Montag, Oktober 26, 2020
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Meldungen zu Abwasserreingung 2010

Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv

Meldungen zur Abwasserreinigung 2008
Meldungen zur Abwasserreinigung 2009

Mai 2010
03.05.2010 Ozon zur Reinigung von Abwässern aus Produktionen ohne Altpapiereinsatz 
April 2010
10.04.2010 Aktivkohle aus dem Wasserwerk in der Abwasserbehandlung 
07.04.2010 Thema Abwasser binational betrachtet 
März 2010
27.03.2010 Engelsbrand: Optimierung der Energieeffizienz der Gemeinde Engelsbrand 
Februar 2010
26.02.2010 Effektive Behandlung von Nanofiltrationsretentaten in der ARA 
Januar 2010
08.01.2010 Praxistest eines Pflanzen-Bodenfilters 

 


Ozon zur Reinigung von Abwässern aus Produktionen ohne Altpapiereinsatz

Ziel des Forschungsvorhabens IGF 15372 war die Bewertung der Wirkung von Ozon auf relevante Abwasserparameter (CSB, BSB5, Färbung, Toxizität, etc.) aus Papierproduktionen mit überwiegendem Frischfasereinsatz.
Ferner sollten die Kriterien für eine Ozonbehandlung dieser Abwässer als effiziente weitergehende Abwasserreinigungsmaßnahme ermittelt werden. Hierzu zählen neben dem Einfluss von Ozon auf die Abwassereigenschaften auch die Ermittlung der benötigten Ozonmenge und Aufenthaltszeit.
Die untersuchten Abwässer waren gut bis sehr gut zur Ozonbehandlung mit anschließender biologischer Behandlung als weitergehende Reinigung geeignet, wenn zuvor ein vollständiger biologischer Abbau stattgefunden hat. Durch Ozonbehandlung und nachfolgende biologische Behandlung lassen sich die CSB-Konzentrationen im Gesamtabwasser um bis zu 80 % reduzieren. Dabei wird der Erfolg der Ozonbehandlung ausschließlich von der Ozondosis bestimmt. Die hydraulische Verweilzeit hat im untersuchten Rahmen keine Auswirkung auf den Reinigungserfolg.
Durch Ozonbehandlung war bei den Versuchen eine Reduzierung der Substanzen, die zum AOX beitragen, um bis zu 70 % möglich. Bei den durchgeführten Versuchen konnten keine toxischen Wirkungen des behandelten Abwassers auf aquatische Organismen nachgewiesen werden.
Mit zunehmender CSB-Elimination steigen jedoch auch die Behandlungskosten, so dass bei einer Anlagenerweiterung die Wirksamkeit gegenüber der Wirtschaftlichkeit abgewogen werden muss. Die Betriebsmittelkosten für eine weitergehende Abwasserreinigung mit Ozon und nachgeschaltetem Biofilter betragen in einem beispielhaft betrachteten Fall 0,17 – 0,39 €/m³ Abwasser.
Das Forschungsvorhaben IGF 15372N der AiF-Forschungsvereinigung PTS wurde im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über die AiF finanziert. Dafür sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Unser Dank gilt außerdem den beteiligten Firmen der Papier- und Zellstoffindustrie für die Unterstützung der Arbeiten.

Quelle: http://www.ptspaper.de/news_archiv.html?status=details&news_id=784
 
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Aktivkohle aus dem Wasserwerk in der Abwasserbehandlung

Erschöpfte Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung werden zur weitergehenden Abwasserbehandlung eingesetzt

Die Adsorption mittels Kornaktivkohle dient in zahlreichen Wasserwerken der Entfernung organischer Spurenstoffe bzw. als Sicherheitsstufe, um einer bestehenden Gefährdung des Rohwassers begegnen zu können. Früher wurden Aktivkohlen nach Erschöpfung meist einer thermischen Reaktivierung unterzogen und danach als Reaktivate erneut eingesetzt. Aus betriebswirtschaftlichen bzw. technischen Gründen entfällt heute in den meisten Fällen eine Reaktivierung beladener Wasserreinigungskohlen, sodass im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nach entsprechenden Verwertungsmöglichkeiten gesucht wurde. Eine Option wird darin gesehen, erschöpfte Aktivkohlen aus Trinkwasseraufbereitung zur weitergehenden Abwasserreinigung zu nutzen.
Nach der Theorie zur Adsorption erhöht sich die Beladungskapazität von Aktivkohlen mit zunehmender Rohwasserbelastung. Da in Abwässern vergleichsweise deutlich höhere Spurenstoffkonzentrationen vorliegenden wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhabens die Eignung des Einsatzes erschöpfter Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung zur weitergehenden Abwasserbehandlung untersucht.
Nach Festlegung der verfahrenstechnischen Kenngrößen zur Vorgehensweise beim Mahlprozess der Kornaktivkohle wurden mit der konditionierten Pulverkohle adsorptionstechnische Untersuchungen im Labormaßstab durchgeführt.
Dazu wurden Aktivkohlen verschiedener Wasserwerke aus adsorptionstechnischer Sicht bezüglich der Entfernung pharmazeutische Wirkstoffe, Röntgenkontrastmittel und Korrosionsschutzmittel bewertet. Abhängig vom Beladungsgrad und der Aktivkohlesorte ergeben sich unterschiedliche Leistungsdaten der erschöpften Wasserreinigungskohlen nach der Mahlung.
Nach den bislang vorliegenden Resultaten erscheint eine Verwertung erschöpfter Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung zur weitergehenden Abwasserbehandlung Ziel führend. Auf kommunalen Kläranlagen können damit nicht biologisch abbaubare Spurenstoffe adsorptiv eliminiert und somit aus Oberflächenwässern, die als Rohwasserressource für die Trinkwassergewinnung dienen, ferngehalten werden.
Die Untersuchungen werden unter praxisnahen Bedingungen durchgeführt, mit dem Ziel, die Erkenntnisse im Rahmen eines konkreten Projektes großtechnisch umzusetzen. Dazu werden im weiteren Projektverlauf auch …mehr:

http://www.tzw.de/de/abteilungen/technologie/aktivkohle_aus_dem_wasserwerk-259/

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Thema Abwasser binational betrachtet

Nahezu in allen Grenzgebieten Deutschlands gibt es beim
Thema Gewässerschutz Kontakte mit den Nachbarn. Über die
DWA-Nachbarschaften findet ein reger Erfahrungsaustausch
statt. Wir informieren Sie, liebe Leser, immer wieder gernedarüber.
Die gemeinsamen Interessen beim Gewässerschutz auf
beiden Seiten des Rheins standen im Mittelpunkt des ersten
deutsch-französischen Nachbarschaftstags des Betriebspersonals.
Zu diesem hatte der DWA-Landesverband Baden-
Württemberg auf Initiative des Landratsamtes Breisgau-
Hochschwarzwald nach Neuenburg und Chalampé eingeladen.
Dabei ging es um einen Einblick in die Abwasser- und
Klärtechnik sowie um die Arbeit der Aufsichtsbehörden.
Außerdem besichtigten die Teilnehmer die Kläranlage von
Chalampé.
Die badischen und die elsässischen Kläranlagen benutzen
für die Einleitung ihrer gereinigten Abwässer den Rhein als
Gewässer. Beide Seiten sind schon aus diesem Grund an einem
wirksamen Gewässerschutz interessiert. Der hohe Wirkungsgrad
kommunaler Kläranlagen ist nicht nur ein Ergebnis
der Investitionen in die Abwassertechnik, sondern
auch das Resultat regelmäßiger Fortbildungsveranstaltungen
für das Betriebspersonal. Deswegen hatte die DWA bereits
vor mehr als 30 Jahren die Kläranlagen-Nachbarschaften
gegründet.
Das Treffen in Neuenburg und Chalampé war die erste grenzüberschreitende
Veranstaltung dieser Art. Im Rahmen dieses
Treffens erläuterten Arno Schlecht vom Landratsamt
Breisgau-Hochschwarzwald und Georges Walter vom Conseil
Général Haut Rhin die Arbeit der Aufsichtsbehörden.
Die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vereinbarten
für 2010 ein zweites deutsch-französisches Kläranlagen-
Nachbarschaftstreffen. Der regelmäßige Erfahrungsaustausch
soll zu optimierten Planungs- und Genehmigungsverfahren
beiderseits des Rheins beitragen. Die Verantwortlichen
in den Verwaltungen erhoffen sich dadurch
Kosteneinsparungen bei Bau und Unterhalt von Kläranlagen

Auszugsweise aus Oberbadisches Volksblatt,
26. November 2009, Pressemitteilung des Landratsamts
Breisgau-Hochschwarzwald

Quelle: http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info2-2010.pdf

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Engelsbrand: Optimierung der Energieeffizienz der Gemeinde Engelsbrand 

Nachhaltige Energiepolitik ist ein Thema, das nur mit gesamtgesellschaftlichem Engagement umgesetzt werden kann. Die Gemeinde hat sich im letzten Jahr dazu entschlossen, ihrer Verantwortung auf kommunaler Ebene durch die Teilnahme am European Energy Award gezielt und langfristig nachzukommen. Zur Unterstützung dieses Vorhabens hat man sich die Hochschule Pforzheim als kompetenten Partner zur Seite gestellt.

Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Guy Fournier haben sich der Wirtschaftsingenieurwesen-Student Dominik Bischoff  und die Maschinenbau-Studierenden Julian Wahl, Michael Kuntzer und Matthias Schwarz im Rahmen eines interdisziplinären Projekts mit der Wasserversorgung und Wasserentsorgung  in Engelsbrand im Hinblick auf deren Energie- und CO2 -Effizienz beschäftigt. Konkret geht es dabei um die sanierungsbedürftige Kläranlage der Gemeinde.

Bei ihrer Projektpräsentation in der Alten Turnhalle Grunbach stellten die Studierenden gestern ihre ökologisch wie ökonomisch effiziente Alternative zu einer Sanierung vor. Das innovative Konzept besteht darin, die Kläranlage in Engelsbrand zu schließen und stattdessen die vorhandene Klärkapazität der Stadt Neuenbürg zu nutzen. Aufgrund der geographischen Lage wäre es möglich, das Engelsbrander Abwasser auf der Gefällstrecke nach Neuenbürg durch eine Turbine zu leiten und dadurch emissionsfrei Strom zu erzeugen. Darüber hinaus könnte das im Klärprozess frei werdende Methan durch den in Neuenbürg vorhandenen Faulturm als Biogas zur Energiegewinnung genutzt werden. Ein derartiges Projekt wurde in Deutschland bisher noch nicht umgesetzt, würde jedoch die Energie- und CO2-Bilanz der Wasserversorgung erheblich verbessern.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Studentengruppe konnten schließlich deutlich zeigen, dass ökologische Ziele auch einen wirtschaftlichen Nutzen bringen können. Neben der beträchtlichen Einsparung von CO2 und der emissionsfreien Stromerzeugung kann das Klärwerk Neuenbürg durch die Zuführung des Engelsbrander Abwassers deutlich effizienter eingesetzt werden und dadurch zum finanziellem Nutzen für beide Gemeinden beitragen.

Ob die Vorschläge der Pforzheimer Studentengruppe in der Gemeinde Engelsbrand umgesetzt werden, entscheidet der Gemeinderat. Das große Interesse der Bürger an der öffentlichen Projektpräsentation und die intensive Diskussion an diesem Abend haben gezeigt, dass das Interesse an ökologisch sinnvollen Energiekonzepten in jedem Fall vorhanden ist.

http://www.fh-pforzheim.de/De-de/Technik/Wirtschaftsingenieurwesen/nachrichten/Seiten/Klimaschutzkonzeptf%C3%BCrdieGemeindeEngelsbrand.aspx

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Effektive Behandlung von Nanofiltrationsretentaten in der ARA

Im Rahmen dieses Projektes wurden Behandlungsmethoden identifiziert, mit denen die speziellen NF-Konzentrate aus der weitergehenden Abwasserbehandlung gleichzeitig wirtschaftlich und effektiv behandelt werden können, so dass sie bei der Rückführung in die biologische Stufe keine Störungen hinsichtlich der Ablaufqualität des Abwassers hervorrufen.
Im Rahmen dieses Projektes wurden Behandlungsmethoden identifiziert, mit denen die speziellen NF-Konzentrate aus der weitergehenden Abwasserbehandlung gleichzeitig wirtschaftlich und effektiv behandelt werden können, so dass sie bei der Rückführung in die biologische Stufe keine Störungen hinsichtlich der Ablaufqualität des Abwassers hervorrufen.

Die im Konzentrat enthaltenen Stoffe sind biologisch inert, d.h. biologisch nicht weiter abbaubar. Dies würde bei einer einfachen Rückführung zu einer Aufkonzentrierung in der biologischen Stufe führen. Im Rahmen des Projektes wurden zur Lösung dieses Problems zwei Ansätze verfolgt:

Die unmittelbare Entfernung von Schadstoffen durch Flockung/Fällung:
1. Bis zu 50 % des CSB können so entfernt werden. Der restliche Anteil verbleibt im Konzentrat, wodurch sich dieses Verfahren v. a. eignet wenn die NF nur für einen Teilstrom eingesetzt wird und nur geringe Konzentratvolumina anfallen.
2. Die Crackung der refraktären CSB-Verbindungen durch oxidative Verfahren, verbunden mit einem nachfolgenden biologischen Abbau der wieder bioverfügbaren Moleküle: In der Summe aus direkter Oxidation und nachfolgendem anaeroben/aeroben Abbau können so, abhängig von den aufzuwendenden Betriebskosten, 40 – 80 % des CSB ohne Anfall von Reststoffen eliminiert werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über alle Versuchsergebnisse:

Zur Behandlung der untersuchten Konzentrate sind verschiedene Verfahren prinzipiell verfügbar und geeignet. Bei den oxidativen Verfahren ist die Wirksamkeit v. a. von den akzeptierten Betriebskosten abhängig. Die Simulation zeigte, dass für kleine Teilströme u. U. sogar eine Rückführung des unbehandelten Teilstromes unkritisch sein kann.

Das Forschungsvorhaben IGF 15290N der Forschungsvereinigung PTS wurde im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über die AiF finanziert. Dafür sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Unser Dank gilt außerdem den beteiligten Firmen der Papier- und Zulieferindustrie für die Unterstützung der Arbeiten.

Quelle: http://www.ptspaper.de/news_archiv.html?status=details&news_id=779

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Praxistest eines Pflanzen-Bodenfilters

In Hamburg-Volksdorf wurde ein mehrjähriger Praxistest eines Hochleistungs-Pflanzen-Bodenfilters durchgeführt. Neben den obligatorischen Standardparametern wurden in das umfassende Untersuchungsprogramm auch prioritäre Substanzen gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufgenommen. Weitere Informationen enthält das Internet:

www.umweltpilot.de  

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