Den gesamten Fachvortrag (11. Dresdner Abwassertagung am 17./18. März 2009)
finden Sie zum Download unter:
Kanalsanierung als ein Effekt der Abwasserwärmenutzung
Generalinspektion Fettabscheider: Kür oder Pflicht für Entwässerungsunternehmen
Generalinspektion von Fettabscheideanlagen nach DIN 4040 – 100
Erfordernis von Fettabscheidern
Organische/tierische Fette und Öle können zum „Zuwachsen“ von Leitungssträngen und durch die
sich ergebenden Gärungsprozesse zu Geruchsbelästigung führen. Die Ablagerungen in den
Rohrleitungen führen zur Bildung biogener Schwefelsäure, die die Rohrwerkstoffe durch Korrosion
stark schädigen. Schwimmdecken aus Ölen und Fetten behindern den Sauerstoffaustausch und
stören den Kläranlagenbetrieb.
Schmutzwasser gewerblicher oder industrieller Herkunft mit derartigen Belastungen
(tierischen/pflanzlichen Ursprungs) darf deshalb nicht ohne entsprechende Vorbehandlung
abgeleitet werden.
Gemäß DIN 1986-100 sind in solchen Fällen Fettabscheider nach DIN 4040 – 100 oder EN 1825
einzubauen.
Zu den tierischen Fetten zählen z. B. Talg, Butter, Schmalz, Knochenfette/-öle, Wollfette, Trane u.a..
Die Gruppe der pflanzlichen Fette/Öle umfasst Oliven-, Lein-, Hanf-, Nuss-, Kernöle, Palmfett,
Margarine usw.
Fettabscheidern dürfen nur öl-/fetthaltige Abwässer, nicht jedoch andere Wirtschafts- oder
Fäkalabwässer zugeleitet werden.
In Gaststätten, Küchenbetrieben und Fleischverarbeitungsbetrieben fallen fetthaltige Abwässer in
großer Menge und hoher Konzentration an. Ihre Beschaffenheit weicht mehr als geringfügig von den
häuslichen Abwässern ab und führt zu erheblichen Problemen und erhöhten Betriebskosten in
Kanal- und Kläranlagen.
Die Zurückhaltung von Fetten organischen Ursprungs aus dem Abwasser ist daher zum Schutz der
Kanalisation und Kläranlage unbedingt notwendig.
Daraus ergibt sich, dass für die Überprüfung von Fettabscheideanlagen die jeweiligen
Abwasserbeseitigungspflichtigen zuständig sind.
Einbaupflichtige Betriebe
Einbaupflichtige Betriebe nach DIN 1986-100, Teil 1, Absatz 6.2.1:
„Abwasser aus gewerblicher oder industrieller Herkunft, welches z.B. Leichtflüssigkeiten oder Fette
enthalten kann, ist in Abscheideranlagen zu behalten“.
Danach sind Abscheideranlagen immer dann einzusetzen, wenn Fette und Öle …mehr unter:
http://gutachter-kanal.de/18.html
Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Jurthe:
UMSTIEG AUF DAS KODIERSYSTEM DER DIN EN 13508-2
ANFORDERUNGEN UND AUFGABEN
Die bautechnische Zustandserfassung von Kanälen und Leitungen sowie Schächten und
Inspektionsöffnungen durch optische Inspektion in Form von Kamerabefahrung, Begehung oder
Inaugenscheinnahme, sowie die Dokumentation der Feststellungen durch entsprechende
Kodiersysteme ist ein, in Deutschland und Europa, seit Jahren erprobtes und etabliertes
Verfahren. Hierbei kamen in Deutschland bislang diverse Kodiersysteme zum Einsatz, die sich
entweder parallel entwickelt haben oder aufeinander aufbauten. Beispielhaft hierfür seien an
dieser Stelle genannt:
• ISYBAU 1996, 2001 (Arbeitshilfen Abwasser für Liegenschaften des Bundes)
• DWA-M 149-2: 1999
• Lokale Systeme der Netzbetreiber (z.B. Berliner Wasserbetriebe)
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 13508-2 „Zustandserfassung von Entwässerungssystemen
außerhalb von Gebäuden – Teil 2: Kodiersystem für die optische Inspektion“ im Mai 2003 erfolgte
im Rahmen der europäischen Harmonisierung von nationalen Regelwerken der Startschuss für
ein neues Zeitalter in der optischen Inspektion.
Im September 2003 wurde die DIN EN 13508-2 durch das DIN in das nationale Regelwerk
übernommen. Die eingeräumte Übergangsfrist zur verbindlichen Einführung und die damit
verbundene Zurücknahme entgegenstehender nationaler Regelwerke endete im Mai 2006. Seit
diesem Zeitpunkt sind, formal betrachtet, neue Inspektionsprogramme nur gemäß DIN EN
13508-2 durchzuführen, Inspektionsprogramme, die vor Mai 2006 begonnen wurden, können mit
den ursprünglichen Systemen zu Ende geführt werden.
Die Norm ist für jeden Inspektionszweck im Rahmen der optischen Inneninspektion, d.h. für die
• qualitative Zustandserfassung des Istzustandes im Rahmen von
Eigenkontrollverordnungen,
• Abnahme von Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen und
• Abnahme vor Ablauf der Gewährleistungsfrist
anzuwenden.
Die Einführung der DIN EN 13508-2 hat Auswirkungen auf den gesamten Prozess der
Kanalinstandhaltung… Den gesamten Fachvortrag (11. Dresdner Abwassertagung am 17./18. März 2009) finden Sie zum Download unter:
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Autor: Andreas Koch, Hannover
Kostensenkungspotenziale durch die Rohrwerkstoffwahl in der öffentlichen Abwasserentsorgung
Der größte Teil des 515.000 km langen deutschen Kanalnetzes besteht noch immer
aus biegesteifen Rohrwerkstoffen wie Beton und Steinzeug. Gleichzeitig ist festzustellen,
dass über 21 % des gesamten deutschen Kanalnetzes sofort bis mittelfristig (innerhalb
der nächsten 5 Jahre) saniert werden muss.1 Vor diesem Hintergrund ist es
interessant, dass sich immer mehr Kanalnetzbetreiber zu langlebigeren Werkstoffen
wie PE 100 bekennen und ein verstärkter Trend (auch in Nennweiten oberhalb
DN 800 mm) zu biegeweichen Kunststoffrohren in der kommunalen Abwasserentsorgung
zu verzeichnen ist. Dabei ist es von Bedeutung, dass die Entscheidung zugunsten
PE 100 meistens trotz eines leicht höheren Anschaffungspreises fällt. Gründe, die
von den Kanalnetzbetreibern bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden, sind die
geringen Folgekosten für den wartungsfreien Betrieb, der günstigere Unterhalt und die
hohe Gebrauchstauglichkeit des Netzes von 100 Jahren und mehr.2 Ähnlich wie in der
Gas- und Trinkwasserversorgung hält deshalb auch PE 100 in der kommunalen Abwasserentsorgung
Einzug.
Kunststoffe in der kommunalen Abwasserentsorgung
In Deutschland wurde die Kanalisation seit dem Jahre 1842 systematisch ausgebaut…mehr unter:
http://gutachter-kanal.de/18.html
Autoren:
Dr. Christian Habedank, FRANK GmbH, Mörfelden-Walldorf
Dipl.-Ing. Matthias Haese, Frank & Krah Wickelrohr GmbH, Wölfersheim
Notwendigkeit und Alternativen zur Abschlussdesinfektion mit Chlor oder Chlordioxid
Viele Wasserversorger in Deutschland nutzen als Abschlussdesinfektionsverfahren die Desinfektion mit Chlor oder
Chlordioxid. Diese Desinfektionsmittel führen jedoch häufig zu Geruchsbeanstandungen beim Verbraucher, so dass
viele Wasserversorger über eine Abstellung oder Veränderung des Desinfektionsverfahrens nachdenken. Gerade wenn
dann nach mehreren Jahren Betrieb Reinvestitionen für die Erneuerung dieser Anlagen anstehen, sind auch Alternativen
zu prüfen.
Hierfür gilt es vor allem, die beiden folgenden Fragen zu beantworten:
– Ist eine Desinfektion in Bezug auf die Rohwasserqualität (Primärdesinfektion) notwendig?
Dies ist immer dann der Fall, wenn das Rohwasser immer oder gelegentlich fäkal verunreinigt ist.
– Ist die Aufrechterhaltung von Desinfektionsmittelrestgehalten bei der Verteilung des Wassers im Leitungsnetz
(Sekundärdesinfektion) notwendig?
Dies wird i.d.R. mit der Vermeidung einer Wiederverkeimung im Leitungsnetz und der Sicherheit gegen
Kontaminationen aus dem Leitungsnetz begründet.
Ob zur Vermeidung einer Wiederverkeimung Desinfektionsmittelrestgehalte erforderlich sind, lässt sich durch Messungen
des Wiederverkeimungspotentials (bzw. des AOC-Gehaltes, assimilierbarer organischer Kohlenstoff) prüfen. Wenn
dieses sehr niedrig ist, kommt es auch ohne Restgehalte nicht zur Wiederverkeimung. Im Gegenteil wird bei vielen
Wässern das Wiederverkeimungspotential durch eine Chlor- oder Chlordioxidzugabe ebenso wie bei einer Ozonung
sogar erhöht, so dass es nach Zehrung der Restgehalte zu einer stärkeren Wiederverkeimung als ohne Zugabe dieser
Desinfektionsmittel kommen kann.
Die Sicherheit gegen Kontaminationen aus dem Leitungsnetz ist bei den in Deutschland zulässigen Restgehalten nur
minimal. Hier sollte das Ziel sein, das Leitungsnetz entsprechend der technischen Regeln so zu betreiben, dass es
nicht zum Eintrag von Kontaminationen kommt.
Wenn sich zeigt, dass eine Primärdesinfektion nicht erforderlich ist, kann auf diese ganz verzichtet werden, sofern
auch das Wiederverkeimungspotential so niedrig ist, dass keine Restgehalte im Netz erforderlich sind. Mehr unter:
Technologiezentrum Wasser
Karlsruher Straße 84
D-76139 Karlsruhe
Tel.: (0721) 9678-0
Fax: (0721) 9678-101
Mail: info@tzw.de
Web: http://www.tzw.de
Neue Methode zur Grundwasserüberwachung
Wie erreichen innovative Konzepte und Technologien den nationalen und internationalen Markt?
Leipzig. Die Überwachung von Wasserressourcen kann in Zukunft effektiver und sicherer erfolgen. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Stockholm entwickelten dazu ein neues Berechnungsverfahren, das es erlaubt, von einzelnen Kontrollbrunnen besser auf den gesamten Wasserkörper im Untergrund zu schließen. Das Monitoring von Schadstofffahnen und die Vorhersage ihres Verhaltens sind entscheidend für ein effektives Management von Grundwasserverunreinigungen, schreiben die Forscher im Fachblatt Water Resources Research.
Durch das neue Rechenverfahren ist es nun möglich, die Qualität des Grundwassers und mögliche Umweltbeeinträchtigungen einzuschätzen. Immerhin stammen drei Viertel des Trinkwassers in Deutschland aus dem Grundwasser. „Früher musste dazu aufwendig an vielen Stellen gebohrt und unzählige Wasserproben ausgewertet werden“, erläutert Prof. Georg Teutsch vom UFZ. „Das neue Verfahren wird die Überwachung von Schadstofffahnen im Grundwasser, wie sie unter vielen ehemaligen Industriestandorten existieren, wesentlich vereinfachen.“ Seit 2000 arbeiten die Forscher an dem Verfahren im Rahmen des Forschungsprogrammes SAFIRA II, das an verschiedenen Standorten in Deutschland neue technische Methoden zur Untersuchung und Sanierung von großflächigen Schadstoffverunreinigungen – so genannte Megasites – untersucht. Geplant ist, die neuen Formeln in eine Software zu integrieren, damit sie künftig von Behörden und Ingenieurbüros genutzt werden können. Dabei werden die Wissenschaftler von einem Kompetenzzentrum unterstützt, das den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis fördert. Das Terra-, Aqua- und Sanierungskompetenzzentrum Leipzig (TASK) hat sich die Förderung einer effizienten Verwertung von Forschungsprodukten im Bereich Boden, Grundwasser und Flächenrevitalisierung zum Ziel gesetzt.
Um aus Ideen wie dieser schneller marktreife Produkte zu machen treffen sich am 23. und 24. Juni 2009 Experten aus Forschung, Verwaltung und Technik auf dem 1. TASK-Symposium in Leipzig. Die TASK-Initiative wird von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützt und steht unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Außerdem wird in Leipzig das Konzept und Vorgehen der TASK-Initiative für den Eintritt von Produkten im nationalen und internationalen Markt vorgestellt. Die Unterstützungsmaßnahmen von TASK laufen derzeit in den Bereichen Sickerwasserprognose, …mehr unter:
http://www.ufz.de/index.php?de=18294
Tilo Arnhold
Studie zu Fleischverzehr und Sterblichkeit
Im März diesen Jahres wurde in der Tagespresse eine amerikanische Studie zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einer erhöhten Sterblichkeitsrate durch Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislaufleiden diskutiert. Das Bundesinstitut für Risi-kobewertung (BfR) hat den Artikel Sinha et al. „Meat Intake and Mortality“ und die Evidenz für den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Mortalitätsrate und einem erhöhten Kon-sum von Fleisch bewertet.
In der prospektiven Kohortenstudie wurde untersucht, ob der Verzehr von Rotfleisch (Rind, Schwein), weißem Fleisch (Geflügel, Fisch) sowie Wurstwaren (Aufschnitt, Schinken, Würst-chen) eine erhöhte Sterblichkeit durch Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere To-desarten bedingt. Dazu wurden die Daten von rund 550.000 Männern und Frauen im Alter von 50-71 Jahren aus 6 US-Staaten und zwei Städten über 10 Jahre lang zum Fleischkon-sum und zu den Todesursachen erhoben. Die Kohorte wurde in fünf Gruppen je nach Menge des Fleischkonsums unterteilt. In der Studie hatten Vielverzehrer von Rotfleisch und Wurst-waren eine um 31 % (Männer) bzw. 36 % (Frauen) höhere Sterberate als Wenigverzehrer. Bei weißem Fleisch war ein umgekehrter Effekt zu beobachten, d.h. bei größerem Verzehr von Geflügel und Fisch nahm das Sterberisiko im untersuchten Zeitraum ab.
Nach Ansicht des BfR ist die prospektive Kohortenstudie zur statistischen Auswertung der…mehr unter:
http://www.bfr.bund.de/cm/208/studie_zu_fleischverzehr_und_sterblichkeit.pdf
Stellungnahme Nr. 023/2009 des BfR vom 29. Mai 2009
Süßstoffe im Wasserkreislauf
Künstliche Süßstoffe kommen als Zuckerersatzstoffe in zahlreichen Getränken und Lebensmitteln vor. Sie sind ausführlich untersucht und gelten als gesundheitlich unbedenklich. Aufgrund ihrer Verwendung kann davon ausgegangen werden, dass sie über kommunale Abwässer in den Wasserkreislauf eingetragen werden und daher sehr gut als Indikatoren für kommunales Abwasser dienen.
Am TZW wurde daher eine neue spurenanalytische Methode zur Bestimmung von sieben künstlichen Süßstoffen in Wasser entwickelt. Über die Ergebnisse der ersten Messungen in zwei kommunalen Kläranlagen sowie verschiedenen Oberflächengewässern informiert ein in Kürze erscheinender Fachartikel (M. Scheurer, H.-J. Brauch, F.T. Lange, Analysis and occurrence of seven artificial sweeteners in German waste water and surface water and in soil aquifer treatment (SAT), Analytical & Bioanalytical Chemistry 2009, im Druck).
Von den sieben untersuchten Süßstoffen waren die vier Stoffe Acesulfam, Cyclamat, Saccharin und Sucralose in allen untersuchten Abwasser- und in Oberflächenwasserproben nachweisbar. Die Kläranlagenzuläufe enthalten einzelne Süßstoffe in Konzentrationen von mehreren zehn µg/L bis zu 190 µg/L für Cyclamat. Während Cyclamat und Saccharin in den untersuchten Kläranlagen zu über 94% eliminiert werden, werden Acesulfam und Sucralose nur unvollständig entfernt.
Acesulfam kommt von allen Süßstoffen in den höchsten Konzentrationen in den Kläranlagenabläufen und in den untersuchten Oberflächengewässern (Rhein, Main, Donau, Neckar, bis zu 2,7 µg/L) vor. Wegen der vergleichsweise hohen Acesulfam-Konzentrationen in den Kläranlagenabläufen und seiner Spezifität für kommunales Abwasser ist es ein besserer Tracer als z.B. pharmazeutische Wirkstoffe wie Carbamazepin. Über Acesulfam-Rückstände lassen sich daher zukünftig selbst sehr geringe Abwassereinflüsse, sei es direkt durch undichte Abwassersammler oder indirekt durch Infiltration von abwasserbeeinflusstem Oberflächenwasser usw. feststellen.
Nachdem erste Ergebnisse aufgrund mehrerer nationaler und internationaler Forschungsarbeiten bekannt geworden sind, wurden am TZW verschiedene Untersuchungen zum Vorkommen und Verhalten der Süßstoffe in der Trinkwasseraufbereitung begonnen. Mit ersten Ergebnissen ist in den kommenden Wochen zu rechnen. Aufgrund der sehr guten Wasserlöslichkeit der Süßstoffe und der Persistenz einzelner dieser Verbindungen, ist zu erwarten, dass sich aufgrund der hohen Analysenempfindlichkeit auch Spuren in oberflächenwasserbeeinflussten Trinkwässern nachweisen lassen werden. Das mögliche Auftreten von Spurenkonzentrationen im Trinkwasser kann ein Akzeptanzproblem für die Verbraucher darstellen, was offensiv diskutiert werden muss.
Schon heute wird dieses Thema in der Fachpresse diskutiert. Es ist damit zu rechnen, dass die Süßstoffe ähnlich wie andere Spurenstoffe Anlass zu einer öffentlichen Diskussion geben werden. Darauf sollten wir fachlich vorbereitet und mit entsprechenden Daten zum Vorkommen gerüstet sein.
Anfragen zum Thema bzw. zu Untersuchungen können gerichtet werden an:
Dr. Frank Thomas Lange
Tel.:+49(0)721/9678-157
Tracerversuch bringt den Beweis – PFT kam von Rüthener Ackerfläche – Staatsanwalt ermittelt weiter
Lippstadt. Die Stadtwerke Lippstadt GmbH hat durch einen Tracerversuch nachweisen können, dass ein bereits saniertes, ehemals stark mit PFT (Perfluorierte Tenside) verseuchtes Feld in Rüthen mit der PFT-Belastung des Rohwassers in der Quellfassung Eikeloh zusammenhängt. Durch ein Markierungsmittel wurde nachgewiesen, dass es einen direkten unterirdischen Fließweg zwischen der Bodenfläche in Rüthen und der Quellfassung in Eikeloh gibt. Wie Martin Sandknop, Betriebsleiter Wasser bei den Stadtwerken Lippstadt erklärt, habe die Auswertung eindeutige Ergebnisse erbracht. Martin Sandknop: „Das Gutachten belegt, dass die Fläche in Rüthen eine Quelle für die PFT-Belastung in Eikeloh darstellt.“ Hinzu kämen diffuse Einträge aus weiteren Flächen. SWL-Geschäftsführer Siegfried Müller: „Aufgrund des klar nachgewiesenen Fließpfades kann das Verfahren von der zuständigen Staatsanwaltschaft jetzt weiter verfolgt werden.“
Die Stadtwerke Lippstadt hatten schon länger den Verdacht, dass die PFT-Belastung auf der Fläche in Rüthen etwas mit der PFT-Verschmutzung in Eikeloh zu tun haben könnte. Martin Sandknop: „Auf einer rund 2,5 ha großen Fläche nördlich von Rüthen waren im Jahr 2007 erhebliche Bodenbelastungen an PFT festgestellt worden. Diese Fläche kam aufgrund der geologischen Situation als eine Quelle für die Belastung in Frage.“ Der Kreis Soest hat diesen stark mit PFT belasteten Acker im vergangenen Jahr mit erheblichem Einsatz öffentlicher Mittel saniert. Um mögliche Fließwege zwischen dieser Fläche und der Quellfassung in Eikeloh zu prüfen, hatten die Stadtwerke Lippstadt zusammen mit dem Büro Schmidt und Partner, der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und in Abstimmung beteiligter Fachbehörden einen Tracerversuch konzipiert und durchgeführt. Der Tracerversuch fand von November 2008 bis März 2009 statt. Sandknop: „Der Versuch ging so vonstatten, dass das Grundwasser auf dem Feld in Rüthen mit einem unsichtbaren und für die Gesundheit unbedenklichen Färbemittel namens Uranin versetzt wurde. An fünf verschiedenen Stellen in Höhe der B1 haben wir dann aus dem Fließwasser Proben entnommen. In allen war das Uranin nachzuweisen.“
Vorbeugende Instandhaltung elektrischer Anlagen
Betriebssicherheit: Erfahrungsbericht zu Sicherheitsprüfungen auf Kläranlagen
Umfangreiche Wartungs-, Umbau- und Prüfarbeiten strapazieren die Personalressourcen
Wie können Verantwortliche allen Anforderungen gerecht werden?
Störungsfrüherkennung zeigt akuten Handlungsbedarf auf
Gesetzliche Bestimmungen und Normen erhöhen das persönliche Haftungsrisiko
Welche Erwartungen sollte ein externer Mitarbeiter erfüllen?
Praktische Fragen zur Prüfung im laufenden Betrieb
Welche Prüfmethoden sind sinnvoll?
Neue Methode (IR-Messungen) erfordert spezielle Methodenkenntnis und Qualifikation
Welche Auffälligkeiten werden entdeckt?
Mit Sicherheit in die Betriebssicherheitsprüfung
Betriebssicherheit: Erfahrungsbericht zu Sicherheitsprüfungen auf Kläranlagen
Gehen wir davon aus, dass eine Kläranlage z.B. einen Trockenwetterzufluss von 1.500 m³/h und einen Regenwetterzufluss von 2.800 m³/h bewältigt, dann beträgt die rechnerische Belastung ca. 96.500 EW (bezogen auf 60 mg BSB5 / EW d.). Dieses aufkommende Volumen wird mit zahlreichen abwassertechnischen Einrichtungen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, gesammelt und zur Kläranlage weitergeleitet. Bei derartigen Kläranlagen und ihren Abwassernetzen ist es nicht ungewöhnlich, dass sie über die Jahre schrittweise modernisiert und ausgebaut werden. Insbesondere betrifft dies auch die elektrischen Anlagen und ihre Steuerungssysteme. Das bedeutet für die Klärwerksbetreiber, dass die Mitarbeiter bereits mit regelmäßigen Wartungen und den notwendigen Umbau- und Anpassungsarbeiten mehr als gut beschäftigt und ausgelastet sind. Die Folge ist – für die wichtigen und regelmäßigen Sicherheitsprüfungen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung bleibt kaum ausreichend Zeit.
Umfangreiche Wartungs-, Umbau- und Prüfarbeiten strapazieren die Personalressourcen
Elektroschaltanlagen und –Steuerungen regeln die Prozesse in den Pumpwerken, den Regenrückhaltebecken und auf der Kläranlage. Durch den kontinuierlichen Aus- und Umbau der Anlage müssen in den einzelnen Anlagenschwerpunkten immer größere und komplexere Elektroschaltanlagen installiert werden. Nur so können die Anforderungen an die Abwasserreinigung erfüllt werden. Die Folge ist – das Aufkommen der erforderlichen Wartungs- und Prüfungsarbeiten wächst weiter sehr stark an. Nicht zu vergessen sind die allgemeinen Aufgaben wie: Störungsdienst und Anpassungsarbeiten. Zu diesen regelmäßigen Arbeiten an den Elektroanlagen kommen die wiederkehrenden Prüfungen im Rahmen der Anforderungen nach BetrSichV hinzu. Auch hier ist ein stetiger Aufgabenzuwachs deutlich zu erkennen, der nicht zuletzt durch die neuen gesetzlichen Anforderungen verstärkt wird.
Die tägliche Verantwortung eines Klärwerksbetreibers erreicht so eine Größenordnung, die nur dann zu bewältigen ist, wenn besonders geschulte Mitarbeiter zur Verfügung stehen und diese nicht krankheits- oder urlaubsbedingt ausfallen.
Wie können Verantwortliche allen Anforderungen gerecht werden?
Spätestens jetzt muss sich der Klärwerksbetreiber Gedanken machen, wie er dafür sorgt, dass die anfallenden Aufgaben vollständig wahrgenommen werden, obwohl gerade in einer solchen Situation wenig Zeit zur Verfügung steht. Im Vorfeld der Risikoanalyse werden üblicherweise folgende Fragen genauer beleuchtet:
| • | Welche innerbetrieblichen oder außerbetrieblichen Möglichkeiten bieten sich an, um die parallel notwendigen Sicherheitsüberprüfungen (BetrSichV) korrekt durchzuführen? |
| • | Welcher Mitarbeiter kann allgemeine Elektroaufgaben übernehmen? – Welche externe fachliche Unterstützung ist möglich? |
| • | Welche externe fachliche Unterstützung ist möglich? |
| • | Welcher Fachmann kann die speziellen elektrischen Anlagen richtig beurteilen und hat hinreichend Erfahrung mit Abwasseranlagen? |
Bei näherer Betrachtung wird schnell klar – es kommen nur Mitarbeiter in Betracht, die neben den
Anlagenkenntnissen auch die elektrotechnische Qualifikation mitbringen und so für die notwendigen
Störungsbeseitigungen bzw. Wartungsarbeiten sorgen können.
| • | Zum einen muss es ein Elektrofachmann sein, der die allgemeinen Wartungen der elektrischen Anlagen durchführt und die internen direkten Funktionsstörungen behebt, |
| • | und zum anderen ein erfahrener und möglichst zertifizierter Sachverständiger, der die regelmäßigen vorbeugenden Instandhaltungen, Störungsfrüherkennungen und die Betriebssicherheit nach BetrSichV als Aufgabe übernimmt. |
Optimal ist ein externer Dienstleister, der in beiden Bereichen sicher ist und verschiedene Messmethoden kompetent anwenden kann.
Störungsfrüherkennung zeigt akuten Handlungsbedarf auf
Vermeintlich kleine, fehlerhafte Veränderungen in der elektrischen Anlage wirken sich u. U. dramatisch auf die Sicherheit aus. Jeder Anlagenverantwortliche kennt das Phänomen, dass die meisten Funktionsstörungen dann auftreten, wenn die Anlage nicht besetzt ist (abends und an Wochenenden). Nicht selten sind lose Klemmen, defekte oder überlastete Kontakte Ursache für Überhitzung und im schlimmsten Fall der Grund für Brände. Hier fachmännisch aktiv zu werden, schützt nicht nur das Objekt, Leib und Leben, sondern wirkt sich auch Kosten sparend auf die Versicherungsprämien aus. Die richtige Auswahl und der kompetente Einsatz der einzelnen Prüfmethoden, im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung, verhindern erhöhte Folgekosten im Schadens-, Fehlerfall. Eine nachweislich sachgerecht durchgeführte vorbeugenden Instandhaltung und damit Störungsfrüherkennung bietet verschiedene Vorteile. Das rechtzeitige Erkennen, welche Steuerungen nicht korrekt funktionieren, hat direkten Einfluss auf das Sicherstellen der Einleitungswerte, die für die Kläranlage von höchster Wichtigkeit sind. Bereits bei intensiven Vorbesprechungen zum Thema, wird häufig deutlich, dass es einen akuten Handlungsbedarf gibt.
Gesetzliche Bestimmungen und Normenerhöhen das persönliche Haftungsrisiko
Anlagenverantwortliche tragen ein hohes persönliches Risiko, denn die BetrSichV fordert das Erfüllen der
gesetzlich notwendigen Sicherheitsprüfung mit folgenden Punkten:

| • | Prüfung durch Fachleute |
| • | Fachverantwortung |
| • | Risikoanalyse |
| • | Leitplan für Prüfintervalle |
| • | Genaue Dokumentation der Prüfungsdurchführung |
Im Ernstfall wird das Unterlassen oder die falsche
Durchführung von Prüfungen als Strafrechtsbestand eingestuft.
Dieses Fehlverhalten gilt nicht mehr als Ordnungswidrigkeit.
Die nachfolgenden Definitionen machen deutlich wie sehr Klärwerksbetreiber, Abwassermeister, Werks-, und Betriebsleiter in der unmittelbaren Verantwortung stehen.
Bild 4: Prüfplaketten

| • | Definition zur Qualifikation einer Elektrofachkraft nach BetrSichV: Ein ausgebildeter Elektrogeselle besitzt mit erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung die Qualifikation zur Prüfung elektrischen Anlagen. Jedoch spricht die Rechtssprechung ihm diese Qualifikation ab, – wenn er nicht regelmäßig auf diesem Fachgebiet geschult wird, – wenn ihm die geeigneten Messgeräte nicht zur Verfügung stehen – wenn er die Arbeiten nicht regelmäßig durchführt. |
| • | Prüfung elektrischer Anlagen, Maschinen und Betriebsmitteln nach: BetrSichV DIN VDE 0100-T610 – Erstprüfung elektrischer Anlagen DIN VDE 0105 – Wiederholungsprüfungen von Anlagen (Anlagenprüfung) DIN VDE 0701 – Prüfung nach Instandsetzung und Reparatur von ortsveränderlichen Betriebsmitteln DIN VDE 0702 – Wiederholungsprüfung ortveränderlicher Betriebsmittel DIN VDE 0298 – Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen in Starkstromanlagen DIN VDE 0113 – Erstprüfung und Wiederholungsprüfungen elektrischer Maschinen DIN VDE 0664 – Fehlerstromschutzeinrichtungen VdS2859/60 – Thermografie elektrischer Anlagen BGV A3 – Unfallverhütungsvorschrift DIN 54191 Thermografie elektrischer Anlagen |
| • | Wichtige, ergänzende Prüfmethode zu den klassischen Prüfmethoden nach VDE Neue Norm DIN 54191 Der Gesetzgeber wird die neue Norm DIN 54191 zerstörungsfreie Prüfung – Thermografische Prüfung elektrischer Anlagen verabschieden. Mit der Inkraftsetzung dieser Norm wird die Thermografie elektrischer Anlagen zur gesetzlichen Pflichtprüfung und somit verbindlich vorgeschrieben. |
| • | Normen und Vorschriften sind teilweise nicht leicht zu verstehen Deshalb gibt es verschiedene, kommentierte Schriftreihen zur VDE. Nachfolgend einige wichtige Schriften: VDE Schriftenreihe, Band 106 – DIN VDE 0100 richtig angewandt VDE Schriftenreihe, Band 43 – VDE Prüfung nach BGV A3 und BertSichV VDE Schriftenreihe, Band 85 – Schadensverhütung in elektrischen Anlagen VDE Schriftenreihe, Band 26 – Elektrische Ausrüstung von Maschinen und Anlagen VDE Schriftenreihe, Band 62 – Prüfung elektrischer Geräte in der betrieblichen Praxis VDE Schriftenreihe, Band 185 – EMV – Blitzschutz von elektrischen und elektronischen Systemen in baulichen Anlagen VDE Schriftenreihe, Band 130 – Schutz gegen elektrischen Schlag VDE Schriftenreihe, Band 143 – Schutz bei Überlast und Kurzschluss in elektrischen Anlagen |
Welche Erwartungen sollte ein externer Mitarbeiter erfüllen?
Zur Durchführung der Prüfungen an den elektrischen Anlagen sollte der Prüfer, neben der erforderlichen
Qualifikation, auch spezielle Anlagenkenntnis von Abwasseranlagen nachweisen. Dazu gehören ebenfalls die Bereitstellung der erforderlichen Prüf- und Messgeräte und die regelmäßige Weiterbildung des Prüfers.
Die allgemeinen Prüfungen elektrischer Anlagen beinhalten, beim qualifizierten Fachmann, folgende Schwerpunkte:

| • | Begehen der Anlage |
| • | Generelle Sichtkontrollen |
| • | Messtechnische Prüfungen (Schutzmaßnahmen, Isolationen) |
| • | Temperaturmessungen jeweils als Stichprobe (umfassender und genauer ist die Thermografie) |
| • | Prüf- und Abschlussberichte |
Die Messergebnisse der einzelnen Stromschienen, Schütze, sonstiger Bauteile und Verdrahtung, auf der Grundlage der gültigen Normen (DIN/VDE usw.) und
der aktuellen Strombelastung, müssen fachlich korrekt beurteilt werden.
Günstig ist, wenn der Mitarbeiter verschiedene Messmethoden beherrscht, z. B. die thermische Untersuchung mit der Infrarotkamera. Mit ihr kann systematisch nach Temperaturauffälligkeiten gesucht werden. Speziell bei der Thermografie ist es unabdingbar, dass ein – zertifizierter Sachverständiger Elektrothermograf – zusätzlich alle Fachkompetenzen für den Bereich der Elektrotechnik nachweist. Die notwendigen Qualifikationen auf beiden Fachgebieten besitzt ein nach VdS 2859 zertifizierter Thermograf, dessen Praxisgrundlage die Elektrotechnik ist. (mehr in: IR-Qualifikationen) Neben seiner fachlichen Kompetenz ist auch die technische Ausrüstung von entscheidender Bedeutung. (z.B. das Infrarotkamerasystem) In verschiedensten Publikationen beim VdS (Verband der Sachversicherer) und VATh (Verband für angewandte Thermografie) sind die wichtigsten Kriterien zur Qualifikation ausführlich dargelegt.
Praktische Fragen zur Prüfung im laufenden Betrieb
Gerade auf der Kläranlage ist die Sachkenntnis eines Elektrofachmanns mit Abwassererfahrung notwendig. Nur so können sehr spezifische Fragen und Voraussetzungen besprochen und berücksichtigt werden.
| • | Wie können die zahlreich vorhandenen Reserveaggregate in die Prüfung mit einbezogen werden? |
| • | Kann während der Prüfung des Hauptaggregats auf das Reserveaggregat umgeschaltet werden? |
| • | Ist es möglich bei den Frequenzumformerabgängen auf die Bypass-Schaltung umzuschalten? |
| • | Kann z. B. zur Prüfung, das Regenfangbecken teilweise gefüllt werden, um alle Aggregate (Pumpen, Rührwerke, Wibeljets) zu betreiben? |
Welche Prüfmethoden sind sinnvoll?
Um Anlagenausfälle zu vermeiden, sollten Prüfmethoden gewählt werden, die elektrische Anlagen unter Betriebsbedingungen – also unter tatsächlicher Strombelastung – „abtasten“. Die herkömmlichen Methoden nach VDE werden heute bereits durch die Thermografie ergänzt und zukünftig sogar nach DIN 54191 gefordert. Die Thermografie ist effektiv, wirtschaftlich und deshalb den stichprobenartigen Temperaturmessungen klar vorzuziehen. Gerade die thermische Messmethode, insbesondere im Bereich der vorbeugenden Instandhaltung, bietet deutliche Vorteile, da sie die Oberflächentemperaturen berührungslos und chronologisch in den Schaltanlagen erfasst. Durch den Einsatz der Wärmebildkamera entstehen beeindruckende Infrarotbilder mit hohem technischem Informationsgehalt.
Neue Methode (IR-Messungen) erfordert spezielle Methodenkenntnis und Qualifikation
Bei der IR-Messmethode gibt es eine große Anzahl von Faktoren zu beachten, damit die Werte im Bild
(Thermogramm) und später im Bericht korrekte Aussagen enthalten. Einige wichtige Parameter bei dieser Messung sind:
| • | der Emissionsgrad der zu prüfenden Materialien |
| • | die reflektierte Wärmestrahlung der zu prüfenden Geräte bzw. der Umgebung |
| • | die Messfleckgröße |
| • | die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit |

Einen entscheidenden Einfluss auf die IR-Bildqualität haben
die technischen Eigenschaften der IR-Kamera.
| • | die Auflösung der einzelnen Thermogramme (jedem Pixel wird ein eigener Temperaturdetektor zugeordnet) |
| • | Normalbilder zum Vergleich |
| • | die Auswahl spezieller Objektive (geometrische Eigenschaften) |
| • | Abstand zum Messobjekt beeinflusst die Messfleckgröße |
| • | Abstimmen der Geräteeigenschaften auf das Messobjekt |
Damit die Ergebnisse später verwertbar sind, müssen sie fachgerecht und richtig beurteilt werden. Das setzt eine hohe Fachkompetenz auf den Gebieten – Elektrotechnik, Thermografie und Kläranlagen – voraus. Um konkrete Aussagen zum Stand der Anlagensicherheit zu treffen, wird zusätzlich ausgeführt:
| • | Messen der Stromkreisbelastung |
| • | Umwelt- und Umgebungseinflüsse |
| • | Besprechen der Auffälligkeiten im Detail |
| • | Wenige Tage später der Abschlussbericht |
| • | sämtliche Aufnahmen und Kopien des Berichts auf Datenträger |
Welche Auffälligkeiten werden entdeckt?
Zu den thermisch typischen Auffälligkeiten und ihrer Behebung gehören:

| • | Nachziehen von Klemmstellen und Anschlussverbindungen |
| • | Austausch defekter Bauteile |
| • | Korrektur von Ausführungsmängeln der Schaltanlagenbauer z. B. Einzeladern mit unterschiedlichen Leitungsquerschnitten, falsche bzw. zu geringe Aderquerschnitte bezogen auf die Strombelastung |
Es werden oft Fehler gefunden:
| • | die man mit herkömmlichen Prüfungsmethoden nicht oder nur zufällig entdeckt |
| • | die sich noch in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung befinden |
| • | die als gefährlich einzustufen sind und eine direkte Gefahr darstellen |
Nach Abschluss der Sicherheitsprüfungen sind Klärwerksbetreiber häufig positiv überrascht und erleichtert.
Bild 8: Messdaten zur Berichtserstellung auswerten

Bild 9: Prüfbericht Ausschnitt

Mit Sicherheit in die Betriebssicherheitsprüfung
Gefundene Fehler entlasten nicht nur den Bereitschaftsdienst, sondern erhöhen die Sicherheit der elektrischen Anlage, des Verantwortlichen, der Mitarbeiter und auf der Klärwerksanlage um ein Vielfaches. (mehr im Prüfbericht: FW-Ene-Juli-09-AB0900999) Der Schutz vor größeren Anlagenausfälle oder Schäden muss gewährleistet sein. Deshalb haben regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der Schaltanlagen die höchste Priorität.
Gehen Sie kein Risiko ein!
Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.
Nicht zuletzt spielt auch die wirtschaftliche Komponente eine Rolle – effektives Messen in einem angemessenen Zeitraum ist Voraussetzung.
Der zeitliche und finanzielle Aufwand zur Vorbereitung und Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen (nach BGV A3 / BetrSichV), im Verhältnis zum Ergebnis, ist nachhaltig wirtschaftlich und rechtfertigt eindeutig den Prüfungsaufwand.
Herzlichen Dank an die Detmolder Abwasser GmbH für das freundliche und kooperative Bereitstellen von Informationen und Bildmaterial.
Herbert Bäumer, www.bl-automation.de










