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Bundesweites Forschungsprojekt zu Abwasserreinigung – Universität Tübingen koordiniert

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Das mit 2,7 Millionen Euro geförderte Projekt „SchussenAktivplus“ untersucht Wirkungen von Klärmaßnahmen.

Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Um diese auch zukünftig nachhaltig zu sichern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Schwerpunktes Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa) Forschungsprojekte zu diesem Thema. Eines davon ist der von der Universität Tübingen koordinierte Projektverbund SchussenAktivplus. Das Vorhaben umfasst 2,7 Mio. Euro, von denen der Bund 2,3 Mio. Euro übernimmt und das Land Baden-Württemberg eine Viertel Million Euro beisteuert. Den Rest tragen die beteiligten Kommunen und Firmen.

Drei Jahre lang werden 19 Partnereinrichtungen aus Wissenschaft, freier Wirtschaft und öffentlicher Hand im Einzugsgebiet der Schussen, das für den Trinkwasserspeicher Bodensee bedeutsam ist, Untersuchungen durchführen. Dank seines hohen Praxisbezugs ist das Projekt nicht nur für die Region wichtig, sondern auch bundesweit und international als Modell für die Abwasserreinigung und allen damit zusammenhängenden Betrachtungen relevant. „Ziel des Projektes ist es, den Erfolg von weitergehenden Reinigungsmaßnahmen an Kläranlagen unterschiedlicher Größe und an Regenwasserbehandlungssystemen zu dokumentieren und dies nicht nur über Konzentrationen von Chemikalien wie z.B. Arzneimitteln oder Industriechemikalien sowie Keimen, sondern auch über deren Wirkungen“, erklärt Prof. Rita Triebskorn von der Universität Tübingen bei der Auftaktpressekonferenz beim Abwasserzweckverband Mariatal im Landkreis Ravensburg. Die Projektkoordinatorin betont, dass es hierbei darum gehe, „Vorteile nicht nur für den Menschen, sondern auch für Fische und Kleinlebewesen in der Schussen aufzuzeigen.“

Ein wichtiges Testsystem ist die Kläranlage Langwiese, in der nächstes Jahr eine großtechnische Pulveraktivkohleanlage in Betrieb geht. Mit dieser weitergehenden Reinigungsstufe wird die Wasserqualität der Schussen künftig deutlich verbessert. Alternativen hierzu wären Ozon und/ oder granulierte Aktivkohle. Diese Möglichkeiten werden in Eriskirch und Merklingen untersucht. Verbesserungen bei der Regenwasserbehandlung erfassen Messungen in Ravensburg (Regenüberlaufbecken) und Tettnang (Retentionsbodenfilter). Dr.-Ing. Klaus Jedele, Ingenieurbüro JuP aus Stuttgart, der die Anlagen im Projektgebiet betreut, betont: „Im Sinne des Vorsorgeprinzips sollten möglichst viele Mikroverunreinigungen bereits bei der Abwasserreinigung entfernt werden und nicht erst in der Trinkwasseraufbereitung, weil dann auch die Gewässer entlastet werden. Das ist eine zentrale Zukunftsaufgabe.“

In Bezug auf den Bodensee erläutert der stellvertretende Leiter des Instituts für Seenforschung der Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg LUBW in Langenargen, Dr. Herbert Löffler: „Bei keinem der im Freiwasser nachgewiesenen Spurenstoffe wurden geltende nationale und internationale Grenzwerte überschritten. Zu den langfristigen Auswirkungen dieser Substanzen auf die Umwelt liegen aber nur wenige gesicherte Erkenntnisse vor und einige dieser Stoffe können bereits in sehr geringen Konzentrationen nachteilige Wirkungen auf die aquatischen Ökosysteme haben. Im Trinkwasser sind anthropogene Spurenstoffe generell unerwünscht.“
SchussenAktivplus gehört zu den 13 vom Bund geförderten Projekten, die aus 67 beantragten Verbundvorhaben ausgewählt wurden. Es ist Teil des Förderschwerpunkts Nachhaltiges Wassermanagement NaWaM. In diesem bündelt das BMBF seine Aktivitäten im Bereich der Wasserforschung innerhalb des BMBF-Rahmenprogramms Forschung für nachhaltige Entwicklungen FONA. Beteiligt an dem Projekt sind neben der Universität Tübingen die Universitäten Frankfurt/Main, KIT Karlsruhe, Stuttgart und Brno, das ISF Langenargen, das TZW Karlsruhe, Dr.-Ing. Jedele & Partner GmbH, Stuttgart, Ökonsult GbR, Stuttgart, BBW Achberg, GÖL Starzach, Hydra Konstanz, die Städte bzw. Gemeinden Ravensburg, Eriskirch, Tettnang, Merklingen, der AZV Mariatal, der AV Unteres Schussental sowie das Regierungspräsidium Tübingen.

Kontakt:
Prof. Dr. Rita Triebskorn
Universität Tübingen
Fachbereich Biologie
Physiologische Ökologie der Tiere
Konrad-Adenauer-Str. 20
72072 Tübingen
Telefon +49 7071 75 73 555
rita.triebskorn@uni-tuebingen.de

http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet/fachbereiche/biologie/institute/evolutionecology/lehrbereiche/physiologische-oekologie-der-tiere/research/schussenaktivplus.html

Mehr Kapazität, mehr Umweltschutz bei weniger Energiebedarf – Abschlussarbeit zeigt Möglichkeit für Kläranlage mit 3.000 EW auf

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Idee:
Das Thema meiner Abschlussarbeit im Fachbereich Bioingenieurwesen entstand aus der Idee, durch den Einbau einer Ammonium-Nitrat-Sonde und die dazugehörige Online-Steuerung den Energieverbrauch einer Kläranlage < 5.000 Einwohner zu senken. Allein in Bayern gibt es insgesamt rund 900 Anlagen ähnlicher Kapazität, mit einer Gesamtausbaugröße von insgesamt 2,3 Millionen Einwohnerwerten. Daraus ergibt sich die große Relevanz dieses Untersuchungsprojektes.
Ein schonender Umgang mit Ressourcen wird in Zukunft immer wichtiger. Ständig steigende Energiekosten und die Bereitstellung von Energie sind nur einige Punkte, die in Zukunft dominant werden. Ziel ist, mit Energie möglichst sparsam umzugehen. Kläranlagenbetreiber, die sich bereits heute auf eine Modernisierung einlassen, erreichen frühzeitig Kosteneinsparung und werden in Zukunft immer größeren Nutzen daraus ziehen.

Innovative Anlagen, wie die Kläranlage dieses Untersuchungsprojekts, nehmen eine Vorreiterrolle ein und sollten als Beispiel für Anlagen dieser Ausbaugröße wahrgenommen werden.
Die Anforderungen an die Reinigungsleistung auch kleinerer Kläranlagen werden immer differenzierter und komplexer. Gemeinden werden große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Reinigungsleistungen ihrer Kläranlagen den zukünftigen Anforderungen anzupassen. Besonders wichtig ist, dass der optimale Betrieb dieser Anlagen mit minimalem Energieaufwand und umweltschonend erfolgt. Ständige Modernisierungen und permanent kritische Reflexion der Systemabläufe sind hierzu notwendig. Beim Einbau einer Steuerung ist für eine Gemeinde von etwa 3.000 Einwohner im Hinblick auf die zunächst hohen Investitionskosten relevant, ob diese Modernisierung sinnvoll ist und mit welcher Amortisationsdauer der Kosten zu rechen ist. Ferner soll untersucht werden, ob die Innovation mit einer Ammonium-Nitrat-Sonde auch zu höherer Betriebssicherheit und zur Verbesserung der Ablaufwerte führt.

Untersuchungsobjekt:
Als Untersuchungsobjekt diente eine Kläranlage circa 50 Kilometer nordwestlich von München. Bei dem eingeleiteten Abwasser in die Kläranlage handelt es sich überwiegend um kommunales Schmutzwasser. Die Anlage wird als Schreiber-Gegenstromanlage mit aerober Schlammstabilisierung betrieben und hielt schon zu Projektbeginn die Grenzwerte prozessstabil ein. Die Belüftung der biologischen Reinigung soll in Zukunft so gesteuert werden, dass Nitrifikation und Denitrifikation automatisiert ablaufen. Bei Belastungsspitzen im Zulauf, insbesondere beim Parameter Ammonium- Stickstoff soll die Belüftungszeit und somit die Nitrifikationszeit automatisch verlängert werden.
Der Einbau sowie die Inbetriebnahme der Ammonium-Nitrat-Sonde fand Ende November 2011 statt. Für die neue Steuerungstechnik ist eine genaue Bestimmung der Sauerstoffkonzentration im Belebungsbecken von großer Bedeutung, deshalb wurde im Rahmen der Modernisierung, auch die Sauerstoffsonde ersetzt. So bilden die Sonden zur Ermittlung der relevanten Onlineparameter NH4-N, NO3-N und O2 eine Einheit, um mit der erneuerten Steuerungstechnik einen möglichst optimalen O2-Eintrag in die biologische Reinigungsstufe sicherzustellen, ähnlich der Kläranlagen großer Städte.

Ergebnisse:

Bild AWT-Mar-12-Optimierung-04-RF.JPG

Abbildung 1: Ammonium-, Nitrat-, Nitrit-Stickstoff im Ablauf

Die Versuchskläranlage ist vom Wasserwirtschaftsamt verpflichtet, die nötigen Ablaufanalysen einmal im Monat durchzuführen. Dieser Rhythmus ist bei Anlagen dieser Ausbaugröße durchaus üblich. Um eine zur Beurteilung repräsentativere Datenmenge zu erhalten, wurde der Rhythmus der Analysen im Ablauf der Kläranlage ab September 2011 auf zweimal pro Woche angehoben.
Die durch den Einbau der Ammonium-Nitrat-Sonde und der dazugehörigen Steuerungstechnik eingeleitete Veränderung der Bedingungen im Belebungsbecken sorgte für eine Verbesserung der gemessenen Ablaufwerte in Bezug auf den abwasserabgabenrelevanten Parameter Nges. Dies hat positive Auswirkungen auf den Vorfluter und ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Darüber hinaus kann auch mit einer Senkung der Abgaben nach dem Abwasserabgabengesetz für den Parameter Nges. gerechnet werden.
Bild AWT-Mar-12-Optimierung-01-RF.JPG

Abbildung 2: Kilowattstunden Gebläseanteil in Bezug auf die Vergleichsmonate der letzten fünf Jahre

Nach dem Einbau der Ammonium-Nitrat-Sonde und der dazugehörigen Steuerungstechnik konnte der Stromverbrauch für den Betrieb der Gebläse der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage in erfreulichem Umfang reduziert werden. Zur Hochrechnung der Energieersparnis dienten als Basis zum Untersuchungszeitraum Dezember 2011 bis Februar 2012 analog die Monate Dezember bis Februar der fünf vorangegangen Jahre.

Fazit:

Die im Rahmen des Untersuchungsprojekts durchgeführte Modernisierung der Kläranlage (3.000 EW) ist ein großer Erfolg für den Umweltschutz. Sie führt zu einer deutlichen Entlastung des Vorfluters und vergrößert die Kapazität der Anlage. Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist die Optimierung der Anlage, allein im Hinblick auf die Energieersparnis, eine rentable Investition. Darüber hinaus ist auf Grund der Verringerung des Parameters Nges. im Ablauf der Kläranlage mit zukünftigen Einsparungen an Abgabekosten nach dem Abwasserabgabegesetz zu rechnen.

Sollten Sie Interesse an dieser Abschlussarbeit (Note 1,0) haben und diesen Erfahrungsbericht über den Verlauf sowie die detaillierten Ergebnisse des Projekts kennenlernen wollen, so stehe ich gerne zur Verfügung. Es kann auch ein Exemplar gegen Aufwandsentschädigung erworben werden.
Vielen Dank für Ihr Interesse.

Autor:
Ralf Feuchtenberger, cand. Bioingenieur (FH)

Kontaktmöglichkeit:
klaeranlagenoptimierung@gmx.de

Bundesregierung: Wasserwirtschaft kann Beitrag zur Energiewende leisten

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Die Wasser- und Abwasserwirtschaft kann nach Meinung der Bundesregierung einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leisten. So würden allein die rund 10 000 Kläranlagen in Deutschland jährlich 4400 Gigawatt Strom verbrauchen – rund 3 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms. Würden hier die Potenziale zur Energieeinsparung genutzt, könnte damit ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet werden, heißt es in einer Antwort (Bundestags-Drucksache 17/8675) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen über Energiesparmöglichkeiten in der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Weitere Einsparpotenziale sieht die Regierung in der Nutzung von kinetischer und thermischer Energie, die in den Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen vorhanden ist. Allerdings bestünden für eine mögliche Energieeinsparung Probleme darin, dass dazu hohe Anfangsinvestitionen nötig seien und „Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen“ bestünden, schreibt die Regierung. Durch entsprechende Aufklärung und eine Reihe von beispielhaften Programmen möchte das Bundesumweltministerium für die Anlagenbetreiber einen Anreiz schaffen, die entsprechenden Potenziale in der Zukunft zu nutzen.

http://www1.gfa-news.de/gfa/news/news.nsf/web/6853D528DE55D673C12579B900507CBF

Emschergenossenschaft: Besetzt! – Eintreten dennoch erwünscht

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Film-Klo bis Sex-Klo: Emschergenossenschaft präsentiert bunte Toiletten-Ausstellung im RRZ
Emschertal. Kein Scherz: 21 mobile Toilettenhäuschen (!) stehen im Blickpunkt des Interesses, wenn die Emschergenossenschaft zur Ausstellung „Besetzt!“ ins Rhein-Ruhr-Zentrum (Mülheim an der Ruhr) einlädt. Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Center-Manager Sascha Schönherr haben die Ausstellung am Montag offiziell eröffnet. Die kunterbunte Schau dreht sich rund um die Sanitärkultur und um den Weg des (Ab)-Wassers. Die Häuschen widmen sich diversen Themen: Klo-Geschichte, Film-Klos, Kunst-Klos, Sex-Klos, Klo-Technik, oder Klo-Papier. Das Eintreten bei „Besetzt“ ist ausdrücklich erwünscht, von der Benutzung jedoch wird abgeraten!
„Keramikabteilung“, „gekachelte Nebenräume“, „für kleine Jungs“ – dies sind nur einige der unzähligen Synonyme für jenen Ort, an dem jeder Mensch reichlich Zeit seines Lebens verbringt. Und dennoch spricht niemand gerne darüber. Denn das meist „kleinste Zimmer der Wohnung“ ist ein besonders privater Raum.

Erst im 19. Jahrhundert wurde in Europa der Ausbau eines Kanalisationsnetzes vorangetrieben, das alle Häuser und Wohnungen verbindet und vom Klo bis in die Kläranlage reicht. In dieser Zeit gründete sich auch die Emschergenossenschaft, die seitdem unter anderem den Abfluss und die Reinigung des Abwassers in der Emscherregion sicherstellt.

Vergangenheit und Gegenwart zeigen, dass der Umgang mit der Toilette historisch gewachsen und oft auch kulturell und individuell geprägt ist. Die Ausstellung mit dem selbsterklärenden Titel „Besetzt!“ möchte dies auf kreative Weise veranschaulichen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Innenraum der TOI TOI-Häuschen wird dabei als Ausstellungsfläche genutzt. Und so viel sei verraten: Das Öffnen jeder Tür wird zu einem neuen Erlebnis.

http://www.eglv.de/wasserportal/meta/presse/presseinformationen/presseinformationen-detail/article/besetzt-eintreten-dennoch-erwuenscht-2.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=287&cHash=e7e072caa880832a3068c92e775d1714

DGUV Kompakt

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2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
November 2015
Von der zunehmenden Digitalisierung ist auch das System der deutschen Sozialversicherung betroffen. Dabei geht es nicht nur um den Schutz von sensiblen personenbezogenen Daten, sondern auch um die Auswirkungen auf die gesamte Arbeitswelt. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit Professor Bernd Baron von Maydell über Entwicklung und Wandel der deutschen Sozialversicherung. Wie gut ist sie gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft? 
Viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland helfen Flüchtlingen ehrenamtlich oder im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit. Daraus ergeben sich immer wieder Fragen nach der Absicherung durch die gesetzliche Unfallversicherung. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20151123_dguv_kompakt_2015_09_november_deutsch_screen.pdf
Oktober 2015
TiSA: Seit Anfang Oktober verhandelt die Europäische Union erneut das Trade in Services Agreement (TiSA). Ziel des Abkommens ist es, den internationalen Dienstleistungshandel weitgehend zu liberalisieren. Durch TiSA könnten auch Leistungen der Sozialversicherung betroffen sein. Hierzu beziehen Vertreter der drei Spitzenorganisationen der deutschen Sozialversicherung Stellung.
Titel: In einem dreijährigen Projekt hat der Ausschuss für Behinderung und Wiedereingliederung der European Social Insurance Platform (ESIP) in Brüssel, unter Federführung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Unfallversicherung, der DGUV, die Bedeutung der Förderung von Maßnahmen zur Wiedereingliederung und Rehabilitation auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene untersucht. 
Zum Thema: Frans Timmermans, erster Vizepräsident der EU-Kommission und Kommissar für bessere Rechtssetzung, hat ein umfangreiches Paket mit Reformen zur Verbesserung der Rechtsetzungsprozesse in der Europäischen Union vorgestellt. Damit sollen insgesamt weniger und bessere Regelungen erreicht werden. Derzeit wird eine interinstitutionelle Vereinbarung zu diesem Paket auf europäischer Ebene diskutiert. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20151014_dguv_kompakt_2015_08_oktober_deutsch_screen.pdf
September 2015
Eine Delegation aus Bangladesch besuchte im August Deutschland, um sich über den Arbeits- und Unfallschutz, die Sozialstandards in Deutschland sowie das System der gesetzlichen Unfallversicherung zu informieren. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit vier Beschäftigten der chinesischen Rehaklinik Bayi über ihre Erfahrungen am Berufs-genossenschaftlichen Klinikum Hamburg. 
Nach Beendigung eines Pilotprojektes an den berufsgenossen-schaftlichen Unfallkrankenhäusern Berlin und Duisburg soll das Verfahren des „Peer Counceling“ zur Unterstützung von Menschen mit Amputationen nun bundesweit ausgebaut werden. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150916_dguv_kompakt_2015_07_september_deutsch_screen.pdf
Juli/August 2015
Seit diesem Jahr können einige Formen des weißen Hautkrebses, aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinome, als Berufskrankheit anerkannt werden. Die Vorbeugung UV-bedingter Hauttumoren ist daher ein wichtiger Teil der Präventionsarbeit der gesetzlichen Unfallversicherung. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit der Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Isabel Rothe über das Forschungsprojekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung“. 
Seit 2013 betont die Europäische Kommission, die EU-weite Normung von Gesundheitsdienstleistungen fördern und vorantreiben zu wollen. Die Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) hat jetzt ein Positionspapier zur Normung von Gesundheitsdienstleistungen verabschiedet.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150731_dguv_kompakt_2015_06_juli_deutsch_screen.pdf
Juli 2015
In Deutschland gilt seit 1993 ein umfassendes Asbestverwendungsverbot. Dennoch treten aufgrund der langen Latenzzeit noch immer Erkrankungsfälle auf – mehr als die Hälfte der Todesfälle aufgrund von Berufskrankheiten gehen laut Statistik der gesetzlichen Unfallversicherung auf Asbest zurück. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit den Vorstandsvorsitzenden der DGUV Manfred Wirsch und Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting über ihr Engagement beim Thema Asbest und ihre praktischen und branchenspezifischen Erfahrungen aus den Betrieben. 
Die nachgehende arbeitsmedizinische Vorsorge ist wichtig, um asbestverursachte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit eine Verschlimmerung zu verhindern und die Behandlungschancen zu verbessern. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150731_dguv_kompakt_2015_06_juli_deutsch_screen.pdf
Juni 2015 
In Deutschland gilt seit 1993 ein umfassendes Asbestverwendungsverbot. Dennoch treten aufgrund der langen Latenzzeit noch immer Erkrankungsfälle auf – mehr als die Hälfte der Todesfälle aufgrund von Berufskrankheiten gehen laut Statistik der gesetzlichen Unfallversicherung auf Asbest zurück. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit den Vorstandsvorsitzenden der DGUV Manfred Wirsch und Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting über ihr Engagement beim Thema Asbest und ihre praktischen und branchenspezifischen Erfahrungen aus den Betrieben. 
Die nachgehende arbeitsmedizinische Vorsorge ist wichtig, um asbestverursachte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit eine Verschlimmerung zu verhindern und die Behandlungschancen zu verbessern. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150610_dguv_kompakt_2015_05_juni_screen.pdf
Mai 2015 
Die Beratungen zum neuen Bundesteilhabegesetz sind abgeschlossen. Auf Grundlage der dort getroffenen Vereinbarungen will das Ministerium noch 2015 erste Eckpunkte für den Gesetzentwurf präsentieren.  
Zum Thema: Am 20. März 2015 hat der Bundestag in erster Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention – kurz Präventionsgesetz – beraten. Die DGUV begrüßt das grundsätzliche Vorhaben, bewertet einzelne Aspekte jedoch kritisch. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit Prof. Dietmar Reinert, Leiter des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA), über Industrie 4.0 und damit verbundene Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Zukunft. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150527_dguv_kompakt_2015_04_mai_screen.pdf
April 2015
Am 10. März hat die Europäische Union das Verhandlungsmandat für das geplante Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen, das Trade in Services Agreement (TiSA), veröffentlicht. Ob auch Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung von TiSA betroffen sein werden, ist auch nach der Veröffentlichung des Mandats offen. 
Zum Thema: Vor 200 Jahren, am 1. April 1815, wurde Otto von Bismarck geboren. Auf ihn geht der Ursprung der gesetzlichen Unfallversicherung zurück. 
Interview: Die Europäische Kommission beabsichtigt, die EU-Arbeitszeitrichtlinie zu überarbeiten. DGUV Kompakt sprach mit dem Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG), Prof. Dr. Dirk Windemuth, darüber, wie sich die Arbeitszeit auf die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz auswirkt.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150420_dguv_kompakt_2015_03_april_screen.pdf
März 2015
Unter dem Titel „Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP): Eine Gefahr für Arbeitsschutz und soziale Sicherheit diskutierten am 18. Februar bei der DGUV Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) sowie der DGUV mögliche Auswirkungen von TTIP auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die sozialen Sicherungssysteme.  
Zum Thema: Die SAG/SDAG Wismut mit Standorten in Sachsen und Thüringen war Mitte des vorigen Jahrhunderts die weltweit drittgrößte Produzentin von Uran und beschäftigte während ihres Bestehens rund eine halbe Million Menschen. Die Folgen der Strahlen- und Staubbelastung sind für die ehemaligen Beschäftigten bis heute spürbar. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit PD Dr. Michaela Kreuzer vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und Dr. Dirk Dahmann vom Institut für Gefahrstoffforschung (IGF) der gesetzlichen Unfallversicherung über die wissenschaftliche Aufarbeitung des Uranerzbergbaus Wismut in Thüringen und Sachsen. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150323_dguv_kompakt_2015_02_maerz_screen.pdf
Februar 2015
Im Dezember 2014 hat die Europäische Kommission die Auswertung der öffentlichen Konsultation zur Überprüfung und möglichen Änderung der europäischen Mehrwertsteuer-Vorschriften für den öffentlichen Sektor veröffentlicht. Umstritten ist vor allem die Mehrwertsteuerbefreiung von dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeiten. Auch die DGUV hat sich gemeinsam mit der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung im Rahmen einer Stellungnahme an der Konsultation beteiligt.
Hintergrund: Nach der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), rückt nun ein weiteres Abkommen in den Mittelpunkt der Diskussion: Das Trade in Services Agreement, auch unter TiSA bekannt – ein Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungssektors. Da TiSA auch Leistungen der Sozialversicherung betreffen könnte, beobachtet die DGUV die Verhandlungen mit großer Aufmerksamkeit. 
Interview: Jüngst wurde eine weitere Verhandlungsrunde zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und der EU abgeschlossen. Noch in diesem Jahr sollen eine Einigung erzielt und eine Vereinbarung beschlossen werden. Bevor das Handelsabkommen allerdings in Kraft treten kann, muss das Europäische Parlament zustimmen, das kürzlich einen Bericht zu TTIP vorgelegt hat. Über die Positionen und Kritikpunkte sprach DGUV Kompakt mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für internationalen Handel (INTA) des Europäischen Parlaments und TTIP-Berichterstatter, Bernd Lange (MdEP). 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2015/20150211_dguv_kompakt_2015_01_februar_screen.pdf
Dezember 2014/Januar 2015
Die Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) wird zum 1. Januar 2015 um vier Erkrankungen ergänzt. Die neue BKV wurde vom Bundeskabinett am 5. November 2014 beschlossen, in Kürze entscheidet der Bundesrat abschließend. Künftig werden unter anderem bestimmte Formen des so genannten hellen Hautkrebses durch die gesetzliche Unfallversicherung entschädigt. 
Zum Thema: Bis Mitte 2015 soll das so genannte Bundesteilhabegesetz entwickelt und im Laufe des Jahres 2016 in Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Ziel ist es, die Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln. 
Interview: DGUV Kompakt sprach mit Helga Lüngen, Geschäftsführerin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, über die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Rehabilitation schädelhirnverletzter Menschen und die von der DGUV formulierten Standards für die Heilbehandlung und Rehabilitation von Schädelhirnverletzten. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20141218_dguv_kompakt_2014_10_dezember_screen.pdf
November 2014
Asbest fordert nach wie vor zahlreiche Opfer – auch mehr als 20 Jahre nach seinem Verbot in Deutschland. Die Früherkennung bietet gute Chancen, Lungenkrebs in einem für die Behandlung günstigen Frühstadium zu diagnostizieren und damit die Prognose für die Betroffenen zu verbessern. Die gesetzliche Unfallversicherung hat ihr Angebot zur nachgehenden Vorsorge daher nun um ein LD-HRCT-Verfahren erweitert.  
Zum Thema: Die Welt, in der wir leben, dreht sich gefühlt immer schneller. Das wirkt sich auch auf unsere Arbeit aus. Doch was bedeutet das für den Arbeits- und Gesundheitsschutz? Die DGUV wagt mit ihrem Risikoobservatorium den Blick in die Zukunft der Prävention. 
Interview: Am 20. Oktober hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) vorgelegt. Zu den enthaltenen Vorschlägen äußert sich der Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Joachim Breuer.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20141120_dguv_kompakt_2014_09_november_screen.pdf
Oktober 2014  
•  Der Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika fordert seit einigen Monaten zahlreiche Menschenleben. Ohne internationale Unterstützung kann die Epidemie nicht eingedämmt werden. Für deshalb eingesetzte freiwillige Helferinnen und Helfer ist eine effektive Prävention zur Vorbeugung von Ansteckung sowie für den Fall des Falles ein umfassender Versicherungsschutz unerlässlich. 
•  Zum Thema: Die Unfallzahlen sanken im Jahr 2013 auf einen neuen Tiefststand. Doch trotz umfassender Präventionsarbeit lassen sich Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg nie ganz vermeiden. Menschen, die durch einen Arbeits- oder Wegeunfall, aber auch durch eine drohende bzw. bereits vorhandene Berufskrankheit körperlich eingeschränkt sind, haben einen Anspruch auf berufliche Wiedereingliederung durch die gesetzliche Unfallversicherung. 
•  Interview: DGUV Kompakt sprach mit dem stv. Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Walter Eichendorf, darüber, wie die Vision Zero – eine Welt ohne schwere oder tödliche Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten – mit einer nachhaltigen Präventionskultur Wirklichkeit werden kann.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20141017_dguv_kompakt_2014_08_oktober_screen.pdf
September 2014 
Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Tiefststand gesunken. Das geht aus den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die die DGUV im August vorgelegt hat.  
Zum Thema: Die Prävention von Unfällen und Gesundheitsgefahren ist die vorrangige Aufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung. Das gilt auch für Unfälle in Kitas, Schulen und Universitäten. 17 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stehen unter dem Schutz der Schüler-Unfallversicherung.  
Interview: Die berufsgenossenschaftlichen Kliniken schließen sich zusammen und werden zukünftig als ein Unternehmen geführt. DGUV Kompakt sprach dazu mit dem Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Joachim Breuer und dem Geschäftsführer des Klinikverbunds der gesetzlichen Unfallversicherung (KUV), Reinhard Nieper.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140918_dguv_kompakt_2014_07_september_screen.pdf
Juli/August 2014  
Den Arbeitsschutz in Europa zu verbessern ist das Ziel des neuen strategischen Rahmens für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2014 bis 2020, den die Europäische Kommission am 6. Juni in Brüssel vorgestellt hat. Die DGUV begrüßt die EU-Strategie, sieht aber zugleich Potenzial für weitere Impulse im Bereich der Prävention.  
Zum Thema: Das Jahr 2013 war mit rund 2,4 Millionen Straßenverkehrsunfällen laut Statistischem Bundesamt das unfallreichste seit der Wiedervereinigung, weshalb der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung fordert. Auch die gesetzliche Unfallversicherung engagiert sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, da Wegeunfälle einen großen Teil des Unfallgeschehens ausmachen.  
Interview: Seit Januar 2014 ist Verena Bentele Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Im Interview mit DGUV Kompakt erläutert die frühere Biathletin, Skilangläuferin, vierfache Weltmeisterin und zwölffache Paralympics-Siegerin, wie sie in den nächsten Jahren dazu beitragen will, das Ziel der Bundesregierung von gleichwertigen Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen, zu erreichen.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140729_dguv_kompakt_2014_06_juli_screen.pdf
Juni 2014 – Sonderausgabe Europa 
•  Die fünfte Verhandlungsrunde über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ist abgeschlossen. Neben möglichen Risiken sieht die gesetzliche Unfallversicherung in TTIP aber auch Chancen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen.  
•  Zum Thema: Das Europäische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit einen Initiativbericht zur Frage effektiver Arbeitskontrollen als Strategie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Europa angenommen. Auch die Europäische Kommission hat nun eine Initiative gestartet.  
•  Interview: DGUV Kompakt sprach mit Laurent Vogel vom europäischen Gewerkschaftsinstitut (ETUI) und Rebekah Smith vom europäischen Arbeitgeberverband BUSINESSEUROPE über das regulatorische Eignungs- und Leistungsprogramm (REFIT) der Europäischen Kommission.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140627_dguv_kompakt_2014_05_juni_screen.pdf
Mai 2014 
Die Ergebnisse der Befragung des Aufsichtspersonals im Rahmen der Dachevaluation zur ersten GDA-Arbeitsperiode der Jahre 2008-2012 wurden im April erstmals veröffentlicht.  
Zum Thema: Der im August in Deutschland stattfindende XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit will die weltweite Präventionskultur fördern und für die Vision Zero – eine Welt der „Null Arbeitsunfälle“ – werben. 
Interview: Verschiedene Lösungen für die Haftplichtproblematik im Hebammenberuf werden aktuell diskutiert, darunter auch der Vorschlag, die Berufshaftpflicht für die Geburtshilfe in die gesetzliche Unfallversicherung zu überführen. DGUV Kompakt sprach dazu mit dem Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Joachim Breuer.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140514_dguv_kompakt_2014_04_mai_screen.pdf
April 2014
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben gemeinsam eine Initiative gestartet, um psychische Erkrankungen bei dDie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben gemeinsam eine Initiative gestartet, um psychische Erkrankungen bei der Arbeit zu verhüten. er Arbeit zu verhüten.  
Zum Thema: Die DGUV bezieht in einem Positionspapier Stellung zu den laufenden Verhandlungen der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und der Europäischen Union.  
Interview: Im Gespräch mit Jutta Steinruck, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, über effektivere Arbeitskontrollen zum Schutz der Beschäftigten in Europa.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140408_dguv_kompakt_2014_03_april_screen.pdf
März 2014
Vor genau zehn Jahren etablierte die DGUV das Zertifizierungsverfahren zum Disability Manager in Deutschland.  
Zum Thema: Die Kommission Arbeitsschutz und Normung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.  
Interview: 20 Jahre Kommission Arbeitsschutz und Normung – DGUV Kompakt sprach mit den Vorsitzenden Norbert Breutmann (BDA) und Heinz Fritsche (IG Metall) sowie dem stv. Hauptgeschäftsführer der DGUV, Dr. Walter Eichendorf.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140314_dguv_kompakt_2014_02_maerz_screen.pdf
Februar 2014
Das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den USA und der Europäischen Union hat möglicherweise Auswirkungen auf die in der EU bestehenden hohen Standards und Schutzniveaus in den Bereichen betrieblicher Arbeitsschutz, Produktsicherheit und Arbeitsschutzrecht.  
Zum Thema: Betriebsprüfungen durch die gesetzliche Unfallversicherung sind wieder möglich.  
Interview: Thomas Wittschurky, Direktor der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachen spricht über nicht erbrachte Entschädigungsleistungen bei Unfällen von Feuerwehrleuten im Dienst und das Thema Vorschäden.
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2014/documents/20140206_dguv_kompakt_2014_01_februar_screen.pdf
Dezember 2013/Januar 2014  
Im Mittelpunkt der repräsentativen Studie „STEGE – Strukturqualität und Erzieher_innengesundheit in Kindertageseinrichtungen“ der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen steht der Zusammenhang von Arbeitsstrukturen und Mitarbeitergesundheit in Kindertageseinrichtungen.  
Interview: Dr. Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Suva, Dipl.-Ing. Peter Vavken, Generaldirektor der AUVA und Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV sprechen über die „Erfolgsmerkmale eines effizienten Reha-Managements“ und die Zusammenarbeit der drei Partner auf diesem Gebiet.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/20131219_kompakt_2013_dezember_screen.pdf
November 2013 
Fünf zukunftsweisende Ideen wurden am 5. November im Rahmen der Eröffnung der Messe A+A in Düsseldorf mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013 ausgezeichnet.  
Zum Thema: Pflegende Angehörige stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie für die Pflegetätigkeit keine finanzielle Entschädigung erhalten und die Pflege im häuslichen Umfeld der pflegebedürftigen Person stattfindet.  
Interview: Gregor Isenbort, Leiter der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund, spricht über die bisherige Bilanz der Ausstellung und die künftigen Herausforderungen.  
http://www.dguv.de/medien/2013_november_screen.pdf
Oktober 2013  
•  Vor knapp zwei Jahren hat die EU-Kommission die Überprüfung und mögliche Änderung der europäischen Mehrwertsteuer-Vorschriften für den öffentlichen Sektor angekündigt. Unter anderem wurde die Abschaffung der Mehrwertsteuerbefreiung von dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeiten diskutiert. Da dies zu kontroversen Debatten führte, hat die EU-Kommission nun einen umfassenden Konsultationsprozess eingeleitet.  
•  Zum Thema: Bestimmte Formen von Hautkrebs, die von natürlicher UV-Strahlung verursacht werden, können wie eine Berufskrankheit anerkannt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Betroffenen über viele Jahre im Freien gearbeitet haben.  
•  Interview: Bruno Zwingmann, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), spricht über die anstehende A+A 2013 und über die Schwerpunkte und Ziele der Basi.  
http://www.dguv.de/medien/2013_oktober_screen.pdf
September 2013 
•  In der Debatte um die Beweislastumkehr bei asbestbedingten Erkrankungen spricht sich die DGUV dafür aus, noch stärker einheitliche Kriterien zur Entscheidung über die Anerkennung von Berufskrankheiten anzuwenden.  
•  Zum Thema: Das Benchmarkingprojekt „Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Fallsteuerung“ zeigt Faktoren einer erfolgreichen Heilverfahrenssteuerung auf. Aus den Ergebnissen lassen sich eindeutige Handlungsempfehlungen ableiten.  
•  Interview: Petra Zilch, stv. Hauptgeschäftsführerin der DGUV, spricht über die Durchführung und Ergebnisse des Benchmarkingprojekts „Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Fallsteuerung“ und deren positive Auswirkungen auf die Heilverfahrenssteuerung. 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_0913.pdf
Juli/August 2013 
Das Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG) in Dresden hat einen Report zur „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen“ veröffentlicht, der Tipps und Hinweise gibt wie Betriebe, darunter speziell auch KMU, mit dem Thema umgehen können.  
Zum Thema: Existenzgründerberatung: Von Anfang an gut versichert. 70 Berater und Beraterinnen der gesetzlichen Unfallversicherung unterstützen Unternehmensgründer und -gründerinnen dabei, die eigene Existenz sicher und erfolgreich auf den Weg zu bringen.  
Interview mit Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuorganisation der bundesunmittelbaren Unfallkassen, dem so genannte BUK-NOG. Künftig darf die gesetzliche Unfallversicherung wieder im Betrieb prüfen.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_0713.pdf
Juni 2013  
•  Die Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge hat erhebliche Auswirkungen auf die arbeitsmedizinische Vorsorge in Deutschland.  
•  Zum Thema: geplante Reform des europäischen Mehrwertsteuersystems  
•  Interview mit Staatssekretär Fatih Acar, Türkisches Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit, und Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der DGUV, über die türkisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich Prävention.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_0613.pdf
April/Mai 2013 
Die gesetzliche Unfallversicherung verfolgt die Initiativen des Präventionsförderungsgesetzes. Den Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett am 20. März verabschiedet.  
Zum Thema: Deutsch-russische Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des Unfallversicherungssystems der Russischen Föderation  
Interview: Dr. Dieter-Lebrecht Koch, Mitglied des Europäischen Parlamentes, erläutert, warum sich Prävention lohnt und welche Rolle die Europapolitik spielt.  
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_04-0513.pdf
März 2013
Fusion der bundesunmittelbaren Unfallkassen: Die Unfallkasse des Bundes, die Eisenbahn-Unfallkasse und die Unfallkasse der Post und Telekom stellen sich neu auf.
•  Zum Thema: Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist Gastgeberin des XX. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014: Globales Forum Prävention.
•  Interview: Dr. Walter Eichendorf, stv. Geschäftsführer der DGUV, erläutert die Besonderheiten der im Januar 2013 gestarteten Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“.
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_0313.pdf
Februar 2013
Dokumentarfilm „GOLD – Du kannst mehr als du denkst“: Am 28. Februar kommt der von der DGUV initiierte Film über drei Paralympics-Athleten in die deutschen Kinos.
Zum Thema: „Schutz und Stärkung der Gesundheit arbeitsbedingter psychischer Belastung“ ist eines von drei Arbeitsschutzzielen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) für die Periode 2013 – 2018
Interview mit dem DGUV Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer über die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2013/documents/dguv_kompakt_0213.pdf
Dezember 2012/Januar 2013 
Zurück ins Arbeitsleben: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) unterstützt nach langer Krankheit die Rückkehr an den Arbeitsplatz.
•  Zum Thema: Die Neuordnung der stationären Heilverfahren in der gesetzlichen Unfallversicherung
•  Interview mit Prof. Dr. Reinhard Hoffmann, Ärztlicher Direktor der BG-Unfallklinik Frankfurt am Main über die Folgen der Neuordnung der stationären Heilverfahren für den Krankenhausbereich
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_1212.pdf
November 2012
Kehrtwende in Kanada: Die kanadische Regierung will Asbest als gefährliche Substanz anerkennen. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines weltweiten Asbestverbots.
Themenschwerpunkt: In diesem Jahr hat der Bundeswahlbeauftragte für die Sozialversicherungswahlen Gerald Weiß  einen Bericht über die Sozialwahlen verfasst. In dem Bericht hat er zugleich grundlegende und im Kern die Sozialwahl verändernde Reformvorschläge vorgelegt. Darüber diskutieren Gerald Weiß, Marina Schröder, amtierende Vorstandsvorsitzende der DGUV und Dr. Hans-Joachim Wolff, alternierender Vorstandsvorsitzender der DGUV.
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_1112.pdf
Oktober 2012  
•  Das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) hat in einer Studie Ursachen und Folgen ständiger Erreichbarkeit im Job untersucht
•  Zum Thema: Zum dritten Mal wird der Deutsche Arbeitsschutzpreis verliehen. Kompakt stellt die Rahmenbedingungen vor und erklärt, wer sich dafür bewerben kann
nterview: Dr. Utz Ullmann von der Berufsgenossenschaftlichen Klinik Bergmannstrost erläutert das neue Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung, nach dem Menschen nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten möglichst schnell psychologisch betreut werden sollen
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/DGUV-Kompakt.pdf
September 2012 
Verkehrssicherheit: Unfallfrei zur Schule 
•  Zum Thema: Unfallversicherungsschutz für Ersthelfer 
Interview mit Reinhard Nieper, Geschäftsführer des Klinikverbundes der gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (KUV) über die Herausforderung, den KUV zum Qualitätsführer auszubauen und die Potentiale der berufsgenossenschaftlichen Kliniken stärker zu nutzen 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_0912.pdf
Juli/August 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt-07-08-2012.pdf
•  Moratoriumskonzept der DGUV: Zuständigkeiten für öffentliche Unternehmen
Zum Thema: DGUV Akademie als zentrale Aus- und Weiterbildungsinstitution der gesetzlichen Unfallversicherung
•  Interview mit Dr. Sandra Düzel vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung über neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des gesunden Alterns
Juni 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_0612.pdf
•  EU-weite Qualitätsverbesserung von Praktika
•  Themenschwerpunkt: Geplante Mehrwertsteuerreform der Europäischen Kommission – Statements von Dr. Herbert Rische (Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund), Dr. Doris Pfeiffer (Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes) und Dr. Joachim Breuer (Hauptgeschäftsführer der DGUV) zu den Folgen für die gesetzlichen Sozialversicherungsträger 
April/Mai 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_04-05-2012.pdf
Rehabilitation im Heimatland 
„Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ins Bewusstsein rücken 
März 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_312.pdf
Umgang mit Asbest: 40 Jahre nachgehende Vorsorge
Zum Thema: Nationale Arbeitsschutzkonferenz 
Februar 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2012/documents/dguv_kompakt_0212.pdf
Demografischer Wandel: Aktiv altern im Beruf
Zum Thema: Atomausstieg sicher gestalten
Dezember 2011/Januar 2012
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_1211.pdf
Zum Thema: Beweislastumkehr
Klinikverbund KUV geht an den Start
November 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_1111.pdf
•  DGUV job: Ohne Barrieren zurück ins Arbeitsleben
•  Zum Thema: Persönliches Budget
Oktober 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_1011.pdf
•  Mobile IT-Arbeit: sicher und gesund arbeiten mit  Notebooks, Tablet-PCs und Smartphones
•  Zum Thema: Flexible Arbeitszeitmodelle
September 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_0911.pdf
•  Projekt ErgoKiTa: ergonomische Arbeitsplätze für Erzieherinnen und Erzieher
•  Zum Thema: Flow statt Burnout
Juli/August 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_070811.pdf
•  Projekt „abba“: Gewalt in Jobcentern vermeiden
•  Zum Thema: Sicherheit und Elektromobilität
Juni 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_0611.pdf
Demografischer Wandel: Herausforderung für die gesetzliche Unfallversicherung
Zum Thema: Versicherungsschutz beim neuen Bundesfreiwilligendienst
Mai 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_0511.pdf
Cyber-Mobbing unter Schülern: Ausgegrenzt im World Wide Web
Zum Thema: Die „Decade of Action for Road Safety” der UN
April 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_0411.pdf
Erdbeben in Japan: Versicherungsschutz für entsandte Beschäftigte und Katastrophenhelfer
Zum Thema: Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU
März 2011
http://www.dguv.de/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_03_11.pdf
Neuer Handlungsleitfaden für das Reha-Management der gesetzlichen Unfallversicherung 
Zum Thema: Medizinische Versorgung an den berufsgenossenschaftlichen Kliniken 
Februar 2011
http://www.dguv.de/inhalt/presse/dguv-kompakt/2011/documents/dguv_kompakt_0211.pdf
Zum Thema: Sozialwahl 2011
Schutz für Helfer: gesetzliche Unfallversicherung für Feuerwehrleute
Dezember 2010/Januar 2011
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_1210_0111.pdf
Für Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit: Reform des Europäischen Normungssystems
Zum Thema: das Prüf- und Zertifizierungssystem „DGUV Test“
November 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_1110.pdf
Gastbeitrag von Juan Somavia zum Minenunglück in Chile
Interview mit Professor Cam Mustard, Präsident des „Institute for Work & Health“
Oktober 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_1010.pdf
•  Festakt zum 125-jährigen Bestehen der gesetzlichen Unfallversicherung
•  Zum Thema: Die Kaiserliche Botschaft
September 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguvkompakt_0910.pdf
•  Mopedführerschein mit 15: Wachsender Widerstand
•  Zum Thema: Positionspapier zu Leistungen und Teilhabe am Arbeitsleben
Juli/August 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/2010_juli_screen.pdf
•  Bilanz 2009: Stabile Entwicklung trotz Krisenjahr
•  Zum Thema: DGUV Vorschrift 2
Juni 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_0610.pdf
Phthalate: Wenn Weichmacher krank machen
•  Interview mit Dr. Rolf Koschorrek (CDU/CSU) zum drohenden Fachkräftemangel unter Arbeitsmedizinern
Mai 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_0510.pdf
PTBS: Wenn Kriegserlebnisse die Seele belasten 
Lärmprävention: Kinder benötigen besonderen Schutz 
April 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_0410.pdf
Arbeitsschutz International: Chinas weiter Weg
Migration: Interkulturelle Aspekte des Arbeitsschutzes
März 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_0310.pdf
Krisenintervention: Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden
Demografischer Wandel: Folgen für die Arbeitswelt
Februar 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2010/documents/dguv_kompakt_0210.pdf
Start der Präventionskampagne „Risiko raus!“
Mehr Qualität im Heilverfahren
Dezember 2009/Januar 2010
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt12_09.pdf
•  Aktuell: Wertguthaben: Neue Regelungen für Arbeitgeber
•  Das Stichwort: Posttraumatische Belastungsstörung
November 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/2009_11_screen.pdf
•  Hintergrund: EU Kommission drängt auf Vereinheitlichung im Bereich der Sozialpolitik
•  Das Stichwort: Versicherungsschutz bei Minijobbern
Oktober 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt1009.pdf
•  Hintergrund: Generalunternehmerhaftung seit 1.10.2009 neu geregelt
•  Das Stichwort: Sozialversicherung bei Kurzarbeit
September 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt_09_2009.pdf
•  Aktuell: Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie auf Großbaustelle BBI vorgestellt
•  Hintergrund: Fünf neue Berufskrankheiten in BKV-Liste aufgenommen
Juli/August 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/2009_07_screen.pdf
•  Aktuell: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Parlamentarischer Staatssekretär Franz Thönnes zu Gast auf dem Sommerfest der DGUV und des GKV-SV
Das Stichwort: Mit allen geeigneten Mitteln
Juni 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt-0609.pdf
Aktuell: Schülerzeitung „Scoop“ erhält Sonderpreis der DGUV „Sicherheit und Gesundheit an Schulen“
Hintergrund: Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Mai 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_Kompakt_0509.pdf
Hintergrund: Beitragsvergleich der Unfallversicherungssysteme in Europa
Das Stichwort: Schwarzarbeit
April 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_Kompakt_0409.pdf
Aktuell: Tag gegen Lärm
Hintergrund: Arbeitsschutz praxisnah gestalten (Leitlinienpapier des BMAS)
März 2009 
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt_0309.pdf
Hintergrund: EuGH-Urteil zum Monopol der Berufsgenossenschaften
Das Stichwort: Ablösung der Unternehmerhaftpflicht
Februar 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt_0209.pdf
Hintergrund: Gesundheit fördern im Betrieb (BGM)
Das Stichwort: Berufshelfer/Reha-Manager
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Januar 2009
http://www.dguv.de/medien/inhalt/presse/dguv-kompakt/2009/documents/dguv_kompakt_0109.pdf
•  Hintergrund: Überblick über die wichtigsten Neuerungen zum Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung (UVMG)
Das Stichwort: Asbest

 

Hygiene im Bodden – Deutsche Seuchenforschung gut geklärt

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Die Insel Riems ist Standort bundeseigener Tierseuchenforschung. Im Zug umfangreicher Erweiterungen musste das veraltete Institutsklärwerk einem Neubau Platz machen – ein sensibles Vorhaben, das nach sicherer Prozesstechnik verlangt. Denn die Behandlung der Abwässer aus unterschiedlicher Herkunft mit teilweise sehr hohen Frachten erfolgt inmitten der Bade- und Erholungsregion Greifswalder Bodden in direkter Nachbarschaft zu Rügen.

Auf dem winzigen Eiland Riems, wenige Kilometer südlich der turbulenten Ferienhochburg Rügen, betreibt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI, s. Kasten) seit über 100 Jahren Tierseuchenforschung in der dafür erforderlichen Abgeschiedenheit. Seit 2006 wird der Standort umfangreich ausgebaut. Bei laufendem FLI-Betrieb ist die Ostseeinsel Schauplatz der größten zivilen Bundesbaumaßnahme außerhalb Berlins. Knapp 300 Millionen Euro investiert der Bund in sein Riemser Forschungsinstitut für Tiergesundheit. Mit bereits fertiggestellten Labor- und Tierversuchsgebäuden können FLI-Wissenschaftler bis zum höchsten Biosicherheitslevel S4 an Großtieren forschen. Diese Neuerung reiht Riems in die Weltelite der Tierseuchenforschung ein.

Bild 1:
Das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems ist nach umfangreicher Erweiterung eines der weltweit modernsten Zentren für Nutztier- und Tierseuchenforschung. Im Vordergrund die Kläranlage während der Bauphase.
Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-1.jpg

Bestand anachronistisch

Der sechsjährige Umbaumarathon hat auch vor der FLI-eigenen Kläranlage nicht Halt gemacht. Das alte Klärwerk war mit einer Ausbaugröße von 1.000 Einwohnerwerten (EW) seit 1990 in Betrieb. Es bestand aus einer mechanisch-physikalischen und einer biologischen Aufbereitungsstufe mit Belebungs- und Nachklärbecken. Eine Nachfällung sowie Schlammfaul- und Schlammentwässerungsbecken komplettierten die Anlage.

Die Abwässer des gesamten FLI-Komplexes sowie des Wohngebiets der Insel wurden entsprechend ihrer Belastung über zwei separate Entwässerungssysteme erfasst. Eine höher belastete Abwasserfraktion gelangte nach thermischer Vorbehandlung in zwischengeschaltete Speicherbecken und von dort weiter ins Belebungsbecken. Das nur haushaltsüblich belastete Abwasser durchlief die mechanische Vorreinigung, bevor es den gleichen Speicherbecken mit der anschließenden Biologie zugeführt wurde.

Zwischen Anlagenbestand und Stand der Technik klaffte schon seit langem eine deutliche Lücke. So mussten beispielsweise in der mechanischen Vorreinigung Stabrechen und Sandfang per Hand geräumt und das Rechengut mit Schubkarren abtransportiert werden. An den rückständigen Betriebsbedingungen hatte auch eine Anlagenertüchtigung im Jahr 2003 nichts geändert. Sie beschränkte sich auf die Einrichtung einer zweiten Nachfällung mit Eisensalzen und war notwendig geworden, weil sich durch Inbetriebnahme eines Quarantänestalls sowohl Abwasseranfall als auch Zulauffrachten und in Folge dessen die Anforderungen an die behördlich vorgegebene Reinigungsleistung erheblich erhöht hatten.

Neubau unumgänglich

In Anbetracht der aktuellen Institutserweiterungen und der damit erneut steigenden Anforderungen an die Abwasserreinigung war eine nochmalige Ertüchtigung des Anlagenbestands nicht mehr darstellbar. Deshalb erfolgte im November 2007 die Ausschreibung zum Neubau einer Kläranlage. Sie sollte bei laufendem Betrieb neben dem Standort der alten Anlage errichtet werden und musste den beiden Fraktionen eines herkömmlich belasteten Kommunal- sowie unterschiedlich belasteter Industrieabwässer Rechnung tragen. Einzelne Bauteile aus dem Bestand sollten nach Möglichkeit in den Neubau übernommen, alle übrigen nach dessen Fertigstellung abgerissen werden.

Der Zuschlag durch die Dach-ARGE, die beim FLI-Ausbau als Generalunternehmer fungiert, ging an die Mall GmbH (www.mall.info) mit Stammsitz in Donaueschingen. Bei deren Zweigniederlassung in Coswig/Anhalt lag die gesamte Auftragsabwicklung in einer Hand. Der Planungsstab konzipierte ein filigranes Ensemble von bedarfsweise variabel ineinander greifenden klärtechnischen Komponenten und Funktionen, und nach 22 Monaten Bauzeit sowie dreimonatigem Probebetrieb verfügt das FLI nun seit September 2011 über eine hochmoderne Kläranlage, die auf die besonderen Anforderungen des Standorts genau zugeschnitten ist.

Bild 2:
Das neue FLI-Klärwerk im Überblick: Vorne die abgedeckten Becken der membranbiologischen Behandlungsstufe, mittig das neue Betriebsgebäude und dahinter die ovalen Quarantäne- sowie die runden Zwischenspeicher.
Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-2.jpg

Reinigungsziel anspruchsvoll

Die als ‚industriell‘ apostrophierte Abwasserfraktion fällt bei der Forschung an Tierseuchen an. Herkunftsorte sind in erster Linie die Tierversuchsgebäude der unterschiedlichen Sicherheitsstufen, der Quarantänestall und zahlreiche Forschungslabors. Hinzu kommen beispielsweise auch Abwässer, die bei den Prozessen der Tierkörperbeseitigung sowie in einer Desinfektionsstation für LKW entstehen. Entsprechend seiner unterschiedlichen Herkunft handelt es sich somit um einen sehr diffizilen Abwasserstrom, der abwassertechnisch zuverlässig gereinigt werden muss, bevor er das Institutsgelände verlässt. Alles Abwasser aus den verschiedenen Sicherheitsstufen der Tierversuchs- und Laborgebäude wird, bevor es den jeweiligen Bereich verlässt, einer thermischen Desinfektion unterzogen. Dabei wird jeder Tropfen Abwasser über eine festgelegte Zeit auf mindestens 121 °C und in besonderen Fällen auf 136 °C erhitzt. Erst dann gelangt das nun seuchenhygienisch unbedenkliche Abwasser zur Kläranlage. Das ‚kommunale‘ Abwasser stammt aus Wohn-, Verwaltungs- und Sozialbereichen.

Bei der klärtechnischen Bemessung war zu berücksichtigen, dass der Zulauf hinsichtlich Mengen und Frachten hohen Schwankungen unterliegt. In den Jahren vor dem Neubau waren Zulaufextrema von 19 und knapp 200 m3 pro Tag ermittelt worden. Deshalb wurden, um den Zulauf zu vergleichmäßigen, engsprechende Speicherkapazitäten eingeplant, und somit ließ sich – anhand gemittelter Werte und unter Berücksichtigung der zusätzlichen Abwassermengen in Folge der Institutserweiterungen – ein Auslegungswert von 205 m3 pro Tag für den maximalen Abwasserzulauf ermitteln. Gemäß üblicher Berechnungsroutine ergeben sich daraus 1.368 EW als hydraulische Ausbaugröße. Hinsichtlich der Schmutzfrachten beträgt die Auslegungskapazität CSB-bezogen rund 3.500 EW.

Vorflut der Kläranlage ist der als Badegewässer und Erholungsgebiet genutzte Greifswalder Bodden. Um der hiermit gegebenen Sensibilität des naturräumlichen Umfelds Rechnung zu tragen, hat die zuständige Genehmigungsbehörde im Zug der wasserrechtlichen Erlaubnis anspruchsvolle Überwachungswerte festgesetzt: 90 mg/l CSB, 20 mg/l BSB5, 18 mg/l Gesamtstickstoff organisch, 10 mg/l Ammoniumstickstoff und 2 mg/l Gesamtphosphor. Damit darüber hinaus ein zusätzlicher Sicherheitspuffer entsteht, wurden die vorgegebenen Werte bei der Bemessung der Kläranlage um rund zehn Prozent niedriger angesetzt. Die sichere Verwirklichung dieser Reinigungstiefe leistet nunmehr eine 8-stufige Behandlungsanlage mit abschließender Membranfiltration.

Bild 3:
Anhand der grafischen Darstellung entschlüsseln sich die Komponenten, Funktionen und Kombinationsmöglichkeiten der Anlagenkonfiguration. Erläuterungen im Text.
(Bild Gesamtfließweg vergrößern)

Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-3.jpg

Anlagendesign komplex

Die Membranbiologie bildet das reinigungsrelevante Herzstück der neuen Anlage. Sie besteht aus zwei hintereinander geschalteten Belebungsbecken. Dem ersten Becken sind Phosphatfällung und Kohlenstoffdosierung beigeordnet. Das zweite Becken enthält die getauchte Membraneinheit, die aus fünf Filterblöcken zu jeweils 36 Mikrofiltrationsmodulen mit 0,2 mm Porenweite besteht. Wie für membranbiologische Systeme charakteristisch, wird die Anlage mit einer hohen Belebtschlammkonzentration von 12-15 g/l Trockensubstanzgehalt gefahren. Dieser gegenüber konventionellen Anlagen drei bis vier Mal höhere Schlammgehalt steigert die Reinigungswirkung und hat in Folge dessen eine deutliche Volumenreduktion bei der Dimensionierung der Biorektoren möglich gemacht. Überschüssige Schlammanteile werden kontinuierlich in einen Schlammspeicher abgepumpt.

Die Membranmodule halten aufgrund ihrer feinporigen Struktur den Schlamm im Belebungsbecken und ziehen Klarwasser ab, das nunmehr in Brauchwasserqualität vorliegt. Ein Pumpwerk fördert dieses feststofffreie Filtrat zunächst in einen Schacht, aus dem etwa 20 m3 pro Tag entnommen werden, um Anlagenteile der mechanischen Vorreinigung zu spülen und zu reinigen. Das restliche Filtrat passiert eine Mengenmessung und einen Probenahmeschacht, bevor es schließlich die Anlage über ein Auslaufbauwerk in Richtung Bodden verlässt.

Vor der Belebungseinheit ist eine unterschiedlich kombinierbare Vorstufenkonfiguration angeordnet. Sie gewährleistet durch einfachen Wechsel der Funktionsgruppen einerseits hohe Flexibilität im Anlagendurchlauf bei Regelbetrieb und schafft andererseits zusätzlichen Zeit- und Volumen-Puffer für Zulaufspitzen, Havariefälle und Reparaturmaßnahmen. Am Anfang steht die Erfassung des Zulaufs der einzelnen Abwasserteilströme, die gegenüber der Altanlage einer veränderten Anordnung folgt.

Multipel gepuffert

Zwei Quarantänespeicher, die alternierend beschickt werden und Pufferfunktion haben, sammeln die Abwässer der Quarantänestallungen. Nach 10- bis 15-tägiger Zwischenspeicherung mit Umwälzung gelangt diese Fraktion über einen Schieberschacht in den zweiten von zwei Zwischenspeichern (ZS 2), dessen Inhalt je nach hydraulischer Gesamtbelastung der Anlage direkt in die Biologie dosiert oder zum ersten Zwischenspeicher (ZS 1) gepumpt wird. Alle übrigen Abwässer gelangen im Regelbetrieb teilweise über den erwähnten Schieberschacht oder direkt in den ZS 1.

Beide Zwischenspeicher werden als Aufstaureaktoren nach dem SBR-Prinzip (s. Kasten) betrieben. Dabei dient der ZS 1 für alle Abwasserteilströme als zentrale Annahmestation. Hier wird das Rohabwasser zwischengespeichert, homogenisiert und vorbelüftet. Eine umfangreiche Sensorik überwacht kritische Parameter wie Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Temperatur und Redoxpotential.

An den ZS 1 schließen die Aggregate der mechanisch-physikalischen Vorreinigung an: ein Siebrechen zum Rückhalt von grobem Rechengut, ein Sandfang, ein Feinrechen, der Borsten, Haare und ähnliche Partikel abtrennt sowie eine Hochdruckentspannungsflotation für die Fettabscheidung. Per Pumpwerk und über einen weiteren Schieberschacht erreicht das vorgereinigte Abwasser schließlich den wiederum puffernden Vorlagespeicher der Membranbiologie, wo es unter Umwälzung erneut gespeichert und dann dem ersten der beiden Belebungsbecken zugeleitet wird.

Bild 4:
Die gesamte Vorreinigungsstrecke – hier eine Teilansicht – ist im Betriebsgebäude untergebracht.
Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-4.jpg

Abweichend von dieser Regelfahrweise ermöglicht der Schieberschacht am Ende der Vorreinigung jedoch auch die Rezirkulation des Abwasserstroms zum ZS 1 oder ZS 2 – eine nochmalige Möglichkeit, Zulaufspitzen abzupuffern. Weitere Verschaltungen erfüllen Sonderfunktionen, zu denen auch die Bereitstellung spezieller Havariekapazitäten gehört, oder sie gewährleisten Systemfunktionen wie beispielsweise die Schlammrückführung. In der Summe ergibt sich aus dem Fassungsvermögen beider Quarantänespeicher, der ZS 1 und 2 sowie des Vorlagespeichers der Biologie ein Speicher- und damit Puffervolumen von 1.900 m3, das je nach Bedarfslage unterschiedlich aktiviert werden kann. Hinzu kommen die beiden Belebungsbecken mit jeweils 144 m3.

Wartungsaufwand minimal

Für gleichbleibende Schlammkonzentration in der biologischen Stufe sorgt im Zusammenspiel mit entsprechender Messtechnik die Automatiksteuerung der Anlage, die darüber hinaus auch alle Füllstände überwacht. Die Reinigung der Membranen in den Mikrofiltrationsmodulen erfolgt über eine CIP-Station (clean in placement) bei laufendem Betrieb und ohne jegliche Demontage. Andererseits kann aber im Bedarfsfall die gesamte Ausrüstungstechnik ohne Beckenentleerung – wiederum also bei laufendem Betrieb – für Wartungs- und Reparaturarbeiten demontiert werden.

Um die Membranbiologie von Feststoffeinträgen wie Laub oder Sand frei zu halten, sind die beiden Belebungsbecken, deren Vorlagespeicher sowie der Schlammspeicher abgedeckt. Neben der Steuer- und Regeltechnik ist die gesamte mechanische Vorreinigung in einem neuen Betriebsgebäude untergebracht und damit ebenfalls gegen Außeneinflüsse geschützt. Die beiden Becken der ehemaligen Schlammbehandlung wurden beibehalten und für die Rohwasserannahme sowie als Zwischenspeicher ins neue Design integriert. Die übrigen Teile der Altanlage gingen den Weg alles Vergänglichen, nachdem der Neubau vollendet war.

Bild 5:
Mit einer modernen Leitwarte und übersichtlicher Steuer- und Überwachungstechnik lässt sich die Fahrweise der Anlage bedarfsgerecht modulieren.
Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-5.jpg

Bild 6:

Abdeckungen bewahren die Membranbiologie vor Schmutzeinträgen. Der schwarze Behälter ist die Dosierstation der zur Phosphatfällung eingesetzten Metallsalze.
Bild AWT-Mar-12-Insel-Riems-6.jpg

KASTEN 1

FLI – Tierseuchenforschung seit 1910
Südlich von Rügen liegt der Riems. Die Ostseeinsel im Greifswalder Bodden misst keine anderthalb Kilometer in der Länge und an ihrer bauchigsten Stelle 350 Meter in der Breite. Sie beherbergt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI, www.fli.bund.de), das als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist. Die Gesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen – von Tieren auf Menschen übertragbare Infektionen – bilden den wesentlichen Arbeitsschwerpunkt des FLI.
Der Mediziner, Hygieniker und Bakteriologe Friedrich Loeffler (1852-1915) gilt als einer der Mitbegründer der Virologie. Mit der Beschreibung des Erregers der Maul- und Klauenseuche hatte er 1898 das erste tierpathogene Virus identifiziert und 1910 auf der Insel Riems das weltweit erste virologische Forschungsinstitut gegründet. Es erhielt 1952 anlässlich Loefflers 100. Geburtstags dessen Namen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut startete 1992 mit einer Neugründung als Teil der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere zu seiner heutigen Bedeutung. Wesentliche Schritte auf diesem Weg waren im Jahr 2000 ein Ausbau der Forschungskapazitäten in Zusammenhang mit BSE, 2008 die Eingliederung weiterer Institute in das FLI im Zug einer Neuordnung des Ressorts Nutztierforschung beim BMELV sowie umfangreiche Sanierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen, die seit 2006 in drei Baustufen realisiert und 2013 abgeschlossen werden.
Mittlerweile ist das bundeseigene FLI das dritte Forschungsinstitut weltweit – neben schon bestehenden in Kanada und Australien -, das in Laboratorien der international höchsten Sicherheitsstufe L4/S4 auch mit Großtieren arbeiten kann. Ein hermetisch abgeschirmter Biosicherheitstrakt ermöglicht Untersuchungen mit hochansteckenden Viren wie beispielsweise Ebola und SARS. Derzeit beschäftigt das FLI rund 420 Mitarbeiter auf Riems. 

KASTEN 2

SBR – ausgleichend, flexibel, effizient
Unter den Verfahren biologischer Abwasserreinigung gilt die SBR-Technologie (SBR: sequencing batch reactor) als wirksamstes, zuverlässigstes und zugleich flexibelstes Prozessdesign. Das Leistungsprofil von SBR-Anlagen lässt sich genau auf den jeweiligen Bedarf zuschneiden und über haushaltsübliche Abwasserzusammensetzung hinaus auch für höher belastete Abwässer aus Gewerbe und Industrie konfigurieren.
SBR-Anlagen reinigen das Abwasser im Aufstaubetrieb chargenweise – sequencing batch – und können auf diese Weise selbst starke Zulaufschwankungen ausgleichen. Sie arbeiten somit stets am Optimum; insbesondere auch dann, wenn es an Abwassernachschub fehlt – eine Situation, auf die andere Systeme mit Leistungsabfall reagieren. Außerdem sind SBR-Systeme vergleichsweise wirtschaftlicher, weil sie nur bei Abwasseranfall in Aktion treten und ansonsten im Pausenmodus ruhen.
In preiswerten Basisausführungen erfüllen SBR-Anlagen zuverlässig die behördlichen Mindestanforderung bezüglich der Ablaufqualität. Ausbaumodelle erreichen mit Denitrifikation und Phosphatelimination größtmögliche Reinigungstiefe. Mittels integrierter Membrankomponente oder nachgeordneter UV-Desinfektion lassen sich Brauch- und Badewasserqualität als Reinigungsziele verwirklichen. Je nach Abwasseranfall und angestrebter Betriebssicherheit lässt sich das SBR-Prinzip in ein- und mehrstraßige Anlagenkonfigurationen umsetzen. 

Autor:
Tom Kionka
Büro für umwelTKommunikation
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D-97353 Wiesentheid
Tel.: 0 93 83/90 92 03
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Burgkirchen: Das Ausmaß der Chemie-Katastrophe

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Die Naturkatastrophe an der Alz zieht weiter ihre Kreise. Fast der gesamte Fischbestand bis zur Innmündung ist tot. Jetzt sind neue Fotos aufgetaucht.

Wie bereits berichtet, kam es am 6. März 2012 zu einem Brand in der Chemiefabrik Gendorf. In diesem Zusammenhang sind chemische Substanzen in die Alz gelangen, die zum Tod der Fische führten. Die Vertreter der Unternehmen InfaServ und Clariant gaben bekannt, dass es sich bei dem in die Alz eingetragenen Stoff um GENAMIN LA 302 D handelt, der äußerst giftig auf Wasserorganismen wirkt. Daraufhin waren sehr viele Fische gestorben. Insgesamt haben Feuerwehrmänner …mehr

http://www.chiemgau24.de/news/altoetting/burgkirchen/chemie-unfall-fischsterben-geht-weiter-innsalzach24-1919898.html

Neue Abwasserverordnung für 2013 geplant

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Bis Ende 2013 plant die Bundesregierung den Erlass einer neuen Verordnung über das Einleiten von Abwasser in Gewässer. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage zum „Stand der Rechtsverordnungen zum Wasserhaushaltsgesetz“ hervor (Bundestags- Drucksache 17/8298). Bis Ende 2012 sollen die Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen im Wasserrecht (Industrieemissionen – Verordnung Wasser) und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen erlassen werden. Weiterer Gegenstand der Kleinen Anfrage war die Beeinträchtigung des Grundwassers durch Abwasser. Hierzu schreibt die Regierung: „Gutachten, die eine genaue quantitative Beurteilung der Beeinträchtigung von Grundwasser durch kommunale Abwassereinleitungen erlauben, liegen der Bundesregierung nicht vor.“ Sowie: „Gutachten, die eine genaue quantitative Beurteilung der Beeinträchtigung von Grundwasser durch häusliche Schmutzwasseranschlussleitungen erlauben, liegen der Bundesregierung nicht vor.“ 

Download der Bundestags- Drucksache: www.gfa-news.de, Webcode: 20120112_001

…bis der Arzt kommt, endlich gibt’s den Schlammdoktor!

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Schwimmschlamm, Schaum und alles Mögliche schon versucht? Neben den vielen Fachbeiträgen auf www.kläerwerk.info gibt’s jetzt auch den direkten Hilfe-Draht zu ausgewiesenen Experten, den „Schlammdocs“.

Einfach klicken: http://www.schlammdoktor.de

Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm – Montanuniversität startet 4,5 Mio. Euro EU-Projekt

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Phosphor ist für den menschlichen und tierischen Organismus von größter Bedeutung, immerhin enthält der menschliche Körper bis zu 0,75 kg Phosphor. Weltweit werden natürliche Phosphatvorkommen mit niedrigem Schwermetallgehalt allerdings immer seltener. Aus diesem Grund wird seit geraumer Zeit nach Wegen gesucht, Phosphor aus Klärschlamm rückzugewinnen. Dabei haben sich zwei Verfahrenstypen herausgebildet: der nasschemische und der thermische Ansatz, wobei beide Verfahren im industriellen Regelbetrieb bisher nicht erfolgreich waren.

„Die Rückgewinnung von Phosphor war bisher sehr schwierig“, erläutert Universitätsprofessor Harald Raupenstrauch vom Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik an der Montanuniversität Leoben. „Daher haben wir nun ein EU-Forschungsprojekt zum Thema Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm und Klärschlamm-Asche mittels des so genannten RecoPhos-Prozesses eingereicht, das € 4,5 Mio. – Projekt auch zugesprochen bekommen und koordinieren die Forschungstätigkeiten für die nächsten 3 Jahre“, so Raupenstrauch.

Projektpartner sind die Universität Stuttgart (D), SGL Carbon GmbH (D), M.A.L. G.m.b.H. (A), INERCO S.A. (E), InsPyro N.V. (B), Hariri Chemical Process Engineering (CH), Jeloga Engineering (F), M.I.T. – Metallurgy & Inorganic Technology (A) und die GCTU GmbH (D).

Mit dem neuen RecoPhos-Prozess besteht die Möglichkeit, Phosphor aus Klärschlamm bzw. dessen Asche oder auch anderen Phosphorträgern, wie Tiermehl, in höchster Qualität durch einen Reaktionsmechanismus ähnlich dem Woehler-Prozess rückzugewinnen. Im Gegensatz zum klassischen Verfahren, bei dem die Nutzung der Asche wegen ihres hohen Eisengehalts beschränkt ist, findet im RecoPhos-Prozess die Reduzierung der Phosphate in einer dünnen Schicht auf der Oberfläche eines induktiv erhitzten Koksbettes des neuartigen Reaktors „InduCarb“ statt. Koks oder alternative Materialien werden als Reduktionsmittel verwendet, SiO2 wird in der Asche behalten. Somit kann der Phosphor aus der Schicht verdampfen, ohne mit anderen Elementen in der Schmelze zu reagieren. Das neue Verfahren ermöglicht also, verschiedenste Arten von Klärschlammasche zu verwerten. Weitere vermarktbare Produkte sind die anfallende Eisenlegierung, ebenso die Silikat-Schlacke sowie ein thermisch verwertbares Abgas.

Eine weitere Herausforderung bei der Phosphatrückgewinnung aus Klärschlamm ist die Entfernung von Schwermetallen. Die Energie, die für das Schmelzen benötigt wird, kann durch Erdgas, Gas aus einem Versorgungsprozess oder die Zugabe von getrocknetem Klärschlamm erreicht werden.

Weitere Informationen:
Univ. Prof. Harald Raupenstrauch
Tel.: +43 3842 402 5800
http://www.unileoben.ac.at/content/view/2826/464/lang,de/