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IT-Sicherheit in der Wasserwirtschaft: Risiko Wasserversorgung?

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Mit dem Paket aus IT-Sicherheitsgesetz und Kritis-VO (Kritische Infrastrukturen-Verordnung) fordert der Gesetzgeber Maßnahmen zum Schutz zentraler Infrastrukturen gegen Cyberangriffe. Davon sind auch Einrichtungen der Wasserversorgung betroffen.

Das sollten Sie wissen …
Das Europäische Parlament hat Anfang Juli in zweiter Lesung die Richtlinie über Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen (NIS-Richtlinie) verabschiedet. Die Richtlinie entspricht in weiten Teilen des Mitte 2015 in Kraft getretenen deutschen IT-Sicherheitsgesetzes. Die neuen Vorschriften sind Kernstück der EU-Cyber-Sicherheitsstrategie und legen verbindliche Sicherheitsbestimmungen und Berichtspflichten für „Betreiber wesentlicher Dienste“

Wer ist betroffen?
Auf Basis des Entwurfs der Kritis-VO vom Januar 2016 wurden hinsichtlich der Wasserwirtschaft folgende Kriterien festgelegt, wie Certigo berichtet:
• Abwasserbeseitigung: Kanalisation, Kläranlagen und Leiteinrichtungen, sofern 500 000 oder mehr Menschen von deren Verfügbarkeit abhängig sind.
• Wasserversorgung: Gewinnungsanlagen, Wasserverteilsysteme, Wasserwerke, Aufbereitungsanlagen oder Leiteinrichtungen, die 21,9 Millionen m3 Wasser im Jahr oder mehr gewinnen, verteilen, aufbereiten oder in Bezug auf Leiteinrichtungen gesteuert/überwacht oder transportiert werden.

Mehr unter:
http://www.process.vogel.de/risiko-wasserversorgung-a-549569/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654
 

 

AQS Baden-Württemberg: Vorträge auf der Jahrestagungen

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Vorträge auf der Jahrestagung 2015/2016 zum Nachlesen  
•  Neues zu den Notifizierungsverfahren im Umweltbereich 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Hornung_Notifizierungen_Umweltbereich.pdf
Rechtliche Grundlagen für die Bearbeitung von bodenrechtlichen Schadensfällen am Beispiel der PFC-Problematik im Raum Rastatt/Baden-Baden
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Stoll_Rechtliche_Grundlagen_PFC.pdf
Trinkwasseruntersuchungsstellen – Zulassung und weitere Anforderunge 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Bauer_Trinkwasser.pdf
Neues aus dem Grundwassermessnetz 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Feuerstein_Grundwassermessnetz.pdf
Die Ringversuche der AQS Baden-Württemberg 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Baumeister_Ringversuche_2015-2016.pdf
Die Ringversuche des Instituts für Hygiene und Umwelt in Hamburg 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Ludwig-Baxter_RV_HU.pdf
Die neue DIN 38402 – A51 zur linearen Kalibrierung von Analysenverfahren 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Koch_A51.pdf
Analytik von PFC mittels HPLC-MS/MS und von Organofluor mittels Combustion Ion Chromatography (CIC – Möglichkeiten und Grenzen) 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT16_Lange_PFC-Analytik.pdf

Vorträge auf der Jahrestagung 2014/2015, 12. März 2015
•  Aktuelles aus dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Stark_Aktuelles_aus_dem_UM.pdf
Stand der Notifizierungsverfahren, AQS-Forum 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Hornung_Notifizierungsverfahren.pdf
Untersuchungen von organischen Spurenstoffen im GW-Überwachungprogramm Teil 2  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Feuerstein_Spurenstoffe_GW-Messnetz.pdf 
Trinkwasseruntersuchungsstellen und Berichtspflichten nach TrinkwV 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Eversberg_Trinkwasseruntersuchungsstellen.pdf 
Wasserringversuche 2014 Planung 2015  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Baumeister_Ringversuche_2014-2015.pdf
Ringversuche 2014/2015 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Ludwig-Baxter_Ringversuche_HH.pdf
Alternative Verfahren nach TrinkwV 2001 in der Mikrobiologie – Anwendung und Beurteilung in Ringversuchen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Luden_Alternative_Verfahren.pdf
Messunsicherheit in der Trinkwasseranalytik – Abschätzung, Größenordnung, Bedeutung 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Koch_Messunsicherheit_in_der_Trinkwasseranalytik.pdf
Messunsicherheit in der Mikrobiologie 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Luden_Messunsicherheit_Mikrobiologie.pdf
4. Reinigungsstufe auf Kläranlagen in BW: Spurenstoffanalytik und Erfahrungen zur Reinigungsleistung 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Metzger_4.Reinigungsstufe.pdf
Indikatorparameter für die 4. Reinigungsstufe – Analytik  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Kuch_Indikatorparameter-RV.pdf
Indikatorparameter für die 4. Reinigungsstufe – Erkenntnisse aus bisherigen Ringversuchen in Trinkwasser 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT15_Koch_Indikatorparameter-RV.pdf

Vorträge auf der Jahrestagung 2013/2014, 13. März 2014  
•  Aktuelles aus dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Stark_Aktuelles_aus_dem_UM.pdf
Aktuelles zu den Notifizierungsverfahren Abwasser / Abfall / Boden und Altlasten  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Hornung_Aktuelles_zu_den_Notifizierungsverfahren.pdf
Untersuchungen von organischen Spurenstoffen im GW-Überwachungprogramm 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Feuerstein_Grundwassermessnetz.pdf
Trinkwasseruntersuchungsstellen – Zulassung und weitere Anforderungen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Ammon_Trinkwasseruntersuchungsstellen.pdf
Wasserringversuche 2013 – Planung 2014 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Baumeister_Ringversuche_2013-2014.pdf
Ringversuche im Wasser / Ringversuchspläne 2013 / 2014 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Ludwig-Baxter_Ringversuche_HH.pdf
Aktueller Stand und Entwicklungen bei den Mikrobiologie-Ringversuchen des NLGA und die mikrobiologischen Verfahren der TrinkwV und ihre Anwendung im Ringversuchssystem – Alternative Verfahren/geänderte ISO-Normen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Heinemeyer_Luden_Mikrobiologische%20Ringversuche.pdf
Erfahrungen aus den Probennahme-Ringversuchen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Koch_PN-Ringversuche.pdf
Schutzzielorientierte Überwachung der Biota-UQN für prioritäre Stoffe der WRRL 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Lepom__WRRL.pdf
Analysenverfahren in der Abwasserverordnung 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT14_Wunderlich_Analysenverf-AbwV.pdf

 

Vorträge auf der Jahrestagung 2012/2013, 7. März 2013  
•  Aktuelles aus dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Stark_Aktuelles_aus_dem_UM.pdf
Neuerungen bei den Fachmodulen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Hornung_%20Neuerungen_bei_den_Fachmodulen.pdf
Leitfaden Probennahme 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Feuerstein_Leitfaden_Probennahme.pdf
Neuerungen bei der Trinkwasserverordnung und Meldeverfahren für Untersuchungsergebnisse 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Bauer_Trinkwasser.pdf
Wasserringversuche 2012 – Planung 2013 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Baumeister_Ringversuche_2012-2013.pdf 
Ringversuche im Trinkwasser / Ringversuchspläne 2012 / 2013 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Ludwig-Baxter_RV_Hamburg.pdf
Probenahme für die organische Spurenstoffanalytik 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Sacher_Probennahme_Spurenstoffanalytik.pdf
Von der Probenahme bis zur Probenaufarbeitung: Beispiele für systematische Fehler und Gegenmaßnahmen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Oehme_Probenahme-Extrakteinengung.pdf
Messunsicherheitsabschätzung nach DIN ISO 11352 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Koch_Messunsicherheitsabschaetzung.pdf
Bewertung von Akkreditierungsverfahren – Teilaspekte der Auswertung einer fortlaufenden Umfrage 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT13_Platen_Umfrage-Akkreditierung.pdf

Vorträge auf der Jahrestagung 2011/2012, 15. März 2012  
•  Aktuelles aus dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Stark_Aktuelles%20aus%20dem%20UM.pdf
Aktuelles zu den Notifizierungen in den Bereichen Abwasser, Abfall und Boden/Altlasten 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Hornung_Notifizierungen.pdf
Entwicklung der Pflanzenschutzmittelbelastung im Grundwasser  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Feuerstein_PSM%20im%20Grundwasser.pdf
Untersuchungsstellen nach §15(4) TrinkwV  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Baumgart_Untersuchungsstellen_nach_TrinkwV.pdf
Wasser-Ringversuche 2011 – Planung 2012 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Baumeister_Ringversuche_2011-2012.pdf
Ringversuche im Trinkwasser / Ringversuchspläne 2011/2012 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Ludwig-Baxter_Ringversuche_2011-2012.pdf
Charakteristische Funktionen aus Ringversuchsdaten – Hilfen zur Messunsicherheitsabschätzung 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Koch_Charakteristische_Funktionen.pdf
Probennahme und Analytik von Gebäudeschadstoffen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Kessel_Gebaeudeschadstoffe.pdf
Wichtige Änderungen für die Laboratorien nach der neuen Trinkwasserverordnung 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Borchers_TrinkwV.pdf
U. Borchers: Die Revision der Trinkwasserverordnung von 2001 – Was ist neu?
Vom Wasser – Das Journal 109 (2011) 1, 1-30
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/Borchers_TrinkwV_Vom_Wasser_1-2011.pdf
Umsetzung der neuen Trinkwasserverordnung bei der Analytik und Sanierung von Legionellenkontaminationen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Fleischer_legionellen-und-sanierung.pdf
Herausforderungen an die Probenahme für mikrobiologische Parameter 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT12_Luden_Probenahme.pdf 

Vorträge der Jahrestagung 2010/2011, 31. März 2011  
•  Aktuelles aus dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Stark_Aktuelles%20aus%20dem%20UVM.pdf
Aktuelles zu den Notifizierungen in den Bereichen Abwasser und Abfall 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Hornung_Notifizierungsverfahren.pdf
Nichtrelevante Metaboliten im Grundwasser  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Feuerstein_Nichtrelevante_Metaboliten.pdf
Untersuchungsstellen nach§ 15 Abs. 4 TrinkwV 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Ammon_Trinkwasserlabore.pdf
Wasser-Ringversuche 2010 – Planung 2011  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Baumeister_Ringversuche.pdf
Ringversuche im Trinkwasser / Ringversuchspläne 2010/2011 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Ludwig-Baxter_Ringversuche_BSG.pdf
Ringversuche zur Probennahme von Abwasser – Entwicklungsstand  
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Koch_Probennahmeringversuche.pdf
Konsens- oder Referenzwerte in Ringversuchen – Möglichkeiten und Grenzen 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Koch_Konsens-_%20oder_%20Referenzwerte.pdf
Akkreditierung in Deutschland – Erfahrungen mit der DAkkS 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Burggraef_Erfahrungen_mit_der_DAkkS.pdf
Bewertung von streuenden Analyseergebnissen einer Haufwerksbeprobung im Zusammenhang mit der DepV und der PN98 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Nagel_Haufwerksbeprobung.pdf
Aktuelle Normungsprojekte im Bereich Qualitätssicherung in der Wasseranalytik 
  http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/JT11-Donnevert_Aktuelle_Normung_UA6.pdf

 

 

DWA-Themenband „Technische Maßnahmen zur Behandlung von erhöhten Mischwasserabflüssen in der Kläranlage“

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Die DWA hat den Themenband 3/2016 „Technische Maßnahmen zur Behandlung von erhöhten Mischwasserabflüssen in der Kläranlage“ veröffentlicht.

Der Mischwasserzufluss zur Kläranlage ist eine maßgebende Schnittstelle zwischen der Mischwasserbehandlung und der Abwasserreinigung und beeinflusst in starkem Maße das erforderliche Volumen für die Mischwasserbehandlung im Netz aber auch die Größe der Bauwerke, die einer hydraulischen Dimensionierung unterliegen. Als einen wesentlichen Schwerpunkt enthält der Themenband eine Übersicht über technische Maßnahmen zur Mischwasserbehandlung im Bereich der Kläranlage. Diese ergänzen die bekannten Maßnahmen im Kanalnetz, wie z. B. Speicherung in Regenüberlaufbecken, Abflusssteuerung, etc. und stellen vor dem Hintergrund der Ausnutzung vorhandener bzw. der Erweiterung von Kapazitäten zur Behandlung von Mischwasser auf der Kläranlage eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Gesamtemissionen aus Kanalnetz und Kläranlage dar.

Ziel des vorliegenden Themenbandes ist es, bei gleichbleibenden oder verringerten Gesamtemissionen im Einzugsgebiet einer Kläranlage:
●● technische Maßnahmen zur erhöhten Behandlung von Mischwasser auf Kläranlagen (kontinuierlich durchflossene einstufige Belebungsanlagen) aufzuzeigen,
●● die Leistungsfähigkeit und Anwendungsgrenzen dieser Maßnahmen darzustellen und
●● Möglichkeiten zur Nachweisführung für die praktische Umsetzung der Maßnahmen zu erläutern.

Für die Einschätzung möglicher Maßnahmen wurden deren Leistungsfähigkeit, vorliegende Betriebserfahrungen und falls verfügbar, potenzielle Möglichkeiten zum Nachweis der Wirksamkeit der Verfahren für die praktische Umsetzung zusammengestellt. Zielgruppe des Themenbandes sind Entscheidungsträger, Betreiber und Ingenieurbüros.  

DWA-Themenband T3/2016
„Technische Maßnahmen zur Behandlung von erhöhten Mischwasserabflüssen in der Kläranlage“
August 2016, 46 Seiten
ISBN 978-3-88721-284-1
Ladenpreis: 66,00 Euro
fördernde DWA-Mitglieder: 52,80 Euro

Herausgeber und Vertrieb
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall e. V.
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
Fax 0 22 42/872-100
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

Leiter der Allianz Lebensversicherung: „Investitionen in Abwasserkanal bringt deutlich höhere Verzinsung als Staatsanleihen“

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Thomas Wiesemann, Leiter der Allianz Lebensversicherung, erklärte in einem Interview gegenüber Focus-Online, dass sie den neuen Abwasserkanal in London mitfinanzieren. Dies und weitere Investitionen, wie Parkuhren in Chicago, Erneuerbare Energien, Autobahnen, Raststätten und Tankstellen sowie Gaspipelines brächten eine deutlich höhere Verzinsung als Staatsanleihen und das mit einer großen Stabilität.

Die Allianz beteiligt sich in einem Konsortium an Investitionen für die Londoner Kanalisation. Das Konsortium besteht aus Pensionsfonds und anderen langfristigen Investoren, die bis zu 1,275 Milliarden GBP in den Thames Tideway Tunnel investieren.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/allianz-allianz-chef-erklaert-darum-ist-das_id_5851848.html

https://www.allianz.com/de/presse/news/finanzen/beteiligungen/150827_allianz-investiert-in-den-thames-tideway-tunnel.html/
 

 

Mit Amöben gegen Legionellen – Startschuss fürs erste biologische Biozid in Deutschland

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Das Unternehmen Aqua-concept darf das biologische Biozid Biomeba ab sofort deutschlandweit für die Bekämpfung der Mikrobiologie in Verdunstungskühlanlagen und Rückkühlwerken testen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat grünes Licht gegeben.
Lesen Sie, was das Biozid kann.
Gräfelfing – Biomeba ist ein Produkt des französischen Unternehmens Amoeba und hat sich dort bereits seit rund fünf Jahre in der Industrie etabliert, wie zahlreiche französische Referenzprojekte zeigen. Aqua-concept kooperiert seit Dezember 2015 mit Amoeba und hat sich die Exklusivrechte für den deutschlandweiten Testbetrieb

http://www.process.vogel.de/mit-amoeben-gegen-legionellen-startschuss-fuers-erste-biologische-biozid-in-deutschland-a-549345/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654
 

 

Doppelte Ernte auf gleicher Fläche

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In luftiger Höhe fangen Solarpanels Sonnenenergie auf. Darunter gedeiht Gemüse. So gewinnen Forscher doppelten Ertrag von der gleichen Fläche. Ihre Anlage, die erste in Deutschland, startet jetzt am Bodensee

Die Idee, landwirtschaftliche Flächen doppelt zu nutzen, hatte der Gründer des Fraunhofer Instituts für Solarenergie bereits in den 80er Jahren. Damals erschien Anton Goetzbergers Idee utopisch. Photovoltaik wurde lediglich in der Raumfahrt genutzt. Die BMBF-Förderung im FONA-Programm Nachhaltiges Landmanagement lässt seine Idee nun Realität werden. Die erste sogenannte APV-Anlage geht im baden-württembergischen Heggelbach in Betrieb.

Bis zum Jahr 2019 erforschen die Fraunhofer-Wissenschaftler, gemeinsam mit ihren Partnern wie den Landwirten des Demeter-Hofes Heggelbach die gleichzeitige Ernte von Solarenergie und Ackerfrüchten auf einer Fläche. Die Doppelnutzung durch Agrophotovoltaik hat hohen Mehrwert in Sachen Nachhaltigkeit: Die begrenzte Ressource Land wird zweifach genutzt. Zudem ergänzen sich die oft konkurrierenden Landnutzer Energieerzeuger und Landwirtschaft.

25 Meter breit und 136 Meter lang ist das Versuchsfeld. Die Solarmodule in sechs Meter Höhe erzeugen sauberen Strom, der für rund 62 Haushalte reicht. Unter der Anlage können bequem Landmaschinen fahren und die Felder bewirtschaften.

Die Idee, landwirtschaftliche Flächen doppelt zu nutzen, hatte der Gründer des Fraunhofer Instituts für Solarenergie bereits in den 80er Jahren. Damals erschien Anton Goetzbergers Idee utopisch. Photovoltaik wurde lediglich in der Raumfahrt genutzt. Die BMBF-Förderung im FONA-Programm Nachhaltiges Landmanagement lässt seine Idee nun Realität werden. Die erste sogenannte APV-Anlage geht im baden-württembergischen Heggelbach in Betrieb.

Bis zum Jahr 2019 erforschen die Fraunhofer-Wissenschaftler, gemeinsam mit ihren Partnern wie den Landwirten des Demeter-Hofes Heggelbach die gleichzeitige Ernte von Solarenergie und Ackerfrüchten auf einer Fläche. Die Doppelnutzung durch Agrophotovoltaik hat hohen Mehrwert in Sachen Nachhaltigkeit: Die begrenzte Ressource Land wird zweifach genutzt. Zudem ergänzen sich die oft konkurrierenden Landnutzer Energieerzeuger und Landwirtschaft.

25 Meter breit und 136 Meter lang ist das Versuchsfeld. Die Solarmodule in sechs Meter Höhe erzeugen sauberen Strom, der für rund 62 Haushalte reicht. Unter der Anlage können bequem Landmaschinen fahren und die Felder bewirtschaften.

Mehr:
https://www.fona.de/

 

 

 

Fokus Phosphor-Problematik: Internationale IPW8-Konferenz in Rostock zeigt Lösungen auf

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Vom 12. bis 16. September 2016 fand in Rostock der 8. Internationale Phosphor-Workshop (IPW8) mit dem Titel „Phosphor 2020: Herausforderungen für Synthese, Landwirtschaft und Ökosysteme“ statt. 230 Wissenschaftler aus aller Welt diskutierten mögliche Lösungen, die die aktuelle Forschung für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem begrenzt verfügbaren Rohstoff Phosphor anzubieten hat. Dabei gilt es, zum einen gravierende Umweltschäden wie Gewässerüberdüngung zu vermeiden und zum anderen die für die Welternährung essenzielle Phosphorversorgung durch nachhaltige Nutzung auch in Zukunft sicherzustellen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Phosphorforschung der letzten Jahre zählen nach Auffassung der IPW8-Teilnehmer folgende Aspekte:

1. Phosphor-Düngung und Eintrag in Gewässer:
Auch die aktuellsten Forschungsergebnisse belegen, dass nach wie vor zu große Mengen Phosphor in die Gewässer gelangen. In Richtlinien verbindlich festgelegte Gewässerschutzziele werden da-her nicht erreicht. Als wichtige Ursachen hierfür identifizierten die Forscher, dass Phosphor in der intensiven Landwirtschaft immer noch zu ineffizient eingesetzt wird und die traditionellen Tests der landwirtschaftlichen Bodenuntersuchung auf pflanzenverfügbaren Phosphor das Austragsrisiko von Phosphor nicht adäquat anzeigen können. Zudem konnte nach-gewiesen werden, dass etablierte Gewässerschutzmaßnahmen (z.B. reduzierte Düngung) mitunter in den Gewässern noch keine Erfolge zeigen, weil es lange Verzögerungszeiten gibt, bis der Phosphor aus den Böden in die Gewässer ge-langt. Auch zeigte sich, dass durch Klimawandel bedingte häufigere Extremniederschläge die Mobilisierung und Auswaschung von Phosphor fördern.

2. Verbesserung der Untersuchungsmethoden:
In den letzten Jahren konnten zahlreiche Analysemethoden so verfeinert werden, dass nun eine Vielzahl von Phosphorverbindungen, beispielsweise der Unkrautvernichter Glyphosat, in der Umwelt nachgewiesen und ihre Umsetzung nachvollzogen werden können. In der Forschung werden bereits sehr anspruchsvolle spektroskopische Methoden, Isotopentechniken sowie auch Teilchenbeschleuniger für viele Fragestellungen eingesetzt, um Phosphor-Verbindungen und -umsetzungen mit größter Detailliertheit zu erforschen.

3. Phosphor-Recycling und -Synthese:
Erstmals wurden im Rahmen eines IPW verschiedene Technologien für Phosphor-Recycling und chemische Katalyse mit Phosphorverbindungen als zukunftsweisende Strategie für einen nach-haltigen Umgang mit Phosphor diskutiert. Dabei wurden sowohl grundlegende neue Reaktionswege und Verbindungen als auch eine Vielzahl an-wendungsreifer Technologien vorgestellt, die insbesondere auf die Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlämmen, Schlachtabfällen oder Gärresten aus Biogasanlagen abzielen.

4. Forschungsansatz Genetik:
Da die genetischen Grundlagen der Phosphornutzung durch Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere zunehmend besser verstanden sind, eröffnen sich neue Möglichkeiten, Prozesse rings um die Phosphoraufnahme, -nutzung und -ausscheidung zu optimieren. Beispiele sind die Identifizierung von Genvarianten für die Züchtungen von Schweinen, die Phosphor im Futter effektiver verwerten können, oder neue Futterergänzungsmittel und Fütterungsregime, die die Verdaulichkeit und Ver-wertung von Phosphor-Verbindungen durch Tiere verbessern.

Als wichtigsten Forschungs- und Handlungsbedarf arbeiteten die IPW8-Teilnehmer folgende Aspekte heraus:

1.System-Zusammenhänge konsequent erforschen:
Bislang ist zu wenig darüber bekannt, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede Phosphor-Umsetzungsprozesse in verschiedenen Umweltsystemen – etwa im Wasser oder auf dem Land – aufweisen und wie sie mit anderen Stoffkreisläufen – etwa Kohlenstoff und Stickstoff – im gesamten Erdsystem gekoppelt sind. Zudem gibt es kaum integrierte Forschung, die Zusammenhänge zwischen Phosphor-Umsetzungen auf unterschiedlichen Größenskalen betrachtet, an-gefangen bei einzelnen Zellen über Organismen bis hin zu ganzen Ökosys-temen. Dies ist aber wichtig, da die meisten Vorgänge in Ökosystemen mit-einander gekoppelt sind und daher auch nur durch einen ganzheitlichen Ansatz richtig verstanden werden.

2. Innovative Technik konsequent in die Anwendung überführen:
Sowohl im Bereich der Phosphorrückgewinnung als auch bei den Untersuchungsmethoden zum Nachweis pflanzenverfügbaren Phosphors in Ackerböden, die eine wichtige Voraussetzung für effizienten Düngemitteleinsatz sind, wurden große wissenschaftliche und technologische Fortschritte erzielt. Dennoch mangelt es bisher an einer breiten Anwendungspraxis dieser Technologien. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: Entweder fehlt noch die praxisorientierte Anwendungsreife oder es gibt gesetzliche Hindernisse wie Richtlinien und Verordnungen, die keinen Raum für die Anwendung bestimmter Verfahren bieten. Probleme liegen zum Teil in unklaren politischen Rahmenbedingungen begründet, wie z. B. der Novellierung der Klärschlammverordnung in Deutschland und Anforderungen an Recyclingdünger europaweit. Hier sehen die IPW8-Forscher sowohl Handlungsbedarf in der Forschung als auch in der Politik.

3. Problembewusstsein und Umdenken konsequent fördern:
Eine für die IPW neue Sichtweise war die Einbeziehung der ethischen, umweltrechtlichen und umweltpolitischen Aspekte beim Einsatz von Phosphor. Verschiedene Aspekte, wie die Vorteile einer ausgewogenen Ernährung vor dem Hintergrund der Phosphorverfügbarkeit und -belastung oder die Möglichkeit, durch Anreize oder Verbote effektiv den Phosphor-Einsatz zu steuern, wurden auf der Konferenz lebhaft diskutiert. Es wurde deutlich, dass die bisher fast ausschließlich betriebenen natur- und agrarwissenschaftlichen Forschungsansätze durch entsprechende gesellschaftswissenschaftliche Ansätze ergänzt werden müssen, um eine nachhaltige Nutzung und Wiedergewinnung der Ressource Phosphor bei schonendem Umgang mit der Umwelt tatsächlich in akzeptierte Praxis umzusetzen.

Fazit:
Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass nur eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen „im Konzert“, wie züchterische Fortschritte, verbesserte landwirtschaftliche Untersuchungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen, neue Techniken und Technologien der Phosphor-Ersparnis und -Rückgewinnung, ein gesellschaftlicher Normen- und Bewusstseinswandel des Konsumverhaltens und flankierende politische Maßnahmen gemeinsam die Phosphor-Problematik lösen können. Hierzu ist auch die Entwicklung von neuen akademischen Strukturen notwendig, wie z. B. Leibniz-WissenschaftsCampi, die Transfer von Technologie, Methodik und Ideen unterstützen.

Der Internationale Phosphor-Workshop (IPW) findet alle drei Jahre in wechselnden europäischen Ländern statt und gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen auf dem Gebiet der Phosphorforschung in Europa. In diesem Jahr war zum ersten Mal Deutschland der Gastgeber und konnte eine Rekordteilnehmerzahl willkommen heißen. Veranstalter war der Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock, ein Zusammenschluss von fünf Leibniz-Instituten und der Universität Rostock.

*IPW8-Vorsitz:

Prof. Dr. Ulrich Bathmann, Sprecher des Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock

Prof. Dr. Peter Leinweber, Sprecher der Universität für den Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock

*Kontakt:
Dr. Inga Krämer, Koordinatorin des Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock | 0381 5197-3471 | inga.kraemer@io-warnemuende.de

*Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock
Aufgrund der zentralen Bedeutung von Phosphor in einer Vielzahl von Produktions- und Umweltsystemen ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz notwendig. Deshalb haben sich fünf Leibniz-Institute und die Universität Rostock in einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die Zusammenarbeit und Forschung rund um dieses essentielle Element und sein nachhaltiges Management zu intensivieren. Der Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock fördert im Rahmen seiner strategischen Forschung die Interdisziplinarität in Themen, Projekten und Methoden. Die bestehenden Expertisen in verschiedensten Aspekten der Erforschung des essentiellen Elementes Phosphor, seiner vielfältigen chemischen Verbindungen und spezifischen Wirkungsweisen in Agrar- und Umweltsystemen wie auch in technischen und industriellen Prozessen werden in dem WissenschaftsCampus zusammengeführt. Der WissenschaftsCampus wird durch die Leibniz-Gemeinschaft und das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV gefördert.

Gemeinsame Pressemitteilung:
Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Universität Rostock

 

Abwasser mittels naturnaher Systeme reinigen

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Deutsch-israelisches Verbundvorhaben gestartet: Es untersucht, wie naturnahe technische Systeme – wie technische Feuchtgebiete (z. B. Pflanzenkläranlagen) oder Sandfilter – die Belastung des gereinigten Abwassers mit Arzneistoffen, Haushaltschemikalien, Krankheitserregern und antibiotika-resistenten Bakterien verringern können.

Am 30. und 31. August fand in der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz die Kick-off-Veranstaltung zum deutsch-israelischen Verbundforschungsprojekt „OPTI“ statt. Vier Institutionen aus Deutschland und Israel werden im Rahmen dieser Forschungsinitiative eng zusammenarbeiten, um die Eliminierung von Arzneistoffen, Haushaltschemikalien, Krankheitserregern und antibiotika-resistenten Bakterien in naturnahen technischen Systemen zur Nachbehandlung von gereinigtem Abwasser zu untersuchen. Ziel der Nachbehandlung ist die Verbesserung der Wasserqualität für eine direkte landwirtschaftliche Nutzung des Abwassers.

Das auf drei Jahre ausgelegte Verbundprojekt „Optimization of subsurface treatment units based on novel indicators (OPTI)“ wird im Rahmen der deutsch-israelischen Kooperation in der Wassertechnologieforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom israelischen Wissenschaftsministerium (MOST) gefördert. Koordiniert wird das Projekt von der BfG durch Prof. Dr. Thomas Ternes und Dr. Ann-Kathrin Ghattas. Weitere Partner sind das Technologiezentrum Wasser aus Karlsruhe, die Münchner Firma vermicon AG sowie die israelische Galilee Society.

Aufgrund des rapiden weltweiten Bevölkerungswachstums und des zunehmenden Wasserverbrauchs von Landwirtschaft und Industrie sowie infolge des Klimawandels schrumpfen die nutzbaren Wasserressourcen. Gereinigtes Abwasser wird dadurch zu einer wertvollen erneuerbaren Ressource, u. a. um den Wasserbedarf in der Landwirtschaft arider Gebiete zu stützen. Die Nutzung dieser Ressource setzt allerdings eine ausreichende Wasserqualität voraus, welche jedoch durch die vermehrte Einleitung chemischer und biologischer Verunreinigungen – wie Arzneistoffe und Haushaltschemikalien („neuartige Schadstoffe“) sowie Pathogene und antibiotika-resistente Bakterien – beeinträchtigt wird.

Innerhalb des Forschungsprojekts OPTI werden naturnahe Systeme (technische Feuchtgebiete und Sandfilter) zur Nachbehandlung kommunal gereinigten Abwassers auf ihre landwirtschaftliche Nutzbarkeit in Gebieten mit Wasserknappheit untersucht. Im Fokus der Untersuchungen stehen außerdem sogenannte Retentionsbodenfilter, die zur Behandlung von überschüssigem Schmutzwasser bei Starkregenereignissen einsetzbar sind. OPTI untersucht die Aspekte:

• Entfernung neuartiger Schadstoffe in Abhängigkeit von unterschiedlichen
Behandlungsverfahren und Betriebsbedingungen
• Aufklärung und Nachweis der entstandenen Transformations- bzw.
Abbauprodukte der neuartigen Schadstoffe
• Aufklärung der am Abbau beteiligten mikrobiellen Gemeinschaften und
enzymatischen Prozesse
• Inaktivierung von Krankheitserregern und Entfernung antibiotika-resistenter
Bakterien.

Das eingehende Verständnis der Zusammenhänge zwischen den Betriebsbedingungen, der Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft und der Entfernung chemischer und biologischer Verunreinigungen wird genutzt, um Optimierungsstrategien und neuartige Bewertungskonzepte hinsichtlich der Entfernung chemischer und biologischer Verunreinigungen zu entwickeln.

Weitere fachliche Informationen: Prof. Dr. Thomas Ternes, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Fon: 0261/1306 5560, Mail: ternes@bafg.de.

kontakt: Dr. Sebastian Kofalk, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Fon: 0261/1306 5330, Mail: kofalk@bafg.de

 

 

 

Nanopelz gegen die Ölpest

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Materialforscher lernen von Schwimmfarnen: Haarige Pflanzenblätter sind stark ölaufnehmend / Veröffentlichung im Fachjournal Bioinspiration & Biomimetics / Video zeigt Saugfähigkeit

Einige Schwimmfarne können in kurzer Zeit große Mengen Öl aufnehmen, denn ihre Blätter sind zugleich stark wasserabstoßend und in hohem Maße ölabsorbierend. Eine Forschergruppe des KIT hat gemeinsam mit Kollegen der Universität Bonn herausgefunden, dass die Wasserpflanze die ölbindende Eigenschaft der haarähnlichen Mikrostruktur ihrer Blattoberfläche verdankt. Sie dient nun als Vorbild, um das Material Nanofur weiterzuentwickeln, das Ölverschmutzungen umweltfreundlich beseitigen soll.

Beschädigte Pipelines, Tankerhavarien und Unfälle auf Förderplattformen können Wasserflächen mit Roh- oder Mineralöl verschmutzen. Herkömmliche Verfahren zum Entfernen der Ölpest haben spezifische Nachteile: Das Verbrennen von Öl…mehrunter:

http://www.kit.edu/kit/20339.php

 

 

Umweltstress verstärkt die Wirkung von Schadstoffen

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Wissenschaftler entwickeln ein Modell zur Vorhersage
Jeder Organismus auf der Erde ist dem Einfluss verschiedener Umweltbedingungen und anderer Lebewesen ausgesetzt. Diese Faktoren können Stress auslösen und das Lebewesen so anfälliger für weitere Einwirkungen von außen machen. Ein Team unter der Leitung von UFZ- Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konnte nun am Beispiel von Gewässerlebewesen zeigen, dass die Anwesenheit von Umweltstress die Wirkung von Schadstoffen auf Organismen um ein Vielfaches erhöht. Zudem entwickelten sie ein Modell, das es ermöglicht, ausgehend von der Stärke des Umweltstresses die erhöhte Schadstoffwirkung vorherzusagen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Scientific Reports.

Die Wissenschaftler des UFZ in Leipzig nutzen eine Experimentalanlage aus 47 Fließrinnen, um die Effekte von Pflanzenschutzmitteln auf naturnahe Ökosysteme zu quantifizieren und ihre Modelle zur Risikobewertung zu validieren.

Tiere und Pflanzen sind gleichzeitig einer Vielzahl von natürlichen und vom Menschen gemachten, sogenannten anthropogenen Stressoren ausgesetzt. Das kann zum Beispiel der Mangel an Wasser sein, der einher geht mit einer Konkurrenzsituation um Nahrung, dem Befall durch einen Parasiten oder der Konfrontation mit Umweltchemikalien, zum Beispiel Pestiziden. Aus allen Bereichen der Ökologie ist bekannt, dass solche gleichzeitigen Wirkungen von Stressoren unterschiedlichster Art große Folgen für Pflanzen und Tiere eines Ökosystems haben können, obwohl die Stressoren einzeln betrachtet kaum wahrnehmbare Wirkungen auslösen.

Wie die Forschungsergebnisse des Wissenschaftlerteams vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Universität Koblenz-Landau und der Universität der Bundeswehr München nun zeigen, kann die Anwesenheit von Umweltstress die Wirkung von Schadstoffen um einen Faktor von bis zu 100 erhöhen.

Um die Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt effektiver und zielgenauer gestalten zu können, ist es also in jedem Fall wichtig vorhersagen zu können, wie sich die Kombination der verschiedenen Stressoren auf einzelne Populationen auswirkt.

Erstaunlicherweise existiert trotz einer Vielzahl an Forschungsarbeiten in diesem Themenbereich und der Kenntnis über die Wirkungen einzelner Stressoren bisher kein universeller Ansatz für eine solche Vorhersage der Wirkungen in ihrer Gesamtheit.

Mit den jetzt vorgelegten Forschungsergebnissen ist diese Vorhersage nun möglich, bestätigt Studienleiter Prof. Dr. Matthias Liess vom UFZ: „Wir haben ein Modell entwickelt, mit dem wir den quantitativen Gesamtstress berechnen können, der auf ein Lebewesen einwirkt. Und zwar indem wir die einzelnen Stressoren miteinander in Beziehung bringen und dabei auch die individuelle Stresskapazität berücksichtigen.“ Denn diese unterscheidet sich zwischen den Organismen einer Population erheblich: Die meisten haben eine mittlere Stresskapazität, Wenige sind schon kleinen Belastungen nicht gewachsen, Andere halten problemlos großen Belastungen stand.

Die Studie beruht auf Daten aus wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten 15 Jahre, die sich mit der kombinierten Wirkung von Schadstoffen wie Pestiziden und Schwermetallen befassen oder untersucht haben, wie Umweltstressoren – zum Beispiel Nahrungsmangel, Räuberdruck und UV-B-Strahlung – auf Lebewesen wirken. Auf dieser Basis gelang es den Forschern in den letzten drei Jahren, allgemeingültige Muster der Kombinationswirkungen auf Wirbel- und wirbellose Tierein aquatischen Systemen zu identifizieren und in einem Modell zu formalisieren. Dieses Modell (SAM – Stress Addition Model) macht es nun erstmals möglich, die kombinierte Wirkung von Stressoren auf Populationen von Insekten, Krebsen und Amphibien vorherzusagen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten, dass sie ihr Modell in den kommenden Jahren so weiterentwickeln können, dass es künftig für alle Stressor-Kombinationen anwendbar ist. Außerdem ist eine Ausweitung seines Gültigkeitsbereiches über den bislang betrachteten aquatischen Lebensraum hinaus für Matthias Liess keine Utopie: „Der Zusammenhang zwischen der Stärke des Umweltstresses und der Schadstoffwirkung scheint derart universell zu sein, dass er wahrscheinlich auch für terrestrische Systeme und den Menschen gilt“.

Publikation:
Matthias Liess, Kaarina Foit, Saskia Knillmann, Ralf B. Schäfer & Hans-Dieter Liess; Predicting the synergy of multiple stress effects. Sci. Rep. 6, 32965 (2016).
http://dx.doi.org/10.1038/srep32965
http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=36/2016