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Meldungen zur Aus- und Fortbildung 2013

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August 2013
11.08.2013 Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften ist »Ort des Fortschritts 2013« 

 


Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften ist »Ort des Fortschritts 2013«

Das »Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum)« der FernUniversität in Hagen ist ein »Ort des Fortschritts 2013«: Das hat das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen der Hagener Hochschule mitgeteilt. Die Auszeichnung würdigt Vordenker aus NRW, die Ökonomie, Ökologie und Soziales zu Innovationen verbinden. Das Spektrum der Akteure, die Fortschritt mit und für die Gesellschaft ermöglichen, umfasst auch Forscher.
»infernum« ist ein Weiterbildungsstudiengang für beruflich qualifizierte Fachkräfte mit und ohne ersten Hochschulabschluss, der gemeinsam von der FernUniversität und Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen getragen wird. Es ergänzt in einzigartiger Weise interdisziplinäre Inhalte um das Ziel der nachhaltigen Entwicklung, damit auch künftige Generationen eine lebenswerte Umgebung vorfinden. So entwickeln die Studierenden u. a. Lösungen für umweltrelevante Fragestellungen aus ihrer beruflichen Praxis, die unmittelbar in den Unternehmen umgesetzt werden können.

Das Ministerium stellte vier Kriterien auf, die allesamt durch »infernum« bestens erfüllt werden:

– Neu im Bildungssektor ist u. a., dass durch die Kombination von Interdisziplinarität, Flexibilität, offenem Zugang und Theorie-Praxis-Transfer die Studierenden bestehendes Wissen aufgreifen und je nach Bedarf weiterentwickeln oder integrieren können.

– Besonders die wiederholte Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« bestätigt, dass »infernum« einen qualitativ hochwertigen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen leistet.

– Eine deutliche Nachfragesteigerung seit der Wirtschaftskrise 2009 ist eines der zentralen (Erfolgs-)Ergebnisse: Die Zahl der Studierenden ist von 366 im Sommersemester 2008 auf 690 im Wintersemester 2012/2013 angewachsen. Das aktuelle Studienangebot mit 30 Modulen, acht Präsenzseminaren und diversen Online-Modulen schafft sehr flexible Abschlussmöglichkeiten für umweltwissenschaftlich Interessierte aus verschiedenen Berufszweigen. Die Ziele der Studierenden sind – entsprechend ihrer Heterogenität – höchst vielfältig.

– Die Einbindung gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Akteure dokumentiert sich insbesondere durch die Kooperation der FernUniversität und Fraunhofer UMSICHT, die wissenschaftlich fundierte Weiterbildung mit anwendungsorientierter Forschung ideal verknüpft.

Die Auszeichnung als »Ort des Fortschritts« durch Ministerin Svenja Schulze ist für 2014 vorgesehen. Fraunhofer UMSICHT erhielt 2012 die Auszeichnung »Ort des Fortschritts« für seine besondere Forschungsleistung im Zusammenhang mit der Energiewende und dem Ressourcenschutz.

Weitere Informationen:
http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2013/infernum-ort-fortschritt.html

(nach oben)

Carbo-Iron

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Ein Schwerpunkt der Arbeiten unseres Departments liegt bei der Entwicklung neuer Verfahren zur Grundwasserbehandlung. Mit Carbo-Iron stellen wir ein neuartiges in-situ-geeignetes Reagenz zur Grundwasserreinigung vor.

Die Kombination aus kolloidaler Aktivkohle und darauf geträgertem metallischen Eisen (10…25 Ma-% Fe) ergibt ein neuartiges umweltfreundliches Reduktionsmittel. Es eröffnet neue Wege sowohl zur Quellensanierung als auch aufgrund seiner relativ hohen Mobilität zum Aufbau von In-situ-Sorptions-Reduktions-Barrieren in mit halogenorganischen Verbindungen kontaminierten Aquiferen.
Die speziell gewählten Eigenschaften des Kompositmaterials, wie Partikelgröße, Oberflächenladung und Hydrophobie des Trägerkolloids sind günstige Voraussetzungen für verbesserte Transporteigenschaften und eine bessere Benetzbarkeit durch DNAPL im Vergleich zu ungeträgertem nano-Eisen. Carbo-Iron ist in der Lage, in gleicher Weise wie nano-Eisen ein breites Spektrum an halogenorganischen Verbindungen zu reduzieren. Die Aktivkohle unterstützt den Reinigungsprozess durch ihre Sammlerfunktion. Das Kompositmaterial ist dabei in der Lage, den sorptiv angereicherten Schadstoff auch der Reduktion am Eisen zur Verfügung zu stellen. Das Material ist also ganz besonders geeignet für Wässer mit niedriger Schadstoffkonzentration (µg/l bis mg/l), wie üblich für Grundwasserkontaminationen. Carbo-Iron ist quasi die bessere Alternative zu nano-Eisen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. F.-D. Kopinke
Dr. K. Mackenzie

http://www.ufz.de/index.php?de=7038

 

 

Herstellung von Olivenöl erzeugt giftiges Abwasser

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Olivenöl ist gesund, doch bei der Herstellung entsteht giftiges Abwasser. Wissenschaftler des Instituts für Umweltwissenschaften Landau an der Universität Koblenz-Landau untersuchen derzeit gemeinsam mit Kollegen aus Israel und dem Westjordanland in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt, wie sich das Abwasser als Dünger nutzen lässt – ohne schädliche Auswirkungen auf Boden und Umwelt.

Jährlich werden weltweit etwa drei Millionen Tonnen Olivenöl produziert, vor allem in Griechenland, Italien und Spanien. Doch auch in anderen Ländern des Mittelmeerraums wie Kroatien, Israel und Tunesien steigt der Anbau überdurchschnittlich. Diese warmen, aber meist trockenen Gebiete sind häufig auf eine Bewässerung der Anbaufelder angewiesen.

Bei der Herstellung des Olivenöls wird sehr viel Wasser verbraucht, etwa 500 bis 1.000 Liter pro Tonne Öl, zudem fallen große Mengen an giftigem Abwasser an. Für jede Tonne Olivenöl sind dies etwa 500 bis 1.500 Liter Abwasser. Dieses entsteht insbesondere beim sogenannten Drei-Phasen-Prozess, der aus Kostengründen in den meisten Familienbetrieben Israels, Palästinas und anderer Mittelmeerländer eingesetzt wird. Sie geben dabei den zerkleinerten Früchten Wasser zu und verrühren es. Die Mischung wird in eine horizontale Zentrifuge eingebracht, in der sich die trennenden Phasen Abwasser, Öl und Feststoffe kontinuierlich über seitliche Öffnungen ableiten lassen.
Giftige Substanzen

„Das Abwasser enthält jedoch giftige Substanzen“, erklärt Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann vom Institut für Umweltwissenschaften Landau. Das Institut steht an der Spitze des trilateralen DFG-Projekts Oliveoil, in dem Wissenschaftler aus Israel, Palästina und Deutschland in gemeinsamen Feldexperimenten und Laborstudien eng zusammenarbeiten. „Vor allem die phenolischen Stoffe sind toxisch für Pflanzen und Mikroorganismen. Daher stören sie auch den Klärprozess, und das Abwasser wird daher in vielen Ländern von den Kläranlagen nicht mehr angenommen. Stattdessen wird es häufig auf Äckern entsorgt, wo es das Auskeimen der Samen hemmt und in Verdacht steht, die Böden wasserabweisend zu machen.“

Aufgrund dieser Problematik sind die großen Industriebetriebe inzwischen auf den modernen Zwei-Phasen-Prozess umgestiegen. Dieser verbraucht deutlich weniger Wasser und erzeugt kein Abwasser, sondern neben dem Olivenöl nur Feststoffe als Schlamm. Zusätzlich setzen sie zahlreiche Technologien ein, um das in anderen Herstellungsphasen entstehende Abwasser sowie den Schlamm aufzubereiten. Viele kleinere Betriebe können sich das teure Zwei-Phasen-System jedoch nicht leisten und arbeiten weiterhin, mit Sicherheit noch 10 bis 15 Jahre, mit drei Phasen.

Abwasser in Dünger umwandeln

Am Institut für Umweltwissenschaften Landau untersuchen Wissenschaftler derzeit, wie sich das Abwasser als Dünger ohne schädliche Auswirkungen auf die Felder nutzen lässt. Dabei werden verschiedene Behandlungs- und Ausbringungsvarianten geprüft. Denn schon die ersten Wochen nach der Ausbringung entscheiden darüber, ob sich negative Auswirkungen einstellen.

Der aktuelle Stand der noch laufenden Feldstudien deutet darauf hin, dass schon alleine eine Verschiebung des Ausbringungszeitpunktes in den Frühling hinein und gegebenenfalls eine Mengenbegrenzung das Problem lösen könnten. Bislang wird das Abwasser im Winter kurz nach der Ernte auf die Felder verteilt. Im kalten, feuchten Winter finden Mikroorganismen, die giftige Substanzen abbauen, aber sehr ungünstige Bedingungen vor. Zudem können die giftigen Stoffe kurz nach der Ausbringung durch die starken Winterregenfälle ins Grundwasser transportiert werden. Im Frühling könnten sie die Stoffe deutlich schneller umsetzen und die Gefahr der Grundwasserkontamination wäre deutlich geringer. Im Sommer dagegen wird der Boden durch das trockene, heiße Klima sehr schnell wasserabweisend.

Es sind weitere Untersuchungen notwendig, um eine nachhaltige Ausbringung des Abwassers aus der Olivenproduktion zu gewährleisten. Damit die Verbraucher in der Zukunft ihr Lieblingsöl – nachhaltig produziert – bedenkenlos kaufen können.

Die Studie:
Schaumann, G.E.; Borisover, M.; Nasser, A.; Bukhanovsky, N.; Hasan, J. & Marei Sawalha, A. (2010). Potential effects of olive oil production waste water on soil quality. Acta Horticulturae, 888, 337-344.
Kurtz, M.; Peikert, B.; Bruehl, C.; Dag, A.; Hasan, J. & Schaumann, G.E. (submitted 2013). Effects of olive mill wastewater on soil arthropods and soil chemistry in two different cultivation scenarios in israel and palestine. Journal of Ecosystems.

Peikert, B.; Schaumann, G.E.; Keren, Y.; Bukhanovsky, N.; Borisover, M.; Abo Garfha, M.; Hassan, J. & Dag, A. (submitted 2013). Does spreading of olive oil mill wastewater on soil change soil characteristics? – a screening study of israel and the west bank. Agriculture, Ecosystems and Environment.

Weitere Informationen zum Thema:
http://www.trilat-oliveoil.uni-landau.de
http://www.soil-waste-water.de

 

 

Innovative Wasserinfrastrukturen entwickeln und spielerisch verstehen

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Die Anpassung von Wasserinfrastrukturen an kommende Herausforderungen ist unvermeidbar, doch das Verständnis für die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen ist nicht bei allen Entscheidern vorhanden. Im Rahmen des kürzlich gestarteten Projekts TWIST++ entwickelt ein großer Projektverbund unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI neue Konzepte und ein Planungsunterstützungssystem. Ein sogenanntes Serious Game als zusätzliches Tool, das die Zusammenhänge auf leicht verständliche Art erklärt, wird die künftige Umsetzung der Konzepte erleichtern.

Vor dem Hintergrund der langen Nutzungsdauern von Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsinfrastrukturen, ihrer geringen Flexibilität und der Veränderungen wichtiger Rahmenbedingungen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die bestehenden Systeme weiterentwickelt werden müssen, um kommenden Herausforderungen gerecht zu werden.

Für Neubaugebiete wurden neue Techniken und Konzepte bereits in mehreren Forschungs- und Demonstrationsprojekten erprobt, doch auch die bestehenden Systeme müssen angepasst werden. Hier setzt das Verbundvorhaben TWIST++ (Transitionswege WasserInfraSTruktursysteme) an. In diesem Projekt sollen integrierte und zukunftsweisende technische Lösungen gefunden werden, die auf intelligente Weise Entsorgungsaufgaben für Abwasser mit Versorgungsaufgaben für Trinkwasser vereinen und die Flexibilität des Gesamtsystems, sich an künftige Veränderungen anzupassen, erhöhen. Dafür hat sich unter Leitung des Fraunhofer ISI ein Projektverbund gebildet, zu dem neben anderen Forschungsinstituten auch Partner aus Kommunen, Wasser- und Abwasserwirtschaft (Betreiber) sowie Unternehmen aus den Bereichen Planung, Software/Spielentwicklung und Anlagenbau gehören.

Das Projekt wird in drei Modellgebieten durchgeführt: In der Stadt Lünen in Nordrhein-Westfalen, im thüringischen Wohlsborn-Rohrbach als Beispiel für den ländlichen Raum sowie für die ehemalige Zeche Westerholt 1/2, die exemplarisch für Erschließungs- und Konversionsflächen inmitten angrenzender Wohnbebauung steht. Die ausgewählten Modellgebiete weisen Randbedingungen auf, die für viele ähnliche Orte in Deutschland repräsentativ sind. Dies begünstigt die Übertragbarkeit und somit weitergehende Nutzung der Ergebnisse über das Projektende hinaus.

Ausgehend von der aktuellen Situation und vom zukünftigen Bedarf in den Modellgebieten werden Konzepte zur Umwandlung beziehungsweise Weiterentwicklung von Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystemen erarbeitet, die notwendigen technischen Komponenten, beispielsweise zur Energie- und Nährstoffrückgewinnung oder zur Schaffung selbst reinigender Trinkwasser-Teilnetze, entwickelt und die Ergebnisse anhand konkreter Planungsvarianten umgesetzt und verifiziert.

Die während des Projekts entwickelten neuen Konzepte werden Fachleuten und Laien mittels eines Planungsunterstützungssystems und eines Simulationsspiels zugänglich gemacht. Projektleiter Dr.-Ing. Harald Hiessl vom Fraunhofer ISI ist überzeugt: „Das Serious Game hilft insbesondere Entscheidern dabei, ein grundlegendes Verständnis für die zahlreichen interdisziplinären Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zu entwickeln. So wird die Hemmschwelle abgebaut, innovative und integrierte Infrastrukturkonzepte bei Umbau- und Erneuerungsplanung zu berücksichtigen. Die zu entwickelnden Planungstools sind mit entscheidend, um die neuen, nachhaltigen Technologien zu etablieren.“

Das Projekt TWIST++ läuft bis Mitte 2016. Erste Ergebnisse, die sich auch auf andere Städte, auf den ländlichen Raum sowie Erschließungs- und Konversionsflächen übertragen lassen, werden für 2014 erwartet. Es wird im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ gefördert und ist innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“ Teil des Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.twistplusplus.de.

Am Verbundprojekt TWIST++ sind folgende Partner beteiligt:
• Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI,
• Bauhaus-Universität Weimar,
• Universität Stuttgart (ISWA),
• IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH,
• 3S Consult GmbH,
• tandler.com GmbH,
• takomat GmbH,
• CURRENTA GmbH & Co. OHG,
• HST Systemtechnik GmbH & Co. KG,
• Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR,
• Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar,
• RAG Montan Immobilien GmbH,
• Wupperverband,
• Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. und
• Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV).

Kontakt:
Anne-Catherine Jung MA
Telefon: +49 721 6809-100
E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de
Twitter: @Fraunhofer_KA

 

 

Neuartige Pflanzenkläranlage: Bald deutlich weniger Medikamente in Flüssen, Seen und Trinkwasser?

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DBU gibt weitere 189.000 Euro für Entwickeln einer neuartigen Pflanzenkläranlage an Universität Bremen

Bremen. In Deutschland werden jährlich rund 31.000 Tonnen Arzneimittel eingenommen. Sie sollen eigentlich heilen. Doch sie können auch schädlich sein und wirken, wo sie eigentlich nicht wirken sollten. Wenn Menschen Antibiotika, Hormone oder Schmerzmittel eingenommen haben, kann der Körper die Wirkstoffe nicht vollständig verwerten. Sie landen stattdessen im häuslichen Abwasser und kommen durch die Kanalisation in Flüsse und Seen und über das Grundwasser teilweise sogar ins Trinkwasser. Dieses Problem will ein Forschungsprojekt am Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen nun lösen. Mit 189.000 Euro fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) das Entwickeln eines neuartigen Biokohle- und Pflanzenfilters, der Arzneimittelreste in Kleinkläranlagen vernichtet. „Es ist ein sehr wirksames, aber auch kostengünstiges und technisch leicht anzuwendendes Verfahren“, erklärt Projekt-Mitarbeiter Dr. Ingo Dobner von der Uni Bremen.

Über 3.000 verschiedene Medikamenten-Wirkstoffe sind in Deutschland zugelassen. Viele dieser Substanzen und Hormone sind so resistent, dass sie bislang kaum oder gar nicht aus dem Wasser gefiltert und über die Kläranlagen in den Wasserkreislauf geraten konnten – ein großes Problem für Umwelt, Mensch und Tier, betont Dobner. Bei Fischen komme es durch Hormon- und Medikamentenaufnahme zur Verweiblichung und Geschlechtsumwandlung. Und Bakterien bzw. Krankheitserreger würden zunehmend resistent gegen Antibiotika, so dass die Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren. Das UFT in Bremen entwickelt jetzt ein Verfahren, bei dem erstmals mit Bio- bzw. Pflanzenkohle das Wasser von Arzneimittelrückständen gereinigt werden kann. „Die Pflanzenkohle – also verkohltes Holz – hält das Wasser beim Durchsickern durch das Substrat länger fest. Sie funktioniert im Grunde wie ein Schwamm und kann dadurch die Schadstoffe besser aus dem Wasser herausfiltern“, erklärt Dobner das Verfahren des Biokohle-Filters. Die Versuchsergebnisse aus einer ersten Projektphase mit unterschiedlichen Bodenfiltern hätten einen deutlichen Reinigungseffekt mit der Pflanzenkohle gezeigt.

Außerdem soll die Filteranlage mit besonders robusten und anpassungsfähigen Pflanzen wie Rohrglanzgras, Blutweiderich und Iris sowie speziellen Pilzen kombiniert werden, um einen zusätzlichen Reinigungseffekt zu erreichen, erläutert Dobner die vielfältigen Mechanismen der Pflanzenkläranlage: „So greift im übertragenen Sinne eine Hand in die andere, wodurch auch die kompliziertesten Moleküle geknackt und das Wasser von Schadstoffen gereinigt werden kann.“ Weil Dobner und seine Kollegen weitere Erkenntnisse aus dem Langzeitverhalten zur Reinigungsleistung erwarten, fördert die DBU nun die zweite Projektphase mit etwa 189.000 Euro. Schon für die erste Phase hatte sie 120.000 Euro in die Hand genommen.

Bislang habe die Forschung wegen des hohen Wirkstoffgehalts vor allem die Reinigung von Krankenhausabwässern untersucht. Weil die Patienten die Krankenhäuser aber immer früher verließen und die häuslichen Abwässer zunehmend belastet würden, entwickelt Dobner nun eine neuartige Methode für kleine und kommunale Kläranlagen. Der ländliche Bereich biete zumeist genügend Platz für die Pflanzenkläranlagen, „deren Technik sich aber ohne weiteres auf größere Kläranlagen übertragen ließe“, wie DBU-Experte Franz-Peter Heidenreich erklärt. Von Vorteil sei außerdem, dass die Anlage „mit wenig Pflege fast wartungsfrei und sehr günstig zu betreiben“ sei. DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde sieht in dem Forschungsprojekt einen besonderen Mehrwert und Vorteil für die Umwelt und die mittelständische Wirtschaft: „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wie Hersteller von Abwassertechnik bzw. Bodenfilter-/Pflanzenkläranlagen, Planungs- und Ingenieurbüros oder dem Garten- und Landschaftsbau können von dem Projekt profitieren und auch unter ökonomischen Aspekten einen ökologischen Beitrag für mehr Verbraucherschutz leisten.“

Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel34591_335.html

 

 

Gadolinium im Berliner Trinkwasser: Zunahme der Belastung in West-Berlin zwischen 2009 und 2012

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Das zu den Seltenen Erden gehörende Gadolinium wird als Kontrastmittel in der medizinischen Diagnostik verwendet. Der Stoff ist unschädlich, kann aber als Indikator für im Abwasser enthaltene gesundheitsgefährdende Stoffe genutzt werden. 2009 wurde die Belastung des Berliner Trinkwassers mit Gadolinium unter der Leitung von Michael Bau, Professor für Geowissenschaften an der Jacobs University, erstmals flächendeckend untersucht. Eine Aktualisierung vom Dezember 2012 zeigt nun: Die Belastung des Leitungswassers im Westen der Stadt hat nochmals stark zugenommen, während das Ostberliner Trinkwasser weiterhin kein Gadolinium aus Kontrastmitteln aufweist.

Gadolinium wird als Kontrastmittel bei Untersuchungen mittels Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt und gelangt über den Urin der Patienten ins Abwasser. Da es in Klärwerken nicht entfernt werden kann, wird es mit dem geklärten Abwasser in Flüsse eingeleitet, und erreicht von dort das Meer und das Grundwasser.

Die Ergebnisse einer Aktualisierung der Erhebung von 2009 auf der Basis von Trinkwasserproben vom Dezember 2012, wurden jetzt unter Leitung von Prof. Dr. Michael Bau und seinen Mitarbeitern Nathalie Tepe, Manuela Romero und Serkan Kulaksiz der Arbeitsgruppe Rohstoff- und Umweltgeochemie der Jacobs University Bremen auf einer Tagung in Berlin vorgestellt.

Wie schon 2009, wies das Trinkwasser in den östlichen Bezirken von Berlin auch Ende 2012 keine signifikanten Gehalte an Kontrastmittel-Gadolinium auf. Es kann daher weitgehend ausgeschlossen werden, dass das Trinkwasser im Osten der Stadt mit Stoffen aus Abwässern, wie zum Beispiel Arzneimittelrückständen, verunreinigt ist. Ein ganz anderes Bild bietet sich dagegen in den westlichen Bezirken. In keinem der untersuchten Westberliner Bezirke ist die Gadolinium-Belastung zurückgegangen, sondern hat in nur 3 Jahren nochmals deutlich zugenommen. Das Ausmaß der Zunahme reicht vom 1,5-fachen in Berlin-Zehlendorf bis zum 11,5-fachen in Berlin-Jungfernheide. Die höchsten Belastungen des Trinkwassers mit anthropogenem Gadolinium finden sich erneut in den Bezirken Mitte, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf.

Je höher die Belastung mit dem gesundheitlich unbedenklichen Kontrastmittel-Gadolinium ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere abwasserbürtige Stoffe wie Arzneimittelrückstände und Körperpflegeprodukte ins Trinkwasser gelangt sind. Untersuchungen hierzu sollten daher vorrangig in den Westberliner Innenstadtbezirken durchgeführt werden.

Grundsätzlich ist die zum Teil erhebliche Zunahme an anthropogenem Gadolinium im Westberliner Trinkwasser ein weiterer Beleg für den weltweit immer stärker werdenden Einfluss von High-Tech Metallen wie den Seltenen Erden auf die Umwelt. Eine systematische Erfassung der Verbreitung von High-Tech Metallen in Flüssen und Seen im Rahmen eines Umweltkatasters erscheint daher dringend notwendig.

 

 

Champions-League: Die Pinkelkurve

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Die Münchner Stadtwerke haben eine aufschlussreiche Statistik publiziert. Sie zeigt den Wasserverbrauch während dem Champions-League-Final.

Die Münchner Stadtwerke haben das Champions-League-Final …mehr:
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Die-Pinkelkurve/story/24410537

 

Den Fischen geht die Luft aus – Verschlammung der Wiesent bedroht Ökosystem

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Leise, unauffällig und flächendeckend – die Verschlammung oberfränkischer Fließgewässer hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Für gefährdete Fischarten wie Äsche und Bachforelle sowie die FFH-Fischarten Mühlkoppe und Bachneunauge ist dies existenzgefährdend. Der Bezirk Oberfranken hat eine bayernweit einmalige Studie erstellen lassen, die aufzeigt, wo die Hauptquellen für die Sedimentbelastung in den oberfränkischen Gewässern liegen und wie gegen die Verschlammung vorgegangen werden kann.

„Sedimentmanagement in Gewässereinzugsgebieten am Beispiel des Ökosystems Wiesent“ – so lautet der Titel der Studie, die Dr. Philipp Strohmeier und Dr. Gabriele Bruckner erstellt haben. Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler bedankte sich in seiner Begrüßung, dass der Einladung der Fischereifachberatung des Bezirks Oberfranken zahlreiche Vertreter aus Politik, Naturschutz, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus gefolgt sind. „Mit der Untersuchung möchten wir ein Bewusstsein für die Problematik schaffen und dann gemeinsam geeignete Maßnahmen gegen das Problem ergreifen“, so Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler.

Die Verschlammung setze vor allem den kieslaichenden Fischarten zu, so Denzler. So finden Bachforelle, Äschen, Mühlkoppe, Bachneunauge und Elritze kaum noch geeignete Laichplätze. „Insgesamt befinden sich 100.000 bis 200.000 Tonnen Schlamm in der Wiesent. Darüber hinaus werden jährlich rund 2.000 Tonnen Boden in den Fluss eingetragen“, erklärte Philipp Strohmeier in seinem anschließenden Vortrag. Bei großen Unwettern mit Starkregen kann diese Menge jedoch bei Weitem übertroffen werden – und in Zeiten des Klimawandels nehmen solche Wetterereignisse zu. Problematisch sei, so Strohmeier, dass die Wiesent nahezu kaum größere Hochwasser führt, um abgelagerte Sedimente wieder auszuspülen.

Die Studie von Dr. Philipp Strohmeier und Dr. Gabriele Bruckner kommt zu dem Ergebnis, dass die Quellen für Sediment im Gewässer nicht nur aus dem unmittelbaren Gewässerumfeld stammen, sondern aus dem gesamten Einzugsgebiet. Teilweise wird es über viele Kilometer bis zum Gewässer transportiert. Dabei erkennt die Untersuchung 456 Hot Spots für die Verschlammung, diese machen allerdings lediglich 2,5 % der Ackerfläche – das entspricht ca. 546 ha – im Einzugsgebiet aus. So könnten nun gezielte Maßnahmen ergriffen werden.

Vertreter der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes signalisierten nach der Vorstellung der Studie ihre Bereitschaft, das Problem anzugehen. Karl Lappe vom Bayerischen Bauernverband Bayreuth erklärte, dass die Landwirte ein wirtschaftliches Interesse daran hätten, die Erosion des Bodens zu reduzieren. „Das Projektergebnis muss nun Grundlage sein, um sinnvolle und konsequente Maßnahmen zu ergreifen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen“, so auch das Resumée des Bezirkstagspräsidenten Dr. Günther Denzler.

Als geeignete Maßnahmen nannte Strohmeier die Eingriffs- und Ausgleichsregelung, das Instrument der Ländlichen Neuordnung sowie die Beratung von Landwirten bei einer Umstellung auf bodenschonende Verfahren bei der Bewirtschaftung in der Landwirtschaft

Ziel des Bezirks Oberfranken ist es, die Sedimentproblematik in den FFH-Managementplan für die Wiesent und Nebengewässer einzuarbeiten. Die Fachberatung für Fischerei wird in den Jahren 2013 und 2014 konkrete Vorschläge vorlegen, ergänzte Fischereifachberater Dr. Robert Klupp.
Die Untersuchung wurde finanziert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Oberfrankenstiftung und dem Bezirk Oberfranken. Da viele Regionen Deutschlands von der gleichen Problematik betroffen sind, hat die Untersuchung Modellcharakter.

 

 

Deutsche staugeregelte Nebenflüsse transportieren hohe Nitratfrachten in den Rhein und tragen dadurch erheblich zur Eutrophierung der Nordsee bei

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Die Nitratkonzentration im Rhein und seinen Nebenflüssen wurde im Rahmen der diesjährigen Messfahrt von Rheinau bei Straßfurt bis an die niederländische Grenze erfasst.

Lag bei Rheinau die Nitratkonzentration noch bei 9,6 Milligramm pro Liter (mg/l), so stieg der Wert bis zur niederländischen Grenze um über 70 % auf 16,5 mg/l an. Im Abschnitt bis Mannheim lag die Nitratkonzentration konstant unter 10 mg/l und damit konnte der Richtwert von 11 mg/l der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) für einen guten Zustand eingehalten werden.

Im weiteren Verlauf lagen die Nitratkonzentrationen immer zu hoch. Der erste stärkere Anstieg begann mit der Mündung des Neckar und endete erst bei Sinzig nördlich von Koblenz. In diesem Bereich kletterte die Nitratkonzentration von 9,8 auf 16,4 mg/l an. Die Ursache für diese Erhöhung lag im mit Nitraten belasteten Wasser der großen Nebenflüsse. So fanden die Umweltschützer in Neckar 23,3 mg/l, im Main 25,0 mg/l, in der Nahe 20,0 mg/l, in der Lahn 18,5 mg/l und in der Mosel 20,5 mg/l. In Bonn konnte eine geringfügige Verringerung auf 15,1 mg/l Nitrat festgestellt werden. Unterhalb fand dann ein weiterer Anstieg bis Voerde am Niederrhein auf 16,0 mg/l statt. Für dieses Anwachsen der Belastung waren die Nebenflüsse Wupper mit 19,9 mg/l, Erft mit 19,6 mg/l und Ruhr mit 18,7 mg/l verantwortlich.

Nach dem Zufluss der Lippe mit einer Nitratkonzentration von 27,8 mg/l, dem Spitzenwert der aktuellen Messfahrt, stieg die Belastung im Rhein bis zur niederländischen Grenze bei Kleve auf 16,5 mg/l an. „Zusammenfassend ist festzustellen, dass die fünf größten deutschen staugeregelten Nebenflüsse Mosel, Main, Neckar, Ruhr und Lahn mit ihren hohen Nitratkonzentrationen ein großes Problem darstellen. Sie bringen etwa ein Drittel der Wassermenge, die dem Rhein von der Quelle bis zur Mündung zufließt.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Während der Rhein ab Iffezheim frei fließt, sind diese Nebenflüsse durch Flussstauhaltungen erheblich verändert. Die verbliebenen Auen werden – bis auf seltene Ausnahmen in Bereichen mit Renaturierungsmaßnahmen – durch den Gewässerausbau stark beeinträchtigt. Selbst eine Renaturierung bringt nicht den Erfolg wie bei frei fließenden Gewässern, da ausreichende Wasserstandschwankungen fehlen. Diese sind aber wichtig, damit Flussauen durch Überschwemmungen mit Wasser versorgt und andererseits während niedriger Wasserstände auch wieder durchlüftet werden. Dadurch können Pflanzen einen tiefen Wurzelraum ausbilden und viele Nährstoffe aufnehmen. Die beiden im Untersuchungsbereich mündenden Nebenflüsse Ill und Sieg fielen positiv auf. An der Illmündung wurde eine gegenüber den anderen Nebenflüssen wesentlich niedrigere Nitratbelastung von nur 12,4 mg/l gemessen. Das elsässischen Ried mit über 200 Quadratkilometer naturnaher Landschaft zwischen Ill und Rhein, zwischen Colmar und Straßburg trägt dazu bei, dass der Nitratgehalt gegenüber den anderen Nebenflüssen wesentlich niedriger ist. In den erhaltenen ausgedehnten Auwäldern werden die Nährstoffe, zu denen auch Nitrat gehört, zurückgehalten. Auch bei der Sieg lag die Nitratkonzentration mit 14,9 mg/l niedriger als die Belastung im Rhein. Die Sieg verfügt bereits heute wieder über Flussauen bzw. Feuchtgebiete die Nährstoffe zurück halten. Feuchtgebiete fungieren gewissermaßen als biologische Kläranlagen, die die Nährstoffe dem Fluss entnehmen. Dadurch wird nicht nur das Wasser in Bächen und Flüssen gereinigt, es gelangen auch weniger Nährstoffe in Nord- und Ostsee. Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der Europäischen Union (MSRL) von 2008 fordert dass bis 2020 die Stoffeinträge, die zu nachteiligen Auswirkung auf die Meeressysteme und die biologische Vielfalt führen, verringert werden. Dazu bedarf es noch einer großen Reduzierung der Nitratfrachten der ins Meer mündeten Flüsse wie dem Rhein. Der größte Anteil seines Wassereinzugsgebiet liegt bei diesem wasserreichsten Nordseezufluss in Deutschland. Der »Rat von Sachverständigen für Umweltfragen« der Bundesregierung (SRU) forderte für die in die Nordsee mündenden Flüsse einen Gesamtstickstoffgehalt von höchstens 0,6 bis 1,8 Milligramm pro Liter. Umgerechnet auf Nitrat würde sich hieraus ein maximaler Wert von 7,9 mg/l ergeben. An der niederländischen Grenze hatte der Rhein bereits die doppelte Konzentration.

Der VSR-Gewässerschutz fordert daher, dass der Hochwasserschutz am Rhein und die Reduzierung der Nährstoffe gemeinsam betrachtet werden. Auenwälder können als natürliche Überschwemmungsgebiete Hochwasser auffangen. Tritt das Wasser über die Ufer, fließt es in ihnen langsamer als im Flussbett. Erst bei abklingendem Hochwasser gelangt das Wasser zurück in den Fluss. Die Folge: Die Flutwelle wird gestreckt und verläuft flacher. Und gleichzeitig nehmen die Auenwälder Nährstoffe auf. Naturnahe und strukturreiche Uferbereiche können aber auch an den staugeregelten Nebenflüssen zu einer wenn auch geringeren Nährstoffreduzierung führen. Dafür müssen aber auch die Flachwasserzonen vor Wellenschlag und Sog der Schifffahrt umfassender geschützt werden. Die Nitrateinträge in den Rhein und Nebenflüsse stammen in Deutschland zu über der Hälfte aus belastetem Grundwasser.

Daher sind ohne eine Reduzierung der Grundwasserbelastung im Einzugsgebiet des Rheins die Ziele der Meeresschutzstrategie nicht zu erreichen. Der VSRGewässerschutz fordert deshalb, dass die Belastung im zusickernden Grundwasser durch eine Veränderung der landwirtschaftlichen Praxis dringend reduziert werden muss. Der VSRGewässerschutz führt seit vielen Jahren auch Messungen des Grundwassers im Rheineinzugsgebiet durch. Dabei zeigen sich in vielen Regionen viel zu hohe Nitratbelastungen.

Kontakt:
Dipl.-Phys. Harald Gülzow,
Tel. 0170 3856076 

Weitere Informationen über unsere Arbeit finden Sie unter
www.VSR-Gewaesserschutz.de

Pressemitteilung VSR – Gewässerschutz
Tel. 0170 3856076
eMail: VSR-Information@VSR-Gewässerschutz.de
47608 Geldern,
Egmondstr. 5  

Messwerte im Rhein: 
Rheinau  9,6 mg/l
Mannheim  9,8 mg/l 
Laubenheim  11,1 mg/l 
Heidenheim  12,1 mg/l 
Bingen  13,5 mg/l 
Lahnstein  14,8 mg/l 
Koblenz  15,1 mg/l 
Vallendar  16,0 mg/l 
Sinzig  16,4 mg/l 
Bonn  15,1 mg/l 
Leverkusen  15,2 mg/l 
Neuss  15,4 mg/l 
Duisburg  15,6 mg/l 
Dinslaken  15,8 mg/l 
Voerde  16,0 mg/l 
Rees 16,5 mg/l 

Messwerte in den Nebenflussmündungen:
Ill  12,4 mg/l  
Neckar  23,3 mg/l  
Main  25,0 mg/l  
Selz  24,5 mg/l  
Nahe  20,0 mg/l  
Lahn  18,5 mg/l  
Mosel  20,5 mg/l  
Wied  16,3 mg/l  
Ahr  15,0 mg/l  
Sieg  14,9 mg/l  
Wupper  19,9 mg/l  
Erft  19,6 mg/l  
Ruhr  18,7 mg/l  
Emscher  14,2 mg/l  
Lippe 27,8  27,8 mg/l  

http://www.vsr-gewaesserschutz.de/11.html