Sonntag, Mai 19, 2024

Für Sie gelesen

Für Sie gelesen 2012Für Sie gelesen 2013Für Sie gelesen 2014Für Sie gelesen 2015
Für Sie gelesen 2016Für Sie gelesen 2017Für Sie gelesen 2018Für Sie gelesen 2019
Für Sie gelesen 2020Für Sie gelesen 2021Für Sie gelesen 2022Für Sie gelesen 2023

Mai 2024

April 2024

März 2024

Februar 2024

Januar 2024


Jahrestreffen des Circles „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ der Jungen DWA

Fast genau ein Jahr nach dem erfolgreichen ersten Präsenztreffen des JDWA-Circles „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ trafen sich die Mitglieder vom 10. bis 12. November 2023 erneut, um in direktem Austausch die Circle-Arbeit zu reflektieren, Ideen und Strategien zu entwickeln und zukünftige Aktivitäten zu planen.
Abgerundet wurde das Treffen durch einen Besuch der historischen Altstadt und der Nürnberger Burg. Weil es so schön und erfolgreich war, wurde direkt ein Termin für das nächste Präsenztreffen 2024 vereinbart.

Mehr über den Circle und dessen Arbeit:
https://dwa.info/jdwa-nachhaltigkeit
Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 348

    (nach oben)


    Wasserwiederverwendung notwendiger Baustein zum Schutz des Grundwasserdargebots

    BMUV Referentenentwurf zur Anpassung des Wasserhaushaltsgesetzes verhindert praxisrelevante Zukunft der Wasserwiederverwendung

    Mit dem Entwurf des dritten Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes konkretisiert das Bundesumweltministerium die Anforderungen der EU-Verordnung, die die Mindestanforderungen an die Wiederverwendung kommunalen Abwassers für die landwirtschaftliche Bewässerung definiert.
    Die DWA hat sich in einer Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf positioniert.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 346

    (nach oben)


    Sinnstiftung und Belastung riesig

    Ergebnisse und Ableitungen der ver.di Umfrage
    Gute Arbeit in der Wasserwirtschaft

    Angesichts der Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung wollte ver.di wissen: Wie attraktiv sind die Arbeitsbedingungen und was kann zu deren Verbesserung beitragen? Das Ergebnis ist alarmierend: Viele Beschäftigte würden nicht für eine Tätigkeit im eigenen Betrieb werben – trotz hoher Identifikation mit der eigenen Arbeit. Das liegt daran, dass sich viele unzureichend geschult, strukturell überlastet sowie gesundheitlich angegriffen sehen und finanzielle Sorgen haben. Für die Zukunft der Versorgungssicherheit gibt es also viel zu tun. Die Umfrageergebnisse zeigen, wo die Arbeitgeber ansetzen sollten.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 338

    Dank
    Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen – Betriebs und Personalräten, Mitgliedern der JAV und Vertrauensleuten in den Betrieben und Dienststellen, ohne die die Durchführung der Befragung und die Schaffung dieses Datenschatzes nicht möglich gewesen wären.
    Links
    Die Ergebnisse der Gesamtbefragung (Energie , Wasser und Abfallwirtschaft) befinden sich hier: Umfrage | Ver- und Entsorgung (verdi.de)
    Der Erfahrungsbericht zur Methodik der Befragung, die auch betrieblich Anwendung finden kann, findet sich hier:
    https://kurzelinks.de/6bn0
    Informationen zum DGB Index Gute Ar beit: https://index-gute-arbeit.dgb.de/

    Autorinnen
    Clivia Conrad, Dipl.-Verww.
    ver.di-Bundesfachgruppenleiterin Wasserwirtschaft
    E-Mail: clivia.conrad@verdi.de
    Dr. Alexandra Wagner
    sozialwissenschaftliche Arbeitsforschung und Beratung, FIA Consulting
    Jägerstraße 56, 10117 Berlin
    E-Mail: wagner@fia-institut.de

    (nach oben)


    Recycling von industriellen salzhaltigen Wässern

    Zusammenfassung
    Etwa 60 Prozent des Umsatzes der chemischen Industrie in Deutschland hängen direkt oder indirekt von der Chlorchemie ab. Auch wenn die meisten Endprodukte weder Chlor noch Natrium in ihren Molekülen enthalten, landen diese Elemente häufig im Abwasser. Vor diesem Hintergrund erforscht und entwickelt die Industrie neue, umweltfreundliche und wirtschaftlich tragfähige Verfahren zum Recycling industrieller salzhaltiger Wässer. Für die Reinigung von Solen werden adsorptive, oxidative, thermische und elektrochemische Verfahren und deren Kombinationen entwickelt.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 387

    Dank
    Für die laufende Forschung wird die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die im Rahmen der Maßnahmen WavE (Zukunftsorientierte Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung) und WavE II (Wassertechnologien: Wiederverwendung) geförderten Projekte Re Salt (Recycling von industriellem salzhaltigem Prozesswasser) und RIKovery (Recycling von industriellen salzhaltigen Wässern durch Ionentrennung, Konzentrierung und intelligentes Monitoring) dankend gewürdigt. Die Pilotanlage in Uerdingen wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms gefördert.

    Autor*in
    Dr. Yuliya Schießer, Dr. Christoph Blöcher
    Covestro Deutschland AG
    Kaiser-Wilhelm-Allee 60, 51373 Leverkusen
    E-Mail: yuliya.schiesser@covestro.com

    (nach oben)


    Rohstoffknappheit und Bauen in der Zukunft

    Circular Ansätze in der Wasserwirtschaft
    Zusammenfassung

    Die Menschheit nutzt die Ressourcen des Planeten Erde in extremem Maß. Deshalb muss auch der Schutz des Wassers zukünftig deutlich mehr als bisher unter dem Aspekt eines ganzheitlichen Ressourcen- und Umweltschutzes geschehen. Planung, Bau und Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen müssen sich ab sofort zwingend an einem ernsthaften zirkulären Ansatz orientieren. Bislang handelt die Wasserwirtschaft bei ihren Bauwerken im Wesentlichen nach dem Prinzip „cradle to grave“ (von der Wiege zur Bahre), bei dem Material nach Gebrauch weggeworfen wird oder im besten Fall ein Downcycling erfolgt. Langfristig muss die Branche bezogen auf die eingesetzten Rohstoffe einen weiteren Schritt gehen, nämlich hin zu einer zirkulären Wirtschaft nach dem cradle to cradle(c2c)-Prinzip: Einmal entnommene Rohstoffe müssen für immer im Kreislauf erhalten bleiben. Damit geht der c2c-Ansatz über das Nachhaltigkeitsprinzip hinaus. Für die hochtechnisierten Bauwerke der Wasserwirtschaft ist der Ansatz des c2c-Prinzips noch mit hohen technischen Hürden behaftet. Daher ist als erster Zwischenschritt das c2c-inspirierte Planen, Bauen, Betreiben und Rückbauen von Anlagen sinnvoll.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 394

    Autor
    Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder
    Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft mbH
    Auf der Hüls 162, 52068 Aachen
    E-Mail: m.schroeder@tum-ingenieure.de

    (nach oben)


    Erfolgsfaktor für die Personalentwicklung

    Aus und Weiterbildung mit Automatisierungstechnik im unternehmenseigenen InnovationLab Bildung ist die wichtigste Voraussetzung, um unsere globale Gesellschaft in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Die größte Herausforderung besteht darin, die Bevölkerung weltweit zu einem ressourcenschonenden Umgang und besserem Umweltverhalten zu führen, um so einen Beitrag zum Ressourcenschutz zu leisten und das Fortschreiten der Umweltverschmutzung zu stoppen. Es ist von essenzieller Bedeutung, verstärkt in Bildung zu investieren, insbesondere in Aus- und Weiterbildungsprogramme, die Fachkräfte für den Wassersektor aus- und weiterbilden. Zahnen Technik aus Arzfeld setzt dabei auf das unternehmenseigene „InnovationLab“
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 334

    Autorin und Autoren
    Alina Wonner
    Herbert Zahnen
    Andreas Hau
    Bahnhofstraße 24
    54687 Arzfeld
    E-Mail: a.wonner@zahnen-technik.de
    Klaus Kronberger
    ADIRO Automatisierungstechnik GmbH
    Limburgstraße 40
    73734 Esslingen
    E-Mail: kro@adiro.com

    (nach oben)


    Qualität von entwässertem Klärschlamm

    Auswirkungen auf die Klärschlammtrocknung und Schnelltest zur Bewertung
    Zusammenfassung

    Schwankungen in den Klärschlammqualitäten wirken sich auf die Klärschlammlagerung, die Klärschlammförderung und die Klärschlammtrocknung aus und beeinflussen die Verfahrenstechnik, die Wirtschaftlichkeit sowie die Umweltemissionen der Klärschlammverwertung entscheidend. Es wird ein neu entwickelter Schnelltest zur Bestimmung der Klärschlammqualität im Hinblick auf die Geruchsentwicklung und den Übergang von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in die Trocknerabluft bei der Bandtrocknung von Klärschlamm vorgestellt, und erste Ergebnisse werden präsentiert. Es besteht noch Klärungsbedarf über die optimale Handhabung des Klärschlamms ab seiner Entwässerung bis hin zur Trocknung inklusive der damit verbundenen Logistik. Diese ist auch mit umweltrelevanten Emissionen verbunden. Durch geschickte Verknüpfung von Logistik, Transport und Verwertung können diese verkleinert werden.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 376

    Autoren
    Mark Michaud, M. Sc., Luisa Wittmann, M. Eng.,
    Dr.-Ing. Albert Heindl, Fabian Boßle, M. Sc.
    Huber SE
    Industriepark Erasbach A1
    92334 Berching
    E-Mail: Albert.Heindl@huber.de

    (nach oben)


    Bemessung und Wirkung technischer Filter

    Zusammenfassung
    Das Spektrum technischer Filter zur Niederschlagswasserbehandlung reicht von kompakten Anlagen im dezentralen Maßstab bis zu zentralen Anlagen mit mehreren Hektar angeschlossener Fläche. Die hier vorgestellten zentralen Systeme werden im Aufstromverfahren durchflossen. Der Zufluss wird dabei durch Sedimentation oder eine Sedimentation-Lamellen-Kombination vorbehandelt. Das Spektrum der eingesetzten Filtersubstrate ermöglicht den Rückhalt feiner Partikel (AFS63) bis hin zu gelösten Stoffen. Die Rückhaltewirkung von technischen Filtern kann sehr hoch sein, allerdings muss der Kompromiss zwischen Wirkung und Wartung gefunden werden. Die Überwachung der Systeme ist durch Bilanzierung der Füllstände vergleichsweise einfach. Erste Ansätze für eine Bemessung der Systeme werden vorgestellt.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 353

    Fazit
    Der Rückhalt feinpartikulärer und gelöster Stoffe durch Sedimentationsanlagen kann nur eingeschränkt den Ansprüchen des Gewässerschutzes genügen. Technische Filter stellen eine wertvolle Ergänzung im Portfolio der Niederschlagswasserbehandlungsanlagen dar. Allerdings sind die Wirkmechanismen in Filtersystemen zur Niederschlagswasserbehandlung komplex. Ein Vorteil der Filter ist die Flexibilität und damit die Anpassung des Filtermaterials an stoffspezifische Veränderungen im Einzugsgebiet. Die komplexen Bedingungen erschweren die Entwicklung verbindlicher Bemessungsvorgaben. Während bis lang zahlreiche kompakte Anlagen im dezentralen Maßstab betrieben werden, beschränken sich Anlagen im zentralen Maß stab auf wenige Einzelfälle. Erste Erfahrungen liegen vor allem durch zwei Filteranlagen in Wuppertal vor, die gemeinsam mit der WSW Energie & Wasser AG (Betreiber), der Dr. Pecher AG, der Ruhr Universität Bochum und der FH Münster untersucht werden und teilweise seit einigen Jahren im Betrieb sind. Die Ergebnisse sind vielversprechend, allerdings ist bis zur ab schließenden Entwicklung verbindlicher Bemessungsvorgaben noch weitere Forschungs und Entwicklungsarbeit erforderlich.

    Autoren
    Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning, Eske Hilbrands, M. Sc.
    FH Münster
    Stegerwaldstraße 39, 48565 Steinfurt
    E-Mail: gruening@fh-muenster.de
    eske.hilbrands@fh-muenster.de
    Dr.-Ing. Klaus Hans Pecher
    Dr. Pecher AG
    Klinkerweg 5, 40699 Erkrath
    E-Mail: klaus.pecher@pecher.de

    (nach oben)


    DWA Dialog zum Gewässerschutz

    Über den Dächern von Berlin, im 24. Stock des Panoramacafes am Potsdamer Platz, hat die DWA am 10. April ihr aktuelles Politikmemorandum „Zukunft der Wasserwirtschaft gestalten“ an hochrangige Vertreter der Bundesumweltpolitik übergeben. Kerninhalte des Memorandums: Umsetzung der Novellierung der Kommunalabwasserrichtlinie in Deutschland und die wasserwirtschaftliche Anpassung an den Klimawandel. Lebhafte Diskussionen und ein intensiver direkter Austausch mit der Bundespolitik zeichneten auch den diesjährigen DWA-Dialog zum Gewässerschutz aus Potsdamer Platz – wasserbewusst konzipiert und gestaltet.
    Der DWA Dialog zum Gewässerschutz fand in diesem Jahr erstmals über den Dächern von Berlin, im Panoramacafe am Potsdamer Platz, statt. Dieser Ort war nicht ohne Grund gewählt. Der Potsdamer Platz wurde bei der Neugestaltung nach der Wende äußerst wasserbewusst geplant und gestaltet. Obwohl auf dem Gelände viele Flächen versiegelt seien, fließe kein Wasser ab, erläuterte Darla Nickel, Leiterin der Berliner Regenwasseragentur.
    Das Wasser werde in einem großen flachen Teich gesammelt. 85 Prozent des Niederschlags werde verdunstet, weitere Mengen des Wassers würden in den Gebäuden auf dem Gelände als Betriebswasser genutzt. Es sei zwar überwiegend keine grün blaue Infrastruktur, aber eine sehr gelungene grau blaue Infrastruktur.
    DWA Politikmemorandum „Zukunft der Wasserwirtschaft gestalten“: www.dwa.info/politikberatung)
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 330

    (nach oben)


    Denitrifikation gezielt als N2O-Senke betreiben

    Zusammenfassung
    Die heterotrophe Denitrifikation spielt als einzige prozessinterne Senke eine wesentliche Rolle bei der Minimierung von N2O-Emissionen der biologischen Abwasserreinigung. Bei der Denitrifikation wird N2O als Zwischenprodukt sowohl gebildet als auch abgebaut. Dabei ist die N2O-Reduktion üblicherweise der am schnellsten ablaufende Teilprozess; unter ungünstigen Betriebsbedingungen kann die Denitrifikation jedoch auch als N2O-Quelle fungieren. In diesem Beitrag werden Ergebnisse zu umfangreichen labortechnischen Untersuchungen der relevanten Einflussfaktoren vorgestellt, um damit die gezielte Bewirtschaftung der Denitrifikation als N2O-Senke zu unterstützen.
    Dies ist Voraussetzung für den anzustrebenden emissionsarmen Betrieb.
    Schlagwörter: Abwasserreinigung, kommunal, Denitrifikation, Lachgas, Emission, Abbau, Laborversuch
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 5 2024 ab Seite 366

    (nach oben)


    Der digitale Zwilling für den Betrieb in der Siedlungswasserwirtschaft

    Zusammenfassung
    Der digitale Wandel der Arbeitswelt findet auch in der Siedlungswasserwirtschaft statt. Bisher wurden zum Großteil Modelle und Simulationen als Entscheidungshilfen verwandt. Digitale Zwillinge sind noch von geringer Bedeutung, dies wird sich aber in Zukunft, vor allem in anlagenintensiven Bereichen wie der Siedlungswasserwirtschaft ändern. Diese Veröffentlichung stellt das Konzept des Digitalen Zwillings im Sinne der Hochschulgruppe Simulation (HSGSim) vor und zieht eine Abgrenzung zu bereits bestehenden und etablierten Konzepten wie Modellen und Simulationen. Die HSGSim unterscheidet zwischen physischem Zwilling und digitalem Zwilling, die miteinander kommunizieren und stets einander angeglichen werden. Der physische Zwilling beinhaltet die Anlagenkonfiguration, den Betriebszustand der Anlage und erfasst äußere Einflüsse. Der digitale Zwilling speichert und verarbeitet gesammelte Daten. Ein digitaler Zwilling kann Handlungsempfehlungen geben oder deren Ableitung ermöglichen und unterstützt somit die Entscheidungsträger. Der digitale Zwilling bietet ein breites Anwendungsspektrum in der Siedlungswasserwirtschaft und kann für bereits bestehende Anlagen, Neubauten, virtuelle Inbetriebnahmen, Lehrzwecke etc. eingesetzt werden.

    Autoren:
    SGSim – Hochschulgruppe Simulation, AG Digitaler Zwilling
    E-Mail: info@hsgsim.org
    Mitwirkende in der AG Digitaler Zwilling:
    Tatjana Lorenz (Gießen), Karim Sedki (Kaiserslautern),
    Dagmar Pohl (Hannover), Peter Schleiffer (Aachen),
    Ralf Habermehl (Kaiserslautern), Jonas Kleckers (Münster),
    Tobias Greiner (Stuttgart), Stefan Kroll (Antwerpen),
    Alexander Behr (Gießen), Janna Parniske (Kassel),
    Nora Pankow (München), Günter Gruber (Graz)

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4 2024 ab Seite 283

    (nach oben)


    Wassermanagement, Digitalisierung, nachhaltige Städte

    DWA-Schwerpunkte auf der IFAT 2024
    Wassermanagement, Digitalisierung
    und nachhaltige, klimafeste Städte stehen dieses Jahr im Fokus des Messeauftritts der Deutschen Vereinigung für
    Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall
    (DWA) auf der Umweltleitmesse IFAT, 13. bis 17. Mai 2024 in München.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4 2024 ab Seite 250

    (nach oben)


    Ein Zugang zu vergangenen und aktuellen Starkregenereignissen

    Das LAWA-Starkregenportal
    Zusammenfassung

    Im Auftrag der LAWA wurde ein Portal erstellt, das einen Zugriff auf vergangene Starkregenereignisse und aktuelle Niederschlagsinformationen bietet. In dem Portal können Starkregenereignisse über Deutschland seit 2001 auf vielfältige Weise gefunden und visualisiert werden. Die Datengrundlage für die Ermittlung der extremen Niederschlagsereignisse stellt die radarbasierte Niederschlagsklimatologie RADKLIM (DWD) dar, in Kombination mit der Datenbank HydroNET-SCOUT und dem Ereignis-Katalog CatRaRE. Bei der Umsetzung des Portals findet das Konzept des Starkregenindex (SRI) Eingang, um aktuelle Niederschlagsdaten und zurückliegende Starkregenereignisse einzuordnen. Das Starkregenportal bietet die Möglichkeit, das Niederschlagsgeschehen einzelner Ereignisse in ihrem räumlichzeitlichen Verlauf zu analysieren. Außerdem können vergleichende Auswertungen zum Auftreten von Starkregenereignissen durchgeführt werden.

    Fazit und Ausblick
    Im Auftrag der LAWA wurde ein Portal erstellt, das deutschlandweit einen Zugriff auf vergangene Starkregenereignisse und aktuelle Niederschlagsinformationen bietet. Das Portal wird voraussichtlich ab April 2024 unter der Webadresse www.starkregenportal.de öffentlich erreichbar sein. Einige der weiterführenden Funktionen werden voraussichtlich nur für registrierte Fachnutzer von Bund- und Länderbehörden zugänglich sein. Die Arbeit an dem Projekt zur Starkregendokumentation beinhaltet einen regelmäßigen Austausch mit der LAWA-Kleingruppe „Aufbau einer Plattform zur Starkregendokumentation“ und dem DWD.
    In dem Portal können Starkregenereignisse seit 2001 auf vielfältige Weise gefunden und visualisiert werden. Dies wird durch die Kombination zweier Datenbanken möglich, CatRaRE, mit einem objektorientierten Design und mit zahlreichen Eigenschaften der Ereignisse, und HydroNET-SCOUT, das einen direkten Zugriff auf die Radardaten für spezifische Orte sowie Funktionen zur Visualisierung bietet. In der weiteren Entwicklung ist vorgesehen, dass Ereignisse auch in ihrer Auswirkung dokumentiert werden. Dafür wird ein Schadensformular erstellt, mit dem häufige Folgen von Starkregenereignissen wie z.B. überflutete Straßen, überflutete Keller und Feuerwehreinsätze abgefragt werden. Wenn zu einem Ereignis zukünftig Schadensinformationen vorliegen, sollen diese auf den Ereignisseiten mit angezeigt werden, wodurch eine integrierte Betrachtung von Niederschlagscharakteristik und Auswirkungen eines Starkregenereignisses möglich wird.

    Dank
    Das Projekt „Aufbau des Grundgerüsts für eine deutschlandweite Starkregendokumentation“ wird im Auftrag der Bund/ Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) umgesetzt und soll die Basis für eine deutschlandweit einheitliche Bewertung und Dokumentation von Starkregenereignissen legen. Phase 1 des Projektes ist abgeschlossen (01. November 2021–31. Oktober 2022), Phase 2 hat eine Laufzeit vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024. Die Finanzierung erfolgt über das Länder-Finanzierungsprogramm „Wasser, Boden und Abfall“.

    Autorinnen und Autoren
    Dipl.-Met. Alrun Jasper-Tönnies, Dr. Thomas Einfalt
    hydro & meteo GmbH
    Breite Straße 6–8, 23552 Lübeck
    E-Mail: jasper-toennies@hydrometeo.de

    Philipp Bühler, M. Sc.
    Okeanos Smart Data Solutions GmbH
    Viktoriastraße 29, 44787 Bochum

    Marcel Alderlieste, M. Sc.
    HydroLogic B.V.
    Stadsring nr. 59
    3811 HN Amersfoort, Niederlande

    Dr. Katharina Lengfeld
    Deutscher Wetterdienst
    Abteilung Hydrometeorologie
    Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach am Main

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4 2024 ab Seite 275

    (nach oben)


    Start in das neue Jahr bei der Jungen DWA

    Am 18. Januar startete die Junge DWA offiziell in das neue Jahr 2024. Pünktlich um 19:00 Uhr fanden sich 47 Teilnehmende online beim Jahresauftakt ein.
    Wir, die Leitungsgruppe der Jungen DWA, freuen uns auf viele, spannende Abende im Jahr 2024, zum Beispiel digital im Rahmen der Thematischen Stammtische sowie bei Präsenzgelegenheiten in den Landesverbänden, auf der diesjährigen IFAT und dem DWA-Dialog Berlin im September. Allen Aktiven der Jungen DWA wünschen wir viel Ausdauer, Kraft und Ideenreichtum bei ihrem Engagement für die (J)DWA im Jahr 2024!
    Philipp Beutler
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4 2024 ab Seite 262

    (nach oben)


    Starkregen- und Hochwasservorsorge am Beispiel der Stadt Wuppertal

    Zusammenfassung
    Die Folgen des Klimawandels sind auch in Wuppertal deutlich spürbar. Aufgrund ihrer topografischen Gegebenheiten ist die
    Stadt besonders anfällig für Starkregen- und Hochwasserereignisse. In der jüngeren Vergangenheit gab es in Wuppertal zwei besonders extreme Ereignisse, die zu großen Schäden geführt haben. Die Notwendigkeit, Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, wurde in Wuppertal früh erkannt. Aufbauend auf stadtgebietsweiten Untersuchungen zum Hochwasser- und
    Starkregenrisikomanagement werden Maßnahmen unterschiedlichster Art im Stadtgebiet umgesetzt. Dabei zeigt sich insbesondere auch der Bedarf an organisatorischen Maßnahmen, der Klärung von Zuständigkeiten und der Finanzierung von Maßnahmen. Hochwasser- und Starkregenvorsorge müssen als kommunale Gemeinschafts- und Generationenaufgabe verstanden und kontinuierlich betrieben werden. Eine gute Kommunikation und Verstetigung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

    Autoren
    Katrin Bordne, M. Eng.
    Dipl.-Ing; Dipl.-Ökol. Reinhard Gierse
    Stadt Wuppertal
    Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal

    (nach oben)


    Kohlendioxid-Bilanzierung: Rohrgrabenverfüllung mit Sand vs. ZFSV

    Zusammenfassung
    Als Alternative zur konventionellen Bettung von Leitungen und Rohren in Sand werden immer häufiger Zeitweise Fließfähige,
    Selbstverdichtende Verfüllbaustoffe (ZFSV) verwendet. Die Bettung in ZFSV kann zu einer Zeit- und Kostenersparnis führen. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass die Verwendung von ZFSV zur Rohrgrabenverfüllung gegenüber der konventionellen Sandbettung neben der Schonung der natürlichen Ressourcen zusätzlich ein Einsparpotenzial bezüglich der Treibhausgasemissionen aufweist.

    Dank
    Die Arbeit entstand im Zuge des Forschungsprojekts „EnEFF:Wärme: FW-ZFSV 4.0 – Fernwärmeleitungsbau 4.0 mit zeitweise fließfähigen selbstverdichtenden Verfüllbaustoffen für niedrige und hohe Betriebstemperaturen“, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Förderkennzeichen: 03EN3022C).

    Autoren
    Florian Spirkl, M. Eng., Theresa Wittl,
    Prof. Dr.-Ing. Thomas Neidhart
    Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
    Fakultät Bauingenieurwesen
    Galgenbergstraße 30, 93053 Regensburg
    E-Mail: florian.spirkl@oth-regensburg.de
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4 2024 ab Seite 294

    (nach oben)


    Wissen macht Zukunft!

    Klimaschutz und Klimaanpassung im Fokus der Wasserwirtschaft
    Über 600 Gäste, gut 90 Aussteller aus den verschiedensten Bereichen der Wasserwirtschaft, ein Vortragsprogramm, das wirklich alle aktuell wichtigen Themen der Wasserwirtschaft abdeckt. Besonders im Fokus: Treibhausgasemissionen der Abwasserwirtschaft, die Kombination von Phosphor- und Spurenstoffeliminierung auf Kläranlagen sowie Anpassung an den Klimawandel im urbanen Raum. Dazu der Blick in die Zukunft mit Schwerpunkt auf der Künstlichen Intelligenz. Eine sehr interessante, spannende und erfolgreiche Verbandstagung unseres DWA-Landesverbands Baden-Württemberg in Pforzheim am 17. und 18. Oktober 2023.

    Berufswettbewerb
    Water Skills Regional

    Eine Besonderheit der Landesverbandstagung in Baden-Württemberg war auch die nunmehr dritte Durchführung in Folge des „Dritten Berufwettbewerbs für AZUBIS und Berufsanfänger*innen Water Skills Regional. Neun Teams a vier Personen gingen in den Parcours und durchliefen theoretische sowie praktische Aufgaben. Das Siegerteam nimmt am German Water Skills auf der IFAT 2024 in München teil, denn: Der Nachwuchs ist uns wichtig!

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 164

    Save the Date 2025! Der Termin der nächsten Landesverbandstagung Baden- Württemberg steht bereits fest. Merken Sie sich den 21./22.Oktober 2025 im CCP Pforzheim vor!

    (nach oben)


    Starkregenrisikomanagement und Risikokommunikation der Stadt Münster

    Zusammenfassung
    Über einen Projektzeitraum von 2,5 Jahren wurde bei der Stadt Münster ein Starkregenrisikomanagement erarbeitet. Es gilt, ein gezieltes Ressourcenmanagement zu etablieren, mit dem Ziel das Niederschlagswasser so zu bewirtschaften, dass Extreme im Niederschlagsgeschehen bestmöglich ausgeglichen werden. Zur Modellerstellung wurde als Datengrundlage das in Nordrhein-Westfalen frei zugängliche digitale Geländemodell mit einer Gitterweite von 1 × 1 m verwendet und der aktuelle Gebäudebestand aus dem amtlichen Liegenschaftskataster als nicht durchströmbare 2D-Elemente implementiert. Neben den fachlichen Inhalten war insbesondere die adressatenspezifische Kommunikation eine maßgebliche Kernaufgabe. Das Ziel, alle in die Lage zu versetzen Situationen und Risiken im Zusammenhang mit Starkregen richtig einzuschätzen, optimal vorzusorgen und im Gefahrenfall richtig und angemessen zu reagieren, steht dabei an oberster Stelle.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 175

    Autoren
    Dipl.-Ing. (FH) Ingo Kopietz, Dipl.-Ing. Sonja Kramer
    Stadt Münster, Amt für Mobilität und Tiefbau
    Albersloher Weg 33, 48155 Münster
    E-Mail: Kopietz@stadt-muenster.de

    (nach oben)


    Per- und Polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im kommunalen Abwasser

    Zusammenfassung
    Der Beitrag befasst sich mit dem Stand der Literatur zu per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) in kommunalen Kläranlagen in Deutschland. Dazu wurden 14 Studien analysiert, Messdaten von 64 Kläranlagen ausgewertet und darauf aufbauend die Relevanz von PFAS im Ablauf von Kläranlagen eingeordnet. Aufgrund der sehr hohen Anzahl unterschiedlicher PFAS wurde sich für eine Eingrenzung der Stoffauswahl in Anlehnung an die neue Trinkwasserverordnung und die Empfehlungen der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entschieden und auf die PFAS-4 (PFHxS, PFOA, PFOS, PFNA) konzentriert. Da PFAS ihren Ursprung in diversen industriellen Herstellungsprozessen haben, variiert die Konzentration im Abwasser je nach angeschlossenem Indirekteinleiter. Da nicht alle PFAS-Verbindungen erfasst werden können und es derzeit noch keinen Summenparameter gibt, sollte für die zukünftige Detektion ein solcher Parameter (zum Beispiel dTOP Assay) zugrunde gelegt werden. Eine gezielte, engmaschige Probenahmekampagne in verdächtigen Gebieten bietet Behörden außerdem die Möglichkeit, Verursacher zu ermitteln und eine weitere Absprache zur Reduktion und zum gemeinschaftlichen Gewässerschutz zu ermöglichen.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 183

    Autorinnen
    Dr.-Ing. Veronika Zhiteneva
    Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
    Cicerostraße 24, 10709 Berlin
    E-Mail: veronika.zhiteneva@kompetenz-wasser.de

    Vera Kohlgrüber, M. Sc.
    Kompetenzzentrum Spurenstoffe BW
    c/o Universität Stuttgart
    Bandtäle 2, 70569 Stuttgart
    E-Mail: vera.kohlgrueber@koms-bw.de

    Dipl.-Ing. Swetlana Schölzel, M. Sc.
    Schölzel Consulting
    Betriebsbegleitung von 4. Reinigungsstufen
    Quartiersweg 8, 10829 Berlin
    E-Mail: swetlana@schoelzelconsulting.de

    (nach oben)


    Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Wasserwirtschaft – eine Chance oder nur Verpflichtung?

    Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe WI-1.2
    Zusammenfassung

    Nachhaltigkeit zielt darauf ab, heute und in Zukunft allen Menschen ein bedürfnisgerechtes und würdevolles Leben zu ermöglichen und die Grundlagen für Mensch, Natur und eine gute Umwelt dauerhaft zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um ökologische, sondern auch um ökonomische und soziale Belange. Im Zuge des European Green Deal hat die EU Verordnungen und Richtlinien erlassen, die viele Unternehmen zur Erfüllung der Taxonomie und zur Berichterstattung verpflichten. Alle Organisationen haben mit einer guten Nachhaltigkeitsberichterstattung auch die Chance, ihre Verantwortung in der Daseinsvorsorge gegenüber ihren Interessensgruppen aufzuzeigen. Den Akteuren der deutschen Wasserwirtschaft bietet sich ein Medium, ihre Beiträge in Bezug auf stabile und funktionsfähige Infrastrukturen, bezahlbare Gebühren, Ressourcenschonung, Klimafolgenanpassung und Artenvielfalt zu kommunizieren. Allen, die sich mit dem Thema befassen wollen oder müssen, wird mit diesem Arbeitsbericht eine Orientierungshilfe zum Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung an die Hand gegeben
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 194

    (nach oben)


    Der Klimawandel und das Wasser

    Risiken für Deutschland
    Zusammenfassung
    Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland immer deutlicher und die damit verbundenen Risiken werden in Zukunft zunehmen, je nachdem wie stark der Klimawandel durch Maßnahmen des Klimaschutzes begrenzt werden kann. Die gegenwärtigen und zukünftigen Klimawirkungen wurden in der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 für Deutschland im Auftrag der Bundesregierung wissenschaftlich untersucht und hinsichtlich der damit verbundenen Risiken durch 25 Bundesbehörden bewertet. Viele Klimawirkungen mit hohem Risiko und mit sehr dringenden Handlungserfordernissen sind verbunden mit einem Überschuss an Wasser, d. h. Starkregen, Überschwemmungen, Sturzfluten, Hochwasser, oder einem Mangel an Wasser, d. h. Trockenheit, Dürre und Niedrigwasser. Der Klimawandel verändert auch die Wasserqualität von Meeres-, Oberflächen- und Grundwasser durch Erwärmung,
    Konzentrationsänderungen, Versalzung, Versauerung und indirekte Effekte, wie den Eintrag von Schadstoffen in Gewässer durch Sturfluten. Natürliche Systeme und Ressourcen, wie Wasser, Boden, Arten und Ökosysteme, sind vom Klimawandel besonders bedroht und haben relativ geringe Anpassungskapazitäten. Die Biodiversität ist unter Druck, beispielsweise die Arten in wassergebundenen Habitaten wie Moore und Quellen. Gleichzeitig wird für die Anpassung an den Klimawandel Wasser in ausreichender Qualität und Quantität von vielen Systemen benötigt. Es gibt viele Anpassungsmöglichkeiten im Wasserbereich, aber Wassernutzungskonflikte werden in Zukunft durcden Klimawandel verstärkt
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 203

    Fazit
    Die Ergebnisse der KWRA sowie weitere umfassende Untersuchungen zeigen die wichtigsten Klimarisiken im Bereich Wasser für Deutschland. Dies betrifft die Klimarisiken infolge von Extremereignissen, die entweder zu einem Überschuss oder zu einem Mangel an Wasser führen, sowie Klimarisiken, die durch den schleichenden Wandel beeinflusst werden und damit zu Veränderungen der Wasserqualität sowie der Biodiversität führen. Aktuelle Strategien, wie die nationale Wasserstrategie, setzten hier an. Sie berücksichtigen den Wasserbedarf der Ökosysteme, zielen auf die Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes und die Stärkung der Resilienz der Gewässerökosysteme.
    Zur Unterstützung und Weiterentwicklung dieser Strategien und Anpassungsoption ist weitere Forschung erforderlich, Während die Klimarisiken infolge von Wassermangel und Wasserüberschuss schon intensiv beforscht werden, viele Anpassungsmaßnahmen bekannt und teils schon beschlossen sind, sind insbesondere die Klimarisiken in Verbindung zu Wasserqualität und Biodiversität in aquatischen Ökosystemen noch mit Unsicherheiten behaftet. Gerade hier sind – insbesondere bei einem starken Klimawandel – die Anpassungsoptionen begrenzt und Schädigungen nur langfristig und aufwendig, teils gar nicht, rückgängig zu machen. Dementsprechend wichtig ist eine vorsorgende Erhöhung der Resilienz von aquatischen Ökosystemen durch Renaturierung und einen intensiveren Schutz vor Verschmutzung und Übernutzung

    Autorinnen
    Dr. Inke Schauser
    Dipl.-Ing. Corinna Baumgarten
    Umweltbundesamt
    Wörlitzer Platz 1
    06844 Dessau
    E-Mail: inke.schauser@uba.de

    (nach oben)


    Junge DWA

    Am 16. März 2023 fand der Thematische Stammtisch der Jungen DWA zum Thema Gemeinwohlbilanz statt. Es wurde intensiv und detailliert über den Mehrwert, die Umsetzungsmöglichkeiten und Grenzen der Gemeinwohlbilanz in verschieden Bereichen der Wasserwirtschaft diskutiert.

    Thematischer Stammtisch zum Thema „Gemeinwohlbilanz
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3 2024 ab Seite 172
    Cara Möginger und Alina Kosmützky

    (nach oben)


    Und was machst du so den ganzen Tag?

    Werbung für wasserwirtschaftliche Berufe an Grundschulen

    Berufliche Zukunft beginnt in der Grundschule. Ziel von „Berliner Schulpate“ ist es, Grundschulkinder bei der Entwicklung von Berufswünschen zu unterstützen und Grundschulen in Problemkiezen zu stärken. Mehr als 500 Berufspat*innen gehen seit der Gründung 2013 in Grundschulen und stellen den Kindern ihre Berufe vor, darunter auch eine Bauingenieurin mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft.
    Weitere Informationen zum Projekt:
    www.berliner-schulpate.de
    Franziska Beinhofer, M. Sc. (p2m berlin)

    (nach oben)


    Thematischer Stammtisch der Jungen DWA

    Der letzte Thematische Stammtisch der Jungen DWA des Jahres 2023 widmete sich am 16. November spannenden Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten von blau-grünen Infrastrukturen (BGI) und der Abwasserentsorgung allgemein.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 94

    Autoren:
    Philipp Beutler, Natalie Lübbers

    (nach oben)


    Direkte physikalische Simulation der Sedimentation zur Bemessung von Regenklärbecken und Schrägklärern nach DWA-A 102-2

    Zusammenfassung
    Zur Bemessung von Sedimentationsanlagen (Regenklärbecken und Schrägkläreranlagen) für das Trennsystem nach dem Arbeitsblatt DWA-A 102-2 per Nachweisverfahren wird eine Methode zur direkten deterministischen Simulation des Sedimentationsvorgangs vorgestellt. Das Sediment, etwa AFS63, wird durch eine Sinkgeschwindigkeitsverteilung charakterisiert. Unter Ansatz einer Sedimentationsformel wird aus der Ganglinie des Überlaufabflusses auch eine solche der Überlaufkonzentration ermittelt, aus der die Gesamtentlastungsfracht und auch der Gesamtwirkungsgrad berechnet werden können. Dabei wird die Sinkgeschwindigkeitsverteilung kalibriert, sodass DWA-A 102-2 Bild 4 mit brauchbarer Näherung getroffen wird.
    Das Verfahren wird sodann zu einem Vergleich von vier Sedimentationsanlagen mit gleicher Bemessungs-Oberflächenbeschickung, aber unterschiedlichen Bemessungs-Regenspenden und Betriebsweisen herangezogen. Der ermittelte Sedimentationswirkungsgrad wird mit Bild B.2 in DWA-A 102-2 verglichen. Es wird gezeigt, dass diese Kurve auch bei einer Korrektur der Bemessungsregenspende nicht allgemeingültig ist und deutliche Abweichungen im Wirkungsgrad resultieren können. Um künftige Anwendungsfehler zu vermeiden, ist eine Erweiterung dieser Graphik auf Merkblattebene wünschenswert.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 100

    Autor
    Dr.-Ing. Gebhard Weiß Umwelt- und Fluid-Technik Dr. H. Brombach GmbH Steinstraße 7, 97980 Bad Mergentheim
    E-Mail: g.weiss@uft.eu

    (nach oben)


    Bewertung von Verfahrenskomponenten und Prozessketten im Hinblick auf Energie- und Ressourceneffizienz

    Erster Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.7
    Zusammenfassung

    Die DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.7 „Energie- und Ressourceneffizienz der Klärschlammverwertung einschließlich Phosphorrückgewinnung“ hat einen Arbeitsbericht vorzugelegt, der Betreibern, Planern und Kommunen eine Methodik für den Leistungsvergleich von Verfahrensketten zur Schlammbehandlung und -verwertung unter Berücksichtigung der Phosphorrückgewinnung vorstellt und Hinweise zur Auswahl von Bewertungskriterien sowie zur anwendungsspezifischen Formulierung entsprechender Bewertungskennzahlen gibt. Dies soll den Betroffenen helfen, sich für die zeitnah zu treffenden Investitionsentscheidungen gut aufzustellen. Auch an Verfahrensanbieter richtet sich dieser Arbeitsbericht, die über das hier vorgestellte Vorgehen ihre Verfahren den Planern formalisiert für eine Verfahrensauswahl zur Verfügung stellen können.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 113

    (nach oben)


    Johannes Lohaus im Ruhestand

    Wasserwirtschaftliches Kolloquium zum Abschied
    Rund 100 geladene Gäste aus dem In-und Ausland kamen am 15. Dezember 2023 zu einem wasserwirtschaftlichen Kolloquium, mit dem der langjährige Sprecher der DWA-Bundesgeschäftsführung Johannes Lohaus in der Meys-Fabrik in Hennef in den Ruhestand verabschiedet wurde, darunter der Executive Director der International Water Association und die Präsidentin der European Water Asociation.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 88

    (nach oben)


    Hochwasser in Deutschland während des Jahreswechsels 2023/2024

    Eine vorläufige Einordnung des Winterhochwassers 2023/2024 (Stand 4. Januar) und Empfehlungen aus den DWA-Hauptausschüssen „Wasserbau und Wasserkraft“ und „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“. Verantwortlich sind die Unterzeichner.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 90

    Dank
    Allen Einsatzkräften des operativen Hochwasserschutzes (Kolleginnen und Kollegen aus Wasserwirtschaft, Katastrophenschutz, Verwaltung in Bund, Ländern, Kommunen, Wasserverbänden usw.) sei an dieser Stelle unser großer Dank und Respekt ausgesprochen für ihren Einsatz an Weihnachten, Silvester, Wochenenden.Nur Ihnen ist es zu verdanken, dass die Auswirkungen bisher so „glimpflich“ waren und noch keine Menschenleben zu beklagen sind.

    Autoren
    Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Carstensen
    Präsident Deutsches Talsperrenkomitee e. V. (DTK) und Sprecher DWA-Arbeitsgruppe WW-4.4 „Deiche an Fließgewässern“;
    Prof. Dr. Robert Jüpner
    Sprecher der Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften (FgHW) in der DWA
    Dr.-Ing. habil. Uwe Müller
    DWA-Vizepräsident, Vorsitzender des DWA-Hauptausschusses Hydrologie und Wasserbewirtschaftung
    Dr.-Ing. Klaus Piroth
    Obmann des DWA-Fachausschusses HW-4 „Hochwasserrisikomanagement“
    Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Pohl
    DWA-Hauptausschuss Wasserbau und Wasserkraft, Obmann des DWA-Fachausschusses WW-4 „Stauanlagen und Hochwasserschutzanlagen“
    Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf
    DWA-Hauptausschuss Wasserbau und Wasserkraft, Obmann des DWA-Fachausschusses WW-6 „Bauwerksmanagement“

    (nach oben)


    Energieeffizienz auf Kläranlagen: Regelwerke und Simulation

    Ein Überblick
    Zusammenfassung

    Eines der relevanten Themen im Bereich der Abwasserbehandlung war in den letzten Jahren die Reduzierung des Energiever¬brauchs von Kläranlagen, was derzeit aufgrund der steigenden Energiepreise wichtiger denn je ist. Das Arbeitsblatt DWA-A 216 ist einer der am häufigsten verwendeten Leitfäden in Deutschland, nicht jedoch international. Auf europäischer Ebene wurde im Januar 2021 der Text des europäischen Energielabels (CEN17614_CEN_TR 17614-2021 – Standardmethode zur Bewertung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen) veröffentlicht. In diesem Beitrag wird der bestehende Ansatz des europäischen Energielabels für die Effizienz von Kläranlagen mit dem aktuellen deutschen Standard DWA-A 216 verglichen und erörtert, welchen Beitrag die Simulation und Modellierung bei der Erstellung von Energieeffizienzstudien für Kläranlagen leisten kann.

    Zusammenfassung und Ausblick
    Das Regelwerk DWA-A 216 hatte bereits die wichtigsten Aspekte einer Energieeffizienzbewertung von Kläranlagen zusammengefasst.Das EU-Energielabel hätte daher von diesem Wissen profitieren können und es durch weitere Ansatzpunkte erweitern oder verbessern können. Das Label selbst und der unterschiedliche Berechnungsansatz weisen jedoch, wie aufgezeigt, einige Kritikpunkte auf.Andererseits werden Bereiche beachtet, die Ansatz nach DWA-A 216 fehlen.Somit könnte das Arbeitsblatt DWA-A 216, und das EU-Label von einem stärkeren Austausch untereinander und einem internationalen Wissenstransfer deutlich profitieren.
    Die Energieeffizienz auf Kläranlagen wird aufgrund der steigenden Energiekosten und des notwendigen Umweltschutzes, in Form von immer strengeren Überwachungswerten, an Bedeutung gewinnen. Derzeit besteht eine große Chance, die aktuell verwendeten Ansätze zur Betrachtung der Energieeffizienz auf Kläranlagen zu modernisieren und zu verbessern. Der Einsatz von Simulationssoftware kann dabei eine wichtige Rolle spielen, da neben dem Aufzeigen der Prozessstabilität auch die dynamischen Prozesse sowie die dabei verbrauchte Energie aufgezeigt werden können.Die zunehmende Komplexität eines Kläranlagenbetriebs und die dynamischen Prozesse in der Abwasserreinigung lassen sich nur schwer mit einer statischen Momentaufnahme bewerten.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 108

    (nach oben)


    Der neue B3S WA – Edition 2023 – ist da

    Zusammenfassung
    Der Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser (B3S WA) – Edition 2023 – liegt vor. Der bestehende Standard wurde auf Basis des BSI IT-Grundschutz-Kompendiums (Edition 2023) grundlegend überarbeitet. Mit den Änderungen im B3S WA Edition 2023 gehen auch die Überarbeitungen der inhaltsgleichen Merkblätter DVGW W 1060 (M) bzw. DWA-M 1060 „IT-Sicherheit – Branchenspezifischer Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser“ einher

    Fazit:
    Die (wiederholte) Anerkennung des B3S WA durch das BSI ist ein großer Erfolg für die technische Selbstverwaltung der Branche.Dies zeigt, dass auch ohne einschlägige Regulierung mit einem pragmatischen Ansatz die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden können. Des Weiteren wird durch den zweistufigen Ansatz (A- und K-Anforderungen) die Hürde so niedrig gelegt, dass auch bisher noch nicht von der BSI-KritisV erfassten Betreibern ein einfacher und zielführender Einstieg in die Informationssicherheit für den OT-Bereich gelingt.
    Der B3S WA als Grundlage für die Nachweisführung nach § 8a BSIG hat sich in den letzten Jahren bewährt.Der enge Austausch von Betreibern, Verbänden und BSI hat zu einem guten gegenseitigen Verständnis und deutlichen Verbesserungen der Prozesse rund um die Nachweisführung geführt.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 122

    Autoren
    Christian Cichowski Wupperverband Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal
    Daniel Fricke DVGW Service & Consult GmbH Josef-Wirmer-Straße 1–3, 53123 Bonn
    Dipl.-Ing. Heiko Jepp Stadtwerke Düsseldorf AG Höherweg 100, 40233 Düsseldorf
    Dipl.-Ing. (FH) Rolf Tenner Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln

    (nach oben)


    Die Digitale Akademie der DWA – informieren, fortbilden, vernetzen

    New Learning für die Wasserwirtschaft | Beispiele guter Praxis Eine Initiative von DWA-Fachausschuss BIZ-9 „Lernmethodik und Medieneinsatz in der Wasserwirtschaft“
    Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Mit Informationen und Veranstaltungen rund um Digitalisierungsthemen und mit zeitgemäßen Bildungsformaten macht die Digitale Akademie der DWA die Wasserwirtschaft zukunftsfit.

    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2 2024 ab Seite 92

    (nach oben)


    Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel: DWA-Initiative „Wasser-allesklar“!

    Der Fachkräftemangel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Obwohl die Wasserwirtschaft als wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge eine sehr hohe Bedeutung für Bevölkerung und Umwelt hat, spielt die Branche bei der Berufsentscheidung der Jugendlichen kaum eine Rolle. Um dies zu ändern, hat die DWA als größter technisch-wissenschaftlicher Verband der Branche zum Jahresbeginn die Nachwuchs- und Imagekampagne „Wasser-allesklar“ bundesweit ausgerollt. Ziel ist es, die Wasserwirtschaft und ihre Vielfalt an Berufen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und als nachhaltige, sinnstiftende und technisch innovative Branche sowohl für Berufseinsteigerinnen als auch für Quereinsteigerinnen zu platzieren.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1 2024 ab Seite 12

    „Wasser-allesklar“ – neue Mitglieder erwünscht!
    Machen Sie mit – denn je mehr Unterstützer die Initiative hat, desto besser kann das positive Image unserer Branche gemeinschaftlich nach außen transpotiert werden. Und dies hilft allen, ausbildenden und nichtausbildenden Unternehmen, bei ihrer Suche nach Fachkräften, in einer nachhaltigen und umweltorientierten Branche, die auch langfristig spannende und sichere Arbeitsplätze bietet. Schaffen Sie mit uns und allen wasserwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland eine neue Sichtbarkeit unserer Branche!

    Kampagnenseite: www.wasser-allesklar.de
    Sie möchten an der Initiative teilnehmen? www.dwa.de/wir-sind-dabei
    Eva Geelen (Hennef) und Sabine
    Schaible-Friedel (Stuttgart)

    (nach oben)


    Untersuchungen zur Mitbehandlung geruchsbelasteter Abluft in der Belebungsstufe der Berliner Klärwerke

    Zusammenfassung
    In vielen Klärwerken sind Maßnahmen zur Verringerung des Geruchs und von Schwefelwasser im Bereich der mechanischen Reinigung erforderlich, um Anwohner und die Beschäftigten zu schützen. Als nachhaltiges Verfahren haben die Berliner Wasserbetriebe das Verfahren der Mitbehandlung geruchsbelasteter Abluft in der Belebungsstufe an zwei Klärwerken untersucht. Die in Stichproben gemessenen Geruchseinheiten (GE) am Sandfang im Klärwerk Ruhleben und Klärwerk Schönerlinde schwankten zwischen 56 000 und 160 000 GE/m³. Während der Pilotversuche lagen die Schwefelwasserstoffkonzentrationen am unbelüfteten Sandfang des Klärwerks Ruhleben bei ca. 300 ppm und am belüfteten Sandfang im Klärwerk Schönerlinde im Mittel bei 634 ppm. Die Abwassertemperatur im Zulauf des Klärwerks lag über den Versuchszeitraum zwischen 15 °C und 25 °C. Die geruchsbelastete Abluft wurde bisher bei den Berliner Wasserbetrieben über einen Chemowäscher und Biofilter gereinigt, wobei erhebliche Chemikalienkosten entstanden. Die halbtechnischen Untersuchungen zeigen, dass mit der Mitbehandlung der Abluft in der Belebungsstufe sowohl der Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelwasserstoff von 5 ppm als auch der Geruchsgrenzwert für technische Abluftbehandlungsanlagen des Bundesimmissionsschutzgesetzes von 500 GE/m³ eingehalten werden können. Die in der Literatur beobachtete Veränderung des belebten Schlamms und ein höherer Schlammindex wurden nicht beobachtet. Hinsichtlich der biologischen Reinigungsleistung wurden durch dieses Verfahren also keine negativen Auswirkungen festgestellt. Eine Substitution der Hauptbelüftung durch die einge-
    brachte geruchsbelastete Abluft war möglich. Zur Ermittlung des technisch möglichen Substitutionsgrades müssen zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden. Aufgrund der positiven Ergebnisse wird in Zukunft das Verfahren in großtechnischer Umsetzung näher untersucht.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1 2024 ab Seite 30

    Autor*innen
    Dipl.-Ing. Regina Gnirss, Dipl.-Ing. Barbara Hütter
    Dipl.-Ing. Axel Berschneider, Dipl.-Chem. Ewald Richter
    Dr.-Ing. Tabea Broecker
    Berliner Wasserbetriebe
    Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin
    E-Mail: regina.gnirss@bwb.de

    (nach oben)


    Inventarisierung und Klimabilanzierung beim Kanalneubau bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln

    Zusammenfassung
    Erste Bilanzierungen deuten darauf hin, dass der Kanalbau einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an den gesamten Treibhausgasemissionen der Abwasserentsorger ausmacht. Daher haben die Stadtentwässerungsbetriebe Köln ein Projekt zur Bewertung der Emissionen bei Bau und Sanierung von Kanalnetzen und der Identifizierung von Einsparpotenzialen initiiert. Durch die Entwicklung und Implementierung von Mikro- und Makrovariante stehen zwei Werkzeuge zur Verfügung, mit deren Hilfe die Emissionen für den Kanalbau, gemessen in CO2-Äquivalenten (CO2e), in unterschiedlichem Detailierungsgrad ermittelt werden können. Auf Basis von zwei Referenzjahren sind mithilfe der Makrovariante bereits deutliche Einflüsse der verbauten Kanaldurchmesser erkennbar geworden. Auf Ebene der Einzelmaßnahmen bietet die Mikrovariante sehr detaillierte Eingabemöglichkeiten. Anhand der ersten ausgewerteten Einzelmaßnahmen zeigen sich zudem die Auswirkungen von verschiedenen Bauspezifika, im Besonderen zwischen offenen und geschlossenen Bauweisen. Der Ist-Zustand bei den CO2e-Emissionen im Kanalbau lässt sich mithilfe der entwickelten Werkzeuge nun sehr gut beschreiben.
    Im Kontext der Nachhaltigkeit ist die Thematik von CO2-Emissionen ein wesentlicher, aber nicht der einzige Bestandteil. Im Rahmen des internen Projekts „Nachhaltigkeit im Kanalbau“ wurden daher weitere Nachhaltigkeitskriterien selektiert und auf ihre Anwendbarkeit hin untersucht. Neben weiteren Emissionsfaktoren wie Schall wurden auch soziale und unternehmerische Kriterien betrachtet, um die Bandbreite der ESG (Environmental, Social and Corporate Governance)-Systematik abzubilden. Die Berücksichtigung in Ausschreibungs- und Vergabeprozessen ist der nächste Schritt zur weiteren Verankerung der Nachhaltigkeit bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln ebenso wie die Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung der CO2e-Emissionen.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1 2024 ab Seite 47

    Autoren
    Christian Kellermeyer, M. Sc.
    Stadtentwässerungsbetriebe Köln
    Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln
    E-Mail: christian.kellermeyer@steb-koeln.de

    Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Böttger
    Tilia GmbH
    Inselstraße 31, 04103 Leipzig
    E-Mail: stefan.boettger@tilia.info

    Dr.-Ing. Christian Gattke
    Stadtentwässerungsbetriebe Köln
    Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln
    E-Mail: christian.gattke@steb-koeln.de

    (nach oben)


    Korrosionsschutzkonzept

    Abwasserkanal Emscher
    Planerische Grundlagen und erste Betriebserfahrungen der Fotooxidationsanlagen
    Zusammenfassung

    Im Rahmen des Generationenprojekts „Emscher-Umbau“ wurden insgesamt 53 Fotooxidationsanlagen zur technischen Bewetterung und anschließenden Geruchsbehandlung der Abluft aus dem ca. 51 km langen Abwasserkanal Emscher in Betrieb genommen. Die Kanalatmosphäre wird seither durch die Fotooxidationsanlagen mindestens einmal in der Stunde komplett ausgetauscht und die dazu notwendigen ca. 1,1 Millionen m³/h Luft von Gerüchen und schädlichen Emissionen befreit. Aufgrund der hohen nationalen sowie internationalen Nachfrage sollen in diesem Beitrag die planerischen Grundlagen sowie die ersten Betriebserfahrungen mit dem, nach Wissen der Autoren, komplexesten und größten technischen Bewetterungs- und Korrosionsschutzkonzeptes eines Abwassersystems in Europa vorgestellt werden.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1 2024 ab Seite 22

    Schlussfolgerung
    Mit Auswertung der Betriebsdaten der 33 FOA entlang des AKE zwischen Dortmund und der KLA Bottrop von drei Jahren konnte nicht nur die zuverlässige Funktionsweise gezeigt werden, sondern auch erstmalig spezifische Leistungsdaten für den langfristigen Betrieb des Abluftbehandlungskonzeptes ermittelt werden (Tabelle 2). Diese Daten beruhen auf der Einhaltung der gesetzlichen Betriebsanforderungen gemäß Planfeststellungsbeschluss und werden sich zukünftig durch weitere Optimierungsmaßnahmen noch reduzieren.
    Wenn man also eine kleinere Anlage mit einem Luftdurchsatz von 5000 m³/h exemplarisch durchrechnen würde, käme man unter der Annahme eines Strompreises von 0,35 €/kWh auf Betriebskosten von etwa 62 €/d bzw. 23 000 €/a. Für die Planung einer potenziellen FOAAbluftbehandlungsanlage können diese Werte für eine erste Kostenabschätzung herangezogen werden – die tatsächlichen Betriebskosten sind jedoch in einem Pilottest vorab standortspezifisch zu ermitteln.

    Autoren
    Dr.-Ing. Heinz Hiegemann, Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber,
    Prof. Dr.-Ing. Torsten Frehmann
    Emschergenossenschaft
    Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
    E-Mail: hiegemann.heinz@eglv.de
    Dipl.-Ing. Johannes Münz, Dipl.-Ing. Lothar Kratt
    uviblox GmbH
    Oderstraße 188, 12051 Berlin
    E-Mail: l.kratt@uviblox.com

    (nach oben)


    Herausforderungen und Lösungen

    DWA-Landesverbandstagung NRW
    Spannende Vorträge zu brandaktuellen Themen, ein gut gefüllter Vortragssaal, ein rege besuchtes Ausstellerforum und natürlich viele Gespräche mit Branchenkollegen*innen. Dazu ein äußerst interessanter Block der Jungen DWA zum Generationenwechsel in der Wasserwirtschaft. Die Landesverbandstagung Nordrhein-Westfalen am 23. August in Recklinghausen kann als großer Erfolg verbucht werden.
    Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1 2024 ab Seite 15

    Ausblick 2025
    Ein breites und interessantes Vortragsprogramm, zahlreiche Aussteller, viele Teilnehmer und aktives Netzwerken – eine gelungen Landesverbandstagung NRW 2023. In diesem Sinne „Save the Date“: die nächste Landesverbandstagung NRW findet am 26. Juni 2025 traditionsgemäß wieder im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen statt.
    Stefan Bröker (Hennef)

    (nach oben)


    Gezielte Spurenstoffentfernung auf kommunalen Kläranlagen

    Neue DWA-Übersichtskarte zeigt Standorte und Verfahren DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“*)

    Zusammenfassung
    Die gezielte Entfernung organischer Spurenstoffe mittels weitergehender Verfahren auf kommunalen Kläranlagen hat sich in den letzten ca. 15 Jahren immer weiter etabliert. Dabei kommen verschiedene Technologien unterschiedlicher Komplexität zum Einsatz – von relativ einfacher Aufrüstung von Adsorptionsmittel-Dosierstationen in der biologischen Reinigungsstufe bis hin zu vollständig nachgerüsteten Verfahrensstufen nach der Stickstoff- und Phosphorelimination. Die DWA hat kürzlich eine Übersichtskarte auf ihrer Homepage veröffentlicht, die Standorte und dort in Betrieb befindliche Verfahren der Spurenstoffentfernung auf kommunalen Kläranlagen in Deutschland darstellt. Die DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“ stellt im vorliegenden Artikel die Karte sowie die entsprechenden Hintergründe vor.

    Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1  2024  ab Seite  39

    (nach oben)