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Technisches Sicherheitsmanagement für Abwasseranlagen seit fünf Jahren erfolgreich

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Neue Leitfäden für das Technische Sicherheitsmanagement „Abwasser“ der DWA verfügbar

Seit nunmehr fünf Jahren bietet die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall
e. V. (DWA) für Betreiber von Abwasseranlagen Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements an. Die in dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen wurden in die Neuauflage der Leitfäden eingearbeitet und stehen der Fachöffentlichkeit ab sofort zum Download auf den Internetseiten der DWA (www.dwa.de) kostenfrei zur Verfügung. Das „TSM Abwasser“ ist ein Verfahren zur Selbstüberprüfung von Entsorgungsunternehmen hinsichtlich der Qualifikation und Organisation des technischen Bereiches. Anhand von Leitfäden kann das Unternehmen überprüfen, ob es die Vorgaben des DWA-Regelwerkes in seinem Technischen Sicherheitsmanagement umsetzt.

DWA-Leitfäden als Grundlage für die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements im Bereich Abwasser

Die Leitfäden bilden die Grundlage für die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements für Betreiber von Abwasseranlagen. Unter Nutzung der Leitfäden führen die Unternehmen zunächst eine Selbsteinschätzung durch. Daran anschließend können die Unternehmen bei der TSM-Stelle der DWA eine externe Überprüfung beantragen. Ist diese ebenfalls erfolgreich, darf durch Nutzung eines Logos auf die gute Organisation und die technische Sicherheit im Unternehmen hingewiesen werden. In bewährter Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Verbänden – insbesondere mit der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. ( DVGW) – wurde zunächst der „Allgemeine Leitfaden“ überarbeitet. Er wird durch spartenspezifische Leitfäden ergänzt, die ebenfalls in überarbeiteter Version vorliegen. Die neuen Leitfäden sind ab dem 1. Januar 2008 anwendbar.

Wachsendes Interesse am TSM Abwasser

Seit Anfang 2003 haben Betreiber von Abwasseranlagen die Möglichkeit, ihr Technisches Sicherheitsmanagement durch Experten der DWA auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Derzeit ist ein rapide wachsendes Interesse der Betreiber an einer solchen Überprüfung zu verzeichnen. Immer mehr Unternehmen sind bestrebt, ihre Organisationsstrukturen zu prüfen, ggf. zu verbessern und dies auch nach außen darzustellen.

Download der aktualisierten Leitfäden

Der allgemeine Teil und der fachspezifische Teil des „TSM Abwasser“ stehen auf der Homepage der DWA zum Download bereit: www.dwa.de , Auswahl „Wir über uns“, Auswahl „Leistungen der DWA“, Auswahl „Technisches Sicherheitsmanagement“.

TSM-Stelle der DWA

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Cornelia Hollek
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. (0 22 42) 872-202, Fax 872-135
E-Mail: tsm@dwa.de

Laserdrucker bleiben unter Verdacht

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Laut einer neuen Studie können Laserdrucker und Kopierer bei sehr empfindlichen Menschen Atemwegsbeschwerden verursachen. Der Toner ist aber offenbar nicht der Auslöser.

Laserdrucker und Fotokopierer sind nach einer Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) keine Hauptverursacher von Atemwegproblemen und anderen Bürokrankheiten. Es gebe allerdings wenige, besonders empfindliche Menschen, die auf das Partikelgemisch in der Abluft der Geräte mit gesundheitlichen Problemen reagierten, sagte BfR-Sprecherin Irene Lukassowitz am Donnerstag. Die zuvor verdächtigten Tonerpartikel seien aber offensichtlich nicht der Grund. Erste zentrale Ergebnisse der Untersuchung waren bereits im vergangenen Oktober vom BfR vorgestellt worden. Der Abschlussbericht der Studie, der damals noch nicht vorlag, ist nun auf der Internetseite des Bundesinstituts zu lesen.

Durch den Betrieb der Geräte steigt demnach die Konzentration von Feinststäuben in vielen Büroräumen oft messbar an. Dies sei „schon unter quantitativen Aspekten als hygienisch, wenn nicht gar gesundheitlich bedenklich“ zu werten, heißt es in der Studie, die von der Universität Gießen erstellt wurde. Solche Feinststäube kämen als Ursache für gesundheitliche Irritationen bei besonders empfindlichen Mitarbeitern infrage. Dies sei jedoch noch nicht im Detail untersucht, erläuterte Lukassowitz. „Wo viel gedruckt wird, sollten die Geräte in separaten, gut belüfteten Räumen stehen“, riet sie. Auch eine regelmäßige Wartung senke die Feinststaubemissionen.

Betroffene „sind keine Spinner“

Dass es Büromitarbeiter gibt, denen Geräteemissionen gesundheitlich Probleme bereiten, steht für Lukassowitz außer Frage. „Das sind keine Spinner“, betonte sie. Die Gesundheitsbeschwerden der für die Studie untersuchten Büromitarbeiter ähnelten dem bereits bekannten „Sick-Building-Syndrom“, das zu Schleimhautproblemen führen kann. Für die Studie maßen die Forscher zwischen Januar und Oktober 2006 in 63 ausgewählten Büroräumen die Raumluft und untersuchten 69 Menschen, die dort arbeiteten.

Das BfR wolle den Abschlussbericht nun bewerten und bis zum Frühjahr zur Problematik Stellung nehmen, sagte Lukassowitz. „Eine Frage ist zum Beispiel, ob und wo es zusätzlichen Forschungsbedarf gibt.“ Es sei zu klären, was genau die ultrafeinen Partikel auslösten, die beim Start eines Druck- oder Kopiervorgangs freigesetzt würden. Zu den beteiligten Substanzen gehörten zum Beispiel Silikonöle.

Der Streit um die Rolle der Toner in der Büroluft tobt bereits seit mehreren Jahren. Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Tonergeschädigten leiden rund 1700 Büromitarbeiter in Deutschland unter erheblichen gesundheitlichen Problemen, weil sie dicht neben Laserdruckern oder Kopierern arbeiten.

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Ist das ein gutes Arbeitszeugnis?

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……er hat die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse durchgeführt. Er verfügt über Fachwissen und zeigte gesundes Selbstbewusstsein. Seine Arbeitsergebnisse entsprachen unseren Anforderungen. Für seine Mitarbeiter war er jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter.
Sein Ausscheiden erfolgte aus Gründen der innerbetrieblichen Organisation.

Wenn sie die geheimen Codes nachlesen möchten, dann schauen Sie doch mal bei
Berufliches/Tarif- und Arbeitsrecht

Mehr Klagerechte für Umweltverbände

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Umweltbundesamt zuständig für Anerkennung nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz

Am 15. Dezember 2006 ist es soweit: Mit Inkrafttreten des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes bekommen Umweltverbände mehr Klagerechte im Umweltschutz. Damit können Vereinigungen, die sich den Schutz der Umwelt zur Aufgabe gemacht haben, bestimmte behördliche Entscheidungen von den Gerichten prüfen lassen. Diese Umweltvereinigungen müssen unter anderem satzungsgemäß dem Umweltschutz dienen, nicht aber von der behördlichen Entscheidung betroffen sein. Sie können zum Beispiel gegen die Zulassung einer Industrieanlage oder einer Straße vorgehen, falls die Zulassung aus ihrer Sicht bestimmten Vorschriften des Umweltrechts widerspricht. Um klagen zu dürfen, brauchen die Verbände aber eine Anerkennung. Diese erteilt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. „Mit dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz schafft Deutschland verbesserte Rechtsschutzmöglichkeiten für Umweltverbände. Diese können jetzt in größerem Maße als Anwalt für den Umweltschutz aktiv werden. Eine Klagewelle ist dennoch nicht zu erwarten – das lehren Erfahrungen mit Verbandsklagen in Deutschland und anderen europäischen Staaten“, erläutert Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA.

Neben den schon bisher nach Naturschutzrecht klageberechtigten Naturschutzverbänden – sie konnten bereits bestimmte Verstöße gegen Naturschutzrecht vor Gericht geltend machen – gibt es erweiterte Klagemöglichkeiten jetzt auch für Umweltverbände. Umweltverbände und -vereine treten damit nicht mehr nur als Anwälte für den Naturschutz auf, sondern auch für den Umweltschutz insgesamt – zum Beispiel für den Schutz des Wassers, der Luft, des Bodens oder der menschlichen Gesundheit etwa vor Lärm.

Umweltverbände können zum Beispiel behördliche Zulassungen zur Errichtung von Industrieanlagen, Anlagen zur Müllverbrennung oder Energieerzeugung, große Tiermastbetriebe sowie zum Straßenbau durch Gerichte prüfen lassen. Ganz wichtig: Die Umweltverbände müssen nicht mehr – wie sonst im deutschen Recht üblich – selber von einer Behördenmaßnahme betroffen sein, um bestimmte Verletzungen des Umweltrechts rügen zu können. Bürgerinnen und Bürger haben jetzt mit den Umweltverbänden kraftvolle Partner zur Durchsetzung ihrer Rechte. Die Verbände können sich für umweltrelevante Rechte der Bürgerinnen und Bürger stark machen.

Um die neuen rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, benötigt ein Verband die vorherige Anerkennung durch das UBA in Dessau. Das UBA prüft unter anderem, ob die Umweltvereinigung andauernd und vorwiegend Ziele des Umweltschutzes fördert, gemeinnützige Zwecke verfolgt sowie die Gewähr für eine sachgerechte Aufgabenerfüllung bietet. Das UBA empfiehlt auch bereits nach Naturschutzrecht anerkannten Vereinen, die Anerkennung nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz beim UBA zu beantragen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der „Anerkennungsstelle Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz“ im Umweltbundesamt unter anerkennungsstelle@uba.de oder unter Tel.: 0340 / 2103 2123.


Erneuerbare Energien: Rekordwerte trotz gebremsten Wachstums

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Über 110 Millionen Tonnen CO2 vermieden

Anstehende Gesetzesvorhaben entscheiden über weiteren Ausbau

Die Energiebereitstellung aus Wind, Sonne und Co. hat im Jahr 2007 neue Rekorde erreicht. In keinem anderen Land geht der Ausbau Erneuerbarer Energien so schnell voran, wie in Deutschland. Der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten deutschen Energieverbrauch beträgt mit 219 Milliarden Kilowattstunden inzwischen neun Prozent, der Anteil am Stromverbrauch sogar 14 Prozent. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Jahreszahlen 2007 des Bundesverbandes
 Erneuerbare Energie (BEE) hervor.

Wo Licht ist, ist aber auch Schatten: So sind bei der Windenergie und Biomasse die Investitionen in Neuanlagen 2007 stark zurückgegangen. Der Wärme- und Kraftstoffmarkt für Erneuerbare Energien stagniert. BEEPräsident Johannes Lackmann: „Die anstehenden Gesetzesvorhaben müssen neue Impulse setzen. Die bisherigen Ankündigungen der Bundesregierung reichen nicht aus, um den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortzusetzen.“

Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch 14,3 Prozent

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien stieg im Jahr 2007 auf 86,71 Milliarden Kilowattstunden (2006: 73,04). Allein der Zuwachs eines Jahres entspricht damit erneut der Jahresproduktion eines Kernkraftwerkes. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch betrug 2007 damit 14,28 Prozent (2006: 11,86). Hauptträger des Wachstums war die Windenergie, die nach mehreren relativ windschwachen Jahren wieder ein durchschnittliches Windjahr verzeichnete. Sie konnte ihren Beitrag zur Stromversorgung von 30,7 TWh auf 38,5 TWh steigern. Die Installation neuer Windkraftanlagen ist hingegen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Kraftstoffverbrauch 7,0 Prozent.

Der Biokraftstoffeinsatz hat sich im letzten Jahr (nur geringfügig) auf 4,29 Millionen Tonnen erhöht. Das entspricht einem Anteil am deutschen Kraftstoffverbrauch von 7,0 Prozent (2006: 6,6). Der nur geringe Anstieg ist auf die erhöhte Besteuerung der Biokraftstoffe seit dem 01.01.2007 zurückzuführen. Die seit dem Anfang dieses Jahres geltende erneute Steuererhöhung für Biokraftstoffe wird die mittelständischen Unternehmen der Branche in ihrer Existenz gefährden. Der BEE fordert deshalb eine sofortige Aussetzung dieser Besteuerungsstufe.

Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Wärmeverbrauch 6,4 Prozent

Der Einsatz von Bioheizenergie, Solarwärme und Erdwärme blieb im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Insgesamt betrug die Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien 89 Milliarden Kilowattstunden (2006: 89). Nur aufgrund des witterungsbedingt insgesamt niedrigeren Wärmeverbrauchs stieg der Anteil Erneuerbarer Energien in diesem Sektor auf 6,4 Prozent (2006: 6,0). Damit bleibt die Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien weiterhin deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Einsparung durch Erneuerbare Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist das mit Abstand effektivste Klimaschutzinstrument. Die gesamte Energiebereitstellung aus Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Erdwärme entspricht einer vermiedenen CO2-Menge von 115 Millionen Tonnen. Allein der Zuwachs Erneuerbarer Energien in 2007 führt zu einer Einsparung von 14 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Das entspricht der Emission von 5 Millionen PKWs oder einer Großstadt wie Köln. Insgesamt vermieden die Erneuerbaren Energien 2007 externe Kosten für Umweltschäden in der Höhe von 8,6 Milliarden Euro und verringerten die hohe Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung. So konnte durch ihren Einsatz im vergangenen Jahr der Import von Öl, Gas, Kohle und Uran im Wert von 5,9 Milliarden Euro vermieden werden.

Eine Präsentation mit den Jahreszahlen 2007 steht unter www.bee-ev.de zum Download bereit.

Kontakt:

Milan Nitzschke
BEE-Geschäftsführer
Tel. 030 – 27 87 94 30

presse@bee-ev.de

Künstliche Haut aus der Haarwurzel

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Neue Hoffnung für Patienten mit chronischen Wunden: Die euroderm GmbH und das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig haben die Herstellungserlaubnis für künstliche Haut aus patienteneigenen Zellen erhalten.

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman: Man zupfe jemandem einige Haare, und vier bis sechs Wochen später ist daraus ein Stück Haut geworden. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, was Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig seit kurzer Zeit in ihren neuen Reinräumen machen: »Wir haben gemeinsam mit der euroderm GmbH die Erlaubnis erhalten, Hautgewebe für die Transplantation auf chronische Wunden zu züchten – etwa für Diabetiker, die an offenen Beinen leiden«, sagt Dr. Gerno Schmiedeknecht, Gruppenleiter am IZI.

Bisher transplantieren die Ärzte bei chronischen Wunden Eigenhaut, die sie dem Patienten meist am Oberschenkel entnehmen. Dabei bleiben sowohl am Oberschenkel als auch an den behandelten Wunden Narben zurück. »Stellen wir Eigenhaut stattdessen über das neu zugelassene Verfahren EpiDex® her, erhalten wir gleiche Heilungschancen, ohne dem Patienten Schmerzen zuzufügen. Die künstliche Haut wächst zudem narbenfrei an«, sagt Dr. Andreas Emmendörffer, Geschäftsführer der euroderm GmbH. Ein weiterer Vorteil: Die Transplantation kann ambulant erfolgen. Bereits ein paar Tage später lässt sich sagen, ob die »neue« Haut angewachsen ist. Nach 72 Tagen ist die Haut nicht mehr von gesunder Haut zu unterscheiden.

Doch wie funktioniert das Züchten der neuen Haut? »Wir zupfen dem Patienten am Hinterkopf ein paar Haare aus und gewinnen aus der Haarwurzel adulte Stammzellen. Diese vermehren wir etwa zwei Wochen lang in einer Zellkultur. Anschließend reduzieren wir die Nährflüssigkeit so weit, dass die Oberseiten der Zellen nicht mehr bedeckt sind und mit Luft in Verbindung kommen. Durch den erhöhten Druck, den der Sauerstoff auf die Zelloberflächen ausübt, differenzieren sie sich zu Hautzellen«, erklärt Emmendörffer. Die Forscher züchten auf diese Weise viele kleine Hautstücke, die für jeden Patienten individuell hergestellt werden und aneinandergelegt eine Fläche von 10 bis 100 Quadratzentimetern ergeben. Damit die Sicherheitsbestimmungen jederzeit erfüllt sind, nutzen die Forscher eine neue Reinraumanlage am IZI, die dem neuesten Stand der Technik für die Herstellung verschiedenster Zelltherapeutika entspricht. »Beispielsweise messen wir kontinuierlich die Partikel, die sich im Reinraum befinden. Schwirren zu viele Partikel durch die Luft, ertönt ein Alarmsignal«, sagt Schmiedeknecht. Die Forscher erwarten, im Jahr 2008 monatlich für etwa 10 bis 20 Patienten Häute zu züchten, abhängig davon, wie viele Ärzte diese Therapie verordnen.

Kontakt:

Dr. Gerno Schmiedeknecht
Telefon: +49 341 35536-410
Fax: +49 341 35536-109

Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie
IZI
Deutscher Platz 5e
04103 Leipzig
www.izi.fraunhofer.de

Ausnahmefälle werden zur Regel – Bundesländer werden in Brüssel Fristverlängerungen für ihre Gewässer beantragen

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Rund einhundert Vertreter aus Behörden, Verbänden und Wissenschaft trafen sich Anfang Januar bei den dritten „Leipziger Gesprächen zur Wasserrahmenrichtlinie“.

Bild Akt-Fristverlaengerung-F.JPG Der von der EU geforderte „gute Zustand“ umfasst auch den ökologischen Zustand von Gewässern. An vielen Flüssen behindern jedoch Staustufen die Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserbewohner.

Leipzig. Die Mehrheit der Gewässer in Deutschland wird bis 2015 nicht die zentralen Umweltziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erreichen. Viele Bundesländer werden daher eine Verlängerung der Frist bei der EU beantragen. Das ist das Ergebnis einer Expertentagung, zu der sich rund einhundert Vertreter aus Behörden, Verbänden und Wissenschaft in Leipzig getroffen haben. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht zwar vor, dass sich alle Gewässer bis 2015 in einem „guten Zustand“ befinden sollen. Die Richtlinie lässt aber auch Ausnahmen zu, bei denen Fristen verlängert oder die Umweltziele abgeschwächt werden können, wenn die Umweltziele aus objektiven Gründen nicht rechtzeitig erreicht werden können.
Die Behörden stehen vor zwei großen Problemfeldern: Die Verminderung von Schadstoffeinträgen in die Gewässer und vor allem die Renaturierung der Flüsse dauert länger als geplant. Von Abstimmung, Planung, Genehmigung, Umsetzung bis hin zum Wirken der Maßnahmen können Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen. Außerdem brauchen die Wasserbehörden in Zukunft wesentlich mehr Gelder als bisher, um die EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Was der in der Richtlinie geforderte gute Zustand der Gewässer insgesamt kosten wird, ist momentan noch völlig unklar. Einige Bundesländer rechnen mit Kosten im oberen dreistelligen Millionenbereich, in anderen Bundesländer gibt es überhaupt noch keine Kostenschätzungen. Dabei sind gerade die Kosten eines der wichtigsten Argumente für Fristverlängerungen, denn die EU-Wasserrahmenrichtlinie lässt Ausnahmen zu, falls unverhältnismäßig hoch werden. Ohne nachvollziehbare Kostenschätzungen wird es aber schwer, Ausnahmen so zu begründen. „Eine einheitliche Vorgehensweise bei der Begründung von Ausnahmen würde die Akzeptanz für die notwendigen Ausnahmen bei den EU-Behörden verbessern“, meint Dr. Bernd Klauer vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der die Leipziger Gespräche zur Wasserrahmenrichtlinie leitet. Da die Umsetzung in die Zuständigkeit der Länder fällt, interpretiert jedes Bundesland die Richtlinie eigenständig. „Leider zeigen sich hier besonders deutlich die Schwächen des Föderalismus. Gerade bei Flüssen, die die Ländergrenzen überschreiten, wäre ein abgestimmtes Vorgehen sinnvoll.“
Der Workshop Anfang Januar war das dritte der „Leipziger Gespräche zur Wasserrahmenrichtlinie“, die gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig veranstaltet werden. Im April wollen die Verantwortlichen in Kopenhagen auf EU-Ebene konkrete Beispiele für Ausnahmebegründungen diskutieren.
Tilo Arnhold
21.1.2008

Weitere Informationen:
http://www.ufz.de/index.php?de=15873 – Pressemitteilung & Fotos
http://www.ufz.de/data/programm7928.wrrl.pdf – Leipziger Gespräche zur WRRL (17./18.01.2008)
http://www.ufz.de/index.php?de=10883 – Leipziger Gespräche zur WRRL (2007)
http://www.ufz.de/data/4BASINFORM_Klauer_Diening51016468.pdf – BASINFORM
http://www.ufz.de/data/newsletter_apr075293.pdf – BASINFORM

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news243611

 

 

Erstes klimaneutrales Hotel Deutschlands gewinnt Touristikpreis

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SONNTAG AKTUELL zeichnet Feldberger Hof aus

Im Rahmen der CMT nahm der Inhaber des Feldberger Hofes Thomas Banhardt jetzt den Touristikpreis der Zeitung SONNTAG AKTUELL in der Kategorie „Hotel“ entgegen. Durch Modernisierungs- und Einsparmaßnahmen hat der Feldberger Hof seinen jährlichen CO2-Ausstoss um über 600 Tonnen gesenkt und mit Unterstützung des Strategieberaters ClimatePartner die unvermeidbare Emissionen, mittels Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Auch der Polarforscher Arved Fuchs lobte bei der Preisverleihung das vorbildliche Engagement des Feldberger Hofes: „Das Beispiel zeigt, dass jeder von uns etwas tun kann und tun muss – wir können nicht mehr auf die große Politik warten.“

Vorbild für den Tourismus: Klimaneutrale EURO 2008 in Österreich
Die Euro 2008 ist für Österreich das touristische Highlight des Jahres. Dabei wird auch der Klimaschutz eine zentrale Rolle spielen. Die Klimaneutralität des größten europäischen Sportevents im Jahr 2008 wird von ClimatePartner unterstützt, das gemeinsam mit dem österreichischen Lebensministerium das „Klimaschutzteam 2008″ ins Leben gerufen hat. Namhafte Sponsoren übernehmen dabei als „Team-Spieler“ die Kompensation der durch die EURO 2008 verursachten CO2-Emissionen.

 

ClimatePartner auf dem ÖHV-Kongress in Innsbruck
Erstmals stellte ClimatePartner auf dem Kongress des Österreichischen Hoteliers Verbandes ÖHV das Geschäftsmodell für Hotels vor. Gemeinsam mit Hans Kaspar Schwarzenbach, Direktor Arosa Tourismus, präsentierte ClimatePartner zudem das viel beachtete Projekt „klimaneutrale Winterferien“. Der Klimawandel und seine Folgen für die Hotellerie („Palmen auf den Almen“) beschäftigen die Mitglieder des Verbandes vom 14. bis 16. Januar 2008.

Klimaneutrale Arena für Nachhaltigkeit im Seehotel Zeulenroda
Das Bio-Seehotel Zeulenroda im thüringischen Vogtland sorgt mit dem Managementansatz „Integratives Qualitätsbewusstsein“ nicht nur für das Wohl der Gäste, sondern auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Auf der erstmals vom 14. bis 16. Februar 2008 stattfindenden Arena für Nachhaltigkeit beleuchten hochrangigen Referenten wie Pater Anselm Grün oder Professor Dr. Dietrich Grönemeyer dieses Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. ClimatePartner unterstützt das Bio-Seehotel Zeulenroda sowohl bei seinen Klimaschutzaktivitäten als auch bei der Kompensation der durch die Arena für Nachhaltigkeit verursachten CO2-Emissionen.

Neuer Klima-Partner: Vivalpin
Als erste Berg- und Skischule bietet Vivalpin – in Zusammenarbeit mit ClimatePartner – alle Kurse, Führungen und sonstige Veranstaltungen klimaneutral an. Mit jeder Buchung erhalten die Kunden von Vivalpin ein ClimatePartner-Zertifikat, dass die Klimaneutralität der einzelnen Veranstaltungen bestätigt. Auch in Zukunft wird das Unternehmen weiter an der Verbesserung seiner ökologischen Gesamtbilanz arbeiten, um seiner Verantwortung als Vorbild gerecht zu werden.

Arosa plakatiert in Stuttgart
Die schweizerische Skidestination Arosa wirbt in Süddeutschland mit einer groß angelegten Plakataktion für das Angebot klimaneutrale Winterferien. Wer die „Erste Klimaneutrale Winterferienpauschale“ im gesamten Alpenraum bucht, muss angeben, mit welchem Verkehrsmittel er angereist ist, wie viele Kilometer er dabei zurückgelegt hat und welches Hotel er für wie viele Übernachtungen gebucht hat. Das vielbeachtete Projekt hat Vorbildcharakter für andere Tourismuszentren in den Alpen und ist ein innovatives Modell, mit dem der freiwillige Klimaschutz in dieser Region flächendeckend verankert werden kann.

Top-Gebiete bei utopia.de: Feldberger Hof und Arosa
Utopia.de, das Internetportal für strategischen Konsum und einen nachhaltigen Lebensstil, hat eine Liste der engagiertesten Wintersportorte aufgestellt. Auf Platz eins wurde der Feldberg (unter anderem dank dem Engagement von ClimatePartner für den Feldberger Hof) und auf Platz drei die Wintersportdestination Arosa gewählt.
Pressemitteilung von: ClimatePartner
Weitere Informationen:
ClimatePartner Deutschland GmbH
Moritz Lehmkuhl und Tobias Heimpel
Schleißheimerstr. 26 – 80333 München
Tel. +49 89 552 7917-0 – Fax: +49 89 552 79 17-29
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Tarifverhandlung: Landsberg: „Das Geld haben wir nicht“

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Düsseldorf (RP). Die Gewerkschaften fordern bei den laufenden Tarifverhandlungen acht Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Städte und Gemeinden verweisen indes auf ihre desaströse Finanzlage und fordern eine Verlängerung der Arbeitszeit.

Die erste Verhandlungsrunde blieb ohne Ergebnis. Im Interview mit unserer Redaktion spricht Dr. Gerd Landsberg, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, über die Aussichten der Verhandlungen und einen möglichen Streik.

Verdi und der Beamtenbund fordern acht Prozent, wie viel bieten Sie?

Landsberg: Ich werde den Tarifverhandlungen sicher nicht vorgreifen. Ich sage aber: Die acht Prozent würden allein die Kommunen, also ohne Bund, sieben Milliarden Euro mehr pro Jahr kosten. Das Geld haben wir nicht, zumal von uns ständig mehr gefordert wird: mehr Sicherheit, mehr Jugendschutz, mehr Kinderbetreuung, mehr Bürgernähe, bessere Öffnungszeiten. Niemand sagt, wie das finanziert werden soll. Die Finanzsituation ist eben eine andere als in der Privatwirtschaft. Darüber werden wir in den Verhandlungen sprechen.

Der öffentliche Dienst hat drei Jahre Nullrunde hinter sich, also real Einkommensverluste. Wann, wenn nicht jetzt, ist ein Aufschlag gerechtfertigt?

Landsberg: Wir wissen, dass motivierte Mitarbeiter das wichtigste sind, gerade in der Kommunalverwaltung. Wir haben auch nie gesagt, es werde eine weitere Nullrunde geben. Aber gerade die zuletzt maßvollen Tarifabschlüsse haben zur Entspannung der finanziellen Situation des Staates beigetragen. Das dürfen wir jetzt nicht aufs Spiel setzen, und daran müssen sich die Abschlüsse orientieren.
Im öffentlichen Dienst wurden seit Mitte der 90er Jahre hunderttausende Stellen abgebaut.

Was nutzt die Lohnzurückhaltung überhaupt?

Landsberg: Der Arbeitsplatzabbau wäre sonst noch deutlicher ausgefallen. Je höher der Tarifabschluss, desto größer der Druck auf die Kommunen zu weiteren Privatisierungen. Umgekehrt: Je niedriger der Abschluss, desto sicherer die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst.

Was ist mit der Erhöhung der Abgeordnetendiäten um zehn Prozent?

Landsberg: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Die Situation eines Abgeordneten ist anders als die eines Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Und es ist ein Unterschied, ob wir über 600 Politiker oder 1,3 Millionen Beschäftigte sprechen.

Was ist mit den Arbeitszeiten?

Landsberg: Das ist ein Thema, vor allem, weil wir schon jetzt einen erheblichen Unterschied zwischen Angestellten und Beamten haben. In einigen Bundesländern arbeiten die Beamten 42 Stunden pro Woche. Wir haben ein hohes Interesse an gleichen Arbeitszeiten, zumal in vielen Positionen die Tätigkeiten von Beamten und Angestellten sehr ähnlich sind.

Verdi erwartet harte Tarifverhandlungen. Müssen wir uns im Frühjahr auf Streiks beispielsweise bei der Müllabfuhr einstellen, droht „Neapel“ in Düsseldorf?

Landsberg: Ich hoffe, dass Streiks vermieden werden können und glaube nicht, dass wir Neapel in Düsseldorf erleben werden. Solche Drohungen gehören zum üblichen Ritual einer Verhandlungsrunde.

Alexander von Gersdorff führte das Gespräch – Rheinische Post Online.