Zur Phosphatrückgewinnung soll dabei eine neuartige Kombination aus „saurer“ Thermodruckhydrolyse und MAP-Fällung (Magnesiumammoniumphosphatfällung) eingesetzt werden. Durch die saure Thermodruckhydrolyse wird ein Maximum an Phosphor aus dem Belebtschlamm in Lösung gebracht. Bei niedrigen pH-Werten gehen die in der chemischen Phosphoreliminierung der Kläranlage ausgefällten Aluminium- und Eisensalze wieder in Lösung, und durch die hohen Temperaturen und Drücke wird außerdem der in der Biomasse gebundene Phosphor weitgehend freigesetzt.
Der so aufbereitete Schlamm wird dann zur Erzeugung von Biogas in den Faulturm gepumpt, dass wiederum bei der Verstromung die nötige Wärme liefert, um das Thermoöl der TDH aufzuheizen. Durch die saure Thermodruckhydrolyse sollten auch die Biogasausbeute und der Methangehalt im Biogas steigen, was zu einer höheren Strom- und Wärmeproduktion führt.
Der „ausgefaulte“ Schlamm wird anschließend entwässert und das Phosphat aus dem Schlammwasser mit Magnesiumsalzen als MAP ausgefällt. Im Gegensatz zur MAP-Fällung im Schlamm ergibt sich bei dieser Prozessführung ein weitgehend trockenes Produkt von hoher Reinheit, das sich sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie besser vermarkten lässt als ein phosphorreicher Schlamm. Das an Phosphor abgereicherte (Filtrat-) Wasser wird in die Kläranlage zurückgeführt, womit sich die Rückbelastung an Phosphor deutlich verringert. Der vor der MAP-Fällung abgetrennte Klärschlamm soll weiterhin der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden.
Die Zusammenarbeit der Stadt Pirmasens und des Prüf- und Forschungsinstituts Pirmasens hat sich schon in einem laufenden Projekt bewährt, in dem eine Pilotanlage zur Thermodruckhydrolyse und ein zugehöriges Labor auf der Kläranlage Blümeltal errichtet wurden.
Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung soll der Phosphorstoffstrom erhoben und das erhaltene MAP charakterisiert werden. Weiterhin werden die Auswirkungen der Phosphorrückgewinnung auf den Kläranlagenbetrieb und die Verwertbarkeit des Klärschlammes in der Landwirtschaft untersucht.
Eine besondere Beachtung soll auch der möglichen Belastung der beiden Produkte – MAP und Klärschlamm – mit Schwermetallen gewidmet werden.
Ausblick
Im Abschlußbericht der 1. Projektphase wird aufgrund der gewonnen Untersuchungs-ergebnisse eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen um zu ermitteln, ob in einer 2. Projektphase an der Kläranlage Blümeltal eine Demonstrationsanlage zur Phosphor-rückgewinnung mit der Unterstützung des Bundesumweltministeriums aufgebaut und betrieben werden kann.
Das Bundesumweltministerium koordiniert seit einigen Jahren eine länderübergreifende Arbeitsgruppe „Phosphorrecycling aus Klärschlamm“ . Mehr unter:
Quelle: http://www.pirmasens.de
Michael Maas
(Dipl.-Ing.)
Phosphorrückgewinnung an einer kommunalen Kläranlage durch eine neuartige Kombination von Thermodruckhydrolyse und MAP-Fällung
Küvetten-Tests bekommen einen Preis!
…sie zeichnen sich durch eine besondere Nachhaltigkeit aus. Vorbildlich ist
die gesamte Abdeckung des Produktlebenszyklus der Küvetten-Tests:
Benutzte Küvetten-Tests werden beim Kunden abgeholt und im eigenen
Umweltzentrum einem ökologisch hochwertigen Recycling zugeführt.
Die Rückführung ins Umweltzentrum erfolgt aus Deutschland sowie
12 europäischen Ländern. Dadurch kann eine hohe Recyclingquote
der eingesetzten Chemikalien erreicht werden.Gegenüber vergleichbaren
Verfahren bieten die Küvetten-Tests von HACH LANGE eine hohe
Anwendungssicherheit infolge einer vergleichsweise niedrigen Kontaminations-
und Verletzungsgefahr mit gefährlichen Chemikalien. Gleichzeitig
konnte die Menge der eingesetzten Rohstoffe, bezogen auf Chemikalien,
um den Faktor 16 (z.B. beim CSB) gegenüber den DIN-Verfahren
verringert werden. Ebenfalls signifikant verringert werden konnte die
Menge an Verpackungsmaterial (z.B. Papier, Glas).
hach lange
HACH LANGE ist Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2009
Die Jury würdigt die Nachhaltigkeit der Küvetten-Tests zur Wasseranalytik
über den Lebenszyklus durch die Platzierung des Unternehmens
HACH LANGE in der Top 3 der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste
Produkte und Dienstleistungen 2009″ aus mehr als 400 Bewerbern. Mehr unter:
Dem künftig zu erwartenden Fachkräftemangel vorbeugen – vorbildliche Initiative vom AZV Südholstein
Zukunftsweisende Ausbildung im Umweltschutz
Norddeutsche Berufsberater zu Gast beim azv Südholstein
„Ich werde Ihren Betrieb weiterempfehlen.“ Dieses Versprechen im Gästebuch freut die Mitarbeiter des azv Südholstein ganz besonders, stammt es doch von einem wichtigen Multiplikator für die Nachwuchswerbung: vom Berufsberater Uwe Schäfer. Der Teamleiter besuchte mit 23 seiner Kollegen am 11. November 2009 das Kommunalunternehmen, das in Hetlingen das größte Klärwerk Schleswig-Holsteins betreibt.
Vier Stunden lang informierten sich die Fachleute aus Arbeitsagenturen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern über die vier verschiedenen Ausbildungsberufe beim azv. Vor allem die anspruchsvolle Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik stand im Vorder-grund, denn sie war vielen Berufsberatern vor dem Besuch bei den Abwasserprofis kaum bekannt. Des Weiteren informierte der azv über die Ausbildungen zum Industriemechaniker, zum Elektroni-ker für Betriebstechnik und zur Fachkraft für Lagerlogistik.
Bild 1: Auszubildende und Ausbilder empfingen die Gäste im Azubi-Cafe

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung standen die Auszubildenden selbst. Im „Azubi-Café“ präsentierten sie den Berufsberatern an drei Info-Tischen ihren Beruf sowie die Ausbildung beim Kommunalunternehmen azv Südholstein. Sie berichteten aus ihrem Arbeitsalltag, stellten typische Werkzeuge vor und beantworteten Fragen der Experten. Später hatten die Besucher Gelegenheit, gemeinsam mit den Azubis und einigen Ausbildern bei einem Rundgang über das Klärwerk die verschiedenen Ausbildungsstätten wie die Metall- und Elektrowerkstatt oder das Zentrum für An-gewandte Klärtechnik direkt vor Ort zu besichtigen. „Wir haben sehr viel über die Ausbildung beim azv und die vielfältigen Aufgaben im Gewässerschutz erfahren“, so Schäfer, Teamleiter bei der Agentur für Arbeit in Elmshorn und Initiator des halbtägigen Treffens.
Beim azv Südholstein spielt die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle und geht weit über die bloße Vermittlung professioneller Fachkenntnisse hinaus. So engagieren sich etliche der Azubis beispielsweise freiwillig als „Energiedetektive“. Sie beschäftigen sich übergreifend mit Fragen des betrieblichen Umweltschutzes und fahnden beispielsweise nach Energiesparmöglichkeiten im Unternehmen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie in eigenen Faltblättern oder stellen sie firmenintern oder bei größeren Veranstaltungen vor. Möglich seien solche geschäftsbereichsübergreifenden
Angebote nur, weil alle Beteiligten an einem Strang zögen, betont Ute Hagmaier, Referentin Umwelt und Bildung beim azv. „Wir wollen unsere Azubis fit für die Zukunft machen. Dazu gehört auch die Persönlichkeitsbildung und das Erlernen bestimmter Präsentationstechniken“, so Hagmaier. Wer neben einer fundierten Ausbildung auch in der Lage sei, über den Tellerrand des eigenen Berufsbildes zu blicken, werde keine Probleme haben, den wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.
Mädchen sind in technischen Berufen nach wie vor unterrepräsentiert. Speziell den weiblichen Nachwuchs will der azv daher mit dem jährlichen Girls‘ Day ansprechen. Zudem arbeitet das Umweltunternehmen eng mit den Schulen der Umgebung zusammen. „Letztlich versuchen wir so auch, dem absehbaren Fachkräftemangel in der Zukunft entgegenzuwirken und Jugendliche für Umweltberufe zu begeistern“, erklärt Hagmaier. Für seine nachhaltige umweltpädagogische Arbeit wurde der azv Südholstein im September von der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.
Bild 2:Ute Hagmaier, Referentin Umwelt und Bildung beim azv Südholstein und Uwe Schäfer, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit in Elmshorn, haben das Treffen gemeinsam organisiert
Die 24 Berufsberater zeigten sich vor allem von der Atmosphäre bei dem Umweltunternehmen begeistert und lobten den offenen Umgang zwischen Auszubildenden, Ausbildern und Kollegen. Und der Besuch bot nicht nur den Berufsberatern viele wichtige Informationen für ihre tägliche Be-ratungsleistung. Auch für den azv hat sich der Austausch gelohnt: Ein Berufsberater engagierte Ute Hagmaier noch während seines Besuchs als Referentin für den Elternabend einer neunten Klasse. Auch die übrigen Einträge im Gästebuch des Kommunalunternehmens zeigen, dass die Veranstaltung einen guten Eindruck auf die Gäste gemacht hat: „Ein Betrieb, in dem sich Azubis und Eltern wohl fühlen müssen“, so das Fazit eines der Berufsberater.
Abwassermeister(in) – Verzeichnis der Schulen
Hier finden Sie ein Verzeichnis von Meisterschulen zur/zum Abwassermeister(in):
| Bundesland: | |
| • | Baden-Württemberg |
| • | Brandenburg |
| • | Hessen |
| • | Mecklenburg-Vorpommern |
| • | Hamburg |
| • | Niedersachsen |
| • | Nordrhein-Westfalen |
| • | Rheinland-Pfalz |
| • | Sachsen |
| • | Bayern |
| • | Schlesiwig-Holstein |
| Baden-Württemberg | |
| Ort: | 70469 Stuttgart |
| Veranstalter: | Kerschensteinerschule |
| Unterrichtsform: | Wochenendveranstaltung(en) Freitag 8.15-16.10 Uhr Samstag 8.00-13.00 Uhr |
| Adresse: | Steiermärker Straße 72 70469 Stuttgart Tel: 0711/13549-6 |
| Link: | http://www.kerschensteinerschule.de/bildung/umwelt/ms/index.htm |
| Brandenburg | |
| Ort: | 14513 Teltow |
| Veranstalter: | Ausbildungsverbund Teltow e. V. – Bildungszentrum der IHK Potsdam |
| Unterrichtsform: | Wochenendveranstaltung(en) Freitag 15:15 Uhr – 20:05 Uhr Samstag 07:30 Uhr – 14:25 Uhr |
| Adresse: | Oderstraße 57 14513 Teltow Tel.: 03328 475120 |
| Link: | http://www.avt-ev.de/flyer/wb/ma-im-abwasser.pdf |
| Hessen | |
| Ort: | 65201 Wiesbaden |
| Veranstalter: | martin + martin Weiterbildung |
| Unterrichtsform: | Wochenendveranstaltung(en) Freitag 16.00-19.15 Uhr Samstag 8.00-13.00 Uhr |
| Adresse: | Rheingaustr. 94 65201 Wiesbaden Tel.: 0611/9200082 |
| Link: | http://www.martin-weiterbildung.de/ |
| Mecklenburg-Vorpommern | |
| Ort: | 17036 Neubrandenburg |
| Veranstalter: | Bildungsverein f. Umweltschutz und Wasserwirtschaft Neubrandenburg e.V. |
| Unterrichtsform: | |
| Adresse: | Helmut-Just-Straße 8 17036 Neubrandenburg Tel.: 0395/76931-0 |
| Link: | http://www.buw-nb-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=54&Itemid=63 |
| Ort: | 18069 Rostock |
| Veranstalter: | BCAW Bildungscenter GmbH |
| Unterrichtsform: | |
| Adresse: | Messestr. 20 18069 Rostock Telefon: 0381 6865888 |
| Link: | http://www.bcaw-bildungscenter-rostock.de/ |
| Hamburg | |
| Ort: | 21079 Hamburg |
| Veranstalter: | ELBCAMPUS Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg |
| Unterrichtsform: | ungerade KW Mo, Mi, Do 17.30 – 20.45 Uhr, gerade KW Mi 17.30 – 20.45 Uhr, Sa 08.30 – 15.30 Uhr |
| Adresse: | Zum Handwerkszentrum 1 21079 Hamburg Tel.: 040/35905-777 |
| Link: | https://www.elbcampus.de/weiterbildung/seminar_abwassermeister |
| Niedersachsen | |
| Ort: | 31137 Hildesheim |
| Veranstalter: | Deula Hildesheim GmbH |
| Unterrichtsform: | Wochenendveranstaltung(en) und Vollzeitunterricht in Blockform Freitag 15.00-20.00 Uhr, Samstag 8.00-14.45 Uhr und Vollzeitwochen |
| Adresse: | Lerchenkamp 42-48 31137 Hildesheim Tel: 05121/7832-0 |
| Link: | http://www.deula-hildesheim.de/kunden/gw_deula.nsf/TreatAsHTML/E1F51B2697D64A14C1257140003D2D14?Open&Lang=deL1=HomeL2=L3= |
| Ort: | 26506 Norden |
| Veranstalter: | kvhs Norden |
| Unterrichtsform: | Wochenendunterricht und Blockunterricht |
| Adresse: |
Arbeitsbereich Umwelttechnik Tel.: 04931/942 615 oder DWA Tel.: 02242/872-119 |
| Link: | http://www.vhs-norden.net/t3/ |
| Nordrhein-Westfalen | |
| Ort: | Essen |
| Veranstalter: | DWA e.V. |
| Unterrichtsform: | Blockform |
| Adresse: | Rosemarie Ullmann Theodor-Heuss-Allee 17 53773 Hennef Tel. 02242/872119 |
| Link: | www.dwa.de |
| Rheinland-Pfalz | |
| Ort: | 67059 Ludwigshafen |
| Veranstalter: | Berufsbildende Schule Naturwissenschaften Ludwigshafen im Georg-Kerschensteiner-Berufsbildungszentrum |
| Unterrichtsform: | Wochenendveranstaltung(en) Freitag 7.45-16.10 Uhr und 14tägig Samstag 7.30-13.30 Uhr |
| Adresse: | Franz-Zang-Str. 3-7 67059 Ludwigshafen Tel.: 0621/50441-71 |
| Link: | http://www.n.bbslu.de/ |
| Sachsen | |
| Ort: | 01307 Dresden |
| Veranstalter: | Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) |
| Unterrichtsform: | Fernkurs mit Präsenzphasen |
| Adresse: | Gutenbergstraße 6 01307 Dresden Tel.: 0351/4445-60-734 |
| Link: | http://chemie.sbg-dresden.de/index.php?id=543 |
| Bayern | |
| Ort: | 89415 Lauingen (Donau) |
| Veranstalter: | BVS-Bildungszentrum Lauingen |
| Unterrichtsform: | Blockform |
| Adresse: | Kastellstraße 9 89415 Lauingen (Donau) Tel.: 09072/71-0 |
| Link: | http://www.bvs.de/umweltundtechnik/meisterut-berufe/abwassermeister/index.html |
Eine ingenieurtechnische Betrachtung des Projekts Steinhäule
Einleitung
Neue Reinigungsverfahren zur Abwasseraufbereitung ma –
chen es heute möglich und notwendig, die Abwässer noch
besser als bisher zu reinigen. Künftig wird vor allem die Rück –
haltung der schwer abbaubaren und ökologisch kritischen
Rest stoffe, wie Arzneimittelrückstände, Chemikalien usw., im
Mittelpunkt der angestrebten Qualitätsverbesserungen stehen.
Eine große Rolle spielen in Zukunft auch die Vorgaben der
Eu ropäischen Union, die eine einheitliche europäische Regel –
ung im Bereich des Gewässerschutzes und der Anlagen ge –
neh migung vorsieht.
Um diese Aufgaben technisch und qualitativ bewältigen zu
können, bedarf es einer Kapazitätsausweitung der bisherigen
Betriebsfläche beim Zweckverband „ Klärwerk Stein –
häule“. Es werden weitere Klärbecken und eine Filteranlage
benötigt, die dem Zweckverband den Ausbau des Klärwer –
kes entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik ermöglichen
[1].
Frei verlegte Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmes –
ser von DN 1000 bis DN 1400 für die unterirdischen Deni –
trifikationsbecken mit vielen Sonderbauteilen erforderten ei –
ne detaillierte technische Vorplanung hinsichtlich der statischen
Auslegungen und der konstruktiven Gestaltung der
Rohr leitungen.
In Zusammenarbeit mit einer Verlegefirma und Ingenieur bü –
ros wurden für dieses Anwendungsbeispiel gewickelte Groß –
rohre aus PE 1000 zur Abwasseraufbereitung verlegt.
Zweckverband Klärwerk Steinhäule im Kurzportrait
Einzugsgebiet der Kläranlage
Unweit der Donau, unterhalb des Kraftwerks „ Böfinger Hal –
de“, im sogenannten „ Steinhäule“ auf Pfuhler Gemarkung,
be findet sich das Klärwerk, das nach seiner Lage benannt
wurde. Träger ist der Zweckverband „ Klärwerk Steinhäule“,
zu dem sich die Städte Ulm, Neu-Ulm, Senden und Blau –
beuren sowie die Gemeinden Berghülen, Blaustein, Dorn –
stadt, Illerkirchberg, Illerrieden, Schnürpflingen und Staig zu –
sammengeschlossen haben. Das aus dem Einzugsgebiet zu –
geleitete Abwasser wird – gemäß den gesetzlichen Vor –
schriften und behördlichen Entscheidungen – behandelt, ge –
rei nigt und dem Wasserkreislauf durch Ableitung in die Do –
nau wieder zugeführt [1].
Seit 1957 eine gemeinsame Kläranlage
Erst beim Bau des Donaukraftwerks „ Böfinger Halde“ ergaben
sich klare Vorstellungen zum Standort der Kläranlage. Die genaue Lage konnte nur unterhalb der Wehranlage bzw.
der aufgestauten Donau sein, wo mit Hilfe des neuen Zulei –
ters ein Betrieb mit natürlichem Gefälle möglich war. So kam
es zu dem für die Entwicklung der Städte so günstigen Stand –
ort im „ Steinhäule“. 1957 ging – nach zweijähriger Bauzeit
– die gemeinsame mechanische Sammelkläranlage für Ulm
/Neu-Ulm in Betrieb.
Klärwerk Steinhäule – Eine wichtige Aufbereitungsanlage in der Region
Die Anlage umfasst eine Fläche von 11 Hektar. Das Abwas –
ser von rund 400.000 Einwohnerwerte im Einzugsgebiet
des Zweckverbands Klärwerk Steinhäule fließt täglich durch
die Kanalisation in das Klärwerk an der Donau. Eine Was –
ser menge von rund 80.000 bis 100.000 m³ ist pro Tag zu
rei nigen. Rund 40 Prozent davon stammen aus Industrie und
Gewerbe. Beim Klärprozess fallen täglich ca. 20 – 40 Ton –
nen Schlamm (Trockensubstanz) an, die der thermischen Ver –
wertung zugeführt werden. Der Reinigungsprozess vom Ab –
wasserzulauf bis zum Ablauf des geklärten Wassers dauert
rund zehn Stunden. Zum Vergleich: Die Donau würde dazu
mit ihren Selbstreinigungskräften etwa zehn Tage benötigen.
Anforderungen an die Baumaßnahme – Projektbeschreibung
Der Neubau von Denitrifikationsbecken umfasste acht Kas –
ka den mit Zu- und Ablaufkanälen. Jede Kaskade hatte ein
Vo lumen von 2.400 m³ aufzuweisen.
Folgendes Anforderungsprofil lag für das frei verlegte und
unterirdische Rohrleitungssystem vor:
_ Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmesser von
DN 1000 bis DN 1400 für eine flexible Wasserführung
und -verteilung
_ Die unterirdischen Rohrleitungen beinhalteten Sonder bau –
tei le wie Abzweigungen, Schieber, Wandeinbindungen
und Reduktionen
_ Durchflussleistung: 55 bis 70 m3/min
_ Betriebstemperaturen: 5 und 20 °C
_ zulässiger Betriebsdruck/Systemdruck: max. 1,5 bar
_ Nutzungsdauer: 50 Jahre.
Den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf
Von:
Thomas Böhm, LyondellBasell Industries, Frankfurt am Main
Matthias Haese, Frank & Krah Wickelrohr GmbH, Wölfersheim
Jochen Obermayer, FRANK GmbH, Mörfelden-Walldorf
Berechnung der Abwassertemperatur in der Kanalisation
Einführung in das Simulationsprogramm TEMPEST
Umweltingenieurstudenten der ETH haben an einem Kanalabschnitt in der Nähe von Rümlang
Messungen und Simulationsrechnungen durchgeführt, mit dem Ziel, den Wärmehaushalt
in der Kanalisation zu erfassen und den Einfluss einer geplanten Wärmeentnahme
auf die Abwassertemperatur zu untersuchen [1]. Diese Arbeit wird hier benutzt für eine Einführung
in das Simulationsprogramm TEMPEST, mit dem der Verlauf der Abwassertemperatur
in Kanalsystemen berechnet werden kann. Die Übung verlangt keine speziellen Vorkenntnisse. Sie basiert auf einem bereits kalibrierten
Modell, mit dem die Eigenschaften und Möglichkeiten von TEMPEST kennen gelernt und ein
paar einfache Fragen im Zusammenhang mit Abwasserwärmenutzung beantwortet werden
sollen .Mehr unter:
http://www.tempest.eawag.ch/downloads/Aufgabenblatt_PEAK_Kurs.pdf
Europäische Untersuchung der Leistungsfähigkeit verschiedener Rohrleitungssysteme bzw. Rohrmaterialien für städtische Entwässerungssysteme unter besonderer Berücksichtigung der ökologischen Auswirkungen während der Nutzungszeit
Die hier vorgestellte „Untersuchung der Leistungsfähigkeit verschiedener Rohrleitungssysteme
bzw. Rohrmaterialien für städtische Entwässerungssysteme unter besonderer Berücksichtigung
der ökologischen Auswirkungen während der Nutzungszeit“ wurde von der Prof. Dr.-Ing. Stein &
Partner GmbH, Deutschland durchgeführt. Ein externer europäischer Sachverständigenausschuss
war maßgeblich an dem Projekt beteiligt: Durch das Einbringen der verschiedenen Ansichten über
die Lage der Kanalisationssysteme in den jeweiligen Ländern wurde ein ganzheitlicher
europäischer Blick auf das Projekt gewährleistet. Das spezielle Wissen der einzelnen
Sachverständigen erleichterte die Angleichung der analytischen Verfahrensregeln von „STATUS
Kanal“ an die spezifischen Anforderungen des Projekts. Die vom Sachverständigenausschuss
durchgeführte Überprüfung des analytischen Ansatzes des Projekts führte zu repräsentativen
Ergebnissen.
Der Ausschuss bestand aus …mehr unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/bersetzung_kurzfassung_smp-bericht.pdf
Von: S & P Consult GmbH
Konrad-Zuse-Str. 6, 44801 Bochum
Kunststoffrohrsysteme für die kommunale Abwasserentsorgung
Immer wieder hört und liest man über den maroden Zustand
von Abwasserkanälen in Deutschland. Der Umweltausschuß
des Deutschen Bundestages z.B. hat am 16.
Juni 1999 in einer Beschlußempfehlung festgestellt, daß
ca. 22 % des öffentlichen Kanalnetzes in Deutschland
schadhaft sind und daß von den festgestellten Schäden
20-25 % einer dringenden Schadensbehebung bedürfen.
Der gesamtdeutsche Sanierungsbedarf des Abwassernetzes
wird von der Bundesregierung nach Länderumfragen
auf rd. 80 Mrd. Euro geschätzt.
Nach den Ergebnissen der ATV-DVWK-Umfrage 2001
sind ca. 17 % der öffentlichen Kanalisation kurz- bzw.
mittelfristig sanierungsbedürftig. Hierfür müßten rund
45 Mrd. Euro veranschlagt werden. Weitere 14 % des
Netzes weisen geringfügige Schäden aus und müssen
langfristig saniert werden.
Eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft
e.V. geht bis zum Jahr 2015 für die öffentliche
Kanalisation von einem Neubau- und Instandhaltungsbedarf
zwischen jährlich 2.573 und 6.081 km
aus bei einem geschätzten Investitionsvolumen zwischen
3,31 und 7,57 Mrd. DM jährlich. Viele Fachleute befürchten
auch eine zumindest ähnliche Schadensrate auf
dem Gebiet der privaten Abwasserleitungen. Professor
Dietrich Stein von der Ruhr-Universität Bochum schätzt
auf der Grundlage lokaler Untersuchungen notwendige
Sanierungskosten auf 4.000 Euro pro Grundstück.
Die Sanierungsnotwendigkeit ergibt sich vor allem aus
der Überlastung und damit dem Bruch der Rohre. Das
kann auf Planungs- und Verlegefehler zurückgeführt
werden, betrifft aber vor allem Rohre aus traditionellen
Werkstoffen. Dennoch werden auch heute gerissene/gebrochene
Rohre unbeschadet der gemachten Erfahrungen
meistens durch solche gleicher Bauart ersetzt. Bei
Kunststoffrohren hingegen trägt aufgrund ihrer Flexibilität
das umgebende Erdreich die Lasten; Brüche treten nicht
auf.
Angesichts dieser Zahlen, des Kostendrucks auf die öffentlichen
Haushalte und der allgemein sehr hohen Abwassergebühren
sind technisch ausgereifte und wirtschaftliche
Problemlösungen in der Abwasserentsorgung
wichtiger denn je, wie sie von modernen Kunststoffrohrsystemen
geboten werden. Diese Publikation soll dies in
geraffter Form durch ein breites Spektrum an Informationen
deutlich machen. Schließlich setzen sich Kunststoffrohre
trotz ihrer ausgezeichneten Produkteigenschaften
im kommunalen Bereich – bei deutlicher Steigerung in
den letzten Jahren – zu langsam durch. Während in
Nordamerika ca. 85 % und in Nordeuropa 60 % bis
90 % der Neubauten in der öffentlichen Abwasserentsorgung
in Kunststoffrohren ausgeführt werden, vergibt die
öffentliche Hand in Deutschland – vielleicht aus Tradition?
– nur zwischen 10 % und 20 % ihrer Aufträge an die
Kunststoffrohrbranche. Hingegen sind Kunststoffrohre auf
dem Gebiet der Grundstücksentwässerung mit ca. 90 %
Marktanteil dominant. Und wenn es zu notwendigen Reparaturen
kommt, werden auch diese zu etwa 80 % mit
Kunststoffrohrsystemen verwirklicht.
1. Öffentliche Kanäle und Grundstücksentwässerung
1.1 Öffentliche Kanäle
Kanalisationsanlagen stellen ein langlebiges Wirtschaftsgut
dar mit Abschreibungszeiträumen bis zu 100 Jahren.
Deshalb verlangen z.B. Kommunen als Auftraggeber von
den Rohrleitungssystemen mit Recht gleichbleibend hohe
Qualität über lange Zeiträume. Mehr unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/abwasserentsorgung.pdf
Der Brot- und Kölschvergleich – Trotz Erhöhung sind die Abwassergebühren in Köln günstig!
Kosten liegen noch deutlich unter dem Durchschnitt der NRW-Großstädte
Zitat: Pro Person kosten also die Ableitung und Reinigung des Kölner Abwassers 81,84 Euro pro Jahr, im Monat sind das 6,82 Euro, pro Woche nur 1,57 Euro und 22 Cent pro Tag. Damit ist die Reinigung des Abwassers pro Tag immer noch billiger als ein Brötchen in den meisten Bäckereien Kölns und in etwa so teuer wie ein Glas Kölsch in der Woche.
Hier die komplette Mitteilung der StEB:
Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) werden zum 1. Januar 2010 die Abwassergebühren um 20 Cent (3,74 Prozent) pro Person und Monat im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Damit beträgt die Gebühr für die Reinigung von Schmutzwasser 1,49 Euro/m³, die Gebühr für die Reinigung von Niederschlagswasser wird auf 1,28 Euro/m² erhöht.
Gründe für die Gebührenerhöhung liegen zum einen im deutlich höheren Aufwand für die Sanierung des Kanalnetzes und zum anderen in höheren Personalkosten begründet. Als den Gebührenhaushalt belastend hat sich außerdem der deutliche Rückgang des für die Gebührenkalkulation herangezogenen Frischwasserverbrauches ausgewirkt. Hierdurch verteilen sich die Kosten auf geringere Mengen, was zu erhöhten Einzelpreisen führt.
Entlastend hingegen wirken die Senkung des für die Abwassergebühren relevanten Abschreibungs- und Zinsaufwandes. Durch weitere umfangreiche Einsparmaßnahmen können wir eine stärkere Gebührenerhöhung kompensieren und dennoch notwendige Reparaturen und Investitionen durchführen. Hierdurch werden hohe Qualität unserer Leistungen und die langfristige Betriebssicherheit der Kläranlagen und Kanalnetze gewährleistet. Insgesamt geben wir die Kostensteigerung nur teilweise weiter. Die Mehrbelastung können die StEB allerdings nicht vollständig auffangen.
Die Reinigung des Kölner Abwassers ist trotz der leichten Erhöhung der Gebühren noch immer deutlich preiswerter als in den meisten Großstädten Deutschlands und Nordrhein-Westfalens. Die Höhe der Abwassergebührenbelastung eines 4-Personen-Haushaltes* liegt mit rund 327 Euro unter dem Niveau von 1995 mit 334 Euro für die Reinigung des Abwassers in einem Jahr. Zwar liegen die Gebührensätze geringfügig über den Sätzen von1995, doch ist die für die Berechnung der Gebühren zugrunde gelegte Frischwassermenge deutlich gesunken (-2,2 Prozent), so dass die Kosten insgesamt unter dem Niveau von vor 15 Jahren liegen.
Berechnungsbeispiel für eine vierköpfige Kölner Familie
1,49/m³ x 124,71 (durchschnittlicher Wasserverbrauch in m³ pro Jahr) = 185,82
1,28/m“ x 110,57 (durchschnittliche angeschl. Fläche in m² pro Jahr) = 141,53
Summe = 327,35
Der Brot- und Kölschvergleich
Pro Person kosten also die Ableitung und Reinigung des Kölner Abwassers 81,84 Euro pro Jahr, im Monat sind das 6,82 Euro, pro Woche nur 1,57 Euro und 22 Cent pro Tag. Damit ist die Reinigung des Abwassers pro Tag immer noch billiger als ein Brötchen in den meisten Bäckereien Kölns und in etwa so teuer wie ein Glas Kölsch in der Woche.
* Vierköpfige Familie mit einem statistischen Schmutzwasseranfall von 124,71 m³ und einer durchschnittlichen Fläche von 110,57 m² (Einfamilienhaus)
Ansprechpartner:
Herr Otto Schaaf, Telefon (0221) 22125850
Vorstand StEB Köln
Handwerksmeister der Münchner Stadtentwässerung studieren
Zwei Handwerksmeister der Münchner Stadtentwässerung haben zum Sommersemester 2009 an der Hochschule München ein Gaststudium in den Fächern der Wasserwirtschaft begonnen. Normalerweise arbeiten sie bei der Münchner Stadtentwässerung und sind dort mit Planung und Bau von Abwasserkanälen betraut. Die beiden Studenten, Werner Löb und Christian Zollner, haben bereits mit gutem Erfolg die erste Prüfung im Fach Hydraulik abgelegt. Im jetzigen Wintersemester besuchen sie neben ihrer Arbeitszeit regelmäßig die Lehrveranstaltungen zu den Grundlagen der Siedlungswasserwirtschaft. Die vertraglichen Voraussetzungen wurden mit Zustimmung des bayerischen Wissenschaftsministeriums zwischen Hochschule und Stadtverwaltung geschaffen. Durch diese Weiterbildungsmaßnahme wird die Münchner Stadtentwässerung ihre Meister künftig vielfältiger einsetzen und mit umfangreicheren Aufgaben betrauen können.
Quelle: http://www.dwa.de









