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Wasser für die Ärmsten

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Wassermangel sorgt in weiten Teilen Afrikas und Asiens für große Not bei der Bevölkerung. Kleine dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen mit autonomer Energieversorgung sollen helfen: Sie verwandeln salzhaltiges Meer- oder Brackwasser in sauberes Trinkwasser.

Große industrielle Anlagen zur Entsalzung von Meerwasser liefern täglich 50 Millionen Kubikmeter Frischwasser – vor allem in den Küstenstädten des nahen Ostens. Doch die Technik ist energieintensiv und komplex. Sie eignet sich nicht für die trockenen und halbtrockenen Gebiete in Afrika und Indien, wobei gerade hier die Versorgung mit Trinkwasser vor allem auf dem Land zunehmend schwieriger wird. »Die Regionen haben eine schwache Infrastruktur, oft gibt es kein elektrisches Netz. Herkömmliche Entsalzungsanlagen kommen daher nicht in Frage«, erklärt Joachim Koschikowski vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesystem ISE in Freiburg. Sein Team und er haben in den letzten Jahren in EU-geförderten Projekten kleine, dezentrale Entsalzungsanlagen mit autonomer Energieversorgung aus Solarenergie entwickelt, die frisches Trinkwasser produzieren.

»Unsere Anlagen basieren auf der Membrandestillation«, sagt Koschikowski. Die Arbeitsweise lässt sich am Funktionsprinzip einer Goretex-Jacke erklären: Hier verhindert die Membran, dass Regenwasser bis auf die Haut trifft. Gleichzeitig wird Wasserdampf, der sich in der Jacke beim Schwitzen bildet, nach außen abgegeben. »In unserer Anlage wird das salzige Wasser erhitzt und an einer mikroporösen, wasserabweisenden Membran entlang geführt. Auf der anderen Seite der Membran fließt kaltes Trinkwasser. Das Dampfdruckgefälle, das durch die Temperaturdifferenz entsteht, lässt einen Teil des Salzwassers verdampfen und durch die Membran hindurchwandern. Das Salz bleibt zurück, der Wasserdampf kondensiert beim Abkühlen auf der anderen Seite. Wir erhalten sauberes keimfreies Wasser«, sagt Koschikowski.

Die Forscher haben bisher zwei unterschiedliche energieautarke Systeme realisiert. »Unser Kompaktsystem für etwa 120 Liter Frischwasser pro Tag besteht aus sechs Quadratmetern thermischen Solarkollektoren, einem kleinen Photovoltaikmodul zur Versorgung einer Pumpe und aus dem Entsalzungsmodul«, erläutert Koschikowski. Beim Zwei-Kreissystem dagegen werden einige Entsalzungsmodule parallel geschaltet, wodurch mehrere Kubikmeter Wasser pro Tag aufbereitet werden können. Die Kosten für einen Kubikmeter Trinkwasser, also 1000 Liter, sollen bei etwa 10 Euro liegen. »Im Vergleich zu dem, was die Bewohner derzeit für die gleiche Menge Wasser oder Softgetränke in Flaschen ausgegeben, rechnet sich die Anlage schnell«, sagt Koschikowski. Die Testanlagen in Gran Canaria und Jordanien laufen bereits seit einiger Zeit erfolgreich. Die Forscher planen daher, die Anlagen ab Mitte des Jahres im Spin-Off »SolarSpring« zu vermarkten.

Aus der EU-Finnland

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EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein

Die Europäische Kommission teilte im Dezember 2006 mit, dass sie gegen Spanien rechtliche Schritte wegen sechs verschiedener Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit eingeleitet hat. Es handelt sich um fehlende Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung der Küstengewässer. Weiter wegen Nichtumsetzung von Urteilen im Zusammenhang mit der Behandlung kommunaler Abwässer, der Verschmutzung von Muschelgewässern und der Umweltverträglichkeits-
prüfung. Außerdem bringt die Kommission Spanien vor Gericht, weil es eine EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch die Industrie nicht in nationales Recht umgesetzt hat. Eine Mahnung erfolgte wegen mangelhafter Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie. Finnland, Schweden und Portugal werden vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, weil eine große Anzahl von Städten keine ordnungsgemäße Behandlung von kommunalem Abwasser sicherstellen kann.

Quelle: http://ec.europa.eu/community_law/eulaw/index_en.htm

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Aus der EU-Niederlande

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RIWA-Rhein: Wasserqualität verfehlt die Ziele

In seinem Jahresbericht kritisiert der niederländische Verband, dass 2022 bei mehr als 60 Stoffen die Zielwerte überschritten wurden. Die Wasserunternehmen sorgen sich um die Trinkwasserversorgung und beklagen immer höheren Aufbereitungsaufwand.
Es muss mehr getan werden, um die Wasserqualität des Rheins zu verbessern. Dafür plädiert RIWA-Rhein, der Verband niederländischer Trinkwasserunternehmen, die Oberflächenwasser aus dem Rhein für die Trinkwasseraufbereitung nutzen, in seinem Jahresbericht 2022.

Auch im Jahr 2022 wurden im Rhein Dutzende von Stoffen in Konzentrationen nachgewiesen, die über den Zielwerten des European River Memorandum (ERM) liegen, moniert der Verband. Zum Beispiel gibt es immer mehr Industriechemikalien und Arzneimittelrückstände im Rheinwasser, was von den Trinkwasserversorgern zunehmenden Aufbereitungsaufwand erfordert….mehr:
https://www.zfk.de/wasser-abwasser/riwa-rhein-wasserqualitaet-verfehlt-die-ziele

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Niederlande: Abwasser bei Festivals voller Drogenreste

Ein Wasserverband in den Niederlanden hat vor der Belastung des Abwassers mit Drogenresten gewarnt, die bei Musikfestivals über mobile Toiletten in die Kanalisation gelangen. Kläranlagen seien nicht darauf ausgerichtet, Drogenreste aus dem Wasser herauszufiltern, heißt es vom Wasserverband Dommel in der Zeitung „Eindhovens Dagblad“.
Ein Teil werde zwar entfernt, der Großteil fließe aber mit dem gereinigten Wasser in Gewässer mit entsprechenden Folgen für Fische und Pflanzen. Über den Fluss Maas gelangten die Drogenrückstände dann wieder in die Trinkwassergewinnung….mehr:
https://www.deutschlandfunk.de/abwasser-bei-festivals-voller-drogenreste-100.html

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Niederlande investieren 30 Mio. Euro für Maßnahmen gegen Arzneimittelrückstände im Wasser

Auch die Niederlande stehen vor der Herausforderung, in den kommenden Jahren massiv in saubere Gewässer und sauberes Trinkwasser zu investieren. Vor dem Hintergrund von Medikamentenrückständen im Abwasser hat die Regierung 30 Millionen Euro freigegeben, um auf Kläranlagen neue Filtertechniken in der Praxis zu erproben, teilte das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (IenW) mit.
Die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Wasser Cora van Nieuwenhuizen (VVD) kündigte an, dass die Wasserbehörde Aa en Maas im Nordosten der Provinz Noord-Brabant als erste Behörde eine Förderung erhalten werde: Für eine Kläranlage in Aarle-Rixtel, mit der Medikamentenreste mit Hilfe einer Verfahrenskombination relativ einfach aus dem Wasser gefiltert werden könnten, erhalte die Behörde 400.000 Euro.
Die Ministerin sagte, in den Niederlanden verblieben pro Jahr 140.000 Kilogramm an Arzneimittelrückständen im Wasser. Obwohl Krankenhäuser und Apotheken bereits wichtige Schritte mit dem Ziel unternommen hätten, dass weniger Rückstände in die Abwasserkanäle gelangen, sei dies nur Teil der Lösung. Nur wenn auch Medikamentenrückstände aus dem Abwasser gefiltert würden, landeten sie nicht mehr in den Gräben und Flüssen.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der kommenden Ausgabe 12.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 20. März 2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche

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Verlängerung des Moratoriums der Niederlande für die Gewinnung von Schiefergas

Die niederländische Regierung hat beschlossen, bis 2023 keine Erkundung und Gewinnung von Schiefergas vorzunehmen und dies in ihrem aktuelle Entwurf der sogenannten Strukturvision Untergrund hervorgehoben. Der tiefe Untergrund wird auch in den Niederlanden immer intensiver genutzt, beispielsweise zur Grundwassergewinnung, Öl- und Gasgewinnung oder zur Gewinnung von Erdwärme. Der Entwurf für das Strukturleitbild für den Untergrund der niederländischen Regierung beschreibt die Möglichkeiten für Aktivitäten im tiefen Untergrund. Der Entwurf dieses Leitbildes legt die Abwägung des Staates zwischen den nationalen Interessen der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung dar und beschreibt, wie dabei anderen Interessen Rechnung getragen wird. Überdies wird darin aufgeführt, wo Unternehmen Genehmigungen für Aktivitäten im Untergrund beantragen können und wo nicht. Außerdem gibt das Strukturleitbild Überlegungen für standortspezifische Abwägungen mit auf den Weg. Die niederländischen Minister werden die Stellungnahmen interessierter Bürgerinnen und Bürger in das endgültige Strukturleitbild für den Untergrund einbeziehen. Das endgültige Strukturleitbild wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 fertiggestellt sein. Ihm wird ein Antwortpapier beigefügt, in dem auf alle eingereichten Stellungnahmen eingegangen wird.

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Neue Wege in der niederländischen Wasserpolitik

Verstärken und besser koordinieren wollen in den Niederlanden die Trinkwasserversorger, die Gemeinden, die Wasserbehörden und das Ministerium für Bau Raumplanung und Umwelt mit der Maßgabe, ihre Zusammenarbeit im Wasserbereich zu bündeln.

Dazu wurde von den Beteiligten das “ Verbändeabkommen Wasserkreislauf „  unterzeichnet. Ziel ist es, die Entwicklung eines sinnvolleren  und transparenteren  Wassermanagements voranzutreiben. Dazu stehen beispielsweise im Umweltministerium über 4 Millionen € zur Verfügung, um herausragende Projekte finanziell zu unterstützen. Es ist auch eine Informations- Kampagne für den bewussten Umgang mit Wasser geplant, die den Verbrauchern aufzeigen will, dass sie die Höhe des Wasserpreises mit ihrem Verbrauchsverhalten selbst beeinflussen können.

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WRRL in den Niederlanden

Auf 9,2 Milliarden EURO schätzen die Niederlande die Kosten, die bei der Umsetzung der EU Wasser Rahmen Richtlinie entstehen werden. Diesen Kosten steht ein Nutzen von maximal EURO 6Milliarden gegenüber. Dieser entsteht zum Beispiel durch die Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität. Durch die Bündelung von Maßnahmen der Wasser Rahmen Richtlinie mit Maßnahmen des nationalen Planes für eine klimabeständige regionale Wasserwirtschaft lasse sich die Umsetzungskosten auf EURO 7,3 Milliarden reduzieren, so die Koordinierungsstelle des zuständigen Ministeriums. Kern des nationalen Plans ist die Reduzierung der Hochwasserrisiken in den Niederlanden, dazu kommen noch notwendige Maßnahmen zum Schutz des Landes von Überströmungen aus dem Meer auf Grund des erwarteten Anstieg des Meeresspiegels und aus Flüssen auf Grund höherer Abflussspitzen. Diese Maßnahmen werden sich auch auf die Wasser- und Abwassergebühren für private Haushalte und Industrie auswirken. Man geht von einer 2-prozentigen Gebührensteigerung aus. Die Industrie wird mit geschätzten 40 Millionen EURO jährlich belastet werden.

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Aus der EU-Portugal

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Portugal vom Europäischen Gerichtshof wegen Kommunalabwasserbehandlung verurteilt

Wegen verspäteter Durchführung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser wurde Portugal vom Europäischen Gerichtshof zu einem Pauschalbetrag von drei Millionen Euro und einem Zwangsgeld von 8000 Euro pro Tag des Verzugs verurteilt (C-557/14). Der Gerichtshof hatte die Vertragsverletzung Portugals bereits mit einem Urteil von 2009 erstmals festgestellt. Da die Kommission der Ansicht war, dass mehrere portugiesische Gemeinden mit mehr als 15 000 EW weder mit einer Kanalisation noch mit einer Behandlungsanlage ausgestattet waren, erhob sie 2007 beim Gerichtshof eine Vertragsverletzungsklage gegen Portugal. Dieser stellte mit Urteil vom 7. Mai 2009 fest, dass Portugal gegen seine Verpflichtungen verstoßen hatte, weil 22 Gemeinden noch nicht mit Kanalisationen und/oder mit Anlagen zur Behandlung von kommunalem Abwasser ausgestattet waren. 2014 beschloss die Kommission, da Portugal ihrer Auffassung nach das Urteil von 2009 in zwei der 22 betroffenen Gemeinden (nämlich in den Gemeinden Vila Real de Santo António und Matosinhos) noch immer nicht durchgeführt hatte, eine neue Vertragsverletzungsklage gegen Portugal zu erheben. Portugal macht allgemein geltend, dass das Urteil von 2009 weitestgehend durchgeführt worden sei. Was die Gemeinde Vila Real de Santo António anbelange, seien die letzten Arbeiten am 11. April 2015 abgeschlossen worden. Bezüglich der Gemeinde Matosinhos macht Portugal zum einen geltend, dass die bestehende Erstbehandlung ausreiche, um die Gewässerqualität zu gewährleisten und Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu vermeiden, und zum anderen, dass zwar Maßnahmen getroffen worden seien, um die Vorgaben der Richtlinie zu erfüllen, jedoch Finanzierungsschwierigkeiten die Errichtung der Abwasserbehandlungsanlage verhindert hätten.

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Portugal drohen Zwangsgelder wegen unzureichender Abwasserbehandlung

Wegen der mangelhaften Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie drohen Portugal Zwangsgelder der Europäischen Union. Die Europäische Kommission hat gegen Portugal Mitte Oktober eine entsprechende Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Bereits 2009 hatte der Gerichtshof festgestellt, dass Portugal seiner Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Sammlung, Aufbereitung und Entsorgung von kommunalem Abwasser nicht nachgekommen ist. Sieben Gemeinden mit mehr als 15 000 Einwohnern verfügten nicht über die notwendigen Sammelsysteme, und in 15 fehlte es an geeigneten Kläranlagen. Fünf Jahre nach dem Urteil des Gerichtshofs erfüllen zwei Gemeinden immer noch nicht die EU-Standards. In Vila Real Santo António (116 500 EW) sind die Arbeiten zwar weit vorangeschritten, doch sind zwei Bezirke noch nicht an die Kanalisation und das Klärsystem angeschlossen. In Matosinhos (Einwohnerwert: 287 000), einem wichtigen Fischereihafen und Industriegebiet in der Nähe von Porto, haben die Arbeiten zur Modernisierung der Kläranlage nach den neuesten der Kommission vorliegenden Angaben noch nicht begonnen, und das neue System kann frühestens gegen Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Bis dahin werden nicht ordnungsgemäß behandelte Abwässer weiterhin ins Meer eingeleitet. Die Kommission hat nun eine pauschale Geldstrafe von 4,45 Millionen Euro sowie ein tägliches Zwangsgeld von 20 196 Euro beantragt.

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EU-Kommission: Portugal soll EU-Vorschriften über Abwasser und Wasserverschmutzung einhalten

In Portugal ist die Abwasserbehandlung in kleinen Gemeinden nach Meinung der EU-Kommission nicht ausreichend. Darüber hinaus hält das Land die EU-Sauberkeitsstandards für Muschelgewässer nicht ein. Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik richtet die Kommission eine mit Gründen versehene Stellungnahme an Portugal, in der das Land aufgefordert wird, die EU-Vorschriften in beiden Bereichen einzuhalten.

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EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein

Die Europäische Kommission teilte im Dezember 2006 mit, dass sie gegen Spanien rechtliche Schritte wegen sechs verschiedener Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit eingeleitet hat. Es handelt sich um fehlende Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung der Küstengewässer. Weiter wegen Nichtumsetzung von Urteilen im Zusammenhang mit der Behandlung kommunaler Abwässer, der Verschmutzung von Muschelgewässern und der Umweltverträglichkeits-
prüfung. Außerdem bringt die Kommission Spanien vor Gericht, weil es eine EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch die Industrie nicht in nationales Recht umgesetzt hat. Eine Mahnung erfolgte wegen mangelhafter Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie. Finnland, Schweden und Portugal werden vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, weil eine große Anzahl von Städten keine ordnungsgemäße Behandlung von kommunalem Abwasser sicherstellen kann.

Quelle: http://ec.europa.eu/community_law/eulaw/index_en.htm

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Aus der EU-Spanien

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Madrid wird 2024 die erste Anlage in Spanien eröffnen die grünen Wasserstoff aus recyceltem Wasser herstellen wird

Die Autonome Gemeinschaft Madrid wird 2024 die erste Anlage in Spanien für grünen Wasserstoff eröffnen, der aus aufbereitetem Wasser hergestellt wird. Der Consejo de Gobierno hat die Vergabe des Auftrags für den Bau und Betrieb des Canal de Isabel II mit einer Investition von 7,3 Millionen Euro bestätigt. Es wird prognostiziert, dass die Arbeiten in den nächsten 13 Monaten durchgeführt werden und dass die neue Anlage Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen wird.

Es wird in Pinto, in der Kläranlage Arroyo Culebro Cuenca Media Alta, gebaut und…mehr:
https://nachrichten.es/madrid-wird-2024-die-erste-anlage-in-spanien-eroeffnen-die-gruenen-wasserstoff-aus-recyceltem-wasser-herstellen-wird/

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Kein Gestank mehr: Lösung für Ableiter-Probleme in Camp de Mar auf Mallorca in Sicht

Die balearische Umweltkommission hat ein Projekt genehmigt, dass den Neubau der Leitung vorsieht…mehr:
https://www.mallorcazeitung.es/umwelt/2023/03/01/camp-de-mar-ableiter-loesung-gestank-83925610.html

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EU-Kommission verklagt Spanien wegen Versäumnissen bei der Abwasserentsorgung

Die Europäische Kommission hat beschlossen, Spanien wegen der Nichteinhaltung der Kommunalabwasserrichtlinie (Richtlinie 91/271/EWG des Rates) vor dem…mehr:

https://www.euwid-wasser.de/news/international/eu-kommission-verklagt-spanien-wegen-versaeumnissen-bei-der-abwasserentsorgung-070422/

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Auf Mallorca quillt die braune Brühe über

Die Kläranlagen reinigen so mies, dass Golf de Andratx demonstrativ die Tore schließt
Überquellende Kläranlagen, Stinkewasser im Meer, tagelang gesperrte Badestrände mitten in der Hochsaison und jetzt ein geschlossener Golfplatz: Selten war die Überlastung der Inselklärwerke so sicht- und riechbar wie…mehr:

https://www.mallorcazeitung.es/lokales/2018/08/24/mallorca-quillt-braune-bruhe/62156.html?utm_source=rss

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Getrübte Idylle: Grundwasser überdüngt Lagune in Spanien

Lagunen sind wertvolle Lebensräume und für den Tourismus interessant. Im Fall des «Mar Menor» in der spanischen Provinz Murcia, gelangen aber via Grundwasser derart viele Nährstoffe in das einmalige Ökosystem, dass Algenblüten das Baden verunmöglichen. Spanische Forschende haben in Zusammenarbeit mit der Eawag die unterirdischen Wasserflüsse modelliert, um bessere Bewirtschaftungsszenarien entwickeln zu können.
Tomaten, Gurken oder Peperoni – viel Gemüse in unseren Supermärkten kommt aus Spanien, insbesondere aus der Provinz Murcia. Auch die Umgebung der Lagune «Mar Menor» ist geprägt von der landwirtschaftlichen Produktion. Seit 1979 bringt der Tajo-Segura-Kanal Süsswasser aus dem Norden zur landwirtschaftlichen Bewässerung in die Region. Um die Wasserschwankungen des Kanals in Trockenzeiten auszugleichen, wird zusätzlich Grundwasser gefördert. Die oberste Schicht des Grundwassersystems speist gleichzeitig auch die Lagune «Mar Menor». Auf diesem Weg gelangt viel Stickstoff aus den intensiv genutzten Böden in die Lagune mit ihrem Badewannen warmen Wasser – Überdüngung und Algenblüten folgen. Baden wird in der grünen Suppe unmöglich.
Wie beeinflusst der Grundwassereintrag die Wasserqualität in der Lagune? Wie stark kann das Grundwasser ohne negative Folgen genutzt werden? Um solche Fragen zu beantworten, liess die Organisation der regionalen Bewässerer die unterirdischen Wasserflüsse untersuchen.
Fachleute der Hydrologie, Geografie, Geoinformation und aus dem Umweltschutz – unter ihnen Joaquín Jiménez-Martínez von der Eawag – haben mit Daten von 2000 bis 2016 ein hydrogeologisches Modell entwickelt. Es quantifiziert, wie viel Wasser bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen aus Niederschlägen und Bewässerung ins Grundwasser und von dort ins Mar Menor gelangt. Zusammen mit chemischen Analysen des Grundwassers lassen sich daraus die Nährstofffrachten berechnen.
Mit dem hydrogeologischen Modell wollen die Forschenden in einem weiteren Schritt abschätzen, wie neue Drainagesysteme, zusätzliche Grundwassernutzungen oder der Klimawandel den Grundwassereintrag ins Mar Menor beeinflussen. Ziel ist, die Wasserbewirtschaftung in der Region so zu optimieren, dass die einmalige Lagune vor Überdüngung geschützt werden kann. Ob es dafür nicht schon zu spät ist, muss sich zeigen.

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/getruebte-idylle-grundwasser-ueberduengt-lagune-in-spanien/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fb97c2ac2aa152680e940f34e2ed10e9

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Spanien wegen Verletzung der Abwasserrichtlinie erneut vor dem EuGH

Spanien drohen wegen Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie Strafzahlungen in Millionenhöhe. Konkret geht es um die Verzögerung geeigneter Maßnahmen in 17 städtischen Ballungsräumen. Der Europäische Gerichtshof (Eu- GH) hatte bereits in seinem Urteil vom 14. April 2011 (Rechtssache C-343/10) entschieden, dass Spanien wegen unsachgemäßer Sammlung und Behandlung des kommunalen Abwassers von 37 Ballungsräumen (Klein- und Großstädte, Siedlungen) gegen das EU-Recht verstößt. Fünf Jahre später bleibt diese Angelegenheit in 17 Ballungsräumen weiterhin ungelöst. Darüber hinaus sind mehr als 15 Jahre nach Ablauf der Frist des 31. Dezember 2000 für die Umsetzung der geltenden EU-Vorschriften (Richtlinie 91/271/EWG des Rates) die Aussichten auf eine vollständige Einhaltung in allen diesen Ballungsräumen nach wie vor unklar. Die Kommission hat daher beim EuGH die Verhängung eines Pauschalbetrags in Höhe von 46,5 Millionen Euro für die Richtlinienverletzung in der Vergangenheit beantragt. Des Weiteren schlägt die Kommission ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von 171 217 € vor, wenn zum Zeitpunkt des zweiten Gerichtsurteils noch keine vollständige Einhaltung erreicht sein sollte. Die endgültige Entscheidung über die Verhängung des Zwangsgelds trifft der Gerichtshof der Europäischen Union.

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EU-Kommission verklagt Spanien wegen Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie

Die EUKommission hat gegen Spanien Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen des Verstoßes gegen die Kommunalabwasserrichtlinie eingereicht. Nach Ansicht der Kommission ist in Spanien immer noch in zahlreichen Gebieten mit mehr als 10 000 Einwohnerwerten die Abwasserentsorgung nicht den Vorschriften der Richtlinie entsprechend organisiert. Bereits 2003 hatte die Kommission diesbezüglich gegenüber Spanien eine erste Verwarnung ausgesprochen. Obwohl einige Probleme seitdem gelöst wurden, hat die Kommission aufgrund des schleppenden Fortgangs nun beschlossen, den Fall vor den Gerichtshof der Europäischen Union zu bringen. Aus den Berichten der spanischen Behörden geht laut der Kommission hervor, dass in Ballungsräumen wie Berga, Figueres, El Terri (Banyoles) (alle in Katalonien) sowie in PontevedraMarínPoioBueu in Galicien noch immer keine ordnungsgemäße Behandlung erfolgt. Für einige weitere Gebiete (BoBollullos Par del Condado, Andalusien sowie Abrera und Capellades, beide in Katalonien) seien die übermittelten Daten entweder unvollständig oder ließen eine Nichteinhaltung der entsprechenden Normen erkennen, heißt es in einer Mitteilung der EUKommission weiter.

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Kommission verklagt Spanien wegen Siedlungsabwässern und Bewirtschaftungsplänen für Wassereinzugsgebiete

Mindestens 39 spanische Städte haben keine ordentlichen Abwasserbehandlungsanlagen
Die Europäische Kommission verklagt Spanien vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es gegen zwei EU-Rechtsakte im Umweltbereich verstößt. Zum einen werden in Spanien Abwässer aus Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern, die in empfindliche Gebiete eingeleitet werden, nicht ordnungsgemäß gereinigt. Der Mangel an geeigneten Kläranlagen, die seit 1998 in Betrieb sein müssten, gefährdet die Gesundheit der Menschen, die Binnengewässer und die Meeresumwelt. Angesichts der schleppenden Fortschritte Spaniens hat die Kommission auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik den Gerichtshof der Europäischen Union mit dem Fall befasst.
Zum zweiten hat Spanien der Kommission noch keine Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete vorgelegt. Diese Pläne hätten bis spätestens 22. Dezember 2009 angenommen werden müssen. Sie sind notwendig, um bis 2015 das EU-Ziel des &bdquoguten Zustands&ldquo der europäischen Gewässer zu erreichen. Bislang wurde in Spanien lediglich ein Bewirtschaftungsplan angenommen, weswegen die Kommission Spanien vor dem Gerichtshof verklagt.
Nach den EU-Rechtsvorschriften über die Behandlung …mehr:

http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=52798

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5,4 Milliarden Euro Steuergelder vertrockneten in der spanischen Landwirtschaft

WWF: EU subventioniert Wasserverschwendung und Missmanagement.

Frankfurt – Wassermangel und Dürren in Spanien: Durch Verschwendung, illegalem Raubbau und Missmanagement trocknet die Agrarindustrie weite Teile der iberischen Halbinsel seit Jahren systematisch aus. Die Folgen: Flüsse versiegen, der Grundwasserspiegel sinkt, Feuchtgebiete verschwinden. Das ist nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern auch ein ökonomisches Desaster riesigen Ausmaß. Nach WWF-Informationen pumpte die Europäische Union innerhalb von sechs Jahren knapp 5,4 Milliarden Euro an Subventionen in ein ökologisch unverantwortliches und ökonomisch defizitäres Wassermanagement – und das alleine in Spanien. Selbstredend erhalten auch die anderen Mittelmeerstaaten – wie etwa Griechenland oder Italien – Subventionen in Milliardenhöhe. „Die EU subventioniert nach dem Gießkannenprinzip. Nachhaltige, effiziente und sinnvolle Bewässerung spielt dabei keine Rolle. Im Gegenteil. Die Subventionen befördern die Wasserverschwendung der Agrarindustrie und verschlimmern das Problem, anstatt es zu bekämpfen“, erklärt WWF-Wasserexperte Martin Geiger.
In der spanischen Landwirtschaft ist es längst gängige Praxis, dass auch Olivenhaine oder Weinreben, die eigentlich ohne künstliche Bewässerung auskommen würden, zusätzlich gegossen werden. Und zwar nur, um Wasser-Subventionen aus den EU-Fördertöpfen zu erhalten. Die knapp 5,4 Milliarden Euro Subventionen für Spanien setzten sich nach Recherchen des WWFs aus 3,66 Milliarden Euro Strukturfonds und 1,72 Milliarden Euro Kohäsionsfonds zusammen. Hinzu kamen im Jahr 2007 noch – anteilig – geschätzte 800 Millionen Euro (2006: 803 Mio. Euro / 2005: 952 Mio. Euro) Subventionen für die Baumwollproduktion, hier ist Spanien neben Griechenland wichtigster Empfänger. „Baumwolle saugt nicht nur die EU-Gelder auf, sondern auch das Wasser aus dem Boden. Es macht ökonomisch wie ökologisch einfach keinen Sinn, in Spanien oder Griechenland die extrem durstige Baumwolle anzubauen“, sagt Martin Geiger.
Anlässlich des EU-Wassertags „European Day on Water Scarcity and Drought“ am 05.09.08 auf der EXPO  in Zaragoza, bei dem sich hochrangige Politiker, darunter der EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, mit der Wasserproblematik in der Union auseinandersetzen, fordert der WWF Deutschland einen sofortigen Stopp der Wasser- und Steuergeldverschwendung. „Der Irrsinn muss ein Ende haben“, erklärt Martin Geiger. „Die Mittelmeerregion droht auszutrocknen und Brüssel subventioniert diese ökologische Katastrophe. Die EU täte gut daran mit diesen Geldern eine nachhaltiges Wassermanagement zu unterstützen, anstatt die Agrarbetriebe in ihrem verantwortungslosen Wasserverbrauch noch zu befeuern.“
Der WWF fordert, Subventionen aus dem EU-Haushalt nur für eine Landwirtschaft auszugeben, die konsequent auf ein nachhaltiges Bewässerungssystem setzt. EU-Hilfen als Ausgleich für die Dürreschäden in der Landwirtschaft sollten nur gewährt werden, wenn die betroffenen Länder bereit seien, ihre Wasserpolitik und -praxis auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. „Alles andere ist ein Verschwendung von Steuergeldern“, sagt WWF-Experte Geiger abschließend.
Die Wasserknappheit wird in Spanien durch mangelhafte Kontrolle, marode Leitungssystem und geschätzt 500.000 illegale Brunnen verschärft. In Spanien wird eine Fläche von 30.000 km² künstlich bewässert. Das entspricht in etwa der doppelten Größe von Baden-Württemberg. Pro Quadratkilometer künstlich bewässerter Anbaufläche werden jährlich 500 Mio. Liter Wasser verbraucht.

Kontakt

Roland Gramling
Pressestelle WWF
Tel.: 069/79144-216

Interviewpartner:

Martin Geiger
Süßwasser-Experte WWF
Tel. 069/ 79144-140

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EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein

Die Europäische Kommission teilte im Dezember 2006 mit, dass sie gegen Spanien rechtliche Schritte wegen sechs verschiedener Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit eingeleitet hat. Es handelt sich um fehlende Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung der Küstengewässer. Weiter wegen Nichtumsetzung von Urteilen im Zusammenhang mit der Behandlung kommunaler Abwässer, der Verschmutzung von Muschelgewässern und der Umweltverträglichkeits-
prüfung. Außerdem bringt die Kommission Spanien vor Gericht, weil es eine EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch die Industrie nicht in nationales Recht umgesetzt hat. Eine Mahnung erfolgte wegen mangelhafter Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie. Finnland, Schweden und Portugal werden vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, weil eine große Anzahl von Städten keine ordnungsgemäße Behandlung von kommunalem Abwasser sicherstellen kann.

Quelle: http://ec.europa.eu/community_law/eulaw/index_en.htm

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Aus der EU-Österreich 2023

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Innsbruck: Rauch will Corona-Abwassermonitoring als „Wachtürme“ erhalten

Mit bundesweit 48 Kläranlagen will Gesundheitsminister Rauch (Grüne) die Entwicklung des Coronavirus im Auge behalten. Laut einer neuen Studie bringen die Abwassertests der Intensivmedizin 13 Tage Vorwarnzeit.

Obwohl mit 30. Juni die letzten Corona-Maßnahmen Geschichte sein werden, hält Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) vorerst am Covid-Abwassermonitoring fest. „Das sind wichtige …mehr:

https://www.tt.com/artikel/30845982/rauch-will-corona-abwassermonitoring-als-wachtuerme-erhalten

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Hunderte Höfe in Osttirol sind nicht erschlossen

Erhebungen haben ergeben: 650 Objekte haben in Osttirol Abwasserentsorgung, die nicht dem Stand der Technik entspricht. Für rund 300 wird derzeit in den Gemeinden nach Lösungen gesucht.

Auf Teufel komm raus wurde in den 1990er-Jahren in Osttirol Kanal gebaut. Abwasser galt es zu sammeln und in Kläranlagen zu leiten. In allen Gemeinden wurden sogenannte gelbe Linien gezogen. Und alle Objekte innerhalb dieser Linie wurden an das öffentliche Kanalnetz …mehr:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/osttirol/aktuelles_osttirol/6248488

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Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich

Österreich in den Kreislauf führen
Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband) und BMK (Bundesministerium für Klimaschutz) am 13. Oktober 2022 wurde die Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich der einschlägigen Fachwelt präsentiert. Über 200 Expertinnen und Experten trafen sich in Wien zur Vorstellung des erarbeiteten Strategiepapiers und diskutierten die Potenziale, die mit der beinhalteten Vision und ihren konkreten Umsetzungszielen für Österreich verbunden sind.
Die Kreislaufwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle in der Transformation hin zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Gesellschaft. Um eine österreichische „Circular Economy“ möglichst umfassend und wirksam aufzustellen, wurde unter Einbindung zahlreicher Stakeholder eine gemeinsame „Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich“ erarbeitet. Am 13. Oktober wurde sie in Wien präsentiert. Bei ihren Grußworten zu Beginn der Veranstaltung zählte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler via Videobotschaft die zahlreichen Herausforderungen der aktuellen Zeit auf: „Klimakrise, Umweltverschmutzung und der einhergehende Biodiversitätsverlust sowie die Verknappung endlicher Ressourcen zeigen die Grenzen unseres linearen Wirtschaftens auf und erfordern eine fundamentale Transformation. Hier setzt das Konzept der Kreislaufwirtschaft an, dessen Umsetzung alternativlos ist, um innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten zu bleiben.“ Bundesministerin Gewessler selbst hatte im Herbst 2020 den Startschuss für die Arbeiten an einer österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie gegeben. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess haben seither 250 Expertinnen und Experten aus verschiedensten Disziplinen ihr Fachwissen eingebracht, um gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die notwendig sind, um eine klimaneutrale, nachhaltige Kreislaufwirtschaft bis 2050 umzusetzen. „Gerade die jüngsten Entwicklungen zeigen auf beklemmende Weise, wie wichtig die Sicherheit der Verfügbarkeit von Rohstoffen ist. Auch hier kann die Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Beitrag leisten, unabhängiger von Importen zu werden und die Krisenfestigkeit der österreichischen Wirtschaft zu stärken. Wir werden es nur gemeinsam schaffen, die heutige Veranstaltung ist ein wichtiger weiterer Schritt in diese Richtung“, erklärte Bundesministerin Gewessler.
Im Anschluss fasste Hugo-Maria Schally von der Europäischen Kommission (GD-Umwelt) die vorliegende Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreichs in den Rahmen des übergeordneten europäischen Green Deals und des Circular-Economy-Aktionsplans. Schally betonte, dass Europa es sich nicht leisten könne einem ressourcenintensiven Wirtschafts- und Verbrauchsmuster zu folgen: „Nur der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft kann die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken, da dadurch Ressourcenknappheiten und Preisschwankungen bei Rohmaterialien minimiert werden können.“ Die derzeitige Krise mache dies noch klarer und sollte bei allen Wirtschaftstreibenden zu einem Umdenken führen, so Schally. Danach gab Thomas Jakl vom Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) Einblick in das „Making-Of“ der Kreislaufwirtschaftsstrategie. „Wir haben im Strategiefindungsprozess hunderte Stakeholder eingebunden. Wir konnten damit einen wichtigen zivilgesellschaftlichen Dialog anfachen“, freute sich Jakl. „Die Strategie ist eine Richtschnur. In der Umsetzung jedoch müssen wir nun auf allen Manualen spielen: Förderungen, Gesetze, Beschaffungswesen.“ Diese beginne am Tag nach der Beschlussfassung durch den Ministerrat, den Jakl in den nächsten Wochen erwartet: „Ich bin zuversichtlich, dass die Kreislaufwirtschaftsstrategie im Rahmen des neuen Transformationsprogramms der Bundesregierung – das rund 5,7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 beinhalten soll – Umsetzung finden und Feuerkraft entwickeln kann.“
Andreas Tschulik, BMK, ging näher auf die zentralen Schlüsselsektoren und die Details der Transformationsschwerpunkte ein, die in der Kreislaufwirtschaftsstrategie adressiert werden. „Es wurde kein theoretisches Werk geschaffen, sondern ein umfassender Instrumentenmix und verschiedene Maßnahmen von Recht und Forschung bis hin zu Information und Bewusstseinsbildung zusammengefasst“, erklärte Tschulik. Im Detail sollen beispielsweise Anstöße gegeben werden für die verstärkte Nutzung von Sekundärrohstoffen oder das Forcieren zirkulärer Kriterien in Beschaffung und Bauaufträgen der öffentlichen Hand. „Wir beginnen bereits mit der Umsetzung erster Aktivitäten und bauen beispielsweise in diesen Wochen das Circularity Lab Austria auf, um die Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft aktiv anzugehen“, so Tschulik.
Den Beitrag, den die Strategie zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung leisten könnte, präsentierte Nina Eisenmenger von der Universität für Bodenkultur. Sie schilderte den über Jahrzehnte hinweg gesteigerten Materialverbrauch in Österreich: 2018 lag etwa der Pro-Kopf-Verbrauch schon bei über 19 Tonnen – deutlich höher als im EU-Durchschnitt (14 Tonnen Materialverbrauch pro Kopf). Das zentrale Ziel müsse es daher sein, eine Entkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcen- und Materialverbrauch zu erreichen, forderte Eisenmenger: „Auch wenn wir in Österreich schon jetzt eine Zirkularitätsrate von rund zwölf Prozent vorweisen können, wird das für eine Kreislaufwirtschaft nicht ausreichen. Wir brauchen eine große Trendwende, eine Änderung der Lebensstile und des Wachstumsparadigmas.“ Das Ziel müsse – gemäß der Kreislaufwirtschaftsstrategie – die Reduktion des primären Verbrauchs sein, sagte Eisenmenger. In weiterer Folge stellte Harald Friedl vom Circular Economy Lab in Amsterdam einige internationale Leuchtturmprojekte vor und gab einen Überblick zu vergleichbaren Ansätzen in Europa. Friedl zeigte dabei, wie viele Initiativen bereits im Sinne der Kreislaufwirtschaft begonnen wurden und betonte, dass es auch erste wahrnehmbare Impulse hin zu einem nachhaltigen Denken in der internationalen Industrie und Finanzwirtschaft gebe. „Auch in den Vorbereitungen und Trends hin zur nächsten Klimakonferenz COP 27 in Sharm el-Sheikh in Ägypten ist erkennbar, dass viele die Klimaneutralität nur als erreichbar ansehen, wenn wir unsere Produkte und Rohstoffe im Kreislauf führen“, so Friedl. Auch er spornte die Teilnehmenden der Veranstaltung an, mit der österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie nun in die Aktionsphase zu kommen. Parallel zur Entwicklung der Strategie wurden schon im März 2021 auch erste Umsetzungsschritte im Forschungsbereich mit der FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft gestartet. Ingo Hegny vom BMK stellte diese neue Initiative vor, ging auf erste eingereichte Projekte ein und gab einen Ausblick für die Zukunft. „Die FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft unterstützt innovative Fo schungs- und Entwicklungsvorhaben mit zahlreichen Ausschreibungen“, so Hegny. 2022 und 2023 stünden dafür bereits bis zu 60 Millionen Euro an Fördervolumina zur Verfügung, mit denen die F&E-Aktivitäten in Unternehmen und Institutionen erhöht und neue Technologien gefördert werden sollen, die zur Kreislaufwirtschaft beitragen.
Roland Pomberger von der Montanuniversität Leoben ging zum Abschluss vor allem auf die Rolle der Abfallwirtschaft in der Kreislaufwirtschaftsstrategie ein und analysierte Details aus der Sicht dieses zentralen Sektors. Einen wichtigen Hebel fand Pomberger beispielsweise in der anvisierten Ökomodulation, durch die für kreislauffähige Verpackungen weniger Gebühren anfallen könnten als für nicht-recycelbare. Dies berge große Lenkungspotenziale in sich.
„Früher war die Kreislaufwirtschaft generell ein Anhängsel der Abfallwirtschaft. Nun ist sie aus dem Schatten der Abfallwirtschaft getreten und in Verwaltung und Wirtschaft angekommen“, verdeutlichte Pomberger. „Jetzt müssen wir die Kreislaufwirtschaft nur mehr umsetzen: Ein großer Auftrag.“

Stakeholder in den Startlöchern
In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierte eine hochkarätige Runde aus Expertinnen- und Experten angeregt über die Chancen und Notwendigkeiten der neuen Strategie. VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly betonte: „Die Mitgliedsbetriebe des VOEB stehen Gewehr bei Fuß und wollen die Kreislaufwirtschaftsstrategie umsetzen.“ Aktuell fehle es jedoch noch an hochwertigen Recyclinganlagen im Land, gab Jüly zu Bedenken und bat um nötige gesetzliche Rahmenbedingungen und Unterstützung im Bereich Sekundärrohstoffe. Harald Hauke, Abfall Recycling Austria (ARA), bekräftigte das große Ziel der ARA, jede Verpackung zurück in den Kreislauf zu holen: „Für eine leistungsfähige Kreislaufwirtschaft braucht es Circular Economy als wirtschaftlichen Rahmen, eine Community, die gemeinsam am Wandel arbeitet und mehr Verbraucherfreundlichkeit, um die Transformation bequem zu realisieren,“ so Hauke.
Bernadette Luger von der Wiener Magistratsdirektion Bauten und Technik schilderte die Situation aus dem wichtigen Blickwinkel der Ressourcenschonung im Bauwesen. „Die Stadt Wien hat parallel zur Entstehung der Kreislaufwirtschaftsstrategie eigene Ziele in die Strategiepapiere der Stadt verankert“, sagte Luger. Eines dieser Leitziele sei, ab 2030 kreislauffähiges Planen und Bauen zum Standard für Neubau und Sanierung zu machen. „Das Programm DoTank Circular City Wien soll den Übergang zu einer kreislauffähigen Stadt mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Zentrum fördern“, so Luger. Thomas Kasper von Porr Umwelttechnik wies darauf hin, dass sich in der nächsten Generation der europäischen Bauprodukte-Verordnung der Green Deal und das Kreislaufwirtschaftspaket bereits niederschlagen würden. Jedoch sei es notwendig, sich in Österreich schon heute dem Thema kreislauffähigen Bauens intensiv zu widmen. Roland Pomberger von der Montanuniversität Leoben freute sich, dass mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie dieses wichtige Thema nun endlich bei Unternehmen und Institutionen an- gekommen sei. Dies bedeute einen wichtigen Impuls für den Start des Prozesses, nun müssten aber bald Rahmenbedingungen geschaffen werden. Auch Christian Holzer, BMK, unterstrich abschließend die notwendigen nächsten Schritte zum Strategiepapier, das ja bereits im April 2022 finalisiert und in den vergangenen Monaten unter zahlreichen Stakeholder diskutiert worden war. „Leider ist es uns noch nicht gelungen die Kreislaufwirtschaftsstrategie bis dato in den Rang eines Ministerratsbeschlusses zu heben, dies aber ist unser klares Ziel“, so Holzer, der auch mit dieser gelungenen Präsentationsveranstaltung noch vorhandene Bedenken zerstreuen wollte. „Wir haben hier eine Win-Win-Situation geschaffen. Nun ist es Zeit ins Tun zu kommen.“

Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich: Das sind die nächsten Schritte
Wie es nun mit der Strategie weitergehen soll, skizzierte Thomas Jakl vom BMK: „Es wird einen Ministerratsvortrag geben, den die fünf dafür zuständigen Ministerien einbringen werden. Wir hoffen dabei auf einen baldigen Beschluss, damit wir rasch in eine breite Umsetzung gehen können.“ Danach werde eine Roadmap ausgearbeitet mit konkreten Zielen und Deadlines für Fortschrittsberichte. Parallel soll in wenigen Wochen das Circularity Lab Austria gegründet werden, das die Kreislaufwirtschaftsstrategie in ihrer Gänze begleiten und den Fortschritt kontrollieren wird. Und vor allem soll der Partizipationsprozess in der Zivilgesellschaft rasch in die Gänge kommen mit Bürgerkonferenzen, Fokusgruppen und vielem mehr: „Die Kreislaufwirtschaftsstrategie soll eine Richtschnur geben“, erklärte Jakl. „Sie ist ein notwendiger erster Schritt. Jetzt aber beginnt ein Change-Management-Prozess, in dem wir alle Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, animieren und begeistern müssen. Ein verändertes Konsumdenken ist der zentrale Punkt der Circular Economy. Wenn alle die Kreislaufwirtschaft im Herzen tragen, bedeutet das das Ende der Wegwerfmentalität!“ „Wir haben in Österreich einen sehr hohen Ressourcenverbrauch, bei leider äußerst ertragsarmen Lagerstätten“, ergänzt Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben), selbst Massenrohstoffe wie Kies würden bereits spürbar knapp. Dieser Tendenz könne man aber über die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie wirkungsvoll gegensteuern: „Jetzt müssen wir gemeinsam die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Angriff nehmen und dürfen dabei das Thema Freiwilligkeit und Überzeugungsarbeit in der anwendenden Bevölkerung nicht vergessen“, ist sich Pomberger sicher. Dazu sei auch eine Aufwertung des nachrangigen Begriffs der „Sekundärrohstoffe“ anzudenken und diese künftig etwa als „R-Rohstoffe“ zu bezeichnen, um ihre Bedeutung semantisch besser zu besetzen. „Wir müssen in der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft einfach alle Hebel in Bewegung setzen“, so Pomberger. ÖWAV-Geschäftsführer Daniel Resch sieht in diesem Zusammenhang auch Möglichkeiten das Konsumentenverhalten durch Anreize und Förderungen zu lenken. „Konsumentinnen und Konsumenten gehen zum größten Teil den Weg, der die umfangreichsten Vorteile für sie beinhaltet. Hier kann der Gesetzgeber ansetzen und regulierend eingreifen.“ Resch hat dabei vor allem die ressourcenintensive Bauwirtschaft im Blick. So hätten die Stoffströme beim Bauen mit mehr als 50 Prozent den größten Anteil sowohl am Ressourcenverbrauch als auch am Abfallstrom in Österreich. Hinzu komme der enorme Flächenverbrauch für Neubauten und da- für notwendige Infrastrukturmaßnahmen. „Wir werden uns künftig noch mehr überlegen müssen, wie wir Wohnräume schaffen oder Mobilität gewährleisten wollen. Denn mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie erhalten sämtliche althergebrachten Muster unseres Wirtschaftens und Zusammenlebens einen neuen Drive.“

https://www.oewav.at/upload/medialibrary/Kreislaufwirtschaftsstrategie__sterreich_endg.pdf

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Neue Förderungsrichtlinien für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Bundesminister Mag. Norbert Totschnig hat neue Förderungsrichtlinien für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft genehmigt, durch die zusätzliche Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und zur Verringerung von Treibhausgasemissionen förderfähig sind.

Der Bereich der Trinkwasserver- und der Abwasserentsorgung kann einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung sowie zur klimaschonenden Energieerzeugung liefern. Derzeit werden rund 56 % des jährlichen Stromverbrauchs bzw. 73 % des jährlichen thermischen Energieverbrauchs im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft selbst erzeugt. Dieser Anteil kann durch weitere Maßnahmen noch gesteigert werden.

Daher sind Einrichtungen zur Erzeugung und Nutzung von Energie oder Wärme aus erneuerbaren Quellen im Ausmaß des Eigenbedarfs auf Anlagen zur Wasserver- Abwasserentsorgung oder Schlammbehandlung auf Grundlage eines Energiekonzepts für die gesamte Anlage förderfähig. Dazu zählt die Nutzung von Sonne, Wind, Erdwärme, Wasserkraft, Biomasse, Deponiegas, Klärgas, Biogas und Abwasserwärme. Ebenfalls auf Grundlage eines Energiekonzepts kommen auf der Energieeinsparungsseite beispielsweise Maßnahmen zur energetischen Optimierung von Kläranlagen in Betracht.

Die neuen Förderungsrichtlinien kommen bereits ab der nächsten Kommissionssitzung im November 2022 zur Anwendung.

Die Förderrichtlinien und weitere Details zu den Regelungen sind unter www.bml.gv.at/foerderung-kommunale-siedlungswasserwirtschaft bzw. www.umweltfoerderung.at/FRL_SWW_2022.pdf abrufbar.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=454248

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Land Tirol: Verwertung von Klärschlamm geplant

Die Kläranlagen-Betreiber wollen mit Unterstützung des Landes jährlich 60.000 Tonnen Klärschlamm, der in Tirol anfällt, für die Erzeugung von Energie nutzen. Dazu ist die Errichtung einer Verbrennungsanlage geplant, der Standort ist noch unklar. In sieben Jahren sollen damit bis zu 2.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden können.

Das Projekt wird Tirol in der jetzigen Situation…mehr:

https://tirol.orf.at/stories/3163659/

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Tirol investiert 2022 über 50 Mio. Euro in den Hochwasserschutz

Das österreichische Bundesland Tirol investiert im laufenden Jahr insgesamt 82,5 Mio. Euro in den Schutz vor Naturgefahren. Im Vergleich zu 2021 ist das ein Plus von 3,5 Prozent. Für Maßnahmen bei Wildbächen sind rund 29,2 Mio. Euro budgetiert, für den Schutz vor Tal- und Hauptgewässern 22,1 Mio. Euro. Somit werden 62 Prozent der Mittel für den Hochwasserschutz und den Schutz vor Wildbächen aufgewendet, teilte die Landesregierung mit. In die Erhaltung des Schutzwaldes fließen 16,4 Mio. Euro, auf den Lawinenschutz 9,2 Mio. Euro und auf den Erosions- und Steinschlagschutz 5,6 Mio. Euro.

Die Mittel stammen vom Bundesministerium für Landwirtschaft, …mehr:

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Österreich bei Abwasserentsorgung im Spitzenfeld

Österreich ist bei der Abwasserentsorgung EU-weit im Spitzenfeld. Bei den von der Europäischen Umweltagentur (EEA) veröffentlichten Länderprofilen zur kommunalen Abwasserentsorgung war Österreich eines von vier Ländern, das die EU-Vorgaben zu 100 Prozent erfüllte. „96 Prozent der österreichischen Haushalte sind an Kläranlagen angeschlossen“, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer Aussendung.

Die Entsorgung kommunaler Abwässer ist Kernaufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und ein wichtiger Beitrag zur Reinhaltung der Gewässer. Seit 1959 wurden laut dem Landwirtschaftsministerium rund 50 Milliarden Euro in die Abwasserentsorgung investiert, „deshalb ist die flächendeckende Behandlung von kommunalem Abwasser in Österreich auf einem sehr hohen Niveau sichergestellt“.

„Die im digitalen Wasserinformationssystem für Europa präsentierten Länderprofile der Europäischen Umweltagentur bestätigen, dass Österreich – gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedsstaaten – die entsprechende EU-Richtlinie zu 100 Prozent erfüllt. Das ist das Ergebnis unserer konsequenten und hohen Investitionen in diesem Bereich und unseres technischen Wasser-Know-hows“, so Köstinger.

Mit den Länderprofilen präsentiert die EEA Informationen, die die Europäische Kommission über die kommunale Abwasserrichtlinie bei den Mitgliedsstaaten erhebt. Sie zeigen den Status der Ableitung und Behandlung von kommunalem Abwasser im Jahr 2018 und sind Teil des elften Umsetzungsberichts zur Richtlinie, den die Kommission zweijährlich veröffentlicht.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=435816

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Kärnten: Seenbericht Unterkärntner Seen mit Auf- und Absteigern bei der Wasserqualität

Laut dem aktuellen Kärntner Seenbericht werden zehn Kärntner Gewässer in ihrer Wasserqualität herabgestuft. In Unterkärnten top ist der Linsendorfer See.

Kurz nach den Kindern waren auch die Seen dran – jedes Jahr im Juli steht bei den heimischen Gewässern der Zeugnistag an. Dabei erwiesen sich 22 von 41 überprüften Seen als echte Streber, denn ihnen wurde im Kärntner Seenbericht 2020 eine sehr gute Wasserqualität attestiert. Sie alle zählen zu den nährstoffarmen Gewässern. Im Gegensatz zum Menschen sind Nährstoffe …mehr:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/lavanttal/aktuelles_lavanttal/6013372/Kaerntner-Seenbericht_Unterkaerntner-Seen-mit-Auf-und-Absteigern

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Kläranlagen-Monitoring wird ausgeweitet

Mit einem österreichweiten Forschungsprojekt wird seit Sommer 2020 erfolgreich das Abwasser in Kläranlagen auf das Coronavirus untersucht. In Kärnten wird das Monitoring jetzt ausgeweitet. Zehn Kläranlagen werden zweimal wöchentlich Proben liefern.

Das Forschungsprojekt geht ab sofort in ein regelmäßiges Monitoring über. In den zehn größten Kläranlagen in Kärnten werden seit Beginn der Woche zweimal wöchentlich Abwasserproben gezogen, sagte Günther Weichlinger von der Abteilung Wasserwirtschaft beim Land Kärnten.

Infektionsgeschehen wird abgebildet
Die Probenentnahme erfolgt jeweils vor dem Wochenende und am darauf folgenden Montag. Das Ergebnis der Analyse an der Universität Innsbruck ist ….mehr:

https://kaernten.orf.at/stories/3106776/

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Abwasser-Studie in Vorarlberg: Mehr illegale Drogen in städtischen Gebieten

Abwasser-Studie in Vorarlberg: Mehr illegale Drogen in städtischen Gebieten
Eine Studie in Vorarlberg zeigt, dass in städtischen Gebieten mehr illegale Substanzen konsumiert werden, in ländlichen mehr Alkohol.

In den ländlichen Gebieten Vorarlbergs werden deutlich weniger illegale Drogen konsumiert als in den urbaneren, am wenigsten in den vom Tourismus dominierten Regionen. Das zeigt eine österreichweit einzigartige Studie, die auf Spuren von legalen und illegalen Drogen im Abwasser basiert, wie das Land …mehr:

https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5962284/AbwasserStudie-in-Vorarlberg_Mehr-illegale-Drogen-in-staedtischen

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Teures Fehlverhalten: Müll im steirischen Kanal kostet jedes Jahr Millionen

Hygieneartikel & Co, die über die Toiletten entsorgt werden, machen den steirischen Kläranlagen zu schaffen. Die Coronakrise hat das Problem noch verschärft.

Ins steirische Abwassersystem flossen seit 1972 3,6 Milliarden . Exakt 593 Kläranlagen sind in der Steiermark das ganze Jahr über im Dauerbetrieb, um kommunale Abwässer zu reinigen.

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/5865358/Teures-Fehlverhalten_Muell-im-steirischen-Kanal-kostet-jedes-Jahr

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Analysen in Kläranlagen für CoV-Früherkennung

Abwasser von rund 300.000 Salzburgern, das die Kläranlage Siggerwiesen bei Bergheim (Flachgau) reinigt, wird nun in einer bundesweiten Studie auf Rückstände von Coronaviren untersucht. Weil Virenreste im Schmutzwasser sehr früh entdeckt werden können, wollen Forscher daraus ein Frühwarnsystem entwickeln.
Siggerwiesen und 20 andere Kläranlagen sind bundesweit an diesem Forschungsprojekt beteiligt. Die Viren selbst seien längst tot, wenn menschliches Abwasser die Kläranlagen erreiche, sagen die Experten. Ihre Forschung basiert auf ähnlichen Methoden, wie sie bei PCR-Virentests zur Anwendung kommen. Dazu kommen Analysen von DNA-Partikeln, die in Nährlösungen kultiviert und ausgewertet werden.

Suche nach verlässlichem Raster für Prognosen
Der Mikrobiologe Heribert Insam von der Universität Innsbruck sagt, man versuche jetzt mit vielen Daten eine gute Datenbank zu erstellen: „Dann soll man mit einem künftigen Modell hochrechnen können.“ Norbert Kreuzinger ist Experte für Wassergüte von Technischen Universität Wien: „Wir müssen sicher sein, wenn sich Trends entwickeln im Abwasser. Und dafür brauchen wir eine abgesicherte Basis mit der Wissenschaft.“

Politiker hoffen auf Entscheidungsgrundlagen
In kleinerem Rahmen arbeiten die Wissenschafter schon seit März an dem Projekt. Jetzt sollen die Daten aus größeren Kläranlagen mehr Sicherheit bringen. Die Forschung wird mit einer halben Million Euro vom Bund gefördert. Politiker hätten große Erwartungen, sagt Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP): „Es ist wichtig, dass wir sehr schnell Ausbrüche erkennen. Bevor Menschen Symptome haben, kann im Abwasser das Virus nachgewiesen werden. Wenn man das flächendeckend macht, erhoffen wir uns, schnell größere Ausbrüche zu erkennen.“

Mehr als die Hälfte des Salzburger Abwassers
In Tirol werden derzeit 43 Kläranlagen auf Coronaviren und ihre Rückstände untersucht und auch in Salzburg soll nicht nur in Siggerwiesen genauer hingeschaut werden, sagt der zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP): „Wir arbeiten dazu im Pongau, Pinzgau und hier im Flachgau. Mehr als die Hälfte aller Abwässer in Salzburg wird derzeit untersucht. Es ist wichtig, dass wir verlässliche Daten bekommen.“
Bis man aus Rückständen im Abwasser ein alltagstaugliches Frühwarnsystem für Infektionscluster entwickelt kann, soll es laut Experten aber noch einige Zeit dauern.
red, salzburg.ORF.at

https://salzburg.orf.at/stories/3063051/

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Corona-Analyse in 43 Tiroler Kläranlagen geplant

Frühwarnsystem
Bekanntlich lassen sich Coronaviren im Abwasser nachweisen. Ab September soll das System auf ganz Tirol ausgeweitet werden. Mit Proben aus 43 Kläranlagen lassen sich 99 Prozent der Bevölkerung…mehr:

https://www.krone.at/2208463

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Pilotprojekt: CoV-Tests in Kläranlagen

Das Coronavirus im Abwasser von Kläranlagen feststellen und damit eine Art Frühwarnsystem entwickeln – das ist das Ziel eines bundesweiten Forschungsprojekts. Die Steiermark ist mit den Kläranlagen in Graz und Langenwang dabei.

Kläranlagen sollen in Zukunft noch nicht entdeckte CoV-Cluster durch ihre regelmäßigen Wasserproben aufspüren. „Wir können seit geraumer Zeit hier im Wasser Rückstände von Drogen und vielem mehr finden, so auch Coronaviren, und wir wollen mit diesem Forschungsprojekt…

https://steiermark.orf.at/stories/3059734/

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In diesen steirischen Kläranlagen sollen Corona-Tests gemacht werden

Wie berichtet, sollen in Kläranlagen Corona-Tests zur Früherkennung stattfinden. Drei Einrichtungen in der Steiermark sind mit an Bord. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5845437/Als-Fruehwarnsystem_In-diesen-steirischen-Klaeranlagen-sollen

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Nachweis viraler Erbinformation im Abwasser: Projekt in Österreich

Dank einer neuen Methode konnte das Erbgut des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 erstmals im Zulauf österreichischer Kläranlagen nachgewiesen werden. Man hofft, so Hinweise auf die Dunkelziffer der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen zu bekommen. Zwei österreichischen Forschungsgruppen – einer Gruppe um Heribert Insam von der Universität Innsbruck und dem Team von Norbert Kreuzinger an der TU Wien – gelang es gleichzeitig, das Erbmaterial von SARS-CoV-2 im Zulauf von zwei österreichischen Kläranlagen nachzuweisen. Nun soll ein Frühwarn- bzw. Monitoringsystem aufgebaut werden, mit dessen Hilfe die Gesundheitsbehörden rasch Informationen über Auftreten und Verbreitung des Virus erhalten. Forschungsteams der Medizinischen Universität Innsbruck, der Technischen Universität Wien und der Universität Innsbruck haben sich schon Anfang April 2020 zum „Coron-A“ Konsortium zusammengeschlossen, um gemeinsam herauszufinden, wie das Auftreten von SARS-CoV-2 in häuslichem Abwasser mit der Anzahl der Infektionen im Einzugsgebiet von Kläranlagen im Zusammenhang steht. Die Abwasserproben für das Projekt wurden von Kläranlagen aus Tirol und dem Großraum Wien genommen. Mittels der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wird in dem Forschungsvorhaben nicht das aktive, infektiöse Virus nachgewiesen, sondern dessen virale RNA. Der Test reagiert somit auch auf Virenbruchstücke, die nicht infektiös sind. Selbst geringste Spuren des Virenerbguts können detektiert werden, so die beteiligten Forscher. Das Coron-A-Konsortium möchte nun einerseits weitere Untersuchungen über die Stabilität der viralen RNA in Abwasserproben durchführen, andererseits sollen in weiterer Folge österreichweit Abwasserproben in unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Auflösung gesammelt und analysiert werden, um die Grundlagen für ein abwasserepidemiologisches Monitoring zu schaffen. Ein regionales Wiederaufflammen der Epidemie soll sich dadurch frühzeitig erkennen lassen.

Assoz. Prof. Dr. Norbert Kreuzinger,
Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement,
Technische Universität Wien

norbkreu@iwag.tuwien.ac.at

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ÖWAV: überreicht Forderungspapier an Bundesministerin Maria Patek

Um die nachhaltige Sicherung der Bundesförderung für die österreichische Trink- und Abwasserwirtschaft einzufordern und auf die Herausforderungen bei der Wert- und Funktionserhaltung der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur hinzuweisen, haben die Verantwortlichen und Partner der Trink- und Abwasserwirtschaft in Österreich unter Federführung des ÖWAV das Papier „Forderungen zur nachhaltigen Sicherung der Bundesförderung für die österreichische Trink- und Abwasserwirtschaft“ erstellt.

Am 3. Dezember 2019 überreichten ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer (Dr. Lengyel ZT GmbH), ÖWAV-Vizepräsident Wolfgang Scherz (Abwasserverband Wiener Neustadt-Süd) und ÖWAV-Geschäftsführer Manfred Assmann das Forderungspapier an Bundesministerin Maria Patek (BMNT).

Mitgestaltet und unterzeichnet wurde dieses Papier vom Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund, der Wirtschaftskammer Österreich, der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV).

Funktionierende Siedlungswasserwirtschaft als ständige Herausforderung
Die Verantwortlichen und Partner der Siedlungswasserwirtschaft sprechen sich im Forderungspapier u. a. für einen Zusagerahmen für die UFG-Förderungen ab 2022 von jährlich 150 Mio. € bei unveränderter Förderungsintensität aus. Zusätzlich wird zum Abbau des aktuellen Förderrückstaus von 137 Mio. € für rund 1.700 offene Förderanträge eine Sondertranche eingefordert.

Die Förderung ist nicht nur als Finanzierungsbestandteil zu sehen, sondern vor allem auch als Lenkungs- und Anreizsystem für Investitionen, welches sozialen Ausgleich ermöglicht und adäquate Qualitätsstandards setzt. In dieser Funktion kann sie durch nichts ersetzt werden, selbst wenn man das Gebührenniveau für die Dienstleistung Siedlungswasserwirtschaft erhöhen würde.

Das Forderungspapier steht unter https://www.oewav.at/forderungspapier2019 zum Download zur Verfügung.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=385220

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Donau international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen

Die Donau ist international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der MedUni Wien, Med Uni Graz, Technische Universität Wien und der Karl Landsteiner Privatuni für Gesundheitswissenschaften in Krems gekommen. Im Rahmen des mikrobiologischen Untersuchungsprogrammes des Joint Danube Survey hätten sie entlang der Donau und ihrer wichtigsten Zuläufe auf einer Strecke von 2.600 km wie schon in den Vorjahren starke fäkale Belastungen in Serbien, Rumänien und Bulgarien festgestellt, teilten die Hochschulen gemeinsam mit.
In Österreich seien keine bedenklichen Werte gemessen worden. „Verbessert hat sich erfreulicherweise die Situation in Ungarn gleich nach Budapest“, sagte Alexander Kirschner vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der MedUni Wien, wo das Interuniversitäre Zentrum für Wasser und Gesundheit (ICC Water & Health) angesiedelt ist.
Der alle sechs Jahre stattfindende Survey wird von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) mit Unterstützung aller Donauanrainerstaaten auf Basis der EU-Wasserrahmenrichtlinie konzipiert und organisiert. „Der Schwerpunkt der mikrobiologischen Untersuchungen lag dieses Mal auf der erstmaligen Verknüpfung der Analyse des Ausmaßes und der Herkunft fäkaler Belastungen entlang der gesamten Donau mit dem Auftreten von antibiotikaresistenten, klinisch höchst bedeutsamen Bakterien sowie deren Resistenzgenen“, sagte Kirschner. Dafür sei ein neues Konzept entwickelt worden, das erstmals auch quantitative Aussagen über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen entlang der Hauptabwasserbelastungen ermögliche. Dazu wurden an 30 Probenstellen entlang der Donau und bei weiteren acht ihrer wichtigsten Zubringer Wasser und Biofilmproben (von Steinen und Ästen) genommen und in sechs Partnerlabors in Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien und Rumänien aufbereitet und analysiert.
Die wichtigsten Ergebnisse über die Belastung mit Fäkalkeimen (E.coli) lägen bereits vor, während weitere Analysen noch andauerten, hieß es weiter. Wie schon bei den vorigen Surveys habe es die höchsten Belastungen der Donau in Serbien, Rumänien und Bulgarien gegeben. „In Serbien, einem Nicht-EU Land, existieren keine Abwasserkläranlagen, sodass es hier insbesondere nach großen Städten wie Novi Sad und Belgrad zu kritischen bis starken fäkalen Belastungen der Donau kommt“, sagte Projektpartner Gernot Zarfel vom Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz.
Starke fäkale Belastungen wurden auch bei den Zubringern in Rusenski Lom (Bulgarien) und Arges (Rumänien) festgestellt, wobei die Belastung der Arges (Vorfluter der Abwässer der Hauptstadt Bukarest) gegenüber den Vorjahren eine deutliche Verbesserung zeigte. „Das ist vermutlich ebenfalls auf den Ausbau der Hauptkläranlage in dieser Millionenstadt zurückzuführen“, so Zarfel. Die in früheren Jahren noch diagnostizierte starke Belastung der Donau durch Abwässer in Ungarn nach Budapest konnte diesmal nicht gefunden werden, was ebenfalls auf den Ausbau der zentralen Kläranlage in der ungarischen Hauptstadt zurückzuführen sei, so die Experten.
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Österreich hält Qualitätsziele für Flüsse, Seen und Grundwasser größtenteils ein

In Österreich werden die Qualitätsziele für Grundwasser, Flüsse und Seen größtenteils eingehalten. Zu diesem Ergebnis kommt der Jahresbericht 2014-2016 zur Wassergüte des österreichischen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT). In dem Bericht werde jedoch auch deutlich, dass zum Schutz der Gewässer künftig noch etwas zu tun sei, teilte das Ministerium in Wien mit.

Die Beobachtungsprogramme für die heimischen Gewässer hätten in Österreich eine lange Tradition und würden vom BMNT zusammen mit den Ämtern der Landesregierungen und dem Umweltbundesamt betrieben. Um alle benötigten Informationen zu erheben, seien im aktuellen Berichtszeitraum das routinemäßige, etablierte Überwachungsprogramm sowie ergänzende Sondermessprogramme durchgeführt worden.

Fast 2.000 Grundwassermessstellen wurden dem Ministerium zufolge bis zu viermal pro Jahr beprobt. Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die vorgegebenen Schwellenwerte für die meisten der 197 chemischen und physikalisch-chemischen Untersuchungsparameter deutlich unterschritten werden. Bezüglich der Nitratbelastungen sei positiv zu vermerken, dass sich die Anzahl der Beobachtungsgebiete, bei denen der Vorsorgewert (45 mg/l Nitrat an mindestens 30 Prozent der Messstellen) überschritten wird, von sieben auf sechs verringert habe. In der langfristigen Entwicklung der Nitrat-Schwellenwertüberschreitungen (1997 bis 2016) hätten sich geringe Schwankungen gezeigt.

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Rund 127 Mio. Euro Fördermittel für Projekte der Wasserwirtschaft freigegeben

Das österreichische Umweltministerium stellt rund 127 Mio. Euro für fast 1.200 Projekte im Hochwasserschutz sowie in der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung bereit. Das habe die Kommissionssitzung Wasserwirtschaft beschlossen, teilte das Ministerium in Wien mit. Dadurch werde ein Investitionsvolumen von ca. 440 Mio. Euro ausgelöst.
Insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels machten verstärkte Investitionen in die wasserbezogene Infrastruktur notwendig, erklärte das Ministerium. Starkregenereignisse würden immer häufiger und überforderten die Hochwasserschutzvorrichtungen sowie die hydraulischen Kapazitäten der bestehenden Kanäle. Zusätzlich verursachten ausgedehnte sommerliche Dürreperioden nicht nur im pannonischen Osten Österreichs, sondern auch im Alpenraum Probleme bei der Trinkwasserversorgung.
Den Angaben zufolge hat die Kommissionssitzung Wasserwirtschaft insgesamt 717 Projekte für die kommunale Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung mit rund 50,4 Mio. Euro genehmigt. Im Bereich Hochwasserschutz wurden neben 440 Projekten des vorbeugenden Hochwasserschutzes und der Instandhaltung von bestehenden Anlagen mit einer Bundesförderung von rund 67,4 Mio. Euro auch Sofortmaßnahmen für die vom kürzlichen Hochwasserereignis betroffenen Bereiche Kärntens und Osttirols genehmigt.
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1. Publikation der „Jungen Abfallwirtschaft im ÖWAV“

„Abfallwirtschaft 2050 – Bringen neue Herausforderungen auch neue Aufgaben?“

Wie beeinflusst der technische Fortschritt unser zukünftiges Wohnen, die Energieversorgung und wie sehen im Jahr 2050 unsere Ernährungsgewohnheiten, die Produktion, die Güterversorgung und vor allem die Abfallbehandlung aus?

Diese Fragestellungen wurden im Rahmen eines ÖWAV-Workshops der Jungen Abfallwirtschaft (https://www.oewav.at/page.aspx?target=308379) diskutiert und die Ergebnisse grafisch sowie textlich in der ersten Publikation der Jungen Abfallwirtschaft „Abfallwirtschaft 2050“ zusammengefasst. Der Fokus lag auf den Herausforderungen und Aufgaben der europäischen Abfallwirtschaft im Jahr 2050.

Die Publikation steht Ihnen kostenlos als >> Download << zur Verfügung.

>> Weitere Informationen zur „Jungen Abfallwirtschaft im ÖWAV“ finden Sie >> hier <<
Quelle: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=309195

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Erfahrungsaustausch Abwasser 2017

Am 8. und 9. November 2017 fand auf Einladung der Graz Holding der 42. Erfahrungsaustausch für Führungskräfte der kommunalen Abwasserwirtschaft im Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft der Graz Holding in Graz statt.
Die rund 80 teilnehmenden Obmänner/Obfrauen, GeschäftsführerInnen und BetriebsleiterInnen aus dem Bereich der Abwasserwirtschaft wurden vom Geschäftsführer des ÖWAV, DI Manfred Assmann, vom Vorstandsdirektor der Graz Holding, Dr. Gert Heigl, sowie, später des Tages, vom Ehrenpräsident des ÖWAV HR DI Johann Wiedner begrüßt. Der Vorsitzende der ARGE Abwasser, BR h.c. DI Dr. Wolfgang Scherz, MBA (GF AWV Wr. Neustadt Süd) eröffnete schon traditionell mit dem jährlichen Tätigkeitsbericht die Veranstaltung.

DI Manfred Assmann übernahm die Moderation des ersten Vormittages. Nicht nur technische Themen standen am Programm, sondern auch rechtliche und kaufmännische Inhalte. Neben einem Vortrag zur Softwarenutzung im Kanalmanagement (DI Schwarz, WV Ossiacher See) wurde von GF Mag. Maria Bogensberger (Fa. Quantum) die Studie „Volkswirtschaftliche Aspekte der Wasserwirtschaft“ vorgestellt. Mit einem Beitrag zur Meldeverpflichtung in der Novelle zum Bundesvergabegesetz versuchte RA Mag. Wilhelm Offenbeck Klarheit zu schaffen. Den Abschluss der Vortragsveranstaltung am Vormittag bildete die Vorstellung der Graz Holding, insbesondere des Geschäftsbereichs Abwasser, durch dessen Geschäftsführer und Mitglied des Leitungsausschusses der ARGE Abwasser, DI Kajetan Beutle.
Das Programm des ersten Tages wurde durch die Besichtigung der Baustelle rund um das Murkraftwerk und den zentralen Speicherkanal abgerundet. Den Abschluss bildete ein Empfang auf Einladung der Graz Holding und der Stadt Graz am Schloßberg.

Am zweiten Tag, den BR h.c. DI Dr. Wolfgang Scherz, MBA moderierte, lag der Fokus im Bereich der Unfallverhütung und Sicherheit. Nach einem Beitrag über die Bewilligungspflicht und die Absicherung von Kanalarbeiten im Straßenraum (Dr. Herbert Wimmer, KSMS) wurde in zwei Vorträgen zum Thema Elektrotechnik einerseits erklärt „E-Technik: Wer darf was?“ (Ing. Michael Köstler, Hydroingenieure Umwelttechnik GmbH) und andererseits die wiederkehrenden Überprüfungen in der E-Technik erläutert (Karl Palkowitz, AWV Schwechat).
Zum Schluss der Veranstaltung bot sich noch die Möglichkeit offene Fragen zu behandeln und verschiedenen Themen zu diskutieren. Vor allem das Thema „Datenschutz“ und die neue Datenschutzgrundverordnung wurden intensiv besprochen.

Der ÖWAV möchte sich bei der Graz Holding und allen TeilnehmerInnen recht herzlich für den gelungenen Erfahrungsaustausch und die rege Diskussion bedanken.
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=303261

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ÖWAV-Vollversammlung 2017

Am 4. Mai 2017 lud der ÖWAV zur Vollversammlung in die Räumlichkeiten der Kommunalkredit Austria AG ein.

Im Rahmen der Vollversammlung erstatteten das Präsidium, der Geschäftsführer sowie die Rechnungsprüfer ihre Berichte.

Einen detaillierten Veranstaltungsbericht finden Sie hier: http://www.oewav.at/Page.aspx?target=288193&

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ÖWAV-Leitbild veröffentlicht

Im Rahmen der ÖWAV-Vollversammlung, die am 4. Mai 2017 stattgefunden hat, wurde unter anderem das neu veröffentlichte Leitbild des ÖWAV präsentiert. Im Mittelpunkt dieses Leitbilds steht die Vision „zukunft denken“, die auch im Logo des Verbandes verankert ist.

Übersichtich und prägnant werden die vier zentralen Botschaften „Leistungen für Mitglieder“, „Netzwerkplattform“, „Unabhängigkeit und fachliche Kompetenz“ sowie „Kompetenz und Verantwortung“ erstmals definiert.

Das Leitbild richtet sich an alle Stakeholder, mitumfasst sind selbstverständlich alle Mitgliedsorganisationen und MitarbeiterInnen.

Quelle: http://www.oewav.at/Page.aspx?target=288320&

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EU-Kommission fordert von Österreich die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe

Die Europäische Kommission fordert Österreich auf, die Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik in innerstaatliches Recht umzusetzen. Dies hätte bereits bis zum 14. September 2015 geschehen müssen. Nachdem Österreich die ursprüngliche Frist hatte verstreichen lassen, übermittelte die Europäische Kommission am 20. November 2015 ein Aufforderungsschreiben. Da die innerstaatlichen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie sich nach wie vor im Stadium der Konsultation und der Prüfung befinden, folgt nun eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Österreich muss nun der Kommission binnen zwei Monaten die Maßnahmen melden, die es ergriffen hat, um seine Rechtsvorschriften mit dem EU-Recht in Einklang zu bringen. Andernfalls kann die Kommission beim Gerichtshof der Europäischen Union Klage einreichen.

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Forderungspapier Siedlungswasserwirtschaft unterzeichnet

Um die Fortführung einer dem Bedarf entsprechenden Dotierung der Bundesförderung zur Finanzierung der Siedlungswasserwirtschaft einzufordern und insbesondere auf die Herausforderungen einer dauerhaften Erhaltung der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur hinzuweisen, erstellten die Verantwortlichen und Partner der Siedlungswasserwirtschaft in Österreich ein gemeinsames Forderungspapier mit dem Titel „Forderungen zur Finanzierung der österreichischen Siedlungswasserwirtschaft“, unterzeichnet vom Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund, der Wirtschaftskammer Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV).

Ausgangssituation – Problemstellung
Seit 1960 wurden in Österreich über € 58 Mrd. in die erstmalige Errichtung und den Ausbau der öffentlichen Wasserversorgungsanlagen und der Abwasserentsorgungsanlagen investiert. Neben dem Gesundheits- und Umwelteffekt wurden dadurch tausende Arbeitsplätze geschaffen, allein im Jahr 2015 mehr als 7.000. Dadurch wurde zwar in diesem Sektor schon sehr viel erreicht, dennoch besteht auch künftig dringender Handlungsbedarf.

Folgende Herausforderungen stellen sich in den nächsten Jahren:
• Dauerhafte Sicherstellung der Funktion durch Sanierung:
Ziel: Erhöhung der Sanierungs- und Reinvestitionsraten zur Sicherung der hohen Qualität der Ver- und Entsorgung.
• Ersterschließung bei Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung:
Ziel: Fertigstellung der Ersterschließung vor allem im ländlichen Bereich; Adaptierung der Infrastruktur infolge des demografischen Wandels.
• Anpassungen an den Klimawandel und die längeren Trockenphasen:
Ziel: Stärkung der Infrastruktur vor allem im Bereich der Trinkwasserversorgung.

Forderungen
Die Verantwortlichen und Partner der Siedlungswasserwirtschaft sprechen sich deswegen im Forderungspapier für die Jahre 2017 und 2018 für einen Zusagerahmen von zumindest jeweils € 150 Mio. und für die Folge jeweils € 120 Mio. aus. Dieser Bedarf lässt sich eindeutig aus der Investitionskostenerhebung Siedlungswasserwirtschaft ableiten (Investitionsbedarf: € 5,5 Mrd. bis 2021).

Das neue Fördersystem zur Erneuerung und Sanierung der wasserbaulichen Infrastruktur würde nicht nur eine flächendeckende Ver- und Entsorgung zu sozial verträglichen Gebühren, sondern durch Investitionen in die Bauwirtschaft auch eine entsprechende Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen bewirken.

„Eine funktionierende Siedlungswasserwirtschaft ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine ständige Herausforderung!“

Abschließend möchte sich der ÖWAV bei allen mittragenden Organisationen für die gute Zusammenarbeit bedanken und ersucht die politischen EntscheidungsträgerInnen um ihre Unterstützung zur Sicherstellung des guten Standards der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und somit des Gewässerschutzes in Österreich.

http://www.oewav.at/page.aspx?target=193865

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Österreichische Siedlungswasserwirtschaft fordert 150 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018

Die österreichische Siedlungswasserwirtschaft muss im Jahr 2017 und 2018 mindestens mit jeweils 150 Millionen Euro und in den Folgejahren mit jeweils 120 Millionen Euro gefördert werden. Das haben der Österreichische Städtebund, der Österreichische Gemeindebund, die Wirtschaftskammer Österreich, die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gegenüber der Bundesregierung in Wien deutlich gemacht.

http://www.euwid-wasser.de/news/international/einzelansicht/Artikel/oesterreichische-siedlungswasserwirtschaft-fordert-150-millionen-euro-fuer-2017-und-2018.html  

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Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft 2016 veröffentlicht

Im Jänner 2016 wurde erstmals das „Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft“ veröffentlicht, das einen kompakten, aktuellen Überblick über die Abwasserwirtschaft in Österreich gibt. Das Branchenbild wurde vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gemeinsam mit der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) erstellt.

ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer (Dr. Lengyel ZT GmbH), die ÖWAV-Vizepräsidenten Michael Amerer (VERBUND) und Gerhard Fenzl (Amt der OÖ Landesregierung), ÖWAV-GF Manfred Assmann sowie KPC-Abteilungsleiter Johannes Laber werden das Branchenbild im März 2016 persönlich an Bundesminister Andrä Rupprechter übergeben.

Die interessierte Öffentlichkeit, die Abwasserbranche und insbesondere die Politik erhalten mit dem Branchenbild die Möglichkeit, sich über die Leistungen der österreichischen Abwasserwirtschaft, die Vielfalt ihrer Aufgaben und die aktuellen Herausforderungen an die Branche zu informieren. Inhaltliche Schwerpunkte sind neben den technischen Kennzahlen vor allem auch der volkswirtschaftliche Nutzen für Österreich, die Leistungen der Branche für die Gesellschaft, die große Bedeutung des Funktions- und Werterhaltes der Anlagen und Netze sowie der damit verbundene künftige Investitionsbedarf.

Das Branchenbild zeigt, dass die österreichische Abwasserwirtschaft dank ihrer gut ausgebildeten Fachkräfte auf einem sehr hohen Niveau arbeitet. Damit werden der Schutz der Gewässer und des Grundwassers als Basis für eine hochwertige Trinkwasserversorgung dauerhaft gesichert. Die Abwasserwirtschaft ist somit ein ausgezeichnetes Beispiel für die innovative Umwelttechnologie Österreichs, die internationale Anerkennung genießt.

Der Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich und die Qualität der Wasserressourcen haben stark von den getätigten Investitionen profitiert, es bleibt aber noch viel zu tun. So ist und bleibt es eine Herausforderung, den hohen Standard der Abwasserreinigung durch effizienten Betrieb der Anlagen zu erhalten. Dafür sind laufende Wartungs-, Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, Anpassungen an den Stand der Technik und die Neuerrichtung von Anlagen nötig. Generell hat sich der Schwerpunkt der Abwasserwirtschaft von der Errichtung zur Erhaltung der Anlagen verschoben. Die Etablierung wirtschaftlicher Instrumente in der Betriebsführung im Sinne eines modernen Assetmanagements stellen ebenfalls einen Schwerpunkt für die Zukunft dar.

Die österreichische Abwasserwirtschaft leistet zudem einen wesentlichen Beitrag zur Volkswirtschaft, aus Sicht der Wertschöpfung, der Beschäftigungszahlen und der Sicherung des Wirtschaftsstandorts.

Die Leistungserbringung und der Beitrag zur österreichischen Volkswirtschaft werden nicht zuletzt durch den Einsatz von Fördermitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie der Bundesländer ermöglicht. Auch in Zukunft sollten Förderungen entscheidend dazu beitragen, positive Impulse und Investitionsanreize zu schaffen.

Das Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft steht auf der Homepage des ÖWAV (www.oewav.at/publikationen) sowie der KPC (www.umweltfoerderung.at) zum Gratisdownload zur Verfügung.

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Österreich: 10-Punkte-Plan gegen Plastik in Gewässern

Österreich will den Eintrag von Plastik-partikeln in die Gewässer deutlich verringern. Dies betonte Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter Mitte März anlässlich der Präsentation von zwei Studien über die Qualität der Donau in Wien. Die Untersuchung „Plastik in der Donau“ zeigt auf, dass jährlich ca. 40 Tonnen Plastik über die Donau aus
Österreich abtransportiert werden. Der Großteil davon stammt aus diffusen Quellen. Mit einem 10-Punkte-Maßnah-menprogramm will Österreich nun auf europäischer und nationaler Ebene diesen Eintrag deutlich reduzieren. Auf europäischer Ebene schlägt das Maßnahmenprogramm einheitliche Methoden und Messstandards für Plastikpartikeln in Fließgewässern, die Festlegung von EU-Grenzwerten, einen freiwilligen Aus-stieg der europäische Kosmetikbranche, eine Mikroplastikkonferenz in Brüssel und die Aufnahme in den Umweltbericht 2020 der Europäischen Umweltagentur sowie die Umsetzung einer „Plastiksackerl-Richtlinie“ vor . Auf nationaler Ebene beinhaltet das angedachte Maßnahmenprogramm einen Stakeholder-Dialog zur Donaustudie, einen „Zero-Pellets-Pakt“, die Weiterführung des Messpro-gramms an der Donau und ausgewählten Flüssen gemeinsam mit den Bundesländern, verschiedene Bewusstseinsbildungsmaßnahmen gemeinsam mit Bundesländern/Abfall- und Abwasserverbänden sowie die Bewusstseinsbildung des Umweltministeriums zum Green Event
Song Contest . Eine Zero-Pellets-Loss-Initiative hat das Umweltministerium bereits mit der Kunststoffindustrie ins Leben gerufen. Geplant sind hier technologische Verbesserungen, um Umweltbelastungen weiter zu reduzieren.

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Österreich fordert europäische Strategien für Plastik in Gewässern

Österreich fordert von der EU Strategien zur Bekämpfung der Plastikfrachten in Oberflächengewässern. Flüsse machten nicht an nationalen Grenzen halt, Plastikpartikel in den Flüssen auch nicht. Wenn es um die Identifizierung der Verschmutzungsquellen, um einheitliche Messmethoden in Gewässern und um europaweit vergleichbare Daten gehe, sei ein EU-weites Vorgehen gefordert, betonte das österreichische Umweltministerium anlässlich der Konferenz „Eliminating Plastic and Microplastic Pollution – an urgent need“ in Brüssel. Die Konferenz wurde vom österreichischen Umweltministerium gemeinsam mit einer Reihe von Partnerorganisationen, wie dem Netzwerk der Europäischen Umweltagenturen, dem auch das Österreichische Umweltbundesamt angehört, dem Niederländischen Umweltministerium und der Konvention zum Schutz der Nord-Ostsee (OSPAR) organisiert. Ziel der Konferenz war es, europaweit Maßnahmen zur Eliminierung der Mikroplastikverschmutzung in Flüssen und Meeren zu forcieren. Konkrete Ziele Österreichs sind der freiwillige Verzicht der Kosmetikindustrie auf Mikroplastik sowie die Reduktion von Plastiktüten.

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ÖWAV-Vollversammlung 2015: Roland Hohenauer zum Präsidenten gewählt

Am 7. Mai 2015 lud der ÖWAV seine Mitglieder zur Vollversammlung in die Räumlichkeiten der Kommunalkredit Public Consulting in Wien. Neben der Präsentation des Tätigkeitsberichts 2014/15 standen vor allem die Neuwahlen des Präsidiums, des Vorstands und der Rechnungsprüfer im Mittelpunkt.

BR h.c. DI Roland Hohenauer wurde einstimmig zum neuen ÖWAV-Präsidenten für die Funktionsperiode 2015 – 2019 gewählt, er folgt damit HR DI Johann Wiedner nach, der das Land Steiermark weiterhin im Vorstand vertreten wird. Neu im ÖWAV-Präsidium sind die VizepräsidentInnen Mag. Maria Bogensberger (Quantum GmbH), HR DI Gerhard Fenzl (Amt der OÖ Landesregierung) und GF DI Walter Scharf (IUT GmbH), Vorsitzender der Fachgruppe Abfallwirtschaft und Altlastensanierung. Vorstandsdir. Ing. Mag. Michael Amerer, SC DI Christian Holzer und SC DI Wilfried Schimon sind weiterhin Mitglieder des Präsidiums.

Der ÖWAV bedankt sich auch an dieser Stelle ganz herzlich bei Johann Wiedner für seine Tätigkeit als ÖWAV-Präsident in den Jahren 2011 – 2015 und beim langjährigen Vizepräsidenten o.Univ.-Prof DI Dr. Paul H. Brunner, der im Herbst in den Ruhestand treten wird und seine Funktionen beim ÖWAV niederlegt.

Im Anschluss an die Vollversammlung lud der ÖWAV zu einem Präsidentenempfang in den Räumen der KPC.
http://www.oewav.at/Page.aspx?target=184768&

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Neptun Wasserpreis: Jetzt für die Wasserpreisgemeinde 2015 abstimmen!

Heuer gibt es beim Neptun Wasserpreis eine Premiere: Erstmals wird Österreichs „Wasserpreisgemeinde 2015″ ermittelt – das ist die Gemeinde, welche sich am stärksten im Bereich Wasser engagiert. Die über 200 Vorschläge und Einreichungen in dieser neuen Kategorie zeigen die große Bedeutung und Bandbreite der vorgestellten Projekte.

Online-Voting
Unter den zahlreichen Gemeindevorschlägen aus den sieben teilnehmenden Bundesländern haben fachkompetente Landesjurys bereits die Siegergemeinden auf Landesebene ermittelt: Die sieben Gemeinden Zemendorf-Stöttera (Bgld), Lunz am See (NÖ), Linz (OÖ), Rauris (Sbg), Übelbach (Stmk), Telfs (Tirol) und Hard (Vbg) sind nominiert. Ab sofort entscheidet das Publikum via Online-Voting auf www.wasserpreis.info, welche der sieben Gemeinden als Österreichs Wasserpreisgemeinde 2015 ausgezeichnet wird. Das Abstimmen lohnt sich: Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden attraktive Preise wie Thermeneintritte, Gartenbewässerungssysteme und Frottiersets verlost. Das Onlinevoting läuft bis 29. Jänner 2015.

Schönster Wasserplatz
Mittlerweile schon ein Klassiker ist der Wiener Publikumswettbewerb – heuer wurde hier der schönste Wasserplatz gesucht. Dabei steht der Badeplatz an der Donauinsel, in der Lobau und im Lieblingsschwimmbad genauso im Mittelpunkt wie der Wasserspielplatz oder die urbane Entspannung am Donaukanal – die besten Beiträge werden mit insgesamt 3.000 Euro prämiert. 10 kreative Foto- und Filmbeiträge wurden von einer Fachjury aus den über 400 Einreichungen ausgewählt – auch diese stellen sich ab sofort dem Online-Voting.

Hohes Niveau bei Facheinreichungen
Unter den über 200 Einreichungen in den drei Fachkategorien des Neptun Wasserpreises finden sich viele innovative und kreative Projekte. Die Kategorien widmen sich den Themen Forschung und Entwicklung der Ressource Wasser (FORSCHT), sorgsame globale Wassernutzung (GLOBAL) sowie zeitgenössische Kunst zum Thema Wasser (KREATIV). Die PreisträgerInnen in den Fachkategorien werden über Fachjurys ermittelt, die Sieger-Projekte mit je 3.000 Euro prämiert.

Über den Neptun Wasserpreis
Ziel des Neptun Wasserpreis ist es, verstärktes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Ressource Wasser zu schaffen und innovative Ideen zum schonenden Umgang mit dem kostbaren Nass zu unterstützen. Bereits zum neunten Mal haben das Ministerium für ein lebenswertes Österreich, das Wirtschaftsministerium, die Wasserverbände ÖVGW und ÖWAV in Zusammenarbeit mit den Landesregierungen und der Salzburg AG sowie den Partnern Kommunalkredit Public Consulting, Wiener Wasser und Verbund den Neptun Wasserpreis ausgeschrieben. Die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien werden rund um den Weltwassertag, am 22. März 2015 bekannt gegeben.

Weitere Informationen: www.wasserpreis.info und www.facebook.com/neptun.wasserpreis

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Präsentation der Initiative VOR SORGEN

Mit VOR SORGEN treten der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) und die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) zusammen mit Städte- und Gemeindebund, allen Bundesländern und dem BMLFUW für den Erhalt der Trink- und Abwassernetze in Österreich ein.

Allgemeine Informationen: www.wasseraktiv.at/vorsorgen
Der Erhalt unserer Trink- und Abwassernetze ist eine der großen Aufgaben für die kommenden Jahrzehnte. Um Sie bei Ihrem Bemühen zu unterstützen, die Dringlichkeit des Erhaltes der Trink- und Abwassernetze im Rahmen Ihrer Veranstaltungen und Medien aufzuzeigen, werden von der Initiative VOR SORGEN aktuelle Präsentationsunterlagen (Powerpoint-Präsentation und PDF-Unterlage) in verschiedenen Varianten zum Download zur Verfügung gestellt. Zur Auswahl stehen eine Gesamtpräsentation sowie zwei auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Präsentationen zu den Bereichen Kanal und Trinkwasser.

Ebenfalls als Download erhältlich ist das VOR SORGEN Informationsvideo – unterteilt in Kapitel zur gezielten Auswahl für die jeweilige Zielgruppe.

Die Bestellmöglichkeit von Foldern und Plakaten sowie die kostenlose Buchung der Info-Ausstellung sind hier ebenfalls verlinkt.

Download und Informationen: www.wasseraktiv.at/vorsorgen/infomaterial

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Wasserwirtschaftliche Infrastrukturprojekte als wichtige Impulsgeber

Rund 1,19 Millionen Euro freigegeben – LH Wallner und LR Schwärzler: „Unverzichtbare Investitionen in die Lebens- und Standortqualität“
Bregenz (VLK) – Wasserwirtschaftliche Infrastrukturprojekte wie etwa der Erhalt bzw. Ausbau von Wasserversorgungs- oder Abwasserbeseitigungsanlagen sind für die verantwortlichen Gemeinden und Verbände mit einem beachtlichen Kostenaufwand verbunden. Um erforderliche Investitionen trotzdem garantieren zu können, tritt das Land auch in diesem Bereich als verlässlicher Partner auf, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Erich Schwärzler. Für acht Projekte im Bereich Siedlungswasserbau hat die Landesregierung kürzlich in Summe erneut rund 1,19 Millionen Euro freigegeben.

„Ein vorrangiges Anliegen der Landesregierung ist und bleibt es, die mit einer Fülle von Herausforderungen konfrontierten Vorarlberger Gemeinden bestmöglich zu entlasten und ihnen beim Erhalt und Ausbau ihrer Infrastrukturen engagiert zur Seite zu stehen“, bekräftigt Landeshauptmann Markus Wallner. Wenn es darum geht, den Lebensraum im Sinne der Menschen positiv weiterzuentwickeln, werden sich die Gemeinden auch in Zukunft auf das Land verlassen können, versichert Wallner.

Unverzichtbare Grundausstattung
Landesrat Schwärzler unterstreicht die Zuständigkeit und Verantwortung der öffentlichen Hand für die Wasserwirtschaft: „Wasser ist unser wichtigster Bodenschatz. Ihn gilt es zu schützen und im Eigentum zu bewahren, damit nachfolgende Generationen ebenso die Möglichkeit haben, über das Trinkwasservorkommen im Land selbst zu verfügen.“ Land und Gemeinden würden auch in Sachen Siedlungswasserbau sehr eng zusammenarbeiten. „Für die Attraktivität einer Gemeinde und für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gehört ein gut ausgebautes Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsnetz zur Grundausstattung“, betont der Landesrat. Wert und Notwendigkeit einer intakten Wasser-Infrastruktur werden von Landesseite immer wieder mit unterschiedlichen Aktivitäten und Aktionen ins Bewusstsein gerufen.

Wichtige Projekte
Die vom Land zugesagten Mittel fließen in den Ausbau von Wasserversorgungsanlagen in den Gemeinden Röns und Bürserberg. In den Städten Bregenz und Hohenems, den Marktgemeinden Lustenau und Rankweil und in der Gemeinde Tschagguns werden Abwasserbeseitigungsanlagen erneuert, saniert oder erweitert. Außerdem wurde dem Abwasserverband Region Walgau für die Anbringung einer Photovoltaikanlage bei der Abwasserreinigungsanlage eine Förderung zugesichert. Die Gesamtinvestitionskosten für alle acht Projekte zusammen belaufen sich auf insgesamt mehr als 5,6 Millionen Euro. „Damit sind Infrastrukturprojekte im Bereich der Wasserwirtschaft auch wichtige Impulsgeber für die heimische Wirtschaft“, betont Landeshauptmann Wallner

http://presse.cnv.at/land/dist/vlk-47781.html

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Land fördert den Betrieb von kommunalen Abwasserbeseitigungsanlagen

LH Wallner und LR Schwärzler: „Wichtige Finanzhilfe vor allem für kleinere Gemeinden“
Bregenz (VLK) – Für den Betrieb ihrer Abwasserbeseitigungsanlagen erhalten heuer 19 der 96 Vorarlberger Gemeinden finanzielle Unterstützung vom Land. Insgesamt werden 661.000 Euro ausbezahlt, informieren Landeshauptmann Markus Wallner und der für die Bereiche Umwelt und Wasser zuständige Landesrat Erich Schwärzler. „Das ist eine von etlichen Unterstützungsmaßnahmen des Landes, die darauf abzielt, die Gemeinden wirksam zu entlasten“, erklärt der Landeshauptmann.
Von dem Landesbeitrag würden vor allem kleinere Gemeinden bzw. der ländliche, weniger dicht besiedelte Raum Vorarlbergs profitieren, führt Wallner aus: „Im Mittelpunkt steht die Sicherung von gleichwertigen Lebensbedingungen auch abseits der großen Ballungszentren“. Werden diese Gemeinden in die Lage versetzt, ihre vielfältigen Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, steigt die Lebensqualität vor Ort und die Bevölkerung profitiert. Daher werde das Land auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für die Kommunen bleiben, versichert der Landeshauptmann: „Vorarlbergs Gemeinden können weiterhin auf die Unterstützung des Landes zählen, wenn es um die Sicherung ihrer kommunalen Infrastrukturen geht.“

Gebühren auf leistbarem Niveau
Der Zuschuss an die Gemeinden für den Betrieb ihrer Abwasserbeseitigungsanlagen wirkt sich auch bei den Kanalgebühren positiv aus. „Die Preise werden durch die Förderung für die Menschen auf einem leistbaren Niveau gehalten“, betont Landesrat Schwärzler. Für den Landesrat sichert diese Förderung auch die Lebensqualität in allen Teilen Vorarlbergs: „Für die Attraktivität einer Gemeinde und für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gehört ein gut ausgebautes Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsnetz zur Grundausstattung“. Der Betrieb, Erhalt und Ausbau der gut entwickelten Infrastruktur stelle eine permanente Herausforderung dar, die Land und Gemeinden nur gemeinsam bewältigen können, macht der Landeshauptmann abschließend deutlich.
Redakteur: Mag. Wolfgang Hollenstein

http://presse.cnv.at/land/dist/vlk-46616.html

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Gemeinsam sind wir stärker

Acht Gemeinden beschließen Zusammenarbeit
Die Anforderungen an die Abwasserwirtschaft liegen zunehmend
im Betrieb der Abwasseranlagen sowie in deren Wert und
Funktionserhalt. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden,
wird im Bundesland Oberösterreich verstärkt auf die Bildung
effizienter Organisationsformen mit Zielrichtung interkommunale
Zusammenarbeit gesetzt. Acht Kommunen im oberen Donautal
zwischen Passau und Linz haben sich dieser Herausforderung
gestellt. Nachdem das Land Oberösterreich bereits im
Vorfeld eine eigene Studie zu diesem Thema in Auftrag gegeben
hatte, wurde in intensiver Detailarbeit, unter Einbindung
aller Beteiligter ein Konzept erarbeitet, wie die Aufgabenwahrnehmung
im Rahmen einer Kooperation erfolgen sollte. Die
Prozessbegleitung erfolgte durch die Koordinierungsstelle in
der Abwasserwirtschaft des Landes Oberösterreich. Im…
den ganzen Artikel lesen Sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos#2014-1

Verantwortlich
Kanalwartungsverband Oberes Donautal
Niederranna 77, 4085 Wesenufer, Österreich
Tel. +43 (0)72 85/2 46 94
E-Mail: office@kwv-oberesdonautal.at

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Vorarlberg: 95,5 Mio. Euro fließen in Wasserwirtschaft

Heuer werden insgesamt 97,5 Millionen Euro für wasserwirtschaftliche Projekte in Vorarlberg investiert – davon kommen 17,6 Millionen Euro vom Land. Bund und Interessenten steuern die restlichen Mittel bei.
Die Trinkwasserversorgung sichern, Abwässer sammeln und reinigen, um Bäche und Flüsse rein zu halten und die Siedlungsräume bestmöglich gegen Hochwasser schützen – so fassen Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) die Investitionsschwerpunkte zusammen. Um die in der …mehr:

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2580227/

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Initiative in Österreich: VOR SORGEN: Sauberes Trinkwasser – sichere Abwasserentsorgung

Wer daheim den Wasserhahn aufdreht, will sauberes Trinkwasser genießen. Wer die Klospülung betätigt, möchte sein Abwasser sicher entsorgt wissen. Fast alle Haushalte in Österreich können darauf voll vertrauen – sie sind an das öffentliche Trink- und Abwassernetz angeschlossen. „Österreich hat eines der besten Trink- und Abwassersysteme der Welt. Dafür haben wir seit dem Jahr 1959 den stolzen Betrag von 55 Mrd. Euro investiert“, bilanziert Umweltminister Niki Berlakovich. Diese Netze von enormem Wert müssen gepflegt und erhalten werden, und die dafür nötige Finanzierung muss gesichert werden. Mit „VOR SORGEN“ tritt daher die Branche (ÖWAV und ÖVGW) zusammen mit Städte- und Gemeindebund, allen Bundesländern und dem Lebensministerium für den Erhalt der Trink- und Abwassernetze in Österreich auf.

Kommunen und lokale Wasser- und Abwasserverbände sowie alle interessierten Menschen und vor allem die EntscheidungsträgerInnen vor Ort werden in den kommenden Monaten mit Foldern, Plakaten und im Internet (www.wasseraktiv.at/vorsorgen) darüber informiert, wie wichtig es ist diese Systeme zu erhalten und was die besten Strategien und Maßnahmen sind. Ein Online-Schnelltest für Gemeinden und Verbände ermittelt ab März 2013 den kommenden Investitionsbedarf für das Leitungsnetz der eigenen Gemeinde oder den eigenen Verband in einer ersten groben Analyse für die kommenden 10 Jahre. Die eigenen Erhaltungsbemühungen und Erfordernisse der Gemeinde können mit jenen anderer Kommunen verglichen werden. Gleichzeitig startet eine Informationstour durch alle neun Bundesländer mit Veranstaltungen und Events, die von einer kompakten Info-Ausstellung begleitet werden.

Insgesamt sind in Österreich ca. 165.700 Kilometer an öffentlichen Trink- und Abwasserleitungen verlegt. 9 von 10 Haushalte sind an die öffentliche Ver- und Entsorgung angeschlossen. Viele Trink- und Abwasseranlagen, die schon vor Jahrzehnten errichtet wurden, müssen nun oder in den nächsten Jahren erneuert werden. Geschieht das nicht, so droht eine Zunahme von typischen Schäden am System wie undichten Leitungen, Rohrbrüchen oder Verstopfungen. Also geht es um den Erhalt einer sicheren Trinkwasserversorgung auf höchstem Niveau und um den Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen aus Abwasserkanälen.

VOR SORGEN – eine breite Initiative

Wie wichtig der Erhalt funktionierender Trink- und Abwassersysteme für die Gemeinde, die Stadt, die Region, ja für Wirtschaft, Umwelt und Tourismus im ganzen Land ist, soll den EntscheidungsträgerInnen sowie den BürgerInnen noch stärker bewusst werden. Gemeinsam sollen die Gemeinden, die Länder und auch der Bund die nötigen Erhaltungs- und Sanierungsstrategien formulieren und deren Finanzierung und Umsetzung langfristig sicher stellen. Das Lebensministerium unterstützt VOR SORGEN daher zusammen mit allen neun Bundesländern sowie dem Städte- und Gemeindebund, dem ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband) und der ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach).

Erfahren Sie mehr über die Initiative und besuchen Sie die Website www.wasseraktiv.at/vorsorgen. Dort können Sie auch weitere Detailinformationen zu den Themen Prüfen, Sanieren und Erhalten oder Info-Material wie Folder oder Plakate bestellen.

http://www.oewav.at/Page.aspx?target=160423&

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Österreich: Rufbereitschaftsdienste für kommunale Abwasseranlagen(Kanalisations- und Kläranlagen)

ÖWAV-Merkblatt
Allgemeines

Kommunale Abwasseranlagen weisen heute zumeist einen hohen Automatisierungsgrad für die meisten Prozesse auf und können daher zeitweise auch ohne ständige Anwesenheit von Personal betrieben werden. Um aber kurzfristig auf Probleme reagieren und die Behebung von Störungen von Anlagen und Einrichtungen durchführen zu können, wird für kommunale Abwasseranlagen ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Ein Bereitschaftsdienst kann in Form einer Arbeitsbereitschaft (diese ist jedenfalls Teil der Arbeitszeit) oder in Form einer Rufbereitschaft (diese ist nicht zwingend Teil der Arbeitszeit) eingerichtet werden. Im Regelfall wird mit einer Rufbereitschaft das Auslangen gefunden. Oft wird diese auch im wasserrechtlichen Bewilligungsbescheid vorgeschrieben. Die Rufbereitschaft ist meist so geregelt, dass ein Alarmierungssystem der Anlage den bereitschaftsdiensthabenden Mitarbeiter über ein Mobiltelefonnetz mit näherer Bezeichnung des Defektes bzw. der Störung auf der Anlage alarmiert.
Warum Bereitschaftsdienst?
Kommunale Abwasseranlagen stellen große Investitionen der öffentlichen Hand dar, die von den Kosten und von der technischen Komplexität her mit Industrieanlagen zu vergleichen sind. Für den Betrieb, die Betreuung, Wartung und Instandhaltung dieser Anlagen ist daher entsprechend qualifiziertes Personal erforderlich.
Der Bereitschaftsdienst hat zum Ziel:
• akute bzw. drohende Gewässerverunreinigungen zu verhindern bzw. möglichst schnell abzustellen oder zu reduzieren,
• nachhaltige Beeinträchtigungen der Reinigungsleistung hintanzuhalten, die durch den längeren Ausfall von Anlagenteilen verursacht werden können,
• Schäden, vor allem Folgeschäden an Bau-, Maschinen- und Elektronikteilen durch Störungen außerhalb der üblichen Dienstzeit (Nachtstunden, Wochenende, Feiertag) schnell zu erkennen und zu verhindern bzw. ihre Auswirkungen zu minimieren.
Derartige Schäden verursachen nicht nur direkte und indirekte Wiederherstellungs- bzw. Reparaturkosten, sondern können auch zu einer Gewässerverunreinigung führen (Fischsterben etc.). Dies kann Schadenersatzforderungen sowie verwaltungs- und (umwelt-)strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.
Der Bereitschaftsdienst stellt nicht nur eine Erfüllung wasserrechtlicher Verpflichtungen dar (Sicherstellung des fachgerechten Betriebes der Anlagen), sondern bedeutet auch Vorsorge zum Vermeiden bzw. Beschränken der Auswirkungen nicht vorhersehbarer Ereignisse und der damit verbundenen Schäden. Der Bereitschaftsdienst trägt zur Erhöhung der Betriebssicherheit bei und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.
Rechtliche Grundlagen
Während der Rufbereitschaft kann sich der Bereitschaftsdienst Leistende außerhalb der Dienststelle aufhalten, muss aber telefonisch jederzeit erreichbar sein und innerhalb eines vertretbaren Zeitraumes (z. B. 30 Minuten) auf die Anlagen gelangen können. Beim Eintreffen einer Störungsmeldung entscheidet der Diensthabende, in welcher Form ein Tätigwerden erforderlich ist.
Rechtliche Grundlagen und Grundsätze für den Bereitschaftsdienst sind u. a. im Arbeitszeitgesetz (AZG) und in den Gemeinde-Vertragsbediensteten-Gesetzen der Bundesländer festgelegt. Das AZG gilt speziell für Bedienstete von Abwasser- bzw. Reinhalteverbänden (nach WRG) und betrieblichen Abwasseranlagen und kann durch Kollektivverträge bzw. Betriebsvereinbarungen ergänzt werden.
Insgesamt ist es jedenfalls ratsam, klare Betriebsvereinbarungen zu erstellen, die Regelungen über zeitliche Aufteilung, Entgelt und Umfang der Tätigkeiten im Rahmen der Rufbereitschaft enthalten.
Fachliche Qualifikationen
Aufgrund des Inhaltes der Alarmmeldung, z. B. über ein Mobiltelefon, muss eine entsprechend qualifizierte Fachkraft beurteilen, ob die sofortige Beseitigung des Problems erforderlich ist.
Um auch tatsächlich problemgerecht reagieren zu können, ist für die Rufbereitschaft für kommunale Abwasseranlagen nur ausgebildetes Personal heranzuziehen, das zudem mit den entsprechenden Anlagen und Einrichtungen ausreichend vertraut ist (d. h., dass eine vorangehende Einschulung erforderlich ist).
Dies ist vor allem dann zu berücksichtigen, wenn bei kleineren Abwasseranlagen mit entsprechend geringem Personalstand die Rufbereitschaft aus rechtlichen, organisatorischen und/oder finanziellen Gründen für mehrere Anlagen gemeinsam organisiert wird.
Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf das ÖWAV-…mehr:

http://www.oewav.at/Page.aspx?target=65710&mode=form&app=134598&edit=0¤t=147712&view=134599&predefQuery=-1

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Wasserwirtschaft für Österreicher bei Klimawandel wichtiges, aber kein dominantes Thema

Die große Mehrheit der Österreicher hält den Klimawandel für ein ernstes bis sehr ernstes Problem und plädiert für Anpassungsmaßnahmen. Die Wasserwirtschaft steht für die Bevölkerung hierbei aber nicht im Vordergrund. Allerdings stufen gut 90 Prozent der Bürger auch hier Anpassungsmaßnahmen als wichtig oder sogar sehr wichtig ein.
…mehr unter:
http://www.euwid-wasser.de/nachrichten.html?&tx_ttnews[pointer]=2&cHash=02d6932cad

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Umwelthormone: Frauenboom bei Österreichs Fischen

Kaum Männchen im Netz: Zwei Drittel aller Fische in den fließenden Gewässern Österreichs sind weiblichen Geschlechts. Umweltgifte dürften an dem Phänomen Schuld sein, dessen Gefährlichkeit für den Men… mehr unter:
http://www.newstin.de/tag/de/97737755
wissen-news.de

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93 Prozent der Österreicher gegen Privatisierung der Wasserversorgung

Die Österreicher lehnen eine Privatisierung der Wasserversorgung weiterhin mehrheitlich ab. Wie aus dem „Wasserreport 2008″ der Aqua Quality Austria Wassermarketing GmbH (AQA) hervorgeht, sprechen sich 93 Prozent der Österreicher gegen eine Privatisierung aus.

Den ganzen Artikel lesen Sie unter: http://www.euwid-wasser.de

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Klärschlamm fliegt im Hubschrauber

Nach dem Tiroler Feldschutzgesetz ist die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung verboten. Deshalb muss der Klärschlamm von hochalpinen Schutzhütten mit Hubschraubern oder mit Seilbahnen ins Tal gebracht und dort verbrannt werden. Etwa 150 alpine Schutzhütten sind allein in Tirol davon betroffen. Der österreichische Alpenverein hat sich jetzt dafür ausgesprochen, die Klärschlammentsorgung von Schutzhütten flexibler zu regeln und eine vor Ort- Verwertung zuzulassen. Klärschlamm unterliegt in Österreich der Länderkompetenz. Der Alpenverein hält die Verordnung für überzogen, dagegen steht die Gesetzgebung Tirols, mit einem grundsätzlichen Verbot von landwirtschaftliche Klärschlammverwertung, keine Ausnahmen zulässt.

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Entwicklung und Implementierung einer Abflusssteuerung für das Kanalnetz der Stadt Wien (Entwässerungssysteme)

Lothar Fuchs, Thomas Beeneken (Hannover), Robert Nowak und Gernot Pfannhauser (Wien/Österreich)

Kurzbericht: Die Stadt Wien hat nach umfassenden Untersuchungen zur Aktivierung von Speicherräumen im Kanalnetz beschlossen, ein Echtzeitsteuerungssystem für das Wiener Kanalnetz zu entwickeln und zu implementieren. Diese Entwicklung und Implementierung erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren und wurde Ende 2005 abgeschlossen.
Das aufgestellte Messnetz dient zur Kalibrierung des Niederschlag-Abfluss-Modells sowie zur Erfassung der aktuellen Wasserstände und Durchflüsse im Rahmen der Steuerung. Es umfasst 25 Niederschlags-, 40 Durchfluss- und 20 Wasserstandsmessgeräte. Das gesamte Wiener Kanalnetz mit ca. 53 000 Haltungen wurde zur Entwicklung der Steuerungsstrategien und für die Online-Simulation auf ein Grobnetz mit ca. 2 200 Haltungen reduziert, zur Ermittlung der abflusswirksamen Flächen wurden Infrarot-Luftbilder verwendet. Basierend auf umfangreichen Simulationsrechungen, wurde eine Regelbasis entwickelt, in dem Programmpaket ITWH-Control abgebildet und im simulierten Steuerungsmodus weiter verfeinert. Im jetzigen Echtzeit-Betrieb kommt zusätzlich ein Vorhersagemodell zum Einsatz. Dabei werden, basierend auf Radar-Niederschlagsdaten, die zukünftigen Niederschläge vorhergesagt, mit denen wiederum mittels eines Online-Simulationsmodells die zu erwartenden Abflüsse und Wasserstände berechnet werden. Die Ergebnisse zeigen eine Reduzierung der Entlastungsmengen um mehr als 30 Prozent. Während des Betriebs wurden umfangreiche Erfahrungen gesammelt, die in eine Verbesserung des Gesamtsystems einfließen.

Den ganzen Bericht kann man in der KA Juli 2007 Seite 680 nachlesen.

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Kläranlage Wiener Neustadt-Süd produziert grünen Strom

Die Kläranlage meldet, dass sie bis Ende Mai 2007 bereits 795200kWh Strom ins öffentliche Netz eingespeist hat. Das sind drei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006. Die Eigenbedarfsdeckung lag damit bei ca. 85 Prozent. Eine weitere Verbesserung  wird durch den Bau eines zweiten BKH erreicht werden, dessen Bau beschlossen und dessen Einweihung bereits am 8.10.07 stattfinden soll.

Alle Informationen unter www.awvwns.at

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Aus der EU-Irland

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E.coli im Trinkwasser von Irland

Ende März erhielt Irland von der EU-Kommission eine so genannte Letzte schriftliche Verwarnung. Der Grund war, dass ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2002 noch immer nicht umgesetzt ist. Dieses bestimmte, dass in öffentlichen Verteilungssystemen und Systemen der gemeinsamen Wasserversorgung dafür zu sorgen ist, dass das Wasser frei von coliformen Keimen und E.coli ist.
Sollte Irland die Aussagen der Kommission nicht widerlegen können, wird sie ein weiteres Mal vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden. Tägliche Strafgelder bis zur Abstellung des Problems wären die Folge bei einer weiteren Verurteilung.

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Aus der EU-Frankreich

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Schmutzig oder sauber genug? So sieht es an der Seine wirklich aus

1,4 Milliarden Euro wurden im Großraum Paris in Kläranlagen und das Abwassersystem investiert, um die Wasserqualität der Seine für die olympischen Spiele zu verbessern. Aber haben sich diese Anstrengungen auch gelohnt? Mehr:
https://www.gmx.net/magazine/sport/olympia/sommer/schmutzig-sauber-39990352

 


Macron ruft zum Wassersparen auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der monatelangen Dürre in Frankreich landesweit zum Wassersparen aufgerufen. „Wegen des Klimawandels werden wir bis 2050 etwa 30 bis 40 Prozent weniger Wasser zur Verfügung haben als heute. Deswegen müssen wir uns langfristig auf das Wassersparen einstellen“, mehr:
https://www.stol.it/artikel/politik/macron-ruft-zum-wassersparen-auf

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Frankreich stellt Abwasserdaten für Corona-Monitoring online

In Frankreich stellen seit Ende Januar rund 40 Kläranlagen ihre Daten zur Überwachung von SARS-CoV-2 online zur Verfügung. Die Probenahme an den Kläranlagen erfolgt nach einem einheitli­chen Protokoll im Einlaufbereich. Die Daten des Obépine-Netzwerks sollen ei­nen genauen und unvoreingenommenen Blick auf die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung ermöglichen. Die Veröffent­lichung der Daten soll schrittweise auf alle 150 von Obépine überwachten Klär­anlagen ausgedehnt werden. Geplant ist, Indikatoren für etwa 30 Gemeinden zu veröffentlichen, die in Form von Kurven dargestellt werden sollen. Mit den Daten soll vor allem der Infektionsgrad der Be­völkerung besser abgebildet werden, da bei der normalen Testung der Großteil der asymptomatischen Fälle nicht in die Statistik eingeht. Mit seiner nahezu in Echtzeit erfolgenden Erfassung der Vi­ruszirkulation soll der Indikator im Ge­gensatz zu Tests und Krankenhausauf­enthalten eine frühzeitige Erkennung der Entwicklung der Epidemie ermöglichen.

https://www.reseau-obepine.fr

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EU-Kommission fordert Frankreich auf, die Anstrengungen zu verstärken, um die ökologisch vorgegebene Abflussmenge des Rheins wiederherzustellen

Die EU-Kommission fordert Frankreich auf, seinen unionsrechtlichen Verpflichtungen (Wasserrahmenrichtlinie) nachzukommen. Die Kommission fordert die französischen Behörden auf, den Zustand des Rheins auf seinem Hoheitsgebiet zu verbessern, um die ökologische Kontinuität zu gewährleisten, das heißt, die Migration von Fischarten über Staudämme hinaus zu ermöglichen. Im Rahmen der im Oktober 2000 angenommenen Richtlinie hatten sich die Mitgliedstaaten darauf geeinigt, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Wasserkörper bis 2015 in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden. Im Rahmen der EU-Richtlinien müssen EUMitgliedstaaten eine Reihe von Bedingungen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, des natürlichen Abflusses und gegen Verschmutzung erfüllen. Die Frist kann unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden, die Kommission befürchtet jedoch, dass Frankreich keine ausreichenden Gründe vorgelegt hat, um den Zeitpunkt der Einhaltung zu verschieben. Darüber hinaus haben die französischen Behörden keinen Zeitplan mit einem Programm zur Erfüllung dieser EU-Normen vorgelegt. Frankreich hat nun zwei Monate (bis September 2019) Zeit, um auf die Bedenken der Kommission zu reagieren. Andernfalls kann die Kommission beschließen, eine mit Gründen versehene Stellungnahme zu übermitteln.

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Regierung will ganzheitlichere Wasserbewirtschaftung in Kommunen

Die französische Regierung will die französischen Kommunen aufgrund des Klimawandels dazu ermuntern, Wasserressourcen ganzheitlicher zu bewirtschaften. Mit einer Regierungsanweisung an die Präfekten soll das Wasserressourcenmanagement durch territoriale Projekte für die Wasserwirtschaft (PTGE) neue Impulse bekommen, teilte das Umweltministerium in Paris mit. Landwirtschaftsminister Didier Guillaume, Umweltminister François de Rugy und Umweltstaatssekretärin Emmanuelle Wargon haben die Anweisung in der vergangenen Woche gemeinsam unterzeichnet. Dadurch soll die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel verbessert und Wasser besser genutzt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen seien für Gemeinden, Industrie, Landwirtschaft und Bürger zunehmend spürbar, erklärte das Ministerium. Angesichts einer immer knapper werdenden Ressource müssten alle Akteure die Lage nüchtern betrachten. Wo es technisch und wirtschaftlich relevant ist, sollten Wasserressourcen mobilisiert werden. Dort, wo sie am häufigsten vorkommen, sollten sie gespeichert und in Dürreperioden genutzt werden, ohne sie aus Flüssen oder dem Grundwasser zu entnehmen. Als Reaktion auf diese Herausforderungen habe die Regierung beschlossen, PTGE zu verallgemeinern, um einen lokal abgestimmten Ansatz mit allen Wassernutzern zu gewährleisten.

Präfekturen sollen PTGE-Ansatz unterstützen
Der dialogorientierte PTGE-Ansatz ermöglicht es, eine Diagnose der verfügbaren Ressourcen und des aktuellen und zukünftigen Bedarfs der verschiedenen Wassernutzungen durchzuführen, Einsparmaßnahmen für alle Nutzungen durchzuführen sowie die Landwirte bei der Umsetzung des ökologischen Landbaus zu unterstützen, führte das Ministerium weiter aus. Zudem schaffen PTGE die Voraussetzungen dafür, dass Kommunen Flächen für eine verstärkte Regenwasserversickerung entsiegeln, dass eine gerechte und nachhaltige Aufteilung der Ressourcen erfolgt und dass Anlagen zur Speicherung oder Verteilung von Wasser dort errichtet werden, wo es sinnvoll und nachhaltig ist. Laut Regierungsanweisung sollen die Präfekturen jede Phase des PTGE-Prozesses unterstützen, um die Entstehung und den Abschluss von PTGE zu erleichtern. Zudem soll die französische Agentur für biologische Vielfalt den Prozess begleiten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen.

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Französische Trink- und Abwasserpreise 11 Prozent unter europäischem Durchschnitt

In Frankreich liegen die Wasserpreise und Abwassergebühren im Durchschnitt 11 Prozent unter den Preisen und Gebühren in anderen europäischen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt das „11. Preisbarometer NUS Consulting“ für Wasser- und Abwasserdienstleistungen, das der französische Wasserwirtschaftsverband Fédération Professionnelle des Entreprises de l’Eau (FP2E) veröffentlicht …mehr:

https://www.euwid-wasser.de/news/international/einzelansicht/Artikel/franzoesische-trink-und-abwasserpreise-11-prozent-unter-europaeischem-durchschnitt.html

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EU-Kommission: Frankreich soll Richtlinie über prioritäre Stoffe umsetzen

Die EU-Kommission fordert Frankreich auf, zusätzliche Informationen über die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserpolitik in nationales Recht zu übermitteln. Dies hätte bereits bis zum 14. September 2015 erfolgen müssen. Mit der Richtlinie soll die Verunreinigung des Wassers an der Quelle reduziert werden, indem Konzentrationsgrade festgelegt werden, die keine Gefahr für die aquatische Umwelt und die menschliche Gesundheit darstellen. Nachdem Frankreich die ursprüngliche Frist hatte verstreichen lassen, erhielt es am 20. November 2015 ein Aufforderungsschreiben der Europäischen Kommission. Da die nationalen Umsetzungsvorschriften, die die französischen Behörden gemeldet haben, unvollständig sind, übermittelt die Kommission nun eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Reagiert Frankreich nicht binnen zwei Monaten, kann die Kommission den Fall an den Gerichtshof der Europäischen Union verweisen.

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EU-Kommission verklagt Frankreich wegen unsachgemäßer Abwasserbehandlung

Die Europäische Kommission verklagt Frankreich vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil der Mitgliedstaat die EURechtsvorschriften über die Behandlung von kommunalem Abwasser nicht einhält. Es werden 17 Gemeinden genannt, in denen die Abwasserbehandlung nicht den EUStandards entspreche. Im Jahr 2009 wurde Frankreich erstmals wegen dieses besonderen Falls verwarnt, der Gebiete mit einem Einwohnerwert zwischen 2000 und 15 000 betrifft.

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Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in kleineren Gemeinden zu verbessern

Die Europäische Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in einer Reihe kleiner Gemeinden im ganzen Land zu verbessern. Seit 2005 müssen nach EU-Recht in allen kleineren Gemeinden (also Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von 10 000 bis 15 000) die Abwässer einer Zweitbehandlung unterzogen werden. Im Jahr 2009 wurde ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich eingeleitet, da 551 kleinere Gemeinden die europäischen Normen nicht erfüllten. Danach wurden gute Fortschritte gemacht; jedoch entsprechen auch acht Jahre nach dem ursprünglichen Umsetzungsdatum 54 kleinere Gemeinden immer noch nicht den EU-Standards. Daher wurde eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt. Kommt Frankreich seinen Verpflichtungen aus der Richtlinie nicht nach, kann Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union erhoben werden.

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Fracking-Verbot in Frankreich verfassungsgemäß

Das Verbot der Förderung flüssiger oder gasförmiger Kohlenwasserstoffe durch Fracking in Frankreich bleibt in Kraft. Der französische Verfassungsrat erklärte das 2011 erlassene Verbot am 11. Oktober 2013 für verfassungskonform. Er lehnte damit eine Klage des texanischen Unternehmens Schuepbach Energy ab, das das Gesetz angefochten hatte.

www.gfa-news.de
webcode/20131011_001

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EU-Kommission verklagt Frankreich wegen fehlender Bekämpfung der Wasserverunreinigung durch Nitrat

Die Europäische Kommission verklagt laut Mitteilung vom 27. Februar 2012 Frankreich vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es, wie die Kommission meint, keine Maßnahmen ergriffen hat, um die Wasserverunreinigung durch Nitrat wirksam zu bekämpfen. Obwohl die Nitratrichtlinie seit 1991 in Kraft ist, habe Frankreich noch immer mehrere Gebiete nicht ausgewiesen, die durch Nitratverunreinigung gefährdet sind. Außerdem habe es bisher keine Maßnahmen ergriffen, um die Nitratverunreinigung in diesen Gebieten wirksam zu bekämpfen. Auf Empfehlung des EUUmweltkommissars Janez Potočnik verklagt die Kommission Frankreich daher jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof. Die Kommission hatte Frankreich am 26. Oktober 2011 eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt, in der sie auf rasche Bereinigung der Situation drängte. Frankreich hat eine Änderung seiner Rechtsvorschriften zugesagt, doch wegen der schleppenden Fortschritte und unzureichender Vorschläge für Änderungen hat die Kommission den Fall an den Europäischen Gerichtshof verwiesen.

www.gfa-news.de
Webcode: 20120227_006

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Frankreich aktiver bei industriellen Abwässern

Die Aufbereitung von industriellem Prozesswasser nimmt in Frankreich recht dynamisch zu. Der treibende Faktor ist nicht nur die Pflicht zum Umweltschutz, sondern auch das große Potenzial der Kostenersparnis für die Betriebe. Das Recycling der Abwässer könnte somit ein bedeutender Zukunftsmarkt werden. Der Markt wird auf rund 150 Mio. Euro geschätzt und dominiert von den Großkonzernen Veolia, Suez und Saur. Stärker einsteigen will Siemens Water Technologies, die bis 2013 einen Marktanteil von 20% anstrebt. »

Quelle: http://www.germanwaterpartnership.de/index.php?option=com_content&view=article&id=98&Itemid=73&lang=de

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Vorsicht bei Fischern aus Mosel und Rhone

PCB- Belastungen in einen 300 Kilometer langen Flussabschnitt der Rhone rund um Lyon führten dazu, dass ein Verzehrverbot für Fische erlassen wurde. Analysen  haben ergeben, dass sich in den Tieren über Jahre hinweg giftige Schadstoffe angereichert haben, vor allem PCB. Ursache sei nicht das Wasser als solches, sondern Ablagerungen am Grund des Flusses. Über die Nahrungskette haben sich die sehr stabilen Substanzen in dem Fettgewebe der Fische angereichert. Deshalb sind Baden und Wassersport weiterhin erlaubt.

Auch in der Mosel hat man belastete Fische gefunden, deshalb warnt das rheinland-pfälzische Umweltministerium in einem Merkblatt für Angler vor einem übermäßigen Verzehr von Weißfischen.

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Aus der EU-England 2023

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Großbritannien: Kläranlagen leiten massenhaft Abwasser ins Meer – 141.777 Vorfälle

Kotklümpchen beim Baden, gesperrte Strände: Vergangenen Sommer sorgte offensichtliche Wasserverschmutzung an den britischen Küsten für Empörung. Laut Opposition gab es 2022 mehr als 140.000 solche Vorfälle. Mehr:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/grossbritannien-klaeranlagen-leiten-massenhaft-abwasser-ins-meer-a-f065eefa-0b7c-46b8-b42e-05e96fc95ab0#ref=rss

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Weihnachtlicher Badespaß in Großbritannien durch Abwasser bedroht

„Die meisten Menschen träumen von weißen Weihnachten, nicht von braunen“, kritisieren die Liberaldemokraten. Denn nach starken Regenfällen dürfen Kläranlagen Abwasser ins Meer leiten.

Abwasser an den britischen Küsten …mehr:

https://www.diepresse.com/6231413/weihnachtlicher-badespass-in-grossbritannien-durch-abwasser-bedroht?from=rss

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Britische Gewässer: Abwässer verleiden Urlaubsfreude

Badegäste sind empört, Mediziner warnen vor gesundheitlichen Folgen: Ungeklärte Abwässer landen in britischen Seen und Flüssen sowie im Meer. Dass die Menge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, hängt auch mit dem Brexit zusammen.

https://www.az-online.de/welt/britische-gewaesser-abwaesser-verleiden-urlaubsfreude-zr-91743476.html

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Während sie Geld scheffeln, schwimmen wir in Abwasser

In Großbritannien werden Regenwasser und Abwässer in denselben Rohren zu den Kläranlagen geleitet. Weil die bei starken Regenfällen überlaufen können, darf überschüssiges Abwasser direkt ins Meer und die Flüsse geleitet werden. Der Unmut darüber wird immer größer – nicht nur in England.

Nach landesweiter Entrüstung über ins Meer geleitete Abwässer in Großbritannien will die Regierung …mehr:

https://www.welt.de/politik/ausland/article240712517/Faekalien-im-Meer-Minister-verteidigt-Reformplaene-fuer-britisches-Abwassersystem.html

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EU-Kommission fordert das Vereinigte Königreich auf, ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vollständig umzusetzen

Die Europäische Kommission fordert das Vereinigte Königreich auf, ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union aus dem Jahr 2012 (Rechtssache C-301/10) vollständig umzusetzen. Der Gerichtshof hatte festgestellt, dass das Vereinigte Königreich gegen seine Verpflichtungen aus dem EU-Recht in Bezug auf sachgerechte Systeme für die Sammlung und Behandlung des kommunalen Abwassers verstoßen hat, weil es nicht dafür Sorge getragen hat, Einleitungen kommunalen Abwassers durch Regenüberläufe aus der Kanalisation und den Kläranlagen von London und Sunderland (Whitburn) zu kontrollieren. Trotz erheblicher Fortschritte in London mit der Modernisierung von drei Kläranlagen und dem Bau des Lee-Tunnels wurden Einleitungen durch Regenüberläufe an der Themse bisher nicht unter Kontrolle gebracht. Die Modernisierung der Kanalisation von Whitburn wurde abgeschlossen, Überläufe wurden jedoch noch immer nicht in ausreichendem Maße reduziert. Da seit Ergehen des Urteils sechs Jahre vergangen sind, übermittelt die Kommission eine letzte Mahnung, bevor sie den Fall erneut vor Gericht bringt und finanzielle Sanktionen fordert. Das Vereinigte Königreich muss binnen zwei Monaten Stellung nehmen.

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EU-Kommission verklagt Vereinigtes Königreich wegen Mängeln bei der Abwassersammlung und -behandlung

Die Europäische Kommission verklagt das Vereinigte Königreich, weil das Land es in 17 Gemeinden versäumt hat, für ei-ne sachgerechte Abwasserbehandlung zu sorgen. In vier der 17 Gemeinden ist die Abwasserbehandlung unzureichend und in einer Gemeinde (Gibraltar) gibt es überhaupt keine Kläranlage. In zehn weiteren Gemeinden, in denen das Abwasser in empfindliche Gebiete wie Süßwasserbestände oder Flussmündungen ein-geleitet wird, entsprechen die vorhandenen Behandlungsverfahren nicht den für solche Gebiete erforderlichen strengeren Vorschriften. Außerdem geht es um über-mäßige Regenüberläufe in der Kanalisation in zwei Gemeinden. Derzeit werden innovative und umweltfreundliche nach-haltige Abwasserentsorgungskonzepte eingeführt, um die Lage zu verbessern. Das derzeitige Überlaufvolumen ist je-doch immer noch zu hoch, und mit einem vorschriftsmäßigen Betrieb ist nicht vor 2020 zu rechnen, so die EU-Kommission. Die Kommission verweist jetzt die Angelegenheit an den Gerichtshof der Europäischen Union.

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Vereinigtes Königreich und Spanien verletzen EU-Wasserrecht

Das Vereinigte Königreich und Spanien verletzen die Vorschriften der EU im Bereich Wasserrecht. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) Mitte Oktober in zwei Urteilen festgestellt. So fehlen laut dem EuGH in Spanien Bewirtschaftungspläne gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie für fast sämtliche Flusseinzugsgebiete des Landes (Rechtssache C-403/11). Diese hätten aber bis spätestens 22. Dezember 2009 vorliegen müssen. Bezüglich des Vereinigten Königreichs bemängelt der EuGH eine Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie (91/271/EWG) in zwei Fällen. In jeweils einem Ortsteil von Sunderland und London steht weder eine angemessene Kanalisation zur Verfügung noch wird eine geeignete Behandlung des Abwassers vorgenommen (Urteil C-301/10).

www.gfa-news.de
Webcode: 20121030_002

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Seepferdchen in der Themse

In der Themse in England wurden Seepferdchen (Hippocampus hippocampus) entdeckt. Dies teilte die Zoological Society of London (ZSL)am 6. April 2008 mit. Die Tiere seien in den vergangenen 18 Monaten im Rahmen routinemäßiger Monitorings des Vorkommens an Wildtieren beobachtet worden. Diese Entdeckungen wurden jedoch erst öffentlich gemacht, als die Seepferdchen und einige andere Spezies unter gesetzlichen Schutz gestellt werden konnten. Die ZSL wertet das Aufkommen von Seepferdchen in der Themse als Zeichen dafür, dass die Wasserqualität der Themse sich verbessert, und verspricht sich davon ein Signal an die Öffentlichkeit zugunsten verstärkter Anstrengungen beim Gewässerschutz.
www.projectseahorse.org

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Britische Regulierungsbehörde verhängt erstmalig Strafzahlung gegen private Wasserwirtschaft

Nach dem katastrophalen Bericht des britischen Unterhauses über die Mängel der Regulierungsbehörde Office of Water Services (Ofwat), die sich bisher mit einer effizienten Kontrolle der privaten Wasserwirtschaft schwer getan hatte, ist nun erstmals eine Geldstrafe durch die Owfat verhängt worden. Die bisherige RWE-Tochter „Thames Water“ hatte jahrelang ineffizient und teuer gearbeitet, die Rohrleitungssysteme verkommen und Milliarden Liter Wasser versickern lassen.

Thames Water muss 18 Millionen zahlen, den Großteil für das Zurückhalten von Informationen, zwei Millionen für einen schlechten Kundeservice. Auch wenn die Ofwat damit unter der maximalen Strafzahlung zurück blieb, ist die Tatsache der Strafzahlung an sich doch eine neue Qualität. Wird doch so auch erstmalig die Gewinnmaximierungspolitik privater Wasserver- und Wasserentsorger sanktioniert.

Von 2000 an verstieß Thames Water grundsätzlich gegen die Auflagen zur Instandsetzung des Rohrleitungssystems. Das Unternehmen hatte fortlaufend gegen die Ziele, den Wasserverlust zu reduzieren, verstoßen. 2006 kam der Höhepunkt: Die damalige RWE Tochter Thames Water verbot den sieben Millionen Londonern ihren Rasen zu wässern. Dabei ist die Wasserknappheit hausgemacht. Pro Tag versickern 895 Millionen Liter Wasser aus undichten Rohren, etwa 30 Prozent der gesamten Wassermenge. Mangelnde Finanzspielräume waren nicht der Grund der Vernachlässigung, allein 2005 stieg der Gewinn um 30 Prozent. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden die Wasserpreise in England und Wales noch einmal erhöht. Mit 3,14 Euro liegt der Höchstpreis für Abwasser mit 344 Prozent weit vom niedrigsten Preis entfernt.

Der RWE-Konzern hatte Thames Water Ende 2006 für umgerechnet 11,9 Milliarden Euro einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten verkauft.

Pressemitteilung der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.  16.10.2007

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Britische Gewässer: Abwässer verleiden Urlaubsfreude

adegäste sind empört, Mediziner warnen vor gesundheitlichen Folgen: Ungeklärte Abwässer landen in britischen Seen und Flüssen sowie im Meer. Dass die Menge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, hängt auch mit dem Brexit zusammen.

https://www.az-online.de/welt/britische-gewaesser-abwaesser-verleiden-urlaubsfreude-zr-91743476.html

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Während sie Geld scheffeln, schwimmen wir in Abwasser

In Großbritannien werden Regenwasser und Abwässer in denselben Rohren zu den Kläranlagen geleitet. Weil die bei starken Regenfällen überlaufen können, darf überschüssiges Abwasser direkt ins Meer und die Flüsse geleitet werden. Der Unmut darüber wird immer größer – nicht nur in England.

Nach landesweiter Entrüstung über ins Meer geleitete Abwässer in Großbritannien will die Regierung …mehr:

https://www.welt.de/politik/ausland/article240712517/Faekalien-im-Meer-Minister-verteidigt-Reformplaene-fuer-britisches-Abwassersystem.html

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EU-Kommission fordert das Vereinigte Königreich auf, ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vollständig umzusetzen

Die Europäische Kommission fordert das Vereinigte Königreich auf, ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union aus dem Jahr 2012 (Rechtssache C-301/10) vollständig umzusetzen. Der Gerichtshof hatte festgestellt, dass das Vereinigte Königreich gegen seine Verpflichtungen aus dem EU-Recht in Bezug auf sachgerechte Systeme für die Sammlung und Behandlung des kommunalen Abwassers verstoßen hat, weil es nicht dafür Sorge getragen hat, Einleitungen kommunalen Abwassers durch Regenüberläufe aus der Kanalisation und den Kläranlagen von London und Sunderland (Whitburn) zu kontrollieren. Trotz erheblicher Fortschritte in London mit der Modernisierung von drei Kläranlagen und dem Bau des Lee-Tunnels wurden Einleitungen durch Regenüberläufe an der Themse bisher nicht unter Kontrolle gebracht. Die Modernisierung der Kanalisation von Whitburn wurde abgeschlossen, Überläufe wurden jedoch noch immer nicht in ausreichendem Maße reduziert. Da seit Ergehen des Urteils sechs Jahre vergangen sind, übermittelt die Kommission eine letzte Mahnung, bevor sie den Fall erneut vor Gericht bringt und finanzielle Sanktionen fordert. Das Vereinigte Königreich muss binnen zwei Monaten Stellung nehmen.

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EU-Kommission verklagt Vereinigtes Königreich wegen Mängeln bei der Abwassersammlung und -behandlung

Die Europäische Kommission verklagt das Vereinigte Königreich, weil das Land es in 17 Gemeinden versäumt hat, für ei-ne sachgerechte Abwasserbehandlung zu sorgen. In vier der 17 Gemeinden ist die Abwasserbehandlung unzureichend und in einer Gemeinde (Gibraltar) gibt es überhaupt keine Kläranlage. In zehn weiteren Gemeinden, in denen das Abwasser in empfindliche Gebiete wie Süßwasserbestände oder Flussmündungen ein-geleitet wird, entsprechen die vorhandenen Behandlungsverfahren nicht den für solche Gebiete erforderlichen strengeren Vorschriften. Außerdem geht es um über-mäßige Regenüberläufe in der Kanalisation in zwei Gemeinden. Derzeit werden innovative und umweltfreundliche nach-haltige Abwasserentsorgungskonzepte eingeführt, um die Lage zu verbessern. Das derzeitige Überlaufvolumen ist je-doch immer noch zu hoch, und mit einem vorschriftsmäßigen Betrieb ist nicht vor 2020 zu rechnen, so die EU-Kommission. Die Kommission verweist jetzt die Angelegenheit an den Gerichtshof der Europäischen Union.

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Vereinigtes Königreich und Spanien verletzen EU-Wasserrecht

Das Vereinigte Königreich und Spanien verletzen die Vorschriften der EU im Bereich Wasserrecht. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) Mitte Oktober in zwei Urteilen festgestellt. So fehlen laut dem EuGH in Spanien Bewirtschaftungspläne gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie für fast sämtliche Flusseinzugsgebiete des Landes (Rechtssache C-403/11). Diese hätten aber bis spätestens 22. Dezember 2009 vorliegen müssen. Bezüglich des Vereinigten Königreichs bemängelt der EuGH eine Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie (91/271/EWG) in zwei Fällen. In jeweils einem Ortsteil von Sunderland und London steht weder eine angemessene Kanalisation zur Verfügung noch wird eine geeignete Behandlung des Abwassers vorgenommen (Urteil C-301/10).

www.gfa-news.de
Webcode: 20121030_002

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Seepferdchen in der Themse

In der Themse in England wurden Seepferdchen (Hippocampus hippocampus) entdeckt. Dies teilte die Zoological Society of London (ZSL)am 6. April 2008 mit. Die Tiere seien in den vergangenen 18 Monaten im Rahmen routinemäßiger Monitorings des Vorkommens an Wildtieren beobachtet worden. Diese Entdeckungen wurden jedoch erst öffentlich gemacht, als die Seepferdchen und einige andere Spezies unter gesetzlichen Schutz gestellt werden konnten. Die ZSL wertet das Aufkommen von Seepferdchen in der Themse als Zeichen dafür, dass die Wasserqualität der Themse sich verbessert, und verspricht sich davon ein Signal an die Öffentlichkeit zugunsten verstärkter Anstrengungen beim Gewässerschutz.
www.projectseahorse.org

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Britische Regulierungsbehörde verhängt erstmalig Strafzahlung gegen private Wasserwirtschaft

Nach dem katastrophalen Bericht des britischen Unterhauses über die Mängel der Regulierungsbehörde Office of Water Services (Ofwat), die sich bisher mit einer effizienten Kontrolle der privaten Wasserwirtschaft schwer getan hatte, ist nun erstmals eine Geldstrafe durch die Owfat verhängt worden. Die bisherige RWE-Tochter „Thames Water“ hatte jahrelang ineffizient und teuer gearbeitet, die Rohrleitungssysteme verkommen und Milliarden Liter Wasser versickern lassen.

Thames Water muss 18 Millionen zahlen, den Großteil für das Zurückhalten von Informationen, zwei Millionen für einen schlechten Kundeservice. Auch wenn die Ofwat damit unter der maximalen Strafzahlung zurück blieb, ist die Tatsache der Strafzahlung an sich doch eine neue Qualität. Wird doch so auch erstmalig die Gewinnmaximierungspolitik privater Wasserver- und Wasserentsorger sanktioniert.

Von 2000 an verstieß Thames Water grundsätzlich gegen die Auflagen zur Instandsetzung des Rohrleitungssystems. Das Unternehmen hatte fortlaufend gegen die Ziele, den Wasserverlust zu reduzieren, verstoßen. 2006 kam der Höhepunkt: Die damalige RWE Tochter Thames Water verbot den sieben Millionen Londonern ihren Rasen zu wässern. Dabei ist die Wasserknappheit hausgemacht. Pro Tag versickern 895 Millionen Liter Wasser aus undichten Rohren, etwa 30 Prozent der gesamten Wassermenge. Mangelnde Finanzspielräume waren nicht der Grund der Vernachlässigung, allein 2005 stieg der Gewinn um 30 Prozent. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden die Wasserpreise in England und Wales noch einmal erhöht. Mit 3,14 Euro liegt der Höchstpreis für Abwasser mit 344 Prozent weit vom niedrigsten Preis entfernt.

Der RWE-Konzern hatte Thames Water Ende 2006 für umgerechnet 11,9 Milliarden Euro einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten verkauft.

Pressemitteilung der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.  16.10.2007

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Neue Bücher-Wasserwirtschaft

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Bücher zur Wasserwirtschaft
Klimawandel aktueller denn je
Fließende Grenzen – Abwasserwirtschaft zwischen Demokratie und Diktatur
DWA-Themenband „Erfolgsbewertung von Maßnahmen zur Erreichung eines guten Gewässerzustands“
Handbuch „Wasserinfrastrukturen für die zukunftsfähige Stadt – Beiträge aus der INIS-Forschung“ erschienen 
Taschenbuch der Wasserwirtschaft 
Wörterbuch der Hydrologie  
DWA-Themenband T2/2013 „Wechselwirkungen zwischen Grund- und Oberflächenwasser“ 
Entwicklung eines Regelungskonzeptes für ein Ressourcenschutzrecht des Bundes
Kommentar WHG Wasserhaushaltsgesetz
Wirkung und Folgen möglicher Klimaänderungen auf den Grundwasserhaushalt 
Wasserlexikon: „Unser Wasser von A bis Z“ 
„Mathematische Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft“
„Klimawandel – Herausforderungen und Lösungsansätze für die deutsche Wasserwirtschaft“ 
Eine multikriterielle Analyse der Vulnerabilität der deutschen Regenwasserwirtschaft 
Siedlungswasserwirtschaft im ländlichen Raum – Teil Abwasserentsorgung 
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 27.10 
Der Wasseratlas  
Begriffsnormen für das Wasserwesen
Regionalisierung von Niedrigwasserkenngrößen 
Modelle zur operationellen Hochwasservorhersage 
Wasserversorgung im Umbruch. Der Bevölkerungsrückgang und seine Folgen für die öffentliche Wasserwirtschaft 
Naturnahe Sohlengleiten 
Aktive Beteiligung fördern! Ein Handbuch für die bürgernahe Kommune zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie 
Erschließung und Einbeziehung historischer Informationen für die Ermittlung extremer Hochwasserabflüsse – Fallbeispiele und Empfehlungen
Umweltdaten Deutschlands online verfügbar 
Wasserrecht im Umbruch
Wasser – Gewinnung, Nutzung und Entsorgung
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 22/2007
Der Neckar – das Land und seinen Fluss
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 21/2007 Verdunstung
„Die besten Ideen rund ums Wasser“
Wasser-Wirtschafts-Kurse M/3
Grundwasserfauna in Deutschland
Handbuch des deutschen Wasserrechts
Flussgebietsmanagment für die Werra
„Wasserhaushaltsgesetz zwischen Hochwasserschutz, strategischer Umweltprüfung und Förderalismusreform“
„Gewässer-Nachbarschaften 2007“
Anwendung von Ölaufnahmegeräten auf Binnen- und Küstengewässern
Tagungsband „Wasserwirtschaft – Demographischer Wandel -Auswirkungen auf die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur“
„Beeinflussung der Grundwasserqualität durch problematische Stoffe im Klärschlamm, Kompost undGülle- Grundlagen“


Klimawandel aktueller denn je

Der Klimawandel ist neben der Corona-Pandemie das beherrschende Thema gesellschaftlicher und politischer Diskussionen in der heutigen Zeit. Auch wir in der Siedlungswasserwirtschaft befassen uns aus vielfältigen Blickwinkeln heraus mit dieser sehr komplexen Thematik. So stellen die Auswirkungen der globalen Erwärmung und die Veränderungen in der Niederschlagsverteilung große Herausforderungen dar.

Diesen zu begegnen, heißt Lösungen zu finden für die durch Hitze- und Dürreperioden hervorgerufenen Verknappungen von Wasserressourcen oder für die durch den Anstieg des Meeresspiegels verursachte Versalzung des Grundwassers. Darüber hinaus gilt es, Überlastungen von Entwässerungssystemen wie auch hydraulische Stoßbelastungen von Kläranlagen aufgrund von Starkregenereignissen ebenso zu verhindern wie eine Erwärmung des Trinkwassers bei der Verteilung, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die Literatur zu diesem Thema ist ebenso vielfältig und herausfordernd wie das Thema selbst. Eine einfach zu lesende Lektüre nach dem Motto „knapp und bündig“ und nicht wissenschaftlich erläutert, macht das Buch

„KLEINE GASE – GROSSE WIRKUNG. DER KLIMAWANDEL“
von David Nelles und Christian Serrer (ISBN 978-3-9819650-0-1) zu einer angenehmen Lektüre. Man muss keine Fachbücher wälzen oder versuchen, komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse bis hin zu sich widersprechenden Behauptungen und Thesen zu verstehen. Ein Buch für Jung und Alt von zwei jungen Menschen geschrieben.

In diesem Zusammenhang ist auch in siedlungswasserwirtschaftlichen Fragestellungen die energetische Optimierung oder die mögliche Reduzierung von Methan bzw. Stickoxiden (wie z. B. Lachgas) Bestandteil aktueller Aufgabenstellungen. Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Energieauditor Soufiane Frindi. Er steht Ihnen unter der Telefonnummer +49 211 44991-24 oder per Mail unter soufiane.frindi@hydro-ingenieure.de gerne zur Verfügung.

https://www.hydro-ingenieure.de/klimawandel

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Fließende Grenzen – Abwasserwirtschaft zwischen Demokratie und Diktatur

120 Jahre Abwassermanagement im Ruhrgebiet bedeutet auch arbeiten in höchst unterschiedlichen politischen Sys­temen. Vom Kaiserreich über die Weima­rer Republik und dem Nationalsozialis­mus bis zur heutigen Demokratie. Die in der EGLV organisierten Abwasserverbän­de Emschergenossenschaft und Lippever­band blicken auf eine 120-jährige Ver­gangenheit zurück. Die Zeit des Natio­nalsozialismus sowie die Nachkriegszeit stehen im Fokus des Buches „Fließende Grenzen – Abwasserwirtschaft zwischen Demokratie und Diktatur“ die Historiker Eva Balz und Christian Kirchberg. Die Analysen zeigen, wie eine vermeintlich unpolitische Institution mit politischen Veränderungen umging, indem sie sich als unentbehrlicher Infrastrukturdienst­leister inszenierte und damit an einem Herrschaftssystem wie dem Nationalsozialismus nicht nur teilhatte, sondern es auch stabilisierte. Deutsche Geschichte am Beispiel der Abwasserwirtschaft.

Eva Balz, Christian Kirchberg: Fließende Grenzen – Abwasserpolitik zwischen Demokratie und Diktatur, 180 Seiten 19,95 €, Klartext-Verlag, Essen www.klartext-verlag.de ISBN 978-3-8375-2183-2

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DWA-Themenband „Erfolgsbewertung von Maßnahmen zur Erreichung eines guten Gewässerzustands“

Die DWA hat den Themenband „Erfolgs­bewertung von Maßnahmen zur Errei­chung eines guten Gewässerzustands“ (T2/2020) veröffentlicht.

Seit Inkrafttreten der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) hat nur ein geringer Anteil der Fließgewäs­serwasserkörper in Deutschland den gu­ten ökologischen Zustand bzw.das gute ökologische Potenzial erreicht.Dies bele­gen nachdrücklich die Aussagen im Be­richt der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zum Umsetzungsstand der Maßnahmen nach Wasserrahmen­richtlinie.Trotz einer Vielzahl von durch­geführten Maßnahmen machen sich die damit verbundenen Verbesserungen der Gewässerbeschaffenheit nicht in einer veränderten Bewertung bemerkbar.Zum Teil liegt dies sicherlich an den natürli­chen Rahmenbedingungen, die in der Regel nicht zu einer schnellen umfassen­den Besiedlung mit Zielorganismen füh­ren.Vermutlich sind aber auch weiterge­hende Gewässerentwicklungsmaßnah­men notwendig, um die angestrebten Ziele zu erreichen.In jedem Fall wurden in der Vergangenheit nicht gerade gerin­ge Investitionen getätigt, ohne dass an­scheinend ein Erfolg erzielt werden konnte, der in einer Verbesserung der ökologischen Qualitätskomponenten zum Ausdruck kommt.

Die Arbeit der DWA-Arbeitsgruppe GB-10.1 „Erfolgsbewertung von Maß­nahmen zur Erreichung eines guten Ge­wässerzustandes“ (Sprecher Dr.-Ing.Paul Wermter) im DWA-Fachausschuss GB-10 „Wasserrahmenrichtlinie“ zeigt, dass die aktuelle Bewertung nach EG-WRRL oft­mals nicht geeignet ist, Entwicklung und Zwischenerfolge von Renaturierungs­maßnahmen im Hinblick auf die biologi­schen Qualitätskomponenten darzustel­len.

Die Bewertung nach EG-WRRL ist eher großräumig auf Wasserkörper aus­gelegt und orientiert sich an naturnahen Zielzuständen, die per Definition nur ge­ringe anthropogene Abweichungen ge­genüber natürlichen Gewässern aufwei­sen dürfen.Dies ist insbesondere in Deutschland mit seinen überwiegend in­tensiv genutzten Flächen nur schwierig erreichbar.Erschwerend kommen die überwiegend komplexen Nutzungs- und damit Belastungsverhältnisse hinzu.So besteht aufgrund der Wechselbeziehun­gen zwischen den Belastungen und ihren Wirkungen auf die Lebensgemeinschaf­ten ein bedeutender Forschungsbedarf.

Die Arbeitsgruppe konnte auf Basis einer ausführlichen Literaturstudie zei­gen, dass vielfältige Einflussfaktoren auf die Entwicklung von ökologischen Ver­besserungsmaßnahmen an Fließgewäs­serabschnitten einwirken.Die Wirkun­gen positiver als auch negativer Einfluss­faktoren wurden zusammengetragen und beschrieben.Diese Wirkungen sind zu berücksichtigen, wenn umgestaltete Fließgewässerabschnitte zu planen, um­zusetzen und letztendlich zu bewerten sind.Mit der Bewertung und Analyse von unterschiedlichen Faktoren hat die DWA-AG GB-10.1 ein Gerüst erarbeitet, um in differenzierter Form eine Erfolgs­bewertung von Renaturierungsmaßnah­men durchführen zu können.Es handelt sich dabei jedoch weder um eine ge­schlossene Methode noch ein fertiges In­strument.

Eine Diskussion über eine Weiterent­wicklung der Prinzipien der Zustandsbe­wertung von Renaturierungserfolgen ist aus Sicht der Arbeitsgruppe erforderlich.Eine Differenzierung der Erfolgsbewer­tung ist nicht zuletzt für die erfolgreiche Darstellung der Investitionen in die Ge­wässerbewirtschaftung erforderlich.Die Arbeitsgruppe strebt damit keine grund­sätzliche Änderung der bisherigen Zu­standsbewertung von Wasserkörpern in fünf Klassen an.Sie schlägt jedoch die Integration einer differenzierten Bewer­tung der Maßnahmenwirkungen in die Berichterstattung zur EG-WRRL vor.

Es ist nicht die Absicht dieser Arbeit, das Ambitionsniveau der biologischen Bewertungskomponenten zu mindern, sondern einen Beitrag dazu zu leisten, den hierüber vorliegenden Wissensstand für die Darstellung von Maßnahmener­folgen nutzbar zu machen.

Themenband T2/2020 „Erfolgsbewertung von Maßnahmen zur Erreichung eines guten Gewässerzustands“, Juli 2020 33 Seiten, ISBN 978-3-88721-973-4 Ladenpreis: 55,50 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 44,40 Euro.

Herausgeber und Vertrieb:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 02242/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: http://www.dwa.de/shop  

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Handbuch „Wasserinfrastrukturen für die zukunftsfähige Stadt – Beiträge aus der INIS-Forschung“ erschienen

Der Abschlussband zur BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (INIS)“ ist fertiggestellt. Das Handbuch „Wasserinfrastrukturen für die zukunftsfähige Stadt – Beiträge aus der INIS-Forschung“ bietet eine Gesamtdarstellung der wichtigsten Erkenntnisse aus den mehr als drei Jahren Laufzeit der BMBF-Fördermaßnahme.
Das Handbuch, herausgegeben von Deutschen Institut für Urbanistik, soll die Ergebnisse aus der INIS-Forschung für einen breiten Kreis potenzieller Nutzerinnen und Nutzer verfügbar machen. Vor allem aber die Kommunen sowie die Wasserwirtschaft werden adressiert.
Dr. Susanne Schön und Wolf Raber von inter 3 stellen darin Ergebnisse des Projekts ROOF WATER-FARM vor und wagen einen Blick in die Zukunft. In ihrem Artikel „Gebäudeintegrierte Lebensmittelproduktion unter Wiederverwendung von Abwasser: Umsetzungsstrategien für ROOF WATER-FARM-Konzepte“ zeigen sie auf, welche Rahmenbedingungen und Hemmnisse für die Umsetzung von solchen Konzepten in Berlin bestehen, und welche Umsetzungsstrategien darauf aufbauend entwickelt werden können. Zusätzlich wird in zahlreichen weiteren Beiträgen aus Sicht der unterschiedlichen Projektpatner und beteiligten Disziplinen auf das ROOF WATER-FARM Projekt eingegangen.

Das Handbuch ist hier als PDF abrufbar:
https://nawam-inis.de/sites/default/files/dokumente/publikationen/2017_nawam-inis_abschlusspublikation.pdf

Quelle:
http://www.inter3.de/de/aktuelles/details/article/handbuch-wasserinfrastrukturen-fuer-die-zukunftsfaehige-stadt-beitraege-aus-der-inis-forschung.html

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Taschenbuch der Wasserwirtschaft

Das Taschenbuch der Wasserwirtschaft, das bewährte Kompendium des gesamten Grundlagenwissens der Wasserwirtschaft, ist seit 1958 in jetzt neun Auflagen erschienen. Um auch bei Berücksichtigung zahlreicher neuer Erkenntnisse und Entwicklungen den Umfang des Werkes im Rahmen zu halten, sind alle Kapitel gänzlich neu gefasst und gestrafft worden. So ergab sich eine konzentrierte Darstellung aller Fachgebiete der Wasserwirtschaft und des Wasserbaus. Acht Kapitel sind den wasserwirtschaftlichen und wasserbaulichen Grundlagen gewidmet: Physik und Chemie des Wassers; Wasserhaushalt, Gewässer, Hydrometrie; Gewässerökologie; Hydraulik; Boden; Grundwasser; Ingenieurhydrologie; Wasserrecht und Abfallrecht. Sieben weitere Kapitel betreffen die wasserbaulichen Maßnahmen: Gewässerregelung; Be- und Entwässerung; Stau- und Wasserkraftanlagen; Küsteningenieurwesen; Binnenverkehrswasserbau; Wasserversorgung; Abwassertechnik. Schließlich befassen sich vier Kapitel mit den Themen Abfalltechnik; Altlasten; Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, wasserwirtschaftlichen Planungen. Das „Taschenbuch der Wasserwirtschaft“ somit wieder auf neuestem Stand, wendet sich vor allem an die im Beruf stehenden Wasserbau- und Wasserwirtschaftsingenieure sowie an die Studierenden, an die Mitarbeiter der Wasserwirschafts-, Wasser und Schifffahrtsverwaltungen, an Wasserwerke und Abwasserverbände, Stadtbauämter, Bau- und Hafenbehörden, Wasserwirtschafts-, Wasser- und Bodenverbände, Ingenieurbüros und Bauunternehmen, aber ebenso an Geographen, Landvermesser, Geologen, Chemiker, Land- und Forstwirte, Biologen, Limnologen, Ökologen, Landschaftsarchitekten und Umweltschutzbeauftragte, die sich mit Aufgaben und Problemen spezieller Fachgebiete der Wasserwirtschaft vertraut machen möchten.

Kurt Lecher, Hans Peter Lühr, Ulrich C. E. Zahnke: Taschenbuch der Wasserwirtschaft, 1305 Seiten, 99,99 Euro Springer Vieweg, Wiesbaden www.springer.com
ISBN 978-3-528-12580-6

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Wörterbuch der Hydrologie

Als Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen dem englischen und dem deutschen Sprachraum in der Hydrologie dient das „Kurze Wörterbuch der Hydrologie“ von Beate Blumenkamp. Es wendet sich mit dem Fachvokabular der Hydrologie an Studenten und professionelle Hydrologen. Die Autorin Beate Blumenkamp verfügt über langjährige Erfahrungen im Wasserbau und in der internationalen Fort- und Weiterbildung. Parallel zu diesen Tätigkeiten hat sie das Fachvokabular in sechs Sprachen archiviert. Beate Blumenkamp:

Kurzes Wörterbuch der Hydrologie DE-EN EN-DE,
212 Seiten 14,95 Euro,
Windsor Verlag,
Hamburg

www.windsor-verlag.com
ISBN 978-1-627840-90-3

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Neu erschienen DWA-Themenband T2/2013 „Wechselwirkungen zwischen Grund- und Oberflächenwasser“

Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Grundwasserleitern und Oberflächengewässern prägen entscheidend den Landschaftswasserhaushalt. Der weitaus größte Anteil des Wassers in oberirdischen Gewässern sickert aus den angrenzenden Grundwasserspeichern ein. Bei hohen Wasserständen durch Hochwasser erfolgt umgekehrt eine Rückspeicherung von Oberflächenwasser in die angrenzenden Grundwasserleiter. Wegen der Komplexität der Wechselwirkungen orientieren sich auch heute noch hydrologische Modelle vielfach nur an Größe, Topographie und Morphologie der oberirdischen Einzugsgebiete, was zu groben Fehleinschätzungen führen kann. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Verfahren und Modelle für die Beschreibung und Quantifizierung der hydrologischen, hydraulischen, geochemischen und biologischen Prozesse zwischen Grund- und Oberflächenwasser entwickelt und angewandt. Das vorliegende Heft der DWA-Themen zeigt den Stand auf diesem Gebiet auf. Fallbeispiele ergänzen die grundsätzlichen Erläuterungen.

DWA-Themenband T2/2013 „Wechselwirkungen zwischen Grundund Oberflächenwasser“,
September 2013
157 Seiten,
ISBN 978-3-944328-20-1

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Entwicklung eines Regelungskonzeptes für ein Ressourcenschutzrecht des Bundes

Das Umweltbundesamt hat Ende Oktober in einem gleichnamigen Band die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Ein Regelungskonzept für ein Ressourcenschutzrecht des Bundes“ veröffentlicht. Die entwickelten Vorschläge für das Regelungskonzept fußen auf einem im Projekt entwickelten Modell zur Priorisierung von Rohstoffen. Die Autoren haben zudem ein Set an Instrumenten des Ressourcenschutzes untersucht. Zentrales Element des Regelungskonzeptes ist ein Ressourcenschutzgesetz, welches als subsidiäres Stammgesetz nach dem Vorbild des UVPG gestaltet ist. Joachim Sanden, Thomas Schomerus, Falk Schulze:
Ein Regelungskonzept für ein Ressourcenschutzrecht des Bundes 2012,
661 Seiten,
87,80 Euro
Erich Schmidt Verlag, Berlin

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Kommentar WHG Wasserhaushaltsgesetz

Dr. jur. Konrad Berendes, Prof. Dr. jur. Walter Frenz, Prof. Dr. jur. Hans-Jürgen Müggenborg (Hrsg.)
2011, 1724 Seiten, inkl. Online-Zugang zu wasserrechtlicher Vorschriftendatenbank, 15,8 x 23,5 cm, fester Einband,
ISBN 978-3-503-12666-8, Erich Schmidt Verlag
Einzelpreis: EUR 154,00
Der neue Kommentar bietet eine ausführliche und praxisorientierte Erläuterung des WHG 2010. Abweichende bzw. ergänzende landesrechtliche Regelungen werden ebenso berücksichtigt wie die europarechtlichen und umweltpolitischen Hintergründe. Ebenfalls enthalten ist eine detaillierte Gegenüberstellung von altem und neuem Recht einschließlich der ganz neu in das WHG 2010 aufgenommenen Vorschriften. Zum Umfang des Kommentars gehört zudem der Zugriff auf eine tagesaktuelle Online-Datenbank mit wichtigen wasserrechtlichen Vorschriften von Bund und Ländern. Das kompetente und erfahrene Autorenteam besteht aus Anwälten, Verbandsjuristen, Umweltberatern, Hochschullehrern und Ministerialbeamten, darunter auch Ministerialrat a.D. Dr. jur. Konrad Berendes, der den Entwurf des WHG 2010 federführend begleitet hat. Dr. Berendes hat außerdem fast zwei Jahrzehnte maßgeblich im DWA-Hauptausschuss „Recht“ mitgearbeitet.

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Wirkung und Folgen möglicher Klimaänderungen auf den Grundwasserhaushalt

April 2011, 142 Seiten, 70 Bilder, 15 Tabellen, DIN A4
ISBN 978-3-941897-78-6
Einzelpreis EUR 74,00 / Preis für fördernde DWA-Mitglieder EUR 59,20
Der Themenband behandelt die Wirkung und Folgen möglicher Klimaänderungen auf den Grundwasserhaushalt und formuliert Anforderungen an Wasserhaushaltsmodelle, um mit diesen unter sich ändernden Klimabedingungen belastbare Aussagen zu möglichen Klimafolgen treffen zu können. Er nennt auf der Grundlage von elf einschlägigen Fallstudien in Deutschland und Österreich einzelne Lösungsansätze, die in besonderem Maße auf den Schutz der Grundwasserressourcen abzielen. Die aufgeführten Steckbriefe und Porträts von Fallstudien geben einen sehr guten Überblick über bereits abgeschlossene oder noch laufende regionale Klimastudien in Deutschland. Sie beschreiben die berücksichtigten Eingangsdaten, die verwendeten Klima- und Wasserhaushaltsmodelle sowie die Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen. Dem Aspekt der Unsicherheitsbetrachtungen in den Studien wird gesondert Beachtung geschenkt. Der Themenband richtet sich mit seinen Denkanstößen an die in Verbänden, Umwel t- und Wasserwirtschaftsverwaltungen in Ländern und Kommunen tätigen Fachleute, die landwirtschaftliche Beratung und an Landwirte.

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Wasserlexikon: „Unser Wasser von A bis Z“

Zum diesjährigen Tag des Wassers am 22. März ist das Lexikon „Unser Wasser von A bis Z“, herausgegeben von Emschergenossenschaft und Lippeverband, erschienen. Kurz und prägnant bringt es in mehr als 1 400 Stichworten Begriffe der Wasserwirtschaft auf den Punkt. Vor dem Hintergrund der weltweiten Herausforderungen hinsichtlich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung oder aber der Klimaveränderungen ist es eine umfassende Informationsquelle sowohl für Laien als auch für Fachleute. Das Buch gibt die Erfahrungen von Emschergenossenschaft und Lippeverband leicht verständlich weiter: Von A wie Abwasserreinigung bis Z wie Zisterne werden sowohl Fachpublikum als auch Außenstehende informativ in den Wasserwortschatz eingeführt. Mehrere Einträge widmen sich darüber hinaus dem Thema Hochwasser – ein Bereich, der nicht erst durch die Ereignisse in Japan aktuell ist: von Hochwasser über Hochwasserrisiko und Hochwasserrückhaltebecken bis hin zum Hochwasserschutz.

Autoren:
Stemplewski, J., Ruppert, J.:
Unser Wasser von A bis Z – Ein Lexikon
zur Wasserwirtschaft, 2011
368 Seiten, gebunden, 32,90 Euro
Oldenbourg Industrieverlag, München
ISBN 978-3-8356-3237-0 A

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„Mathematische Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft“

Die Siedlungswasserwirtschaft ist ein äußerst komplexes Arbeitsfeld, in das praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen der Ingenieurwissenschaften, der Biologie, der Hydrologie und der Informatik einfließen. Sie umfasst die Bereiche der Trinkwasseraufbereitung, Wasserversorgung, Abwasserableitung, Abwasserreinigung und zum Teil die Gewässergüte. In vielen Fällen gibt es Überschneidungen und Schnittmengen zwischen einzelnen Aufgabenfeldern. Hydrologische Belange spielen bei der Wasserversorgung, Abwasserableitung und -reinigung sowie der Gewässergüte eine wichtige Rolle. Biologische Umsatzprozesse sind Grundlage der Reinigungsprozesse sowohl im Gewässer als auch bei den technisierten Verfahren der Abwasserreinigung.
Ziel des Buches ist, dem Anwender nach einer Einführung in die Thematik der dynamischen Simulation biochemischer Prozesse konkrete Hinweise für die Modellierung unterschiedlicher Systeme zu geben. Das Buch legt den Schwerpunkt dabei auf Belebungsanlagen, Gewässer, aerobe Granula und die anaerobe Vergärung nachwachsender Rohstoffe. Aktuelle, international anerkannte Modelle wie das Activated Sludge Model No. 3 oder das Anaerobic Digestion Model No. 1 werden ausführlich in Ihrer Anwendung und Kalibrierung beschrieben. Das Buch ist ausgehend von der Habilitation von Herrn Wichern an der TU München bei den Professoren Horn, Rosenwinkel, Wilderer und Rank entstanden und wird im Oldenbourg-Industrieverlag unter dem Titel „Mathematische Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft“ (ISBN 978-3-8356-3179-3) erscheinen.

Quelle:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/siwawi/

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„Klimawandel – Herausforderungen und Lösungsansätze für die deutsche Wasserwirtschaft“

Mai 2010, 32 Seiten, 4 Bilder, DIN A4
ISBN 978-3-941897-19-9
Einzelpreis: EUR 32,00 / Preis für fördernde DWA-Mitglieder: EUR 25,60
Die DWA-Fachgremien befassen sich intensiv mit den Fragestellungen zum Klimawandel und bieten fachlich fundierte Lösungsstrategien sowie konkrete Maßnahmen zur Berücksichtigung sich ändernder hydrologischer Rahmenbedingungen an. Der Themenband benennt die zu erwartenden Änderungen in den Bereichen Hydrologie, Wasserbau, Wasserversorgung, Siedlungsentwässerung, Gewässerökologie, Wirtschaft sowie Kommunikation und Kooperation. Die Herausforderungen werden in kompakter Weise zusammengestellt, konkrete Handlungsfelder werden dargelegt und Aufgaben zur Lösung der erwarteten Klimafolgen benannt. Er stellt konkrete Empfehlungen und Konzepte bereit, um die negativen Auswirkungen zu mindern bzw. um nationale Anpassungsstrategien an die sich verändernden Bedingungen zu entwickeln.

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Eine multikriterielle Analyse der Vulnerabilität der deutschen Regenwasserwirtschaft

Konzeption eines systemischen Nachhaltigkeitsmanagements

Dem interdisziplinär lautenden Thema
mit seinem Schwerpunkt im Bereich der
Wirtschaftswissenschaften folgend besteht
die Dissertationsschrift hinsichtlich
der begrifflichen Herleitungen und der
theoretischen Konzeption eines systemischen
Nachhaltigkeitsmanagements überwiegend
aus wirtschaftswissenschaftlichen
Betrachtungen.
Der Doktorand wendet das von ihm
theoretisch begründete Nachhaltigkeitsmanagement
auf die Regenwasserbewirtschaftung
der Siedlungs- und Verkehrsflächen
in Deutschland an und zwar in
einer Gegenüberstellung der gegenwärtig
dominierenden Verfahren, die dem
Prinzip der möglichst vollständigen Ableitung
des Regenwassers folgen und…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2010 ab Seite 485

Dissertation von
Dipl.-Ök. Perry Scholltmann
Betreuer: Prof. Dr. Georg Meran
Fachgebiet Umweltökonomie und
Wirtschaftspolitik der TU Berlin
erschienen im Verlag mbv, Berlin, 2009
(ISBN 978-3-86664-615-5)

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Siedlungswasserwirtschaft im ländlichen Raum – Teil Abwasserentsorgung

Weiterbildendes Studium „Wasser und Umwelt“, Bauhaus-Universität Weimar
2. Auflage März 2010, 277 Seiten, 132 Abbildungen, 90 Tabellen, broschiert, DIN A4
ISBN 978-3-86068-310-1, Verlag der Bauhaus-Universität Weimar
Einzelpreis: EUR 40,00

Bei Entscheidungen für Maßnahmen zur Abwasserentsorgung im ländlichen Raum gibt es wegen der Weitläufigkeit der Entwässerungsgebiete eine Vielzahl von Alternativen (wie dezentral oder zentral orientierte Lösungen), die eine fundierte konzeptionelle Planung erfordern. Im vorliegenden Buch werden die Besonderheiten der Abwasserableitung und Abwasserbehandlung in ländlich strukturierten Gebieten erläutert. Neben den rechtlichen Grundlagen werden Verfahren zur Abwasserableitung, Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung, Verfahren zur Abwasserbehandlung in technischen und naturnahen Kläranlagen, zur Klärschlammbehandlung sowie neuartige Sanitärkonzepte beschrieben. Außerdem wird auf die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsvergleichen bei Alternativen in der Abwasserentsorgung eingegangen.

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Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 27.10

Auen und Hochwasser
Beiträge zum Internationalen Symposium am 10./11. Februar 2010 in Ingolstadt
Herausgeber: Bernd Cyffka, Hans-B. Kleeberg
2010, 188 Seiten, 89 Abbildungen, 14 Tabellen, broschiert, DIN A4
ISBN 978-3-941897-08-3
Einzelpreis: EUR 50,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 40,00
Preis der digitalen Fassung auf CD-ROM:
Einzelpreis: EUR 29,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 23,20

Die Flussauen Mitteleuropas sind in den vergangenen 150 Jahren stark verändert worden, denn sie waren schon immer bevorzugte Siedlungsgebiete. Durch den Druck von Landwirtschaft, Verkehr und Industrie sowie von Siedlung und Gewerbe sind ihre Wasserläufe oft gestreckt und ausgebaut, ihre Überschwemmungsflächen kultiviert und ausgedeicht worden. Doch Auen dienen nicht allein der Nutzung durch den Menschen, sondern sind in ihrer ursprünglichen Gestaltung für den Schutz vor Hochwasser unabdingbar und für das Funktionieren der Ökosysteme unverzichtbar. Seit wenigen Jahrzehnten werden Lösungen erarbeitet und an Beispielen in der Praxis erprobt. Der Tagungsband widmet sich diesem aktuellen Thema. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden wissenschaftliche Grundlagen betrachtet, mögliche Lösungswege aufgezeigt, verschiedene Beispiele aus dem In- und Ausland vorgestellt und wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit gegeben.

Weitere Informationen und Bestellung:
http://www.dwa.de/news/news-ref.asp?ID=5343

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Der Wasseratlas

Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens
Maggie Black und Jannet King
2009, 126 Seiten, mit vierfarbigen Karten, 24,5 x 19 cm, broschiert
ISBN 978-3-434-50628-7, Europäische Verlagsanstalt
Einzelpreis: EUR 19,90

Dass Wasserknappheit zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden ist, ist bekannt. Aber die Tatsache, dass es sich hierbei nicht ausschließlich um ein Ressourcenproblem handelt, weniger. Schlechte Finanzierung und unzureichendes Management sind letztendlich die entscheidenden Ursachen dafür, dass heute weltweit etwa 1 Mrd. Menschen keinen garantierten Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und es 2,5 Mrd. an einer adäquaten Abwasserentsorgung mangelt. Detailliert, faktenreich, mit einer Vielzahl farbiger Grafiken und Tabellen sowie mit beeindruckenden Fotografien zeichnet das Buch ein objektives Bild über den Zustand der wichtigsten Lebensressource auf unserem Planeten. Das Themenspektrum umfasst die Wasserknappheit und die Abhängigkeit von Wasser, die Ausbeutung des Grundwassers, der Gebrauch von Schmutzwasser und die Entsalzung. Behandelt werden außerdem die Themen Vergiftung und Erkrankung, Fluten und Dürren, Abwassersysteme und die
Gesundheit der Menschheit, wirtschaftliche und internationale Konflikte, Wasserkraft, Talsperren und Bewässerungssysteme sowie Nutzung und Aufbereitung von Wasser.

Weitere Informationen und Bestellung:
http://www.dwa.de

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Begriffsnormen für das Wasserwesen

Mit diesem Werk einer zweibändigen Taschenbuchausgabe
steht allen, die in den
vielfältigen Tätigkeitsbereichen der Wasserversorgung,
des Wasserbaus und der
Abwassertechnik tätig sind, eine hilfreiche
Arbeitsunterlage und ein nützliches
Nachschlagewerk zur Verfügung. Die aus
Gründen der Übersichtlichkeit zum Teil
gekürzten Begriffsnormen stellen die
wichtigsten Fachausdrücke einschließlich
der zugehörigen Definitionen bereit. Das DIN-Taschenbuch 211/1 deckt die
Bereiche Wasserwesen allgemein, Wasserversorgung,
Wasserbau und Abwassertechnik
ab, im später folgenden Band
211/2 finden sich die Begriffe zur Untersuchung
von Abfall, Boden und Wasser.

DIN (Hrsg.): Begriffsnormen für das
Wasserwesen – Wasserversorgung,
Abwassertechnik, Wasserbau, Begriffe
DIN-Taschenbuch 211/1, 4. Auflage 2009
627 Seiten, A5, broschiert, 145,00 Euro
Beuth Verlag, Berlin
ISBN 978-3-410-17515-5

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Regionalisierung von Niedrigwasserkenngrößen

August 2009, 66 Seiten, 29 Bilder, 12 Tabellen, DIN A4
ISBN 978-3-941089-75-4
Einzelpreis: EUR 55,00 / Preis für fördernde DWA-Mitglieder: EUR 44,00

Zur quantitativen Beurteilung der Auswirkungen von Niedrigwasserabflüssen müssen diese hinsichtlich verschiedener Kenngrößen wie Abflusswert, Häufigkeit und Dauer für die betroffenen Gewässer ermittelt werden. Soweit ausreichende Messreihen an einer interessierenden Stelle vorliegen, gibt es seit längerem erprobte Verfahren für solche Untersuchungen. Wenn Abflusswerte an einer anderen Stelle am Gewässer benötigt werden als an der Pegelstelle oder an einem Gewässer ohne geeignete Messwerte, ist eine Übertragung von der Pegelstelle auf die interessierende Stelle erforderlich. Die hierzu notwendigen Methoden werden allgemein unter dem Begriff „Regionalisierung von Abflüssen“ zusammengefasst. Um für Aktivitäten auf diesem Gebiet eine Grundlage nach dem heutigen Stand des hydrologischen Wissens zu schaffen, hat die DWA-Arbeitsgruppe „Niedrigwasser“ den vorliegenden Band der DWA-Themen erarbeitet.

Weitere Informationen und Bestellung:
www.dwa.de/news/

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Modelle zur operationellen Hochwasservorhersage

Juli 2009, 68 Seiten, 18 Bilder, 3 Tabellen, 5 Anlagen, 3 Ausklappseiten, DIN A4
ISBN 978-3-940173-72-0
Einzelpreis: EUR 57,00 / Preis für fördernde DWA-Mitglieder: EUR 45,60

Hochwasservorhersagemodelle für kleine und mittlere Flussgebiete sind in der Praxis eine wichtige Grundlage für die Hochwasservorsorge und für die Wasserbewirtschaftung auf Einzugsgebietsebene. Dabei stellt die Wahl der geeigneten Modelle oft die größte Herausforderung dar. Der Themenband stellt das Ergebnis von umfassenden Befragungen bei einschlägig tätigen Institutionen vor. Es werden Antworten zu allen Fragen über Datennutzung, eingesetzte Modelle, Einsatzbedingungen und Nachrichtenwege für Einsatzgebiete mit bis ca. 10.000 km2 Größe erhalten. In der Arbeit werden die verschiedenen Methoden der Echtzeit-Hochwasservorhersage zusammengestellt, die aktuell in Deutschland in der Praxis zum Einsatz kommen. Außerdem werden die Qualitätskriterien bei der Anwendung der Methoden dargestellt. Mit Fokus auf die Hochwasservorhersage bietet die Publikation eine Übersicht über aktuell einsetzbare meteorologische Vorhersagen, gegenwärtig eingesetzte Modelle und deren Vorhersage- bzw.
Warnzeiträume.

Quelle: www.dwa.de

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Wasserversorgung im Umbruch. Der Bevölkerungsrückgang und seine Folgen für die öffentliche Wasserwirtschaft

Buch-Neuerscheinung

Alexandra Lux zeigt in ihrer aktuellen Publikation wie demographische Schrumpfung und der anhaltende
Trend zum sparsamen Wasserverbrauch zunehmend zu Problemen in der öffentlichen Wasserversorgung
führen.
Durch den steten Rückgang der Geburtenzahlen und die Erhöhung der Lebenserwartung ist für die nächsten
Jahrzehnte in Deutschland und Europa mit sinkenden Bevölkerungszahlen und einer demografischen
Alterung zu rechnen.
Diese Veränderungen werden mehr oder weniger schwer in alle zentralen Gesellschaftsbereiche eingreifen.
Wohnungen werden leer stehen und technische und soziale Infrastrukturen, wie Hallenbäder, Schulen oder
der öffentliche Personennahverkehr werden nicht mehr ausgelastet sein.
Gleiches gilt für die Wasserversorgung, allerdings bieten sich im Wassersektor Lösungen wie etwa die
Ausdünnung des Leistungsangebotes oder die Schließung von Einrichtungen nicht an. Denn es ist
gesellschaftlich nicht wünschenswert, Leitungswasser in der Qualität oder der Verfügbarkeit zu reduzieren
und beispielsweise auf wöchentliche Wasserlieferungen durch Tankwagen umzusteigen.
Die Folgen demographischer Schrumpfungsprozesse für die öffentliche Wasserversorgung sind in den
letzten Jahren immer mehr ins Zentrum wissenschaftlicher Untersuchungen und auch in den Blick
kommunaler Entscheidungsträger gerückt. Welche Anpassungsprobleme ergeben sich für die öffentliche
Wasserversorgung, wenn demographischer Wandel und siedlungsstrukturelle Veränderungen mit dem
anhaltenden Trend zum sparsameren Umgang mit Wasser ineinander greifen?
Dieser Frage geht Lux in ihrem, im Campus Verlag erschienen Buch nach und kommt zu dem Schluss, dass
für die Zukunft die zentrale Herausforderung in der Veränderlichkeit und Anpassungsfähigkeit von
technischen Systemen und des Infrastrukturmanagements liegen. Doch gibt es dafür keine allgemeingültige
Blaupause. Denn die Probleme unterscheiden sich je nach Organisationsstruktur in der lokalen
Wasserversorgung, wirtschaftlicher und politischer Situation in Versorgungsunternehmen und Kommune
sowie der zukünftigen Entwicklung der Wassernachfrage. Differenzierte und lokal angepasste
Entwicklungsmuster sind also notwendig. Darum werden im vorliegenden Buch abschließend mögliche
Wege zur Entwicklung von zukünftigen Anpassungsmaßnahmen diskutiert.
Das Buch ist im Buchhandel zum Preis von 34,90 Euro erhältlich
Onlinebestellung: http://www.campus.de/isbn/97835933888924
Bibliographische Angaben:
Alexandra Lux (2009): Wasserversorgung im Umbrauch. Der Bevölkerungsrückgang und seine Folgen für
die öffentliche Wasserwirtschaft. Campus Forschung, Bd. 938. Campus Verlag: Frankfurt am Main/New
York; ISBN 978-3-593-38889-2
Kontakt:
Dr. Alexandra Lux
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt
Tel.: 069/7076919-27
E-Mail: lux@isoe.de
Das vorliegende Buch ist die Druckfassung der im Frühjahr 2008 an der Carl von Ossietzky Universität
Oldenburg angenommenen Dissertation von Alexand-ra Lux. Lux war eingebunden in die am Institut für
sozial-ökologische Forschung (ISOE) verankerte Nachwuchsgrupppe „Demographic Trends, Needs and
Supply Systems“. An dem grundlagenorientierten Projekt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
verschiedenen natur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen beteiligt (Biologie, Geographie, Ökonomie,
Soziologie, Politologie). Sie analysieren gemeinsam die Bedeutung demographischer Veränderungen für
krisenhafte Entwicklungen der Wasser- und Nahrungsversorgung. Die empirische Basis bilden Fallstudien in
ausgewählten Industrie- und Entwicklungsländern. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Institut
für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts
„Sozial-ökologische Forschung“ gefördert. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind veröffentlicht in dem bei
Campus erschienen Sammelband: Diana Hummel (Hg.) (2008): Population Dynamics and Supply Systems.
A Transdisciplinary Approach. Campus Verlag Frankfurt am Main/New York. ISBN 978-3-38545-7

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Naturnahe Sohlengleiten

Januar 2009, 142 Seiten, 152 zumeist farbige Bilder, 18 Tabellen, DIN A4
ISBN 978-3-941089-34-1
Einzelpreis: EUR 72,00 / Fördernde DWA-Mitglieder: EUR 57,60

Aus ökologischen Gründen werden Absturzbauwerke zunehmend durch Sohlengleiten ersetzt. Neben ihren wasserbaulichen Aufgaben durch Verringerung der Strömungsenergie und daher Vermeidung von Erosionsschäden an Ufer und Sohle erfüllen Sohlengleiten auch ökologische Funktionen, indem sie die Durchwanderbarkeit des Gewässers für Fische und wirbellose Tiere wieder herstellen. Der Themenband gibt hydraulische und konstruktive Bemessungs- und Gestaltungsempfehlungen für den Bau von Sohlengleiten sowie ihren Weiterentwicklungen wie die Beckenbauweise und die Störsteinbauweise, die wesentlich bessere Möglichkeiten als die früher gebräuchlichen Bautypen bieten. Der Themenband fasst die Erfahrungen der Autoren aus der eigenen praktischen Arbeit zusammen, die beim Entwurf, der Planung und dem Bau dieser Sohlenbauwerke zu beachten sind, und dokumentiert sie anhand von Beispielen.

Mehr unter: http://www.dwa.de

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DWA-Themen GB 1.5 – April 2008

Titel:  Aktive Beteiligung fördern! Ein Handbuch für die bürgernahe Kommune zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
Ausgabe: April 2008
Verlag: DWA
ISBN: 978-3-940173-37-9
Format: DIN A4
Seitenzahl: 64
Preis: 56,00 € *
* Fördernde DWA-Mitglieder erhalten auf den Ladenpreis 20% Rabatt.

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Erschließung und Einbeziehung historischer Informationen für die Ermittlung extremer Hochwasserabflüsse – Fallbeispiele und Empfehlungen

Mai 2008, 90 Seiten, 44 Abbildungen, 7 Tabellen, DIN A4
ISBN 978-3-940173-75-1
Ladenpreis: EUR 66,00 / Fördernde DWA-Mitglieder: EUR 52,80
Dateigröße: 4,8 MB

Der Themenband vereinigt ausgewählte Forschungsergebnisse zum Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse. In der vom BMBF initiierten Förderaktivität konnten neben herausragenden Hochwassern der letzten Jahrzehnte auch sehr seltene Abflussereignisse vor 1900 untersucht werden. Zunächst werden die vorrangig in Archiven lagernden wasserwirtschaftlich/wasserbaulich relevanten Altunterlagen sowie meteorologische und hydrologische Datensätze vorgestellt und geeignete Methoden zu deren Erhebung und kritischen Bewertung näher erläutert. Anschließend wird anhand von Fallbeispielen aufgezeigt, wie hinlänglich gesicherte historische Quellenbefunde erfolgreich in aktuelle Analysen integriert werden können. Hierzu gehören sowohl die Rekonstruktion hochwasserrelevanter Wetterlagen am Beispiel des Neckarhochwassers von 1824 als auch die hydraulische Modellierung historischer Hochwasserereignisse sowie statistische Analysen zur Häufigkeit schwerer Hochwasser der Elbe.

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Umweltdaten Deutschlands online verfügbar

In den „Umweltdaten Deutschland Online“ veröffentlicht das Umweltbundesamt aktuelle Informationen zu Ursachen von Umweltbelastungen, Trends der Umweltqualität, Wirkungen auf Mensch und Natur sowie zu umweltpolitischen Zielen. Viele Links und Hintergrundinformationen runden das Angebot ab. Zum Einstieg in die Materie hat das Umweltbundesamt eine Auswahl wichtiger Umweltdaten im kostenlosen, 14-seitigen Faltblatt „Fakten zur Umwelt“ zusammengestellt. Das Umweltbundesamt veröffentlicht die „Umweltdaten Deutschland Online“ in Zusammenarbeit mit anderen Behörden – etwa den Bundesämtern für Naturschutz und für Strahlenschutz, dem Statistischen Bundesamt und dem Deutschen Wetterdienst – als Teil des UBA-Internetangebotes „Umwelt Deutschland“.
„Umweltdaten Deutschland Online“ im Internet:
www.umweltbundesamt-umwelt-deutschland.de
Faltblatt „Fakten zur Umwelt“ – Download:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3342.pdf
Kostenlose Druckfassung: Umweltbundesamt, c/o GVP, Postfach 33 03 61, 53183 Bonn, E-Mail: uba@broschuerenversand.de

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Wasserrecht im Umbruch

Das Institut für deutsches und europäisches Wasserwirtschaftsrecht an der Universität Trier hat sich während der Wasserwirtschaftsrechtstage 2007 der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die Beiträge, die anlässlich der Veranstaltung gehalten wurden sind jetzt in einem Buch zusammengefasst worden.

Die Themen sind beispielsweise

– das neue Wasserrecht zwischen Umweltrecht und Wirtschaftsrecht
– die Neuordnung des deutschen Wasserrechts nach der Förderalismusreform
– die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zwischen Daseinsvorsorge und Dienstleistung
– die Steuerung des Wasserrechts: Planung, Verfahren und Öffentlichkeit
– Rechtsschutz im Wasserrecht

Der Band ist beim Erich Schmidt Verlag, Berlin erschienenen und kostet 29,80 €.
Die Bestellnummer ist ISBN 978 -3- 503 – 10369 -0

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Wasser – Gewinnung, Nutzung und Entsorgung

Neu erschienen ist dieses Buch von dem Autor C.Jehle, das sich mit dem Woher und dem Wohin des Wassers beschäftigt. Es werden z.B.Aufbereitungsprozessen vorgestellt, Schwerpunkt liegt aber auf der Darstellung, wie in Deutschland der Umgang mit Wasser geregelt ist. Dazu gehören auch wirtschaftliche und politische Folgen des weltweit steigen Wasserkonsums, verbunden mit der Frage der Vor- und Nachteile der Privatisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Das Buch ist beim C.F Müller Verlag, Heidelberg unter ISBN 978 – 3 – 7880 – 7807 -2 zum Preis von 19,80€ erschienen

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Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 22/2007

Die neue EU-Hochwasserrichtlinie – Wohin geht die Reise beim europäischen Hochwasserschutz?
Beiträge zum Seminar am 19./20. November 2007 in Koblenz Herausgeber: Heribert Nacken
2007, 122 Seiten, 34 Abbildungen, 10 Tabellen, broschiert, DIN A4
ISBN 978-3-940173-44-7
Ladenpreis: EUR 48,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 38,40
Preis der digitalen Fassung auf CD-ROM: EUR 29,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 23,20

In der von der EU-Kommission im Jahr 2000 eingeführten EU-Wasserrahmenrichtlinie waren die Belange des Hochwassers mit all seinen Auswirklungen und Implikationen nicht integriert. Dieses Manko ist zwischenzeitlich durch die Einführung einer eigenständigen EU-Hochwasserrichtlinie behoben worden, die sich eng an die zeitlichen und organisatorischen Vorgaben der EU-WRRL angliedert und die spezifischen Hochwasseraspekte der Wasserwirtschaft thematisiert. Neu dabei ist speziell der durchgehende Leitgedanke des Hochwasserrisikomanagements. Im vorliegenden Tagungsband wird aufgezeigt, wohin die Reise beim europäischen Hochwasserschutz geht, was Neues auf uns zu kommen wird und welche Aufgaben auf uns warten, aber auch, was bereits in der heutigen Praxis konform zur neuen Richtlinie umgesetzt wurde.

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Der Neckar – das Land und seinen Fluss

Unter diesem Titel hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und an Naturschutz Baden Württemberg ein Buch herausgegeben. Den Neckar wird als wichtige Wasserstraße und Wirtschaftsader, aber auch als Kulturmeile des Landes beschrieben. Es wird auch auf gezeigt wie das Ökosystem Neckar durch die wirtschaftliche Nutzung verändert wurde und wie sich das heutige Umweltbewusstsein auswirkt.

Unter ISBN 978-3- 89735 – 286-5 kann der Band zum Preis von 23,80 € im Buchhandel bezogen werden. (Verlag Regionalkultur, Ubstadt- Weiher)

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Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 21/2007 Verdunstung

Beiträge zum Seminar am 10./11. Oktober 2007 in Potsdam
Herausgeber: Konrad Miegel, Hans-B. Kleeberg
2007, 248 Seiten, 114 Abbildungen, 23 Tabellen, broschiert, DIN A4
ISBN 978-3-940173-05-8
Ladenpreis: EUR 48,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 38,40
Preis der digitalen Fassung auf CD-ROM: EUR 29,00 / Mitglieder der FgHW: EUR 23,20

Verdunstung ist das Bindeglied zwischen dem Wasser auf und unter der Erde sowie den Gewässern einerseits und dem Niederschlag andererseits. Die räumliche und zeitliche Variabilität ist groß. Messungen sind schwierig, repräsentative Messungen fast nicht möglich. Deshalb ist die rechnerische Abschätzung der Verdunstung sehr bedeutsam. Dazu gibt es viele verschiedene Ansätze und Verfahren. Sie sind unter sehr unterschiedlichen Bedingungen einsetzbar. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist begrenzt. In dem Tagungsband werden die verschiedenen Aspekte der Verdunstung behandelt. Grundlagen und Berechnungsbeispiele werden ebenso vorgestellt wie die dazu erforderlichen Daten. Einige spezielle Anwendungen sowie die Frage nach der Änderung der Verdunstung beim Klimawandel runden die Themenpalette ab.

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„Die besten Ideen rund ums Wasser“

So lautet der Titel eines Buches, das der BUND und das Rheinland-pfälzische Umweltministerium für die Arbeit in Schulen und Vereinen geschrieben haben. Es ist für den Unterricht von 8-12jähige Schüler gedacht und soll auch im Rahmen des Generationenprojekts “ Wassertrainer in Rheinland Pfalz “ genutzt werden.
So sollen Senioren mit Hilfe des Buches fortgebildet werden und können ihre Kenntnisse dann an Jüngere weitergeben. Darüber hinaus bietet das Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem BUND und dem NABU auch Fortbildungsveranstaltungen an, deren Teilnahme kostenlos ist.
Das Handbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 5€ beim Umweltministerium Rheinland- Pfalz Telefon 06131- 164468 bestellt werden.

www.mufv.rlp.de

BR 11-07

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Wasser-Wirtschafts-Kurse M/3

Kostenanalyse und Kostensteuerung in der Abwasserwirtschaft
März 2007 in Kassel, 334 Seiten, 105 Abbildungen, 22 Tabellen,
broschiert, DIN A5
ISBN 978-3-939057-88-8
Ladenpreis: EUR 52,00 / Fördernde DWA-Mitglieder: EUR 41,60

Der Kurs beinhaltet Themen wie Einflussfaktoren auf Investitions- und
Betriebskosten von abwassertechnischen Anlagen, Erfahrungen von
verschiedenen Planungs-, Ausschreibungs- und Vergabearten und deren
Auswirkungen auf die Kosten sowie Methoden zur Berechnung der wirtschaftlichsten
Lösung. Es sind Kostenangaben für die Bereiche Abwasserreinigung,
Abwasserableitung und Schlammbehandlung sowie Erkenntnisse und Erfahrungen zu
Projektcontrolling, Benchmarking und Kosten- und Leistungsrechnung in
diesem Band zusammen gefasst. Des Weiteren sind Erfahrungen bei der
Finanzierung der Abwasserentsorgung und Möglichkeiten bei der
Gebührenkalkulation und deren rechtliche Rahmenbedingungen angegeben. Ebenso sind
Erkenntnisse von Planern, Betreibern und verschiedenen DWA-Ausschüssen,
die sich mit Fragen zu Kosten und Wirtschaftlichkeit auseinandersetzen,
in diesem Buch enthalten.

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Grundwasserfauna in Deutschland

 Mit der Herausgabe eines Bestimmungsbuchs zur Bedeutung des Grundwassers als Lebensraum, soll das Interesse einer breiteren Öffentlichkeit geweckt werden. Es wird der Körperbau, Ökologie und Verbreitung von 370 Arten beschrieben, Einzeller, Würmer und Krebstierchen werden in Zeichnungen dargestellt.

“ Grundwasser Fauna in Deutschland- ein Bestimmungsbuch „ ist in der Reihe DWA Team an erschienen und kostet € 119,- (95,20 € für fördernde Mitglieder), der Vertrieb erfolgt über die DWA, unter www.dwa.de oder Telefon 02242 – 872333

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Handbuch des deutschen Wasserrechts

Das “ Handbuch des deutschen Wasserrechts- Neues Recht des Bundes und der Länder “ vom Erich Schmidt Verlag, Berlin wurde neu aufgelegt. In der Aktualisierung wurden bundesrechtliche Normen aktualisiert, beispielsweise das Bodenschutzgesetz, das Gefahrgutbeförderungsgesetz und das Wassersicherstellungsgesetz sowie die Verordnungen über die Bedingungen der Wasserversorgung und der Klärschlammverordnung.

Die Loseblatt-Textsammlung enthält die wasserrelevanten Regelwerke des Bundes, der Länder und der EU.

Die aktuelle Auflage umfasst 14.400 Seiten, die Loseblatt-Kommentar in acht Ordnern kann für € 248,- über den Erich Schmidt Verlag GmbH, Genthiner Straße 30 G, 10785 Berlin, Tel. 030 – 250085856 bestellt werden. Über den Buchhandel unter ISBN 350300119.

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Flussgebietsmanagment für die Werra

Die Universität Bochum hat ein Verbundforschungsprojekt “ Flussgebietsmanagement für die Werra “ koordiniert, die Ergebnisse sind in einem neu aufgelegten Buch zusammengefasst.
Als Fazit des Projekts steht die Aussage: Die Salzbelastungen durch den Kali Bergbau werden einen guten ökologischen Zustand der Werra in den betroffenen Gewässerabschnitten bis 2015 verhindern. Insgesamt sei zwar von einer stetigen Abnahme der Chloridkonzentrationen auszugehen, so heißt es in dem Buch “ Werkzeuge für das integrierte Flussgebiets Management-Ergebnisse der Fallstudie Werra „. Aufgabe der Studie war, eine Methodik der integrierten Flussgebiets Bewirtschaftung zur Umsetzung der EU-Wasser Rahmen Richtlinie zu entwickeln und am Beispiel des Flusseinzugsgebietes der Werra zu erproben.

Unter ISBN 3-89998082-4, herausgegeben von Jörg Dietrich und Andreas Schumann im Weißensee-Verlag.

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„Wasserhaushaltsgesetz zwischen Hochwasserschutz, strategischer Umweltprüfung und Förderalismusreform“

So heißt das neue Buch von Prof. Kotulla , Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht von der Universität Bielefeld. Er behandelt die Modifikationen, die seit dem 7. Änderungsgesetz des Wasserhaushaltsgesetzes durchgeführt wurden. Die Schwerpunkte liegen auf dem Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes sowie auf dem Gesetz zur Einführung einer strategischen Umweltprüfung.

Das Buch ist über W.Kohlhammer GmbH,  Heßbrühlstrasse 69 in 70565 Stuttgart Tel. 0711 – 78630 oder über den Buchhandel (ISBN 978 – 3 – 0195 – 8) zu beziehen.

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„Gewässer-Nachbarschaften 2007“

Über Schulung und Erfahrungsaustausch informiert das Jahrbuch (4. Ausgabe), das gerade erschienen ist.

Weitere Punkte sind Verbesserungen der Gewässerstrukturen, Umgang mit Neophyten, Ansprechpartner und Fach- und Aufsichtsbehörden im Landesverband Sachsen – Thüringen, Lehrer und Obleute der Gewässernachbarschaften. Informationen zu Gesetzen und Förderrichtlinien in Sachsen und Thüringen sowie Informationen zur Arbeit der Gewässer-Nachbarschaften.

Das Jahrbuch ist zu beziehen unter ISBN 987-939057-65-9 und kostet € 25,-

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Anwendung von Ölaufnahmegeräten auf Binnen- und Küstengewässern

Neu erschienen ist ein Themenband, der sich vor allem an Fachkräfte richtet, die sich mit der Ausschreibung und der Beschaffung von Ölaufnahmegeräten befassen oder anwenden.

Das Buch gibt Beschaffungsstellen und Anwendern eine Entscheidungshilfe für Auswahl, Beschaffung und Gebrauch von Ölaufnahmegeräten. Schwerpunktmäßig werden die Aufnahmebedingungen, die anwendbaren Aufnahmemethoden sowie Fördersysteme behandelt. Die Anwendbarkeit und Effektivität unterschiedlicher Aufnahmeprinzipien werden ausführlich beschrieben.

Darüber hinaus regt der Themenband dazu an, die Wirksamkeit bestehender Betriebsabläufe bei der Anwendung von Ölaufnahmegeräten zu beurteilen. Er gibt weiterhin Auskunft über die für die Ölaufnahme erforderlichen Hilfsmittel wie schwimmende Träger, Hebezeuge, Förderpumpen und / oder Separatoren.

Erschienen im Mai 2007, 69 Seiten, 29 Abbildungen, broschiert ISBN 978-3-939057-80-2

Ladenpreis: EUR 52,00 / Fördernde DWA-Mitglieder: EUR 41,60

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Tagungsband “ Wasserwirtschaft – Demographischer Wandel -Auswirkungen auf die „ Ver – und Entsorgungsinfrastruktur“

Anfang Mai fand in Weimar mit über 100 Teilnehmern eine Gemeinschaftstagung zu den Folgen des demographischen Wandels statt. Themenschwerpunkten waren:

– Herausforderungen für die Betreiber von Trink- und Abwassernetzen – Forderungen an die Politik
– Auswirkungen der demographischen Veränderung auf die Betreiber
– Veränderungen in den Bereichen Planung, Personal und Finanzen
– Podiumsdiskussion: den Wandel aktiv gestalten- wo liegen die Lösungsansätze? Was ist zu tun?

Den Tagungsband erhält man bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle, Kundenzentrum, Telefon 02242 – 872333 oder an E-Mail: kundenzentrum@dwa.de zum Preis von 47 € (Mitglieder 39 €)

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„Beeinflussung der Grundwasserqualität durch problematische Stoffe im Klärschlamm, Kompost und Gülle– Grundlagen „

In der Reihe “ DWA-Themen “ ist dieser Band neu erschienen, es werden die Ergebnisse von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Bezug auf die Ausbringung von organischen Düngemitteln auf das Grundwasser dargestellt. Außerdem wurde untersucht, ob bestehende Anwendungsempfehlungen für Sekundärrohstoffdünger und Wirtschaftsdünger noch angemessen sind.

Das Buch ist über die DWA oder den Buchhandel (ISBN 978 – 3 – 939075 – 83 – 3) für 54 € erhältlich.

kundenzentrum@dwa.de

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