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Benchmarking bei Bayerns Abwasserentsorgern beweist gute Qualität zu günstigen Preisen

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Das erste freiwillige ‚Benchmarking‘ ergab, das Bayerns Abwasserentsorger gute Qualität zu günstigen Preisen liefern. Dieses Resümee zog Umweltstaatssekretär Marcel Huber heute in Nürnberg zum Abschluss des Projekts. Huber: ‚Den wiederholten Brüsseler Liberalisierungsrufen erteilen wir eine klare Absage. Die Abwasserentsorgung in kommunaler Verantwortung garantiert hohe und zuverlässige Reinigungsleistung, gute Gewässergüte und nicht zuletzt mit die günstigsten Abwassergebühren in Deutschland.‘ Um dies schwarz auf weiß zu belegen, hat das Umweltministerium zusammen mit dem Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Städtetag und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) 2007 ein Benchmarking-Projekt gestartet. Teilgenommen haben 166 Unternehmen, die 46 Prozent der angeschlossenen Einwohner Bayerns re­präsentieren. Für die nächste Runde 2009 sollen noch mehr Kommunen in Bayern überzeugt werden, Benchmarking als Modernisierungsinstrument vollständig und flächendeckend in Bayern einzuführen. Huber: ‚Mit Benchmarking lernt man von den Besten. Das Projekt stellt Vergleichbarkeit her, fördert Defizite zutage und bietet so Impulse für die Verbesserung der Unternehmensprozesse. Außerdem motiviert es alle Projektteilnehmer, sich an den Leistungen der Erstplatzierten zu orientieren. Das Projekt zeigte auch, dass Effizienz nicht automatisch von der Größe des Unternehmens, sondern von optimierten Betriebsabläufen bestimmt wird.‘

Das Benchmarking-Projekt berücksichtigt beim Kennzahlenvergleich Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Qualität, Kundenservice und Nachhaltigkeit der Abwasserentsorger. Ein Ergebnis des Projektes ist, dass bayerische Kläranlagen noch mehr Energie selbst erzeugen könnten, um die Preise trotz der weltweit ansteigenden Energiekosten günstig zu halten. Huber: ‚Für unsere Benchmarker wurde ein durchschnittlicher Aufwand für die Abwasserbeseitigung von 88,50 Euro pro Einwohner und Jahr ermittelt; Bayerns Durchschnitt liegt bei 99 Euro, der Bundesdurchschnitt bei 117 Euro.‘ Das Umweltministerium förderte die Teilnahme am Projekt mit 500 Euro je Unternehmen. 125 Liter Abwasser produziert jeder von uns im Durchschnitt täglich. Öffentliche Kanäle, die zweimal um den Äquator reichen würden, leiten in Bayern das Abwasser aus 2.000 Kommunen in 2.800 Kläranlagen.

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
 

Chemikalien mit Nebenwirkungen

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Hormonaktive Chemikalien, die im Körper Schaden anrichten können, sind weit verbreitet: Sie kommen in Kunststoffen, Pestiziden oder Kosmetika vor – und gelangen von dort in Mensch und Tier. Das nun abgeschlossene Nationale Forschungsprogramm «Hormonaktive Stoffe: Bedeutung für Menschen, Tiere und Ökosysteme» (NFP 50) zeigt unter anderem, dass die Belastung von Flüssen und Trinkwasser in der Schweiz eher tief ist. In Muttermilch aber fanden Forschende beunruhigend hohe Konzentrationen solcher Substanzen.

Die Forschenden des NFP 50 untersuchten in den vergangenen sechs Jahren in 31 Projekten, ob und wie hormonaktive Chemikalien für Mensch, Tier und Umwelt eine Gefahr darstellen könnten. Die Resultate sind zum Teil beruhigend, legen zum Teil aber auch genauere Risikoabklärungen nahe. Eine gute Nachricht ist beispielsweise, dass die Menge der übers Trinkwasser aufgenommenen hormonaktiven Substanzen im Allgemeinen zu gering ist, um eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darzustellen. Auch die Belastung der in Flüssen des Schweizer Mittellands untersuchten Forellen war allgemein eher tief. Nachweislich erhöhte Werte wurden einzig direkt unterhalb von Kläranlagen gefunden.

Das Programm förderte aber auch verschiedene neue potenziell hormonaktive Stoffe zu Tage. Forschende um Margret Schlumpf und Walter Lichtensteiger von der Universität Zürich etwa untersuchten UV-Filter, chemische Substanzen, die in Sonnencrèmes und Kosmetika vorkommen und dort für den Schutz vor den schädlichen UV-Strahlen sorgen. Sie konnten nachweisen, dass einige dieser Filter zumindest bei Ratten die Entwicklung der Geschlechtsorgane und des Gehirns stören können.

UV-Filter in drei Viertel der Proben
In Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Basel untersuchten Schlumpf und Lichtensteiger darauf in den Jahren 2004 bis 2006 Muttermilch von insgesamt 54 Frauen. In über drei Viertel der Muttermilchproben fanden sich einer oder mehrere UV-Filter. Diejenigen Frauen, die viel Sonnenschutzmittel und Kosmetika mit solchen Filtern benutzten, hatten auch höhere Konzentrationen davon in der Muttermilch.

Die Konzentrationen sind zum Teil Besorgnis erregend hoch: Der höchste Muttermilchwert eines UV-Filters lag nur elf Mal tiefer als die Konzentration in der Milch von Ratten bei einer Dosis, die bei den Tieren zu Funktionsstörungen führte. Üblich ist bei solchen Vergleichen eine Sicherheitsmarge von einem Faktor 100. «Um festzustellen, wie gefährlich solche Expositionen sind, bedarf es unbedingt weiterer Studien», sagt Felix Althaus, der Präsident der Leitungsgruppe des NFP 50.

«Tarnkappenchemikalien»
Schwierig und zeitraubend sind Untersuchungen zur Toxizität, weil hormonaktive Stoffe nur sehr begrenzt vergleichbar sind mit anderen Chemikalien, die schädigend auf Mensch und Tier einwirken:
• Studien zeigen, dass hormonaktive Stoffe schon in Mengen wirken können, die um Grössenordnungen unterhalb der Schwelle konventioneller Toxizität liegen. «Wir sprechen deshalb auch von », sagt Althaus.
• Menschen und Tiere sind nicht in allen Altersstufen gleich anfällig auf hormonaktive Stoffe. Besonders gefährdet sind ungeborene und neugeborene Kinder, denn die hormonaktiven Stoffe beeinflussen die Entwicklung. Danach reagiert der Organismus weniger sensitiv auf diese Substanzen.
• Ganz unterschiedliche Stoffe können auf den gleichen Rezeptor im Körper einwirken – die Wirkung kann dadurch sogar grösser werden als dies aufgrund der Summe der Stoffe zu erwarten wäre.
• Durch hormonaktive Stoffe verursachte Veränderungen im Körper können sogar an die Nachkommen vererbt werden, wie neue Studien zeigen. Diese Feststellung begründet eine ganz neue Sichtweise in der toxikologischen Forschung.

Eine wichtige Klasse von Stoffen, die im Verdacht stehen, hormonaktiv zu wirken, sind bromhaltige Flammschutzmittel. Sie werden von der Industrie benutzt, um die Entflammbarkeit von Materialien wie Kunststoffen oder Textilien zu senken. Studien im Rahmen des NFP 50 zeigten erstmals, wie verbreitet diese Stoffe in der Umwelt in der Schweiz sind. Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) fanden bromierte Flammschutzmittel unter anderem in Fischen, in Klärschlamm und sogar in Füchsen in der Stadt Zürich.

Aus brandgesicherten Materialien gelangen bromierte Flammschutzmittel aber auch in die Luft: Die Forschenden fanden sie in unterschiedlichen Konzentrationen im Hausstaub und in der Luft von Büroräumen. Extrem hohe Konzentrationen stellten sie in der Staubprobe aus einem Flugzeug fest – was angesichts der Anforderungen an die Brandsicherheit keine Überraschung darstellt. Aufgrund der Resultate gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Menschen von einigen der Verbindungen ebenso grosse oder grössere Mengen über belasteten Hausstaub aufnehmen, wie über Lebensmittel. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, weil sie auf dem Boden herumkrabbeln, und Berufsgruppen wie Piloten oder Kabinenpersonal, die sich ständig in Räumen mit hoher Brandsicherheit aufhalten.

Weil hormonaktive Stoffe in derart geringen Konzentrationen und sehr spezifisch wirken können, nahm die Entwicklung neuer Methoden im NFP 50 eine besonders wichtige Stellung ein. Unter anderem gelang es, ein nun über das Internet zugängliches virtuelles Labor zu entwickeln, mit dem das toxische Potenzial von hormonaktiven Stoffen vorhergesagt werden kann. Auch zwei massenspektrometrische Methoden werden in Zukunft bei der Abschätzung helfen, wie stark sich ein chemischer Stoff im Körper an einen Rezeptor bindet – und damit, wie toxikologisch relevant er ist.

Langzeitüberwachung
Welche Lehren sollen aus den Ergebnissen des NFP 50 gezogen werden? Diese Frage diskutierten Vertreter der Forschung, der Industrie und des Bundes an so genannten Konsensplattformen. Dabei erarbeiteten sie gemeinsam Empfehlungen, die zur Vermeidung von negativen Auswirkungen möglicherweise hormonaktiver Chemikalien beitragen sollen. Generell waren sich die Beteiligten einig, dass eine Langzeitüberwachung und weitere Forschung nötig sind, um die Gefährlichkeit der hormonaktiven Stoffe genauer zu eruieren. Und wissenschaftliche Unsicherheiten dürften nicht als Argument dienen, um Massnahmen zu verhindern, die das von hormonaktiven Stoffen ausgehende Risiko reduzieren. Im Detail erklärte sich die Industrie beispielsweise bereit, zu prüfen, ob sie freiwillig in Sonnenschutzmitteln auf die besonders verdächtige UV-Filter-Substanz 4-MBC verzichten kann. Und die Bundesbehörden prüfen zum Beispiel je nach wissenschaftlichen Ergebnissen weitere Einschränkungen oder Verbote von hormonaktiven bromierten Flammschutzmitteln.

Hormonaktive Substanzen
Weltweit werden rund 100’000 chemische Substanzen wirtschaftlich genutzt. Eine Reihe davon steht im Verdacht, den Hormonhaushalt von Mensch oder Tier zu stören und damit Schäden anrichten zu können. Ein Grossteil der Chemikalien wurde bislang noch nicht auf eine mögliche hormonelle Aktivität untersucht. Gemäss heutiger Kenntnis greifen hormonaktive Substanzen auf zwei Arten in den Hormonhaushalt ein: Gewisse Stoffe docken an die Hormonrezeptoren in den Körperzellen an und imitieren dort die Wirkung eines Hormons oder blockieren den Rezeptor. Andere Substanzen stören den Transport oder den Auf- und Abbau von Hormonen im Körper.

Kurze Schlussberichte der einzelnen Projekte sowie Bilder sind auf der Website des NFP 50 abrufbar

Abschluss des Nationalen Forschungsprogramms «Hormonaktive Stoffe»

Quelle: http://www.snf.ch/D/NewsPool/Seiten/mm_08jun26.aspx

Stromerzeugung aus Klärgas in Baden-Württemberg um mehr als 6 Prozent gestiegen

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Kläranlagen verbrauchen 91 Prozent des Stroms selbst

Im Jahr 2007 wurden in den Kläranlagen Baden-Württembergs rund 108 Millionen Kubikmeter Klärgas (Rohgas) gewonnen und für die Energieerzeugung verwendet. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden damit in den Stromerzeugungsanlagen der Klärwerke mehr als 126 Mill. Kilowattstunden (Mill. kWh) Strom erzeugt. Dies waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Kläranlagen mit eigener Stromerzeugung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und lag auch im Jahr 2007 mit 195 Anlagen erneut über dem Vorjahreswert (192).

In 69 Klärwerken wird das gewonnene Klärgas ausschließlich zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Die Wärme wird vor allem für die Faulanlage sowie für die Beheizung der Büro- und Betriebsgebäude genutzt. Auch der Strom wird überwiegend (91 Prozent) in den Kläranlagen selbst verbraucht. Nur 14 Klärwerke (7,2 Prozent) haben den selbst erzeugten Strom (5,8 Prozent) komplett in das Elektrizitätsnetz der allgemeinen Versorgung eingespeist.

Quelle: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2008222.asp

Gerichte entscheiden:

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– Haftung bei Ausfall der Entwässerungseinrichtung?
– Haftung bei Überschwemmungsschäden aufgrund schlecht gewarteter Kanäle?
– „4 von 5″-Regel vor dem Bundesverwaltungsgericht?
– Getrennter Gebührenmaßstab bei Kanalnutzungsgebühr zulässig?

In der Rubrik Fachwissen/Recht und Gesetze findet man noch mehr Gerichtsentscheide.

Messung der Chlorzehrung von Abwasserproben in der Verfahrensentwicklung

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TU Dresden setzt auf Krypton D

Problemstellung:
Die TU Dresden beschäftigt sich unter anderem mit der Optimierung von Desinfektionsverfahren für die Abwasserbehandlung. Dabei werden Abwasserproben mit elektrolytisch erzeugtem Chlor behandelt. Die Chlorzehrung während der kurzzeitigen Behandlung sollte mit einem online-System überwacht werden.

Die Herausforderung:
– Gleichbleibend zuverlässige Messwerte trotz hoher und wechselnder Schmutzbelastung der Wasserproben und nur stundenweiser Nutzung des Systems
– Verträglichkeit mit der zur Chlorherstellung eingesetzten Elektrolyse
– Schnelle Einlaufzeit
– Automatische Kompensation des pH-Werts auf die Chlormessung

Unsere Lösung:
Die Überwachung der Chlorkonzentration erfolgt mit Sensoren, deren blanke Metallelektroden in direktem Kontakt mit dem Messwasser stehen. Das System enthält keine Membranen, die verblocken oder beschädigt werden können. Alle mit dem Wasser in Berührung kommenden Teile sind aus Glas oder Gold und daher unempfindlich gegen chemische oder biologische Veränderungen. Die Metalloberflächen des Sensors werden mithilfe unserer patentierten Automatischen Sondenreinigung ASR einmal täglich automatisch gereinigt, so dass jeder Messtag mit den gleichen Versuchsbedingungen abläuft. Der pH-Wert wird mitgemessen und sein Einfluss auf die Chlormessung automatisch kompensiert. Die eingesetzte Durchflussarmatur bietet wenig Strömungswiderstand und grosse Bohrungen, um die Gefahr des Verblockens zu minimieren.

Urteil des Kunden:
„Messung und Reinigung laufen seit Einbau des Systems einwandfrei. Das System bietet eine einfache und zuverlässige Möglichkeit, die Chlorzehrung zu messen, so dass wir uns ganz unserer eigenen Aufgabe der Verfahrensoptimierung widmen können. Wir haben die Firma Kuntze bei diesem Projekt erstmalig kennen gelernt und sind sehr zufrieden.“

Dr. Viktor Schmalz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Dresden, Institut für Wasserchemie

 

Verband der Kreuzfahrt-Reedereien lehnt verbesserte Reinigung der Schiffsabwässer ab

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Während immer mehr Fährlinien ihre Schiffsabwässer vorbildlich entsorgen, leiten die meisten Kreuzfahrtschiffe ihre Klospülungen und Abwässer auch weiterhin unzureichend geklärt in die Ostsee. Sie leisten damit der Bildung von Algenteppichen und sauerstoffarmen Todeszonen Vorschub. Der Dachverband der Kreuzfahrtreeder, CLIA (Cruise Lines International Association) hat nach monatelangen Gesprächen mit dem WWF eine Selbstverpflichtung zur Reinhaltung der Ostsee abgelehnt. Die WWF-Initiative sieht vor, dass die Schiffsabwässer entweder in den Häfen entsorgt oder an Bord geklärt werden müssen, bevor sie ins Meer eingeleitet werden. Jährlich verkehren bis zu 300 Kreuzfahrtschiffe auf der Ostsee.
„Die Blockade-Haltung des Kreuzfahrt-Verbandes ist unverantwortlich. Die Ostsee mit ihren riesigen Todeszonen ist ohnehin schon stark verschmutzt“, erklärt der Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, Jochen Lamp. Derzeit wächst wieder ein großer Algenteppich auf der Ostsee. Dazu tragen auch die Nährstoffeinträge aus Schiffsabwässern bei.
Lediglich drei von 20 Kreuzfahrtgesellschaften unterstützen bislang die WWF-Initiative. Die Reedereien Peter Deilmann, Hurtigrouten und AIDA Cruises wollen die WWF-Standards einhalten. Besser sieht es bei den Fährlinien aus. Die Mehrzahl der Gesellschaften bekennt sich zu einer vorbildlichen Entsorgung. Sie unterzeichneten die Selbstverpflichtung. „Diese Beispiele zeigen, dass es auch heute schon möglich ist, saubere Schiffe auf der Ostsee zu betreiben“, so Lamp.
Der Kreuzfahrt-Dachverband CLIA hatte gegenüber dem WWF erklärt, dass zunächst die Abpumpstationen in den Häfen und die Entsorgungsanlagen auf den Schiffen harmonisiert werden müssten. „Das sind fadenscheinige Ausreden“, kritisiert Lamp. Zwar sind viele Häfen unzureichend ausgestattet. Aber auch dort, wo entsprechende Einrichtungen bereit stehen, werden sie nicht genutzt. Viele Reeder bevorzugen die billigere und schnellere Entsorgung auf See. So gibt es zum Beispiel am Kreuzfahrtterminal in Kiel zwei Liegeplätze mit Abwasser-Entsorgung. Nach Angaben der Hafenbetreiber hat davon 2007 jedoch keines der 114 anlegenden Schiffe Gebrauch gemacht.
In diesem Jahr werden nach Angaben des WWF bis zu 113 Tonnen Stickstoff und etwa 38 Tonnen Phosphor aus den Kreuzfahrtschiffen in die Ostsee gelangen. Um die Nährstoffeinträge zu verringern, hatte die Umweltorganisation 2007 eine Kampagne gestartet. Vor dem Start der Initiative landeten pro Jahr bis zu 100 Millionen Klospülungen und 1,6 Milliarden Liter Schmutzwasser aus Fähren und Kreuzfahrtschiffen ungeklärt im Meer.

Pressemitteilung:
Jochen Lamp
WWF Ostseebüro
Tel.: 03831-309294

Ralph Kampwirth
Pressestelle WWF
Tel.: 040-530200-118

 

 

Netzwerk Wasser-Agenda 21

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Die wichtigsten Akteure der schweizerischen Wasserwirtschaft haben sich zur
„Wasser-Agenda 21″ zusammengeschlossen. Sie wollen damit die zukünftigen
Herausforderungen der Wasserwirtschaft gemeinsam angehen, denn auch in der
Schweiz nimmt der Druck auf die Wasserressourcen stark zu.
Die einzelnen Sektoren der schweizerischen Wasserwirtschaft – Wasserkraftnutzung, Wasserversorgung,
Schutz vor Hochwasser, Abwasserreinigung und Gewässerschutz – haben in den
vergangenen 50 bis 100 Jahren jeder für sich Enormes geleistet. Heute jedoch ist absehbar,
dass beispielsweise durch den Klimawandel, den Druck für eine erhöhte Wasserkraftnutzung
oder durch den Eintrag immer neuer Umweltschadstoffe Herausforderungen auf die
Wasserwirtschaft zukommen, die sektorenübergreifende Lösungsansätze erfordern.
Aus diesem Grund haben sich wichtige Akteure der schweizerischen Wasserwirtschaft am
Lesen Sie den ganzen Artikel unter:

http://www.eawag.ch/media/20080623/medienmitteilung_wa21_gruendung.pdf

Die Klimapolitik der G8-Staaten wird nicht ausreichen, um das Rennen gegen den Klimawandel zu gewinnen

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Mit den bislang ergriffenen Maßnahmen werden sich die internationalen Vorgaben nicht erfüllen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung im Auftrag von WWF und Allianz SE, die die Klimapolitik der G8-Staaten und von fünf Schwellenländern im Vorfeld des G8-Gipfels in Japan analysiert.

Der Bericht G8 Climate Scorecards 2008 wurde von Ecofys, einer unabhängigen Beratungsgesellschaft, erarbeitet und wird heute in Berlin vorgestellt. Der Report enthält eine Rangfolge der G8-Staaten, die die klimapolitischen Leistungen der einzelnen Länder nach neun Kriterien bewertet. Berücksichtigt werden u.a. die Emissionstrends der einzelnen Länder seit 1990. Ferner gibt es eine Aufstellung für die Anstrengungen der Länder in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Emissionshandel.
Laut den G8 Climate Scorecards 2008 liegt Großbritannien an der Spitze im Wettlauf gegen den Klimawandel und damit knapp vor Frankreich und Deutschland. Trotzdem reichen auch in diesen Ländern die erzielten Treibhausgasminderungen und die langfristig angelegten klimapolitischen Anstrengungen noch nicht aus, um das Ansteigen der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2°C zu beschränken.
„Keine der acht führenden Industrienationen hat ausreichende Maßnahmen ergriffen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C Temperaturerhöhung zu begrenzen“, kommentierte Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF in Deutschland. „Uns bleiben nur noch zehn bis fünfzehn Jahre, in denen die weltweiten Emissionen ihren Höhepunkt erreicht haben und danach drastisch sinken müssen. Die Zeit läuft uns davon.“
Dr. Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE, sagte: „Die G8-Staaten haben eine wichtige Vorreiterrolle in den weltweiten Anstrengungen gegen den Klimawandel. Sie müssen den Weg in eine emissionsarme Wirtschaft bereiten, die auf CO2-arme Technologien und saubere Energie setzt.“
Die Allianz als internationaler Finanzdienstleister unterstützt die Studie, um die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen. Das gilt insbesondere für ein sich wandelndes Anlage- und Regulierungsumfeld sowie die Möglichkeiten neuer Produktentwicklungen in den Märkten.
„Der Klimaschutz bietet große Chancen im Bereich der „sauberen Technologien“. Die Allianz sieht hier ein erhebliches Potenzial für neue Kapitalanlagen, Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze. Um das Potenzial auch wirklich auszuschöpfen, ist ein globaler Markt für Emissionsrechte besonders wichtig“, so Dr. Faber.
Der Bericht analysiert nicht nur den Status quo, sondern zeigt auch auf, wie das Engagement der G8-Staaten für den Klimaschutz verstärkt werden muss. So sollten sich etwa die Staatschefs auf dem kommenden G8-Gipfel in Japan auf bindende, langfristige Ziele zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen einigen. Nötig wären für die Industriestaaten bis zum Jahre 2050 Einsparungen von mindestens 80 Prozent, und davon möglichst bereits 40 Prozent bis zum Jahre 2020.
„Wir erhoffen uns vom Gipfel in Hokkaido eine Einigung auf weit reichende Emissions-minderungen in den G8-Staaten als Signal für die große UN Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen. Darüber hinaus sollten die G8-Staaten den Entwicklungsländern messbare finanzielle und technische Unterstützung zusagen, so dass diese sich auf den nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel vorbereiten und CO2-arme Technologien einsetzen können“, so Günther.
Länderübersicht:
Laut den G8 Climate Scorecards 2008 führt Großbritannien bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel knapp vor Frankreich und Deutschland. Alle drei Länder haben aber bislang gerade einmal die Hälfte des Weges geschafft.
Großbritannien wird voraussichtlich sein Kyoto-Ziel erreichen und hat neue innovative Klimagesetze eingeführt wie die „Climate Change Bill“. Großbritannien setzt sich stark für die Förderung des CO2-Emissionshandels ein. Es tut jedoch zu wenig, um die Nutzung von erneuerbaren Energien zu beschleunigen und Energieeffizienz zu fördern. Auch nimmt derzeit der Anteil der Kohle im Energiemix Großbritanniens zu. Das führt zu stetig steigenden Emissionen.
Frankreich belegt Platz 2 aufgrund seiner langfristigen Klimaziele, dem bisher Erreichten und seiner internationalen Klimapolitik. Allerdings schneidet das Land schlecht ab, wenn es darum geht seine kurzfristigen Ziele tatsächlich zu erreichen. Frankreich riskiert, seine gute Platzierung im nächsten Jahr zu verlieren.
Deutschland ist Spitzenreiter beim Einsatz erneuerbarer Energien und verfügt über rechtliche Rahmenbedingungen, die international vorbildlich sind. Deutschland hat zudem zwei Klimapakete zur Energieeffizienz und Klimapolitik verabschiedet. Allerdings hat das Land laut Bericht bislang nicht klar Position gegen Energiegewinnung aus Kohle bezogen. Außerdem würden – so der Bericht weiter – mehr und mehr Stromversorger planen, neue Kraftwerke mit Kohle und Braunkohle zu betreiben.
Italien, das auf Platz 4 rangiert, hat erste Anstrengungen gegen den Klimawandel in die Wege geleitet, allerdings wurden bisher nur wenige Maßnahmen auf nationaler Ebene konkret umgesetzt, und die Emissionen liegen weit über dem Kyoto-Ziel. Italien erzielt hingegen relativ gute Ergebnisse im Bereich Energieeffizienz.
Japan belegt den fünften Platz. Die japanischen Treibhausgasemissionen steigen stetig und das Land ist weit davon entfernt, seine Kyoto-Ziele zu erfüllen. Die Regierung hat noch keine mittelfristigen Emissionsminderungsziele bekannt gegeben. Den guten zweiten Platz im Bereich des CO2-Emissionshandels erhielt Japan aufgrund seines umfangreichen Einsatzes für Projekte in Entwicklungsländern im Rahmen des Clean Development Mechanismus der UN. Auf nationaler Ebene fehlt für den Emissionshandel aber weiterhin ein verbindlicher gesetzlicher Rahmen.
Russland liegt bei der Wertung auf einem der hinteren Plätze, da in den vergangenen acht Jahren die CO2-Emissionen gestiegen sind. Das Land hat nur wenige nationale Gesetze geplant und umgesetzt. Sollten die jüngsten Ankündigung der Regierung bezüglich der Steigerung der Energieeffizienz realisiert werden, könnte Russland in den kommenden Jahren besser abschneiden.
Kanada und die USA sind die Schlusslichter in der Rangliste. Die Länder belegen Platz 7 und 8. Dies überrascht nicht angesichts der steigenden Emissionen und des hohen Energieverbrauchs in beiden Ländern. Vorhandene Potenziale für mehr Energieeffizienz könnten sehr viel besser ausgeschöpft werden. Dennoch gibt es Grund zur Zuversicht: Geplante US-amerikanische Gesetze haben das Potenzial, die CO2-Emissionen zu senken. US-amerikanische Unternehmen bereiten sich auf einen neuen CO2-Markt vor, was auch internationale Auswirkungen haben könnte. Die Regierungen beider Länder gehören bisher nicht zu den Befürwortern klimafreundlicher Lösungen, aber Initiativen auf bundesstaatlicher Ebene könnten dazu beitragen, dass sowohl Kanada als auch die USA in den kommenden Jahren besser abschneiden werden.
Die Studie analysiert auch die Klima- und Energiepolitik der fünf Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika. Für diese Länder gibt es allerdings nicht eine Rangliste, da sie nicht mit den Industrieländern verglichen werden können. Hinsichtlich der Entwicklung des Energiemixes und der sich daraus ergebenden zukünftigen Emissionen existieren aber erhebliche Unterschiede zwischen diesen fünf Staaten. Entscheidend ist, wie die Industrieländer die Entwicklungs- und Schwellenländer darin unterstützen werden, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern.

 

Jörn Ehlers
WWF Deutschland
Tel. +49 (0)30.30 87 42-12
ehlers@wwf.de

Farhad Dilmaghani Allianz SE
Tel. +49 (0)89.3800-17484
farhad.dilmaghani@allianz.com

Christian Teichmann Allianz Deutschland AG
Tel. +49 (0) 89.3800-7578
christian.teichmann1@allianz.de

 

 

Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit für den Verbraucherschutz

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung legt seinen Jahresbericht vor

Ob es sich um BSE, Cumarin, PAK oder Campylobacter handelt: Die wissenschaftlichen Bewertungen des BfR sind für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eine wesentliche Entscheidungsbasis, und auch für die Medien, für Nichtregierungsorganisationen und Verbraucherschutzverbände haben die Ergebnisse Referenzfunktion. Das ist das Fazit aus fünf Jahren erfolgreicher Arbeit für den gesundheitlichen Verbraucherschutz, welches das Bundesinstitut in seinem soeben erschienenen Jahresbericht 2007 zieht. „Seit der Gründung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im November 2002 haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreiche Risiken, die Lebens- und Futtermittel, Chemikalien sowie verbrauchernahe Produkte für den Verbraucher bergen können, identifiziert, bewertet, der Politik Maßnahmen für ihre Begrenzung vorgeschlagen und die Öffentlichkeit darüber informiert“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, „mit unserer Arbeit haben wir maßgeblich zum Schutz der Verbraucher beigetragen.“
Mit der Gründung des Bundesinstituts für Risikobewertung hat der Gesetzgeber die Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement institutionalisiert. Der gesetzliche Auftrag zur Risikokommunikation, den der Gesetzgeber dem BfR erteilt hat, ist für Bundeseinrichtungen in Deutschland einzigartig. Dass das Bundesinstitut für Risikobewertung diesem hohen Anspruch gerecht wird, belegen zahlreiche Beispiele. So ist die Bewältigung der BSE-Krise in Deutschland eine Erfolgsgeschichte, die das Bundesinstitut für Risikobewertung mit geschrieben hat. Seine wissenschaftlichen Arbeiten und Empfehlungen haben international Maßstäbe gesetzt und Eingang in politische Entscheidungen gefunden. Insbesondere das Verbot der Verfütterung von tierischen Proteinen und in Deutschland zusätzlich von tierischen Fetten an landwirtschaftliche Nutztiere, die konsequente Entfernung von spezifiziertem Risikomaterial, die Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung im Schlachtprozess und das BSE-Monitoring bei Schlachttieren haben dazu beigetragen, dass das Risiko für den Verbraucher heute als sehr gering eingestuft werden kann.
Cumarin kann als Duft- und Aromastoff in Lebensmitteln und kosmetischen Mitteln enthalten sein und wird auch als Medikament bei Lymphgefäß- und Venenleiden eingesetzt. Dieser therapeutische Einsatz von Cumarin hat gezeigt, dass die Substanz in hohen Konzentrationen zu einer Entzündung der Leber führen kann, die sich zurückbildet, wenn kein Cumarin mehr zugeführt wird. Einzelne Verbraucher sind für diesen Effekt offenbar besonders empfindlich, ohne dass die Ursache bisher ermittelt werden konnte. Die Bewertung des BfR und die in diesem Zusammenhang geführte öffentliche Diskussion veranlassten die Hersteller von Weihnachtsgebäck zu einer deutlichen Senkung der Cumarin-Gehalte. Auch in die europäische Gesetzgebung sind die diesbezüglichen Arbeitsergebnisse des BfR eingeflossen. In Unkenntnis der hohen Konzentrationen an Cumarin in Cassia-Zimt war im neuen Aromenrecht eine Streichung der Höchstwerte für Cumarin vorgesehen. Das BfR setzte sich für eine Beibehaltung ein und unterbreitete Höchstmengenvorschläge, die in einen Entwurf des Europäischen Rats und der EU-Kommission eingeflossen sind.
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind Stoffgemische, die bei unvollständiger Verbrennung von organischem Material wie Kohle, Kraftstoff, Tabak oder beim Grillen entstehen. Verschiedene PAK wirken beim Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit erbgutverändernd. Sie können die Fortpflanzung beeinträchtigen und Krebs erzeugen. Grenzwerte für PAK in verbrauchernahen Produkten gibt es nicht. Die Wirtschaft hat sich verpflichtet, Orientierungswerte für technisch unvermeidbare PAK-Gehalte einzuhalten. Das BfR hat einzelne Gehalte bewertet und eine einheitliche Bestimmungsmethode erarbeitet. Das Ergebnis: Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe in Werkzeuggriffen und anderen Verbraucherprodukten mit Elastomerteilen wurden deutlich reduziert, die Orientierungswerte werden in den meisten Fällen eingehalten.
Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Arbeit des Instituts sind Wärme liebende Campylobacter-Keime. Sie stellen neben den Salmonellen eine der häufigsten Ursachen für bakteriell bedingte Magen-Darm-Erkrankungen beim Menschen dar. Die Infektion geht mit schweren Durchfällen einher. Besonders betroffen sind Kinder unter sechs und Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Studien, die das Bundesinstitut für Risikobewertung zusammen mit den Bundesländern durchgeführt hat, beschreiben erstmals den Campylobacter-Status in Deutschland: In rund 40 Prozent der untersuchten Masthähnchenherden war der Erreger zum Zeitpunkt der Schlachtung nachweisbar. Diese Datenerhebungen sind ein erster, wichtiger Schritt bei der Bekämpfung des Keims in Geflügelherden.
Die genannten Beispiele zeigen nur einen Ausschnitt der Risiken, die das BfR in den vergangenen fünf Jahren bewertet hat, und der Maßnahmen, die aufgrund der wissenschaftlichen Empfehlungen des BfR vom Risikomanagement zum Schutz des Verbrauchers ergriffen wurden. Gemäß seinem Leitsatz „Wissenschaft im Dienst des Menschen“ wird das BfR durch die Qualität seiner Arbeit und seine wissenschaftliche Unabhängigkeit auch in Zukunft dazu beitragen, mögliche Risiken für den Verbraucher aktiv zu minimieren und so die Gesundheit des Verbrauchers zu schützen.
Mehr dazu im Jahresbericht 2007, der ab sofort kostenlos in der Pressestelle angefordert werden kann und unter www.bfr.bund.de (Menüpunkt „Publikationen“) auch im Internet zur Verfügung steht.

 

Messung der Chlorzehrung von Abwasserproben in der Verfahrensentwicklung

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TU Dresden setzt auf Krypton D

Problemstellung:
Die TU Dresden beschäftigt sich unter anderem mit der Optimierung von Desinfektionsverfahren für die Abwasserbehandlung. Dabei werden Abwasserproben mit elektrolytisch erzeugtem Chlor behandelt. Die Chlorzehrung während der kurzzeitigen Behandlung sollte mit einem online-System überwacht werden.

Die Herausforderung:
– Gleichbleibend zuverlässige Messwerte trotz hoher und wechselnder Schmutzbelastung der Wasserproben und nur stundenweiser Nutzung des Systems
– Verträglichkeit mit der zur Chlorherstellung eingesetzten Elektrolyse
– Schnelle Einlaufzeit
– Automatische Kompensation des pH-Werts auf die Chlormessung

Unsere Lösung:
Die Überwachung der Chlorkonzentration erfolgt mit Sensoren, deren blanke Metallelektroden in direktem Kontakt mit dem Messwasser stehen. Das System enthält keine Membranen, die verblocken oder beschädigt werden können. Alle mit dem Wasser in Berührung kommenden Teile sind aus Glas oder Gold und daher unempfindlich gegen chemische oder biologische Veränderungen. Die Metalloberflächen des Sensors werden mithilfe unserer patentierten Automatischen Sondenreinigung ASR einmal täglich automatisch gereinigt, so dass jeder Messtag mit den gleichen Versuchsbedingungen abläuft. Der pH-Wert wird mitgemessen und sein Einfluss auf die Chlormessung automatisch kompensiert. Die eingesetzte Durchflussarmatur bietet wenig Strömungswiderstand und grosse Bohrungen, um die Gefahr des Verblockens zu minimieren.

Urteil des Kunden:
„Messung und Reinigung laufen seit Einbau des Systems einwandfrei. Das System bietet eine einfache und zuverlässige Möglichkeit, die Chlorzehrung zu messen, so dass wir uns ganz unserer eigenen Aufgabe der Verfahrensoptimierung widmen können. Wir haben die Firma Kuntze bei diesem Projekt erstmalig kennen gelernt und sind sehr zufrieden.“

Dr. Viktor Schmalz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Dresden, Institut für Wasserchemie