Freitag, Februar 6, 2026
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AMELAG: Abwasser­monitoring für die epi­demio­logische Lage­bewertung

Überwachung von Krankheits­erregern im Abwasser
Infektions­erreger gelangen unter anderem über den Stuhl ins Abwasser und können dort nach­ge­wiesen werden. Die systematische Über­wachung von Abwasser auf Infektions­erreger mit dem Ziel, Ent­scheidungen für bevölkerungs­bezogene Maß­nahmen zu treffen, wird als ab­wasser­basierte Surveillance (auch kurz Abwasser­surveillance) bezeichnet. Die erhobenen Daten erlauben Rück­schlüsse zum Trend der Infektions­dynamik. Die Mess­werte können mit Angaben aus bereits bestehenden Über­wachungs­systemen verglichen und gemeinsam analysiert werden. Expertinnen und Experten können so die Lage vor Ort umfassender bewerten.

AMELAG
AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lage­bewertung) überwacht die Viruslasten von SARS-CoV-2, Influenza­virus und Respira­torischem Synzytial­virus (RSV) im kommunalen Abwasser.

Durchgeführt wird AMELAG von Robert Koch-Institut (RKI) und Umwelt­bundesamt (UBA) in Zusammen­arbeit mit dem Bundes­ministerium für Gesundheit (BMG), dem Bundes­ministerium für Umwelt, Klima­schutz, Natur­schutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), den 16 Bundes­ländern, ihren Landes­laboren und den Betreibenden der teil­nehmenden Kläranlagen mit Unter­stützung von Logistik- und Labor­dienst­leistenden.

Seit 2025 werden bis zu 70 ausgewählte Klär­an­lagen wöchentlich beprobt.

mehr: https://www.rki.de/DE/Themen/Forschung-und-Forschungsdaten/Sentinels-Surveillance-Panel/Abwassersurveillance/abwassersurveillance-node.html

weitere Informationen zu Viruslast im Abwasser:
https://infektionsradar.gesund.bund.de/de/covid/abwasser