Sonntag, Oktober 24, 2021

Meldungen zu Wetter und Klima

Umweltstiftung setzt sich für die Förderung von Zisternen ein
Holinger: Nutzwasser als alternative Wasserressource
Fünf Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städte

 


Umweltstiftung setzt sich für die Förderung von Zisternen ein

Die Umweltstiftung NatureLife-International fordert angesichts der jüngsten Überschwemmungen in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands ein Milliardenprogramm für den Bau von Zisternen zur Wasserrückhaltung. „Nach dem Motto: Zaster für die Zukunft mit Zisternen können Siedlungsgebiete an die Auswirkungen des Klimawandels angepasst, der Ingenieur- und Bauwirtschaft geholfen, Arbeitsplätze geschaffen und künftige Generationen finanziell entlastet werden“, erklärte der Präsident der Umweltstiftung, Claus-Peter Hutter.

Seit der Jahrtausendwende sei es überdeutlich geworden, dass nach verheerenden, lokal sehr unterschiedlich auftretenden Starkniederschlägen unerträgliche Hitzewellen folgen. „Es genügt nicht vom Klimaschutz und Grün in der Stadt zu reden, um den Hitzekollaps in den Städten zu vermeiden, sondern es muss heute gehandelt werden um morgen all die erforderlichen Grünbestände auch bewässern zu können“, so die Umweltstiftung in einer Mitteilung. Hutter fordert dazu auf, sich wieder der seit Jahrtausenden weltweit bewährten Technik des Wassersammelns zu besinnen und fortentwickelt mit moderner Ingenieurtechnologie und Baukunst jeden Regen

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Holinger: Nutzwasser als alternative Wasserressource

Durch den Klimawandel gewinnen die Themen Trockenheit, Niedrigwasser, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft immer mehr an Bedeutung.

Um den Druck auf natürliche Wasservorkommen, insbesondere das Grundwasser, zu reduzieren ist es notwendig, alternative Handlungsoptionen zu erarbeiten. Holinger verfolgt im BMBF-Verbundvorhaben das Ziel:
gereinigtes Abwasser aus Kläranlagenabläufen gesammeltes Niederschlagswasser von befestigten Flächen und industrielles Produktionsabwasser zukünftig so aufzubereiten, dass sie bedarfsgerecht als „Nutzwasser“ für Bewässerungszwecke wiederverwendet werden können.

gereinigtes Abwasser aus Kläranlagenabläufen gesammeltes Niederschlagswasser von befestigten Flächen und industrielles Produktionsabwasser zukünftig so aufzubereiten, dass sie bedarfsgerecht als „Nutzwasser“ für Bewässerungszwecke wiederverwendet werden können.

Im Auftrag und mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) kann das Projekt „Nutzwasser – Gewinnung und Einsatzmöglichkeiten am Beispiel der Schweinfurter Trockenplatte“ nun umgesetzt werden.

https://de.holinger.com/news/details?tx_ttnews%5Bday%5D=17&tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3713&tx_ttnews%5Byear%5D=2021&cHash=b38024aab754e9ad593f242b66ee9f00

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Fünf Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städte

Wissenschaftler:innen veröffentlichen Statement zum Umgang mit Extremereignissen
Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen es drastisch: Wetter-Ausschläge werden extremer. Im Juli 2021 waren es extreme Niederschläge in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen, 2018 und 2019 litt Deutschland unter einer langanhaltenden Trockenheit und Hitze. Jüngere Klimastudien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für beide Extreme zunehmen wird. Es ist Zeit für ein groß angelegtes Klimaanpassungsprogramm. Wissenschaftler:innen unter der Koordination des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben fünf wesentliche Prinzipien definiert, an denen Städte und Gemeinden ihren Umbau für mehr Klimasicherheit orientieren sollten.

Im Juli 2021 führten starke und langanhaltende Niederschläge in den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen zu Zerstörungen an Infrastrukturen und Gebäuden sowie Verletzten, Vermissten und Toten in bisher unvorstellbarem Ausmaß. In den Jahren 2018 und 2019 dagegen litten Landwirtschaft, Wälder, Oberflächengewässer und Grundwasser, aber auch Menschen und Ökosysteme unter den enormen Folgen von langanhaltender Trockenheit und Hitze. Jüngere Klimastudien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für beide Extreme zunehmen wird.  

Jedes extreme Wetterereignis für sich kann existenzbedrohend sein, und gerade die jüngsten Überflutungsereignisse sind mit nicht tragbaren Schäden an Leib und Leben, mit dem Verlust an materiellen, ideellen und nicht ersetzbaren kulturellen Werten verbunden. Umso wichtiger ist es, die richtigen Lehren zu ziehen. Für umfassende Schlussfolgerungen aus diesem speziellen Ereignis ist es zu früh: Es bedarf genauerer Daten und Analysen, um die Mechanismen und Faktoren, die zu diesen enormen humanitären und finanziellen Auswirkungen von Extremereignissen führen, besser zu verstehen, u.a. hydrologische Prozesse, Fragen der Frühwarnung und Risikovorsorge sowie der Verletzlichkeit und Landnutzung. Erst auf dieser Basis können fundierte Ziele und Handlungserfordernisse für eine bessere und zukunftssicherere Entwicklung von Kommunen und Städten abgeleitet werden. Dieses Statement soll einen gemeinsamen Diskussionsprozess anstoßen. Der Klimawandel stellt gerade Gemeinden und Städte vor gewaltige Aufgaben. Daher gilt es, den Umbau von Städten und Gemeinden, von Gebäuden und Infrastrukturen sowie Ökosystemen gemeinsam voranzutreiben und uns auf eine neue Wetterdynamik einzustellen. 

Es ist an der Zeit, ähnlich wie beim Klimaschutz, ein groß angelegtes Klimaanpassungsprogramm auf den Weg zu bringen. Es gilt, das Risikomanagement von Wetterextremen und den Bevölkerungsschutz sowie die strategische Planung in Kommunen und Städten weiter zu stärken. Ziel muss es sein, die Klimasicherheit von Gemeinden und Städten auf ein neues Fundament zu stellen. Dafür bedarf es der weiteren Verbesserung unserer Wissensgrundlage, aber auch der Kooperation aller Akteure, inklusive der Politik und der Behörden von Bund und Ländern, privater Unternehmen, Vereine sowie der einzelnen Menschen vor Ort. 

Im Folgenden stellen wir wesentliche Prinzipien vor, an denen sich der Umbau von Städten und Gemeinden orientieren sollte, um ihre Klimasicherheit zu erhöhen. Die hier vorgeschlagenen Prinzipien sind in der Fach-Community etabliert. Viele der Forderungen wurden bereits nach den großen Hochwassern 1993 und 1995 am Rhein bzw. im Nachgang der zerstörerischen Hochwasser 2002 und 2013 öffentlich gemacht. Mit diesem Statement soll ihre Bedeutung nochmals unterstrichen werden. Die Prinzipien gehen über die Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus, da viele Maßnahmen zwar in Städten wirken, aber auf anderer räumlicher oder föderaler Ebene entschieden und umgesetzt werden müssen. Die Prinzipien sollen helfen, die Klimasicherheit von Städten und Gemeinden stärker zu priorisieren. Die Lösungen müssen allerdings immer im jeweiligen Kontext entwickelt werden. Die Herausforderungen in den Mittelgebirgen mit seinen vielen kleinen Flusseinzugsgebieten sind andere als im Flachland. Während einige Prinzipien unmittelbar angegangen und zeitnah umgesetzt werden sollten (z.B. Frühwarnung und Bevölkerungsschutz), sind andere nur längerfristig umsetzbar (Umbau von Infrastruktursystemen, Steigerung der Speicherfähigkeit von Landschaften). Allerdings gilt: Auch für längerfristige Transformationsprozesse sind die Grundlagen zeitnah zu legen.

Es ist jetzt Zeit zu handeln.
1.       Frühwarnsysteme verbessern und den Bevölkerungsschutz stärken: 
Auch für kleinere Flusseinzugsgebiete gilt es, die Vorhersage von Hochwasserwellen zu verbessern und zuverlässige Warnsysteme aufzubauen. Neben der Entwicklung von robusten Vorhersage-Modellen ist die Etablierung einer dauerhaften und verlässlichen Kommunikation mit Vertreter:innen von Städten und Gemeinden sowie den Bürger:innen vor Ort unerlässlich. Nur eine Warnung,…mehr:

https://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=41/2021

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