Start Blog Seite 237

Wasserstoff von der Kläranlage

0

Bild FW-GAS-Wasserstoff-F.jpg Aus Klärgas will die Kläranlage Bottrop  zukünftig Wasserstoff produzieren. Ziel ist es, die Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur voranzutreiben, sagte die nordrhein- westfälische Wirtschaftsministerin zu Baubeginn. “ Dies ist ein weiterer Meilenstein beim Aufbau einer dezentralen Wasserstoffinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen von der Erzeugung des Wasserstoffs bis zu seiner energetischen Nutzung “ und weiter “ der Standort Kläranlage kann als wichtiger Wegbereiter zur Einführung einer regenerativen Wasserstoffinfrastruktur
fungieren „.

Weitere Informationen unter www.emschergenossenschaft.de

Info-Papier zur Sicherheit bei Biogasanlagen

0

Der tödliche Unfall in einer niedersächsischen Biogasanlage im November 2005 hatte vielerorts Diskussionen über die Sicherheit in Biogasanlagen ausgelöst. Unter der Leitung des Bundesverbandes der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und des Umweltbundesamtes haben zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen diskutiert, um derartige Unfälle zukünftig zu verhindern. Das unter Leitung der Arbeitsgruppen entwickelte “ Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen “ steht jetzt allen Interessierten unter www. umweltbundesamt.de  in der Rubrik Technik-Verfahren-Sicherheit zur Verfügung.

Erste Mikrogasturbine in Betrieb

0

Seit Anfang Februar 2007 erzeugt die neue Turbine Strom und Wärme auf der Kläranlage Darmstadt- Süd. Laut Auskunft des Betreibers, der HSE Abwasserreinigung GmbH und Co KG, hat die Turbine eine elektrische Leistung von 65 kW und eine thermische Leistung von 115 kW, die Investitionskosten betrugen € 125.000,-. Es handelt sich um ein Gerät der US- Firma Capstone, das von der österreichischen VTA Technologie GmbH für den Kläranlagenbetrieb angepasst wurde.

Bild FW-Masch-Microturbine-K-2.jpg Die Mikrogasturbine ersetzt ein veraltetes Block-Heizkraftwerk, auf Grund des Vorteils bei Wartung und Instandhaltung hat man sich für diese Technik entschieden. Während man für ein BHKW etwa € 1,50 pro Betriebsstunde für die Wartung veranschlagen müsse, seien es bei den Mikrogasturbinen nur 30 bis 40 Cent. Zwar liege der elektrische Wirkungsgrad der Mikrogasturbinen mit ca. 30 Prozent leicht unter dem des BHKW, dafür kann die entstehende Verbrennungswärme mittels Wärmetauscher ebenfalls genutzt werden. Auf der Kläranlage mit 50.000 EW und einer täglichen Gasproduktion von 500 bis 850 Kubikmeter, ist die Turbine ganzjährig ausgelastet. Mit den erzeugten 550.000 kWh elektrischer Energien kann so die Hälfte des Kläranlagenbedarfs gedeckt werden.

Mikrogasturbinen sind bislang hauptsächlich in landwirtschaftlichen Biogasanlagen zu finden, auf Kläranlagen sind sie eher in der Schweiz und Österreich zu finden, jedoch mittlerweile gibt es in Deutschland 7 laufende MicroTurbinenanlagen und 2 in Bau befindliche Anlagen. Seit 2006 setzt aber auch die Abwasserreinigungsanlage Barcelona zwei Turbinen für die Klärgasnutzung ein.

Weitere Informationen findet man unter www.hse.ag
oder unter www.vta.cc  

Aktive Nachbarschaftshilfe für eine bessere Umwelt

0

Die DWA stellt ihr wasserwirtschaftliches Nachbarschaftskonzept auf der Woche der Umwelt in Berlin vor

 
Unter dem Motto „Auf gute Nach­barschaft – Von der Kläranlage zum Gewässer“ beteiligt sich die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) an der von Bundespräsident Horst Köhler und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgerichteten Woche der Umwelt am 5. und 6. Juni 2007 in Berlin. Die DWA gehört damit zu den etwa 190 Unternehmen und Institutionen, die für die Gestaltung dieser zwei Veranstaltungstage ausgewählt wurden. Sie wird in Berlin ihr Konzept der Nachbarschaften vorstellen, ein seit Jahrzehnten bewährtes Instrument des Erfahrungsaustauschs zwischen Mitarbeitern wasserwirtschaftlicher Anlagen. Nach der Gründung der ersten Kläranlagen-Nachbarschaft im Jahr 1968 hat sich das Konzept der Nachbarschaften inzwischen auch ins Ausland ausgeweitet. Zudem veranstaltet die DWA am 6. Juni im Park von Schloss Bellevue ein einstündiges Fachforum „Berufschancen in der Wasserwirtschaft“, auf der hochkarätige Teilnehmer die Zukunftschancen der umwelttechnischen Berufe diskutieren werden.

Rat und Tat von den Kollegen als Nachbarn  

Nachbarschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen oder von Gewässer-Unterhaltungs­pflichtigen einer Region und werden von den Landesverbänden der DWA organisiert. Sie dienen der Förderung des Gewässerschutzes, der Gewässerentwicklung sowie dem fachgerechten und sicheren Anlagenbetrieb. In regelmäßigen Treffen vor Ort werden die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen informiert. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch, daneben sollen sich die Teilnehmer kennenlernen, um über den Nachbarschaftstag hinaus Kontakt zu halten. Ein wichtiges Ziel ist die Hilfe mit Rat und Tat vor Ort, wann immer der Kollege „den Nachbarn“ braucht.
 
Die Nachbarschaften: Seit fast vier Jahrzehnten ein Erfolgsmodell
 
Nach der Gründung der ersten Kläranlagen-Nachbarschaft im Jahr 1968 hat sich das Konzept der Nachbarschaften inzwischen auch auf die Kanal-, Gewässer, Deponie-, Abfallwirtschafts-Nachbarschaften sowie auf Sonder-Nachbarschaften – zum Beispiel für Schlammbehandlung und chemisch ausgebildetes Fachpersonal der Abfallwirtschaft – ausgeweitet. Allein an den Veranstaltungen der Kläranlagen-Nachbarschaften nehmen jährlich mehr als 20 000 Teilnehmer teil. Auch in Österreich sowie im italienischen Südtirol gibt es Kläranlagen- und Kanal-Nachbarschaften. Eine Besonderheit ist die Bodensee-Nachbarschaft unter Beteiligung von Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Polen befinden sich die ersten Nachbarschaftsprojekte in der Versuchsphase. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 500 Nachbarschaften, im deutschsprachigen Ausland sind es mehr als 60.
 
Kompetente und aktuelle Helfer der Nachbarschaftsarbeit: KA-Betriebs-Info und Gewässer-Info
 
Wichtige Plattform für die Kommunikation innerhalb der Kläranlagen-Nachbarschaften ist das seit 1971 erscheinende KA-Betriebs-Info. Mit einer Auflage von mehr als 24 000 Exemplaren wird das Betriebs­personal von Abwasseranlagen mit Informationen, Kommentaren, Da­ten und Fakten versorgt. Hier werden unter anderem praktische Erfahrungen ausgetauscht und eigene technische Entwicklungen vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt ist hier das Thema Arbeitsschutz.
 
Aktuelle Informationen, Praxisberichte und rechtliche Aspekte zur Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung werden im gewässer-info publiziert. Neben Beiträgen über fachgerechte Arbeiten am Gewässer wird über die Ergebnisse der örtlichen Begehungen und Aussprachen (Ortstermine) sowie über die laufenden Arbeiten und Veröffentlichungen der Gewässer-Nachbarschaften berichtet.
 
Fachforum „Berufschancen in der Wasserwirtschaft“
 
Am 6. Juni 2007 veranstaltet die DWA von 15.00 bis 16.00 Uhr im Zelt 5 ein einstündiges Fachforum „Berufschancen in der Wasserwirt­schaft“. Hintergrund ist ein sich abzeichnender Mangel an Fachkräften der Entsorgungswirtschaft auf allen Qualifikationsstufen. Auf betrieblicher Ebene werden in vier Fachrichtungen UT-Fachkräfte ausgebildet, ein Berufsbild, das sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat; der „Klärwärter“ von heute steuert, überwacht und bedient komplexe Anlagen und setzt dabei voll auf Informations- und Elektrotechnik. Bei den Führungskräften, die sich wesentlich aus Bauingenieuren der Fachrichtung Siedlungswasserwirtschaft rekrutieren, gibt es ein Paradoxon: Die Studentenzahlen in den Ingenieurwissenschaften sind rückläufig, wegen vermeintlich schlechter Berufsaussichten insbesondere für Bauingenieure. Absolventen mit Spezialisierung in Siedlungs­wasserwirtschaft oder verwandten Vertiefungsrichtungen finden aber einen guten Arbeitsmarkt vor – doch müssen sie erst bereit sein, sich für Ingenieurwissenschaften einzuschreiben. Hier will das Fachforum der DWA Mut machen, berufliche Chancen in der Entsorgungswirtschaft zu suchen und entsprechende Ausbildungswege zu beschreiten, die im Übrigen auch exzellente Chancen auf Karrieren im Ausland, etwa in Entwicklungsländern, bieten.
 
Weitere Informationen im Internet
 
DWA-Nachbarschaften: www.dwa.de , Auswahl „Nachbarschaften“
Woche der Umwelt: www.woche-der-umwelt.de

Stoffwechselaktivität überwachen

0

Bild Akt-Dimatec-F.jpg Die Firma Dimatec stellt einen Online-Analysator, den DIMA-CENOTOX vor. Er misst die Stoffwechselaktivitäten von Belebtschlammorganismen in biologischen Kläranlagen.Er kann dabei zwischen wichtigen biologischen Prozessen wie C- Abbau und  Nitrifikation unterscheiden. Darüber hinaus kann er als Toximeter eingesetzt werden, da er rasche Informationen über das toxische Verhalten von Abwasser  gegenüber den Belebtschlammorganismen liefert.

Weitere Informationen unter www.dimatec.de

Umweltschadensgesetz – vom Bundesrat gebilligt

0

Das neue Gesetz, das die Umwelthaftungsrichtlinie der EU umsetzt, beinhaltet auch eine Liste mit beruflichen Tätigkeiten, durch die Umweltschäden entstehen können. Dazu gehören

– die Einleitung von Schadstoffen in Oberflächengewässer

– Entnahmen aus Gewässern

-Aufstauungen von oberirdischen Gewässern sowie die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Außerdem eine wichtige Definition von Schäden an Gewässern, die ins Wasserhaushaltsgesetz aufgenommen werden soll:

Schädigung der Gewässer sind solche Schäden , die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den ökologischen oder chemischen Zustand eines oberirdischen Gewässers oder Küstengewässers ausüben, das ökologische Potenzial oder den chemischen Zustand eines künstlichen oder erheblich veränderten oberirdischen Gewässers oder Küstengewässers oder den chemischen oder mengenmäßigen Zustand des Grundwassers haben.

Die Wirtschaft haftet also zukünftig für von ihr verursachte Schäden nach bundeseinheitlichen Maßstäben. Bei erheblichen Schädigungen von Gewässern und Böden müssen die Verursacher in Zukunft die zuständigen Behörden informieren, Gefahren abwehren und Schäden sanieren. Schäden durch Naturereignisse oder landwirtschaftliche Bodenbearbeitung fallen nicht unter das Gesetz.

Pegellatten – einfache Überprüfung von Niveaumessungen

0

Pegellatten – einfache Überprüfung von Niveaumessungen

Eine einfache Art der Überprüfung von Niveaumessungen in frei zugänglichen Pumpensümpfen ist der feste Einbau von Pegellatten.

Bild FW-Tip-Pegellatten-B3.jpgAuch moderne Messgeräte die mit Ultraschall oder Radartechnik arbeiten, müssen regelmäßig auf Plausibilität geprüft werden. Eine besonders einfache Art der Überprüfung findet mit fest angebrachten Pegellatten statt. Pegellatten, an allen Flussläufen zu sehen, werden einmal montiert und sind dann praktisch unverwüstlich vorhanden.

Die Überprüfung findet quasi  im Vorbeigehen bei jedem Kontrollgang statt.

 

Autor: CS 

Bedenklicher Umgang mit Wasser

0

Bild Nuet-Welt-Schwarzbuch-F.JPGIn einen “ Schwarzbuch Wasser – Verschwendung, Verschmutzung, bedrohte Zukunft “ beschreibt die Autorin K. Katzmann, dass auch in Europa leichtfertig mit dem Rohstoff Wasser umgegangen wird.

Beispielsweise wird aufgezeigt, dass Österreich 2005 über 90 Mio l Wasser in Flaschen importiert hat, obwohl genügend Wasser von hervorragender Qualität im Land zur Verfügung steht. Dass auch noch ein Großteil dieser Importe aus Ländern mit regionalem Wassermangel stammt – z.B. Italien- hängt auch mit den global tätigen Konzernen zusammen. Die Vorgehensweisen in Deutschland und der Schweiz seien nicht anders.

Die besonders dramatische Wasserversorgung in Spanien wird am Beispiel der Provinzen Murcia und Alicante beschrieben, wo üppig grüne Golfplätze von illegal gegrabenen Brunnen bewässert werden, während die Bevölkerung um sparsamen Verbrauch von Wasser gebeten wird.

Das Buch ist im Molden Verlag erschienenen und kostet19, 90€ (ISBN 13 978- 3854851967)

Kampfgesang

0

Bild Nuet-Welt-Vogelgesang-J.jpg„Drosselstelzenpaare, die im Duett singen, signalisieren, dass sie als Team ihr Territorium verteidigen “ berichtet Michelle Hall vom Max Planck Institut für Ornithologie in Canberra. Im Magazin “ Current Biology “ wurde das Ergebnis einer Studie über australische Drosselstelzen veröffentlicht. Das Ergebnis zeigt, dass Vögel die mit rhythmischer Präzision singen, ihren Artgenossen bedrohlicher erscheinen, als Vögel die nur tirilieren. “ Je präziser der Gesang, desto kampfbereiter wirken sie „. 

 

China bekommt Unterstützung aus Rheinland Pfalz

0

Bild Nuet-Welt-China-F.JPGIm Rahmen der Umweltpartnerschaft mit Rheinland Pfalz wird in China eine Biogasanlage errichtet. Das Landesumweltministerium teilte mit, dass in der Region Luxia im Rahmen eines Jointventure mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement aus Birkenfeld einer Anlage zur emissionsfreien Schweinezucht errichtet wird.

Schweine- und Hühnermastbetriebe belasteten dort Boden und Gewässer durch 1,08 Millionen t Gülle. Mit der technischen Auslegung der Anlage ist das rheinland-pfälzische Unternehmen RUHL Gebäudetechnik GmbH aus Altenbamberg beauftragt.