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Analytik an den Knotenpunkten und den Kläranlageneinläufen

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Maßgeschneiderte Lösungen für die Umweltüberwachung

Immer mehr Kunden fordern schlüsselfertige Gesamtlösungen statt Einzelkomponenten: Der weltweite Trend in der Wasseranalyse geht zu maßgeschneiderten Analysensystemen für vielfältige Anforderungen in der Online-Messtechnik. Die Ansprüche steigen in der Gewässerüberwachung, in Chemieparks, in der industriellen und kommunalen Wasseraufbereitung und in der Trinkwasserversorgung hinsichtlich Verfügbarkeit der Messwerte und der zu überwachenden Parameter. Endress+Hauser und Bayer Technology Services lösen herausfordernde Kundenprojekte. 

Besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen 

Die stark verzweigten und kilometerlangen Abwassernetze stellen besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen. Abwässer vieler verschiedener Einleiter unterschiedlicher Wassergüte werden dort gesammelt. Besonders die Abwässer aus Chemie- oder Industrieparks enthalten komplexere Verunreinigungen als das Abwasser aus einem einzelnen Betrieb. Dies erfordert eine detaillierte Analytik an den Knotenpunkten und den Kläranlageneinläufen. Folglich werden die zu überwachenden Prozess- und Stoffströme gebündelt und die Messaufgaben zentralisiert, um die erforderliche Messtechnik effizient einzusetzen und Qualität und …den ganzen Artikel lesen Sie unter: 

 http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/?Open&DirectURL=8A48A8C42B0966E5C12575CF0049E315
 

Energiesparender Betrieb der Flockungsfiltration

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Beträchtliche Energieeinsparungen sind in Flockungsfiltrationsanlagen möglich. Ohne Einbussen bei der Ablaufqualität lassen sich bei einer im Abstromverfahren betriebenen Anlage durch intelligent gesteuerten durchflussproportionalen Betrieb Einsparungen erzielen.

Die Größe von Flockungsfiltrationsanlagen richtet sich im Allgemeinen nach der Filtrationsgeschwindigkeit und der zulaufenden Trockensubstanzfracht. Dabei werden der maximale Zufluss zur Filteranlage und eine maximale Filtrationsgeschwindigkeit für die Berechnung der Filterfläche herangezogen. Die Filteranlage muss so ausgelegt werden, dass die Ablaufwerte im Filtrat bei diesen Bedingungen eingehalten werden. Das Filterbett muss auch groß genug sein, um die Trockensubstanzbelastung von den Nachklärbecken in dieser hydraulischen Situation aufnehmen zu können. Die Flockungsfiltration ist in aller Regel in 24 bis 30 einzelne Filterzellen aufgeteilt. Meist sind unabhängig von der Zulaufmenge alle Filterzellen in Betrieb.

Bild: Filterzellen einer Flockungsfiltration

Bild FW-AWT-Filter-G.jpg

Die meiste Energie in der Flockungsfiltration wird von den Filterzulaufpumpen verbraucht, da das Abwasser meist zuerst zur Filtration angehoben werden muss. Zusätzlich erfordert die Rückspülung beträchtlichen Energieaufwand. Die Filterzellen werden entweder nach einer maximalen Beladung mit Trockensubstanz oder nach einem Zeitintervall rückgespült. Die Spülung der Filter nach dem Beladungszustand wird abhängig vom Öffnungsgrad der Regelklappe eingeleitet. Meist wird jedoch die Spülung nach einem festen Zeitintervall vorgenommen. Das Zeitintervall zwischen zwei Spülungen wird auf maximal 36 Stunden eingestellt. Längere Intervalle werden selten gewählt, da es aufgrund der langen Aufenthaltzeiten des Schlammes im Filterbett sonst zu Verbackungen kommen kann.

Beim durchflussproportionalen Betrieb werden nur die benötigten Filterzellen in Betrieb gesetzt. Die Anzahl der Filterzellen richtet sich nach der Zulaufmenge zur Filteranlage. Die geringere Anzahl von Filterzellen die in Betrieb sind, führt auch zu einer geringeren Anzahl von Filterspülungen. Die Filtrationsgeschwindigkeit für den durchflussabhängigen Betrieb sollte frei einstellbar sein, um eine optimale Einstellung zu finden. Sobald der errechnete Wert der Filtrationsgeschwindigkeit über dem eingestellten Wert liegt, schalten Filterzellen zu bis der Sollwert wieder unterschritten wird. Sinkt die Zulaufmenge wieder, geht auch die Filtrationsgeschwindigkeit zurück. Wird in dieser Phase ein Filter gespült, so wird er nach der Spülung nicht wieder in Betrieb genommen, sondern reiht sich in die Warteschleife der betriebsbereiten Filterzellen ein. Durch das Einrichten eines solchen Umlaufspeichers der betriebsbereiten Filterzellen im Programmablauf, geht bei üblichen Einstellungen spätestens nach ca. 4 Tagen jede Filterzelle in Betrieb.

Als günstige Filtrationsgeschwindigkeit für den durchflussabhängigen Betrieb hat sich ein Wert von ca. 2/3 der maximalen Filtrationsgeschwindigkeit herausgestellt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass eine Mindestanzahl von Filterzellen immer in Betrieb ist. Ebenso sollte eine Niveaumessung im Zulaufbereich der Filterzellen dafür sorgen, dass bei Ausfall der Zulaufmessung oder starker Beladung der Filterzellen, automatisch weitere Filterzellen zugeschaltet werden. Filterzellen die einmal zugeschaltet wurden bleiben in Betrieb bis sie nach einer Spülung in den Stand-by Betrieb gehen.

Grafik: Beispiel des Betriebs von Filterzellen nach der Zulaufmenge

Bild FW-AWT-Filter-1.JPG

In der Grafik ist zu sehen, dass bei Erreichen der eingestellten Filtergeschwindigkeit von 10 m/h zusätzliche Filter zuschalten. Die durch das Regenereignis zugeschalteten Filterzellen am 10.03.07 bleiben in Betrieb bis sie nach 36 Stunden am 11.03.07 nach dem Rückspülen in den Stand-by Betrieb gehen. Danach sind nur noch ca. 30% der Filterzellen in Betrieb. Zusätzlich zum durchflussabhängigen Betrieb sollte jederzeit ein Umschalten auf die Betriebsart mit allen Filterzellen möglich sein. Dies kann erforderlich werden wenn die Filteranlage besonders belastet wird oder eine hohe Aufenthaltszeit der Biomasse im Filterbett für eine Restnitrifikation bzw. eine Denitrifikation erwünscht ist.

Je nach Anlagenbauart und abhängig von der Zulaufmenge ist bei einem durchflussabhängigen Betrieb der Filterzellen mit einer Reduzierung der Filterspülungen von 50% zu rechnen. Dies bedeutet auch gleichzeitig eine Reduzierung des anfallenden Schlammwassers um die Hälfte. Meist wird dieses Schlammwasser vor der biologischen Reinigung eingeleitet und muss in der Filtrationsanlage erneut hoch gepumpt werden. Durch die Reduzierung des Schlammwassers sinkt die hydraulische Rückbelastung durch die Filteranlage um 50%. Das Einsparpotential an elektrischem Strom liegt bei ca. 10% des gesamten Strombedarfs der Filteranlage. Zusätzlich wird der Verschleiß an den Filtermaterialien durch die verringerte Anzahl an Filterspülungen deutlich gemindert. Durch den durchflussproportionaler Betrieb der Filteranlage lässt sich ohne viel Aufwand sehr viel Energie einsparen und der Verschleiß an Maschinen und Einrichtungen deutlich mindern. 

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel haben,dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail an Fachwissen@klaerwerk.info


Autor: CS

Wirksamkeit der Ausgaben im Rahmen von Strukturmassnahmen für die Abwasserbehandlung während der Programmplanungszeiträume 1994-1999 Uund 2000-2006

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Unter: http://eca.europa.eu/portal/pls/portal/docs/1/2588314.PDF kann die EU-Studie heruntergeladen werden.

Nachfolgend einige Auszüge als Leseprobe:

Die Abwässer und der Klärschlamm aus städtischen
Ballungsräumen können die Qualität
der Seen, Flüsse und Küstengewässer
Europas sowie die Qualität seiner Böden
und seines Grundwassers beeinträchtigen.
Deshalb hat die EU eine Reihe von Richtlinien
verabschiedet und den Bau von kommunalen
Abwasserbehandlungsanlagen mit
Kohäsionsfonds- und EFRE-Mitteln kofinanziert.
Dadurch wurde die Anschlussdichte
der städtischen Haushalte, die Zugang
zur Abwasserbehandlung haben, deutlich
verbessert.
II.
Die Prüfung des Hofes konzentrierte sich
auf Anlagen, die während der Programmplanungszeiträume
1994-1999 und 2000-2006
in Irland, Griechenland, Spanien und Portugal
aus dem Kohäsionsfonds und dem EFRE
gefördert wurden. Auf diese Länder entfiel
der größte Teil der Ausgaben in diesem
Bereich. Die in diesem Bericht vorgelegten
Prüfungsschlussfolgerungen stützen sich
auf eine Untersuchung der Verwaltungsund
Kontrollsysteme bei der Kommission
und auf die Bewertung der Leistung von
73 Behandlungsanlagen. Außerdem wurden
die Beseitigung von Klärschlamm als Nebenprodukt
der Abwasserbehandlung und die
Rolle der Kommission im Abwasserbereich
untersucht.
III.
Der Hof gelangte zu der Schlussfolgerung,
dass die Strukturmaßnahmen in den vier
geprüften Mitgliedstaaten im Allgemeinen
zur Verbesserung der Abwasserbehandlung
beigetragen haben.
IV.
Insgesamt war die Leistung der im Rahmen
von Strukturmaßnahmen kofinanzierten
Behandlungsanlagen angemessen. Allerdings
wurde auch festgestellt, dass …

Wenn Kanäle zum Himmel stinken

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TU-Wissenschaftler entwickeln Versuchsanlage für die Berliner Wasserbetriebe

Viele Berliner kennen das Problem: Wenn es lange heiß ist und kein Regen fällt, beginnen viele Gullis unangenehm zu riechen. Aufgrund des sinkenden Wasserverbrauchs erhöht sich die Aufenthaltszeit des Abwassers in den Kanälen. „Wenn in den Druckrohrleitungen des Berliner Kanalnetzes das Abwasser über längere Strecken transportiert wird, bildet sich unter anaeroben Bedingungen häufig Schwefelwasserstoff, und an der Einmündung der Druckrohrleitung in einen Freigefälleabschnitt kann es dadurch zu Geruchsbelästigungen kommen“, erläutert Dipl.-Ing. Stefan Rettig, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin. Dieses nach faulen Eiern riechende giftige Gas wird an den Wänden der Rohre zu Schwefelsäure umgewandelt und führt dort zu Korrosion, vornehmlich an Betonbauteilen.
Unter dem Titel „ODOCO-2“ finanzieren die Berliner Wasserbetriebe seit November 2008 ein Forschungsprojekt, an dem neben der TU Berlin auch die Materialprüfungsanstalt MPA Berlin-Brandenburg GmbH beteiligt ist. „Wir wollen herausfinden, was genau unangenehme Gerüche entstehen lässt und was man am sinnvollsten dagegen unternehmen kann“, beschreibt Stefan Rettig sein Projektziel. Das Vorläuferprojekt „ODOCO-1“ hatte bereits ermittelt, dass geeignete Messtechnik möglichst unter genau definierten Bedingungen in einer Versuchsanlage untersucht werden sollte. „Wir haben bereits eine Versuchsanlage konzipiert, deren Bau nun ausgeschrieben wird“, erläutert der Ingenieur. Das System wird aus zwei je 25 Meter langen Röhren bestehen, die einen Freigefällekanal nachbilden. In vorgeschalteten Fermentoren sollen die Bedingungen in den kritischen Druckrohrleitungen nachgestellt werden. An einem Betonschacht und zusätzlichen Materialproben werden die Experten der MPA Korrosionsuntersuchungen anstellen, dort wird auch die Abluft entnommen und behandelt.
„Wir werden flüssige und gasförmige Phasen mit Onlinetechnik messen, Proben entnehmen und im Labor untersuchen“, erläutert Stefan Rettig. Bei dem Projekt ginge es außerdem darum zu überprüfen, welche Dosierungen verschiedener Produkte tatsächlich nötig sind, die zur Geruchsbindung an kritischen Stellen eingesetzt werden können. „Da gibt es zum Beispiel Aluminium- und Kalzium-Nitrate verschiedener Hersteller oder geruchsbindende Gelmatten, die in die Kanäle gehängt werden“, sagt er. Für die Wasserbetriebe können die Ergebnisse der Arbeit, die vorerst bis zum März 2010 finanziert wird, Erkenntnisse für ein Konzept künftiger Kanalisationsentwürfe liefern. Vielleicht lässt sich durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen, sowohl planerisch, baulich als auch betrieblich, künftig auch der unangenehme sommerliche Geruch vermeiden.
Andrea Puppe

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dipl.-Ing. Stefan Rettig, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin, Gustav-Meyer-Allee 25 (TIB 13B), 13355 Berlin, Tel.: 030/314-72305, E-Mail: stefan.rettig@tu-berlin.de und Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Institut für Bauingenieur-wesen der TU Berlin, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Tel.: 030/314-72246, Fax. 030/314-72248, E-Mail: matthias.barjenbruch@tu-berlin.de www.siwawi.tu-berlin.de
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/ http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.siwawi.tu-berlin.de
Technische Universität Berlin

Quelle: http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/abfall/uabab210.html

Jobsuche im Internet

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Prof. Dr. Carsten Steinert von der Fachhochschule Osnabrück erforscht wie Jobbörsen im Internet genutzt werden und wie zufrieden die Nutzer mit den Angeboten sind.

Monster, FAZjob.net, stepstone – drei von etwa Hunderten von Jobbörsen, die ihre Leistungen im Internet anbieten. Bei der Stellensuche sind diese Dienste inzwischen sehr gefragt. Aber welche Jobbörse führt den Arbeitssuchenden wirklich schnell zum Ziel? Das hat Prof. Dr. Carsten Steinert in einer Onlineumfrage gemeinsam mit der Profilo rating GmbH und Crosswater Systems Ltd. untersucht. An der Umfrage haben sich dabei mehr als 3.000 User beteiligt.

Jobbörsen funktionieren wie der Stellenmarkt in einer Zeitung. Hier können potenzielle Arbeitgeber ihre Stellen ausschreiben. Jobsuchmaschinen hingegen durchsuchen das Internet nach Stellenangeboten, das funktioniert ähnlich wie bei Google. Die Ergebnisse der Untersuchung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Steinert zeigen, dass Jobbörsen mit einem Anteil von 63% deutlich stärker genutzt werden als Jobsuchmaschinen. Auch die Zufriedenheit der Nutzer wurde allgemein positiver bewertet. Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 4 (überhaupt nicht zufrieden) erreichten Jobsuchmaschinen eine Durchschnittsnote von 2,1 und Jobbörsen eine 1,9. Bei der Qualität der Suchergebnisse und der Treffergenauigkeit schneiden die bewerteten Jobbörsen mit 2,1 eher durchschnittlich ab.

Bei der Frage wer die Jobbörsen überwiegend zur Stellensuche nutzt, ergab sich dass die Altersgruppe von 31-50 Jahren mit 53,8% besonders stark vertreten ist. Das Nutzerverhalten ist sehr unterschiedlich: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer geben an, dass sie in Jobbörsen und Jobsuchmaschinen aktiv nach Stellenanzeigen recherchieren, während 33% der Jobsuchenden eher auf eine passive Suchstrategie vertrauen; sie nutzen überwiegend Bewerberdatenbanken oder lassen sich über neue Jobangebote per E-Mail informieren. Andere Funktionen wie Gehaltsanalysen, Bewerbungsunterlagen-Check und Informationen zu Arbeitgebern und Branchen werden weniger nachgefragt.

Die Mehrzahl der Befragten (58,7%) bevorzugt die Bewerbung via E-Mail, mit Lebenslauf und Zeugnissen im Anhang. Die klassische Bewerbung in Papierform bevorzugen rund 20%. Ein Drittel aller Umfrageteilnehmer empfindet es als lästig, Online-Bewerbungsformulare auszufüllen. Rund 20% der Kandidaten geben an, dass ein vorgeschaltetes Online-Bewebungsformular oder -Assessmentcenter sie gegebenfalls von einer Bewerbung abhält.

Interessierte Arbeitgeber und Betreiber von Jobbörsen können die Umfrage-Ergebnisse per Online-Recherche im Abonnement buchen und erhalten dadurch auch Einblick in die Ergebnisse jeder bewerteten Jobbörse. Ein halbjährlicher Ergebnisbericht wird ebenfalls bereitgestellt. Nähere Informationen unter http://www.crosspro-research.com

Miriam Riemann, Presse- und Informationsstelle
Fachhochschule Osnabrück

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news321440


 

 

Vor der UN-Naturschutzkonferenz: Öko-Institut fordert Nachbesserung beim geplanten Umweltgesetzbuch

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Vor Beginn der Bonner UN-Naturschutzkonferenz weist das Öko-Institut auf die Bedeutung des Umweltrechts für die Artenvielfalt hin. „Die Gründe für den Artenschwund sind auch darin zu sehen, dass es im Umweltrecht an Erfolg versprechenden, verbindlich vorgeschriebenen Strategien und Maßnahmen mangelt“, kritisiert Umweltrechts-Experte Falk Schulze vom Öko-Institut.

Deshalb fordert der Wissenschaftler: Gerade im geplanten, neuen Umweltgesetzbuch – dem umfassendsten umweltrechtlichen Gesetzgebungsverfahren der letzten Jahre in Deutschland – müssen Regelungen geschaffen werden, um dem immer schneller und massiver voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt zu begegnen.

Der bisherige Referentenentwurf zum Umweltgesetzbuch beschreibt die Sicherung der biologischen Vielfalt als „vorrangiges Ziel“. „Dies allein genügt jedoch nicht“, sagt der Jurist Falk Schulze. Die Regelungsinstrumente des Naturschutzes und – sehr wichtig – auch der anderen Umweltbereiche wie insbesondere Anlagen- und Wasserrecht müssen die Sicherung der Biodiversität einbeziehen und so ausgestaltet werden, dass die Durchsetzung dieses Ziels gewährleistet ist. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Instrumente wie die Eingriffsregelung, die Landschaftsplanung und die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft.

„Vom Umweltgesetzbuch müssen klare Signale für die überragende Bedeutung der biologischen Vielfalt ausgehen und daraus sollten dann angemessene Standards folgen“, fordert der Öko-Instituts-Experte.       

Weitere Informationen zu dem Projekt „Umweltgesetzbuch“ des Öko-Instituts: www.umweltgesetzbuch.org

Ansprechpartner

Falk Schulze
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut e.V. Büro Darmstadt
Institutsbereich Umweltrecht & Governance
Telefon 06151/81 91-15

Interviewvermittlung

Pressesprecherin Christiane Rathmann
Telefon 0761/452 95-22, Mobil 0160-5 33 33 55

http://www.oeko.de/pressepool/pressemitteilungen/dok/781.php

Erfahrungen zum Betrieb von Abwasserfilteranlagen

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DWA-Themen KA 8.3 – Mai 2009

Titel: Erfahrungen zum Betrieb von Abwasserfilteranlagen

Ausgabe: Mai 2009
Verlag: DWA
ISBN: 978-3-941089-59-4
Format: DIN A4
Seitenzahl: 26
Preis: 21,00 € *

In dem vorliegenden Themenband werden die Betriebserfahrungen der letzten 20 Jahre mit rund 120 Abwasserfilteranlagen ausgewertet. Es geht dabei im Wesentlichen um nachgeschaltete Raumfilter nach Arbeitsblatt ATV-A 203 „Abwasserfiltration durch Raumfilter nach biologischer Reinigung“, die der Suspensaelimination und der damit verbundenen P-Elimination dienen. Aus den Erfahrungen werden Hinweise für Planung, Bau und Betrieb zukünftiger Anlagen abgeleitet. Die Konzeption der gesamten Filteranlage ist ein entscheidendes Kriterium für den leistungsfähigen Betrieb und die Bedienbarkeit der Anlage. Folgende wichtige Aspekte sind zu beachten und werden imThemenband erläutert:
• Die Anzahl der Filterkammern ist nach wirtschaftlichen und betrieblichen Kriterien zu optimieren.
• Die richtige Anordnung und Betriebsweise der Schlammwasserklappen bei Klappenfilteranlagen sind zu beachten, um frühzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
• Bei diskontinuierlich betriebenen Anlagen mit Düsenboden muss einem unkontrolliertem Druckaufbau durch Verstopfung der Düsen entgegengewirkt werden.
• Für den Reparaturfall oder notwendigen Austausch von Aggregaten müssen diese auch ohne Hilfskonstruktionen gut zugänglich sein.
• Offene Abwasserflächen innerhalb von Gebäuden sind wegen der Ungezieferproblematik zu vermeiden. • Bei Rohrleitungen ist abhängig von den verwendeten Materialien besonders auf dichte Montage und Korrosionsschutz an den Schweißnähten zu achten.
• Beim Nachfüllen von Filtermaterial ist darauf zu achten, dass altes und neues Material nicht gemischt werden.
• Bei der Auslösung der Spülung über den Klappenöffnungsgrad ist die aktuelle Durchflussmenge zu berücksichtigen.
• Es ist zu berücksichtigen, dass bis zum Errreichen der notwendigen Spülgeschwindigkeit lange Anlaufphasen in Abhängigkeitvon der Spülwasserpumpe und der Leitungsführung entstehen können.
• Die Rückführung des bei der Filterspülung entstehenden Schlammwassers in den Hauptstrom der Kläranlage kann im Mischwasserfall zu einer hydraulischen Überlastung führen. 

Schadstoffe in meiner Nachbarschaft

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Neues Register gibt Bürgerinnen und Bürgern schnelle Auskunft

Wie viel Kohlendioxid bläst der Industriebetrieb in der Nachbarschaft in die Luft? Welche Schwermetalle leitet er in Flüsse ein? Und in welche Länder exportiert der Betrieb seine Abfälle? Wer aus privatem oder beruflichem Interesse Informationen über Freisetzungen von Schadstoffen sucht, findet diese ab sofort im neuen Schadstoffregister PRTR-Deutschland (Pollutant Release and Transfer Register). Der Zugriff erfolgt online unter www.prtr.bund.de und ist für alle Nutzerinnen und Nutzer völlig kostenlos.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), Michael Müller, schaltete das neue Umweltinformationsportal heute in Berlin frei: „Das neue PRTR-Portal wird einen bedeutenden Beitrag zu mehr Transparenz bei Umweltinformationen für die Öffentlichkeit schaffen. Nie war der Blick hinter die Werkstore bequemer als heute.“ Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA) sagte: „Bürgerinnen und Bürger können mit wenigen Mausklicks kostenlos und uneingeschränkt Informationen zu Schadstofffreisetzungen und Abfällen aus großen Industriebetrieben erhalten. Ab Ende September sind mit der Eröffnung der EU Register dann auch endlich internationale Vergleiche von Maßnahmen zu Emissionsminderung möglich“. Der Beauftrage der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Dr. Hans-Bernhard Beus, lobte das elektronische PRTR als eines der erfolgreichsten E-Government 2.0 Projekte im Handlungsfeld Prozessketten: „Die frühe Einbeziehung der Wirtschaft und die konsequente Umsetzung von Anforderungen an die Datensicherheit sind nur zwei Aspekte, die das elektronische PRTR umsetzt. Das PRTR gehört seit 2008 zu den Leuchtturm-Projekten der neuen IT-Strategie der Bundesregierung und wird durch das BMI bzw. die Bundesregierung auch finanziell gefördert.“

Für das neue Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister PRTR berichten über 4.000 Unternehmen ab sofort jährlich ihre Daten zu Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden sowie über den Verbleib des Abfalls und des Abwassers. Verpflichtet dazu sind große Industriebetriebe und andere Organisationen, etwa aus der Energiewirtschaft, der chemischen Industrie, aber auch die Intensivtierhaltungen und große Kläranlagen. Die berichtspflichtigen Unternehmen übermitteln jährlich ihre Daten online in der neuen Erfassungssoftware BUBE-Online (Betriebliche Umweltdatenbericht­erstattung) an die zuständigen Behörden. Die Länder prüfen diese Daten, leiten sie an das UBA weiter, das die Informationen aufbereitet und in der neuen Internetplattform www.prtr.bund.de aktualisiert.

Der Aufbau und Betrieb des Schadstoffregisters basiert auf einem internationalen Abkommen der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE), das Deutschland und 35 weiteren Staaten unterzeichnet haben, sowie der EU-Verordnung über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters (E-PRTR-Verordnung) vom 18. Januar 2006. Deutschland hat diese Verordnung mit dem Gesetz zur Ausführung des Protokolls über Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister vom 21. Mai 2003 sowie zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 (SchadRegProtAG) am 6. Juni 2007 in nationales Recht umgesetzt.

Weitere Informationen unter www.prtr.bund.de

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2009/pd09-031_schadstoffe_in_meiner_nachbarschaft.htm

Neue Homepage der Gewässer-Nachbarschaften in Hessen und Rheinland-Pfalz

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Die Gemeinnützige Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung (GFG) mbH, Mainz, organisiert seit mehr als 13 Jahren im Auftrag der Umweltministerien der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz regionale Fortbildungsveranstaltungen (die sogenannten Gewässer-Nachbarschaften) für die unterhaltungspflichtigen Gebietskörperschaften in der ökologisch orientierten Gewässerunterhaltung und leistet damit einen Beitrag zur einer modernen und nachhaltigen Gewässerentwickung. Ab sofort stellt die GFG ihre Leistungen auf einer eigenen Internetplattform allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Die Homepage kann unter www.gfg-fortbildung.de eingesehen werden. Sie präsentiert allgemeine Informationen zur GFG und den regionalen Gewässer-Nachbarschaften. Die verschiedenen Schulungseinheiten der GFG werden mittels Broschüren, Faltblättern und Postern veranschaulicht. Zudem werden verschiedene Vorträge zu aktuellen Themen veröffentlicht.

Wie süß ist unser Grundwasser?

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Der künstliche Süssstoff Acesulfam ist in zahlreichen Light-Produkten enthalten. Die Substanz wird weder im menschlichen Körper noch später in den Kläranlagen abgebaut. Wissenschafter der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW konnten Acesulfam erstmals in zwei Dritteln der unter-suchten Grundwasserproben nachweisen. Anhand von Acesulfam ist es daher möglich, den Weg von häuslichem Abwasser über Kläranlagen und Flüsse bis ins Grundwasser zu verfolgen und die Qualität des Grundwassers zu überprü-fen.

Kalorienarme Ernährung liegt im Trend, künstliche Süssstoffe ersetzen den Zucker. Der Süssstoff Acesulfam beispielsweise wird in beträchtlichen Mengen konsumiert und vom menschlichen Körper fast vollständig wieder ausgeschieden. Aus den Haushalten gelangt Acesulfam über die Kanalisation in die Kläranlagen. Doch was geschieht dann mit dem Süssstoff?

Die Experten der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW wollten es genau wissen und haben erstmals eine Methode zum Nachweis von Acesulfam in Abwasser und Gewässern entwickelt. Wasserproben wurden im Kanton Zürich von kommunalen Kläranlagen, vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), vom kantonalen Labor und von der Wasserversorgung Zürich zur Verfügung gestellt.

Vom Abwasser in den Fluss, dann ins Grundwasser

Die ACW-Fachleute fanden heraus, dass der Süssstoff in den Kläranlagen nicht ab-gebaut wird und somit in Flüsse und Seen gelangt. In dicht besiedelten Gebieten fin-det man erwartungsgemäss mehr Acesulfam als in ländlichen Regionen. Der Süss-stoff geht aber noch weiter: In zwei Dritteln der untersuchten Grundwasserproben war er nachzuweisen. Die Daten zeigen, dass Acesulfam hauptsächlich durch Versi-ckern von Flusswasser ins Grundwasser gelangt. Acesulfam könnte aber auch auf eine lecke Kanalisationsleitung hinweisen.

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW Mediendienst Medienmitteilung

Mehr unter:

http://www.acw.admin.ch/dokumentation/00438/index.html?lang=de