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Einzigartig – Kläranlage baut Teiche für die Feldforschung

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2015 ist auf dem Gelände der Eawag Dübendorf eine Anlage mit Teichen für Freilandversuche entstanden, die in Europa einzigartig ist. Ab dem Frühling 2016 führen Forscherinnen und Forscher dort ökologische Experimente ….
ein Video erklärts:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/versuche-unter-natuerlichen-bedingungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a5971623a97c85178a09c659408a3a80
 

 

Energiewende bringt Licht und Schatten für Kläranlagen (Teil 1)

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Eine gewisse Faszination geht von der Möglichkeit aus, den Energiebedarf für die Abwasserreinigung allein aus dem Abwasser bzw. dem Energiegehalt der Schmutzstoffe zu decken.

Autor:
Dr.-Ing. Gerhard Seibert-Erling

Das Bewusstsein für den effizienten Umgang mit Energie auf Kläranlagen ist in den letzten 15 Jahren gewachsen. Zu einer systematischen Vorgehensweise bei der energetischen Optimierung hat eine nach schweizerischem Vorbild gestaltete Aktion des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums Ende der 1990er Jahre einschließlich der Erstellung eines Handbuchs /1/ beigetragen. Diese wurde hinsichtlich der methodischen Vorgehensweise…mehr:

http://www.wwt-online.de/sites/default/files/fachartikel/wwt1015-seibert-erling.pdf

 

 

Tagung: Elimination von Mikroverunreinigungen – Elimination des micropolluants

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Die Präsentationen der VSA-Fachtagung „Elimination von Mikroverunreinigungen“ in Bern am 11.11.2015
sind hier verfügbar.
https://www.vsa.ch/de/publikationen/tagungsberichte/641/

Übersicht der einzelnen Vorträge: 
Wo stehen wir? (BAFU) M. Schärer
Die Rolle des VSA  H. Habegger
Spurenstoffelimination: Finanzierung der Massnahmen  H. Bleny und D. Dominguez
Planung der Massnahmen – Kanton VD  P. Vioget
Planung der Massnahmen – Kanton ZH  D. Rensch
Verfahrenstechnik – Überblick  M. Böhler
Plattform Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen  P. Wunderlin
Ozontestverfahren  U. von Gunten
Dimensionierung / Redundanz  Ch. Abegglen
Betriebsüberwachung  J. Margot
Nachbehandlung  A. Meier
Aus Sicht des Betreibers  L. Kocher
Aus Sicht des Planers  M. Blunschi

 

 

Kommunalrichtlinie: Fördermöglichkeiten für kommunale Klimaschutzprojekte

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In unserem letzten Rundbrief hatten wir über Fördermöglichkeiten für Kommunale Einrichtungen für Klimaschutzprojekte berichtet. Für die Wasserwirtschaft werden in der Richtlinie ausdrücklich klimafreundliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung als mögliche Schwerpunkte für ein „Klimaschutzteilkonzept“ genannt.

Das Bundesumweltministerium hat zum Jahreswechsel erneut auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen. Im Jahr 2015 sind demnach mehr als 1100 kommunale Klimaschutzprojekte durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert worden. Ausdrücklich wird auf die Beratungsmöglichkeit zur Projektförderung durch das Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) hingewiesen.

Anträge auf Zuwendungen können beim Projektträger Jülich noch bis zum 31. März 2016 sowie in den folgenden Zeiträumen eingereicht werden: vom 1. Juli 2016 bis zum 30. September 2016, vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2017 und vom 1. Juli 2017 bis zum 30. September 2017.

Quelle: [AöW] Rundbrief Ausgabe 1/2016

Quelle und weitere Informationen:
BMUB, Pressemeldung vom 30.12.2015, Bundesumweltministerium fördert auch 2016 Klimaschutzprojekte in Kommunen,
www.bmub.bund.de/N52736/

BMUB, Themenseite: Kommunaler Klimaschutz,
http://www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen
 

 

Vorträge und Präsentationen: DWA-Landestagung NRW

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Am 27. August 2015 fand die NRW Landestagung und Mitgliederversammlung unter dem Motto „Weichenstellung in der Wasserwirtschaft in NRW“ im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen statt.

Die Präsentationen der Vorträge (außer die Ausstellervorträge) stehen im Internet zum Download bereit:
www.dwa-nrw.de/Landestagung.html

Überblick über die Vorträge:

Entscheidungsstrukturen in der Wasserwirtschaft – ein kritischer Blick von außen Dr. Timothy Moss,
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung
und Strukturplanung e.V. (IRS)
Innovationen als Motor der Umweltentwicklung Prof. Dr. Bert Bosseler,
Institut für unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen
Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft – ERWAS Prof. Dr. Markus Schröder, Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft mbH, Aachen
INIS – Verbundprojekt SinOptiKom: Sektorübergreifende Prozessoptimierung in der Transformation kommunaler Infrastrukturen im ländlichen Raum Prof. Dr. Theo G. Schmitt, Technische Universität Kaiserslautern, FG Siedlungswasserwirtschaft
Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern Dr. Verena Höckele, Projektträger Karlsruhe (PTKA) Wassertechnologie,Eggenstein-Leopoldshafen
Elimination von Mikroschadstoffen auf kommunalen Kläranlagen – praktische Erfahrungen aus dem Betriebsalltag Dr. Sven Lyko, Dr. Issa Nafo, Emschergenossenschaft, Essen
Externe Unterstützung bei Praxisfragen Josef Becker, Stadtentwässerung Herne
SüwV Abwasser Teil I – Konsequenzen für den Kanalbetrieb Bernd Mehlig,
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), Düsseldorf
Mikroschadstoffe – Ist die Zeit reif für Technik? Georg Wulf, Wupperverband, Wuppertal
Mikroschadstoffe – Handlungsdruck bei der Trinkwassergewinnung? Dr. Wolf Merkel,
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH, Mülheim an der Ruhr

 

 

 

Dänische Technik bricht Berliner Ratten das Genick

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14 Kunststoffbolzen schlagen mit einer Geschwindigkeit von 130 km pro Stunde aus: Tausende Ratten haben in der Berliner Kanalisation bereits den Tod gefunden. Die Tötungsrate liegt bei 100 Prozent.

Wie viele Ratten es in Berlin gibt, kann niemand genau sagen. Es könnten aber um die zwei Millionen Tiere sein. Die verbreitete Schätzung, es gebe in Berlin mehr Ratten als …mehr:

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article149339974/Daenische-Technik-bricht-Berliner-Ratten-das-Genick.html

 

 

Wie mikrobielle Stickstoff-Freisetzungen den Klimawandel beeinflussen

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Neue DFG-Forschergruppe unter Federführung der Universität Gießen beschäftigt sich mit der Denitrifikation

Welche Bedeutung hat die mikrobielle Stickstoff-Freisetzung aus dem Boden für den Klimawandel? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Forschergruppe, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) fördert. Trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung können die Auswirkungen der mikrobiellen Umwandlung des im Nitrat gebundenen Stickstoffs zu gasförmigem Stickstoff und zu Stickoxiden (Denitrifikation) noch nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Die neue DFG-Forschergruppe „Denitrification in Agricultural Soils: Integrated Control and Modelling at Various Scales (DASIM)“ beleuchtet mit analytischen und molekularbiologischen Methoden sowie mit Freiland-Experimenten und verschiedenen Modellansätzen den Prozess der Denitrifikation von der Mikroskala zur Feldskala.

Die DFG fördert das Projekt DASIM zunächst für drei Jahre mit 3,15 Milllionen Euro. Neben der federführenden JLU (Sprecher: Prof. Dr. Christoph Müller, Institut für Pflanzenökologie) sind elf deutsche Universitäts- und Forschungsinstitute sowie zwei ausländische Kooperationspartner an der Forschergruppe beteiligt.

Die mikrobielle Umwandlung von organischem Stickstoff zu mineralischem und schließlich zu atmosphärischem Stickstoff (N2) geschieht unter sauerstoffarmen bzw. -freien Bedingungen. Klimarelevantes Lachgas (N2O) ist dabei ein Zwischenprodukt, dessen Freisetzung von verschiedenen Umweltfaktoren – zum Beispiel Feuchte und Temperatur – beeinflusst wird. Untersuchungen an der JLU im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts FACE2FACE haben gezeigt, dass sich die Lachgas-Freisetzungen mehr als verdoppeln, wenn erhöhte atmosphärische Kohlendioxidgehalte herrschen, wie sie gegen Mitte dieses Jahrhunderts erwartet werden.

Trotz intensiver Forschungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts können die Denitrifikationsraten und Emissionen der gasförmigen Produkte immer noch nicht zufriedenstellend vorhergesagt werden. Dieses liegt einerseits daran, dass geeignete analytische Methoden zur Messung von Stickstoff-Freisetzungen aus dem Boden fehlen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass man relativ kleine Stickstoffmengen gegen einen immensen Hintergrund – die atmosphärische Stickstoff-Konzentration beträgt etwa 78 Prozent – zuverlässig bestimmen muss.

Ein weiteres Problem stellt die hohe Heterogenität des Bodens dar: Im Boden existieren sauerstoffreiche und sauerstoffarme Räume in direkter Nachbarschaft. Diese „Microsites“ können durch verschiedene mikrobielle Gemeinschaften und unterschiedliche Stickstoff-Umwandlungsprozesse geprägt sein. Denitrifikation findet beispielsweise nur unter anaeroben Bedingungen statt und ist vor allem in sogenannten „Hotspots“ besonders stark, die durch eine erhöhte organische Substanz charakterisiert sind.

Die Forschergruppe DASIM kombiniert nun die aktuellen Methoden (unter anderem Xray μCT, 15N Tracing, Nanosims, Mikrosensoren, NMR-Spektroskopie und Next-generation-Sequenzierung), um den Prozess der Denitrifikation mit einer bisher beispiellosen räumlichen und zeitlichen Auflösung zu untersuchen. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu dienen, neue mathematische Modelle von der Mikroskala zur Feldskala zu entwickeln und vorhandene Simulationsmodelle zu verbessern. Diese Modelle sollen unter anderem dazu genutzt werden, die gasförmigen Stickstoff-Freisetzungen (unter anderem N2O, N2) unter einem sich ändernden Klima vorherzusagen.

Kontakt:
Prof. Dr. Christoph Müller, PhD.
Institut für Pflanzenökologie
Telefon: 0641 99-35301
E-Mail: pflanzenoekologie@bot2.bio.uni-giessen.de

 

 

 

Passivhaus mit innovativer Abwasserinfrastruktur nimmt Gestalt an

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Fotoserien dokumentieren die Baufortschritte
Die Halbzeit des Projekts netWORKS 3 ist vorüber. Das Passivhaus, das in der Salvador-Allende-Straße in Frankfurt, Bockenheim, gebaut wird, nimmt Gestalt an. Hier trifft Theorie auf die Praxis: Auf Blockebene wird die Umsetzung innovativer Abwasserinfrastrukturen erprobt. 66 Wohneinheiten und eine Kindertagesstätte entstehen in dem Gebäudekomplex, wo zukünftig Grauwasser getrennt und für die Toilettenspülung wiederverwendet wird. Zusätzlich wird in einer Hälfte des Gebäudes aus dem Grauwasser Wärme zurückgewonnen und für die Erwärmung des Wassers genutzt. Die Baufortschritte seit Herbst 2013 dokumentieren bislang vier Fotoserien (Albumübersicht).
Dabei wird klar, dass die Umsetzung von neuartigen Infrastrukturen Herausforderungen birgt: neue Technologiekomponenten sind notwendig, Haustechnikanbieter, Installateure und Klemptner müssen sich umstellen und neues Wissen und Praxiserfahrung erlangen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG FRANKFURT HOLDING, die das Gebäude bauen lässt, rechnet damit, dass die Wohnungen im Frühjahr 2016 bezugsfertig sind.

http://www.networks-group.de/de/news/2015-09-16/passivhaus-mit-innovativer-abwasserinfrastruktur-nimmt-gestalt.html

 

 

 

Schwermetalle in Metalldachabflüssen und Möglichkeiten zur dezentralen Behandlung

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Neuer Zeitschriftenbeitrag von Helmreich et al. 2015

Bei unbeschichteten Kupfer- und Zink-Dächern werden jährlich durchschnittlich 1,3 g Cu/(m² ∙ a) bzw. 3,0 g Zn/(m² ∙ a) abgeschwemmt. Damit sind die resultierenden Niederschlagsabflüsse stofflich belastet und müssen meist vor einer Einleitung in das Boden-/Grundwassersystem behandelt werden. Derzeit gibt es für diesen Anwendungsfall keine bundeseinheitlichen Vorgaben und auch keine Möglichkeit der Prüfung dezentraler Behandlungsanlagen für Metalldachabflüsse beim Deutschen Institut für Bautechnik. In Bayern wurden daher vorläufige Prüfkriterien erstellt, mit denen bisher drei Hersteller für fünf Anlagen eine Bauartzulassung für Bayern zur anschließenden Versickerung erhalten haben. Zudem bestehen offene Fragen bezüglich des Umgangs mit Kontrollen/Wartungen dezentraler Anlagen sowie der Konsequenzen des Inkrafttretens der Mantelverordnung in der Zukunft.

http://www.sww.bgu.tum.de/news-single-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=213&cHash=a55e02489f23161d555d32ea21a25f8a

 

 

Lohnt sich die Nutzung sozialer Medien im Berufsleben?

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Können soziale Medien erfolgreich im Arbeitsleben eingesetzt werden? Berufliche Netzwerke wie LinkedIn versprechen ihren Nutzern, durch „Zugang zu Personen, Stellen, News, Updates und Insider-Informationen […] im Beruf erfolgreich zu bleiben“. Aber ist dies wirklich der Fall? Und haben andere soziale Medien dieselben informationellen Vorteile? Prof. Dr. Sonja Utz (Leibniz-Institut für Wissensmedien, IWM Tübingen) hat herausgefunden, dass insbesondere Nutzer beruflicher Netzwerke wie LinkedIn von höheren informationellen Vorteilen berichten als Nicht-Nutzer. Darüber hinaus ist die Art der Nutzung von den jeweiligen Social-Media-Plattformen von Bedeutung.

Prof. Dr. Sonja Utz erforschte, ob Nutzer sozialer Medien (LinkedIn, Twitter, Facebook) berufliche Vorteile aus der Verwendung sozialer Medien ziehen können. Als berufliche informationelle Vorteile werden das rechtzeitige Erhalten von relevanten Informationen und Hinweise auf Karrieremöglichkeiten vom eigenen Netzwerk definiert – wichtige Anzeichen für Karriereerfolg.

Es wurde eine Umfrage unter einer repräsentativen Auswahl von niederländischen Online-Nutzern durchgeführt. Von den 1959 Berufstätigen nutzen 76% Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk für private Zwecke, 32% nutzen LinkedIn oder ein anderes berufliches Netzwerk und 18% nutzen Twitter oder einen anderen Mikroblogging-Dienst.
Die Ergebnisse der Studie, welche neulich in der Fachzeitschrift New Media & Society erschien, zeigt deutliche Plattform-Effekte auf: LinkedIn-Nutzer berichteten von erheblich höheren beruflichen informationellen Vorteilen als Nicht-Nutzer. Das gleiche Ergebnis, wenn auch weniger stark ausgeprägt, wurde bei Nutzern von Twitter gefunden, während Facebook-Nutzer von geringeren informationellen Vorteilen als Nicht-Nutzer berichteten.

Nur ein Profil zu haben reicht allerdings nicht. Für alle drei Arten von Social-Media-Plattformen wurden die beruflichen informationellen Vorteile vorhergesagt durch die Häufigkeit der beruflich relevanten Posts und durch strategisches Netzwerken, z. B. das Hinzufügen von potentiell wichtigen Kontakten. Daraus folgt, dass sowohl der Inhalt als auch die Gestaltung von Online-Netzwerken von Bedeutung sind. Regelmäßiges Lesen von fremden Posts war nur bei LinkedIn wichtig. „Berufliche Netzwerke wie LinkedIn oder Xing sind explizit auf berufliche Zwecke ausgelegt. Der Großteil der Kommunikation dort ist arbeitsbezogen, deshalb ist die Chance größer als bei Facebook, relevante Informationen zu erhalten“, so Prof. Dr. Sonja Utz. Zusätzlich ist es wichtig, mit wem die Nutzer reden. Berufliche Netzwerke vereinfachen es, mit engen Freunden und Kollegen in Kontakt zu bleiben (sogenannte strong ties), aber auch mit ehemaligen Bekannten oder Menschen, die man nur einmal getroffen hat (sogenannte weak ties). Die Studie zeigt, dass die Anzahl an strong ties und weak ties bei LinkedIn informationelle Vorteile voraussagten. Die Ergebnisse sind damit im Einklang mit zwei Forschungstraditionen: Soziologischen Theorien, welche die Bedeutung von weak ties betonen, und Arbeiten in Organisationen, die zeigten, dass Leute es vorziehen, sich an ihre strong ties zu wenden, da sie diesen mehr vertrauen. Insgesamt zeigt die Studie, dass das Nutzen von sozialen Medien berufliche informationelle Vorteile hat. Dennoch sollten Nutzer dem Rat folgen: Eher berufliche Netzwerke als Facebook nutzen, über die Arbeit sprechen und Kontakte strategisch auswählen!

Die Studie ist Teil des ERC-Starting Grant Projektes ReDefTie (Redefining tie strength – how social media (can) help us to get non-redundant useful information and emotional support). Die Forscher untersuchen die Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien. Basierend auf den Resultaten werden Empfehlungen zur Nutzung sozialer Medien für bestimmte Zwecke abgeleitet.

Link zur Studie (open access):
http://nms.sagepub.com/content/early/2015/10/15/1461444815604143

Kontakt:
Prof. Dr. Sonja Utz, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen. Tel.: 07071/ 979-308, E-Mail: s.utz@iwm-tuebingen.de

Das Leibniz-Institut für Wissensmedien
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht das Lehren und Lernen mit digitalen Technologien. Rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kognitions-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften arbeiten multidisziplinär an Forschungsfragen zum individuellen und kooperativen Wissenserwerb in medialen Umgebungen. Seit 2009 unterhält das IWM gemeinsam mit der Universität Tübingen Deutschlands ersten Leibniz-WissenschaftsCampus zum Thema „Bildung in Informationsumwelten“. Internetadresse: www.iwm-tuebingen.de.

Kontakt & weitere Informationen zum Leibniz-Institut für Wissensmedien
Dr. Evamarie Blattner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen.
Tel.: 07071/ 979-222, E-Mail: presse@iwm-tuebingen.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,64 Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de

https://idw-online.de/de/news642925