Aus der Kanalisation der Stadt Olympia im Bundesstaat Washington haben die Arbeiter den Ring einer 98-jährigen Frau geborgen. Den mit einem 1,6 Karat großen Diamanten besetzte Ring, hatte die Besitzerin versehentlich die Toilette hinunter gespült. Mit ihrem Hilferuf an die Stadt hatte die alte Dame Erfolg. Die Suche in den Kanälen mit einer Kamera blieb erfolglos, deshalb wurde der Hauptkanal geflutet und alle festen Gegenstände über ein Feinkiesfilter geführt. Mit Erfolg, in der stinkenden Masse fand sich auch der Ring.
Diamantring im Kanal
Pilotprojekt zur Klärschlammmineralisierung
Das Bundesumweltministerium stellt € 2,5 Millionen für ein Pilotprojekt in Dinkelsbühl zur Verfügung, dessen Ziel es ist Klärschlamm durch thermische Zersetzung zu mineralisieren und damit verwertbar zu machen. Das entstehende Schwelgas wird zur Trocknung von Holz für das Blockheizkraftwerk verwendet. Die Abwärme aus dem Kraftwerk wird zur Trocknung des Klärschlamms genutzt. Geplant ist, bis zu 22.000 t Klärschlamm aus 27 baden -württembergischen und bayerischen Gemeinden zu behandeln.
Weitere Informationen unter
www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/39259.php
Wohin mit der Klärschlammasche?
Auf der Fachtagung “ thermische Abfallbehandlung „, berichtete Prof. Martin Faulstich vom ATZ-Entwicklungszentrum Sulzbach, dass in Deutschland etwa 242.000 t Rückstände aus der Klärschlammverbrennung anfallen. Als Dünger ist diese Asche in der Regel nicht zu verwenden, da die Grenzwerte für mit Schwermetalle meist überschritten werden. Deshalb werden sie in der Regel im Bergversatz oder als Bergbaumörtel im Untertagebau verwendet. Der Rückgewinnungsmöglichkeit von Phosphor aus dem Klärschlamm gibt der Referent jedoch eine Zukunft, bis jedoch ein ökonomisches Verfahren entwickelt sein wird, bedarf es weiterer Forschung.
Wasserstoff von der Kläranlage
Aus Klärgas will die Kläranlage Bottrop zukünftig Wasserstoff produzieren. Ziel ist es, die Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur voranzutreiben, sagte die nordrhein- westfälische Wirtschaftsministerin zu Baubeginn. “ Dies ist ein weiterer Meilenstein beim Aufbau einer dezentralen Wasserstoffinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen von der Erzeugung des Wasserstoffs bis zu seiner energetischen Nutzung “ und weiter “ der Standort Kläranlage kann als wichtiger Wegbereiter zur Einführung einer regenerativen Wasserstoffinfrastruktur
fungieren „.
Weitere Informationen unter www.emschergenossenschaft.de
Info-Papier zur Sicherheit bei Biogasanlagen
Der tödliche Unfall in einer niedersächsischen Biogasanlage im November 2005 hatte vielerorts Diskussionen über die Sicherheit in Biogasanlagen ausgelöst. Unter der Leitung des Bundesverbandes der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und des Umweltbundesamtes haben zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen diskutiert, um derartige Unfälle zukünftig zu verhindern. Das unter Leitung der Arbeitsgruppen entwickelte “ Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen “ steht jetzt allen Interessierten unter www. umweltbundesamt.de in der Rubrik Technik-Verfahren-Sicherheit zur Verfügung.
Erste Mikrogasturbine in Betrieb
Seit Anfang Februar 2007 erzeugt die neue Turbine Strom und Wärme auf der Kläranlage Darmstadt- Süd. Laut Auskunft des Betreibers, der HSE Abwasserreinigung GmbH und Co KG, hat die Turbine eine elektrische Leistung von 65 kW und eine thermische Leistung von 115 kW, die Investitionskosten betrugen € 125.000,-. Es handelt sich um ein Gerät der US- Firma Capstone, das von der österreichischen VTA Technologie GmbH für den Kläranlagenbetrieb angepasst wurde.
Die Mikrogasturbine ersetzt ein veraltetes Block-Heizkraftwerk, auf Grund des Vorteils bei Wartung und Instandhaltung hat man sich für diese Technik entschieden. Während man für ein BHKW etwa € 1,50 pro Betriebsstunde für die Wartung veranschlagen müsse, seien es bei den Mikrogasturbinen nur 30 bis 40 Cent. Zwar liege der elektrische Wirkungsgrad der Mikrogasturbinen mit ca. 30 Prozent leicht unter dem des BHKW, dafür kann die entstehende Verbrennungswärme mittels Wärmetauscher ebenfalls genutzt werden. Auf der Kläranlage mit 50.000 EW und einer täglichen Gasproduktion von 500 bis 850 Kubikmeter, ist die Turbine ganzjährig ausgelastet. Mit den erzeugten 550.000 kWh elektrischer Energien kann so die Hälfte des Kläranlagenbedarfs gedeckt werden.
Mikrogasturbinen sind bislang hauptsächlich in landwirtschaftlichen Biogasanlagen zu finden, auf Kläranlagen sind sie eher in der Schweiz und Österreich zu finden, jedoch mittlerweile gibt es in Deutschland 7 laufende MicroTurbinenanlagen und 2 in Bau befindliche Anlagen. Seit 2006 setzt aber auch die Abwasserreinigungsanlage Barcelona zwei Turbinen für die Klärgasnutzung ein.
Weitere Informationen findet man unter www.hse.ag
oder unter www.vta.cc
Stoffwechselaktivität überwachen
Die Firma Dimatec stellt einen Online-Analysator, den DIMA-CENOTOX vor. Er misst die Stoffwechselaktivitäten von Belebtschlammorganismen in biologischen Kläranlagen.Er kann dabei zwischen wichtigen biologischen Prozessen wie C- Abbau und Nitrifikation unterscheiden. Darüber hinaus kann er als Toximeter eingesetzt werden, da er rasche Informationen über das toxische Verhalten von Abwasser gegenüber den Belebtschlammorganismen liefert.
Weitere Informationen unter www.dimatec.de
Umweltschadensgesetz – vom Bundesrat gebilligt
Das neue Gesetz, das die Umwelthaftungsrichtlinie der EU umsetzt, beinhaltet auch eine Liste mit beruflichen Tätigkeiten, durch die Umweltschäden entstehen können. Dazu gehören
– die Einleitung von Schadstoffen in Oberflächengewässer
– Entnahmen aus Gewässern
-Aufstauungen von oberirdischen Gewässern sowie die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln.
Außerdem eine wichtige Definition von Schäden an Gewässern, die ins Wasserhaushaltsgesetz aufgenommen werden soll:
Schädigung der Gewässer sind solche Schäden , die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den ökologischen oder chemischen Zustand eines oberirdischen Gewässers oder Küstengewässers ausüben, das ökologische Potenzial oder den chemischen Zustand eines künstlichen oder erheblich veränderten oberirdischen Gewässers oder Küstengewässers oder den chemischen oder mengenmäßigen Zustand des Grundwassers haben.
Die Wirtschaft haftet also zukünftig für von ihr verursachte Schäden nach bundeseinheitlichen Maßstäben. Bei erheblichen Schädigungen von Gewässern und Böden müssen die Verursacher in Zukunft die zuständigen Behörden informieren, Gefahren abwehren und Schäden sanieren. Schäden durch Naturereignisse oder landwirtschaftliche Bodenbearbeitung fallen nicht unter das Gesetz.
Pegellatten – einfache Überprüfung von Niveaumessungen
Pegellatten – einfache Überprüfung von Niveaumessungen
Eine einfache Art der Überprüfung von Niveaumessungen in frei zugänglichen Pumpensümpfen ist der feste Einbau von Pegellatten.
Auch moderne Messgeräte die mit Ultraschall oder Radartechnik arbeiten, müssen regelmäßig auf Plausibilität geprüft werden. Eine besonders einfache Art der Überprüfung findet mit fest angebrachten Pegellatten statt. Pegellatten, an allen Flussläufen zu sehen, werden einmal montiert und sind dann praktisch unverwüstlich vorhanden.
Die Überprüfung findet quasi im Vorbeigehen bei jedem Kontrollgang statt.
Autor: CS


