Samstag, September 25, 2021
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Diskussion um Arzneimittel im Trinkwasser

Bild Nuet-Wissen-Arzneimittel2-J.jpg In seinem Vortrag  „Arzneimittel und Industriechemikalien ein Abwasserproblem „ Anfang September anlässlich des  25. Bochumer Workshops, betonte Prof. Wolfgang Kühn vom DVGW Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe, dass Arzneimittelrückstände aus toxikologischer Sicht nicht relevant seien.

Er begründete es damit, dass die Tagesdosen der einzelnen Wirkstoffe als Medikament zumeist in einer Größenordnung von 10 bis 1000 Milligramm lägen, die höchste Einzelstoffkonzentration, die im Trinkwasser gemessen wurde betrage hingegen weniger als 0,1 Mikrogramm /L. Aus diesem Vergleich leitet Prof. Kühn ab, dass von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit zu befürchten sei. Diese toxikologische Einschätzung bedeute aber nicht, dass man das Thema ignorieren könne. Er empfiehlt der Wasserwirtschaft, sich stärker für den Einsatz von „umweltfreundlichen“ Arzneimittel einzusetzen. Die Entfernung von Arzneimitteln an der Quelle, das heißt bei Krankenhäusern und Röntgenpraxis wäre aus seiner Sicht der richtige Ansatz. Bessere Möglichkeiten bei der Abwasserbehandlung in den Kläranlagen wären ein weiterer Punkt, das Problem anzugehen.