Start Blog Seite 238

Bedenklicher Umgang mit Wasser

0

Bild Nuet-Welt-Schwarzbuch-F.JPGIn einen “ Schwarzbuch Wasser – Verschwendung, Verschmutzung, bedrohte Zukunft “ beschreibt die Autorin K. Katzmann, dass auch in Europa leichtfertig mit dem Rohstoff Wasser umgegangen wird.

Beispielsweise wird aufgezeigt, dass Österreich 2005 über 90 Mio l Wasser in Flaschen importiert hat, obwohl genügend Wasser von hervorragender Qualität im Land zur Verfügung steht. Dass auch noch ein Großteil dieser Importe aus Ländern mit regionalem Wassermangel stammt – z.B. Italien- hängt auch mit den global tätigen Konzernen zusammen. Die Vorgehensweisen in Deutschland und der Schweiz seien nicht anders.

Die besonders dramatische Wasserversorgung in Spanien wird am Beispiel der Provinzen Murcia und Alicante beschrieben, wo üppig grüne Golfplätze von illegal gegrabenen Brunnen bewässert werden, während die Bevölkerung um sparsamen Verbrauch von Wasser gebeten wird.

Das Buch ist im Molden Verlag erschienenen und kostet19, 90€ (ISBN 13 978- 3854851967)

Kampfgesang

0

Bild Nuet-Welt-Vogelgesang-J.jpg„Drosselstelzenpaare, die im Duett singen, signalisieren, dass sie als Team ihr Territorium verteidigen “ berichtet Michelle Hall vom Max Planck Institut für Ornithologie in Canberra. Im Magazin “ Current Biology “ wurde das Ergebnis einer Studie über australische Drosselstelzen veröffentlicht. Das Ergebnis zeigt, dass Vögel die mit rhythmischer Präzision singen, ihren Artgenossen bedrohlicher erscheinen, als Vögel die nur tirilieren. “ Je präziser der Gesang, desto kampfbereiter wirken sie „. 

 

China bekommt Unterstützung aus Rheinland Pfalz

0

Bild Nuet-Welt-China-F.JPGIm Rahmen der Umweltpartnerschaft mit Rheinland Pfalz wird in China eine Biogasanlage errichtet. Das Landesumweltministerium teilte mit, dass in der Region Luxia im Rahmen eines Jointventure mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement aus Birkenfeld einer Anlage zur emissionsfreien Schweinezucht errichtet wird.

Schweine- und Hühnermastbetriebe belasteten dort Boden und Gewässer durch 1,08 Millionen t Gülle. Mit der technischen Auslegung der Anlage ist das rheinland-pfälzische Unternehmen RUHL Gebäudetechnik GmbH aus Altenbamberg beauftragt.

 

 

Klärschlamm: CO2- neutraler Brennstoff

0

Die Firma IST- Anlagenbau GmbH berichtet, dass getrockneter Klärschlamm als kostengünstiger Braunkohleersatz CO2 -neutral verbrannt werden kann, wenn für die Verdunstung des Wassers weniger Energie aufgebracht werden muss als der Brennstoff in getrocknetem Zustand beim Verbrennen wieder abgibt.

In der Praxis habe sich das Trocknungsverfahren “ WendeWolf “ bereits bewährt, seit Sommer 2006 betreibt das Unternehmen auf der Kläranlage Miltenberg am Main (90.000 EW) die größte Solar -Klärschlamm- Trocknungsanlage Deutschlands. Die  anfallenden 4.000 t /a werden in Kohlekraftwerken verbrannt. Das Verfahren ist weltweit auf 52 Anlagen im Einsatz, in Deutschland arbeiten 8 Anlagen.

Weitere Informationen unter www.ist-anlagenbau.de

Teures Dilemma

0

Bild FW-KAN-Dilemma-J.jpg Gemeinden, die voll Ehrgeiz planen ihr öffentliches und privates Kanalnetz zu sanieren, können böse überrascht werden. Und zwar dann, wenn hierdurch das Grundwasser steigt und bisher trockene Keller plötzlich feucht werden.

In einem Pilotprojekt in Billerbeck haben Bürger und Stadt das Problem einvernehmlich gelöst.

Die Stadt Billerbeck im Landkreis Coesfeld will ihr rund 70 Kilometer langes Abwasser-Kanalnetz sanieren. Ein Grund ist auch, dass das auf 20.000 EW ausgelegte Klärwerk mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Eigentlich ging man von 450.000 Kubikmeter Abwasser pro Jahr aus, tatsächlich strömen sogar bei Trockenwetter mehr als die dreifache Menge Richtung Kläranlage. Damit steigt die Rückstau-Gefahr für das Kanalnetz, die Behandlung von Niederschlagswasser wird erschwert und die Reinigungsleistung beeinträchtigt. Erhöhte Schadstofffrachten bei der Einleitung in den Vorfluter sind die Folge.

 Deshalb wurde bereits im Jahr 2000 das Kanalnetz vollständig inspiziert und bis 2003 wurden über  2 Millionen € in die Abdichtung der öffentlichen Kanäle investiert. Mit Ernüchterung musste festgestellt werden, dass das Fremdwasser weiterhin unvermindert floss. Es stellte sich heraus, dass die Quellen auf privaten Grund lagen, einmal in Form schadhafter Hausanschlussleitungen oder privater  Drainageanschlüsse ans Mischwassernetz. Nun ist zwar jeder Hauseigentümer gesetzlich selbst dazu verpflichtet, seine Abwasserleitungen dicht zu halten und muss das nach Nordrhein- westfälischer Bauordnung bis 2015 durch eine Dichtheitsprüfung nachweisen. Folge der Abdichtung wäre jedoch vielerorts ein erhöhtes Risiko, dass auf Grund des zu erwartenden Anstiegs des Grundwassers die Grundmauern der Häuser durchfeuchten. Grundsätzlich ist zwar jeder Eigentümer selbst dafür verantwortlich, dass sein Keller trocken bleibt und muss gegebenenfalls selbst Maßnahmen gegen drückendes Grundwasser ergreifen, ein teures Unterfangen.

Deshalb hat das Umweltministerium ein Pilotprojekt unterstützt, das in mehrere Arbeitsschwerpunkte unterteilt wurde.

Man kam letztlich  zu dem Schluss, dass es prinzipiell mehre technische Alternativen gibt. Zum Beispiel Ertüchtigung und Ausbau des Klärwerks, aktive Grundwasser-Bewirtschaftung oder Umbau des bestehenden Mischsystems in ein Trennsystem. Zum Tragen kam schließlich eine so genannte “ Schwerpunktlösung Drainagesystem „. Es  wurden zunächst rund € 230.000,- investiert. Um dieses System im Untersuchungsgebiet flächendeckend anzubieten, müssen allerdings im öffentlichen Raum noch weitere € 350.000,- investiert werden.

Den Schlussbericht des Pilotprojektes “ Dränagewasser von Privatgrundstücken- umweltgerecht Sammeln und Ableiten “ gibt es im Internet unter www.ikt.de

Kanalnetz — zweite Runde

0

Bild FW-KANKanalnetz2-J.jpg Der Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft wehrt sich in einem offenen Brief an den Vizekanzler gegen die Kritik, nicht genügend für die Verbesserung des Deutschen Kanalnetzes zu tun. Es wird darauf hingewiesen, dass die Deutschen Abwasserunternehmen  rund  5,5 Milliarden € investieren. Als Beleg führen sie den Vergleich mit den Europäischen Nachbarn an. Dazu wird eine, vom Verband selbst in Auftrag gegebene Studie “ Vergleich europäischer Wasser- und Abwasserpreise “ zitiert. Aus dieser geht hervor, dass sowohl die deutsche Trinkwasserversorgung als auch die Abwasserentsorgung das höchste Leistungsniveau zu niedrigeren Preisen aufweist.

Andererseits mahnt der Rohrleitungsbauverband, Köln seit Jahren, dass nicht ausreichend investiert wird, um einen zuverlässigen Zustand zu erhalten. Der Verband geht davon aus, dass dazu jährlich ein bis zwei Prozent des Systems erneuert werden müssten, die Erneuerungsraten aber nur auf ca. 0,5 Prozent geschätzt würden.

Benchmarking in der Analytik

0

Bild FW-AWT-Benchmarking-F.JPGEin Pilotprojekt mit dem Thema “ Analytik und Indirekteinleiter – Überwachung „ aus dem Jahre 2005 ist abgeschlossen. Die Ergebnisse stellt die Firma Aquabench/ Hannover am 16. Mai vor. Es haben 14 kommunale Betreiber daran teilgenommen, das Projekt soll fortgesetzt werden mit den Themen  “ Benchmarking Analytik “ und “ Benchmarking Indirekteinleiterüberwachung „.

In der Analytik sollen vor allem die unterschiedlichen Schwerpunkte der Analytik für Kläranlagen transparent gemacht werden. Es geht um das Parameter- Spektrum und um die Häufigkeit von Bestimmungen und Probenahmen, sowie um die Methoden der Bestimmung. Aus den Ergebnissen sollen Antworten auf die Auslastung und Effizienz der Labore gewonnen werden.

Bei der Indirekteinleiterüberwachung stehen unterschiedliche Schwerpunkte und Strategien im Mittelpunkt.

Weitere Informationen unter www.aquabench.de

Steigerung der Energieeffizienz kommunale Kläranlagen

0

Unter diesem Thema stand ein Fachgespräch am 29. Januar 2007 Umweltbundesamt.

Unter www.umweltbundesamt.de in der Rubrik Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz können die ausführlichen Vortragsfolien zu den Schwerpunkten

– Energieeffizient bei der Klärschlamm Verwertung

– Energienutzungspotenzial durch Co-Vergärung für Kläranlagen mittlerer Größe

– neue Techniken der Faulgasverwertung

– Ökobilanzielle Bewertung von Klärschlammverwertungsverfahren

– Potenzial der Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser

– rechtliche Rahmenbedingungen für die Co- Vergärung

– Vorschläge zur Konkretisierung der Anforderungen zur Energieeffizienz

-Co-Vergärung aus Sicht eines Kläranlagenbetreibers

heruntergeladen werden.

Kläranlage produziert Solarstrom

0

Bild FW-AWT-Photovoltaik-F.JPGAuf der Filteranlage des Klärwerks Mannheim läuft seit Jahresbeginn eine Photovoltaikanlage im Probebetrieb. In das öffentliche Stromnetz wird der so erzeugte Strom von 2300 Quadratmeter Fläche eingespeist. Man rechnet mit ca. € 108.000,- pro Jahr aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, das bedeutet dass die Investitionen von ca. einer Millionen Euro sich nach einer Laufzeit von 15 Jahren amortisiert haben. Ein zusätzlicher Vorteil liegt darin, dass die Flockungsfiltration konstruktionsbedingt in den Sommermonaten stark von  Algen bewuchert wurde. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen plante man die Verschattung der Filteranlage. Im Zusammenhang mit der aktuellen Klimaschutzdiskussion entschied man sich deshalb, die Dachflächen mit einer PV- Anlage zu versehen, bei Abschluss des Einspeisevertrags wird die Vergütung für 20 Jahre festgeschrieben.

Aus Abwasser wird Brauchwasser

0

Seit Jahresbeginn arbeitet auf dem Klärwerk Biebrich/Wiesbaden eine Membran-Bio Reaktor-Anlage (MBR). Um Gewässer durch einen besseren Rückhalt von Problemstoffen und  zur besseren Nutzung gereinigter Abwässer, betreiben die Wiesbadener Entsorgungsbetriebe eine Versuchsanlage, die in einem zweijährigen Forschungsprojekt wissenschaftlich begleitet wird. Das Volumen der Anlage  beträgt ca.12 Kubikmeter und erreicht eine CSB-Elimination von 96 Prozent , der Betrieb der Anlage wird von umfangreichen Untersuchungen begleitet, die auf der Kläranlage selbst aber auch durch die TU Darmstadt und den Hersteller der Anlage Microdyn-Nadir durchgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.microdyn.de.