln, die selbst mit den bisher bekannten vierten Reinigungsstufen nur unwesentlich eliminiert werden, sollten Vorgehensweisen erarbeitet werden, die dazu führen, dass der mit Röntgenkontrastmitteln belastete Patientenurin nicht in die Kanalisation gelangt. Die mit der vierten Reinigungsstufe einhergehende Verbesserung der Spurenstoffelimination ist natürlich auch mit größerem Ressourcenverbrauch und höheren Kosten verbunden. Hinsichtlich der zusätzlichen Kosten sind die örtlichen Voraussetzungen sehr entscheidend. Das Vorhandensein von Bausteinen einer weitergehenden Abwasserreinigung, wie zum Beispiel einer Sandfiltration und einer ausreichenden Erweiterungsfläche beeinflusst die Auswahl und die Umsetzung einer vierten Reinigungsstufe. Das von einigen Stellen ausgesprochene Begehren nach einer flächendeckenden flächendeckenden Einführung einer vierten Reinigungsstufe auf kommunalen Kläranlagen sollte m. E. noch zurückgestellt werden. Ein gleichzeitiger Ausbau Tausender Kläranlagen würde zu einer unnötigen Preissteigerung bei den Investitionen führen und wegen fehlender Erfahrungen eventuell Planungen mit konstruktiven Schwächen entstehen lassen. Besser wäre daher, einige großtechnische Demonstrationsanlagen mit Mitteln aus der Abwasserabgabe zu errichten, damit sich im Alltagsbetrieb die bemessungstechnischen Parameter und konstruktiven Details bewähren können. Die großtechnischen Demonstrationsanlagen sollten vor allem an Vorflutern errichtet werden, die in der Wasserführung einen hohen Abwasseranteil besitzen. Neben Untersuchungen zur Effektivität und Effizienz dieser Kläranlagen sollten auch begleitende Untersuchungen der ökologischen Parameter in den Vorflutern erfolgen, damit der bisher noch nicht geführte Beweis erbracht werden kann, dass vierte Reinigungsstufen die ökologischen Parameter in Gewässern überhaupt verbessern oder ob nicht diffuse Einleitungen oder andere Defizite für den eventuell schlechten Zustand der Gewässer maßgeblich bleiben. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk Sprecher Koordinierungsgruppe Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf

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BMI legt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz vor

Das Bundesministerium des Innern hat am 19. August 2014 den Referentenentwurf eines IT-Sicherheitsgesetzes in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung gegeben. Die Regierung betrachtet die Sicherheit der Informationstechnik als Grundlage jeder Form von Digitalisierung und damit als zentrales Querschnittsthema der Digitalen Agenda, mit der die Bundesregierung die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat begleiten und voranbringen will. Der vorgelegte Gesetzesentwurf enthält Regelungen unter anderem zur Verbesserung der IT-Sicherheit von Kritischen Infrastrukturen. In diesem Zusammenhang werden ausdrücklich Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung erwähnt. Nach der Ressortabstimmung soll das Vorhaben im Rahmen einer breiten öffentlichen Debatte intensiv mit den beteiligten Kreisen aus Wirtschaft und Gesellschaft erörtert werden. Regelungen zu Kritischen Infrastrukturen finden sich in den §§ 8 a, b und c des Entwurfs. Dort heißt es unter anderem: „Betreiber Kritischer Infrastrukturen sind verpflichtet, binnen zwei Jahren … angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen und sonstige Maßnahmen zum Schutz derjenigen informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse zu treffen, die für die Funktionsfähigkeit der von ihnen betriebenen Kritischen Infrastrukturen maßgeblich sind.“ „Betreiber Kritischer Infrastrukturen und ihre Branchenverbände können branchenspezifische Sicherheitsstandards vorschlagen. Das Bundesamt [für Sicherheit in der Informationstechnik] erkennt die branchenspezifischen Sicherheitsstandards … auf Antrag an …“ „Zur Überprüfung der organisatorischen und technischen Vorkehrungen und sonstigen Maßnahmen … haben die Betreiber Kritischer Infrastrukturen mindestens alle zwei Jahre die Erfüllung der Anforderungen auf geeignete Weise nachzuweisen. … Bei Sicherheitsmängeln kann das Bundesamt deren unverzügliche Beseitigung verlangen.“

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Willy-Hager-Preis 2014 ausgeschrieben

Im Namen und Auftrag der Willy-Hager- Stiftung mit Sitz in Stuttgart schreiben die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. und die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh), zum 23. Mal den Willy-Hager-Preis aus. Mit dem Willy-Hager-Preis werden jüngere Wissenschaftler/-innen für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik der (industriellen) Wasseroder Abwasseraufbereitung ausgezeichnet. Bei den Arbeiten soll in der Regel die verfahrenstechnische Problemlösung im Vordergrund stehen. Es können auch Gemeinschaftsarbeiten mehrerer Wissenschaftler/- innen eingereicht werden. Die Arbeiten sollten nicht länger als drei Jahre zurückliegen und an einer deutschen Hochschule durchgeführt worden sein. Der Willy-Hager-Preis ist mit 6000 Euro dotiert. Dieser Betrag wird je zur Hälfte zwischen dem/der Preisträger/-in und dem Hochschulinstitut, an dem die Arbeiten durchgeführt wurden, geteilt. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 2014 über die Leitung des jeweiligen Hochschulinstituts bei der DECHEMA einzureichen: DECHEMA, Dr. Thomas Track Postfach 15 01 04 60061 Frankfurt am Main Tel. 069/75 64-427, Fax 069/75 64-117 E-Mail: track@dechema.de www.dechema.de/43_2014_d.html

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Neue europäische Normen zur Wasseranalytik und Phosphorverwendung geplant

„Die [Europäische] Kommission plant im Kontext der Wasserrahmenrichtlinie und damit eng zusammenhängender Rechtsvorschriften die Ausarbeitung von Normen, die Analysemethoden für Wasserschadstoffe und bestimmte biologische und mikrobiologische Parameter betreffen.“ So heißt es unter Ziffer 3.2.21 im „jährlichen Arbeitsprogramm der [Europäischen] Union für europäische Normung“ [COM(2014) 500 final]. Und unter Ziffer 3.4.4 „Nachhaltige Verwendung von Phosphor“: „Die Kommission hat aufgrund der im Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa eingegangenen Verpflichtung im Jahr 2013 eine Konsultative Mitteilung zur nachhaltigen Verwendung von Phosphor veröffentlicht. Die im Anschluss an die Konsultation durchgeführten Aktivitäten und Maßnahmen könnten den Anstoß zu Normungstätigkeiten geben.“

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Nasse Keller: Grundwasserstände in Berliner Verfassung festschreiben?

„Das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe sind gesetzlich nicht verpflichtet, das Grundwasser dauerhaft künstlich abzusenken, um die Keller trocken zu halten.“ Die Betroffenen seien und waren schon immer selbst verpflichtet, ihr Gebäude gegen aufsteigendes Grundwasser abzudichten: „Niemand, der das Grundwasser – auch über einen längeren Zeitraum – abgesenkt hat …, ist verpflichtet, dies über die erforderliche Nutzungsdauer hinaus weiter zu tun.“ So steht es als Meinung des Berliner Senats im nun vorliegenden Abschlussbericht des „Runden Tisches Grundwassermanagement“ in Berlin (Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 17/1786). Das Abgeordnetenhaus muss noch über fünf Hauptforderungen der Kellerwassergeschädigten und der Betroffenenvertretungen entscheiden. Eine der Forderungen lautet beispielsweise, dass siedlungsverträgliche Grundwasserstände in der Berliner Verfassung festgeschrieben werden müssten, was die Senatsverwaltung wie die Berliner Wasserbetriebe in ersten Stellungnahmen ablehnen. Hintergrund: In Berlin steigt aufgrund sinkenden Wasserverbrauchs seit 1989 der Grundwasserstand an, was zu Vernässungen an Gebäuden führt, die nicht fachgerecht gegen Grundwasser abgedichtet sind. Daraufhin hatte der Senat den „Runden Tisch Grundwassermanagement“ eingerichtet.

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Rheinland-Pfalz: LAWA soll sich mit Mikroplastik in Wasser befassen

Rheinland-Pfalz will darauf hinwirken, dass in der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser das Thema „Mikroplastik“ koordiniert und gezielt behandelt wird. Das erklärte Landesumweltministerin Ulrike Höfken am 15. September 2014 bei den 12. Mainzer Arbeitstagen des Landesamts für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, die als Thema „Mikroplastik in der Umwelt“ hatten. Bereits im Mai hätten die Umweltminister die Bundesregierung aufgefordert, auf die Hersteller einzuwirken, damit diese auf die Verwendung von Mikroplastikteilchen in der Kosmetikbrache verzichten. „Eine direkte und bewusste Einbringung der Plastikteilchen über solche Produkte soll gestoppt werden, da es genügend Alternativen gibt“, sagte Höfken. Auch weitere ordnungspolitische Maßnahmen müssten diskutiert werden. „Wir wollen zudem die Industrie bei ihrem ‚Null-Pelletverlust‘-Projekt unterstützen und auf weitere Verluste von Mikroplastik bei der Kunststoffproduktion hinwirken“, ergänzte die Ministerin. Dazu sei auch eine geregelte Entsorgung notwendig, wie sie in Rheinland-Pfalz und Deutschland weitestgehend vorhanden sei, aber nicht in allen EU-Staaten. Die Produkte, die Kunststoffe enthalten, müssen einfacher gekennzeichnet werden, forderte Höfken weiter. Das Bundesinstitut für Risikoforschung hingegen hatte im Januar 2014 festgestellt, ein Gesundheitsrisiko durch polyethylenhaltige Mikrokunststoffpartikel bei der Verwendung von Hautreinigungs- und Zahnpflegemitteln sei unwahrscheinlich.

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KanalrattenShooter – App vermittelt Grundlagen der Siedlungswasserwirtschaft

Spielbasiertes Lernen der Grundlagen der Siedlungswasserwirtschaft mithilfe von Smartphones und Tablets ermöglicht die am Bauhaus-Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is) der Bauhaus- Universität Weimar entwickelte App „KanalrattenShooter“. Die Spieler müssen unter Zeitdruck richtige Antworten auf Fragen aus der Siedlungswasserwirtschaft identifizieren. Enthaltene Fragen sind thematisch in Leveln organisiert. Durch wiederholte Spielabläufe und zunehmende Übung gelingt es den Spielern, sich in den Ranglisten nach vorne zu arbeiten. Dabei treten die gewünschten Lerneffekte auf. Der KanalrattenShooter ist in einer Zusammenarbeit der Bauhaus- Universität Weimar und der Lernfreak UG entstanden: das Spiel ist eine Adaption des bei Jura-Studenten bewährten und beliebten JuraShooters auf das Themengebiet der Siedlungswasserwirtschaft. Ein webbasiertes Content Management System ermöglicht müheloses Erstellen neuer Inhalte. Erstmalig wird der KanalrattenShooter im Wintersemester 2014/15 als begleitendes Lehrmittel für die Vorlesung „Siedlungswasserwirtschaft“ an der Bauhaus-Universität Weimar angeboten. Die App ist für die iOSPlattform kostenlos im App Store verfügbar. Neben der Verwendung als Lernmittel eignet sich der KanalrattenShooter gleichfalls als Storytelling-Plattform. Ein Beispiel sind die Level für das Forschungsprojekt TWIST (KA 4/2014, S. 273). Diese vermitteln Inhalte und Ziele des Projekts. Eine Verwendung der App auch für die private Weiterbildung ist frei.

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Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen startet „Projekt Kanaldichtheit“

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen will Hausbesitzern den Einstieg in die Materie „Selbstüberwachung privater Abwasserleitungen“ erleichtern und sie mit dem nötigen Rüstzeug für eine Kontrolle und eventuelle Sanierung wappnen. Dazu startete die Verbraucherzentrale am 18. August 2014 das Projekt Kanaldichtheit, das bis Ende 2016 mit einem speziellen Informations- und Beratungsangebot laufen soll. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Auf den Weg gebracht wird es auch in enger Abstimmung mit den Kommunen. Aufgabe des fünfköpfigen Teams ist es, Ratsuchenden nicht nur den Weg durch Paragrafen und Bestimmungen rund um eine Zustands- und Funktionsprüfung ihres Kanalanschlusses zu ebnen, sondern ihnen auch mit rechtlichem Rat bei der Wahl eines geeigneten Prüfunternehmens oder bei Unstimmigkeiten mit einem Handwerksbetrieb zur Seite zu stehen. Das passiert anschaulich und kostenlos an vier Tagen in der Woche am Telefon sowie über E-Mail-Beratung und Informationen im Internet.

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Hochwasserschutz: Bund soll Entschädigungszahlungen für Landwirte prüfen

Landwirte sollen einen Ausgleich erhalten, wenn ihre Flächen bei Hochwasser zum Schutz von flussabwärts gelegenen Ortschaften geflutet werden. Das hat Sachsen gemeinsam mit Thüringen und Sachsen-Anhalt auf der Herbsttagung der Agrarministerkonferenz vorgeschlagen. Im Ergebnis der Tagung haben die Agrarminister der Länder das Bundeslandwirtschaftsministerium gebeten, gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium entsprechende Ausgleichs- und Entschädigungszahlungen zu prüfen.

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Bundesregierung erarbeitet „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr einen „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) erarbeiten. Darin solle es unter anderem um die Aufstockung und Verstetigung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms gehen sowie um die Förderung anspruchsvoller Energieeffizienzmaßnahmen, heißt es in der Antwort der Bunderegierung (Bundestags- Drucksache 18/2450) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Derzeit werde auch ein nationales Aktionsprogramm Klimaschutz erarbeitet. Die darin aufgeführten Maßnahmen sollen nach Angaben der Bundesregierung sicherstellen, „dass das Ziel, die deutschen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken, erreicht wird“.

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Emscher-Umbau als „UN-Dekadeprojekt“ ausgezeichnet

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat den Umbau der Emscher als „UN-Dekadeprojekt“ ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Sommerreise, die sie am 22. August 2014 entlang der Emscher führte, übergab sie in Dinslaken die Urkunde an den Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft, Jochen Stemplewski. Als UN-Dekadeprojekte werden Maßnahmen ausgezeichnet, die auf vorbildliche Art die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ voranbringen. Die von den Vereinten Nationen ausgerufene Dekade läuft seit 2005 und endet in diesem Jahr. Ausgewählt werden die Projekte vom Nationalkomitee der UN-Dekade, das bei der deutschen UNESCO-Kommission angesiedelt ist.

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Anerkennung für vorsorgende Leistungen der Wasserversorger

Einen „Katalog vorsorgender Leistungen der Wasserversorger für den Gewässerund Gesundheitsschutz“ haben die Bundesministerin für Umwelt und Gesundheit veröffentlicht. Ziel ist es, mit dem Leistungskatalog die Grundlage für eine breite und umfassende öffentliche, politische und preiswirksame Anerkennung der dem Allgemeinwohl dienenden Leistungen der Wasserversorger zu schaffen. Diese Leistungen gingen zwar zum Teil über die eigentlichen Kernaufgaben der Wasserversorger hinaus, seien aber für Umwelt- und Gesundheitsschutz unverzichtbar, so die beiden Ministerien. Die im Katalog beschriebenen vorsorgenden Leistungen der Wasserversorgungsunternehmen seien nicht nur unter ökologischen und verbraucherorientierten Aspekten unverzichtbar. Sie seien auch aus volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll, da hierdurch Gewässerbelastungen und Kosten vermieden würden, die ansonsten von der Allgemeinheit oder anderen Trägern übernommen werden müssten. Ein Beispiel für solche Leistungen ist die Gewässerüberwachung, für die staatliche Stellen auf die umfangreichen Daten und Messnetze der Wasserversorger zurückgreifen können. Auch die Beratung und Unterstützung von Landwirten bei der Verringerung der Einträge von Nitrat, Pestiziden und mikrobiologischen Belastungen in die Gewässer ist ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Umweltbelastungen.

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Änderung der Abwasserverordnung

Die Abwasserverordnung wurde zum 6. September 2014 geändert (Bundesgesetzblatt I, Nr. 42 vom 5. September 2014, S. 1474–1487). Neu ist unter anderem im Anhang 1 die Anforderung, dass kommunale Abwasseranlagen so errichtet, betrieben und benutzt werden sollen, dass eine energieeffiziente Betriebsweise ermöglicht wird. Außerdem wurde die Anlage „Analysen- und Messverfahren“ (zu § 4) neu gefasst. Die geänderte Verordnung trat am 6. September 2014 in Kraft.

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Gutachten zur Reform der Abwasserabgabe veröffentlicht

Im Juli 2014 hat das Umweltbundesamt ein 538 Seiten umfassendes Gutachten „Reform der Abwasserabgabe: Optionen, Szenarien und Auswirkungen einer fortzuentwickelnden Regelung“ vorgelegt (UBA-Texte 55/2014). Das Gutachten analysiert mögliche Reformschritte unter den Aspekten einer Modernisierung der Abgabe, ihrer Effektivierung als Lenkungsinstrument und der Verbesserung der zielbezogenen Stimmigkeit (Konsistenz) der gesamten Abgabenkonstruktion. Es werden drei Reformszenarien entworfen (Lenkungsertüchtigung, Vollzugsunterstützung und Vollzugsvereinfachung) und nach insgesamt fünf Kriterien (Lenkung, Vollzugshilfe, Verwaltungsaufwand, Belastung und Akzeptanz) bewertet. Die Studie spricht sich für ein Reformszenario der Lenkungsertüchtigung der Abwasserabgabe aus. In der Zusammenfassung des Gutachtens heißt es wörtlich: „Die Abwasserabgabe ist als lenkende Umweltabgabe ein Instrument zur verursachergerechten Anlastung der volkswirtschaftlichen Zusatzkosten der Abwassereinleitung (Umwelt- und Ressourcenkosten – URK) und entspricht insoweit den Intentionen des Art. 9 WRRL.“

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Ernst-Kuntze-Preis der DWA vergeben – optimierter Energieeinsatz auf Kläranlagen im Fokus

Christian Drothler (59) aus Haiming (Bayern) und Stefan Schrowange (49) aus Brilon (Nordrhein-Westfalen) werden in diesem Jahr zu gleichen Teilen mit dem Ernst-Kuntze-Preis der DWA ausgezeichnet. Das hat das Preisgericht bei der DWA beschlossen. Vergeben werden die Preise auf der DWA-Bundestagung am 30. September 2014 in Baden- Baden. Mit dem Ernst-Kuntze-Preis, benannt nach einem ihrer früheren Präsidenten, zeichnet die DWA Arbeiten und Erfindungen aus, die zu praktischen Verbesserungen auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung führen. Der Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Christian Drothler, ausgebildet als Maschinenschlosser, arbeitet seit 1985 als Klärwärter, zunächst im Markt Marktl, seit September 2004 bei der Stadt Burghausen. Er wird für die Arbeit „Druckluftspülung für Rechengut“ ausgezeichnet. Auf der Kläranlage Burghausen war eine neue Anlage zur Entfernung gröberer Stoffe (bis herunter zu drei Millimeter Durchmesser) und zur Wäsche des dort anfallenden Rechenguts in Betrieb genommen worden. Christian Drothler hatte Ideen zur Verbesserung dieser Anlage, die er auch in die Praxis umsetzte. Vor allem ersetzte er das Wasser, das zur Wäsche des Rechenguts verwendet wird, durch eine Mischung aus Wasser und Druckluft – analog zum Zähneputzen: Das beste Spülergebnis bei der Mundhygiene wird mit einer Mischung aus Wasser und Luft erreicht (weil dann wegen der Dichteunterschiede zwischen Wasser und Luft laufend unterschiedliche Kräfte auf die zu entfernenden Stoffe einwirken). Das führte zu erheblichen betrieblichen Verbesserungen, die auch finanzielle Einsparungen in fünfstelliger Höhe jährlich für die Stadt und ihre Kläranlage bringen. Stefan Schrowange, ursprünglich ausgebildet als Stahlbauschlosser, arbeitet seit 1996 als Betriebsmeister der Kläranlagen Warstein, Belecke und Möhnesee sowie Völlinghausen beim Ruhrverband. Schrowange schloss später eine weitere Ausbildung als Ver- und Entsorger an und absolvierte drei Meisterprüfungen erfolgreich: als Kraftfahrzeugmechanikermeister, Metallbauermeister und Abwassermeister. Er wird ausgezeichnet für die Konzipierung und den Bau eines Schlammwärme-Rekuperators, der den Wärmeaustausch zwischen Schlammströmen unterschiedlicher Temperatur auf Kläranlagen ermöglicht. Nach dem von Stefan Schrowange entwickelten Verfahren übernimmt „kalter“ Rohschlamm die Wärmeenergie von „warmem“ ausgefaultem Schlamm, die sonst in die Atmosphäre abgegeben worden wäre. Die vorhandene Wärmeenergie verbleibt so weitgehend im System und wirkt sich energiesenkend für den Kläranlagenbetrieb aus. Die beiden Schlammströme, die einen Temperaturunterschied von deutlich über 10 °C aufweisen, werden im Gegenstrom zueinander über eine Kontaktfläche geführt. Einen „Schlamm-Schlamm-Wärmeaustauscher“ in dieser Form gab es bisher nicht. Diese Erfindung birgt ein beträchtliches ökonomisches ökonomisches Potenzial: Eine überschlägige Rechnung ergibt, dass in Deutschland bei einer Erwärmung von einem Drittel des Rohschlamms um 10 °C unter der Annahme eines Energiepreises von 0,07 €/ kWh sich theoretisch eine Einsparung von 19 Millionen Euro jährlich ergibt.

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Wetterradar – Anwendungen für die Wasserwirtschaft

In Zusammenarbeit mit dem DWD Deutschen Wetterdienst veranstaltet der VDI am 5. November in Offenbach das VDIExpertenforum „Wetterradar – Anwendungen für die Wasserwirtschaft“. Ziel des zweiten VDI-Expertenforums zu diesem Thema ist es, Grundlagenwissen zum Thema Wetterradar zu vermitteln und Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Agenda reicht von einer kurzen historischen Übersicht zu Gerätetypen und Messnetzen über die Anwendungsmöglichkeiten von Wetterradar in der wasserwirtschaftlichen Praxis bis zu den Datenprodukten des DWD.

www.krdl.de

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Öffentliche EU-Konsultation zur Wiederverwendung von Wasser

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation gestartet zur Frage, durch welche Maßnahmen die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser in Europa gefördert werden könnte. Sie möchte erfahren, wie Bürgerinnen und Bürger, Interessenträger, Unternehmen, NGOs und öffentliche Behörden über das Potenzial der Wiederverwendung und mögliche Hürden denken und welche regulatorischen und nichtregulatorischen EU-Maßnahmen diese Bedenken wirksam ausräumen und die gefahrlose Wiederverwendung von Wasser fördern könnten. Die Konsultation läuft bis zum 7. November 2014. Die Ergebnisse werden in eine Folgenabschätzung einfließen, die alle wesentlichen Aspekte der Wasserwiederverwendung, einschließlich landwirtschaftlicher, städtischer und industrieller Verwendung sowie Verwendung zu Freizeitzwecken, umfassen wird. Die Kommission plant, 2015 einen formellen Vorschlag auf der Grundlage dieser Folgenabschätzung vorzulegen.

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Arabischer Wasserverband strategischer Partner der Wasser Berlin

Der Arabische Wasserverband Arab Countries Water Utilities Association (ACWUA) wird strategischer Partner der Messe Wasser Berlin International. Bereits bei der letzten Ausgabe der Messe spielte der Nahe und Mittlere Osten als Partnerregion eine wesentliche Rolle. Auf der kommenden Wasser Berlin International 2015 wird ACWUA eine Gemeinschaftspräsentation seiner arabischen Mitglieder durchführen. Zudem ist der Besuch zahlreicher hochrangiger Delegationen aus den Mitgliedstaaten vorgesehen. Die ACUWA repräsentiert 17 arabische Mitgliedsländer und Regionen wie Algerien, Marokko, Tunesien, Mauretanien, Libyen, Ägypten, Syrien, Libanon, die Region Palästina, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, UAE, Oman und Jemen. Der Sitz des Verbandes ist in Amman, Jordanien, wo auch die dritte Arab Water Week von 10. bis 14. Januar 2015 stattfindet.

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UNESCO-Wasserzentrum in Koblenz

Am 9. Juli wurde in Berlin von Bundesregierung und UNESCO der Vertrag zur Gründung des ersten UNESCO-Wasserinstituts in Deutschland unterzeichnet. Die Institution wird in Koblenz bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde angesiedelt und trägt die Bezeichnung „Internationales Zentrum für Wasserressourcen und globalen Wandel“. Im neuen Zentrum in Koblenz werden der globale Wandel und Wasserressourcen im Fokus stehen. Der Forschungsschwerpunkt wird auf der weltweiten Verfügbarkeit und Qualität von Wasser liegen. Das Wasser- Institut wird Experten aus aller Welt ausund fortbilden und gemeinsame Forschungsprojekte initiieren. Mit neuen Datenstrukturen wird international ein effizienter Umgang mit gewonnenen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Gewässerkunde ermöglicht. Hierzu gehören auch Referenzdatensätze, die weltweit die Abflussmenge und Güte großer Flüsse und Seen sowie die Grundwasserbeschaffenheit beschreiben. Das UNESCOInstitut wird eng mit dem deutschen IHP/HWRP-Nationalkomitee für die Wasserprogramme der UNESCO und WMO kooperieren, dessen Sekretariat schon seit 1975 in der Bundesanstalt für Gewässerkunde ansässig ist.

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Bauen in Überschwemmungsgebieten – Entscheidung des BVerwG

Die Zulässigkeit des Bauens in Überschwemmungsgebieten nach dem Wasserhaushaltsgesetz birgt ein erhebliches Konflikt- und Streitpotenzial. Für die Beurteilung der Zulässigkeit von Bebauungsplänen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten nach § 78 Wasserhaushaltsgesetz ist am 3. Juni 2014 eine wichtige neue Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ergangen (Aktenzeichen 4 CN 6.12). Nach dieser Entscheidung erfasst das Verbot von Bebauungsplänen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten nur Flächen, die erstmalig einer Bebauung zugeführt werden sollen. Bloße Überplanungen bereits bestehender Baugebiete fallen nicht unter das Verbot. In diesem Fall sind die Belange des Hochwasserschutzes im Rahmen der bauplanerischen Abwägung zu berücksichtigen. Diese und andere Fragen des Bauens in Überschwemmungsgebieten werden auch im Rahmen des DWA-Seminars „Haftung bei Gewässerunterhaltung und -ausbau“ behandelt, das am 16. Oktober 2014 in Berlin stattfindet.

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UBA: Kein Fracking zur Förderung von Schieferund Kohleflözgas

Das Umweltbundesamt (UBA) lehnt Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas weiterhin ab. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger stuft Fracking nach wie vor als Risikotechnologie ein. Solange sich wesentliche Risiken dieser Technologie noch nicht sicher vorhersagen und damit beherrschen lassen, sollte es in Deutschland kein Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas geben“, betonte Krautzberger bei der Vorstellung des neuen, über 600 Seiten starken Fracking-II-Gutachtens des UBA in Berlin. Krautzberger unterstrich dabei, dass die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgelegten Eckpunkte schnell in ein Gesetz umgesetzt werden müssten. Zentraler Bestandteil der vorgesehenen Gesetzesänderungen muss für Krautzberger ein Verbot der Gasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein über eine Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes sein. Zudem plädiert sie für eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Verbot in Wasserschutzgebieten, und zwar für jede Form des Frackings. Das Umweltbundesamt empfiehlt in dem Gutachten eine umfangreiche Risikobewertung sämtlicher Fracking-Vorhaben zur Gas- und zur Erdölförderung. Dies gilt auch für alle Erprobungsmaßnahmen. Diese Bewertungen sollten unerlässlicher Bestandteil einer Umweltverträglichkeitsprüfung sein, die nach den Eckpunkten von BMWi und BMUB gesetzlich normiert werden soll. Das UBA hält wie BMWi und BMUB auch weiter daran fest, jede Form des Frackings in Wasserschutz- und Heilquellschutzgebieten aber auch in anderen sensiblen Gebieten wie im Einzugsgebieten von Seen und Talsperren, Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten ausnahmslos zu verbieten. Die Aufbereitung des sogenannten Flowback (Rückflusswasser) ist laut UBA-Gutachten bislang ungelöst. Der Flowback enthält neben den zum Fracken verwendeten und eingebrachten Chemikalien weitere, zum Teil giftige Substanzen aus dem Untergrund, etwa Schwermetalle, aromatische Kohlenwasserstoffe oder örtlich sogar radioaktive Substanzen. Am besten für die Umwelt wäre es, diesen Flowback nach gezielter Aufbereitung wiederzuverwerten. Die Gutachter empfehlen, hierzu einen Anhang in der Abwasserverordnung zu entwickeln, der die Verfahren detailliert regelt. Zum Schutz des Wassers rät das UBA, ein sogenanntes Baseline-Monitoring durchzuführen. Sollte ein Fracking-Vorhaben genehmigt werden, müsste ein Unternehmen bereits vor Beginn des Fracking- Prozesses den Zustand des Grundwassers analysieren und diese Einschätzung den Behörden vorlegen. Während des gesamten Fracking-Vorgangs würde dann engmaschig geprüft, ob sich der Zustand nd des Grundwassers in irgendeiner Form verändert. Auch während der Gasgewinnung und des Rückbaus müssten die Firmen solche Daten erheben. Das Überwachungsmonitoring kann über Grundwasser-Messstellen erfolgen, die es ohnehin flächendeckend in Deutschland gibt. Das UBA empfiehlt ferner, ähnlich wie bei anderen Risikotechnologien – etwa der Gentechnik – ein bundesweit rechtlich verbindliches Fracking-Chemikalien- Kataster bei einer Bundesbehörde zu führen. Dieses Kataster soll für jede Bürgerin und jeden Bürger im Internet einsehbar sein. So kann nachvollzogen werden, wo Stoffe eingesetzt wurden und ob diese Schäden in der Umwelt anrichten können. Das Fracking-II-Gutachten hat das UBA einem umfangreichen Evaluierungsprozess unterzogen: Die vorläufigen Ergebnisse wurden in einem öffentlichen Workshop im Januar 2014 vorgestellt. Verbände und Fachbehörden konnten das Gutachten kommentieren. Der Tagungsbericht zum öffentlichen Workshop wird mit dem Fracking-II-Gutachten veröffentlicht.

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Bund der Steuerzahler bemängelt fehlenden Willen zur Gebührensenkung

Die Abwasser- und Abfallgebühren sind in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich stabil. Einzelne Kommunen verzeichnen allerdings erhebliche Gebührensteigerungen von bis zu 30 Prozent. Dies gab der Bund der Steuerzahler NRW Mitte Juli auf Basis seines jährlichen Vergleiches der Abwasser- und Abfallgebühren in NRW bekannt. Der BdSt NRW führt die Gebührenanstiege vor allem auf die Ermessensspielräume im Kommunalabgabengesetz und die damit mögliche Umstellung der Abschreibung auf den Wiederbeschaffungswert zurück.

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Starkregen in Nordrhein-Westfalen: mehr als 100-jährliches Regenereignis in Münster

292 mm Regen fielen im Raum Münster (Nordrhein-Westfalen) am Abend des 28. Juli 2014 innerhalb von nur sieben Stunden. Das ist nach Angaben des Landesumweltamts LANUV einer der höchsten in Deutschland jemals gemessenen Werte. Der Hauptanteil, nämlich 220 mm, ging in der sehr kurzen Zeit zwischen 19.45 Uhr und 21.20 Uhr nieder. Die gemessene Niederschlagsmenge ist damit mehr als viermal so hoch, wie der langjährige Mittelwert für den gesamten Monat Juli. In der Folge stiegen auch die Pegel im Gewässereinzugsgebiet der Ems stark an, am Pegel Greven etwa erhöhte sich der Abfluss von rund 9 auf 130 m3/s. Die durch Vergleich mit KOSTRA DWD 2000 ermittelten Jährlichkeiten der einzelnen Dauerstufen lagen in allen Fällen sehr weit jenseits einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 100 Jahren, so das LANUV. Die bislang in Deutschland höchste gemessene Niederschlagsmenge seit Aufzeichnungsbeginn wurde am 12./13. August 2002 an der Station Zinnwald/Erzgebirge mit 312 mm ermittelt – allerdings über einen Zeitraum von 24 Stunden. Damals führte der Regen zu dem verheerenden Hochwasser im Elbegebiet.

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Schleswig-Holstein: Allianz für Gewässerschutz will Nährstoffeinträge reduzieren

Mit einem breit ausgreifenden Maßnahmenpaket wollen das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und der Bauernverband Schleswig-Holstein die Gewässer des Landes besser vor Nährstoffeinträgen schützen. Auf die Maßnahmen verständigten sie sich im Rahmen ihrer gemeinsamen Allianz für Gewässerschutz. Zu den gemeinsam vereinbarten Maßnahmen gehören Empfehlungen für eine nährstoffarme Fütterung der Tiere, die Einrichtung einer Nährstoffbörse, Beratung bei gewässerschonenden Ausbringungstechniken, Verbesserungen bei der Lagerung von Silage und Festmist und die freiwillige Einrichtung von breiten Gewässerrandstreifen. Die anstehende Novellierung der Düngeverordnung sollte nach Überzeugung von Landesumweltminister Robert Habeck (Grüne) und Bauernverbandspräsident Werner Schwarz genutzt werden, um zu verbesserten Regelungen für einen effizienteren Nährstoffeinsatz zu kommen. Mit der freiwilligen Einrichtung von breiten Gewässerrandstreifen verzichtet Schleswig- Holstein vorerst auf die Einführung verpflichtender breiterer Randstreifen. Mit dem Dauergrünlanderhaltungsgesetz wurde bereits ein verpflichtender Gewässerrandstreifen von einem Meter eingeführt, um die Gewässer besser zu schützen. Zusätzlich wurde eine Verordnungsermächtigung ins Gesetz aufgenommen, auf deren Basis breitere Randstreifen durchgesetzt werden könnten. Davon wird vorerst kein Gebrauch gemacht. Im Gegenzug sollen im Rahmen der Allianz für Gewässerschutz bis 2017 an mindestens 600 der 1200 Kilometer Vorranggewässer Gewässerrandstreifen auf freiwilliger Basis entstehen, unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Gewässerrandstreifen. Auf diesen Gewässerrandstreifen sind Grünlandumbruch, Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz verboten.

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Sachsen: Kommunen erhalten schneller Geld aus Hochwasserhilfefonds

Kommunen und freie Träger öffentlicher Infrastruktur kommen jetzt noch schneller an ihr Geld aus dem Aufbauhilfefonds. Auszahlungen können unmittelbar nach der Bewilligung durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) bzw. das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) erfolgen, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Das teilte das sächsische Umweltministerium am 12. August 2014 mit. Nach der neuen Regelung können SAB und LASuV den Trägern öffentlicher Infrastruktur ihre bis zum Bewilligungsbescheid angefallenen Kosten unmittelbar nach dem Bescheid erstatten, ebenso alle Kosten für Planungsleistungen. Voraussetzung ist nur die Vorlage entsprechender Rechnungen. Die Auszahlungen erfolgen nach dem bewährten Erstattungsprinzip der Richtlinie Hochwasserschäden.

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EU-Kommission fordert Reduzierung der Nitratbelastungen

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf Deutschland bezüglich der geforderten Reduzierung der Belastung der Gewässer mit Nitrateinträgen. Sie hat Anfang Juli die zweite Stufe im laufenden Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und Deutschland eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt. Die Kommission kann nun im nächsten Schritt Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einreichen, wenn Deutschland nicht binnen zwei Monaten reagiert. Trotz einer zunehmenden Nitratbelastung des deutschen Grundwassers und der Oberflächengewässer, einschließlich einer Eutrophierung vor allem der Ostsee, habe Deutschland nicht genug für die Reduzierung oder Prävention der Nitratbelastung getan, begründet die Kommission ihre Maßnahme. Nach Ansicht der Kommission werden in Deutschland die Vorgaben der Düngeverordnung, die zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie dient, bisher klar verfehlt. Die jüngsten von Deutschland vorgelegten Zahlen zeigten, dass der vorgeschriebene Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Wasser zwischen 2008 und 2011 an über der Hälfte (50,3 Prozent) aller Messstellen überschritten worden sei, so die Kommission. Im Vergleich zu 2004 bis 2007 sei die Nitratbelastung sogar an 40 Prozent aller Messstellen gestiegen. Dennoch seien seitens Deutschlands keine Sofortmaßnahmen ergriffen worden, um gegen die Nitratbelastung im Wasser vorzugehen, wie es die EU-Nitratrichtlinie vorsehe, heißt es in der Mitteilung der EU weiter. Dazu könnten laut Richtlinie eine stärkere Begrenzung der Ausbringung von Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Flächen oder ein Verbot für das Ausbringen bestimmter Düngemittel während bestimmter Zeiträume zählen. Bereits im Oktober des letzten Jahres hatte die Kommission Deutschland ein Fristsetzungsschreiben übersandt, die erste Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens. Da seitdem aus Sicht der Kommission seitens Deutschlands keine adäquaten zusätzlichen Sofortmaßnahmen zur Verringerung der Nitratbelastung erfolgt sind, hat die Kommission nun die zweite Stufe eingeleitet und eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt.

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Monopolkommission kritisiert Rekommunalisierungstrend

Auf wenig Gegenliebe dürfte in der kommunalen Wirtschaft das aktuell veröffentlichte 20. Hauptgutachten der Monopolkommission stoßen. In dem Gutachten mit dem Titel „Eine Wettbewerbsordnung für die Finanzmärkte“ geht die Monopolkommission auch intensiv auf die kommunale Wirtschaft ein. Insbesondere der in den letzten Jahren zu beobachtende Rekommunalisierungstrend wird dabei von den Wettbewerbshütern abgelehnt. Die Monopolkommission erkenne keine Gründe für die generelle Erforderlichkeit einer zunehmenden Rekommunalisierung, heißt es dazu im Hauptgutachten. Auch grundsätzlich kritisiert die Monopolkommission eine übermäßige öffentliche Wirtschaftstätigkeit. Des Weiteren fordert die Monopolkommission mehr Transparenzregel sowie eine wirksame Effizienzkontrolle für kommunale Unternehmen, um die Gebührenhöhe besser kontrollieren zu können. Als zusätzliche Transparenzpflichten fordern die Wettbewerbshüter die regelmäßige Veröffentlichung wichtiger Merkmale der Tätigkeit von kommunalen Unternehmen wie Profitabilitätskennziffern und öffentlicher Wertschöpfung im Internet. Des Weiteren sollen die kommunalen Unternehmen „standardisierte“ Erlöse veröffentlichen, um eine Vergleichbarkeit der Gebührenhöhe zwischen den Kommunen herzustellen.

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Mikroplastikuntersuchungen in Baden-Württemberg gestartet

Baden-Württemberg untersucht seine Gewässer auf Verunreinigungen durch Mikroplastik. Den offiziellen Startschuss dafür gab Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) am 7. August 2014 in Lauffen am Neckar. Für diese Untersuchungen wird das Messschiff „Max Honsell“ der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) eingesetzt. Die LUBW koordiniert die Untersuchungen und konnte für die wissenschaftliche Betreuung Prof. Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth gewinnen. Im letzten Herbst hat eine Untersuchung am italienischen Gardasee die Verantwortlichen in Europa aufhorchen lassen: Im Sediment wurde Mikroplastik gefunden. Bisher war man davon ausgegangen, dass Mikroplastik eher ein Thema der Meere sei. Christian Laforsch hatte schon die Untersuchungen am Gardasee durchgeführt und tätigt zurzeit weitere in Bayern. Die gefundenen Kunststoffteile stammen vorwiegend von Konsumgütern und Verpackungen und geraten direkt oder über unsachgemäße Entsorgung in Oberflächengewässer, verrotten und werden zu Mikroplastik. Die Proben für die Mikroplastikuntersuchungen in den baden-württembergischen Gewässern werden sowohl in Sedimenten als auch im Freiwasser genommen. Die Probenaufbereitung erfolgt über Dichtetrennung mit dem sogenannten „Munich Plastic Sediment Separator“ (MPSS). Diesen entwickelten die Bayreuther Forscher gemeinsam mit Kollegen des Instituts für Wasserchemie und Chemische Balneologie an der TU München. Das Gerät erlaubt, unterschiedliche Plastikpartikel bis zu einer Größe von wenigen Mik rometern aus Proben zu extrahieren. Dann wird das organische Material über ein enzymatisches Verfahren entfernt. Was übrig bleibt, wird mithilfe unterschiedlicher spektroskopischer Methoden identifiziert und quantifiziert. Die LUBW rechnet mit der Veröffentlichung der Ergebnisse im Herbst 2015.

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INAR – Innovationsnetzwerk Abwasser Recycling

Abwasserentsorgern steht bei der Neugestaltung ihrer Abwasserentsorgung ein neuer Ansprechpartner zur Verfügung, das INAR Innovationsnetzwerk Abwasser Recycling. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Netzwerk haben sich derzeit 14 mittelständische Unternehmen und Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um neue Abwassertechnologien zu entwickeln und in die Praxis zu überführen. Laut der ABC Solutions GmbH, die für die Netzwerkkoordination zuständig ist, befasst sich INAR unter anderem mit einem dezentralen Klärschlammverbrennungskonzept mit integrierter Phosphorrückgewinnung für mittlere und kleinere Kläranlagen.

http://inar-netzwerk.de/home.html

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Karl-Imhoff-Preis der DWA ausgeschrieben

Die DWA hat den Karl-Imhoff-Preis als DWA-Umweltpreis ausgeschrieben. Der Preis wird aufgrund von Bewerbungen verliehen, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der DWA-Bundestagung im September 2015 in Berlin. Bewerbungen werden bis zum 31. Oktober 2014 von der Bundesgeschäftsstelle der DWA angenommen. Der Karl-Imhoff-Preis dient der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung und wird für hervorragende Forschungsarbeiten, Dissertationen oder Prüfungsarbeiten vergeben. Er ist mit 10 000 Euro dotiert. Außerdem können Belobigungen ausgesprochen werden. Die DWA will mit dem Karl-Imhoff-Preis die großen Verdienste, die sich der Namensgeber um die deutsche und internationale Wasser- und Abwasserwirtschaft erworben hat, würdigen sowie damit zur bleibenden Erinnerung an sein Wirken beitragen.

Informationen zur Bewerbung: http://de.dwa.de/ehrungen-undauszeichnungen.html DWA-Bundesgeschäftsstelle Elke Uhe, M. A. Tel. 0 22 42/872-238 Fax 0 22 42/872-135
E-Mail: uhe@dwa.de

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IFWW-Förderpreis 2015 ausgeschrieben

Das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. (IFWW) lobt auch für 2015 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neuen Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Grundwasser, Gewässerschutz, Flussgebietsmanagement, Abwasser und Abfall/Altlasten befassen. Der Förderpreis wird für zwei Kategorien ausgeschrieben: Promotionen sowie Diplom- oder Masterarbeiten. Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten/ Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland angefertigt haben. Zugelassen sind auch Gemeinschaftsarbeiten. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein. Der Förderpreis ist mit insgesamt 4000 Euro dotiert und wird auf der 48. Essener Tagung (15. bis 17. April 2015, Aachen) verliehen.

Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30. November 2014. Die Bewerbungsunterlagen sind über die IFWW-Geschäftsstelle und das Internet zu beziehen. IFWW, c/o Niersverband Am Niersverband 10, 41747 Viersen E-Mail: wilfried.manheller@niersverband.de www.ifww-nrw.de

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Gründerpreis für Blue Synergy Abwasserturbine

Die Fa. Blue Synergy GmbH mit Sitz in Lindau am Bodensee hat den „Gründerpreis der Schwäbischen Zeitung 2014“ gewonnen. Das Unternehmen entwickelt innovative Produkte, um umweltfreundliche Energie in Form von Wärme und Strom nutzbar zu machen. Das jüngste Projekt ist eine patentierte Abwasserturbine, die die Fließgeschwindigkeit in Abwasserkanälen nutzt, um daraus Strom zu erzeugen, ganz ohne CO2-Ausstoß. Die Turbine ist so konstruiert, dass alle im Wasser mitgeführten Objekte durch die Anlage hindurch befördert werden können und diese nicht verstopfen. Durch spezielle Anpassungen werden Versandungs- und Verklebungsgefahren minimiert, sodass die Turbine langfristig wartungsarm und kostengünstig betrieben werden kann.

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Bad Abbach – Kläranlage der Zukunft

Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) hat Ende Juli die umfassend nachgerüstete und energetisch optimierte Kläranlage Bad Abbach in Betrieb genommen. In Bad Abbach wird nun die ansonsten nur bei großen Kläranlagen verwendete anaerobe Klärschlammbehandlung auf einer kleinen Kläranlage durchgeführt. Aus der Verstromung des gewonnenen Klärgases kann die Anlage bis zu zwei Dritteln des benötigen Strombedarfes decken. Die Kläranlage Bad Abbach dient dabei als Pilotprojekt zur Daten- und Erfahrungssammlung. Hierzu wird das Pilotprojekt wissenschaftlich und ingenieurtechnisch begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung werden dann den Betreibern der für eine Umrüstung in Frage kommenden Kläranlagen – rund 130 kleine Kläranlagen in Bayern – als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe zur Verfügung stehen. Das Bayerische Umweltministerium fördert im Rahmen des Pilotprojekts die Investitionskosten in die Nachrüstung der Anlage mit rund 1,3 Millionen Euro und finanziert mit rund 87 000 Euro die wissenschaftliche Begleitung. Rund 3,3 Millionen Euro hat die Gemeinde in das Pilotprojekt und in die parallele Ertüchtigung ihrer Kläranlage investiert.

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Sehr gute Wasserqualität in den europäischen Badegewässern

Ob Küste, Flüsse oder Seen, die europäischen Badegewässer weisen nach wie vor eine überwiegend sehr gute Wasserqualität auf. Über 94 Prozent dieser Gewässer erfüllten 2013 die Mindestanforderungen der EU, 83 Prozent die strengeren Auflagen für die Note „ausgezeichnet“. Nur zwei Prozent der Gewässer bewertet die EU derzeit als „schlecht“. Regional bestehen leichte Unterschiede. Alle Badegewässer Zyperns und Luxemburgs wurden als „ausgezeichnet“ eingestuft, gefolgt von Malta (99 Prozent), Kroatien (95 Prozent) und Griechenland (93 Prozent). Am anderen Ende der Skala wurden Estland (sechs Prozent), die Niederlande (fünf Prozent ), Belgien (vier Prozent), Frankreich (drei Prozent), Spanien (drei Prozent) und Irland (drei Prozent) als die EU-Mitgliedstaaten mit dem höchsten Anteil an Badegewässern mit „schlechter“ Wasserqualität klassifiziert. Grundsätzlich schnitten Küstengewässer leicht besser ab als Binnengewässer. Luxemburg erhielt als einziges Land für alle seine Binnenbadegewässer die Note „ausgezeichnet“, gefolgt von Dänemark mit 94 Prozent. Deutschland erzielte für 92 Prozent seiner rund 2000 Binnenbadegewässer ausgezeichnete Werte. Verschmutzungen aufgrund Direkteinleitungen von großen Abwassermengen gehören dabei laut der EU der Vergangenheit an. Die heutigen Probleme entstehen durch kurzfristige Schadstoffbelastungen infolge heftiger Regenfälle und Überflutungen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Beurteilung leicht verbessert. Anteilmäßig waren im Jahr 2013 die Mindestanforderungen bei ungefähr ebenso vielen Gewässern übertroffen wie im Jahr 2012. Der Anteil der als „ausgezeichnet“ bewerteten Gewässer stieg hingegen von 79 Prozent im Jahr 2012 auf 83 Prozent im Jahr 2013. Der jährliche Badegewäsder Europäischen Umweltagentur (EUA) gibt eine Übersicht über die Qualität von rund 22 000 Badegewässern in der gesamten EU, der Schweiz und neuerdings auch in Albanien. Neben dem Bericht veröffentlichte die EUA auch eine interaktive Karte, aus der die Qualitätseinstufung der einzelnen Badegewässer im Jahr 2013 hervorgeht. Die Badegewässerqualität kann als „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ oder „schlecht“ eingestuft werden. Diese Bewertung richtet sich nach den vorhandenen Mengen zweier Arten von Bakterien, die auf eine Verunreinigung durch Abwässer oder tierische Exkremente schließen lassen und die, wenn geschluckt, Krankheiten (Erbrechen und Durchfälle) verursachen können. Mülleinträge, Umweltverschmutzung und andere Schadwirkungen werden bei der Qualitätsbewertung von Badegewässern nicht berücksichtigt.

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Einladung zur 67. DWA-Mitgliederversammlung

An alle Mitglieder der DWA
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,
hiermit lade ich Sie herzlich zur 67. Mitgliederversammlung am Dienstag, 30. September 2014 um 14.30 Uhr ein. Die Versammlung
findet im Rahmen der diesjährigen Bundestagung in Baden-Baden statt. Für den Einlass ist die Vorlage des DWA-Mitgliedsausweises
oder einer schriftlichen Vollmacht erforderlich.
Tagesordnung
1. Begrüßung durch den Präsidenten
2. Bestimmung eines Mitglieds zur Mitunterzeichnung der Niederschrift
3. Berichterstattung
4. Abnahme der Jahresrechnung 2013 und Entlastung des Präsidiums sowie des Vorstandes
5. Wahl des Wirtschaftsprüfers 2014/2015
6. Festsetzung der Wirtschaftspläne 2015/2016
7. Wahl und Bestätigung von Präsidiums- und Vorstandsmitgliedern
8. Leitbild der DWA
9. Ehrungen und Auszeichnungen
10. Verschiedenes
11. Termin der nächsten Mitgliederversammlung
Die Sitzungsunterlagen sind ab dem 15. September 2014 im Mitgliederbereich der DWA-Internetseiten einsehbar und werden
auf Wunsch auch per Post zugesandt. Mitglieder, die sich zur Bundestagung anmelden, erhalten die Unterlagen automatisch ca.
zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung.
Weitere Fragen beantwortet Ihnen gerne die Mitgliederbetreuung der DWA in Hennef, Telefon 0 22 42/872-123.
Ich freue mich auf Ihre zahlreiche Teilnahme.
Otto Schaaf
Präsident der DWA

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Vereinfachung der Umweltverträglichkeitsprüfung

Am 15. Mai ist die Neufassung der EUUmweltverträglichkeitsprüfungsrichtlinie (UVP-Richtlinie) in Kraft getreten. Mit der Neufassung soll die Abschätzung möglicher Umweltauswirkungen von Projekten vereinfacht werden. Im Mittelpunkt stehen die Risiken und Herausforderungen, die seit Inkrafttreten der ursprünglichen Regelung vor 25 Jahren hinzugekommen sind, Themen wie Ressourceneffizienz, Klimawandel oder Katastrophenabwehr wird beim Bewertungsverfahren jetzt stärker Rechnung getragen. Mit der Novellierung werden zudem Fristen für die einzelnen Phasen der Umweltprüfung eingeführt. So sollen Screening-Entscheidungen innerhalb von 90 Tagen getroffen werden. Das Screening- Verfahren zur Beurteilung, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist, wurde des Weiteren vereinfacht.

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EU: 282,6 Millionen Euro für 225 neue Umwelt- und Klimaschutzprojekte

Die Europäische Kommission hat Ende April 2014 der Förderung von 225 neuen Projekten im Rahmen des Programms Life, des Finanzierungsinstruments der Europäischen Union für die Umwelt, zugestimmt. Ausgewählt wurden Projektvorschläge aus allen 28 Mitgliedstaaten; sie betreffen Maßnahmen in Bereichen wie Naturschutz, Klimawandel, Umweltpolitik oder Information und Kommunikation zu Umweltfragen in der gesamten EU. Der Gesamtbetrag der Finanzmittel für diese Projekte beläuft sich auf rund 589,3 Millionen Euro, davon wird die EU 282,6 Millionen Euro bereitstellen.

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Rheinland-Pfalz: Bundesregierung bremst Stromerzeugung von Kläranlagen

Mit dem Entwurf der Bundesregierung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) drohe manchen zukunftsweisenden Innovationen, wie dem Bau neuer Schlammfaulungsanlagen auf Kläranlagen, das Aus, kritisierte Thomas Griese, Umweltstaatssekretär in Rheinland- Pfalz. Die Bundesregierung wolle, dass Betriebe die ihre Verfahren künftig umstellen, für den selbst erzeugten, sauberen Strom aus erneuerbarer Energie EEG-Umlage zahlen. „Damit werden Betriebe für ihre Investitionen in Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz bestraft und der Ausbau der Erneuerbaren Energien abgewürgt. Das ist eine Kehrtwende statt eine Energiewende“, so der Staatssekretär am 20. Mai 2014 bei der Einweihung einer Klärschlammfaulungsanlage in Saulheim. Das Ziel, 60 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland bis zum Jahr 2050 durch erneuerbare Energien zu decken, könne so kaum erreicht werden. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Umstellung von Kläranlagen auf Schlammfaulung. Griese stellte in Saulheim zugleich eine neue Broschüre des Landes vor, welche die umfangreichen Möglichkeiten und Potenziale der Umstellung von Kläranlagen auf die Faulungstechnik in Rheinland-Pfalz aufzeigt. Die geplante Steigerung der in Rheinland- Pfalz aus Klärgas erzeugten Strommenge von 40 000 auf 60 000 Megawattstunden im Jahr würde durch die „rückwärtsgerichtete Eigenstromregelung der Bundesregierung“ in Frage gestellt. Er forderte die Bundesregierung dringend auf, die EEG-Novelle nachzubessern.

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ProcessNet-Positionspapier zur industriellen Wassertechnik

Die Fachgruppe „Produktionsintegrierte Wasser- und Abwassertechnik“ von ProcessNet, eine von der DECHEMA und dem VDI getragenen Plattform für Verfahrenstechnik, hat ein Positionspapier zu Trends und Perspektiven in der industriellen Wassertechnik vorgelegt. In dem Positionspapier leiten Experten, ausgehend vom Ist-Zustand anhand von ( Mega-)Trends eine Vision für die Situation im Jahr 2030 ab: Eine integrierte, nachhaltige Industriewasserwirtschaft verringert die Abhängigkeit der Produktionsprozesse von externen Wasser-, Rohstoff- und Energieressourcen. Dies gilt auch für weitere Einflussfaktoren wie Nutzungskonkurrenzen um Wasser und rechtliche Rahmenbedingungen. Um die Vision umzusetzen, müssen bestimmte Entwicklungsziele erreicht werden. Dazu zählen zum Beispiel intelligente Wassermanagement-Systeme, die ständige Optimierung von Produktionsprozessen und eine Analytik, die Inhaltsstoffe schnell und vollständig erfasst. Anhand von 14 Handlungsfeldern, die sowohl technologische als auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen umfassen, wird strukturiert, was getan werden muss, um diese Ziele zu erreichen. Abschließend definiert das Positionspapier den notwendigen Forschungs- und Entwicklungsbedarf und skizziert mögliche Wege zur Realisierung.

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Leuna: Reinigungsanlage für kontaminiertes Grundwasser in Betrieb

Im Zuge des Ökologischen Großprojektes Leuna hat Sachsen-Anhalt Anfang Juni eine Behandlungsanlage zur naturnahen Reinigung von kontaminiertem Grundwasser in Betrieb genommen. Die neue Anlage übernimmt ab sofort die Entfernung von Benzol und MTBE (Methyltert- butylether) aus über 600 Kubikmetern Grundwasser pro Tag. Der auf einem naturnahen Schadstoffabbau basierende Transfer erfolgt in horizontal durchflossenen, bepflanzten Bodenfiltern sowie in mit Sauerstoff angereicherten vertikal durchströmten Filter- und Grabensystemen. Die innovative Anlage ist aus der seit 2004 bestehenden Kooperation zwischen dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Landesanstalt für Altlastenfreistellung hervorgegangen. Das Sanierungsverfahren wurde im Rahmen der seit 2007 laufenden Forschungsarbeiten „Compartment Transfer“ (CoTra) am Standort „Alte Alte Raffinerie Leuna“ entwickelt. 2011 startete die Pilotphase, in der Betriebsführung und wirtschaftliche Effizienz des Verfahrens im realen Maßstab umfassend erprobt wurde. Handhabungsverluste, Havarien und Kriegseinwirkungen haben am Standort Leuna zu massiven Kontaminationen von Boden und Grundwasser geführt. Deswegen zählt der Standort Leuna in Sachsen-Anhalt zu den sieben Ökologischen Großprojekten. Das Areal der ehemaligen Leuna-Werke umfasst eine Fläche von rund 1300 Hektar. Die Sanierung wird seit Jahren auf Grundlage des Sanierungsrahmenkonzeptes systematisch vorangetrieben. Mit der Errichtung der Dichtwand zur Sicherung des Grundwasserabstroms im Bereich „Alte Raffinerie“ 2005 konnte die erste Stufe dieses Konzeptes erfolgreich abgeschlossen werden. Seit 2006 wird das vom Standort abströmende kontaminierte Grundwasser vollständig gefasst und gereinigt. Nun werden die Quellbereiche saniert und zugleich die Maßnahmen zur Grundwassersicherung optimiert. Für Maßnahmen der Altlastensanierung im Ökologischen Großprojekt Leuna haben Land und Bund bisher mehr als 81 Millionen Euro investiert.

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Kostendeckung von Wasserdienstleistungen nur bei Trink- und Abwasser

Das von der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgeschriebene Kostendeckungsprinzip gilt nur für die Wasserver- und Abwasserentsorgung. Bereiche wie Hochwasserschutz, Stromerzeugung und Schifffahrt sind hingegen vom Kostendeckungsprinzip ausgenommen. Diese Ansicht vertritt zumindest der finnische Generalanwalt Niilo Jääskinen in seiner Empfehlung für den EuGH bezüglich der Klage der EU- Kommission gegen Deutschland (Schlussantrag vom 22. Mai 2014 in der Rechtssache C-525/12). Die EU-Kommission hatte Deutschland vor dem EuGH verklagt, weil sie fand, dass Deutschland das in der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) festgeschriebene Prinzip der Kostendeckung von Wasserdienstleistungen nicht vollständig umgesetzt hat. Deutschland definiert Dienstleistungen in diesem Zusammenhang eng und wendet das Prinzip nur auf die Trinkwasserversorgung sowie die Entsorgung und Behandlung von Abwässern an. Die Kommission fordert hingegen, auch Wasserdienstleistungen für die Industrie, Schifffahrt und Landwirtschaft sowie auch den Hochwasserschutz kostendeckend zu organisieren. Diese Einschätzung teilt der Generalanwalt nicht. Er empfiehlt dem EuGH zum einen, die Klage aus formalen Gründen abzuweisen, da ihre Formulierung keine klare Abgrenzung ermögliche. Zudem spricht er sich auch inhaltlich egen die Unterstützung der Klage aus. Die Kommission kann seiner Auffassung nach diese breite Definition von Wasserdienstleistungen nicht von den Mitgliedstaaten einfordern. Als Begründung führt er die unterschiedlichen regionalen und klimatischen Bedingungen in der EU an. Neben Deutschland hatten sich verschiedene weitere Mitgliedstaaten gegen die breite Auslegung des Begriffs Wasserdienstleistungen ausgesprochen. Der EuGH wird sein Urteil voraussichtlich erst in einigen Monaten fällen. Die Richter sind nicht an die Empfehlung des Generalanwaltes gebunden, in der Regel folgen sie aber der Tendenz der Empfehlung.

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Klärschlamm als flexibler Energielieferant – neues Verbundprojekt an der TU Darmstadt

Lässt sich aus Klärschlamm in einer Kläranlage Energie so erzeugen und verteilen, dass sie flexibel je nach Bedarf zur Verfügung steht? Das erforschen seit kurzem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt im vom Bund geförderten Verbundprojekt „ESiTI“ (Abwasserbehandlungsanlage der Zukunft: Energiespeicher in der Interaktion mit technischer Infrastruktur im Spannungsfeld von Energieerzeugung und -verbrauch) mit externen Partnerunternehmen. Sie setzen dabei auch auf Optimierung bekannter Verfahren. Als Beispiel für die Untersuchung dient die Stadt Darmstadt mit rund 145 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Aufgesetzt wurde ESiTI am Institut IWAR. Hier liegt auch die Koordination des Verbundprojektes, an dem insgesamt elf Partner beteiligt sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Engagement der TU an ESiTI über drei Jahre mit 1,2 Millionen Euro (Gesamtfördervolumen 2,7 Millionen Euro). Das Projekt ESiTI ist eines von zwölf Verbundprojekten, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ fördert.

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Eurostat-Website zu Ressourcen und Abfall

Eurostat, das Statistikamt der Europäischen Union, bietet auf der Website „Environmental Data Center on Natural Resources“ aktuelle statistische Daten zu natürlichen Ressourcen und Abfall. Die Website enthält Indikatoren aus den Bereichen Materialverbrauch, Boden, Wasser, Klima/Energie sowie Transformation der Wirtschaft, Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen. Das Environmental Data Center on Natural Resources gehört zur EU-Leitinitiative „ressourcenschonendes Europa“. Hinter dem neuen Angebot steht das Öko-Institut Darmstadt, das im Auftrag der Europäischen Kommission entsprechende Indikatoren erfasst und analysiert. Das Projekt läuft zunächst bis Januar 2015, kann aber bis Januar 2017 verlängert werden. Partner sind das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg sowie die Eunomia Research and Consulting Ltd. Bristol/ Großbritannien.

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Klärwerk Emschermündung wird an das zukünftige Emscher- System angepasst

Der Bereich Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) wird in der kommenden Zeit immer mehr zu einem Schwerpunkt im Rahmen des Emscher-Umbaus. Die Emschergenossenschaft wird dabei vorrangig an zwei wichtigen Punkten aktiv sein: Neben der ökologischen Umgestaltung der Emschermündung am Stapp wird nun auch das Klärwerk Emschermündung (KLEM) umgebaut. Die Anlage wird an das künftig neue Emscher-System angepasst – denn nach 2017 fließt nicht mehr der Fluss durch das Klärwerk, sondern das Abwasser aus dem aus Oberhausen ankommenden neuen unterirdischen Abwasserkanal. Dieser derzeit im Bau befindliche Kanal hat eine Länge von rund 51 Kilometer, ein Teil des Abwassers wird dabei bereits in der Kläranlage Bottrop gereinigt. Diese geänderte Zulaufsituation sowie der Erneuerungsbedarf der KLEM machen den Neubau der kompletten mechanischen Reinigungsstufe (bestehend aus Rechen, Sandfang und Vorklärung) erforderlich. Zudem werden ein Zulaufhebewerk und ein Hochwasserpumpwerk neu errichtet. Darüber hinaus gibt es noch weitergehende Veränderungen: Da nicht mehr das gesamte Emscher- Wasser, sondern der reine Abwasseranteil aus dem unterirdischen Kanal gereinigt wird, erhält das Klärwerk eine reduzierte Wassermenge, dafür allerdings auch eine deutlich höhere Nährstoffkonzentration. Diese neuen Bedingungen machen eine Erneuerung bzw. Anpassung auch im Bereich der biologischen Reinigung erforderlich. Die Umbaumaßnahmen sollen Mitte 2018 abgeschlossen sein.

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Hessen: Al-Wazir fordert Nachbesserungen beim Eigenstrom

Der kontinuierliche Ausbau von Anlagen zur Eigenstromerzeugung ist aus Sicht des hessischen Wirtschafts- und Energieministers Tarek Al-Wazir (Grüne) für den Erfolg der Energiewende von zentraler Bedeutung. „Gerade in der Eigenstromfrage ist die Landesregierung … der Auffassung, dass weitere Veränderungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung nötig sind. Selbst erzeugter und verbrauchter Strom aus Erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungs- Anlagen (KWK) darf nicht über Gebühr belastet werden“, sagte der Minister Mitte Mai in Wiesbaden. „Hier muss der Bundesgesetzgeber dringend nachbessern.“ Bislang ist Strom, der zum eigenen Verbrauch produziert wird, vollständig von der EEG-Umlage befreit. Dieser Strom wird nicht ins Netz eingespeist und damit auch nicht über das EEG gefördert, sondern direkt vor Ort verbraucht. Nach dem aktuellen EEG-Entwurf sollen jedoch künftig selbst grüne und nachhaltige Energiequellen, die zur Eigenstromerzeugung genutzt werden, mit 50 Prozent der regulären EEG-Umlage belastet werden. Vollständig ausgenommen werden nur Kleinstanlagen.

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Wärmeverbundnetz in Wuppertal- Buchenhofen komplett

Beim Wupperverband ist ein lokales Wärmeverbundnetz in Betrieb gegangen. Es umfasst das Klärwerk Buchenhofen und die Schlammverbrennungsanlage (SVA) und wurde außerhalb des Anlagengeländes auf das benachbarte Laborgebäude des Wupperverbands, zwei Wohnhäuser und eine nahe gelegene Werkskläranlage der Bayer AG ausgeweitet. Das Klärwerk Buchenhofen und die SVA produzieren Wärme, zum Beispiel Abwärme der Blockheizkraftwerke im Klärwerk und Prozesswärme des Dampfkreislaufs der SVA. Diese wurde früher schon teilweise zu Heizzwecken auf der Anlage genutzt. Durch das Wärmeverbundnetz wird nun das Wärmepotenzial zu einem sehr viel größeren Teil ausgeschöpft. Alle angeschlossenen Gebäude und Anlagen werden mit der umweltfreundlich erzeugten Wärme versorgt. Durch das Wärmeverbundnetz kann der Wupperverband am Standort Buchenhofen inklusive Laborgebäude auf ca. 60 000 Liter Heizöl pro Jahr verzichten. Weitere 60 000 Liter Heizöl werden in der Werkskläranlage der Bayer AG und 20 000 Liter in den Wohnhäusern eingespart. Der CO2-Ausstoß durch den Betrieb des Wärmenetzes verringert sich um ca. 350 Tonnen pro Jahr. Durch ein spezielles Aggregat kann ein Teil der Wärme auch zur Klimatisierung der zentralen Schaltwarte des Klärwerks genutzt werden. So reduziert sich auch der Strombedarf für die Kühlung der Schaltwarte. Das Wärmeverbundnetz Buchenhofen ist Teil des europäischen Forschungsprojekts INNERS (INNovative Energy Recovery Strategies in the urban water cycle – Innovative Energierückgewinnungs- Strategien im urbanen Wasserkreislauf). INNERS untersucht von 2011 bis 2014, wie die im urbanen Wasserkreislauf vorhandene Energie besser genutzt und Energieeinsparungen umgesetzt werden können. Die Zielsetzung ist ein energieneutraler oder sogar Energie produzierender Wasserkreislauf.

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Start der BMBF-Fördermaßnahme ERWAS – Wasser und Energie

Die BMBF-Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft – ERWAS“ ist gestartet. Mit dieser Maßnahme möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Wasserver- und Abwasserentsorgung beitragen. Im Rahmen von zwölf Verbundvorhaben mit rund 70 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Behörden sollen Lösungsansätze für einen effizienteren und sparsameren Umgang mit Energie in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erarbeitet werden. Ein weiteres Ziel ist eine bessere Nutzung vorhandener Ressourcen zur Eigenenergieerzeugung. Angestrebt wird, die in den Vorhaben erarbeiteten innovativen Lösungsansätze zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und Energieerzeugung in die betriebliche Praxis wasserwirtschaftlicher Anlagen einzubringen. Über den transdisziplinären Forschungsansatz hinaus spielt in ERWAS die Schnittstelle zwischen Wasser- und Energiewirtschaft eine wichtige Rolle. Die Maßnahme zielt bereits während der gesamten Laufzeit auf eine intensive Vernetzung der Partner und einen unmittelbaren Transfer der Forschungsergebnisse. Die damit verbundenen, vielfältigen Aufgaben übernimmt das Vernetzungsund Transfervorhaben ERWASNET. Das BMBF unterstützt die FuE-Arbeiten, die im 2. Quartal 2014 begonnen haben, mit einem Fördervolumen von 27 Millionen Euro. Die Fördermaßnahme ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement – NaWaM“, mit dem das BMBF seine Aktivitäten im Bereich der Wasserforschung innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) bündelt.

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Bundesrat stimmt AwSV zu

Der Bundesrat hat am 23. Mai 2014 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) mit einer umfangreichen Änderungsentschließung zugestimmt [Bundesrats- Drucksache 77/14 (Beschluss)]. Die Änderungen betreffen insbesondere die Anforderungen an JGS-Anlagen (unter anderem Anlage 7 zur AwSV, JGS: Jauche, Gülle, Silage) und sollen nach dem Willen des Bundesrats bei der Umsetzung der Nitratrichtlinie durch eine einheitliche bundesrechtliche Vollregelung gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen schaffen. Zudem sind auch Änderungen bei Umschlagsanlagen und Heizölverbraucheranlagen vorgesehen.

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Algen als Phosphorfresser

Auf der Kläranlage im hessischen Rotenburg wurde Anfang Juni ein Forschungsprojekt zur Phosphorreduzierung mittels Algen gestartet. Eingesetzt wird die im Labor bereits erfolgreich getestete biologische Phosphorelimination der Bionome Energie-Systemtechnik aus Rotenburg. Mit Phosphor belastetes Wasser aus dem Nachklärbecken wird dafür in Foto-Bioreaktoren geleitet, in denen sich ein heimischer Mikroalgenstamm befindet. Hierzu kommt kohlendioxidhaltiges Abgas aus den beiden Blockheizkraftwerken der Kläranlage. Die Kombination aus CO2, phosphorhaltigem Abwasser und Sonnenlicht nährt die Algen, die sich laufend vermehren. Dadurch entsteht eine Algenbiomasse, in der der Phosphor gebunden wird. Diese Biomasse soll anschließend im Faulbehälter zur Energiegewinnung genutzt werden. Die Kosten des Forschungsprojektes trägt mit 527 000 Euro überwiegend das Land Hessen, zudem sind auch die Stadtwerke Rotenburg mit 93 000 Euro beteiligt. Wissenschaftlich begleitet wird das auf zwei Jahre angelegte Projekt von der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen.

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Aktivkohlestufe auf der Kläranlage Dülmen des Lippeverbands im Bau

Der Lippeverband erweitert seine Kläranlage in Dülmen um eine Aktivkohlestufe zum Abbau von Spurenstoffen aus dem Abwasser. Die Dülmener Anlage wird die einzige mit Aktivkohle-Stufe ausgerüstete Kläranlage im gesamten Gebiet des Verbands. Die Aktivkohlebehandlung ist auf der Dülmener Kläranlage besonders wichtig, weil das Wasser aus der Kläranlage über den Tiberbach letztlich in das Trinkwassergewinnungsgebiet der Halterner Stauseen fließt. Offizieller Baubeginn für die neue Reinigungsstufe war der 23. Mai 2014. Bis Februar 2015 soll die Aktivkohlestufe, mit der ein Teilstrom von bis zu 200 Litern Abwasser pro Sekunde behandelt werden kann, fertig sein. Im Zuge des Umbaus wird auch die vorhandene Filtrationsanlage umgerüstet und zum Teil integriert. Die Investition in Höhe von 3,8 Millionen Euro wird zu 70 Prozent vom Land Nordrhein- Westfalen finanziert, mit weiteren 25 Prozent fördert die EU das Projekt. Der Lippeverband erprobt seit einigen Jahren auf ausgewählten Kläranlagen weitergehende Reinigungstechniken, die Spurenstoffe im Wasser besser eliminieren können als die herkömmliche bioloserbericht gische Reinigung. So wird auf der Kläranlage Bad Sassendorf Ozon zur Abwasserbehandlung eingesetzt. Auf der Kläranlage Hünxe ist eine Membranfiltration im Einsatz. Im Dülmener Spurenstoffe- Projekt setzt der Lippeverband parallel zu technischen Lösungen auf die Sensibilisierung der Bevölkerung und wichtiger Zielgruppen aus dem Medizinbereich wie Ärzte, Apotheker und Krankenhäuser, um auch auf diesem Weg die Gewässerbelastung durch Medikamente zu senken.

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Umweltministerkonferenz gegen Fracking – Bergrecht soll novelliert werden

Die Umweltministerkonferenz hat in Konstanz in ihrer Sitzung am 8./9. Mai 2014 ein eindeutiges Bekenntnis gegen das unkonventionelle Fracking in Deutschland abgegeben. Der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU) begrüßte die Entscheidung mit den Worten: „Bayern ist für ein Verbot von Fracking: Bayern ist nicht Texas. Jetzt ist ein generelles bundesrechtliches Verbot für eine Gasförderung mit Giftstoffen erforderlich.“ Konkret hat die Umweltministerkonferenz beschlossen, das Fracking zur Aufsuchung und Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten unter Einsatz umwelttoxischer Substanzen zu verbieten. Grundsätzlich soll außerdem eine Umweltverträglichkeitsprüfung für alle Vorhaben zur Gasförderung Pflicht werden. Auch der Umgang mit dem Rückfluss der eingesetzten Substanzen soll mit geregelt werden. Insbesondere das Bergrecht des Bundes soll dazu stärker auf den Umweltschutz und eine Beteiligung der Öffentlichkeit ausgerichtet werden. Transparenz und Beteiligungsrechte der für die Bürger sowie eine stärkere Berücksichtigung umweltrelevanter Standards stehen dabei im Mittelpunkt. Auch Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne), derzeit Vorsitzender der Umweltministerkonferenz, betont „Das Bundesbergrecht ist veraltet. Wir brauchen auch im Bergrecht transparente Verfahren und die Berücksichtigung umweltrelevanter Standards. Ich werbe bei meinen Länderkollegen intensiv dafür, die Weichen für eine Novelle des Bergrechts zu stellen!“ Ähnliche individuelle Stellungnahmen sind auch von anderen Landesumweltministern zu hören. Aus Niedersachsen, das von einer rot-grünen Koalition regiert wird und aus dem 95 Prozent des in Deutschland geförderten Erdgases stammen, wird der Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) im Handelsblatt vom 9. Mai 2014 mit den Worten zitiert „es kann nicht sein, dass Bundesländer, in denen die Erdgasförderung keine Rolle spielt, die Regeln aufstellen“ und weiter: „Wir wollen Erdgasförderung in Niedersachsen.“ In Niedersachsen geht es allerdings nicht um die Gasförderung aus Schiefergestein, sondern um konventionelle Gaslagerstätten in dichtem Sandstein (Tight- Gas), das in Niedersachsen schon lange mit Fracking gefördert wird. Lies kündigte laut Handelsblatt eine entsprechende Bundesratsinitiative für den Juni 2014 an. Der grüne Umweltminister aus Niedersachsen, Stefan Wenzel, hingegen strebt in einer Pressemitteilung für sein Bundesland die „weltweit höchsten Umweltstandards“ an und ergänzt: „Die Wildwestmethoden im Bergbau müssen endlich beendet werden.“

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Baden-Württemberg und Vorarlberg gemeinsam gegen Fracking

Die Anrainerländer Baden-Württemberg und Bayern arbeiten beim Schutz des Bodensees vor möglichen Folgen von Fracking- Maßnahmen zusammen. Anfang Mai haben die Landtage von Baden- Württemberg und Vorarlberg eine gemeinsame Erklärung gegen Fracking verabschiedet. In der Erklärung lehnen die Parlamentarier beider Länder Fracking aufgrund der befürchteten langfristigen Umweltrisiken, insbesondere einer Gefährdung des Trinkwasserspeichers Bodensee, ab. Mit der Erklärung wollen die Parlamentarier die politischen Kräfte gegen Fracking im Bodenseeraum bündeln. Zudem wollen die Länder auf der jeweiligen nationalen Ebene so wie in der EU dafür werben, von Fracking Abstand zu nehmen.

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Call for Papers zur FILTECH 2015

Vom 24. bis 26. Februar 2015 wird Köln anlässlich der FILTECH 2015 zum Treffpunkt der weltweiten Filtrations- und Separationsindustrie. Mit 350 erwarteten Ausstellern wird sich die weltweit größte Filtrationsmesse am neuen Standort KölnMesse präsentieren. Der parallele Kongress wird mit rund 200 Vorträgen aus aller Welt einen repräsentativen und detaillierten Querschnitt über aktuelle Forschungsergebnisse, weltweite Entwicklungen und neue Problemlösungen bieten. Besondere Highlights sind ein Plenar- und sechs Übersichtsvorträge, in denen international anerkannte Experten den aktuellen Stand des Wissens und der Technik für wichtige Teilaspekte der Trenntechnik ausführlich und zusammenfassend darstellen. Die Kongresssprache ist Englisch. Abstracts können bis zum 4. Juli 2014 eingereicht werden. Informationen zur Vortragseinreichung und Standbuchung:

www.filtech.de

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Exportinitiative Erneuerbare Energien gestartet

Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen, die sich im Ausland auf dem Markt für erneuerbare Energien positionieren möchten. Die neue „Exportinitiative Erneuerbare Energien“ informiert über branchenspezifische Exportmöglichkeiten und gibt Starthilfe bei Auslandsaktivitäten. Unternehmen der Branche „Erneuerbare Energien“ können sich dort informieren, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreich exportieren. Das Portal liefert umfangreiche Informationen zu Auslandsmärkten – von kurzen Factsheets bis hin zu detaillierten Analysen. Im Veranstaltungskalender können Unternehmen das passende Angebot zur Erschließung attraktiver Absatzmärkte finden. www.export-erneuerbare.de

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BWB: Schmutzwassertarif sinkt – Streit mit Bundeskartellamt wird beendet

Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe (BWB) hat am 7. Mai 2014 eine strategische Neuausrichtung beschlossen. Im Kern bedeutet dies: Senkung und langfristige Planbarkeit der Trink- und Schmutzwassertarife; nachhaltige Investitionen in den Berliner Wasserkreislauf; die Berliner Wasserbetriebe sind ein fairer und fördernder Arbeitgeber und Partner der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft. Nachdem zum 1. Januar vor allem durch Gewinnverzicht des Landes bereits der Trinkwassertarif um 15 Prozent gesenkt worden ist, wird ab Januar 2015 auch der Schmutzwassertarif um 6,1 Prozent sinken. Die bis 2018 fest zugesagten Tarife können ab 2016 jährlich um maximal 1,1 Prozent angepasst werden, um die Inflation teilweise auszugleichen. Allein in die Sicherung unserer Infrastruktur in den Klärwerken fließen bis 2022 insgesamt 450 Millionen Euro. Das Berliner Kanalnetz wird in den nächsten Jahren für rund 1,6 Milliarden Euro saniert. Die BWB wollen Beschäftigung für mehr als 4500 Menschen sichern und die hohe Ausbildungsquote von über sieben Prozent halten. Mehr als 80 Prozent des Einkaufsvolumens von rund 360 Millionen Euro pro Jahr will das Unternehmen in Berlin und Brandenburg tätigen. Die Fortschreibung der 15-prozentigen Senkung des Brutto-Trinkwasserpreises bis 2018 wurde mit dem Bundeskartellamt vereinbart. Gleichzeitig wird nach Mitteilung der BWB der Rechtsstreit mit der Behörde beendet.

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Wasser in der Stadt von morgen

Einen wichtigen Schritt zu einer integralen Wasserwirtschaft hat die Emschergenossenschaft Mitte Mai getätigt. Die Städte der Region, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Emschergenossenschaft selbst haben eine gemeinsame Absichtserklärung für die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterschrieben. Ziel der Initiative ist ein Ausbau der fachübergreifenden und interkommunalen Planungen. Die Initiative „Wasser in der Stadt von morgen“ rücke unter anderem Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Freiraumplanung, Klimaanpassung, Straßenbau, Bildung, Kunst und Kultur näher zueinander, betonte Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Eine integrale Wasserwirtschaft leiste daher einen bedeutenden Beitrag für das Leben in den Städten und Metropolregionen von morgen. In den kommenden Monaten sollen die inhaltlichen, rechtlichen rechtlichen und strukturellen Vorgaben für die Zukunftsinitiative erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage sollen dann weitere Beschlussfassungen bewirkt werden.

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Neuer DWA-Service bietet direkten Zugriff auf alle Regelwerk-Entwürfe des öffentlichen Beteiligungsverfahrens

Neuer Service der DWA: Der Fachöffentlichkeit stehen im Portal DWA-Direkt ab sofort alle DWA-Entwürfe des öffentlichen Beteiligungsverfahrens (Gelbdrucke) für die Dauer der dreimonatigen Frist zur Stellungnahme kostenfrei zur Ansicht zur Verfügung. Wer bei DWAdirekt bereits angemeldet ist, erhält das DWA-Entwurfsportal automatisch dazugeschaltet. Interessenten die noch keinen Zugang zu DWAdirekt haben, müssen sich einmalig (kostenfrei) registrieren lassen. Das DWA-Entwurfsportal ist ein Leseportal. Die Entwürfe können seitenweise angesehen werden; ein Ausdruck ist nicht möglich. Stellungnahmen können derzeit noch nicht online abgegeben werden. Ein Word-Vorlagenformular für die Abgabe einer Stellungnahme per EMail oder Fax ist aber im Entwurfsportal hinterlegt. Die Entwürfe des DWA-Regelwerks können zudem wie gewohnt jederzeit im DWA-Shop (auch nach Ablauf der dreimonatigen Frist zur Stellungnahme) als Printversion oder digital käuflich erworben werden.

Bei Fragen zur Registrierung: Tel. 0 22 42/872-333 E-Mail: info@dwa.de www.dwa.de/dwadirekt

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Karl-Imhoff-Preis der DWA ausgeschrieben

Die DWA hat den Karl-Imhoff-Preis als DWA-Umweltpreis ausgeschrieben. Der
Preis wird aufgrund von Bewerbungen verliehen, die Preisverleihung erfolgt im
Rahmen der DWA-Bundestagung im September 2015 in Berlin. Bewerbungen
werden bis zum 31. Oktober 2014 von der Bundesgeschäftsstelle der DWA an genommen. Der Karl-Imhoff-Preis dient der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten
auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung und wird für hervorragende Forschungsarbeiten,
Dissertationen oder Prüfungsarbeiten vergeben. Er ist mit 10 000 Euro dotiert. Außerdem können
Belobigungen ausgesprochen werden. Der Preis wurde von der damaligen Abwassertechnischen Vereinigung (ATV) im Jahr 1956 ins Leben gerufen. Dr.-Ing.
Karl Imhoff (1876-1965) war ein Ingenieur und Pionier der Abwassertechnik, die er jahrzehntelang prägte. Bis 1934 war er Geschäftsführer des Ruhrverbands. Nach ihm sind das Imhoff-Becken und der Imhoff-Trichter benannt. Die DWA will mit dem Karl-Imhoff-Preis die großen Verdienste, die sich der Namensgeber um die deutsche und internationale Wasser- und Abwasserwirtschaft erworben hat, würdigen sowie damit zur bleibenden Erinnerung an sein Wirken beitragen.
Bewerbungen sind an die Bundesgeschäftsstelle in Hennef zu richten. Beizufügen sind in sechsfacher Ausfertigung:
●● Angaben über Name, Geburtsdatum, Ausbildungsgang (Lebenslauf) und Anschrift des Bewerbers,
●● die der Bewerbung zugrunde liegende Arbeit,
●● bei Prüfungsarbeiten die Note,
●● eine Versicherung an Eides statt, dass die eingereichte Arbeit von dem Bewerber selbst angefertigt ist,
●● Kurzfassung/Zusammenfassung.

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Reinigungsverfahren für PFC-haltiges Wasser erfolgreich getestet

Das bayerische Landesamt für Umwelt hat (LfU) ein neues Reinigungsverfahren für PFC-haltiges Grund- und Oberflächenwasser am Beispiel des Flughafens Nürnberg erfolgreich getestet. Innerhalb von zwei Jahren wurden verschiedene Verfahrensschritte in Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe im Labor und in einer am Flughafen installierten Pilotanlage erforscht: Nach ausführlichen Labortests zu Filtermaterialien wurde anschließend in der Pilotanlage kontaminiertes Wasser in verschiedenen Aufbereitungsschritten über ausgewählte Filter geleitet, die unter anderem per- und polyfluorierte Chemikalien auf ihrer Oberfläche binden und so das Wasser reinigen. Mit diesem in mehreren Versuchsläufen erprobten Reinigungskonzept ist es möglich, die PFC-Konzentrationen unter die Richtwerte für Grund- und Oberflächenwasser zu senken. Damit steht für die Sanierung von PFC-haltigem Wasser eine Aufbereitungstechnologie zur Verfügung, die auf bewährten und erprobten Verfahrensschritten beruht. Die für den Einsatz des Verfahrens in Nürnberg erforderlichen weiteren Daten sollen in Kürze durch ein hydrogeologisches Gutachten des Airports gewonnen werden. Die Verunreinigungen des Grund- und Oberflächenwassers im Umfeld des Flughafens Nürnberg und an anderen Standorten in Bayern sind primär auf den Einsatz von Feuerlöschschäumen zurückzuführen. Perfluorierte Chemikalien, insbesondere Perfluoroctansulfonat (PFOS), waren lange Zeit ein Bestandteil von Löschschäumen. Seit 2011 dürfen PFOS-haltige Feuerlöschschäume in der gesamten EU nicht mehr verwendet werden. Die Verwendung von PFOS für andere Zwecke wurde 2006 stark eingeschränkt. Das Forschungsprojekt zur Entwicklung von Reinigungsverfahren wurde vom LfU mit dem TZW koordiniert und in enger Zusammenarbeit mit dem Flughafen Nürnberg, dem Umweltamt der Stadt Nürnberg und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg durchgeführt. Das bayerische Umweltministerium hat das Vorhaben mit einer Laufzeit vom 1. Dezember 2011 bis 31. März 2014 mit 500 000 Euro gefördert.

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Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt

Die DWA hat ihre Positionen zur Umweltpolitik in einem neuen Politikmemorandum zusammengefasst. Das Memorandum wurde im Rahmen der IFAT im Mai in München dem Bundesumweltministerium
und dem bayerischen Umweltminister übergeben und öffentlich vorgestellt.
Ihre Hauptaussagen fasst die Vereinigung in zwölf Forderungen zusammen:
●● Energiewende – Potenziale der Wasserwirtschaft stärker berücksichtigen
●● Klimawandel – Anpassungsstrategien frühzeitig entwickeln
●● Hochwasser – Vorsorge intensiver betreiben
●● Infrastruktur – Bestand in der Wasserwirtschaft erhalten
●● Wasserrecht – praxistaugliche Verordnungen schaffen
●● Anthropogene Spurenstoffe – europäische Vorgaben umsetzen
●● Wasserrahmenrichtlinie – Nitratbelastung stärker begrenzen
●● Benchmarking – freiwilliges Handeln fördern
●● Abwasserabgabe – Fortentwicklung konstruktiv betreiben
●● Fracking – nicht zu Lasten der Umwelt
●● Phosphorrecycling – technische Lösungen fördern
●● Klärschlammentsorgung – Nutzung der Ressource praxistauglich gestalten
Das „DWA-Politikmemorandum 2014″
steht im Internet zum Download bereit:
http://de.dwa.de/politikinformationen.

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Legionellen-Belastung in Warstein: Neubau des Abwasserkanals der Brauerei

Für den Bau eines neuen Abwasserkanals von der Warsteiner Brauerei zur kommunalen Kläranlage Warstein des Ruhrverbands stellt das nordrhein-westfälische Umweltministerium der Stadt Warstein eine Million Euro zur Verfügung. Der Neubau des Kanals wird rund 1,5 Millionen Euro kosten. Der Kanal soll luftdicht verschlossen und mit Revisionsschächten versehen werden. Das Ziel ist, zukünftig jeden Aerosolaustrag aus dem Kanal, der unter anderem durch das Zentrum der Stadt Warstein führt, auszuschließen. Im August 2013 war es in Warstein zu einer der größten Legionellen-Massenerkrankung, die es in Deutschland jemals gegeben hat, gekommen. 159 Menschen erkrankten dabei, zwei Menschen starben. Im Fall Warstein wird bis dato davon ausgegangen, dass ein Rückkühlwerk die maßgebliche Verbreitungsquelle der Legionellen darstellte. Die Besonderheit des Legionellenausbruchs in Warstein ist, dass erstmals Abwasser als Vermehrungsquelle von Legionellen identifiziert wurde. Das nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geklärte Abwasser wurde in das Gewässer Wäster eingeleitet, aus dem Firmen Wasser für Rückkühlzwecke entnehmen. Das Kühlwasser aus der Wäster wies dann ebenfalls eine erhebliche Belastung mit Legionellen auf und setzte eine Kettenreaktion in Gang, die zu den Erkrankungen führte.

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NRW setzt Expertenkommission zur Verhinderung von Legionellen- Epidemien ein

Als Konsequenz aus der Legionellen-Epidemie in Warstein im vorigen Jahr hat Nordrhein-Westfalen eine Expertenkommission aus Fachleuten der Bereiche Mikrobiologie, Hygiene und Abwasser eingesetzt. Die Expertenkommission soll wissenschaftliche und technische Vorsorgemaßnahmen entwickeln, damit eine Legionellen-Epidemie wie die in Warstein künftig verhindert werden kann. Des Weiteren soll die Kommission prüfen, welche Anforderungen an die Überwachung von Gewässern, Rückkühlwerken, Wasser- und Abwasseranlagen sowie an deren technische Nachrüstung gestellt werden müssen. Im August 2013 kam es in Warstein zu einer der größten Legionellen-Massenerkrankung, die es in Deutschland jemals gegeben hat. 159 Menschen erkrankten dabei, zwei Menschen starben. Als Quellen für die Legionellenverbreitung wurden Rückkühlwerke identifiziert. Rückkühlanlagen kommen in unterschiedlichen Ausführungen sowohl in Industriebetrieben als auch in Verbindung mit Klimaanlagen für große Gebäude, wie Krankenhäuser oder Hotels, zum Einsatz. In solchen Anlagen hat die Umgebungsluft direkten Kontakt mit dem Kühlwasser. Da das Kühlwasser in einem Kreislauf bleibt, können sich dort bei unzureichender Wartung Legionellen vermehren und in die Umgebungsluft verteilt werden. Der vom Land NRW eingesetzten Experten-Kommission gehören Dr. Christian Lück (TU Dresden), Prof. Dr. Martin Exner (Universität Bonn), Dr. Regine Szewzyk (Umweltbundesamt), Prof. Dr. Caroline Herr (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit), Prof. Dr. Philippe Hartemann (Université de Lorraine, Nancy) und Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel (Universität Hannover) an.

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IFAT India: noch Anmeldungen als Aussteller möglich

Zur IFAT India, die vom 9. bis 11. Oktober 2014 in Mumbai, Indien, stattfindet, sind noch kurzfristig Anmeldungen als Aussteller möglich, besonders auch für den deutschen Pavillon.

Lisa Oelze,
Messe München
Tel. 089/949-2 02 94
E-Mail: lisa.oelze@messe-muenchen.de
www.ifat-india.com

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IFAT: langfristige Kooperationen mit ACWUA und THW

Der Wasserbereich der IFAT wird weiter gestärkt: Die Arab Countries Water Utilities Association (ACWUA) und das Technische Hilfswerk (THW) gehen langfristige Kooperationen mit der weltweit wichtigsten Umwelttechnologiemesse ein. Im Rahmen der Kooperation mit ACWUA plant die Messe München einen Gemeinschaftsstand für IFAT-Aussteller auf der kommenden Arab Water Week, die vom 11. bis 15. Januar 2015 in Sweimeh am Toten Meer in Jordanien stattfindet. Im Gegenzug bringt ACWUA Besucherdelegationen aus dem wirtschaftlich höchst interessanten arabischen Raum zur IFAT nach München. Zur diesjährigen IFAT organisierte ACWUA bereits Reisen von Delegationen unter anderem aus Ägypten und Jordanien sowie eine Gruppe mit Vertretern des arabischen Privatwirtschaftssektors. Das THW war schon auf den vergangenen Veranstaltungen mit einer Demonstrationsfläche im Freigelände vertreten. Nun wurde im Rahmen der diesjährigen IFAT ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. Hiernach wird das THW auch zu den kommenden Veranstaltungen eine Demonstrationsfläche mit den Schwerpunkten „Trinkwasseraufbereitung“, „Ölschadenbekämpfung“ Und „Hochwasserschutzsysteme“ bespielen.

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Neues IFAT Environmental Technology Forum in Südafrika

Die Messe München erweitert ihr internationales Messe-Netzwerk im Umwelttechnologiesektor mit einer zusätzlichen Veranstaltung in Südafrika: Vom 15. bis 18. September 2015 findet in Johannesburg erstmalig das „IFAT Environmental Technology Forum – Water, Sewage, Refuse and Recycling – Solutions for the Mining and Construction Industry” in Co-Location zur BAUMA CONEXPO AFRICA statt. Die Veranstaltung wird organisiert von der Messe München International und deren Tochtergesellschaft MMI South Africa (Pty) Ltd. Gerhard Gerritzen, stellvertretender Geschäftsführer der Messe München, erklärt die Chancen des lokalen Marktes: „Der Bergbau zählt in Südafrika zu den sogenannten ‚key waste contributors’; laut der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) sind jährlich rund 315 Millionen Tonnen Abfall – vornehmlich kontaminiertes Abwasser – zu entsorgen. Hier knüpft das IFAT Environmental Technology Forum an und bringt Anbieter und Abnehmer innovativer Lösungen und Technologien in den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling zusammen.“ Das Forum wird außerdem von einer angrenzenden Ausstellung begleitet. Zur Premiere der Veranstaltung rechnen die Organisatoren mit einer Flächenbelegung von rund 3000 Quadratmetern sowie mit 60 Ausstellern und 2000 Besuchern.

www.ifatforum-africa.com 

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DWA übernimmt Programm des F. Hirthammer Verlags

Die DWA übernimmt das Verlagsprogramm der F. Hirthammer Verlag GmbH in Oberhaching. Ein entsprechender Vertrag wurde im Rahmen der IFAT, der internationalen Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München unterzeichnet. Die Transaktion gilt rückwirkend zum 1. Mai 2014. Die DWA übernimmt damit alle Hirthammer- Publikationen, vertreibt sie künftig und entwickelt das Programm weiter. Der in der Fachwelt bekannte und bestens eingeführte Name Hirthammer wird als Marke von der DWA fortgeführt. Die DWA übernimmt die Verträge einschließlich derer mit den Autoren. Die DWA stellt sich damit im Bereich Fachpublikationen für die Wasserwirtschaft breiter auf und stärkt sich für die Zukunft; ebenso eröffnen sich für die in der Branche weitverbreiteten Hirthammer- Produkte noch bessere Vertriebswege und Absatzchancen. Der F. Hirthammer Verlag, am 18. Mai 1965 gegründet, gehört heute zu den führenden Anbietern umwelttechnischer Fachliteratur. Nachdem der Verlagsgründer Ende 2002 seinen Verlag aus Altersgründen verkauft hatte, wurde das Unternehmen seit 2003 unter neuer Geschäftsleitung weitergeführt. Das Programm umfasst eine Vielzahl von Titeln aus der Wasserwirtschaft mit Schwerpunkt Abwasser. Viele davon werden bereits von der DWA mitvertrieben oder sind von Autoren verfasst, die auch in der DWA sehr aktiv sind.

Zu beziehen bei:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
Fax 0 22 42/872-100
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Rheinland-Pfalz investiert 2014 95 Millionen Euro in Gewässerschutz

Rheinland-Pfalz fördert im laufenden Jahr wasserwirtschaftliche Maßnahmen mit 95 Millionen Euro. Insgesamt betragen die förderfähigen Investitionen der Kommunen in Rheinland-Pfalz in die wasserwirtschaftliche Infrastruktur im Jahr 2014 rund 134,5 Millionen Euro. Das Förderpaket umfasst laut dem zuständigen Umweltministerium 530 Maßnahmen aus den verschiedensten Gebieten der Wasserwirtschaft. Etwa ein Drittel der Fördermittel stamme aus den zweckgebundenen Einnahmen des Wassercents. Rund 24,2 Millionen Euro sind für die erstmalige Herstellung einer geordneten Abwasserbeseitigung durch Kommunen (Anschluss an zentrale Kläranlagen, dezentrale kommunale Anlagen) eingeplant. Diese Aufgabe soll bis Ende 2015 abgeschlossen werden. Rund 2,3 Millionen Euro sind für die Errichtung von 1485 privaten Kleinkläranlagen vorgesehen. Darüber hinaus fördert das Land rund 60 Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Umbau und zur Ertüchtigung von Kläranlagen und Mischwasserbehandlungsanlagen. In 25 weiteren Projekten werden schadhafte Kanäle saniert. Mit rund 21,9 Millionen Euro unterstützt das Land die Kommunen bei der Verbesserung ihrer Infrastruktur zur Wasserversorgung. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Bausubstanz sowie zur Schaffung von Versorgungsverbünden. In 192 Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und damit zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie fließen 21,2 Millionen Euro des Landes. Große Einzelprojekte der „Aktion Blau Plus“ in diesem Jahr sind die Renaturierung des Oggersheimer Altrheingrabens (Förderung 940 000 Euro) und die Renaturierung des Reidenbachs in Idar-Oberstein (Förderung 530 000 Euro). Für örtliche Maßnahmen zur Hochwasserrückhaltung sind weitere 26 Projekte vorgesehen, die vom Land mit rund 5,6 Millionen Euro gefördert werden. Größtes Einzelprojekt ist in diesem Bereich das Hochwasserrückhaltebecken am Appelbach im Landkreis Bad Kreuznach (Förderung 860 000 Euro).

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Reine Ruhr – NRW plant umfassende Verbesserung der Wasserqualität

Nordrhein-Westfalen strebt eine umfassende Verbesserung der Qualität der Gewässer des Landes an. Aktuell wird der gute ökologische Zustand in 90 Prozent der Gewässer nicht erreicht. Das Umweltministerium hebt hier besonders die Verunreinigungen durch Mikroschadstoffe hervor. „Um unsere Gewässer aktiv zu schützen, bedarf es eines Multibarrierenschutzes, angefangen bei den Quellen, über die Kläranlagen bis hin zu den Wasserwerken“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel zur Veröffentlichung des Fortsetzungsberichts „Reine Ruhr“ Mitte März 2014. Der Bericht dokumentiert den aktuellen Stand bei der Nachrüstung von Wasser- und Klärwerken sowie die Belastungen der Gewässer durch den Eintrag anthropogener Spurenstoffe (Mikroschadstoffe) in die Gewässer. Für die überwiegende Mehrzahl von Mikroschadstoffen gilt laut dem NRW-Umweltministerium, dass sie einer allgegenwärtigen Verwendung unterliegen und damit insbesondere auch über kommunale Kläranlagen in die Gewässer eingetragen werden. Die Ertüchtigung der kommunalen Kläranlagen stellt deshalb für Remmel eine effiziente Methode dar, die Verunreinigung von Gewässer mit Mikroschadstoffen zu reduzieren, insbesondere bezüglich des Eintrags von Arzneimittelrückständen.

www.gfa-news.de/gfa 

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US-Metropolen investieren in Regenwasserinfrastruktur

In den USA gewinnt das Regenwassermanagement zunehmend an Bedeutung. Vor allem die Großstädte im Mittleren Westen sowie an der US-Ostküste investieren laut der Wirtschaftsförderungsorganisation GTAI Germany Trade and Invest umfangreich in die Regenwasserinfrastruktur. Hintergrund sind überlastete Mischkanalisationen in Kombination mit Auflagen der Umweltbehörde. Insbesondere bei Starkregen sind die bestehenden Systeme oftmals völlig überlastet. Überschüssige Wassermengen mit diversen Verunreinigungen gelangen dann meist direkt oder lediglich nach einer mechanischen Vorreinigung in Fließgewässer. Laut dem Marktforscher BlueTech Research wird sich der Bedarf an Regenwasserinfrastruktur und entsprechender Technologie im kommunalen Sektor in den kommenden 20 Jahren auf insgesamt rund 105 Milliarden US-$ belaufen. Rechtliche Grundlage für die Maßnahmen ist der Clean Water Act der US-Umweltbehörde EPA aus dem Jahr 1987. Der Clean Water Act regelt die Einleitung von durch Regenwasser aufgenommenen Schadstoffen in Fließgewässer. Die Auflagen sind seit ihrer Verabschiedung auf immer mehr Städte ausgeweitet und verschärft worden. Sie variieren zwischen den Bundesstaaten, da die EPA-Regularien den bundesstaatlichen Behörden eine flexible Handhabung ermöglichen. Laut US-Experten müssen rund 70 Städte des Landes aufgrund von nationalen oder bundesstaatlichen Auflagen Investments in Angriff nehmen. Die Fachleute berichten dabei von einem Paradigmenwechsel. Standen bisher vor allem der Ausbau der Kanalisationen im Vordergrund, kommen jetzt vermehrt Maßnahmen wie Dachbegrünungen, versickerungsfähige Beläge und Versickerungsmulden zum Einsatz.

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Neuer Veranstaltungsort und Datum für die IFAT Eurasia

Für die erste Ausgabe der IFAT Eurasia wurden Veranstaltungsort (bislang geplant Istanbul) und Datum geändert. Die Veranstaltung findet nun vom 16. bis 18. April 2015 auf dem Gelände des Congresium International Convention & Exhibition Centre (CICEC) in Ankara statt. Durchgeführt wird die Messe von der neuen türkischen Tochtergesellschaft der Messe München, MMI Eurasia. Ausschlaggebend und für die Verlegung nach Ankara waren nach Angaben von Gerhard Gerritzen, stellvertretender Geschäftsführer der Messe München, die zentrale Lage und die Verzahnung mit der Politik. Neben der Regierung hätten in Ankara auch zahlreiche Verbände, Bildungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen ihren Sitz. Die Messe München möchte mit ihrer neuen Veranstaltung auch auf den vorderasiatischen Raum abzielen. Zum Start rechnet man mit 200 Ausstellern, 12 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 7000 Besuchern.

www.ifat-eurasia.com

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Marokko plant Milliardeninvestitionen in die Wasserwirtschaft

Eine für ein nordafrikanisches Land relativ gut ausgebaute Trinkwasserversorgung, große Mängel bei der Abwasserentsorgung sowie ein geplanter milliardenschwerer Nord-Süd-Wassertransfer, dies kennzeichnet die wasserwirtschaftliche Situation in Marokko. Laut einem aktuellen Bericht der deutschen Außenhandelsagentur Germany Trade and Invest (GTAI) sollen bis 2017 in Casablanca und 29 anderen Städten mit insgesamt 1,25 Mio. Einwohnern neue Abwassersysteme errichtet werden. Deutschland engagiert sich hierbei im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Bis 2020 sollen nach den marokkanischen Plänen 80 Prozent der städtischen Abwässer regulär abgeleitet werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf drei Mrd. Euro. Ein weiteres Milliardenprojekt befindet sich noch in der Planungsphase. Ungenutztes Wasser aus den nördlichen Flussbassins soll in die Mitte des Landes in den Ballungsraum Casablanca und nach Marrakesch geleitet werden. Nach den Planungen sollen bis 2030 so bis zu 45 m³/s über 500 km in die Landesmitte gelangen. Die Kosten hierfür werden auf 3,5 Mrd. Euro geschätzt.

www.gfa-news.de/gfa 

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Kooperationsvereinbarung zwischen DWA und DGL unterzeichnet

Die DWA und die Deutsche Gesellschaft für Limnologie e. V. (DGL) arbeiten künftig enger zusammen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die Präsidenten der DWA, Bauass. Dipl.-Ing. Otto Schaaf, und der DGL, Dr. Mario Sommerhäuser, am 2. April 2014 in den Räumen der Stadtentwässerungsbetriebe Köln unterzeichnet. lanz“. Das Poster setzt die natürlichen, künstlichen und virtuellen Wasserflüsse in Deutschland unmittelbar zueinander in Beziehung. Es zeigt, welche Ballungsräume nicht genügend Wasser gewinnen können und auf Fernleitungen angewiesen sind und es informiert darüber, wo die Landwirtschaft durch intensive Düngepraktiken lokal sauberes Wasser verknappt. Entwickelt wurde das Poster vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Bundesforschungsministerium hat das Projekt im Rahmen des Forschungsprojektes „Wasserflüsse in Deutschland“ gefördert. Das Poster kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen oder als Papierversion im DWA-Shop für 2,50 Euro bestellt werden:

www.bmbf.wasserfluesse.de
www.dwa.de/shop

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Schweiz verabschiedet Anpassungsplan an den Klimawandel

Der Schweizer Bundesrat hat Anfang April den zweiten Teil seiner Strategie zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet. Gemäß der Klimaszenarien CH2011 von MeteoSchweiz werden die mittlere Jahrestemperatur in der Schweiz bis Ende des 21. Jahrhunderts um 1,2 bis 4,8 °C zunehmen und die Sommerniederschläge um 8 bis 28 Prozent abnehmen. Es wird mit einer Zunahme von Extremereignissen und mit deutlichen Veränderungen des Wasserkreislaufs gerechnet. Die Wasserwirtschaft bildet daher einen Schwerpunkt der Anpassungsstrategie. Die Anpassungsmaßnahmen der Wasserwirtschaft zielen zum Beispiel darauf ab, die grundlegenden Schutz- und Nutzungsfunktionen der Gewässer auch in einem veränderten Klima zu gewährleisten. Im Vordergrund stehen die Wasserspeicherung, die Wasserverteilung und die angepasste Wassernutzung. Die Erarbeitung langfristiger Wasserbewirtschaftungspläne sowie die Prüfung der möglichen Rolle künstlicher und natürlicher Seen für die Wasserversorgung und den Hochwasserschutz gehören ebenfalls dazu.

www.gfa-news.de/gfa 

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Deutsche Wasserwirtschaft in Jordanien

Im Rahmen des „Arab Water Day“ hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Auszeichnung für besondere Verdienste im Wassersektor erhalten. Die BGR ist bereits seit Ende der 50er Jahre im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Jordanien tätig. Mit bisher 16 Vorhaben (Projekten) zählt Jordanien zu den bedeutendsten Kooperationsländern der BGR. Das aktuelle Projekt „Jordanien – Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ hatte zunächst (in Phase I) eine Laufzeit von fünf Jahren (2009–2014) und wurde nun bis Ende 2015 verlängert. Projektziel ist es, den Schutz der jordanischen Wasserressourcen durch die Ausarbeitung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu verbessern. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Einrichtung von Grundwasserschutzgebieten und die Verankerung von Schutzaspekten in der Regionalplanung sowie in Standortgenehmigungsverfahren.

www.gfa-news.de/gfa 

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Tierarzneimittel gelangen in der Regel nicht ins Grundwasser

Antibiotika werden in der Intensivtierhaltung in großem Umfang eingesetzt. Wie groß ist die Gefahr, dass die Arzneimittel vom Acker in das Grundwasser gelangen? Eine neue Studie des Umweltbundesamtes gibt zunächst Entwarnung: Auch unter besonders ungünstigen Standortbedingungen gelangen die Medikamente nur selten ins oberflächennahe Grundwasser. Unter Vorsorgeaspekten plädiert das UBA dennoch dafür, den Grenzwert für Pflanzenschutzmittel- Wirkstoffe von 0,1 Mikrogramm pro Liter (μg/l) im Grundwasser auch auf Tierarzneimittel zu übertragen. Bei Überschreitungen hätten die Länder so eine Rechtsgrundlage für adäquate Maßnahmen, um das Grundwasser zu schützen, so das UBA. Für die Studie hat das UBA in den Jahren 2012 und 2013 an 48 Messstellen in vier Bundesländern jeweils mindestens zweimal Grundwasserproben auf 23 Wirkstoffe untersucht. Bei 39 Messstellen wurden keinerlei Wirkstoffe gefunden. Bei sieben Messstellen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fanden sich allerdings Sulfonamide. Die Werte waren mit maximal elf Nanogramm pro Liter (ng/l) allerdings sehr gering – zum Vergleich: Der Grenzwert für Pflanzenschutzmittel- Wirkstoffe im Grundwasser liegt zehnfach höher bei 0,1 Mikrogramm/ Liter bzw. 100 ng/l. Lediglich bei zwei Messstellen wurde der Wirkstoff Sulfamethoxazol in Konzentrationen von mehr als 100 ng/l gefunden, lag also über dem Grenzwert für Pflanzenschutzmittel oder Biozide im Grundwasser. UBA-Vizepräsident Thomas Holzmann: „Wir haben in unserer Studie bewusst ein Worst-case-Szenario genommen und Messstellen ausgewählt, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Grundwasserkontamination durch Antibiotika besonders hoch war. Beruhigend ist, dass wir nur selten fündig wurden und die Belastung keineswegs flächendeckend stattfindet. Allerdings: Ein Eintrag ist möglich und kann dann auch deutlich ausgeprägt sein. Daher müssen wir die Situation genau beobachten. Denkbar wäre, über das bestehende Bund-Länder- Messnetz zumindest unter gefährdeten Böden regelmäßig Proben zu nehmen und zu analysieren. Die Länder könnten dann im Einzelfall einschreiten.“ Als gefährdete Böden könnten dabei Regionen mit intensiver Tierhaltung und/oder hohen Stickstoffgehalten im Grundwasser eingestuft werden. Auch Regionen mit einem geringen Grundwasserflurabstand oder mit einer hohen Grundwasserneubildung könnten unter dieses Raster fallen. Das Forschungsprojekt „Antibiotika und Antiparasitika im Grundwasser unter Standorten mit hoher Viehbesatzdichte“ wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt und mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Projekt wurde unter Federführung des hydrogeologischen Planungsbüros HYDOR Consult GmbH (Berlin) in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich GmbH und der INFU TU Dortmund von 2011 bis 2013 bearbeitet. Der Forschungsbericht und kann unter „Antibiotika und Antiparasitika im Grundwasser unter Standorten mit hoher Viehbesatzdichte“ heruntergeladen und unter der Kennnummer 001897 aus der Bibliothek des Umweltbundesamtes ausgeliehen werden.

www.gfa-news.de/gfa 

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Gewässertyp des Jahres 2014: der tiefe nährstoffarme See Norddeutschlands

Das Umweltbundesamt hat anlässlich des Tags des Wassers den „tiefen, nährstoffarmen See Norddeutschlands“ zum „Gewässertyp des Jahres 2014“ erklärt. Über die Hälfte der tiefen und nährstoffarmen Seen Norddeutschlands sind in einem guten ökologischen Zustand und erfüllen damit bereits heute die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Fast alle Seen dieses Typs seien frei von Schadstoffen und wiesen daher einen guten chemischen Zustand auf, begründet das UBA die Entscheidung. Bekannte Seen dieses Typs sind der Große Stechlinsee und der Wandlitzsee in Brandenburg sowie der Plöner See in Schleswig-Holstein. Der Seentyp kommt im Norddeutschen Tiefland, östlich der Elbe in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vor. Dass dieser Seentyp im Verhältnis zu anderen Seen überdurchschnittlich gut abschneidet, ist dem günstigen Verhältnis zwischen Einzugsgebietsgröße, Wasservolumen, Kalkgehalt und Seebeckentiefe geschuldet. Nährstoffe werden dadurch weniger stark eingetragen. Gelangen sie dennoch in den See, wird zwar das Wachstum von kleinsten Algen, dem Phytoplankton, angestoßen. Dessen Masse bleibt aber so gering, dass ihr Abbau den Sauerstoffgehalt des Wassers nicht übermäßig beansprucht. Phytoplankton und Nährstoffe werden dann zusammen am Gewässerboden abgelagert und damit dem Nährstoffkreislauf entzogen. Wenn dieser effektive Selbstreinigungsprozess funktioniert, bildet sich eine typische Tier- und Pflanzengemeinschaft mit Armleuchteralgen, Wasserinsekten und Fischen, wie Kleine Maräne, Barsch und Hecht. Bei rund der Hälfte der „tiefen und nährstoffarmen Seen“ besteht aber weiter Handlungsbedarf. Zum Beispiel dort, wo die günstigen naturräumlichen Gegebenheiten nicht mehr ausreichen, einen übermäßig hohen Nährstoffeintrag aus dem Einzugsgebiet zu kompensieren. In dessen Folge starkes Wachstum von Algen auftritt und das Wasser getrübt wird.

www.gfa-news.de/gfa 

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Gewässergüte der Ems kann auf drei Arten verbessert werden

Die Unterems ist durch hohe Schwebstofffrachten gekennzeichnet. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die durchgeführten Ausbauten und die damit verstärkte Asymmetrie von Ebbe und Flut. Möglichkeiten zur Verbesserung der ökologischen Situation hat das niedersächsische Umweltministerium jetzt in einem Gutachten vorgestellt, drei Varianten stuft es darin grundsätzlich als geeignet ein: die Anlage von Tidespeicherbecken/ Poldern, die Tidesteuerung mit dem Emssperrwerk sowie den Einbau einer Sohlschwelle am Emssperrwerk. Die Tidespeicherbecken zwischen Emden und dem Wehr Herbrum würden bei Flut gefüllt und mit der Ebbeströmung das Wasser verzögert abgeben, dadurch würde der seeseitige Schwebstofftransport gestärkt und die Schwebstoffproblematik entschärft. Bei der Tidesteuerung mit dem Emssperrwerk könnte eine Verringerung des Sedimenttransportes und des Sedimentvolumens erreicht werden. Der Einbau einer Sohlschwelle am Emssperrwerk könnte das Tidevolumen und damit den Sedimenteintrag vermindern. Die bisherigen Untersuchungen beschränken sich allerdings auf die physikalischen Randbedingungen – Hydrodynamik, Morphologie und Sedimenttransport. Für die weitere Planung wird das Umweltministerium jetzt noch weitere Aspekte mit einbeziehen. Über den weiteren Fortgang soll dann in der Ems-Lenkungsgruppe entschieden werden.

www.gfa-news.de/gfa 

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Alles im Fluss – Wo ist in Deutschland Wasser knapp?

Wie viel Wasser transportiert welcher Fluss? Wo ist in Deutschland Wasser knapp? Wo ist Wasser besonders verschmutzt? Alle Fakten zum Thema Wasser auf einen Blick bietet die neue Karte „Alles im Fluss – eine deutsche Wasserbilanz“. Das Poster setzt die natürlichen, künstlichen und virtuellen Wasserflüsse in Deutschland unmittelbar zueinander in Beziehung. Es zeigt, welche Ballungsräume nicht genügend Wasser gewinnen können und auf Fernleitungen angewiesen sind und es informiert darüber, wo die Landwirtschaft durch intensive Düngepraktiken lokal sauberes Wasser verknappt. Entwickelt wurde das Poster vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Bundesforschungsministerium hat das Projekt im Rahmen des Forschungsprojektes „Wasserflüsse in Deutschland“ gefördert. Das Poster kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen oder als Papierversion im DWA-Shop für 2,50 Euro bestellt werden:

www.bmbf.wasserfluesse.de
www.dwa.de/shop

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142 000 Einwohner in Sachsen- Anhalt ohne öffentlichen Kanalanschluss

In Sachsen-Anhalt wird das Abwasser von 142 000 Einwohnern (6 % der Bevölkerung) nicht in öffentliche Abwasseranlagen eingeleitet, sondern über dezentrale Anlagen beseitigt. Diese dezentralen Anlagen sind private Kleinkläranlagen mit mechanisch-biologischer Reinigungsstufe oder abflusslose Sammelgruben. Das Abwasser aus den abflusslosen Sammelgruben wird zur Behandlung kommunalen Kläranlagen zugeführt. Zum Vergleich: In den ostdeutschen Ländern betrug der Anteil der Einwohner, die über keinen Anschluss an die öffentliche Kanalisation verfügten, 9,6 Prozent. Deutschlandweit sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,4 Prozent der Gesamtbevölkerung nicht an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen.

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Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw ausgeschrieben

Die Stiftung Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw vergibt 2015 wieder ihren mit 10 000 Euro dotierten Umweltpreis. Der Preis wird verliehen für herausragende Leistungen im Bereich von Forschung, Entwicklung und Innovation, die dem Umweltschutz und der Gesundheitsvorsorge dienen sowie für die engagierte und erfolgreiche Vermittlung von Wissen, wie sich technische, wissenschaftliche und sozioökonomische Entwicklungen auf die natürlichen Lebensgrundlagen auswirken können. Bewerbungen sind bis zum 15. August 2014 möglich:

www.gfa-news.de/gfa 

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Brandenburg lobt guten Stand der Abwasserbehandlung

„Neue Zahlen verdeutlichen den guten Stand bei der Umsetzung rechtlich vorgegebener Anforderungen an Ausstattung und Betrieb von öffentlichen Abwasser- und Klärschlammbehandlungsanlagen“, lobte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack Anfang April den Stand der Abwasserbeseitigung anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Lageberichts 2013 „Kommunale Abwasserbeseitigung im Land Brandenburg“. Das Land und die Europäische Kommission haben den Aufbau der abwassertechnischen Infrastruktur zwischen 1991 und 2012 finanziell mit rund 1,019 Milliarden Euro gefördert. Nach EU-Recht muss alle zwei Jahre ein Lagebericht über die Beseitigung von kommunalen Abwässern und die Entsorgung von Klärschlamm vorgelegt werden. Zum Berichtszeitpunkt, 31. Dezember 2011, wurden im Land Brandenburg 246 kommunale Kläranlagen und ein öffentliches Kanalisationsnetz mit einer Länge von über 20 000 Kilometern betrieben. 87 Prozent der brandenburgischen Bevölkerung – dies entspricht etwa rund 2,18 Millionen Einwohnern – sind über eine öffentliche Kanalisation an Brandenburger und Berliner kommunale Kläranlagen angeschlossen. Das von rund zehn Prozent der Bevölkerung anfallende Abwasser wird in abflusslosen Gruben gesammelt und durch wiederkehrende Abfuhr ebenfalls auf öffentlichen Kläranlagen ordnungsgemäß entsorgt. Rund 3 Prozent der Einwohner behandeln das Abwasser in Kleinkläranlagen gen. Insgesamt lassen rund 97 Prozent der Bevölkerung des Landes Brandenburg ihr Abwasser in öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen reinigen. Ende 2011 betrug die Nährstoffreduzierung durch die kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen bezogen auf die Zulauffracht etwa 81,1 Prozent bei Gesamtstickstoff und ca. 91,2 Prozent bei Gesamtphosphor.

Der Lagebericht 2013 ist unter www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/ bb1.c.334394.de abrufbar.

www.gfa-news.de/gfa 

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EU stellt häufige Antibiotikaresistenzen bei Bakterien fest

Bakterien wie Salmonella und Campylobacter, die zu den häufigsten Verursachern lebensmittelbedingter Infektionen zählen, zeigen eine erhebliche Resistenz gegenüber gängigen antimikrobiellen Stoffen, dies betont die Europäische Union bei der Vorstellung des auch für die Wasserwirtschaft interessanten EU-Kurzberichtes zu Antibiotikaresistenzen bei Zoonose- und Indikator-Bakterien aus Menschen, Tieren und Lebensmitteln für das Jahr 2012. Den vorliegenden Daten zufolge bleibt dabei die kombinierte Resistenz (Co-Resistenz) gegenüber antimikrobiellen Substanzen von entscheidender Bedeutung gering. Dies bedeutet, dass bei schweren Infektionen durch besagte Zoonose-Bakterien in der Mehrzahl der Fälle Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen. Dennoch gibt der häufige Nachweis antimikrobieller Resistenzen der EU Anlass zu Bedenken. Aus dem Bericht geht hervor, dass auf EU-Ebene bei Isolaten von Salmonella spp. aus Menschen eine klinische Resistenz gegenüber gängigen Antibiotika häufig festgestellt wurde. Fast die Hälfte der Isolate war gegen mindestens ein Antibiotikum resistent, und 28,9 % der Isolate waren multiresistent. Der Grad der klinischen Resistenz und Co-Resistenz bei Isolaten von Salmonella spp. gegenüber antimikrobiellen Substanzen von entscheidender Bedeutung war jedoch niedrig (0,2 % Co- Resistenz in den zwölf Mitgliedstaaten, die Daten eingereicht hatten). In tierischen Isolaten von Salmonella spp. wurden Antibiotikaresistenzen gegenüber oft eingesetzten antimikrobiellen Substanzen bei den überwachten Tierarten häufig festgestellt, insbesondere bei Masthühnern, Schweinen und Puten. Antibiotikaresistenzen gegenüber Ciprofloxacin (einem Antibiotikum von entscheidender Bedeutung) wurden bei Masthühnern und Puten häufig beobachtet. Co-Resistenzen gegenüber den antimikrobiellen Substanzen von entscheidender Bedeutung Ciprofloxacin und Cefotaxim wurden in den Bericht erstattenden Mitgliedstaaten entweder nicht nachgewiesen oder auf sehr niedrigem Niveau gemeldet. Resistenzen gegenüber häufig verwendeten antimikrobiellen Substanzen wurden bei E.-coli-Isolaten aus Masthühnern und Schweinen häufig festgestellt. Co-Resistenzen gegenüber antimikrobiellen Substanzen von entscheidender Bedeutung wurden bei diesen Tierarten meist nicht nachgewiesen oder in den Bericht erstattenden Mitgliedstaaten auf sehr niedrigem Niveau gemeldet.

http://www.efsa.europa.eu/de/ efsajournal/pub/3590.htm  

www.gfa-news.de/gfa 

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Baden-Württemberg: 117 Millionen Euro für Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten

117 Millionen Euro aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds stellt die Landesregierung Baden-Württemberg den Städten und Gemeinden in diesem Jahr zur Verfügung, damit sie die Qualität der Gewässer und Böden im Land weiter verbessern können. Hiermit würden wichtige Investitionen in den Umweltschutz von insgesamt über 200 Millionen Euro ausgelöst, erklärte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am 26. März 2014 anlässlich der Bekanntgabe des Förderprogramms Wasserwirtschaft und Altlasten 2014. Verbesserungen in der Abwasserbeseitigung unterstützt das Land mit 46 Millionen Euro. Einen Schwerpunkt hierbei bilden wichtige Strukturverbesserungsmaßnahmen im ländlichen Raum, die zu einer effizienteren und umweltverträglicheren Abwasserbeseitigung führen. Für Maßnahmen im Bereich Wasserbau und Gewässerökologie stehen dieses Jahr rund 41 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Sanierung kommunaler Altlasten sind im Jahr 2014 Fördermittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro eingeplant. Welche größeren Maßnahmen gefördert werden sollen, wird von einem Verteilungsausschuss Mitte des Jahres bewertet und entschieden. Insbesondere um in der Trinkwasserversorgung ein hohes Maß an Versorgungssicherheit zu gewährleisten, stellt das Land den Kommunen in diesem Jahr im Fördertopf Wasserversorgung Mittel in Höhe von 16 Millionen Euro bereit. Allein sechs Millionen Euro sind für Maßnahmen des Wasserversorgungsverbunds Mittlerer Tauber in Tauberbischofsheim vorgesehen. Bei den genannten Maßnahmen des Förderprogramms „Wasserwirtschaft und Altlasten 2014“ handelt es sich um von den Kommunen beabsichtigte, aber noch nicht bewilligte Maßnahmen. Die endgültige Förderung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch separate Bewilligungsbescheide._A Deutschland engagiert sich hierbei im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Bis 2020 sollen nach den marokkanischen Plänen 80 Prozent der städtischen Abwässer regulär abgeleitet werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf drei Mrd. Euro. Ein weiteres Milliardenprojekt befindet sich noch in der Planungsphase. Ungenutztes Wasser aus den nördlichen Flussbassins soll in die Mitte des Landes in den Ballungsraum Casablanca und nach Marrakesch geleitet werden. Nach den Planungen sollen bis 2030 so bis zu 45 m³/s über 500 km in die Landesmitte gelangen. Die Kosten hierfür werden auf 3,5 Mrd. Euro geschätzt.

www.gfa-news.de/gfa 

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DWA und Welthungerhilfe vereinbaren Fortsetzung der strategischen Partnerschaft

Die DWA und die Welthungerhilfe haben die Fortsetzung ihrer im Jahr 2010 begonnenen strategischen Partnerschaft besiegelt. Ziel der auf weitere drei Jahre getroffenen Vereinbarung ist es, Menschen in Not durch eine verbesserte Versorgung mit Wasser und Sanitäranlagen zu unterstützen. Kernthemen der Partnerschaft sind die Bereiche nachhaltige Wasserwirtschaft und sanitäre Grundversorgung in der Entwicklungszusammenarbeit. „Die DWA wird die Welthungerhilfe weiterhin mit ihrer umfassenden Kompetenz unterstützen und ihre Mitglieder um Spenden für die Umsetzung ihrer Projekte bitten“, versicherte DWA-Präsident Otto Schaaf während der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Die Spenden fließen in die Wasserinitiative der Welthungerhilfe. „Fehlender Zugang zu Wasser und mangelhafte Hygieneverhältnisse gehören immer noch zu den größten Problemen des 21. Jahrhunderts“, unterstreicht Michael Hofmann, Vorstand Marketing der Welthungerhilfe. „Wir freuen uns sehr über die tatkräftige Unterstützung der DWA beim Kampf gegen diese globale Ungerechtigkeit. Jeden Tag sterben allein 4000 Kinder an vermeidbaren und einfach zu behandelnden Durchfallerkrankungen.“ Mit der Wasserinitiative setzt sich die Welthungerhilfe in ihren Projekten auf drei Kontinenten für eine nachhaltige Trinkwasser- und Sanitärversorgung ein, die allen Nutzern gleichberechtigt und dauerhaft zur Verfügung steht. Weiterhin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Gesundheit durch besseres Hygieneverhalten zu schützen. Immer noch leben 2,5 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung, 780 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Laut Weltgesundheitsorganisation könnten jährlich rund 2,4 Millionen Todesfälle und über neun Prozent aller Krankheiten durch WASH-Maßnahmen (Wasser, sanitäre Grundversorgung und Hygiene) verhindert werden. DWA und Welthungerhilfe wollen weiterhin gemeinsam die Fachöffentlichkeit über die Kernthemen informieren und Spenden für WASH-Projekte der Welthungerhilfe einwerben.

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Berliner Stadtwerke in Gründung

Das Berliner Trinkwasser wird günstiger. In seiner ersten Sitzung nach dem vollständigen Rückkauf der Berliner Wasserbetriebe durch das Land hat der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum am 5. März 2014 die Preissenkung um 15 Prozent für die Jahre 2014 und 2015 beschlossen. Damit kostet seit dem 1. Januar 2014 ein Kubikmeter Trinkwasser 1,813 € statt 2,169 €. Die Grundpreise bleiben gleich. Zudem hat der Aufsichtsrat die Gründung der Berliner Stadtwerke GmbH beschlossen. Damit setzen die Berliner Wasserbetriebe den Willen des Abgeordnetenhauses um, das am 24. Oktober 2013 den Aufbau eines Stadtwerks unter dem Dach der Wasserbetriebe beschlossen hatte. Die Berliner Stadtwerke werden sich auf Energiedienstleistungen für Unternehmen sowie Investitionen in Ökostrom vor allem aus der Region konzentrieren. Als erster Schritt soll dafür die Errichtung von Windrädern auf den Rieselfeldern der Berliner Stadtgüter geprüft werden.

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DWA – ihre Rolle in einer globalisierten Umwelt

Ist die DWA international aktiv und wenn ja, warum und in welchen Bereichen? Die Antwort gleich am Anfang: Ja, die DWA ist international aktiv und vertritt ihre Interessen in der Wasserwirtschaft, der Normung, der Bildung und Zertifizierung – national und zunehmend auch international. Am 22. Juni 1981 wurde die European Water Pollution Control Association, die heutige European Water Association (EWA), gegründet. Seitdem ist der DWA-Bundesgeschäftsführer auch Generalsekretär des europäischen Verbands. 1966 wurde die IFAT ins Leben gerufen. Auch dabei war die DWA sehr aktiv und begleitet seitdem die Veranstaltung auf ihrem Weg in die Rolle als international führende Umweltmesse, die nun auch in China, Indien und bald in der Türkei durchgeführt wird. Die DWA ist der älteste ideelle Träger der IFAT und organisiert zahlreiche Vorträge, den Berufswettbewerb mit Worldskills Germany und kümmert sich seit 2001 um die Young Water Professionals (YWP). Mehr als 600 junge Nachwuchskräfte nahmen bereits an diesem Förderungsprogramm teil. Die DWA ist hier Gastgeber und gibt den ausländischen Gästen Hilfestellung und Orientierung. Im Jahre 1988 wurde der DWA-Fachausschuss BIZ-11 „Internationale Wasserwirtschaft“ unter der Leitung von Prof. Hermann Orth gegründet. Dieser Ausschuss veranstaltete internationale Tagungen und ist ein Netzwerk der Akteure im Wassersektor in der Entwicklungszusammenarbeit. Der Fachausschuss KEK-5 „Internationale Abfallwirtschaft“ wurde in den letzten Jahren aufgebaut. Im Jahr 1994 startete die europäische Normung und damit die Übersetzung wichtiger DWA-Regelwerke. Diese Dokumente sind Grundlage im europäischen Harmonisierungsprozess. Seitdem hat die DWA über 70 englische Übersetzungen veröffentlicht, ist in zahlreichen europäischen und internationalen Gremien aktiv und vertritt Deutschland, dies in enger Zusammenarbeit mit dem DIN. Mehr als 30 Länder mit rund 600 Millionen Menschen nutzen diese Normen, weitere Länder kommen dazu. Von 1999 bis 2002 führte die DWA ein von der DBU gefördertes Wissenstransferprojekt mit Polen, Ungarn und Tschechien durch. In zahlreichen Veranstaltungen und Treffen wurden die neuen EU-Mitglieder mit den neuen Technologien im Wassersektor vertraut gemacht. Im Jahr 2003 verabschiedeten die DWA-Mitglieder die Resolution zum verstärkten internationalen Engagement, und etwas später begann auch die UNWasserdekade, 2005–2015. Mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) wurde 2005 eine Fachkooperation begonnen, die nach der Fusion der drei Entwicklungsorganisationen (GTZ, In- WEnt und DED) mit der neuen GIZ fortgeführt wird. In zahlreichen GIZ-Projekten berät die DWA im Bereich der Normung, der Berufsbildung und der Zertifizierung (TSM). Neue Projektmitarbeiter der GIZ lernen die DWA kennen und nutzen ihre Erfahrungen bei ihren Projekten in den Partnerländern. Das „Internationale Leitbild“ der DWA wurde nach intensiver Diskussion in den Gremien und mit German Water Partnership (GWP) im Jahr 2012 veröffentlicht. GWP wurde 2008 gegründet und fördert die Internationalisierung der Wasserwirtschaft. Die DWA ist dort aktiv, insbesondere im Bereich Capacity Development. Mit dem DAAD und dessen Alumni aus dem Wassersektor wurden bereits zahlreiche Treffen in München, Shanghai und Mumbai erfolgreich durchgeführt. Viele dieser Ehemaligen konnten als Mitglied der DWA gewonnen werden. Die DWA unterstützt den DAAD hierbei als fachlicher Berater. Im Jahr 2013 fand die Olympiade der Berufe, die Worldskills Leipzig, statt. Die DWA hat einen Berufswettbewerb für Auszubildende im Wassersektor organisiert. Ziel ist es hierbei, die Bedeutung der Berufsausbildung der Facharbeiter im Wassersektor weltweit zu fördern. All diese Tätigkeiten spiegeln das Engagement der ehrenamtlichen Gremien und der DWA-Mitglieder wider und zeigen auf, dass der Umweltgedanke nicht an Grenzen endet. Deutschland hat einen hohen Umweltstandard erreicht, darauf können wir alle stolz sein. Dennoch sind auch in Deutschland noch zahlreiche Probleme zu lösen. Die gemachten Erfahrungen, insbesondere in der Berufsbildung, der Normung und der Zertifizierung lassen sich gut anpassen und auf andere Länder übertragen. Hierzu gibt es zahlreiche Projektbeispiele. Die DWA berät, informiert und stellt ihr Netzwerk und ihre Erfahrungen zur Verfügung. Dabei hilft sie anderen Fachverbänden beim Aufbau ihrer Kompetenzen und unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und die deutschen Messegesellschaften. Die IFAT ist die größte Umweltmesse der Welt. Die DWA leistet einen Beitrag dazu, dass dies auch in der Zukunft so bleibt – im Interesse ihrer Mitglieder. Besuchen Sie uns, die DWA, auf der IFAT 2014 in München. Im Eingangsbereich West, in der Halle A5 und Halle B0 finden Sie uns. Auch beim Berufswettbewerb im Atrium haben sich bereits sechs ausländische Mannschaften angemeldet.

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Regierung plant Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes wegen Fracking

„Die Bundesregierung plant, die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Regelungen zu Fracking durch Änderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau) umzusetzen. Die zuständigen Ressorts (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) bereiten derzeit einen entsprechenden Gesetz- und einen Verordnungsentwurf vor und prüfen, welche Änderungen erforderlich sind. Dabei werten sie auch die vorliegenden Gutachten (erneut) gründlich aus.“ So antwortete die Bundesregierung auf die Frage einer Grünen-Abgeordneten, wie die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Regelungen zum Fracking rechtlich umgesetzt werden sollen (Bundestags- Drucksache 18/680). Einen Zeitplan nennt die Regierung noch nicht.

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Niersverband steigt vollständig aus landwirtschaftlicher Klärschlammverwertung aus

Der nordrhein-westfälische Niersverband stellt die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung mit sofortiger Wirkung vollständig ein. Der Verband hat diese Entscheidung nach eigenen Angaben aufgrund einer Abwägung von rechtlichen und wirtschaftlichen Vorgaben getroffen. Die spezifischen Kosten für die Durchführung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung hätten sich aufgrund deutlich gesunkener Ausbringungsmengen stark erhöht. Eine Weiterführung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung sei nicht mehr wirtschaftlich, betont der Verband diesbezüglich in einer Mitteilung. Zudem verweist er auf die seit Anfang des Jahres geltende Düngemittelverordnung. Diese beinhalte Anforderungen für das Aufbringen von Klärschlämmen auf landwirtschaftlichen Flächen, die der Niersverband nicht rechtssicher gewährleisten könne. Mit dem vollständigen Ausstieg schließt der Niersverband eine seit 25 Jahren laufende Entwicklung ab. 1988 hatte der Verband die Klärschlämme noch vollständig landwirtschaftlich verwertet. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten reduzierte der Niersverband, unter anderem bedingt durch verstärkte Konkurrenz von Gülle, Gärresten aus Biogasanlagen und Kompost, die Ausbringung von Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen kontinuierlich. Zuletzt lag der Anteil bei lediglich zehn Prozent, 90 Prozent des Klärschlamms des Niersverbands wurden bereits in verschiedenen Verbrennungsanlagen entsorgt.

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Bayern startet Mikroplastik-Initiative

Das bayerische Umweltministerium widmet sich verstärkt der Thematik von Mikroplastikteilchen in der Umwelt, insbesondere in Gewässern. Das Gefahrenpotenzial von Mikroplastikteilchen soll systematisch untersucht werden. Die entsprechende Forschung fördert Bayern mit knapp 600 000 Euro. In dem Rahmen wird auch das mögliche Ausmaß von Mikroplastik- Verunreinigungen auf Binnengewässer untersucht. Dazu sollen sichere und schnellere Analyseverfahren entwickelt werden, um in Zukunft Gewässer zuverlässig und großflächig auf Mikroplastik untersuchen zu können. Mit der Durchführung des Forschungsprojekts wurde die Universität Bayreuth (Forschungsgruppe um Prof. Christian Laforsch) beauftragt, die bereits am Gardasee vergleichbare Untersuchungen durchgeführt hat.

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Messe Essen übernimmt Hochwasser-Messe acqua alta

Die Hochwasser-Messe acqua alta hat mit der Messe Essen eine neue Heimat gefunden. Die Messe Essen hat die Rechte an der Fachmesse für Hochwasserschutz, Klimafolgen und Katastrophenmanagement erworben. Die erste acqua alta in Essen soll am 18. und 19. November 2014 stattfinden, anschließend ist ein Zweijahresrhythmus vorgesehen. Die acqua alta versteht sich laut der Messe Essen als Plattform zum Austausch und Wissenstransfer für Westeuropa. Im Vordergrund der Fachausstellung stehen der mobile technische Hochwasserschutz sowie Produkte rund um den Wasserbau. Begleitet wird die Messe von einem Fachkongress zu den verschiedensten Aspekten des Hochwasserschutzes und Katastrophenmanagements. Die Messe Essen ist nach München und Hamburg dritter Träger der acqua alta. www.acqua-alta.de

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Getrockneter Klärschlamm fällt unter das Regime des Abfallrechts

Klärschlamm, der zum Zwecke der Entwässerung im Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung auf einem Kläranlagengelände in Erdbecken zwischenlagert, bleibt nur so lange unter dem Regime des Wasserrechts, wie die Entwässerung nicht beendet ist und der Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung noch besteht. Im Anschluss daran fällt er grundsätzlich, auch ohne dass er ausgehoben wird, unter das Regime des Abfallrechts. Das Bodenschutzrecht ist auf den nach der Entwässerung noch in den Erdbecken befindlichen Klärschlamm hingegen regelmäßig nur noch anwendbar, soweit dieser Grundstücksbestandteil geworden ist. Diese Klarstellung trifft das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil zur rechtlichen Einordnung von Klärschlamm (17 K 2868/11 vom 24. Januar 2014).

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AZV Südholstein übernimmt Abwasserentsorgung auf Helgoland

Neue Zeiten für die Abwasserentsorgung auf Helgoland: Rückwirkend zum 1. Januar hat die Gemeinde am 11. Februar 2014 die Abwasserbeseitigungspflicht und damit die Verantwortung für das gesamte Schmutz- und Regenwassernetz sowie für den Betrieb des Inselklärwerks auf den azv Südholstein übertragen. Helgoland ist damit die 14. Stadt oder Gemeinde, in der das 2009 gegründete Kommunalunternehmen aus Hetlingen auch für die direkte Betreuung des örtlichen Kanalnetzes zuständig ist. Die Inselgemeinde gehört wie Hetlingen zum Landkreis Pinneberg und ist rund 40 Kilometer vom Festland und etwa 130 Kilometer Luftlinie von Hetlingen entfernt. Helgoland hat circa 1500 Einwohner. Hinzu kommen im Jahr über 300 000 Feriengäste und Tagesurlauber. „Die Insellage an sich ist eine Besonderheit, saisonbedingt schwanken die Abwassermengen stark und durch das Hochseeklima gibt es obendrein einen erhöhten Salzwassereintrag“, so Roland Krügel, Vorsitzender des Verbandsversammlung des AZV Pinneberg, der hinter dem azv Südholstein steht. Das Kanalnetz der Insel Helgoland und der Nebeninsel Düne umfasst insgesamt rund neun Kilometer Schmutzwasserkanäle und etwa acht Kilometer Regenwasserkanäle sowie sechs Pumpwerke. Das Inselklärwerk stammt aus den 1980er-Jahren und wurde zuletzt 2001 ausgebaut. Zur Hochsaison im Sommer sind vor allem die hohen Stickstoffwerte im Ablauf der Kläranlage ein Problem. Eine der ersten Maßnahmen des azv wird daher der Umbau der Kläranlage und die Umstellung auf das sequenzielle biologische Reinigungsverfahren (SBR) sein. Der azv wird noch in diesem Jahr mit den Planungen beginnen.

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Niedersachsen formuliert Voraussetzungen für Fracking

Ihre gemeinsame Zielsetzung für die Zukunft der Erdgasförderung in Niedersachsen haben die niedersächsischen Minister Stefan Wenzel (Umwelt, Energie und Klimaschutz) und Olaf Lies (Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) am 17. März 2014 vorgestellt. Beide Minister lehnen die Erdgasförderung aus Schiefergestein bzw. Tongestein (Fracking aus unkonventionellen Lagerstätten) grundsätzlich ab, da die Risiken derzeit nicht abschätzbar sind. Hydraulische Bohrlochstimulation (Fracking) dürfe nur im Sandgestein und in großen Tiefen ab 2500 Metern erfolgen. Diese Art der Erdgasförderung werde in Niedersachsen seit mehr als 30 Jahren praktiziert. Zukünftig solle für jede Tiefbohrung mit Frac-Maßnahmen eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Die Verpressung von Lagerstättenwasser dürfe nur noch in den geologischen Formationen, aus denen es gefördert wurde, erfolgen. Zurückgeführte Frac-Flüssigkeiten seien mit geeigneten Verfahren aufzubereiten und über Tage ordnungsgemäß zu entsorgen. Die unterirdische Versenkung sei kein zulässiger Entsorgungsweg. Umwelttoxische Substanzen dürften nicht mehr in den Untergrund eingebracht werden. (Erlaubt sei maximal die unterste Wassergefährdungsklasse WGK 1). Wasserschutzgebiete, Trinkwasser- und Mineralwassergewinnungsgebiete stünden für bergbauliche Nutzung nicht zur Verfügung. Umwelt- und Wirtschaftsministerium erarbeiten derzeit gemeinsam einen Erlass, um die oben genannten Punkte zu regeln und Bürgerinnen und Bürgern sowie der Industrie Rechtssicherheit zu geben. Parallel wird in einer Bundesratsinitiative eine entsprechende Änderung der bundesrechtlichen Vorgaben (Bergrecht und Wasserrecht) vorbereitet, die noch in diesem Frühjahr dem Bundesrat vorgelegt werden soll. Nach Angaben von Minister Lies stammen 95 Prozent des in Deutschland geförderten und damit zehn Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Niedersachsen: „Kein anderes Bundesland ist bei diesem Thema auch nur annähernd so erfahren, fachkundig und so unmittelbar betroffen wie Niedersachsen.“ Außerdem hat Niedersachsen den Entwurf eines Runderlasses zum Fracking veröffentlicht.

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Europäische Kommission empfiehlt Mindestgrundsätze für Fracking

Die Europäische Kommission hat am 22. Januar 2014 eine Empfehlung erlassen, mit der sichergestellt werden soll, dass beim Fracking ein angemessener Umwelt- und Klimaschutz gewährleistet ist. Die Empfehlung soll allen Mitgliedstaaten, die diese Technik anwenden wollen, helfen, Gesundheits- und Umweltrisiken zu vermeiden und die Transparenz für den Bürger zu verbessern. Sie bildet auch die Grundlage für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen für die Industrie und schafft klarere Rahmenbedingungen für Investoren. Die Empfehlung geht mit einer Mitteilung einher, die die Möglichkeiten und Probleme der Anwendung der Fracking- Technik für die Kohlenwasserstoffförderung untersucht. Beide Dokumente sind Teil einer weiterreichenden Initiative der Kommission, mit der für den Zeitraum bis 2030 ein integrierter klima- und energiepolitischer Rahmen geschaffen werden soll. Die Empfehlung, die auf bestehenden EU-Vorschriften aufbaut und sie, wo notwendig, ergänzt, fordert die Mitgliedstaaten insbesondere auf,
●● Projekte vorauszuplanen und etwaige kumulative Wirkungen zu evaluieren, bevor Genehmigungen erteilt werden,
●● Umweltauswirkungen und Umweltrisiken sorgfältig zu prüfen,
●● zu gewährleisten, dass die Bohrlochintegrität den Bestpraktiken entspricht,
●● die Qualität von Gewässern, Luft und Boden vor Ort zu kontrollieren, bevor die Bohrungen anlaufen, um etwaige Veränderungen feststellen und auftretende Risiken bewältigen zu können,
●● Emissionen in die Luft, einschließlich Treibhausgasemissionen, durch Gasabscheidung unter Kontrolle zu halten,
●● die Öffentlichkeit über die in den einzelnen Bohrlöchern verwendeten Chemikalien zu informieren und ●● sicherzustellen, dass Bohrlochbetreiber während des gesamten Projekts bewährte Praktiken anwenden. Die Mitgliedstaaten der EU werden gebeten, diese Grundsätze innerhalb von sechs Monaten anzuwenden und der Kommission ab Dezember 2014 jährlich mitzuteilen, welche Maßnahmen eingeführt wurden. Die Kommission wird die Anwendung der Empfehlung anhand eines öffentlich zugänglichen Fortschrittsanzeigers überwachen und die Lage in den verschiedenen Mitgliedstaaten vergleichen. Sie wird die Wirksamkeit dieses Ansatzes in 18 Monaten überprüfen.

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TU Kaiserslautern bei BMBF Programmausschreibung ERWAS erfolgreich

Die TU Kaiserslautern erhält für das Forschungsprojekt „ERWAS – Verbundprojekt ARRIVEE: Abwasserreinigungsanlagen als Regelbaustein in intelligenten Verteilnetzen mit erneuerbarer Energieerzeugung“ eine Forschungsförderung in Höhe von 540 000 Euro. Das Vorhaben mit weiteren wissenschaftlichen und industriellen Partnern umfasst insgesamt 2,5 Millionen Euro. Die Projektkoordination wird vom Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Prof. Dr.-Ing. Theo Schmitt, im Fachbereich Bauingenieurwesen wahrgenommen. Dort wurde in 2013 bereits das Verbundvorhaben SinOptiKom im Rahmen der BMBF-Programmausschreibung „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (INIS)“ mit einer Fördersumme von 1,3 Millionen Euro für die TU Kaiserslautern eingeworben. Das interdisziplinär ausgerichtete Vorhaben ARRIVEE widmet sich dem hochaktuellen Thema der effizienten Nutzung erneuerbarer Energien auf lokaler und regionaler Ebene. Forschungsgegenstand ist die Integration von Kläranlagen mit Schlammfaulung in ein optimiertes Regelenergie- und Speicherkonzept. Das Projekt soll dazu beitragen, dass Kommunen die Abwasserentsorgung energieeffizient anbieten können und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende mit der Umstellung auf erneuerbare Energien leisten.

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Vereinte Nationen zeichnen den Emscher-Umbau aus

Das Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat sich für die Auszeichnung des Emscher- Umbaus als offizielle Maßnahme der Weltdekade ausgesprochen. Die Umgestaltung des Emschertals wird von den Vereinten Nationen als „Beispiel für ein partizipatives Öko-Großprojekt“ gewürdigt. Das Generationenvorhaben gilt nun als Bestandteil des Nationalen Aktionsplans der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Auszeichnung wird am 30. April 2014 in Wolfsburg übergeben.

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DWA fordert: Keine EEG-Umlage für in wasserwirtschaftlichen Anlagen selbst erzeugten Strom

„Wasser und Energie“ lautet das Motto des Weltwassertags am 22. März 2014. Zwischen Wasser und Energie gibt es viele Zusammenhänge, sodass auch vom „Wasser-Energie-Nexus“ gesprochen wird. Die Energieerzeugung setzt Wasserressourcen ein, zum Beispiel bei der Nutzung der Wasserkraft und zur Kühlung von Anlagen, die fossile Rohstoffe verbrennen. Die DWA fordert in diesem Zusammenhang, dass der auf Kläranlagen und in Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen erzeugte und selbst verbrauchte elektrische Strom weiterhin nicht mit einer Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) belastet wird. Die Regierungskoalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag vom 27. November 2013 auf eine Reform des EEG geeinigt. Die Reform ist im Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums zum EEG vom 17. Januar 2014 konkretisiert worden. Die DWA stimmt einer Neugestaltung des EEG dem Grunde nach zu. Bei der Ausgestaltung der Reform des EEG muss aber dafür Sorge getragen werden, dass keine ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Entwicklungen behindert oder Entscheidungen getroffen werden, die im Widerspruch zu nationalen und europäischen Klimaschutzzielen und der beschlossenen Energiewende stehen. Die DWA betont in einer Stellungnahme zur vorgesehenen EEG-Reform, die Wasserkraftnutzung, die Gaserzeugung aus Klärschlamm und die Klärschlammverbrennung leisteten einen umweltfreundlichen Beitrag zur elektrischen Energieversorgung. Auf Kläranlagen ist es möglich, das bei der Faulung von Klärschlamm anfallende Faulgas umweltfreundlich für den Betrieb von hocheffizienten Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Erzeugung von Strom und Wärme einzusetzen. Auch die energetische Nutzung von Klärschlamm in Monoverbrennungsanlagen erfüllt diese Kriterien und ist nach heutigem Kenntnisstand Voraussetzung für die im Koalitionsvertrag gewollte Phosphorrückgewinnung. Vor diesem Hintergrund investierten in den vergangenen Jahren viele Kläranlagenbetreiber in bestehende BHKW, mit dem Ziel, diese zu modernisieren oder durch neue, hocheffiziente Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) zu ersetzen. Diese Erzeugungsanlagen leisten einen wertvollen ökologischen und wirtschaftlichen Beitrag zur Energiewende, da der erzeugte Strom ganz überwiegend direkt vor Ort auf den Kläranlagen verbraucht wird. Gleiches gilt für neu zu errichtende Klärschlammverbrennungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung, die bei einem Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung erforderlich würden. Nach einer Studie der DWA könnte die Eigenstromerzeugung auf Kläranlagen um das Zwei- bis Dreifache erhöht werden. Um eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle regenerative Eigenstromerzeugung in der Wasserwirtschaft weiterhin zu ermöglichen, müssen bei der Reform des EEG nach Überzeugung der DWA folgende Rahmenbedingungen erfüllt werden: Der auf Kläranlagen in BHKW und Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen eigenerzeugte und -verbrauchte Strom wird weiterhin nicht mit einer EEG-Umlage belastet. BHKW und andere Stromerzeugungsanlagen auf Kläranlagen sind vom Einspeisemanagement und einer Abregelung auszunehmen. Anlagen zur Eigenstromerzeugung mit einer Leistung unter 100 kWel dürfen wegen des unverhältnismäßig hohen Aufwands bei der Erfassung und Berechnung der für EEG-Umlage relevanten Strommengen nicht in den EEG-Ausgleichsmechanismus einbezogen werden (Bagatellgrenze). Der im Koalitionsvertrag genannte Bestandsschutz für Altanlagen ist einzuhalten und sollte sich vornehmlich auf klimafreundliche Altanlagen mit regenerativen Energieträgern beziehen, hier müssen die bestehenden Förderungen nach KWKG und EEG sowie die EEG-umlagefreie Eigenstromerzeugung erhalten bleiben. Wasserkraftanlagen sind vom Einspeisemanagement und einer Abregelung freizustellen, da sie auf Basis von wasserrechtlichen, also öffentlich-rechtlichen Gestattungen betrieben werden, die in der Regel zahlreiche Anforderungen an Wasserstände, Rest- und Kühlwassermengen sowie An- und Abschaltvorgänge stellen. Die DWA hat diese Punkte bereits Ende Januar 2014 dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel (SPD), mitgeteilt.

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Kläranlage Bremen-Seehausen läuft klimaneutral

Mit dem Startschuss für den Dauerbetrieb der drei neuen Blockheizkraftwerke (BHKW) Anfang März 2014 läuft die hanseWasser Kläranlage in Bremen-Seehausen nach Angaben des Betreibers „als eine der ersten Kläranlagen in Deutschland energieautark und damit klimaneutral.“ Erreicht wurde dies durch die Steigerung der Energieeffizienz und die Investition in regenerative Energieerzeugung wie die moderne BHKW-Technik, die jetzt vom Testbetrieb in den Dauerbetrieb überging. Nun soll bis 2015 das gesamte Unternehmen hanseWasser klimaneutral gestaltet werden.

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Bayern fördert mit 16 Millionen Euro kommunale Wasserwirtschaft

15,7 Millionen Euro Fördersumme stehen in Bayern in diesem Jahr für kommunale Projekte zur Wasserver- und Abwasserentsorgung zur Verfügung. Damit fördert das Land 52 Projekte, 33 im Bereich der Abwasserentsorgung und 19 bei der Wasserversorgung. Die Gesamtinvestitionen der 52 Projekte belaufen sich laut dem bayerischen Umweltministerium auf 34 Millionen Euro.

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EU: 50 Millionen Euro für neue Wasser-Forschungsprojekte

Biotechnologie zur Beseitigung der Schwermetallbelastung im Abwasser, neue „Aquaponik“-Systeme, bei denen Aquakultur und Hydroponik in der landwirtschaftlichen Produktion kombiniert werden, und intelligenteres Management der Wasserversorgungsnetze. Dies sind nur drei der elf neuen Projekte, die EU-Forschungsgelder erhalten werden und mit denen innovative Lösungen für die Wasserwirtschaft auf den Weg gebracht werden sollen. An den Projekten wirken 179 Partner aus Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen (darunter mehr als 70 KMU) in 19 verschiedenen europäischen Ländern mit. Die Fördersumme in Höhe von 50 Millionen Euro stammt aus der 2013 veröffentlichten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum Themengebiet „Umwelt“ des Siebten Rahmenprogramm der EU für Forschung und technologische Entwicklung (7. RP). Damit beläuft sich der Gesamtbetrag für wasserbezogene Projekte des 7. RP (2007 bis 2013) auf mehr als eine Milliarde Euro. Im Zuge der ersten Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen des Programms Horizont 2020, die am 11. Dezember 2013 veröffentlicht wurden, werden voraussichtlich rund 165 Millionen Euro in Projekte des Schwerpunktbereichs „Wasser“ fließen. Darüber hinaus wird die effiziente Nutzung von Wasser Thema weiterer Maßnahmen sein, beispielsweise innerhalb der geplanten öffentlich-privaten Partnerschaft für eine nachhaltige Verarbeitungsindustrie (SPIRE).

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Trink- und Abwasserpreise in Baden-Württemberg 2013

Eine Übersicht über Trink- und Abwasserpreise in Baden-Württemberg im Jahr 2013 gibt das Statistische Monatsheft Baden- Württemberg 1/2014, S. 44–47. Dort heißt es zusammenfassend: „Die Entwicklung der Abwasserentgelte in Baden- Württemberg ist in den letzten Jahren geprägt von der Umstellung der Einheitsgebühren auf die gesplitteten Abwassergebühren. Eine besondere Aufgabe für die Städte und Gemeinden war hierbei die Bestimmung der versiegelten Grundstücksflächen. Diese für die Berechnung der Niederschlagswassergebühr notwendige Größe musste vom Großteil der Kommunen erst zum Beispiel durch Luftbilder ermittelt werden. Aktuell rechnen rund 94 % der Städte und Gemeinden ihre Kosten für die Abwasserentsorgung über eine gesplittete Abwassergebühr ab. Damit haben 67 Gemeinden ihr Gebührenmodell noch nicht umgestellt bzw. rückwirkend eingeführt. Der Preis für die Entsorgung und Behandlung von Abwasser lag in Gemeinden mit gesplitteter Abwassergebühr bei durchschnittlich 1,90 Euro pro Kubikmeter Abwasser und 0,45 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.“

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Stadtentwässerung Dortmund als Eigenbetrieb

Die Stadtentwässerung Dortmund wird seit dem 1. Januar 2014 als „organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtung ohne eigene Rechtspersönlichkeit wie ein Eigenbetrieb geführt.“ So steht es in der „Betriebssatzung für die Stadtentwässerung Dortmund“, die der Stadtrat am 21. November 2013 beschlossen hat. Der Beschluss zur Einrichtung des Eigenbetriebs „Stadtentwässerung Dortmund“ ist im Stadtrat bereits am 13. Juni 2013 gefallen. Aufgaben der Stadtentwässerung sind Planen, Bauen, Sanieren und Betreiben sowie Unterhaltung städtischer Entwässerungssysteme, Kundenservice Grundstücksentwässerung, Gewässerunterhaltung und -ausbau, Betrieb und Unterhaltung des Phoenix-Sees im Dortmunder Stadtteil Hörde. Technischer Betriebsleiter ist Dr.- Ing. Christian Falk, kaufmännischer Betriebsleiter Dipl.-Verww. Frank Schnelle, bisher Leiter Zentrale Dienste der Städtischen Immobilienwirtschaft der Stadt Dortmund. Mit der Neuorganisation der Stadtentwässerung in Dortmund wird das Ziel verfolgt, eine schlanke und effiziente Organisationsform zu etablieren, um so die steigenden Anforderungen an die Abwasserbeseitigung zu erfüllen und eine optimierte Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger zu erbringen. Der Eigenbetrieb beschäftigt 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zeichnet Verantwortung für das städtische Kanalvermögen in Höhe von fast einer Milliarde Euro sowie für einen jährlichen Umsatz von über 120 Millionen Euro. Mit der Gründung des Eigenbetriebes ist auch eine notwendige Steigerung der Investitionen in das Dortmunder Kanalnetz verbunden. Grundlage hierfür bildet das vom Rat beschlossene Abwasserbeseitigungskonzept. In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt rund 250 Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro umgesetzt werden.

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Niedersachsen/Hessen: Grenzänderung wegen Regenrückhaltebecken

Die Länder Hessen und Niedersachsen beabsichtigen, die gemeinsame Landesgrenze im Bereich der Gemeinde Nieste (Landkreis Kassel) und der Gemeinde Staufenberg (Landkreis Göttingen) zu verlegen. Begründet wird dies mit der einheitlichen Wahrnehmung der wasserrechtlichen Zuständigkeit für das Regenrückhaltebecken der Gemeinde Nieste (Hessen). Die Änderung soll durch einen Staatsvertrag erfolgen.

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Minister fordern mit Protokollnotiz klares Bekenntnis zu Biomasseanlagen

Auf der Klausur des Bundeskabinetts auf Schloss Meseberg im Januar 2014 haben die Ressorts Landwirtschaft und Ernährung, Verkehr und digitale Infrastruktur und Entwicklung und Wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Protokollerklärung die fortgesetzte Förderung von kleinen überwiegend mit Abfall- und Reststoffen betriebenen Biogasanlagen gefordert. Darüber hinaus sollen bestehende Biogasanlagen über Umbaumaßnahmen optimiert werden können, bei Bestandsschutz. Auch müsse die Vergütung von Anlagen bis 75 kW nach dem Erneuerbare- Energien-Gesetz 2012 zukünftig erhalten bleiben. Darum werde man sich im Gesetzgebungsverfahren bemühen.

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Abwasser zur Kühlung von NSA-Computern

Howard County, Maryland, USA liefert nach amerikanischen Medienberichten, unter anderem in der Baltimore Sun vom 31. Dezember 2013, künftig einen Teil seines gereinigten Abwassers an ein großes Rechenzentrum der National Security Agency (NSA) der USA in Fort Meade. Die NSA finanziert dafür den Bau einer Pumpstation für 40 Millionen Dollar und zahlt der Gemeinde bis zu zwei Millionen Dollar jährlich für das Abwasser, das sonst in den Little Patuxent River eingeleitet würde. Das NSA-Rechenzentrum soll 2016 in Betrieb gehen. Das Betriebspersonal der Pumpstation wurde einer Sicherheitsüberprüfung durch die NSA unterzogen und musste Geheimhaltungserklärungen unterzeichnen. Alternativ hätte die NSA in der eher trockenen Region Grundwasser für Kühlzwecke verwenden müssen. Von NSA-kritischen Gruppen wird das Vorhaben kritisiert. Howard County ist eine Gebietskörperschaft mit rund 290 000 Einwohnern, die praktisch nur Vororte von Baltimore umfasst. Nach Angaben der Kommunalverwaltung ist Howard County in ähnlichen Verhandlungen mit einem Speiseeishersteller, der eine große Kühlanlage in der Region betreibt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Studie zum künftigen Umgang mit Klärschlamm vorgelegt

Mecklenburg-Vorpommern hat die Studie „Zukunftsfähige Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm in Mecklenburg- Vorpommern“ veröffentlicht. Auf den kommunalen Kläranlagen in Mecklenburg- Vorpommern fallen jährlich rund 40 000 t Trockenmasse Klärschlamm an. Mehr als 75 Prozent dieser Menge wird bisher landwirtschaftlich verwertet oder im Landschaftsbau eingesetzt. Nur ein geringer Anteil wird derzeit thermisch entsorgt. Die bundesweite Verschärfung einiger mit der Düngemittelverordnung geregelter Grenzwerte führt nach Angaben des Umweltministeriums dazu, dass, nach Ablauf einer Übergangsfrist ab dem Jahr 2015, etwa 30 Prozent des Klärschlammaufkommens in Mecklenburg- Vorpommern bei der gegenwärtigen Qualität nicht mehr landwirtschaftlich verwertet werden kann. Mit dieser Studie verfügt Mecklenburg-Vorpommern nun über eine gute Datenbasis für zukünftige strategische Entscheidungen bei der Klärschlammbehandlung und -verwertung. Die Ergebnisse der Studie werden daher bei der Erstellung des Abfallwirtschaftsplanes für Mecklenburg-Vorpommern Berücksichtigung finden.

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EU-Kommission fordert Italien zur Änderung seines Wasserrechts auf

Die Europäische Kommission fordert Italien auf, sein Wasserrecht in Einklang mit den EU-Standards zu bringen. Die Mängel betreffen die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in nationales Recht. Bei einer Konformitätskontrolle im Jahr 2009 wurde eine Reihe von Problemen festgestellt; im Mai 2010 übermittelte die Kommission daher ein Aufforderungsschreiben, gefolgt von einer mit Gründen versehenen Stellungnahme im März 2012. Obgleich viele der ursprünglich festgestellten Probleme mittlerweile behoben sind, ergeht nun eine zusätzliche mit Gründen versehene Stellungnahme zu den Mindestanforderungen an Programme zur Berücksichtigung diffuser Quellen, die Wasserverschmutzungen verursachen können, und Maßnahmen zur Verhinderung oder Begrenzung der Einleitung von Schadstoffen. Kommt Italien seinen Verpflichtungen aus der Richtlinie nicht nach, kann Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union erhoben werden.

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Studien zur IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) führt 2014 eine Reihe von Studien durch, die sich mit der IT-Sicherheit im Bereich Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) befassen. Im Zuge der Vorbereitungen der Studien ruft das BSI die Betreiber Kritischer Infrastrukturen sowie deren Fach- und Branchenverbände dazu auf, sich an den Studien zu beteiligen und sich bei Interesse an einer Mitwirkung an das BSI zu wenden. Ziel der Studien ist es, Erkenntnisse und Einblicke in die Abhängigkeiten der Kritischen Versorgungsdienstleistungen und der dabei eingesetzten IT-Systeme zu erhalten. Das BSI nutzt die Studienergebnisse unter anderem dazu, die Prävention und die Schutzmaßnahmen zu optimieren und für die KRITIS-Betreiber praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Cyber-Sicherheit zu entwickeln. Das BSI will unter anderem die Branche „Wasser: öffentliche Wasserversorgung und öffentliche Abwasserbeseitigung“ untersuchen. Des Weiteren besteht für alle Organisationen mit Sitz in Deutschland, die Kritische Infrastrukturen in Deutschland betreiben, für nationale Fach- und Branchenverbände sowie für die zuständigen Behörden die Möglichkeit, Teilnehmer des UP KRITIS zu werden. Der UP KRITIS ist eine öffentlich-private Kooperation zwischen Betreibern Kritischer Infrastrukturen, deren Verbänden und den zuständigen staatlichen Stellen. Weitere Informationen zur Teilnahme am UP KRITIS sowie zum Thema KRITIS und Kritische Informationsinfrastrukturen sind im Web abrufbar:
www.kritis.bund.de
E-Mail: kritische.infrastrukturen @bsi.bund.de

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Hochwasserschutzprogramm Schwerpunkt des Bundesumweltministeriums

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will ein ressortübergreifendes Sofortprogramm für Klimaschutz auf den Weg bringen mit dem Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Deutschland schneller zu drosseln. Das kündigte die Ministerin in einer Rede am 31. Januar 2014 vor dem Bundestag an. Neben dem Klimaschutz erklärte Hendricks auch das Hochwasserschutzprogramm und den Städtebau zu Schwerpunkten in der aktuellen Legislaturperiode.

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Europäische Kommission empfiehlt Mindestgrundsätze für Fracking

Die Europäische Kommission hat am 22. Januar 2014 eine Empfehlung erlassen, mit der sichergestellt werden soll, dass beim Fracking ein angemessener Umwelt- und Klimaschutz gewährleistet ist. Die Empfehlung soll allen Mitgliedstaaten, die diese Technik anwenden wollen, helfen, Gesundheits- und Umweltrisiken zu vermeiden und die Transparenz für den Bürger zu verbessern. Sie bildet auch die Grundlage für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen für die Industrie und schafft klarere Rahmenbedingungen für Investoren. Die Empfehlung geht mit einer Mitteilung einher, die die Möglichkeiten und Probleme der Anwendung der Fracking- Technik für die Kohlenwasserstoffförderung untersucht. Beide Dokumente sind Teil einer weiterreichenden Initiative der Kommission, mit der für den Zeitraum bis 2030 ein integrierter klima- und energiepolitischer Rahmen geschaffen werden soll. Die Empfehlung, die auf bestehenden EU-Vorschriften aufbaut und sie, wo notwendig, ergänzt, fordert die Mitgliedstaaten insbesondere auf,
●● Projekte vorauszuplanen und etwaige kumulative Wirkungen zu evaluieren, bevor Genehmigungen erteilt werden,
●● Umweltauswirkungen und Umweltrisiken sorgfältig zu prüfen,
●● zu gewährleisten, dass die Bohrlochintegrität den Bestpraktiken entspricht,
●● die Qualität von Gewässern, Luft und Boden vor Ort zu kontrollieren, bevor die Bohrungen anlaufen, um etwaige Veränderungen feststellen und auftretende Risiken bewältigen zu können,
●● Emissionen in die Luft, einschließlich Treibhausgasemissionen, durch Gasabscheidung unter Kontrolle zu halten,
●● die Öffentlichkeit über die in den einzelnen Bohrlöchern verwendeten Chemikalien zu informieren und ●● sicherzustellen, dass Bohrlochbetreiber während des gesamten Projekts bewährte Praktiken anwenden. Die Mitgliedstaaten der EU werden gebeten, diese Grundsätze innerhalb von sechs Monaten anzuwenden und der Kommission ab Dezember 2014 jährlich mitzuteilen, welche Maßnahmen eingeführt wurden. Die Kommission wird die Anwendung der Empfehlung anhand eines öffentlich zugänglichen Fortschrittsanzeigers überwachen und die Lage in den verschiedenen Mitgliedstaaten vergleichen. Sie wird die Wirksamkeit dieses Ansatzes in 18 Monaten überprüfen.

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Forschungsprojekt zur Wirkung multipler Belastungen auf Gewässer

Wie sich vielfältige Stressfaktoren auf Gewässer und auswirken, wird im Forschungsprojekt MARS (Managing Aquatic Ecosystems and Water Resources Under Multiple Stress) untersucht. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt. Koordiniert wird es von der Abteilung Aquatische Ökologie der Universität Duisburg- Essen (UDE). Beteiligt sind 24 Partner aus 16 Ländern, die EU fördert es mit neun Millionen Euro. Die Forscher schauen sich sensible Ökosysteme an – von Skandinavien über Deutschland bis hin zu Portugal, Griechenland und dem Balkan. 16 Flüsse und ihre Einzugsgebiete untersuchen sie, darunter sind die Themse, die österreichi dassche Drau, die untere Donau, die Sorraia in Portugal sowie der Pinios in Griechenland, aber auch die Elbe. In Experimenten wird simuliert, was passiert, wenn mehrere Belastungen gemeinsam wirken; die Wissenschaftler modellieren, wie Phytoplankton, Wasserpflanzen, Wirbellose sowie Fische auf multiple Störfaktoren reagieren – auch in renaturierten Bereichen.

www.mars-project.eu

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Optimierte Düngung kann Phosphateintrag deutlich reduzieren

Der Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft in Grund- und Oberflächengewässer lässt sich durch eine optimierte Düngung deutlich reduzieren. Dies betonten der Kreis Borken und der niederländische Wasserversorger Waterschap Rijn en Ijssel bei der Vorstellung des Abschlussberichtes des Projektes „Verminderung diffuser Nährstoffeinträge in die Schlinge“. Im Rahmen des Projektes haben Landwirte im deutsch-niederländischen Grenzraum die vorhandenen Nährstoffe im Boden gemessen und anschließend dann nur die noch benötigten Düngermengen zugeführt. Der Einsatz von Stickstoff ließ sich dadurch im Schnitt um acht Prozent reduzieren, der Einsatz von Phosphat konnte um 18 Prozent eingeschränkt werden.

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Deutsch-französische Forschung zu kritischen Infrastrukturen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Richtlinien über die Förderung der deutsch-französischen Kooperation zum Themenfeld „Zivile Sicherheit – Schutz kritischer Infrastrukturen“ im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012– 2017“ der Bundesregierung veröffentlicht. Es werden interdisziplinäre Forschungsprojekte gefördert, in denen deutsche und französische Partner gemeinsam Lösungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen erarbeiten. Ausdrücklich erwähnt sind dabei „Wasserinfrastrukturen“ als „lebenswichtiges Rückgrat für Gesellschaft und Wirtschaft“. Projektskizzen können bis zum 5. Mai 2014 bei den Projektträgern eingereicht werden, in Deutschland die VDI-Technologiezentrum GmbH.

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Berlin: 1,7 Milliarden Euro für das Kanalnetz bis 2030

Die Berliner Wasserbetriebe investieren pro Jahr rund 110 Millionen Euro in den Ausbau, die Erneuerung und in die Sanierung ihrer 9650 Kilometer langen Kanalnetze. Dazu kommen weitere rund 20 Millionen Euro pro Jahr an Aufwand für Instandhaltung und kleinere Reparaturen. Nachdem in den vergangenen Jahren viel in die Ersterschließung von Quartieren am Stadtrand geflossen sei, stehe nun mit deutlich verstärktem Mitteleinsatz die Pflege des Bestands der Kanalisation in der Kernstadt im Fokus. Auf Basis der 2011 verabschiedeten Strategie würden bis zum Jahr 2030 rund 1,7 Milliarden Euro in die Sanierung der Kanalisation investiert. Das antwortete der Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, der Berliner Bauindustrie, die in einem Positionspapier von „Sanierungsstau“ und „Werteverzehr“ des Berliner Wasser- und Abwassersystems gesprochen hatte.

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Niedersachsen sieht wenig Potenzial für Abwasserwärmenutzung

Niedersachsen sieht nur wenig Potenzial für die Abwasserwärmenutzung. Die derzeit verfügbare Technologie werde aus Rentabilitätsgründen weder im kommunalen noch im privaten Bereich flächendeckend eingesetzt. Der Wärmenutzungsgrad sei durch die nachführende Technologie aus Abwasserreinigungsanlagen zudem eingeschränkt, heißt es in einer Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums auf eine mündliche Anfrage. Aus diesem Grund führt Niedersachsen derzeit auch keine Initiative zur Nutzung von Wärme im Abwasser zur Energieerzeugung durch. Auch Fördermöglichkeiten bestehen derzeit in Niedersachsen nicht, weder für die Abwasserwärmenutzung noch für andere energetische Maßnahmen im Abwasserbereich. Dies dürfte sich aber mittelfristig ändern. Das Umweltministerium hat für das neue EFRE-Förderprogramm 2014 bis 2020 die Aufnahme von Belangen der Energienutzung im Abwasserbereich beantragt. Bei der Aufstellung des EFRE/ ESF-Multifonds in Niedersachsen sei in spezifische Ziel „Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in öffentlichen Infrastrukturen“ auch die Abwasserwirtschaft aufgenommen worden. Der entsprechende Entwurf soll im März durch die Bundesregierung bei der EU-Kommission eingereicht werden.

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Abwasserkanal soll Kirche heizen

Nach einer umfassenden energetischen Sanierung soll ein Großteil des Wärmebedarfs der Laurentius-Kirche in Dresden- Trachau aus einem nahegelegenen Abwasserkanal gedeckt werden. Das Vorhaben wird als Modellprojekt vom sächsischen Umweltministerium gefördert.

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Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in kleineren Gemeinden zu verbessern

Die Europäische Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in einer Reihe kleiner Gemeinden im ganzen Land zu verbessern. Seit 2005 müssen nach EU-Recht in allen kleineren Gemeinden (also Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von 10 000 bis 15 000) die Abwässer einer Zweitbehandlung unterzogen werden. Im Jahr 2009 wurde ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich eingeleitet, da 551 kleinere Gemeinden die europäischen Normen nicht erfüllten. Danach wurden gute Fortschritte gemacht; jedoch entsprechen auch acht Jahre nach dem ursprünglichen Umsetzungsdatum 54 kleinere Gemeinden immer noch nicht den EU-Standards. Daher wurde eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt. Kommt Frankreich seinen Verpflichtungen aus der Richtlinie nicht nach, kann Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union erhoben werden.

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DWA-Verbandszeitschriften im iPad®-Abonnement

Die aktuellen Ausgaben der DWA-Verbandszeitschriften am Bildschirm lesen: Das war bisher nur am PC möglich. Jetzt hat die DWA diesen Service auch für das iPad® verfügbar gemacht. Dazu muss zunächst im Apple-iTunes-Store die App DWApapers and more heruntergeladen werden. Anschließend kann man sich als DWA-Mitglied dort anmelden. Jedes DWA-Mitglied erhält mit DWApapers and more kostenlosen Zugang zu der von ihm gewählten Verbandszeitschrift KA oder KW. Die jeweils andere Zeitschrift kann zusätzlich zum Preis von jährlich 71,50 € (KA) bzw. 38,50 € (KW) abonniert werden. Mit dem Abo können die Zeitschriften sowohl auf dem PC oder Laptop als auch auf dem iPad® gelesen werden. Grundsatz dabei: „Eine Verbandszeitschrift immer kostenfrei, die jeweils andere im Abonnement“. Ein Bestellformular findet man auf der hinteren Umschlagseite in diesem Heft. Außerdem steht das Kundenzentrum der DWA zur Verfügung: Tel. 0 22 42/872-333

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Neues Wassergesetz für Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist zum 1. Januar 2014 ein neues Wassergesetz in Kraft getreten (Gesetzblatt für Baden-Württemberg 2013, Nr. 17, S. 389). Das Gesetz ist modernisiert und führt bestehende Regelungen fort. So stärkt es beispielsweise die Schutzzonen am Gewässerrand, denn der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln im Umfeld von fünf Metern ist nun verboten. Zudem wurden die Vorgaben für die Nutzung der Wasserkraft und der Geothermie modernisiert.

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Thema „Wasser“ im Koalitionsvertrag in Hessen

Ein „umfassender Schutz aller Gewässer und des Grundwassers ist ein wichtiges Anliegen der Koalition“ aus CDU und Grünen in Hessen, so steht es im Koalitionsvertrag der Partner, der für 2014 bis 2019 gelten soll. Entsprechend gibt es in dem Vertrag eine Reihe von Aussagen zum Thema Wasser: „Wir wollen unsere Gewässer mit vielfältigen Maßnahmen in einem guten ökologischen Zustand erhalten beziehungsweise versetzen. Zum Erhalt und zur Schaffung natürlicher Lebensräume werden wir die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie engagiert voran bringen. Für Maßnahmen wie beispielsweise Verbesserung der Durchlässigkeit, Renaturierungen, Kauf oder freiwilligen Flächentausch, Schaffung von Anreizen zur extensiven Bewirtschaftung für Landwirte sowie Beratung kombinieren wir die bereitstehenden Fördermittel von Bund und EU. Im Sinne eines vorsorgenden Hochwasserschutzes wollen wir unseren Flüssen wieder mehr Raum geben. Dafür werden wir das hessische Hochwasserschutzkonzept, das auf einer Vielzahl von Maßnahmen und Projekten basiert, hinsichtlich des vorbeugenden Hochwasserschutzes, des baulichen Hochwasserschutzes sowie der Eigenvorsorge der Betroffenen evaluieren und weiterentwickeln. Sommerdeiche werden wir grundsätzlich erhalten.“ Zum „Schutz von Werra und Weser“: „Die Koalition verfolgt das Ziel, die Belastung des Grundwassers und des Oberflächenwassers im Naturraum Werra-Weser durch Salzabwässer dauerhaft zu beenden. Dies wollen wir im Einklang mit der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Kali-Standortes in Nordhessen und der vielen tausend Arbeitsplätze erreichen. Grundlage für unser Handeln sind die Empfehlungen des Runden Tisches ‚Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion‘. Dabei unterstützen die Koalitionspartner auf der Grundlage der bestehenden Genehmigungen alle Maßnahmen, die zu einer schnellstmöglichen Beendigung der Salzabwassereinleitung in die Werra führen. Hier erwarten wir – auch aufgrund der absehbaren Beendigung der Versenkung – seitens des Unternehmens KS weiterhin entsprechende Anstrengungen. Die Hessische Landesregierung wird ihrerseits in Verhandlungen mit den Anrainerländern alles tun, um die Voraussetzungen für eine zügige umweltgerechte Entsorgung der Salzabwässer zu schaffen (u. a. Pipeline an die Oberweser oder an die Nordsee).“ Zur Wasserkraft: „Die Belange hessischer Fischerinnen und Fischer werden wir beim Interessenausgleich mit der Energieerzeugung durch Wasserkraftwerke und mit dem Gewässertourismus berücksichtigen. … Wasserkraftanlagen sollen im Rahmen der neuen europäischen Wasserrichtlinien und im Einklang mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt bestehen bleiben und ausgebaut werden.“ Zum Fracking: „Die Landesregierung lehnt die Förderung von Schiefergas aus tieferen Gesteinsschichten, das so genannte Fracking, ab. Dies geschieht auf der Grundlage, dass Gesundheits- und Umweltrisiken nicht ausgeschlossen werden können. Wir wollen deshalb bereits die Aufsuchung rechtssicher unterbinden. Auf Bundesebene wollen wir uns für eine Änderung des Bundesbergrechts im folgenden Sinne einsetzen: Der Einsatz von umwelttoxischen Substanzen beim Fracking muss ausgeschlossen sein. Auch die Entsorgung des Flow-Back bei Frack- Vorgängen mit Einsatz umwelttoxischer Chemikalien ist wegen nicht auszuschließender Risiken nicht verantwortbar. Darüber hinaus wollen wir eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung einführen und das Wasserhaushaltsgesetz ändern.“ Zum Thema „Schutz von Böden und Gewässern in der Landwirtschaft“ heißt es: „Unser Ziel ist es, zum Schutz der Böden, des Wassers und der Artenvielfalt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln in der Landwirtschaft zu reduzieren.“ Generell: „Eine weitere Privatisierung öffentlicher Einrichtungen wird in der Regel nicht angestrebt.“

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Spurenstoffentfernung mit „Mikromotoren“?

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart haben schwimmende Mikromotoren entwickelt, die organische Substanzen im Wasser abbauen. Die mobilen Mikrokläranlagen bestehen aus einem Metallröhrchen mit einer äußeren Eisen- und einer inneren Platinschicht. Als Treibstoff nutzen sie Wasserstoffperoxid, mit dem das Wasser versetzt wird. Das Oxidationsmittel bewirkt nicht nur, dass eine Mikromaschine wie eine Unterwasserdüse Fahrt aufnimmt, es reagiert an der Oberfläche des Eisenröhrchens auch mit den Schadstoffen. Das Verfahren nutzt also die Fenton- Reaktion zur Zersetzung organischer Spurenstoffe mit Wasserstoffperoxid an einer Eisenoberfläche. Wie die Stuttgarter Forscher nun nachwiesen, reinigt ein Schwarm der schwimmenden Mikrokläranlagen das Wasser etwa zwölf Mal schneller als reine Eisenröhrchen, die sich nicht aktiv durch das Wasser bewegen können. Die Methode funktioniert nach Angaben des Max-Planck-Instituts bisher nur im Kleinen, und der Weg zur industriellen Anwendung sei noch weit.

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Forschungsvorhaben: Schwermetalle und Schadstoffe gezielt aus Klärschlämmen entfernen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert im Programm zur Innovationsförderung durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) den Forschungsverbund CARBOWERT. Dieser versucht, durch hydrothermale Carbonisierung (HTC) aus Klärschlämmen hochwertige Bodenhilfsstoffe und Dünger zu entwickeln. Eine der zentralen Fragen der Forschungsarbeiten ist, ob und wie durch die HTC-Behandlung Schwermetalle und weitere Schadstoffe aus den Klärschlämmen eliminiert oder ausgeschleust werden können. Gleichzeitig wird ermittelt, ob durch die HTC-Behandlung positive Effekte auf den Nährstoff- und Wasserhaushalt im Boden sowie das Klima (Kohlendioxid-Speicherung) erzielt werden können. Hierzu sollen die im Labormaßstab bereits erzielten, ersten Erkenntnisse der Prozesssteuerung vertieft untersucht und auf eine großtechnische Anlage übertragen werden. Die Eigenschaften und meliorativen Effekte der so erzeugten HTC-Kohlen werden in begleitenden Labor-, Gewächshaus- und Feldversuchen bestimmt. Das im Oktober 2013 gestartete Vorhaben ist für einen Zeitraum von 36 Monaten geplant und wird mit insgesamt 1,69 Millionen Euro unterstützt. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) koordiniert das zusammen mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ), der Terra- Nova Energy GmbH und der Hochschule Trier durchgeführte Vorhaben.

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Umweltökonomische Gesamtrechnungen: weniger Ressourcen – höherer Ertrag Wasser, Kohle, Flächen

Wir brauchen weniger natürliche Ressourcen und nutzen diese besser. Das ergeben die „Umweltökonomischen Gesamtrechnungen“, die das Statistische Bundesamt für die vergangenen zwölf Jahre veröffentlicht hat. Um Wasser zu nutzen und aufzubereiten, ist Energie erforderlich. Die Daten aus dem Statistischen Bundesamt spiegeln auch in diesem Zusammenhang eine positive Tendenz: sowohl die Entnahme von Wasser aus der Natur als auch die Abgabe nach der Nutzung hat sich zwischen 2000 und 2012 um mehr als 15 Prozent vermindert. Wasser wird immer besser, also effizienter, genutzt. Höhere Wasser- und Abwasserpreise und neue Techniken wie sparsame Produktionsverfahren haben dazu beigetragen. Mit einem Minus von fast 26 Prozent in der chemischen Industrie, gefolgt von fast 20 Prozent bei der Energieerzeugung sowie der Nahrungsmittelindustrie hat es in allen Bereichen Einsparungen gegeben, auch in der Landwirtschaft und bei den privaten Haushalten.

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Mecklenburg-Vorpommern fördert „Phosphorcampus“

Das Landwirtschafts- und das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern unterstützen den Aufbau eines Wissenschaftscampus zum Thema „Phosphorforschung“. Drei Institute der Leibniz-Gemeinschaft und die Universität Rostock wollen gemeinsam Strategien entwickeln, wie der lebensnotwendige und immer knapper werdende Rohstoff „Phosphor“ besser genutzt und gewonnen werden kann. Das Ministerium für Landwirtschaft Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wird für die Dauer von vier Jahren eine Anschubfinanzierung in Höhe von jährlich 80 000 Euro leisten. Mit den Finanzmitteln sollen Koordinierungsaufgaben und die Geschäftsstelle des Campus finanziert werden. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird vom Jahr 2018 an und bis zum Abschluss des Campus ebenfalls jährlich 80 000 Euro bereitstellen. Eine Förderung ist höchstens bis zum Jahr 2020 vorgesehen. Am Wissenschaftscampus „Phosphorforschung“ beteiligen sich das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Rostock.

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Keine auffälligen Legionellen-Werte im Landkreis Siegen-Wittgenstein

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat bei amtlichen Nachbeprobungen im Kreis Siegen-Wittgenstein keine nennenswert erhöhten Legionellen- Werte in Kläranlagen und einzelnen Gewässern vor Ort mehr festgestellt. Dies belegen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen, die dem Umweltministerium Mitte Dezember 2013 überstellt worden sind. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel gab daraufhin „zum jetzigen Zeitpunkt Entwarnung“. Im Januar 2014 soll eine erneute amtliche Beprobung durchgeführt werden, um zu sehen, ob die Belastung mit Legionellen nachhaltig gelöst ist. Die Probeentnahmen erfolgten am 26. November und 3. Dezember 2013. Im Rahmen der amtlichen Beprobungen wurden die verschiedenen Becken der Kläranlage Kreuztal, des Zulaufs zur kommunalen Kläranlage, die Abwässer einer Brauerei und das Gewässer Ferndorfbach an unterschiedlichen Entnahmepunkten untersucht. Dabei wurden auch im Abwasser der Brauerei keine Legionellen mehr gefunden. Das Umweltministerium hatte im September 2013 wegen des Legionellen-Ausbruchs in der Stadt Warstein ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Gefahrenabwehr und Ursachenforschung angeordnet. Das Landesumweltamt hatte hierzu 29 Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen amtlich beprobt. Bei der kommunalen Kläranlage in Kreuztal waren dabei im Belebungsbecken zwischen 140 000 und 2,6 Millionen Kolonie bildende Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter festgestellt worden. Es handelt sich dabei aber um eine andere Legionellenart als die, die im Sommer in Warstein zu Erkrankungen geführt hatte. Aus Vorsorgegründen hat das Umweltministerium jedoch der Bezirksregierung und dem Kreis aufgegeben, für die beiden kommunalen Kläranlagen in Kreuztal und die Brauereikläranlage Eigenüberwachungen von den Kläranlagenbetreibern zu fordern.

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EU-Parlament: Wasser aus Konzessionsrichtlinie ausgenommen

Am 15. Januar 2014 hat das Europäische Parlament neue EU-Regeln für das öffentliche Beschaffungswesen und für Konzessionsverträge angenommen. Damit soll die Qualität und das Preis-Leistungs- Verhältnis von Bauarbeiten, Waren oder Dienstleistungen, erworben von öffentlichen Auftraggebern, verbessert werden. Weiterhin soll es für kleine und mittlere Unternehmen einfacher werden, sich an Ausschreibungen zu beteiligen. Die neuen Regeln, die bereits mit dem Rat im Juni 2013 vereinbart wurden, sind eine Neufassung der aktuellen EU-Gesetzgebung für die öffentliche Auftragsvergabe. Sie enthalten erstmalig gemeinsame EU-Standards für Konzessionsverträge. Damit werden neue Zuschlagskriterien eingeführt, die ökologische und soziale Aspekte sowie die Innovation stärker berücksichtigen. Das „Diktat des niedrigsten Preises“ soll so durchbrochen werden. Nach den neuen EU-Bestimmungen für Konzessionsverträge steht es den Mitgliedstaaten offen, zu entscheiden, wer öffentliche Bau- oder Dienstleistungsaufträge ausführen soll – die Behörden oder der Privatsektor. Die neue Richtlinie enthält „keinerlei Forderung nach Privatisierung öffentlicher Unternehmen, die öffentliche Dienstleistungen erbringen“, steht in dem Text. Des Weiteren bestätigten die Abgeordneten die besondere Eigenschaft von Wasser als öffentliches Gut und akzeptieren den Ausschluss dieses Sektors von den neuen Bestimmungen. Die Richtlinien werden 20 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft treten. Nach diesem Datum haben die Mitgliedstaaten 24 Monate Zeit, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen.

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Klärwerkpreis für Innovation 2014 ausgeschrieben

Der „Klärwerkpreis für Innovation 2014“ ist ausgeschrieben. Ziel des Preises ist es, Innovationen im Klärwerksbereich zu fördern und Klärwerksmitarbeiter mit neuen Ideen zu unterstützen. Berücksichtigt werden alle Ideen, die neu sind, das heißt insbesondere, noch nicht kommerziell angeboten, veröffentlicht oder prämiert worden sind. Das kann ein Gerät sein, ein Steuerungskonzept oder eine selbst entwickelte Strategie. Auf der IFAT 2014 werden die von der Firma Bioserve in Zusammenarbeit mit www.klärwerk.info ausgelobten Preise verliehen. Abgabeschluss ist der 31. März 2014.

www.klärwerkpreis.de

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Klärschlammmenge leicht rückläufig, Verbrennung wichtigster Entsorgungsweg

Eine leicht rückläufige Menge von Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen meldet das Statistische Bundesamt für das Jahr 2012. Gut 1,8 Millionen Tonnen bedeuten einen Rückgang von etwa fünf Prozent gegenüber 2011. Der Rückgang der Gesamtmenge wirkt sich auf alle Entsorgungswege aus, dominierend blieb 2012 mit einem Anteil von rund 55 Prozent die Klärschlammverbrennung. Gegenüber 2011 ging die Menge hier um sechs Prozent zurück, von 1,067 Millionen Tonnen auf 1,009 Millionen Tonnen. Gut 29 Prozent des Klärschlamms (544 000 t) wurden 2012 als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet, hier betrug der Rückgang der verwerteten Menge mehr als vier Prozent. Der Anteil des Klärschlamms, der bei der Kompostierung und im Landschaftsbau bei der Rekultivierung von Flächen eingesetzt wurde, lag bei rund 13 Prozent (235 000 t). Die Menge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp acht Prozent. Auf die sonstige stoffliche Verwertung entfielen gut drei Prozent des Klärschlamms. Im Vergleich zu 2011 wurden rund fünf Prozent weniger Klärschlamm dieser Verwertungsart zugeführt. Regional unterscheiden sich die Entsorgungswege zum Teil erheblich, besonders zwischen West- und Ostdeutschland. Während in Westdeutschland (ohne Berlin) über 58 Prozent des Klärschlamms verbrannt wurden, waren es in Ostdeutschland (ohne Berlin) nur knapp 28 Prozent. Hier wurde stattdessen mehr Klärschlamm (rund 34 Prozent) bei landschaftsbaulichen Maßnahmen eingesetzt, in den westdeutschen Bundesländern waren es lediglich neun Prozent. In Westdeutschland wurden gut 29 Prozent und in Ostdeutschland fast 35 Prozent des angefallenen Klärschlamms landwirtschaftlich verwertet.

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Industrie steigerte 2011 Investitionen in den Umweltschutz um 18 %

Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2011 mehr als 7 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Im Vergleich zu 2010 steigerten sie damit ihre Umweltschutzinvestitionen um 18 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entfielen – gemessen an den insgesamt getätigten Investitionen der Unternehmen in Höhe von 73,5 Milliarden Euro – knapp 10 % auf den Umweltschutz. Als Umweltschutzinvestitionen gelten alle Investitionen in Sachanlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen und zum Beispiel Emissionen in Boden, Wasser oder Über 40 % der Umweltschutzinvestitionen tätigten Firmen zum Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers, zum Beispiel mit Investitionen in Neutralisations- und Kläranlagen (2,9 Milliarden Euro). Investitionen in Sachanlagen zum Schutz des Klimas machen rund ein Drittel der gesamten Umweltschutzinvestitionen aus. Im Jahr 2011 wurden annähernd 2,4 Milliarden Euro in den Klimaschutz investiert, dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um mehr als 26 %. Hierunter fallen unter anderem Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (zum Beispiel Windräder) sowie zur Steigerung der Energieeffizienz wie beispielsweise Wärmepumpen und -tauscher. In Abfallbehandlungs- und -beseitigungsanlagen wie Deponien, Verbrennungs-, Trennund Sortieranlagen wurden circa 918 Millionen Euro investiert. Betrachtet nach Wirtschaftszweigen waren die Bereiche Abwasserentsorgung (1,9 Milliarden Euro), die Energieversorgung (circa 1,8 Milliarden Euro) sowie die Abfallbehandlungs- und -beseitigungsunternehmen (773 Millionen Euro) mit zusammen mehr als 60 % der gesamten Umweltschutzinvestitionen die wichtigsten Branchen.

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IFAT 2014 ist ausgebucht

Die weltweit größte Umwelttechnologiemesse IFAT, die vom 5. bis 9. Mai 2014 in München stattfindet, setzt neue Maßstäbe: Mit einer Fläche von 230 000 Quadratmetern legt die Veranstaltung im Vergleich zu 2012 nochmals um 15 000 Quadratmeter zu. Allerdings wird trotz der Flächenerweiterung in einigen Segmenten nach wie vor eine Warteliste geführt. Auch bei den Ausstellern wird mit rund 3000 Unternehmen aus 50 Ländern eine neue Bestmarke erwartet. Zudem werden insgesamt 56 Gemeinschaftsbeteiligungen aus 13 Ländern teilnehmen.

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Startschuss für „Horizont 2020“: 67 Millionen Euro für den Wassersektor

Die Europäische Kommission hat am 11. Dezember 2013 erstmals Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen vorgestellt, die im Rahmen von „Horizont 2020“, dem mit 80 Milliarden Euro ausgestatteten Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, gefördert werden sollen. Für die ersten beiden Jahre werden mehr als 15 Milliarden Euro bereitgestellt, die helfen sollen, die wissensbasierte Wirtschaft Europas anzukurbeln und Fragen zu behandeln, die den Menschen wichtige Neuerungen für ihren Lebensalltag bringen. Zwölf Themenbereiche werden 2014/2015 im Mittelpunkt der Fördermaßnahmen stehen, darunter der Wassersektor, für den 67 Millionen Euro im Jahr 2014 geplant sind. Für Forschung zu Katastrophenschutz und Anpassung an den Klimawandel sind 72 Millionen Euro im Jahr 2014 vorgesehen.

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Forschungsprojekt zu Auswirkungen von Phosphormangel

„Effects of phosphorus limitations on life, earth system and society (IMBALANCEP)“ lautet der Titel eines Forschungsprojekts, das von der EU mit einem Synergy Grant des European Research Council (ERC) im Umfang von 13,6 Millionen Euro gefördert wird. Dabei sollen unter anderem Verschiebungen des Verhältnisses C : P : N in unterschiedlichen Ökosystemen untersucht werden. Am Projekt sind Arbeitsgruppen aus Spanien, Belgien, Frankreich und Österreich beteiligt. Leiter des Vorhabens ist Prof. Josep Peñuelas vom Center for Ecological Research and Forestry Applications (CREAF) in Barcelona, Spanien.

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Energieeffizienter Betrieb von Kläranlagen

Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FIW) an der RWTH Aachen, der Universität Duisburg-Essen (Fachgebiet Elektrische Anlagen und Netze) und der Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft mbH aus Aachen hat die Emschergenossenschaft ein neues Modellprojekt zum energieeffizienten Betrieb von Kläranlagen gestartet. Am Beispiel der Kläranlage Bottrop soll errechnet werden, wie der energieeffiziente Betrieb funktionieren könnte – inklusive Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen und Speicherung von Energie auf Basis von Wasserstoff. Alle bereits bestehenden Komponenten des Kläranlagenareals in Bottrop werden dafür zunächst mathematisch modelliert. Dabei wird das jeweilige Zusammenwirken der Komponenten unter verschiedenen Voraussetzungen analysiert. Daraus abgeleitete Steuerungsstrategien sollen auch auf anderen Kläranlagen der Emschergenossenschaft, wie etwa an der Emschermündung in Dinslaken oder in Dortmund-Deusen, genutzt werden.

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Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung früherer OOWV-Führungskräfte

Der Bundesgerichtshof hat am 12. Dezember 2013 im Prozess wegen Untreue die Revisionen der Angeklagten Karl- Heinz Funke und Hans-Peter Blohm, früher Vorsteher bzw. Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), verworfen. Zudem wurde ein Freispruch von Karl-Heinz Funke aufgehoben. Ein Vorwurf der Untreue muss vor dem Oldenburger Landgericht neu verhandelt werden. Damit sind die früheren Schuldsprüche des Landgerichts Oldenburg gegen Funke und Blohm rechtskräftig. Der OOWV sieht dies als gute Grundlage, um nun seine zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Blohm hatte im Herbst 2007 eine Rechnung über 8000 Euro für ein Fest anlässlich der Silberhochzeit von Funke aus Mitteln des Wasserverbands bezahlt. Im Herbst 2008 verabredeten die Angeklagten eine Erhöhung des Gehalts von Blohm, obwohl Funke hierfür keine Kompetenz hatte. Blohm erhielt daraufhin bis Ende 2009 eine Überzahlung von mindestens 90 000 Euro. Funke und Blohm waren deswegen vom Landgericht Oldenburg zu sechs bzw. elf Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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Neue Runde des Muelheim Water Award gestartet

Der Muelheim Water Award geht in die fünfte Runde: Seit dem 1. Januar 2014 können Bewerbungen zum Auslobungsthema „Fortschritte in der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung“ eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2014, 12.00 Uhr MEZ. Angesprochen sind nationale und internationale Bewerber aus ganz Europa. Mit dem Muelheim Water Award werden herausragende Projekte zur praxisorientierten Forschung und/oder Implementierung innovativer Konzepte ausgezeichnet. Sie sollen zur Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Situation in Europa beitragen. Eingeschlossen sind auch Ingenieur-, Management- oder Planungsleistungen. Dotiert ist der Muelheim Water Award mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 20 000 Euro. Die Durchführung und Organisation des Preises erfolgt im Auftrag der Träger RWE Aqua GmbH und RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH durch die IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH. Der Preis wird im Rahmen der Konferenz DBP 2014 (Disinfection By-products in Drinking Water) verliehen, die vom 27. bis 29. Oktober 2014 in Mülheim an der Ruhr stattfinden wird.

www.muelheim-water-award.com

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25 Jahre Kläranlagen-Leistungsvergleich

Seit 25 Jahren verfolgt die DWA die Entwicklung der Reinigungsleistung
deutscher Kläranlagen. Sowohl bei den organischen
Schmutzstoffen als auch bei den Pflanzennährstoffen
konnte eine stetige Verbesserung der Ablaufwerte verzeichnet
werden. Der Stromverbrauch war auch im Jahr 2012 im Fokus
der Betrachtungen. Mit den im Rahmen des Leistungsvergleichs
erhobenen Daten ist zukünftig auch der jährliche Energiecheck
möglich.
Kläranlagenleistung auf hohem Niveau
Der Rückblick auf die Entwicklung der Ablaufwerte in den
vergangenen 25 Jahren zeigt eindrucksvoll, dass die Ablaufqualität
deutlich verbessert wurde und bundesweit ein hoher
Stand der Abwasserreinigung erzielt werden konnte. Die
Grenzen der Leistungsfähigkeit der bisher eingesetzten Reinigungsverfahren
wurden bereits weitgehend erreicht. Eine
Steigerung ist nur durch den Einsatz weitergehender Verfahren
(zum Beispiel Aktivkohle, Ozon) möglich.
Signifikante Unterschiede in der Ablaufqualität zwischen
den einzelnen Landesverbänden sind vor allem auf die vorwiegend
eingesetzten Kanalisationssysteme (Misch- und
Trennverfahren), den unterschiedlich hohen Fremdwasseranfall
und die dadurch bedingte Verdünnung des Abwassers zurückzuführen.
Dies zeigen auch die Abbaugrade.

Den ganzen Artikel lesen Sie in:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2013

Bestellung bzw. Download
DWA-Bundesgeschäftsstelle, Kundenzentrum
E-Mail: kundenzentrum@dwa.de
Download:
www.dwa.de, dort: „Veranstaltungen“,
Auswahl
„Nachbarschaften“, Auswahl
„Weitere Informationen“

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Jahrestreffen der internationalen Bodensee-Nachbarschaft

Zum diesjährigen KAN-Tag Bodensee am 19. Juni 2013 trafen sich wieder die direkt in den Bodensee einleitenden 23 Kläranlagen zum Erfahrungsaustausch. Treffpunkt war der in Baden- Württemberg liegende Ort Ludwigshafen ganz im Westen des Sees. Schwerpunkte der Tagung waren:
• die Berufsfischerei im Obersee,
• neu angelaufene Tiefenvermessungen des Bodensees durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW),
• Effizienzkontrolle zur Reduktion von Spurenstoffen und Keimen an Kläranlagen und Regenwasserbehandlungsanlagen. Weitere Themen waren der Leistungsvergleich Bodensee, der vor allem aufzeigt, wie die Anrainerländer die Reinigungsleistung ihrer Kläranlagen steigern und verbessern. Ebenso wurde über gesunde und zukunftsfähige Führungsstrukturen auf Kläranlagen berichtet und diskutiert. Am Nachmittag wurde die Kläranlage Stockacher Ach in Espasingen besichtigt. Die Anlage ist eine der ersten Kläranlagen am Bodensee, die einen Pulveraktivkohle(PAK)-Filter zur Elimination von Spurenstoffen gebaut und in Betrieb genommen hat.

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2013

Autor
Roland Duelli (Kressbronn) Obmann KAN Bodensee

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Neuer DWA-Fachausschuss „Berufswettbewerbe“ gegründet

Am 2. Oktober 2013 wurde der neue DWA-Fachausschuss BIZ-13 „Berufswettbewerbe“ in Nürnberg gegründet. Obmann wurde Michael Dörr aus Nürnberg, sein Stellvertreter ist Dr. Andreas Lenz aus München. Dr.-Ing. Rainer Abendt, früher Werkleiter der Stadtentwässerung Nürnberg und Mitglied des Vorstands der DWA, und Rüdiger Heidebrecht, Abteilungsleiter „Bildung und Internationale Zusammenarbeit“ in der DWA-Bundesgeschäftsstelle, konnten somit eine Phase der Etablierung der Berufswettbewerbe abschließen und auf breitere „Füße“ stellen. Im Jahr 2010 wurde auf der IFAT ein erster Probewettbewerb durchgeführt. Nach anfänglicher Skepsis der Branche konnten dann auf der IFAT 2012 schon 28 Teams in drei Disziplinen begrüßt werden. Auch Teams aus Österreich, der Schweiz, Rumänien und Kroatien nahmen bereits an der 1. Offenen Deutschen Meisterschaft teil. Im Jahr 2013 wurden Erfahrungen bei den WorldSkills, der Weltmeisterschaft der Berufe, in Leipzig gesammelt. Dort trafen sich zehn Teams und führten erfolgreich den Präsentationswettbewerb „Wassertechnik“ durch. Zahlreiche internationale Berufsbildner sahen damit erstmalig diese Disziplin in Deutschland. Der Wettbewerb kann somit international weiter wachsen. Aufgabe des neuen Fachausschusses wird es sein, den Berufswettbewerb „Abwassertechnik“ (international: Wassertechnik) weiterzuentwickeln. Disziplinen und Aufgaben sind zu gestalten, und Bewertungen sind vorzunehmen. Der Ausschuss bestimmt die Mitglieder der Jury und wirbt für den Wettbewerb. Die Umwelttechnischen Berufe (UT-Berufe), Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Notwendigkeit, qualifiziertes Betriebspersonal einzusetzen, stehen dabei im Fokus. Dabei arbeitet er eng mit WorldSkills Germany, dem Bundesumweltministerium (Schirmherr), dem Bundesbildungsministerium (Verordnungsgeber) und den Sponsoren zusammen. Auf der IFAT 2014 wird die 2. Offene Deutsche Meisterschaft in der Abwassertechnik stattfinden. Teams aus Unternehmen, von Berufsschulen oder Betreiberfirmen können ihr Können unter Beweis stellen. Kollegen aus anderen Ländern sind herzlich willkommen. Der neue Fachausschuss wird diesen Wettbewerb national und international weiter entwickeln.

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Neues Wassergesetz in Baden-Württemberg

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 27. November 2013 das „Gesetz zur Neuordnung des Wasserrechts in Baden- Württemberg“ beschlossen. Das Gesetz ist modernisiert und führt bestehende Regelungen fort. So stärkt das Gesetz beispielsweise die Schutzzonen am Gewässerrand, denn der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln im Umfeld von fünf Metern wird verboten. Zudem wurden die Vorgaben für die Nutzung der Wasserkraft und der Geothermie modernisiert.

www.gfa-news.de/gfa/wecode/20131216_005 

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VKU-Innovationspreis für Hamburg Wasser

Hamburg Wasser wurde Ende November 2013 vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) der Innovationspreis in der Kategorie Wasser/Abwasser verliehen. Die Auszeichnung wurde vergeben für das Projekt Hamburg Water Cycle. Dabei handelt es sich um ein innovatives Entwässerungs- und Energiegewinnungskonzept, mit dem aus Abwasser Energie für 770 Wohneinheiten gewonnen werden kann. „Hamburg Wasser zeigt damit, dass Abwasserent- und Energieversorgung wirtschaftlich miteinander verknüpft werden und damit die energetische Autarkie von Stadtteilen gefördert werden kann“, machte VKU-Präsident Ivo Gönner deutlich. Der VKU würdigt mit dem Preis auch, dass dieses Projekt einfach auf andere Regionen übertragbar ist.

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Struvit-Fällung bei Thames Water

Das britische Wasserunternehmen Thames Water hat Anfang November 2013 in Slough, westlich von London, eine zwei Millionen Pfund (2,4 Millionen Euro) teure Anlage zur gezielten Fällung von Struvit aus Abwasser in Betrieb genommen. Das Fällungsprodukt soll unter dem Namen Crystal Green als Dünger verkauft werden. Der Fällungsreaktor soll rund 150 Tonnen Crystal Green jährlich – eine halbe Tonne pro Tag – produzieren. Thames Water verspricht sich Einsparungen von bis zu 200 000 Pfund jährlich an Chemikalien, die bislang eingesetzt wurden, um Rohrleitungen von Struvit zu befreien. Die von einem kanadischen Unternehmen in Slough installierte Anlage ist nach Angaben von Thames Water die erste ihrer Art in Europa.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131125_004

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Spurenstoffelimination auf dem Klärwerk Mannheim wird erweitert

Seit zwei Jahren läuft im Klärwerk Mannheim eine Pilotanlage im großtechnischen Maßstab: mithilfe von Pulveraktivkohle (PAK) werden organische Spurenschadstoffe aus einem Teilstrom des gereinigten Abwassers entfernt. Nun wird die PAK-Anlage für 90 % des Abwasseranfalls ausgebaut, die Gesamtkosten betragen 6,8 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg hat hierfür einen Zuschuss von 1,4 Millionen Euro bewilligt. Die Anlage in Mannheim war die deutschlandweit erste großtechnische Versuchsanlage zur Elimination von Spurenstoffen unter Einsatz von Pulveraktivkohle. Das Klärwerk Mannheim ist auf 725 000 Einwohner ausgelegt bei einem Trockenwetterzufluss von 1500 l/s.

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Ratten- und Mäusegifte sicher und rechtskonform einsetzen

Das Umweltbundesamt hat seine Sammlung häufig gestellter Fragen (FAQ) zu Ratten- und Mäusegiften aktualisiert, nachdem es eine Reihe rechtlicher Änderungen gegeben hat. Erstmals wurden Mittel mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulanzien) der ersten Generation bewertet und zugelassen. Kürzlich hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die aktuelle Zulassungsstrategie zu Verwenderkategorien und -bereichen für Antikoagulanzien veröffentlicht. Zudem hat sich die gesetzliche Grundlage der Biozid-Produktzulassung geändert: Seit dem 1. September 2013 gilt die neue Biozid-Verordnung (EU) 528/2012 und ersetzt damit die alte Biozid-Richtlinie 98/8/EG.

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Bertha Benz-Preis für Ingenieurinnen 2014 ausgeschrieben

Die Daimler und Benz Stiftung hat den Bertha Benz-Preis für 2014 ausgeschrieben. Die Stiftung zeichnet damit jährlich eine Ingenieurin aus, die in Deutschland eine herausragende Promotion zur Dr.- Ing. abgeschlossen hat. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Die Promotion zur Dr.-Ing. darf zum Stichtag der Nominierung nicht länger als ein Jahr zurückliegen, und die Dissertation muss mit dem Prädikat „magna cum laude“ oder „summa cum laude“ bewertet sein. Vorschlagsberechtigt sind Universitäten und selbstständige Forschungsinstitute. Eigene Bewerbungen sind nicht möglich. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. März 2014.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131213_001

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Fortsetzung des EU-Programms LIFE

Das nächste LIFE-Programm – das Instrument, über das die EU zwischen 2014 und 2020 Umwelt- und Klimaprojekte finanziell fördert – wurde vom EU-Parlament am 21. November 2013 angenommen. Das zur Verfügung stehende Budget steigt von bislang 2,2 Milliarden auf künftig 3,1 Milliarden Euro.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131121_002

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Kommunalabwasserrichtlinie: Luxemburg vom Europäischen Gerichtshof verurteilt

Luxemburg wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu finanziellen Sanktionen verurteilt (Az. C-576/11), weil es einem 2006 ergangenen Urteil des Gerichtshofs nicht nachgekommen ist, dem zufolge die Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser nicht ordnungsgemäß umgesetzt worden war. Der Gerichtshof verhängte am 28. November 2013 einen Pauschalbetrag von 2 Millionen Euro und daneben ein Zwangsgeld von 2800 Euro pro Tag des Verzugs bei der Durchführung der Maßnahmen, die erforderlich sind, um dem Urteil von 2006 nachzukommen, bis zur vollständigen Durchführung des jetzt neuen Urteils. Luxemburg hatte sein gesamtes Hoheitsgebiet als „empfindliches Gebiet“ im Sinne der Kommunalabwasserrichtlinie ausgewiesen. Der Staat hatte dadurch gegen seine Verpflichtungen aus der Richtlinie verstoßen, dass er nicht nachökologischen weisen konnte, dass eine Reduzierung des Prozentsatzes der Gesamtbelastung aus mehreren Abwasserbehandlungsanlagen von Stickstoff um mindestens 75 % erreicht worden war. Die EU-Kommission hatte deshalb 2005 eine erste Vertragsverletzungsklage gegen Luxemburg vor dem EuGH erhoben.

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Stellungnahme der DWA zum Koalitionsvertrag: Überwiegend Zustimmung

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht in großen Teilen Zustimmung zum Koalitionsvertrag, den CDU, CSU und SPD auf Bundesebene geschlossen haben, signalisiert die DWA. Weite Passagen des Vertrags, die einen Bezug zur Wasserwirtschaft haben, begrüßt die DWA, denn diese decken sich mit Positionen, die die Vereinigung vertritt. Kritisiert wird vor allem der angekündigte Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung. Das in der Koalitionsvereinbarung festgeschriebene Ziel, den im Abwasser enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen, wird von der DWA unterstützt. Die Vereinigung stellt aber gleichzeitig fest, dass die langfristige Erfahrung mit der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung zeige, dass Schäden im Zusammenhang mit einer ordnungsgemäßen Klärschlammdüngung nicht aufträten. Aus Sicht der DWA wäre es verfrüht, schon jetzt eine allgemeine Phosphorrückgewinnung zu fordern, denn die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammaschen ist noch keine großtechnische Routine. Zur Vorsicht mahnen die Wasserwirtschaftler auch beim Eigenstromprivileg, nach dem Strom, den Unternehmen selber erzeugen, in diesem Fall Kläranlagen, von der EEG-Umlage befreit ist. Die Bemühungen der Wasserwirtschaft, sich in Richtung größtmöglicher Energieeffizienz weiterzuentwickeln, profitieren vom Privileg der Eigenstromerzeugung. Dies betrifft beispielsweise die energetische Nutzung von Klärgas, da es sich hierbei um eine ressourceneffiziente Nutzung der im Abwasserreinigungsprozess erzeugten Stoffe handelt. Besonders begrüßt die DWA auch die Aussagen des Koalitionsvertrags zur öffentlichen Daseinsvorsorge und zur Stärkung der kommunalen Wasserwirtschaft. Die Vereinigung sei überzeugt, heißt es in einem Brief der DWA an die führenden Politiker, „dass ohne die öffentliche und verbandliche Wasserwirtschaft … das bestehende hohe Leistungsniveau und die deutlich verbesserte Gewässergüte nicht erreicht worden wären.“ Abschließend stellt die DWA fest, sie vermisse eine klare Aussage zu notwendigen Investitionen in die wasserwirtschaftliche Infrastruktur. Sie bittet die neue Bundesregierung, diesem für die Volkswirtschaft so wichtigen Bereich die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Die wasserwirtschaftlich wichtigen Passagen des Koalitionsvertrags sind auf Seite 12 dieses Hefts zusammengefasst. Download des vollständigen Koalitionsvertrags:

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131127_006

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Bundesweiter Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung?

„Der Schutz der Gewässer vor Nährstoffeinträgen sowie Schadstoffen soll verstärkt und rechtlich so gestaltet werden, dass Fehlentwicklungen korrigiert werden. Wir werden die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken beenden und Phosphor und andere Nährstoffe zurückgewinnen.“ So steht es etwas versteckt auf Seite 120 des 185 Seiten umfassenden Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD für die gerade begonnene 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags. Nach manchen Spekulationen und Vermutungen wird damit ein bundesweiter Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung immer wahrscheinlicher.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131202_003  

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Huber Technology Prize 2014 ausgeschrieben

Der 4. Internationale Huber Technology Prize der Huber-Technology-Stiftung mit dem Schwerpunkt „Ressourcen und Energie aus Abwasser – Rückgewinnung und Recycling“ mit einem Preisgeld von 10 000 Euro ist ausgeschrieben. Gesucht werden von Studierenden (Kategorie I) und Doktoranden (Kategorie II) von Hochschulen im In- und Ausland, vorzugsweise Ideen, Vorschläge oder Konzepte, in Form von Skizzen oder Abschlussarbeiten auf maximal sieben Seiten, die das Thema „Ressourcen und Energie aus Abwasser“ in seiner Ganzheitlichkeit betrachten und somit auch die Wechselwirkungen zwischen Technik, Umwelt und Gesellschaft erfassen. Die Themenfelder können im Sinne der Ausschreibung frei gewählt werden. Die Vorschläge sollten eine Umsetzbarkeit in die Praxis erkennen lassen und nach Möglichkeit dabei das Ziel einer gesetzlich vorgeschriebenen Abwasserreinigung nicht aus den Augen verlieren. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2014.

www.huber.de/de/htp2014

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Geschäftschancen für Aussteller der IE expo 2014

Die chinesische Regierung plant, den immensen Verstädterungsprozess der Volksrepublik China möglichst verträglich zu gestalten. Dazu gehört auch die verstärkte Beachtung ökologischer Aspekte. Eine direkte Folge daraus sind massive Investitionen in Umwelttechnologien. Die IE expo, Chinas führende Umwelttechnologiemesse, bringt vom 20. bis 22. Mai 2014 in Shanghai Angebot und Nachfrage zusammen. Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen technisch-wissenschaftlichen Konferenzprogramm. Der chinesische Wirtschaftsboom der letzten Jahrzehnte hatte einen hohen Preis – zum Beispiel bei der Ressource Wasser: Die Weltbank schätzt den wirtschaftlichen Schaden, der aufgrund von Wasserknappheit oder -verschmutzung in der Volksrepublik entsteht, auf bis zu 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das chinesische Ministry of Water Resources geht davon aus, dass etwa 300 Millionen Chinesen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, während etwa zwei Drittel der Städte unter Wasserknappheit leiden. Nach dem aktuellen zwölften Fünfjahresprogramm sollen bis zum Jahr 2015 insgesamt etwa 430 Milliarden RMB – umgerechnet knapp 52 Milliarden Euro – in den Trinkwassersektor fließen. Davon gehen rund 427 Milliarden RMB in den Anlagenbau. Für die Verbesserung und den Neubau von Abwasserleitungen sind gut 244 Milliarden RMB eingeplant, 104 Milliarden RMB stehen für neue Abwasserbehandlungsanlagen und knapp 14 Milliarden RMB für die Modernisierung bestehender Klärwerke bereit. Ferner sollen fast 35 Milliarden RMB in Klärschlamm-Behandlungsanlagen und mehr als 30 Milliarden RMB in Wasser- Recyclinganlagen investiert werden. Schließlich sind annähernd drei Milliarden RMB für die Einführung und Installation von Überwachungs- und Kontrolleinrichtungen der Mess- und Regeltechnik vorgesehen.

www.ie-expo.com

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Verbände und Unternehmen fordern weitgehendes Fracking- Verbot

Wasserversorger und Getränkeindustrie haben eine Allianz gegen Fracking geschmiedet. In der „Gelsenkirchener Erklärung“ sprechen sich Gelsenwasser, die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr e. V., der Verband Deutsche Mineralbrunnen e. V., der Deutsche Brauer- Bund e. V. und die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e. V. für ein weitgehendes Fracking-Verbot aus. Durch die bisherigen Gesetzentwürfe sehen die Unterzeichner Trinkwasser und Wasservorkommen für Getränkebetriebe nicht angemessen vor den möglichen Folgen von Fracking geschützt. Die Allianz fordert von der Bundesregierung klare gesetzliche Regelungen, die den Schutz von Wasser sicherstellen. Sie betonen, dass das bestehende Bergrecht keine sachgerechte Lösung darstellt. Es sei daher dringend erforderlich, den Einsatz von Fracking so zu regeln, dass die Belange des Umweltschutzes ebenso wie der gesundheitliche Verbraucherschutz gewährleistet sind, heißt es in der Gelsenkirchener Erklärung. Konkret fordert die Allianz ein ausdrückliches Verbot von Fracking zur unkonventionellen Kohlenwasserstoffgewinnung, einschließlich dem Verpressen von Rücklauf-, Lagerstätten-, und Abfallwasser, in allen Gebieten, in denen Wasser zum Trinken und zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt wird. Zudem soll Fracking auch in Gebieten untersagt werden, in denen das Verfahren aus Gründen der geologischen Situation oder menschlicher Tätigkeit mit hohen Umweltrisiken einhergehen würde. Dazu zählt die Allianz tektonisch stark beanspruchte Gebiete, ehemalige Bergbaugebiete und ähnliches. Bei der Genehmigung von Fracking muss nach Ansicht der Allianz die vorherige umfassende Ermittlung aller Umweltauswirkungen im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung mit festgelegten Mindestanforderungen obligatorisch sein.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131126_002  

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Emschergenossenschaft weiht neue Versuchsstation ein

Die Emschergenossenschaft hat Mitte November mit dem Technikum eine neue Versuchsstation auf dem Klärwerk Emschermündung in Dinslaken eingeweiht. Das neue Technikum hat mit den Verfahrenstechniken zur Elimination von Spurenstoffen einen zusätzlichen, starken Schwerpunkt erhalten. In einer zweistraßigen Belebungsstufe für 1000 Einwohnerwerte, einer Sandfiltration, vier parallelen Versuchsständen für weitergehende Eliminationsverfahren und einer anschließenden Umkehrosmose können Möglichkeiten und Grenzen dieser Verfahren, direkte Vergleiche und das Zusammenspiel mit der Belebungsstufe detailliert untersucht werden. Als weitergehende Verfahren werden zunächst ein Membranmodul, ein Pulveraktivkohleverfahren, eine Filterstufe mit granulierter Aktivkohle und eine Ozonierung installiert. installiert. Die Emschergenossenschaft sieht das neue Technikum auch als Ort der Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft. Forschergruppen, Hochschulen und Praxispartner sind für eine längerfristige oder projektbezogene Zusammenarbeit willkommen. Das neue Technikum ersetzt die alte, mittlerweile sanierungsbedürftige Versuchsstation aus dem Jahr 1963.

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Young Water Professionals’ Programme der DWA

Zur IFAT 2014 wird es ein Young Water Professionals Programme (YWP) für 70 internationale junge Ingenieure geben. Deutsche Firmen mit Auslandsgeschäft können ihren international arbeitenden Ingenieurnachwuchs zur Teilnahme anmelden. Geboten werden ein Programm mit exklusivem YWP-Lounge-Aufenthalten, Exkursionen, Vorträgen, Messebesuchen, internationalen Vernetzungen, Teilnahme an der Young Water Conference etc. Kosten pro Person 1300 Euro einschließlich Übernachtung, Tagesverpflegung, genanntes Programm in englischer Sprache. An- und Abreise nach und von München sind nicht im Preis enthalten.

Gabriele Martens, Tel. 0 22 42/872-115 E-Mail: martens@dwa.de

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NRW fordert schärfere Auflagen für Verdunstungskühlanlagen

Als Folge der Legionellenepidemie in Warstein fordert die nordrhein-westfälische Landesregierung vom Bund schärfere Auflagen für Verdunstungskühlanlagen. Einen entsprechenden Antrag hat NRW Anfang Dezember 2013 an den Bundesrat geleitet (Drs. 795/13). Der Antrag sieht unter anderem die Festlegung der zulässigen Belastung mit Legionellen als Kontroll- und Maßnahmenwerte im Kühlwasser vor. Des Weiteren enthält er verschiedene Vorgaben bezüglich der Wartung und Überprüfung. Zur Begründung führt die NRW-Landesregierung an, dass bei der Legionellenepidemie in Warstein ein offenes Rückkühlwerk zumindest als Mitverursacher gilt. Bei weiteren Epidemien in Spanien, Frankreich, Norwegen und Ulm sind laut der Landesregierung ebenfalls Rückkühlwerke als Quellen identifiziert worden. In solchen Kühlanlagen kommt die Umgebungsluft in direkten Kontakt mit dem Kühlwasser. Da das Kühlwasser im Kreis gefahren wird, können sich dort bei unzureichender Wartung Legionellen vermehren und in die Umgebungsluft verteilt werden. Dies kann laut der NRW Landesregierung allerdings durch gesetzliche Vorschriften zu Errichtung und Betrieb der Anlagen verhindert werden.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131212_002

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Kläranlagen in der Regel nicht mit Legionellen belastet

Probleme mit Legionellen sind auf den Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen die Ausnahme. Dies geht aus einer ersten Zwischenbilanz einer landesweiten Sonderprüfung von Kläranlagen auf Legionellen- Belastungen durch das Landesumweltamt NRW (LANUV) hervor. Das LANUV hat hierfür 29 Kläranlagen in NRW in den Monaten September und Oktober 2013 beprobt. Dabei wurden in den insgesamt 290 Kläranlagenproben 28 positive Legionellenbefunde festgestellt. Bis auf eine Ausnahme lagen diese Befunde aber bei lediglich 500 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml. Deutlich höhere Werte wurden hingegen bei der Kläranlage Kreuztal mit 140 000 bis 2,6 Millionen KBE pro 100 ml gemessen. Eine unmittelbare gesundheitliche Belastung durch die Legionellen in Kreuztal sehen Experten aber nicht. Aufgrund der abgedeckten Vorklärbecken und der Filtration der Abluft werde davon ausgegangen, dass im Gegensatz zu Warstein ein deutlich geringeres beziehungsweise nicht vorhandenes Ausbreitungsrisiko für Legionellen gegeben ist, so Prof. Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Die Ergebnisse der amtlichen Beprobung durch das LANUV werden von den Ergebnissen der Selbstüberwachung der Kläranlagenbetreiber im Wesentlichen bestätigt. Dabei konnten bei 58 von 80 Kläranlagen keine Legionellen nachgewiesen werden. Bei 22 Anlagen wurden Legionellen oberhalb der Bestimmungsgrenze nachgewiesen. Die höchste Konzentration meldete die Kläranlage Herford mit bis zu 2,3 Millionen KBE in den Proben. Allerdings konnte dieser Wert bei drei amtlichen Nachuntersuchungen im Oktober nicht mehr bestätigt werden. Die drei amtlichen Proben lagen alle unterhalb von 100 KBE.

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Bundesregierung: kommunale Kläranlagen sind keine Ausgangsorte für Legionelleninfektionen

Jahrzehntelange Erfahrungen mit der Abwasserreinigung haben „bisher keine Hinweise darauf gegeben, dass normale kommunale Kläranlagen Ausgangsorte für Legionelleninfektionen sind.“ Das schreibt die Bundesregierung unter Berufung auf die DWA in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken zur Freisetzung von Legionellen in Kläranlagen (Bundestags- Drucksache 18/67). Kläranlagen ständen daher nicht im Fokus der Überlegungen zur Vermeidung von Legionellenausbrüchen. Und weiter: „Basierend auf den bisherigen Rückläufen [eines Monitoringprogramms, Red.] kann ein flächendeckendes Legionellenproblem für kommunale Kläranlagen mit großer Wahrscheinlichkeit bereits heute ausgeschlossen werden.“ Auf die Frage nach einer möglichen Gefährdung des Betriebspersonals von Kläranlagen schreibt die Regierung, ebenfalls unter Berufung auf die DWA, „dass bei Beachtung der bestehenden Vorschriften das Betriebspersonal kommunaler Kläranlagen nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse keinen besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt ist.“ Die Bundesregierung hält es für „zurzeit nicht absehbar, ob und inwieweit Änderungen [von Anhängen] … der Abwasserverordnung erforderlich werden. Die Beratungen in den betroffenen Bund-Länder-Gremien bleiben abzuwarten.“ Zusammenfassend stellt die Regierung fest: „Nach den derzeitigen Kenntnissen ist eine massenhafte Untersuchung von Belebtschlamm, Abwasser und Klärschlamm nicht angezeigt.“ Bis Ende 2013 soll allerdings eine technische Richtlinie zu Hygieneanforderungen an Verdunstungskühlanlagen vorliegen. Den Anfragen der Linken – eine zur Freisetzung von Legionellen aus Kläranlagen, eine zur Freisetzung von Legionellen aus Kühltürmen – zugrunde liegt das Auftreten von Legionelleninfektionen in Warstein im Sommer 2013, wobei als Infektionsquelle ein Rückkühlwerk angenommen wird, dem letztlich über eine industrielle Abwasservorreinigungsanlage Rohwasser zufloss, das relativ hohe Konzentrationen an Legionellen aufwies.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20131126_004

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Aus- und Weiterbildung 2016

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Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv

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Aus- und Weiterbildung 2014 Aus- und Weiterbildung 2015  

November 2016
Auszubildende sind zufrieden mit ihrem Betrieb, aber nicht mit ihrer Berufsschule 
Neues im Netzwerk für Ausbilderinnen und Ausbilder 
Juli 2016
Weiterbildendes Fernstudium „Angewandte Umweltwissenschaften“ akkreditiert! 
Juni 2016
Umweltministerium und Verbände der Wasserwirtschaft informieren über Arbeitsplätze in der Wasserwirtschaft  
Januar 2016
Zwei berufsbegleitende Studienangebote an der Universität Koblenz-Landau 
Bildungsmodul „Klimaangepasste Siedlungsentwässerung“ 

 


Auszubildende sind zufrieden mit ihrem Betrieb, aber nicht mit ihrer Berufsschule

Die Mehrheit der Auszubildenden in Deutschland ist zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer betrieblichen Berufsausbildung. Weniger gut schneiden dagegen die Berufsschulen ab. Nicht einmal die Hälfte der Auszubildenden ist mit dem dortigen Unterricht zufrieden. Sie bemängeln vor allem die fehlende Abstimmung der Unterrichtsinhalte mit der Tätigkeit im Unternehmen und den Prüfungsanforderungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung am Schmalenbach Institut der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der TH Köln. Befragt wurden bundesweit rund 1.350 Auszubildende aus den Bereichen Handel, Industrie und der Dienstleistungsbranche.

Ziel der quantitativen Befragung war die Erfassung der Auszubildendenzufriedenheit im dualen System der Berufsausbildung. Unter der Leitung von Dr. Christian Ernst, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Berufsbildung und Personalführung, stand dabei der Vergleich der Lernorte Betrieb und Berufsschule im Mittelpunkt der Analyse.

Gute Betreuung und hohes Niveau, unzufriedener mit der Bezahlung
Dreiviertel der Befragten (73 Prozent) sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der betrieblichen Ausbildung. Die Atmosphäre der Auszubildenden untereinander und der Praxisbezug werden dabei besonders positiv bewertet. 76 Prozent sind der Meinung, dass das Unternehmen ein hohes praktisches Qualifikationsniveau sicherstellt. Auch die Erreichbarkeit der Ausbildungsleiter, die persönliche Betreuung und die Ausstattung des Arbeitsplatzes werden gut bewertet. Die Zufriedenheit sinkt jedoch markant mit der Länge der Ausbildung: Von den Azubis im

Verbesserungsbedarf sehen viele Auszubildende lediglich bei der Vergütung. Hier sind nur 55 Prozent zufrieden, aber 20 Prozent ausdrücklich unzufrieden. Dabei fällt die monetäre Zufriedenheit in Industrieunternehmen mit 80 Prozent deutlich höher aus als in den anderen Branchen. Auch in Konzernen sind Auszubildende mit ihrer Vergütung zufriedener (70 Prozent) als in kleinen Unternehmen (39 Prozent). „Das ist nicht überraschend aufgrund der höheren Verbreitung tarifvertraglich geregelter Ausbildungsvergütungen in diesen Unternehmen“, kommentiert Prof Dr. Christian Ernst das Ergebnis.

Berufsschulen: Schlechte Abstimmung der Lehrinhalte und mangelnde Motivation
Im Vergleich zur guten Qualität der Berufsbildung im Betrieb schneiden die Berufsschulen in der Wahrnehmung der Auszubildenden deutlich schlechter ab. Wirklich zufrieden sind lediglich 44 Prozent, 16 Prozent dagegen unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Bemängelt werden vor allem die fehlende Abstimmung der Unterrichtsinhalte mit der Tätigkeit im Unternehmen und den Prüfungsanforderungen. Damit sind nur 42 Prozent zufrieden. Besonders die Auszubildenden in den Dienstleistungsunternehmen sind darüber unzufrieden. Allgemein werden auch die fehlende Aktualität des Lernstoffes und die mangelnde Motivation der Lehrerinnen und Lehrer kritisiert. Das Fachwissen des Lehrpersonals schneidet hingegen weniger schlecht ab.

„Die fehlende Abstimmung der Unterrichtsinhalte zwischen den beiden Lernorten ist ein altbekanntes Problem, dass diese Analyse noch einmal bestätigt“, sagt Professor Ernst. Die kritisierte Motivation der Lehrerinnen und Lehrer, und damit die Art des Unterrichts, liegen aus seiner Sicht an strukturellen Versäumnissen der Lehrerausbildung und vor allem am schulischen Personalmanagement. „Wenn man dem Aderlass der Lehre nicht weiter Vorschub leisten will, müssen Berufsschulen und Unternehmen näher zusammenrücken.“ So könnten obligatorische Hospitationen der BerufsschullehrerInnen in den Betrieben eingeführt und AusbilderInnen vermehrt im Unterricht eingesetzt werden. Außerdem würden die Lehrkräfte gerade in schwierigen Berufsschulklassen pädagogisch zu sehr allein gelassen, so Professor Ernst. Er empfiehlt eine Betreuung durch lernfeldorientierte Coaches, um den Unterricht didaktisch und methodisch weiterzuentwickeln. „Ebenso sollte die Reduzierung des Berufsschulunterrichts auf acht Wochenstunden kein Tabu in der Diskussion um eine Neuorientierung der Berufsschulen sein.“

Zur Befragung
Bundesweit wurden 1348 Auszubildende befragt. 46 Prozent der Befragten sind weiblich, 54 Prozent männlich. 81,1 Prozent waren zum Zeitpunkt der Analyse zwischen 18 und 23 Jahre alt. 35 Prozent befanden sich im ersten, 37 Prozent im zweiten und 27 Prozent im dritten Ausbildungsjahr. Mit 48 Prozent arbeitet die Mehrheit der Befragten im Handel, 26 Prozent in der Industrie bzw. dem produzierenden Gewerbe und neun Prozent in Dienstleistungsunternehmen. 26 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Kleinunternehmen mit bis zu 50 Angestellten ausgebildet. Neun Prozent in Konzernen mit über 10.000 Angestellten.

Den Abschlussbericht der Studie „Auszubildendenzufriedenheit“ können Sie einsehen unter
https://www.th-koeln.de/mam/downloads/deutsch/hochschule/aktuell/pm/2016/abschlu…

Die TH Köln bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind mehr als 25.000 Studierende in über 90 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin. Die TH Köln wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet und zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

https://idw-online.de/de/news662107

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Neues im Netzwerk für Ausbilderinnen und Ausbilder

BIBB-Internetportal „foraus.de“ mit Relaunch, Workshops und Online-Umfrage

Das Internetportal „foraus.de“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) präsentiert sich nach einem Relaunch nicht nur in neuem Design, sondern bietet Ausbilderinnen und Ausbildern auch vielfältige neue und aktuelle Angebote, Informationen und Workshops: So wird im Lernzentrum von foraus.de das Konzept „Kompetenzwerkstatt“ zur handlungsorientierten, lernortübergreifenden Ausbildung präsentiert und über Anwenderworkshops zur Nutzung digitaler Medien im Ausbildungsalltag informiert.
Ausbilderinnen und Ausbilder können zudem zum Thema „Einsatz digitaler Medien im Betrieb“ noch bis zum 30. September an einer Online-Befragung teilnehmen. Sie unterstützen so die Entwicklung geeigneter, praxisrelevanter Materialien zur Förderung der Medienkompetenz.

Im foraus.de-Netzwerk stehen Ausbilderinnen und Ausbildern zahlreiche Angebote zur Diskussion, Recherche und Unterstützung ihrer täglichen Ausbildungspraxis zur Verfügung. Das Portal bietet unter anderem ein Forum zum Erfahrungsaustausch, Lernbausteine zum Selbstlernen im Lernzentrum, Weiterbildungsangebote und hilfreiche Hinweise für das Ausbildungspersonal.

Eine Reihe von Features, mit deren Hilfe der online-gestützte Informationsaustausch übersichtlicher und strukturierter möglich ist, wurde überarbeitet oder neu in das Portal integriert:

• Das Konzept „Kompetenzwerkstatt“ richtet seinen Blick auf die Ausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Es zeigt, wie die Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt didaktisch, methodisch und medial zeitgemäß aufgegriffen werden können. Mithilfe der Kompetenzwerkstatt lässt sich eine attraktive, qualitativ hochwertige und effektive Berufsausbildung im Betrieb und in der Berufsschule realisieren, die sich an beruflichen Arbeitsprozessen orientiert, zielgerichtet digitale Medien einsetzt und so die Kompetenzen der Auszubildenden fördert. Die Praxishandreichungen „Kompetenzwerkst@tt“ führen vom Curriculum zum softwaregestützten beruflichen Lernen. Für foraus.de entwickelte Erklärvideos erleichtern die Umsetzung im betrieblichen Ausbildungsalltag.

• Zentrales Anliegen der Online-Befragung zum Einsatz digitaler Medien im Betrieb ist, durch die Einschätzungen und Expertisen der Fachleute aus der Praxis Informationen darüber zu erhalten, wie grundlegende Anforderungen an eine medienpädagogische Kompetenz des Aubildungspersonals zu gestalten sind. Auf dieser Basis sollen anwendungsorientierte Angebote zur Unterstützung des Ausbildungspersonals entwickelt werden. Die Online-Befragung erfolgt im Rahmen des BIBB-Forschungsprojekts „Digitale Medien in der betrieblichen Berufsausbildung – Medienaneignung und Mediennutzung in der Alltagspraxis von betrieblichem Ausbildungspersonal“.

• Passend hierzu wird die Ausbildungspraxis in Anwenderworkshops über die Nutzung digitaler Medien im Ausbildungsalltag informiert. Der nächste Workshop findet am 21. September 2016 in Dresden statt, weitere folgen in Hamburg am 13. Oktober und in Saarbrücken am 2. November.

Zum Hintergrund:
foraus.de richtet sich mit seinen Angeboten an haupt- und nebenberufliche Ausbilderinnen und Ausbilder, an ausbildende Fachkräfte in Betrieben, an Multiplikatoren zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals sowie an Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter im Bereich der betrieblichen, überbetrieblichen und außerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung. Weiterhin werden mit den Informationen und Diensten von foraus.de leitendes Personal im beruflichen Bildungswesen, Verantwortliche im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung sowie Personen, die an pädagogischen Prozessen und innovativen Entwicklungen in der beruflichen Bildung interessiert sind, angesprochen. Mit den Online-Services von foraus.de leistet das BIBB einen Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildungspraxis.

Weitere Informationen unter http://www.foraus.de,
zur Online-Befragung unter http://www.foraus.de/html/foraus_1900.php
sowie zu den Workshops unter http://www.foraus.de/html/foraus_2827.php

Ansprechpartner/-in im BIBB:
Franziska Kupfer, E-Mail: kupfer@bibb.de
Thomas Neuhaus, E-Mail: neuhaus@bibb.de

 

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Weiterbildendes Fernstudium „Angewandte Umweltwissenschaften“ akkreditiert!

Neuer Masterstudiengang an der Universität Koblenz-Landau

Die Umweltwissenschaften sind einer der drei profilbildenden Bereiche der Universität Koblenz-Landau, sowohl in der Forschung wie auch in der Lehre. Fünf grundständige Umweltstudiengänge mit den Abschlüssen Bachelor oder Master bietet die Universität bereits an. Ab dem Wintersemester 2016/17 kommt ein weiterer hinzu: Der Weiterbildende Master-Fernstudiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“.

Schon seit vielen Jahren hat das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) dieses berufsbegleitende Fernstudium in Zusammenarbeit mit dem Koblenzer Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften als Diplom-Studiengang durchgeführt. Zahlreiche Studierende haben bislang von dieser Möglichkeit der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung mit einem starken Berufs- und Praxisbezug zum Umweltsektor Gebrauch gemacht. Nunmehr wurde der Studiengang reformiert und an den Bedarf des Arbeitsmarktes angepasst: Neben den bewährten Themenfeldern „Ökologie“, „Geowissenschaften“, „Umweltrecht“, „Umweltplanung“, „Umweltmanagement“ und „Umwelttechnik“ wurde das fachlich-inhaltliche Profil des Studiengangs durch neue Module wie etwa „Umweltchemie“, „Naturschutz“, „Gewässerschutz“, „Umweltkommunikation und -mediation“ und „Umweltinformatik und Umweltinformationssysteme“ modernisiert, eine auf fünf Semester reduzierte Studiendauer mit verkürzten Präsenzphasen verbessert die Vereinbarkeit von Studium, Familie und Beruf und mit dem Abschluss ‚Master of Science‘ verleiht die Universität ihren Absolventinnen und Absolventen einen anerkannten akademischen Grad.

Mit der kürzlich erfolgten Akkreditierung hat das neue Studienangebot bewiesen, dass es den strengen Regeln der akademischen Qualitätskontrolle genügt: Der weiterbildende Fernstudiengang darf künftig das Gütesiegel des Deutschen Akkreditierungsrates tragen. Damit kann der Studienbetrieb zum kommenden Wintersemester aufgenommen werden.
Zielgruppe des Studiengangs sind insbesondere Ingenieure/innen und Naturwissenschaftler/innen, die sich nach einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und einer mindestens einjährigen Berufserfahrung für eine Leitungstätigkeit im Umweltsektor weiterqualifizieren möchten. Zugelassen werden können aber auch Akademiker/innen anderer Fachrichtungen ebenso wie beruflich Qualifizierte ohne Hochschulabschluss (Laboranten, Techniker, Meister u.a.), wenn sie über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung im Umweltbereich verfügen und eine Eignungsprüfung bestehen. Anmeldeschluss für das Wintersemester 2016/17 ist der 15. September 2016.

Nähere Informationen zum Fernstudiengang „Angewandte Umweltwissenschaften“ gibt es online unter https://www.uni-koblenz-landau.de/de/zfuw/umweltwissenschaften oder bei Norbert Juraske unter umwelt@uni-koblenz.de sowie 0261 287-1520.

Kontakt und Beratung:
Universität Koblenz-Landau – Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW)
Postfach 201 602 • 56016 Koblenz
Tel.: 0261 287-1520 • Fax: 0261 287-1521
E-Mail: umwelt@uni-koblenz.de • Internet: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/zfuw

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Umweltministerium und Verbände der Wasserwirtschaft informieren über Arbeitsplätze in der Wasserwirtschaft

Wasser ist nicht nur Lebensgrundlage für Mensch und Natur, sondern bietet auch vielen Menschen Lohn und Brot. Darauf will der Weltwassertag 2016 aufmerksam machen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ steht. „Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen damit die Wasserwirtschaft und ihre facettenreichen Arbeitsplätze: Die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie die Gewässerunterhaltung vereinen vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten mit nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Aufgaben“, so der Staatssekretär im Umweltministerium, Roland Krämer. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz präsentierte anlässlich des Weltwassertages gemeinsam mit den Verbänden der Wasserversorgung und der Abwasserwirtschaft Daten und Fakten zu den Arbeitsplätzen in der Wasserwirtschaft und zu den dort erbrachten Leistungen.

Damit das Trinkwasser von der Quelle bis zum Hausanschluss gelangt, sind viele Arbeitsschritte nötig. Die Wasserversorger erledigen sie zuverlässig – dies belegt schon die gute Qualität – mit qualifizierten Beschäftigten. Im Saarland arbeiten in 45 Versorgungsunternehmen insgesamt rund 400 Beschäftigte.

„Abwasserentsorgung bedeutet Umweltschutz: Von der Reinigung des Abwassers in unseren 140 Kläranlagen profitieren insbesondere die Gewässer ganz erheblich. Doch eine moderne Abwassertechnik beinhaltet inzwischen weit mehr als die Reinigung unserer Abwässer. So können heutzutage dank hochentwickelter technischer Verfahren beispielsweise auch Wärme und Energie aus dem Abwasser gewonnen werden. Insgesamt bietet der Abwasserbereich ein breites Spektrum an interessanten und anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten – von der Planung und Erprobung neuer Techniken und Verfahren, über die Betreuung der zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen bis hin zur Arbeit der Fachkräfte in der Verwaltung, im zertifizierten Labor und auf den Kläranlagen“, erklärt der Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), Karl Heinz Ecker.

Aber nicht nur die Ver- und Entsorgung bietet Beschäftigung, auch die öffentliche Verwaltung hat umfangreiche Aufgaben in der Wasserwirtschaft und kann diese nur mit gut ausgebildetem Personal erledigen:
• Im Umweltministerium und dem nachgeordneten Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) sind insgesamt ca. 90 Personen in der Wasserwirtschaft tätig. Zählt man die Beschäftigten in den Gemeinden hinzu, so kann im Saar-land von über 200 Arbeitsplätzen in der Wasserwirtschaftsverwaltung ausge-gangen werden.

• Daneben stellt das Ministerium den Gemeinden Zuschüsse bereit in Höhe von etwa 3 Mio. € zur Renaturierung von Gewässern und für Maßnahmen zur Nie-derschlagswasserbewirtschaftung (Stichwort Fremdwasserentflechtung). Rund 0,5 Mio. € Fördermittel stehen für kommunale Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung. Insgesamt werden dadurch Investitionen von mehr als 8 Mio. € ausgelöst und eine entsprechende Beschäftigung in den Planungsbüros und der Bauwirtschaft ermöglicht.

Und was machen diese Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung? Staatssekretär Krämer: „Ein Ziel ist der Schutz der Menschen vor Hochwasser, ein anderes der Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Übernutzung – nicht zuletzt, weil unser Trinkwasser zu 100% aus Grundwasser gewonnen wird. Und schließlich auch der Schutz der Gewässer vor übermäßigen Belastungen.“

Europarechtlich wurden diese Ziele in der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) formuliert, die drei Fristen zum Erreichen des guten Zustands vorsieht. Der 2. Bewirtschaftungsplan für den Zeitraum 2016 bis 2021 wurde gerade verabschiedet. Das dazugehörige Maßnahmenprogramm umfasst 449 Maßnahmen. Die Gemeinden, der EVS, das LUA und die anderen zuständigen Behörden werden diese in den nächsten Jahren umsetzen. Um die Kammern, Behörden und Verbände hier frühzeitig einzubinden, wurde am Montag ein Beirat zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gegründet.

http://www.saarland.de/SID-DD24044D-90D479DA/139749.htm

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Zwei berufsbegleitende Studienangebote an der Universität Koblenz-Landau

Die Universität Koblenz-Landau bietet zum Sommersemester 2016 die Fernstudienkurse „Deutsches Umweltrecht“ und „Europäisches Umweltrecht“ an. Die Kurse starten im April 2016, Anmeldeschluss ist der 15. März 2016.
Den Teilnehmern soll in den Kursen ein grundlegendes Verständnis sowie eine umfassende und praxisorientierte Übersicht über das Umweltrecht – auf europäischer sowie auf nationaler Ebene – vermittelt werden. Kenntnisse zum Umweltverfassungs- und -völkerrecht, zu den Prinzipien sowie direkten und indirekten Instrumenten des Umweltrechts, zu Gesetzgebungsverfahren und zum Umweltverwaltungsrecht werden ebenso gelehrt wie ein detaillierter Überblick über die Kernbereiche des besonderen Umweltrechts: des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts, Immissionsschutzrechts, Naturschutzrechts, Chemikalienrechts sowie des Wasserhaushalts- und Gewässerschutzrechts.
Die Fernstudienkurse wenden sich in erster Linie an Ingenieure und Naturwissenschaftler im Beschäftigungsumfeld Umweltschutz, aber auch an Absolventen anderer Fachrichtungen wie zum Beispiel Juristen und Verwaltungsfachleute, Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaftler, Raumplaner wie auch an alle Interessierten, die sich beruflich mit den Fragen des Umweltrechts befassen oder eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich anstreben. Für beide Kurse gibt es keine formalen Zulassungsbeschränkungen. Allerdings sind Inhalt und Niveau der Kurse auf Teilnehmer mit Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss oder vergleichbarer Qualifikation ausgerichtet.
Die Bedeutung von fundierten Kenntnissen im Umweltrecht ist in vielen Bereichen stark gestiegen: Seit Einführung als Staatszielbestimmung in das Grundgesetz 1994 hat der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Deutschland Verfassungsrang. Auch auf europäischer Ebene genießt Umweltschutz als Zielformulierung in den Gründungsverträgen und der EU-Grundrechtecharta einen sehr hohen Stellenwert. In der Folge hat sich das Umweltrecht zu einem bedeutenden, eigenständigen Rechtsgebiet entwickelt, das das ökonomisch-technologische Handeln vieler Unternehmen in fast allen Branchen wie auch in der öffentlichen Verwaltung stark beeinflusst. Ob in der Industrie oder im Handwerk, im Baugewerbe oder der Agrarwirtschaft, in Handels- und Transportunternehmen oder im Dienstleistungssektor – ohne Beachtung der immer weiter zunehmenden umweltrechtlichen Anforderungen kann heutzutage kein Unternehmen am Markt bestehen.
Große Unternehmen unterhalten oftmals einen eigenen Mitarbeiterstab, der die Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen kontrolliert, kleine und mittelständische Unternehmen leisten sich allenfalls einen Umweltschutzbeauftragten oder bedienen sich externer Berater. Somit gibt es einen wachsenden Bedarf an Experten, die über ein umfassendes Umweltrechts-Know-how verfügen. Häufig werden solche Aufgaben von Nicht-Juristen wahrgenommen, Akademikern mit natur-, ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftlichen Abschlüssen, die sich fundierte Kenntnisse und Kompetenzen auf dem Gebiet des Umweltrechts erst durch eine entsprechende Weiterbildung aneignen müssen.
Nähere Informationen zu den Bildungsangeboten im Umweltbereich gibt es online unter https://www.uni-koblenz-landau.de/de/zfuw/ oder bei Norbert Juraske unter umwelt@uni-koblenz.de sowie 0261 287 1520.
 
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Bildungsmodul „Klimaangepasste Siedlungsentwässerung“

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Projekt „KliWäss“ (03DAS007), bei dem es um die Konzeption, Erstellung und pilothafte Umsetzung eines Bildungsmoduls für Studierende, Meister und Techniker zum Thema „klimaangepasste Stadtentwässerung“ (KliWäss) geht, ist abgeschlossen: Das Bildungsmodul zur klimaangepassten Siedlungsentwässerung ist einsatzbereit. Es wird dem Projektträger Ende November übergeben.
Gemeinsam mit der TU Kaiserslautern (Prof. Schmitt) und der DWA hat die Dr. Pecher AG das Projekt in den letzten zwei Jahren bearbeitet. Nach der Erstellung der Unterlagen wurden diese an verschiedenen Hochschulen in Deutschland getestet.
Ziel des Projekts „Klimaangepasste Siedlungsentwässerung“ ist es, den Stand des Wissens zu Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel im Bereich der Siedlungsentwässerung und Siedlungsentwicklung in einem Bildungsmodul kompakt zusammenzufassen und damit dem Bau-, Stadt-, Regionalplaner sowie Architekten und Mandatsträgern von morgen schon in der Ausbildung das Thema praxisorientiert zu vermitteln.
Neben Folien mit Notizen für die Vortragenden (PowerPoint) wurden vertonte PDF-Dokumente zur Nachbereitung und Übungsmodelle mit dem Programmsystem ++SYSTEMS (DYNA-GeoCPM) erstellt.
Starkregen führen insbesondere im urbanen Raum immer wieder zu maßgeblichen Schäden und stellen erhebliche Gefahren für die Anwohnenden dar. Dies wird durch vielfältige Medienberichte über die bundesweit aufgetretenen Extremereignisse nachdrücklich bestätigt. Dabei wird immer wieder auf die Zunahme derartiger Ereignisse infolge des Klimawandels verwiesen, wie sie in verschiedenen Klimaszenarien prognostiziert wird.
Eine weitergehende Beschreibung findet sich in der Novemberausgabe der KA und auf der Homepage der DWA.
Ansprechpartner: Dr. Holger Hoppe

http://www.pecher.de/aktuelles2.php?id=290

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2016

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August 2016
Maßnahmen für einen sicheren Arbeitsplatz 
Arbeiten mit tragbaren Gasmessgeräten 
Qualifikationsanforderungen bei Gasmessungen in abwassertechnischen Anlagen  
„Sicher im Kanal, statt mit einem Fuß im Kriminal“ 
Stärkere Kontrollen für Persönliche Schutzausrüstung 
Sicher ist sicher – Mehrgaswarngeräte 
Gaswarngeräte im täglichen Einsatz  
Juni 2016
Die wichtigsten Neuregelungen der Betriebssicherheitsverordnung  
DWA-Fachausschuss „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“  
Gefahrstoffverordnung auch bei neuer Kennzeichnung sicher anwenden 
Januar 2016
Einflüsse auf die Arbeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit 

Maßnahmen für einen sicheren Arbeitsplatz

Die Abwasseranlage Nürtingen in Baden-Württemberg mit ihren über 50 Sonderbauwerken birgt eine Vielzahl an Störungsmöglichkeiten in den Kanälen und Schächten. Unsere Mitarbeiter sind daher regelmäßig im Einsatz, um Störungen zu verhindern oder notfalls zu beseitigen. Da es sich hierbei um einen sehr gefährlichen Arbeitsbereich handelt, müssen die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen strikt eingehalten werden.
Bei Arbeiten in einem umschlossenen Raum können verschiedenste Gefährdungen eintreten. Durch Sauerstoffmangel, Vergiftungen oder sogar durch eine Explosion können die Mitarbeiter in ihrer Gesundheit gefährdet werden. Die gefährlichen Gase in diesem Arbeitsbereich sind sehr heimtückisch. Manche von ihnen kann man nicht riechen, da sie geruchslos sind. Ein Teil von ihnen ist schwerer als Sauerstoff, andere wiederum sind leichter. Sogar leicht brennbare und explosionsgefährliche Gase befinden sich darunter. Dank moderner Messtechnik sind die Überwachungsgeräte heutzutage sehr klein geworden. Kaum größer als ein Handy ..

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autor
Mathias Thiele, Betriebsleiter
Klärwerk Nürtingen, Deutschland
E-Mail: Thiele@klaeranlage-nt.de

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Arbeiten mit tragbaren Gasmessgeräten

Die Sachkunde für Freimessungen
Bei Arbeiten in umschlossenen Räumen, die in Kontakt mit Ab- wasser stehen, ist die Benutzung von Gasmessgeräten zwin-gend geboten. Ob in Schächten, Kanälen, überdachten Regen- becken, Silos und dergleichen, überall können sich dort Gase entwickeln, die für Menschen höchst gefährlich sind. Doch ohne die notwendigen Kenntnisse ist der Einsatz der Messgeräte äußerst unsicher. Werden tragbare Gasmessgeräte für Freimessungen verwendet, ist daher eine Sachkunde nach DGUV-R103-004 (BGR 126) dringend erforderlich. Dabei ist es zwingend geboten, die persönliche Schutzausrüs- tung zu benutzen. Durch regelmäßige Unterweisungen (Abbildung 1) mit praxisnahen Übungen vor Ort sowie durch die Schulung ei-ner fac hgerechten Anwendung der Ausrüstung wird sichergestellt, dass Unfälle weitestgehend vermieden werden können. Dazu gehören, dass vor der Benutzung von Gasmessgeräten Sichtkontrollen und Anzeigetests durchgeführt werden. Kennt- nisse über die Eigenschaften der Gefahrstoffe nach Anhang 4 der DGUV-R 103-004 (BGR 126) – H2S, CO2, CH4, Benzindämpfe – und Sauerstoffmangelkönnen beim Freimessen lebenswichtig sein. Denn das Einwirken der Gase kann…
Den ganzen Artikel lesen sie unter:

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autor
Andreas Wanjek
GfU GmbH, Potsdam, Deutschland
E-Mail: wanjek@gfu-potsdam.de

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Qualifikationsanforderungen bei Gasmessungen in abwassertechnischen Anlagen

Handlungsempfehlung des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits-und Gesundheitsschutz“ zur Umsetzung von DGUV-Grundsatz 313-002 (bisher: BGG/GUV-G 970) „Auswahl, Ausbildung und Beauftragung von Fachkundigen zum Freimessen nach DGUV-Regel 113-004“ (bisher: BGR/GUV-R 117-1) Vorbemerkung Im Mai 2012 wurde der oben genannte DGUV-Grundsatz „Auswahl, Ausbildung und Beauftragung von Fachkundigen zum Freimessen …“ (DGUV Grundsatz 313-002) veröffentlicht. Seither herrscht unter Betreibern abwassertechnischer Anlagen eine gewisse Verunsicherung, in welchem Umfang hier Qualifizierungsmaßnahmen für das eingesetzte Personal notwendig werden. Der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ hat nach Abstimmung mit dem Sachgebiet Abwasser, bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine Handlungsempfehlung zum Thema „Qualifikationsanforderungen bei Gasmessungen in abwassertechnischen Anlagen“ erarbeitet. Ziel ist es, den Betreibern abwassertechnischer Anlagen eine praxisnahe Handlungshilfe bei der Erfüllung …

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“
Obmann Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger
E-Mail: wolfgang.schlesinger@duesseldorf.de

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„Sicher im Kanal, statt mit einem Fuß im Kriminal“

Gerinnen etc. ist grundsätzlich gefährlich. Zum Schutz der Arbeit-/ Dienstnehmer sind deshalb in Österreich gesetzliche Regelungen festgelegt, die verbindlich einzuhalten sind. Vor allem das ASchG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) sowie die Bedienstetenschutzgesetze, die eine Evaluierungsverpflichtung des Arbeit-/Dienstgebers festlegen, sowie der Stand der Technik gemäß ÖVE/ÖNORM EN 60079-29-1 und Teil-2 sind hier einschlägig.
Infolge der Evaluierung der Gefahren und Belastungen sind vom Arbeit- bzw. Dienstgeber bestimmte Maßnahmen festzulegen. Dazu gehört unter anderem der Einsatz von mobilen und stationären Gaswarnanlagen. Stationäre Gasmess- und Gaswarnanlagen werden in der Regel …

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autoren
Ing. Klaus Mario Kopia, AUVA (Allgemeine Unfallversicherungs- anstalt) Wien
Dr.-Ing. Wolfgang Scherz, Geschäftsführer AWV Wiener Neustadt-Süd DI (FH)
Dieter Schmidt, Geschäftsführer AWV Schwechat
DI Anita Schürrer-Wizani, Geschäftsführerin RHV Steyr

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Stärkere Kontrollen für Persönliche Schutzausrüstung

Neue PSA-Verordnung der EU richtet sich vor allem an Hersteller
Am 20. April 2016 trat die neue PSA-Verordnung*) der Europä-ischen Union in Kraft. Sie ersetzt die PSA-Richtlinie 89/686/ EWG und richtet sich in erster Linie an die Hersteller von Per- sönlichen Schutzausrüstungen (PSA). Es gilt eine Übergangs-zeit von zwei Jahren. In dieser Zeit haben Hersteller, Behörden und Zertifizierungsstellen Gelegenheit, sich auf die Änderun-gen vorzubereiten. Die wichtigsten Neuerungen aus Sicht des Arbeitsschutzes im Überblick: • Einige wesentliche Änderungen ergeben sich aus einer ver-änderten Einstufung von Produkten als PSA. Es gibt drei Ka- tegorien, denen unterschiedliche Prüfanforderungen zuge- ordnet sind. Produkte wie Gehörschutz, Rettungswesten oder PSA zum Schutz gegen Kettensägenschnitte fallen künf- tig – neu – unter die Kategorie III. Damit unterliegen sie ei- ner Produktionskontrolle durch eine notifizierte Stelle. • Aus der veränderten Einstufung von PSA ergibt sich auch eine Konsequenz für die Anwender von PSA. Für Schutz- ausrüstung der Kategorie III gilt in Deutschland die Pflicht zu einer praktischen Unterweisung der Beschäftigten. „Hier sind die Unternehmen gefragt, ihre Unterweisungen ent- sprechend anzupassen“, sagt Dr. Walter Eichendorf

Weiterführende Informationen
www.dguv.de/fb-psa www.dguv.de/ifa/psa

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Sicher ist sicher – Mehrgaswarngeräte

Auf unseren Großklärwerken München Gut Großlappen und Gut Marienhof sowie dem Kanalbetrieb begegnen uns viele Situationen, bei denen ein kleiner Helfer immer unser Begleiter sein sollte, das Mehrgaswarngerät. Sei es der Einstig in einen Schacht, das Reini¬gen eines Tanks und der Regenrückhaltebecken oder das Begehen eines umschlossenen, nicht belüfteten Raumes. Bei all diesen Arbeiten setzen wir uns einer unsichtbaren Gefahr aus – Gase. Diese Gase haben verschiedenste Eigenschaften. Manche erkennt man an ihrem charakteristischen Geruch, andere wiederum sind völlig geruchlos und nicht wahrnehmbar. Manche sind leichter als Luft, andere schwerer und verdrängen dadurch den lebenswichtigen Sauerstoff und manch anderes Gas ist schon in geringster Konzentrationen tödlich. Es kann durch zu lange Verweilzeiten…

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autor
Dominic Laugier,
Abwassermeister
Schlammbereich im Klärwerk Gut Marienhof
Hauptstraße 30,
85386 Eching,
Deutschland

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Gaswarngeräte im täglichen Einsatz

Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim (ESP) hat zwei Betriebsbereiche, die Gaswarngeräte einsetzen. Mitarbeiter der Kläranlage (elektro- und maschinentechnische Betreuung) und Mitarbeiter des Kanalbetriebs (Instandhaltung, Reinigung, Kontrollen) arbeiten in Regenwasserbehandlungsanlagen, in Pumpstationen und in Schachtbauwerken der Kanalisation, wo regelmäßig Freimessungen mit Gaswarngeräten durchgeführt werden müssen. Unser Kanalnetz mit einer Länge von 520 km hat etwa 14 000 Schachtbauwerke, 65 Regenwasserbehandlungsanla-gen, sieben Hochwasserrückhaltebecken, sechs Pumpstationen und zehn Bauwerke mit sonstigen Funktionen (Düker, Stollen, Messstellen). Die Kläranlage hat eine Ausbaugröße von 250 000 Einwohnerwerten. Im Jahr 2010 hatten sich die beiden Betriebsbereiche mit etwa 50 Mitarbeitern entschieden, die in die Jahre gekomme-nen Gaswarngeräte zu ersetzen.Um allen einsteigenden Ar¬beitskolonnen ein Gaswarngerät zur Verfügung zu stellen, sind acht tragbareGeräte …

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autor
Alexander Augustin
Betriebsleiter Kanalnetz und Bauwerke
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim
Hohwiesenweg 45, 75175 Pforzheim, Deutschland
E-Mail: alexander.augustin@stadt-pforzheim.de

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Die wichtigsten Neuregelungen der Betriebssicherheitsverordnung

Am 1. Juni 2015 ist die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)in Kraft getreten. Nach 13 Jahren wurde die Betr- SichV nicht nur einfach überabeitet, sondern hat eine neue Struktur bekommen. Damit soll die Verordnung den geänderten Anforderungen an moderne Arbeitsschutzkonzepte gerecht werden. Zu den wichtigen Änderungen der neuen BetrSichV gehören:…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

Autorin
Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Bettina Ehrhardt
DVGW – Sicherheitstechnischer Dienst der Versorgungswirtschaft
GmbH
Büro Dassendorf
Rotdornweg 24, 21521 Dassendorf, Deutschland
Tel. +49 (0)228/91 88-9 31 11
E-Mail: ehrhardt@dvgw-sdv.de
www.dvgw-sdv.de

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DWA-Fachausschuss „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“

Aufgrund eines Beschlusses des DWA-Hauptausschusses „Bildung und Internationale Zusammenarbeit“ (BIZ) wurde 2007 der Fachausschuss BIZ 4 „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ gegründet. Unter der Leitung von Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger arbeiten in dem Ausschuss zwölf Mitglieder aus den verschiedensten Sparten. Vertreten sind sowohl kommunale und private Anlagenbetreiber, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitsmediziner wie auch Aufsichtsbehörden und Ingenieurbüros. Die Deregulierungsprozesse im Arbeitsschutz, …

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft1-2016

So finden Sie den Fachausschuss „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“:

Im Internet
DWA-Homepage, Themen „Arbeits- und Gesundheitsschutz“
http://de.dwa.de/arbeits-und-gesundheitsschutz.html

Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen zum Thema „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“
sind enthalten im DWA-Veranstaltungsprogramm
bzw. online über den DWA-Veranstaltungskalender:
http://de.dwa.de/veranstaltungen.html

Kontakt
Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger
Obmann des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“
Landeshauptstadt Düsseldorf
Dezernat 04 – Technische Arbeitssicherheit
Auf’m Hennekamp 76-78, 40255 Düsseldorf, Deutschland

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Gefahrstoffverordnung auch bei neuer Kennzeichnung sicher anwenden

BAuA-Handlungshilfe übersetzt „altes Recht“ in CLP-Verordnung
Dortmund – Seit dem 1. Juni 2015 löst die CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) die bis dahin geltenden Richtlinien für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien vollständig ab. Allerdings bezieht sich die derzeit gültige Gefahrstoffverordnung an einigen Stellen noch auf die alten Richtlinien. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat darum in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) jetzt eine Handlungshilfe veröffentlicht. Sie hilft bei der Anwendung der Gefahrstoffverordnung, wenn Stoffe oder Gemische nach CLP eingestuft sind.

Die Handlungshilfe der BAuA ermöglicht dem Anwender, schnell und unkompliziert zu prüfen, ob die Einstufung eines Stoffes oder Gemisches nach den Vorgaben der CLP-Verordnung Rechtsfolgen für ihn hat. Darüber hinaus weist die Handlungshilfe auf einige weitere Konsequenzen hin, die sich aus der Umstellung von alter zu neuer Einstufung und Kennzeichnung ergeben.

Die Handlungshilfe „Anwendung der Gefahrstoffverordnung auf Stoffe und Gemische, die nach den Vorgaben der CLP-Verordnung eingestuft sind“ gibt es im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/Gefahrstoffverordnung.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz

http://www.baua.de/de/Presse/Pressemitteilungen/2016/01/pm002-16.html

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Einflüsse auf die Arbeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit

Berlin – Kommunikation, Engagement und gezieltes Handeln sind Erfolgsfaktoren für die Arbeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit und einen wirksamen Arbeitsschutz in Unternehmen und Betrieben. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt ein Gutachten, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten „Betriebliche und überbetriebliche Einflussgrößen auf die Tätigkeit und Wirksamkeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit“ beruht auf den Daten zweier unterschiedlicher Studien. Die anhand der identifizierten Einflussgrößen abgeleiteten Handlungsempfehlungen runden die Ergebnisse des jetzt veröffentlichten Gutachtens ab.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen die Organisation, die Führungskräfte und die Mitarbeiter in allen Fragen der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der menschengerechten Arbeitsgestaltung. Das Gutachten untersucht anhand der Sifa-Langzeitstudie und der GDA-Betriebsbefragung 2011 die betrieblichen und überbetrieblichen Einflussgrößen auf die Tätigkeit und Wirksamkeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit. Um aus beiden Studien gemeinsame Parameter und Indikatoren für eine Untersuchung zu ermitteln, wurde eigens dafür ein Drei-Ebenen-Modell ermittelt.

Die Zusammenfassung der Befunde zeigt, dass die Sicherheits- und Gesundheitskultur eines Betriebes sowie die betriebliche Regelung des Arbeitsschutzes die Handlungsbedingungen der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen beeinflussen. Auch der Zugang zur Unternehmensleitung ist eine identifizierte Einflussgröße. Je besser dieser ist, desto erfolgstreibender ist die Wirksamkeit der eingesetzten Fachkräfte. Systeme des Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements haben ebenfalls einen positiven Einfluss. Es konnten Unterschiede zwischen den Betreuungsmodellen hinsichtlich der formalen betrieblichen Regelung und den Arbeitsweisen von Fachkräften festgestellt werden.

Die in der Zusammenschau analysierten formalen und kulturellen betrieblichen Aspekte bieten erste beziehungsweise pragmatische Anknüpfungspunkte unter anderem für das Aufsichtspersonal, um die Handlungsbedingungen des betrieblichen Arbeitsschutzes zu verbessern: zum Beispiel die Schulung von Führungskräften als Elemente der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation einfordern oder die Integration von Sicherheits- und Gesundheitsschutzthemen in vorhandene betriebliche Kommunikationsstrukturen unterstützen.

„Betriebliche und überbetriebliche Einflussgrößen auf die Tätigkeit und Wirksamkeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit. Ergebnisse der Sifa-Langzeitstudie und der GDA-Betriebsbefragung 2011 (Gutachten)“; Werner Hamacher, Clarissa Eickholt, Sebastian Riebe; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2015; ISBN: 978-3-88261-164-9; 314 Seiten. Das Gutachten gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter http://www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
http://www.baua.de

Weitere Informationen:
http://www.baua.de/dok/7478422 Direkter Link zum Bericht „Betriebliche und überbetriebliche Einflussgrößen auf die Tätigkeit und Wirksamkeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit. Ergebnisse der Sifa-Langzeitstudie und der GDA-Betriebsbefragung 2011 (Gutachten)“.

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Meldungen zu Energie- und E-Technik 2014

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Dezember 2014
23.12.2014 Deponiegas kostengünstig aufbereiten 
November 2014
16.11.2014 „Aktuelle KWK-Politik des B.KWK in der Energiewende“ 
16.11.2014 „Die Bundesregierung steht zur Kraft-Wärme-Kopplung“
Juli 2014
19.07.2014 Ein französisches Start-up installiert ein Mini-Kraftwerk auf einer Biogasanlage 
Juni 2014
19.06.2014 Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung: Energiewende braucht mehr dezentrale Versorgungsstrukturen 
Mai 2014
18.05.2014 Abwasser als regenerative Energiequelle?  
Februar 2014
23.02.2014 Die Überprüfung von Durchflussmessanlagen  
20.02.2014 Die Zukunft des Erneuerbare- Energien-Gesetzes und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes
Januar 2014
17.01.2014 KWK ist „Königsoption“ für die Energiewende 
10.01.2014 Maßnahmen zur Energieoptimierung Rührwerke unter der Lupe

Deponiegas kostengünstig aufbereiten

Aktivkohle zur Gasaufbereitung vor Ort regenerieren
Anstelle von Erdgas kann auch Deponiegas aus Mülldeponien und Kläranlagen in Blockheizkraftwerken verbrannt und energetisch genutzt werden. Um die Turbinen und Motoren nicht vorzeitig zu verschleißen, muss das Gas vorab von unerwünschten Begleitstoffen, z. B. siliziumorganischen Verbindungen, gereinigt werden. Das BINE-Projektinfo „Deponiegas sauber nutzen“ (11/2014) stellt ein Verfahren vor, mit dem das Adsorptionsmittel vor Ort regeneriert wird. Dadurch muss die Aktivkohle seltener ausgetauscht werden. Das Ziel ist, Kosten zu senken und die Gasreinigung wirtschaftlicher zu machen.

Die Adsorption mit Aktivkohle und anschließender Regeneration ist das gebräuchlichste Verfahren zur Gasreinigung. Die Siloxa Engineering AG hat gemeinsam mit Fraunhofer UMSICHT eine Vor-Ort-Regeneration der Aktivkohle durch adsorptive Reinigung entwickelt. In Feldversuchen auf der Deponie Vereinigte Ville in Erftstadt-Liblar bei Köln wurde das Verfahren erprobt. Um zusätzlich die Belastung mit polaren organischen Verbindungen, wie Trimethylsilanol, zu senken, empfehlen die Forscher eine Vorreinigung mit einer Sickerwasserwäsche.

Die Forschungsgruppe entwickelte ein theoretisches Verfahrenskonzept für eine Gasreinigungsanlage mit einem Durchsatz von 1.000 Nm³ pro Stunde: Für dieses Konzept erstellte das Forschungsteam auch eine Betriebskostenanalyse bei einer durchschnittlichen Siliziumbelastung des Deponiegases. Auf dieser Basis berechneten sie bei den spezifischen Betriebskosten einen deutlichen Vorteil des neuen Verfahrens gegenüber einer konventionellen Adsorptionsanlage mit einem Austausch der Aktivkohle. Um das Vor-Ort-Verfahren zur Marktreife zu bringen, müssen weitere Tests unter anwendungsnahen Randbedingungen durchgeführt werden.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

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„Aktuelle KWK-Politik des B.KWK in der Energiewende“

Grundsatzrede von Berthold Müller-Urlaub, Präsident des B.KWK, beim 6. KWK-Kongress am 8. Oktober 2014 in Berlin
Die Rede können Sie hier herunterladen:

http://www.bkwk.de/fileadmin/users/bkwk/Fachartikel__neu_/2014/KWK-Kongress_Grundsatzrede_B._Mueller-Urlaub.pdf

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„Die Bundesregierung steht zur Kraft-Wärme-Kopplung“

Parl. Staatssekretär Beckmeyer unterstreicht Bedeutung der KWK beim 6. KWK-Kongress

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird ihr Ausbau jedoch stocken und das politisch verankerte Ziel von 25 Prozent Anteil an der Stromerzeugung bis 2020 nicht erreicht werden. „Wir sind deshalb erleichtert, von der Politik ein klares Bekenntnis zur Kraft-Wärme-Kopplung zu erhalten“, sagt Berthold Müller-Urlaub, Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK). Im Rahmen des 6. KWK-Kongresses hatte der parlamentarische Staatssekretär im BMWI, Uwe Beckmeyer, die Bedeutung und Rolle der KWK im künftigen Energiemarktdesign hervorgehoben. Er bescheinigte der KWK ein „wirtschaftliches Ausbaupotenzial“, insbesondere bei der Industrie und in der Objektversorgung – auch dann, wenn erneuerbare Energien zunehmen und der Wärmebedarf abnimmt. Die gekoppelte Erzeugung spare zudem Primärenergie und CO2-Emissionen. Gleichzeitig warf er aber auch die Frage auf, welche Maßnahmen möglicherweise am Energiemarkt benötigt werden, um langfristig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Das KWKG ist in seiner Struktur nicht darauf ausgelegt, Nachteile z. B. durch niedrige Preise auf dem Strommarkt vollständig auszugleichen.“
Unter welchen Rahmenbedingungen der Ausbau stattfinden und der Bestand gesichert werden kann und wie die KWK in das sich ändernde Gefüge des Energiemarktes einzubinden ist, darüber wird in den kommenden Monaten der KWKG-Novelle gerungen werden. Auf die kurze Frist für die schriftliche Anhörung der Verbände kritisch angesprochen, räumte der Staatssekretär spontan eine Verlängerung ein, um die eine Woche vom BMWi verursachte Verschiebung der Veröffentlichung des Gutachtens auszugleichen.
Die wirtschafts- bzw. energiepolitischen Sprecher der vier Bundestagsfraktionen sprachen sich einmütig in der anschließenden Podiumsdiskussion für die Beibehaltung des auch im Koalitionsvertrag verankerten 25-Prozent-Ausbauziels für KWK-Stromerzeugung aus.
Der B.KWK-Präsident unterstützte in seiner Grundsatzrede ausdrücklich die Aussagen des gerade vom BMWI veröffentlichten Gutachtens bezüglich der erheblichen Gefährdung dieses Ausbauzieles. Auch der B.KWK plädiert für die Beibehaltung des aktuellen Förderdesigns des KWKG, wünscht sich aber Verbesserungen unter anderem durch Unterstützung von Bestandsanlagen mit einem KWK-Zuschlag, um die sinkenden Großhandelspreise zu kompensieren, eine Flexibilisierung der Vergütung sowie eine Anhebung und Flexibilisierung für den KWK-Zuschlag und einen Technologiebonus für innovative Technologien wie z. B. Brennstoffzellen.
Die vermehrte Einspeisung von erneuerbaren Energien hat die Energieversorgungsstruktur in Deutschland verändert. Die Diskussion fokussiert aber meistens den Strommarkt, dabei ist die Energiewende nicht nur eine Stromwende. „Sie ist auch und vor allem eine Wärmewende“, so der B.KWK-Präsident. Er führte weiter aus, dass der wertvolle KWK-Strom einen Wert habe und daher eine Marke brauche, damit er nicht als „Graustrom“ an der Börse im allgemeinen Strommix „verramscht“ werde.
Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung des technischen Organisationsprinzips der Kraft-Wärme-Kopplung, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile mehr als 600 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.

http://www.bkwk.de/presse_oeffentlichkeit/pressemitteilungen/detail/artikel/die-bundesregierung-steht-zur-kraft-waerme-kopplung/

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Ein französisches Start-up installiert ein Mini-Kraftwerk auf einer Biogasanlage

Abwärme in Strom umwandeln: Ein französisches Start-up installiert ein Mini-Kraftwerk auf einer Biogasanlage
Das auf ORC-Systeme (Organic Rankine Cycle) zur Umwandlung von Abwärme in Strom spezialisierte Start-up aus Marseille, Enogia, hat auf einer Biogasanlage eines Bauernhofs in Côtes d’Armor eine kleine, hoch innovative Turbine installiert, die wie ein Stromkraftwerk funktioniert. Es ist das erste Mal, dass in Frankreich ein ORC-System für eine kleine Anlage (100 kW) eingerichtet wurde.

Mit dieser Anlage werden drei Ziele verfolgt:

– Die Verwertung von Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen (Gülle, Pflanzen) durch die Verbrennung von Biogas in einem BHKW-Motor (100 kW)

– Die Verwertung der in den Motorabgasen enthaltenen Abwärme mit dem ORC-System (5 bis 7 zusätzliche kW).

– Die Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle: Die bei der Methanisierung entstehenden Gärreste können bei allen Kulturen eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Verwendung von Stickstoff-Düngemitteln um 50% bis 100% reduzieren.

Das Prinzip des ORC-Systems besteht darin, dass die vom Motor erzeugte Wärme über ein Arbeitsfluid in Nutzenergie umgewandelt wird. Kommt das Fluid mit den Abgasen in Berührung, wandelt es sich in unter Druck stehenden Dampf um, mit dem eine Turbine angetrieben wird. Durch die Rotation der Turbine wird Strom erzeugt. Die von Enogia vertriebenen kleinen Turbinen (Leistungsbereich von 5 bis 100 kW) werden in Kooperation mit dem französischen Institut für Erdöl und neue Energien (IFPEN) entwickelt [1]. Diese Turbinen haben nur sehr wenige Verschleißteile und sehr wenige Teile in Relativbewegung, was ihnen eine hohe Zuverlässigkeit und einen geringen Wartungsaufwand verleiht.

Mit der in Côtes d’Armor installierten Turbine können 5 – 7% zusätzlicher Strom erzeugt werden.

[1] Siehe Artikel aus Wissenschaft-Frankreich vom 10. April 2014: http://www.wissenschaft-frankreich.de/de/energie/partnerschaft-zwischen-oeffentl…

Quelle: Pressemitteilung des französischen Instituts für Erdöl und neue Energien – 10.06.2014 – http://www.ifpenergiesnouvelles.fr/actualites/communiques-de-presse/enogia-ifpen

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Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung: Energiewende braucht mehr dezentrale Versorgungsstrukturen

KWK-Branche und Energiedienstleister sehen sich durch EEG-Novellierung ausgebremst

„Kraft-Wärme-Kopplung ist der ‚Enabler‘ für die notwendige Transformation des Energieversorgungssystems im Rahmen der Energiewende“, so charakterisiert Berthold Müller-Urlaub, Präsident des B.KWK Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V., die Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung. „Durch die geplanten Belastungen im aktuellen Entwurf des EEG 2014 kann das Know-how der Hersteller von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) sowie der Energiedienstleister allerdings nur noch sehr begrenzt zum Einsatz kommen“, sieht Müller-Urlaub drastische Auswirkungen der Energiepolitik auf die Branche zukommen. Wir betrachten den aktuellen Entwurf des EEG 2014 als verfassungsrechtlich kritisch, untauglich als Strompreisbremse und kontraproduktiv für die Energiewende“, urteilt Müller-Urlaub.

Marcus Bort, Vorstandsvorsitzender des ESCO Forum im ZVEI sieht mit dem neuen EEG 2014 eine schlechte Tradition fortgesetzt: „Die im ESCO Forum organisierten Energiedienstleister (Contractoren) beklagen, dass wir immer noch nicht auf dem Weg zu einer ‚Energiepolitik aus einem Guss‘ sind. Die Förderung hocheffizienter KWK durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) und die EEG-Umlage sind nicht aufeinander angestimmt. Was das KWK-G gibt, nimmt die EEG-Umlage. Daher
sprechen wir von einem ‚Fördermittel-Kreislauf-Gesetz‘, das es endlich zu durchbrechen gilt.“ Bort erwartet von der Politik auch, dass bei Effizienzsteigerungsmaßnahmen die Eigentümerlösung mit der Dienstleistungslösung gleichgestellt wird, um Wettbewerbsneutralität zu schaffen und dass für den Betrieb von KWK-Anlagen Betreiberneutralität hergestellt wird.

Auch Müller-Urlaub kritisiert massiv die mangelnde Planungssicherheit für Investitionen in KWK. Der vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf für das EEG 2014 sieht z.B. vor, dass der jährliche Ausbau der KWK-Stromerzeugung im Biomassebereich auf maximal 100 MW begrenzt wird bei Streichung sämtlicher Boni und bei einer Konzentration auf die Verwertung von Abfall- und Reststoffen.
Für den Ausbau der KWK mit fossilen Einsatzstoffen erwartet Müller-Urlaub weitaus größere negative Auswirkungen. Denn im EEG 2014 geplant ist eine Belastung des von Eigenerzeugern selbst verbrauchten Stroms bei neu zugebauten Anlagen.

Eines steht für Müller-Urlaub jetzt schon fest: Die geplante Neuregelung für die EEG-Umlage würde die Zielsetzungen eines anderen Gesetzes konterkarieren. Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz von 2012 zielt auf eine Erhöhung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung auf 25 % im Jahr 2020 ab. Dieses Ziel wird unter den aktuellen Umständen verfehlt werden.

Die „Strompreisbremse“ funktioniert nicht – bremst aber den KWK-Zubau aus
Auch hinsichtlich der Kostendämpfungswirkung des EEG 2014 kann Müller-Urlaub nicht die erwartete Wirkung erkennen. Die geplante Belastung der KWK-Eigenerzeugung mit einer EEG-Umlage ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung. Ein merklicher Beitrag zur Entlastung der Stromkunden lässt sich auf diesem Wege keinesfalls erreichen. Die vorgesehene Regelung für Neuanlagen könnte allenfalls einen marginalen Beitrag zu der politisch gewollten Verlangsamung des Anstiegs der EEG-Umlage bringen. Allerdings würde die Belastung von Neuanlagen in vielen Bereichen den Anreiz für Neuinvestitionen in KWK-Anlagen stark vermindern. Vor allem im Bereich kleiner Leistung müsste in der Folge mit einem drastischen Rückgang des Zubaus gerechnet werden.

Dr. Jobst Klien, ebenfalls Vorstandsvorsitzender des ESCO Forum im ZVEI, stellt trotz der Widrigkeiten durch die politischen Rahmenbedingungen für das Contracting-Geschäft fest, dass die Entwicklung des Energiedienstleistungs-Markts weiterhin dynamisch ist. „Seit Mitte der neunziger Jahre verzeichnet die Branche zumeist zweistellige Wachstumsraten. Bei einem Marktvolumen von etwa vier Milliarden Euro werden über 100.000 Contracting-Verträge in Deutschland gemanagt.“ Und Klien bewertet die Ergebnisse einer ZVEI-Umfrage zu Energiekennzahlen der Elektroindustrie im Jahr 2013 als einen Beleg, dass die Contractoren ihre bisherige Marktnische verlassen haben. „Jetzt schon betreiben mehr als 25 Prozent der Unternehmen in der Elektroindustrie Effizienzprojekte mit Contractoren oder stehen darüber in Verhandlungen.“

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung des technischen Organisationsprinzips der Kraft-Wärme-Kopplung, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile mehr als 560 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.

http://www.bkwk.de/presse_oeffentlichkeit/pressemitteilungen/detail/artikel/energiewende-braucht-mehr-dezentrale-versorgungsstrukturen/

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Abwasser als regenerative Energiequelle?

Kompetenzzentrum Wasser Berlin erforscht seit einigen Jahren, wie Prozesse der Wassergewinnung und Abwasserbehandlung energieeffizienter gestaltet oder sogar Energie erzeugen können.
Der von den Vereinten Nationen jedes Jahr zum 22. März ausgerufene Weltwassertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Energie“.
Die UN möchten die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Bereitstellung von Trinkwasser und auch die Behandlung von Abwasser immer mit der Verfügbarkeit und Verbrauch von Energie verbunden ist. Die UN schätzt, dass weltweit ungefähr 8 % des jährlichen Strombedarfs für Transport und Behandlung von Wasser und Abwasser benötigt wird. Gleichzeitig ist die Produktion von Strom in thermischen Kraftwerken immer von der Verfügbarkeit von Wasser zur Kühlung abhängig. Nicht zuletzt wird über 15 Prozent der weltweiten Stromversorgung in Wasserkraftwerken erzeugt.
Tatsächlich ist nach der Energiewende in Deutschland gerade der Zusammenhang von Wassernutzung und Energieverbrauch immer mehr in den Fokus gerückt. Die kommunale Abwasserbehandlung zählt zu den größten Energieverbrauchern in Kommunen. Wegen des wachsenden Kostendrucks, aber auch zur Erfüllung der Klimaziele ist man daher intensiv bemüht, hier besser zu werden.
Aus diesem Grund arbeitet das Kompetenzzentrum Wasser Berlin in mehreren Projekten daran, die Prozesse der Trinkwassergewinnung und Abwasserbehandlung effizienter zu gestalten. Beispielsweise konnten wir im gerade abgeschlossenen Projekt CARISMO zeigen, dass Klärwerke mit neuer Verfahrensführung sogar einen Energieüberschuss produzieren könnten durch konsequente Nutzung der im Abwasser enthaltenen chemischen Energie. Diese Energiemenge beträgt rund 4 Kilowattstunden pro Kubikmeter Abwasser, die in herkömmlichen Klärwerken im Belebungsbecken durch Zufuhr von Luftsauerstoff von Mikroorganismen zu Kohlendioxid „veratmet“ und damit vernichtet wird. In CARISMO wurde der klassische Klärprozess versuchsweise so umgestaltet, dass ein Großteil der im Rohabwasser enthaltenen energiereichen Stoffe bereits im Zulauf der Kläranlage abgefangen und direkt in die Schlammfaulung geschickt wird. Ergebnisse einer umfassenden Energiebilanz zeigen, dass das CARISMO-Konzept den Biogasertrag im Vergleich zu Referenzverfahren um 80% steigern kann, ohne die Reinigungsleistung, das Hauptziel der Abwasserreinigung, zu verschlechtern.
Bei konsequenter Umsetzung dieses Verfahrens könnte sich Abwasser zu einer neuen regenerative Energiequelle entwickeln.

Weitere Informationen zu unseren Projekten sind auf unserer Homepage oder in unserer Presseinformation „Wasserwirtschaft in der Energiewende“ zu finden.

Kontakt:
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Dr.-Ing. Bodo Weigert, Sprecher
Tel: +49 30 53653 841
Bodo.weigert@kompetenz-wasser.de
www.kompetenz-wasser.de

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Oft vernachlässigt

Die Überprüfung von Durchflussmessanlagen

Einleitung
Die Durchflussmessung ist ein zentraler Parameter für die Fremdwasserermittlung, die Frachtberechnung und nicht zuletzt für die Abwasserabgabe. Deshalb kommt der exakten Erfassung der Abwassermenge große Bedeutung zu. Als Sachverständiger für Durchflussmessungen habe ich daher bei der Überprüfung eine Aufgabe mit hoher Verantwortung. Neben theoretischen Grundlagen ist die Erfahrung des Sachverständigen ganz entscheidend. Um die Messgenauigkeit überprüfen zu können, wird der Aufwand für eine präzise Messtechnik immer höher. Die unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten sind eine große Herausforderung, … den ganzen Artikel lesen Sie unter:

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos#2014-1

Autor
Stefan Helmenstein
Sachverständiger für Durchflussmessungen
Heinrichstraße 23,
82362 Weilheim,
Deutschland
Tel. +49 (0)881/92 12-0
E-Mail: info@helmenstein-gruppe.de

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Die Zukunft des Erneuerbare- Energien-Gesetzes und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

Was erwartet (Eigen)Erzeuger 2014? Zusammenfassung In den vergangenen Monaten wurde intensiv über das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) und die zu seiner Finanzierung erhobene EEG-Umlage diskutiert. Was seine Zielsetzung angeht, ist das EEG bislang ein Erfolg: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung beträgt mittlerweile 25 %. Zur Debatte steht vielmehr die Frage, wie die Förderkosten des EEG gerecht, sozialverträglich und wettbewerbsunschädlich verteilt werden können. Dabei zeichnet sich ab, dass neben den konkreten Vergütungssätzen vor allem die bisher in der Praxis umgesetzten EEG-umlagefreien Eigenversorgungsmodelle kritisch überprüft und möglicherweise im Rahmen einer Novellierung des EEG eingeschränkt werden sollen. Auch das Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz (KWKG) wird 2014 im Rahmen einer Zwischenprüfung evaluiert und möglicherweise angepasst. Dieser Beitrag stellt die wesentlichen bis Dezember 2013 diskutierten Änderungsvorschläge zum EEG und KWKG dar.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2014 ab Seite 140

Autor
Rechtsanwalt Julian Heß, LL.M.
Becker Büttner Held – Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer
Steuerberater
Kap am Südkai
Agrippinawerft 26-30, 50678 Köln
E-Mail: julian.hess@bbh-online.de

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KWK ist „Königsoption“ für die Energiewende

Jahrestagung des Bundesverbandes KWK
– Kraft-Wärme-Kopplung stabilisiert durch schnelle Verfügbarkeit die Stromnetze
– Bürokratische Hürden bremsen schnelleren Ausbau
– Entwurf des Koalitionsvertrags enthält noch keine grundlegenden Verbesserungen.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die ideale Form der Energieerzeugung, um das künftig auf erneuerbare Energien ausgerichtete Stromsystem in Deutschland zugleich flexibel und versorgungssicher zu gestalten. Das ist eines der Ergebnisse der diesjährigen Jahrestagung des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK), die am 13. und 14. November in Berlin stattfand. Doch noch immer behindern bürokratische Hürden den zügigen Ausbau. Wie dies geschehen könnte, diskutierten die Teilnehmer mit an den Koalitionsverhandlungen beteiligten Politikern. „KWK kann bis zum Jahr 2020 wie im Gesetz gefordert 25 Prozent des Stroms in Deutschland erzeugen“, sagte Berthold Müller-Urlaub, der Präsident des B.KWK. „Doch die Politik muss jetzt den Weg dafür frei machen“.
„Das künftige Stromsystem in Deutschland wird auf die fluktuierenden Energien Wind, Photovoltaik und Wasser ausgerichtet sein“, erklärte Professor Dr. Uwe Leprich, der wissenschaftliche Leiter des Institutes für Zukunftsenergiesysteme (IZES), Saarbrücken. Es bedarf daher sogenannter „Flexibilitätsoptionen“, um ausreichend Strom zu produzieren, wenn diese fluktuierenden Energien wegen der Wetterbedingungen (Windstille, Trockenheit, Dunkelheit etc.) nicht liefern können. „KWK ist hier die Königsoption“, erklärte Leprich. Denn große wie kleine Blockheizkraftwerke lassen sich sehr schnell in die Netze zuschalten und sorgen so für eine ausreichende Netzstabilität. Dazu bedarf es laut Leprich nur weniger technischen Änderungen an den bestehenden und den künftigen Anlagen.

Die geplante große Koalition aus CDU/CSU und SPD will daher an dem schon von der alten Bundesregierung formulieren Ziel festhalten, bis zum Jahr 2020 rund 25 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus KWK-Anlagen erzeugen zu lassen. Doch die ersten Vertragsentwürfe bauen keine Hindernisse ab, sondern fügen neue hinzu. Darauf wiesen Vertreter des B.KWK und viele der mehr als 100 Teilnehmer die anwesenden Politiker in Diskussionen und Redebeiträgen hin. Der Diskussion stellten sich unter anderem die Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Kippels (CDU) und Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Heiko Stubner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der SPD-Bundestagesabgeordneten Dr. Nina Scheer.
„Es wird nicht nur nicht erklärt, wie der Ausbau vorankommen soll, es werden sogar neue Steine in den Weg gelegt“, erklärte Prof. Dr. Martin Maslaton, Vizepräsident des B.KWK und Geschäftsführender Gesellschafter der Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Sitz in Leipzig. So hindert die angedachte Auferlegung einer EEG Mindestumlage für Eigenstromerzeuger nach Ansicht des B.KWK massiv den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Eine Bagatellgrenze, die ausgleichend eingezogen werden soll, ist zu wenig konkretisiert. Eigenerzeuger sollen zudem einen Beitrag zu den Netzkosten leisten. Dies ist umso verwunderlicher, wenn man bedenkt, dass die Netze durch die Eigenerzeugung kaum genutzt werden.
Dass die Belastung der Eigenerzeugung durch EEG-Umlage und Netzentgelte dem formulierten Ziel des Ausbaus der KWK in Industrie, Gewerbe und im Privaten diametral entgegensteht, wird durch das Papier ignoriert. Immerhin wird in Aussicht gestellt, die EU-Effizienzrichtlinie schnell in deutsches Recht umzusetzen, um die darin vorgesehenen „Möglichkeiten zur Anerkennung der Vorteile der KWK gegenüber anderen Heizungssystemen“ zu nutzen. Von Seiten der anwesenden Koalitionspolitiker wurde zugesagt, die entsprechen Passagen noch einmal nachzubessern.
Um die Vorteile der KWK zu verdeutlichen, publizierte der B.KWK anlässlich des Branchenkongresses ein Positionspapier, um die Vorteile der KWK zu verdeutlichen. Darin heißt es unter anderem: „Die in einem breiten Leistungsspektrum von wenigen Kilowatt bis hin zum Heizkraftwerk mit einigen 100 Megawatt verfügbare KWK-Technik hat gegenüber dem System zentraler Großkraftwerke entscheidende Vorteile“. Dazu zählen unter anderem die deutliche Primärenergieeinsparungen oder der durch die dezentrale Stromerzeugung in KWK reduzierte Umfang des Zubaus von Übertragungsleitungen.
Auf Anfrage versendet der B.KWK gerne das Positionspapier, das zudem auf der Homepage des Verbandes jederzeit abgerufen werden kann. Link zum Positionspapier

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ist ein breites gesellschaftliches Bündnis von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen zur Förderung des technischen Organisationsprinzips der Kraft-Wärme-Kopplung, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Der Verband wurde 2001 in Berlin gegründet und zählt mittlerweile mehr als 570 Mitglieder. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen.

http://www.bkwk.de/presse_oeffentlichkeit/pressemitteilungen/detail/artikel/kwk-ist-koenigsoption-fuer-die-energiewende/

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Maßnahmen zur Energieoptimierung Rührwerke unter der Lupe

Veranlassung
Die Gemeinde Großschweidnitz liegt in der Oberlausitz im östlichsten Bereich von Deutschland. Die Kläranlage, eine Belebungsanlage mit gemeinsamer Schlammstabilisierung, ist für 10 000 EW ausgelegt. Im Zuge der Maßnahmen, die wir zur Energieoptimierung unserer Kläranlage durchführen, haben wir auch die Rührwerke in der biologischen Stufe unter die Lupe genommen. Aus der Gegenüberstellung verschiedener Möglichkeiten ging eine Vorzugsvariante hervor. Um sicher zu sein, dass diese favorisierte Lösung auch zielführend ist, war es aber zu empfehlen, die geplanten Maßnahmen in einem praktischen Versuch zu überprüfen. So wurde zum Beispiel berechnet, dass die Rührenergie von einem Rührwerk in der Denitrifikationsphase genügt, um den Schlamm zu durchmischen und so die erforderliche Zwangsführung in dem Rundbecken zu erreichen. In der Nitrifikationsphase war dagegen das theoretische Ergebnis, dass durch die eingetragene Luft und die damit verbundene Strömungsenergie eine vollständige Durchmischung nicht mehr mit einem Rührwerk gegeben ist.

Grundlagenermittelung
Zur Beurteilung der Mischungsverhältnisse wurde an vier Probenahmestellen mit jeweils zwei Proben pro Versuchsreihe das Schlammvolumen einmal unverdünnt und einmal nach Analysenvorschrift bestimmt.

Den ganzen Artikel lesen Sie in:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2011

Autor
Felix Heumer, Abwassermeister
Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft
mbH
Äußere Weberstraße 43,
02763 Zittau,
Deutschland
Tel. +49 (0)35 83/57 15 14

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Meldungen zur Nutzung von Abwärme 2014

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November 2014
16.11.2014 Energiegewinnung aus Abwasser  
August 2014
31.08.2014 Energie aus Abwasser versorgt Stadtquartier 
31.08.2014 Energie im Fokus der Abwasserwirtschaft 
Juni 2014
21.06.2014 Sauberer Strom aus Abwärme 
Mai 2014
18.05.2014 Neue Projekte zur Abwasser- Wärmenutzung in der Schweiz 
Januar 2014
10.01.2014 Stuttgart: Abwasserwärmenutzung 

Energiegewinnung aus Abwasser

Entwicklung eines dezentralen Grauwasser-Wärmetauschers
Bei dem Stichwort „Energieträger“ denken wir an Kohle, Öl, Erdgas oder Uran, nicht jedoch an Abwasser. Doch auch im Abwasser stecken enorme Energiemengen. Jeder, im Winter, dampfende Kanaldeckel ist ein Zeugnis für die Wärme, die über den Kanal ungenutzt verloren geht. Die Rückgewinnung dieser Wärme ist Gegenstand eines aktuellen Forschungsprojektes. Es ist grundsätzlich naheliegend, Wärme, dort zurückzugewinnen, wo ökologisch sinnvolle Wärmesenken saisonunabhängig zur Verfügung stehen. Auf einer zentralen Kläranlage ist dies meist nicht der Fall. In privaten Haushalten und größeren Gebäudekomplexen wird Wärme hingegen ganzjährig zur Bereitstellung von Warmwasser benötigt. Bisher geht die, in unser Warmwasser eingetragene Energie in den Kanal verloren. Für jeden Liter Warmwasser, der in den Kanal entsorgt wird, muss folglich erneut ein Liter kaltes Wasser erhitzt werden, um stets einen gefüllten Warmwasserspeicher zur Verfügung zu haben. Könnte man die Energie eines „entsorgten“ Liter Warmwassers auf einen „fischen“ Liter Kaltwasser übertragen, bevor diese in den Kanal verloren geht, wäre die Warmwasserbereitstellung theoretisch energieautark. So einfach dies in der Theorie auch klingen mag, in der Praxis stellen Abwasser-Wärmetauscher noch immer eine seltene genutzte Nischentechnologie dar. Bisherige Systeme sind für den industriellen Maßstab gedacht, oder stützen sich auf das Kanalsystem als Wärmequelle. In einem aktuellen Forschungsprojekt soll ein dezentraler Grauwasser-Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung in „Energieautarken Gebäuden der nächsten Generation“ konzipiert, entwickelt und getestet werden.

Quelle: http://www.oth-aw.de/bischof/forschung/energie_aus_abwasser/dezentraler_grauwasser_waermetauscher/

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Energie aus Abwasser versorgt Stadtquartier

Nutzt man Abwasser mit Biosubstraten zur Gewinnung von Biogas, so lässt sich dadurch ein Großteil des Strom- und Wärmebedarfs eines Stadtviertels decken. Dies wird auf einem ehemaligen Kasernengelände in Hamburg umgesetzt. Dort entsteht das neue Quartier Jenfelder Au mit circa 770 Wohneinheiten. Das Entwässerungs- und Energiekonzept sieht eine getrennte Ableitung der häuslichen Abwässer schon im Gebäude und die Umwandlung des Schwarzwassers in Biogas vor. Ziel ist eine CO2-neutrale Wärmeversorgung.Seit dem Spatenstich im Oktober 2013 entsteht in Hamburgs Bezirk Wandsbek derzeit Europas größtes innerstädtisches Wohnviertel, das Abwasserbeseitigung und Energieerzeugung erstmals im größeren Maßstab kombiniert. Das neue Quartier liegt auf dem Areal zweier Kasernen, die 1998 aufgegeben wurden. Im Jahr 2006 fand ein städtebaulicher Wettbewerb zur Entwicklung der Fläche statt. Dabei konnten sich die Stadtteilkonferenz Jenfeld und interessierte Bürger mit eigenen Vorschlägen einbringen. Ein Teil der alten Kasernengebäude steht unter Denkmalschutz und soll gemeinsam mit dem ehemaligen Exerzierplatz als Gesamtensemble erhalten bleiben. Der im April 2011 in Kraft getretene Bebauungsplan „Jenfeld 23″ ist planungsrechtliche Grundlage für die Umsetzung des städtebaulichen Konzepts. Das Entwicklungsgebiet umfasst eine Fläche von rund 35 ha, auf der circa 770 Wohneinheiten, davon 630 im Neubau entstehen sollen – finanzierbarer Wohnraum für rund 2.000 Einwohner. Hinzu kommen begleitende gewerbliche Einrichtungen. Urbane zwei- bis viergeschossige Stadthäuser und Geschosswohnungsbauten werden das Wohnungsangebot in Hamburg-Jenfeld ergänzen.
– See more at: http://www.bine.info/publikationen/projektinfos/publikation/energie-aus-abwasser-versorgt-stadtquartier/#sthash.2CZbFmyd.dpuf

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Energie im Fokus der Abwasserwirtschaft

Wichtiges Element zur Energiekostenreduzierung bleibt zudem die Optimierung der Eigenstromerzeugung. Welche Möglichkeiten hier noch schlummern, legten Dr.-Ing. Klaus Siekmann und Dipl.-Ing (FH) Jürgen Jakob, beide Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH, Thür, dar. So würden allein in Baden- Württemberg derzeit noch über 50 Kläranlagen der Größenklasse 4 mit gemeinsamer aerober Stabilisierung betrieben. Weitere 50 Anlagen betrieben zwar eine Faulung, jedoch ohne Gasverstromung. Allein hierdurch sei ein Ausbaupotenzial der Eigenstromerzeugung von rund 27 Mio. kWh/a vorhanden. Durch die Co- Vergärung von organischen Reststoffen könne dies noch gesteigert werden, wirtschaftliche Verfahren seien vorhanden.
Eine andere Möglichkeit der energetischen Optimierung des Gesamtsystems Abwasser stellt die Abwasserwärmenutzung dar. Einen Überblick über Voraussetzungen, technischem Prinzip und Potenziale bot der Vortrag „Abwasserwärmenutzung – Hinweise zu Planung, Ausschreibung und Abnahme“ von Dr.-Ing. Jan Butz, Klinger & Partner GmbH, Stuttgart. Besondere Bedeutung haben für ihn eine saubere und belastbare Definition des Bemessungsabflusses, eine intensive Abstimmung mit dem Heizungsplaner sowie ein Leistungsnachweis, der auf dem Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert) basiert

Quelle: http://www.dwa-bw.de/landesverbandstagungen.html

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Sauberer Strom aus Abwärme

AUTOR: Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG

Siemens hat eine Technologie entwickelt, um aus bisher ungenutzter Abwärme Strom zu erzeugen. Die Lösung nutzt Silikonöle, die im Vergleich zu Wasser eine niedrigere Verdampfungsenthalpie haben. Hintergrund ist, dass die in Industrieanlagen oder Kraftwerken anfallende Abwärme oft nicht genug Energie besitzt, um eine Turbine mit Wasserdampf zu betreiben. Siemens stellte das sogenannte Organic Rankine Cycle Modul kürzlich vor. Hier treibt das Arbeitsmedium eine Turbine an, kühlt ab und geht wieder in seinen flüssigen Anfangszustand über. So lässt sich ohne zusätzlichen Einsatz von Energie oder Rohstoffen und ohne zusätzliche Kohlendioxidemissionen Strom erzeugen.

Konventionelle Kraftwerke verwandeln üblicherweise nur etwa 50 Prozent der eingesetzten Brennstoffenergie in Strom, die Abwärme wird meist über einen Kühlturm abgeführt. Auch in der Chemie-, Glas-, Papier- oder Stahlindustrie – um nur einige Beispiele zu nennen – fällt eine Menge Abwärme an. Oft wird sie genutzt, um andere Substanzen vorzuwärmen. Ist das nicht möglich und ist die Abwärme-Temperatur für den Betrieb einer konventionellen Dampfturbine zu niedig, „verpufft“ die wertvolle Energie.

Siemens-Ingenieure verwandeln diese Energie nun mit Hilfe von Silikonölen in Strom. Diese Öle haben eine wesentlich niedrigere Verdampfungsenthalpie als Wasser und können schon mit etwa 300 Grad heißer Abwärme genutzt werden.

Das Organic Rankine Cycle (ORC) Modul leitet sich vom so genannte Rankine Cycle, einem geschlossenen Kreislauf für mit Wasserdampf betriebene Kraftmaschinen ab, nur dass hier organische Silikonöle als Arbeitsmedium dienen. Das Öl nimmt über einen Wärmetauscher die Abwärmeenergie auf. Es verdampft, treibt eine Turbine an, wird in einem Kondensator wieder vollständig verflüssigt und zum Verdampfer zurückgepumpt. Die beim Abkühlen freiwerdende Wärme wird ebenfalls für das Vorwärmen des Öls zurückgewonnen.

Das ORC-Modul hat eine Leistung von bis zu zwei Megawatt -mittelfristig sollen Varianten mit höhernen Leistungen dazukommen. Herzstück des Moduls ist die bewährte Dampfturbine SST-060, die bereits über 850 Mal erfolgreich installiert wurde. Das verwendete Silikonöl ist chlorfrei und nicht toxisch.

Insgesamt sind die Investitionskosten sowie der Wartungsaufwand für ein ORC-Modul vergleichsweise gering. Sein Betrieb ist gegenüber konventionellen, mit Wasserdampf betriebenen Turbinen einfacher, unter anderem wegen den geringeren Temperaturen und Drücke. Das ORC-Modul hat einen Automatik-Modus und benötigt kein zusätzliches Personal. Damit bietet es eine sehr wirtschaftliche Möglichkeit, Energie-Rohstoffe effizienter zu nutzen.

Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovationnews

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Neue Projekte zur Abwasser- Wärmenutzung in der Schweiz

Altersheim Hofmatt in Münchenstein
Am Fuße der „Gartenstadt“ Münchenstein (Schweiz) liegt das Alters- und Pflegeheim Hofmatt in malerischer Lage. Das Altersheim wurde 1968 erbaut und bis 1996 immer wieder erweitert. 2011 stand eine Generalsanierung inklusive einer zusätzlichen Erweiterung an. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen wurde auch das Energiekonzept des Hauses von Grund auf saniert. Hierbei fiel die Entscheidung auf die Nutzung der Wärme aus Abwasser. Anstatt jedoch die Kanalisation anzuzapfen und Abwasser zu entnehmen, wird in der Hofmatt das Abwasser der Bewohner, Küchen und Bäder genutzt. Die Idee einer „In-House“ Lösung ist nicht neu. Hierbei wird ausschließlich das vor Ort anfallende Abwasser genutzt, um daraus Wärme zu entziehen. Es gestaltet sich jedoch oftmals schwierig, die benötigte Menge Abwasser zu sammeln. In der Hofmatt hat man durch geschickte Aufteilung der Abwasserstränge dafür gesorgt, dass nur warmes Abwasser mit ca. 20 °C im Sammelschacht ankommt. Hier wird es beim Zulauf durch eine Huber-Rotamat®-Siebanlage RoK 1 vorgesiebt und gesammelt. Die anfallenden Grobstoffe werden anschließend dem abgewärmten Abwasser wieder zugeführt und gelangen so in die Kanalisation. Das gesiebte Abwasser gelangt durch eine Förderpumpe in einen Huber-Ro- Win-Wärmetauscher der Baugröße 4S, die sich im Keller des Gebäudes befindet. Hier werden dem Abwasser ca. 50 kW Wärme entzogen und der Gebäudeheizung zugeführt. Durch die hohe Temperatur des Abwassers beim Eintritt in den Wärmetauscher kann dieses weiter abgekühlt und somit mehr Energie aus weniger Abwasser gewonnen werden. Die starke Abkühlung des Abwassers wird durch eine Befüllung des Wärmetauschers in Chargen, eine Batch-Beschickung, erreicht. Die Turbulenzerzeuger im Inneren des Huber-RoWin-Wärmetauschers stellen auch bei dieser Beschickungsart eine hohe Wärmeübertragung sicher.

Quelle: DWA Heft 4/2014

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Stuttgart: Abwasserwärmenutzung

Aufgrund der steigenden Energiekosten und der laufenden Klimaschutzdebatte kommt Maßnahmen zur effizienten Energiegewinnung und -nutzung sowohl wirtschaftlich als auch politisch eine immer größere Bedeutung zu.

Eine solche Maßnahme stellt die Abwasserwärmenutzung dar. Da selbst im Winter im Kanalnetz Abwassertemperaturen von 12° bis 15° C herrschen, ist es heute dank des technologischen Fortschritts auf dem Gebiet der Wärmetauscher möglich, dieses Energiepotenzial zu erschließen, das für die Heizung von Gebäuden und die Wassererwärmung eingesetzt werden kann.

Die Abwasserwärmenutzung stellt ein innovatives und ökologisch sinnvolles Konzept dar, das einerseits zu einer maßgeblichen Verminderung der CO2-Emissionen, andererseits zu einer Verringerung des externen Energiebezugs beiträgt.

Die Stadtentwässerung Stuttgart hat eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben, um die Grundlagen für eine künftige Abwasserwärmenutzung im Stadtgebiet Stuttgart zu erarbeiten.

Kernergebnis der Studie sind die Energiekarten, in denen die allgemeinen Grenzkriterien für eine wirtschaftliche Nutzung der Abwasserwärme grafisch dargestellt sind. Diese sind: ein Mindestabfluss im Kanal von 15 l/s, ein Mindestkanaldurchmesser von DN 800 und ein Abstand des zu versorgenden Objekts vom Kanal von maximal 300 m.

Darüber hinaus sind diejenigen kommunalen Gebäude eingetragen, die einen Jahreswärmeverbrauch von mehr als 125.000 kWh/a haben und damit für eine Nutzung von Abwasserwärme heizungsseitig in Frage kommen.

Bezogen auf die Länge des Gesamtnetzes von 1.683,53 km kommen derzeit 7 % = 110,96 km der Haltungen für eine Abwasserwärmenutzung in Frage (Stand 01.01.2014).

Allerdings wird sich erst anhand von konkreten Machbarkeitsstudien zu den einzelnen Objekten zeigen, ob sich das ausgewiesene Potenzial zur Abwasserwärmenutzung im Kanalnetz der Stadt Stuttgart auch wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft umsetzen lässt. Gleichwohl ermöglichen es die vorhandenen Energiekarten schon heute, schnell zu reagieren, wenn große öffentliche oder private Objekte geplant, Sanierungen von Heizungssystemen mit großen Leistungen vorgenommen oder Abwasserkanäle neu verlegt oder saniert werden.

Aktuell verfügbare Energiekarten (Stand 2013)

Energiekarte Möhringen (2,6 MB)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Energiekarten/Energiekarte_Moehringen_LP2_LowRes.jpg
Energiekarte Mühlhausen Nord (3,5 MB)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Energiekarten/Energiekarte_Muehlhausen_Nord_LP4_LowRes.jpg
Energiekarte Mühlhausen Süd (2,8 MB)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Energiekarten/Energiekarte_Muehlhausen_Sued_LP5_LowRes.jpg
Energiekarte Plieningen (3,1 MB)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Energiekarten/Energiekarte_Plieningen_LP3_LowRes.jpg
Energiekarte Weilimdorf (1,8 MB)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Energiekarten/Energiekarte_Weilimdorf_LP1_LowRes.jpg

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/service-amp-gebuehren/abwasserwaermenutzung/

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Meldungen zu Kanal und Entwässerung 2014

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Mai 2014
01.05.2014 Kanalsanierung auf der IFAT 2014
Februar 2014
17.02.2014 Vortragsunterlagen und Literatur von 8. Internationaler Workshop Kanalnetzsteuerung der IWA/IAHR
17.02.2014 Auswirkungen des Klimawandels auf das Überstauverhalten der Dresdner Kanalisation 
Januar 2014
10.01.2014 Grobstoffreinigung an Überlaufschwellen mit Wasserkraft-Antrieb
10.01.2014 Die Geschichte einer nicht alltäglichen Lösung  

Kanalsanierung auf der IFAT 2014

Von undichten Kanälen können Gefahren ausgehen. So kann austretendes Schmutzwasser den Boden und das Grundwasser verunreinigen. Außerdem erhöht in die Kanalisation eindringendes Fremdwasser die Betriebskosten der Kläranlagen. Weiterhin kann es zu Bodenausspülungen kommen. Die damit im Extremfall verbundenen Senkungen können dann die darüber liegenden Infrastruktureinrichtungen und Gebäude gefährden.

Quelle: www.ifat.de  

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Vortragsunterlagen und Literatur von 8. Internationaler Workshop Kanalnetzsteuerung der IWA/IAHR

unter: (www.rtcwg.org) Anwender treffen sich im Rahmen der NOVATECH in Lyon zum Erfahrungsaustausch Die Referenten stellen die Beiträge über die Homepage der IWA Working Group zur Verfügung (www.rtcwg.org), zudem sind nachfolgend aktuelle Literaturquellen zu den vorgestellten Fallbeispielen zusammengestellt.

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Auswirkungen des Klimawandels auf das Überstauverhalten der Dresdner Kanalisation

ERGEBNiSBERICHT
Einleitung Im Rahmen des BMBF Verbund–‐Forschungsprojektes REGKLAM (Regionales Klimaanpassungsprogramm für die Modellregion Dresden) werden im Teilprojekt 3.2.4 vom Institut für technisch wissenschaftliche Hydrologie GmbH (itwh) die Auswirkungen des Klimawandels auf das
Uberstau- und Überflutungsverhalten der Dresdner Kanalisation untersucht. Dieses erfolgt mittels Simulationsrechnungen mit einem hydrodynamischen Modell der Kanalisation im Dresdner Stadtgebiet für die aktuelle sowie für die auf das Jahr 2050 projizierte Regensituation.

Den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.regklam.de/fileadmin/Daten_Redaktion/Publikationen/Ergebnisberichte/P3.2.4a__Ueberstau_Kanalisation_TUD_EB.pdf

Autoren:
TP 3.2.4 – TP Abwasserentsorgung
TP-Leiter: Prof. Peter Krebs
Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft
TU Dresden
Bearbeitung: Institut für technisch-wissenschaftliche
Hydrologie GmbH
Kontakt: Institut für technisch-wissenschaftliche
Hydrologie GmbH
Sudhausweg 1
01099 Dresden
Tel.: 0351-82649-0
Fax: 0351-82649-77
www.itwh.de

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Grobstoffreinigung an Überlaufschwellen mit Wasserkraft-Antrieb

Der Abwasserzweckverband Betzdorf-Kirchen-Daaden betreibt im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 75 000 EW die größte Kläranlage. Im Einzugsgebiet unterhalten wir 24 Regenüberlaufbecken und 21 Regenüberläufe, die überwiegend in den 1970erund 80er-Jahren gebaut wurden. Entsprechend den damaligen Regeln der Technik wurden bei den Entlastungsbauwerken vor den Überlaufschwellen hauptsächlich Tauchwände angeordnet, um Feststoffausträge zu vermindern. Der Platzbedarf für diese einfachen Einbauten war relativ gering. In den letzten Jahren gab es allerdings immer häufiger Beschwerten der Fischereiberechtigten über zu hohe Grobstoffeinträge in die betroffenen Gewässer. Wir suchten daher nach Möglichkeiten einer wirkungsvolleren Grobstoffrückhaltung für unsere bestehenden Anlagen. Die Überlaufschwellen der Regenüberläufe und Regenüberlaufbecken in unserem Verbandsgebiet sind sehr unterschiedlich gestaltet. Von einem im Überlaufraum diagonal angeordneten Schwellenkörper über eine U-förmig in das Speicherbecken integrierte Entlastungsgerinne bis zu gekrümmten Überlaufschwellen an runden Regenüberlaufbecken

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2013

Autor
Rüdiger Schmidt, Betriebsleiter
Abwasserzweckverband Betzdorf-Kirchen-
Daaden
Hellerstraße 2, 57518 Betzdorf,
Deutschland
Tel. +49 (0)27 41/92 33-11
E-Mail: r.schmidt@azv-bkd.de

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Die Geschichte einer nicht alltäglichen Lösung

Situation
Als unser Büro im Jahre 1999 ein Angebot für einen Variantenvergleich zwischen einer bestehenden Planung als Freispiegelentwässerung und der Errichtung einer Unterdruckentwässerung erarbeiten sollte war ich zunächst zögerlich, überhaupt ein Angebot zu unterbreiten. Als ehemaliger Betreiber von Abwasseranlagen wusste ich nur zu gut über das „grobschlächtige Medium Abwasser“ Bescheid und hatte meine Bedenken gegenüber der Vakuumtechnik. Schon beim Studium hatte sich bei mir folgender Satz eingeprägt: „Alles was im Abwasser wackelt und hupt“ sollte mit großer Skepsis betrachtet werden. Als Lehrer der Kläranlagen-Nachbarschaft Delitzsch – Muldentalkreis in Sachsen, kannte ich ein bestehendes Unterdrucksystem. Ich bat den Klärwärter, mir über seine Erfahrungen zu berichten. Das Fazit war kurz und knapp: Wenn die Hausanschlüsse ordnungsgemäß funktionieren, gibt es eigentlich keine Probleme.

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2013

Autor
Dipl.-Ing. Frank Böhme
Lehrer Kläranlagen-Nachbarschaft Delitzsch-Muldental
ingenieurbüro böhme GbR
Alter Gutshof 3, 04828 Leulitz, Gemeinde Bennewitz, Deutschland
Tel. +49 (0)34 25/85 27 88
E-Mail: ib-leulitz@t-online.de

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Meldungen der DWA 2016

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Dezember 2016
Auch Stickstoff wesentliches Kriterium für die Gewässergüte 
Düngerecht zukünftig mit Hoftorbilanz  
Sachsen sieht Ziele der Abwasserentsorgung als fast erreicht  
Aufklärungsinitiative gegen falsche Medikamentenentsorgung 
Bundeskabinett beschließt Hochwasserschutzgesetz II  
Erster Deutscher Ingenieurbaupreis für Greifswalder Sperrwerk  
Hans Raab Umweltpreis für Wasser 3.0  
Mikroben fertigen Bioplastik aus Rauchgas und Strom  
Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern offiziell eröffnet  
Sächsischer Staatspreis für Design für Gesellschaftsspiel zum Hochwasser  
Spurenstoffstrategie des Bundes  
Trotz Bevölkerungszuwachs: Fachkräfteengpässe bleiben bestehen  
EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verletzung der Nitratrichtlinie 
Umfrage: Akzeptanz von Renaturierung in NRW  
Weltwassertag 2017 
EU-Vertragsverletzungen im Umweltbereich  
November 2016
Wirtschaft 4.0″ und KMU: Förderprogramm „Jobstarter plus“ veröffentlicht 
„Aktionsplan Düngegesetz“ vorgelegt  
AöW und Grüne gegen Freihandelsabkommen CETA mit Kanada  
Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz- Preis läuft  
Baden-Württemberg: Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS wird ausgebaut  
Bundestag: Koalition will weniger Antibiotika  
Forschungsprojekt HypoWave: neuer Ansatz für Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft  
Frauenanteil bei Anfängern in Ingenieurwissenschaften 2014 bei 21 % 
Leitfaden zu dezentralen Sanitärsystemen veröffentlicht  
Spurenstoffentfernung mit naturnahen Systemen  
Junge Akademie: zehn neue Mitglieder gesucht  
Leitbild für „Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main“ wird entwickelt  
Baden-Württemberg: Stromerzeugung aus Klärgas auf neuem Höchststand  
Niedersachsen startet Projekt für nachhaltige Nährstoffkreislaufwirtschaft  
Klärschlammverordnung in der EU-Notifizierung  
Kritische Infrastrukturen: Meldefrist für Kontaktstellen endet am 3. November 
Monitoring über die Auswirkungen undichter privater Abwasserleitungen  
Nordrhein-Westfalen: Siedlungs- und Verkehrsfläche stieg 2014 um neun Hektar pro Tag  
Bundesrat stimmt Gesetz zum Breitbandausbau zu  
TSM-Zertifikat in Landau überreicht  
Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck – Anerkennung für Klärschlammbehandlung in Linz-Unkel  
September 2016
Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement  
Richtfest auf den neuen Becken der Kläranlage Dresden-Kaditz  
TSM-Zertifikat in Landau überreicht  
6,14 Milliarden Euro für Hochwasserschäden  
Nordrhein-Westfalen: neues Landeswassergesetz verkündet  
„Umweltcluster Leuchtturm 2017″ ausgeschrieben  
Anlage zur Beseitigung von Spurenstoffen im Klärwerk Mannheim eingeweiht  
Baubeginn für die erste großtechnische vierte Reinigungsstufe in Bayern  
Bundesweiter Wettbewerb „Abwasser 21″ gestartet  
Bayern: Komponente „Sturzfluten“ im Hochwasserschutz- Aktionsprogramm  
Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck 
Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement 
Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2016 ausgelobt  
Menschen und Umwelt – Kommunaler Umwelt-Kooperationspreis  
Niedersachsen fördert Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen 
Nürnberg: Mephrec-Pilotanlage in Betrieb  
Rekommunalisierung nach CETA möglich  
Schleswig-Holstein: neues Landeswassergesetz beschlossen  
IFWW-Förderpreis 2017 ausgeschrieben 
Was haben Sie uns zu sagen? – DWA-Mitgliederbefragung 2016  
August 2016
Bundeskartellamt legt Wasserbericht vor 
Brandenburgs Regierung billigt Novelle des Landeswassergesetzes
Beschluss der Umweltministerkonferenz zu Starkregen  
Baden-Württemberg: zwölf Millionen Euro für die Phosphorrückgewinnung 
BMUB erarbeitet übergreifende Stickstoffstrategie  
Hessen: Projekt zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm gestartet  
GreenTec Awards 2017 – Bewerber gesucht  
Gesetzpaket zum Fracking vom Bundestag angenommen  
EU-Kommission fordert von Österreich die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe  
Nachweisinstrument der IKSR für die Wirksamkeit von Hochwasservorsorgemaßnahmen  
Phosphor-Dünger aus Klärschlamm: Pilotanlage zum Hohenheimer Verfahren gestartet  
HyReKA – multiresistente Keime im Abwasser  
Portugal vom Europäischen Gerichtshof wegen Kommunalabwasserbehandlung verurteilt  
Bayern: 1,2 Milliarden Euro für die Gewässer  
DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland veröffentlicht  
GreenTec Award 2016 für PAUL und TetraPhos®-Verfahren  
Neuer Masterstudiengang „Wasserwissenschaften“ in Münster  
Mecklenburg-Vorpommern: Studie zu Phosphor in Kläranlagenabläufen  
Klärschlammverwertung: Einsatz synthetischer Polymere bleibt weiterhin möglich  
EU-Kommission: Badegewässer in Europa haben gute Wasserqualität  
Ernst-Kuntze-Preis 2017 ausgeschrieben  
BMBF-Förderung von Vorhaben zu Plastik in der Umwelt  
Auf Abwasseranlagen selbst erzeugter und verwendeter Strom muss steuerfrei bleiben  
Amtliche Hochwasser-App für Deutschland von Bund und Ländern  
Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure  
Umweltausschuss sieht Arzneimittelhersteller bei Spurenstoffreduzierung in der Pflicht  
Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern  
Grüne wollen Fracking gesetzlich unterbinden  
Exportweltmeister im Umweltschutz  
Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben  
Datenkabel in der Kanalisation führen zu Problemen  
Befragung zur „Kläranlage der Zukunft“  
ASKURIS: großtechnische Versuche in Tegel  
Bayern: bis 2025 ausreichend Deponiekapazitäten  
Juli 2016
Niedersachsen: EU-Förderung für öffentliche Abwasseranlagen bis November 
Düngegesetz soll angepasst werden  
Bundesminister Dobrindt: „einfach ein Kabel durchschießen – fertig“  
BMBF-Forschungsvorhaben zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf  
Bundesregierung beschließt zweites Deutsches Ressourceneffizienzprogramm  
DWA-Abwassermeisterschaften: die Sieger 
Juni 2016
Bestandsvermessung – aktuelle Bauzeichnungen – Visualisierung im GIS 
Wasserentnahme in den USA bleibt extrem hoch  
Kriterien für Abwasseranlagen als Kritische Infrastrukturen beschlossen  
Willy-Hager-Preis 2016 ausgeschrieben 
EU-Kommission: Frankreich soll Richtlinie über prioritäre Stoffe umsetzen  
Wasserhaushaltsportal Sachsen erweitert  
EU-Kommission fordert Estland auf, Nitratbelastung des Wassers zu reduzieren
Rumänien plant Großprojekte in der Wasserinfrastruktur  
Oberflächengewässerverordnung im Bundeskabinett beschlossen  
Energiegewinnung aus organischen Abfällen  
Korruption kostet Wasserwirtschaft jährlich zehn Prozent der Investitionen
Ist ein Siedlungsrückzug als Anpassung an den Klimawandel rechtlich möglich?  
Mikroroboter zum Bleiabbau  
Gute Noten für Wasserschloss Schweiz  
Größtes bayerisches EU-LIFE-Projekt „Flusserlebnis Isar“ beginnt  
EU-Kommission: Deutschland wegen Wasserverschmutzung durch Nitrat vor Gericht  
DVGW und Messe München vereinbaren Kooperation zur strategischen Zusammenarbeit bei der IFAT  
Bodensee „Lebendiger See des Jahres“  
Berliner Wasserbetriebe investieren 2,1 Milliarden Euro  
Bei Arzneimitteln ganzheitlicher Ansatz notwendig  
EU-Kommission lehnt erneute Zulassung von Antifouling-Wirkstoff ab  
Forschungsgruppe Wasser in der Stadt  
Mai 2016
Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen in Baden- Württemberg – Austausch auf höchstem Niveau 
Experten befürworten Düngerechtsnovelle  
Nordrhein-Westfalen fördert kreative Ideen rund um das Thema Wasser  
Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw ausgeschrieben  
Neue Oberflächengewässerverordnung im Bundesrat angenommen 
Neue EU-Verordnung zur Förderung der Verwendung von organischen und abfallbasierten Düngemitteln  
Mobilfunknetz ermöglicht Regenmessung  
Kriterien für Abwasseranlagen als Kritische Infrastrukturen beschlossen  
Kein Verbot von Fracking  
IFAT Environmental Technology Forum Africa umbenannt in IFAT Africa  
Grüne: Medikamente nicht in die Toilette  
Gewässer mit Quecksilber belastet  
Fracking-Gesetz weiter in der Diskussion  
Bundesrat stimmt Vergaberechtsmodernisierungsverordnung zu  
UN-Weltwasserbericht: Wasser ist Schlüssel für Arbeitsplätze und Wachstum  
Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern  
Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure  
Umweltausschuss sieht Arzneimittelhersteller bei Spurenstoffreduzierung in der Pflicht  
Förderung von FuE-Vorhaben zur „Nutzung unterirdischer Geosysteme“  
Exportweltmeister im Umweltschutz  
Düngegesetz soll angepasst werden  
Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben  
Bundesregierung beschließt zweites Deutsches Ressourceneffizienzprogramm 
Bundesminister Dobrindt: „einfach ein Kabel durchschießen – fertig“  
Bayern: bis 2025 ausreichend Deponiekapazitäten  
ASKURIS: großtechnische Versuche in Tegel  
Datenkabel in der Kanalisation führen zu Problemen 
BMBF-Forschungsvorhaben zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf  
Befragung zur „Kläranlage der Zukunft“  
März 2016
Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts beschlossen 
Pilotprojekt für eine energieneutrale Kläranlage  
Novelle der Abwasserverordnung im Bundeskabinett beschlossen  
Nordrhein-Westfalen: Kabinett beschließt neues Landeswassergesetz  
Niedersachsen: Überdüngung belastet weiter Böden und Wasser  
Nährstoffbericht für Schleswig-Holstein vorgestellt: zu hohe Belastungen  
IFAT erneut ausgebucht  
Forscher der Universität Rostock wollen Meinung der Bürger zu „ihren“ Gewässern  
BGR: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar 
Auftakt des Forschungsverbundvorhabens „MikroModell“  
Rheinland-Pfalz: 19 Millionen Euro für Energie und Ressourceneffizienz  
63,8 Millionen Euro für neue Umweltprojekte
Februar 2016
Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel vorgelegt
Wupperverband übernimmt zwei Talsperren  
Vergaberecht wird neu geregelt  
EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Europäischen Gerichtshof wegen illegaler Deponie  
Tag des Wassers: „Wasser und Arbeitsplätze“  
Sachsen: Härtefallregelung bei Kleinkläranlagen 
Neue Herausforderungen für die kommunale Abwasserbehandlung  
Neue Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ 
Hans-Raab-Umweltpreis ausgeschrieben  
Hamburg: „Strukturplan Regenwasser 2030″ vorgelegt  
Gefälschter Tequila auf Kläranlage vernichtet  
EuGH: EU-Kommission hätte Kriterien zu endrokrinschädigenden Stoffen erlassen müssen  
Baden-Württemberg: Landesstrategie Ressourceneffizienz in der Anhörung  
Baden-Württemberg: dem Bund bei Klärschlammentsorgung ein Vierteljahrhundert voraus 
60 Prozent des Klärschlamms wurden 2014 verbrannt  
Baden-Württemberg übernimmt LAWA-Vorsitz 
Gewässer- und Bodenschutz neuer Forschungsschwerpunkt in Suderburg 
Änderungen im Wasserrecht geplant  
DWA zeichnet Wasserwirtschaftler aus, die sich besonders für das Betriebspersonal eingesetzt haben  
27. DWA-Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen 2014 legt den Fokus auf die Demografie 
EU-Kommission fordert Polen zur Einhaltung des EU-Wasserrechts auf
Vier-Phasen-Plan als Grundlage für den „Masterplan Salzreduzierung“  
RP Kassel verschiebt Entscheidung über Kaliabwässer- Versenkerlaubnis  
Rheinland-Pfalz: Klärschlamm überwiegend in der Landwirtschaft verwertet 
Recycling von Seltenerdmetallen aus Prozesswässern der Metall- und Bergbauindustrie  
PFT-Grundwassersanierung Flughafen Düsseldorf in Betrieb  
Berlinwasser trennt sich vom internationalen Geschäft  
Namibia: Anpassung an den Klimawandel  
Hessen: Neues Gesetz zur Berufsbezeichnung „Ingenieur“ 
Griechenland erneut wegen Abwasserbehandlung vor dem Europäischen Gerichtshof
Förderung für Forschungsvorhaben zu globalen Wasserressourcen 
Folgen des Klimawandels in Zukunft deutlich stärker  
Europäische Kommission: über 160 Millionen Euro für neue Umweltprojekte 
Emscher wieder Forellengewässer  
Elbe-Ministerkonferenz verabschiedet Bewirtschaftungsplan  
Januar 2016
DIN würdigt integriertes Managementsystem von Emschergenossenschaft/ Lippeverband  
Anschlussgrad in Thüringen steigt auf 93,5 Prozent  
42,5 Milliarden Euro für Klimaschutzgüter  
6,3 Prozent der Steuereinnahmen in der EU sind Umweltsteuern 
TU Dresden untersucht Mikroschadstoffe 
Gründung eines Kompetenzzentrums für nachhaltige Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft in Kuba  
Griechenland wegen mangelnder Kommunalabwasserbehandlung verurteilt  
Baden-Württemberg: neue Förderrichtlinie für wasserwirtschaftliche Vorhaben  
9300 Kläranlagen, 27 Millionen Kubikmeter Abwasser täglich  
97 % Anschlussgrad an öffentliche Kanalisationen  
Experten fordern nationale Stickstoffstrategie  
DBU fördert Starkregenvorsorge in Bremen  

Auch Stickstoff wesentliches Kriterium für die Gewässergüte

Nicht nur Phosphor, sondern auch Stickstoff hat einen großen Einfluss auf den ökologischen Zustand von Gewässern. Dies konnten Wissenschaftler der BTU Cottbus-Senftenberg im Rahmen des Projekts NITROLIMIT nachweisen. In Oberflächengewässern führt der hohe Gehalt an Stickstoff gemeinsam mit Phosphor zur Nährstoffübersättigung. Ergebnis ist ein starkes Wachstum der Algen und eine Verringerung der Artenvielfalt. Mehr als 70 Prozent der deutschen Binnengewässer haben trotz großer Investitionen nicht den ökologischen Zustand nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie erreicht. Im Projekt NITROLIMIT ha ben die Forscher notwendige Zielwerte ermittelt und die Möglichkeiten, Kosten, den Nutzen und die Akzeptanz der Maßnahmen, die den Stickstoff reduzieren sollen, untersucht. Sie empfehlen die weitere Optimierung und den Ausbau von Klärwerken sowie die Reduzierung der Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft. Laut den Forschern besteht in der Bevölkerung auch die entsprechende Zahlungsbereitschaft zur Realisierung dieser Maßnahmen. Für die Bevölkerung spiele die Gewässergüte in der Freizeit und zur Erholung eine wichtige Rolle. Ihre Zahlungsbereitschaft für den guten ökologischen Zustand sei höher als die Kosten von Maßnahmen zur Stickstoffminderung wie am Beispiel der Berliner Unterhavel gezeigt wurde, heißt es in einer BTU-Mitteilung. Bei Landwirten ist die Akzeptanz für solche Maßnahmen jedoch gering. Die Fördermöglichkeiten für landwirtschaftliche Maßnahmen in Brandenburg und Berlin wurden bisher nicht ausgeschöpft. Die Forscher fordern daher, bessere Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen. Das interdisziplinäre Verbundprojekt „Stickstofflimitation in Binnengewässern – Ist Stickstoffreduktion ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar?“ (NITROLIMIT) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über fünf Jahre gefördert und gemeinsam mit Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB), dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), der Technischen Universität Berlin und der Technischen Universität Dresden realisiert.

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Düngerecht zukünftig mit Hoftorbilanz

Die Hoftorbilanz wird in das novellierte Düngerecht Einzug halten. Die Erfassung der Nährstoffe in viehstarken Betrieben soll ab 2018 über die Hoftorbilanz erfolgen. Darauf hat sich die Große Koalition Ende Oktober verständigt. Gleichzeitig haben sich die agrarpolitischen Sprecher für einen zügigen Fortschritt des Gesetzgebungsprozesses beim Düngegesetz nach Abschluss des Notifizierungsverfahrens ausgesprochen. Diese Gesetzesänderung ist Voraussetzung für den Erlass der Novelle der Düngeverordnung, die der Umsetzung der düngungsrelevanten Teile der EG-Nitratrichtlinie dienen soll. Für die Hoftorbilanz soll das Bundeslandwirtschaftsministerium im Frühjahr des kommenden Jahres einen Entwurf für die Verordnung über verbindliche betriebliche Stoffstrombilanzen vorlegen.

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Sachsen sieht Ziele der Abwasserentsorgung als fast erreicht

Das Abwasser von 96 Prozent der Einwohner wird mittlerweile in Sachsen nach dem Stand der Technik behandelt. Sachsen habe damit die Ziele bei der Abwasserentsorgung fast erreicht, betonte der Umweltstaatssekretär des Landes, Herbert Wolff, Mitte Oktober anlässlich der Landeskonferenz zur Abwasserbeseitigung in Dresden. Wolff betonte vor allem die Entwicklung seit 1990. Direkt nach der Wende waren zwar 56 Prozent der Bevölkerung an die öffentlichen Kläranlagen angeschlossen. Die Anlagen entsprachen aber überwiegend nicht dem Stand der Technik. In den letzten 25 Jahren wurden in Sachsen daher rund sieben Milliarden Euro in die Abwasserentsorgung investiert, das Land hat sich daran mit vier Milliarden Euro beteiligt.

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Aufklärungsinitiative gegen falsche Medikamentenentsorgung

Das Projektteam Wasser 3.0 der Universität Koblenz-Landau und des Chemikalienherstellers abcr GmbH aus Karlsruhe starten gemeinsam mit der Stern Apotheke Heidelberg eine Aufklärungsinitiative gegen Medikamentenentsorgung über Toilette oder Abfluss in den Wasserkreislauf. Laut einer Studie des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung werfen nur 15 Prozent der Deutschen ihre Medikamentenreste – wie es richtig ist – in den Restmüll oder die „Medi-Tonne“. Viel zu oft landen die Arzneimittel jedoch im Abfluss. Das Team Wasser 3.0 und die Stern Apotheke in Heidelberg setzen ab sofort gemeinsame Aktionspunkte für den Erhalt der Wasserqualität. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. November 2016 in der Stern Apotheke in Heidelberg statt. In den nächsten Jahren soll die Kampagne dann deutschland- und europaweit vorangetrieben werden. Ziel ist es, der Bevölkerung bewusst zu machen, wie sich eine unsachgemäße Medikamentenentsorgung auf die Wasserqualität auswirkt. Zusätzlich zu den vor Ort stattfindenden Aktionen wird 2017 das Wasser 3.0 – Stern Apotheke Heidelberg Charity Radteam gegründet und auf ökologischen Expeditionen unterwegs sein, um Daten zur Wasserqualität zu erheben und Kommunikationsarbeit zum Schutz der Ressource Wasser zu leisten.

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Bundeskabinett beschließt Hochwasserschutzgesetz II

Das Bundeskabinett hat am 2. November 2016 den Entwurf eines „Gesetzes zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Verfahren des Hochwasserschutzes“ (Hochwasserschutzgesetz II) beschlossen. Damit werden Planung, Genehmigung und Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen erleichtert und beschleunigt. Das Gesetz soll das von Ländern und Bund getragene nationale Hochwasserschutzprogramm mit einem Umfang von 5,5 Milliarden Euro rechtlich flankieren. Mit dem Hochwasserschutzgesetz II werden die Verfahren für die Planung, die Genehmigung und den Bau von Hochwasserschutzanlagen erleichtert und beschleunigt, ohne dabei die Beteiligung der Öffentlichkeit zu beschneiden. So soll beispielsweise für Grundstücke, die für bestimmte Hochwasserschutzmaßnahmen benötigt werden, ein Vorkaufsrecht einführt werden. Außerdem sollen Gerichtsverfahren gegen genehmigte Hochwasserschutzmaßnahmen beschleunigt werden, indem die Erste Instanz der Verwaltungsgerichte wegfällt. Mit dem neuen Gesetz werden auch Regelungslücken geschlossen, um Schäden durch Hochwasser zu verhindern oder zu vermindern. Hierzu gehören zum Beispiel das Verbot von neuen Heizölverbraucheranlagen und die Nachrüstpflicht für bestehende Anlagen in Risikogebieten. Zudem sollen die Regelungen den Kommunen und Behörden ausreichend Möglichkeiten verschaffen, das hochwasserangepasste Bauen in Risikogebieten weiter zu forcieren. Schließlich soll das Gesetz auch dabei helfen, die Entstehung von Hochwasser zum spiel durch weitere Entsiegelungen einzudämmen.

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Erster Deutscher Ingenieurbaupreis für Greifswalder Sperrwerk

Das Sturmflutsperrwerk der Hansestadt Greifswald bekommt den ersten Deutschen Ingenieurbaupreis. Dieser wurde am 26. Oktober 2016 in der Berlin-Brandenburgisc Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin übergeben. Die Jury unter Vorsitz des Darmstädter Universitätsprofessors Carl-Alexander Graubner wählte das im Februar 2016 fertiggestellte Siegerprojekt aus 53 Einreichungen aus. Die Konzeptidee stammt von der Planungsgemeinschaft Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbH und Lahmeyer International. Bauherr ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. Die Juroren lobten die „gelungene Integration verschiedener Planungsbeteiligter“ bei der Entwicklung einer „außergewöhnlich innovativen Lösung“ zum Hochwasserschutz. Das Sperrwerk in Greifswald ist das umfangreichste und technisch anspruchsvollste Küstenschutzvorhaben das im Land Mecklenburg-Vorpommern bisher realisiert wurde. Etwa 12 000 Tonnen Beton und fast 4000 Tonnen Stahl wurden hier verbaut. Die extremen Sturmfluten von 1872, 1904 und 1913 mit Wasserständen bis zu ca. 2,7 m über Normalhöhennull (NHN) haben die Notwendigkeit von Schutzanlagen in Greifswald mehrfach deutlich gemacht. Auch haben nach der Wende landesweite Untersuchungen zum Sturmflutschadenpotenzial Greifswald als einen der besonders gefährdeten Küstenorte ausgewiesen. Im Fall einer extremen Sturmflut sind ca. 30 % des Stadtgebiets überflutungsgefährdet. 1998 fiel die Entscheidung zum Bau eines Sturmflutschutzsystems mit Sperrwerk im Ryck. Ein besonderer Meilenstein im Bauablauf war der Einbau des mehr als 100 Tonnen schweren Drehsegmentverschlusses im Juli 2014. Das Sperrwerk hält Wasserständen von bis zu 3,1 m über NHN stand. Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr erstmals in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesbauministerium und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Der Preis soll künftig im Zweijahresrhythmus verliehen werden.

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Hans Raab Umweltpreis für Wasser 3.0

Das Team Wasser 3.0 der Universität Koblenz- Landau hat Mitte Oktober den mit 50 000 Euro dotierten Umweltpreis der Liechtensteiner Hans Raab Umweltpreis Stiftung erhalten. Die Forschergruppe der Universität Koblenz-Landau wurde für ihre universitäre Forschung und Entwicklung innovativer Verfahren und Konzepte zum nachhaltigen Schutz der wichtigsten Ressource Wasser ausgezeichnet. Der Hans Raab Umweltpreis zeichnet Projekte aus, die die Entwicklung und Produktion umweltgerechter Produkte oder deren marktgerechten Verwertung fördern und implementieren. Der Preis wird alle zwei Jahre anlässlich des Geburtstags des Stifters Hans Raab verliehen.

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Mikroben fertigen Bioplastik aus Rauchgas und Strom

Ein ressourcenschonendes und kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Bioplastik entwickeln Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): In dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „BioElectroPlast“ setzen sie Mikroorganismen ein, die aus Rauchgas, Luft sowie Strom aus erneuerbaren Quellen das Polymer Polyhydroxybuttersäure produzieren. Der so optimierte Prozess der mikrobiellen Elektrosynthese eröffnet für die Zukunft weitere Perspektiven, etwa zur Herstellung von Biokraftstoffen oder zur Speicherung von Strom aus regenerativen Quellen in Form chemischer Produkte. „BioElectroPlast“ ist auch darauf ausgerichtet, das Treibhausgas Kohlendioxid als günstigen, überall verfügbaren Rohstoff in die Wertschöpfungskette einzubauen sowie erneuerbare Energien einzukoppeln. Koordiniert wird das Projekt am Institut für Angewandte Biowissenschaften (IAB) des KIT, Abteilung Angewandte Biologie unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Gescher. „BioElectroPlast“ startete im September 2016 und ist auf drei Jahre angelegt. Die Wissenschaftler bauen dabei auf eine relativ neue Technologie – die mikrobielle Elektrosynthese: Vor rund sechs Jahren beschrieben Forscher in den USA erstmals, wie bestimmte Mikroorganismen auf einer Kathode wachsen, dabei CO fixieren und die Kathode als alleinige Energie- und Elektronenquelle nutzen. Die Forscher werden ihre Reaktoren direkt im Kohlekraftwerk der EnBW am Rheinhafen Karlsruhe testen und dabei die Abgase des Kraftwerks nutzen.

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Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern offiziell eröffnet

Das neue Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) ist offiziell eröffnet worden. Als Impulsgeber soll das REZ die Wirtschaft dabei unterstützen, Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Träger des REZ sind die bayerischen IHKs und das Landesamt für Umwelt (LfU). Außerdem unterstützen die Region Augsburg, vertreten durch die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, und die Region Untermain, vertreten durch die Fraunhofer- Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, als Regionalpartner die Arbeit des Zentrums vor Ort. So soll beispielsweise eine Bayerische Ressourceneffizienz-Landkarte entwickelt werden. Angesiedelt ist das neue Zentrum am LfU in Augsburg und bei den IHKs in Nürnberg und München. Es ist für ganz Bayern aktiv. Das REZ wird mit rund 1,5 Millionen Euro staatlich gefördert und ist zunächst auf drei Jahre, bis zum 31. März 2016, befristet.

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Sächsischer Staatspreis für Design für Gesellschaftsspiel zum Hochwasser

Die Dresdnerin Anne Katharina Schulze wurde mit dem Sächsischen Staatspreis für Design ausgezeichnet. Sie bekam den mit 5000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Nachwuchsdesign“ für das Gesellschaftsspiel „Eluvio – Kämpfe gegen die Fluten“. Dabei geht es um Hochwassergefahren und die verschiedenen Möglichkeiten von Schutzmaßnahmen. Das Spiel „Eluvio“ (lateinisch für „Überschwemmung“) soll Menschen langfristig sensibilisieren. Ziel des Spiels ist das Aufzeigen von Möglichkeiten von Hochwasserschutzmaßnahmen und die Vermittlung des Respekts vor der Hochwassergefahr. Insgesamt wurden 16 Preise in vier Kategorien, ein Publikumspreis und drei Anerkennungen verliehen. Vorstellung des Spiels mit Video: www.design-in-sachsen.de/ einreichungen/46.html  

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Spurenstoffstrategie des Bundes

Im Bundesumweltministerium wurde am 7. November 2016 der Stakeholder-Dialog zur Spurenstoffstrategie des Bundes eröffnet. In einem ergebnisoffenen, moderierten Dialogprozess sollen bis Frühjahr 2017 unterschiedliche Interessen im Umgang mit Spurenstoffen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse des Dialogs dienen als Grundlage für eine gemeinsam getragene Strategie zum Schutz der Gewässer vor Spurenstoffen. Beteiligt sind Akteure aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft, den Ländern sowie den betroffenen Bundesressorts. Auf der Auftaktveranstaltung wurden von den Beteiligten Erwartungen an den Dialog formuliert und die Rahmenbedingungen vereinbart. Vorgesehen sind drei Fach-Workshops zu den wichtigsten Bereichen im Lebenszyklus von Spurenstoffen. Die fachliche Unterstützung erfolgt durch das Fraunhofer ISI, und das IKU begleitet den Kommunikationsprozess. Das Ergebnis soll ein gemeinsames, fachliches Verständnis und ein angepasstes Bündel geeigneter Strategien und Maßnahmen sein, das als Policy Paper im Frühjahr 2017 verabschiedet wird.

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Trotz Bevölkerungszuwachs: Fachkräfteengpässe bleiben bestehen

Wenn sich das derzeitige Bildungs- und Erwerbsverhalten fortsetzt und die Arbeitszeiten nicht zunehmen, wird auch das mittelfristige Bevölkerungswachstum in Deutschland nicht ausreichen, um langfristig Engpässe im Anforderungsbereich der fachlich ausgerichteten Tätigkeiten zu vermeiden. Dies betrifft vor allem Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Im hochqualifizierten Bereich nimmt das Arbeitskräfteangebot hingegen stärker zu als die Nachfrage nach Fachkräften für komplexe Spezialisten- und hochkomplexe Tätigkeiten. Dies ist ein Ergebnis der inzwischen vierten Erhebung der Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die neuen Projektionen von BIBB und IAB richten den Blick unter besonderer Berücksichtigung der Zuwanderung Geflüchteter auf die Entwicklung des Arbeitsmarkts bis zum Jahr 2035. Bedingt durch innereuropäische Arbeitsmarktmigration sowie den Zuzug Geflüchteter wird die Bevölkerungszahl in Deutschland von rund 81,2 Millionen Einwohnern im Jahr 2014 auf etwa 83,4 Millionen bis zum Jahr 2023 ansteigen. Danach wird sie bis 2035 wieder auf etwa 82 Millionen sinken. Der Bevölkerungszuwachs wird vor allem kurz- beziehungsweise mittelfristig zu beschäftigungspolitischen Effekten führen, zum Beispiel durch eine verstärkte Nachfrage nach Wohnungen oder Erziehungsleistungen. Nach Auswertung der neuesten Daten scheiden im Zeitraum von 2014 bis 2035 rund 12,1 Millionen Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung aus dem Erwerbsleben aus, denen aber im selben Zeitraum lediglich 9,2 Millionen Neueintritte gegenüberstehen. Bei Personen mit einem akademischen Abschluss verhält es sich umgekehrt. Hier scheiden 3,9 Millionen Personen aus dem Erwerbsleben aus, rund 6,5 Millionen werden dem Arbeitsmarkt neu zur Verfügung stehen. Weitere Informationen sind in der neuen Ausgabe von BIBB Report, Heft 3/2016 enthalten: „Die Bevölkerung wächst – Engpässe bei fachlichen Tätigkeiten bleiben aber dennoch bestehen“.

Kostenloser Download: www.bibb.de/bibbreport Informationen zum gemeinsamen Projekt von BIBB und IAB: www.qube-projekt.de

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EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verletzung der Nitratrichtlinie

Deutschland muss sich wegen der Verletzung der EU-Nitratrichtlinie vor dem Europäischen Gerichtshof verantworten. Anfang November hat die EU-Kommission endgültig Klage gegen Deutschland eingereicht. Hintergrund ist die seit Jahren weiter zunehmende Nitratbelastung des Grundwassers. Auf rund 40 Seiten Anklageschrift – belegt mit 1500 Seiten Dokumenten-Anhang – geht die EUKommission nun auf die mangelnde Umsetzung der seit 1991 geltenden Nitratrichtlinie durch die deutsche Umweltpolitik ein. Laut tagesschau.de zeichnet die Klageschrift akribisch nach, wie Deutschland seit Jahren das Problem ignoriert und die EU-Kommission hingehalten hat. Ein zentraler Vorwurf: Es wird weiterhin wesentlich mehr Dünger auf die Äcker gebracht, als die Pflanzen aufnehmen können. Auch die gesetzlichen Düngepausen von maximal drei Monaten stuft die EU-Kommission als viel zu kurz ein. Stand der Wissenschaft seien fünf bis sieben Monate. Mit der Klage der EU-Kommission dürfte in Deutschland vor allem das Agrarministerium in Zugzwang geraten. Denn schärfere Regelungen scheiterten bislang vor allem am Widerstand der Agrarwirtschaft. Mitte Oktober hat sich die Große Koalition zwar überraschend auf eine Reform der entsprechenden Vorschriften geeinigt. Wilhelm Priesmeier, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, bezweifelt laut tagesschau. de allerdings, ob damit die Klage der EU-Kommission hinfällig ist. „Die Klage bezieht sich ja auf die alte Düngeverordnung. Und erst mit Vorlage der neuen Düngeverordnung und der Novelle des Düngegesetzes können letztendlich die Kommission und der EuGH prüfen, ob den Vorgaben der Nitratrichtlinie genüge getan ist oder nicht“, sagt Priesmeier. Er befürchtet zudem, dass die jetzt vorliegende Novelle des Düngegesetzes und auch der Düngeverordnung nicht ausreichend sein wird. Und die Strafen für eine nicht ausreichende Umsetzung der Nitratrichtlinie können drastisch sein. Dies zeigt ein Blick über den Rhein. Auch Frankreich musste sich vor dem Eu- GH verantworten, die Richter gaben der Klage der Kommission statt. Derzeit verhandelt Paris mit Brüssel über das mögliche Strafmaß. In der Diskussion ist unter anderem eine Geldstrafe von bis zu drei Milliarden Euro. Bei einer Verurteilung dürfte auf Deutschland Ähnliches zukommen. Aber selbst eine solche Geldstrafe hält SPD-Agrarexperte Priesmeier nicht für das gravierendste Problem. In dem Urteilsspruch wären letztendlich Dinge enthalten, die wir dann unmittelbar und sofort in Gesetzesform umzusetzen hätten. Das würde natürlich auch den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers erheblich einschränken, so Priesmeier. Konkret könne das im Extremfall bedeuten, dass Gerichte in besonders nitratbelasteten Gebieten die Landwirtschaft völlig verbieten.

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Umfrage: Akzeptanz von Renaturierung in NRW

Zur Umsetzung der EU-WRRL wurden in den vergangenen Jahren bereits viele Fließgewässerabschnitte in Deutschland und den einzelnen Bundesländern renaturiert. Dabei ist die Akzeptanz verschiedenster Akteure mittlerweile Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg solcher Maßnahmen. Doch wie werden unsere Flüsse und ihre Renaturierung überhaupt wahrgenommen? Welche Kriterien beeinflussen die Akzeptanz von Renaturierungsmaßnahmen? Genau das wollen zwei Doktoranden der Universität Duisburg-Essen für ihr Bundesland NRW herausfinden. Sonja Heldt und Daniel Teschlade promovieren im NRW Fortschrittskolleg FUTURE WATER und haben eine Umfrage entwickelt, die sich insbesondere auf Maßnahmen zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit in NRW bezieht. Neben beruflichen Expertengruppen ist auch die Öffentlichkeit gefragt, noch bis Ende des Jahres ihre Meinung zu äußern. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2017 erwartet.

www.renat-umfrage.de

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Weltwassertag 2017

Wasser und Abwasser „Wasser und Abwasser“ lautet das Leitthema des Weltwassertags 2017. Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UNWeltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 ausgerufen.

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EU-Vertragsverletzungen im Umweltbereich

Gegen Deutschland sind im Umwelt- und Naturschutzbereich aktuell zwölf Vertragsverletzungsverfahren (VVV) wegen nicht ordnungsgemäßer Umsetzung von Richtlinien anhängig. Weitere vier Verfahren beziehen sich auf nicht fristgerechte Umsetzungen von Richtlinien. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/10151) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Zehn der VVV aufgrund nicht ordnungsgemäßer Umsetzung befinden sich nach Darstellung noch in der vorprozessualen Verfahrensstufe (Mahnschreiben beziehungsweise Begründete Stellungnahme). Im Fall der wasserrechtlichen Genehmigung für das Kohlekraftwerk Hamburg Moorburg hat die Kommission am 10. März 2016 Klage erhoben. Bereits ergangen ist laut Antwort ein Urteil zum Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz. Der Europäische Gerichtshof habe am 15. Oktober 2015 festgestellt, dass Teile des Gesetzes gegen die UVP- sowie die Industrieemissions-Richtlinie verstoßen. Die Bundesregierung verweist in diesem Zusammenhang auf ein bereits erlassenes Gesetz („Altrip-Gesetz“) sowie einen sich bereits im parlamentarischen Verfahren befindlichen Entwurf (Bundestags- Drucksache 18/9525), um die gerügten Mängel zu beheben.

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„Wirtschaft 4.0“ und KMU: Förderprogramm „Jobstarter plus“ veröffentlicht

Für Projekte, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) helfen, die duale Ausbildung im Kontext der „Wirtschaft 4.0“ weiterzuentwickeln, können Fördermittel beantragt werden. Eine entsprechende Ausschreibung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veröffentlicht. Das BIBB erläutert, es „sollen Unterstützungsstrukturen für KMU entwickelt werden, mittels derer sie den personellen Anforderungen des technologischen Wandels infolge einer zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitsprozesse in allen Wirtschaftsbereichen möglichst frühzeitig begegnen können.“ Bis zum 24. November 2016 können Projektskizzen eingereicht werden.

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„Aktionsplan Düngegesetz“ vorgelegt

Acht grüne Ministerinnen und Minister haben einen „Aktionsplan Düngegesetz“ vorgelegt und fordern die Bundesregierung auf, wirksam gegen die Nitratbelastung von Böden und Grundwasser vorzugehen. „Die Novelle der Düngeverordnung ist für einen besseren Schutz des Grundwassers dringend erforderlich. Leider ist das Bundeslandwirtschaftsministerium hier schon zu lange untätig. Darum fordern wir die Bundesregierung mit dem gemeinsamen ‚Aktionsplan Düngegesetz‘ auf, zu handeln.“ Die Grünen erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass die EU-Kommission im April 2016 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen nicht ordnungsgemäßer Umsetzung der Nitratrichtlinie eingeleitet hat.

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AöW und Grüne gegen Freihandelsabkommen CETA mit Kanada

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag will das zwischen der Europäischen Union und Kanada geplante und umstrittene Freihandelsabkommen CETA noch stoppen. In einem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, CETA im Rat der Europäischen Union abzulehnen. Außerdem soll die Bundesregierung den Vorschlag der Europäischen Kommission ablehnen, einige Teile des Abkommens vorläufig anzuwenden. Die Abgeordneten begründen ihren Vorstoß unter anderem mit der Regelung zu den Schiedsgerichten, mit der „ein System unnötiger und gefährlicher Klageprivilegien für Investoren“ fortgeschrieben werde. Außerdem weisen die Abgeordneten auf eine Einschränkung der Gestaltungsspielräume der Länder und Gemeinden im Bereich der Daseinsvorsorge hin. Im CETA-Vertrag sei es versäumt worden, sensible Bereiche wie die kommunale Daseinsvorsorge, öffentliche und private Dienstleistungen sowie öffentliche Infrastruktur durch klare und umfassende Ausnahmen zu schützen. Als Folge könnten kanadische Investoren Entscheidungen der Kommunen, Länder und des Bundes im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge wie der Wasserversorgung, Abfall, Verkehr, Krankenhäuser etc. vor Sondergerichten angreifen. Die Vorstöße der Opposition – es lagen weitere Anträge von Grünen und Linken vor – wurden am 21. September 2016 im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie abgelehnt. Ähnlich hat sich die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) geäußert: „Die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand wird gefährdet, wenn private Unternehmen durch das CETA-Abkommen erweiterten Marktzugang als bisher und/oder bessere Rechtsrahmen für ihre Tätigkeiten in der Wasserwirtschaft (Sonderrechte) erhalten. Dies kann in vielfältiger Weise durch das CETA-Abkommen geschehen.“ Auch Unternehmen in öffentlicher Hand müssten die Verpflichtungen aus CETA beachten, wenn das Abkommen endgültig abgeschlossen wird. Verstöße seien völkerrechtswidrig und Verstöße gegen das Recht der Europäischen Union. Sämtliche Organisationsstrukturen in der Wasserwirtschaft, soweit sie in öffentlicher Hand sind, würden davon erfasst, wo sie nicht ausdrücklich ausgeklammert sind. Die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand werde durch CETA nicht ausreichen abgesichert.

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Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz- Preis läuft

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 läuft. Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe seit 2011 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für herausragende rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 18. November 2016.

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Baden-Württemberg: Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS wird ausgebaut

Umweltminister Franz Untersteller und Innenminister Thomas Strobl aus Baden- Württemberg haben die nächste Ausbaustufe des Flutinformations- und Warnsystems des Landes FLIWAS 3 als Testversion freigeschaltet. Damit können Städte und Gemeinden das modernisierte Instrument nutzen, um sich noch gezielter auf mögliche Hochwasser vorzubereiten. Mit der Nutzung von FLIWAS 3 können alle Verantwortlichen im Ernstfall schnell, koordiniert und zielgerichtet handeln, so das Umweltministerium in einer Pressemitteilung. Kommunen, die der Land-Kommunen-Kooperation FLIWAS 3 beitreten, erhalten Schulungen und professionelle Unterstützung bei der Nutzung des Systems.

www.fliwas3.de

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Bundestag: Koalition will weniger Antibiotika

Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD wollen Maßnahmen gegen die fortschreitende Bildung von Resistenzen ge gen Antibiotika ergreifen. In einem gemeinsamen Antrag zur Antibiotikaminimierung in der Human- und Tiermedizin (Bundestags-Drucksache 18/9789) fordern die Fraktionen von der Bundesregierung unter anderem, den zielgenauen Einsatz von Antibiotika zu fördern sowie in den Beratungen zur EU-Tierarzneimittelnovelle ein Verbot für den Internethandel von Antibiotika zu erwirken. Darüber hinaus soll im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel die Deutsche Antibiotika- Resistenzstrategie „DART 2020“ weiter umgesetzt werden. In diesem Sinne sollen zudem die Überwachungssysteme zum Antibiotikaverbrauch sowie zur Antibiotikaabgabe und zu Antibiotika- Resistenzen in der Human- wie auch der Tiermedizin gestärkt und ausgebaut werden. Auch die Aufklärungsbemühungen sollen intensiviert werden, indem die Bevölkerung für das Thema weiter sensibilisiert werden müsse.

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Forschungsprojekt HypoWave: neuer Ansatz für Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

Wie die Effizienz der hydroponischen Pflanzenproduktion durch die Nutzung von kommunalem Abwasser für die Bewässerung noch erhöht werden kann, untersucht ein interdisziplinäres Team im jetzt gestarteten Verbundprojekt „Einsatz hydroponischer Systeme zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung“ (Hypo- Wave). „Die abwassertechnische Innovation besteht darin, die Aufbereitung des Bewässerungswassers gezielt auf eine optimale Nährstoffverwertung der Pflanzen auszurichten“, sagt Projektleiter Thomas Dockhorn vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der TU Braunschweig. Gleichzeitig garantiere die angepasste Abwasseraufbereitung eine hohe Produktqualität, die weitgehend frei ist von Schwermetallen, organischen Spurenstoffen oder pathogenen Keimen. Hydroponik ist eine Form der Pflanzenhaltung, bei der die Pflanzen in einem anorganischen Substrat statt in einem organische Bestandteile enthaltenden Boden wurzeln. Eine Pilotanlage zur Wiederverwendung des gezielt aufbereiteten kommunalen Abwassers in einem hydroponischen Gewächshaussystem wird auf der Kläranlage Hattorf in der Nähe von Wolfsburg errichtet. Neben dem erstmaligen Einsatz einer biologisch abbaubaren Folie zur Verringerung der Wasserverdunstung oberhalb des Wurzelraumes der Pflanzen sollen außerdem die technischen Abläufe, die Pflanzenproduktion, die Wirtschaftlichkeit der Anlage sowie die Qualität der erzeugten Produkte untersucht werden. In einem zweiten Schritt wird das Potenzial und die Marktfähigkeit eines solchen Konzepts mithilfe von Fallstudien im Inland (unter anderem Hessisches Ried) und in der Grenzregion zwischen Belgien und Deutschland sowie im portugiesischen Évora untersucht. Im Zuge der Forschungsarbeiten werden auch die möglichen Akteure solcher Systeme über einen Stake-holder- Dialog in das Forschungsprojekt eingebunden. HypoWave wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Projekt läuft bis zum 31. August 2019.

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Frauenanteil bei Anfängern in Ingenieurwissenschaften 2014 bei 21 %

Der Frauenanteil bei den Anfängern im tertiären Bildungsbereich variierte 2014 sowohl auf OECD-Ebene als auch in Deutschland je nach Fachrichtung teilweise deutlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren Anfängerinnen in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen mit Anteilen von 21 % in Deutschland und 24 % im OECD-Durchschnitt im Tertiärbereich deutlich unterrepräsentiert. Der Tertiärbereich umfasst in Deutschland außer Studiengängen an Hochschulen und Berufsakademien auch Bildungsgänge an Fachschulen (wie zum Beispiel Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung) und Fachakademien. Angesichts des prognostizierten steigenden Bedarfs an Fachkräften in mathematisch-technischen und naturwissenschaftlichen Fächern richtet sich das Interesse in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt auf die Gewinnung weiblichen Nachwuchses im naturwissenschaftlichtechnischen Bereich. Diese und weitere Ergebnisse enthält die Destatis-Veröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“.

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Leitfaden zu dezentralen Sanitärsystemen veröffentlicht

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat ein International Workshop Agreement (IWA) zu dezentralen Sanitärsystemen veröffentlicht. Der Leitfaden IWA 24 „Non-sewered sanitation systems – General safety and performance requirements for design and testing“ basiert auf der Vorarbeit von TÜV Süd, die durch die Bill-und-Melinda-Gates- Stiftung gefördert wurde. Koordiniert wurde der Normungsprozess vom American National Standards Institute (ANSI). Das IWA-Dokument ebnet sicheren und nachhaltigen Technologien den Weg. Der Standard definiert die technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Nachhaltigkeitsansprüche von Systemen ohne Kanalisation, die entweder als Ganzes vorproduziert oder vor Ort aus Modulen zusammengesetzt werden. Bisher waren diese häufig noch nicht sicher, nachhaltig oder wirtschaftlich genug. Auch gab es keine anerkannten Normen oder Best-Practice-Verfahren für den Aufbereitungsprozess in den Anlagen.

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Spurenstoffentfernung mit naturnahen Systemen

In einem deutsch-israelischen Verbundvorhaben wird untersucht, wie naturnahe technische Systeme – etwa technische Feuchtgebiete (zum Beispiel Pflanzenkläranlagen) oder Sandfilter – als Nachbehandlung die Belastung des gereinigten Abwassers mit Arzneistoffen, Haushaltschemikalien, Krankheitserregern und antibiotika-resistenten Bakterien verringern können. Am 30. und 31. August fand in der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz die Kickoff- Veranstaltung zu diesem deutsch-israelischen Verbundforschungsprojekt „Optimization of subsurface treatment units based on novel indicators“ (OPTI) statt. Vier Institutionen aus Deutschland und Israel werden im Rahmen dieser Forschungsinitiative eng zusammenarbeiten. Ziel der Nachbehandlung ist die Verbesserung der Wasserqualität für eine direkte landwirtschaftliche Nutzung des Abwassers. Das auf drei Jahre ausgelegte Verbundprojekt OPTI wird im Rahmen der deutsch-israelischen Kooperation in der Wassertechnologieforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom israelischen Wissenschaftsministerium (MOST) gefördert. Koordiniert wird das Projekt von der BfG durch Prof. Dr. Thomas Ternes und Dr. Ann-Kathrin Ghattas. Weitere Partner sind das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe, die Münchner vermicon AG sowie die israelische Galilee Society. OPTI untersucht die Aspekte: Entfernung neuartiger Schadstoffe in Abhängigkeit von unterschiedlichen Behandlungsverfahren und Betriebsbedingungen; Aufklärung und Nachweis der entstandenen Transformations- bzw. Abbauprodukte der neuartigen Schadstoffe; Aufklärung der am Abbau beteiligten mikrobiellen Gemeinschaften und enzymatischen Prozesse; Inaktivierung von Krankheitserregern und Entfernung antibiotika-resistenter Bakterien.

Prof. Dr. Thomas Ternes
Tel. 02 61/13 06-55 60
E-Mail: ternes@bafg.de

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Junge Akademie: zehn neue Mitglieder gesucht

Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina suchen herausragende junge Wissenschaftler/innen, sich um die Mitgliedschaft in der Jungen Akademie zu bewerben. Die Ausschreibung läuft bis zum 30. November 2016. Die Promotion der Bewerber/innen darf nicht länger als sieben Jahre zurückliegen, und sie müssen eine weitere herausragende wissenschaftliche Arbeit vorweisen können. Eine Zuwahlkommission, bestehend aus aktiven Mitgliedern der Jungen Akademie, sichtet die Bewerbungen und lädt im Februar 2017 rund 30 Bewerber/innen zum Vorstellungsgespräch nach Berlin ein. Aus ihnen werden die zukünftigen zehn Akademie-Kolleg/ inn/en gewählt. Die Aufnahme erfolgt während der sommerlichen Festveranstaltung der Jungen Akademie. Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich.

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Leitbild für „Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main“ wird entwickelt

Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von Wasserversorgungsunternehmen, Kommunen, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden waren am 4. Oktober 2016 zusammengekommen, um an der Entwicklung des Leitbilds für „Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main“ mitzuwirken. Ende April dieses Jahres war der Leitbildprozess mit einer Auftaktveranstaltung eingeläutet worden. „Das Land Hessen hat das Ziel, die Wasserversorgung im Rhein-Main- Gebiet zukunftssicher zu gestalten und die Ressource Wasser zu schützen. Dafür werden wir ein Leitbild entwickeln, das wasserwirtschaftliche, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt. Auch angesichts des Klimawandels soll es die gemeinsame Basis sein für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Ballungsraum“, sagte die Staatssekretärin im Umweltministerium, Dr. Beatrix Tappeser, dazu in der Hessischen Staatskanzlei.

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Baden-Württemberg: Stromerzeugung aus Klärgas auf neuem Höchststand

Im Jahr 2015 wurden in Baden-Württemberg rund 118,2 Millionen Kubikmeter Klärgas (Rohgas) gewonnen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts sind dies 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Gut drei Viertel des gewonnen Klärgases wurden von den Anlagenbetreibern zur Stromerzeugung genutzt. Weitere 12,7 Prozent setzten sie zu reinen Heiz- und/oder Antriebszwecken ein. Insgesamt wurde in 267 Klärwerken das Klärgas für die eigene Energieerzeugung genutzt. Dabei nimmt die Zahl der Kläranlagen, die das gewonnene Klärgas verstromen, weiter zu. Gegenüber dem Vorjahr ist ihre Zahl von 227 auf 230 Anlagen im Jahr 2015 gestiegen. In den Stromerzeugungsanlagen der baden-württembergischen Klärwerke wurden 2015 insgesamt 171,1 Millionen kWh erzeugt. Dies waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 21,9 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Damit lag die Stromerzeugung aus Klärgas so hoch wie nie zuvor. Rund 95 Prozent davon (162,3 Millionen kWh) wurden in den Kläranlagen selbst verbraucht. Der Rest wurde in das Elektrizitätsnetz der allgemeinen Versorgung eingespeist oder an sonstige Abnehmer abgegeben.

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Niedersachsen startet Projekt für nachhaltige Nährstoffkreislaufwirtschaft

Angesichts anhaltend hoher Nährstoffüberschüsse in vielen Regionen Niedersachsens verstärken Landesregierung und Landwirtschaftskammer ihre Anstrengungen, das Problem der Überdüngung und Nitratbelastung von Böden und Grundwasser zu minimieren. Mit dem Projekt „Wirtschaftsdüngermanagement Niedersachsen“ von Landwirtschafts- und Umweltministerium sowie Landwirtschaftskammer sollen geschlossene Nährstoffkreisläufe in der Landwirtschaft gefördert und die Abgabe von Wirtschaftsdünger aus den Überschussregionen im Westen Niedersachsens an vieharme Gebiete besser kontrolliert werden. Ziel ist es, künstlichen Mineraldünger einzusparen und die Nitratbelastung zu reduzieren. Das Land fördert das dreijährige Projekt mit rund 900 000 Euro. Zum Projekt gehört auch der Aufbau eines Zertifizierungssystems für die gesamte Logistikschiene im Bereich Wirtschaftsdünger – also insbesondere für Gülle-Transporte und Gülle-Börsen – durch die NährstoffManagement Niedersachsen eG (NMN eG) unter Mitwirkung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Auf diese Weise sollen künftig zugelassene Transporteure nach einheitlichen Standards arbeiten und die Überwachung transparenter werden. Dazu beitragen soll die Dokumentation von Nährstoffgehalten, um dem ausbringenden Landwirt einen effizienten Einsatz und die Verminderung von Mineraldünger zu ermöglichen. Der offizielle Projektstart war am 6. Oktober 2016. Bislang werden in Niedersachsen laut den Nährstoffberichten des Landes rund 80 000 Tonnen Stickstoff und bis zu 40 000 Tonnen Phosphor über den Bedarf der Pflanzen hinaus gedüngt.

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Klärschlammverordnung in der EU-Notifizierung

Das Bundesumweltministerium hat am 26. September 2016 den ressortabgestimmten Entwurf der Klärschlammverordnung an die EU-Kommission zur Notifizierung übermittelt. Das berichtete Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter im BMUB, am 27. September 2016 während der DWA-Bundestagung in Bonn. Die Änderungen sehen vor, dass 12 bzw. 15 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung Klärschlamm aus Anlagen größer 100 000 EW bzw. 50 000 EW verbrannt und der Phosphor zurückgewonnen werden muss. Nach Ende der Stillhaltefrist am 27. Dezember 2016 geht der Entwurf in das parlamentarische Verfahren und in den Bundesrat.

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Kritische Infrastrukturen: Meldefrist für Kontaktstellen endet am 3. November

Die Betreiber kritischer Infrastrukturen in der Wasserwirtschaft müssen bis zum 3. November 2016 gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Kontaktstelle benennen. Sicherzustellen ist, dass die Betreiber über diese Kontaktstelle jederzeit erreichbar sind. Was kritische Infrastrukturen sind, steht in Anhang 2 der Verordnung des Bundesinnenministeriums zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz (BSI-KritisV): Kanalisationen, an die mehr als 500 000 Einwohner angeschlossen sind, Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von über 500 000 Einwohnerwerten sowie Leitzentralen mit Ausbaugrößen der gesteuerten/ überwachten Anlagen für über 500 000 Einwohnerwerte. Für die Trinkwasserversorgung sind andere Schwellenwerte festgelegt. Eine weitere Frist läuft ebenfalls: Die von der Verordnung betroffenen Betreiber müssen dem BSI gegenüber innerhalb von zwei Jahren die Einhaltung eines Mindeststandards an IT-Sicherheit nachweisen. Die zur Registrierung der Kontaktstelle notwendigen Formulare sowie den Zugang zum Melde- und Informationsportal findet man im Internet:

Ansprechpartner in der DWA:
Dr. Friedrich Hetzel
Tel. 0 22 42/872-245
E-Mail: hetzel@dwa.de

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Monitoring über die Auswirkungen undichter privater Abwasserleitungen

In Nordrhein-Westfalen läuft ein landesweites Monitoring über die Auswirkungen undichter privater Abwasserleitungen auf den Boden und das Grundwasser. Auftraggeber ist das Landesumweltministerium. Interessierte Städte und Abwasserbetriebe, in deren Bereich sanierungsbedürftige Leitungen vorliegen, können noch teilnehmen. Das Umweltministerium hat drei Unternehmen und eine Hochschule mit den Untersuchu gen beauftragt. Wo eine Sanierungsstelle vorliegt, würde dann ein Unternehmen mithilfe einer Rammkernsonde in unterschiedlichen Tiefen Bodenproben in unmittelbarer Nähe zu der Schadstelle in der Leitung nehmen. Das Umweltministerium möchte mit der Untersuchung in Erfahrung bringen, ob sich Schadstoffe in austretenden häuslichen Abwässern über die Bodenzone bis zum Grundwasser bewegen können (Emissionsseite), und ob sie, einmal dort angekommen, zu einer Beeinträchtigung der Grundwasserqualität führen können (Immissionsseite). Die Untersuchung berücksichtigt insbesondere die aktuell als Mikroschadstoffe bezeichneten organischen Verbindungen.

Emscher Wassertechnik GmbH
Dr. Sabine Cremer
Tel. 02 01/36 10-460
E-Mail: cremer@ewlw.de

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Nordrhein-Westfalen: Siedlungs- und Verkehrsfläche stieg 2014 um neun Hektar pro Tag

Im Jahr 2014 erhöhte sich die Siedlungsund Verkehrsfläche in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich um 9,0 Hektar pro Tag; zehn Jahre zuvor hatte der tägliche Anstieg noch bei 19,7 Hektar pro Tag gelegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Tages des Wohn- und Siedlungswesens (5. Oktober 2016) mitteilt, lag der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der gesamten Landesfläche Ende 2014 mit 7794 Quadratkilometern bei knapp 23 Prozent. Seit 2004 wurde die Siedlungsund Verkehrsfläche im Land um 5,8 Prozent bzw. 424 Quadratkilometer ausgedehnt. Rheinland-Pfalz und Hessen wiesen mit einem Anstieg der Siedlungsund Verkehrsfläche um 3,6 bzw. 3,7 Prozent die geringsten Steigerungsraten aller Flächenländer auf. Im Bundesdurchschnitt lag der Anstieg bei 7,2 Prozent.

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Bundesrat stimmt Gesetz zum Breitbandausbau zu

Der Bundesrat hat am 23. September 2016 den geplanten Verbesserungen beim Breitbandausbau [Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG)] zugestimmt. Änderungen gegenüber der Fassung, die der Deutsche Bundestag am 7. Juli 2016 verabschiedet hat, hat es nicht mehr gegeben. Durch effizientere Verfahren und mehr Transparenz soll der Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze nachhaltig beschleunigt und die Kosten gesenkt werden. So können in Zukunft zum Beispiel bei Neubau oder Sanierung von Autobahnen, Straßen, Geh- und Fahrradwegen zugleich Leerrohre für Glasfasernetze mit verlegt werden. Netzbetreiber haben künftig Ansprüche auf Mit-Nutzung vorhandener, passiver Netzinfrastrukturen und erhalten verbesserten Zugang zu Informationen über die tatsächliche Versorgungslage. „Passive Netzinfrastrukturen“ umfassen unter anderem Leer- und Leitungsrohre, Kabelkanäle, Einstiegsschächte, Verteilerkästen, Gebäude und Gebäudeeingänge, Antennenanlagen und Trägerstrukturen wie Türme, Masten und Pfähle, ausdrücklich auch „physische Infrastrukturen zur Abwasserbehandlung und -entsorgung sowie die Kanalisationssysteme“. Die Bundesnetzagentur nimmt künftig die Aufgaben einer zentralen Informations- und Streitbeilegungsstelle wahr. Das Gesetz wurde dem Bundespräsidenten zur Unterschrift zugeleitet. Es soll weitgehend am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

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TSM-Zertifikat in Landau überreicht

Nach fast zwei Jahren Vorbereitung hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) die freiwillige Prüfung seines technischen Sicherheitsmanagements (TSM) in der Sparte Abwasser erfolgreich abgelegt. Am 3. Juli 2016 überreichte Peter Lubenau, Vorsitzender des DWA-Landesverbands Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland das Zertifikat an Bernhard Eck, Vorstand des EWL. „Die umfangreiche Prüfung hat ergeben, dass die Abwasserabteilung des EWL technisch, personell und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist“, hatten die Prüfer bestätigt. Bundesweit gibt es rund 90 Abwasserbetriebe, die das TSM-Zertifikat führen. Bei einer zweitägigen Prüfung vor Ort hatten sich die Experten der DWA mit den Kollegen des EWL durch einen rund 250 Fragen umfassenden Katalog zur Qualifikation des Fachpersonals, zur Entscheidungs- und Handlungskompetenz der technischen Führungskräfte sowie zu internen Abstimmungsprozessen gearbeitet. Auf dem Prüfstand standen außerdem die technische Ausrüstung, die Unternehmensstruktur sowie die Organisation des Bereitschaftsdienstes der Kläranlage. Zu all diesen Punkten hatten die Mitarbeiter der EWL-Abwasserabteilung und auch der Verwaltung intensiv die internen Abläufe hinterfragt, optimiert und dokumentiert sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern geprüft und Schnittstellen geklärt. Besonders gewichtige Punkte waren die Betriebssicherheit der Kläranlage, deren Störungsmanagement und die Erstellung eines Gefahrstoffkatasters. „Wir arbeiten in der Daseinsvorsorge. Unsere Leistungen nutzt jeder Bürger, aber nur an wenigen Stellen werden wir sichtbar“, hielt der EWL-Vorstand fest. Umso wichtiger sei es, die Organisation und die Abläufe regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Zudem gibt der Blick der externen Gutachter dem städtischen städtischen Wirtschaftsbetrieb auch aus der juristischen Warte Sicherheit beim täglichen Handeln. Das Zertifikat gilt nun für fünf Jahre, dann steht ein Wiederholungsaudit an.

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Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck – Anerkennung für Klärschlammbehandlung in Linz-Unkel

Das Sturmflutsperrwerk in der Hansestadt Greifswald bekommt den ersten Deutschen Ingenieurbaupreis. Die Jury unter Vorsitz des Darmstädter Universitätsprofessors Carl-Alexander Graubner wählte das im Februar 2016 fertiggestellte Siegerprojekt aus 53 Einreichungen aus. Die Konzeptidee stammt von der Firma Hypro Paulu & Lettner Ingenieurgesellschaft mbH (hpl) aus Berlin. Bauherr ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg- Vorpommern. Der Deutsche Ingenieurbaupreis ist als Staatspreis der bedeutendste Preis für Bauingenieure in Deutschland. Die Juroren befanden, dass durch die gelungene Integration verschiedener Planungsbeteiligter eine außergewöhnlich innovative Lösung zum Hochwasserschutz der Menschen in Greifswald entwickelt wurde. Insgesamt wurden fünf Auszeichnungen mit jeweils 4000 Euro Preisgeld sowie fünf Anerkennungen mit je 2000 Euro vergeben. Eine Anerkennung ausgesprochen wird dem Projekt „Nachhaltige Klärschlammbehandlung und -verwertung auf der Kläranlage Linz-Unkel, Rheinland- Pfalz“, das von der Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann und Partner mbH (Thür) geplant wurde. Bauherr ist der Zweckverband Abwasserbeseitigung Linz-Unkel. 2011 wurde die Kläranlage Linz-Unkel von der bis dahin praktizierten Simultanstabilisierung durch den Bau einer zweistufigen Kompaktfau lungsanlage auf die Klärschlammfaulung umgestellt. Das dabei entstehende Klärgas wird seither in einer Mikrogasturbine zur Stromerzeugung mit Wärmerückgewinnung genutzt. Weiteres Ziel ist es, die organischen Stoffe aus dem Klärschlamm zu eliminieren und den Phosphor unter Einhaltung der Grenzwerte nach der Düngemittelverordnung in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Hierzu errichtete der Zweckverband eine PYREG-Anlage, die erste in Deutschland. Der Klärschlamm wird dabei zunächst getrocknet und anschließend im PYREG-Reaktor erhitzt. Die überschüssige Abwärme wird zur Trocknung des Klärschlamms genutzt. Die kohlenstoffhaltige und phosphorreiche Asche kann zur Düngemittelproduktion eingesetzt werden, gleichzeitig werden die organischen Belastungen signifikant verringert. Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr erstmals in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesbauministerium und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Der Preis soll künftig im Zweijahresrhythmus verliehen werden. Die Verleihung des Preises findet am 26. Oktober 2016 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

www.dingbp.de

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Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement

Baden-Württemberg hat Mitte August einen neuen Leitfaden für „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden- Württemberg“ veröffentlicht. Auf 83 Seiten stellt das Land mit dem Leitfaden den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Verfügung, um vom Starkregen ausgehende Gefahren und Risiken analysieren und so kommunale Starkregenkarten erstellen zu können. Auf dieser Grundlage können die Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern. Das Land beschränkt die Unterstützung dabei nicht allein auf den Leitfaden. Kommunen, die sich mit dem Thema befassen und sich dabei auf den Leitfaden stützen, fördert die Landesregierung auch finanziell. Städte und Gemeinden können vom Land einen Zuschuss von 70 Prozent der Kosten erhalten, die für kommunale Starkregengefahrenkarten mit nachfolgender Risikoanalyse und darauf aufbauendem Handlungskonzept entstehen. Das Handlungskonzept enthält sowohl Maßnahmen zur Beratung der potenziell betroffenen Bürgerinnen und Bürger als auch zur kommunalen Flächenvorsorge und für das Krisenmanagement. Die hierin ebenfalls enthaltenen baulichen Maßnahmen, mit denen sich zum Beispiel das Wasser außerhalb von Ortschaften zurückhalten lässt oder die einen möglichst schadenfreien Abfluss innerhalb des Ortes ermöglichen, werden von der Landesregierung ebenfalls mit bis zu 70 Prozent gefördert.

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Richtfest auf den neuen Becken der Kläranlage Dresden-Kaditz

Der Rohbau steht. Mit einem Richtfest auf den neuen Becken der biologischen Abwasserreinigung feiert die Stadtentwässerung Dresden die pünktliche Fertigstellung dieses wichtigen Bauabschnitts. Die beiden Umlaufschlaufenbecken haben eine Wassertiefe von 7,50 Metern und fassen jeweils 16 000 m³ Abwasser. Ebenfalls in Beton gegossen sind die zwei dazu gehörigen Umlaufverteiler mit einem Volumen von je 8000 m³ Wasser. Gegenwärtig wird geprüft, ob die Becken dicht sind. Im Frühjahr 2017 soll Abwasser darin fließen. Bis Ende dieses Jahres wird die Elektro- und Maschinenausrüstung installiert. Außerdem erhalten die beiden Umlaufschlaufenbecken jeweils 1100 Belüfter-Teller aus einer Gummimembran. In den kommenden Monaten werden die bisher genutzten „Altbecken“ (von 1991) abgerissen, mit dem Bau des zweiten Abschnitts des Umlaufverteilers begonnen und zahlreiche Leitungen verlegt. Inklusive Landschafts- und Straßenbau dauern die Bauarbeiten noch bis Mitte 2018. Bis dahin werden insgesamt 23 Millionen Euro investiert, um wie geplant das derzeitige Provisorium zur Stickstoffelemination in eine dauerhafte zukunftsfähige Lösung zu überführen.

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TSM-Zertifikat in Landau überreicht

Nach fast zwei Jahren Vorbereitung hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) die freiwillige Prüfung seines technischen Sicherheitsmanagements (TSM) in der Sparte Abwasser erfolgreich abgelegt. Am 3. Juli 2016 überreichte Peter Lubenau, Vorsitzender des DWA-Landesverbands Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland das Zertifikat an Bernhard Eck, Vorstand des EWL. „Die umfangreiche Prüfung hat ergeben, dass die Abwasserabteilung des EWL technisch, personell und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist“, hatten die Prüfer bestätigt. Bundesweit gibt es rund 90 Abwasserbetriebe, die das TSM-Zertifikat führen. Bei einer zweitägigen Prüfung vor Ort hatten sich die Experten der DWA mit den Kollegen des EWL durch einen rund 250 Fragen umfassenden Katalog zur Qualifikation des Fachpersonals, zur Entscheidungs- und Handlungskompetenz der technischen Führungskräfte sowie zu internen Abstimmungsprozessen gearbeitet. Auf dem Prüfstand standen außerdem die technische Ausrüstung, die Unternehmensstruktur sowie die Organisation des Bereitschaftsdienstes der Kläranlage. Zu all diesen Punkten hatten die Mitarbeiter der EWL-Abwasserabteilung und auch der Verwaltung intensiv die internen Abläufe hinterfragt, optimiert und dokumentiert sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern geprüft und Schnittstellen geklärt. Besonders gewichtige Punkte waren die Betriebssicherheit der Kläranlage, deren Störungsmanagement und die Erstellung eines Gefahrstoffkatasters. „Wir arbeiten in der Daseinsvorsorge. Unsere Leistungen nutzt jeder Bürger, aber nur an wenigen Stellen werden wir sichtbar“, hielt der EWL-Vorstand fest. Umso wichtiger sei es, die Organisation und die Abläufe regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Zudem gibt der Blick der externen Gutachter dem städt städtischen Wirtschaftsbetrieb auch aus der juristischen Warte Sicherheit beim täglichen Handeln. Das Zertifikat gilt nun für fünf Jahre, dann steht ein Wiederholungsaudit an.

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6,14 Milliarden Euro für Hochwasserschäden

Beim Hochwasser 2013 an Donau, Elbe und anderen Flüssen in Deutschland gab es Schäden von insgesamt 8,2 Milliarden Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/9354) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Aus dem mit acht Milliarden Euro ausgestatteten Sondervermögen „Aufbauhilfe“ sind den Ländern bisher insgesamt 6,14 Milliarden Euro zugeteilt worden, heißt es weiter. Ausgegeben wurden davon bislang 2,21 Milliarden Euro. „Der Bund kann nicht ausschließen, dass die zugeteilten Mittel letztlich nicht in voller Höhe benötigt werden“, schreibt die Regierung dazu. Die Bewilligung für die einzelnen Hilfeleistungen obliege Ländern und Kommunen, heißt es in der Unterrichtung. Diesen würden detaillierte Angaben zu den einzelnen Schadensfällen vorliegen.

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Nordrhein-Westfalen: neues Landeswassergesetz verkündet

Das nordrhein-westfälische Landeswassergesetz wurde geändert („Gesetz zur Änderung wasser- und wasserverbandsrechtlicher Vorschriften“ vom 8. Juli 2016, Gesetz- und Verordnungsblatt 2016, Nr. 22 vom 15. Juli 2016, S. 559). Das Änderungsgesetz besteht aus 30 Artikeln. Art. 1 beinhaltet die grundlegende Anpassung des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen an das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes, das am 1. März 2010 in Kraft getreten ist. Art. 2 bezieht sich auf das nordrhein-westfälische Ausführungsgesetz zum Abwasserabgabengesetz des Bundes. Es wird die bislang im Landeswassergesetz enthaltenen Regelungen zur Erhebung der Abwasserabgabe in einem eigenständigen Gesetz fortführen. Die Art. 3 bis Art. 11 beinhalten Änderungen der sondergesetzlichen Wasserverbandsgesetze. Die Art. 12 bis 29 beinhalten Folgeänderungen in Landesgesetzen und Landes-Rechtsverordnungen, weil sich die Paragraphen im künftigen Landeswassergesetz ändern. Das neue Landeswassergesetz für Nordrhein- Westfalen ist am 16. Juli 2016 in Kraft getreten (Artikel 30).

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„Umweltcluster Leuchtturm 2017“ ausgeschrieben

Bayerische Unternehmen und Einrichtungen können sich bis zum 30. September 2016 für den „Umweltcluster Leuchtturm 2017“ bewerben, wenn sie ein innovatives Projekt, Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung aus den Umweltcluster- Bereichen erfolgreich am Markt etabliert haben. Der Umweltcluster Bayern freut sich auf Bewerbungen aus den Bereichen: Wasser & Abwasser, Abfall & Recycling, Alternative Energiegewinnung aus Reststoffen oder Abwasser, Luftreinhaltung, Ressourceneffizienz & Stoffstrommanagement.

www.umweltcluster.net/leuchtturm/bewerbung

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Anlage zur Beseitigung von Spurenstoffen im Klärwerk Mannheim eingeweiht

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat am 15. Juli 2016 die Pulveraktivkohleanlage im Klärwerk Mannheim eingeweiht. Die größte Anlage ihrer Art in Baden-Württemberg beseitigt Spurenstoffe wie Arzneimittel, Hormone oder Flammschutzmittel aus dem Abwasser. „Damit geht die Reinigungsleistung der Kläranlage nun deutlich Zugelasüber die bestehenden Mindestanforderungen hinaus“, betonte der Minister. Das Land habe die insgesamt zehn Millionen Euro kostende Maßnahme mit zwei Millionen Euro bezuschusst. „Ich wünsche mir, dass das Leuchtturmprojekt in Mannheim Vorbild für weitere Betreiber im Land sein wird“, sagte der Umweltminister. „Die Landesregierung unterstützt die Kommunen beim Bau dieser Anlagen mit einem Förderbonus in Höhe von 20 Prozent.“ Nach Stuttgart und Karlsruhe befindet sich in Mannheim die drittgrößte Kläranlage Baden-Württembergs. Insgesamt sind derzeit in Baden-Württemberg elf Anlagen zur Spurenstoffelimination in Betrieb. Drei weitere Anlagen sind im Bau, vier weitere in Planung.

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Baubeginn für die erste großtechnische vierte Reinigungsstufe in Bayern

Die Kläranlage der Stadt Weißenburg in Bayern wird als erste Anlage in Bayern um eine vierte Reinigungsstufe erweitert. Das Bayerische Umweltministerium fördert das Vorhaben mit rund 2,3 Millionen Euro. Der erste Spatenstich ist für Anfang September geplant. Im Frühjahr 2017 soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen. Das Projekt wird durch eine umfassende wissenschaftliche Begleitung unterstützt, die der Freistaat Bayern finanziert. Dabei werden auch die Auswirkungen der verbesserten Reinigungsleistung auf Gewässer untersucht.

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Bundesweiter Wettbewerb „Abwasser 21“ gestartet

Derzeit stehen die Abwasserinfrastruktursysteme insbesondere im ländlichen Raum aufgrund demografischer Veränderungen, des Klimawandels, aktueller Anforderungen an den Gewässerschutz und steigender Energiepreise vor erheblichen Herausforderungen. Um eine Abwasserbeseitigung langfristig zu vertretbaren Kosten, umwelt- und ressour censchonend zu gewährleisten, sind frühzeitig neue Ansätze in das bestehende Abwasserbeseitigungskonzept zu intergieren. Flexibilität der zukünftigen Systeme steht dabei im Vordergrund, damit diese auch an eine von den gegenwärtigen Vorhersagen abweichende Situation angepasst werden können. Vor diesem Hintergrund hat die Kommunale Umwelt-AktioN UAN einen bundesweiten Wettbewerb gestartet. Ziel des Wettbewerbs ist es, zukunftsfähige Lösungsansätze für die Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum zu finden. Diese sollten vor allem die stoffliche und energetische Nutzung der im Abwasser enthaltenen Ressourcen berücksichtigen und gute Ideen hinsichtlich innovativer Organisationsstrukturen beinhalten. Der bundesweite Wettbewerb richtet sich an Planer, Ingenieurbüros, Hochschulen (auch Studierende), Hersteller und Betreiber (Gemeinden, Verbände, Privatpersonen etc.). Die Sieger werden im Mai 2017 im Rahmen einer öffentlichen Fachveranstaltung vom niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel ausgezeichnet. Zudem haben die Preisträger die Möglichkeit, ihren Beitrag Kommunen, Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Ingenieurbüros, Hochschulen auf der Fachveranstaltung zu präsentieren. Eine im Anschluss an die Fachveranstaltung erstellte Internetplattform soll zudem dazu beitragen, neue innovative Techniken und Organisationskonzepte der Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum zusammenzutragen sowie zu verbreiten und somit Kommunen und Firmen als Ideen- und Kontaktbörse dienen. Auch die Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, der DWA-Landesverband Nord und das Norddeutsche Wasserzentrum e. V. als Kooperationspartner des Wettbewerbs werden ebenfalls mit dazu beitragen, die Siegerbeiträge zu verbreiten. Träger des Wettbewerbs ist die Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N. mit finanzieller Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Teilnahmeschluss ist der 31. Januar 2017. Die Teilnahmeunterlagen können bei der Kommunalen Umwelt- AktioN U.A.N. als Geschäftsstelle des Wettbewerbs angefordert werden:

E-Mail: panckow@uan.de
Tel. 05 11/3 02 85-63
www.uan.de

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Bayern: Komponente „Sturzfluten“ im Hochwasserschutz- Aktionsprogramm

Das bayerische Kabinett hat auf einer Klausur in St. Quirin Anfang August 2016 Beschlüsse in den Bereichen Umwelt und Verbraucherschutz gefasst. Danach wird das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus (AP2020plus) um eine neue Komponente „Sturzfluten“ erweitert. Die Warnung vor Sturzfluten soll durch genauere Prognosen und Frühwarnungen verbessert werden. Daneben wird die Beratung der Gemeinden verstärkt. Auch soll die staatliche Förderung von kommunalen Hochwasserprojekten weiter ausgebaut werden. In den Jahren 2017 und 2018 sollen dafür Haushaltsmittel von 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Auch 30 neue Stellen zur Stärkung der Wasserwirtschaftsämter und des Landesamtes für Umwelt sind vorgesehen.

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Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck

Anerkennung für Klärschlammbehandlung in Linz-Unkel
Das Sturmflutsperrwerk in der Hansestadt Greifswald bekommt den ersten Deutschen Ingenieurbaupreis. Die Jury unter Vorsitz des Darmstädter Universitätsprofessors Carl-Alexander Graubner wählte das im Februar 2016 fertiggestellte Siegerprojekt aus 53 Einreichungen aus. Die Konzeptidee stammt von der Firma Hypro Paulu & Lettner Ingenieurgesellschaft mbH (hpl) aus Berlin. Bauherr ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg- Vorpommern. Der Deutsche Ingenieurbaupreis ist als Staatspreis der bedeutendste Preis für Bauingenieure in Deutschland. Die Juroren befanden, dass durch die gelungene Integration verschiedener Planungsbeteiligter eine außergewöhnlich innovative Lösung zum Hochwasserschutz der Menschen in Greifswald entwickelt wurde. Insgesamt wurden fünf Auszeichnungen mit jeweils 4000 Euro Preisgeld sowie fünf Anerkennungen mit je 2000 Euro vergeben. Eine Anerkennung ausgesprochen wird dem Projekt „Nachhaltige Klärschlammbehandlung und -verwertung auf der Kläranlage Linz-Unkel, Rheinland- Pfalz“, das von der Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann  Partner mbH (Thür) geplant wurde. Bauherr ist der Zweckverband Abwasserbeseitigung Linz-Unkel. 2011 wurde die Kläranlage Linz-Unkel von der bis dahin praktizierten Simultanstabilisierung durch den Bau einer zweistufigen Kompaktfau lungsanlage auf die Klärschlammfaulung umgestellt. Das dabei entstehende Klärgas wird seither in einer Mikrogasturbine zur Stromerzeugung mit Wärmerückgewinnung genutzt. Weiteres Ziel ist es, die organischen Stoffe aus dem Klärschlamm zu eliminieren und den Phosphor unter Einhaltung der Grenzwerte nach der Düngemittelverordnung in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Hierzu errichtete der Zweckverband eine PYREG-Anlage, die erste in Deutschland. Der Klärschlamm wird dabei zunächst getrocknet und anschließend im PYREG-Reaktor erhitzt. Die überschüssige Abwärme wird zur Trocknung des Klärschlamms genutzt. Die kohlenstoffhaltige und phosphorreiche Asche kann zur Düngemittelproduktion eingesetzt werden, gleichzeitig werden die organischen Belastungen signifikant verringert. Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr erstmals in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesbauministerium und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Der Preis soll künftig im Zweijahresrhythmus verliehen werden. Die Verleihung des Preises findet am 26. Oktober 2016 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

www.dingbp.de

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Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement

Baden-Württemberg hat Mitte August einen neuen Leitfaden für „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden- Württemberg“ veröffentlicht. Auf 83 Seiten stellt das Land mit dem Leitfaden den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Verfügung, um vom Starkregen ausgehende Gefahren und Risiken analysieren und so kommunale Starkregenkarten erstellen zu können. Auf dieser Grundlage können die Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern. Das Land beschränkt die Unterstützung dabei nicht allein auf den Leitfaden. Kommunen, die sich mit dem Thema befassen und sich dabei auf den Leitfaden stützen, fördert die Landesregierung auch finanziell. Städte und Gemeinden können vom Land einen Zuschuss von 70 Prozent der Kosten erhalten, die für kommunale Starkregengefahrenkarten mit nachfolgender Risikoanalyse und darauf aufbauendem Handlungskonzept entstehen. Das Handlungskonzept enthält sowohl Maßnahmen zur Beratung der potenziell betroffenen Bürgerinnen und Bürger als auch zur kommunalen Flächenvorsorge und für das Krisenmanagement. Die hierin ebenfalls enthaltenen baulichen Maßnahmen, mit denen sich zum Beispiel das Wasser außerhalb von Ortschaften zurückhalten lässt oder die einen möglichst schadenfreien Abfluss innerhalb des Ortes ermöglichen, werden von der Landesregierung ebenfalls mit bis zu 70 Prozent gefördert.

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Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2016 ausgelobt

Die Bewerbungsphase für den „Ludwig- Bölkow-Technologiepreis Mecklenburg- Vorpommern 2016“ ist gestartet. Mit dem Preis“ werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen von Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die sich um den erfolgreichen Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus Mecklenburg-Vorpommern in die wirtschaftliche Nutzung in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen besonders verdient gemacht haben. Insgesamt stehen 10 000 Euro als Preisgeld zur Verfügung. Ausgelobt wird der Preis vom Wirtschaftsministerium und der Industrieund Handelskammern des Landes Mecklenburg- Vorpommern. Die Preisträger werden am 14. November 2016 in Neubrandenburg ausgezeichnet.

www.boelkowpreis.de

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Menschen und Umwelt – Kommunaler Umwelt-Kooperationspreis

Erfolgreiche Kooperationen mit kommunaler Beteiligung zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt stehen im Fokus des Wettbewerbes „Menschen und Umwelt“ der Stiftung IntEF-U.A.N. Beispiele für die Vielfalt der Kooperationsprojekte mit kommunalem Bezug im Umweltbereich sind u. a. langjährig zusammenarbeitende AGENDA-Gruppen oder umweltthemenbezogene Arbeitsgruppen, aber auch internationale Netzwerke zum Beispiel im Rahmen von Städtepartnerschaften, die vor Ort erfolgreich Projekte umgesetzt haben. Die ausgezeichneten Umweltkooperationsprojekte mit kommunaler Beteiligung werden zu einem gemeinsamen Essen mit dem Stiftungskuratorium eingeladen und sollen durch den Deutschen Städteund Gemeindebund und die Stiftung IntEF- U.A.N. veröffentlicht werden. Die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 15. November 2016 möglich.

Der Auslobungstext ist im Internet abrufbar: www.intef-uan.de Das digitale Wettbewerbsformular kann per Mail angefordert werden: hoeniges@uan.de Dr.-Ing. Kathrin Flasche Tel. 05 11/3 02 85-58 E-Mail: flasche@uan.de

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Niedersachsen fördert Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen

Niedersachsen wird im laufenden Jahr etwa 6,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Energieeffizienzmaßnahmen bei öffentlichen Abwasseranlagen zur Verfügung stellen. Das teilte das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Mitte August mit. Bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei öffentlichen Abwasseranlagen werden in den Landkreisen Heidekreis, Celle, Cuxhaven, Grafschaft Bentheim, Oldenburg, Hildesheim, Nienburg (Weser), Northeim und Emsland gefördert.

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Nürnberg: Mephrec-Pilotanlage in Betrieb

In Nürnberg hat am 25. Juli 2016 eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm nach dem Mephrec-Verfahren den Betrieb aufgenommen. Diese Technologie findet damit erstmals in einer Großanlage Anwendung. Neben Vertretern der Stadt war der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Stefan Müller, bei der symbolischen ersten Beschickung der Anlage anwesend. Grundlage der halbtechnischen Pilotanlage ist das Metallurgische Phosphorrecycling- Verfahren (Mephrec). Das Herzstück der Anlage ist ein Kupolofen, der üblicherweise zur Herstellung von Gusseisen aus Schrott und Roheisen verwendet wird. In ihm wird der Klärschlamm bei Temperaturen von bis zu 2000 °C eingeschmolzen. In dem vom BMBF mit 4,2 Millionen Euro geförderten Vorhaben arbeiten unter der Leitung der Klärschlammverwertung Nürnberg GmbH zwei Wirtschaftspartner sowie vier Forschungseinrichtungen zusammen. Die Pilotanlage ist Teil der BMBFFördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine Energieeffiziente und Ressourcenschonende Wasserwirtschaft“ im BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA).

https://www.nuernberg.de/internet/ krn_mephrec

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Rekommunalisierung nach CETA möglich

Auch nach Inkrafttreten des zwischen der Europäischen Union und Kanada vorgesehenen Freihandelsabkommens CETA bleiben Rekommunalisierungen in Deutschland möglich. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestags- Drucksache 18/9193) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wörtlich heißt es: „Deutschland hat keine Verpflichtung übernommen, die es verbietet, Privatisierungen zuvor öffentlich-rechtlicher Aufgaben und Vermögen wieder rückgängig zu machen und die betroffenen Aufgaben erneut in kommunale Trägerschaft zu übergeben.“ Wie die Bundesregierung weiter schreibt, habe sie darauf geachtet, „dass die EU und Deutschland im Rahmen von CETA den Spielraum behalten, Maßnahmen zur Gestaltung und Organisation der Daseinsvorsorge und zur Regulierung insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales, Umwelt (u. a. Wasser), Kultur und Medien aufrecht zu erhalten und auch zukünftig zu ergreifen“. Die Rücknahme von Liberalisierungen, die innerstaatlich vorgenommen worden seien, müsse insofern möglich sein. „CETA stellt diesen Spielraum sicher“, versichert die Bundesregierung.

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Schleswig-Holstein: neues Landeswassergesetz beschlossen

Der Landtag von Schleswig-Holstein hat Änderungen des Landeswassergesetzes beschlossen. Mit dem Gesetz wird ein abgestuftes System etabliert, das das Interesse am Küsten- und Hochwasserschutz mit den Interessen baulicher Nutzung und touristischer Entwicklung in Ausgleich bringt. Im Bereich drohender Flusshochwasser soll bei Bauvorhaben künftig die Beteiligung der Wasserbehörde derart erfolgen, dass sie förmlich ihr Einvernehmen erteilt. Im Bereich drohender Küstenhochwasser, denen ja ein höheres Gefahrenpotenzial innewohnt, werden zunächst Bauverbote innerhalb eines Abstands von 150 Metern zu Steilufern, Dünen oder Strandwällen geregelt. Hier wird es umfangreiche Ausnahmen geben. Im Bereich von Bebauungsplänen und im unbeplanten Innenbereich gilt grundsätzlich Bestandschutz. Auch können neue Bebauungspläne aufgestellt werden; sie müssen allerdings dem Hochwasserschutz Rechnung tragen und mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz abgestimmt werden.

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IFWW-Förderpreis 2017 ausgeschrieben

Das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. (IFWW) lobt auch für 2017 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neuen Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Grundwasser, Gewässerschutz, Flussgebietsmanagement, Abwasser und Abfall / Altlasten befassen. Der Förderpreis wird für zwei Kategorien ausgeschrieben:
●● Promotionen
●● Diplom- oder Masterarbeiten.

Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten / Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland angefertigt haben. Zugelasüber sen sind auch Gemeinschaftsarbeiten. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein. Der Förderpreis ist mit insgesamt 4000 Euro dotiert und wird auf der 50. Essener Tagung (22. bis 24. März 2017, Eurogress Aachen) verliehen.

Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30. November 2016. Die Bewerbungsunterlagen sind über das Internet und die IFWW-Geschäftsstelle zu beziehen. IFWW, c/o Niersverband Am Niersverband 10, 41747 Viersen
E-Mail: wilfried.manheller@ifww-nrw.de
www.ifww-nrw.de

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Was haben Sie uns zu sagen? – DWA-Mitgliederbefragung 2016

In diesem Jahr führt die DWA nach vier Jahren wieder eine Zufriedenheitsbefragung durch. Ziel ist es, von Ihnen als DWA-Mitglied direkt zu erfahren, was Sie an uns schätzen und wo Sie noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen. Auf der Seite www.dwa.de/mitgliederumfrage kommen Sie nach Eingabe Ihrer Mitgliedsnummer direkt zur Onlinebefragung. Ihre Mitgliedsnummer dient ausschließlich als Nachweis, dass Sie persönliches Mitglied oder Mitarbeiter*in eines fördernden Mitglieds sind. Die Befragung selbst ist vollständig anonym. Bis zum 14. Oktober haben Sie die Möglichkeit, sich an der Umfrage zu beteiligen. Nehmen Sie sich bitte die Zeit und helfen Sie uns so, zukünftig noch besser auf Ihre Wünsche einzugehen und die Verbandsarbeit auch nach Ihren Vorstellungen auszurichten. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung!

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Bundeskartellamt legt Wasserbericht vor

Das Bundeskartellamt hat am 30. Juni 2016 einen Bericht über die Rahmenbedingungen der Trinkwasserversorgung und die Aufsicht über die Entgelte der Wasserversorger in Deutschland vorgelegt. Die Behörde beschreibt in dem Bericht die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Strukturen der öffentlichen Wasserversorgung. In einem umfassenden empirischen Teil werden die erheblichen Unterschiede einzelner Strukturbedingungen der Wasserversorger dargestellt und den Preisniveaus gegenübergestellt. Die Angemessenheit der Wasserentgelte könne allerdings nur mit einer vertieften behördlichen Prüfung und der Gesamtschau aller Strukturbedingungen im Einzelfall festgestellt werden, so das Bundeskartellamt. Daher seien reine Entgeltvergleiche für Verbraucher nicht sehr aussagekräftig. Ein eigenes Kapitel des Berichts ist der kartellrechtlichen Kontrolle von Wasserpreisen und den Folgen der Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen von 2013 gewidmet. Durch die Gesetzesänderung wurde die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht über Gebühren ausgeschlossen. Gebühren unterliegen damit nur der Kommunalaufsicht der Länder, die nach Auffassung des Bundeskartellamts weniger strenge Maßstäbe als die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht zugrunde legt. Dies eröffne kommunalen Wasserversorgern die Möglichkeit einer „Flucht in die Gebühr“, wenn sie die Preismissbrauchsaufsicht vermeiden wollen. Gerade Unternehmen, gegen die Kartellbehörden Verfahren eingeleitet hatten, seien in der Vergangenheit zu Gebühren gewechselt. Der Bericht schließt mit einer Aufzählung von Handlungsempfehlungen. Das Bundeskartellamt empfiehlt eine Stärkung der Aufsicht über Wasserentgelte. Eine Ausdehnung der kartellrechtlichen Aufsicht auf Wassergebühren würde die Entgeltkontrolle effektivieren und die ökonomisch Spektrum Zweiteilung der Aufsicht beenden. Eine „Flucht in die Gebühr“ würde so vermieden. Darüber hinaus ließe sich durch weitere Maßnahmen das Effizienzbewusstsein der Wasserversorger stärken, um überhöhte Preise von Vornherein zu vermeiden. Überlegenswert wäre angesichts der gegebenen Monopolstellungen in der Branche beispielsweise der Ausbau von Benchmarking-Projekten, durch die Wasserversorger Erkenntnisse über ihr relatives Abschneiden im Vergleich mit anderen Wasserversorgern erhalten, Möglichkeiten zu Kosteneinsparungen identifizieren und Verbesserungsprozesse anstoßen können.

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Brandenburgs Regierung billigt Novelle des Landeswassergesetzes

Die Landesregierung von Brandenburg hat Ende Juni die Vorlage zur Novellierung des brandenburgischen Wassergesetzes bestätigt. Der von Umweltminister Jörg Vogelsänger eingereichte Entwurf für das Dritte Gesetz zur Änderung wasserrechtlicher Vorschriften wird nunmehr dem Landtag zur weiteren Befassung und Verabschiedung zugeleitet. Mit der Novellierung des Wassergesetzes sollen vor allem die Verteilung der Kosten der Gewässerunterhaltung gerechter gestaltet sowie regionale Besonderheiten und das Verursacher- und Vorteilsprinzip stärker berücksichtigt werden. Durch den vorgelegten Entwurf wird dies umgesetzt, indem einerseits die Heranziehung von Verursachern zu zurechenbaren Mehrkosten der Unterhaltung Pflicht wird und andererseits bei der Beitragsumlage Waldflächen wegen des geringeren Beitrags an der Verursachung von Unterhaltungskosten entlastet werden. Eine weitergehende Privilegierung von Flächen, wie von Landnutzerverbänden gefordert, ist wegen der bisher nicht flächendeckenden Erfassung von Nutzungen in den Liegenschaftskatastern in Brandenburg nicht rechtssicher möglich. Des Weiteren soll mit der Novelle das Wassernutzungsentgelt für Wasserentnahmen erhöht werden.

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Beschluss der Umweltministerkonferenz zu Starkregen

Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat am 17. Juni 2016 in Berlin einstimmig eine gemeinsame Initiative von Baden- Württemberg und Bayern zum Thema „Starkregen“ beschlossen. Der insgesamt zwölf Punkte umfassende Beschluss enthält Hinweise und Vorschläge, um die von extremen Niederschlägen drohenden Schäden an Mensch und Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Die Vorschläge der UMK befassen sich unter anderem mit dem Thema „Pflichtversicherung für Elementarschäden“. Die UMK bittet die Justizministerkonferenz Wasbei ihrer anstehenden Prüfung, wie die Einführung einer Pflichtversicherung für sämtliche Elementarschäden möglich gemacht werden kann, die besonderen Aspekte der Gefährdung durch Starkregenereignisse zu berücksichtigen. Daneben bittet die Umweltministerkonferenz den Bund, den Deutschen Wetterdienst (DWD) personell und finanziell zu stärken, damit die Warnung der Bevölkerung vor Sturzfluten weiter entwickelt werden könne. Zudem weist die UMK darauf hin, dass Hochwasserschutz in den öffentlichen Haushalten ausreichende Mittel und qualifiziertes Fachpersonal erfordere, womit ein vielfach höherer Finanzaufwand für die ansonsten später erforderliche Beseitigung von Schäden vermieden werden könne. Außerdem soll dem Beschluss zufolge die Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser eine Strategie mit gezielten Maßnahmen für ein effektives Starkregenmanagement entwickeln. Hierbei seien unter anderem Fragen der Verbesserung der Vorhersage- und Frühwarnsysteme, der Risikobewertung und -kommunikation, der Aufklärung der Bevölkerung und Verhaltensweise im Krisenfall sowie Aspekte der vorsorgenden Raum- und Flächennutzung und der Stadtplanung zu berücksichtigen.

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Baden-Württemberg: zwölf Millionen Euro für die Phosphorrückgewinnung

In Baden-Württemberg läuft die zweite Bewerbungsphase für die Förderung von Projekten zur Phosphorrückgewinnung. Grundsätzlich förderfähig sind Versuchsanlagen und großtechnische Pilotanlagen. Das Förderprogramm richtet sich an privat- gewerbliche Unternehmen, Gebietskörperschaften (einschließlich deren Eigenbetriebe), öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften und kommunale Unternehmen in privater Rechtsform mit einem kommunalen Anteil von mehr als 50 Prozent. Die Möglichkeit zur Einreichung der Projektskizzen besteht bis zum 30. November 2016. Das Land fördert mithilfe der Europäischen Union die Entwicklung und den Bau von Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm oder Klärschlammasche. Insgesamt stehen in dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) acht Millionen Euro zur Verfügung. Baden-Württemberg ergänzt diese Mittel durch weitere vier bis sechs Millionen Euro.

www.efre-bw.de
www.um.baden-wuerttemberg.de

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BMUB erarbeitet übergreifende Stickstoffstrategie

Das Bundesumweltministerium erarbeitet eine nationale Strategie zur Minderung reaktiver Stickstoffverbindungen in Wasser, Luft und Boden. „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, eine nationale Stickstoffminderungsstrategie zu erarbeiten, um die schädlichen Emissionen zum Schutz von Mensch, Natur und Umwelt auf ein umweltverträgliches Maß zu reduzieren. Die bestehenden Minderungsmaßnahmen haben bisher nicht zu einer ausreichenden Reduzierung der Emissionen geführt. Infolge dessen sind wir mit verschiedensten Vertragsverletzungsverfahren der EU konfrontiert“, begründet Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Planungen. Hendricks belegt ihre Forderung mit aktuellen Zah len. Danach hat sich die jährliche Umwandlungsrate in reaktiven Stickstoff durch anthropogene Prozesse in den vergangenen 100 Jahren in Europa vervierfacht und zwar hauptsächlich durch die Herstellung mineralischer Dünger und Verbrennung von Treib- und Brennstoffen. So stehen EU-weit dem Nutzen mineralischer Dünger durch zusätzliche Ernteerträge, die schätzungsweise zwischen 20 und 80 Milliarden Euro pro Jahr liegen, Schäden in Form gesellschaftlicher Kosten gegenüber, die schätzungsweise zwischen 70 und 320 Milliarden Euro liegen. 60 Prozent davon beziehen sich auf gesundheitliche Schäden, 35 Prozent auf Schäden an Ökosystemen und 5 Prozent auf Auswirkungen auf das Klima. Um eine breite Diskussion über das Thema Stickstoffminderung anzustoßen, hat das Bundesumweltministerium in dieser Woche zu zwei Dialogforen eingeladen, auf denen verschiedene Interessenvertreter Handlungsoptionen, Interessenkonflikte und Synergien diskutierten. Das erste Forum stand unter dem Titel „Stickstoffemissionen deutlich mindern: Wie können wir Mobilität, Energie und Wohnen stickstoffarm gestalten?“ Das zweite Dialogforum befasste sich mit dem Thema „Wie können wir uns stickstoffarm ernähren und gesund leben?“ An den Foren nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Verkehr, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz sowie von verschiedenen Natur- und Umweltschutzorganisationen teil. Für Juli und September sind zwei weitere Foren geplant. Die Ergebnisse der Gespräche werden in die Stickstoffminderungsstrategie einfließen und im Internet des BMUB veröffentlicht.

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Hessen: Projekt zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm gestartet

Das hessische Umweltministerium hat ein Gutachten erstellen lassen, mit dem die Voraussetzungen für eine Phosphorrückgewinnung in Hessen aus dem Abwasser, dem Klärschlamm beziehungsweise der Klärschlammasche detailliert untersucht und bewertet werden. Es berücksichtigt insbesondere die regionale Siedlungsstruktur und die demografische Entwicklung. Die Landesumweltministerin kündigte an, ihr Haus werde in den kommenden Monaten mit allen betroffenen Akteuren themenbezogen und regional ausgerichtet in einen Dialog treten. Dabei würden auch die möglichen finanziellen Auswirkungen berücksichtigt. „Mein Anliegen ist es, die anfallenden Kosten für die Umstellung auf eine Phosphorrückgewinnung in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Dazu werden kluge und auf die regionalen Verhältnisse angepasste Lösungen erarbeitet werden, um Synergieeffekte zu erzielen“, so die Ministerin.

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GreenTec Awards 2017 – Bewerber gesucht

Für die GreenTec Awards 2017 werden Projekte, die für eine Preisverleihung in Frage kommen, gesucht. Unter anderem ist die Kategorie „Recycling und Ressourcen“ für 2017 ausgeschrieben. Unternehmen, die jünger als drei Jahre sind, nehmen automatisch und zusätzlich in der Kategorie Start-up teil. Privatpersonen können sich in den Kategorien Galileo Wissenspreis und WWF Galileo Green Youngster Award bewerben. Für Letzteren müssen die Bewerber zwischen 14 und 18 Jahren alt sein. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2016.

www.greentec-awards.com

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Gesetzpaket zum Fracking vom Bundestag angenommen

Der Bundestag hat am 24. Juni 2016 mit großer Mehrheit den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung wasserund naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking- Technologie (Bundestags-Drucksachen 18/4713 und 18/4949) in der vom Umweltausschuss geänderten Fassung angenommen. Nachdem auch der Bundesrat am 8. Juli 2016 zugestimmt hat, kann das Gesetzespaket in Kraft treten. Gegen das Votum der Linken bei Enthaltung der Grünen nahm das Parlament einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ausdehnung der Bergschadenshaftung auf den Bohrlochbergbau und Kavernen in der vom Wirtschaftsausschuss geänderten Fassung an. Zu den wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Regierungsentwurf gehört ein im Wasserhaushaltsgesetz verankertes generelles Verbot des unkonventionellen Frackings, also der Förderung von Erdgas und Erdöl in Schiefer-, Ton- oder Mergelgestein oder Kohleflözgestein. Im Regierungsentwurf war dieses nur für oberhalb von 3000 Meter Tiefe unter Normalnull vorgesehen. Ausnahmen sind in dem geänderten Gesetzentwurf nur für insgesamt vier „Erprobungsmaßnahmen“ zur wissenschaftlichen Untersuchung der Frage, wie sich der Technologieeinsatz auf die Umwelt, „insbesondere den Untergrund und den Wasserhaushalt“, auswirkt. Im Regierungsentwurf war die Zahl nicht begrenzt. Zudem muss nach der geänderten Fassung nun auch die betroffene Landesregierung der „Erprobungsmaßnahme“ zustimmen. Auch die Rolle der schon im Regierungsentwurf vorgesehenen Expertenkommission hat der Bundestag neu justiert. Sie hat nicht mehr die Möglichkeit, den gegebenenfalls beantragten Einsatz unkonventionellen Frackings für unbedenklich zu erklären, was wiederum eine der Grundlagen für eine Ausnahmegenehmigung durch die zuständigen Behörden gewesen wäre. Die Kommission soll vielmehr nur noch an Öffentlichkeit und Bundestag berichten. Der Bundestag soll im Jahr 2021 die Angemessenheit des generellen Verbotes „auf der Grundlage des bis dahin vorliegenden Standes von Wissenschaft und Technik“ überprüfen. Im Hinblick auf erlaubnisfähiges Fracking schränkt das Gesetz dessen Nutzung auch für Einzugsgebiete eines Mineralwasservorkommens, einer Heilquelle sowie einer „Stelle zur Entnahme von Wasser zur Herstellung von Lebensmitteln“ ein. Weitere Änderungen betreffen die Ablagerung von Lagerstättenwasser. Abgelehnt wurde gegen das Votum der Opposition ein Änderungsantrag der Grünen, das Aufbrechen von Gesteinen unter hydraulischem Druck zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen („Fracking“) zu verbieten. Die Grünen scheiterten auch mit ihrem Entschließungsantrag, Fracking zu verbieten und strengere Umweltauflagen für die Erdgas- und Erdölförderung ohne Einsatz der Fracking-Technik zu erlassen. Gegen das Votum der Opposition abgelehnt wurde auch ein weiterer Entschließungsantrag der Grünen, den Geltungsbereich des Bergschadensrechts so zu erweitern, dass auch Schäden einbezogen werden, die durch großflächige Grundwasserabsenkungen oder Erschütterungen Bodenbewegungen an der Tagesoberfläche im Umfeld der Betriebe verursachen können. Schließlich scheiterte auch Die Linke mit ihrem Entschließungsantrag, wonach die Regierung einen Gesetzentwurf zum Fracking-Verbot vorlegen sollte, der sicherstellt, dass die Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen mittels hydraulischen Aufbrechens von Gestein ohne Ausnahme verboten ist. Nur die Grünen hatten noch dafür gestimmt.

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EU-Kommission fordert von Österreich die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe

Die Europäische Kommission fordert Österreich auf, die Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik in innerstaatliches Recht umzusetzen. Dies hätte bereits bis zum 14. September 2015 geschehen müssen. Nachdem Österreich die ursprüngliche Frist hatte verstreichen lassen, übermittelte die Europäische Kommission am 20. November 2015 ein Aufforderungsschreiben. Da die innerstaatlichen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie sich nach wie vor im Stadium der Konsultation und der Prüfung befinden, folgt nun eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Österreich muss nun der Kommission binnen zwei Monaten die Maßnahmen melden, die es ergriffen hat, um seine Rechtsvorschriften mit dem EU-Recht in Einklang zu bringen. Andernfalls kann die Kommission beim Gerichtshof der Europäischen Union Klage einreichen.

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Nachweisinstrument der IKSR für die Wirksamkeit von Hochwasservorsorgemaßnahmen

Mit einem neuen Instrument der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) kann die Wirksamkeit von Hochwasservorsorgemaßnahmen am Rhein quantitativ nachgewiesen werden. Die durchgeführten Berechnungen zeigen, dass das 1998 festgelegte ehrgeizige Ziel des Aktionsplans Hochwasser, die Hochwasserrisiken im Zeitraum 1995 bis 2020 um 25 % zu verringern, mit den bereits umgesetzten und bis 2020 vorgesehenen Maßnahmen erreicht wird. Dieses Instrument könnte auch für andere Flussgebietskommissionen interessant sein. Die IKSR stellt das neu entwickelte Instrument einschließlich der zugrunde liegenden Methoden auf Wunsch auch anderen Staaten bzw. deren Behörden oder wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung, wie die Organisation anlässlich ihrer Plenarsitzung am 7./8. Juli 2016 im luxemburgischen Echternach mitteilte. Auch über weitere Schritte bei der ökologischen Durchgängigkeit berichtete die IKSR: Erstmals sind 2015 am Fischpass Iffezheim am Oberrhein mehr als 200 Lachse aufgestiegen, und an der Staustufe Straßburg ist seit Kurzem der dritte große Oberrhein-Fischpass funktionsfähig. Seit Mai 2016 ist auch die Fischwanderung zwischen Nordsee und IJsselmeer über einen neuen Fischpass und fischfreundlichen Siel- und Schleusenbetrieb deutlich verbessert worden. Ferner hat die IKSR in ihrer Plenarsitzung einen aktualisierten Arbeitsplan mit fortgeschriebenen und neuen Aufgaben beschlossen, der die Aktivitäten für den Zeitraum 2016–2021 festlegt. Demnach wird sich die IKSR künftig auch mit dem Thema Niedrigwasser im Rheineinzugsgebiet befassen.

www.iksr.org

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Phosphor-Dünger aus Klärschlamm: Pilotanlage zum Hohenheimer Verfahren gestartet

Eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphat aus Klärschlamm, die auf der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) beruht, ging im Juli 2016 bei der AVA Green Chemistry Development GmbH in Karlsruhe in Betrieb. Entwickelt wurde das in der Anlage angewendete Verfahren (cleanphos) von der Hohenheimer Agrartechnologin Prof. Dr. Andrea Kruse. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt. Die HTC wandelt Klärschlamm zuerst in Biokohle um. Dann wird das Phosphat isoliert und zurückgewonnen. So entstehen gleich zwei wirtschaftlich interessante Produkte: als Dünger geeignetes Phosphat und die phosphorfreie HTC-Klärschlammkohle. Diese lässt sich als Ersatz für Braun- oder Steinkohle in der Mitverbrennung einsetzen. Das cleanphos-HTC-Verfahren soll 80 Prozent des Phosphats aus dem Klärschlamm erhalten. Die Schwermetalle bleiben jedoch in der Kohle zurück. Das Projekt von Andrea Kruse ist eine Kooperation mit dem Schweizer Biotechnologie- Unternehmen AVA-CO2 und der IWKS des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung (ISC). Ziel ist es, eine Produktion in großen Mengen zu ermöglichen.

E-Mail: Andrea_Kruse@uni-hohenheim.de

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HyReKA – multiresistente Keime im Abwasser

Welche Rolle spielt die Abwasserwirtschaft im Zusammenhang mit multiresistenten Keimen? Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „Biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern (Hy- ReKA)“ untersucht die Ausbreitung resistenter Erreger über Abwässer aus Krankenhäusern, kommunalen Bereichen, Tiermast- und Schlachtbetrieben sowie aus Flughäfen und prüft geeignete Gegenstrategien. In dem Verbundvorhaben soll die Ausbreitung antibiotikaresistenter Erreger aus den genannten Bereichen über die Abwässer und Kläranlagen in die Oberflächengewässer nachverfolgt werden. Darüber hinaus werden in einer Großkläranlage neue Abwasserbehandlungstechniken getestet, mit denen resistente Erreger zurückgehalten werden können. Die Wissenschaftler wollen außerdem untersuchen, wie groß das Risiko ist, dass sich multiresistente Bakterien in vom Menschen genutzten Gewässern und in Konsumgütern (wie Fleischprodukte oder Trinkwasser) und Ressourcen (wie etwa Rohwasser) verbreiten können. Eine weitere Frage ist, ob die Antibiotikakonzentrationen in Abwässern und Oberflächengewässern ausreichen, um resistenten Erregern einen Vorteil zu verschaffen, denn das würde die Ausbreitung resistenter – und dadurch schwerer zu behandelnder – Infektionserreger begünstigen. Zu den Forschungspartnern des Verbundprojektes HyReKA zählen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für funktionelle Grenzflächen und dem Institut für Mikrosystemtechnik, das Universitätsklinikum Bonn mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie (IMMIP), die Universität Bonn mit dem International Food Net Center (FNC) und den Fokusgruppen Food Waste und One Health, die Technische Universität Dresden mit dem Institut für Hydrobiologie, die RWTH Aachen mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft, das Umweltbundesamt (UBA), das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe (TZW) und kommunale Partner, wie der Erftverband Bergheim, der Oldenburgisch- Ostfriesische Wasserverband (OOWV), der Zweckverband Klärwerk Steinhäule und der Industriepartner Xylem Services GmbH. Das Verbundprojekt HyReKA ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.

www.hyreka.net 

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Portugal vom Europäischen Gerichtshof wegen Kommunalabwasserbehandlung verurteilt

Wegen verspäteter Durchführung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser wurde Portugal vom Europäischen Gerichtshof zu einem Pauschalbetrag von drei Millionen Euro und einem Zwangsgeld von 8000 Euro pro Tag des Verzugs verurteilt (C-557/14). Der Gerichtshof hatte die Vertragsverletzung Portugals bereits mit einem Urteil von 2009 erstmals festgestellt. Da die Kommission der Ansicht war, dass mehrere portugiesische Gemeinden mit mehr als 15 000 EW weder mit einer Kanalisation noch mit einer Behandlungsanlage ausgestattet waren, erhob sie 2007 beim Gerichtshof eine Vertragsverletzungsklage gegen Portugal. Dieser stellte mit Urteil vom 7. Mai 2009 fest, dass Portugal gegen seine Verpflichtungen verstoßen hatte, weil 22 Gemeinden noch nicht mit Kanalisationen und/oder mit Anlagen zur Behandlung von kommunalem Abwasser ausgestattet waren. 2014 beschloss die Kommission, da Portugal ihrer Auffassung nach das Urteil von 2009 in zwei der 22 betroffenen Gemeinden (nämlich in den Gemeinden Vila Real de Santo António und Matosinhos) noch immer nicht durchgeführt hatte, eine neue Vertragsverletzungsklage gegen Portugal zu erheben. Portugal macht allgemein geltend, dass das Urteil von 2009 weitestgehend durchgeführt worden sei. Was die Gemeinde Vila Real de Santo António anbelange, seien die letzten Arbeiten am 11. April 2015 abgeschlossen worden. Bezüglich der Gemeinde Matosinhos macht Portugal zum einen geltend, dass die bestehende Erstbehandlung ausreiche, um die Gewässerqualität zu gewährleisten und Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu vermeiden, und zum anderen, dass zwar Maßnahmen getroffen worden seien, um die Vorgaben der Richtlinie zu erfüllen, jedoch Finanzierungsschwierigkeiten die Errichtung der Abwasserbehandlungsanlage verhindert hätten.

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Bayern: 1,2 Milliarden Euro für die Gewässer

Bayern investiert zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bis zum Jahr 2021 rund 1,2 Milliarden Euro in die Verbesserung der Gewässerqualität. Im Mittelpunkt stehen drei Schwerpunkte: Die Struktur der Oberflächengewässer einschließlich der Ufer- und Auenbereiche muss verbessert, die biologische Durchgängigkeit von Fließgewässern hergestellt und der Eintrag von Nährstoffen reduziert werden. Bereits in der ersten Bewirtschaftungsperiode wurden über 1400 Einzelmaßnahmen zur Herstellung der biologischen Durchgängigkeit durchgeführt bzw. begonnen, für die neue Periode sind solche Maßnahmen an mehr als 500 Wasserkörpern geplant. In den kommenden Jahren sind an fast 70 Prozent der bayerischen Flüsse und Gewässer Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur vorgesehen. Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf appelliert auch an die Landwirte, freiwillig gewässerschonende Maßnahmen umzusetzen. Fördermöglichkeiten gibt es dafür zum Beispiel über das bayerische Kulturlandschaftsprogramm oder das Vertragsnaturschutzprogramm.

www.wrrl.bayern.de

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DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland veröffentlicht

Rund ein Fünftel aller Kanalisationshaltungen in Deutschland weist Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig zu sanieren sind. Diese Zahl nannte die DWA, als sie im Rahmen der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfallund Rohstoffwirtschaft, in München die Ergebnisse ihrer aktuellen Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland vorstellte. Die Untersuchung zeigt weiterhin einen hohen Investitionsbedarf für die nachhaltige Bewirtschaftung der „unsichtbaren“ Infrastruktur der Siedlungsentwässerung. Es ist erforderlich, geeignete Maßnahmen zur Sanierung umzusetzen, um einem dauerhaften Substanzverlust des öffentlichen Kanalnetzes entgegenzuwirken. Hierfür ist die Information und Sensibilisierung kommunaler Entscheidungsträger notwendig. Im Rahmen der Umfrage wurden auch Daten zur Alters- und Materialverteilung des öffentlichen Kanalnetzes sowie zu den eingesetzten Sanierungsverfahren erhoben. Während der Anteil der Erneuerung weiter abnimmt, steigt der Anteil der Reparaturverfahren. Der Anteil der Sanierung durch Renovierungsverfahren bleibt unverändert. Aktuell werden jährlich 1,1 % des Kanalnetzes in Deutschland saniert. Das durchschnittliche Alter der Kanalisation in Deutschland liegt bei knapp unter 40 Jahren. Die am häufigsten eingesetzten Rohrmaterialien sind nach wie vor Beton und Steinzeug, der Anteil der Kunststoffrohre nimmt weiter zu. Die Gesamtlänge der Grundstücksentwässerungsanlagen in Deutschland kann auf etwa 1,1 Millionen Kilometer hochgerechnet werden, was etwa der doppelten Länge des öffentlichen Kanalnetzes entspricht. Der Kenntnisstand zum Zustand der privaten Leitungen ist weiterhin gering. Für die meisten Bürger besteht die Möglichkeit, über den Betreiber der öffentlichen Kanalisation eine Beratung bei der Inspektion und Sanierung ihrer Grundstücksentwässerungsanlage zu erhalten. An der Umfrage, die auf Daten aus dem Jahr 2013 basiert, beteiligten sich 339 Kanalnetzbetreiber aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Umfrage zeigt, dass in Deutschland sehr umfangreiche Kenntnisse über den Zustand der öffentlichen Kanalisation vorliegen und ein Kanalnetzmanagement im Sinne des Substanzerhalts und der Erhaltung der Betriebsfähigkeit umfassend umgesetzt wird. Die DWA führt seit 1984 regelmäßig Umfragen zum Zustand der Kanalisation in Deutschland durch. Ziel der Umfrage ist, ein möglichst repräsentatives Bild des Zustandes der Kanalisation in Deutschland zu erheben. Mit der Durchführung und Auswertung der nun erschienenen siebten Erhebung dieser Reihe hatte die DWA das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen beauftragt.

Der vollständige Text mit allen Ergebnissen der Umfrage steht im Internet zum kostenfreien Download zur Verfügung (siehe auch den Beitrag in KA 6/2016, 498–508): http://de.dwa.de/ DWA-Kanalumfragen.html

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GreenTec Award 2016 für PAUL und TetraPhos®-Verfahren

„PAUL – dezentrale Wasserversorgung für die Armen und in Katastrophen“ ist Preisträger der GreenTec Awards 2016 in der Kategorie Wasser & Abwasser. PAUL wurde am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Franz-Bernd Frechen entwickelt. Der Wasserrucksack PAUL filtert Bakterien, Viren, Krankheitserreger aus verschmutzten Wässern. Mit 23 kg kann er als Rucksack getragen werden, braucht keine elektrische Energie, keine Chemikalien, ist extrem robust. Vier Piktogramme erklären den Gebrauch auch Analphabeten. Mit einer Ultrafiltrations- Membran filtert er 1200 L/d, genug für 400 Menschen im Katastrophenfall und für 60 Menschen bei Dauernutzung zehn Jahre lang ohne Filterwechsel. 1800 PAUL sind weltweit im Einsatz, finanziert von Nichtregierungsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, um den Bedürftigen dieser Welt Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Pate der Kategorie Wasser & Abwasser ist die DWA. Preisträger in der Kategorie Recycling & Ressourcen ist das Phosphatrecycling aus Klärschlammaschen von Remondis TetraPhos®. Wissenschaftler weltweit arbeiten seit Jahren an wirtschaftlichen Verfahren zum Phosphorrecycling, denn Phosphor und seine Verbindungen, deren natürliche Ressourcen zur Neige gehen, sind von immenser Bedeutung für das Leben auf der Erde. Um die wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können, sind neue Lösungen notwendig. Das Remondis-TetraPhos®-Verfahren ist damit von herausragender ökologischer Effizienz und Wirtschaftlichkeit und trägt im mehrfachen Sinne zur Schonung der natürlichen Ressourcen bei, so eine Pressemitteilung von GreenTec Awards. Die GreenTec Awards werden seit 2008 jährlich vergeben und wurden von den Diplom-Ingenieuren Marco Voigt und Sven Krüger ins Leben gerufen. Dieses Jahr fand die Preisverleihung am 29. Mai 2016 in München, am Vorabend der Eröffnung der IFAT, statt.

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Neuer Masterstudiengang „Wasserwissenschaften“ in Münster

Die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) und die Fachhochschule (FH) Münster bieten gemeinsam ab dem Wintersemester 2016/17 einen neuen Masterstudiengang „Wasserwissenschaften“ an. Zulassungsvoraussetzung ist ein natur-, ingenieur- oder gesellschaftswissenschaftlicher Bachelorabschluss mit deutlichem Bezug zum Thema Wasser beziehungsweise Umwelt. Bewerbungen für einen der insgesamt 15 Plätze sind noch bis zum 15. Juli möglich. Wer das Masterstudium absolviert, erhält eine wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Ausbildung, die sich an aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Problemen orientiert. Dazu zählen Verschmutzung, Gewässerausbau und Wasserentnahmen zur Stromerzeugung und für Bewässerungszwecke sowie die Belastung durch Schadstoffe. Das Studium erfolgt in drei Stufen. Nach einer Eingangsphase, die den unterschiedlichen Wissensstand der Studierenden angleicht, folgt die grundlegende Ausbildung zum Thema Wasser. Später haben die Studierenden die Gelegenheit, unterschiedliche Schwerpunkte zu wählen. Der Studiengang ist eine Initiative des „Netzwerks Wasser“, einem 2004 gegründeten Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Studierenden aus mehr als 30 Arbeitsgruppen der WWU und der FH Münster, die sich interdisziplinär mit dem Thema Wasser beschäftigen. Am Studiengang sind vonseiten der WWU die Fachbereiche Biologie und Geowissenschaften beteiligt, von der FH Münster die Fachbereiche „Bauingenieur- und Chemieingenieurwesen“, „Energie, Gebäude, Umwelt“ sowie „Oecotrophologie“.

Lena Boeck, Studiengangsmanagerin am Institut für Geologie und Paläontologie der WWU, E-Mail: skgeow@uni-muenster.de https://www.uni-muenster.de/ StudiengangWasserwissenschaften

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Mecklenburg-Vorpommern: Studie zu Phosphor in Kläranlagenabläufen

Im Rahmen einer vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern beauftragten Studie wurden von der Agrarund Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock technische Möglichkeiten identifiziert und zusammengetragen, mit denen sich bei kleinen, kommunalen Kläranlagen (Größenklassen 1–3 mit einer Behandlungskapazität von bis zu 10 000 Einwohnerwerten) die Phosphoreinträge in die Oberflächengewässer praxisgerecht, nachhaltig und zugleich kosteneffizient vermindern lassen. Ziel der Studie war zu eruieren, inwieweit moderne Verfahrenstechnologien zur Phosphorelimination aus größeren Anlagen auch in kleineren Kläranlagen kosteneffizient integriert werden können und welche Anpassungen hierzu notwendig wären. In die Studie einbezogen wurden die Erfahrungen aus ca. 40 kleinen Kläranlagen, in denen bereits Anlagen zur Phosphorelimination installiert wurden. Betrachtet wurde insbesondere, ob die Effekte im Gewässer den finanziellen und betrieblichen Mehraufwand rechtfertigen. Auch schlägt der Abschlussbericht der Studie ein einfaches Verfahren vor, um Kläranlagen ausfindig zu machen, bei denen Umrüstungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität kosteneffizient durchgeführt werden können. Damit stellt diese Studie eine gute Entscheidungshilfe für zukünftige Maßnahmen auf kleinen Kläranlagen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der EUWasserrahmenrichtlinie dar. Eine vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg- Vorpommern beauftragte Modellierung belegt, dass die Phosphoreinträge über kommunale Kläranlagen nur noch einen Anteil von 18 % an den Gesamteinträgen von Phosphor in die Oberflächengewässer und das Grundwasser ausmachen.

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Klärschlammverwertung: Einsatz synthetischer Polymere bleibt weiterhin möglich

Neue Untersuchungsergebnisse belegen, dass kationische Polyacrylamide im Boden einem Abbau unterliegen. Die Polymerhersteller werden in den Sicherheitsdatenblättern ausweisen, wenn ihre Produkte die Anforderungen der Düngemittelverordnung erfüllen. Der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen hat weitergehende Regelungen zur Begrenzung der Einsatzmengen von Polymeren empfohlen. Die geltende Regelung der Düngemittelverordnung (DüMV) sieht vor, dass ab dem Jahr 2017 synthetische Polymere bei der Herstellung von Düngemitteln nur noch eingesetzt werden dürfen, soweit diese sich mindestens um 20 % in zwei Jahren abbauen. Bisher lagen zum Abbauverhalten von Polymeren in Böden keine ausreichenden Kenntnisse vor. Die Vereinigung der Polymerhersteller PPG (Polyelectrolyte Producers Group) hat daher vor mehreren Jahren in Absprache und auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats für Düngungsfragen und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) beauftragt, ein Forschungsprojekt zum Abbauverhalten von kationischen Polyacrylamiden im Boden durchzuführen. In einem Fachgespräch beim Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz Ende April 2016 wurden die zentralen Untersuchungsergebnisse des IME-Projekts erörtert. Demnach hat das IME insbesondere einen Abbau der Polymer-Stammkette nachgewiesen, welcher der geforderten Abbaurate der DüMV entspricht. Die PPG hat diese Erkenntnisse bereits in einer öffentlichen Mitteilung vom 4. März 2016 bekanntgegeben. Diese Informationen liegen auch dem BMEL, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie den Düngemittelverkehrskontrollbehörden der Länder vor. Kläranlagenbetreiber, die ihre Schlämme bodenbezogen verwerten, haben als Hersteller und Inverkehrbringer eines Düngemittels die Garantenstellung für die Einhaltung der düngemittelrechtlichen Vorgaben inne. Dieser Verantwortung werden sie gerecht, wenn sie die Polymere einsetzen, für die die Hersteller die Abbaubarkeit zusichern und in den Sicherheitsdatenblättern die Einhaltung der Vorgaben der DüMV ausweisen. Dies gilt solange, bis keine neuen Erkenntnisse oder grundlegend neuen Forschungsergebnisse zu einer anderen Beurteilung führen. Hans Walter Schneichel vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) bestätigte diesen Sachverhalt in einem Beitrag im Mitgliederrundbrief des DWA-Landesverbandes Hessen/Rheinland- Pfalz/Saarland (Mai 2016, Seite 20, www.dwa-hrps.de/lv-publikationen.html). „Vor diesem Hintergrund ist eine bodenbezogenen Klärschlammverwertung unter Einsatz von kationischen Polyacrylamiden als Konditionierungsmittel über das Jahr 2016 hinaus möglich“, schrieb Schneichel in seiner Stellungnahme. Diese Auffassung vertritt auch die DWA. Parallel hat der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen, der das BMEL durch gutachterliche Stellungnahmen berät, im Februar 2016 über mögliche Kriterien zur Anwendung synthetischer Polymere in der Landwirtschaft beraten und dem BMEL eine Begrenzung der eingesetzten Mengen empfohlen. Ob der Gesetzgeber diese Empfehlung in der angekündigten Novellierung der Düngemittelverordnung aufgreifen wird, ist offen. Sobald belastbare Kenntnisse eines solchen Vorgehens des BMEL vorliegen, wird die DWA hierzu informieren. Auf Kläranlagen sind Polymere unverzichtbare Hilfsstoffe, um Klärschlämme mit hoher Effizienz einzudicken und zu entwässern. Sie gelten als ökotoxikologisch unbedenklich, was die Erkenntnisse aus dem Projekt des IME erneut bestätigen. Die DWA hat sich in den vergangenen Jahren intensiv dafür eingesetzt, dass die Regelungen zum Einsatz von Polymeren angemessen und praxistauglich gestaltet werden

(siehe hierzu auch die DWA-Stellungnahme unter http://de.dwa. de/stellungnahmen.html).

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EU-Kommission: Badegewässer in Europa haben gute Wasserqualität

Die Qualität der Badegewässer in der EU hat sich im Lauf der Zeit kontinuierlich verbessert. Das zeigt der am 25. Mai 2016 veröffentlichte jährliche Bericht über die Qualität der Badegewässer. 96 Prozent der überwachten Badegebiete in der Europäischen Union haben 2015 die Mindestanforderungen an die Wasserqualität erfüllt. Dies belegt nach Mitteilung der Europäischen Umweltagentur EEA den Wert der Rechtsvorschriften und der jahrelangen Investitionen in die Wasserinfrastruktur und anderer Maßnahmen zur Verminderung der Verschmutzung. Die Anstrengungen der Europäischen Union für saubere und gesunde Badegewässer haben vor 40 Jahren mit der Annahme der ersten Badegewässerrichtlinie begonnen. Der jährliche Bericht der EEA und der Europäischen Kommission über die Qualität der Badegewässer enthält eine Bewertung der Badegewässerqualität im Jahr 2015 und gibt Aufschluss darüber, wo diese im Jahr 2016 voraussichtlich gut sein wird. In dem Bericht sind die Analysen von in über 21 000 Küsten- und Binnenbadeorten in der EU, der Schweiz und Albanien entnommenen Wasserproben zusammengefasst, die zeigen, ob die Gewässer Fäkalverschmutzungen durch Abwässer oder tierische Exkremente aufweisen. Während 96 Prozent der Badeorte die Mindestanforderungen erfüllten, wurden über 84 Prozent sogar als „ausgezeichnet“ eingestuft. Mehrere große touristische Gebiete und Städte wie Blackpool, Kopenhagen und München profitieren nun auch zunehmend von Investitionen in eine bessere Kanalisation, die zu saubereren Badegewässern in Hafengebieten, entlang innerstädtischer Flüsse und an nahe gelegenen Stränden führt. Insgesamt hat sich die Qualität der Badegewässer im Laufe der Zeit verbessert. 1991 entsprachen 56 Prozent der Badegewässer den höchsten Standards. Anhand der Daten von fast 9600 Badegewässern, die seitdem jährlich überwacht werden, stieg dieser Anteil 2015 auf 87 Prozent. Zusammen mit dem Bericht hat die EEA eine interaktive Karte veröffentlicht, die die Ergebnisse für jeden Badeort zeigt. Zusätzliche Informationen, wie etwa die Länderberichte und die Badege wässerrichtlinie, sind auf den Internetseiten der EEA oder der Europäischen Kommission über Badegewässer abrufbar.

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Ernst-Kuntze-Preis 2017 ausgeschrieben

Im Jahr 2017 wird die DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. – erneut den Ernst-Kuntze-Preis vergeben. Der Ernst- Kuntze-Preis dient zur Förderung von Arbeiten und Erfindungen, die zu wesentlichen Verbesserungen auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung in der Praxis geführt haben. Dies können Entwicklungen oder Maßnahmen zur Verbesserung wasserwirtschaftlicher Anlagen bzw. zur Verbesserung der Gewässerqualität sein. Der Preis wird mit 5000 Euro dotiert. Der Ernst-Kuntze-Preis wurde in Anerkennung der großen Verdienste, die sich Dr.-Ing. E. h. Ernst Kuntze, Präsident der Abwassertechnischen Vereinigung e. V. von 1969 bis 1985, um die Entwicklung und das Ansehen der ATV bzw. DWA im In- und Ausland erworben hat, von der DWA gestiftet. Der Ernst-Kuntze-Preis wird aufgrund von vollständigen Bewerbungen verliehen. Die Bewerbung muss enthalten:
●● Angaben über Name, Geburtsdatum, Ausbildungsgang (Lebenslauf) und Anschrift des Bewerbers,
●● die der Bewerbung zugrunde liegende Arbeit bzw. Beschreibung der Erfindung,
●● Kurzbeschreibung der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung sowohl speziell für die Abwassertechnik als auch für den Gewässer- und Umweltschutz allgemein,
●● eine eidesstattliche Erklärung, dass die eingereichte Arbeit von dem Bewerber selbst angefertigt ist. Die Arbeit ist sechsfach auf Datenträgern einzureichen.

Bewerbungen bis zum 31. Oktober 2016 an: Anne Maria Schumacher Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: schumacher@dwa.de 

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BMBF-Förderung von Vorhaben zu Plastik in der Umwelt

Vorhaben zu „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördern. Das BMBF verfolgt damit das Ziel, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente, Begriffe zur Untersuchung von Plastik in der Umwelt zu entwickeln, um damit ein konsistentes Bild des Gesamtproblems zu entwickeln und international zur Grundlage des Handelns zu etablieren, gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Lösungsansätze zu identifizieren, zu entwickeln und in die Umsetzung zu bringen, mit internationalen Partnern aus den wichtigsten Produktions- und Nutzungsländern Kooperationsprojekte zur Reduktion des Eintrags von Plastik in die Umwelt zu beginnen. Als ersten Ansprechpartner der Fördermaßnahme hat das BMBF als Projektträger das VDI-Technologiezentrum in Düsseldorf beauftragt. In der ersten Phase ist dem Projektträger bis spätestens 31. August 2016 eine Projektskizze in elektronischer Form vorzulegen.

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Auf Abwasseranlagen selbst erzeugter und verwendeter Strom muss steuerfrei bleiben

Betreiber von Abwasseranlagen, die den beim Betrieb ihrer Anlagen anfallenden Klärschlamm und anfallendes Klärgas verstromen und zum Eigenverbrauch nutzen, sollen hierfür auch künftig keine Stromsteuern zahlen. Klärschlamm und Klärgas wie auch Deponie- und Biogas müssen weiterhin zu den erneuerbaren Energieträgern zählen. Das forderten die für die Abwasserentsorgung verantwortlichen Vertreter der Großstädte am 24. Mai 2016 auf ihrem diesjährigen Erfahrungsaustausch in Dresden. Die Anstrengungen der Betreiber, ihre Abwasseranlagen nicht nur hinsichtlich der Reinigungsleistung, sondern auch energetisch zu optimieren, werden hierdurch konterkariert. Energetische Optimierungen werden unwirtschaftlich. Beispielrechnungen haben ergeben, dass die Abwasserentsorger bereits kleinerer Großstädte durch die geplante Novellierung mit mehreren Hunderttausend Euro zusätzlicher Steuern jährlich belastet würden. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat einen Entwurf zur Novellierung des Energie- und Stromsteuergesetzes (EnergieStG/StromStG) in die Verbändeanhörung gegeben. Mit dem Entwurf soll die Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erd- und Flüssiggaskraftstoff im Auftrag des Deutschen Bundestags umgesetzt und gegenfinanziert werden, und es sollen Vorgaben aus dem europäischen Beihilferecht umgesetzt werden. Betreiber von Abwasseranlagen, die beim Betrieb ihrer Anlagen anfallenden Klärschlamm und anfallendes Klärgas verstromen und zum Eigenverbrauch nutzen, werden nach den geplanten Regelungen zukünftig weitgehend besteuert. Insbesondere zählen Klärschlamm und Klärgas wie auch Deponie- und Biogas danach nicht mehr zu den erneuerbaren Energieträgern. „Die Vorschläge des BMF würden zu einer erheblichen Erschwerung der Bemühungen um Energieeffizienz in der Abwasser- und Abfallentsorgung führen, nicht nur für vorhandene Aktivitäten, sondern auch für Bestrebungen, energieeffiziente Verfahren weiter zu etablieren“, so der Präsident der DWA, Otto Schaaf. Sollte die geplante Gesetzesnovelle in der vorliegenden Entwurfsfassung Gesetz werden, würde die politisch allgemein gewollte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern (Klärschlamm, Klärgas, Deponiegas und auch Biogas) mit erheblichen Mehrkosten belastet werden. „Im Vertrauen auf die Stromsteuerbefreiung getätigte Investitionen würden entwertet, und dies könnte bis zur Stilllegung der Anlagen führen. wären wirtschaftlich nicht mehr darstellbar“, stellt der Technische Geschäftsführer der Stadtentwässerung Dresden und Leiter des diesjährigen Erfahrungsaustausches, Johannes Pohl, fest. Die zusätzlichen Belastungen für die Abwasserentsorgung könnten nur über die Gebühren auf den Bürger und die gewerblichen Einrichtungsnutzer umgelegt werden, was einer Steuererhöhung für die Bürger gleichkäme, oder das Klärgas müsste ungenutzt entsorgt werden, weil seine Nutzung unwirtschaftlich wäre. Beide Alternativen konterkarieren aus Sicht der Branche die Klimaziele der Bundesregierung. Die Abwasserentsorger fordern daher eine Anpassung des Entwurfs. Die DWA hat zum „Zweiten Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes“ (Referentenentwurf vom 26. April 2016) auch gegenüber dem Bundesfinanzministerium Stellung genommen.

Die Stellungnahme der DWA steht im Internet zum Download bereit: http://de.dwa.de/stellungnahmen.html

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Amtliche Hochwasser-App für Deutschland von Bund und Ländern

Mit der App „Meine Pegel“ hat die Bund/ Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser ( LAWA) am 6. Juni 2016 eine neue Anwendung für Smartphones und Tablets vorgestellt, die Nutzern und Nutzerinnen einen schnellen Überblick über die aktuellen Wasserstände an Flüssen und Seen in Deutschland ermöglicht. Zur aktuellen Information über steigende Wasserstände können automatische Benachrichtigen aktiviert werden. Die kostenfreie App bietet für mehr als 1600 Wasserstandspegel in Deutschland aktuelle Informationen und für rund 300 davon zusätzlich auch Vorhersagen zum Wasserstand. Wie der aktuelle Vorsitzende der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser, Peter Fuhrmann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, anlässlich der Vorstellung mitteilte, wird die App von den Hochwasserdiensten der Bundesländer in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben. Sie soll sowohl den individuellen Informationsbedürfnissen der Bevölkerung entsprechen, als auch die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes mit mobil zugänglichen Informationen unterstützen. Aber auch für die Schifffahrt und andere Gewässernutzer wie Angler oder Freizeitpaddler sind solche Informationen von Interesse. Ergänzend zu den Wasserständen biete die App einen schnellen Überblick zur Hochwasserlage in ganz Deutschland und einen direkten Zugang auf die amtlichen Hochwasserinformationen der Bundesländer.

www.hochwasserzentralen.info/meinepegel

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Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) bietet unter dem Namen „integral“ ein in Deutschland nach eigenen Angaben einzigartiges Programm zur Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure und Ingenieurinnen an. Ziel ist es, Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Pilotphase startet am 1. April 2016. Die geflüchteten Ingenieure und Ingenieurinnen werden fachlich und fachsprachlich in den Themengebieten Umwelt, Energie und Wasser weitergebildet. Ein enger Arbeitgeberkontakt durch Messen und Exkursionen ist ein fester Bestandteil der Weiterbildung. Angestrebt ist, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon während des Programms eine Arbeitsstelle finden. Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Teilnahmebedingung ist ein abgeschlossenes Ingenieurstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis. Gesucht sind noch Firmen, die Interesse am Programm haben und im Rahmen dessen Praktika oder Projekte durchführen möchten. Integral wird von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gefördert.

Weitere Informationen www.tuhh.de/iue E-Mail: sebastian.timmerberg@tuhh.de

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Umweltausschuss sieht Arzneimittelhersteller bei Spurenstoffreduzierung in der Pflicht

Der Umweltausschuss des Bundesrates sieht die Hersteller von Arzneimitteln in der unmittelbaren Pflicht, zur Reduzierung von Spurenstoffen in den Gewässern aktiv beizutragen. Dies bezieht sich sowohl auf Informationspflichten als auch auf eine direkte finanzielle Beteiligung am Spurenstoffabbau. In seinem Beschlussvorschlag an den Bundesrat für die Sitzung am 18. März (Bundesrats- Drucksache 627/1/15 vom 7. März 2016) verweist der Umweltausschuss auf den Erwägungsgrund 38 der EU-Wasserrahmenrichtlinie und fordert, dass die Hersteller und Inverkehrbringer von Arzneimitteln bzw. Arzneimittelwirkstoffen in die finanzielle Verantwortung zur Entfernung problematischer Stoffe aus der aquatischen Umwelt einbezogen werden. Der Umweltausschuss fordert die Bundesregierung konkret auf, eine mögliche Regelungsperspektive vorzuschlagen. Des Weiteren fordert der Umweltausschuss von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass Hersteller und Inverkehrbringer von Arzneimitteln bzw. Arzneimittelwirkstoffen mit möglicher Umweltrelevanz verpflichtet werden, sämtliche Informationen bezüglich der absoluten Einsatzmenge, des Umweltverhaltens, der Toxizität sowie zur Entfernbarkeit in der Abwasserreinigung und zur Wasseraufbereitung den Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen.

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Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern

Mit der „Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern“ befasst sich ein Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Land Hessen fördert das Vorhaben mit 35 000 Euro. Projektleiter ist Dr. Steffen Heusch, Professor für Wasserwirtschaft und Hydrologie am Gießener Fachbereich Bauwesen. Im Projekt geht es um Vorarbeiten für die Entwicklung dezentraler Behandlungsanlagen. Heusch will zunächst Indikatorstoffe identifizieren, deren Vorkommen auf bestimmte Schadstoffgruppen im Gewässer hinweist. Außerdem will er ein computerbasiertes Analysewerkzeug entwickeln, mit dem sich potenziell gefährdete Gewässerabschnitte bestimmen lassen. Die nötigen Rohdaten für diesen Arbeitsschritt liegen bereits vor. Und schließlich müssen Messverfahren gefunden werden, mit denen die Belastung von Gewässern bei vertretbarem personellem und technischem Aufwand nachweisbar ist. Dabei kommen Passivsammler des Kooperationspartners Gaiasafe GmbH aus Marburg zum Einsatz. Diese Hilfsmittel – Gitterboxen, die ein beschichtetes Papier enthalten, bleiben zwei bis vier Wochen im zu untersuchenden Gewässer. Die zu ermittelnden Schadstoffe lagern sich an und werden anschließend im Labor untersucht. Das Forschungsvorhaben am Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik hat eine Laufzeit von einem Jahr.

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Grüne wollen Fracking gesetzlich unterbinden

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen strebt ein Verbot der Fracking-Technik in Deutschland an und hat dazu den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesberggesetzes zur Untersagung der Fracking-Technik (Bundestags-Drucksache 18/7551) vorgelegt. Damit soll das Verbot des Einsatzes dieser Technik zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen im Bundesrecht verankert werden. Ziel des Gesetzes sei der Schutz von Umwelt und Menschen vor den durch Fracking verursachten Gefährdungen sowie die Umstellung auf eine das Klima und die Umwelt schonende Energieversorgung, erläutern die Abgeordneten in der Begründung des Gesetzentwurfs.

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Exportweltmeister im Umweltschutz

Deutschland bleibt Exportweltmeister im Umweltschutz, ein verschärfter internationaler Wettbewerb erfordert aber eine innovationsorientierte Umweltpolitik. Dies betonte das Umweltbundesamt Mitte Februar bei der Vorstellung des aktuellen Berichts zur Umweltwirtschaft in Deutschland. Demnach wurden im Jahr 2013 Güter für den Umweltschutz im Wert von fast 82 Milliarden Euro produziert – sechs Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion. Davon wurden Waren im Wert von 50,3 Milliarden Euro exportiert. Der Welthandelsanteil belief sich auf 14,8 Prozent, damit war Deutschland im Jahr 2013 erneut größter Exporteur von Umweltschutzgütern. Besonders wettbewerbsstark ist die deutsche Industrie laut dem Umweltbundesamt traditionell in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik für den Umweltschutz sowie Abfall- und Abwassertechnologien. Deutlich schwächer ist Deutschland hingegen derzeit im Bereich Solarenergie positioniert. Trotz der Produktionszuwächse bei Windkraft, Abwasserbehandlung und Mess-, Steuerund Regeltechnik ging die Gesamtproduktion von Umweltgütern gegenüber 2011 dadurch von 85 Milliarden Euro auf aktuell 82 Milliarden Euro zurück.

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben

Bis zum 22. April 2016 können sich in Deutschland tätige Unternehmen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben. Die Preisverleihung findet am 25. November 2016 in Düsseldorf im Rahmen des 9. Deutschen Nachhaltigkeitstages statt. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen besonders erfolgreich ökologischen und sozialen Herausforderungen begegnen und damit Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Chance nutzen. Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzen- Gesetzentverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Auch 2016 wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Unternehmen in drei Größenklassen vergeben; hinzu kommen Sonderpreise für „Ressourceneffizienz” und für „Deutschlands nachhaltigste Marke“. Die DWA ist institutioneller Partner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

www.nachhaltigkeitspreis.de

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Datenkabel in der Kanalisation führen zu Problemen

Wenn Kabel in Abwasserleitungen eingebracht werden, kann das zu Problemen beim Betrieb und der Sanierung der Kanalisation führen. Die Folge können zusätzliche finanzielle Belastungen für die Kanalnetzbetreiber und damit für die Bürger als deren Nutzer sein. Kosten, die eigentlich die Kabelnetzbetreiber für den Ausbau ihrer Netze tragen müssen, wären dann auf die Bürger umverteilt. Initiativen zum Kabeleinbau in Abwasserrohren müssen daher fachlich kritisch bewertet werden, insbesondere bezüglich gesamtwirtschaftlicher finanzieller Vorteile. Das meint die DWA in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG). Das Bundeskabinett hatte Ende Januar 2016 einen neuen Gesetzesentwurf verabschiedet und in das weitere Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Die sichere Abwasserbeseitigung ist nach geltendem Recht eine hoheitliche Aufgabe, bei deren Erfüllung der Abwasserbeseitigungspflichtige nicht beeinträchtigt werden darf, die er uneingeschränkt wahrnehmen muss. Nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf muss jedoch der Abwasserbetrieb den Nachweis bringen, wieso die Einbringung von Kabeln in einen Kanal im konkreten Fall nicht möglich ist. Diese Beweislastverschiebung bevorteilt die Telekommunikationsnetzbetreiber einseitig und berücksichtigt die Abwasserbeseitigungspflicht nicht ausreichend. Die DWA verlangt: „Es ist sicherzustellen dass alle Kosten und Folgekosten, die aufgrund der Kabeleinbringung in die Abwasserleitungen zusätzlich entstehen, von den Kabelnetzbetreibern zu tragen sind. Eine Quersubventionierung des Breitbandkabelausbaus durch die Abwasserentgelte ist nicht zulässig.“ Höhere Kosten durch Kabel in Kanalrohren können für die Kanalisationsbetreiber zum Beispiel bei der regelmäßigen Reinigung und Inspektion sowie bei der Sanierung entstehen. § 77g des Entwurfs des DigiNetzG sieht zwar Gründe vor, aus denen der Betreiber einer Infrastruktur die Verlegung von Kabeln in dieser Infrastruktur ablehnen kann. Doch ist diese Liste aus Sicht der Wasserwirtschaft unvollständig. Wichtige Ablehnungsgründe fehlen und sind bei den weiteren Beratungen des Gesetzentwurfs zu ergänzen: Die Einsatzmöglichkeiten von Geräten zur Kanalinspektion und -sanierung insbesondere bei kleinen Rohrdurchmessern dürfen nicht eingeschränkt werden. Die Rohre müssen uneingeschränkt mit den üblichen und bewährten Verfahren gereinigt werden können, auch durch Hochdruckspülungen. Wenn Baumwurzeln in die Kanalisation eingewachsen sind oder sonstige Hindernisse vorliegen, müssen Kanalfräsen und Wurzelschneidgeräte eingesetzt werden können. Das Rohrmaterial darf durch die Befestigung der Kabelsysteme nicht geschwächt oder beschädigt werden. Weiterhin müssen die bewährten Verfahren zur Rohrsanierung uneingeschränkt einsetzbar bleiben. Hausanschlüsse müssen überall wo nötig – auch nachträglich – eingebaut werden können. Eventuell im Kanal liegende Kabel dürfen dies nicht verhindern oder für die Hauseigentümer oder Mieter verteuern. In Summe lehnt die DWA die Mitnutzung vorhandener Infrastrukturen für den Breitbandausbau nicht generell ab, sieht aus den genannten Gründen (und weiteren) aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht den Einbau von Kabeln in Abwasserleitungen kritisch. Die DWA stellt daher hohe technische Anforderungen an die Verlegung von Kabeln in der Kanalisation, sodass Betrieb und Unterhalt der vorhandenen Infrastruktur nicht beeinträchtigt werden.

Stellungnahme der DWA zum Entwurf des DigiNetzG vom 3. September 2015:
http://de.dwa.de/stellungnahmen.html

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Befragung zur „Kläranlage der Zukunft“

Welche Kriterien sind bei der Bewertung von Abwassertechnologien und Bewirtschaftungsmaßnahmen auf Kläranlagen wichtig? Welche Entwicklungen setzen sich bis zum Jahr 2030 durch? Welche Hemmnisse sind dabei zu erwarten? Dazu befragt die inter 3 GmbH – Institut für Ressourcenmanagement aus Berlin die Akteure und Entscheidungsträger aus Wasser- und Energiewirtschaft im Rahmen des Forschungsprojekts „ESiTI“. Teilnahme an der Befragung:

https://www.soscisurvey.de/esiti

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ASKURIS: großtechnische Versuche in Tegel

Die Verfahrenskombination aus Ozonung und Pulveraktivkohleeinsatz bietet den besten Spurenstoff-Rückhalt im Verhältnis zum Kostenaufwand. Das hatte das Projekt ASKURIS ergeben, an dem die Berliner Wasserbetriebe beteiligt waren. Die Untersuchungen waren allerdings nur theoretischer Natur und im Pilotmaßstab. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden jetzt in einem großtechnischen Versuch überprüft. Er findet bis Oktober 2016 in einem der drei Module der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage Tegel statt, die als nachgelagerte Reinigungsstufe des Klärwerks Schönerlinde fungiert. Für diesen am 17. Februar 2016 gestarteten Praxistest wurde unter anderem ein 21 Meter hoher Silo für 67 Tonnen Aktivkohle beschafft.

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Bayern: bis 2025 ausreichend Deponiekapazitäten

Bayern verfügt unter Annahme gleichbleibender Entsorgungsmengen in einem Prognosezeitraum bis 2025 über ausreichend Deponiekapazitäten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, vom Bayerischen Landesamt für Umwelt in Auftrag gegebene Bedarfsprognose für Deponien der Klassen 0, I und II. Aufgrund regional unterschiedlicher Verteilung der vorhandenen Deponiekapazitäten kann im Prognosezeitraum in einzelnen Regierungsbezirken der Rückgriff auf bislang anderweitig genutztes oder nicht ausgebautes Deponievolumen erforderlich werden. Vereinzelt kann auch neues Deponievolumen notwendig werden. Jährlich fallen in Bayern zum Beispiel über 45 Millionen Tonnen Bauabfälle an. Der überwiegende Teil (über 90 Prozent) kann dabei einer Verwertung zugeführt werden.

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Niedersachsen: EU-Förderung für öffentliche Abwasseranlagen bis November

Der nächste und zugleich letzte Stichtag für Anträge auf Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen bei öffentlichen Abwasseranlagen in Niedersachsen ist der 30. November 2016. Der Stichtag 30. April 2016 entfällt. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit. Für die Förderung von Energieeffizienzmaßnah men bei öffentlichen Abwasseranlagen stellt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Zeitraum 2014 bis 2020 Mittel in Höhe von 14,4 Millionen Euro bereit. Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“ fördert Investitionen in die energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden, die Errichtung von Anlagen zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen bei öffentlichen Abwasseranlagen sowie in Kultureinrichtungen.

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Düngegesetz soll angepasst werden

In Vorbereitung auf die Novellierung der Düngeverordnung hat die Bundesregierung dem Parlament einen Gesetzentverbänden, wurf zur Änderung des Düngegesetzes vorgelegt (Bundestags-Drucksache 18/7557). Aufgabe des Düngegesetzes sei es, den Verkehr und die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Pflanzenhilfsmitteln und Kultursubstraten zu regeln. In der Vorlage heißt es zur Begründung des Entwurfs, dass die Gesetzesreform unter anderem die Grundlage für die Novellierung der Düngeverordnung vorbereitet, um den Vorgaben der EG-Nitratrichtlinie 91/676/EWG gerecht zu werden. Ziel der Richtlinie sei es, dass der Nitratsalzbelastung der Böden und des Grundwassers durch die Landwirtschaft in Folge von Überdüngung vorgebeugt werden soll. Mit der Änderung des Düngegesetzes soll zum Beispiel das Verfahren bei der Erarbeitung von Aktionsprogrammen geregelt werden, zu denen die Mitgliedstaaten im Rahmen der Nitratrichtlinie verpflichtet sind. Des Weiteren wird eine gesetzliche Grundlage für die Datenübermittlung geschaffen, damit die für die Überwachung düngerechtlicher Vorschriften zuständigen Bundesländer auch auf Daten zugreifen können, die für andere Zwecke erhoben wurden. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen, der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen (WBD) haben derweil einen offenen Brief an eine Reihe von Politikern geschickt, in dem sie die vorliegenden Entwürfe der Bundesregierung zwar begrüßen, aber auch noch Anpassungsbedarf formulieren und auf aus ihrer Sicht noch bestehende Mängel hinweisen.

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Bundesminister Dobrindt: „einfach ein Kabel durchschießen – fertig“

„Versorgungsnetze für Energie und Abwasser sollen ebenso wie Infrastrukturen von Straßen, Schienen- und Wasserwegen für den Breitbandausbau mitgenutzt werden.“ So steht es auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, nachdem die Bundesregierung am 27. Januar 2016 den von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetz-Gesetz) beschlossen hat. Dobrindt dazu wörtlich auf der Website seines Ministeriums: „Solange geeignete Rohrkapazitäten darunter [unter den Straßen, Red.] liegen, die noch frei sind, können die Telekommunikationsunternehmen einfach ein Kabel durchschießen – fertig.“ Künftig müsse bei jeder Baustelle an Verkehrswegen der weitere Bedarf für den Breitbandausbau durch Mitverlegung von Glasfaserkabeln erfüllt werden. Eine zentrale Informationsstelle und eine nationale Streitbeilegungsstelle bei der Bundesnetzagentur werde die praktische Verwirklichung dieser Maßnahmen begleiten und „zügig in Gang setzen“.

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BMBF-Forschungsvorhaben zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf

Wie die jüngste öffentliche Diskussion zeigt, gefährdet Mikroplastik die aquatische Umwelt. Unter Leitung der TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, und der Firma Gebrüder Kufferath AG (GKD) fördert das BMBF das zweijährige Verbundforschungsvorhaben „OEMP – Optimierte Materialien und Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik im Wasserkreislauf“ im Rahmen der Fördermaßnahme „Materialien für eine nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas“. Gemeinsam mit den Partnern Invent Umwelttechnik und Verfahrenstechnik AG, Umweltbundesamt, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Kompetenzzentrum Wasser Berlin, Berliner Wasserbetriebe, Funke Kunststoffe GmbH, MeierGuss Limburg GmbH, Mecana Mecana Umwelttechnik GmbH soll die Entwicklung neuer Materialen und Verfahrenstechniken erfolgen, um den Rückhalt von Mikroplastikpartikeln aus verschiedenen Eintragspfaden der Siedlungswasserwirtschaft wie Kläranlagenablauf, Mischwasserüberlauf oder Straßenabfluss zu gewährleisten. Neben der Stoffstrombilanzierung wird eine reproduzierbare Untersuchungsmethodik entwickelt. Bei Mikroplastik wird zwischen primärem Mikroplastik (zum Beispiel aus Kosmetika, Pflegeprodukten sowie Reinigungsmitteln) und sekundärem Mikroplastik, das aus Zerkleinerung von größeren Plastikteilen entsteht, unterschieden. Mikroplastikpartikel sind nach aktueller Definition kleiner als 5 mm. Über den Wasserpfad kann Mikroplastik über die Flüsse bis ins Meer gelangen. Bei vielen Meereslebewesen wird von Kunststofffunden, im Mikro- und Makroplastikbereich in deren Mägen berichtet, was eine verminderte Nahrungsaufnahme bedeuten und zu mechanischen Verletzungen führen kann. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen Maßnahmen und Verfahren entwickelt werden, um die Auswirkungen von Mikroplastik in der Umwelt zu reduzieren.

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Bundesregierung beschließt zweites Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

Das Bundeskabinett hat am 2. März 2016 das zweite Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess II) beschlossen. Es enthält wichtige Maßnahmen, mit denen die Rohstoffgewinnung und der Materialeinsatz effizienter und umweltverträglicher gestaltet werden sollen. Deutschland hatte sich im Februar 2012 mit der Verabschiedung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) als einer der ersten Staaten auf Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen festgelegt. Die Bundesregierung verpflichtete sich darin, alle vier Jahre über die Entwicklung der Ressourceneffizienz in Deutschland zu berichten, die Fortschritte zu bewerten und das Ressourceneffizienzprogramm fortzuentwickeln. Diese Fortschreibung wurde nun vom Bundeskabinett unter dem Titel „Deutsches Ressourceneffizienzprogramm II“ beschlossen. Auch ProgRess II setzt insbesondere auf Marktanreize und die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Eine wesentliche Weiterentwicklung gegenüber ProgRess I ist, dass nun verstärkt Material- und Energieströme gemeinsam betrachtet werden sollen, um Synergieeffekte zu nutzen und Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und zu reduzieren. Beispiele für Maßnahmen sind der Ausbau der Beratung für kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung von Umweltmanagementsystemen, die verstärkte Beschaffung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand, verbesserte Verbraucherinformationen sowie ein stärkerer Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer. Zusätzlich zu einem intensiven Konsultationsprozess mit den Bundesländern, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Akteuren wurde im Rahmen von ProgRess II ein bundesweiter Bürgerdialog durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse dieses Dialogs formulierten Bürgerinnen und Bürger einen Bürgerratschlag zur Ressourcenschonung, der in den Anhang von ProgRess II aufgenommen wurde.

www.gespraechstoff-ressourcen.de
www.umweltinnovationsprogramm.de

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DWA-Abwassermeisterschaften: die Sieger

Wer Fußball-Europameister wird, ist noch völlig offen. Die Sieger der DWA-Abwassermeisterschaften wurden dagegen auf der IFAT ermittelt. Bayern, Rheinland-Pfalz und die USA lagen vorn.
Knapp 30 Teams aus Deutschland, Ägypten, Slowenien, den USA und Österreich waren dem Ruf der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) zur dritten Offenen Deutschen Meisterschaft in der Abwassertechnik gefolgt. Sie fand vom 30. Mai bis 2. Juni 2016 in München im Rahmen der IFAT statt. Erstmals waren auch zwei reine Frauenteams am Start. Der Damenmannschaft der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS) aus Augsburg, Hof und Aschaffenburg gelang direkt ein guter zweiter Platz in der Disziplin „Prozesskontrolle“. In der Gesamtwertung reichte es für den vierten Platz von insgesamt zwölf Mannschaften.

Die besten Azubis kamen aus Neuwied
In den drei Kategorien Auszubildende, Kanal- und Kläranlagenprofis waren verschiedene Disziplinen zu meistern. Bestes Kläranlagen-Team wurde die zweite BVS-Mannschaft mit Mitgliedern aus Augsburg, Schönberg und Gersthofen. Die Stuttgarter All Stars errangen Silber, die Mannschaft aus den USA schaffte es auf den dritten Platz. Die beste Mannschaft in der Kategorie Auszubildende wurde von den Servicebetrieben Neuwied entsandt, gefolgt von der Stadtentwässerung Nürnberg und Team 2 der Münchener Entwässerungsbetriebe. Insgesamt haben sieben Azubi-Teams am Wettbewerb teilgenommen. Im Wettbewerb der Kanal-Profis, die mit 15 Mannschaften am Start waren, setzte sich das Team aus den USA durch, gefolgt von Nürnberg und Stuttgart auf dem zweiten und dritten Platz.

Talente fördern, Standards setzen
Mit dem Berufswettbewerb für Fachkräfte der Abwassertechnik, den die DWA alle zwei Jahre während der Umweltmesse IFAT ausrichtet, möchte der Verband junge Talente fördern, Qualitätsstandards setzen und zugleich etwas gegen den Fachkräftemangel tun. Außer Konkurrenz nahm auch Stefan Rummel teil, Geschäftsführer der Messe München. „Als Geschäftsführer darf man wirklich alles ausprobieren“, so sein Fazit. „Unter anderem so einen Kanaleinstieg und ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei der DWA und bei euch Profis, dass ihr mir das mal gezeigt habt, dass ich das mal erleben durfte.“
Auch DWA-Präsident Otto Schaaf würdigt den Einsatz der Teams: „Die Abläufe in unseren Abwasseranlagen müssen auf allen Ebenen gut funktionieren. Dazu brauchen wir top Personal.“ Das Engagement der DWA für Aus- und Weiterbildung und insbesondere die Wettbewerbe seien ein wichtiger Baustein für die Sicherung von Qualität, so Schaaf. Denn: „Spaß und Motivation verbinden sich im sportlichen Wettstreit zu einem besonderen Erlebnis im Miteinander der verschiedenen Teams“.

18 internationale Teams
An der erstmals ausgetragenen World University Challenge der DWA nahmen 18 Teams aus dem In- und Ausland teil. Ergebnis: Die besten Nachwuchs-Ingenieure kommen aus Indonesien, dem Iran und – von der Universität Stuttgart. In den drei Disziplinen „Management der Wasserwirtschaft / Begutachtung“, „Integriertes Wasserressourcen-Management“ und „Messen-Steuer-Regeln“ mussten sie ihr Können in der Entwicklung von Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser unter Beweis stellen. Die World University Challenge ist ein Wettbewerb findet an allen Standorten der Umweltmesse IFAT statt. 2015 wurde die Hochschulmeisterschaft in Shanghai (China) und Mumbai (Indien) ausgetragen, im nächsten Jahr sollen Johannesburg (Südafrika) und Ankara (Türkei) hinzukommen. Die Gewinnerteams aus dem Ausland treten dann auf der jeweils nächstfolgenden deutschen IFAT zur Hochschul-Weltmeisterschaft gegen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen beziehungsweise europäischen Raum an. Anfang Juni war dies in München der Fall.
Die vierte Offene Deutsche Meisterschaft in der Abwassertechnik ist im Rahmen der nächsten IFAT geplant, vom 14. bis zum 18. Mai 2018

https://www.gwf-wasser.de/aktuell/veranstaltungen/15-06-2016-dwa-abwassermeisterschaften-die-sieger/

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Bestandsvermessung – aktuelle Bauzeichnungen – Visualisierung im GIS

Bauwerke der Abwasserwirtschaft unterliegen einer ständigen Veränderung durch Sanierung oder gesetzlichen Vorgaben. 3D-Laserscanning ermöglicht ein wirtschaftliches, aber verformungstreues Aufmaß zur Erstellung von aktuellen 2D- und 3D-Modellen und die fotorealistische Darstellung der Punktwolke im Webbrowser zur Einbindung ins GIS. Bestandsvermessung Stadt- und Entsorgungswerke haben oft ein Problem: Sie verfügen nicht über akkurate Bestandspläne der in ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Bauwerke. Diese geometrischen Informationen benötigen sie jedoch als Planungsgrundlage oder zur Instandsetzung ihrer Bestände. Die im Archiv befindlichen Bestandspläne, etwa von Kläranlagen oder Schachtbauwerken, sind vielfach nicht…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 436

Autor
Dipl.-Ing. Ulrich Epp
Kaiser-Wilhelm-Platz 12, 53721 Siegburg
E-Mail: info@vermessung-epp.de

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Wasserentnahme in den USA bleibt extrem hoch

Die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern und Grundwasserkörpern bleibt in den USA extrem hoch. Nach den aktuell von der OECD veröffentlichten Zahlen belief sich die Wasserentnahme in den USA auf 1583 m³ pro Jahr und Kopf. Zum Vergleich: Für Deutschland führt die OECD eine Entnahme von 404 m³ pro Jahr und Kopf an. Die Sparweltmeister aus Luxemburg begnügen sich mit 80 m³. Die höchste Entnahme in Europa weisen das eigentlich sehr wasserarme Spanien mit 809 m³ und Estland mit 1227 m³ auf. Positiv ist in den USA und Spanien allerdings die langfristige Entwicklung. So hat sich in den USA die Entnahme seit 1985 von damals 1953 m³ immerhin um knapp ein Viertel reduziert. Gleiches gilt für Spanien, wo die Entnahme sich 1985 noch auf 1204 m³ pro Kopf und Jahr belief.

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Kriterien für Abwasseranlagen als Kritische Infrastrukturen beschlossen

Kanalisationen, an die mehr als 500 000 Einwohner angeschlossen sind, Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von über 500 000 Einwohnerwerten sowie Leitzentralen mit Ausbaugrößen der gesteuerten/ überwachten Anlagen für über 500 000 Einwohnerwerte gelten künftig als kritische Infrastrukturen. Das ist Anhang 2 der der Verordnung des Bundeinnenministeriums zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz (BSI-KritisV) zu entnehmen, der das Bundeskabinett am 13. April 2016 zugestimmt hat. Durch die Verordnung werden die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen in die Lage versetzt, anhand messbarer und nachvollziehbarer Kriterien zu prüfen, ob sie unter den Regelungsbereich des IT-Sicherheitsgesetzes fallen. Die von der Verordnung betroffenen Betreiber sind mit Inkrafttreten verpflichtet, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) innerhalb von sechs Monaten eine zentrale Kontaktstelle zu benennen und dem BSI innerhalb von zwei Jahren die Einhaltung eines Mindeststandards an IT-Sicherheit nachzuweisen. Die Verordnung bestimmt zunächst Kritische Infrastrukturen in den Sektoren Energie, Informationstechnik und Telekommunikation sowie Wasser und Ernährung. Erster Ansprechpartner bei der Erarbeitung der Kriterien zur Bestimmung der Betreiber in den jeweiligen Sektoren ist der UP KRITIS, eine öffentlich- private Kooperation zwischen Betreibern Kritischer Infrastrukturen, deren Verbänden und den zuständigen staatlichen Stellen.

www.upkritis.de  

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Willy-Hager-Preis 2016 ausgeschrieben

Der Willy-Hager-Preis 2016 ist ausgeschrieben. Der von der Willy-Hager-Stiftung gestiftete Preis wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA und der Wasserchemischen Gesellschaft, einer Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, vergeben. Prämiert werden hervorragende Arbeiten junger Wissenschaftler/-innen auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Bei den Arbeiten soll in der Regel die verfahrenstechnische Problemlösung im Vordergrund stehen. Die Arbeiten sollen nicht länger als drei Jahre zurückliegen und an einer deutschen Hochschule durchgeführt worden sein. Der Willy-Hager-Preis ist mit 6000 Euro dotiert. Bewerbungen sind bis zum 21. Oktober 2016 einzureichen:

DECHEMA,
Dr. Thomas Track
E-Mail track@dechema.de
Tel. 069/7564-427,
Fax 069/7564-117
www.willy-hager-stiftung.de  

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EU-Kommission: Frankreich soll Richtlinie über prioritäre Stoffe umsetzen

Die EU-Kommission fordert Frankreich auf, zusätzliche Informationen über die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik in nationales Recht zu übermitteln. Dies hätte bereits bis zum 14. September 2015 erfolgen müssen. Mit der Richtlinie soll die Verunreinigung des Wassers an der Quelle reduziert werden, indem Konzentrationsgrade festgelegt werden, die keine Gefahr für die aquatische Umwelt und die menschliche Gesundheit darstellen. Nachdem Frankreich die ursprüngliche Frist hatte verstreichen lassen, erhielt es am 20. November 2015 ein Aufforderungsschreiben der Europäischen Kommission. Da die nationalen Umsetzungsvorschriften, die die französischen Behörden gemeldet haben, unvollständig sind, übermittelt die Kommission nun eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Reagiert Frankreich nicht binnen zwei Monaten, kann die Kommission den Fall an den Gerichtshof der Europäischen Union verweisen.

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Wasserhaushaltsportal Sachsen erweitert

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat mit der Freischaltung der Säule C einen weiteren wichtigen Baustein im Wasserhaushaltsportal Sachsen in Betrieb genommen. Das neue Modul ermöglicht dem Anwender einen interaktiven Dialog mit dem hinterlegten Wasserhaushaltsmodell. So könnten zum Beispiel mithilfe unterschiedlicher Szenarien die Auswirkungen des Klimawandels auf den regionalen Wasserhaushalt sächsischer Gewässereinzugsgebiete noch individueller und differenzierter dargestellt bzw. untersucht werden als bisher. Die verwendeten Methoden und Möglichkeiten sind näher beschrieben im Heft 8/2016 der LfULG-Schriftenreihe mit dem Titel „Wasserhaushalt im Wandel von Klima und Landnutzung“. Das Wasserhaushaltsportal Sachsen stellt sachsenweite Daten für einzelne Wasserhaushaltskomponenten sowohl für den Ist-Zustand als auch für bestimmte Zukunftsszenarien bereit. Die Wasserhaushaltsdaten sind Ergebnisse des Projekts KliWES, das die Auswirkungen der prognostizierten Klimaänderungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt sächsischer Gewässereinzugsgebiete untersucht.

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EU-Kommission fordert Estland auf, Nitratbelastung des Wassers zu reduzieren

Die Europäische Kommission hat Estland im Februar 2016 aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Nitratbelastung des Wassers zu reduzieren. Nach Dafürhalten der Kommission sieht das estnische nationale Recht noch keine ausreichenden Maßnahmen vor, um die Ziele der Richtlinie 91/676/EWG des Rates (Nitratrichtlinie) zu erreichen, was die Festlegung des Aktionsprogramms für die von der Verunreinigung durch Nitrate gefährdeten Gebiete angeht. Zu den aufgezeigten Mängeln gehören zu kurze Zeiträume, in denen das Ausbringen von Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Flächen verboten ist, und das Fehlen einer klar definierten Methodik für das allgemeine Erfordernis ausgewogener Düngeverfahren. Die Kommission hat daher eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt, in der sie Estland auffordert, seine nationalen Rechtsvorschriften in Einklang mit dem EU-Recht zu bringen.

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Rumänien plant Großprojekte in der Wasserinfrastruktur

Das rumänische Ministerium für EU-Fördermittel als Management-Behörde für das Operationelle Programm (OP) Großinfrastruktur 2014 bis 2020 hat Ende März die Richtlinien für die Entwicklung der integrierten Wasser- und Abwasser- Infrastruktur begeben. Zudem veröffentlichte es vier Projektaufrufe mit einem Gesamtbudget von circa 2,8 Milliarden Euro (12,7 Milliarden Lei). Dies berichtete Mitte Mai GTAI Germany Trade and Invest. Die Richtlinie für die Wasser- und Abwasserinfrastruktur (http://www.fonduri- ue.ro/poim-2014#implementareprogram, Prioritätsachse 3, Spezifisches Ziel 3.2) soll die Fortsetzung der Investitionen im Bereich Wasser und Abwasser sicherstellen, die durch die Vorbeitrittsprogramme und das OP Umwelt 2007 bis 2013 gestartet worden sind. Das Hauptziel der Projekte besteht darin, die meisten Kommunen mit Wasser und Kanalisation entsprechend den europäischen Normen zu versorgen. Die vier Aufrufe von Projektvorschlägen zielen vor allem auf zwei Bereiche. Zum einen handelt es sich um neue integrierte Projekte zur Entwicklung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur. Das betrifft die Fertigstellung der Investitionen in den Städten und die Erweiterung der Wasser- und Abwassersysteme mit Blick auf ländliche Gebiete zur Anpassung der kleineren Städte und Kommunen an die EU-Normen. Zum anderen betrifft es integrierte noch nicht fertiggestellte Projekte in Etappen. Dabei geht es um die Fortsetzung der Investitionen aus der Förderperiode 2007 bis 2013, die bis 2015 nicht fertiggestellt und von der EU zur etappenweisen Durchführung genehmigt worden sind. Weitere zwei Aufrufe beziehen sich auf die Entwicklung eines Labors auf Landesebene für die Verbesserung des Monitoring des abgeleiteten Wassers und der Qualität des Trinkwassers sowie die Unterstützung zur Vorbereitung des Projektportfolios für die Zeit 2014 bis 2020 und nach 2020 (technische Hilfe).

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Oberflächengewässerverordnung im Bundeskabinett beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 11. Mai 2016 der neuen Oberflächengewässerverordnung zugestimmt. Die Neufassung setzt EU-Recht in deutsches Recht um. Wichtige Vorgaben, um den Zustand der Gewässer zu bewerten und zu überwachen, werden aktualisiert und vereinheitlicht. Die Anforderungen an den guten Gewässerzustand – das Kernstück des Gewässerschutzes – werden damit europaweit angeglichen. Für die Behörden vor Ort entsteht so mehr Entscheidungssicherheit. Die Neufassung wurde in enger Kooperation mit der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) und der europäischen Ebene erstellt. Neu sind europaweit standardisierte Messkampagnen: für neue Stoffe, die in den Gewässern erst seit kurzer Zeit gefunden werden. Außerdem wird die Datenauswertung zur Gewässerbelastung verbessert. Die Relevanz chemischer Risiken für die Gewässer lässt sich somit effizienter und schneller bewerten. Die Liste der Stoffe, die in Gewässern gemessen werden müssen, wurde gestrafft. 100 spezifische Stoffe sind nicht mehr relevant und wurden gestrichen. Demgegenüber wurden Umweltqualitätsnormen für zwölf neue europaweit prioritäre Stoffe und neun neue spezifische Stoffe festgelegt. Dabei handelt es sich vor allem um Pflanzenschutzmittel, aber auch Biozide und Industriechemikalien. Die Orientierungswerte für die Chlorid- und damit Salzkonzentration, die als tolerierbar gilt, sind nun bundesweit einheitlich. Da die Europäische Kommission eine übergreifende Strategie zur Begrenzung ökologischer Risiken durch Arzneistoffe entwickelt, wurden für diese Stoffe in der Verordnung keine Umweltqualitätsnormen festgelegt. Für diese und weitere Mikroschadstoffe erarbeitet der Bund unter Federführung des Bundesumweltministeriums eine gesonderte Strategie zum Schutz der Gewässer. Um der Nährstoffüberlastung der Übergangs- und Küstengewässer entgegenzuwirken, macht die Verordnung neue Vorgaben für Stickstoffverbindungen in Gewässer, die zum Beispiel durch Düngung aus der Landwirtschaft stammen können. Die neuen Werte erfordern bei der Bewirtschaftung der Flussgebiete eine Reduzierung der Stickstofffrachten von bis zu 60 % der aktuellen Werte.

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Energiegewinnung aus organischen Abfällen

Ein Energienutzungskonzept zu entwickeln, das organische Abfälle für kleinere und mittlere Biogasanlagen wirtschaftlich nutzbar macht, ist Ziel des Verbundprojekts FOR10‘000, in dem mehrere bayerische Hochschulen zusammenarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf der verfahrenstechnischen Weiterentwicklung und Optimierung der Biogasproduktion bei flexiblem In- und Output sowie der Optimierung der Produktverwertung. Das Projekt wird von der bayerischen Forschungsstiftung gefördert und läuft zwei Jahre. Koordinator ist die Universität Bayreuth.

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Korruption kostet Wasserwirtschaft jährlich zehn Prozent der Investitionen

Korruption stellt auch in der globalen Wasserwirtschaft ein erhebliches Problem dar. Etwa zehn Prozent der Investitionsmittel gehen durch Korruption der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur verloren – jährlich etwa 75 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen nennt das International Water Management Institute (IWMI) in seinem aktuellen Bericht „Water Integrity Global Outlook“. Korruption kennzeichnet dabei sowohl öffentliche Verwaltungen als auch den privaten Sektor. Und auch auf Seiten der Finanzmittelgeber ist Korruption laut des Berichts häufig anzutreffen. Neue Gesetze und vor allem die Durchsetzung von Gesetzen könnten laut IWMI Abhilfe schaffen. Häufig sei Korruption aber auch so etabliert in der politischen Kultur, in der Gesellschaft und im täglichen Leben, dass vor Ort Menschen benötigt würden, die einen Wechsel zu weniger Korruption einfordern würden.

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Ist ein Siedlungsrückzug als Anpassung an den Klimawandel rechtlich möglich?

Als Folge des Klimawandels sehen zahlreiche Klimaforscher die Gefahr von häufigeren und intensiveren Überschwemmungen. Dies könnte zum Siedlungsrückzug aus bestimmten Gebieten führen. Auch in ländlichen Schrumpfungsgebieten könnte ein Siedlungsrückzug zur Beseitigung der Folgen des demografischen Wandels beitragen. Aber ist das Recht schon so weit angepasst, dass sich solche Maßnahmen durchsetzen ließen? Dieser Frage geht das aktuelle Forschungsvorhaben „Siedlungsrückzug – Recht und Planung im Kontext von Klima- und demografischem Wandel“ nach, den das Umweltbundesamt aktuell veröffentlicht hat. Der Abschlussbericht des Vorhabens zeigt anhand von Praxis-Fallstudien und einer Analyse des einschlägigen rechtlichen Rahmens, dass ein Siedlungsrückzug als Instrument der Politik (Nutzungsaufgabe und/oder Rückbau Wohn-, Gewerbe- und Erschließungsinfrastrukturen) aus Gründen des Klimaoder demografischen Wandels im Recht nicht unmittelbar zu finden ist. Im Gegenteil, das Raumordnungs-, Bau- und Fachplanungsrecht hält vorwiegend Instrumente zur Steuerung und Umsetzung von Siedlungs- und Infrastrukturwachstum bereit. Dennoch ist es nach Ansicht des UBA für die Träger der Landes-, Regional- und kommunalen Bodennutzungsplanung möglich, im Rahmen eines langfristig angelegten Rückzugkonzepts präventiv steuernd einzugreifen. Damit könnten im Wege planerischer Festlegungen zur Gebietsstruktur und Freiraumnutzung auch nicht hinreichend robuste Siedlungen und Verkehrsflächen in besonders gefährdeten Bereichen verhindert werden. Nur in Einzelfällen könne aber ordnungsrechtlich in den Gebäudeund Infrastrukturbestand selbst eingegriffen werden, so das UBA.

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Mikroroboter zum Bleiabbau

Eine Reduzierung der Bleikonzentration in Industrieabwässern von 1000 Teile pro Milliarde auf unter 50 Teile in nur einer Stunde, dies versprechen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für intelligente Systeme in Stuttgart sowie aus Barcelona und Singapur. Sie setzen dabei auf Graphenoxid-Motoren im Mikromaßstab. Die aus dem Graphen bestehende Außenhülle der Mikroroboter fängt dabei das Blei ein, die innere Platinschicht funktioniert hingegen als Antrieb, zerfallendes Wasserstoffperoxid als Treibstoff. Zwischen dem Graphenoxid und den Platinschichten befindet sich eine Nickel- Schicht, welche es den Forschern ermöglicht, die Bewegung und Richtung des Mikroroboters magnetisch von außen zu steuern. Die neuen Mikroroboter sind dabei kleiner als ein menschliches Haar. Die Wissenschaftler planen nun eine Weiterentwicklung der Mikroroboter, um auch andere Schadstoffe im Abwasser sammeln zu können. Auch soll an einer Senkung der Kosten gearbeitet werden.

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Gute Noten für Wasserschloss Schweiz

Die Qualität des Bade- und Trinkwassers in der Schweiz ist gut und Wasserressourcen sind ausreichend vorhanden. Zu diesem Schluss kommt der Bericht des Bundes zur Umsetzung des Protokolls Wasser und Gesundheit der WHO. Das Protokoll verpflichtet die Schweiz, die Öffentlichkeit alle drei Jahre über die Projekte im Wasser- und Abwassersektor zu informieren. Die Wasserqualität in Bezug auf Trink- und Badewasser in der Schweiz wird in mikrobiologischer und chemischer Hinsicht als gut bezeichnet. Wichtige Messindikatoren sind mikrobiologische Parameter (Verunreinigungen durch Keime) und die chemische Qualität (Konzentrationen von Nitrat, Blei, Arsen, Eisen etc.). Weiter stellt der Bericht fest, dass wasserbedingte Infektionskrankheiten in der Schweiz selten auftreten. Gleichzeitig hat die gesamte Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Als Nachteil nennt der Bericht die aktuelle Datenlage. In der Schweiz gibt es derzeit noch keine zentrale Übersicht über die Qualität des Trinkwassers. Die vorliegenden Aussagen basieren auf den Daten von rund zehn Kantonen und rund 1400 Wasserversorgern. Als künftiges Ziel nennt der Bericht darum den Aufbau und die Durchführung von nationalen Auswertungen auf der Basis eines optimierten Trinkwasserdatenmanagements. Weitere Ziele sind ein Meldesystem für durch Trinkwasser verursachte Krankheiten und Krankheitsausbrüche sowie ein Notfalldispositiv zur Verbesserung der Wasserversorgung in außerordentlichen Situationen. Aufwendige Wasseraufbereitungsverfahren sind in der Schweiz aufgrund der guten Qualität des Rohwassers selten notwendig. Rund 750 Kläranlagen, 3500 Kleinkläranlagen und 90 000 km Kanalisation sorgen für eine nahezu flächendeckende Ableitung und weitgehende Reinigung des Abwassers. Neu werden in der Schweiz bis ins Jahr 2040 ausgewählte Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe versehen, die Mikroverunreinigungen beseitigt. Dieser gezielte Ausbau verbessert den Schutz der Wasserlebewesen und der Trinkwasserressourcen. Mit rund 1500 Seen, unzähligen Bächen und Flüssen sowie Gletschern verfügt die Schweiz über einen überaus wertvollen Vorrat an Süßwasser. Zwei Prozent des jährlichen Niederschlages können den Bedarf an Trink-, Brauch und Löschwasser der ganzen Schweiz komplett abdecken. Dies macht die Schweiz zu einem Wasserschloss Europas mit ausreichendem Wasservorkommen.

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Größtes bayerisches EU-LIFE-Projekt „Flusserlebnis Isar“ beginnt

Die untere Isar soll wieder naturnäher werden – mit Kiesufern, Inseln, Nebenarmen und Auengewässern. Ermöglicht wird das durch „Flusserlebnis Isar“, Bayerns bislang größtes EU-LIFE-Projekt mit Schwerpunkt Natur. Hauptziel des Projekts ist es, Teilabschnitte der unteren Isar durch umfangreiche Verbesserungen der Gewässerstruktur aufzuwerten. Dazu sollen vor allem Uferflächen renaturiert und die Lebensbedingungen für heimische Fischarten wie beispielsweise Huchen, Barbe und Nase deutlich verbessert werden. Auch entlang der Isar liegende Auwälder und Auwiesen werden von Maßnahmen profitieren. Insgesamt umfasst das Vorhaben sieben Umsetzungsschwerpunkte im unteren Isartal zwischen Loiching und Ettling im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Gesamtfläche des Projektgebiets beträgt 604 Hektar. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Euro.

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EU-Kommission: Deutschland wegen Wasserverschmutzung durch Nitrat vor Gericht

Die Europäische Kommission verklagt Deutschland vor dem Gerichtshof der EU, weil es versäumt hat, strengere Maßnahmen gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat zu ergreifen. Der Beschluss der Kommission vom 28. April 2016 folgt auf eine mit Gründen versehene Stellungnahme, die den deutschen Behörden im Juli 2014 übermittelt wurde. Die von Deutschland zuletzt im Jahr 2012 übermittelten Zahlen sowie mehrere Berichte deutscher Behörden aus jüngster Zeit zeigen eine wachsende Nitratverunreinigung des Grundwassers und der Oberflächengewässer, einschließlich der Ostsee. Trotz dieser Entwicklungen hat Deutschland nach Auffassung der Kommission keine hinreichenden Zusatzmaßnahmen getroffen, um die Nitratverunreinigung wirksam zu bekämpfen und seine einschlägigen Rechtsvorschriften entsprechend den für Nitrat geltenden EU-Vorschriften zu überarbeiten. Da die Kommission der Auffassung ist, dass die Verunreinigung der Gewässer durch Nitrat auch im Rahmen der laufenden Überarbeitung des nationalen Aktionsprogramms nicht ausreichend angegangen wird, hat sie beschlossen, Deutschland vor dem Gerichtshof der EU zu verklagen.

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DVGW und Messe München vereinbaren Kooperation zur strategischen Zusammenarbeit bei der IFAT

Der DVGW ist neuer Partner der IFAT. Diese Partnerschaft soll bis zur IFAT 2018 in eine ideelle Trägerschaft des DVGW münden. Das gaben die Messe München und der DVGW am 18. Mai 2016 bekannt. Die Messe München freut sich, dass sie einen neuen starken Partner speziell für den Trinkwasserbereich gewinnen konnte. Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, meint: „Ich bin sicher, dass wir die IFAT damit auch in diesem Bereich konzeptionell weiterentwickeln werden.“

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Bodensee „Lebendiger See des Jahres“

Die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) und das Netzwerk Lebendige Seen Deutschland haben den Bodensee zum „Lebendigen See des Jahres 2016“ ernannt. Mit der Wahl des Bodensees zum Lebendigen See des Jahres betonen die Netzwerkpartner die ökologische Bedeutung des Sees und die für seinen Schutz geleistete erfolgreiche internationale Zusammenarbeit von Regierungen, Verwaltungen und Zivilgesellschaft. Bis in die 80er Jahre sei der See noch durch die dauerhafte Nährstoffanreicherung als „stark verschmutztes“ Gewässer klassifiziert worden, mit stinkenden Algenrasen im Sommer. Mehr als 3,5 Milliarden Euro seien seitdem in den Bau von Kläranlagen investiert und eine konsequente und erfolgreiche internationale Politik zur Verbesserung der Wasserqualität umgesetzt worden, betonen GNF und das Netzwerk Lebendige Seen in ihrer Mitteilung. Der Bodensee löst den Schweriner See in Mecklenburg-Vorpommern als Lebendiger See des Jahres ab. Vergeben wird die Auszeichnung seit 2011, weitere Preisträger sind der Plauer See in der Mecklenburgischen Seenplatte (2011), der Stechlinsee in Brandenburg (2012), der Mindelsee auf dem Bodanrück (2013) und der Chiemsee (2014).

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Berliner Wasserbetriebe investieren 2,1 Milliarden Euro

Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) wollen in den kommenden Jahren deutlich mehr als bisher investieren, allein bis 2021 sind 2,1 Milliarden Euro geplant. Diese Zahl nannte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, in der Jahrespressekonferenz der BWB am 20. April 2016. Das seien rund 500 Millionen Euro mehr als in den vergangenen sechs Jahren. So verdoppeln sich insbesondere durch den Ausbau der Klärwerke um eine zusätzliche, vierte Reinigungsstufe die Ausgaben in diesem Bereich gegenüber dem Niveau dieses Jahres von ca. 80 Millionen Euro schrittweise.

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Bei Arzneimitteln ganzheitlicher Ansatz notwendig

Die Reduzierung der Arzneimittelkonzentrationen in Gewässern kann nur über einen ganzheitlichen Ansatz erfolgen. Alle am pharmazeutischen Lebenszyklus beteiligten Akteure – Pharmazieunternehmen, Apotheken, Krankenhäuser, Arztpraxen, Patienten, Abwasserbehandlung müssten hier eng zusammenarbeiten, fordert das Stockholm International Water Institute (SIWI). Das Institut bezieht sich bei den Ausführungen auf das aktuelle Arbeitspapier „Water and pharmaceuticals – a shared responsibility“ der „Cluster Group for Water and Pharmaceuticals“. Notwendig sind für das SIWI dabei sowohl gesetzlich verbindliche als auch freiwillige Maßnahmen. Beispielsweise schwebt dem SIWI ein Markt für Medikamente mit geringen Umweltauswirkungen vor. Bezüglich der Abwasserbehandlung weist das SIWI darauf hin, dass grundsätzlich abzuwägen sei, ob zusätzliche energieintensive Maßnahmen zur Eliminierung von Arzneimittelrückständen im Einklang mit anderen Umweltzielen – wie etwa Klimaschutz und Energieeffizienz – stehen.

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EU-Kommission lehnt erneute Zulassung von Antifouling-Wirkstoff ab

Cybutryn, besser bekannt unter dem Handelsnamen Irgarol®, das als Ersatzstoff für Tributylzinn-Verbindungen eingeführt wurde, ist ab dem 27. Januar 2017 nicht mehr als Wirkstoff in Antifouling- Produkten zulässig. Dies hat die EUKommission bereits am 27. Januar 2016 beschlossen. Antifouling-Wirkstoffe sollen Aufwuchs (Fouling) durch Einzeller, Algen und kleine Tiere – wie Seepocken oder Muscheln – auf Schiffsrümpfen verhindern, indem sich die Wirkstoffe langsam aus der Farbe lösen und ins umliegende Wasser gelangen. Dort schaden sie auch den lokalen Ökosystemen, zu denen Wasserpflanzen, Ruderfußkrebse und Algen gehören. Wenn im Frühjahr frisch gestrichene Bootskörper zu Wasser gelassen werden, gelangen auf diesem Weg besonders viele Biozide in die Gewässer. Mit Cybutryn wird zum ersten Mal ein Wirkstoff der Produktart Antifouling aufgrund von unannehmbaren Umweltrisiken nicht genehmigt, wie das Umweltbundesamt kommentierte.

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Forschungsgruppe Wasser in der Stadt

Wie kann eine nachhaltige Transformation der städtischen Siedlungswasserwirtschaft gelingen? Dieser Frage widmen sich in den kommenden drei Jahren die drei Mitgliedsinstitute der Johannes- Rau-Forschungsgemeinschaft; das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) an der RWTH Aachen und das IWW – Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung (IWW). Die von der Stiftung Zukunft NRW geförderte Junior- Forschungsgruppe „Wasser in der Stadt der Zukunft“ vereint Fachkompetenzen aus der Stadt- und Raumforschung, der siedlungswasserwirtschaftlichen Ingenieurstechnik sowie des betriebswirtschaftlichen Controllings. Thematisch widmet sich das Projekt der Anpassung der städtischen Wasserver- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur an aktuelle und bevorstehende Herausforderungen, berücksichtigt dabei aber auch die Trends der Siedlungsentwicklung und die Auswirkungen auf den Erschließungsaufwand. Die fachlichen Schwerpunkte und Forschungsergebnisse der drei Nachwuchswissenschaftler/- innen, die als Junior- Forschungsgruppe nicht nur an den jeweiligen Instituten arbeiten, sondern institutsübergreifend einen engen Austausch und ständigen Dialog pflegen werden, sollen in ein integriertes Monitoring- und Steuerungssystem für die städtische Wasserwirtschaft münden. Für die Forschung, die die Arbeit der Doktorand/-innen sowie Reise- und Sachmittel umfasst, stehen in den kommenden drei Jahren rund 300 000 Euro zur Verfügung.

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Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen in Baden- Württemberg – Austausch auf höchstem Niveau

Der jährliche Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen ist ein wesentlicher Baustein zur Optimierung des Betriebs der Kläranlagen und zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch des Betriebspersonals im Land. Daher traf sich im Rahmen des 42. Leistungsvergleiches in Baden- Württemberg im Januar und Februar 2016 das Personal der Kläranlagen-Nachbarschaften. Moderiert werden die Sitzungen durch engagierte ehrenamtliche Lehrer, um die vorher erhobenen Betriebsdaten der Anlagen zu besprechen und verifizieren. Für alle Kläranlagen stellt die Teilnahme am Leistungsvergleich sowie der Austausch mit den Kollegen vom Fach einen großen betrieblichen Mehrwert dar. Grundlage hierfür ist die Analyse und grafische Auswertung der eingegebenen Daten durch die Nachbarschaftslehrer. Die Auswertungen werden von den Leh- rern über das Nachbarschaftsprogramm des Landesverbands automatisch erstellt und während der Veranstaltung präsentiert. Die hierdurch angeregten Diskussionen über Entwicklung und Bedeutung der Kennwerte ermöglichen es den Teilnehmern, Abweichungen zu identifizieren und Potenziale für eine betriebliche Optimierung ihrer Anlagen im fachlichen Austausch mit den Kollegen aus der Nachbarschaft zu erkennen und zu bewerten. Das Treffen der Klärwerksleiter der Nachbarschaft 40 – OG 2 am 3. Februar 2016 in Schwanau am Rhein unter Leitung von Jürgen Weber, Geschäftsführer des AZV Heidelberg, steht stellvertretend für die anderen 59 Nachbarschaftstage. Im Anschluss an den Leistungsvergleich besichtigten die Fachleute der Nachbarschaften die Produktionsanlagen der Herrenknecht Vortriebs GmbH, bekannt für den Bau des Gotthard-Tunnels. Im Werk machten sie sich ein Bild über die Produktion der Gerätschaften, die zum Teil auch im Kanalbau Anwendung finden. Der DWA-Landesverband Baden- Württemberg bedankt sich herzlich bei den ehrenamtlichen Lehrerinnen und Lehrern und Obleuten der Nachbarschaften für ihr Engagement. Ein besonderer Dank gilt den gastgebenden Kläranlagen für die sehr gute Organisation und Durchführung der Nachbarschaftstage sowie allen Teilnehmern für den intensiven fachlichen Austausch.

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Experten befürworten Düngerechtsnovelle

Die von der Bundesregierung angestrebte Änderung des Düngerechts stößt unter Experten auf Zustimmung. Das wurde am 14. März 2016 bei einer öffentlichen Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages deutlich. Begrüßt wurde von den Experten, dass die Novellierung zu einem effizienteren Umgang mit den durch die Landwirtschaft in die Umwelt eingebrachten Nährstoffen beitragen könne. Ausschussvorsitzender Alois Gerig (CDU) führte da zu aus, dass Handlungsbedarf bestehe, weil seit dem Jahr 2013 ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung der EG-Nitratrichtlinie 91/676/ EWG laufe. Die Anhörung erfolgte auf Grundlage der Anträge der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Wasserqualität für die Zukunft sichern – Düngerecht novellieren“ sowie der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen mit dem Titel „Den Umgang mit Nährstoffen an die Umwelt anpassen“. Die Linksfraktion will mit einer Änderung der Düngeverordnung erreichen, dass der Nährstoffeintrag in Grund- und Oberflächengewässer verringert wird. Die Grünen fordern, dass die Düngung landwirtschaftlicher Flächen am Bedarf von Pflanzen und Böden ausgerichtet wird. Karsten Specht vom Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverband schätzt das Vollzugsdefizit der Behörden größer ein als das Fehlen von Vorgaben. „Viele Regelungen werden von Landwirten nicht ernst genug genommen“, meinte er. Der Grundgedanke einer pflanzenbedarfsgerechten Düngung findet nach seiner Einschätzung in der Praxis nicht ausreichend Anwendung. Eher finde eine Entsorgung von Nährstoffen, weniger eine Düngung auf den Feldern statt. Es müsse die Erkenntnis unter den Landwirten Raum greifen, dass das Düngegesetz dem Wasserschutz dient.

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Nordrhein-Westfalen fördert kreative Ideen rund um das Thema Wasser

Kreative Ideen rund um das Thema Wasser stehen im Mittelpunkt eines neuen Förderprojektes des Umweltministeriums von Nordrhein-Westfalen und der Emschergenossenschaft. Hintergrund ist die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“. Bereits im Mai 2014 hatten die Emscherkommunen, die Emschergenossenschaft und das Umweltministerium NRW eine gemeinsame Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet. Ziel: Alle Themen rund um den Wasserkreislauf im Sinne einer nachhaltigen Wasserwirtschaft zusammenzuführen. Mit dem aktuellen Projektaufruf werden die Partnerkommunen jetzt gebeten, entsprechende Ideen einzureichen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Zukunftsinitiative finanziell. Die besten Ideen können sich bis zu 80 Prozent Landesförderung sichern. Projektanträge können im Rahmen eines jährlichen Projektaufrufs mit zwei Einreichungsfristen, jeweils im Frühjahr und im Herbst, von den Kommunen gestellt werden. Ziele sind die Verbesserung der Gewässer, des Grundwassers bzw. die Erreichung der Bewirtschaftungsziele der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Anpassung an den Klimawandel.

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Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw ausgeschrieben

Die Sparkasse Pforzheim Calw hat für das Jahr 2017 wieder ihren Umweltpreis ausgeschrieben. Der Hauptpreis beträgt 10 000 Euro. Der Preis wird verliehen für herausragende Leistungen in Forschung, Entwicklung, Innovation oder für die engagierte und erfolgreiche Vermittlung von Wissen. Bewerbungen sind möglich bis zum 15. August 2016.

www.sparkasse-pforzheim-calw.de/stiftungen

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Neue Oberflächengewässerverordnung im Bundesrat angenommen

Der Bundesrat hat am 18. März 2016 der neuen Oberflächengewässerverordnung (OGewV) zugestimmt, aber um eine Reihe von Änderungen gebeten. Unter anderem soll klargestellt werden, dass die neuen Stoffe und Umweltqualitätsnormen (UQN) (Nummer 34 bis 45 der Anlage 8) erst ab 2018 bei der Ermittlung des guten chemischen Zustands berücksichtigt werden. Es soll eine Neuformulierung in Bezug auf die Überwachungsintervalle und die Informationen in den Bewirtschaftungsplänen vorgenommen werden, damit nicht zusätzlicher Aufwand erzeugt werde. In Bezug auf Arsen als flussgebietsspezifischer Schadstoff nach Anlage 6 bleibt es bei der bislang festgesetzten UQN, da die Ableitung als Grundlage für neue Werte noch nicht ausreichend fundiert sei. In einer entsprechenden Entschließung fordert der Bundesrat die Bunderegierung auf, die fachlichen Grundlagen hier zu vervollständigen und abzustimmen. Zudem stellt der Bundesrat fest, dass noch zu wenig Erkenntnisse über die Wirkung und Relevanz von Mikroplastik vorliegen, um Regelungen in die OGewV aufzunehmen, fordert die Bundesregierung aber auf, die Forschung hier voranzutreiben, damit in Zukunft Vorgaben für den Gewässerschutz abgeleitet werden können. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung des Weiteren auf, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass „sämtliche“ Informationen über Arzneimittel von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden sollten (S. 17). Es solle auch einen Bericht über Arzneimittelrückstände erstellt werden und auf entsprechenden Verpackungen auf Entsorgungsmöglichkeiten hingewiesen werden. Arzneimittelhersteller sollten in die finanzielle Verantwortung zur Entfernung der Stoffe einbezogen werden. Auch bei Pflanzenschutzmitteln wünscht sich der Bundesrat eine Fortschreibung der Stoffliste.

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Neue EU-Verordnung zur Förderung der Verwendung von organischen und abfallbasierten Düngemitteln

Die EU-Kommission hat einen ersten Rechtsakt im Rahmen des Pakets zur Kreislaufwirtschaft mit neuen Vorschriften für organische und abfallbasierte Düngemittel vorgelegt. Damit werden diese Düngemittel den traditionellen, nichtorganischen Düngemitteln wettbewerbsrechtlich gleichstellt. Die Verordnung enthält gemeinsame Regeln für die Umwandlung von Bioabfällen in Rohstoffe, die für die Herstellung von Düngeprodukten verwendet werden können. Sie legt Anforderungen fest, die alle Düngeprodukte erfüllen müssen, um in der gesamten EU frei gehandelt werden zu können. Die Hersteller müssen künftig nachweisen, dass ihre Produkte diese Anforderungen und die Grenzwerte für organische und mikrobielle sowie stoffliche Verunreinigungen einhalten, bevor sie die CE-Kennzeichnung anbringen. Die neuen Regeln gelten für alle Arten von Düngemitteln zur Sicherstellung eines höchstmöglichen Niveaus an Bodenschutz. Mit der Verordnung werden die Grenzwerte für Cadmium in Phosphatdüngern gesenkt: von 60 mg/ kg auf 40 mg/kg (nach drei Jahren) und später auf 20 mg/kg (nach zwölf Jahren). Derzeit importiert die EU jährlich etwa sechs Millionen Tonnen Phosphate, könnte jedoch bis zu 30 % dieser Menge durch Extraktion aus Klärschlamm, biologisch abbaubaren Abfällen, Fleisch- und Knochenmehl oder Gülle ersetzen, so die EU. Der Verordnungsentwurf wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Annahme übermittelt. Nach der Annahme wird sie nach einem Übergangszeitraum, der es Unternehmen und Behörden ermöglicht, sich auf die neuen Vorschriften vorzubereiten, unmittelbar anwendbar, ohne dass eine Umsetzung in nationales Recht erforderlich ist.

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Mobilfunknetz ermöglicht Regenmessung

Strahlungsschwankungen zwischen Sendemasten von Mobilfunkbetreibern nutzen Meteorologen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) um abzuleiten, wann es wo wieviel regnet. Die Technik ergänzt die üblichen Messmethoden und bietet Potenzial für das Wassermanagement in Ländern, in denen es nur sehr wenige Wetterstationen gibt. Ein Vorteil der neuen Methode liegt darin, dass sie mit nur minimaler Zeitverzögerung über lokale Regenfälle informiert. Zum anderen ermöglicht das eng geknüpfte Netz der Mobilfunkmasten eine hohe regionale Abdeckung mit Messungen. „Regentropfen sind etwa so groß wie die Wellenlänge der Mikrowellenstrahlung der mit einer Frequenz von 15 und 40 Gigahertz betriebenen Richtfunkstrecken, deshalb dämpfen sie die Strahlung in diesem Frequenzbereich stark“, erläutert Prof. Harald Kunstmann. Je stärker es regnet, desto stärker ist der Leistungsabfall zwischen zwei Antennen. Handynutzer bemerken von dieser Beeinträchtigung des Funksignals in der Regel wenig. Allenfalls bei extremem Starkregen kann die Strahlung so sehr gedämpft sein, dass die Kommunikation zwischen den Mobilfunkmasten aussetzt und die Telefonverbindung abbricht. Die Empfindlichkeit des Messverfahrens ist genauso hoch wie bei der klassischen Methode mit Niederschlagstöpfen. „Die Nachweisgrenze liegt bei einer Regenrate von einem Millimeter pro Stunde, und die Daten liegen mit einer Zeitverzögerung von nur einer Minute vor“, sagt Dr. Christian Chwala, Mitarbeiter in Kunstmanns Forschungsgruppe. Für Schnee funktioniert die Methode wegen der besonderen Struktur dieser Niederschlagsart allerdings nicht. Getestet wurde die neue Technik anhand der Dämpfungsraten von 450 Richtfunkstrecken im südlichen Bayern. In einem weiteren Schritt soll das Verfahren auch für Hochwasser- Vorhersagezwecke nutzbar gemacht werden.

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Kriterien für Abwasseranlagen als Kritische Infrastrukturen beschlossen

Kanalisationen, an die mehr als 500 000 Einwohner angeschlossen sind, Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von über 500 000 Einwohnerwerten sowie Leitzentralen mit Ausbaugrößen der gesteuerten/ überwachten Anlagen für über 500 000 Einwohnerwerte gelten künftig als kritische Infrastrukturen. Das ist Anhang 2 der der Verordnung des Bundeinnenministeriums zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz (BSI-KritisV) zu entnehmen, der das Bundeskabinett am 13. April 2016 zugestimmt hat. Durch die Verordnung werden die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen in die Lage versetzt, anhand messbarer und nachvollziehbarer Kriterien zu prüfen, ob sie unter den Regelungsbereich des IT-Sicherheitsgesetzes fallen. Die von der Verordnung betroffenen Betreiber sind mit Inkrafttreten verpflichtet, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) innerhalb von sechs Monaten eine zentrale Kontaktstelle zu benennen und dem BSI innerhalb von zwei Jahren die Einhaltung eines Mindeststandards an IT-Sicherheit nachzuweisen. Die Verordnung bestimmt zunächst Kritische Infrastrukturen in den Sektoren Energie, Informationstechnik und Telekommunikation sowie Wasser und Ernährung. Erster Ansprechpartner bei der Erarbeitung der Kriterien zur Bestimmung der Betreiber in den jeweiligen Sektoren ist der UP KRITIS, eine öffentlich- private Kooperation zwischen Betreibern Kritischer Infrastrukturen, deren Verbänden und den zuständigen staatlichen Stellen.

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Kein Verbot von Fracking

Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags hat am 13. April 2016 ein Verbot der zur Förderung von Erdgas eingesetzten Fracking- Technologie abgelehnt. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD wurde ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Bundestags- Drucksache 18/7551) zurückgewiesen, mit dem das Verbot des Einsatzes dieser Technik zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen im Bundesrecht verankert werden sollte. Neben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmte auch die Linksfraktion für den Gesetzentwurf. Ziel des Gesetzes sei der Schutz von Umwelt und Menschen vor den durch Fracking verursachten Gefährdungen sowie die Umstellung auf eine das Klima und die Umwelt schonende Energieversorgung, hatten die Abgeordneten ihren Gesetzentwurf begründet. Kritisiert wurden Bundesregierung und Koalition, denen es bisher nicht gelungen sei, eine Einigung über ihren am 23. April 2015 eingebrachten Gesetzentwurf zur Regelung der Fracking-Technik herzustellen. Weder hätten Ausschüsse über Erkenntnisse aus den Expertenanhörungen abschließend beraten noch sei eine Entscheidung des Bundestages erfolgt. Ab gelehnt wurde von der Koalitionsmehrheit auch ein Antrag der Fraktion Die Linke (Bundestags-Drucksache 18/4810) für ein Verbot von Fracking in Deutschland. Die beiden Oppositionsfraktionen stimmten für den Antrag.

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IFAT Environmental Technology Forum Africa umbenannt in IFAT Africa

Im September 2015 feierte das IFAT Environmental Technology Forum Africa in Johannesburg eine erfolgreiche Premiere. Nun wird das Portfolio der Veranstaltung erweitert und umfasst zukünftig alle Segmente, die auch die Muttermesse IFAT in München anbietet: Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Recycling. In diesem Zuge bekommt die Veranstaltung einen neuen Namen: Das IFAT Environmental Technology Forum Africa heißt zukünftig IFAT Africa. Die nächste Ausgabe findet im Herbst 2017 im Johannesburg Expo Centre (JEC) statt. Bei der Erstveranstaltung präsentierten insgesamt 116 Aussteller aus 13 Ländern auf einer Gesamtausstellungsfläche von 4500 Quadratmetern ihre Produkte und Neuheiten. Zudem nahmen mehr als 2000 Besucher aus 42 Ländern an der Veranstaltung und dem hochkarätigen Rahmenprogramm teil. Das Forum wird daher auch bei der IFAT Africa 2017 ein zentraler Bestandteil sein.

www.ifat-africa.com

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Grüne: Medikamente nicht in die Toilette

Verbraucher sollen nach dem Willen der Grünen künftig stärker dazu angehalten werden, Medikamente nicht mehr in der Toilette oder in der Spüle zu entsorgen. Damit soll die Belastung von Oberflächengewässern durch Arzneimittel und deren Rückstände verringert werden. Dies sieht ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Bundestags-Drucksache 18/8082) vor, der im Umweltausschuss des Bundestags beraten wird. Die Grünen fordern unter anderem „deutlich lesbare“ Hinweise auf MedikamentenverpackungenMedikamentenverpackungen. Sie sollen darauf hinweisen, dass Medikamente entweder bei speziellen Entsorgungseinrichtungen abgegeben oder über den Hausmüll entsorgt werden können. Darüber herrsche Unkenntnis bei den Deutschen, argumentieren die Grünen mit Verweis auf eine Erhebung des Instituts für sozialökologische Forschung. Demnach spülten 47 Prozent der Deutschen ihre Medikamente in der Spüle oder Toilette runter. Auch Ärzte und Apotheker sollen stärker in die Aufklärung über eine gewässerschonende Entsorgung eingebunden werden. Zudem soll sich nach Willen der Fraktion die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass Arzneimittelhersteller wasserrelevante Informationen über ihre Produkte und ihre Entfernung aus dem Wasser zur Verfügung stellen. Auch ein bundesweiter Bedarfsatlas soll erstellt werden, der regionalspezifisch die Verunreinigung der Oberflächengewässer durch Medikamente darstellen soll.

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Gewässer mit Quecksilber belastet

Der chemische Zustand der deutschen Oberflächengewässer wird in den zweiten Bewirtschaftungsplänen im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie als „nicht gut“ eingestuft. Ein Grund dafür ist die hohe Quecksilberbelastung. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/7940) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu Akkumulation und Wirkung von toxischen Quecksilberverbindungen in der Umwelt hervor. Die Bundesregierung beruft sich dabei unter anderem auf Angaben der zuständigen Bundesländer. Demnach wird die Umweltqualitätsnorm für Quecksilber von 20 Mikrogramm je Kilogramm Feuchtgewicht in Fisch weitläufig überschritten. Dies sei auch in den großen Flussgebieten Rhein, Elbe und Donau „dauerhaft und flächendeckend“ der Fall. Zu den Gewässermessstellen mit der höchsten Belastung zählten im Jahr 2013 laut Antwort Zehren und Cumlosen (Elbe) sowie Jochenstein (Donau). In Hinblick auf Quecksilberemissionen in deutschen Kohle- und Braunkohlekraftwerken sei der Bundesregierung keine Grenzwertüberschreitung bekannt, heißt es in der Antwort. Die Überwachung der festgelegten Emissionsbegrenzungen sei allerdings eine Angelegenheit der Länder. Ergebnisse der Überwachung einzelner Anlagen lägen der Bundesregierung daher regelmäßig nicht vor. Sie gehe aber davon aus, „dass alle deutschen Kohlekraftwerke aktuell dem Stand der Technik zur Quecksilberemissionsminderung genügen“.

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Fracking-Gesetz weiter in der Diskussion

Das Fracking-Gesetz der Bundesregierung wird weiterhin zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD diskutiert. Es fänden „sehr konstruktive Gespräche“ statt, sagte ein Vertreter der SPD-Fraktion während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am 16. März 2016. Gegenstand der Debatte waren unter anderem ein Antrag der Fraktion Die Linke und ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die beide das Ziel haben, die umstrittene Fracking- Technologie zu verbieten. Beide Vorhaben wurden im Ausschuss mit Koalitionsmehrheit bei Zustimmung der Opposition abgelehnt. Ein Vertreter der SPD-Fraktion betonte, dass Fracking durchaus einen wirtschaftlichen Nutzen haben könne. Allerdings stehe der Schutz von Menschen und Umwelt im Zentrum der Überlegungen seiner Fraktion. Im Zweifel müsse Fracking eingeschränkt oder gar nicht genutzt werden. Das Gesetz solle daher vor allem einen „Forschungscharakter“ haben, sagte der SPD-Vertreter. Ein Vertreter der CDU/CSU-Fraktion sagte, dass es zwar Probleme mit der Technologie gebe. Diese seien aber nicht so groß wie von der Opposition behauptet. Ziel des von der Koalition diskutierten Entwurfes sei es, diese Gefahren zu minimieren und auszuschließen. Die Oppositionsfraktionen sprachen sich für ein ausnahmsloses Verbot aus. Fracking berge „immense Gefahren für Mensch und Natur“, sagte ein Linken- Vertreter. Die Technologie müsste im Bundesbergbaugesetz daher ausgeschlossen werden. Ein Vertreter Grünen-Fraktion sah ein Fracking-Verbot auch in klimapolitischer Hinsicht als Geboten an. Im Sinne der Dekarbonisierung müssten fossile Energieträger unter der Erde bleiben.

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Bundesrat stimmt Vergaberechtsmodernisierungsverordnung zu

Der Bundesrat hat am 18. März 2016 dem Entwurf der Vergaberechtsmodernisierungsverordnung (VergRModVO) zugestimmt. Nachdem bereits das Vergabemodernisierungsgesetz mit den wichtigen Änderungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) am 23. Februar 2016 im Bundesgesetzblatt (Nr. 8, Seite 203) verkündet worden ist, ist mit der Bundesratszustimmung zum Verordnungsteil nun der Abschluss der großen Vergaberechtsnovelle und die Umsetzung der drei europäischen Vergaberichtlinien vor dem Fristablauf im April 2016 gelungen. Der Bundesrat hat – aus Zeitgründen – auf Änderungen verzichtet und ist damit der Empfehlung der Bundesrats-Ausschüsse (Arbeit, Finanzen und Verkehr) nicht gefolgt. Stattdessen fasste er vier Entschließungen. Unter anderem fordert er zukünftig eine weitere Vereinfachung und Vereinheitlichung des Vergaberechts, stellt die Aufrechterhaltung der VOB/A-EU als eigenes Regelwerk kritisch in Frage und fordert von der Bundesregierung, die Erfüllung von arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen als Eignungskriterium und im Rahmen der technischen Leistungsfähigkeit festzuschreiben. Die Vergabe von freiberuflichen Leistungen ist zukünftig im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und in der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung – VgV) abschließend geregelt. Die VOF gibt es dann nicht mehr. Für den 2. Abschnitt der VOL/A gilt entsprechendes. Der erste Abschnitt VOL/A bleibt für den Unterschwellenbereich anwendbar. Die VOB/A bleibt mit Maßgabe der oben genannten Bundesratsentschließung zunächst erhalten. Wesentliche Neuerungen der Vergabenovelle betreffen Anwendungsbereichsausnahmen des Vergaberechts, Umstellungen auf das elektronische Vergabeverfahren (eVergabe), Verfahrensarten und Verfahrensfragen, Eignungskriterien und die Eignungsprüfung, Zuschlagskriterien und den Rechtsschutz.

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UN-Weltwasserbericht: Wasser ist Schlüssel für Arbeitsplätze und Wachstum

78 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit hängen laut UNO von der Ressource Wasser ab. Zunehmender Wassermangel oder fehlender Zugang zu Wasser können in den nächsten Jahrzehnten zu weniger Wachstum und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen. Das geht aus dem Weltwasserbericht 2016 „Wasser und Arbeitsplätze“ hervor, den die UNESCO anlässlich des Weltwassertags am 22. März 2016 in Genf vorstellt. Die Autoren des Berichts weisen zugleich darauf hin, dass Wasser im Zentrum einer künftigen „grünen Wirtschaft“ steht. Wasser ist wesentlich für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Die Landwirtschaft, die Fischerei, die Energiewirtschaft und die Industrie sind auf die Verfügbarkeit von Wasser angewiesen. Etwa drei Viertel aller Arbeitsplätze weltweit sind somit abhängig von Wasser. Der Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen ist zugleich eine der wichtigsten Voraussetzungen von Arbeit, weil gesunde und damit produktive Arbeitskräfte die Grundlage jeder Wirtschaft sind. Investitionen in die Infrastruktur der Wasserversorgung führen zu mehr Beschäftigung. Dies zeigen Studien aus den USA: Pro Milliarde US-Dollar Investition entstehen dort zwischen 10 000 und 20 000 neue Arbeitsplätze im Wasserund Abwassersektor und weitere tausende Arbeitsplätze als indirekte Folge. Ähnliche Studien zu Lateinamerika zeigen gar, dass dort pro investierte Milliarde US-Dollar 100 000 neue Arbeitsplätze entstehen können. Analysen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge sind fast ein Prozent der Arbeitnehmer weltweit direkt im Wassersektor angestellt. Dazu zählen das Wassermanagement, das einschlägige Bauwesen, der Erhalt der Infrastruktur sowie die Wasser- und Sanitärversorgung. Doch die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor sinkt seit Jahrzehnten kontinuierlich. Hauptgrund dafür sind zu geringe Mittel, um gut ausgebildete Fachkräfte anwerben und halten zu können. Die Folge ist eine alternde Arbeitnehmerschaft. Trotz dieser Herausforderungen soll der Arbeitsmarkt in der Wasserversorgung und dem Sanitärbereich laut Weltwasserbericht weltweit gesehen künftig stark wachsen. Allein in Bangladesch, Benin und Kambodscha werden bis 2025 fast 20 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten Zugang zu fließendem Wasser erhalten. Aber auch die Erneuerung von alternder und ineffizienter Wasserinfrastruktur in Industrie- und Schwellenländern wird den Arbeitsmarkt in dem Sektor künftig stützen. Etwa 30 Prozent des weltweit dem Wasserkreislauf entnommenen Wassers gehen durch Lecks verloren. Das Phänomen tritt auch in Industriestaaten auf. In London liegt der Verlust beispielsweise bei 25 Prozent, in Norwegen bei 32 Prozent. Der Weltwasserbericht wird unter Federführung der UNESCO vom globalen World Water Assessment Programme (WWAP) erstellt. Das Programm WWAP führt Daten zur Bewertung der Wasserressourcen weltweit zusammen. Dazu arbeiten 31 UN-Organisationen mit der UNESCO zusammen. Von 2003 bis 2012 erschien der Bericht alle drei Jahre. Seit 2014 wird er jährlich mit einem Themenschwerpunkt herausgegeben.

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Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern

Mit der „Identifikation von Mikroschadstoffen in Fließgewässern“ befasst sich ein Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Land Hessen fördert das Vorhaben mit 35 000 Euro. Projektleiter ist Dr. Steffen Heusch, Professor für Wasserwirtschaft und Hydrologie am Gießener Fachbereich Bauwesen. Im Projekt geht es um Vorarbeiten für die Entwicklung dezentraler Behandlungsanlagen. Heusch will zunächst Indikatorstoffe identifizieren, deren Vorkommen auf bestimmte Schadstoffgruppen im Gewässer hinweist. Außerdem will er ein computerbasiertes Analysewerkzeug entwickeln, mit dem sich potenziell gefährdete Gewässerabschnitte bestimmen lassen. Die nötigen Rohdaten für diesen Arbeitsschritt liegen bereits vor. Und schließlich müssen Messverfahren gefunden werden, mit denen die Belastung von Gewässern bei vertretbarem personellem und technischem Aufwand nachweisbar ist. Dabei kommen Passivsammler des Kooperationspartners Gaiasafe GmbH aus Marburg zum Einsatz. Diese Hilfsmittel – Gitterboxen, die ein beschichtetes Papier enthalten, bleiben zwei bis vier Wochen im zu untersuchenden Gewässer. Die zu ermittelnden Schadstoffe lagern sich an und werden anschließend im Labor untersucht. Das Forschungsvorhaben am Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik hat eine Laufzeit von einem Jahr.

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Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) bietet unter dem Namen „integral“ ein in Deutschland nach eigenen Angaben einzigartiges Programm zur Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure und Ingenieurinnen an. Ziel ist es, Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Pilotphase startet am 1. April 2016. Die geflüchteten Ingenieure und Ingenieurinnen werden fachlich und fachsprachlich in den Themengebieten Umwelt, Energie und Wasser weitergebildet. Ein enger Arbeitgeberkontakt durch Messen und Exkursionen ist ein fester Bestandteil der Weiterbildung. Angestrebt ist, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon während des Programms eine Arbeitsstelle finden. Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Teilnahmebedingung ist ein abgeschlossenes Ingenieurstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis. Gesucht sind noch Firmen, die Interesse am Programm haben und im Rahmen dessen Praktika oder Projekte durchführen möchten. Integral wird von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gefördert.

Weitere Informationen www.tuhh.de/iue
E-Mail: sebastian.timmerberg@tuhh.de  

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Umweltausschuss sieht Arzneimittelhersteller bei Spurenstoffreduzierung in der Pflicht

Der Umweltausschuss des Bundesrates sieht die Hersteller von Arzneimitteln in der unmittelbaren Pflicht, zur Reduzierung von Spurenstoffen in den Gewässern aktiv beizutragen. Dies bezieht sich sowohl auf Informationspflichten als auch auf eine direkte finanzielle Beteiligung am Spurenstoffabbau. In seinem Beschlussvorschlag an den Bundesrat für die Sitzung am 18. März (Bundesrats- Drucksache 627/1/15 vom 7. März 2016) verweist der Umweltausschuss auf den Erwägungsgrund 38 der EU-Wasserrahmenrichtlinie und fordert, dass die Hersteller und Inverkehrbringer von Arzneimitteln bzw. Arzneimittelwirkstoffen in die finanzielle Verantwortung zur Entfernung problematischer Stoffe aus der aquatischen Umwelt einbezogen werden. Der Umweltausschuss fordert die Bundesregierung konkret auf, eine mögliche Regelungsperspektive vorzuschlagen. Des Weiteren fordert der Umweltausschuss von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass Hersteller und Inverkehrbringer von Arzneimitteln bzw. Arzneimittelwirkstoffen mit möglicher Umweltrelevanz verpflichtet werden, sämtliche Informationen bezüglich der absoluten Einsatzmenge, des Umweltverhaltens, der Toxizität sowie zur Entfernbarkeit in der Abwasserreinigung und zur Wasseraufbereitung den Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen.

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Förderung von FuE-Vorhaben zur „Nutzung unterirdischer Geosysteme“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ruft im Rahmen des Fachprogramms Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N) zur Antragstellung zum Themenschwerpunkt „Nutzung unterirdischer Geosysteme“ auf. Um die komplexen Zusammenhänge in einer anthropogen beeinflussten Umwelt quantitativ zu verstehen und validierfähige Prognosen zu ermöglichen, seien gezielte wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um unsere unterirdischen Georessourcen verantwortlich und nachhaltig nutzen zu können. An Beeinflussungen der Lebensgrundlagen nennt das BMBF unter anderem Grundwasserverunreinigungen, Bodenkontaminationen, Gewinnung von Energie und Energieträgern unter Einsatz neuer Technologien sowie die sichere Verwahrung von Abfällen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 15. April 2016 Projektskizzen vorzulegen.

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Exportweltmeister im Umweltschutz

Deutschland bleibt Exportweltmeister im Umweltschutz, ein verschärfter internationaler Wettbewerb erfordert aber eine innovationsorientierte Umweltpolitik. Dies betonte das Umweltbundesamt Mitte Februar bei der Vorstellung des aktuellen Berichts zur Umweltwirtschaft in Deutschland. Demnach wurden im Jahr 2013 Güter für den Umweltschutz im Wert von fast 82 Milliarden Euro produziert – sechs Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion. Davon wurden Waren im Wert von 50,3 Milliarden Euro exportiert. Der Welthandelsanteil belief sich auf 14,8 Prozent, damit war Deutschland im Jahr 2013 erneut größter Exporteur von Umweltschutzgütern. Besonders wettbewerbsstark ist die deutsche Industrie laut dem Umweltbundesamt traditionell in den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik für den Umweltschutz sowie Abfall- und Abwassertechnologien. Deutlich schwächer ist Deutschland hingegen derzeit im Bereich Solarenergie positioniert. Trotz der Produktionszuwächse bei Windkraft, Abwasserbehandlung und Mess-, Steuerund Regeltechnik ging die Gesamtproduktion von Umweltgütern gegenüber 2011 dadurch von 85 Milliarden Euro auf aktuell 82 Milliarden Euro zurück.

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Düngegesetz soll angepasst werden

In Vorbereitung auf die Novellierung der Düngeverordnung hat die Bundesregierung dem Parlament einen Gesetzentverbänden wurf zur Änderung des Düngegesetzes vorgelegt (Bundestags-Drucksache 18/7557). Aufgabe des Düngegesetzes sei es, den Verkehr und die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Pflanzenhilfsmitteln und Kultursubstraten zu regeln. In der Vorlage heißt es zur Begründung des Entwurfs, dass die Gesetzesreform unter anderem die Grundlage für die Novellierung der Düngeverordnung vorbereitet, um den Vorgaben der EG-Nitratrichtlinie 91/676/EWG gerecht zu werden. Ziel der Richtlinie sei es, dass der Nitratsalzbelastung der Böden und des Grundwassers durch die Landwirtschaft in Folge von Überdüngung vorgebeugt werden soll. Mit der Änderung des Düngegesetzes soll zum Beispiel das Verfahren bei der Erarbeitung von Aktionsprogrammen geregelt werden, zu denen die Mitgliedstaaten im Rahmen der Nitratrichtlinie verpflichtet sind. Des Weiteren wird eine gesetzliche Grundlage für die Datenübermittlung geschaffen, damit die für die Überwachung düngerechtlicher Vorschriften zuständigen Bundesländer auch auf Daten zugreifen können, die für andere Zwecke erhoben wurden. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen, der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen (WBD) haben derweil einen offenen Brief an eine Reihe von Politikern geschickt, in dem sie die vorliegenden Entwürfe der Bundesregierung zwar begrüßen, aber auch noch Anpassungsbedarf formulieren und auf aus ihrer Sicht noch bestehende Mängel hinweisen.

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgeschrieben

Bis zum 22. April 2016 können sich in Deutschland tätige Unternehmen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben. Die Preisverleihung findet am 25. November 2016 in Düsseldorf im Rahmen des 9. Deutschen Nachhaltigkeitstages statt. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen besonders erfolgreich ökologischen und sozialen Herausforderungen begegnen und damit Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Chance nutzen. Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzen Gesetzentverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Auch 2016 wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Unternehmen in drei Größenklassen vergeben; hinzu kommen Sonderpreise für „Ressourceneffizienz” und für „Deutschlands nachhaltigste Marke“. Die DWA ist institutioneller Partner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

www.nachhaltigkeitspreis.de  

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Bundesregierung beschließt zweites Deutsches Ressourceneffizienzprogramm

Das Bundeskabinett hat am 2. März 2016 das zweite Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess II) beschlossen. Es enthält wichtige Maßnahmen, mit denen die Rohstoffgewinnung und der Materialeinsatz effizienter und umweltverträglicher gestaltet werden sollen. Deutschland hatte sich im Februar 2012 mit der Verabschiedung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) als einer der ersten Staaten auf Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen festgelegt. Die Bundesregierung verpflichtete sich darin, alle vier Jahre über die Entwicklung der Ressourceneffizienz in Deutschland zu berichten, die Fortschritte zu bewerten und das Ressourceneffizienzprogramm fortzuentwickeln. Diese Fortschreibung wurde nun vom Bundeskabinett unter dem Titel „Deutsches Ressourceneffizienzprogramm II“ beschlossen. Auch ProgRess II setzt insbesondere auf Marktanreize und die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Eine wesentliche Weiterentwicklung gegenüber ProgRess I ist, dass nun verstärkt Material- und Energieströme gemeinsam betrachtet werden sollen, um Synergieeffekte zu nutzen und Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und zu reduzieren. Beispiele für Maßnahmen sind der Ausbau der Beratung für kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung von Umweltmanagementsystemen, die verstärkte Beschaffung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand, verbesserte Verbraucherinformationen sowie ein stärkerer Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer. Zusätzlich zu einem intensiven Konsultationsprozess mit den Bundesländern, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Akteuren wurde im Rahmen von ProgRess II ein bundesweiter Bürgerdialog durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse dieses Dialogs formulierten Bürgerinnen und Bürger einen Bürgerratschlag zur Ressourcenschonung, der in den Anhang von ProgRess II aufgenommen wurde.

www.gespraechstoff-ressourcen.de
www.umweltinnovationsprogramm.de

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Bundesminister Dobrindt: „einfach ein Kabel durchschießen – fertig“

„Versorgungsnetze für Energie und Abwasser sollen ebenso wie Infrastrukturen von Straßen, Schienen- und Wasserwegen für den Breitbandausbau mitgenutzt werden.“ So steht es auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, nachdem die Bundesregierung am 27. Januar 2016 den von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetz-Gesetz) beschlossen hat. Dobrindt dazu wörtlich auf der Website seines Ministeriums: „Solange geeignete Rohrkapazitäten darunter [unter den Straßen, Red.] liegen, die noch frei sind, können die Telekommunikationsunternehmen einfach ein Kabel durchschießen – fertig.“ Künftig müsse bei jeder Baustelle an Verkehrswegen der weitere Bedarf für den Breitbandausbau durch Mitverlegung von Glasfaserkabeln erfüllt werden. Eine zentrale Informationsstelle und eine nationale Streitbeilegungsstelle bei der Bundesnetzagentur werde die praktische Verwirklichung dieser Maßnahmen begleiten und „zügig in Gang setzen“.

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Bayern: bis 2025 ausreichend Deponiekapazitäten

Bayern verfügt unter Annahme gleichbleibender Entsorgungsmengen in einem Prognosezeitraum bis 2025 über ausreichend Deponiekapazitäten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle, vom Bayerischen Landesamt für Umwelt in Auftrag gegebene Bedarfsprognose für Deponien der Klassen 0, I und II. Aufgrund regional unterschiedlicher Verteilung der vorhandenen Deponiekapazitäten kann im Prognosezeitraum in einzelnen Regierungsbezirken der Rückgriff auf bislang anderweitig genutztes oder nicht ausgebautes Deponievolumen erforderlich werden. Vereinzelt kann auch neues Deponievolumen notwendig werden. Jährlich fallen in Bayern zum Beispiel über 45 Millionen Tonnen Bauabfälle an. Der überwiegende Teil (über 90 Prozent) kann dabei einer Verwertung zugeführt werden.

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ASKURIS: großtechnische Versuche in Tegel

Die Verfahrenskombination aus Ozonung und Pulveraktivkohleeinsatz bietet den besten Spurenstoff-Rückhalt im Verhältnis zum Kostenaufwand. Das hatte das Projekt ASKURIS ergeben, an dem die Berliner Wasserbetriebe beteiligt waren. Die Untersuchungen waren allerdings nur theoretischer Natur und im Pilotmaßstab. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden jetzt in einem großtechnischen Versuch überprüft. Er findet bis Oktober 2016 in einem der drei Module der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage Tegel statt, die als nachgelagerte Reinigungsstufe des Klärwerks Schönerlinde fungiert. Für diesen am 17. Februar 2016 gestarteten Praxistest wurde unter anderem ein 21 Meter hoher Silo für 67 Tonnen Aktivkohle beschafft.

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Datenkabel in der Kanalisation führen zu Problemen

Wenn Kabel in Abwasserleitungen eingebracht werden, kann das zu Problemen beim Betrieb und der Sanierung der Kanalisation führen. Die Folge können zusätzliche finanzielle Belastungen für die Kanalnetzbetreiber und damit für die Bürger als deren Nutzer sein. Kosten, die eigentlich die Kabelnetzbetreiber für den Ausbau ihrer Netze tragen müssen, wären dann auf die Bürger umverteilt. Initiativen zum Kabeleinbau in Abwasserrohren müssen daher fachlich kritisch bewertet werden, insbesondere bezüglich gesamtwirtschaftlicher finanzieller Vorteile. Das meint die DWA in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG). Das Bundeskabinett hatte Ende Januar 2016 einen neuen Gesetzesentwurf verabschiedet und in das weitere Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Die sichere Abwasserbeseitigung ist nach geltendem Recht eine hoheitliche Aufgabe, bei deren Erfüllung der Abwasserbeseitigungspflichtige nicht beeinträchtigt werden darf, die er uneingeschränkt wahrnehmen muss. Nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf muss jedoch der Abwasserbetrieb den Nachweis bringen, wieso die Einbringung von Kabeln in einen Kanal im konkreten Fall nicht möglich ist. Diese Beweislastverschiebung bevorteilt die Telekommunikationsnetzbetreiber einseitig und berücksichtigt die Abwasserbeseitigungspflicht nicht ausreichend. Die DWA verlangt: „Es ist sicherzustellen dass alle Kosten und Folgekosten, die aufgrund der Kabeleinbringung in die Abwasserleitungen zusätzlich entstehen, von den Kabelnetzbetreibern zu tragen sind. Eine Quersubventionierung des Breitbandkabelausbaus durch die Abwasserentgelte ist nicht zulässig.“ Höhere Kosten durch Kabel in Kanalrohren können für die Kanalisationsbetreiber zum Beispiel bei der regelmäßigen Reinigung und Inspektion sowie bei der Sanierung entstehen. § 77g des Entwurfs des DigiNetzG sieht zwar Gründe vor, aus denen der Betreiber einer Infrastruktur die Verlegung von Kabeln in dieser Infrastruktur ablehnen kann. Doch ist diese Liste aus Sicht der Wasserwirtschaft unvollständig. Wichtige Ablehnungsgründe fehlen und sind bei den weiteren Beratungen des Gesetzentwurfs zu ergänzen: Die Einsatzmöglichkeiten von Geräten zur Kanalinspektion und -sanierung insbesondere bei kleinen Rohrdurchmessern dürfen nicht eingeschränkt werden. Die Rohre müssen uneingeschränkt mit den üblichen und bewährten Verfahren gereinigt werden können, auch durch Hochdruckspülungen. Wenn Baumwurzeln in die Kanalisation eingewachsen sind oder sonstige Hindernisse vorliegen, müssen Kanalfräsen und Wurzelschneidgeräte eingesetzt werden können. Das Rohrmaterial darf durch die Befestigung der Kabelsysteme nicht geschwächt oder beschädigt werden. Weiterhin müssen die bewährten Verfahren zur Rohrsanierung uneingeschränkt einsetzbar bleiben. Hausanschlüsse müssen überall wo nötig – auch nachträglich – eingebaut werden können. Eventuell im Kanal liegende Kabel dürfen dies nicht verhindern oder für die Hauseigentümer oder Mieter verteuern. In Summe lehnt die DWA die Mitnutzung vorhandener Infrastrukturen für den Breitbandausbau nicht generell ab, sieht aus den genannten Gründen (und weiteren) aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht den Einbau von Kabeln in Abwasserleitungen kritisch. Die DWA stellt daher hohe technische Anforderungen an die Verlegung von Kabeln in der Kanalisation, sodass Betrieb und Unterhalt der vorhandenen Infrastruktur nicht beeinträchtigt werden.

Stellungnahme der DWA zum Entwurf des DigiNetzG vom 3. September 2015: http://de.dwa.de/stellungnahmen.htm

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BMBF-Forschungsvorhaben zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf

Wie die jüngste öffentliche Diskussion zeigt, gefährdet Mikroplastik die aquatische Umwelt. Unter Leitung der TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, und der Firma Gebrüder Kufferath AG (GKD) fördert das BMBF das zweijährige Verbundforschungsvorhaben „OEMP – Optimierte Materialien und Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik im Wasserkreislauf“ im Rahmen der Fördermaßnahme „Materialien für eine nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas“. Gemeinsam mit den Partnern Invent Umwelttechnik und Verfahrenstechnik AG, Umweltbundesamt, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Kompetenzzentrum Wasser Berlin, Berliner Wasserbetriebe, Funke Kunststoffe GmbH, MeierGuss Limburg GmbH, Mecana Umwelttechnik GmbH soll die Entwicklung neuer Materialen und Verfahrenstechniken erfolgen, um den Rückhalt von Mikroplastikpartikeln aus verschiedenen Eintragspfaden der Siedlungswasserwirtschaft wie Kläranlagenablauf, Mischwasserüberlauf oder Straßenabfluss zu gewährleisten. Neben der Stoffstrombilanzierung wird eine reproduzierbare Untersuchungsmethodik entwickelt. Bei Mikroplastik wird zwischen primärem Mikroplastik (zum Beispiel aus Kosmetika, Pflegeprodukten sowie Reinigungsmitteln) und sekundärem Mikroplastik, das aus Zerkleinerung von größeren Plastikteilen entsteht, unterschieden. Mikroplastikpartikel sind nach aktueller Definition kleiner als 5 mm. Über den Wasserpfad kann Mikroplastik über die Flüsse bis ins Meer gelangen. Bei vielen Meereslebewesen wird von Kunststofffunden, im Mikro- und Makroplastikbereich in deren Mägen berichtet, was eine verminderte Nahrungsaufnahme bedeuten und zu mechanischen Verletzungen führen kann. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen Maßnahmen und Verfahren entwickelt werden, um die Auswirkungen von Mikroplastik in der Umwelt zu reduzieren.

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Befragung zur „Kläranlage der Zukunft“

Welche Kriterien sind bei der Bewertung von Abwassertechnologien und Bewirtschaftungsmaßnahmen auf Kläranlagen wichtig? Welche Entwicklungen setzen sich bis zum Jahr 2030 durch? Welche Hemmnisse sind dabei zu erwarten? Dazu befragt die inter 3 GmbH – Institut für Ressourcenmanagement aus Berlin die Akteure und Entscheidungsträger aus Wasser- und Energiewirtschaft im Rahmen des Forschungsprojekts „ESiTI“.
Teilnahme an der Befragung: https://www.soscisurvey.de/esiti

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Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 20. Januar 2016 die Verordnung zur Reform des Vergaberechts beschlossen. Diese Verordnung schafft ein übersichtliches, handhabbares Regelwerk für die Vergabe öffentlicher Aufträge und Konzessionen, so das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung. Die Bündelung der Vorschriften und die Digitalisierung des Verfahrens sollen die Arbeit der Vergabestellen erleichtern und den Aufwand der Unternehmen für die Bewerbung um öffentliche Aufträge deutlich reduzieren. Grundlage der Verordnung ist das Ende 2015 verabschiedete Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts. Damit erfolgt die Umsetzung der neuen EU-Vergaberichtlinien in deutsches Recht, die bis April 2016 erfolgt sein muss. Die jetzt im Kabinett verabschiedete Verordnung ist eine Mantelverordnung aus sieben Artikeln, mit denen andere Verordnungen geändert werden. Die jeweiligen Verordnungen konkretisieren die bislang im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) nur angelegten Verfahrensschritte und präzisieren die Möglichkeiten, die das neue europäische Vergaberecht für die Durchführung von Vergabeverfahren bieten. Das gilt insbesondere für die erleichterte Teilnahme kleiner und mittlerer Unternehmen an Vergabeverfahren und für die Möglichkeit, die öffentliche Auftragsvergabe stärker zur Unterstützung strategischer Ziele zu nutzen. Die Verordnungen ergänzen zudem die bereits im GWB getroffenen Erleichterungen für die Vergabe sozialer und anderer besonderer Dienstleistungen. Schließlich regeln die Verordnungen die Rahmenbedingungen für die Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel. Die Verfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge ergeben sich aus der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung, Artikel 1), in der die bisherigen Regelungen des zweiten Abschnitts der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A EG) sowie die bisherige Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) neben den schon bisher in der Vergabeverordnung geregelten Bereichen aufgehen. Den Besonderheiten der Vergabe von Bauleistungen wird durch den Erhalt der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (2. Abschnitt der VOB/A) Rechnung getragen, die mit der Vergabeverordnung für anwendbar erklärt wird. Die Verfahren im Sektorenbereich werden in der Verordnung über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (Sektorenverordnung, Artikel 2) geregelt. Entsprechend der bisherigen Systematik umfasst diese Rechtsverordnung neben den Regeln über die Vergabe von Liefer- und Dienstleitungsaufträgen auch die Regeln über die Vergabe von Bauleistungen durch Sektorenauftraggeber zum Zwecke der Sektorentätigkeit. Mit der Verordnung über die Vergabe von Konzessionen (Konzessionsvergabeverordnung, Artikel 3) werden erstmals die Verfahrensregeln zur Vergabe von Konzessionen, Dienstleistungs- und Baukonzessionen, in einer Rechtsverordnung zusammengeführt. Weiter legt die neue Verordnung zur Statistik über die Vergabe öffentlicher Aufträge und von Konzessionen (Vergabestatistikverordnung, Artikel 4) die Basis für die Sammlung von Daten über vergebene öffentliche Aufträge und Konzessionen. Schließlich werden Regelungsinhalte in den neuen Teil 4 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen gezogen, die bislang in der Vergabeverordnung für die Bereiche Verteidigung und Sicherheit enthalten waren. Es ergibt sich daher auch insoweit ein Anpassungsbedarf, dem durch eine Änderung der Verordnung (Artikel 5) entsprochen wird.

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Pilotprojekt für eine energieneutrale Kläranlage

Forscher der Universitat Autònoma de Barcelona (Spanien) koordinieren ein von der EU im Rahmen des LIFE-Programms gefördertes Projekt (SAVING-E), das den Energieverbrauch der kommunalen Abwasserreinigung so reduzieren soll, das in dem Prozess sogar Energie gewonnen wird. Die Wissenschaftler wollen dazu ein neues zweistufiges Verfahren entwickeln: Im ersten Schritt durchläuft das Abwasser eine biologische Stufe mit geringem Sauerstoffverbrauch und hoher Biomasseproduktion. So soll mehr Methan gewonnen werden als beim bisherigen Belebungsverfahren. Im zweiten Schritt wird Stickstoff entfernt, ohne dass dazu eine Kohlenstoffquelle benötigt wird. Hierzu werden zwei Reaktoren miteinander kombiniert: ein aerober Reaktor zur partiellen Nitritation, gefolgt von einem ANAMMOX-Reaktor zur anaeroben Ammoniumoxidation. Dieser Prozess soll auch bei 10 °C noch stabil laufen. Die Forscher prognostizieren gegenüber bekannten Verfahren: 50 % mehr Biogas, 10 % weniger Stickstoffemission, 30 % Energieeinsparung bei der Stickstoffeliminierung, 40 % Energieeinsparung über den gesamten Prozess der Abwasserbehandlung, 20 % weniger Treibhausgase. Das neue Verfahren wird 30 Monate auf der Kläranlage Rubi bei Barcelona erprobt.

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Novelle der Abwasserverordnung im Bundeskabinett beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 3. Februar 2016 die siebte Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung und des Abwasserabgabengesetzes beschlossen (Bundesrats-Drucksache 63/16). Mit der vorliegenden Novelle der Abwasserverordnung werden für die Reinigung der Abwässer aus der Lederindustrie und aus Industriebetrieben der Chloralkaliherstellung neue Anforderungen aus dem europäischen Recht in deutsches Recht umgesetzt. Die neuen europäischen Vorgaben, die einen einheitlichen Stand der Technik für Europa festlegen, werden konsistent in die geltende Abwasserverordnung eingefügt, die zum Schutz der Umwelt bereits jetzt umfassende Regelungen für die Behandlung und Einleitung von Abwasser enthält. Wesentliche Neuerungen betreffen die betrieblichen Anforderungen, die zum Beispiel durch den Einsatz umweltschonender Techniken oder Stoffe im Herstellungsprozess zur Verringerung der Schadstoffbelastung im Abwasser führen.

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Nordrhein-Westfalen: Kabinett beschließt neues Landeswassergesetz

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am 19. Januar 2016 den Entwurf des neuen Landeswassergesetzes beschlossen und ihn zur Beratung an den Landtag geleitet. Mit der Novelle will die Landesregierung die heimische Wasserwirtschaft zukunftsfähig machen, den Weg zu lebendigen Gewässern ebnen und die Qualität des Grundwassers verbessern. Im Juni 2015 hatte das Kabinett Eckpunkte des neuen Gesetzes beschlossen und eine umfangreiche Verbändeanhörung gestartet. Das heute noch gültige Landeswassergesetz geht im Wesentlichen auf eine Regelung aus dem Jahr 1977 zurück. Seit dieser Zeit wurde das Landeswassergesetz immer nur in Teilen verändert. Einige der Änderungen und Verbesserungen im neuen Landeswassergesetz sind: Die Landesregierung will den Schutz der Wasservorkommen zur öffentlichen Trinkwasserversorgung verbessern und strebt deshalb landesweit einheitliche Standards für Wasserschutzgebiete an. Darüber hinaus wird zum Schutz der Trinkwasserversorgung die Rohstoffgewinnung in Wasserschutzgebieten geregelt. Die Gewässer werden durch Stoffeinträge aus der Landwirtschaft erheblich beeinträchtigt. Um die Flüsse vor weiteren Belastungen zu schützen, wird im Ackerbau ein Fünf-Meter-Schutzstreifen mit einer Übergangszeit ab 2022 eingeführt. Die Kommunen und andere Träger wasserwirtschaftlicher Pflichten werden ihre koordinierten Maßnahmen, die ökologische Qualität ihrer Gewässer ent scheidend zu verbessern, in Zukunft dokumentieren und mit den Landesbehörden abstimmen, so das Umweltministerium in einer Pressemitteilung. Damit steige die Chance, das Ziel zu erreichen, die nordrhein-westfälischen Gewässer wieder in einen natürlichen oder naturnahen Zustand zu versetzen. Um den Betrieb der Abwasserkanalisation und deren Erhalt zu verbessern, wird die Landesregierung den Kommunen mehrere interkommunale Kooperationen ermöglichen. So sollen etwa benachbarte Gemeinden eine gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts errichten und dieser bestimmte Aufgaben der Abwasserbeseitigung übertragen können.

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Niedersachsen: Überdüngung belastet weiter Böden und Wasser

In Niedersachsen landet noch immer zu viel Dünger auf den Feldern. Obwohl die Tierzahlen in der Schweine- und Geflügelhaltung leicht gesunken sind und mehr Dünger aus den Überschussregionen in viehärmere Landesteile transportiert wurde, werden die zulässigen Nährstoffgrenzwerte in mehreren Landkreisen überschritten. „Das Mengenproblem bei Gülle und Gärresten ist noch nicht gelöst, wir haben die Trendwende noch nicht erreicht“, sagte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer bei der Vorstellung des aktuellen Nährstoffberichts am 13. Januar 2016. „Die Überdüngung der Felder belastet unsere Böden, das Wasser und das Klima“, so Meyer. Der Nährstoffbericht wird seit 2013 jährlich von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums erstellt. Von Juli 2014 bis Juni 2015 sind in Niedersachsen rund 59,6 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger angefallen, also Gülle, Festmist und Gärreste aus Biogasanlagen. Damit ist die Düngermenge nur noch leicht um 0,4 Millionen Tonnen angestiegen, im zweiten Nährstoffbericht hatte die Steigerung noch 2,6 Millionen Tonnen betragen. Der anfallende Stickstoff aus Biogasanlagen erhöhte sich um mehr rund 3000 auf jetzt fast 58 000 Tonnen, während der Stickstoffanteil der Tierhaltung leicht sank, auf jetzt 265 500 Tonnen. Der neue Nährstoffbericht zeigt auch: Immer mehr Gülle wird aus den Überschussgebieten in Ackerbauregionen transportiert. Insgesamt wurden rund 34 Millionen Tonnen Dünger an andere Betriebe abgegeben, davon rund 3,1 Millionen Tonnen in andere Regionen, der größte Teil davon stammt aus dem Weser- Ems-Gebiet (2,6 Millionen Tonnen). Dennoch führt das hohe Gesamtaufkommen zu erheblichen Nährstoffüberschüssen. Denn zusätzlich werden von den Landwirten bis zu 300 000 Tonnen Stickstoff aus Mineraldünger ausgebracht. Nimmt man den tatsächlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen, beträgt der Stickstoffüberschuss im Land rund 81 000 Tonnen oder 30 Kilo pro Hektar und hat sich damit noch einmal um 14 000 Tonnen erhöht. In Anbetracht der Nitratbelastung des Grundwassers müsse „die Düngermenge aber maßgeblich reduziert werden“, sagte Minister Meyer. Der Anteil an Grundwassermessstellen in Niedersachsen mit Nitratgehalten über dem Grenzwert von 50 Milligramm/Liter betrage rund 50 Prozent. Wegen der Verletzung der EUNitratrichtlinie und des Verstoßes gegen die Wasserrahmenrichtlinie hat die EUKommission bereits zwei Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland auf den Weg gebracht. Niedersachsen fördert aktiv ein Zukunftsprojekt, um das Problem der Überdüngung von Böden und Wasser zu minimieren. Für das dreijährige „Verbundprojekt Wirtschaftsdüngermanagement“ werden rund 900 000 Euro zur Verfügung gestellt. Zum einen soll unter Federführung der Landwirtschaftskammer die Abgabe von Wirtschaftsdünger in die Ackerbauregionen und dortige Verwendung unterstützt werden. Zum anderen wird durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) ein Zertifizierungssystem für die gesamte Logistikschiene von Wirtschaftsdünger aufgebaut.

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Nährstoffbericht für Schleswig-Holstein vorgestellt: zu hohe Belastungen

Die Nährstoffüberschüsse in Schleswig- Holstein sind höher als bislang bekannt und belasten Grundwasser und Oberflächengewässer. Besonders betroffen sind Gebiete mit intensiver Tierhaltung und einer großen Anzahl an Biogasanlagen. Das geht aus dem ersten Nährstoffbericht des Landes hervor, der am 25. Janu ar 2016 in Kiel vorgestellt wurde. Nach der geltenden Düngeverordnung darf der Stickstoffsaldo auf den Flächen 60 kg N pro Hektar und Jahr (berechnet im dreijährigen Mittel) nicht übersteigen. Dem Nährstoffbericht zufolge liegt der Durchschnitt aber bei 80 kg N/ha pro Jahr, rechnet man noch die Ammoniakemissionen hinzu, die die Umwelt ebenfalls belasten, liegt der Durchschnitt bei 118 kg N/ha pro Jahr. Allein der zusätzliche Nährstoffanfall aus Gärresten pflanzlicher Herkunft (Mais) der Biogasanlagen wird auf 22 kg N/ha geschätzt.

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IFAT erneut ausgebucht

Zur nächsten IFAT, die vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet, sind nach Angaben der Messe München über 3000 Aussteller angemeldet. Das Messegelände ist damit erneut ausgebucht, die Messegesellschaft führt Wartelisten für die verschiedenen Ausstellungsbereiche. An der ersten IFAT 1966 nahmen auf einer Fläche von 18 000 Quadratmetern 147 Aussteller aus neun Ländern sowie 7650 Besucher aus 40 Nationen teil. Zur kommenden Veranstaltung 2016 wird die IFAT alle 16 Hallen und Teile des Freigeländes belegen und insgesamt 230 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche umfassen. 115 000 Quadratmeter entfallen dabei auf den Bereich für Wasser und Abwasser und 115 000 Quadratmeter auf den Bereich Recycling und Kommunaltechnik. Zudem werden mehr als 135 000 Besucher aus aller Welt zu dieser Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft erwartet. Nicht nur in München setzt die IFAT alle zwei Jahre Maßstäbe für die Branche, auch international ist sie seit Jahren auf Erfolgskurs: Zusätzlich zu den bereits etablierten Veranstaltungen IE expo (China) und IFAT India feierten mit der IFAT Eurasia in der Türkei und dem IFAT Environmental Technology Forum in Südafrika gleich zwei Auslandsmessen im vergangenen Jahr erfolgreiche Premieren. Bei der Anzahl an Ausstellern und Besuchern sowie der Größe des Geländes in München ist eine gute Vorabplanung unabdingbar.

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Forscher der Universität Rostock wollen Meinung der Bürger zu „ihren“ Gewässern

Was sind den Rostockern ihre kleinen städtischen Gewässer und Feuchtgebiete wert? Auf einer Plattform sollen sich Rostocker, Bewohner des Landkreises, aber auch Besucher der Stadt darüber äußern, welchen Stellenwert sie den kommunalen Gewässern beimessen und welche Erwartungen sie mit diesen Gewässern verbinden. Bei der Umfrage soll auch herausgefunden werden, wie groß die Bereitschaft der Menschen ist, einen eigenen Beitrag für den Gewässerschutz zu leisten. Das Vorhaben ist Teil des Verbundforschungsprojekts KOGGE (Kommunale Gewässer gemeinschaftlich entwickeln im urbanen Raum) der Universität Rostock unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner, das der Bund in den nächsten drei Jahren mit 1,5 Millionen Euro fördert. KOGGE verfolgt den Ansatz, Hochwasserschutz, Flächennutzung und ökologische Gewässerentwicklung zu einem funktionsfähigen Gesamtkonzept zu vereinen. Das sei für eine „kleinere“ Großstadt bisher einzigartig. Über 200 Kilometer Fließund Standgewässer ziehen sich durch Rostock. Nur ein Bruchteil davon wird regelmäßig gepflegt. An dem Projekt beteiligt sind neben der Universität Rostock der Wasser- und Bodenverband Untere Warnow-Küste, Eurawasser Nord sowie das Institut für ökologische Forschung und Planung GmbH (biota). Praxispartner sind das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg sowie das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV.

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BGR: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis einer neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“. Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking- Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht. Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht. Danach werden die nach heutigem technologischem Stand förderbaren Mengen auf 320 bis 2030 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Schiefergesteinen beziffert. Gegenüber der ersten vorläufigen Abschätzung der BGR im Jahr 2012, bei dem der Wert mit 700 bis 2300 Milliarden Kubikmeter angegeben war, hat sich das Ressourcen-Potenzial leicht verringert. Deutschlands konventionelle Erdgasreserven und -ressourcen werden im Vergleich dazu auf rund 90 bis 110 Milliarden Kubikmeter beziffert. Erstmals hat die BGR im Rahmen der Studie auch die Schieferöl-Ressourcen ermittelt. Danach verfügt Deutschland mit 13 bis 164 Millionen Tonnen über ein Potenzial, das in etwa der Größenordnung der konventionellen Erdölreserven (31 Millionen Tonnen) und Ressourcen (20 Millionen Tonnen) entspricht.

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Auftakt des Forschungsverbundvorhabens „MikroModell“

Was bewirken Mikroschadstoffe in Gewässern? Welche Auswirkungen haben sie auf die menschliche Gesundheit oder die Vitalität von Gewässerökosystemen? Was können oder müssen wir tun, um mögliche Schäden zu vermeiden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das praxisorientierte Verbundvorhaben „MikroModell“ (Entwicklung eines Stoffflussmodells und Leitfadens zur Emissionsminderung von Mikroschadstoffen im Hinblick auf die Wasserqualität), für das am 28. Januar 2016 die offizielle Auftaktveranstaltung stattfand. Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem Sächsischen Umweltministerium und der Gelsenwasser AG über drei Jahre gefördert. Dabei stellen sich die Abwasserunternehmen aus Plauen, Chemnitz und Dresden unter wissenschaftlicher Begleitung der TU Dresden der Herausforderung, auf Grundlage eines Stoffflussmodells mögliche Belastungsszenarien vor Ort zu simulieren und damit eine Entscheidungsgrundlage für das Management von Mikroschadstoffen bereitzustellen. Diese sollen erklären, ob und mit welchen Mitteln Einträge in die Gewässer reduziert werden können. Abschließend werden sie in einem Leitfaden mit konkreten Handlungsempfehlungen zusammengefasst.

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Rheinland-Pfalz: 19 Millionen Euro für Energie und Ressourceneffizienz

Das Wirtschaftsministerium Rheinland- Pfalz und die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) unterstützen Unternehmen mit einem neuen Förderprogramm bei Investitionen in die Energie- und Ressourceneffizienz. 19 Millionen Euro stehen in dem neuen, mit EFRE- Mitteln unterlegten Zuschussprogramm bis zum Jahr 2020 bereit. Unternehmen können Anträge über das Kundenportal der ISB stellen. Das neue Programm ergänzt die bereits erfolgreich laufenden einzelbetrieblichen Programme in den Bereichen Regionalförderung und Technologieförderung und soll ebenfalls möglichst unbürokratisch umgesetzt werden. Der Förderhöchstsatz wird einheitlich bei 25 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal bei 200 000 Euro gerechnet gerechnet auf drei Jahre liegen. Unternehmen aus nahezu jeder Branche und aus ganz Rheinland-Pfalz können Zuschüsse erhalten. Das Ministerium erwartet, dass jährlich bis zu 40 Unternehmen gefördert werden können.

www.isb.rlp.de

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63,8 Millionen Euro für neue Umweltprojekte

Investitionen in Höhe von 63,8 Millionen Euro für die ersten „integrierten Projekte“, die im Rahmen des LIFE-Programms für die Umwelt finanziert werden, hat die Europäische Kommission am 26. Januar 2016 angekündigt. Die integrierten Projekte wurden eingeführt, um Umweltvorschriften in größerem Maßstab durchführen zu können und die Wirkung von Finanzmitteln für Pläne zu verstärken, die auf regionaler, multiregionaler und nationaler Ebene erarbeitet wurden. Die sechs jetzt ausgewählten Projekte verfügen über eine Mittelausstattung von insgesamt 108,7 Millionen Euro. Davon entfallen insgesamt 63,8 Millionen Euro auf die EU-Kofinanzierung. Hierdurch könnten zusätzliche Mittel aus den EU-Agrarund Regionalfonds sowie nationale und private Mittel von mehr als einer Milliarde Euro mobilisiert und koordiniert werden. Mit den Geldern werden Projekte in Belgien, Deutschland, Italien, Polen, Finnland und dem Vereinigten Königreich unterstützt. Die integrierten Projekte in Deutschland und im Vereinigten Königreich werden zur Umsetzung der Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete beitragen. In Deutschland geht es um das Projekt „Lebendige Lahn“, in das 15,7 Millionen Euro investiert werden, davon rund neun Millionen Euro von der EU, in England und Wales um das North West River Basin District, wofür 20,0 Millionen Euro aufgebracht werden, davon zwölf Millionen Euro von der EU. Das Projekt „Lebendige Lahn“ ging am 5. Februar 2016 mit einer Kick-off-Veranstaltung in Limburg offiziell an den Start. Mit ihm soll die Lahn in den kommenden zehn Jahren ökologisch aufgewertet und damit auch für die Menschen wieder lebenswerter gemacht werden.

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Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel vorgelegt

Die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) an den Klimawandel von 2008 steht vor dem Eintritt in eine neue Phase. Künftig soll im Rahmen des Aktionsplanes II (APA II) der DAS die Umsetzungsorientierung im Mittelpunkt stehen. Im APA II sind in insgesamt sieben Bereichen 145 Maßnahmen und Instrumente vorgesehen. Von den 150 Aktivitäten und Maßnahmen des APA I, der 2011 verabschiedet wurde, sind bisher 43 abgeschlossen und weitere 88 in „unterschiedlichen Umsetzungsstadien“. Dies geht aus dem Fortschrittsbericht zur DAS hervor, über den die Bundesregierung den Bundestag unterrichtet hat (Bundestags-Drucksache 18/7111). DAS und APA bilden den politischen Rahmen, mit dem die Bundesregierung den Folgen des Klimawandels in Deutschland begegnen will. In Hinblick auf den APA I zieht der Fortschrittsbericht eine positive Bilanz. Schwerpunkt sei die „Generierung und Bereitstellung von Wissen über den Klimawandel“, dessen Folgen und Möglichkeiten der Anpassung gewesen. Ein Ergebnis sei der im Mai 2015 veröffentlichte Monitoringbericht gewesen. Zum anderen sei im November 2015 eine erste, konsistente und flächendeckende Vulnerabilitätsanalyse vorgelegt worden. Sie identifiziert Regionen und Systeme, die n naher und ferner Zukunft durch den Klimawandel besonders betroffen sind, skizziert die Anpassungsfähigkeit des jeweiligen Handlungsfeldes und bemisst so die Vulnerabilität. Die Aktivitäten des APA II umfassen neben handlungsfeldübergreifenden Aktivitäten wie der Einrichtung der Klimadienste Maßnahmen in sechs Clustern: Wasser, Infrastruktur, Land, Gesundheit, Wirtschaft und Raumplanung. Im Cluster „Wasser“ verweist der Bericht zum Beispiel auf das Handlungsfeld „Küsten- und Meeresschutz“. Handlungsbedarf besteht laut der Vulnerabilitätsanalyse, weil durch den Klimawandel unter anderem Küstenbauwerke bedroht sind und Küstenerosion droht. Hier verweist der Bericht auf eine Reihe von Daueraufgaben des Bundes, wie beispielsweise die Kartierung der Nordseeoberflächentemperatur.

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Wupperverband übernimmt zwei Talsperren

Zum 31. Dezember 2015 übernahm der Wupperverband für einen Preis von 46 Millionen Euro zwei Talsperren von der WSW Energie & Wasser AG, die Kerspetalsperre und die Herbringhauser Talsperre. Mit dem Verkauf erzielt die WSW (Wuppertaler Stadtwerke) nach eigenen Angaben eine jährliche Einsparung von rund 820 000 Euro. Der Wupperverband wiederum erhöht durch den Kauf der Talsperren die Versorgungssicherheit im gesamten Bergischen Land. Die WSW konzentriert sich künftig auf die reine Trinkwasseraufbereitung und den -transport. Bisher liefern die Kerspetalsperre und die Herbringhauser Talsperre das Rohwasser für die Trinkwasserproduktion im Herbringhauser Wasserwerk der WSW. Zur Sicherung der Rohwasserversorgung hat die WSW mit dem Wupperverband einen Rohwasserliefervertrag für die kommenden 30 Jahre geschlossen. Der Rohwasserpreis wurde für den Wupperverband so bemessen, dass er kostendeckend ist. Gleichzeitig konnte die WSW sicherstellen, dass die Gesamtkosten für das Rohwasser pro Jahr unter den bisherigen Aufwänden der WSW für die Talsperren liegen. Dieser Vertrag kann dann beiderseitig gekündigt werden, frühestens jedoch 2045. Er bietet gleichzeitig beiden Parteien auch die Möglichkeit eines Rückkaufs durch die WSW. Der Wupperverband betreibt schon heute zwölf Talsperren im Bergischen Land.

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Vergaberecht wird neu geregelt

Die Vergabe öffentlicher Aufträge wird auf eine neue Grundlage gestellt und künftig nur noch auf elektronischem Wege möglich sein. Bundestag und Bundesrat haben dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts (Bundestags- Drucksache 18/6281) zugestimmt. Für den Entwurf stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD, die Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen waren dagegen. Mit dem Beschluss wird das Vergaberecht in Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien völlig neu geordnet. Ziel der Modernisierung ist es, die Vergabefahren effizienter, einfacher und flexibler zu gestalten und die Teilnahme kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an Vergabeverfahren zu erleichtern. Die Interessen mittelständischer Unternehmen sollen vorrangig berücksichtigt werden, indem öffentliche Aufträge in Form von Losen vergeben werden müssen. Eine Gesamtvergabe sei nur aus wirtschaftlichen und technischen Gründen möglich. Öffentliche Auftraggeber sollen zukünftig mehr Möglichkeiten bekommen, soziale, umweltbezogene und innovative Vorgaben zu machen. Mit Blick auf die Beschaffung energieverbrauchsrelevanter Waren oder die Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderung bei der Definition der Leistung sollen von den öffentlichen Auftraggebern sogar zwingende Vorgaben gemacht werden. Unternehmen, die öffentliche Aufträge ausführen, müssen nach den Vorschriften des Entwurfs die geltenden umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen einhalten. Dies gelte besonders für die Regelungen in für allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträgen und den Mindestlohn. Unternehmen, die bei der Ausführung öffentlicher Aufträge nachweislich gegen geltende umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen verstoßen haben, können von Vergaben ausgeschlossen werden. Auftraggeber und Unternehmen sollen in jedem Stadium des Verfahrens grundsätzlich elektronische Mittel nutzen. „Die elektronische Kommunikation betrifft insbesondere die elektronische Erstellung und Bereitstellung der Bekanntmachung und der Vergabeunterlagen, die elektronische Angebotsabgabe sowie die elektronische Vorbereitung des Zuschlags“, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs. Die elektronische Kommunikation sei zwingend. Dabei sei es unerheblich, ob im Einzelfall eine Bau- oder Dienstleistung oder eine Lieferung vergeben werde.

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EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Europäischen Gerichtshof wegen illegaler Deponie

Die Europäische Kommission bringt Griechenland wegen der unzulänglichen Abfallbewirtschaftung auf der griechischen Insel Korfu vor den Gerichtshof der Europäischen Union. Die Kommission bezieht sich dabei auf die Temploni- Deponie, deren Betrieb seit mindestens 2007 gegen die EU-Rechtsvorschriften in den Bereichen Abfall und Deponien verstößt und die nach Auffassung der Kommission ein ernstes Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt. Um Griechenland zu den notwendigen Maßnahmen zu drängen, die das ordnungsgemäße Funktionieren der Temploni-Deponie gewährleisten sollen, verklagt die Kommission Griechenland nun vor dem EU-Gerichtshof. Mehrere Vor-Ort-Kontrollen durch nationale Behörden haben ergeben, dass die Abfalldeponie von Temploni sehr schlecht und unter Verletzung der EU-Rechtsvorschriften betrieben wird. Die Mängel betreffen den unsachgemäßen Umgang mit Biogas, die fehlende Behandlung von austretenden Flüssigkeiten (Leckagen) und das Vorhandensein von Abfällen, die auf der Deponie nicht behandelt werden dürfen.

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Tag des Wassers: „Wasser und Arbeitsplätze“

Der diesjährige Tag des Wassers, der 22. März 2016, steht unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ (Water and Jobs). Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der UN-Vollversammlung alljährlich begangen. Das Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ bietet Unternehmen und Verbänden der Wasserwirtschaft die Möglichkeit, die Wechselbeziehungen zwischen Wasser und der Agenda für menschenwürdige Arbeit im Streben nach nachhaltiger Entwicklung und die Bedeutung der Wasserwirtschaft insgesamt für die Arbeitsmärkte hervorzuheben. Die Wasser versorgung und Abwasserentsorgung bieten vielseitige und krisenfeste Beschäftigung mit Zukunft. Neben den direkt in der Wasserwirtschaft Beschäftigten gibt es eine weitaus größere Zahl von Menschen, deren Arbeitsplätze durch die Produktion von Gütern für Investitionen in die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung entstehen, sowie indirekt mit vom Wasser abhängige Arbeitsplätze, zum Beispiel in der Tourismus- und Freizeitbranche. www.unwater.org/worldwaterday

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Sachsen: Härtefallregelung bei Kleinkläranlagen

Der Freistaat Sachsen wird Umrüstung und Neubau von Kleinkläranlagen auch nach dem 31. Dezember 2015 unterstützen, wenn Grundstücksbesitzer unverschuldet erst 2016 die vorgeschriebene Anpassung an den Stand der Technik vornehmen können. Das sieht die Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft (RL SWW/2016) vor, die das Kabinett am 8. Dezember 2015 beschlossen hat. „Diese Übergangsregelung wird zum Beispiel Grundstückseigentümern helfen, die eine Kleinkläranlage rechtzeitig bestellt haben, aber noch immer auf Lieferung oder Anschluss warten“, so Umweltminister Thomas Schmidt. Neue Gegenstände der Förderrichtlinie sind Investitionen in bestehende Kläranlagen über den Stand der Technik hinaus, wenn aus Gründen des Gewässerschutzes eine erweiterte Reinigung der Abwässer geboten ist, wie zum Beispiel bei der Phosphateliminierung oder beim Abbau von Stickstoffverbindungen. Dies soll helfen, den in der Wasserrahmenrichtlinie der EU geforderten „guten chemischen Zustand“ der betreffenden Gewässer zu erreichen. Weiterhin wird der Bau von Sonderbauwerken wie Regenwassersammlern, Regenrückhaltebecken oder Pumpstationen unterstützt, die zu einer Trennung von Regenwasser und häuslichen Abwässern führen. Dies ist insbesondere mit Blick auf zunehmende Starkregenereignisse erforderlich und dient damit der Anpassung an den Klimawandel. Der Fördersatz wird 50 Prozent betragen. Für 95 Prozent der Sachsen sollte zum Jahresende 2015 der Stand der Technik bei der Abwasserentsorgung erreicht sein.

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Neue Herausforderungen für die kommunale Abwasserbehandlung

Einerseits liefert sie wissenschaftliche und fachtechnische Informationen zu den jeweiligen Themen, um sie hinsichtlich ihrer Umweltrelevanz einordnen und bewerten zu können. Andererseits beschäftigt sie sich in vielen Fachgremien mit den technischen Möglichkeiten, den Grenzen und den wirtschaftlichen Konsequenzen bei der Entfernung der jeweiligen Schadstoffgruppen. Mit diesem Schwerpunktheft zur Abwasserbehandlung werden einige der genannten Themen zusammengefasst und als Überblick behandelt. Neben der Diskussion über weitergehende Abwasserreinigung darf nicht vergessen werden, dass die einstufigen Belebungsverfahren nach wie vor der Standard für die biologische Behandlung kommunalen Abwassers sind. Das Arbeitsblatt DWA-A 131 als Standardwerk ist nach vielen Jahren der Anwendung novelliert worden. Es wird 2016 erscheinen. Die wesentlichen Neuerungen sind in einem Fachartikel übersichtlich zusammengefasst. Mehrere Artikel sind der Entfernung von anthropogenen Spurenstoffen gewidmet. In einem Übersichtsartikel werden verschiedene Verfahrensarten und ihre jeweiligen Bau- und Betriebskosten miteinander verglichen. Die Anwendung der Pulveraktivkohle wird als Praxisbeispiel anhand des Klärwerks Steinhäule vorgestellt. In zwei Arbeitsberichten werden zu den Themen Mikroplastik und Nanomaterialien die wissenschaftlichen Grundlagen und der Stand der Erkenntnisse beschrieben. Ein allgemeiner Artikel behandelt die Detektion von organischen Spurenstoffen im Abwasser. Das Schwerpunktheft zeigt damit die Bandbreite zu wesentlichen Themen der anstehenden weitergehenden Abwasserreinigung. Wichtig für die weitere Diskussion ist es, die Zusammenhänge zwischen dem Aufkommen der einzelnen Stoffe und den Auswirkungen im Gewässer herzustellen. Das Augenmerk bei der Entfernung von relevanten Spurenstoffen darf dabei nicht nur auf die kommunale Abwasserbehandlung aus- Die rund 10 000 kommunalen Kläranlagen in Deutschland haben einen hohen technischen Standard und entfernen die wesentlichen Bestandteile des Abwassers in hohem Maß. Mit einem Abbau der organischen Verschmutzung von über 95 %, der Stickstoffverbindungen von deutlich über 82 % und auch der Phosphorverbindungen von über 90 % ist in den letzten Jahrzehnten ein guter chemischer Zustand bei fast 90 % der Oberflächengewässer erreicht worden. Bei Bau und Ausbau der kommunalen Kläranlagen konnte man sich auf bewährte Techniken und umfangreiche Bemessungsregeln stützen. Heute stehen die kommunalen Abwasserbeseitigungspflichtigen vor zahlreichen neuen Anforderungen. Diese werden teilweise aus der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und deren Umsetzung abgeleitet, teilweise aber auch aus allgemeinen umweltpolitischen Erwägungen. Zu nennen sind die Entfernung anthropogener Spurenstoffe, die weitestgehende Phosphorelimination, die in Vorbereitung befindliche Verpflichtung zur Phosphorrückgewinnung und neuere Themen wie die Bedeutung von Mikroplastik und Nanomaterialien im Abwasser. Gleichzeitig wird eine Energieeinsparung bei der Abwasserbehandlung eingefordert. Bei der Diskussion über die Relevanz der Themen und der Notwendigkeit zum Handeln kommt erschwerend hinzu, dass hier je nach Sichtweise unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. In mehreren Bundesländern, wie zum Beispiel Baden-Württemberg oder Nordrhein- Westfalen, wird der Ausbau kommunaler Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe zur Entfernung von anthropogenen Spurenstoffen intensiv gefördert. Dagegen liegt zum Beispiel in Hessen im Rahmen der Fortschreibung der Maßnahmenprogramme zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der Fokus auf der weitestgehenden Entfernung von Phosphorverbindungen bei allen größeren Abwasserreinigungsanlagen. Die DWA hat in diesem umweltpolitischen Spannungsfeld vielfältige Aufgagerichtet bleiben, sondern muss auch auf die Produktion entsprechender Stoffe oder Verminderungsmöglichkeiten vor der Einleitung in die Kanalisationen gerichtet sein. Für die Abwasserbeseitigungspflichtigen werden mit der Umsetzung der neuen Anforderungen erhebliche Kosten entstehen, die auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt werden. Planungen und Bau von Erweiterungen der vorhandenen Anlagen erfordern lange Zeiträume. Aufgrund dieser langfristigen und kostenintensiven Ausrichtung ist es notwendig, dass die Abwasserbeseitigungspflichtigen klare und verlässliche politische und rechtliche Vorgaben erhalten. Die widersprüchlichen Anforderungen zum Beispiel nach Energieeinsparung und weitergehender Reinigung mit auch noch unterschiedlichen Schwerpunkten müssen priorisiert werden. Erst danach können die am besten geeigneten Verfahren ausgewählt, geplant und errichtet werden. Die heute teilweise sehr unterschiedlichen Ansätze verschiedener Interessengruppen müssen deshalb zu gemeinsamen Zielen zusammengeführt werden.

Die DWA wird hierzu mit ihren Fachleuten ihren Beitrag leisten.
Bauass. Dipl.-Ing. Werner Kristeller Vorsitzender des DWA-Hauptausschusses „Kommunale Abwasserbehandlung“

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Neue Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ bekanntgemacht. Damit sollen risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind, gefördert werden. Förderfähig sind FuE-Vorhaben zu den Schwerpunkten Rohstoffeffizienz, Energieeffizienz und Klimaschutz, nachhaltiges Wassermanagement, nachhaltiges Flächenmanagement. Projektskizzen können jeweils zum 15. April und zum 15. Oktober eingereicht werden. Die Ersteller positiv bewerteter Skizzen werden in einer zweiten Verfahrensstufe aufgefordert, einen vollständigen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

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Hans-Raab-Umweltpreis ausgeschrieben

Die Hans-Raab-Umweltpreis-Stiftung mit Sitz in Liechtenstein hat den internationalen Hans-Raab-Umweltpreis ausgeschrieben. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert. Dieser Betrag kann auf bis zu drei Bewerber aufgeteilt werden. Die Übergabe erfolgt am 2. September, dem Geburtstag von Hans Raab, Gründer der im Saarland ansässigen Ha-Ra Umweltund Reinigungstechnik GmbH, beson ders bekannt für Kunstfaserreinigungsgeräte. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. März 2016. www.umweltpreis.li

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Hamburg: „Strukturplan Regenwasser 2030“ vorgelegt

Der Klimawandel wird Hamburg mehr Starkregen bringen. Das hat der Deutsche Wetterdienst vorhergesagt. Um möglichen Überschwemmungen und überlaufenden Sielen besser zu begegnen, soll künftig immer weniger Regenwasser in die städtische Kanalisation fließen. Stattdessen soll der Regen in Hamburg künftig vor Ort versickern oder verdunsten. Das ist eines der Ergebnisse, die das Gemeinschaftsprojekt RegenInfra- StrukturAnpassung (RISA) erarbeitet hat. Um Mischwasserabschläge in die Hamburger Bäche und Flüsse zu vermeiden, wird es konkrete Maßnahmen zur Anpassung der bisherigen Entwässerungssysteme geben. Für 2016 sind unter anderem im Ohlendorffs Park in Volksdorf sowie in der Schimmelmannallee in Wandsbek Baumaßnahmen geplant. Für diese Projekte, die beispielgebend für weitere sein sollen, stellen die Behörde für Umwelt und Energie und Hamburg Wasser rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, meint dazu: „Hamburg war die erste Stadt auf dem europäischen Kontinent, die eine zentrale Kanalisation bekommen hat. Nun sollten wir auch die ersten sein, die ein modernes Regenwassermanagement in die Stadtentwicklung integrieren.“ Die Projekte in Wandsbek und Volksdorf sind Teil des „Strukturplans Regenwasser 2030“, den das Projekt RISA jetzt als Abschlussbericht vorgelegt hat. Dieser enthält disziplinen- und behördenübergreifende Weichenstellungen und Empfehlungen für den künftigen Umgang mit Regenwasser in Hamburg. RISA wurde 2009 als kommunales Gemeinschaftsprojekt von Hamburg Wasser und der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gestartet, um auf die zunehmenden Zielkonflikte zwischen Klimawandel, Verkehrsentwicklung, Wohnungsbau, Wasserwirtschaft und Stadtentwässerung zu reagieren. Mit dem Bau von bis tausenden neuen Wohnungen Wohnungen pro Jahr sowie der Erschließung von Gewerbeflächen geht eine zunehmende Verdichtung und damit Versiegelung von Flächen einher. Gleichzeitig droht infolge des Klimawandels zukünftig häufiger Starkregen. Beides belastet die bestehenden Entwässerungsinfrastrukturen. Der Strukturplan Regenwasser 2030 fasst die Ergebnisse der fünfjährigen Projektarbeit zusammen und steht zum Download zur Verfügung: www.risa-hamburg.de

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Gefälschter Tequila auf Kläranlage vernichtet

Knapp 25 000 Liter einer Flüssigkeit, die in Deutschland als Tequila verkauft werden sollte, sind am 10. Dezember 2015 im Klärwerk Hetlingen des azv Südholstein, rund 30 Kilometer westlich von Hamburg an der Unterelbe, vernichtet worden. Das gefälschte Produkt wurde in Anwesenheit von Vertretern deutscher und mexikanischer Behörden, darunter Repräsentanten des Consejo Regulador del Tequila (CRT), der Co-Vergärungsanlage auf dem Klärwerk Hetlingen zugeführt. Die Einleitung der gesamten Menge dauerte 24 Stunden. So sollen zusätzlich etwa 20 000 kWh Strom entstehen, was dem Jahresbedarf von vier Vier-Personen-Haushalten entspricht. Zollfahnder hatten das als „Agaven- Destillat“ bezeichnete Produkt nach Hinweisen mexikanischer Behörden am 10. Oktober 2015 im Hamburger Hafen beschlagnahmt. Untersuchungen des Zolls und des Rechteinhabers der Marke Tequila in Mexiko hatten bestätigt, dass es sich bei der beschlagnahmten Flüssigkeit nicht um echten Tequila, sondern um Branntwein mit 65,1 Prozent Alkohol gehandelt habe. Insgesamt sollten 220 000 Liter „Agaven-Destillat“ in 14 Länder importiert werden. Die Hamburger Ladung war ein Teil davon. Tequila ist eine Art Schnaps, der im mexikanischen Bundesstaat Jalisco auf Basis fermentierten Mosts der Kerne der Blauen Agave hergestellt wird. Der Name ist als Herkunftsbezeichnung seit 1974 geschützt.

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EuGH: EU-Kommission hätte Kriterien zu endrokrinschädigenden Stoffen erlassen müssen

Die Kommission hat dadurch gegen Unionsrecht verstoßen, dass sie keine Rechtsakte zur Festlegung wissenschaftlicher Kriterien zur Bestimmung endokrinschädigender Eigenschaften erlassen hat. Das stellte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 16. Dezember 2015 in einem Urteil fest (Az. T-521/14). Geklagt hatte Schweden gegen die EU-Kommission. Die genannten Rechtsakte hätte die Kommission bis spätestens 13. Dezember 2013 erlassen müssen. Die Kommission könne sich, so der EuGH nicht darauf stützen, dass die von vorgeschlagenen wissenschaftlichen Kriterien im Sommer 2013 kritisiert worden sind, weil sie wissenschaftlich nicht begründet seien. Die Kommission habe eine klare, genaue und unbedingte Verpflichtung gehabt, delegierte Rechtsakte zu erlassen. Biozide, die hormonell wirksame Stoffe enthalten, kommen in vielen Alltagsprodukten vor.

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Baden-Württemberg: Landesstrategie Ressourceneffizienz in der Anhörung

Der Ministerrat von Baden-Württemberg hat den Entwurf einer „Landesstrategie Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ zur Anhörung freigegeben. Aufbauend auf den bestehenden Initiativen der Landesregierung in diesem Bereich soll die Landesstrategie Ressourceneffizienz einen konzeptionellen Rahmen mit klaren Zielen für die Landespolitik schaffen, bestehende Maßnahmen bündeln und Impulse für neue Initiativen geben, teilte das Umweltministerium mit. Der Strategie-Entwurf schlägt insgesamt 29 Maßnahmen in den fünf Aktionsfeldern „Innovation und Technologieentwicklung“, „Material- und Energieeffizienz in Unternehmen“, „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und sichere Rohstoffversorgung der Wirtschaft“, „Sekundärrohstoffe nutzen und Kreislaufwirtschaft stärken“ sowie „Indikatoren, Mess- und Kenngrößen“ vor. Die Maßnahmen reichen von anwendungsorientierten Forschungsvorhaben, über Information und Unterstützung von Unternehmen bis hin zu ordnungsrechtlichen Maßnahmen im Bereich der Abfallverbringung. Ein regelmäßiges Monitoring soll sicherstellen, dass die Notwendigkeit und Möglichkeit zum Nachsteuern einzelner Maßnahmen oder zusätzlicher Initiativen frühzeitig erkannt und genutzt wird. Zum Entwurf der Strategie kann bis zum 31. Januar 2016 Stellung genommen werden.

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Baden-Württemberg: dem Bund bei Klärschlammentsorgung ein Vierteljahrhundert voraus

Baden-Württemberg sieht sich dem Bund bei der Klärschlammentsorgung ein Vierteljahrhundert voraus. Das bekräftige der Umweltausschuss des Landtags am 19. November 2015 einmütig. Klärschlämme gehörten nicht auf Felder und Ackerböden. Übereinstimmend kritisierten die Abgeordneten wie auch die Landesregierung die geplante Klärschlammverordnung des Bundes, die das Düngen mit Klärschlämmen erst bis 2025 beenden will, teilte der Vorsitzende des Gremiums, der CDer Ausschuss hatte sich auf Antrag der Grünen-Fraktion mit der Frage befasst, was mit den Klärschlämmen geschehen soll, insbesondere wie das darin enthaltene Phosphat zurückgewonnen werden könne ohne eine Vielzahl von begleitenden Schadstoffen. Baden- Württemberg sei Vorreiter gewesen, als es darum gegangen sei, nicht mehr mit Klärschlamm zu düngen. Heute komme nur noch ein Prozent des Schlamms aus den Kläranlagen auf die Felder, führte Müller aus. Als Beispiel für erfolgreiche Pilotverfahren zur Phosphorrückgewinnung wies der Ausschuss auf das Beispiel Offenburg hin. Den Spitzenplatz bei der Phosphorrückgewinnung – im Vergleich zu anderen Bundesländern – „lassen wir uns nicht nehmen. Die Bundespolitik sollte sich vielmehr ein Beispiel an Baden-Württemberg nehmen“, teilte Müller im Namen des ganzen Ausschusses mit.

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60 Prozent des Klärschlamms wurden 2014 verbrannt

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland mehr als 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm (Trockenmasse) von öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen entsorgt. Die Menge des entsorgten Klärschlamms ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % gestiegen. Mit rund 1,1 Millionen Tonnen (60 %) wurde der überwiegende Teil des Klärschlamms verbrannt. Dies entspricht einer Steigerung von 4,8 % gegenüber 2013. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Parallel zum Anstieg der Klärschlammverbrennung ging die stoffliche Verwertung zurück. Noch 26 % des Klärschlamms wurden in der Landwirtschaft und rund 12 % im Landschaftsbau eingesetzt. Der Anteil des in der Landwirtschaft, beim Landschaftsbau sowie bei sonstiger stofflicher Verwertung eingesetzten Klärschlamms verringerte sich von 42 % im Jahr 2013 auf 40 % im Jahr 2014. Langfristig ist ein deutlich rückläufiger Trend bei der Verwertung von Klärschlamm in der Landwirtschaft zu beobachten. Von 2007 bis 2014 ist sie um rund 20 % zurückgegangen.

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Baden-Württemberg übernimmt LAWA-Vorsitz

Baden-Württemberg hat zum 1. Januar 2016 den Vorsitz der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) von Schleswig-Holstein für die nächsten zwei Jahre übernommen. Baden-Württembergs Landesumweltminister Franz Untersteller betonte anlässlich der Übernahme des Vorsitzes des Arbeitsgremiums der Umweltministerkonferenz besonders die Bedeutung des Klimawandels für die Wasserwirtschaft. Kernthemen werden daher laut Untersteller Hochwasserschutz und Starkregen sein. Die anhaltende Trockenheit des vergangenen Herbstes in verschiedenen Regionen Deutschlands habe zudem gezeigt, dass auch der Umgang mit Wassermangelsituationen und Niedrigwasser ein zunehmend wichtiges Thema sei, führte Untersteller weiter aus. Auch das Thema Spurenstoffe soll in der LAWA bearbeitet werden. Daneben werden weitere wichtige Themen der LAWA in den kommenden zwei Jahren die Weiterentwicklung der Instrumentarien zum Grundwasserschutz sowie Fragen des Vollzugs und der Weiterentwicklung der Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwasserrisikomanagement- Richtlinie und die Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie sein.

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Gewässer- und Bodenschutz neuer Forschungsschwerpunkt in Suderburg

Der Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat den neuen Forschungsschwerpunkt Gewässer- und Bodenschutz eingerichtet. Der Forschungsschwerpunkt beinhaltet laut der Ostfalia Hochschule insbesondere das Erforschen der Wechselwirkungen zwischen Wasser und Boden sowie der auf den Flächen wachsenden Vegetation. Gefördert wird der Forschungsschwerpunkt „Gewässer und Bodenschutz“ einschließlich der Forschungsinfrastruktur (Gebäude, Labore, Geräte und sonstige Ausstattung) vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Höhe von 951 000 Euro, weitere 300 000 Euro investiert die Ostfalia an Eigenmitteln in die Forschungsinfrastruktur. Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung soll die Fakultät fachübergreifend zusammenarbeiten. Durch eine Vielzahl von Forschungsprojekten, die in Zusammenarbeit mit Partnern wie Landwirtschaftskammer, Fraunhofer-Gesellschaft, OOWV sowie regional und überregional tätigen Unternehmen auf nationaler und internationaler durchgeführt werden sollen, werde die Infrastruktur des neuen Forschungsschwerpunkts genutzt, so die Hochschule.

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Änderungen im Wasserrecht geplant

Die Bundesregierung plant Änderungen im Wasserrecht, um EU-Regelungen umzusetzen. Ein Gesetzentwurf (Bundestags- Drucksache 18/6986) sieht vor, die Begriffsdefinitionen der Wasserdienstleistung und der Wassernutzung aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Wasserhaushaltsgesetz zu verankern. Zudem wird eine Regelung zur Deckung der Kosten der Wassernutzung übernommen. Demnach gilt vor allem das Verursacherprinzip, wenn es im Rahmen von Wassernutzung „zu Beeinträchtigungen oder Schädigungen der aquatischen Umwelt“ kommt, heißt es in der Begründung. Bei der neuen Kosten-Norm handle es sich um eine Grundsatzregelung zur Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. Sollten zur Erreichung dieser Ziele spezielle „ökonomische oder fiskalische Instrumente“ nötig werden, müssten dafür eigene Rechtsgrundlagen geschaffen werden, betont die Bundesregierung in der Begründung. Eine weitere Änderung ist im Abwasserabgabengesetz vorgesehen. Damit soll der Status quo der Festsetzung der Abwasserabgabe beibehalten werden. Klarstellungsbedarf besteht laut Begründung, weil sich eine geplante Änderung der Abwasserverordnung auf die Höhe der Abwasserabgabe auswirken könnte. Hintergrund der Änderung der Verordnung ist wiederum eine von der Europäischen Kommission beschlossene Schlussfolgerung zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) im Rahmen der Industrieemissionsrichtlinie. Demnach sollen durch die BVT-Schlussfolgerung Jahres- und Monatsmittelwerte als einzuhaltende Emissionsbandbreite auch in der Abwasserverordnung eingeführt werden. In seiner Stellungnahme fordert der Bundesrat unter anderem, klarzustellen, dass Länder auch weiterhin Entgelte für die Wassernutzung erheben können, die nicht im Zusammenhang mit der neuen Norm und den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie stehen. In ihrer Gegenäußerung lehnt die Bundesregierung diesen Vorschlag ab. Eine solche Regelung sei nicht erforderlich, die Möglichkeit, sonstige Abgaben zu erheben, werde nicht beschnitten.

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DWA zeichnet Wasserwirtschaftler aus, die sich besonders für das Betriebspersonal eingesetzt haben

Ehrenmitgliedschaft für Gerhard Spatzierer Gerhard Spatzierer wurde wegen seiner großen Verdienste um das Betriebspersonal von Abwasseranlagen zum Ehrenmitglied ernannt. Als sich Spatzierer vor einem Jahr von seinen zahlreichen DWA-Ehrenämtern verabschiedete, haben wir dies in der Januarausgabe des Betriebs-Info ausführlich 2015 gewürdigt. Besonders sein erfolgreiches Wirken als Sprecher der Kläranlagen- Nachbarschaften … Ehrennadel für Ute Austermann-Haun Prof. Dr.-Ing. Ute Austermann-Haun ist eine bundesweit renommierte Fachfrau für die Reinigung von Industrieabwässern. Sie ist in zahlreichen einschlägigen Fachgremien, auch als Obfrau oder Sprecherin, tätig. Sie engagiert sich aber auch seit über 25 Jahren sehr für die Ausbildung des Betriebspersonals von Kläranlagen, etwa als Lehrerin in einer Kläranlagen-Nachbarschaft und – seit über 20 Jahren – als Leiterin der Klärwärter- Grundkurse … Ehrennadel für Gert Schwentner Gert Schwentners Name ist untrennbar mit der Arbeit der Kläranlagen- Nachbarschaften in Baden-Württemberg verbunden. Unter seiner engagierten Leitung haben sich die Kläranlagen- Nachbarschaften zu einer für die Betreiber in Baden-Württemberg und außerhalb dieses Bundeslandes unersetzlichen und überaus wertvollen Plattform für den praxisbezogenen und betrieblichen Erfahrungsaustausch fortentwickelt. Ein weiteres Anliegen ist ihm die chemische Analytik in Betriebslaboren. Daher ist er Mitautor des „Handbuchs zur Betriebsanalytik auf Kläranlagen“. Seit Oktober 2014 ist Schwentner Sprecher der bundesweiten DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaften“.

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2016

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27. DWA-Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen 2014 legt den Fokus auf die Demografie

Im DWA-Leistungsvergleich werden jährlich die Reinigungsleistungen der kommunalen Kläranlagen und der dafür aufgewendete Stromverbrauch erfasst. In der jüngsten Ausgabe haben sich bundesweit 5776 Kläranlagen mit einer Ausbaukapazität von 140,4 Millionen EW beteiligt. Mit einer Beteiligungsquote von mehr als 92 % der Gesamtausbaukapazität aller kommunalen Kläranlagen sind die Ergebnisse des DWA-Leistungsvergleichs repräsentativ. Sie spiegeln damit ein zutreffendes Bild der kommunalen Abwasserbehandlung Demografie In einigen Regionen führt vor allem der demografische Wandel zu starken Veränderungen der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktursysteme. Aber auch der Klimawandel, die steigenden ökologischen Anforderungen sowie die Schonung und das Recycling von Ressourcen (zum Beispiel Phosphor und Energie) sind große Herausforderungen. Beispielhaft konnte für einen Landkreis mit 17 % Bevölkerungsrückgang von 2002 bis 2013 gezeigt werden, dass die parallel gesunkenen Schmutzfrachten jedoch nur geringen Einfluss auf die Reinigungsleistungen der betroffenen Kläranlagen haben. Aufschlussreicher könnten direkte Betrachtung einzelner Städte und Ortschaften sein.

Bestellung bzw. Download:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Kundenzentrum
Theodor-Heuss-Allee 17,
53773 Hennef, Deutschland
E-Mail: info@dwa.de
http://de.dwa.de/themen-klaeranlagen.html  

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EU-Kommission fordert Polen zur Einhaltung des EU-Wasserrechts auf

Die Europäische Kommission fordert Polen auf, sein Wasserrecht mit den EUStandards in Einklang zu bringen. Weil Polen die Wasserrahmenrichtlinie nicht ordnungsgemäß anwende, so die Kommission in einer Mitteilung vom November 2015, und dafür sorge, dass alle Bestimmungen in nationales Recht umgesetzt werden, können die Ziele der Richtlinie im Land nicht erreicht werden, was sich negativ für die polnische Bevölkerung auswirken kann. Im November 2014 wurde Polen ein Aufforderungsschreiben übermittelt. Obwohl einige der Konformitätsmängel behoben wurden, bleiben mehrere Fragen offen. Diese betreffen unter anderem die Einstufung von Gewässern als erheblich veränderte Wasserkörper, die Systeme zur Klassifizierung künstlicher und erheblich veränderter Wasserkörper, groß angelegte Instandhaltungsarbeiten an Flüssen sowie Ausnahmen auf Gewässerebene von dem Umweltziel, bis 2015 den guten Zustand herzustellen. Die Kommission übermittelt daher eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Falls Polen nicht binnen zwei Monaten reagiert, kann die Kommission das Land vor dem Gerichtshof der Europäischen Union verklagen.

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Vier-Phasen-Plan als Grundlage für den „Masterplan Salzreduzierung“

Die Mitglieder der FGG Weser haben sich auf den sogenannten ‚Masterplan Salzreduzierung‘ geeinigt, der verschiedene Maßnahmen enthält, um die Salzbelastung im osthessischen und thüringischen Kalirevier zu reduzieren. Dazu gehören der Bau einer Kainit-Kristallisations- Flotations-Anlage zur Verdampfung der Salzabwässer, eine früher beginnende Haldenabdeckung, die Einstapelung unter Tage als Pilotprojekt sowie die Oberweser-Pipeline“. Das sagte die hessische Umweltministerin Priska Hinz am 3. Dezember 2015 in Wiesbaden. Die Grundlage für diesen Masterplan sei der modifizierte Vier-Phasen-Plan, den das hessische Umweltministerium mit dem Unternehmen KS bereits im Jahr 2014 gemeinsam erarbeitet habe. Der Masterplan sollte in der zweiten Dezemberwoche von der FGG Weser in Brüssel der EU-Kommission vorgestellt werden. Die FGG Weser geht davon aus, dass die Kommission diesen Vorschlag akzeptiert, ihm zustimmen wird und damit das Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik wegen des Verstoßes gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie abgewendet werden kann.

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RP Kassel verschiebt Entscheidung über Kaliabwässer- Versenkerlaubnis

Das Regierungspräsidium Kassel werde am 30. November 2015 keine Entscheidung über den Antrag des Unternehmens K+S für eine neue Versenkerlaubnis zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer im Untergrund treffen. Das teilte Regierungspräsident Walter Lübcke Ende November in Kassel mit. Die Umweltbehörde des Regierungspräsidiums sieht die Entscheidungsgrundlagen als nicht hinreichend an, weil einem sogenannten 3-D-Modell, das die Ausbreitung der versenkten Abwässer darstellt und zuverlässig voraussagen soll, von den Fachbehörden bislang keine ausreichende Zuverlässigkeit bescheinigt werden kann. Derzeit prüft das Regierungspräsidium, in welchem Rahmen eine streng befristete Übergangserlaubnis mit deutlich verringerten Versenkmengen möglich ist. Bis zur Entscheidung über die Übergangserlaubnis, bleibt die Versenkung untersagt. Vom 1. Dezember an werde es also keine Versenkung geben, so das Regierungspräsidium. Das Unternehmen und das Regierungspräsidium gehen davon aus, dass die vermehrten Niederschläge dafür sorgen werden, dass der Entsorgungsweg über die Werra vorübergehend ausreicht. Führt die Werra viel Wasser, kann auch mehr Abwasser aus der Kaliproduktion entsorgt werden. Die Entscheidung über die Übergangslösung soll noch im Dezember 2015 getroffen werden. Die Entscheidung über die Zuverlässigkeit des 3-D-Models und damit über den Versenkantrag wird hingegen laut dem Regierungspräsidium deutlich länger brauchen.

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Rheinland-Pfalz: Klärschlamm überwiegend in der Landwirtschaft verwertet

Bei der Abwasserreinigung fielen in Rheinland- Pfalz im Jahr 2014 rund 88 600 Tonuntersucht nen Klärschlamm (gemessen als Trockenmasse) an. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund vier Prozent mehr als im Vorjahr. Langfristig ist ein Rückgang der Menge zu beobachten. Vor zehn Jahren wurden noch mehr als 96 000 Tonnen Klärschlamm registriert. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist die geringere Menge an Zuschlagstoffen, die den Klärschlämmen zur Stabilisierung beigegeben werden. 60 Prozent des in kommunalen Anlagen angefallenen Klärschlamms wurde im zurückliegenden Jahr auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Dazu das Landesumweltministerium: „Durch diese Nutzung werden die im Klärschlamm enthaltenen Nährstoffe, wie Stickstoff oder Phosphate, sinnvoll genutzt. Sie ersetzen entsprechende Düngemittel. Um eine Schädigung der Böden auszuschließen, unterliegt die Ausbringung strengen gesetzlichen Regelungen.“ 23 Prozent des Klärschlamms wurde thermisch entsorgt. Bei den sonstigen Entsorgungswegen dominierte mit dem Einsatz im Landschaftsbau und in Vererdungsanlagen ebenfalls die stoffliche Verwertung.

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Recycling von Seltenerdmetallen aus Prozesswässern der Metall- und Bergbauindustrie

Der Forschungsverbund MExEM entwickelt und erprobt derzeit ein kombiniertes Verfahren der Membranextraktion und Elektrolyse, um Seltenerdmetalle aus Prozesswässern der Metall- und Bergbauindustrie wirtschaftlich und ökologisch zurückzugewinnen. Koordiniert wird der Verbund vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden. Ziel ist es, aus Prozesswässern die strategisch wichtigen Metalle Gallium und Indium selektiv aufzubereiten und anschließend elektrochemisch abzuscheiden. Perspektivisch sollen auch Verfahren zur Rückgewinnung von Tellur, Vanadium und Antimon entwickelt und getestet werden. Projektpartner sind neben dem Fraunhofer IKTS die Unternehmen Andreas Junghans – Anlagenbau und Edelstahlbearbeitung GmbH & Co. KG, G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Nickelhütte Aue GmbH, SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH sowie die Westsächsische Hochschule Zwickau. Das Projekt MExEM wird über eine Dauer von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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PFT-Grundwassersanierung Flughafen Düsseldorf in Betrieb

Der Düsseldorfer Airport hat Mitte November die erste Großanlage zur Grundwassersanierung auf dem Flughafengelände in Betrieb genommen. Grundlage für die neue Großanlage war eine Pilotanlage, in der an dieser Stelle bereits seit Januar 2014 verschiedene Reinigungsmethoden getestet wurden. Das PFT-belastete Grundwasser durchläuft in der Anlage zunächst einen Kiesbett-Filter, der Eisen und andere Störstoffe herausfiltert. Ionenaustauscherharze reinigen das Wasser im zweiten Schritt von den lang- und kurzkettigen PFT. Die nachgelagerten Aktivkohle-Filter sorgen für weitere Sicherheit. Das gereinigte Grundwasser wird in den Kittelbach eingeleitet. Durch die Anlage soll sichergestellt werden, dass kein belastetes Grundwasser mehr in Richtung Kaiserswerth abströmt. Bis Ende März 2016 ist die Inbetriebnahme von zwei weiteren vergleichbaren Anlagen, eine zur hydraulischen Abschirmung der PFT-Verunreinigung an der Feuerwache Nord des Flughafens und eine im Bereich der Unfallstelle der Atlas Air von 2005 am westlichen Ende der Südbahn, geplant. Der Flughafen investiert insgesamt rund zwei Millionen Euro in den Bau der Grundwassersanierungsanlagen. Notwendig ist des Weiteren noch eine Sanierung der Grundwasserfahnen. Um die aktuelle Entwicklung der Verunreinigung zu erfassen, wurden im Oktober und November 2015 rund 200 Grundwassermessstellen beprobt und Tonuntersucht. Die ausgewerteten und in grafischer Form dargestellten Ergebnisse sollen Anfang 2016 vorliegen. Auf dieser Datengrundlage werden unter Berücksichtigung der Monitoring-Ergebnisse des Flughafens bis Mitte 2016 die weiteren Schritte zur Fahnensanierung geprüft und über Pump- und Aufbereitungsversuche entschieden.

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Berlinwasser trennt sich vom internationalen Geschäft

Berlinwasser, die Muttergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe, konzentriert sich im Auslandsgeschäft rein auf den Mittleren Osten. Anfang Dezember hat die BerlinWasser Holding GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2015 die Berlinwasser International GmbH (BWI) an Veolia Central and Eastern Europe S.A., Paris, veräußert. Das größte Engagement der BWI war die seit 1997 gemeinsam mit Veolia zu gleichen Teilen von jeweils 12,5 Prozent bestehende Beteiligung an der Budapester Stadtentwässerung FCSM. Zudem war BWI mit 33 Prozent an der Windhoek Goreangab Operating Company Ltd. – einer Gesellschaft zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der namibischen Hauptstadt – beteiligt und betrieb über ihre Niederlassung auf Mauritius die Kläranlage St. Martin. Bereits im Oktober 2011 hatte Berlinwasser das China-Geschäft der BWI an die im Wasserdienstleistungsgeschäft tätige Metito-Gruppe aus Dubai verkauft. Die internationalen Aktivitäten der Berlinwasser Gruppe konzentrieren sich damit künftig auf das Ingenieurbüro p2m berlin GmbH, das in wachsendem Maße vor allem im Mittleren Osten als Dienstleister in Wasserprojekten erfolgreich ist .

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Namibia: Anpassung an den Klimawandel

Im deutsch-namibischen Forschungs- und Entwicklungsprojekt CuveWaters ist es in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxispartnern und Bevölkerung gelungen, Lösungen für eine nachhaltige Wasserver- und -entsorgung für trockene Gebiete zu entwickeln und umzusetzen. Sie seien Blaupause für andere sogenannte semiaride Regionen der Erde, betont das an dem Projekt beteiligte ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung in einer Mitteilung. Nach fast zehnjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat das CuveWaters-Team Ende November in der namibischen Hauptstadt Windhoek die konkreten Ergebnisse präsentiert. So wurde das komplexe Versorgungssystem an verschiedenen Standorten im Cuvelai- Etosha Basin umgesetzt. Hier ist die Bevölkerung besonders stark von klimatischen Extremen wie Überschwemmungen und anhaltenden Trockenperioden betroffen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt, Praxispartnern und namibischen Partnern vor Ort konnten unter anderem selbst fernab von zentralen Wasserleitungen neue Trinkwasserquellen mithilfe solarbetriebener Entsalzungsanlagen gewonnen werden. Anlagen für Regenwassersammlung und Flutwasserspeicherung stellen zudem Nutzwasser für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen zur Verfügung. Im Zuge von CuveWaters ist des Weiteren ein neuartiges energieeffizientes Sanitärund Abwasserkonzept mit anschließender Wasserwiederverwendung entstanden. Etwa 1500 Bewohner von Outapi, meist aus einkommensschwachen Haushalten, können jetzt Waschhäuser, Duschen und Toiletten nutzen. Aus dem Abwasser wird nicht nur nährstoffhaltiges Brauchwasser für die Feldbewässerung gewonnen, sondern auch Biogas für die Strom- und Wärmeerzeugung.

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Hessen: Neues Gesetz zur Berufsbezeichnung „Ingenieur“

Wer in Hessen die Berufsbezeichnung „Ingenieurin“ oder „Ingenieur“ tragen will, muss künftig einheitliche Anforderungen erfüllen. Dies regelt das neue Hessische Ingenieurgesetz, das am 9. Dezember 2015 in Kraft getreten ist. „Wir definieren Standards, da mit dem weitgehenden Verschwinden des traditionellen Diplom-Abschlusses die Vielfalt der Ingenieur-Studiengänge unüberschaubar geworden ist“, erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson. „Wir schützen damit den Kern des Ingenieursberufs und erhöhen seine Attraktivität.“ Träger der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ müssen nun Studiengänge absolviert haben, die mindestens sechs Semester dauern und zur Hälfte ingenieurwissenschaftliche Inhalte aufweisen. Kombinationsstudiengänge, die beispielsweise mit dem Abschluss „Wirtschaftsingenieur“ enden, sind davon nicht berührt; diese Titel dürfen wie bisher getragen werden. An Ingenieure, die sich besonders qualifiziert haben, darf die Ingenieurkammer Hessen die Bezeichnung „Fachingenieur/Ingenieurkammer Hessen“ vergeben, allerdings nur für die Fachgebiete Bau- und Planung, Geodäsie (Vermessung) und Umwelt.

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Griechenland erneut wegen Abwasserbehandlung vor dem Europäischen Gerichtshof

Griechenland drohen Geldbußen wegen mangelhafter Behandlung kommunaler Abwässer. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Jahr 2004 geurteilt, dass das Land aufgrund unsachgemäßer Sammlung und Behandlung der in den Golf von Elefsina eingeleiteten Abwässer gegen EU-Recht verstößt. Elf Jahre danach, so die EU in einer Mitteilung vom November 2015, sei es Griechenland noch immer nicht gelungen, das Problem zufriedenstellend zu bewältigen. Das Fehlen angemessener Kläranlagen im Gebiet von Thriasio Pedio stelle eine Gefahr für die menschliche Gesundheit, die Binnengewässer und die Meeresumwelt dar. Die Kommission fordert den EuGH auf, Griechenland ab dem Datum des ersten Urteils bis zu dem Tag, an dem der Mitgliedstaat den Mangel behoben hat oder – falls die Regelwidrigkeit fortbesteht – bis zum Datum des zweiten Urteils mit einer pauschalen Geldstrafe zu belegen, die anhand eines Tagessatzes, multipliziert mit der Anzahl der Tage der Verstoßdauer, berechnet würde und sich bis heute auf eine Summe von 15 943 620 Euro beläuft. Des Weiteren schlägt die Kommission ein tägliches Zwangsgeld von 34 974 Euro vor, das ab dem Tag des Urteils des Gerichtshofs so lange zu entrichten wäre, bis Griechenland das EU-Recht in allen Punkten einhält. Die endgültige Entscheidung über die Sanktionen trifft der Gerichtshof. Trotz gewisser Fortschritte werden lediglich 28 % der kommunalen Abwässer gesammelt und behandelt, bevor sie in den Golf von Elefsina eingeleitet werden. Die Sammelquote hat sich seit Juli 2012, als die Kläranlage in Betrieb genommen wurde, praktisch nicht verbessert. Angesichts dieser anhaltenden Vertragsverletzung und da kein Ende dieser Situation in Sicht ist, hat die Kommission beschlossen, den Fall erneut vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen. In einem ähnlichen Fall hat der Gerichtshof am 15. Oktober 2015 Geldstrafen gegen Griechenland verhängt, weil das Land einem rechtsverbindlichen Urteil aus dem Jahr 2007 betreffend die Behandlung kommunaler Abwässer nicht nachgekommen ist (Nichtkonformität in 23 Gemeinden). In dieser Rechtssache hat der Gerichtshof Griechenland zur Zahlung eines Pauschalbetrag von zehn Millionen Euro und gestaffelter Geldbußen von 20 000 Euro pro Tag verurteilt.

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Förderung für Forschungsvorhaben zu globalen Wasserressourcen

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert unter der Bezeichnung GROW (Globale Ressource Wasser) die Entwicklung von Handlungswissen zum Ausbau der Steuerungskompetenz im Wassersektor. Dies schließt die Entwicklung neuer Methoden zur Zustandserfassung der globalen Wasserressourcen und zur Prognose des globalen Wasserbedarfs ein. Gefördert werden ausgewählte Forschungsvorhaben in den Themenfeldern „Steuerungskompetenz im Wassersektor“, „Globale Wasserressourcen“, „Globaler Wasserbedarf“. Die Projekte können auf ein Themenfeld fokussiert werden, aber auch eine Kombination der Themenfelder ist möglich. Im Rahmen der Fördermaßnahme ist auch ein eigenständiges Vernetzungs- und Transfervorhaben vorgesehen, das organisatorische, fachlich inhaltliche und öffentlichkeitswirksame Aufgaben wahrnimmt. Gefördert werden ausschließlich Verbundprojekte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. In der ersten Verfahrensstufe können bis zum 15. März 2016 Projektskizzen eingereicht werden.

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Folgen des Klimawandels in Zukunft deutlich stärker

Die Folgen des Klimawandels werden sich künftig auch in Deutschland verstärkt bemerkbar machen. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird die Gefahr von Hochwassern oder Hitzewellen zunehmen. Damit werde das Schadenspotenzial des Klimawandels für Natur, Gesellschaft und Wirtschaft steigen, schreiben der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der Vorstellung der neuen Studie „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Deutschlands Regionen unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen sein werden. So sind beispielsweise Ballungsgebiete in Ostdeutschland und dem Rheintal durch Hitzewellen besonders gefährdet. Hier kann bis zur Mitte des Jahrhunderts die Anzahl der heißen Tage pro Jahr auf 15 bis 25 Tage ansteigen. Heute gibt es acht bis zwölf solcher Tage mit einem Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 30 °C. Im norddeutschen Tiefland könnte die Anzahl der Überschwemmungen durch Flusshochwasser zunehmen, Süddeutschland ist dagegen durch Überschwemmungen infolge von Starkregen besonders bedroht. Auf der anderen Seite drohen aber auch längere Trockenperioden, vor allem im Frühjahr und im Sommer. Hinter der Studie steht das Netzwerk Vulnerabilität. Es wurde 2011 im Auftrag der Bundesregierung gegründet. Es besteht heute aus 16 Bundesbehörden und -institutionen aus neun Ressorts und einem wissenschaftlichen Konsortium, finanziert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und koordiniert durch das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im UBA.

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Europäische Kommission: über 160 Millionen Euro für neue Umweltprojekte

Die Europäische Kommission hat ein Investitionspaket in Höhe von 264,8 Millionen Euro genehmigt, mit dem Umweltund Naturschutz sowie umweltverträgliches Wachstum in Europa gefördert werden sollen. Die Investition umfasst 96 neue Projekte in 21 Mitgliedstaaten und wird im Rahmen des LIFE-Programms für die Umwelt finanziert. Die Projekte betreffen Maßnahmen in den Bereichen Umwelt und Ressourceneffizienz, Förderung des Übergangs zu einer stärker kreislauforientierten und nachhaltigen Wirtschaft, Natur- und Biodiversität sowie Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich. Die Kofinanzierung dieser Projekte durch die EU beläuft sich auf 160,6 Millionen Euro.

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Emscher wieder Forellengewässer

Die Renaturierung der Emscher zeigt erfreuliche Ergebnisse. Erstmals seit einem Jahrhundert leben in der einstigen „Köttelbecke“ Emscher wieder Fische. Im Oberlauf des Flusses in Dortmund konnten im Rahmen eines Monitorings Forellen nachgewiesen werden. In Zusammenarbeit mit Fischereibehörden, Fischereiverbänden und Wissenschaftlern arbeitet die Emschergenossenschaft derzeit an einer umfänglichen Kartierung des Fischbestands im Emschersystem. Ziel hierbei ist es, das Wiederbesiedlungspotenzial zu ermitteln, den Erfolg bisheriger Umgestaltungsmaßnahmen zu überprüfen und aus den Untersuchungsergebnissen gegebenenfalls Schutzmaßnahmen abzuleiten. Hierbei gelang ein Nachweis der heimischen Bachforelle im Oberlauf der Emscher. Die gefangenen Bachforellen entstammen einer sehr kleinen Population, die auf kurzen Gewässerabschnitten eines Nebenlaufsystems der Emscher in Dortmund vorkommt. Bereits 1997 konnte das LANUV dort Bachforellen nachweisen, wobei deren Herkunft einer damals noch bestehenden Fischteichanlage zugeordnet wurde. Im Rahmen des großräumig ausgelegten Monitorings im Jahr 2015 konnten nun erneut Bachforellen gefunden werden.

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Elbe-Ministerkonferenz verabschiedet Bewirtschaftungsplan

Die Anrainerländer der Elbe haben sich Ende November auf der Elbe-Ministerkonferenz auf gemeinsame Maßnahmen zur Bewirtschaftung und zum Hochwasserrisikomanagement verständigt und in einer gemeinsamen Elbe-Erklärung Schlussfolgerungen zu den künftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Flüsse und Seen, des Grundwassers und der Küstengewässer im Einzugsgebiet der Elbe gezogen. Einen Schwerpunkt der Konferenz bildeten dabei die Vereinbarungen zum Hochwasserschutz, die nach dem verheerenden Hochwasserereignis im Juni 2013 getroffen wurden. Um die Hochwasservorhersage weiter zu verbessern, hat die Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGE) ein Projekt zur Optimierung des Vorhersagemodells für die Elbe begonnen. Auch die bislang in den Ländern angewandten Grundlagen zur Bemessung von Hochwasserschutzanlagen wurden geprüft. Im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms werden zudem rund 13 900 Hektar neue Überflutungsflächen durch Rückverlegung von Deichen geschaffen; ebenso ca. 645 Millionen Kubikmeter neues Rückhaltvolumen durch gesteuerte Hochwasserrückhaltung, zum Beispiel durch Flutpolder. Diese Aktivitäten zur Verbesserung des Hochwasser schutzes wurden – zusammen mit weiteren Maßnahmen der Länder – auch in den gemeinsamen Hochwasserrisikomanagementplan der FGE aufgenommen und auf der Sitzung verabschiedet. Damit neben dem Hochwasserrisikomanagement auch der Gewässerschutz im Elbegebiet verbessert werden soll, um die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, verabschiedeten die Elbeminister auch den Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm der FGE für den Zeitraum 2016 bis 2021.

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DIN würdigt integriertes Managementsystem von Emschergenossenschaft/ Lippeverband

Emschergenossenschaft/Lippeverband sind für ihr 2009 eingeführtes Integriertes Managementsystem (IMS) mit dem DINPreis des Deutschen Instituts für Nor mung ausgezeichnet worden. Die Verbände haben die Auszeichnung für die Umsetzung der neuen „DIN ISO 9001“ erhalten – und zwar in der Sparte „Best Practice“. Gewürdigt wird damit die bereits früh erfolgte Umsetzung der DIN-Norm, speziell der Umgang mit dem Qualitätsmanagement bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. Der Doppelverband ist nach eigenen Angaben die erste öffentlich- rechtliche Einrichtung, die den Best- Practice-Preis erhalten hat. Zuvor wurden damit nur privat-wirtschaftliche Unternehmen ausgezeichnet.

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Anschlussgrad in Thüringen steigt auf 93,5 Prozent

In Thüringen hat sich der Anschlussgrad an das öffentliche Kanalnetz noch einmal leicht erhöht. Nach den aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamts für Statistik waren 2013 93,5 Prozent der Thüringer an das Kanalnetz angeschlossen, ein Plus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber 2010. Der Anschlussgrad an Abwasserbehandlungsanlagen erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 72,8 Prozent auf 75,8 Prozent. Das öffentliche Kanalnetz hat in Thüringen 2013 eine Gesamtlänge von ca. 15 900 km erreicht. Damit hat sich die Länge des Kanalnetzes seit 1991 mehr als verdoppelt. Rein statistisch gesehen, kommen auf jeden angeschlossenen Einwohner rund 8 m Kanal. Die Entwässerung erfolgte überwiegend im Mischsystem mit 9609 km. Die Abwasserbehandlung erfolgt in Thüringen in 573 Kläranlagen. 2013 wurden in diesen Anlagen etwas mehr als 206 Millionen m³ Abwasser geklärt, darunter 115,9 Millionen m³ Schmutzwasser sowie 50,1 Millionen m³ Fremdwasser. 543 Kläranlagen der 573 Kläranlagen verfügten über eine biologische Reinigungsstufe.

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42,5 Milliarden Euro für Klimaschutzgüter

Die Bedeutung der Umweltschutzwirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2013 zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs 66,5 Milliarden Euro Umsatz mit Waren und Leistungen für den Umweltschutz, was einer Umsatzsteigerung von 7,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Großen Einfluss auf die positive Entwicklung hatte der Einsatz von Klimaschutzgütern, auf die rund 42,5 Milliarden Euro (63,9 %) des Gesamtumsatzes mit Umweltschutzgütern entfielen. Darüber hinaus wurden folgende Umsätze in den „klassischen“ Umweltbereichen erwirtschaftet: 6,7 Milliarden Euro im Bereich der Luftreinhaltung, 6,7 Milliarden Euro mit Produkten für die Abwasserwirtschaft, 3,4 Milliarden Euro mit der Abfallwirtschaft und 3,0 Milliarden Euro mit der Lärmbekämpfung. Rund 4,1 Milliarden Euro wurden mit Waren, Bau- und Dienstleistungen in sonstigen Umweltbereichen (Arten- und Landschaftsschutz, Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser, umweltbereichsübergreifende Waren, Bau- und Dienstleistungen) umgesetzt. Besonders an Bedeutung gewonnen haben mit circa 2,4 Milliarden Euro Umsatz die multifunktionalen Waren und Leistungen für den Umweltschutz. Ausführlich dokumentiert sind diese und weitere Daten in der Fachserie 19 Reihe 3.3 des Statistischen Bundesamts.

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6,3 Prozent der Steuereinnahmen in der EU sind Umweltsteuern

In der Europäischen Union beliefen sich die Umweltsteuern 2013 auf 330,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2003 272,1 Milliarden Euro betragen hatten. Das teilt das Statistische Amt der EU, Eurostat, mit. Allerdings ist der Anteil der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen in diesem Zehnjahreszeitraum von 6,9 % im Jahr 2003 auf 6,3 % im Jahr 2013 zurückgegangen. Die EU betrachtet den Anteil der Umweltsteuern an den Gesamteinnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen als Gradmesser der Europa-2020-Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“. Angestrebt wird in der EU bis 2020 ein Anteil von mindestens 10 %.

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TU Dresden untersucht Mikroschadstoffe

Was bewirken Mikroschadstoffe in den Gewässern? Wie können Schäden vermieden werden? Und wo finden sich emissionsmindernde Ansätze, die nicht nur effizient sind, sondern eine faire Lastenverteilung ermöglichen? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsvorhabens der TU Dresden. Gefördert von der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU), dem Sächsischen Umweltministerium und der Gelsenwasser AG wollen Abwasserunternehmen aus Plauen, Chemnitz und Dresden, unter wissenschaftlicher Begleitung und Federführung der Technischen Universität Dresden (TUD), ein Stoffflussmodell entwickeln, das mögliche Belastungsszenarien für konkrete Vorortsituationen simuliert. Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage für das Management von Stoffströmen. In einem darauf aufbauenden Leitfaden soll regional und lokal sondiert werden, ob und mit welchen Mitteln durch Vermeidung, Substitution beziehungsweise technischen Lösungen Stoffeinträge in die Gewässer vermieden werden können. Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt, die Auftaktveranstaltung findet am 28. Januar 2016 auf der Kläranlage Dresden-Kaditz.

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Gründung eines Kompetenzzentrums für nachhaltige Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft in Kuba

Am 3. Juli 2015 wurde an der Universität „Oscar Lucero Moya“ in Holguin/Kuba das Kompetenzzentrum für Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft feierlich eröffnet. Der Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit der Hochschule Magdeburg-Stendal ist Partner beim Aufbau des Kompetenzzentrums, das insbesondere die Aus- und Fortbildung von Studierenden, Mitarbeitern und externen Fachleuten sowie die Umweltbildung der kubanischen Bevölkerung im Fokus hat. Der Aufbau des Kompetenzzentrums wird bis 2018 durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Programm „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern“ gefördert. Die Förderung betrifft dabei insbesondere den Aufbau von funktionstüchtigen Laborstrukturen sowie den Wissenstransfer auf den Gebieten der Abfall- und Wasserwirtschaft von Deutschland nach Kuba. Außerdem findet ein projektbezogener Studierendenaustausch in beide Richtungen statt. Zu den Projekten zählen zum Beispiel den Aufbau von kleinen Testanlagen zur Abwasserreinigung, die Ertüchtigung von Biogasanlagen und das Erarbeiten und Umsetzen von Abfallwirtschafts-, Trinkwasserversorgungs- und Abwasserableitungskonzepten. Ziel ist, bis 2018 an der Universität Holguin ein Kompetenzzentrum aufzubauen, das im lateinamerikanischen Raum eine Vorbildwirkung für die Konzentration und Anwendung von Knowhow in der Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft besitzt und somit direkt vor Ort fähig ist, anstehende Problemstellungen in diesen Gebieten zu lösen.

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Griechenland wegen mangelnder Kommunalabwasserbehandlung verurteilt

Wegen verspäteter Durchführung der Richtlinie über die Behandlung kommunaler Abwässer wurde Griechenland im Oktober 2015 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu einem Pauschalbetrag von zehn Millionen Euro und einem Zwangsgeld von 3,64 Millionen Euro pro Halbjahr des Verzugs verurteilt (Az. C-167/14). Der EuGH hatte 2007 festgestellt, dass 23 Gemeinden in Griechenland noch nicht mit Kanalisationen und/oder Systemen zur Behandlung von kommunalem Abwasser ausgestattet waren. Mit dem nun aktuellen Urteil stellt der EuGH fest, dass Griechenland gegen seine Verpflichtung zur Durchführung des Urteils von 2007 verstoßen hat, weil immer noch sechs Gemeinden nicht mit Kanalisationen oder Systemen zur Abwasserbehandlung ausgestattet sind. Mit den jetzt verhängten finanziellen Sanktionen soll die vollständige Durchführung des Urteils von 2007 sichergestellt werden.

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Baden-Württemberg: neue Förderrichtlinie für wasserwirtschaftliche Vorhaben

Verstärkte Anreize für gewässerökologische Maßnahmen, interkommunale Zusammenarbeit und innovative Verfahren möchte die Landesregierung von Baden- Württemberg mit der Novelle der Förderrichtlinien für wasserwirtschaftliche Vorhaben setzen. Die neuen Richtlinien, die ab sofort gelten, setzen grundsätzlich die bewährte Förderung der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung, des Wasserbaus und der Gewässerökologie fort. Gleichzeitig werden aber für einzelne Bereiche stärkere Anreize gesetzt. So erhöht das Land beispielsweise den möglichen Fördersatz bei gewässerökologischen Maßnahmen von bisher bis zu 70 auf nun bis zu 85 Prozent. Hiermit soll vor allem die Durchgängigkeit der Gewässer verbessert werden. Zudem sind jetzt auch Investitionen in Umweltbildungseinrichtungen wie Lernorte, Lehrpfade oder geordnete Zugänge zum Gewässer begrenzt förderfähig, so das Landesumweltministerium. Weiterhin neu in der Novelle ist die Bezuschussung von Strukturgutachten, die dazu dienen, strukturverbessernde Maßnahmen bei der Wasserversorgung vorzubereiten, die aufgrund des demografischen Wandels, des Klimawandels, der Wirtschaftlichkeit und steigender Umweltstandards für die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser und eine gesicherte Abwasserbeseitigung in der Zukunft notwendig sind. In der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind zudem außerdem innovative Verfahren förderfähig, die insbesondere die Energieeffizienz in diesem Bereich steigern.

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9300 Kläranlagen, 27 Millionen Kubikmeter Abwasser täglich

In Deutschland reinigen 9307 öffentliche Kläranlagen jeden Tag durchschnittlich 26,9 Millionen Kubikmeter Abwasser. Auf das Jahr bezogen bedeutet dies eine behandelte Abwassermenge von 9,8 Milliarden Kubikmeter. Dies berichtete das Statistische Bundesamt Mitte Oktober bei der Vorlage der Zahlen für die öffentliche Abwasserentsorgung 2013. Das Abwasser bestand überwiegend aus Schmutzwasser von Haushalten und Betrieben (5,0 Milliarden Kubikmeter bzw. 51,1 %) und zu gut einem Viertel aus Niederschlagswasser (2,6 Milliarden Kubikmeter bzw. 26,1 %). Weitere 2,2 Milliarden Kubikmeter (22,8 %) des behandelten Abwassers war Fremdwasser. Besonders viel Fremdwasser wurde in Hessen verzeichnet. Mehr als ein Drittel (34,8 %) des dort behandelten Abwassers war Fremdwasser. In Baden-Württemberg (29,9 %) und im Saarland (29,8 %) waren die Fremdwasseranteile ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Gut zwei Drittel (67,6 %) aller Kläranlagen verfügen nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes neben biologischen Verfahren über zusätzliche Ausbaustufen zur Abwasserbehandlung wie zum Beispiel Stickstoff- oder Phosphorentfernung. Nur knapp jede dritte Kläranlage (31,6 %) reinigte das Abwasser über eine biologische Behandlung ohne weitere Ausbaustufen.

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97 % Anschlussgrad an öffentliche Kanalisationen

97 Prozent der Bevölkerung und damit rund 78,1 Millionen Einwohner waren in Deutschland im Jahr 2013 an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Darüber wurden rund fünf Milliarden Kubikmeter Schmutzwasser aus Haushalten und Kleingewerbe abgeleitet. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Oktober 2015 mit. Die Gesamtlänge des in Deutschland betriebenen Abwasserkanalnetzes belief sich danach auf 575 561 Kilometer. 242 847 Kilometer des Kanalnetzes waren Mischkanalisation. Schmutzwasserkanäle waren auf einer Länge von 206 234 Kilometer verlegt. Die Länge der Regenwasserkanäle betrug 126 480 Kilometer. Durchschnittlich 174 Einwohner waren 2013 bundesweit je Kilometer Mischund Schmutzkanalisation angeschlossen. Dabei bestanden große Unterschiede zwischen den Bundesländern. In den Stadtstaaten waren durchschnittlich 437 Einwohner an jeden Kilometer der öffentlichen Kanalisation angeschlossen, während es in Mecklenburg-Vorpommern im Durchschnitt nur 122 Einwohner je Kilometer der öffentlichen Kanalisation waren.

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Experten fordern nationale Stickstoffstrategie

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) spricht sich für die Erarbeitung einer nationalen Stickstoffstrategie aus. Das geht aus einem Sondergutachten des Sachverständigenrates (Bundestags- Drucksache 18/4040) hervor, das die SRU-Vertreterin Karin Holm-Müller am 11. November 2015 vor dem Umweltausschuss des Bundestags in einem öffentlichen Fachgespräch vorgestellt hat. In dem Gutachten verweisen die Experten darauf, dass zu hohe Einträge von Stickstoffverbindungen eines der großen ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit seien. Stickstoffeinträge tragen danach zum Verlust von Biodiversität bei, indem sie die Böden versauern. Stickstoffoxide in der Luft wiederum schädigten direkt die menschliche Gesundheit und bildeten gemeinsam mit Ammoniak gesundheitsschädlichen Feinstaub. Nitrat im Trinkwasser wirke krebserzeugend, während Lachgas die Ozonschicht schädige und den Klimawandel beschleunige. Auf 48 Prozent der natürlichen und naturnahen Ökosysteme sei die kritische Grenze für Stickstoffeinträge überschritten, sagte Holm-Müller vor den Abgeordneten. Aufgrund des zu hohen Nitratgehalts seien zudem 27 Prozent aller Grundwasserkörper in einem schlechten chemischen Zustand, fügte die Umweltökonomin hinzu. Hauptverursacher der Problematik sei die Landwirtschaft, da reaktiver Stickstoff vor allem durch die Verwendung von Düngemitteln und die Tierhaltung freigesetzt werde. Problematisch sei aber auch der Bereich der Biogaserzeugung, sagte die SRU-Vertreterin. Bei Neuanlagen sollte die Biogaserzeugung nach Ansicht des Sachverständigenrates daher künftig primär auf der energetischen Nutzung von Rest- und Abfallstoffen beruhen. Holm-Müller sprach sich auch für eine ambitionierte Düngeverordnung aus, die einen wichtigen Schritt darstellen könne. Bei der derzeit in Deutschland diskutierten Reform der Düngeverordnung sei eine verbindliche Düngeplanung, die Einbeziehung aller organischen Düngemittel – auch der gesamten Gärreste aus Biogasanlagen – in die Ausbringungsobergrenzen, strengere Anforderungen an die Ausbringungstechnik, die Erstellung eines Nährstoffvergleichs nach der Methode der Hoftorbilanz und strengere Kontrollen und Sanktionen für einen besseren Vollzug der Vorgaben von besonderer Bedeutung. Wann die Novelle der Düngeverordnung zur Behandlung im Kabinett ansteht, konnte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Florian Pronold (SPD), auf Nachfrage nicht sagen. Seines Wissens gebe es zwar inzwischen eine Einigung zwischen Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium. Doch kenne er persönlich weder den Entwurf noch den Termin für die Behandlung im Kabinett. Pronold zeigte sich über diese Zustand unzufrieden.

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DBU fördert Starkregenvorsorge in Bremen

Starkregen bleibt auch für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein wichtiges Thema. Die größte deutsche Umweltstiftung hat Fördermittel für das Projekt „Entwicklung einer neuen Methodik zur vereinfachten, stadtgebietsweiten Überflutungsprüfung mit GISbasierter Darstellung der Analysenergebnisse am Beispiel der Starkregenvorsorge und Klimaanpassung (KLAS) in Bremen“ bewilligt. Dies teilte die federführende Dr. Pecher AG mit. Projektpartner sind die Freie Hansestadt Bremen die hanseWasser Bremen GmbH sowie die Hochschule Bremen. Überflutungsvorgänge lassen sich mit Hilfe von gekoppelten Kanalnetz- und Oberflächenabflussmodellen kleinräumig detailliert abbilden. Eine stadtgebietsweite Einschätzung der Gefährdungslage ist aber bisher nur mit hohem Personalund Kosteneinsatz möglich. Zudem fehlen Auskunftssysteme zur Unterstützung interdisziplinärer Planungsprozesse. Ziel des Projekts ist es daher, belastbare Grundlagen zum Abflussverhalten bei Starkregen mit einer vereinfachten Methodik stadtgebietsweit zu ermitteln und für eine wassersensible Stadtplanung Stadtplanung sowie für ein etwaiges Risikomanagement in einem Planungsinformationssystem bereitzustellen. Das aktuelle Projekt baut auf dem 2014 abgeschlossenen Projekt KLAS (www.klas-bremen. de) auf. Bei KLAS wurde ein vereinfachter Ansatz zur Abbildung von Überflutungsflächen entwickelt. Dieser kann möglicherweise als vereinfachte, stadtgebietsweite Überflutungsprüfung dienen. Der Ansatz soll daher nun wissenschaftlich weiter verfolgt und die Übertragbarkeit auf andere Kommunen erreicht werden. Die Güte des Ansatzes soll durch Vergleichsberechnungen mit detaillierten Abflussmodellen geprüft werden. Darauf aufbauend ist die Entwicklung eines modularen, GIS-basierten Auskunftssystems für Planer sowie die exemplarische Umsetzung vorgesehen. Das System soll erforderliche Karten bereitstellen und als eigenständiges webbasiertes Auskunftssystem nutzbar sein. Im Vordergrund steht hierbei eine zielgruppengerechte Bereitstellung der Daten. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt wurde Anfang Juli dieses Jahres gestartet. Die Fördersumme beläuft sich auf 278 000 Euro.

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Klärschlammverwertungskonzept für ländliche Regionen – am Beispiel des Rhein-Hunsrück-Kreises

Einführung
Der Rhein-Hunsrück-Kreis umfasst mit den Verbandsgemeinden Kastellaun, Kirchberg, Rheinböllen, St. Goar-Oberwesel, Emmelshausen und Simmern sowie der Stadt Boppard sieben Gebietskörperschaften, die zur Reinigung der anfallenden Abwässer insgesamt 33 kommunale Kläranlagen mit Ausbaugrößen zwischen 50 E und 28 000 E betreiben. Die Großzahl der Anlagen (22 Stück) verfügt über eine Belebungsanlage. Im Einzugsgebiet befinden sich aber ebenfalls sechs Tropfkörperanlagen, drei Teichkläranlagen, eine SBR-Anlage und eine Pflanzenkläranlage. Durch die Reinigung der Abwässer fällt jährlich eine Schlammmenge von rund 40 000 Mg Originalsubstanz an. Die im Rhein-Hunsrück-Kreis anfallenden Klärschlämme…

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Autoren
Dr.-Ing. Thomas Siekmann
Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Jakob
Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann & Partner GmbH
Segbachstraße 9, 56743 Thür
E-Mail: t.siekmann@siekmann-ingenieure.de
Stefan Miethig, M. Eng.
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der
RWTH Aachen (FiW) e. V.
Kackertstraße 15-17
52072 Aachen
Jürgen Schneider
Verbandsgemeinde Emmelshausen
Fachbereich 3 „Natürliche Lebensgrundlagen, Bauen“
Rathausstraße 1
56281 Emmelshausen

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IT-Sicherheit in der Wasserwirtschaft

Branchenstandard IT-Sicherheit Wasser/Abwasser Die neuen vom Gesetzgeber im BSI-Gesetz (BSIG) definierten Anforderungen an die Betreiber Kritischer Infrastrukturen, zu denen auch die Unternehmen der Abwasserentsorgung und Wasserversorgung zählen, stellt Unternehmen, deren Anlage(n) die in der BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisV) definierten Schwellenwerte erreichen oder überschreiten, vor die Herausforderung, bis zum 2. Mai 2018 geeignete Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik für die ITInfrastrukturen zu implementieren.

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Autoren
Dr. Ludger Terhart
(Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe WI-5.4
Cyber-Sicherheit)
Geschäftsbereich Technische Services
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: Terhart.Ludger@eglv.de
Dipl.-Ing. Kirsten Wagner
Deutscher Verein des Gasund
Wasserfaches e. V.
Josef-Wirmer-Straße 1-3
53123 Bonn

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Statische Berechnungen für Standardeinbaufälle

Gütegemeinschaft Kanalbau erweitert Serviceangebot für Mitglieder Die Qualität einer Kanalbaumaßnahme beginnt bei den zugehörigen Ingenieur-Leistungen wie Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung. Hierzu gehört unter anderem die Erstellung eines allgemeinverständlichen Leistungsverzeichnisses, das die Anforderungen der Baumaßnahme unter Berücksichtigung der technischen Aspekte beschreibt. Über das Leistungsverzeichnis werden einerseits die gewünschte Leistung und Qualität definiert; andererseits wird der Bauüberwacher in die Lage versetzt, die Einhaltung der Anforderungen zu überprüfen. In Regelwerken verankert Die Leistungsbeschreibung stellt den wichtigsten Bestandteil der Vertragsunterlagen dar, denn sie enthält die relevanten Informationen für die Kalkulation. Die Leistungen werden in…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2016 ab Seite1053

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Neuartige Wasserinfrastrukturen – Ergebnisse der integrierten Bewertung auf Modellgebietsebene (netWORKS 3)

Zusammenfassung
Die derzeitigen Wasserinfrastrukturen bedürfen einer Anpassung bzw. Transformation, um Herausforderungen wie zum Beispiel dem demografischen und dem Klimawandel begegnen und ihre Energie- und Ressourceneffizienz verbessern zu können. Es wird davon ausgegangen, dass weniger zentralisierte und damit flexiblere Systeme sich besser an Veränderungen des Klimas, der Demografie oder auch von Nutzungsmustern anpassen können. Im vorliegenden Artikel werden konventionelle und neuartige Wasserinfrastrukturen in fünf Modellgebieten in zwei deutschen Städten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit mittels Nutzwertanalyse vergleichend bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die unterschiedlichen technischen Lösungen in ihren Nutzwerten häufig sehr nahe beieinander liegen und neuartige Wasserinfrastrukturen dann Vorteile aufweisen, wenn die ökologischen und sozialen Bewertungskriterien betont werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2016 ab Seite1082

Autoren
Dr.-Ing. Jörg Felmeden
Dr.-Ing. Martin Zimmermann
Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH (ISOE)
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
E-Mail: zimmermann@isoe.de
Dr.-Ing. Bernhard Michel
COOPERATIVE Infrastruktur und Umwelt
Am Seegärtchen 23
64354 Reinheim

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Mikroschadstoffe aus Abwasseranlagen

Fachtagung an der TU Kaiserslautern Hintergrund Medienberichte über Arzneimittelrückstände im Trinkwasser und hormonell wirksame Substanzen in natürlichen Gewässern haben dem Thema „Mikroschadstoffe“ in den zurückliegenden Jahren auch in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit verliehen. Als Mikroschadstoffe werden Substanzen bezeichnet, die in den Gewässern in geringen Konzentrationen (Mikro- und Nanogrammbereich) vorkommen. Vorrangig sind dies Arzneimittelwirkstoffe, Haushaltschemikalien, Röntgenkontrastmittel aber auch Pestizide und Biozide. Am 25. November 2015 fand unter Federführung des Fachgebietes Siedlungswasserwirtschaft der TU Kaiserslautern und dem Zentrum für innovative AbWassertechnologienen an der TU Kaiserslautern, tectraa die Fachtagung „Mikroschadstoffe aus Abwasseranlagen .mehr:

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Fazit
Die Vorträge, Gespräche und Diskussionen der Tagung unterstrichen die nach wie vor große Aktualität der Thematik. Als strategische Zukunftsaufgabe wurde in der Fachtagung herausgestellt, neben Überlegungen zum Ausbau ausgewählter Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe auch Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung des Eintrags von Mikroschadstoffen ins Abwasser zu etablieren. Dabei ist auch die Mitwirkung jedes Einzelnen durch einen bewussteren Umgang bei der Verwendung und Entsorgung von Arzneimitteln gefragt. Tagungsband Der Tagungsband ist in der Schriftenreihe des Fachgebietes Siedlungswasserwirtschaft der TU Kaiserslautern als Band 39 erschienen. Er kann zum Preis von 20 € erworben werden (E-Mail: christina.seber@bauing.uni-kl.de).

Autoren
Dr.-Ing. Henning Knerr
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
tectraa – Zentrum für
innovative Abwassertechnologien
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern

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Aufwand und Nutzen von Managementsystemen

Helfen ISO-zertifizierte Managementsysteme in der Wasserwirtschaft oder sind sie eher ein „Papiertiger“? Zusammenfassung Der Erftverband hat 2004 mit der Einführung eines Managementsystems begonnen. Das System wird von der Belegschaft durchgängig positiv bewertet. Die Einführung und die Aufrechterhaltung eines Managementsystems sind mit Aufwand verbunden. Der Nutzen eines integrierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems steht dem positiv gegenüber, denn hierdurch werden die bestehenden Arbeitsabläufe und Arbeitsprozesse transparent, effizient und gerichtsfest unter Berücksichtigung der wesentlichen Umweltaspekte gestaltet. Konkrete Qualitätsund Umweltziele schöpfen kontinuierlich Verbesserungspotenziale aus. Der Erftverband wird sich daher einer erneuten Rezertifizierung stellen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2016 ab Seite 1076

Autor
Prof. Dr.-Ing. Henning Heidermann
Erftverband
Am Erftverband 6
50126 Bergheim

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Aktivkohleeinsatz auf kommunalen Kläranlagen zur Spurenstoffentfernung

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“*) Zusammenfassung Die DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“ erarbeitet aktuell einen Themenband zum Aktivkohleeinsatz auf kommunalen Kläranlagen zur Spurenstoffentfernung. In diesem Zuge veranstaltete die Arbeitsgruppe am 1. Februar 2016 ein Fachgespräch, zu dem die Vertreter von neun Aktivkohlefirmen ins Emscherhaus nach Essen eingeladen wurden. Ziel der Veranstaltung war es, einen fachlichen Austausch durchzuführen und insbesondere die bislang von der Arbeitsgruppe zusammengetragenen Kennzahlen zur Energie- und Ökobilanz von Aktivkohle mit der Aktivkohleindustrie abzugleichen. Zudem ging es der Arbeitsgruppe darum, ein besseres Verständnis für den Herstellungsprozess von granulierter (GAK) und pulverförmiger (PAK) Aktivkohle zu erlangen. Darüber hinaus wurden sowohl die Anwendung von Reaktivaten bei der kommunalen Abwasserbehandlung erörtert als auch die Schwierigkeiten bei der Ausschreibung und der Qualitätskontrolle von Aktivkohlen zur Spurenstoffentfernung aus kommunalem Abwasser diskutiert. Im Nachgang zu der Veranstaltung wurde ein Fragebogen an die Aktivkohlefirmen versandt, in dem firmenspezifische Angaben und Kennwerte zum Herstellungsprozess und zum Energie- und Rohstoffverbrauch abgefragt wurden. Zugleich wurden Vorschläge und Meinungen zur Ausschreibung und Vertragsgestaltung für die Beschaffung und Lieferung von Aktivkohlen zur Spurenstoffentfernung gesammelt. Darüber hinaus wurden Prognosen zu möglichen Ersatzrohstoffen und Produktentwicklungen erbeten. Die Erhebung erfolgte in anonymisierter Form. Die Erkenntnisse aus dem Fachgespräch sowie aus ergänzenden Recherchen sind in einem Arbeitsbericht zusammengefasst. Schlagwörter: Abwasserreinigung, kommunal, Spurenstoff, Aktivkohle, granulierte Aktivkohle, Pulveraktivkohle, Herstellung, Energiebilanz, Umweltbilanz, Ausschreibung, Qualitätskontrolle, Markt, Reaktivat, Ersatzstoff

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Zusammenfassung
Die DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“ erarbeitet aktuell einen Themenband zum Aktivkohleeinsatz auf kommunalen Kläranlagen zur Spurenstoffentfernung. In diesem Zuge veranstaltete die Arbeitsgruppe am 1. Februar 2016 ein Fachgespräch, zu dem die Vertreter von neun Aktivkohlefirmen ins Emscherhaus nach Essen eingeladen wurden. Ziel der Veranstaltung war es, einen fachlichen Austausch durchzuführen und insbesondere die bislang von der Arbeitsgruppe zusammengetragenen Kennzahlen zur Energie- und Ökobilanz von Aktivkohle mit der Aktivkohleindustrie abzugleichen. Zudem ging es der Arbeitsgruppe darum, ein besseres Verständnis für den Herstellungsprozess von granulierter (GAK) und pulverförmiger (PAK) Aktivkohle zu erlangen. Darüber hinaus wurden sowohl die Anwendung von Reaktivaten bei der kommunalen Abwasserbehandlung erörtert als auch die Schwierigkeiten bei der Ausschreibung und der Qualitätskontrolle von Aktivkohlen zur Spurenstoffentfernung aus kommunalem Abwasser diskutiert. Im Nachgang zu der Veranstaltung wurde ein Fragebogen an die Aktivkohlefirmen versandt, in dem firmenspezifische Angaben und Kennwerte zum Herstellungsprozess und zum Energie- und Rohstoffverbrauch abgefragt wurden. Zugleich wurden Vorschläge und Meinungen zur Ausschreibung und Vertragsgestaltung für die Beschaffung und Lieferung von Aktivkohlen zur Spurenstoffentfernung gesammelt. Darüber hinaus wurden Prognosen zu möglichen Ersatzrohstoffen und Produktentwicklungen erbeten. Die Erhebung erfolgte in anonymisierter Form. Die Erkenntnisse aus dem Fachgespräch sowie aus ergänzenden Recherchen sind in einem Arbeitsbericht zusammengefasst. Schlagwörter: Abwasserreinigung, kommunal, Spurenstoff, Aktivkohle, granulierte Aktivkohle, Pulveraktivkohle, Herstellung, Energiebilanz, Umweltbilanz, Ausschreibung, Qualitätskontrolle, Markt, Reaktivat, Ersatzstoff

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Aktiver Gewässerschutz durch Regenwasserabkopplung

Zusammenfassung
Die Emschergenossenschaft hat sich mit der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser (15 in 15)“ zum Ziel gesetzt, niederschlagsbedingte Gewässerbelastungen durch Abkopplung geeigneter Siedlungsflächen von der (Misch-)Kanalisation zu reduzieren. In einer Studie wurde mittels Schmutzfracht-Langzeitsimulation die Wirksamkeit der Flächenabkopplung am Beispiel des Einzugsgebiets der Kläranlage Dortmund-Deusen quantifiziert und die mögliche Reduzierung der Gewässerbelastung mit Umsetzung der Zukunftsvereinbarung eindrucksvoll bestätigt. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass die prozentuale Reduzierung der Entlastungsvolumina und -frachten in etwa doppelter Höhe der prozentualen Verminderung der angeschlossenen befestigten Flächen liegt. Berücksichtigt man, dass mit der Abkopplung eher Flächen mit geringerer Abflussverschmutzung erfasst werden, vermindert sich der „Entlastungseffekt“ etwas. Umgekehrt ergibt sich infolge des geringeren Regenwasserzuflusses zur Kanalisation im Jahresverlauf eine merkliche Reduzierung des niederschlagsbedingten Frachtaustrags über den Kläranlagenablauf. Die Ergebnisse bestätigen – auch im Lichte weiterer Synergieeffekte – sehr nachdrücklich den aktiven Beitrag der Zukunftsvereinbarung zum Gewässerschutz.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2016 ab Seite1055

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
TU Kaiserslautern
Postfach 30 49, 67653 Kaiserslautern
E-Mail: theo.schmitt@bauing.uni-kl.de
Dr.-Ing. Emanuel Grün
Dipl.-Ing. Brigitte Spengler
Dipl.-Ing. Michael Becker
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen

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ROOF WATER-FARM: Neue Konzepte für die Siedlungswasserwirtschaft zur urbanen Nahrungsmittelproduktion

Zusammenfassung
Das Projekt ROOF WATER-FARM zeigt Wege zu innovativer dezentraler Siedlungswasserwirtschaft und urbaner Nahrungsmittelproduktion. Potenziale und Risiken eines sektorübergreifenden Infrastrukturumbaus werden erforscht und kommuniziert. Im Forschungsverbund werden Möglichkeiten einer gebäudeintegrierten Wasseraufbereitung zur Bewässerung und Düngung von Dachgewächshäusern und zur Betriebswassernutzung erarbeitet. Technologien zur Wasseraufbereitung und Kultivierung von Pflanzen und Fischen werden in einer Demonstrationsanlage und Teststrecke in Berlin-Kreuzberg erprobt. Aus häuslichem Abwasser wiedergewonnenes Betriebswasser und Flüssigdünger wurden vergleichend zu herkömmlichen Betriebsweisen in der Pflanzen- und Fischproduktion in einem Pilotgewächshaus eingesetzt. Das Pflanzenwachstum und die Qualität des Gemüses sowie der Fische unterschieden sich nicht von den herkömmlichen Produkten. Betriebswasser und Flüssigdünger aus Schwarzwasser sind ohne hygienische Vorbehalte zum Anbau von Pflanzen und der Produktion von Fischen geeignet. Auf Basis der Forschungsergebnisse wird die stadträumliche Übertragbarkeit der ROOF WATER-FARM-Konzepte untersucht. Bauliche und verfahrenstechnische Varianten der Pflanzen- und Fischproduktion in Gewächshäusern werden auf Gebäude- und Stadtraumebene projiziert und analysiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 999

Autoren
Dr.-Ing. Ilka Gehrke
Victor Katayama
Dipl.-Ing. (FH) Ralf Bertling
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheitsund
Energietechnik UMSICHT
Osterfelder Straße 3
46047 Oberhausen
E-Mail: ilka.gehrke@umsicht.fraunhofer.de

Dr. Susanne Schön
Dipl.-Ing. Wolf Raber, M. Sc.
inter 3 Institut für Ressourcenmanagement
Otto-Suhr-Allee 59
10585 Berlin

Dr.-Ing. Anja Steglich
Dr.-Ing. Grit Bürgow
Prof. Dr.-Ing. Angela Million
TU Berlin
Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR)
Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen I
Hardenbergstraße 40A, Sekr. B9
10623 Berlin

Dipl.-Biol. Janine Dinske, M. Sc., Dr. Jens Dautz
Terra Urbana GmbH
Nächst Neuendorfer Landstraße 6a
15806 Zossen

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Anpassung an neue Herausforderungen – nachhaltige Wasserinfrastruktursysteme für Bestandsgebiete

Ergebnisse des Forschungsvorhabens TWIST++
Zusammenfassung

Im Projekt TWIST wurden technische und nicht-technische Innovationen zur Umsetzung nachhaltiger und zukunftsfähiger Wasserinfrastruktur- Lösungen erarbeitet. Auf dieser Basis wurden mögliche Transitionswege aufgezeigt, die die Umsetzung nachhaltiger Konzepte zur energetischen und stofflichen (Wieder-) Nutzung von (Ab-)Wasser im Bestand ermöglichen. Die Ergebnisse aus den Modellgebieten zeigen, dass die Transition bestehender Wasserinfrastrukturen auf Gebäude- wie auch Quartiersebene technisch und organisatorisch möglich und zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit bestehender Systeme sinnvoll und erforderlich ist. Für die Überwindung der Hemmnisse und eine breitere Anwendung der gewonnenen Ergebnisse ist die Umsetzung im Rahmen von Demonstrationsprojekten ein entscheidender künftiger Schritt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 922

Autoren
Dr.-Ing. Thomas Hillenbrand
Dipl.-Geoökol. Eve Menger-Krug
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
Geschäftsfeld Wasserwirtschaft
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
E-Mail: thomas.hillenbrand@isi.fraunhofer.de

Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong
Dr.-Ing. Heinrich Söbke
Dipl.-Ing. Ilka Nyga
Bauhaus Universität Weimar
Professur für Siedlungswasserwirtschaft
Coudraystraße 7
99421 Weimar

Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz
Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung
TU Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern

Dr.-Ing. Christian Wilhelm
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef

Dr. Christian Sorge
IWW Zentrum Wasser
Geschäftsbereich Wassernetze
Moritzstraße 26
45476 Mülheim an der Ruhr

Dipl.-Ing. Ralf Minke
Universität Stuttgart
Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Universität Stuttgart
Bandtäle 2
70569 Stuttgart

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1. Expertenforum Regenüberlaufbecken

Auftaktveranstaltung findet große Resonanz
Der ordnungsgemäße Betrieb von Regenüberlaufbecken (RÜB) ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Gewässerschutz. Dazu muss sich das Augenmerk von den Kläranlagen mit inzwischen sehr hohen Reinigungsleistungen auf das Gesamtsystem von Kläranlage, Kanalisation und Gewässer richten. Ohne laufende Selbstreflexion und eine entsprechende Neujustierung wird es nicht gelingen, den bislang erzielten Stand der Gewässergüte zu bewahren und weiter zu verbessern. Bei der Regenwasserbehandlung spielen Regenüberlaufbecken mit ihren zum Teil erheblichen Schmutzfrachtausträgen eine zentrale Rolle. Die Verantwortlichen stehen vor der großen Herausforderung, die zahlreichen mittlerweile veralteten Anlagen dem heutigen Stand der konstruktiven und technischen Anforderungen anzupassen. In dem Bestreben, den besonderen Anforderungen an den Betrieb von Regenbecken gerecht zu werden, hat der DWA-Landesverband Baden-Württemberg zusammen mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg eine Initiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt, gemeinsam mit den Verantwortlichen das Betriebsverhalten von Regenwasserbehandlungsanlagen zu optimieren. Hierzu fand am 23. Februar 2016 in Stuttgart als Auftaktveranstaltung und Sensibilisierungsmaßnahme das 1. Expertenforum Regenüberlaufbecken statt. 350 Teilnehmer/-innen erlebten ein hochkarätig besetztes Tagungsprogramm und nutzten die Gelegenheit, über das Veranstaltungsformat „Meet & Seed“ mit den 23 Ausstellern in der ausgebuchten Fachausstellung themenspezifisch in Kontakt zu treten. In seiner Eröffnung beschrieb der DWALandesverbandsvorsitzende Wolfgang Schanz die grundlegende Rolle des Nachbarschaftsmodells und legte die weit reichenden Initiativen der DWA …

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 956

Autoren
Dipl.-Vww. André Hildebrand
M.Sc. Gerald Wahl
M.Eng. Manuel Sanchez
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8
70499 Stuttgart
E-Mail: Andre.Hildebrand@dwa-bw.de

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Was hat Abwasserbeseitigung mit Umsatzsteuer zu tun?

Anmerkungen zum neuen § 2b Umsatzsteuergesetz*) Der neue § 2b UStG lautet in seinem Absatz 1: Nach § 2b Abs. 1 UStG gelten (….) juristische Personen des öffentlichen Rechts (im Folgenden: jPöR) nicht als Unternehmer im Sinne des § 2, soweit sie Tätigkeiten ausüben, die ihnen im Rahmen der öffentlichen Gewalt obliegen, auch wenn sie im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten Zölle, Gebühren, Beiträge oder sonstige Abgaben erheben. Satz 1 gilt nicht, sofern eine Behandlung als Nichtunternehmer zu größeren Wettbewerbsverzerrungen führen würde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 960

Autor
Dipl.-Math. oec. Dr. Harald Breitenbach
Mittelrheinische Treuhand GmbH
Hohenzollernstraße 104-108
56068 Koblenz
E-Mail: koblenz@m-treuhand.de

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Strategieentwicklung zur Transformation der ländlichen Abwasserinfrastruktur unter Einfluss des demografischen Wandels

Zusammenfassung
Das Projekt SinOptiKom beschäftigt sich mit der Modellierung von Transformationsprozessen kommunaler Infrastrukturen im ländlichen Raum. Dazu wurde im Rahmen des Projekts ein softwarebasiertes Optimierungs- und Entscheidungssystem entwickelt. Mithilfe eines Pre-Processing-Tools können die benötigten Eingangsdaten zu Szenarien zusammengestellt werden. Dabei hat der Anwender die Möglichkeit, sich neben den rein technischen Einstellungen zur Optimierungsrechnung zwischen unterschiedlichen Kombinationen von wesentlichen Treibern für den Transformationsprozess und einer Auswahl technischer Anpassungsmaßnahmen zu entscheiden. Durch individuelle Gewichtung der acht implementierten Bewertungskriterien lässt sich die Zielfunktion der Optimierung und damit die grundsätzliche Ausrichtung der Transformation – zum Beispiel besonders kostengünstige und/oder flexible Systemlösungen – beeinflussen. Zur Ableitung belastbarer Transformationsstrategien spielt weniger das Ergebnis einer einzelnen Optimierungsrechnung eine Rolle als vielmehr die Gesamtschau eines durch Variation der oben genannten Optimierungsparameter gewonnenen Lösungsraums.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 976

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Dipl.-Ing. Timo C. Dilly
Dipl.-Ing. Jürgen Wölle
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
TU Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
E-Mail: theo.schmitt@bauing.uni-kl.de
M. Sc. Michael Holzhauser
Arbeitsgruppe Optimierung
Fachbereich Mathematik
TU Kaiserlautern
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
Dipl.-Geogr. Jannis Hoek
Lehrstuhl Stadtplanung
TU Kaiserslautern
Pfaffenbergstraße 95, 67663 Kaiserslautern

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Ortsbezogene Regenhöhen im Starkregenindexkonzept SRI12 zum Anwendungskontext Risikokommunikation in DWA-M 119

Zusammenfassung
Im neuen Merkblatt DWA-M 119 ist der Starkregenindex nach Schmitt als Instrument zur Risikokommunikation für Starkregen aufgeführt. Zur dort empfohlenen Verwendung ortsbezogener Regenhöhen wird ein methodischer Ansatz beschrieben. Schlagwörter: Entwässerungssysteme, Starkregen, Starkregenindex, Überflutung, Vorsorge, Risikomanagement, Niederschlagshöhe, DWA-M 119

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 965

Autor
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
E-Mail: theo.schmitt@bauing.uni-kl.de

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Nachhaltig und effizient dank Güteschutz Kanalbau

Stadtentwässerung Dresden
Die Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) ist eine öffentlich- private Partnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Dresden und der GELSENWASSER AG. Nach einem europaweiten Wettbewerb hatte die Landeshauptstadt Dresden 2004 49 Prozent der Anteile der Stadtentwässerung Dresden GmbH an die GELSENWASSER AG verkauft – eine der größten Teilprivatisierungen in der deutschen Abwasserbranche. Rund 400 Mitarbeiter sind für die Aufgaben rund um die Abwasserentsorgung in der Landeshauptstadt Dresden zuständig. Sie betreuen 1.800 Kilometer Kanalnetz mit mehr als 40.000 Schächten, unterhalten, sanieren und bauen neue Abwasseranlagen. Zwei Drittel des Schmutz-, Fremd- und Regenwassers werden im Mischsystem abgeführt, ein Drittel im Trennsystem. Das Einzugsgebiet endet

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 962

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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KURAS – Forschung trifft Praxis

Zukunftsorientierte Anpassung des urbanen Regenwasserund Abwassermanagements
Zusammenfassung

Angesichts bestehender und zukünftiger Herausforderungen, wie Klimawandelfolgen und des sich verändernden Wassergebrauchsverhaltens, war es das übergeordnetes Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundforschungsprojekts KURAS (Konzepte für urbane Regenwasserbewirtschaftung und Abwassersysteme), Handlungsempfehlungen für den Betrieb, den Ausbau und die Anpassung urbaner Abwasser- und Regenwasserinfrastrukturen zu formulieren. Dazu wurden in KURAS Planungsmethoden entwickelt, die eine konsequente Bewertung von Maßnahmen mit lokalen Anforderungen und Herausforderungen verknüpfen. Die zugrunde gelegten Methoden wurden innerhalb des Projekts für die Themenfelder Abwassersysteme und Regenwasserbewirtschaftung erarbeitet und für Berliner Fallstudien auf Quartierund Einzugsgebietsebene angewendet. Für beide Themenfelder zeigte sich, dass eine integrierte, skalenübergreifende Planung von Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung und des Abwassermanagements einen erhöhten Nutzen erzielen kann. Die in KURAS entwickelten Methoden sind geeignet, eine solche Planung zu unterstützen. Ein standardmäßiger Einsatz erfordert zusätzliche Lösungen technischer sowie ordnungsrechtlicher Art.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 982

Autoren
M. Sc. Raja-Louisa Mitchell
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Fluidsystemdynamik, Sekr. K2
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
E-Mail: raja-louisa.mitchell@tu-berlin.de
Dr. Andreas Matzinger
Kompetenzzentrum Wasser Berlin
Cicerostraße 24, 10709 Berlin
E-Mail: andreas.matzinger@kompetenz-wasser.de

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KREIS – Ergebnisse für die Übertragbarkeit in die Praxis

Zusammenfassung
Basierend auf der Darstellung der Ergebnisse des im Rahmen der INIS-Fördermaßnahme geförderten Projekts KREIS (Demonstrationsvorhaben Stadtquartier Jenfelder Au – Die Kopplung von regenerativer Energiegewinnung mit innovativer Stadtentwässerung), das das Bauprojekt Jenfelder Au in Hamburg begleitete, werden Schlussfolgerungen vor dem Hintergrund einer Übertragbarkeit auf andere Projekte gezogen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 968

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Martin Oldenburg
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
An der Wilhelmshöhe 44
37671 Höxter
Thomas Giese
Hamburg Wasser
Billhorner Deich 2
20539 Hamburg
E-Mail: thomas.giese@hamburgwasser.de
Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong
Bauhaus Universität Weimar
Coudraystraße 7
99421 Weimar

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INIS-Abschlusskonferenz „Zukunftsfähige Wasserinfrastrukturen“

Mit der Fördermaßnahme INIS unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2013 die Entwicklung von innovativen und anwendungsreifen Lösungen zur Anpassung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung an aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Zum Ende der Fördermaßnahme INIS fand am 20. und 21. April 2016 mit rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft die gut besuchte Abschlusskonferenz „Zukunftsfähige Wasserinfrastrukturen“ in Berlin statt. Die Konferenz wurde vom Vernetzungsund Transfervorhaben INISnet mit den Partnern Difu, DVGW und DWA durchgeführt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 953

Autoren
Dr.-Ing. Darla Nickel
Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser und mehr

Wasserchemiker tagten in Bamberg Im 90. Jahr ihres Bestehens lud die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), zu ihrer Jahrestagung nach Bamberg ein. Zur „Wasser 2016“, die vom 2. bis 4. Mai stattfand, kamen über 250 Teilnehmer – Wasserchemiker, aber auch viele andere im Wasserfach tätige Experten. Neben den für die Jahrestagung charakteristischen Themenblöcken, zu denen beispielsweise Spurenstoffe und Abwasser, Gewässer und Grundwasser oder Trinkwasser und Hygiene gehören, beschäftigte sich das diesjährige Spezialthema mit dem regionalen Aspekt der Nutzung von Wasserressourcen in Süddeutschland.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2016 ab Seite 952

www.wasserchemische-gesellschaft.de/wasser2016
www.gdch.de/wasser2016
www.wasserchemische-gesellschaft.de/wasser2017

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Verursachergerechte Kostenverteilung bei der vierten Reinigungsstufe

Zusammenfassung
Das Wissen um den Eintrag von Mikroschadstoffen und deren Wirkungen auf die aquatische Umwelt ist noch lückenhaft, und in vielerlei Hinsicht besteht noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Zur Gewährleistung eines nachhaltigen Vorgehens wird es um einen Maßnahmenmix gehen, den es im Rahmen einer Gesamtstrategie aufeinander abzustimmen gilt und für den die Fragen der Finanzierung und Kostenträgerschaft zu beantworten sind. Die Verfolgung des Verursacherprinzips im Gesamtkontext Mikroschadstoffe scheint vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Strategieentwicklung von Bedeutung. Sie kann eine Grundvoraussetzung für eine ausreichende Akzeptanz für die Maßnahmenumsetzung darstellen, sowohl was die Identifizierung der Maßnahmenträger als auch die Übernahme von Kosten betrifft.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 797

Autoren:
Dr.-Ing. Natalie Palm
Dr.-Ing. Paul Wermter
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft
an der RWTH Aachen (FiW) e. V.
Kackertstraße 15-17, 52056 Aachen
E-Mail: palm@fiw.rwth-aachen.de
wermter@fiw.rwth-aachen.de

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Pumpenstörung Feuchttücher, Hygieneartikel und Textilien ärgern Betreiber

Die Abwasserförderung muss heute vielfältige Anforderungen erfüllen. Eine hohe Zuverlässigkeit der Pumpen wird vom Betreiber ebenso erwartet wie ein störungsfreier Betrieb bei Starkregenereignissen, um auf die stärker ausgeprägten Klimaschwankungen reagieren zu können. Der Abwassertransport muss energieeffizient und damit ressourcenschonend sein. Ein optimaler Wirkungsgrad der Pumpen ist bei relativ hohen Betriebsstunden außerordentlich wichtig. Neben diesen komplexen Anforderungen stehen heute Anlagenbetreiber vor neuen Herausforderungen. Die Gewohnheiten der Bevölkerung im Umgang mit Abfällen verändern sich. Feuchttücher waren lange Zeit der Kleinkindpflege vorbehalten. Heute sind sie ein Teil der alltäglichen Hygiene und landen nach Gebrauch in der Toilette. Aber auch Tampons, Slipeinlagen, Verbandmaterial werden über die Kanalisation entsorgt. Den wenigsten Verbrauchern ist bewusst, dass dies gesetzlich verboten ist.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 807

Autor
Carsten Wenner
Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH
Holthöge 10-14, 49632 Essen/Oldb.
E-Mail: info@vogelsang-gmbh.com
Mit Unterstützung des Betriebspersonals:
der Evangelischen Stiftung Neinstedter Anstalten,
der Verbandsgemeinde Wonnegau,
des Lippeverbands, Kläranlage Dülmen

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Nutzung freier DWD-Stations und Radardaten in einem Messdatenmanagementsystem

Grundvoraussetzung für das Erreichen eines Zieles wie „Wasserwirtschaft 4.0“ ist, dass Daten digital existieren und erreichbar sind. Entscheidend für ihren Nutzen aber ist, dass sie passgenau für den Arbeitsalltag selektiert und mit einem leistungsstarken Werkzeug verarbeitet werden können. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht auf Basis des DWD-Gesetzes und § 3 der Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes (GeoNutzV) seit dem Sommer 2014 einen Großteil seines Datenbestands an Stations- und Radarniederschlagsmessungen zur freien Benutzung auf seinem Portal ftp://ftp-cdc. dwd.de/pub/CDC.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 804

Autor
Dipl.-Ing. Gerhard Langstädtler
aqua_plan Ing.-Büro für Problemlösungen
in Hydrologie und Umweltschutz mbH
Amyastraße 126
52066 Aachen

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Mit Abwasserbehandlung Zukunft gestalten

88. Darmstädter Seminar anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel Unter dem Titel „Mit Abwasserbehandlung Zukunft gestalten“ richtete das Fachgebiet Abwassertechnik des Instituts IWAR der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit dem Förderverein des Instituts IWAR das 88. Darmstädter Seminar Abwassertechnik am 25. Mai 2016 aus. Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel, der zum Ende des Sommersemesters 2016 in den Ruhestand geht, wurden in elf Vorträgen Fragen wie „Wessen Zukunft?“ und „Ist Abwasserbehandlung eine notwendige Voraussetzung für eine menschenwürdige Zukunft?“ behandelt. Die hohe Relevanz der Fragestellungen sowie die positive Resonanz der Vortragsveranstaltung spiegelten sich in der Teilnehmerzahl von 160 Fachleuten aus dem In- und Ausland wider. Die Thematik der Seminarbeiträge orientierte sich an den Forschungsschwerpunkten der vergangenen 18 Jahre von Peter Cornel als Leiter des Fachgebiets Abwassertechnik der Technischen Universität Darmstadt. Moderiert wurde das Seminar durch Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Technischer Vorstand des Ruhrverbands und Vorsitzender des Fördervereins des Instituts IWAR. Parallel zu der Vortragsveranstaltung hatten die Teilnehmer die Gelegenheit eine Fachausstellung mit namenhaften Firmen aus dem Bereich der Abwasserbranche zu besuchen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 752

Tagungsband
Der Tagungsband des 88. Darmstädter Seminars Abwassertechnik ist im Farbdruck erschienen und kann zum Preis von 35 € beim Institut IWAR per Fax unter 0 61 51/16-2 03 05 oder per E-Mail (v.soedradjat@iwar.tu-darmstadt.de) bestellt werden.

Autoren
Justus Behnisch, M. Sc.
Thomas Fundneider, M. Sc.
Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
Prof. Dr.-Ing. habil. Martin Wagner
Institut IWAR – Fachgebiet
Abwassertechnik
Technische Universität Darmstadt
Franziska-Braun-Straße 7
64287 Darmstadt

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Hygiene- und Pflegetücher in der Abwasserinfrastruktur

Aktuelle Positionen zur Vliesstoffproblematik
Zusammenfassung

In den letzten Jahren werden als Ergänzung und Alternative zu herkömmlichen Reinigungs- und Hygienetüchern für Haushalt und Pflege Vliesstoffmaterialien angewandt, die reißfeste, wringfeste und nassfeste Eigenschaften aufweisen. Ca. 80 Prozent der in der Anwendung verfügbaren Vliesstoffe bestehen aus Kunststofffasern. Diese Materialien werden offensichtlich ins Abwasser gespült, denn die kostenrelevante Beseitigung von Betriebsstörungen in Kanalnetz, an Abwasserpumpen und an Rechenanlagen wird durch Vliestücher verursacht. Das wirft abfall- und satzungsrechtliche Fragen auf. Lösungen erfordern Betrachtungen rund um den Lebenszyklus von Pflege- und Hygienetüchern, also auch auf der Seite von Hersteller, Einzelhandel und Verbraucher.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 780

Autoren
Dipl.-Ing. Jan Waschnewski
Michel Gunkel
Berliner Wasserbetriebe
Forschung und Entwicklung
Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin
E-Mail: jan.waschnewski@bwb.de
Dipl.-Ing. Ralf Schüler
DWA-Landesverband Nord-Ost
Matthissonstraße 1
39108 Magdeburg
E-Mail: dwa@dwa-no.de
Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Solas
IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH
Über der Nonnenwiese 1
99428 Weimar
Raja-Louisa Mitchell, M. Sc.
Fachgebiet Fluidsystemdynamik, Sekretariat K2
TU Berlin
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

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Entwicklung der PFC-Belastung in kommunalen Klärschlämmen in Bayern

Zusammenfassung
Klärschlamm kann eine Quelle für per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in der Umwelt sein. Deshalb müssen in Bayern seit 2008 alle Klärschlämme bei einer beabsichtigten bodenbezogenen Verwertung auf PFC untersucht werden. Bei einer Überschreitung des Vorsorgewerts (125 μg/kg TM) muss der Klärschlamm thermisch entsorgt werden. Zwischen 2008 und 2013 wurden 4981 Klärschlammproben aus 1165 Kläranlagen auf PFC untersucht. In diesem Zeitraum überschritten 71 Anlagen mindestens einmal den Vorsorgewert. Am häufigsten konnte Perfluoroctansulfonsäure (41 % der Proben) detektiert werden. Insgesamt ist die Klärschlammbelastung bei 47 % aller untersuchten Kläranlagen zurückgegangen, für 16 % wurde jedoch ein zunehmender Trend verzeichnet. Im Untersuchungszeitraum nahm dennoch die PFC-Freisetzung in die Umwelt durch Klärschlamm um 90 % ab.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 788

Autoren
Dipl.-Geoök. Hanna Ulrich
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Demollstraße 31, 82407 Wielenbach
E-Mail: Hanna.Ulrich@lfu.bayern.de
Dr. Korbinian Freier
Thomas Meierfels
Arnold Rupprich
Dr. Michael Gierig
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 16, 86179 Augsburg

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Entsorgungssicherheit und Gewässerschutz für Hamburgs City

Das Innenstadt-Entlastungsprogramm Zusammenfassung Hamburg Wasser setzt seit 2011 eine umfassende Großbaumaßnahme zur nachhaltigen Sicherstellung der Abwasserentsorgung von rund 270 000 Einwohnern im Hamburger Innenstadtbereich um. Durch den Bau von zwei tiefliegenden Sammlern mit einer Gesamtlänge von 5100 Metern sowie eines Zwischenpumpwerks wird eine zweite Vorflut für die über 115 Jahre alten Mischwasserkanäle in der Innenstadt geschaffen, die eine spätere Sanierung dieser historischen Siele ermöglicht. In Verbindung mit dem Bau eines 880 Meter langen Speicherkanals werden darüber hinaus die Mischwasserentlastungen in die ökologisch besonders empfindlichen Hamburger Binnengewässer deutlich reduziert. Bis 2019 wird Hamburg Wassser rund 70 Millionen Euro in die Umsetzung des Innenstadt-Entlastungsprogramms investieren.

Autoren
Dipl.-Ing. Klaus Krieger
Dipl.-Ing. Kai-Immo Großkopf
Dipl.-Ing. Gunnar Hennings
Dipl.-Ing. Andreas Kuchenbecker
Dipl.-Ing. Thies-Uwe Kollenkarn
Dipl.-Ing. Klaus Wiesiolek
HAMBURG WASSER
Billhorner Deich 2
20539 Hamburg
E-Mail: klaus.krieger@hamburgwasser.de

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 760

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DWA präsentierte sich auf der Woche der Umwelt in Berlin

Mit dem Thema „Hochwasser und urbane Sturzfluten – niemand kann sicher sein“ beteiligte sich die DWA zum dritten Mal an der vom Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgerichteten Woche der Umwelt im Park von Schloss Bellevue am 7. und 8. Juni 2016 in Berlin. Im Zentrum der Veranstaltung stand der Umweltund Naturschutz. Die DWA gehörte damit zu den etwa 200 Unternehmen und Institutionen, die für die Gestaltung dieser zwei Veranstaltungstage ausgewählt wurden, die von rund 12 000 Gästen besucht wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 748

https://www.woche-der-umwelt.de
Elke Uhe,
Dr. Friedrich Hetzel
Johannes Lohaus Hennef

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Die neue Automatisierungsstrategie der Berliner Wasserbetriebe

Zusammenfassung
Die Unternehmensleitung der Berlin Wasserbetriebe hat beschlossen, eine grundlegende und einheitliche Automatisierungsstrategie für die Bereiche Abwasserentsorgung und Wasserversorgung mit Zielhorizont 2030 zu entwickeln. Ein wesentlicher Kerngedanke der Strategie ist die Konzentration aller Bedienund Beobachtungsaktivitäten in zwei zentralen Leitwarten, von denen aus die Steuerung aller wasserwirtschaftlichen Anlagen der Berliner Wasserbetriebe erfolgen wird. Eine Abwägung der Chancen und Risiken zeigt, dass die Vorteile der „Automatisierungsstrategie 2030“ überwiegen. Insgesamt werden für alle Leistungsfähigkeitsmerkmale beträchtliche Verbesserungen erzielt. Gleichzeitig kann mithilfe der Automatisierungstechnik der anstehende demografische Wandel gemeistert werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 771

Autor
Dr. Joachim Reichert
Berliner Wasserbetriebe AöR
Neue Jüdenstraße 1
10179 Berlin

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„Der Wert einer Idee liegt in ihrer Umsetzung“ TWIST Abschlussveranstaltung in Lünen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben TWIST++ (Transitionswege Wasser InfraSTruktursysteme) stellte am 19. Mai 2016 die Ergebnisse der dreijährigen Projektarbeit vor. Die erzielten Ergebnisse beinhalten sowohl technische Weiterentwicklungen als auch neue Planungssoftware und Bewertungsmethoden bis hin zu Lösungen für die Überwindung rechtlicher und organisatorischer Hemmnisse. Ein wichtiges Element ist die Entwicklung eines Lernspiels (Serious Game), mit dem die komplexen Zusammenhänge verständlich dargestellt werden können.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 756

Weitere Informationen www.twistplusplus.de

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Starkregen erfordert ganzheitlichen Überflutungsschutz

Anpassung der quantitativen Niederschlagswasserbeseitigung an den Klimawandel Deutschland wird sich zukünftig verstärkt mit Starkregen auseinandersetzen müssen. Das vorhandene Kanalsystem reicht nicht aus, um den zum Teil extremen Wassermassen Herr zu werden. Notwendig ist stattdessen ein ganzheitlicher Überflutungsschutz, bestehend aus Entwässerungssystem mit Regenwassermanagement, dem Schutz von Verkehrs- und Freiflächen sowie dem Objektschutz. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert, Universität der Bundeswehr München, in seiner von der „Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt“ beauftragten „Studie Niederschlagswasser“. Die komplette „Studie Niederschlagswasser – Anpassung der quantitativen Niederschlagswasserbeseitigung an den Klimawandel“ kann von der Homepage des Bundesverbandes Deutscher Baustoff- Fachhandel heruntergeladen werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 750
(www.bdb-bfh.de).
Stefan Bröker

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Auftraggeber zeigen Flagge

Mitgliederzahlen in der Gütegemeinschaft Kanalbau steigen stetig
Welche Gemeinsamkeit haben Kommunen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Köln, München, Düsseldorf und alle übrigen deutschen Städte mit mehr als 300.000 Einwohner in Bezug auf die RAL-Gütesicherung Kanalbau? Die Antwort lautet: Sie alle sind Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft und damit Teil der stark wachsenden Mitgliedsgruppe 2. Allen ist ein Gedanke gemeinsam: Mit ihrem Engagement für die Ziele der Gütesicherung Kanalbau
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2016 ab Seite 759

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Starkregen erfordert ganzheitlichen Überflutungsschutz

Anpassung der quantitativen Niederschlagswasserbeseitigung an den Klimawandel Deutschland wird sich zukünftig verstärkt mit Starkregen auseinandersetzen müssen. Das vorhandene Kanalsystem reicht nicht aus, um den zum Teil extremen Wassermassen Herr zu werden. Notwendig ist stattdessen ein ganzheitlicher Überflutungsschutz, bestehend aus Entwässerungssystem mit Regenwassermanagement, dem Schutz von Verkehrs- und Freiflächen sowie dem Objektschutz. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert, Universität der Bundeswehr München, in seiner von der „Initiative

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 750

Autor:
Stefan Bröker

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Mit Abwasserbehandlung Zukunft gestalten

88. Darmstädter Seminar anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel
Unter dem Titel „Mit Abwasserbehandlung Zukunft gestalten“ richtete das Fachgebiet Abwassertechnik des Instituts IWAR der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit dem Förderverein des Instituts IWAR das 88. Darmstädter Seminar Abwassertechnik am 25. Mai 2016 aus. Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel, der zum Ende des Sommersemesters 2016 in den Ruhestand geht, wurden in elf Vorträgen Fragen wie „Wessen Zukunft?“ und „Ist Abwasserbehandlung eine notwendige Voraussetzung für eine menschenwürdige Zukunft?“ behandelt. Die hohe Relevanz der Fragestellungen sowie die positive Resonanz der Vortragsveranstaltung spiegelten sich in der Teilnehmerzahl von 160 Fachleuten aus dem In- und Ausland wider. Die Thematik der Seminarbeiträge orientierte sich an den Forschungsschwerpunkten der vergangenen 18 Jahre von Peter Cornel als Leiter des Fachgebiets Abwassertechnik der Technischen Universität Darmstadt. Moderiert wurde das Seminar durch Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Technischer Vorstand des Ruhrverbands und Vorsitzender des Fördervereins des Instituts IWAR. Parallel zu der Vortragsveranstaltung hatten die Teilnehmer die Gelegenheit eine Fachausstellung mit namenhaften Firmen aus dem Bereich der Abwasserbranche zu besuchen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 752

Tagungsband
Der Tagungsband des 88. Darmstädter Seminars Abwassertechnik ist im Farbdruck erschienen und kann zum Preis von 35 € beim Institut IWAR per Fax unter 0 61 51/16-2 03 05 oder per E-Mail (v.soedradjat@iwar.tu-darmstadt.de) bestellt werden.

Autoren
Justus Behnisch, M. Sc.
Thomas Fundneider, M. Sc.
Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
Prof. Dr.-Ing. habil. Martin Wagner
Institut IWAR – Fachgebiet
Abwassertechnik
Technische Universität Darmstadt
Franziska-Braun-Straße 7
64287 Darmstadt
E-Mail:
M.Wagner@iwar.tu-darmstadt.de

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Hygiene- und Pflegetücher in der Abwasserinfrastruktur

Aktuelle Positionen zur Vliesstoffproblematik
Jan Waschnewski (Berlin), Ralf Schüler (Magdeburg), Michel Gunkel (Berlin), Hartmut Solas (Weimar) und Raja-Louisa Mitchell (Berlin) Zusammenfassung In den letzten Jahren werden als Ergänzung und Alternative zu herkömmlichen Reinigungs- und Hygienetüchern für Haushalt und Pflege Vliesstoffmaterialien angewandt, die reißfeste, wringfeste und nassfeste Eigenschaften aufweisen. Ca. 80 Prozent der in der Anwendung verfügbaren Vliesstoffe bestehen aus Kunststofffasern. Diese Materialien werden offensichtlich ins Abwasser gespült, denn die kostenrelevante Beseitigung von Betriebsstörungen in Kanalnetz, an Abwasserpumpen und an Rechenanlagen wird durch Vliestücher verursacht. Das wirft abfall- und satzungsrechtliche Fragen auf. Lösungen erfordern Betrachtungen rund um den Lebenszyklus von Pflege- und Hygienetüchern, also auch auf der Seite von Hersteller, Einzelhandel und Verbraucher.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 780

Autoren
Dipl.-Ing. Jan Waschnewski
Michel Gunkel
Berliner Wasserbetriebe
Forschung und Entwicklung
Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin
E-Mail: jan.waschnewski@bwb.de
Dipl.-Ing. Ralf Schüler
DWA-Landesverband Nord-Ost
Matthissonstraße 1
39108 Magdeburg
E-Mail: dwa@dwa-no.de
Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Solas
IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH
Über der Nonnenwiese 1
99428 Weimar
Raja-Louisa Mitchell, M. Sc.
Fachgebiet Fluidsystemdynamik, Sekretariat K2
TU Berlin
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

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Entsorgungssicherheit und Gewässerschutz für Hamburgs City

Das Innenstadt-Entlastungsprogramm
Zusammenfassung

Hamburg Wasser setzt seit 2011 eine umfassende Großbaumaßnahme zur nachhaltigen Sicherstellung der Abwasserentsorgung von rund 270 000 Einwohnern im Hamburger Innenstadtbereich um. Durch den Bau von zwei tiefliegenden Sammlern mit einer Gesamtlänge von 5100 Metern sowie eines Zwischenpumpwerks wird eine zweite Vorflut für die über 115 Jahre alten Mischwasserkanäle in der Innenstadt geschaffen, die eine spätere Sanierung dieser historischen Siele ermöglicht. In Verbindung mit dem Bau eines 880 Meter langen Speicherkanals werden darüber hinaus die Mischwasserentlastungen in die ökologisch besonders empfindlichen Hamburger Binnengewässer deutlich reduziert. Bis 2019 wird Hamburg Wassser rund 70 Millionen Euro in die Umsetzung des Innenstadt-Entlastungsprogramms investieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 760

Autoren
Dipl.-Ing. Klaus Krieger
Dipl.-Ing. Kai-Immo Großkopf
Dipl.-Ing. Gunnar Hennings
Dipl.-Ing. Andreas Kuchenbecker
Dipl.-Ing. Thies-Uwe Kollenkarn
Dipl.-Ing. Klaus Wiesiolek
HAMBURG WASSER
Billhorner Deich 2
20539 Hamburg

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DWA präsentierte sich auf der Woche der Umwelt in Berlin

Mit dem Thema „Hochwasser und urbane Sturzfluten – niemand kann sicher sein“ beteiligte sich die DWA zum dritten Mal an der vom Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgerichteten Woche der Umwelt im Park von Schloss Bellevue am 7. und 8. Juni 2016 in Berlin. Im Zentrum der Veranstaltung stand der Umweltund Naturschutz. Die DWA gehörte damit zu den etwa 200 Unternehmen und Institutionen, die für die Gestaltung dieser zwei Veranstaltungstage ausgewählt wurden, die von rund 12 000 Gästen besucht wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 748

https://www.woche-der-umwelt.de
Elke Uhe, Dr. Friedrich Hetzel
Johannes Lohaus (Hennef)

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Die neue Automatisierungsstrategie der Berliner Wasserbetriebe

Zusammenfassung
Die Unternehmensleitung der Berlin Wasserbetriebe hat beschlossen, eine grundlegende und einheitliche Automatisierungsstrategie für die Bereiche Abwasserentsorgung und Wasserversorgung mit Zielhorizont 2030 zu entwickeln. Ein wesentlicher Kerngedanke der Strategie ist die Konzentration aller Bedienund Beobachtungsaktivitäten in zwei zentralen Leitwarten, von denen aus die Steuerung aller wasserwirtschaftlichen Anlagen der Berliner Wasserbetriebe erfolgen wird. Eine Abwägung der Chancen und Risiken zeigt, dass die Vorteile der „Automatisierungsstrategie 2030“ überwiegen. Insgesamt werden für alle Leistungsfähigkeitsmerkmale beträchtliche Verbesserungen erzielt. Gleichzeitig kann mithilfe der Automatisierungstechnik der anstehende demografische Wandel gemeistert werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 771

Autor
Dr. Joachim Reichert
Berliner Wasserbetriebe AöR
Neue Jüdenstraße 1
10179 Berlin
E-Mail: joachim.reichert@bwb.de

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„Der Wert einer Idee liegt in ihrer Umsetzung“ TWIST – Abschlussveranstaltung in Lünen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben TWIST++ (Transitionswege Wasser InfraSTruktursysteme) stellte am 19. Mai 2016 die Ergebnisse der dreijährigen Projektarbeit vor. Die erzielten Ergebnisse beinhalten sowohl technische Weiterentwicklungen als auch neue Planungssoftware und Bewertungsmethoden bis hin zu Lösungen für die Überwindung rechtlicher und organisatorischer Hemmnisse. Ein wichtiges Element ist die Entwicklung eines Lernspiels (Serious Game), mit dem die komplexen Zusammenhänge verständlich dargestellt werden können.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 756

Weitere Informationen www.twistplusplus.de

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Auftraggeber zeigen Flagge

Mitgliederzahlen in der Gütegemeinschaft Kanalbau steigen stetig
Welche Gemeinsamkeit haben Kommunen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Köln, München, Düsseldorf und alle übrigen deutschen Städte mit mehr als 300.000 Einwohner in Bezug auf die RAL-Gütesicherung Kanalbau? Die Antwort lautet: Sie alle sind Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft und damit Teil der stark wachsenden Mitgliedsgruppe 2. Allen ist ein Gedanke gemeinsam: Mit ihrem Engagement für die Ziele der Gütesicherung Kanalbau bekennen sich diese Mitglieder gemeinsam mit den vielen kleineren und kleinsten Gemeinden der Gruppe 2 zu ihrer Verantwortung gegenüber dem Kulturgut unterirdische Infrastruktur. Zu den Mitgliedern der Gütegemeinschaft Kanalbau zählen öffentliche Auftraggeber, Ingenieurbüros sowie…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 758

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Entwicklung der PFC-Belastung in kommunalen Klärschlämmen in Bayern

Zusammenfassung
Klärschlamm kann eine Quelle für per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in der Umwelt sein. Deshalb müssen in Bayern seit 2008 alle Klärschlämme bei einer beabsichtigten bodenbezogenen Verwertung auf PFC untersucht werden. Bei einer Überschreitung des Vorsorgewerts (125 μg/kg TM) muss der Klärschlamm thermisch entsorgt werden. Zwischen 2008 und 2013 wurden 4981 Klärschlammproben aus 1165 Kläranlagen auf PFC untersucht. In diesem Zeitraum überschritten 71 Anlagen mindestens einmal den Vorsorgewert. Am häufigsten konnte Perfluoroctansulfonsäure (41 % der Proben) detektiert werden. Insgesamt ist die Klärschlammbelastung bei 47 % aller untersuchten Kläranlagen zurückgegangen, für 16 % wurde jedoch ein zunehmender Trend verzeichnet. Im Untersuchungszeitraum nahm dennoch die PFC-Freisetzung in die Umwelt durch Klärschlamm um 90 % ab.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016

Autoren
Dipl.-Geoök. Hanna Ulrich
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Demollstraße 31, 82407 Wielenbach
E-Mail: Hanna.Ulrich@lfu.bayern.de
Dr. Korbinian Freier
Thomas Meierfels
Arnold Rupprich
Dr. Michael Gierig
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 16, 86179 Augsburg

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Verursachergerechte Kostenverteilung bei der vierten Reinigungsstufe

Zusammenfassung
Das Wissen um den Eintrag von Mikroschadstoffen und deren Wirkungen auf die aquatische Umwelt ist noch lückenhaft, und in vielerlei Hinsicht besteht noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Zur Gewährleistung eines nachhaltigen Vorgehens wird es um einen Maßnahmenmix gehen, den es im Rahmen einer Gesamtstrategie aufeinander abzustimmen gilt und für den die Fragen der Finanzierung und Kostenträgerschaft zu beantworten sind. Die Verfolgung des Verursacherprinzips im Gesamtkontext Mikroschadstoffe scheint vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Strategieentwicklung von Bedeutung. Sie kann eine Grundvoraussetzung für eine ausreichende Akzeptanz für die Maßnahmenumsetzung darstellen, sowohl was die Identifizierung der Maßnahmenträger als auch die Übernahme von Kosten betrifft.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 797

Autoren:
Dr.-Ing. Natalie Palm
Dr.-Ing. Paul Wermter
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft
an der RWTH Aachen (FiW) e. V.
Kackertstraße 15-17, 52056 Aachen
E-Mail: palm@fiw.rwth-aachen.de
wermter@fiw.rwth-aachen.de

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Pumpenstörung Feuchttücher, Hygieneartikel und Textilien ärgern Betreiber

Die Abwasserförderung muss heute vielfältige Anforderungen erfüllen. Eine hohe Zuverlässigkeit der Pumpen wird vom Betreiber ebenso erwartet wie ein störungsfreier Betrieb bei Starkregenereignissen, um auf die stärker ausgeprägten Klimaschwankungen reagieren zu können. Der Abwassertransport muss energieeffizient und damit ressourcenschonend sein. Ein optimaler Wirkungsgrad der Pumpen ist bei relativ hohen Betriebsstunden außerordentlich wichtig. Neben diesen komplexen Anforderungen stehen heute Anlagenbetreiber vor neuen Herausforderungen. Die Gewohnheiten der Bevölkerung im Umgang mit Abfällen verändern sich. Feuchttücher waren lange Zeit der Kleinkindpflege vorbehalten. Heute sind sie ein Teil der alltäglichen Hygiene und landen nach Gebrauch in der Toilette. Aber auch Tampons, Slipeinlagen, Verbandmaterial werden über die Kanalisation entsorgt. Den wenigsten Verbrauchern ist bewusst, dass dies gesetzlich verboten ist.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 807

Autor
Carsten Wenner
Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH
Holthöge 10-14, 49632 Essen/Oldb.
E-Mail: info@vogelsang-gmbh.com
Mit Unterstützung des Betriebspersonals:
der Evangelischen Stiftung Neinstedter Anstalten,
der Verbandsgemeinde Wonnegau,
des Lippeverbands, Kläranlage Dülmen

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Nutzung freier DWD-Stations- und Radardaten in einem Messdatenmanagementsystem

Grundvoraussetzung für das Erreichen eines Zieles wie „Wasserwirtschaft 4.0“ ist, dass Daten digital existieren und erreichbar sind. Entscheidend für ihren Nutzen aber ist, dass sie passgenau für den Arbeitsalltag selektiert und mit einem leistungsstarken Werkzeug verarbeitet werden können. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht auf Basis des DWD-Gesetzes und § 3 der Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes (GeoNutzV) seit dem Sommer 2014 einen Großteil seines Datenbestands an Stations- und Radarniederschlagsmessungen zur freien Benutzung auf seinem Portal ftp://ftp-cdc. dwd.de/pub/CDC. Die Nutzung dieser Daten…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2016 ab Seite 804

Autor
Dipl.-Ing. Gerhard Langstädtler
aqua_plan Ing.-Büro für Problemlösungen
in Hydrologie und Umweltschutz mbH
Amyastraße 126
52066 Aachen
E-Mail: gl@aquaplan.de

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Ziel erreicht – Zeitstress, aber trotzdem konzentriert Wettbewerbe der DWA auf der IFAT

Knapp 30 Teams aus Deutschland, Ägypten, Slowenien, den USA und Österreich sind dem Ruf der DWA gefolgt und haben vom 30. Mai bis 2. Juni 2016 im Rahmen der IFAT an der dritten Offenen Deutschen Meisterschaft in der Abwassertechnik in München teilgenommen. 18 Teams waren bei der erstmals ausgetragenen World University Challenge am Start. Mit dem Hochschulwettbewerb möchte die DWA junge Talente fördern und Unternehmen auf qualifizierte Nachwuchskräfte aufmerksam machen. Eindrücke vom Berufswettbewerb der Abwasser-Profis vermittelt der IFAT-Messefilm: https://m.youtube.com/ watch?veMqCn5iTPGk Weitere Informationen einschließlich Listen mit Platzierungen: http://de.dwa.de/berufswettbewerb.html
http://de.dwa.de/hochschulwettbewerb. Html

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 664

Alexandra Bartschat (Hennef)

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Wasserwirtschaftliche Anlagen als Flexibilitätsdienstleister im Stromnetz

Zwischenergebnisse aus Projekten der BMBF-Fördermaßnahme ERWAS Zusammenfassung Der Bedarf, Flexibilität am Strommarkt anzubieten, wird verursacht durch einen stetig wachsenden Anteil volatiler erneuerbarer Stromerzeugung als Folge der Energiewende. Flexibilität wird durch den variablen Betrieb verschiedener Anlagen und Energiespeicher bereitgestellt. Erste Untersuchungen zeigen, dass die Wasserwirtschaft mit ihren Leistungsgrößen an Blockheizkraftwerken, Verdichtern und Pumpen über interessante „Flexibilitätsbausteine“ für die Energiewirtschaft verfügt. Der Beitrag beleuchtet den Begriff der Flexibilität und welche Einsatzmöglichkeiten dafür infrage kommen. Dabei richtet sich der Fokus des Flexibilitätseinsatzes weniger auf die wasserwirtschaftlichen Anlagen selbst als auf die Stromnetzinfrastruktur. Des Weiteren werden am Beispiel des Regelenergiemarktes das Marktvolumen sowie die Voraussetzungen zur Teilnahme am Markt ausgeführt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 670

Autoren
Dipl.-Ing. Oliver Gretzschel
Dipl.-Ing. Michael Schäfer
TU Kaiserslautern
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
E-Mail: oliver.gretzschel@bauing.uni-kl.de
M. Sc. Verena Honeck
Transferstelle Bingen TSB
Geschäftsbereich des ITB –
Institut für Innovation, Transfer und Beratung gGmbh
Berlinstraße 107a, 55411 Bingen
Arthur Dornburg
bluemove-consulting GmbH
Marsstraße 74, 80335 München

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Wasserstoffbasierte Energiekonzepte Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-10.1 „Wasserstoffbasierte Energiekonzepte“*)

Zusammenfassung
Im Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe „Wasserstoffbasierte Energiekonzepte“ werden der Stand der Wasserstoffwirtschaft mit Bezug zur Abwassertechnik zusammengetragen sowie Chancen und Herausforderungen dieser Technologie für wasserwirtschaftliche Akteure aufgezeigt. Ziel der Arbeitsgruppe ist es darüber hinaus, Entwicklungen zu beobachten, notwendige Maßnahmen anzustoßen und Informationen über den Energieträger Wasserstoff und dessen mögliche Schnittstellen zum Energiemanagement von Abwasseranlagen aufzubereiten. Zudem bündelt die Arbeitsgruppe, die sowohl aus Vertretern der Wasserwirtschaft als auch der Energiewirtschaft besteht, die fachlichen Aktivitäten innerhalb der DWA rund um den Themenkomplex Wasserstoffproduktion, -speicherung, -transport und -nutzung. Stand in der Vergangenheit der Einsatz von Brennstoffzellen auf Kläranlagen im Fokus, sind es heutzutage verstärkt Power-to- Gas-Konzepte oder Veredelungstechniken wie beispielsweise die Methanisierung oder Methanolerzeugung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 679

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Wärme- und Kältekonzepte auf Kläranlagen*) Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-10.4 „Wärme- und Kältekonzepte auf Kläranlagen“

Zusammenfassung
Kläranlagen zeichnen sich neben einem hohen Strombedarf in der Regel auch durch einen Bedarf an Wärme und Kälte aus. Gleichzeitig besteht auf jeder Kläranlage ein hohes Potenzial an Wärmequellen, und einige Anlagen sind durch die Nutzung der vorhandenen Wärmequellen bereits weitgehend wärmeautark. Ziel sollte es sein, vorhandene Wärmequellen bestmöglich technisch- wirtschaftlich zu nutzen. In dem vorliegenden Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-10.4 „Wärme- und Kältekonzepte auf Kläranlagen“ wird neben den Grundlagen das Vorgehen bei der Entwicklung von Wärme- und Kältekonzepten gezeigt, was nichts anderes als eine Wegbeschreibung und eine Hilfestellung zur thermischen Kläranlagenoptimierung ist. Aufgrund der Komplexität der Wärmeprozesse sowie der Individualität der Kläranlagen wurden keine allgemein gültigen Arbeitsanweisungen erarbeitet oder spezifische Kennwerte gebildet. Stattdessen werden Beispiele zur Reduzierung des Wärmeverbrauches, der Erhöhung des Wärmenutzungsgrades sowie eine Auswahl an Technologien zur Wärmenutzung vorgestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 704

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Verfahren und Trends in der Thermischen Klärschlammbehandlung – Teil 2 Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe

KEK-1.4 „Neue Technologien zur Schlammbehandlung“*) Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 691 Zusammenfassung Neben der konventionellen Klärschlamm-Monoverbrennung wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland eine Reihe neuer Verfahren zur thermischen Klärschlammbehandlung insbesondere für Durchsatzmengen unter 6000 Tonnen Trockenrückstand pro Jahr entwickelt und zum Teil großtechnisch umgesetzt. Dabei wurden sowohl etablierte Verfahren für andere Einsatzbereiche optimiert als auch grundsätzlich andere thermische Prozesse und Feuerungstechnologien angewandt. Der vorliegende Arbeitsbericht liefert einen Überblick über diese neuen Entwicklungen, indem im ersten Teil die wesentlichen Verfahrensmerkmale beschrieben und Anlagenbeispiele präsentiert werden. Im zweiten Teil werden energetische Aspekte, Potenziale zur Phosphorrückgewinnung

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 691

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Stadtentwässerung Dortmund setzt auf Qualität und Qualifikation

„Kanalsanierung bei uns nur mit Gütesicherung Kanalbau“
Das Dortmunder Abwassernetz ist mit einer Gesamtlänge von rund 2000 km und einer Bilanzsumme von rund 1 Mrd. Euro eines der größten Anlagevermögen der Stadt. Bis 2014 war das Tiefbauamt der Stadt Dortmund, Abteilung Stadtentwässerung, für dessen Bewirtschaftung zuständig; dann wurde die Stadtentwässerung in einen eigenständigen Eigenbetrieb überführt. Diese Umfirmierung ist laut Dr. Christian Falk, Technischer Leiter der Stadtentwässerung Dortmund, eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung der anstehenden Aufgaben am Kanalnetz. Zu den besonderen Herausforderungen vor Ort zählt die hohe Zahl von Kanälen, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der massiven Kriegsschäden erbaut wurden. Im Unterschied zu den ältesten, mehr als 100 Jahre alten Teilen des Netzes sind viele…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 668

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Hochskalierung mikrobieller Brennstoffzellen Aktivkohle als Alternative zum hochpreisigen Platin

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund der ökonomischen Hochskalierung von mikrobiellen Brennstoffzellen (MBZ) ist es elementar, zu Platin vergleichbare Katalysatoren für die Sauerstoffreduktion zu finden. In einer vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium finanzierten Untersuchung wurden die mit MBZ erzielbaren Leistungen und Energierückgewinnungen der Katalysatoren Mangandioxid (MnO2) und Aktivkohle (SS-AC, stainless steel – activated carbon) mit Platin verglichen. Die SS-AC-Kathoden lieferten im Mittel mit 3254 mW/m³ nur 12 % geringere Leistungsdichten als Platin (3707 mW/m³), während die MnO2-Kathoden lediglich 1387 mW/m³ erreichten. Auch bei der Coulombschen Effizienz (CE) und der Energierückgewinnung zeigten die SS-AC-Kathoden vergleichbare Werte wie Platin. Aufgrund der einfachen und energiesparenden Herstellung sowie einem günstigen Materialpreis von lediglich 13 €/m² (zum Vergleich: Pt-Kathoden ca. 1600 €/m²) sind SS-AC-Kathoden daher eine vielversprechende Alternative zu platinbeschichteten Kathoden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 697

Autoren
Heinz Hiegemann, M. Sc.
Dr.-Ing. Manfred Lübken
Prof. Dr.-Ing. Marc Wichern
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik
Universitätsstraße 150
44801 Bochum
Dipl.-Ing. Patrick Schulte
Prof. Dr.-Ing. Karl-Georg Schmelz
Emschergenossenschaft – Abteilung Abwasser (23 AW 20)
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen
Dipl.-Ing. Sylvia Gredigk-Hoffmann
FiW – Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft
an der RWTH Aachen e. V.
Kackertstraße 15-17
52056 Aachen
E-Mail: heinz.hiegemann@rub.de

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Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 als Querverbundfunktion bei wasser- und abwassertechnischen Unternehmen am Beispiel des Wupperverbands

Zusammenfassung
Die Entwicklung der Energiekosten und die Auswirkungen des Klimawandels ließen die Beschaffung, Umwandlung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie bereits in der Vergangenheit zu einem zentralen Thema in der Öffentlichkeit und Wirtschaft werden. Der bewusste Umgang mit Energie hat auch beim Wupperverband eine lange Tradition. Bereits vor den in den vergangenen Jahren häufig verwendeten Schlagworten wie Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und Energiewende entschieden sich viele Unternehmen der Wasserwirtschaft dazu, die Effizienz der Abwasserreinigung in den Fokus zu nehmen und die regenerativen Energiequellen konsequent zu nutzen. Diese Entwicklung wurde 2015 beim Wupperverband durch die Einführung und Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 konsequent weitergeführt. Das Managementsystem unterstützt den Wupperverband dabei, energierelevante Prozesse strukturiert zu bearbeiten, Potenziale effizient zu nutzen und damit aktiv der Energiekostenentwicklung und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 684

Autoren
Dr. Volker Erbe
Dipl.-Ing. Dirk Salomon
Wupperverband
Untere Lichtenplatzer Straße 100
42289 Wuppertal
Thomas Znanewitz, M. Sc.
Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100
42289 Wuppertal
E-Mail: erb@wupperverband.de

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Biobrennstoffzellen zur energieeffizienten Abwasserreinigung

Seit 2014 läuft die Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft“ (ERWAS). Bei drei geförderten Projekten steht die mikrobielle Brenstoffzelle im Mittelpunkt. Derzeit werden zunächst eher kleinere Anlagen für den Einsatz der Biobrennstoffzelle als sinnvoll erachtet, da dort u. a. geringere Anforderungen bezüglich der Stickstoffelimination herrschen. Darüber hinaus wird insbesondere in der Behandlung von Industrieabwasser ein vielversprechender Einsatzbereich gesehen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016

Ausblick
In zukünftigen Treffen sollen vermehrt externe Teilnehmer und Industrievertreter, die nicht im Rahmen von ERWAS gefördert werden mit Vorträgen zu ihren Erfahrungen und Herausforderungen in anderen Projekten eingebunden werden.

Autor
Dr. Sven Kerzenmacher
Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK
Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung
Georges-Köhler-Allee 103, 79110 Freiburg

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Neue Impulse – Energiewende in der Wasserwirtschaft

Energie- und ressourceneffiziente Wasserwirtschaft für Forschende und Praktiker auf der ERWAS-Statuskonferenz
Am 2. und 3. Februar 2016 fand in Essen die Statuskonferenz der im April 2014 gestarteten BMBF-Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ statt. Nach gut der Hälfte der Laufzeit stellten die zwölf beteiligten Verbundprojekte die Zwischenergebnisse ihrer Forschungstätigkeiten zur Energieoptimierung in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung der Zukunft vor. Die Kompetenzen der Forschungsprojekte werden in vier Querschnittsthemen gebündelt, auch über erste Resultate aus dieser Zusammenarbeit wurde im Rahmen der Konferenz berichtet. An der Veranstaltung nahmen mehr als 200 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Verbänden teil.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2016 ab Seite 660

Autoren
Dr. Claudia Wunsch
Dipl.-Ing. Anett Baum
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: baum@dwa.de
Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder
Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft für Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft mbH
Bismarckstraße 2-8, 52066 Aachen

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Ermittlung der Kosten der Energieerzeugung auf einer Kläranlage im Hinblick auf das Energiewirtschaftsgesetz

Zusammenfassung
Durch die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes 2013 sind Kläranlagenbetreiber unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, einen gesonderten Jahresabschluss für den Elektrizitätsbereich zu erstellen. Dies trifft dann zu, wenn kommunale Betriebe Elektrizität erzeugen und zugleich Teil einer Unternehmensgruppe sind, die zusätzlich die Funktion der Verteilung der Elektrizität übernimmt. In diesem Fall sind die Kosten zur Erzeugung der elektrischen Energie auf der Kläranlage zu ermitteln. Die Anlagen auf einer Kläranlage dienen primär dem Zweck der Abwasserreinigung und werden nur zum Teil zur Energieerzeugung mit genutzt. Daher sind eine direkte Zuordnung der Kosten und das Führen getrennter Konten für den Elektrizitätsbereich nicht möglich. Die Kosten können jedoch durch sachgerecht ermittelte Verteilungsschlüssel aufgeteilt werden. Der in dem Beitrag vorgestellte Aufsatz soll zeigen, wie die Verteilungsschlüssel ermittelt und die Kosten einer Kläranlage auf den Bereich der Elektrizitätserzeugung aufgeteilt werden können.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 592

Autoren
M. Sc. Laif Peltz, Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Daniel Ulbrich
Dr.-Ing. Pecher und Partner
Landsberger Straße 155, Haus 4
80687 München

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Verfahren und Trends in der Thermischen Klärschlammbehandlung – Teil 1

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.4 „Neue Technologien zur Schlammbehandlung“*) Zusammenfassung Neben der konventionellen Klärschlamm-Monoverbrennung wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland eine Reihe neuer Verfahren zur thermischen Klärschlammbehandlung insbesondere für Durchsatzmengen unter 6000 Tonnen Trockenrückstand pro Jahr entwickelt und zum Teil großtechnisch umgesetzt. Dabei wurden sowohl etablierte Verfahren für andere Einsatzbereiche optimiert als auch grundsätzlich andere thermische Prozesse und Feuerungstechnologien angewandt. Der vorliegende Arbeitsbericht liefert einen Überblick über diese neuen Entwicklungen, indem im ersten Teil die wesentlichen Verfahrensmerkmale beschrieben und Anlagenbeispiele präsentiert werden. In einem zweiten, separat veröffentlichten Teil, werden energetische Aspekte, Potenziale zur Phosphorrückgewinnung sowie betriebliche Besonderheiten diskutiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 598

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Neues Vergaberecht 2016:Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen

Ein Überblick
Zusammenfassung

Die größte Reform des Vergaberechts in Deutschland in den letzten zehn Jahren ist abgeschlossen. Die entsprechende EU-Verordnung wurde im April 2016 mit einer Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen und durch die neue Vergabeverordnung umgesetzt. In dem Beitrag werden die Vergaben von Architekten- und Ingenieurleistungen unter der Wirksamkeit der Vergabeverordnung vorgestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 608

Autor
Prof. Dr. Hans J. Lietzmann
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Institut für Politikwissenschaft
Bergische Universität Wuppertal
Gauß-Straße 20
42097 Wuppertal
E-Mail: hans.j.lietzmann@uni-wuppertal.de

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Niederschlag-Abfluss-Modellierung mit stadthydrologischen Ansätzen unterschiedlicher Komplexität

Das Beispiel des Borbecker Mühlenbachs Zusammenfassung Die Modellierung der Niederschlag-Abfluss-Prozesse in urbanen Gebieten fokussiert zwei wesentliche Herausforderungen: Einerseits ist die Komplexität der Interaktion zwischen dem Abfluss im Kanalnetz und dem Oberflächenabfluss zu beschreiben, andererseits sollte die räumliche Heterogenität der hydrologischen Prozesse in städtischen Bereichen berücksichtigt werden. Der erste Punkt wird durch die Entwicklung von gekoppelten Modellen, die das Kanalisations- und das Entwässerungssystem an der Oberfläche gleichzeitig simulieren, gelöst. Die zweite Problemstellung erfordert detaillierte räumliche Informationen und eine besondere Beschreibung der Niederschlag-Abfluss-Dynamik unter Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaften urbaner Räume. In diesem Beitrag werden mögliche Lösungsansätze für den letztgenannten Punkt aufgezeigt und die Ergebnisse verglichen. Hierbei werden insbesondere die verschiedenen Bodendurchlässigkeiten, Landnutzungen und die Gebäudestruktur berücksichtigt. Hierzu wurden ein spezifisches konzeptionelles Niederschlag- Abfluss-Modell für den Abflussprozess von Gebäuden und ein flächendetailliertes Infiltrationsmodell entwickelt bzw. eingesetzt. Es werden Landnutzungsdaten verwendet, die in hoher Auflösung durch OpenStreetMaps bereitgestellt werden. Die verschiedenen Ansätze werden in einem vorhandenen gekoppelten 1D/2D-Modell angewendet. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Berücksichtigung hochaufgelöster räumlich heterogener Strukturen einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Abflussbildung in urbanen Räumen liefern kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 584

Autoren
Dr. Jorge Leandro
Departamento de Engenharia Civil
Universidade de Coimbra
R. Luís Reis Santos
Polo 2, 3030-788 Coimbra, Portugal
ab 15. Juli 2016:
Technische Universität München
Lehrstuhl für Hydrologie und Flussgebietsmanagement
Arcisstraße 21
80333 München
Dipl.-Geogr. Angela Pfister
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: Pfister.Angela@eglv.de

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Jubiläums-IFAT setzt neue Maßstäbe

50 Jahre Spiegel einer dynamischen Branche 50 Jahre IFAT – eine Erfolgsgeschichte … … die 1966 mit 147 Ausstellern und 10 200 Besuchern begann und sich auch 2016 nahtlos fortsetzt. Rund 138 000 Besucher aus mehr als 170 Ländern kamen von 30. Mai bis 3. Juni 2016 zur Jubiläumsausgabe der IFAT nach München. Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, ist begeistert von dem, was in diesem Jahr passiert ist: „Das Feedback all‘ unserer Teilnehmer war überwältigend. Die nochmals gestiegene Beteiligung zeigt eindrucksvoll, wie die IFAT seit 50 Jahren die Entwicklung der Umwelttechnologiebranche prägt.“ Dr. Johannes F. Kirchhoff, Fachbeiratsvorsitzender der IFAT und Geschäftsführender Gesellschafter bei Kirchhoff Ecotec, kann sich dem nur anschließen: „Die außergewöhnliche Performance der IFAT setzt sich auch in 2016 fort. Für unsere Unternehmen konnten hervorragende Neukontakte geknüpft werden, insbesondere aus dem internationalen Bereich. Insgesamt ist die IFAT im Jubiläumsjahr ein großartiger Erfolg.“ Internationale Messe mit hoher Strahlkraft Eine Einschätzung, die die Aussteller teilen

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 576

Autor:
Frank Bringewski ….Besonders gefreut hat uns der Besuch von zahlreiche Delegationen und Studentengruppen aus dem In- und Ausland. Erstmalig wurde ein Hochschulwettbewerb durchgeführt.“

Berufswettbewerb: https://www.youtube.com/ watch?veMqCn5iTPGk

Resümee von Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München: https://www.youtube.com/ watch?vzvW3CpZs0RI DWA auf der IFAT:

http://de.dwa.de/ifat.html

Die nächste IFAT findet von 14. bis 18. Mai 2018 in München statt.

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Wasserwirtschaft garantiert Qualität

DWA-Bundestagung 2016: Saubere Gewässer, Hochwasser, Personalstrategien „Stadt, Land, Fluss – Deutsche Wasserwirtschaft – Garantin für Lebensqualität“ lautet das Motto der DWA-Bundestagung, die am 27. und 28. September 2016 in Bonn stattfindet. Der jährliche Fachkongress des Verbandes befasst sich mit aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Branche. Das Tagungsprogramm sowie weiterführende Informationen können im Internet abgerufen werden: www.dwa.de/bundestagung

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 579

Anmeldung:
Barbara Sundermeyer-Kirstein
Tel. 0 22 42/872-181
E-Mail: bundestagung@dwa.de

Autor:
Alexandra Bartschat

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RAL-Gütesicherung für Ingenieurleistungen Anforderungen, Nachweise, Vorteile

Die Qualitätssicherung von Kanalbaumaßnahmen hat einen besonders hohen Stellenwert, denn Entwässerungssysteme sind Einrichtungen mit hohen Investitionskosten und langen Nutzungsdauern, die der Daseinsvorsorge und dem Schutz der Umwelt dienen. Die Besonderheit, dass das Bauwerk unmittelbar nach Fertigstellung mit Erde bedeckt wird, ist ein weiterer Grund dafür, dass die fachgerechte Ausführung der Maßnahmen im Fokus steht. Aus diesen Gründen haben Auftraggeber, Ingenieurbüros und ausführende Unternehmen vor mehr als 25 Jahren gemeinsam die RAL-Gütesicherung Kanalbau eingerichtet. Neben der Ausführung der Maßnahmen tragen natürlich die zugehörigen Ingenieur-Leistungen – wie Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung – ganz maßgeblich zum Ergebnis bei. Um die gesteckten Ziele sicher zu erreichen, bedarf es Organisationen mit besonderer Erfahrung und Zuverlässigkeit auch in Bezug auf die Ausschreibung und Bauüberwachung. Da die frühen Phasen eines Projektes in besonders hohem Maße Einfluss auf das Bauergebnis und die Qualität haben, liegt es im Interesse aller Beteiligten, auch für diese Phasen des Projektes geeignete Rahmenbedingungen an die Qualifikation der Verantwortlichen zu definieren. Wegweiser für Auftraggeber Genau dieses Ziel verfolgt die RAL-Gütegemeinschaft entsprechend dem Auftrag ihrer Mitgliederversammlung. Dieser Auftrag wurde mit paritätischen Stimmen von Auftraggeber…mehr.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 582

Quelle:
RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Überleben sichernde Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen in Nepal nach den Erdbeben 2015

Seit 2010 besteht zwischen der DWA und der Welthungerhilfe eine strategische Partnerschaft. Ziel dieser Kooperation ist es, Menschen in Not durch eine verbesserte Versorgung mit Wasser und Sanitäranlagen zu helfen. Die DWA unterstützt die Welthungerhilfe mit ihrer umfassenden Kompetenz und bittet ihre Mitglieder durch Aufrufe um Spenden für aktuelle Hilfsprojekte oder Katastropheneinsätze. Der erste Spendenaufruf 2010 floss in Projekte im Sektor WASH (sauberes Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) der Welthungerhilfe in Südost-Kenia. Zum 50-jährigen Jubiläum der Welthungerhilfe rief die DWA 2012 ihre Mitglieder auf, sich an der Aktion „1 Stunde gegen den Hunger“ zu beteiligen. Danach folgten Spendenaufrufe zu aktuellen Katastropheneinsätzen wie 2013 zum Taifun Haiyan auf den Philippinen sowie 2014 zur Ebola-Nothilfe. Im letzten Jahr wurden die Nothilfe und der Wiederaufbau in Nepal unterstützt, wovon die Welthungerhilfe im Folgenden einen Eindruck gibt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2016 ab Seite 580

Autorin
Regina Feindt
Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Nothilfekoordinatorin Nepal und
Landesdirektorin in Simbabwe

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Wasserwirtschaft 4.0 – Ein inspirierender und erfolgreicher Tag am FiW in Aachen

Geht es um die Zukunft der Wirtschaft, fällt unweigerlich das Schlagwort „Industrie 4.0“. Kernziel ist hier die Autonomie der Systeme. Ob eine solche Autonomie auch für die Wasserwirtschaft anzustreben ist, scheint zumindest zweifelhaft, da es sich beim Wasserkreislauf und den damit verbundenen einzelnen Themenschwerpunkten im Gegensatz zur Industrie um ein natürliches System handelt und der Mensch Teil dieses Systems ist. Einzelne Komponenten wie die Flexibilisierung von Systemen, die Ressourceneffizienz und die Bereitstellung schneller und bedarfsorientierter teilautonomer Systeme stellen jedoch eine Herausforderung auf dem Weg der vierten wasserwirtschaftlichen Revolution dar. Dies ist eine der wesentlichen Schlussfolgerungen des Institutskolloquiums „Wasserwirtschaft 4.0“, das Anfang Dezember des letzten Jahres in Aachen stattfand.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 492

Autoren
Dr.-Ing. Gesa Kutschera
Dipl.-Ing. Ralf Engels
Forschungsinstitut für Wasser- und
Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen
(FiW) e. V.
Kackertstraße 15-17
52056 Aachen
E-Mail:
kutschera@fiw.rwth-aachen.de

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20 Jahre kommunale Beratung – Die Kommunal Agentur NRW feiert ihren 20. Geburtstag

Am 28. April 2016 begrüßte die Kommunal Agentur NRW, das Dienstleistungsunternehmen des StGB NRW, in den Düsseldorfer Rheinterrassen 250 Gäste aus den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. Gemeinsam wurde mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Städte- und Gemeindebund NRW das Jubiläum begangen – Anfangs offiziell mit Beiträgen zu ausgewählten Zukunftsthemen, moderiert von Beate Kowollik, abschließend als fröhlicher Ausklang bei gutem Essen, Getränken und Musik der Gruppe Foss Doll. Am 28. April 2016 begrüßte die Kommunal Agentur NRW, das Dienstleistungsunternehmen des StGB NRW, in den Düsseldorfer Rheinterrassen 250 Gäste aus den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. Gemeinsam wurde mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Städte- und Gemeindebund NRW das Jubiläum begangen – Anfangs offiziell mit Beiträgen zu ausgewählten Zukunftsthemen, moderiert von Beate Kowollik, abschließend als fröhlicher Ausklang bei gutem Essen, Getränken und Musik der Gruppe Foss Doll…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 494

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Zustand der Kanalisation in Deutschland

Ergebnisse der DWA-Umfrage 2015

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der siebten DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland werden vorgestellt. Die Erhebung basiert auf Daten aus dem Jahr 2013. Es wird deutlich, dass eine Erhöhung des Aufwands zur Kanalsanierung notwendig ist, um den Zustand des Kanalnetzes in Deutschland langfristig zu verbessern. Ergebnisse zur Alters- und Materialverteilung im Kanalnetz sowie zu den angewendeten Sanierungsverfahren werden vorgestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 498

Autoren
Dipl.-Ing. Christian Berger, Dr. Friedrich Hetzel
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: berger@dwa.de
Dr.-Ing. Christian Falk
Eigenbetrieb Stadt Dortmund
Stadtentwässerung
Untere Brinkstraße 81-83, 44141 Dortmund
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp
Dipl.-Ing. Silke Roder, Jan Ruppelt, M. Sc.
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen
52056 Aachen

Fazit
Die Umfrage zeigt, dass in Deutschland sehr umfangreiche Kenntnisse über den Zustand der öffentlichen Kanalisation vorliegen und ein Kanalmanagement im Sinne des Werterhalts und der Erhaltung der Betriebsfähigkeit umfassend umgesetzt wird. Dennoch weist rund ein Fünftel aller Kanalhaltungen Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig zu sanieren sind. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen somit weiterhin einen hohen Investitionsbedarf für die nachhaltige Bewirtschaftung der „unsichtbaren“ Infrastruktur der Siedlungsentwässerung auf. Es ist erforderlich, die vorhandenen oder zu erstellenden Sanierungsstrategien umzusetzen, um einem dauerhaften Substanzverlust des öffentlichen Kanalnetzes entgegenzuwirken. Hierfür ist die Information und Sensibilisierung kommunaler Entscheidungsträger notwendig.

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Phosphorrecycling aus Klärschlamm in Deutschland

Eine Abschätzung von Kosten und Umweltauswirkungen

Zusammenfassung
Auf Basis von Realdaten werden in dieser Studie für Großkläranlagen verschiedene Szenarien zur Phosphorrückgewinnung in Deutschland entwickelt und hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Auswirkungen bewertet. Es werden Strategien aufgezeigt, um mittelfristig eine Phosphorrecyclingrate von über 50 %, bezogen auf das Gesamtpotenzial im Klärschlamm, zu erreichen. Einerseits stellt die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung qualitativ hochwertiger Schlämme einen wesentlichen Bestandteil eines Nährstoffrecyclingkonzeptes dar. Andererseits kann eine optimierte Logistik vor der Klärschlammverbrennung das Phosphorrückgewinnungspotenzial aus Aschen von bestehenden Monoverbrennungsanlagen deutlich gegenüber dem heutigen Status quo steigern. Basierend auf den Ergebnissen dieser Studie ist im Hinblick auf die geplante Novelle der Klärschlammverordnung von einem kompletten Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung abzuraten.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 528

Autoren
Fabian Kraus, M. Sc.
Dr. Christian Kabbe
Dr.-Ing. Christian Remy
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Cicerostraße 24, 10709 Berlin
Dipl.-Ing. Boris Lesjean
Veolia Deutschland
Unter den Linden 21, 10117 Berlin

Schlussfolgerungen
Die Berechnungen und Ausführungen verdeutlichen, dass eine Kombination aus technischem und traditionellem P-Recycling einen positiven Beitrag zur Energiewende sowie zu den Klimaschutzzielen Deutschlands leisten kann.

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Aus der Forschung in die Praxis

Fünftes Innovationsforum Wasserwirtschaft „Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie“, „Anthropogene Spurenstoffe“ sowie „Wasser in der Stadt“ und „Energiewende in der Wasserwirtschaft“: Diesen vier Themenfeldern widmete sich das „Innovationsforum Wasserwirtschaft“ am 17./18. November 2015 in Osnabrück. Die alljährlich gemeinsam von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der DWA durchgeführte Veranstaltungsreihe dient dazu, wasserwirtschaftlich relevante Forschungsergebnisse anschaulich aufzubereiten und ihre Resultate in Anwendungen und Innovationen auf Unternehmensebene zu überführen. 120 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Fachverwaltungen, Kommunen und Verbänden diskutierten über aktuelle Forschungsschwerpunkte und ihre Umsetzung in die Praxis.  Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 488

Autoren
Verena Menz, Ulf Jacob
DBU Zentrum für Umweltkommunikation
An der Bornau 2, 49090 Osnabrück
E-Mail: zuk-info@dbu.de

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Zustandsanalyse der bayerischen Kanalisation

Teil 2: Zustandserfassung, Sanierungsbedarf und Gesamtinvestitionsvolumen*)

Zusammenfassung
Im Teil 2 dieses Beitrages werden die Ergebnisse der Zustandserfassung, des Sanierungsbedarfs sowie des ermittelten Gesamtinvestitionsvolumens des Projekts „Zustand der öffentlichen Kanalisation in Bayern (Stand 2012)“, präsentiert. Durch die Hochrechnung der im Projekt erhobenen Zahlen kann der aktuelle Zustand der öffentlichen Kanalisation in ganz Bayern prognostiziert werden. Daraus lassen sich der bereits bestehende Handlungsbedarf für Sanierungen sowie der daraus entstehende absehbare Investitionsbedarf für Renovierung bzw. Erneuerung ableiten. Neben den öffentlichen Misch- und Schmutzwasser( MW/SW)-Kanälen wurden auch der Zustand der öffentlichen Grundstücksanschlüsse sowie der öffentlichen Schächte ausgewertet. Der Vergleich zu vorherigen Zustandserhebungen lässt zudem ein aussagekräftiges Bild über die Entwicklung der öffentlichen Kanalisation zu. Die Gesamtlänge der öffentlichen MWSW-Kanäle mit sofortigem, kurz- oder mittelfristigem Sanierungsbedarf in Bayern beträgt etwa 12 400 km (14,5 % der gesamten öffentlichen MW/SW-Kanalnetze). Die rechnerisch erforderliche Kanalsanierungsrate beträgt knapp 2100 km pro Jahr. Bei einer tatsächlich ermittelten jährlichen Kanalsanierungsrate von etwa 1600 km ist somit eine Steigerung der Kanalsanierungsaktivität von mindestens 30 % erforderlich. Hinzu kommt dabei noch die durch laufende Alterung generierte Erhöhung der sanierungsbedürftigen Kanäle. Der ermittelte Gesamtinvestitionsbedarf für den bekannten sofortigen, kurz- bis mittelfristigen Sanierungsbedarf in Bayern beläuft sich auf ca. 5,8 Milliarden Euro.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 510

Autoren
M. Sc. Dipl.-Ing. (FH) Nils Horstmeyer
Apl. Prof. Dr. Brigitte Helmreich
Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität München
Am Coulombwall 3
85748 Garching b. München
E-Mail: nils.horstmeyer@tum.de

Fazit und Ausblick
Das Wissen über den Zustand der öffentlichen Kanalisation ist für eine Sicherstellung der Funktionsfähigkeit sowie für den Werterhalt der Kanalisation und der Wahrung des öffentlichen Interesses und des Umweltschutzes unerlässlich. Im Rahmen der vorliegenden Studien konnte der Gesamtinvestitionsbedarf für notwendige Sanierungsmaßnahmen im Freistaat Bayern im Mittel mit 5,8 Milliarden € ermittelt werden. Stellt man dabei den Sanierungsbedarf der tatsächlichen Sanierungstätigkeit gegenüber, so steht der mindestens erforderlichen Kanalsanierungsrate für Bayern von 2,4 % (ca. 2100 km) (bezogen auf die Gesamtkanalnetzlänge; Zeithorizont sechs Jahre) eine tatsächliche jährliche Kanalsanierungsrate von gegenwärtig ca. 1600 km gegenüber. Somit liegt ein Defizit von jährlich ca. 500 km vor. Hinzu kommen dabei die Kosten für die Bewältigung der Alterung der Kanalisation, die eine deutliche Steigerung der Sanierungsaktivität erfordern. Daher sind….

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Hybride Schlammmodellierung in der Abwasserreinigung

Möglichkeiten des Einsatzes von rechnergestützter Strömungssimulation (CFD) in der Siedlungswasserwirtschaft

Zusammenfassung
Im März 2015 erschien der Gelbdruck der Neuauflage des Arbeitsblattes DWA-A 131 zur Bemessung einstufiger Belebungsanlagen (im Juni 2016 als Weißdruck erschienen). Dabei wird in Kapitel 9 ausdrücklich auf die heute verfügbaren Simulationstechniken hingewiesen. Während Alex et al. und Ahnert et al. aktuell die Einsatzmöglichkeiten der dynamischen Simulation erörtern, werden in diesem Artikel die Einsatzmöglichkeiten der rechnergestützten Strömungssimulation (Computational Fluid Dynamics, CFD) diskutiert sowie deren Anwendbarkeit mit heute verfügbaren Rechnern und Softwarepaketen. Dabei werden die vielfältigen Vorteile und der Nutzen von CFD sowohl bei Neuplanungen als auch bei Bestandsstudien von Kläranlagen deutlich gemacht und der potenzielle Mehrwert für die Unternehmen und die Umwelt umrissen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 521

Autoren:
Marian Brenda (Wiesbaden), Alexander Sonnenburg und Wilhelm Urban (Darmstadt)

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Akademie Kanalbau geht ans Netz

Neuer Service der Gütegemeinschaft Kanalbau Ein neues kostenfreies Angebot der Gütegemeinschaft Kanalbau erweitert das Dienstleistungspaket für Mitglieder. Die künftige Informations- und Wissensplattform „Akademie Kanalbau“ und insbesondere das hierin enthaltene E-Learning- Modul „Einbau von Abwasserleitungen und -kanälen in offener Bauweise“ bietet Ingenieuren, Technikern und Meistern die Möglichkeit, das nötige Fachwissen für den Umgang mit der Kanalinfrastruktur zu erlangen oder zu vertiefen. Auf dem Arbeitsmarkt ist festzustellen, dass Fachleute…mehr: RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2016 ab Seite 496

Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Das DWA-Regelwerk Energie auf Kläranlagen

Mit dem Arbeitsblatt DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ ist im Dezember 2015 ein einheitliches Instrument zur Bewertung des Energieverbrauchs erschienen (Abbildung 1). Auf Basis dieses Regelwerks lässt sich für jede Kläranlage ein individueller Idealwert für den Energieverbrauch ermitteln. Hierbei werden kläranlagenspezifische Rahmenbedingungen wie Zulauffracht und -zusammensetzung, genehmigungsrechtliche und bauliche Voraussetzungen der Kläranlage sowie Automatisierungsgrad und Betriebsweise berücksichtigt. Basis der Kennwertermittlung ist der CSB120 im Zulauf, also der CSB bezogen auf 120 g/(EW · d). Nach Möglichkeit sollte die Bestimmung der Kläranlagenbelastung auf Basis einer mengenproportionalen Mischprobenahme erfolgen. Stichproben können ebenfalls herangezogen werden. Durch die individuelle Ermittlung des Idealwerts…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2016 ab Seite 2467

Autoren
Dipl.-Ing. (FH) Nina Radtke
Dipl.-Biol. Jörg Oppermann
hanseWasser Bremen GmbH
Seehauser Landstraße 99, 28197 Bremen, Deutschland
www.zak-en.de
Dipl.-Ing. Gregor Fortmann
Kommunal Service Böhmetal AöR
Stadtentwässerung
Poststraße 4, 29664 Walsrode, Deutschland
www.kommunalservice-boehmetal.de

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25 Jahre Kläranlagen- Nachbarschaften in Sachsen und Thüringen – Rückblick und Ausblick

Noch vor dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wurde die ATV-Landesgruppe Sachsen/Thüringen am 21. Juni in Halle an der Saale gegründet. Gewaltige Veränderungen standen damals nicht nur in der Wasserwirtschaft, sondern in allen Bereichen des privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebens bevor. Durch die Kommunalisierung der Abwasserentsorgung in den neuen Bundesländern war auch die Situation des Betriebspersonals schwierig und von Unsicherheit um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes geprägt. Das Personal war sich jedoch bewusst, dass eine an den neuen Anforderungen orientierte Fortbildung eine überaus wichtige Investition in die eigene berufliche Zukunft ist. Die Kläranlagen-Nachbarschaften haben sich seit der Gründung vor 25 Jahren im DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen, ebenso wie die seit 1999 bestehenden Kanal-Nachbarschaften und die Gewässer- Nachbarschaften (seit 2002) zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 348

DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen
www.dwa-st.de/pub.html
Dipl.-Ing. Karin Wolf
Tel. 0351/500 74 08
E-Mail: wolf@dwa-st.de

Autoren
Dr. Gabriele Lang
Dipl.-Ing. Beatrice Möller
DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen
Niedersedlitzer Platz 13
01259 Dresden

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Zustandsanalyse der bayerischen Kanalisation

Teil 1: Vorgehensweise und allgemeine statistische Angaben zum Kanalnetz
Zusammenfassung

In Deutschland wurde über die vergangenen Jahrzehnte ein gut funktionierendes Abwassersystem aufgebaut, was durch konstant hohe Investitionen ermöglicht wurde. So betragen die Investitionsvolumina in der Abwasserbehandlung in Deutschland ca. vier Milliarden Euro pro Jahr. Sowohl der (weitere) Aufbau als auch der Betrieb und die Aufrechterhaltung der Abwasseranlagen erfordern auch in Zukunft erhebliche finanzielle Mittel. Die Finanzierung des Abwasserbehandlungssystems ist dabei durch die Bürger/innen durch Beiträge und Gebühren sichergestellt. Derzeit steht das System vor enormen Herausforderungen, da es trotz aller bereits getätigten Investitionen und Bemühungen zu Investitionslücken und einem ansteigenden Sanierungsbedarf in der Abwasserbehandlung gekommen ist. Um einen Überblick über die aktuelle Situation in Bayern zu bekommen, hat der Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität München in zwei Kostenstudien im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt die Investitions- und Sanierungskosten bei kommunalen Abwasseranlagen, sowie den Zustand der öffentlichen Kanalisation in Bayern – Stand 2012, erhoben und ausgewertet. In Teil 1 wird ein Überblick über das Projekt „Investitions- und Sanierungskosten bei kommunalen Abwasseranlagen“ gegeben sowie die Vorgehensweise und allgemeine statistische Angaben des Kanalnetzes aus dem Projekt „Zustand der öffentlichen Kanalisation in Bayern“ dargestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 378

Autoren
M. Sc., Dipl.-Ing. (FH) Nils Horstmeyer
Apl. Prof. Dr. Brigitte Helmreich
Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität München
Am Coulombwall 3
85748 Garching b. München
E-Mail: nils.horstmeyer@tum.de

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Der Leitwandsandfang

Entwicklung eines neuen, unbelüfteten Sandfangs zur Erreichung hoher Abscheidegrade von Feinsanden Zusammenfassung
Es wird gezeigt, dass zur Erreichung hoher Abscheidegrade von Feinsanden der belüftete Sandfang weniger geeignet ist, da er ein stark nichtlineares Sandabscheideverhalten über die Absetzzeit aufweist, das mit kleiner werdender Sandpartikelgröße zunimmt. Das heißt, für die Feinsandabscheidung werden sehr lange Zeiträume bzw. große Reaktionsräume benötigt. Auf dieser Ausgangsbasis wird ein neuer, unbelüfteter Sandfangtyp vorgestellt, der die bekannten Vorteile des Langsandfangs mit verfahrenstechnischen Neuerungen verbindet, mit dem Ziel, hohe Abscheidegrade von Feinsanden zu erreichen. Kern dieses Sandfangs sind parallele Platten, die sogenannten Leitwände, die folgende zwei Funktionen erfüllen. Zum einen dienen die Platten der Reduzierung der Turbulenz der Fluidströmung im Einlaufbereich. Zum anderen dienen die Platten den abzuscheidenden Partikeln als Prallfläche, an der die normal zur Wand wirkenden Partikelgeschwindigkeiten sehr klein werden, wodurch die Partikel an den Platten absinken können. Die Funktionen der Leitwände sind hierbei als grundsätzlich physikalische Wirkprinzipien zu verstehen, um in Wasser oder Abwasser durch Schwerkraftabscheidung zu entfernende Inhaltsstoffe (zum Beispiel Sandpartikel, Öl- und Fettpartikel oder Schlammflocken) aus verschiedenen verfahrenstechnischen Stufen der Kläranlage (zum Beispiel Sandfang, Vorklärung, Nachklärung) effizienter zu entfernen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 404

Autoren
Dr.-Ing. Alexander Sonnenburg
Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Urban
Fachgebiet Wasserversorgung und Grundwasserschutz
Institut IWAR, TU Darmstadt
Franziska-Braun-Straße 7
64287 Darmstadt
E-Mail: A.Sonnenburg@iwar.tu-darmstadt.de

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Biozid-Wirkstoffe in kommunalen Abwassereinleitungen in Sachsen

Zusammenfassung
Die Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen ausgewählter Biozid-Wirkstoffe in sächsischen kommunalen Kläranlagen zeigen, dass für mehrere Stoffe relevante Belastungen im gereinigten Abwasser vorliegen. Triclosan und Monobutylzinn werden in mehr als der Hälfte aller Abwasserproben in Konzentrationen gefunden, die die jeweiligen Umweltqualitätsnormvorschläge übersteigen. Für Cybutryn (Irgarol), Hexachlorcyclohexan (inkl. Lindan), Terbutryn sowie Tri- und Dibutylzinn gibt es Überschreitungen der Umweltqualitätsnormen in wenigstens 10 % der Abwasserproben. Für Carbendazim, DEET, Isoproturon, Lindan, Monobutylzinn, Simazin, Terbutryn und Triclosan wurden in mehr als 90 % der untersuchten Kläranlagen und mehr als 80 % der Proben Ablaufkonzentrationen über der analytischen Bestimmungsgrenze gemessen. Es wurden Emissionsfaktoren abgeleitet, mit denen die Einträge dieser Biozid-Wirkstoffe aus Kläranlagen in Gewässer abgeschätzt werden können. Ein wesentlicher Einfluss des Ausbaugrades der Kläranlagen auf den Rückhalt der Biozid-Wirkstoffe ist nicht feststellbar.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 388

Autor
Dr. Uwe Engelmann
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie
Pillnitzer Platz 3
01326 Dresden
E-Mail: Uwe.Engelmann@smul.sachsen.de

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Monitoring und Bewertung von Energiedaten auf kommunalen Kläranlagen

Zusammenfassung
Für die Betreiber kommunaler Kläranlagen ist der elektrische Energieverbrauch aufgrund der hiermit verbundenen Kosten und der mittelfristig erwarteten weiteren Preissteigerungen für fremdbezogene Energie von wesentlichem Interesse. Bisher durchgeführten Energieanalysen basieren auf in der Vergangenheit erhobenen Daten und ermöglichen keine zeitnahe Betrachtung einzelner Verbrauchsprozesse. Abgeleitete Maßnahmen zur Energieoptimierung sind für das Betriebspersonal nur bedingt relevant und werden daher, mit Ausnahme erkannter Sofortmaßnahmen, vielfach nicht weiter verfolgt. Mit dem neu entwickelten TIBS eMonitor werden dem Betreiber der Kläranlage zeitnah detaillierte Informationen zum Energieverbrauch auf Basis der Anforderungen des Arbeitsblattes DWA-A 216 zur Verfügung gestellt. Das mögliche Optimierungspotenzial wird aufgezeigt. Umgesetzte Maßnahmen zur Energieoptimierung können direkt auf ihre Wirksamkeit beurteilt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 429

Autoren
M. Sc. Thomas Znanewitz
Dipl.-Ing. Yannick Taudien
Dr.-Ing. Gerd Kolisch
WiW – Wupperverbandsgesellschaft
für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100
42289 Wuppertal
E-Mail: tzz@wupperverband.de

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Zentraler Betrieb dezentraler Anlagen: z*dez

Ein innovatives Betriebs- und Organisationsmodell für die dezentrale Abwasserentsorgung Zusammenfassung Dezentrale Abwasserreinigung mithilfe von Kleinkläranlagen ist inzwischen technisch und rechtlich eine Alternative zum Anschluss an zentrale Kläranlagen. Um auch die Prozessstabilität im laufenden Betrieb langfristig zu gewährleisten, können dezentrale Anlagen webbasiert zentral überwacht und gesteuert werden. Durch zentrale Anschaffung und Einbau mehrerer Anlagen sowie ihren zentralen Betrieb können Mengenrabatte generiert und Betriebskosten gesenkt werden. Ein als „Rundum- Sorglos-Paket“ gestalteter Betrieb gewährleistet für den Nutzer einen dem zentralen Anschluss ähnlichen Komfort. Im Landkreis Ravensburg wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg ein Pilotprojekt zum zentralen Betrieb dezentraler Anlage umgesetzt. Der Artikel beschreibt die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts bis zur Inbetriebnahme der Anlagen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 418

Autoren
Dr. Jutta Niederste-Hollenberg
Dr. Thomas Hillenbrand
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48, 76139 Karlsruhe
Dr. Andrea Ungermann
Regierungspräsidium Tübingen
Konrad-Adenauer-Straße 20
72072 Tübingen
Eberhard Lachenmayer
Landkreis Ravensburg
Gartenstraße 107, 88212 Ravensburg

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IFAT Environmental Technology Forum Africa

Starker Auftritt auf neuem Kontinent Das IFAT Environmental Technology Forum Africa, das vom 15. bis 18. September 2015 im Johannesburg Expo Centre (JEC) seine Premiere feierte, platziert sich stark im afrikanischen Markt: mit 116 Ausstellern aus 13 Ländern, mehr als 2000 Besuchern aus 42 Ländern, 4500 Quadratmetern Ausstellungsfläche und einem attraktiven Rahmenprogramm. Die Ziele für Ausstellerund Besucherzahl wurden damit übertroffen. Aussteller lobten die hohe Besucherqualität, und das Programm an Vortragsforen überzeugte mit hochklassigen Sprechern und Themen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 363

www.ifat-africa.com  

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Rohrvortrieb im Fokus

Einsatzgebiete, Regelwerk, Qualifikation, Gütesicherung
Kanäle sind das unsichtbare Fundament einer jeden zivilisierten Gesellschaft. Substanzerhalt, Instandhaltung und Modernisierung dieser Netze gehören zu der überaus wichtigen und gleichzeitig anspruchsvollen Aufgabe der Netzbetreiber. Zukunftsorientiert und werterhaltend sollen die Investitionen an Kanalnetzen sein, um kommenden Generationen die Chance zu ermöglichen, ein Kanalnetz auf ähnlichem Niveau zu betreiben. Doch wie ist die hierzu notwendige Lebensdauer der Bauwerke trotz eingeschränkter Investitionsmöglichkeiten zu verwirklichen? Um angesichts der angespannten Finanzlage auch eine langfristige Wirtschaftlichkeit…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 364

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt

Positionen zur Umweltpolitik aktualisiert Die DWA hat ihre Positionen zur Umweltpolitik in einem neuen Politikmemorandum zusammengefasst. Das Memorandum wurde dem Bundesumweltministerium und Mitgliedern des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags am 11. April 2016 im Rahmen des DWA-Dialogs zum Gewässerschutz im Hauptstadtbüro der Vereinigung übergeben. „Mit dem Politikmemorandum 2016 bezieht die DWA zu wichtigen deutschen und europäischen Themen aus den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Bodenschutz Stellung. Dies hat insofern besonderes Gewicht, als sich in der DWA über 14 000 Mitglieder aus allen fachlich relevanten Bereichen engagieren“, so der Präsident der DWA, Otto Schaaf.

Download des Politikmemorandums: http://de.dwa.de/politikinformationen.html

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 356

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Herausforderungen des europäischen Wassersektors

11. Brüssel-Konferenz der EWA Am 16. und 17. November 2015 kamen rund 100 Teilnehmer aus 22 Ländern zur 11. Brüssel-Konferenz der European Water Association (EWA) nach Brüssel. Die Konferenz fand zum ersten Mal in Räumlichkeiten der nordrhein-westfälischen Landesvertretung statt, dessen Hausherr Rainer Steffens den Teilnehmerkreis herzlich willkommen hieß. Die Konferenz behandelte in drei Blöcken aktuelle wasserwirtschaftliche Themen. Jeder der drei Blöcke wurde mit einem Referat von einem Vertreter der Europäischen Kommission eingeleitet. Ein weiterer Programmpunkt war die Verleihung der Dunbar-Medaille anlässlich der IFAT 2016. Fachkundig moderiert wurde die Konferenz durch Wendy Francken, der Vorsitzenden des European Policy Committee der EWA

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 358

Autor:
Bauass. Dipl.-Ing. Johannes Lohaus (EWA-Generalsekretär, Hennef)

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DWA-Gewässerentwicklungspreis für das Projekt „Isenach“ in Bad Dürkheim

Belobigung für Projekt „Altach“ der Stadt Zeil am Main Das Projekt „Offenlegung und Renaturierung der Isenach“ in Bad Dürkheim wird mit dem Gewässerentwicklungspreis 2016 der DWA ausgezeichnet. Eine Belobigung wurde der Stadt Zeil am Main für das Projekt „Sanierung und ökologische Aufwertung der Altach mit Hochwasserschutz“ ausgesprochen. Der DWA-Gewässerentwicklungspreis wird für vorbildlich durchgeführte Maßnahmen zur Erhaltung bzw. zur naturnahen Gestaltung und Entwicklung von Gewässern im urbanen Bereich vergeben

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 362

https://www.woche-der-umwelt.de

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Bestandsvermessung – aktuelle Bauzeichnungen – Visualisierung im GIS

Bauwerke der Abwasserwirtschaft unterliegen einer ständigen Veränderung durch Sanierung oder gesetzlichen Vorgaben. 3D-Laserscanning ermöglicht ein wirtschaftliches, aber verformungstreues Aufmaß zur Erstellung von aktuellen 2D- und 3D-Modellen und die fotorealistische Darstellung der Punktwolke im Webbrowser zur Einbindung ins GIS.

Bestandsvermessung
Stadt- und Entsorgungswerke haben oft ein Problem: Sie verfügen nicht über akkurate Bestandspläne der in ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Bauwerke. Diese geometrischen Informationen benötigen sie jedoch als Planungsgrundlage oder zur Instandsetzung ihrer Bestände. Die im Archiv befindlichen Bestandspläne, etwa von Kläranlagen oder Schachtbauwerken, sind vielfach nicht

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 436

Autor
Dipl.-Ing. Ulrich Epp
Kaiser-Wilhelm-Platz 12, 53721 Siegburg
E-Mail: info@vermessung-epp.de

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25 Jahre Kläranlagen-Nachbarschaften in Sachsen und Thüringen

Die Gründung der Kläranlagen-Nachbarschaften – Eine spannende Zeit! 1990 wurde der DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen gegründet, bereits 1991 wurde das Projekt Kläranlagen- Nachbarschaften gestartet, der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Heute sind die Kläranlagen-Nachbarschaften aus dem Landesverband nicht mehr wegzudenken.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5- 2016 ab Seite 354

Autor
Dipl.-Ing. Michael Kuba
Leiter der Kläranlagen-Nachbarschaften
Sachsen
SOWAG mbH
Äußere Weberstraße 43
02763 Zittau

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Ad-hoc-Mitteilung des DWA-Fachausschusses KEK-10 „Energie in der Wasser- und Abfallwirtschaft“

Die DWA hat Mitte Februar 2016 über ihre Landesverbände die in der DWA organisierten Betreiber von Kläranlagen mit einer Ad-hoc-Mitteilung zu aktuellen Meldepflichten nach dem EEG 2014 informiert. Dies geschah kurzfristig, damit die Betreiber noch rechtzeitig auf die bereits am 28. Februar auslaufende Meldefrist hinsichtlich eigenerzeugter/- verbrauchter Energie reagieren konnten. Weil die in der Mitteilung angesprochenen Meldepflichten für die Betreiber wasser- und abfallwirtschaftlicher Anlagen auch künftig von großer Bedeutung sind, auch an dieser Stelle nochmals die Adhoc- Mitteilung.Mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 256

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Himani Karjala
E-Mail: karjala@dwa.de
Tel. 0 22 42/872-244
Fax 0 22 42/872-135
http://de.dwa.de/veranstaltungen.html

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Verfahren zur Bewertung von Mischwasserbehandlungskonzepten in komplexen Kanalnetzen

Kai Klepiszewski (Eppingen), Stefanie Seiffert (Rockenhausen), Raymond Erpelding (Pétange/Luxembourg) und Thierry Flies (Luxembourg)
Zusammenfassung
Die Schmutzfrachtsimulation ist ein allgemein angewandtes Werkzeug bei der Planung der Mischwasserbehandlung in Kanalnetzen. Bei komplexen Kanalnetzen wird für die Ausarbeitung und Bewertung verschiedener Mischwasserbehandlungsszenarien oft nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ verfahren, ohne wirklich systematisch nach der optimalen Lösung zu suchen. Vor dem Hintergrund des hohen Rechenaufwands und des Umfangs der auszuwertenden Ergebnisse einer Langzeitsimulation werden hier Verfahren vorgestellt, mit deren Hilfe Stoffströme im Netz sowie lokale Belastungs-, Behandlungs- und Emissionspotenziale im globalen Zusammenhang einfach und übersichtlich dargestellt werden können. Erste Resultate der Anwendung dieser Verfahren an Fallbeispielen unterstreichen ihren Wert als Planungshilfsmittel.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 266

Autoren
Dr.-Ing. Kai Klepiszewski
Luxembourg Institute of Science and Technology
41, rue du Brill
4422 Belvaux, Luxembourg
Jetzt:
Nivus GmbH
Im Täle 2, 75031 Eppingen
E-Mail: kai.klepiszewski@nivus.com
Dipl.-Ing. Stefanie Seiffert
igr AG
Luitpoldstraße 60 a, 67806 Rockenhausen
Dipl.-Ing. Raymond Erpelding
Syndicat Intercommunal pour l’Assainissement
du bassin de la Chiers
6 Rue du Stade, 4711 Pétange, Luxembourg
Dipl.-Ing. Thierry Flies
Schroeder & Associés – Ingénieurs-Conseils
8 Rue des Girondins, 1626 Luxembourg

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Forschung und Innovation

DWA präsentiert auf der IFAT Standards, Möglichkeiten und Visionen Das Thema „Forschung und Innovation“ ist ein Schwerpunkt der DWA-Messepräsenz auf der IFAT vom 30. Mai bis 3. Juni 2016. Drei Foren befassen sich mit der Materie.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 262

Autor:
Alexandra Bartschat (Hennef)

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Wasserkreislauf der Natur – wir sind ein wichtiger Baustein!

Wasserwirtschaft im Südwesten trifft sich auf DWA-Landesverbandstagung Baden-Württemberg Unter dem Motto „Wasserkreislauf der Natur – Wir sind ein wichtiger Baustein“ traf sich Mitte Oktober des letzten Jahres die südwestdeutsche Wasserwirtschaft zur DWA-Landesverbandstagung Baden-Württemberg. Forschung, Technik, Praxis, um diese Trias drehte sich in Pforzheim alles für die 625 Teilnehmer und 92 Aussteller. Schon fast traditionell zog sich die Leitidee „Innovationen für die Praxis – Praxis in die Forschung“ durch das umfangreiche Vortragsprogramm. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr besonders das Infrastrukturmanagement der Kommunen, die Kreislaufwirtschaft im Bereich Abwasser, das Problem des Sedimentanfalls in Stauräumen sowie der Themenkomplex Spurenstoffe. Das geanetz-Forum widmete sich in diesem Jahr der Kanalsanierung und der Grundstücksentwässerung. dies eine Aufgabe mit Zukunft sei. Und zwar deshalb, weil wir hier beste Voraussetzungen…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 248

AUTOR:
Stefan Bröker

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Leistungsfähigkeit granulierter Aktivkohle zur Entfernung organischer Spurenstoffe aus Abläufen kommunaler Kläranlagen

Ein Überblick über halb- und großtechnische Untersuchungen – Teil 2: Methoden, Ergebnisse und Ausblick*) Zusammenfassung Abläufe kommunaler Kläranlagen sind ein wesentlicher Eintragspfad organischer Spurenstoffe in die Gewässer. Im vorliegenden Übersichtsbeitrag wurden 34 Studien aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden ausgewertet, die die Elimination von Spurenstoffen mittels granulierter Aktivkohle (GAK) untersuchten. Es konnte gezeigt werden, dass für die betrachteten Spurenstoffe die Leerbettkontaktzeit und insbesondere die organische Hintergrundmatrix, gemessen als DOC, entscheidend für die erzielbaren Bettvolumina und damit für den kostenrelevanten Verbrauch von GAK zur Spurenstoffelimination sind. Die vorherige Abtrennung von Feststoffen aus dem zu behandelndem Wasser und die Herstellungsart der GAK (frische GAK oder Reaktivat) scheinen hingegen keinen eindeutigen Effekt auf die erzielbaren Bettvolumina zu haben. Hier sind jedoch weitere Einzeluntersuchungen durchzuführen, die diese Effekte bei sonst identischen Versuchsbedingungen ergründen. Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit des GAK-Verfahrens sind für den spezifischen Fall die praxisnahe Parallelschaltung von Adsorbern, die Spülintervalle aufgrund der Feststofffracht, die gegebenenfalls veränderte Adsorptionsleistung durch Reaktivierung und die durch Handling bei Einund Ausbau, Transport und Abbrand bei der Reaktivierung entstehenden Massenverluste in die Betrachtung mit einzubeziehen. Von besonderer Bedeutung für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zur Spurenstoffelimination sind die Definition des Abbruchkriteriums für die GAK-Standzeit und die Wahl der Spurenstoffe zur Beurteilung der Eliminationsleistung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 276

Autoren
Univ.-Prof. Dr.-Ing Johannes Pinnekamp
Dr.-Ing. David Montag
Dipl.-Ing. Frank Benstöm (Korrespondenzautor)
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen
Mies-van-der-Rohe Straße 1, 52074 Aachen
E-Mail: benstoem@isa.rwth-aachen.de
Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wasserforschung gGmbH
Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: a.nahrstedt@iww-online.de
Prof. Dr. Hansruedi Siegrist
Dipl.-Ing. Marc Böhler
Eidgenössische Anstalt für Abwasserreinigung,
Wasserversorgung und Gewässerschutz, Eawag
Überlandstrasse 133, Postfach 611, 8600 Dübendorf, Schweiz
E-Mail: marc.boehler@eawag.ch
M. Sc. Gregor Knopp
Technische Universität Darmstadt
Institut IWAR – Fachgebiet Abwassertechnik
Franziska-Braun-Straße 7, 64287 Darmstadt
E-Mail: g.knopp@iwar.tu-darmstadt.de

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Kläranlagen als Flexibilitätsdienstleister im Energiemarkt

Zwischenergebnisse aus dem BMBF-Forschungsprojekt „arrivee“ zu Potenzialen und politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen für Anlagenbetreiber Zusammenfassung Kläranlagen mit anaerober Schlammstabilisierung, deren Produktion an Faulgas und dessen Verstromung in Kraft-Wärme- Kopplungs-Anlagen bieten mit den zugehörigen Gasspeichern hervorragende technische Voraussetzungen, um ihre Stromproduktion flexibel anzupassen. Somit kann die regionale Wasserwirtschaft in Deutschland sich zum Ziel setzen, die energetischen Speicher- und Erzeugungsmöglichkeiten dieser Kläranlagen als Flexibilitätsdienstleister in den Energiemarkt zu integrieren. Im BMBF-Forschungsprojekt „arrivee“ werden daher diese energetische Flexibilität auf Kläranlagen identifiziert und deren wirtschaftliche Verwendungsmöglichkeiten untersucht. Insgesamt ist festzuhalten, dass die technischen, die politischen und die rechtlichen Rahmenbedingungen den Einsatz von Kläranlagen als Flexibilitätsdienstleister im Energiemarkt grundsätzlich ermöglichen. Dabei ist aber festzustellen, dass unter anderem die direkten finanziellen Anreize für Kläranlagen- und Stromverteilnetzbetreiber verbesserungsfähig sind. Das Forschungsprojekt arrivee wird die weiteren diesbezüglichen Entwicklungen der politisch- rechtlichen Rahmenbedingungen verfolgen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 299

Autoren
Dr. Frank Hüesker
Dipl.-Ing. Michael Schäfer
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Technische Universität Kaiserslautern
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern
Thomas Charles, LL. M.
Becker Büttner Held
Magazinstraße 15-16, 10179 Berlin
Tobias Kornrumpf, M.Sc.
Bergische Universität Wuppertal
Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik
Rainer-Gruenter-Straße 21, 42119 Wuppertal
E-Mail: frank.hueesker@bauing.uni-kl.de

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Fachkolloquium „Wissen, Werte, Wasser“ des Ruhrverbands

Harro Bode als Vorstandsvorsitzender am 26. Februar 2016 Verabschiedet Der Claim des Ruhrverbands „Wissen, Werte, Wasser“ war Titel eines Fachkolloquiums, das der Ruhrverband anlässlich der Verabschiedung seines Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr.-Ing. Harro Bode, mit ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Mitgliedschaft des Ruhrverbands, aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbänden und persönlichen Weggefährten ausrichtete. Tagungsort am 26. Februar 2016 war die Kreuzeskirche in der nördlichen Essener Innenstadt – ein Symbol für Historie, Wandel und neue Strukturen in der Region. Eingerahmt war die Veranstaltung in verschiedene musikalische Orgelimpressionen von Dr.-Ing. Thomas Süßmeier, der dabei einen Bogen von der klassischen Moderne bis zu Klassikern der Popmusik spannte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 258

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Thomas Grünebaum
Dr.-Ing. Michael Weyand
Ruhrverband
Kronprinzenstraße 37
45128 Essen
E-Mail: tgr@ruhrverband.de
mwy@ruhrverband.de

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CSB-Analyse von (Klär-)Schlamm Ergebnisse einer Vergleichsmessung

Zusammenfassung
Die Bilanzierung der Klärschlammbehandlung auf Basis des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) gewinnt zunehmend an Bedeutung. In der Praxis werden zurzeit unterschiedliche Verfahren zur CSB-Analytik von (Klär-)Schlämmen eingesetzt. Deshalb wurde im Rahmen des Querschnittsthemas „Klärschlamm“ der Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Vergleichsmessung bezüglich des CSB durchgeführt. Ziel war es, verschiedene Analysenverfahren unter Einbeziehung der Probenvor- bzw. -aufbereitung zu vergleichen, um Rückschlüsse auf Plausibilität und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse bezüglich (Klär-)Schlammproben zu ziehen. Im Rahmen dieser Vergleichsmessungen konnte grundsätzlich gezeigt werden, dass sich alle angewendeten Verfahren zur CSB-Bestimmung eignen. Die Verfahren weisen jedoch in Abhängigkeit von der Probenart (Homogenität des Feststoffanteils, Fettanteil) unterschiedlich große Abweichungen auf. Vorteilhaft zeigen sich hier die Vorgehensweisen, bei denen die Originalprobe ohne weitere Probenvorbereitung (trocknen und mahlen) und mit einer geringen bzw. ohne Verdünnung analysiert werden können. Aufgrund der zunehmenden Relevanz des CSB wird empfohlen, die Analyse von (Klär-)schlamm zu vereinheitlichen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 290

Autoren
Dr.-Ing. Christian Schaum, M. Sc. Johannes Rühl
Dipl.-Ing. Robert Lutze, Ute Kopf
Technische Universität Darmstadt
Institut IWAR – Fachgebiet Abwassertechnik
Franziska-Braun-Straße, 7, 64287 Darmstadt
E-Mail: c.schaum@iwar.tu-darmstadt.de

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Baustellenbesuche 2016 Prüfingenieure der Gütegemeinschaft unterwegs in Sachen Qualität

Die vom Güteausschuss der Gütegemeinschaft beauftragten Prüfingenieure werden auch 2016 wieder etwa 4.000 Baustellenbesuche durchführen; insbesondere im Rahmen der stichprobenartigen Überprüfungen bei Gütezeicheninhabern aber auch bei Antragstellern des Gütezeichens Kanalbau. Bei den unangemeldeten Baustellenbesuchen bewerten die Prüfingenieure die Qualifikation und Zuverlässigkeit der Fachfirmen auf Grundlage RAL-GZ 961. „In den Güte- und Prüfbestimmungen sind die zugehörigen Anforderungen definiert an Fachkunde, technische Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bieter sowie an die Dokumentation der Eigenüberwachung“, erläutert Dipl.-Ing. Sven Fandrich, einer der vom Güteausschuss beauftragten Prüfingenieure. Dementsprechend werden bei den Baustellenbesuchen die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik, die personelle und maschinentechnische Ausstattung sowie die Eigenüberwachung geprüft.Mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2016 ab Seite 264

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Wasserwirtschaft im Blickpunkt – heute schon für morgen planen

DWA-Landesverbandstagung Bayern in Straubing Am 21./22. Oktober 2015 fand in Straubing in Niederbayern die DWALandesverbandstagung Bayern statt. Rund 450 Fachleute aus der Wasserwirtschaft waren der Einladung gefolgt. 75 Ausstellerfirmen begleiteten die Seminarreihen und boten ein breites Produkt- und Dienstleistungsangebot.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 164

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Güte sichern, Werte erhalten, Zukunft gestalten

29. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf findet am 29. April im Maritim Hotel die 29. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau statt. Traditionell beginnt die Veranstaltung am Vortag mit einem Gesellschaftsabend. RA‘in Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V. wird die Mitgliederversammlung am nächsten Tag mit einem Festvortrag über „Die drei Herausforderungen der Bauwirtschaft – Wohnen, Mobilität, Versorgung“ eröffnen. Es folgen die Berichte

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 174

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Infrastrukturprojekte und Wasserrecht – wird die Ausnahme zur Regel?

Zusammenfassung
Die Anforderungen, die mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und ihrer Umsetzung in das Wasserhaushaltsgesetz an die wasserrechtliche Ausnahme vom Verschlechterungsverbot eingeführt wurden, sind durch Verwaltung und Rechtsprechung noch weitgehend ungeklärt. Der Europäische Gerichtshof hat am 1. Juli 2015 im „Weserverfahren“ sein Urteil zu einigen dieser grundsätzlichen Fragen des europäischen Wasserrechts gesprochen. Sowohl das wasserrechtliche Verschlechterungsverbot als auch das Verbesserungsgebot sind danach bei der Zulassung jedes einzelnen Infrastrukturvorhabens zu prüfen. Eine Verschlechterung des Zustandes eines Gewässerkörpers liegt vor, wenn sich der Zustand mindestens einer Qualitätskomponente um eine Klasse verschlechtert. Vorhabenträger, Fachgutachter und Behörden sind angehalten, die wasserrechtlichen Bewirtschaftungsvorgaben bei jedem Einzelvorhaben zu prüfen. Ob eine Verschlechterung wegen der Herabstufung einer wasserrechtlichen Qualitätskomponente anzunehmen ist, ist im Einzelfall transparent zu begründen. Kann die Herabstufung nicht ausgeschlossen werden, erscheint es empfehlenswert, vergleichbar zum FFH-Recht (FFH: Flora, Fauna, Habitat), zumindest vorsorglich die Voraussetzungen für eine Ausnahme vom Verschlechterungsverbot darzulegen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 205

Autoren
Dr. Peter Schütte
BBG und Partner Rechtsanwälte
Contrescarpe 75 A
28195 Bremen
Dipl.-Landschaftsökologin Michaela Warnke
Dipl.-Biologin Elith Wittrock
ARSU GmbH
Escherweg 1, 26121 Oldenburg
E-Mail: schuette@bbgundpartner

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Wasser und Beschäftigung Zukunftsthema ist Schwerpunkt der DWA auf der IFAT

Ein Schwerpunkt der DWA-Messepräsenz auf der IFAT vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München ist das Thema „Wasser und Beschäftigung“. Verschiedene Foren befassen sich mit der Materie.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 169

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Ecomondo: Green Economy für den Mittelmeerraum

Vom 3. bis 6. November 2015 fand auf dem Messegelände in Rimini Italiens größte Plattform der Green Economy, die Ecomondo, statt. Die Ecomondo sieht sich in ihrem Themensegment als Leitmesse des Mittelmeerraums und widmet sich europäischen und internationalen „grünen“ Strategien und speziell ökologisch-nachhaltigen Innovationen der Abfall- und Wasserbranche

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 172

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Betriebserfahrungen mit der thermischen Schlammdesintegration auf der Kläranlage Lingen/Ems

Zusammenfassung
Auf der Kläranlage Lingen/Ems wird im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projekts ein neues Verfahren zur thermischen Schlammdesintegration erprobt. Dies soll dazu beitragen, die Energieeffizienz der gesamten Anlage zu erhöhen. Nach dreijähriger Projektlaufzeit zeigt sich, dass durch die thermische Desintegration die Gasproduktion gestiegen ist, die organische Substanz besser abgebaut wird und der Schlamm bei gleichzeitig reduziertem Polymereinsatz leichter entwässerbar ist. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einbindung der thermischen Schlammdesintegration in den Kläranlagenbetrieb auch bei Klärwerken mittlerer Größe deutliche Vorteile und Einsparungen bringen kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 193

Autoren
Ulrich Knörle
Eliquo Stulz GmbH
Jahnstraße 36, 88214 Ravensburg
E-Mail: ulrich.knoerle@eliquostulz.com
Dr. Marianne Buchmüller
Eliquo Stulz GmbH
Beim Signauer Schachen 7, 79865 Grafenhausen
E-Mail: marianne.buchmueller@eliquostulz.com
Laurenz Hüer
Stadtentwässerung Lingen
Waldstraße 31, 49808 Lingen (Ems)
E-Mail: Hueer@stadtentwaesserung-lingen.de

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Qualifikationsanforderungen bei Gasmessungen in abwassertechnischen Anlagen

Handlungsempfehlung des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“*) zur Umsetzung des DGUV-Grundsatzes 313-002 Zusammenfassung Der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ hat eine Handlungsempfehlung zur Umsetzung des DGUV-Grundsatzes 313-002 (bisher: BGG/GUV-G 970) „Auswahl, Ausbildung und Beauftragung von Fachkundigen zum Freimessen nach DGUV Regel 113-004“ (bisher: BGR/GUV-R 117-1) formuliert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 202

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Im Spiegel der Statistik: Abwasserkanalisation und Regenwasserbehandlung in Deutschland

Hansjörg Brombach (Bad Mergentheim) und Joachim Dettmar (Saarbrücken) Zusammenfassung Auf der Grundlage des jüngsten Datenmaterials des deutschen Statistischen Bundesamtes, Berichtsjahr 2013, wird anhand von Graphiken gezeigt, welchen Stand in Deutschland die öffentliche Abwasserkanalisation, die Anzahl der Regenbecken im Kanalnetz und die Anzahl der öffentlichen Kläranlagen erreicht haben. Dargestellt sind für alle Bundesländer die Trinkwasserabgabe, der Anschlussgrad der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation, die Kanallängen pro Einwohner, die räumliche Verteilung von Misch- und Trennkanalisationen, die Anzahl der Regenbecken und deren Volumina, die Zahl der Kläranlagen und die dort im Jahresmittel angefallenen Fremdwasserzuschläge sowie die Entwicklung der Anzahl der Anlagen seit 1975.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 176

Autoren
Prof. Dr.-Ing. habil. Hansjörg Brombach
Umwelt- und Fluid-Technik GmbH
Steinstraße 7
97980 Bad Mergentheim
E-Mail: H.Brombach@uft-brombach.de
Prof. Dr.-Ing. Joachim Dettmar
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Lehr- und Forschungsgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Goebenstraße 40
66117 Saarbrücken
E-Mail: joachim.dettmar@htwsaar.de

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Leistungsfähigkeit granulierter Aktivkohle zur Entfernung organischer Spurenstoffe aus Abläufen kommunaler Kläranlagen

Ein Überblick über halb- und großtechnische Untersuchungen – Teil 1: Veranlassung, Zielsetzung und Grundlagen
Zusammenfassung

Abläufe kommunaler Kläranlagen sind ein wesentlicher Eintragspfad organischer Spurenstoffe in die Gewässer. Im vorliegenden Übersichtsbeitrag wurden 34 Studien aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden ausgewertet, die die Elimination von Spurenstoffen mittels granulierter Aktivkohle (GAK) untersuchten. Es konnte gezeigt werden, dass für die betrachteten Spurenstoffe die Leerbettkontaktzeit und insbesondere die organische Hintergrundmatrix, gemessen als DOC, entscheidend für die erzielbaren Bettvolumina und damit für den kostenrelevanten Verbrauch von GAK zur Spurenstoffelimination sind. Die vorherige Abtrennung von Feststoffen aus dem zu behandelndem Wasser und die Herstellungsart der GAK (frische GAK oder Reaktivat) scheinen hingegen keinen eindeutigen Effekt auf die erzielbaren Bettvolumina zu haben. Hier sind jedoch weitere Einzeluntersuchungen durchzuführen, die diese Effekte bei sonst identischen Versuchsbedingungen ergründen. Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit des GAK-Verfahrens sind für den spezifischen Fall die praxisnahe Parallelschaltung von Adsorbern, die Spülintervalle aufgrund der Feststofffracht, die gegebenenfalls veränderte Adsorptionsleistung durch Reaktivierung und die durch Handling bei Einund Ausbau, Transport und Abbrand bei der Reaktivierung entstehenden Massenverluste in die Betrachtung mit einzubeziehen. Von besonderer Bedeutung für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zur Spurenstoffelimination sind die Definition des Abbruchkriteriums für die GAK-Standzeit und die Wahl der Spurenstoffe zur Beurteilung der Eliminationsleistung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2016 ab Seite 187

Autoren
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp
Dr.-Ing. David Montag
Dipl.-Ing. Frank Benstöm (Korrespondenzautor)
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen
Mies-van-der-Rohe Straße 1, 52074 Aachen
E-Mail: benstoem@isa.rwth-aachen.de
Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut
für Wasserforschung gGmbH
Moritzstraße 26
45476 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: a.nahrstedt@iww-online.de
Prof. Dr. Hansruedi Siegrist
Dipl.-Ing. Marc Böhler
Eidgenössische Anstalt für Abwasserreinigung,

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Kosten der Elimination von Mikroschadstoffen und mögliche Finanzierungsansätze

Zusammenfassung
Gewässerbelastungen können unter anderem durch Mikroschadstoffe hervorgerufen werden, die beispielsweise aus Waschund Reinigungsmitteln, Kosmetika, synthetischen Duftstoffen, Süßstoffen, Pestiziden, Farben und Lacken sowie Arzneimitteln stammen und mit dem Abwasser entsorgt werden. Da die konventionelle Abwasserreinigung nicht darauf ausgelegt ist, Mikroschadstoffe gezielt aus dem Abwasser zu entfernen, können diese mit dem Kläranlagenablauf in Oberflächengewässer eingeleitet werden. Vor allem in Ballungsgebieten sowie in Gewässern mit hohen Abwasseranteilen kann daher der Mikroschadstoffeintrag über Kläranlagen signifikant sein. Sofern der ökologische Gewässerzustand dadurch beeinträchtigt wird, ist die Ertüchtigung kommunaler Kläranlagen für die Mikroschadstoffelimination eine wichtige und wirkungsvolle Maßnahme. Die Herausforderung ist hierbei insbesondere, sowohl technisch als auch wirtschaftlich effiziente Verfahren umzusetzen. Um zuverlässige Kostenschätzungen für zukünftige Planungs- und Entscheidungsprozesse zu ermöglichen, befasst sich dieser Artikel damit, a) welche Kosten für den Bau und Betrieb einer Anlage zur Mikroschadstoffelimination zu erwarten sind, b) wodurch diese beeinflusst werden und c) mit welchen Mitteln der Kläranlagenausbau finanziert werden kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite124

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Detektion von organischen Spurenstoffen in kommunalen Kläranlagen

Ermittlung eines Scoring-Modells zur Gegenüberstellung der technischen Möglichkeiten Zusammenfassung Die Detektion von organischen Spurenstoffen im Abwasser kommunaler Kläranlagen stellt aufgrund ihrer geringen Konzentrationen und des Vorliegens von Stoffgemischen große Herausforderungen an die Analytik. In diesem Artikel werden die derzeit gängigen Verfahren Online-SPE-GC-MS, Online-SPE-UPHLCMS/ MS, Online-SPE-UHPLC-DAD, UV/Vis-Spektrometersonde und Inline-Biosensoren beschrieben und in ein Scoring-Modell überführt, um die technischen Möglichkeiten einer Detektion organischer Spurenstoffe im Abwasser in Abhängigkeit von Bewertungsfaktoren zu ermitteln.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 119

Autoren
Manfred Url,
Carolin Hiller Jun-Prof. Dr. Katrin Schuhen
Universität Koblenz-Landau

Institut für Umweltwissenschaften AG
Organische und Ökologische Chemie
Fortstraße 7,
76829 Landau
E-Mail: schuhen@uni-landau.de

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Wie werden bei Ihnen Informationen zu Objekten der Wasserwirtschaft organisiert?

Funktioniert der Datenaustausch immer problemlos? DWA-Umfrage zu raumbezogenen Daten in der Wasserwirtschaft Geoinformationen gewinnen auch in der Wasserwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Aber wie werden diese Daten bereitgestellt? Welche Probleme bestehen beim Datenaustausch? Um mehr über die Handhabung und den Umgang mit Geoinformationen zu erfahren, führt die DWA-Arbeitsgruppe BIZ-12.3 eine Umfrage zu „Raumbezogenen Informationen in der Wasserwirtschaft“ durch. Die Umfrage richtet sich an alle DWA-Mitglieder und besteht aus fünf Themenblöcken. Sie läuft bis zum 30. Juni 2016 und ist über die Homepage der DWA (www.dwa.de) zu erreichen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 92

Autor
Dipl.-Ing. Lars Emig
Bergisch-Rheinischer Wasserverband
Düsselberger Straße 2
42781 Haan
E-Mail: Lars.Emig@BRW-Haan.de

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Pulveraktivkohlestufe zur Entfernung von Mikroverunreinigungen

Praxisbeispiel „Klärwerk Steinhäule“ in Ulm/Neu-Ulm
Zusammenfassung

Die Reinigungsleistung des Klärwerks Steinhäule in Neu-Ulm soll soweit verbessert werden, dass auch Spurenstoffe eliminiert werden und für die Restverschmutzung, gemessen als CSB und Gesamtphosphor, dauerhaft keine Abwasserabgabe mehr bezahlt werden muss. Hierzu wurden auf dem Klärwerk Versuche im halbtechnischen Maßstab mit einer der biologischen Stufe nachgeschalteten Pulveraktivkohlestufe und einer Filteranlage unternommen. Über die Betriebsergebnisse wird jetzt berichtet. Die finanzielle Mehrbelastung durch die Optimierung der Abwasserreinigung liegt bei rund fünf Euro pro Einwohner und Jahr.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 103

Autor
Dipl.-Ing. (TU) Christian Hiller
Zweckverband Klärwerk Steinhäule
Reinzstraße 1
89233 Neu-Ulm

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Mikroplastik in der Siedlungswasserwirtschaft

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“*) Zusammenfassung Der DWA-Fachausschuss KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“ informiert mit einem von seinen Mitgliedern verfassten Arbeitsbericht über den aktuellen Stand der Erkenntnisse zu Mikroplastik in der Siedlungswasserwirtschaft. Besonders eingegangen wird auf die Probenahme, Probenaufbereitung und analytische Verfahren zum Nachweis und zur Quantifizierung. Abschließend wird weiterer Forschungsbedarf abgeleitet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 108

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Fachleute im Dialog

Gütegemeinschaft Kanalbau setzt Erfahrungsaustausche fort

Die Gütegemeinschaft bietet regelmäßige Erfahrungsaustausche zur Vergabepraxis und Bauausführung für Fachleute aus Entwässerungsbetrieben, Ingenieurbüros sowie Bauunternehmen mit RAL-Gütezeichen Kanalbau an. Einerseits ist die Veranstaltungsreihe ein Diskussionsforum für die stetige Weiterentwicklung der Gütesicherung im Sinne der Mitglieder, andererseits eine Plattform für den kontinuierlichen Austausch…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 95

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369,
53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0,
Fax: 02224/9384-84

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Verliehen Am 27. November 2015 wurde in Düsseldorf der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zum achten Mal verliehen. Die in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergebene Auszeichnung ging unter anderem an das Heiztechnik-Unternehmen Vaillant, den Biolebensmittel- Pionier Lebensbaum und die Nordseeinsel Juist. Mit Ehrenpreisen wurden Königin Silvia von Schweden, UNFlüchtlingskommissar António Guterres, Hans-Dietrich Genscher und USSänger Art Garfunkel gewürdigt

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 94

www.nachhaltigkeitspreis.de

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Cybersicherheit

„Cybersicherheit“ lautete der Titel eines kombinierten Seminars und Workshops der DWA am 26. November 2015 in Magdeburg.

Zur digitalen Agenda der Bundesregierung bis 2017 gehört auch der Schutz der kritischen Infrastrukturen von Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Die 22 Teilnehmer interessierten sich vor allem…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 91

Die Veranstaltungsreihe wird fortgeführt am 20. April 2016 in Essen,
am 22. September 2016 in Hannover
und am 8. November 2016 im Raum München.

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Bemessung der einstufigen biologischen Abwasserreinigung nach DWA-A 131

Burkhard Teichgräber und Martin Hetschel (Essen) Zusammenfassung Nach einem Expertenworkshop wurde das Arbeitsblatt ATVA 131 grundlegend überarbeitet. Die Belastungsermittlung wird künftig ausschließlich im Arbeitsblatt DWA-A 198 beschrieben. Die Bemessung der biologischen Stufe in einem einstufigen Prozess erfolgt weiterhin in einem statischen Ansatz. Als Parameter für die organische Belastung wird künftig der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) verwendet. Für dessen Fraktionierung können entweder die aus der dynamischen Simulation bekannten Verfahren oder Standardparameter verwendet werden. Mit den Parametern der statischen Bemessung nach DWA-A 131 kann für detailliertere Fragestellungen auf die dynamische Simulation übergegangen werden. Die Ermittlung der Masse des belebten Schlamms soll für alle einstufigen Belebungsverfahren, auch im Membranbioreaktor oder SBR, verwendet werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 97

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber
Dipl.-Ing. Martin Hetschel
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: burkhard.teichgraeber@eglv.de

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Nanomaterialien – Verhalten in der kommunalen Kläranlage

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“*) Zusammenfassung Der DWA-Fachausschuss KA-8 „Weitergehende Abwasserreinigung“ informiert mit einem von seinen Mitgliedern verfassten Arbeitsbericht über den aktuellen Stand der Erkenntnisse zum Verhalten von Nanomaterialien in kommunalen Kläranlagen. Besonders eingegangen wird auf die physiologische Wirkung synthetischer Nanopartikel, Konzentrationen in der Umwelt, die Wirkung auf die aquatische Umwelt und das Verhalten in der Abwasserreinigung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2016 ab Seite 114

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Direktverwertung von Aschen aus der Klärschlammverbrennung als Phosphatdünger – das Praxisbeispiel Ulm

Erster Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-3.2 „Verwertung von Aschen aus der Klärschlammverbrennung“*) Zusammenfassung Zur Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammasche existiert eine Reihe von Verfahrensvorschlägen, von denen sich aber aus Kostengründen bisher keiner in der Praxis durchsetzen konnte. Von der DWA-Arbeitsgruppe KEK-3.2 „Verwertung von Aschen aus der Klärschlammverbrennung“ wird der Ansatz verfolgt, die Asche aus der Klärschlammverbrennung unmittelbar als Phosphatdünger einzusetzen. Vorteilhaft gegenüber der Verwertung des unverbrannten Klärschlamms ist, dass in der Verbrennung die organischen Schadstoffe zerstört und die leichtflüchtigen Schwermetalle abgereichert werden. Die Asche ist hygienisch einwandfrei, und gegenüber dem Klärschlamm ist die zu transportierende Masse wesentlich geringer. Am Beispiel der Ulmer Klärschlammverbrennung wird gezeigt, dass bei strenger Einhaltung der Abwasserverordnung durch die Abwassereinleiter ein schadstoffreduzierter Klärschlamm erzeugt werden kann, der nach der Verbrennung zu einer Asche führt, die den Vorgaben der Düngemittelverordnung genügt und als Phosphatdünger vermarktet werden kann. Die Pflanzenverfügbarkeit des Phosphors in der Klärschlammasche wird unterschiedlich beurteilt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 44

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DWA-Fachausschuss „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“

Aufgrund eines Beschlusses des DWAHauptausschusses „Bildung und Internationale Zusammenarbeit“ (BIZ) wurde 2007 der Fachausschuss BIZ 4 „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ gegründet. Unter der Leitung von Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger arbeiten in dem Ausschuss zwölf Mitglieder aus den verschiedensten Sparten. Vertreten sind sowohl kommunale und private Anlagenbetreiber, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitsmediziner wie auch Aufsichtsbehörden und Ingenieurbüros.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 16

Internet-Auftritt des Fachausschusses „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“
DWA-Homepage, Themen „Arbeits- und Gesundheitsschutz“
http://de.dwa.de/arbeits-und-gesundheitsschutz

Autor
Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger
Landeshauptstadt Düsseldorf
Dezernat 04 –
Technische Arbeitssicherheit
Auf’m Hennekamp 76-78
40255 Düsseldorf
Obmann des DWA-Fachausschusses BIZ-4
„Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“
E-Mail: wolfgang.schlesinger@duesseldorf.de

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Stauverlust von Feinrechenanlagen

Vergleich verschiedener Berechnungsmethoden mit Messergebnissen
Zusammenfassung

Zur Bestimmung des Stauverlusts von Rechenanlagen werden in der Praxis verschiedene Berechnungsmethoden genutzt. Die Ergebnisse dieser Berechnungen bilden zum Beispiel die Grundlage für die Festlegung der Parameter der Steuerung von Feinrechenanlagen, das heißt Wasserspiegel absolut und Wasserspiegeldifferenz. Zugleich sind sie Basis für Festlegungen, die die Gerinnehydraulik betreffen, beispielsweise bei der Definition der Höhe von Schwellen und Sturzpunkten von Schneckenpumpen. Beobachtungen in der betrieblichen Praxis ergeben jedoch zum Teil erhebliche Differenzen zu den Berechnungsergebnissen, selbst für unbelegte Feinrechen. Dies ist Anlass für weitere Untersuchungen, die hier angeregt werden sollen. Dabei werden gängige Methoden zur Berechnung des Stauverlusts von Rechenanlagen vorgestellt und bewertet. Weiterhin werden exemplarisch für einige Kläranlagen die mit diesen Methoden errechneten Werte mit den vor Ort ermittelten Messwerten verglichen

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 38

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Joachim Hansen
Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau
Universität Luxemburg – Campus Kirchberg
6, rue R. Coudenhove-Kalergi
1359 Luxemburg-Kirchberg, Luxemburg
Prof. Dr.-Ing. Manfred Greger
Process Engineering
Universität Luxemburg – Campus Kirchberg
6, rue R. Coudenhove-Kalergi
1359 Luxemburg-Kirchberg, Luxemburg
Prof. Dr.-Ing. Klaus Kimmerle
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Institut für Physikalische Prozesstechnik
Goebenstraße 40, 66117 Saarbrücken
Dipl.-Ing. Thomas Uckschies
Entsorgungsverband Saar
Postfach 10 01 22, 66001 Saarbrücken
E-Mail: thomas.uckschies@evs.de

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Erfolgsgeschichte „Der Gewässerschutzbeauftragte“

900. Teilnehmer im DWA Grundkurs begrüßt Erfolgsgeschichte „Der Gewässerschutzbeauftragte“. Seit 17 Jahren bietet die DWA bundesweit den Grundkurs für Gewässerschutzbeauftragte an. Kernkonzept: Erfahrene Referenten vermitteln auf Basis eines Schulungskonzeptes mit modernen Lernmethoden den Teilnehmern Wissen für die tägliche Arbeit. Ende Oktober des letzten Jahres konnte nun der 900. Teilnehmer begrüßt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 18

AUTOR:
Dipl.-Ing. (FH) Hans Helmut Moll
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Ostmerheimer Straße 555
51109 Köln

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Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme

28. Lindauer Seminar Die nunmehr 28. Veranstaltung des Lindauer Seminars am 6. und 7. März 2015 demonstrierte mit fast 500 Teilnehmern, 30 Referenten und 66 Ausstellern unter der Leitung von Profes. Max Dohmann und F. Wolfgang Günthert eindrucksvoll die wasserwirtschaftliche Bedeutung technisch intakter und zukunftsfähiger öffentlicher und privater Entwässerungssysteme.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 12

Autor
Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres
Fachhochschule Aachen
Lehrgebiet Netzingenieurwesen
Bayernallee 9, 52066 Aachen
E-Mail: kerres@fh-aachen.de

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Pilotprojekt zur Mikroschadstoffelimination mittels Ozonung auf der ZKA Detmold

Zusammenfassung
Die Notwendigkeit der Elimination von Mikroschadstoffen, wie zum Beispiel Medikamentenrückstände aus Privathaushalten oder Rückständen aus Gewerbe und Industrie, in einer vierten Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen wird in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr diskutiert und realisiert. Die zurzeit zur Anwendung kommenden Methoden zur Elimination von Mikroschadstoffen sind der Einsatz von granulierter Aktivkohle, Pulveraktivkohle und Ozon. Die Stadt Detmold überprüft die Möglichkeiten einer innovativen und wirtschaftlich vertretbaren Nachrüstung der Zentralkläranlage Detmold (135 000 EW) mit einer weitergehenden Reinigungsstufe, weil entsprechende rechtliche Vorgaben erwartet werden. Zu diesem Zweck hat eine Ingenieurgesellschaft im Auftrag der Stadt eine Vorplanungsstudie erstellt. In dieser Studie stellte sich heraus, dass die Anwendung von Ozon, im Vergleich zum Einsatz von Pulveraktivkohle oder granulierter Aktivkohle, die wirtschaftlichste und unter Berücksichtigung der bestehenden Verfahrenstechniken sinnvollste Methode zur Elimination von Mikroschadstoffen für die Zentralkläranlage Detmold ist. Um den Einsatz von Ozon vor Ort zu testen und eine großtechnische Ozonanlage für die Zentralkläranlage Detmold auslegen zu können, sollten im Rahmen eines Forschungsvorhabens Pilotversuche mit einer Ozonanlage im halbtechnischen Maßstab durchgeführt werden. In mehreren Versuchsreihen sollten verschiedene Kombinationen von Ozondosen (Ozonkonzentrationen) und Kontaktzeiten getestet werden, um so die für die Zentralkläranlage Detmold ideale Betriebseinstellung zu ermitteln. Parallel zu den Versuchen wurden Analysen auf insgesamt 23 verschiedene Mikroschadstoffe sowie die typischen Abwasserparameter durchgeführt. Ziel war es, Auslegungsparameter für eine großtechnische Ozonanlage zu ermitteln und Leitparameter für einen sicheren Anlagenbetrieb festzulegen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 28

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Ute Austermann-Haun
Dipl.-Ing. Jan Felix Meier
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Emilienstraße 45, 32756 Detmold
E-Mail: ute.austermann-haun@hs-owl.de
Dipl.-Ing. Klaus Alt
Dipl.-Ing. Silke Kuhlmann
Hydro-Ingenieure Planungsgesellschaft
für Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10, 40477 Düsseldorf
E-Mail: klaus.alt@hydro-ingenieure.de

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Neuerscheinungen im Regelwerk

Mitglieder der Gütegemeinschaft Kanalbau wissen mehr Bei Neubau oder Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen setzen sich Planer, Auftraggeber und ausführende Unternehmen mit einer Vielzahl von Regeln, Normen und Vorschriften für Produkte und Bauleistungen auseinander. Sie reichen von EN- und DIN-Normen über die Regelwerke von DWA und den Normen der Vergabe- und Vertragsordnung für…mehr

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 20

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Angepasste Regenwasserversickerung als Kompensation des Eingriffs in die Grundwasserneubildung durch Bebauung

Zusammenfassung:
Infolge einer Bebauung kommt es zu einer Verringerung der Grundwasserneubildung. Das Maß der Veränderung ist jedoch von den Bedingungen im Ausgangszustand abhängig. Gemäß § 55 Wasserhaushaltsgesetz ist bei geeignetem Untergrund eine Regenwasserversickerung durchzuführen. In vielen Fällen ist zu bewerten, inwieweit sich der Wasserhaushalt durch die Bebauung und eine Regenwasserversickerung verändert, sei es um zum Beispiel, die Beeinflussung der Quellschüttung im Einzugsgebiet zu bewerten oder eine Überkompensation durch die Regenwasserversickerung bei befürchteten Grundwasseranstiegen im Umfeld zu vermeiden. Die Lösung ist häufig die Beschränkung des Eingriffs in den Wasserhaushalt auf die Kompensation der Verringerung der Grundwasserneubildung infolge der Bebauung. Die Rückführung des Oberflächenabflusses und der Verdunstung auf den Ausgangszustand ist auch mit Dachbegrünungen und durchlässigen Betonverbundsteinen kaum erreichbar. Eine vereinfachte Wasserhaushaltsbilanzierung ohne schwer recherchierbare Eingangsdaten bietet die Möglichkeit, die Veränderung des Wasserhaushalts darzulegen, indem die Grundwasserneubildungsrate für den Ausgangszustand und den Planzustand berechnet und verglichen wird. Mit der vorgestellten Datenbank- Anwendung kann darauf aufbauend eine angepasste bzw. gezielte Abkopplung von Dachflächen berechnet werden. Die Erstellung von Bilanzen für Einzelflächen, aber auch für komplexe Bebauungsvorhaben in der Flächennutzungs- und Bauleitplanung ist möglich.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 22

Autoren
Dr. Johannes Meßer
Dipl.-Geogr. Sándor Gall
Emscher Wassertechnik GmbH und
Lippe Wassertechnik GmbH
Brunnenstraße 37, 45128 Essen
E-Mail: messer@ewlw.de

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Sandanfall in kommunalen Kläranlagen

Literaturübersicht und Vergleich von veröffentlichten Zahlenwerten
Veranlassung Die verfügbaren Werte des spezifischen Sandanfalls unterscheiden sich etwa um eine Zehnerpotenz. In den Arbeiten von Durth [1] und Botsch [2] sind die Betriebskennwerte aus Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts oder in [2] aus einer sehr großen Zahl von Anlagen aufgeführt. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, den Sandanfall pauschal festzustellen und zu beurteilen. Der Kläranlagenbetreiber kann seine speziellen Daten einordnen. Eine Klassifizierung nach Anlagentypen ist in diesem Sinne noch nicht in Sicht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 53

Autor
Dr.-Ing. Bertram Botsch
Karlstraße 97/99, 76137 Karlsruhe
E-Mail: botsch.karlsruhe@t-online.de

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Wirtschaftliche Auswirkungen struktureller Veränderungen

Kurzfassung eines Arbeitsberichts der DWA-Arbeitsgruppe WI-1.3*) Zusammenfassung Die DWA-Arbeitsgruppe WI-1.3. „Wirtschaftliche Auswirkungen struktureller Veränderungen“ hat ein Konzept entwickelt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zukünftiger Entwicklungen auf der Ebene eines Abwasserentsorgungsunternehmens abschätzen zu können. Das Verfahren basiert auf einer vereinfachten Aufwandssimulation unter Nutzung von Unternehmenskennzahlen, wie sie im Benchmarking erhoben werden. Am Beispiel eines fiktiven Standardunternehmens wurden grundlegende Aussagen zur wirtschaftlichen Wirkung ausgewählter Trends und ihrer Überlagerung abgeleitet. Mit dem entwickelten methodischen Ansatz ist es möglich, fallkonkret und differenziert die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlicher Entwicklungsszenarien zu ermitteln. Insbesondere für Unternehmen, welche sich bereits in Benchmarking-Projekten beteiligen, sollten die meisten der erforderlichen Kennzahlen vorliegen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2016 ab Seite 50

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Meldungen zur Abwasserreinigung 2016

0
November 2016
Wassersparen contra Abwassertechnik?  
Oktober 2016
Jagst-Gutachten belastet Mühlenbetreiber, auch die Feuerwehr hat Fehler gemacht 
Belastetes Abwasser – Wenn Patienten Pipi machen 
Phosphor-Elimination in Kläranlagen bis 10.000 Einwohnerwerte in Mecklenburg-Vorpommern  
September 2016
Ministerium und Uni Rostock forschen für weniger Phosphor in Kläranlagenabläufen 
Moderne Brennwertkessel und Abwasserreinigung vertragen sich nicht immer 
Einsatz von Nanomaterialien und nanoskaligen Produkten zur Abwasserbehandlung 
Mikroplastik in der Abwasserentsorgung 
Schwimmdecke auf dem Fettfang
August 2016
Einsatz von Nanomaterialien und nanoskaligen Produkten zur Abwasserbehandlung 
Juni 2016
Abwasserbehandlung in Molkereien verbessern 
Februar 2016
15. Erfahrungsaustausch der Betreiber von Biofilteranlagen  
Dow nutzt kommunales Abwasser in Kühltürmen 
Januar 2016
Besser und günstiger: Papierfabrik optimiert Abwasserbehandlung 
Gezielte Erzeugung von Lachgas als alternative Behandlung stickstoffreicher Abwasserteilströme einschließlich einer Energierückgewinnung 
Vlies- und Feuchttücher – die Pumpwerke trifft es am stärksten  
Erfolgreiche Optimierung der biologischen Abwasserreinigung  
Feuchttücher – eine Heimsuchung für Kanalnetze und Kläranlagen  

Wassersparen contra Abwassertechnik?

Wie sich hochkonzentrierte Abwasserfrachten auf die Ringkanalisation und den Betrieb einer Kläranlage auswirken

Wasser ist unser höchstes Gut. In den letzten Jahrzehnten ist diese Erkenntnis immer mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Das Thema Wassersparen ist heute nicht nur in aller Munde, sondern auch verbreitete Praxis. Technische Neuerungen wie Spartasten bei der WC-Spülung oder wasserlose Urinale tragen dazu bei. Diese erfreuliche Entwicklung hat jedoch auch eine Schattenseite. Das Abwasser ist hochkonzentriert, was bei der Abwasserbehandlung zu erheblichen Problemen führt. Welche Folgen sich für Kanalisation und Abwasserreinigung ergeben, erklären Fachleute der Kläranlage Chiemsee.

1 Die Chiemsee-Ringkanalisation – eine abwassertechnische Meisterleistung
Der Chiemsee zählt heute zu den saubersten Seen Bayerns. Zu verdanken ist dies dem hochmodernen Abwasserentsorgungssystem, das die zehn …

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2016

Autorin
Dipl. oec. troph. Univ. Alexandra Nawroth Umweltbeauftragte des Abwasser- und Umweltverbands Chiemsee Abwasser- und Umweltverband Chiemsee Stiedering 1, 83253 Rimsting, Deutschland Tel. +49 (0)80 51/69 01-16 E-Mail: nawroth@azv-chiemsee.de

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Jagst-Gutachten belastet Mühlenbetreiber, auch die Feuerwehr hat Fehler gemacht

Die Jagstkatastrophe beschäftigt die Staatsanwaltschaft Ellwangen immer noch. Dem HT liegt nun ein brisantes Gutachten vor.

Das Landesamt für Statistik hat in dieser Woche eine Zahl genannt, die aufhorchen lässt. Im vergangenen Jahr kam es in Baden-Württemberg zu 350 Unfällen mit sogenannten wassergefährdenden Stoffen. Gut zwei Drittel davon passierten beim Transport, knapp ein Drittel ging auf den unsachgemäßen Umgang bei Herstellung, Gebrauch, Abfüllung oder Lagerung zurück. In diese Kategorie fällt auch „der gravierendste Unfall im Land“: der Mühlenbrand in Lobenhausen, bekannt …mehr:

http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/jagst-gutachten-belastet-muehlenbetreiber_-auch-die-feuerwehr-hat-fehler-gemacht-13701145.html

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Belastetes Abwasser – Wenn Patienten Pipi machen

Heilbronn wird eine Klinik für 1000 Patienten gebaut – aber keine spezielle Kläranlage. Das belastete Abwasser fließt in die öffentliche Kanalisation. Das Umweltbundesamt hält dies für problematisch.

Die SLK-Kliniken in Heilbronn bauen gerade für 310 Millionen Euro einen Klinikkomplex. Alles ist vom Feinsten, doch eins spart man sich: den Bau einer speziellen Kläranlage für das Klinikabwasser, das mit Rückständen von Medikamenten belastet ist, die eine gewöhnliche Kläranlage nicht herausfiltern kann. Dabei ist seit 20 Jahren bekannt, dass daraus eine Gesundheitsgefährdung für die Allgemeinheit entstehen kann. Eine Pflicht für solch eine Anlage gibt es nicht.

Mehr zum Artikel:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.belastetes-abwasser-wenn-patienten-pipi-machen.e7fc1918-c7af-42db-8136-b22727893a53.html

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Phosphor-Elimination in Kläranlagen bis 10.000 Einwohnerwerte in Mecklenburg-Vorpommern

Abschlussbericht der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Professur Wasserwirtschaft
Veranlassung Für Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 werden in der Abwasserverordnung (Anhang 1) keine Überwachungswerte für den Parameter Phosphor definiert. Der fachrechtliche Hintergrund hierfür liegt in den vergleichsweise geringen P-Emissionen der kleinen Kläranlagen und dem gegenüber großtechnischen Anlagen höheren spezifischen Kosten der technischen Phosphor-Elimination. Weitergehende Anforderungen für die P-Elimination wurden bisher in Mecklenburg-Vorpommern nur in Einzelfällen (ca. 40) gestellt. Für ein dünn besiedeltes Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern mit einem hohen Bevölkerungsanteil mit Anschluss an Kläranlagen der Größenklasse 1 bis 3 ist die von diesen Anlagen ausgehende P-Emission jedoch nicht vernachlässigbar. So beträgt nach einer aktuellen Quantifizierung der Nährstoffeinträge in das Grundwasser und in die Oberflächengewässer Mecklenburg-Vorpommerns der von kommunalen Kläranlagen eingetragene Anteil an der Gesamtphosphorfracht noch 18% (Wendlandt et al. 2015). Neben der daraus resultierenden Eutrophierung der Ostsee und Küstengewässer kann die von Kläranlagen eingeleitete P-Fracht für das Einleitgewässer selbst maßgeblich sein. Dies gilt insbesondere für abflussschwache und gefällearme Fließgewässer, mit teilweise hohem Anteil behandelten Abwassers am Gesamtabfluss. Bei Einmündung in Standgewässer oder Fließgewässer mit standgewässerähnlichen Eigenschaften (z.B. Warnow) ist Phosphor ein entscheidender Parameter für die Gewässergüte.

http://www.regierung-mv.de/serviceassistent/_php/download.php?datei_id=1575091

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Ministerium und Uni Rostock forschen für weniger Phosphor in Kläranlagenabläufen

Für Kläranlagen der Größenklassen 1 „- 3 mit einer Behandlungskapazität von bis zu 10.000 Einwohnerwerten existieren keine verbindlichen Vorgaben zum Stand der Technik für die Eliminierung von Phosphor. Im Rahmen einer vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V beauftragten Studie wurden daher nun von der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock technische Möglichkeiten identifiziert und zusammengetragen, mit denen sich bei kleinen, kommunalen Kläranlagen die Phosphor-Einträge in die Oberflächengewässer praxisgerecht, nachhaltig und zugleich kosteneffizient vermindern lassen.

„In einem dünnbesiedelten Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind es gerade die kleinen Kläranlagen, die in abflussschwache und gefällearme Fließgewässer einleiten und damit neben weiteren diffusen Einleitungen das Erreichen der Zielvorgaben erschweren“, erklärt Mecklenburgs Umweltminister Dr. Till Backhaus. Ziel der Studie war daher, zu eruieren, inwieweit moderne Verfahrenstechnologien zur Phosphor-Elimination aus größeren Anlagen auch in kleineren Kläranlagen kosteneffizient integriert werden können und welche Anpassungen hierzu notwendig wären. In die Studie einbezogen wurden die Erfahrungen aus ca. 40 kleinen Kläranlagen, in denen bereits Anlagen zur Phosphor-Elimination installiert wurden. Betrachtet wurde insbesondere, ob die Effekte im Gewässer den finanziellen und betrieblichen Mehraufwand rechtfertigen.

Auch schlägt der Abschlussbericht der Studie ein einfaches Verfahren vor, um Kläranlagen ausfindig zu machen, bei denen Umrüstungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität kosteneffizient durchgeführt werden können. Hierzu wird ein Bewertungssystem unter Berücksichtigung folgender Kriterien vorgeschlagen:

Damit stellt diese Studie eine gute Entscheidungshilfe für zukünftige Maßnahmen auf kleinen Kläranlagen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie dar.

„Durch den Ausbau der Kläranlagen und Kanalnetze konnten die Gewässerbelastungen in Mecklenburg-Vorpommern bereits wesentlich reduziert werden. Alleine mit finanzieller Unterstützung des Umweltressorts wurden etwa 2.300 Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 2,5 Milliarden Euro realisiert“, bilanziert der Minister. So belegt eine vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V (LUNG) beauftragte Modellierung, dass die Phosphor-Einträge über kommunale Kläranlagen nur noch einen Anteil von 18 % an den Gesamteinträgen von Phosphor in die Oberflächengewässer und das Grundwasser ausmachen.

Quelle: HRO-News.de

http://www.seestadt-rostock.de/news/2016-06-02/119030/ministerium_und_uni_rostock_forschen_fuer_weniger_phosphor_in_klaeranlagenablaeufen.html

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Moderne Brennwertkessel und Abwasserreinigung vertragen sich nicht immer

Situation
Die Norderneyer Kläranlage ist ausgelegt auf 49 000 EW. Es handelt sich um eine intermittierende Belebungsanlage mit gemeinsamer Schlammstabilisierung.
Die Insel Norderney lebt vom Tourismus. Es sind knapp 6000 Einwohner mit erstem Wohnsitz gemeldet, aber in den Wintermonaten sind ca. 12 000 bis 15 000 Menschen auf der Insel. In den Sommerferien steigt die Belastung dann so stark, dass zwischen 40 000 bis 45 000 Menschen angeschlossen sind. Die Tendenz geht soweit, dass in den letzten Jahren immer mehr Urlauber die sogenannten langen Wochenenden mit Brückentagen nutzen, um ein paar Tage an der Nordsee zu entspannen.
Für den Betrieb der Kläranlage stehen drei Belebungsbecken zur Verfügung. Die Ablaufwerte der Kläranlage Norderney sind übers ganze Jahr recht gut mit CSB ca. 30 mg/l, Pges 1,5 mg/l, Nges 3,5 mg/l.

Problem
Im Oktober 2013 stellten wir im Ablauf eine starke Trübung fest. Die Sichttiefe im Nachklärbecken…

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https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Autor
Fridolin Mai, Abwassermeister
Stadt Norderney, Deutschland
Tel. +49 (0)49 32/34 54
E-Mail: info@ka-norderney.de

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Einsatz von Nanomaterialien und nanoskaligen Produkten zur Abwasserbehandlung

Die Behandlung von belastetem Wasser vor dem Einleiten in Oberflächengewässer ist eine der global vordringlichsten Herausforderungen der Zukunft. Bestehende Verfahren zur Wasser- und Abwasseraufbereitung können durch geeignete nanotechnische Anwendungen optimiert werden, die zu einer gezielteren Entfernung von Kontaminationen, besseren Energieeffizienz und geringeren Kosten führen können. Experten prognostizieren, dass der Wassersektor neben dem Energiesektor mittel- bis langfristig mit am stärksten von innovativen Anwendungen der Nanotechnik profitieren könnte. Neben dem Nutzen der Verwendung von Nanomaterialien zur Wasserbehandlung ist auch zu berücksichtigen, dass Nanomaterialien unbeabsichtigte Wirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit hervorrufen können. Bei der Verwendung der Nanomaterialien muss beachtet werden, dass die neuartigen Eigenschaften der Nanomaterialien gegebenenfalls auch schädliche Wirkungen auf die Umwelt und den Menschen haben können.

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/einsatz-von-nanomaterialien-nanoskaligen-produkten

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Mikroplastik in der Abwasserentsorgung

In letzter Zeit ist viel über die Verunreinigung der Flüsse und Meere durch Mikroplastik zu hören und zu lesen. Nicht selten wird dabei eine unzureichende Abwasserreinigung als mögliche Ursache genannt. Auch wenn wir als Abwasserfachleute uns gegen diesen Vorwurf wehren, wissen wir viel zu wenig über diese Problematik. Wir haben uns daher entschlossen, den folgenden Beitrag zu drucken, weil er auf der Grundlage umfangreicher Recherchen den derzeitigen Wissensstand wiedergibt. Und womöglich sind wir doch nicht ganz unbeteiligt.
Wegen der leichteren Lesbarkeit des Beitrages wurden die umfangreichen Literaturnachweise und zitierten Quellenangaben nicht abgedruckt. Bei Interesse sind diese Nachweise bei den Autoren zu erhalten.
Besonders für die österreichischen Leser ist sicher auch der Beitrag über Mikroplastik von Mag. Dr. Kreuzinger auf der Website des ÖWAV …

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Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Fazit
Aktuelle Studien gehen davon aus, dass große Mengen der Mikroplastikpartikel im Klärschlamm verbleiben. Hier besteht noch Forschungsbedarf, um verifizierbare Ergebnisse erzielen zu können.
Hinsichtlich des Eintrags aus Mischwasserentlastungen und Regenwassereinleitungen gibt es aktuell keine Angaben. Ebenso sind keine validen Gehalte von Kunststoffen im Rohabwasser bekannt, sodass Abbaugrade von Mikroplastik nur abschätzend bestimmt werden können.
Die ersten Studien zu Mikroplastik in Kläranlagen lassen vermuten, dass der Rückhalt von Mikroplastikpartikeln über den Klärprozess hinweg durchaus nennenswert ist. Eine Bewertung der Partikel am Ablauf der Kläranlage für eine Entscheidungsgrundlage zur weitergehenden Reinigung ist im Wesentlichen abhängig von der ökologischen Relevanz der Partikel (Größe, Masse, Stückzahl etc.), die noch nicht abschließend geklärt ist.
Vor dem Hintergrund, dass Kunststoffe und so auch Mikroplastik noch viele Jahre in der Umwelt erhalten bleiben, sind systematische Untersuchungen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft sinnvoll und fordern die Zusammenarbeitet von Kommune, Industrie, Forschung und dem Bürger/Verbraucher.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch, Daniel Venghaus
TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Deutschland
E-Mail: matthias.barjenbruch@tu-berlin.de, daniel.venghaus@tu-berlin.de

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Schwimmdecke auf dem Fettfang

Auf der Kläranlage Wriezen in Brandenburg haben wir seit vier Jahren Probleme mit dem Fettfang. Steigt die Außentemperatur auf über 20 °C, bildet sich eine dicke Schwimmdecke. Bei nähe¬rer Betrachtung haben wir festgestellt, dass diese hauptsächlich aus feinen Zellstoff-Fasern besteht. Dieses Phänomen beginnt meistens im Juni und beschäftigt uns bis weit in den September. Leider konnten wir bis jetzt noch keine Ursache dafür finden. In den restlichen Monaten tritt dieses Problem nicht auf.
Unsere Anlage mit einer Ausbaugröße von 36 000 EW hat einen belüfteten Langsand- und Fettfang. Der Zulauf erfolgt ausschließlich über Pumpwerke und ist daher eher Stoßweise und unregelmäßig. Zu den Pumpwerken gehören auch mehre¬re Hundert Hauspumpwerke, die mit Schneidradpumpen aus¬gerüstet sind. In unseren Hauptpumpwerken haben wir bereits zur Verhinderung von Ablagerungen Rührwerke nachgerüstet.
Die Verweilzeit im Kanalnetz beträgt teilweise zwei bis drei Tage. Unsere Überlegungen gingen schon …

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Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

Kontakt
Michael Webert, Kläranlage Wriezen, Deutschland
Tel. +49 (0)3 34 56/26 60
E-Mail: ka-wriezen@gmx.de

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Einsatz von Nanomaterialien und nanoskaligen Produkten zur Abwasserbehandlung

Laut Umweltbundesamt ist davon auszugehen, dass im Wassersektor ein besonders wichtiges Anwendungsfeld von Nanomateralien und nanoskaligen Produkten liegen wird. Dabei muss auch sichergestellt werden, dass keine Nanopartikel in die Umwelt abgegeben werden.Der Artikel gibt einen ersten Überblick über den Stand der verfügbare Anwendungen und Techniken.

Ende 2015 wurde vom Umweltbundesamt ein Datenblatt veröffentlicht, welches die möglichen Anwendungsfelder von Nanomaterialien und nanoskaligen Produkten zur Abwasserreinigung zusammenfasst. Experten prognostizieren, dass der Wassersektor neben dem Energiesektor der Bereich ist der am stärksten von innovativen Anwendungen der Nanotechnik profitieren könnte (Bachmann et al. 2007). Dies kann z. B. durch eine gezielte Entfernung von Kontaminantionen oder einer besseren Energieeffizienz erreicht werden. Allerdings muss auch im Vorfeld der Anwendung sichergestellt werden, dass die Nanomaterialien nicht in die Umwelt freigesetzt werden und unbeabsichtigte Wirkungen erzielen bzw. sich in Organismen oder Umweltkompartimenten anreichern.
Die meisten nanotechnischen Anwendungen befinden sich noch auf der Stufe der Prototypen oder Grundlagenforschung, daher kann noch keine abschließende Aussage zur Eignung für großtechnische Umsetzungen abgeleitet werden.

In dem Artikel sind in tabellarischer Form alle bislang verfügbaren Anwendungen und Techniken mit ihren Vor- und Nachteilen aufgeführt. Dabei werden zum einen technische Maßnahmen wie nanostrukturierte Membranen oder Filter und zum anderen die Anwendung von Nanomaterialien wie z. B. TiO2, nanoSilber, Kohlenstoffnanoröhren oder magnetische Nanopartikeln dargestellt. Dieser Artikel liefert einen guten Überblick zum aktuellen Stand des Wissens. Eine detaillierte Darstellung der Untersuchungsergebnisse und weiterführende Informationen finden sich auf der Homepage des Umweltbundesamtes, sowie in dem veröffentlichten Datenblatt.

http://www.masterplan-wasser.nrw.de/presse/pressemitteilungen/einzelansicht/news/einsatz-von-nanomaterialien-und-nanoskaligen-produkten-zur-abwasserbehandlung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3fe1f035293ce211e43b55c67d61d389

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Abwasserbehandlung in Molkereien verbessern

Das Abwasser von Molkereien ist sehr warm und nährstoffreich. Es so zu behandeln, dass es in Gewässer eingeleitet werden kann, ist eine Herausforderung. Wie der „Stand der Technik“ verbessert werden kann, soll ein neuartiges „Medienaufbereitungs- und Rückgewinnungssystem“ (MARS) zeigen. Mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms kommt es in einer Molkerei in Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz.

Das MARS wird in der werkseigenen Kläranlage der „Deutsches Milchkontor GmbH“ Wärme und Nährstoffe aus dem Abwasser zurückgewinnen. Das soll jährlich bis zu 25.000 Megawattstunden Primärenergie und 4.700 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Außerdem wird der Fluss Tollense, in den die geklärten Abwässer eingeleitet werden, entlastet. Das Projekt läuft bis Ende April 2017. Mehr:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/abwasserbehandlung-in-molkereien-verbessern

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15. Erfahrungsaustausch der Betreiber von Biofilteranlagen

Biofilter wurden zum einen aus der Abwasserfiltration und zum anderen aus der Biofilmtechnologie entwickelt. Derzeit werden in Deutschland ca. 40 kommunale Biofilter für unterschiedliche Anwendungen auf Kläranlagen (Hauptstufe, zweite biologische Stufe, Rest-Nitrifikation, nachgeschaltete Denitrifikation) betrieben. Insgesamt sind mehr als zehn Millionen Einwohnerwerte an Biofiltrationsanlagen angeschlossenen. Der Biofiltererfahrungsaustausch wurde im Jahr 2000 mit Unterstützung des DWA-Forschungsfonds …

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Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch
TU Berlin,
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Sekr. TIB 1B 16
Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Deutschland
Tel. +49 (0)30/314-7 22 46
E-Mail: matthias.barjenbruch@tu-berlin.de

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Dow nutzt kommunales Abwasser in Kühltürmen

Kommunales Abwasser wird in einer petrochemischen Anlage von Dow zur Kühlung verwendet: Der Chemiekonzern nimmt an einem europäischen Projekt teil, das die Wasserknappheit in bestimmten Regionen mildern soll.
Stade – Dow Water & Process Solutions, ein Geschäftszweig der Dow Chemical Company, nimmt an einem von zehn von der Europäischen Kommission finanzierten Projekten teil, mit denen die Wiederverwendung von Wasser in Europa verbessert werden sollen. Das Unternehmen ist ein wichtiger Akteur beim Projekt Demoware im petrochemischen…

http://www.process.vogel.de/dow-nutzt-kommunales-abwasser-in-kuehltuermen-a-519056/?cmp=nl-254

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Besser und günstiger: Papierfabrik optimiert Abwasserbehandlung

Mit einer zusätzlichen nachgeschalteten Reinigungsstufe mit Ozon- und Biofiltrationsverfahren können betriebliche und kommunale Kläranlagen die Belastung ihrer Abwässer mit organischen Stoffen und kritischen Spurenstoffen erheblich reduzieren. Dass dies mit deutlich geringerem Energie- und Kostenaufwand möglich ist als bisher, zeigte ein Projekt des Umweltinnovationsprogramms.
Die Demonstrationsanlage in einer süddeutschen Papierfabrik zeichnet sich durch eine effiziente Ozonerzeugung sowie die vollständige Ozonausnutzung von 99,9 Prozent aus. Die Betriebskosten fielen deshalb um 25 Prozent geringer aus als bei bisherigen Ozonanlagen. Das Abwasser war am Ende erheblich weniger mit organischen Stoffen belastet und es fielen 80 Prozent weniger Schlamm an. Auch Spurenstoffe wie Bisphenol A und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) konnten reduziert werden. Das entlastet die Gewässer und bringt weniger gesundheitlich bedenkliche Substanzen in die Umwelt. Mehr:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/besser-guenstiger-papierfabrik-optimiert

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Gezielte Erzeugung von Lachgas als alternative Behandlung stickstoffreicher Abwasserteilströme einschließlich einer Energierückgewinnung

Neuer Zeitschriftenbeitrag von Koch et al. 2015 /Umwelt-Technologie und Energie in Bayern

Mehr: http://www.sww.bgu.tum.de/news-single-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=199&cHash=e663978f87f3709772da742ddac5ec56

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Vlies- und Feuchttücher – die Pumpwerke trifft es am stärksten

Veranlassung Vor dem Hintergrund des abnehmenden Wassergebrauchs und des Klimawandels ist davon auszugehen, dass die Trockenwetterabflüsse im Zeithorizont 2050 geringer werden und das in Verbindung mit längeren Trockenwetterphasen. Die hydraulischen Belastungen im Abwassernetz bei Starkregen sind bereits deutlich intensiver geworden. Die Zunahme von Extremsituationen wird begleitet von vermehrtem Stoffumsatz und damit verbundenen Ablagerungen. Gleichzeitig steigen die gesetzlichen Anforderungen an die Abwasserreinigung. Grund genug, sich mit einer langfristig optimalen Betriebsführung für Betreiber mit flach verlegten Kanalnetzen zu befassen. Bereits heute wird bei Abwasserpumpanlagen und Klärwerken über zunehmende Probleme mit Faser- und Feststoffen geklagt .So wird sowohl von Verstopfungen in Kanalnetzen und bei Abwasserpumpen berichtet als auch von einem Totalversatz bei Rechenanlagen in Klärwerken. Hier hat die Weiterentwicklung neuer Hygieneprodukte und Pflegetextilien einen entscheidenden Einfluss. Sie ist für den Abwassertechniker eine große Herausforderung…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2015 unter https://klaerwerk.info/DWA-Informationen

Autor
Dipl.-Ing. Jan Waschnewski
Berliner Wasserbetriebe
Forschung und Entwicklung
Projektleiter „KURAS – Teilantrag BWB“
Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin, Deutschland
E-Mail: jan.waschnewski@bwb.de BI
Umfrage in Zusammenarbeit mit:
Dipl.-Ing. Ralf Schüler, Geschäftsführer DWA-Landesverband
Nord-Ost
Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch, DWA-Landesverbandsvorsitzender
Nord-Ost
Dipl.-Ing. Ralf Hillmer, Geschäftsführer DWA-Landesverband Nord

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Erfolgreiche Optimierung der biologischen Abwasserreinigung

Immer mehr Kläranlagen in Deutschland haben Probleme mit Fadenbakterien, niedriger Säurekapazität oder Schwankungen des pH-Werts in der Belebung. Häufig versucht das Betriebspersonal in solchen Situationen, mit Kreide und Kalkprodukten dagegen zu steuern. Auch wir hatten auf unserer Kläranlage Hünfeld (Osthessen) in den letzten Jahren vermehrt Probleme durch Fadenbakterien und Störungen bei der biologischen Abwasserreinigung. Angeschlossene große Industriebetriebe liefern uns trotz funktionierender Vorbehandlungsanlagen einen breiten Mix verschiedener Abwasserinhaltsstoffe. So kommen immer wieder unter anderem lipophile Stoffe und Fette, extrem weiches Wasser oder auch Belastungen durch …

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2015 Unter https://klaerwerk.info/DWA-Informationen

Dipl.-Ing. Dirk Stoldt
Eigenbetrieb Abwasseranlagen der Stadt Hünfeld
Lindenstraße 8, 36088 Hünfeld, Deutschland
E-Mail: dirk.stoldt@stadtwerke.huenfeld.de
Kontaktdaten Schaefer Kalk GmbH & Co. KG:
Dipl.-Ing.(FH) Volker Ermel
Louise-Seher-Straße 6, 65582 Diez, Deutschland
Tel. +49 (0)64 32/50 31 08
E-Mail: volker.ermel@schaeferkalk.de

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Feuchttücher – eine Heimsuchung für Kanalnetze und Kläranlagen

Messbar an den Kläranlagenabfällen, den Einsätzen der Rufbereitschaften und den „Hilfeschreien“ der fernüberwachten Pump- und Mischwasserbehandlungsanlagen muss die Verwendung feuchter Toilettentüchlein in den letzten beiden Jahren stark zugenommen haben. Dabei wäre nichts gegen diese Tüchlein einzuwenden, wenn sie nicht entgegen § 15 der Musterentwässerungssatzung über das Kanalsystem, sondern über die Restmülltonne entsorgt würden…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2015 unter https://klaerwerk.info/DWA-Informationen

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Meldungen zur Spurenstoff-Elimination 2016

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November 2016
Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ 
Konzepte zur Überwachung der Reinigungsleistung von weitergehenden Verfahren zur Spurenstoffelimination
Oktober 2016
Massnahmen zur Verminderung des Eintrags von Mikroschadstoffen in die Gewässer -Schlussbericht 
September 2016
Schwellenwert für Arzneimittel im Grundwasser einführen 
Gewässer besser schützen 
August 2016
Wie Deutschland sein Wasser vergiftet 
Juni 2016
„Wasser ist immer regional“ 
Grüne: Medikamente nicht in die Toilette  
Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf: Technische Lösungen stoßen an ihre Grenzen 
EuGH: EU-Kommission hätte Kriterien zu endrokrinschädigenden Stoffen erlassen müssen  
Februar 2016
Studie: Abwasserabgabe  
VSA Empfehlung „zu behandelnde Abwassermenge und Redundanz“  
Pilotierung des CarboPlus-Verfahrens auf der ARA Penthaz (VD)  
Grosstechnische Versuche mit granulierter Aktivkohle (GAK) auf der ARA Bülach-Furt  
Forschung / Pilotversuche  
Bromid im Abwasser  
Beurteilung der Behandelbarkeit von Abwasser mit Ozon  
Betriebsüberwachung/Betriebssicherheit 
Kennzahlen 
Verordnung des UVEK zur Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen bei Abwasserreinigungsanlagen 
Januar 2016
Tagung: Elimination von Mikroverunreinigungen – Elimination des micropolluants 

Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“

der Schweiz hat in seinem Newsletter vom 8, Juli 2016 auf 13 Seiten Aktivitäten in der Schweiz, Deutschland und Östereich zusammengefasst

Inhaltsverzeichnis
Die Plattform auf Kurs: Aktionsplan 2016 / 17
» Aktuelles von der Plattform: Personelles und Projekte
» Gesetzgebung: Vollzugshilfe Finanzierung
» Forschung / Pilotversuche: AdOx Köln, GAK-Übersichtsartikel, Aktivitäten in Berlin, Flotation zur PAK-Abtrennung, Messmethode PAK
» Grosstechnische Umsetzungen: ARA Vidy, ARA Eich, AV Morgental und Entsorgung St. Gallen
» Internationales: deutsche Mirkoschadstoff-Strategie, KomOzAk Versuche Österreich

Die Plattform auf Kurs: Aktionsplan 2016/17
Die Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ wurde Anfang 2012 mit dem Ziel gegründet, den Wissensaufbau und -transfer unter den Akteuren zu fördern, die sich mit technischen Verfahren zur Entfernung von Mikroverunreinigungen auf Kläranlagen beschäftigen. Am 1. Januar 2016 sind nun die gesetzlichen Grundlagen (GSchG, GSchV) für den gezielten Ausbau der Kläranlagen in der Schweiz in Kraft getreten. Parallel dazu wurden – bedingt durch eine stetige Zunahme der Aufgaben – die personellen Ressourcen der Plattform erhöht: aus einem anfänglichen 40%-Pensum (Ch. Abegglen) wurde ein 80%-Pensum (Ch. Abegglen, P. Wunderlin), und seit dem 1. Juli 2015 ein 160%-Pensum (P. Wunderlin, A. Meier). Diese „neue“ gesetzliche und personelle Ausgangslage hat uns dazu bewogen, die aktuelle Ausrichtung …

Den ganzen Artikel finden sie unter:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_8_FINAL_25072016_deutsch.pdf

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Konzepte zur Überwachung der Reinigungsleistung von weitergehenden Verfahren zur Spurenstoffelimination

Neue Arbeiten der Plattform erschienen: (i) eine Zusammenstellung von Sicherheitsaspekten im Umgang mit Ozon, Sauerstoff und Aktivkohle, sowie (ii) eine Übersicht über Konzepte zur (online) Überwachung der Reinigungsleistung.

Die vorliegende Zusammenstellung der möglichen Konzepte und Methoden zur kontinuierlichen Überwachung der Reinigungsleistung von weitergehenden Verfahren zur Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen zeigt, dass die UV-Absorbanz-Messung bei 254nm ein geeigneter Ersatzparameter für die Spurenstoffanalytik darstellt.
Es wird daher empfohlen das UV-Absorbanz-Signal bei 254nm im Zu- und Ablauf der Spuren-stoffeliminationsstufe (ΔUV = (UVin – UVout)/UVin), ergänzend zur periodischen Messung der Spurenstoffe, für die Überwachung der Reinigungsleistung zu messen. Dazu kann eine online Messung eingesetzt werden, entsprechende Sonden sind kommerziell verfügbar. Es ist aber auch möglich, durch periodische UV-Messungen von Sammelproben im Labor Informationen über den Spurenstoffabbau zu erhalten.

Den ganzen Bericht lesen sie unter…
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Konzepte_Betriebs%C3%BCberwachung_FINAL_09092016.pdf

Redaktion
P. Wunderlin (VSA)

Fachliche Begleitung
D. Rensch (Projektleitung), Ch. Abegglen (VSA), D. Dominguez (früher AWA Bern, jetzt BAFU), Ch. Egli (AV Altenrhein), Y. LeGoaziou (früher Alpha WT jetzt BG), M. Schachtler (ARA Neugut), D. Pfund (ERZ), D. Urfer (RWB), D. Thonney (SIGE), A. Wittmer (Eawag), P. Wunderlin (VSA

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Massnahmen zur Verminderung des Eintrags von Mikroschadstoffen in die Gewässer -Schlussbericht

Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) startete Ende 2012 das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Massnahmen zur Verminderung des Eintrags von Mikroschadstoffen in die Gewässer“ (Schlussbericht, Kurzbericht). Darauf aufbauend wurden weitergehende Untersuchungen durchgeführt. Diese Untersuchungen sind nun abgeschlossen und in folgendem Bericht verfügbar.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/mikroschadstoffen_in_die_gewasser-phase_2.pdf

Quelle: https://www.micropoll.ch/aktuell/

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Schwellenwert für Arzneimittel im Grundwasser einführen

Das UBA empfiehlt, für Arzneimittel im Grundwasser einen Schwellenwert von 100 Nanogramm pro Liter in die Grundwasserverordnung einzuführen. Das Grundwasser würde dadurch regelmäßiger auf Arzneimittel untersucht, Überschreitungen rechtzeitig erkannt und Ursachen systematisch festgestellt werden.

In einer aktuellen Studie hat das UBA die Gründe für Antibiotika-Funde im Grundwasser an einigen Standorten Norddeutschlands untersuchen lassen. Es handelt sich sowohl um Tierarzneimittel, die hauptsächlich über die Ausbringung von Gülle auf Feldern in den Boden und dann ins Grundwasser gelangen, als auch um Human-Arzneimittel. Für letztere wurden private Kleinkläranlagen von Häusern, die nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, als bedeutende Quelle ausgemacht. Antibiotika-Einträge können multiresistente Keime fördern und Lebewesen im Boden und Wasser schaden.

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/themen/schwellenwert-fuer-arzneimittel-im-grundwasser

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Gewässer besser schützen

Die Belastung unserer Gewässer mit Spurenstoffen stellt ein zunehmendes Problem dar. Rund 200 Fachleute treffen sich beim Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ in Ulm, um Wege zu finden, den Eintrag dieser Stoffe in die Gewässer zu reduzieren.

In Kooperation mit dem Umweltministerium veranstaltet der Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) am 13. und 14. Juni in Ulm den „2. Kongress Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“.
Zu diesem finden sich mehr als 200 Fachleute aus Deutschland und den angrenzenden Ländern zusammen, um strategische Ansätze und das technisch Machbare bei der Entwicklung von umweltfreundlichen Pharmaka, der Bewusstseinsbildung der Verbraucher und Akteure im Gesundheitswesen zum richtigen Gebrauch und der Entsorgung von Arzneimitteln sowie die technischen Verfahren zur Elimination von Spurenstoffen in der Wasserwirtschaft für eine intakte Umwelt miteinander auszutauschen.

Im Vorfeld des Kongresses erklärte Umweltminister Franz Untersteller: „Leider können wir heute in fast allen Gewässern Arzneimittel, Röntgenkontrastmittel, Flammschutzmittel und andere Spurenstoffe in solchen Konzentrationen nachweisen, die für empfindliche Gewässerorganismen problematisch sein können. Wir müssen daher Wege finden, den Eintrag dieser Stoffe in die Gewässer zu reduzieren.“

Wichtig sei es insbesondere, im Gesundheitswesen ein Bewusstsein für die Spurenstoffproblematik zu schaffen, so Untersteller. „Nicht mehr benötigte Medikamentenreste gehören einzig und allein in die Restmülltonne. Wer dies beachtet vermeidet damit, dass unsere Flüsse, Bäche und Seen unnötigerweise belastet werden.“
Um diesen Zusammenhang sowohl den Beschäftigten in den Krankenhäusern und Arztpraxen, Apotheken und Krankenkassen als auch den Patientinnen und Patienten zu verdeutlichen, habe das Umweltministerium einen Diskussionsprozess mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesärztekammer, der Apothekerschaft, von Patientenverbänden und Krankenkassen sowie des Landesnaturschutzverbandes und der chemischen und pharmazeutischen Industrie ins Leben gerufen. Ein Ergebnis dieser Diskussionen ist beispielsweise ein Flyer zur richtigen Entsorgung von nicht gebrauchten Arzneimitteln, der inzwischen in der 2. Auflage erhältlich ist.
Untersteller zeigte sich enttäuscht darüber, dass die EU-Kommission ihre für September 2015 angekündigte Strategie gegen die Belastung von Gewässern mit Arzneimitteln bis zum heutigen Tage noch nicht vorgelegt habe. „In Baden-Württemberg befassen wir uns schon lange intensiv mit der Frage, wie wir die Belastung unserer Gewässer mit Spurenstoffe verringern können und warten nicht darauf, bis die EU-Kommission irgendwann eine mittel- bis langfristig wirkende europäische Strategie vorlegen wird.“

Eine wichtige Rolle spiele hierbei auch der vom Land unterstützte Ausbau von kommunalen Kläranlagen mit der sogenannten vierten Reinigungsstufe. „Zwar haben wir im Land bereits viele mit der Technik zur Spurenstoffelimination ausgebaute Kläranlagen in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten, Arzneimittelrückstände lassen sich allerdings nicht restlos aus dem Abwasser entfernen“, betonte der Umweltminister weiter. Um das Problem der Spurenstoffe in den Griff zu bekommen, sei vielmehr ein umfassender Ansatz notwendig. Hierbei komme dem zweiten Spurenstoff-Kongress in Ulm eine wichtige Rolle zu.

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/kongress-zu-spurenstoffen-in-ulm-1/

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Wie Deutschland sein Wasser vergiftet

Wie belastet ist unser Wasser mit Giftstoffen? Michael Beckereit, Chef von Hamburg Wasser, fordert Düngebilanzen für Bauernhöfe und mehr Debatten über den Medikamenten-Konsum

Vielerorts in Deutschland sind die Werte des Salzes Nitrat im Grundwasser deutlich überhöht. Und die Belastung des Wassers mit den Spuren von Medikamenten ist heutzutage genauer messbar als früher. Über einen besseren Schutz von Grund- und Trinkwasser sprach die „Welt“ mit Michael Beckereit, 65, dem Chef des städtischen Versorgungsunternehmens Hamburg Wasser. Auch beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist Beckereit als Vizepräsident zuständig für die Qualität des Trinkwassers.

Die Welt: Herr Beckereit, in Deutschland gibt es seit Jahrzehnten ein dichtes Regelwerk für eine umweltschonendere Landwirtschaft. Trotzdem sind in manchen Regionen die Werte von Nitrat im Grundwasser alarmierend hoch. Warum ist das so?

Michael Beckereit: In bestimmten Regionen, speziell bei der intensiven Schweinezucht in Niedersachsen rund um Oldenburg, werden viele Felder mit Gülle überdüngt, weil Landwirte offenbar …mehr:

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article156322315/Wie-Deutschland-sein-Wasser-vergiftet.html

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„Wasser ist immer regional“

Exklusiv in der aktuellen gwf-Wasser|Abwasser: Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, neuer Technik-Vorstand des Ruhrverbands in Essen, über Spurenstoffe und die Wasserrahmenrichtlinie, über demografischen Wandel und Tarifstrukturen.
Seit dem 1. März 2016 ist Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin Technik-Vorstand des Ruhrverbands in Essen mit Zuständigkeit für eine ganzheitliche Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet der Ruhr, aus der 4,6 Millionen Menschen im Ballungsraum Ruhrgebiet sowie im Sauerland mit Trinkwasser versorgt werden. In einem seiner ersten Interviews als Vorstand sprach er exklusiv in der gwf-Wasser|Abwasser über globale Gefahren und Lösungen im Wassersektor und über die Rolle deutscher Technologien und Standards dabei.

Klare Aussagen
Was sind die beherrschenden Wasserthemen der nächsten Jahrzehnte? Wie kann unser Know-how den Schwellenländern helfen? Welche technologischen Entwicklungen werden den Markt und die Branche verändern? Darüber sprach die gwf-Wasser|Abwasser-Redaktion mit dem mehrfach ausgezeichneten Autor von mehr als 120 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Prof. Norbert Jardin sprach Klartext, etwa zum Thema Spurenstoffe: „Der Glaube, dass alle Spurenstoffe durch einzelne Maßnahmen vollständig aus der Umwelt eliminiert werden können, ist irrational. Das wird es nicht geben.“

Das Exklusiv-Interview mit Prof. Norbert Jardin lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der gwf-Wasser|Abwasser, die Ende Mai zur IFAT erscheint. Noch-nicht-Abonnenten erhalten hier ein Probeheft.

https://www.gwf-wasser.de/aktuell/leute/12-05-2016-wasser-ist-immer-regional/

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Grüne: Medikamente nicht in die Toilette

Verbraucher sollen nach dem Willen der Grünen künftig stärker dazu angehalten werden, Medikamente nicht mehr in der Toilette oder in der Spüle zu entsorgen. Damit soll die Belastung von Oberflächengewässern durch Arzneimittel und deren Rückstände verringert werden. Dies sieht ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Bundestags-Drucksache 18/8082) vor, der im Umweltausschuss des Bundestags beraten wird. Die Grünen fordern unter anderem „deutlich lesbare“ Hinweise auf MedikamentenverpackungenMedikamentenverpackungen. Sie sollen darauf hinweisen, dass Medikamente entweder bei speziellen Entsorgungseinrichtungen abgegeben oder über den Hausmüll entsorgt werden können. Darüber herrsche Unkenntnis bei den Deutschen, argumentieren die Grünen mit Verweis auf eine Erhebung des Instituts für sozialökologische Forschung. Demnach spülten 47 Prozent der Deutschen ihre Medikamente in der Spüle oder Toilette runter. Auch Ärzte und Apotheker sollen stärker in die Aufklärung über eine gewässerschonende Entsorgung eingebunden werden. Zudem soll sich nach Willen der Fraktion die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass Arzneimittelhersteller wasserrelevante Informationen über ihre Produkte und ihre Entfernung aus dem Wasser zur Verfügung stellen. Auch ein bundesweiter Bedarfsatlas soll erstellt werden, der regionalspezifisch die Verunreinigung der Oberflächengewässer durch Medikamente darstellen soll.

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Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf: Technische Lösungen stoßen an ihre Grenzen

Pharmazeutische Rückstände, wie sie in Deutschland in nahezu allen Gewässern nachgewiesen werden können, beschäftigen Wissenschaft und Wasserbetriebe schon seit Jahren. Denn selbst aufwendige technische Verfahren in den Kläranlagen können die Spurenstoffe aus Medikamenten nicht vollständig entfernen. Wasserexpertinnen und -experten des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung empfehlen jetzt einen Lösungsansatz für den Gewässerschutz, der technische Maßnahmen der Abwasserbehandlung und präventive Maßnahmen verbindet.

Durch unsachgemäße Entsorgung und durch Ausscheidung von Medikamenten gelangen Arzneimittelrückstände in das Abwasser. Selbst modernste Reinigungstechnologien können nicht alle chemischen Verbindungen vollständig entfernen. Über den Ablauf aus den Kläranlagen in Flüsse, Seen und Bäche verbleiben sie im Wasserkreislauf. „Eine akute Gefährdung für den Menschen besteht nach bisherigem Wissensstand zwar nicht“, sagt Martina Winker, Leiterin des Forschungsschwerpunkts Wasserinfrastruktur und Risikoanalysen am ISOE. Tier- und Pflanzenwelt werden jedoch nachweislich gestört, bekannt sind etwa Nierenschäden bei Fischen und die Verweiblichung männlicher Regenbogenforellen.

Es sei daher nachvollziehbar, meint Winker, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland solche Wirkstoffe nicht in ihrem Trinkwasser haben wollten. Auch die Verantwortlichen in der Wasserwirtschaft sehen Handlungsbedarf. „Verantwortung und Lösungen können aber nicht allein bei den Entsorgern liegen“, sagt Winker. Vielmehr sei die Konzentration auf Vermeidung und Vorsorge erforderlich. „Denn gerade da, wo die Probleme entstehen – bei der Medikamentenentwicklung und -einnahme – wird die Umweltproblematik bislang kaum berücksichtigt.“

Technische Aufrüstung von Kläranlagen mit Präventionsmaßnahmen bündeln
In mehreren Forschungsprojekten hat das ISOE wirksame Strategien entwickelt, die verschiedene präventive Maßnahmen bündeln. Dazu gehören Richtlinien zur Arzneimittelinnovation, zum Arzneimitteleinsatz und zum Emissionsmanagement in der Siedlungswasserwirtschaft. „Deutlich geworden ist, dass das Problembewusstsein für den Gewässerschutz sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Multiplikatoren im Gesundheitswesen noch nicht stark genug ausgeprägt ist“, beobachtet Winker. Das zeige aber auch, wie viel Potenzial für Vermeidung und Reduzierung von Medikamenteneinträgen in die aquatische Umwelt vorhanden sei, etwa durch zielgruppenspezifische Aufklärung.
In einer Umfrage unter Medizinern und Klinikpflegepersonal im Forschungsverbund SAUBER+ hat mehr als ein Viertel der Befragten erklärt, keinerlei Kenntnisse über die Umweltauswirkungen der Medikamente, die sie verschreiben bzw. verabreichen, zu besitzen. Für die Reduzierung und Verhinderung pharmazeutischer Einträge in die aquatische Umwelt sei die Sensibilisierung und Wissensvermittlung daher von großer Bedeutung. „Denn ohne Problembewusstsein für den Gewässerschutz werden alternative Therapiemöglichkeiten von vornherein gar nicht in Erwägung gezogen“, sagt Winker.

Früh in der Wirkungskette ansetzten, um Umweltprobleme zu vermeiden
Die Wasserexpertin empfiehlt deshalb einen Lösungsansatz, der die bereits erprobten Maßnahmen zur Verhaltensänderung im Umgang mit Medikamenteneinnahme und -entsorgung mit der Weiterentwicklung der Reinigungsstufen in Kläranlagen verbindet. „Die kosten- und energie¬intensive Aufrüstung der Kläranlagen in Deutschland kann nur im Zuge eines ganzheitlichen Ansatzes erfolgversprechend sein“, sagt Winker. Konsumenten und Schlüsselakteure in Pharmaindustrie und Gesundheitswesen müssten strategisch miteinbezogen werden. Wichtig sei, weit vorne in der Wirkungskette anzusetzen, möglichst schon bei der umweltfreundlichen Entwicklung von Arzneimitteln.
„Wir haben gesehen, dass die verschiedenen Maßnahmen auf die einzelnen Wirkstoffe ganz unterschiedliche Effekte haben“, sagt Martina Winker. „Das heißt, es gibt nicht die eine Maßnahme, die das Problem der Arzneimittelrückstände in den Gewässern löst.“ Deshalb sei es so wichtig, einen Ansatz zu verfolgen, der umwelttechnische und gesundheitspolitische Maßnahmen bündelt, um so den Eintrag der Chemikalien in die Umwelt gezielt zu reduzieren und im besten Falle sogar ganz zu vermeiden.

ISOE-Publikation zur Wirkungsabschätzung der Reduzierung von Arzneimitteleinträgen in Gewässer
Im Projekt SAUBER+ hat das ISOE die drei Handlungsfelder „umwelttechnische Maßnahmen“, „gesundheitspolitische Maßnahmen“ sowie „innovative Ansätze in der Arzneimittelentwicklung“ hinsichtlich ihrer Wirkung für eine Minderung der Arzneimitteleinträge in die Gewässer untersucht. Die sozial-ökologische Wirkungsabschätzung mithilfe von Bayes’schen Netzen ist in der Zeitschrift Total Science of the Environment erschienen.

Caterina Brandmayer, Heide Kerber, Martina Winker, Engelbert Schramm (2015): Impact assessment of emission management strategies of the pharmaceuticals Metformin and Metoprolol to the aquatic environment using Bayesian networks. Science of the Total Environment 532: 605-616

ISOE-Projektübersicht zur Entwicklung nachhaltiger Strategien gegen Medikamentenrückstände im Wasserkreislauf
■ SAUBER+ – Innovative Konzepte für Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens
■ TransRisk – Schadstoffe als Risiko im Wasserkreislauf
■ DSADS – Den Spurenstoffen auf der Spur
■ Arznei für Mensch und Umwelt?
■ Pharmas – Risikoabschätzung für Medikamente in der Umwelt
■ Elimination von Spurenstoffen in Kläranlagen
■ Kommunikationsstrategien zum nachhaltigen Umgang mit Arzneimitteln
■ start – Strategien zum Umgang mit Arzneimittelwirkstoffen im Trinkwasser

ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main
Das ISOE gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung. Seit mehr als 25 Jahren entwickelt das Institut wissenschaftliche Grundlagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – regional, national und international. Zu den Forschungsthemen gehören Wasser, Energie, Klimaschutz, Mobilität, Urbane Räume, Biodiversität und sozial-ökologische Systeme.

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EuGH: EU-Kommission hätte Kriterien zu endrokrinschädigenden Stoffen erlassen müssen

Die Kommission hat dadurch gegen Unionsrecht verstoßen, dass sie keine Rechtsakte zur Festlegung wissenschaftlicher Kriterien zur Bestimmung endokrinschädigender Eigenschaften erlassen hat. Das stellte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 16. Dezember 2015 in einem Urteil fest (Az. T-521/14). Geklagt hatte Schweden gegen die EU-Kommission. Die genannten Rechtsakte hätte die Kommission bis spätestens 13. Dezember 2013 erlassen müssen. Die Kommission könne sich, so der EuGH nicht darauf stützen, dass die von vorgeschlagenen wissenschaftlichen Kriterien im Sommer 2013 kritisiert worden sind, weil sie wissenschaftlich nicht begründet seien. Die Kommission habe eine klare, genaue und unbedingte Verpflichtung gehabt, delegierte Rechtsakte zu erlassen. Biozide, die hormonell wirksame Stoffe enthalten, kommen in vielen Alltagsprodukten vor.

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Studie: Abwasserabgabe

Vierte Abwasser-Reinigungsstufe auch über Abwasserabgabe finanzierbar?
Mikroverunreinigungen – etwa Arzneimittel – sind immer noch ein großes Problem der Abwasseraufbereitung. Wie eine aktuelle Studie zeigt, könnte die Abwasserabgabe als Instrument genutzt werden, den Ausbau großer Kläranlagen mit einer so genannten vierten Reinigungsstufe zu finanzieren.
Leipzig – Die Abwasserabgabe könnte einen sinnvollen Beitrag …den Ganzen Artikel unter:

http://www.process.vogel.de/marktstudien/articles/483323/?cmp=nl-254

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VSA Empfehlung „zu behandelnde Abwassermenge und Redundanz“

Das Projekt „Dimensionierung/Redundanz“ wurde Mitte 2012 gestartet. Es sollte die Frage klären, ob Verfahrensstufen zur Elimination von organischen Spurenstoffen auf die maximale hydraulische Kapazität einer ARA auszulegen sind, oder ob mit einer geringeren behandelten Abwassermenge eine ausreichende Spurenstoffelimination erreicht wird. Um diese Frage zu beantworten, wurde zunächst ein Grundlagenbericht erstellt, worin einerseits der „Nutzen“ einer unterschiedlichen hydraulischen Auslegung ermittelt und andererseits …mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

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Pilotierung des CarboPlus-Verfahrens auf der ARA Penthaz (VD)

Die ARA Penthaz reinigt die Abwässer von 5 Gemeinden (Mitglieder des interkommunalen Zusammenschlusses zur Reinigung des Abwassers AIEE) und hat 2015 eine neue Belebtschlamm-Biologie mit einer Kapazität von 15’000 EW in Betrieb genommen, die eine Nitrifikation sowie eine Teil-Denitrifikation der Abwässer ermöglicht. Die ARA Penthaz gehört zu den ARA des waadtländischen kantonalen Plans zur Elimination der Mikroverunreinigungen. Sie wird daher ab Januar 2016 Pilotversuche zur Bewertung der Leistungsfähigkeit eines neu-en Verfahrens zur Elimination der Mikroverunreinigungen durchführen. Es handelt sich um das von Stereau/Saur entwickelte Carboplus®-Verfahren, bei dem Aktivkohle-Mikrogranulat verwendet wird. Das Prinzip ist folgendes:
Ein zirka 5 m hoher Kontaktreaktor enthält ein Wirbelbett aus Aktivkohle-Mikrogranulat (zwischen 200 und 900 μm groß), das durch die Aufwärtsströmung des Wassers in Schwebe gehalten wird. Durch den Kontakt…mehr:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

Zur Begleitung dieser Untersuchungen wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die aus Vertretern des AIEE, des Kantons Waadt-land, der Firma Stereau/Saur, der VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“, der EAWAG, der EPFL, des Bundes und des Ingenieurbüros Triform SA besteht. Diese Begleitgruppe soll die Verlässlichkeit sowie die Leistungen und die Rentabilität des Carboplus-Verfahrens bewerten.
(R. Casazza, Triform SA)

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Grosstechnische Versuche mit granulierter Aktivkohle (GAK) auf der ARA Bülach-Furt

Neben erprobten Verfahren wie der Verwendung von Pulveraktivkohle (PAK) oder Ozon (O3) kann auch granulierte Aktivkohle (GAK) zur Spurenstoffelimination eingesetzt wer-den. Dabei durchströmt das biologisch gereinigte Abwasser die GAK-Filterschicht und die Spurenstoffe sorbieren an der Aktivkohle. Im Laufe der Zeit wird die GAK zunehmend mit Spurenstoffen und organischem Kohlenstoff (DOC) beladen, bis die Sorptionskapazität erschöpft ist und die Reinigungsleistung des Filters einbricht. Dann muss die GAK aus der Filterzelle ausgebaut und reaktiviert oder ersetzt werden. Im Herbst 2014 wurde auf der Kläranlage Furt in Bülach (ZH) das Filtermaterial in zwei bestehenden Sandfilterzellen durch GAK er-setzt, um dieses Verfahren im grosstechnischen Massstab zu testen.
Ziel der Versuche: Es soll die Effizienz der Spurenstoffelimination mittels GAK-Filtration untersucht. mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/02_Technische_Verfahren/02_Ozonung/BER_AWR_MV_Pilotierung_01_150930.pdf verfügbar.

Weiteres Vorgehen: Ab Februar 2016 bis voraussichtlich Ende 2017 werden sowohl der Zulauf zu dem bei 7 m/h betriebenen GAK-Filter als auch der Zulauf zu einem konventionell betriebenen Sandfilter ozoniert. Die O3-Dosis wird etwa im Bereich von 0.2 bis 0.4 gO3/gDOC liegen, was verglichen mit einer alleinigen Ozonung deutlich tiefer ist. In diesem Zusammenhang stellt sich unter anderem die Frage, ob durch die Vorbehandlung mit Ozon eine höhere Standzeit der GAK erreicht werden kann.
(J. Fleiner, Eawag, P. Wunderlin, VSA, und Projektpartner)

Quelle:https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015

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Forschung / Pilotversuche

Kombiverfahren Ozonung und Pulveraktivkohle (PAK) – Pilotierung auf der ARA ProRheno (BS)
Im Zuge der Erneuerung der ARA Basel (E-ABA) soll eine MV-Stufe integriert werden. Als Verfahren zur Elimination der MV wird eine Kombination von Ozonung und PAK gewählt. Im Sinne des Gewässerschutzes kann hier-bei eine hohe Spurenstoffelimination mit geringer Bromatbildung und optimierten Betriebskosten erreicht werden.
Hintergrund der Pilotierung ist die Beurteilung einer etwaigen zukünftigen Behandlung von kommunalem und chemischem Abwasser auf der ARA Basel.
Die Pilotversuche finden seit September 2015 statt. Die Pilotanlage wird mit Abwasser aus der Vorklärung der ARA Basel und ARA Chemie betrieben. Grundlage für die MV Versuche ist ein kontinuierlicher Betrieb des Pilot-SBR (4 Zyklen pro Tag, Gesamtzulauf 600 l/d, PAK-Rückführung;).
Bei der MV-Pilotierung werden verschiedene Versuchsreihen durchgeführt.
In der ersten Versuchsphase wurde eine Ozonmenge…mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

In den zukünftigen Versuchsphasen wird mit einer PAK-Dosis von 15 mg/l und 7 mg/l, sowie ohne und mit Ozon pilotiert. Des Wei-teren sollen ökotoxikologische Versuche mit einer „optimalen“ Einstellung erfolgen. Ziel ist es die Machbarkeit der MV-Stufe (kommunales und chemische Abwasser) und de-en Betriebsgrenzen aufzuzeigen.
Die Versuche werden von der HOLINGER AG und ProRheno AG in Zusammenarbeit mit der EAWAG und der ENVILAB AG durchgeführt.
(Ph. Deininger, Holinger AG und Projektpartner)

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Bromid im Abwasser

Die Bildung von Oxidationsnebenprodukten ist ein entscheidendes Kriterium bei der Verfahrenswahl zum Spurenstoffabbau im Abwasser. Beispielsweise kann sich in bromidhaltigem Abwasser während der Ozonung potentiell gesundheitsgefährdendes Bromat bilden. Die Bromatbildung hängt dabei primär von der Bromidkonzentration und der Ozondosis ab. Um einen Überblick über die Bromidkonzentrationen in Schweizer Abwässern zu gewinnen, wurden sämtliche 70 ARA des Kantons Zürich beprobt. Rund drei Viertel der ARA hatten Bromidkonzentrationen < 50 μg/L. Bei rund 10 % der ARA wurde eine deutlich erhöhte Bromid-konzentration von 400-38‘000 μg/L gemessen (mögliche Quellen: Kehrichtverbrennungsanlagen, Reaktor- oder Feststoffdeponien, Chemische oder Sondermüllindustrien).
Ozonungsversuche haben gezeigt, dass bei einer spezifischen …mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

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Beurteilung der Behandelbarkeit von Abwasser mit Ozon

Es ist bekannt, dass eine Ozonung von Ab-#wässern mit spezieller Belastung, z.B. auf Grund bedeutender Industrieeinleiter, zu einer Erhöhung der Toxizität führen kann (siehe Beitrag im Newsletter Nr. 5). Ebenfalls ist bekannt, dass Abwässer mit hohen Bromid-Konzentrationen für eine konventionelle Behandlung mit Ozon nicht geeignet sind (siehe Beitrag „Bromid im Abwasser“). Um diese Abwässer rechtzeitig identifizieren zu können, beispielsweise im Rahmen von Variantenstudien, wurde ein Testverfahren entwickelt (einen umfassenden Beschrieb dieser Untersuchungen finden Sie hier).
Wir arbeiten gegenwärtig daran, dass diese Vorabklärungen künftig routinemässig durch private Umweltlabors durchgeführt werden können. Zudem planen wir für 2016 im Rahmen von Workshops den Wissenstransfer …mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

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Betriebsüberwachung/Betriebssicherheit

Die Sicherheits-Datenblätter zu Ozon, Pulveraktivkohle und Reinsauerstoff sowie ein Übersichtsbericht über mögliche Methoden zur Online-Betriebsüberwachung befinden sich in der Abschlussphase und werden im Lauf des nächsten Jahres auf www.micropoll.ch veröffentlicht.

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Kennzahlen

Das erarbeitete Tool zur Erfassung vergleichbarer Energie- und Kostenkennzahlen von Stufen zur Elimination von Mikroverunreinigungen ist bereits sehr weit entwickelt. Es wird voraussichtlich im Frühling 2016 in eine Vernehmlassung geschickt sowie durch verschiedene Kläranlagenbetreiber getestet …mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

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Verordnung des UVEK zur Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen bei Abwasserreinigungsanlagen

– Stand: Ämterkonsultation Ende November 2015 abgeschlossen, Start der Anhörung im Januar 2016, voraussichtliches Inkrafttreten im 3. Quartal 2016.
In der GSchV wird ein Reinigungseffekt von 80% an organischen Spurenstoffen gegenüber Rohwasser gefordert, der anhand ausgewählter Substanzen periodisch überprüft werden soll. Aktuell wird daher in Zusammenarbeit mit kantonalen Fachstellen, Fachverbänden und der Forschung eine departementale Verordnung des UVEK erarbeitet, die 12 ausgewählte Substanzen zur Überprüfung des Reinigungseffekts festlegt und Vorgaben zur Berechnung des Reinigungseffekts macht. Die Verordnung wird im Januar 2016 in eine dreimonatige Anhörung gehen.

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_7_deutsch_FINAL_23122015.pdf

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Tagung: Elimination von Mikroverunreinigungen – Elimination des micropolluants

Die Präsentationen der VSA-Fachtagung „Elimination von Mikroverunreinigungen“ in Bern am 11.11.2015sind hier verfügbar.
https://www.vsa.ch/de/publikationen/tagungsberichte/641/

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