Montag, Mai 17, 2021
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Wasser-Ver- und Abwasser-Entsorger planen Wasserwirtschaftsverband

Wasser-Ver- und Abwasser-Entsorger planen Wasserwirtschaftsverband als Gesamtvertretung von öffentlich-rechtlichen und privaten Unternehmen

In der Verbändelandschaft der deutschen Wasserwirtschaft bahnt sich ein gravierender Wandel an. Zahlreiche Unternehmen rund um Hamburg, Wasser, Gelsenwasser, Erftverband, Ruhrverband und dem ZWA Rügen planen den Aufbau eines reinen Wasserwirtschaftsverbandes zur Vertretung ihrer politischen und wirtschaftlichen Interessen. Sie sehen ihre Anliegen in bestehenden Verbänden der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft nicht ausreichend berücksichtigt.

Überlegungen zu Gründung eines eigenen Verbands stammen bereits aus dem Jahr 2005. Ziel war es seither, die in der deutschen Wasserwirtschaft sehr vielschichtige Verbändelandschaft zusammen zu führen, um eine möglichst einheitliche Vertretung der Branche in Berlin und Brüssel zu erreichen. Basis dieser Überlegungen ist vor allem, dass die in Deutschland vorhandene, international aber nicht praktizierte Trennung zwischen Wasser und Abwasser aufgehoben wird. Sie wollen eine Organisation, die allein Wasser- und Abwasserinteressen wahrnimmt und die branchenspezifischen Merkmale der Wasserwirtschaft versteht und artikuliert. Er ist nach den Vorstellungen der Planer offen für weitere Wasser- und Abwasserunternehmen, kleine und große Unternehmen und vor allem für öffentliche und private Unternehmen. Mehr als 90 Prozent der Abwasserentsorgung und rund 68 Prozent der Trinkwasserversorgung werden in Deutschland von öffentlich-rechtlichen Organisationsformen oder von kommunal beherrschten Gebietskörperschaften geleistet. Die politische Diskussion um die Zukunft der Wasserwirtschaft werde derzeit aber sehr stark von den Interessen der Privatwirtschaft geprägt.

Der Arbeitsschwerpunkt des neuen Verbandes würde im wirtschaftspolitischen Bereich liegen. Für die Erarbeitung von Normen und Regeln sollen aber weiterhin die technisch-wissenschaftlichen Fachverbände DWA und DVGW zuständig sein.

Neben den genannten Großunternehmen gibt es derzeit bereits gut 100 kleine und mittlere Unternehmen und weitere Großunternehmen, die sich eine Mitgliedschaft in den neuen Verband vorstellen können. Die Planer gehen davon aus, dass zahlreiche weitere Unternehmen sich für die Idee eines eigenständigen Wasserwirtschaftsverbandes begeistern können.

Interessenten können sich per E-Mail an dwv@hamburgwasser.de wenden.