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Die Kläranlage als Klimakiller?

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Klassische Kläranlagen in der Schweiz produzieren Biogas, indem sie den Klärschlamm ausfaulen. Wird der ausgefaulte Klärschlamm in offenen Behältern zwischengelagert, können bedeutende Mengen an Methan in die Atmosphäre entweichen.
Da Methan eine bis zu 35-mal höhere Wirkung auf das Klima hat als CO2, fördert die Stiftung Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) mit einem spezifischen Programm Massnahmen zur Reduktion der Methanemissionen in Kläranlagen.

Im Rahmen dieses Klik-Förderprogramms analysiert HOLINGER in der ARA Birs …mehr:
http://de.holinger.com/news/details/?tx_ttnews%5Byear%5D=2016&tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&tx_ttnews%5Bday%5D=11&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2836&cHash=a5f603afdcbf595e8b2f7f656f6b684d

 

 

Ergebnis bei Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst: Lohnerhöhung um 4,75 Prozent, sichere Altersversorgung und neue Entgeltordnung

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Bei den Tarifverhandlungen für die 2,14 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gibt es eine Einigung. In Potsdam stellte ver.di-Verhandlungsführer Frank Bsirske ein Gesamtpaket vor, das die Sicherung der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung, eine neue Entgeltordnung für 1.088 Tätigkeiten und eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 4,75 Prozent beinhaltet – 2,4 Prozent ab 1.März 2016 und 2,35 Prozent ab 1.Februar 2017. Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Schritten um insgesamt 65 Euro erhöht – 35 Euro ab 1. März 2016 und 30 Euro ab 1. Februar 2017. „Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der die Reallöhne deutlich erhöht, die Kaufkraft stärkt und dazu beiträgt, den öffentlichen Dienst in Deutschland attraktiver zu machen“, sagte Bsirske. Die Warnstreiks von 100.000 Beschäftigten kurz vor den Tarifverhandlungen hätten für eine Beschleunigung der Gespräche gesorgt und einen akzeptablen Kompromiss ermöglicht.

Bis zuletzt hatten die Verhandlungspartner um eine Lösung für die betriebliche Altersversorgung gerungen, die bis zu einem Drittel der Rentenansprüche ausmacht. Dabei konnte eine Rentenkürzung verhindert werden. Der für eine zehnjährige Laufzeit gefundene Tarifkompromiss sieht vor, dass bei Kassen, bei denen finanzieller Handlungsbedarf besteht, ein zusätzlicher Arbeitnehmer-Eigenbeitrag in Höhe von 0,4 Prozent eingeführt wird. Im gleichen Umfang haben die Arbeitgeber einen Zusatzbeitrag zu leisten. Sofern Überschüsse entstehen, werden die Beiträge für beide Seiten gesenkt. Eine ähnliche Vereinbarung hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bereits für den Tarifbereich der Bundesländer abgeschlossen.

Die neue Entgeltordnung bringt für einen großen Teil aller Berufe im öffentlichen Dienst auch eine finanzielle Aufwertung. Die Tarifvertragsparteien hatten mehrere Jahre über die Neubewertung von 1.088 der rund 4.000 Tätigkeitsmerkmale verhandelt und sich verständigt, die entstehenden Mehrkosten paritätisch aufzubringen. Die Gewerkschaften erklärten sich bereit, die Jahres-Sonderzahlung um vier Prozentpunkte abzusenken und für drei Jahre einzufrieren, um Mehrkosten der Arbeitgeber hälftig zu kompensieren. In der Frage der tariflichen Ausschlussregelung für sachgrundlose Befristungen konnte keine Einigung erzielt werden.

Quelle: ver.di

Mehr Informationen zu den Ergebnissen und der vorläufigen Entgelttabellen:
https://klaerwerk.info/Tarif–und-Arbeitsrecht
https://klaerwerk.info/Tarif–und-Arbeitsrecht/Entgelttabellen-TVoeD-20122013

 

 

Drogen im Abwasser – mehr als ein Medienhype

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Der Kulturingenieur Christoph Ort gehört zu den Forschenden der Eawag, deren Arbeit in den Medien in letzter Zeit auf besonders grosses Echo gestossen ist. Sein Thema «Drogen im Abwasser» ist den Journalisten im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren. Dass ein grosses Medienecho für einen Wissenschaftler ein Gewinn sein kann, aber auch einige Nachteile mit sich bringt, erzählt Ort in diesem Interview.

Sie sorgen mit der Erforschung von Drogenrückständen im Abwasser seit Jahren für Schlagzeilen. Allein im Jahr 2015 sind weit mehr als 200 Medienberichte erschienen.

Zu Beginn muss ich darauf hinweisen, dass ich nicht alleine bin. Wir sind mittlerweile über 30 Forschungsgruppen in 27 Ländern, mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9ad54c86e83037649572642b6d153d6

Interview: Mirella Wepf

 

 

Drogen im Abwasser – mehr als ein Medienhype

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Der Kulturingenieur Christoph Ort gehört zu den Forschenden der Eawag, deren Arbeit in den Medien in letzter Zeit auf besonders grosses Echo gestossen ist. Sein Thema «Drogen im Abwasser» ist den Journalisten im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren. Dass ein grosses Medienecho für einen Wissenschaftler ein Gewinn sein kann, aber auch einige Nachteile mit sich bringt, erzählt Ort in diesem Interview.

Sie sorgen mit der Erforschung von Drogenrückständen im Abwasser seit Jahren für Schlagzeilen. Allein im Jahr 2015 sind weit mehr als 200 Medienberichte erschienen.

Zu Beginn muss ich darauf hinweisen, dass ich nicht alleine bin. Wir sind mittlerweile über 30 Forschungsgruppen in 27 Ländern, mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/drogen-im-abwasser-mehr-als-ein-medienhype/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9ad54c86e83037649572642b6d153d6

Interview: Mirella Wepf

Die verkannte Gefahr der supersparsamen Waschmaschine

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Die Haushaltsgeräte-Industrie feiert sich für ihre immer sparsameren Technologien. Doch der dramatisch sinkende Wasserverbrauch der Geräte ist für Verbraucher eher Fluch als Segen.

Seine Majestät Carl XVI. Gustav würde seinen Untertanen am liebsten die Badewanne verbieten. Zuletzt rief er sie dazu auf, lieber zu duschen – um Wasser zu sparen. Deutsche Wasserversorger dürften heilfroh …mehr:

http://www.welt.de/wirtschaft/article152318777/Die-verkannte-Gefahr-der-supersparsamen-Waschmaschine.html

 

 

Befragung zur „Kläranlage der Zukunft“

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Welche Kriterien sind bei der Bewertung von Abwassertechnologien und Bewirtschaftungsmaßnahmen auf Kläranlagen wichtig? Welche Entwicklungen setzen sich bis zum Jahr 2030 durch? Welche Hemmnisse sind dabei zu erwarten?

Dazu befragt die inter 3 GmbH …mehr:
Unter https://www.soscisurvey.de/esiti/ geht’s direkt zum Fragebogen.

Quelle: DWA KA Heft 4-2016 

 

Rückblick 17. Dresdner Abwassertagung

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17. / 18. März 2015
Abwasserfachfrauen und -männer zu Gast an der Elbe in Dresden

Dresdner Abwassertagung entwickelt sich zum wichtigsten ostdeutschen Branchentreff
Am 18. März 2015 tagten im Dresdner Internationalen Congress Center 550 Wasser- und Abwasserexperten aus ganz Deutschland. Die 17. Ausgabe der Dresdner Abwassertagung verzeichnet erneut einen Teilnehmerrekord und festigt ihren Ruf als bedeutendste Veranstaltung Ostdeutschlands.

Die nachfolgend aufgeführten Vorträge kann man unter http://www.dresdner-abwassertagung.de/17-dresdner-abwassertagung.html nachlesen:

– Die DWA ist am Ball
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Die DWA ist am Ball.pdf
Aktuelle Schwerpunktthemen und Regelwerksarbeit rund um den Kanal und die Kläranlage
Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke
Vorsitzender des DWA-Landesverbandes Sachsen/Thüringen

– Generation Y – die Arbeitswelt von morgen
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Generation Y.pdf
Dr. Steffi Burkhart
Seminarentwicklerin und Akademie-Leiterin bei „GEDANKENtanken“

– Fachkräftenachwuchs = Mangelware?
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Fachkraeftenachwuchs gleich Mangelware.pdf
Aktuelle Ansprüche der Arbeitswelt an den Fachkräftenachwuchs und die Wirklichkeit
Holger Küster
Vorsitzender der Geschäftsführung Randstad Professionals, Personaldienstleister

– Prozess der Re-Investitionsplanung bei abwassertechnischen Anlagen
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Re-Investitionen.pdf
Strategien, Einflussfaktoren, Vorgehensweise: Erfahrungen der Emschergenossenschaft/Lippeverband
Dr. Maria Fruhen-Hornig
Betriebsmanagerin Westliche Emscher

– Preiskampf und Vergaberecht
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Preiskampf und Vergaberecht.pdf
Sachstand, Entwicklungstendenzen und wenig genutzte Möglichkeiten des Vergaberechts
Dr. Ludger Meuten
Fachanwalt Verwaltungsrecht, Battke Grünberg, Rechtsanwälte PartGmbB

– Dienstleistungen richtig ausschreiben und werten
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Dienstleistungen richtig ausschreiben.pdf
Billig gewinnt. Das muss nicht sein. Preis und Leistungswerte als kombinierte Vergabekriterien am Fallbeispiel
Dr. Tobias Hänsel
RA und FA für Bau- und Architektenrecht, Kiermeier Haselier Grosse

– Netzwerk „Hochwasser-Hilfe“
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Netzwerk Hochwasserhilfe.pdf
Eine neue Initiative des DWA-Landesverbandes Sachsen/Thüringen sucht Mitspieler
Torsten Kunad
Zweckverband Kommunale Wasserver-/ Abwasserentsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland“ Hainichen

– Gütesicherung im Kanalbau – der Qualität verpflichtet
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Guetesicherung im Kanalbau.pdf
Verantwortung übernehmen, Erfahrungen und Zuverlässigkeit fordern
Dieter Walter
Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen e. V. – Güteschutz Kanalbau

Unterscheidung: Altrohrzustand II oder III ?
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Georadar.pdf
– weitergehende Untersuchungen mit Georadar
Markus Maletz
Europa Ingenieur beim TÜV Rheinland Industrie Service GmbH

Schachtabdeckungen für die Ewigkeit?
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Schachtdeckel.pdf
Wir haben es selbst in der Hand!
Daniel Kalweit
Kanalsanierung, Stadtentwässerung Dresden

Die Toilette als Mülleimer
http://www.dresdner-abwassertagung.de/files/pdf/Vortraege2015/Die Toilette als Muelleimer.pdf
– alte Gewohnheiten und neue Gefahren
Daniel Jentzsch
Kommunale Wasserwerke Leipzig, Fachbereichsleiter Hauptklärwerk Rosental

Quelle: http://www.dresdner-abwassertagung.de/17-dresdner-abwassertagung.html

 

 

Referenten gesucht – DWA Landesverbandstagung 2017

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Nach dem Erfolg bei der Landesverbandstagung 2015 möchte der DWA Landesverband Sachsen/Thüringen auch bei der Landesverbandstagung am 17. Mai 2017 in Weimar ein einstündiges Innovationsforum durchführen. Im Rahmen von Kurzbeiträgen soll der Kern der Innovationen vorgetragen werden. Ein schriftlicher Beitrag und die Möglichkeit zur Posterpräsentation dienen der ausführlichen Erläuterung. Ziel ist es, einen breiten Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu aktivieren. Deshalb sollen die Beiträge sowohl aus der Wissenschaft und Forschung als auch von Betreibern, Planern, Aufsichtsbehörden, Ausrüstern und Herstellern eingereicht werden.

Der Call for Abstracts ist im Internet unter www.dwa-st.de (Menüpunkt „Veranstaltungen Landesverbandstagung“) veröffentlicht. Einsendeschluss für die Einreichung ist der 30. April 2016.

Industrieausstellung
Eine Industrieausstellung, auf der 80 Fachunternehmen der Branchen Abwasser- und Abfalltechnik sowie des Wasserbaus und der Gewässerunterhaltung ihre Produkte, Leistungen und Neuentwicklungen präsentieren, begleitet die Tagung. Informationen zur Industrieausstellung sowie das Anmeldeformular sind im Internet veröffentlicht.

Bei Anmeldung bis 12. August 2016 wird die Ausstellerfirma im Tagungsprogramm aufgeführt.
www.dwa-st.de, Menüpunkt „Veranstaltungen, Landesverbandstagung“

DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen
Niedersedlitzer Platz 13,
01259 Dresden
Tel. 03 51/2 03 20 25
E-Mail: info@dwa-st.de  

 

JPI Oceans startet internationale Forschung zu Mikroplastik in Europa: einheitliche Messmethoden, Verbleib und Giftigkeit im Fokus

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Zum Start von vier internationalen Verbundprojekten unter dem Dach von JPI OCEANS, die die Auswirkungen von Mikroplastik im Meer erforschen, treffen sich Wissenschaftler  in Madrid. Ziel ist eine einheitliche Messmethodik zu Mikroplastik. In den Projekten untersuchen die Forscher außerdem, wie sich die winzigen Plastikpartikel auf marine Ökosysteme auswirken.

Mikroplastik-Proben der Chespepeake Bay, der größten Flussmündung der USA, die in den Atlantischen Ozean fließt.
Mikroplastik bezeichnet Plastikteilchen, die weniger als fünf Millimeter groß sind. Diese Teilchen entstehen, wenn Plastikmüll im Meer von Wellen und von der UV-Strahlung immer weiter zerkleinert wird, bis er mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen ist. Doch nicht nur Plastiktüten und sonstiger Kunststoffabfall sind Ursache für die große Menge an Mikroplastik im Meer: Auch Plastikkügelchen, die in Peeling-Cremes und in Zahnpasta vorkommen, werden von Kläranlagen nicht herausgefiltert und gelangen mit dem Abwasser ins Meer. Das Gleiche gilt für winzige Kunststofffasern, die bei jedem Waschgang aus synthetischer Kleidung gelöst werden.

Das winzig kleine Mikroplastik ist so beständig, dass es in Form immer kleinerer Partikel über Jahrzehnte fortbesteht und sich im Wasser ansammelt. Dort geben die Plastikteilchen giftige Schadstoffe wie Flammschutzmittel und Weichmacher in die Umwelt ab. Im Meer wird das Mikroplastik dann von Meerestieren und Vögeln mit der Nahrung aufgenommen und gelangt so in die Nahrungskette. Bisher ist jedoch unklar, wie gefährlich die Plastikteilchen für die Natur und schließlich auch für den Menschen sind.

Eine internationale Förderinitiative von zehn Ländern, in der Deutschland durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) vertreten wird, soll das ändern. Das BMBF betont, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen ist, da es sich bei der Verschmutzung durch Mikroplastik um ein grenzüberschreitendes Problem handele. Eingebettet ist die Ausschreibung zu Mikroplastik in marinen Systemen in die zwischenstaatliche Koordinierungsinitiative Joint Programming Initiative Healthy and Productive Seas and Oceans (JPI Oceans). Beim Kick-off-Meeting in Madrid stellen die Forscher heute ihre Forschungsvorhaben vor und diskutieren, wie ihre Ergebnisse letztendlich in die europäische und weltweite Gesetzgebung einfließen können.

Ein erster Schritt zur Erforschung von Mikroplastik ist die Entwicklung von international einheitlichen Messmethoden, um Ergebnisse aus verschiedenen Regionen miteinander vergleichen zu können. Diesem Ziel widmet sich das Verbundprojekt BASEMAN. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Gunnar Gerdts, der die winzigen Plastikteilchen gemeinsam mit dem Chemiker Dr. Sebastian Primpke am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven erforscht. „Was die Aufbereitung von Mikroplastik-Proben angeht, sind die von unterschiedlichen Laboren verwendeten Methoden schwer vergleichbar. Wir wollen für die Methoden, mit denen die Proben aufgearbeitet und anschließend gemessen werden, ein standardisiertes Verfahren entwickeln, um die Art und Menge von Plastikteilchen, die sich im Meer befinden, vergleichbar zu bestimmen“, beschreibt Primpke das Ziel ihrer Forschung. „BASEMAN soll einen Vorschlag machen, was die besten Methoden sind, Mikroplastik aus den verschiedenen Arten von Proben herauszutrennen, um es dann in verschiedenen Laboren mit höchster Vergleichbarkeit vermessen zu können.“

Da es sich bei Mikroplastik um ganz verschiedene Kunststoffe handelt und die Teilchengröße von fünf Millimeter bis zu wenigen Nanometer rangiert, sind unterschiedliche Methoden zur Analyse notwendig. Hinzu kommt, dass sowohl Wasser- als auch Bodenproben sowie Gewebeproben von Meerestieren untersucht werden müssen.
Im Projekt WEATHER-MIC soll erforscht werden, was langfristig mit dem Mikroplastik in der marinen Umwelt geschieht. Dabei wird nicht nur der Zerfall in immer kleinere Teilchen unter die Lupe genommen und welche Umweltfaktoren ihn hauptsächlich beeinflussen. Auch welche Auswirkungen die Verwitterung auf Verbleib und Effekte von Plastikpartikeln hat, wird im Rahmen von WEATHER-MIC geklärt. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Annika Jahnke vom Leipziger Helmholtz Zentrum für Umweltforschung: „Vom Treffen in Madrid erhoffe ich mir, dass wir Synergien zwischen den Projekten finden, sodass sich die verschiedenen Partner optimal ergänzen können. Ich bin zum Beispiel schon angefragt worden, wie wir die Verwitterung von Plastik simulieren. Im Labor beschleunigen wir den Prozess, weil es sonst viele Jahre dauern würde. Wenn wir in den verschiedenen Projekten die gleichen Materialien und Methoden anwenden, können wir eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicherstellen.“

Ein weiteres Gebiet, das in den kommenden drei Jahren untersucht wird, betrifft die Giftigkeit von Mikroplastik. Die beiden Projekte PLASTOX und EPHEMARE, die sich mit den ökotoxikologischen Auswirkungen von Mikroplastik auf marine Ökosysteme beschäftigen, werden von norwegischen und spanischen Wissenschaftlern koordiniert. Untersucht werden soll beispielsweise, wie viel Mikroplastik von Tieren aufgenommen wird und ob es giftige Stoffe in den Körper der Tiere abgibt. Erhoben wird auch, ob Rückstände von Plastik im Körper verbleiben und in der Nahrungskette aufsteigen, wenn die Tiere gefressen werden. Erst dann kann die von Mikroplastik ausgehende Gefahr für Mensch und Natur in vollem Umfang eingeschätzt werden.

Da Kunststoff erst seit etwa 60 Jahren weltweit in riesigen Mengen produziert wird, handelt es sich bei Mikroplastik um eine relativ neue Umweltverschmutzung. Dementsprechend gibt es noch keine gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Die gemeinsame Initiative soll nun die Grundlage für den weiteren Umgang mit Mikroplastik bilden.

http://jpi-oceans.eu/ecological-aspects-microplastics
 

 

Stadt Münster nutzt Regenwasser für Straßenreinigung

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Seit Anfang Januar werden die Großkehrmaschinen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) für die Reinigung der Straßen nicht mehr mit Trinkwasser…

http://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/einzelansicht/Artikel/stadt-muenster-nutzt-regenwasser-fuer-strassenreinigung.html