Start Blog Seite 137

Vorsorge statt nachträglicher Reparatur in Kläranlagen

0

Wasserwirtschaft zur Forderung nach einer vierten Reinigungsstufe

97 Prozent der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht die aktuellen Forderungen nach Einführung einer vierten Reinigungsstufe kritisch. „Wir müssen alles daran setzen, dass bestimmte Stoffe erst gar nicht in das Abwasser gelangen, seien es Stoffe aus Medikamenten oder beispielsweise Dünger. Hier sind in erster Linie die Hersteller solcher Produkte in der Pflicht“, betonte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich aktueller Forderungen nach der Einführung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen. Der BDEW sieht bei solchen Forderungen die Gefahr, dass auf die Abwasserentsorgungsunternehmen umfassende und sehr kostenintensive Maßnahmen zukommen, ohne das damit die Probleme an der direkten und unmittelbaren Quelle gemäß dem Verursacherprinzip tatsächlich gelöst werden. Aus Sicht des BDEW dürfen naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Schadstoffe grundsätzlich nicht in Gewässer eingeleitet werden. Auf der Grundlage des Verursacher- und Vorsorgeprinzips muss an der Quelle der Belastungen angesetzt werden, statt eine nachträgliche Reparatur im Wasserwerk oder in der Kläranlage vorzunehmen. Darüber hinaus habe das UBA selber darauf hingewiesen, dass 99 Prozent der Keime in den Abwasserbehandlungsanlagen eliminiert werden, so Weyand. Das UBA habe zudem eindeutig festgestellt, dass eine Gefahr für das Trinkwasser durch den im Sommer 2011 aufgetretenen EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden konnte.
„Die EU-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt, dass die Verschmutzer die von ihnen verursachten Kosten zu tragen haben. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Reparatur. Vorsorgender Gewässerschutz heißt, für die künftigen Generationen zu handeln“, so Weyand.

Die Standards zur Behandlung von Abwasser in Deutschland sind im europäischen Vergleich sehr hoch: 97 % der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt, dies ist die biologische Behandlung mit Nährstoffelimination, d. h. die dritte Reinigungsstufe entsprechend der EG-Richtlinie Kommunales Abwasser. Die Daten, die für 18 EU-Länder vorliegen, zeigen, dass Deutschland anders als viele andere Staaten die EU-Vorgaben in vollem Umfang erfüllt und im europäischen Vergleich sehr gut abschneidet (Quelle: EU-Kommission 2009, BMU 2009).

Ziel muss es sein, Verschmutzungen an der direkten Quelle zu vermeiden. Dies wird im Falle der Pestizide durch ein strenges Zulassungsverfahren erreicht. Bei Röntgenkontrastmitteln und Arzneimitteln sind beispielsweise Maßnahmen bei den Indirekteinleitern wie Krankenhäusern und Spezialkliniken erforderlich. Der BDEW setzt sich hier seit Jahren für gesetzliche Regelungen ein. „Wir fordern eine Umweltrisikobewertung für Human- und Tierarzneimittel im Rahmen des Zulassungsverfahrens“, so Weyand.

Erforderlich sei es darüber hinaus, die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, wie Belastungen der Umwelt durch Stoffspuren vermieden werden können: Hierbei geht es um die Rücknahme und Entsorgung überflüssiger Arzneimittel z. B. durch Hersteller, Apotheker oder andere Verkaufsstellen.

„Die Gewässer zu schützen, ist vordringliche Staatsaufgabe. Ausdrücklich unerwünscht sind naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Stoffe. Denn diese Stoffe zu entfernen, kostet die Ver- und Entsorgungsunternehmen Geld – und damit die Bürger“, so Weyand.

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_20110930-PI-Wasserwirtschaft-zur-Forderung-nach-einer-vierten-Reinigungsstufe?open&ccm=900010020010

Große Herausforderungen für die Siedlungswasserwirtschaft

0

Was ist zu tun, wenn es in Siedlungsgebieten aufgrund nicht ausreichender Sielkapazitäten zu Überflutungen kommt, das Gewässer aber keine weiteren Abflüsse aus dem Siedlungsgebiet mehr aufnehmen kann? Wie sollen Regenabflüsse von stark befahrenen Straßen behandelt werden und ab wann ist eine Behandlung erforderlich? Wer legt hier die Anforderungen an die Behandlung fest und wer ist für die Umsetzung der Maßnahmen und den anschließenden Betrieb der Behandlungsanlagen zuständig?

Für diese und weitere Fragestellungen werden von der AG Siedlungswirtschaft mit wissenschaftlicher Unterstützung der TU Kaiserslautern Lösungen erarbeitet. Die aktuellen Arbeiten lassen sich in die drei folgenden Themenschwerpunkte unterteilen:

Kartenwerk und Potentialanalysen:
• Weiterentwicklung der Versickerungspotentialkarte
• Entwicklung und Erstellung der Flächenpotentialkarte
• Verschneidung der Versickerungspotentialkarte mit der Flächenpotentialkarte zum „Informationssystem Regenwasserbewirtschaftung Hamburg“ („Info_RWBH“)
• Erstellung von Wasserhaushaltsbilanzen in IST- und PLAN-Szenarien
• Potentialanalyse in Bezug auf dezentrale Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen und einen naturnahen Wasserhaushalt

Überflutungsnachweis, Risikobetrachtung und Überflutungsschutz:
• Methodenentwicklung zur Gefährdungsanalyse für außergewöhnliche Starkregenereignisse als Grundlage für eine Risikoabschätzung kanalinduzierter Überflutungen
• Methodenentwicklung zur Berechnung / Abschätzung des oberflächigen Abflusses in Sieleinzugsgebieten
• Weiterentwicklung der „Flächenmitbenutzung“ als ein Werkzeug für die Lösung von Überflutungspunkten

Emissions-Immissionsbetrachtung, Regenwasserbehandlung:
• Entwicklung und Abstimmung eines kombinierten Emissions- und Immissionsnachweises zur Bewertung von Regenwassereinleitungen in Gewässer
• Wirksamkeitsbewertung und Kostenschätzung von Maßnahmen der zentralen und dezentralen Regenwasserbehandlung

Die Arbeiten erfolgen sowohl AG-intern als auch in AG übergeordneten Arbeitskreisen. Alle Entwicklungen werden zunächst in festgelegten Pilotgebieten erprobt, um Empfehlungen für zukünftige Anwendungen in der Praxis geben zu können. In den Pilotgebieten werden mit zunehmendem Arbeitsfortschritt zuständige Behörden sukzessive involviert und entstehende (nicht technische) Fragestellungen in die Querschnittsthemen des Projektes eingebracht.

Aktuelle Pilotgebiete sind:
• Einzugsgebiet Schleemer Bach/Jenfelder Bach (Potentialkarten, E-I-Nachweisführung), Bezirk Mitte
• Retentionsbodenfilter Einzugsgebiet Fuchsbergredder und Manshardtstraße, Bezirk Mitte
• Betrieb von Filtertrummen in der Straße Vollhöfner Weiden, Bezirk Mitte
• Flächenmitbenutzung Ohlendorffspark, Volksdorf, Bezirk Wandsbek
• Regenrückhaltebecken Haferacker, Neugraben, Bezirk Harburg
• B-Planverfahren Iserbrook 23, Bezirk Altona (Mitarbeit AG Stadt-und Landschaftsplanung)

Darüber hinaus werden entwickelte Methoden direkt im Tagesgeschäft für öffentliche und private Auftraggeber von HAMBURG WASSER erprobt, angewendet und weiterentwickelt.

Quelle: http://www.risa-hamburg.de/index.php/ag-siedlungswasserwirtschaft.html

Vorsorge statt nachträglicher Reparatur in Kläranlagen

0

Wasserwirtschaft zur Forderung nach einer vierten Reinigungsstufe

97 Prozent der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht die aktuellen Forderungen nach Einführung einer vierten Reinigungsstufe kritisch. „Wir müssen alles daran setzen, dass bestimmte Stoffe erst gar nicht in das Abwasser gelangen, seien es Stoffe aus Medikamenten oder beispielsweise Dünger. Hier sind in erster Linie die Hersteller solcher Produkte in der Pflicht“, betonte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich aktueller Forderungen nach der Einführung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen. Der BDEW sieht bei solchen Forderungen die Gefahr, dass auf die Abwasserentsorgungsunternehmen umfassende und sehr kostenintensive Maßnahmen zukommen, ohne das damit die Probleme an der direkten und unmittelbaren Quelle gemäß dem Verursacherprinzip tatsächlich gelöst werden. Aus Sicht des BDEW dürfen naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Schadstoffe grundsätzlich nicht in Gewässer eingeleitet werden. Auf der Grundlage des Verursacher- und Vorsorgeprinzips muss an der Quelle der Belastungen angesetzt werden, statt eine nachträgliche Reparatur im Wasserwerk oder in der Kläranlage vorzunehmen. Darüber hinaus habe das UBA selber darauf hingewiesen, dass 99 Prozent der Keime in den Abwasserbehandlungsanlagen eliminiert werden, so Weyand. Das UBA habe zudem eindeutig festgestellt, dass eine Gefahr für das Trinkwasser durch den im Sommer 2011 aufgetretenen EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden konnte.
„Die EU-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt, dass die Verschmutzer die von ihnen verursachten Kosten zu tragen haben. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Reparatur. Vorsorgender Gewässerschutz heißt, für die künftigen Generationen zu handeln“, so Weyand.

Die Standards zur Behandlung von Abwasser in Deutschland sind im europäischen Vergleich sehr hoch: 97 % der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt, dies ist die biologische Behandlung mit Nährstoffelimination, d. h. die dritte Reinigungsstufe entsprechend der EG-Richtlinie Kommunales Abwasser. Die Daten, die für 18 EU-Länder vorliegen, zeigen, dass Deutschland anders als viele andere Staaten die EU-Vorgaben in vollem Umfang erfüllt und im europäischen Vergleich sehr gut abschneidet (Quelle: EU-Kommission 2009, BMU 2009).

Ziel muss es sein, Verschmutzungen an der direkten Quelle zu vermeiden. Dies wird im Falle der Pestizide durch ein strenges Zulassungsverfahren erreicht. Bei Röntgenkontrastmitteln und Arzneimitteln sind beispielsweise Maßnahmen bei den Indirekteinleitern wie Krankenhäusern und Spezialkliniken erforderlich. Der BDEW setzt sich hier seit Jahren für gesetzliche Regelungen ein. „Wir fordern eine Umweltrisikobewertung für Human- und Tierarzneimittel im Rahmen des Zulassungsverfahrens“, so Weyand.

Erforderlich sei es darüber hinaus, die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, wie Belastungen der Umwelt durch Stoffspuren vermieden werden können: Hierbei geht es um die Rücknahme und Entsorgung überflüssiger Arzneimittel z. B. durch Hersteller, Apotheker oder andere Verkaufsstellen.

„Die Gewässer zu schützen, ist vordringliche Staatsaufgabe. Ausdrücklich unerwünscht sind naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Stoffe. Denn diese Stoffe zu entfernen, kostet die Ver- und Entsorgungsunternehmen Geld – und damit die Bürger“, so Weyand.

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_20110930-PI-Wasserwirtschaft-zur-Forderung-nach-einer-vierten-Reinigungsstufe?open&ccm=900010020010

Memocard: Handliche Hilfe erklärt Gefahrensymbole

0

GHS-Memocard stellt neue Kennzeichnung von Chemikalien vor

Dortmund – Mit dem neuen Global Harmonisierten System (GHS) sollen Chemikalien jetzt weltweit einheitlich gekennzeichnet werden. Dabei ändern sich in Europa die bisher bewährten Gefahrensymbole erheblich. Hilfestellung für den Umstieg gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit der neuen GHS-Memocard „Gefahrstoffe kompakt“. Die handliche Übersicht im Brieftaschenformat stellt die neuen Gefahrensymbole vor und erläutert kurz und verständlich deren Bedeutung. Praxisnahe Verhaltensregeln ergänzen die Angaben. Die GHS-Memocard wird erstmals auf der Messe A+A vorgestellt, die vom 18. bis zum 21. Oktober in Düsseldorf stattfindet.

Die Einführung des GHS-Systems für die Einstufung und Kennzeichnung der Gefahren, die von Chemikalien ausgehen können, bringt eine Reihe von offensichtlichen Veränderungen mit sich. Dies gilt insbesondere für die Etiketten von gefährlichen Stoffen und Gemischen. Auf den ersten Blick fallen die veränderten Piktogramme auf. Aus den orangefarbenen Quadraten mit schwarzen Symbolen werden schwarze Zeichen in gleichseitigen weißen Rauten, die auf der Spitze stehen und einen roten Rand haben. Die neuen Symbole stehen auch für neue Inhalte. Dabei gibt es nicht für alle bekannten Zeichen eine Entsprechung. So entfällt das Andreaskreuz, während ein stilisierter Torso und ein Ausrufezeichen hinzukommen.

Die GHS-Memocard „Gefahrstoffe kompakt“ der BAuA erläutert kurz und auch für Laien verständlich die neuen GHS-Piktogramme. In klaren Worten beschreibt sie das Ausmaß und die Bedeutung der Gefahren, vor denen die Symbole warnen. Hinweise auf die jeweils angezeigten Verhaltensmaßregeln ergänzen diese Angaben praxisnah. Durch ihr handliches Format passt die GHS-Memocard in jede Tasche. Ihre robuste Ausführung hält sie auch bei häufigem Gebrauch in Form. So ist die Karte hervorragend geeignet als täglicher Begleiter und immer schnell zur Hand, wenn sie gebraucht wird.

Die GHS-Memocard wird bei Bestellung in 10er-Paketen abgegeben. Bis zu fünf Pakete (entspricht 50 Karten) sind kostenlos und über die Adresse www.baua.de/publikationen (Stichwort GHS-Memocard) zu bestellen.

Bei größeren Mengen wird eine Gebühr erhoben, die von der Bestellmenge abhängt. Anfragen und Bestellungen bearbeitet das

Informationszentrum der BAuA
Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund
Telefon: 0231 9071-2971
Fax: 0231 9071-2679
E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de

Viren im Abwasser: Forscher entdeckten 43.000 neue Arten

0

Das Abwasser in unserer Kanalisation ist eine Brutstätte für Zehntausende bisher unbekannter Viren. Forscher haben jetzt bei der Untersuchung von Abwässern in Nordamerika, Europa und Afrika genetische Signaturen von mehr als 43.000 zuvor unbekannten Virenarten nachgewiesen. Doch das dürfte noch lange nicht alles sein. „Ich denke, dass dies gerade erst die Spitze des Eisbergs der tatsächlich vorhandenen Viren ist“, sagt Studienleiter James Pipas von der University of Pittsburgh…mehr:

http://wissen.de.msn.com/viren-im-abwasser-forscher-entdeckten-43000-neue-arten

Viren im Abwasser: Forscher entdeckten 43.000 neue Arten

0

Das Abwasser in unserer Kanalisation ist eine Brutstätte für Zehntausende bisher unbekannter Viren. Forscher haben jetzt bei der Untersuchung von Abwässern in Nordamerika, Europa und Afrika genetische Signaturen von mehr als 43.000 zuvor unbekannten Virenarten nachgewiesen. Doch das dürfte noch lange nicht alles sein. „Ich denke, dass dies gerade erst die Spitze des Eisbergs der tatsächlich vorhandenen Viren ist“, sagt Studienleiter James Pipas von der University of Pittsburgh…mehr:

http://wissen.de.msn.com/viren-im-abwasser-forscher-entdeckten-43000-neue-arten

Behandlung von Abwässern mit Ozon führt zur Reduktion chemischer Verunreinigungen

0

Mit der Zufuhr von Ozon können problematische Mikroverunreinigungen wie Pharmaka, Pflanzenschutzmittel oder Kosmetika erfolgreich aus Abwässern entfernt werden
Der Nachweis der Wirksamkeit gelingt mit einer Methode des Instituts für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bundesamt für Umwelt im Rahmen des Schweizerischen Pilotprojektes „Strategie MicroPoll“ entwickelt wurde.

Mit einer Test-Methode des Instituts für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau, die auf einem ganzheitlichen ökologischen Ansatz basiert, wird anhand der Laubfraßrate des Bachflohkrebses Gammarus fossarum ermittelt, wie wirksam Abwässer durch die Ozonierung gereinigt werden. Bislang wird diese Reinigungstechnologie aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen in der Europäischen Union und der Bildung möglicherweise toxischer Reaktionsprodukte, die aus Sicht des Gewässerschutzes unerwünscht sind, nicht verbreitet eingesetzt. Dabei ist es, wie Untersuchungen zeigen, besonders in dicht besiedelten Regionen aufgrund des hohen Abwasseraufkommens notwendig, Mikroverunreinigungen aus diesen zu entfernen. Technologien wie Ozonierung oder Aktivkohle werden daher auf ihre Eignung hin evaluiert. Das Ergebnis der vorliegenden Studie bescheinigt der Ozonierung überwiegend positive Eigenschaften.
Moderne Kläranlagen haben es möglich gemacht: In Flüsse, die vor wenigen Jahrzehnten noch als stark verschmutzte Kloaken durch die Landschaft strömten, kehrte die Natur zurück. Dieser Erfolg basiert zu einem wesentlichen Teil auf der dreistufigen Reinigung der Abwässer: Grober Dreck wird mechanisch mit Rechen und Absetzbecken entfernt, in der biologischen Stufe fressen Milliarden von Mikroorganismen gelöste Stoffe und schließlich wird Phosphat chemisch durch Fällung entfernt. Doch Mikroverunreinigungen wie Medikamente, Kosmetika und Industriechemikalien werden in den Kläranlagenausläufen noch in einer Konzentration im Nano- und Milligramm-pro-Liter-Bereich gemessen. Insbesondere in dicht besiedelten Regionen können Fließgewässer einen hohen Anteil an biologisch gereinigtem Abwasser aufweisen. In solch belasteten Gewässern wirken sich die Mikroverunreinigungen nachteilig auf die Gesundheit der Wasserlebewesen aus und belasten Trinkwasservorkommen. Daher werden geeignete Technologien zur Reduzierung dieser Mikroverunreinigung gesucht, um Einträge in das Ökosystem und somit negative Auswirkungen auf Gesundheit des Menschen oder Umwelt zu verhindern.

Bei der Ozonierung wird Ozon in der dritten Reinigungsstufe in die weitestgehend geklärten Abwässer geleitet. Dort reagiert Ozon hauptsächlich mit organischen Substanzen und oxidiert diese auf, heißt, bei dieser chemischen Reaktion werden die Substanzen aufgebrochen und verlieren damit ihre ursprüngliche Wirkweise.

Mehr:
http://www.organische-chemie.ch/chemie/2011/okt/ozonierung.shtm

Wie bemisst man das Abwasser?

0

In allen Kommunen im Land wird derzeit die Abwassergebühr neu berechnet. Das bedeutet viel Arbeit für die Gemeinden, auch die Hausbesitzer sind gefordert. Doch dieser Aufwand könnte für die Katz sein.
Manchen erscheint das Verfahren nämlich zweifelhaft: Der Landesbeauftragte für Datenschutz hat Bedenken gegen das Vorgehen der Gemeinden angemeldet, und ein Unternehmer aus dem Kreis Esslingen will sogar klagen.

Wer viel Frischwasser verbraucht, der musste bisher entsprechend viel fürs Abwasser zahlen. Doch so einfach dürfen es sich die Gemeinden …mehr:

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/wie-bemisst-man-das-abwasser–49640898.html

Behandlung von Abwässern mit Ozon führt zur Reduktion chemischer Verunreinigungen

0

Mit der Zufuhr von Ozon können problematische Mikroverunreinigungen wie Pharmaka, Pflanzenschutzmittel oder Kosmetika erfolgreich aus Abwässern entfernt werden
Der Nachweis der Wirksamkeit gelingt mit einer Methode des Instituts für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bundesamt für Umwelt im Rahmen des Schweizerischen Pilotprojektes „Strategie MicroPoll“ entwickelt wurde.

Mit einer Test-Methode des Instituts für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau, die auf einem ganzheitlichen ökologischen Ansatz basiert, wird anhand der Laubfraßrate des Bachflohkrebses Gammarus fossarum ermittelt, wie wirksam Abwässer durch die Ozonierung gereinigt werden. Bislang wird diese Reinigungstechnologie aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen in der Europäischen Union und der Bildung möglicherweise toxischer Reaktionsprodukte, die aus Sicht des Gewässerschutzes unerwünscht sind, nicht verbreitet eingesetzt. Dabei ist es, wie Untersuchungen zeigen, besonders in dicht besiedelten Regionen aufgrund des hohen Abwasseraufkommens notwendig, Mikroverunreinigungen aus diesen zu entfernen. Technologien wie Ozonierung oder Aktivkohle werden daher auf ihre Eignung hin evaluiert. Das Ergebnis der vorliegenden Studie bescheinigt der Ozonierung überwiegend positive Eigenschaften.
Moderne Kläranlagen haben es möglich gemacht: In Flüsse, die vor wenigen Jahrzehnten noch als stark verschmutzte Kloaken durch die Landschaft strömten, kehrte die Natur zurück. Dieser Erfolg basiert zu einem wesentlichen Teil auf der dreistufigen Reinigung der Abwässer: Grober Dreck wird mechanisch mit Rechen und Absetzbecken entfernt, in der biologischen Stufe fressen Milliarden von Mikroorganismen gelöste Stoffe und schließlich wird Phosphat chemisch durch Fällung entfernt. Doch Mikroverunreinigungen wie Medikamente, Kosmetika und Industriechemikalien werden in den Kläranlagenausläufen noch in einer Konzentration im Nano- und Milligramm-pro-Liter-Bereich gemessen. Insbesondere in dicht besiedelten Regionen können Fließgewässer einen hohen Anteil an biologisch gereinigtem Abwasser aufweisen. In solch belasteten Gewässern wirken sich die Mikroverunreinigungen nachteilig auf die Gesundheit der Wasserlebewesen aus und belasten Trinkwasservorkommen. Daher werden geeignete Technologien zur Reduzierung dieser Mikroverunreinigung gesucht, um Einträge in das Ökosystem und somit negative Auswirkungen auf Gesundheit des Menschen oder Umwelt zu verhindern.

Bei der Ozonierung wird Ozon in der dritten Reinigungsstufe in die weitestgehend geklärten Abwässer geleitet. Dort reagiert Ozon hauptsächlich mit organischen Substanzen und oxidiert diese auf, heißt, bei dieser chemischen Reaktion werden die Substanzen aufgebrochen und verlieren damit ihre ursprüngliche Wirkweise.

Mehr:
http://www.organische-chemie.ch/chemie/2011/okt/ozonierung.shtm

Betriebsoptimierung von Kläranlagen mit selbstlernenden Reglersystemen

0

System-Intelligenz
Die „System-Intelligenz“ von Messdaten aufnehmenden und verarbeitenden
Komponenten gewinnt heute immer mehr Bedeutung. Vom Sensor und Aktor
wird erwartet, dass sie fertig vorverarbeitete Signale zur Verfügung stellen bzw.
mit einfachen Steuersignalen auskommen und die Kompensation von Quereinflüssen
oder Linearisierungen selber leisten. Darüber hinaus werden zukünftige
Sensoren ihre empfangenen Prozessdaten kontinuierlich analysieren,

den ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.wwt-online.de/sites/wwt-online.de/files/sites/dev.wwt-online.de/files/WWTSH-14-17.pdf

Autor: Prof. Dr.-Ing. Michael BONGARDS, Fachhochschule Köln, Campus Gummersbach