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Neue Bücher-Recht

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Neue Bücher zu Recht

Wasserhaushaltsgesetz  
Phasing-Out-Verpflichtung im Anlagengenehmigungsrecht 
Kommunales Haftungsrecht  
Kalkulation von Gebühren und Beiträgen der Abwasserbeseitigung  
VOB Gesamtausgabe 2012 

 


Wasserhaushaltsgesetz

Das Autorenteam Susanne Rachel Wellmann, Peter Queitsch und Klaus-D. Fröhlich erläutern in ihrer Kommentierung des Wasserhaushaltsgesetzes anschaulich und kompakt die Regelungen des WHG einschließlich der nach der Veröffentlichung der 1. Auflage erfolgten Rechtsprechung und Literatur. Die 2. Auflage dieses Kommentars berücksichtigt vor allem die zwischenzeitlich erfolgten gesetzlichen Änderungen und neue Rechtsprechung. Zugleich finden auch die inzwischen erlassenen Bundes- Rechtsverordnungen zum Wasserhaushaltsgesetz Eingang in die Kommentierung, wie beispielsweise die Grundwasser-Verordnung und die Oberflächengewässerverordnung. Der Kommentar setzt wesentliche Schwerpunkte in den Themenbereichen Wasserversorgung (§§ 50 ff. WHG), Abwasserbeseitigung (§§ 54 ff. WHG), Bewirtschaftung oberirdischer Gewässer (§§ 25 ff. WHG), Gewässerausbau (§§ 76 ff. WHG) und Hochwasserschutz (§§ 72 ff. WHG). Zudem werden die bundesrechtlichen Regelungen zu den Duldungs- und Gestattungsverpflichtungen (§§ 91 ff. WHG) sowie die Entschädigungs- und Ausgleichsregelungen (§§ 96 ff. WHG) für den Rechtsanwender verständlich aufbereitet. Die Kommentierung des neuen Abschnitts 3a (Bewirtschaftung von Meeresgewässern) ist selbstverständlich auch Bestandteil der aktualisierten Kommentierung. Aus der Praxis für die Praxis ist der Kommentar eine wertvolle Arbeits- und Orientierungshilfe für sämtliche im Wasserrecht tätigen Verwaltungen, Firmen und Verbände, Personen und Institutionen – insbesondere für Städte, Gemeinden und Wasserbehörden, Gerichte und Rechtsanwälte, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, Ingenieure und Architekten.

Susanne Rachel Wellmann, Peter Queitsch und Klaus-D. Fröhlich: Wasserhaushaltsgesetz – Kommentar, 742 Seiten, 79,00 € Kommunal- und Schul-Verlag, Wiesbaden www.kommunalpraxis.de ISBN 978-3-82931-141-0
 
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Phasing-Out-Verpflichtung im Anlagengenehmigungsrecht

Die wasserrechtlichen Vorgaben aus dem Europarecht wirken sich auf das nationale Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz aus. Die PhasingOut-Verpflichtung der Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, dass Einträge von prioritären gefährlichen Stoffen in Oberflächengewässer langfristig zu beenden sind. In dem Buch „Die Beachtung der wasserrechtlichen PhasingOutVerpflichtung im Anlagengenehmigungsrecht“ stellt Andreas Pieper umfassend die Vorgaben der PhasingOutVerpflichtung sowie deren Bedeutung für das nationale Anlagengenehmigungsrecht dar. Nach Einschätzung des Autors muss die PhasingOutVerpflichtung bereits heute auch von den nationalen Genehmigungsbehörden beachtet werden.

Andreas Pieper: Die Beachtung der wasserrechtlichen Phasing-Out-Verpflichtung im Anlagengenehmigungsrecht broschiert, 234 Seiten, 64 Euro Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
ISBN-13 978-3848712502

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Kommunales Haftungsrecht

Dr. Georg Krafft hat im Erich Schmidt Verlag die neu strukturierte und erheblich erweiterte fünfte Auflage seines Werkes „Kommunales Haftungsrecht“ veröffentlicht. Der Autor analysiert alle in Betracht kommenden Aspekte kommunaler Haftung unter Berücksichtigung der hierzu ergangenen aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung und ihrer Einbettung in die rechtlich-dogmatischen Grundlagen. Das Werk geht dabei vom Blickwinkel eines Juristen aus, der die Haftung der Kommune und/oder ihrer Bediensteten zu beurteilen hat und erläutert klassische Rechtsprobleme der Haftung der öffentlichen Hand. Für wasserwirtschaftlich besonders interessant sind dabei die ausführlichen Darlegungen zu Hochwasserschutz- und Abwasserbeseitigungspflichten. Neu ist eine vertiefte Behandlung der persönlichen Haftung der Organe der Kommune und ihrer Bediensteten unter allen Aspekten kommunaler Betätigung, der persönlichen Haftung von Leitungskräften kommunaler AGs und GmbHs sowie des Versicherungsschutzes der Kommunen.  

Georg Krafft: Kommunales Haftungsrecht,
Geb. Ausgabe, 998 Seiten, 118 Euro
Erich Schmidt Verlag, Berlin
ISBN-13: 978-3503144457
 
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Kalkulation von Gebühren und Beiträgen der Abwasserbeseitigung

Die Höhe von Abwassergebühren und Beiträgen unterscheidet sich in Deutschland von Region zu Region teilweise deutlich. Dafür gibt es viele Ursachen, wie zum Beispiel die unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten mit der Siedlungsdichte, dem Frischwasserverbrauch bzw. den Abwasseranfall, den Höhenunterschieden im Entsorgungsgebiet, der Leistungsfähigkeit des Vorfluters oder der Bodenbeschaffenheit sowie der Investitionstätigkeit oder der Bevölkerungsentwicklung usw. Ein wesentlicher Punkt sind jedoch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen nach den Kommunalabgabengesetzen der einzelnen Bundesländer. Die Bundesländer legen dabei in unterschiedlicher Weise fest, was zu den ansatzfähigen Kosten – insbesondere den kalkulatorischen Kosten wie Abschreibungen und Zinsen – gehört. In diesem Rahmen haben die Gemeinden Einfluss auf die Höhe der Gebührenerhebung unter anderem durch Gestaltung der örtlichen Entwässerungssatzungen. Kalkulatorische Kosten können unter Umständen bis zu zwei Drittel der Abwassergebühren bestimmen. Diese Rahmenbedingungen machen die Gebühren- und Beitragskalkulation zu einer komplexen und schwierigen Aufgabe. Mit dem nun vorgelegten Themenband T 3/2012 „Kalkulation von Gebühren und Beiträgen der Abwasserbeseitigung“ stellt die DWA den Entscheidungsträgern und Praktikern in der Kommunalpolitik sowie denjenigen, die sich mit der Kalkulation von Abwasserentgelten und Beiträgen befassen oder dafür verantwortlich sind, ein Handbuch mit konkreten Hilfestellungen zur Verfügung. Erarbeitet wurde der Themenband von der Arbeitsgruppe WI-3.2 „Entgelte und Steuern“ und dem Fachausschuss WI-3 „Organisation und Finanzierung“ im DWA-Hauptausschuss „Wirtschaft“. Das Handbuch gibt dabei Kundigen und Unkundigen einen leichtverständlichen Überblick über die kommunalabgabenrechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume. Es ermutigt zur Nutzung von Gestaltungsspielräumen und folgt dabei stets Grundprinzipien, wie zum Beispiel der konsequenten Beachtung des Kostendeckungsprinzips. Der Themenband soll dem Leser Orientierung bei der Handhabung von Einzelfällen bieten. In den Anhängen findet er zudem Arbeitsberichte, welche die Themenbereiche „Erhebung von Grundgebühren“, „Auswirkungen des Demografischen Wandels auf Gebühren“ und die „Nutzungsdauern von Vermögensgegenständen“ ergänzen oder zu vertiefen.

DWA-Themen (T3/2012)
„Kalkulation von Gebühren und Beiträgen der Abwasserbeseitigung“,
September 2012,
64 Seiten
ISBN 978-3-942964-63-0
Ladenpreis: 58,00 Euro fördernde
DWA-Mitglieder: 46,40 Euro  

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VOB Gesamtausgabe 2012

Autor / Hrsg.: DIN, DVA
Verlag: Beuth Verlag
Bibliographie: Ausgabedatum 2012, A5 (148 × 210), Leinen
ISBN-Nr.: 978-3-410-61290-2

Preis: 46.00 €
inkl. 7% MwSt.

Dieser Artikel erscheint: 15.10.2012

Nach der erfolgten Zustimmung des Bundesrates zur Vergabeverordnung (VgV) erscheint die neue VOB Gesamtausgabe 2012 im kommenden Oktober! Geht es in Deutschland um die Bauvergabe, ist die VOB das einschlägige Grundlagen- und Nachschlagewerk. Die VOB ist der Maßstab für gute Bauverträge und solide bauvertragliche Abmachungen. Mit der komplett aktualisierten Ausgabe 2012 werden Änderungen in Teil A, Teil B sowie Teil C gültig.

Alle Teile der VOB wurden überarbeitet, im Einzelnen:
– DIN 1960 „VOB Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen“
– DIN 1961 „VOB Teil B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen“
– Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB Teil C)

Die VOB Teil C beinhaltet die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV), die gleichzeitig auch als DIN-Normen herausgegeben werden. Durch die ständige Weiterentwicklung im technischen Bereich sind die ATV hinsichtlich ihrer praxisgerechten Anwendung zu überprüfen und entsprechend zu aktualisieren.

So wurden durch die Hauptausschüsse Hochbau und Tiefbau (HAH und HAT) des DVA
– insgesamt 7 ATV materiell fortgeschrieben.
– Darüber hinaus wurden insgesamt 29 ATV redaktionell überarbeitet.
– 2 neue ATV wurden erarbeitet, ATV DIN 18323 „Kampfmittelräumarbeiten“ und ATV DIN 18326 „Renovierungsarbeiten an Entwässerungskanälen“.

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Abwasser als Pflanzendünger

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Klärschlamm, Abwässer und Gülle sind wertvolle Quellen, aus denen sich Dünger für die Nahrungsmittelproduktion gewinnen lässt. Forscher haben jetzt ein chemikalienfreies und umweltschonendes Verfahren entwickelt, mit dem rückgewonnene Salze direkt zu Dünger umgesetzt werden.

Phosphor ist nicht nur für Pflanzen, sondern für alle Lebewesen wichtig. Doch das für die Nahrungsmittelproduktion unverzichtbare Element wird knapper. Ein Indiz dafür sind die stetig steigenden Preise für phosphathaltige Düngemittel. Höchste Zeit also, nach Alternativen zu suchen. Keine leichte Aufgabe – denn Phosphor lässt sich nicht durch einen anderen Stoff ersetzen. Eine Lösung haben Forscher vom FraunhoferInstitut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart gefunden. Sie nutzen hierzulande vorhandene Ressourcen – und die finden sich ausgerechnet in Abwässern von Klärwerken oder Gärresten von Biogasanlagen. Die vermeintliche Dreckbrühe lässt sich hervorragend wiederverwerten. Dafür haben die Wissenschaftler um Jennifer Bilbao, die am IGB die Gruppe für Nährstoffmanagement leitet, ein neues Verfahren entwickelt. »Dabei werden Nährstoffe so gefällt, dass sie direkt als Dünger zur Verfügung stehen«, sagt Jennifer Bilbao.

Mobile Pilotanlage für Tests
Kern der patentierten Methode, die die Experten derzeit in einer mobilen Pilotanlage erproben, ist ein elektrochemischer Prozess, mit dem per Elektrolyse Stickstoff und Phosphor als Magnesium-Ammonium-Phosphat – auch als Struvit bekannt – ausgefällt werden. Das Salz Struvit wird aus dem Prozesswasser in Form kleiner Kristalle ausgeschieden, womit es sich direkt als Pflanzendünger einsetzen lässt. Der Clou der Methode: Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren müssen die Forscher keine Salze oder Laugen zugeben. Bilbao: »Es handelt sich um einen komplett chemikalienfreien Prozess.«
In der mannshohen Elektrolysezelle der Versuchsanlage, durch die das Abwasser geleitet wird, befindet sich eine Opferanode aus Magnesium und eine metallische Kathode. Im Verlauf der Elektrolyse wird am negativ geladenen Pol, der Kathode, das Wasser aufgespalten. Dabei werden unter anderem Hydroxidionen gebildet. Am positiv geladenen Pol, der Anode, findet eine Oxidation statt: Magnesiumionen wandern durch das Wasser und reagieren dabei mit dem in der Lösung enthaltenen Phosphat und Ammonium zu Struvit.

Stromsparender, chemikalienfreier Prozess
Da die Magnesiumionen im Prozesswasser der Anlage besonders reaktionsfreudig sind, wird für dieses Verfahren sehr wenig Energie benötigt. Deshalb wird weniger Strom für die elektrochemische Aufspaltung gebraucht als bei üblichen Methoden. Bei allen bisher untersuchten Abwässern lag die erforderliche Leistung unter 70 Wattstunden…

http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2012/august/abwasser-als-pflanzenduenger.html

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft

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Hintergrund, zentrale Aspekte des Themas

Wasser ist Lebensgrundlage, Lebensraum und Standortfaktor zugleich. Die verfügbaren Wasserressourcen müssen daher bezüglich Quantität und Qualität nachhaltig genutzt werden. Unter quantitativen Gesichtspunkten darf die Wasserentnahme die Erneuerungsrate nicht überschreiten. Mit Blick auf die Qualität erfordert ein nachhaltiges Management der Wasserressourcen die Vermeidung bzw. Elimination von Verschmutzungen.

Eine eingeschränkte Verfügbarkeit von sauberem Wasser birgt hohe gesundheitliche Risiken und wirkt als großes Hemmnis für die sozioökonomische Entwicklung. Die Verunreinigungen von Gewässern mit Nährstoffen, Schwermetallen und weiteren anthropogenen Substanzen (Industrie- und Agrarchemikalien, Pharmazeutika und deren Metaboliten) stellt eine große Herausforderung für die Wasserwirtschaft dar. Viele dieser Stoffe sind persistent, teilweise bioakkumulativ und entfalten schon bei geringsten Konzentrationen eine schädliche Wirkung.

Außerdem sorgen sozioökonomische Faktoren dafür, dass sich die Wasserwirtschaft zusätzlichen Problemen und Herausforderungen stellen muss. Demografische Veränderungen und die Folgen der weiteren Industrialisierung verbunden mit Klimawandel und Ressourcenverknappung verschärfen die Wasserproblematik.

Vor diesem Hintergrund werden die Märkte für wasserrelevante Technologien weltweit massiv wachsen. Dies führt zu einer Internationalisierung sowie einer Veränderung der Wettbewerbsvoraussetzungen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern müssen funktionierende Wasserinfrastruktursysteme häufig erst noch aufgebaut werden. Die Anstrengungen zur Erreichung der Millenium Development Goals (MDG) im Wasserbereich müssen vor allem bezüglich der Verbesserung der Sanitärversorgung deutlich gesteigert werden. Zur Zielerreichung wird es nicht genügen, Technologien aus Industrieländern zu exportieren. Vielmehr sind diese an die jeweiligen gesellschaftlichen und technologischen Verhältnisse anzupassen. Für einen nachhaltigen Betrieb ist insbesondere die Schaffung verlässlicher institutioneller Rahmenbedingungen notwendig.

In dieser Situation kommt dem Innovationsprozess bei den Wassertechnologien besondere Bedeutung zu: Zum einen bergen die Technologien des konventionellen Systems weiteres Entwicklungspotenzial zur Steigerung der Ressourceneffizienz und der Verminderung der Schadstoffe. Zum anderen verbessern Technologieschübe die Anwendungschancen von flexibleren, stärker dezentralen Ansätzen, die Funktionen der Wasserver- und -entsorgung mit Teilbereichen der Infrastruktursektoren Energie und Abfall integrieren. Neben der Technologieentwicklung besteht ein großes Potenzial in der Kombination der verschiedenen Technikkomponenten zu innovativen, energie- und ressourceneffizienten Gesamtkonzepten. Schließlich werden auch die Wettbewerbsfähigkeit und die Bereitschaft zum Technologietransfer und zum Eingehen von Technologiekooperationen maßgeblich durch die technologische Leistungsfähigkeit der einzelnen Länder beeinflusst.

Ziel und Vorgehensweise

Ziel des Projekts ist, anhand folgender fünf Schritte die Herausforderungen und…mehr

http://www.tab-beim-bundestag.de/de/untersuchungen/uI0029.html

Ein biologischer Filter, der Östrogene aus Abwasser und Trinkwasser entfernt

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Studierende der Universität Bielefeld nehmen am iGEM-Wettbewerb teil

Das Ziel der 15 Bielefelder Studierenden, die mit diesem Projekt am „international Genetically Engineered Machine competition“ (iGEM) des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, USA, teilnehmen, ist hoch gesteckt. Für den rapide wachsenden internationalen Wettbewerb in synthetischer Biologie werben sie mehrere 10.000 Euro von international tätigen Unternehmen und Verbänden der Biotechnologie und Chemiebranche ein, um die Kosten des Wettbewerbs zu decken. Seit Mai verbringen sie ihre Freizeit damit, im Labor neue DNA-Bausteine herzustellen, sie zu vervielfältigen und Enzyme zu produzieren. Jetzt geben erste Ergebnisse Anlass zu Optimismus.

Die Antibabypille ist die am weitesten verbreitete Verhütungsmethode in Deutschland. Ein Großteil der modifizierten Östrogene wird jedoch über den Urin wieder…mehr:

http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/%C3%B6strogen_aus_trinkwasser_entfernen

EU verklagt Deutschland wegen Wasserverschwendung

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Verbraucher müssen sparen, Unternehmer aber nicht: Nach Ansicht der EU-Kommission tut Deutschland zu wenig, um die Verschwendung von Wasser zu verhindern. Nun droht eine hohe Geldstrafe.
Brüssel – Weil sie angeblich zu wenig gegen Wasserverschwendung tut, bekommt die Bundesregierung Ärger mit der EU-Kommission. Deutschland müsse wegen Verletzung europäischen Rechts vor den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Sollte die Regierung nicht einlenken, drohen in letzter Konsequenz Geldstrafen.

Zwar würden deutsche Verbraucher und Klärwerke durch angemessen hohe Preise zum Wassersparen angehalten, …mehr:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-verklagt-deutschland-wegen-wasserverschwendung-a-836336.html

Lingener gewinnen Kohle aus Klärschlamm

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Was früher Millionen von Jahre, Unmengen an Holz, hoher Temperaturen und viel Druck (bar) bedurfte, kann heute binnen weniger Stunden im Zeitraffertempo Realität werden: die Entstehung von Kohle. Und zwar nicht aus Holz, sondern aus Klärschlamm der Lingener Kläranlage. Das einzige Manko: Der Prozess lässt sich noch nicht wirtschaftlich darstellen – noch nicht. Mehr:

http://www.noz.de/lokales/63848219/lingener-gewinnen-kohle-aus-klaerschlamm

Erste europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“

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Ver.di und andere Organisationen starteten in der vergangenen Woche die erste europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“. Die Möglichkeit eines europäischen Bürgerbegehrens gibt es erstmalig seit dem 1. April 2012.

Ziel der Initiative ist es, die EU-Kommission zur Umsetzung der Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser und sanitärer Grundversorgung auf ein auf Rechten basierendes Modell mit dem Schwerpunkt öffentliche Dienstleistungen zu verpflichten (wir berichteten auch im Rundbrief v. 25.05.).
Dazu wurden „Brunnenaktionen“ in 50 europäischen Städten organisiert, so auch am 21.06. in Berlin. Die Bürger wurden dabei über das europäische Bürgerbegehren und seine Notwendigkeit informiert und konnten vor Ort die Initiative sofort mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Damit das Bürgerbegehren angenommen wird, werden binnen eines Jahres 1 Million Unterschriften aus mind. sieben Mitgliedsstaaten Europas benötigt. Ziel von ver.di ist es, in Deutschland über 130.000 Stimmen zu sammeln.

Weitere Informationen über das Bürgerbegehren können auf den Internetseiten http://www.right2water.eu/de und http://www.verdi.de/themen/internationales/wasser-ist-menschenrecht abgerufen werden.

Mikrobiologie in Kläranlagen

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STAEDTLER Stiftung fördert neues Forschungsprojekt an der Ohm-Hochschule mit 40.000 Euro

Welche mikrobiologischen Vorgänge spielen sich in Kläranlagen ab? Dieser Frage geht ein neues Forschungsprojekt von Prof. Dr. Eberhard Aust an der Fakultät Angewandte Chemie und dem Umweltinstitut Neumarkt der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg nach. Dafür untersucht er Mikroorganismen in den biologischen Stufen von Kläranlagen mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung. Die STAEDTLER Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt, das im Juni 2012 startet und bis Ende Dezember 2013 läuft, mit 40.000 Euro.
„Unser besonderes Augenmerk gilt den so genannten anaeroben Ammonium-Oxidierern, die auch Anammox genannt werden, und zur Gattung der Planctomyceten zählen“, erläutert der Projektleiter die Vorgehensweise. „Diese Bakterien wurden erstmals Ende der 1990er Jahre beschriebenen und bauen das im Abwasser enthaltene Ammonium in der Gegenwart von Nitrit zu molekularen Stickstoff ab.“

Im Rahmen des Forschungsprojekts untersuchen die Forscherinnen und Forscher des OHM diese Mikroorganismen in den biologischen Stufen von Kläranlagen mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung. So soll das Wissen um die mikrobiologischen Vorgänge erhöht werden und der Zustand der entsprechenden Anlagen besser beschrieben werden.

„Wir vermuten, dass die Betriebsbedingungen in den Kläranlagen und die jahreszeitlichen Schwankungen der Umgebungsbedingungen großen Einfluss auf die Anreicherung bestimmter Organismen und die Beeinflussung ihrer Leistungsfähigkeit im Prozess haben“, betont Prof. Dr. Eberhard Aust. „Die genauen Mechanismen sind allerdings noch unbekannt, da bislang sehr wenige Messdaten aus Kläranlagen vorliegen und Langzeitstudien zur Entwicklung der mikrobiologischen Zusammensetzung der Schlämme bislang fehlen.“ Genau diese Lücke soll das Forschungsprojekt nun schließen.

Darüber hinaus soll die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierungs-Methode auch der Vertiefung des wissenschaftlichen Wissens über die verschiedenen Anammox-Arten dienen. Zum Beispiel könnte herausgefunden werden, welche Anammox-Arten in Konkurrenz um die Nahrungsgrundlage stehen, bzw. ob diese in Symbiose vergesellschaftet existieren.

STAEDTLER Stiftung: Partner der Wissenschaft
Die gemeinnützige STAEDTLER Stiftung unterstützt die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg – Bayerns forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften – bereits seit vielen Jahren. Jährlich vergibt sie darüber hinaus hoch dotierte Promotionspreise an Doktoranden für herausragende Leistungen. An der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg förderte die STAEDTLER Stiftung bereits zahlreiche Projekte. In den vergangenen zehn Jahren flossen über eine Million Euro Fördergelder. Diese wurden unter anderem in folgenden Projekten eingesetzt: Das hochschuleigene Institut für Energie und Gebäude konnte mit Hilfe der Fördergelder Latentwärmespeicher-Materialien erforschen, an der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik kombinierte man Software und Kreativitätstechniken, an der Fakultät Informatik wurde das Projekt „intelligente Baustelle“ vorangebracht und an der Fakultät Angewandte Chemie beschäftigte sich ein Forscherteam mit der Behandlung von Allergien des Typs 1 (Soforttyp).

Weitere Informationen im Internet unter www.ohm-hochschule.de und www.staedtler.de

Energieoptimierung an praktischen Beispielen vom Rechengebäude bis zur 4. Reinigungsstufe

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Fachvortrag an der Universität Dresden von Hr. Klaus Alt, Hydro-Ingenieure GmbH vom 06.07.2012.

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Geschiebe? – Optimierte Kanalsysteme helfen Kommunen Geld zu sparen

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Wissenschaftler des Fachgebiets Wasserversorgung und Grundwasserschutz der TU Darmstadt haben unter der Leitung von Professor Wilhelm Urban erstmals wissenschaftlich untersucht, wie man Feststoffe wie zum Beispiel Steine, Sand und Haushaltsreste aus der Kanalisation weitgehend entfernt. Sie kamen zu ebenso einfachen wie verblüffenden Ergebnissen.

Die Feststoffe werden im Abwasser der Kanalisationen mittransportiert und setzen sich in den Kanälen ab. Um dieses sogenannte Geschiebe abzufangen, werden in Deutschland in neueren Kanalsystemen immer häufiger Geschiebeschächte eingebaut. Wie solche Schächte funktionieren und was geändert werden sollte, damit sie den Erfordernissen der Kanalsysteme optimal entsprechen, haben nun die Mitarbeiter von Professor Urban am IWAR-Instituts erstmals wissenschaftlich untersucht. Sie kamen zu einfach umzusetzenden Ergebnissen, die den Kommunen merkbar Geld sparen helfen.

Das Geschiebe wird gesaugt
Geschiebeschächte sind eine noch recht junge Idee, die gegenüber den althergebrachten Geröllfängen einige Vorteile besitzen. Sie fangen zum Beispiel das Geschiebe besser auf, so dass die Kanalisation effektiver arbeitet. Zudem lassen sie sich auch wesentlich einfacher leeren. Während die Fänge aufwändig von Mitarbeitern mit Besen und Schippe gereinigt werden müssen, können bei den Geschiebeschächten LKWs mit Saugwagen vorfahren und das Sediment maschinell, und damit deutlich schneller und preisgünstiger aus der Kanalisation entfernen. Doch nicht nur bei der Reinigung lässt sich dank der Geschiebeschächte Geld sparen. Auch Pumpen und andere maschinentechnische Anlagen werden durch das Sediment weniger in Mitleidenschaft gezogen, die Wartungs- und Ersatzkosten sinken spürbar.

Das Organische ist ein Problem
Optimierungsbedarf herrscht trotz allem. Denn die organischen Stoffe, die sich ebenfalls im Abwasser befinden, sollten im Gegensatz zum Geschiebe möglichst vollständig bis zu den Kläranlagen weitertransportiert werden. Sie werden aber meist in zu großen Anteilen in den Schächten festgehalten. „Optimal wäre, wenn weniger als fünf Prozent Organik in den Geschiebeschächten hängen bliebe“, konkretisiert der IWAR-Projektkoordinator Dr. Subhendu Hazra. Denn alles, was hängen bleibt, kann nicht in den Kläranlagen behandelt werden. Zudem füllen sich die Schächte viel schneller, so dass die Belüftungsrohre an den Schachtwänden verdeckt werden können. Die Rohre sind mit Löchern versehen, durch die ein Luftstrom erzeugt wird, „der das in den Schacht einfließende Abwasser in eine Walzenströmung führt“, erläutert Hazra. Das heißt, es wird eine Welle erzeugt, die die Ablagerungen aufwühlen. Dabei kommt es zu einer Trennung des Geschiebes von der Organik, die mit dem Wasser abtransportiert wird. Diese sogenannte Walzenströmung darf nicht zu groß sein, um das Geschiebe nicht mitzureißen, aber auch nicht zu gering, damit organische Materialien abtransportiert werden. In zahlreichen Computersimulationen und Feldversuchen haben Hazra und sein Kollege Dr. Alexander Sonnenburg von der Kessler+Luch GmbH errechnet, welche Walzenströmungen bei unterschiedlichen Umweltbedingungen hierfür in den Geschiebeschächten erzeugt werden müssen. Tatsächlich konnten die Forscher mithilfe optimierter Geschiebeschächte organische und mineralische Stoffe deutlich effektiver trennen und die Fünf-Prozent-Hürde nehmen.

Die Lage der Rohre ist entscheidend
Die Belüftungsrohre werden bislang auf der Ablaufseite montiert, an der das Wasser aus dem ein Meter tiefen Schacht abfließt. Die Darmstädter konnten nun nachweisen, dass die Spülwirkung in den Schächten verbessert werden kann, wenn diese Rohre auf der gegenüberliegenden Seite montiert werden, dort also, wo das Wasser eintritt. „Eine größere Strömungswelle erzeugt eine höhere Fließgeschwindigkeit des Abwassers“, erläutert Hazra. Damit sie dem nun bekannten optimalen Wert entspricht, lässt sich per Monitoring die Belüftung gezielt einstellen.
Eine tiefere Lage der Rohre verbessert die Funktion des Kanalsystems zusätzlich. „Optimal ist eine um 10 cm tiefere Lage als bislang, 40 cm über dem Schachtboden ist nach unseren Berechnungen die optimale Höhe“. Zu tief dürfen sie nämlich auch nicht sitzen, da sie sonst zu schnell von Sedimenten bedeckt werden und verstopfen. „Auch gerundete Ecken in den Schächten begünstigen den Wasserfluss deutlich.“ Insgesamt sind die Maßnahmen also für recht wenig Geld umzusetzen und die Möglichkeiten, Geld zu sparen umso besser. In entsprechenden Regelwerken für Kommunen werden die Darmstädter Forschungsergebnisse bereits kommuniziert.

Hintergrund
Das Forschungsprojekt wurde von der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE), Förderlinie 3, KMU-Verbundvorhaben, gefördert. Konsortialführer ist die VSB Vogelsberger Umwelttechnik GmbH.
Die Ergebnisse wurden im Arbeitsblatt DWA-A 166 und im Merkblatt DWA-M 176 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) aufgenommen. „Eine Arbeitsgruppe der DWA überarbeitet derzeit diese Regelwerke, welche Hinweise zur konstruktiven Gestaltung und Ausrüstung von Bauwerken der Zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung geben. Dort werden unter anderem auch Geschiebeschächte behandelt“, erläutert der IWAR-Projektkoordinator Dr. Subhendu Hazra. „Damit ist sichergestellt, dass unsere Optimierungsvorschläge auch umgesetzt werden, denn die planenden Ingenieurbüros und die Behörden orientieren sich an diesen Regelwerken.“