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Hightech-Messtechnik für effektive Revitalisierungsprojekte

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Neu geschaffene Kiesinseln in Flüssen können zum Erfolg von Revitalisierungen beitragen, da sie sich positiv auf den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser auswirken können. Um diesen Austausch über die Zeit und örtlich präzise nachzuweisen, hat die Eawag ein neues Messsystem entwickelt.

Die Wiederbelebung der kanalisierten Flüsse und Bäche in der Schweiz ist eine Generationenaufgabe. In den kommenden 80 Jahren, so sieht es das 2011 revidierte Gewässerschutzgesetz vor, sollen 4000 Kilometer Fliessgewässer ökologisch aufgewertet werden. Doch wann sind solche Revitalisierungen ein Erfolg? Eine an der Eawag entstandene Studie zeigt, dass Revitalisierungen bis heute kaum systematisch evaluiert wurden und dass es an einheitlichen Beurteilungskriterien fehlt.

Zwischen 1979 und 2012 wurden pro Jahr durchschnittlich rund 10 Kilometer Flussläufe revitalisiert, doch Erfolgskontrollen sind nur für wenige Projekte dokumentiert. Und falls Daten erhoben wurden, dann häufig nur zur Verbreitung von Leitarten wie zum Beispiel Forellen. In keinem der total 848 Projekte wurde untersucht, wie sich Flussrevitalisierungen auf den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser auswirken. Doch diese Grundwasser-Oberflächen-Interaktionen sind zentral für das Funktionieren aquatischer Ökosysteme. Fehlt der Austausch, kann das negative Folgen haben für die Verfügbarkeit von Nährstoffen und gelöstem Sauerstoff, aber auch auf die Temperatur und Qualität des Wassers.

Neu geschaffene Strukturen im Fluss tragen zum Erfolg von Revitalisierungen bei
Die Forscherin Anne-Marie Kurth schlägt nun vor, auch den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser bei Erfolgskontrollen von Revitalisierungen miteinzubeziehen. Im Rahmen ihrer Dissertation an der Eawag und der Universität Neuenburg konnte sie nachweisen, dass sich diese Interaktionen durch Flussrevitalisierungen verbessern lassen. «Wir haben gesehen, dass sich zum Beispiel Kiesinseln positiv auf den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser auswirken können», erklärt die Schadstoff-Hydrogeologin, «das Eindringen von Oberflächenwasser in den Untergrund wurde verstärkt.» Ganz allgemein, so Kurth, können neu geschaffene Strukturen im Fluss zu einer verbesserten Grundwasser-Oberflächen-Interaktion führen.

Um den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser in revitalisierten Gewässern kontinuierlich und über lange Zeit überwachen zu können, hat die Forscherin ein Messsystem entwickelt. Es macht sich die Temperaturunterschiede zwischen Grund- und Oberflächenwasser zu Nutze und schliesst daraus, ob Wasser vom Bach ins Grundwasser strömt oder umgekehrt (siehe Kasten). Die von Anne-Marie Kurth entwickelte Methode baut auf der DTS-Technik auf (Distributed Temperature Sensing). Diese Technik konnte bis anhin allerdings nur in kleinen Bächen und bei infiltrierendem Grundwasser eingesetzt werden. Neu sind nun Messungen unabhängig von der Grösse und der hydrologischen Situation eines Gewässers möglich, also auch wenn Oberflächenwasser in den Untergrund versickert. Da das Messsystem ferngesteuert ist und mit Solarstrom betrieben werden kann, sind auch Messungen an abgelegenen Standorten möglich.
Zum ersten Mal den hydrogeologischen Erfolg einer Revitalisierung untersucht
Dass sich die Methode in der Praxis bewährt, konnte die Forscherin am Chriesbach im Kanton Zürich nachweisen. Dieser im letzten Jahrhundert stark verbaute Bach fliesst durch dicht bebautes Gebiet. 2013/2014 wurde er auf einer Strecke von 900 Metern revitalisiert. «Wir haben den Austausch zwischen Grund- und Oberflächenwasser vor und nach den Revitalisierungsmassnahmen untersucht und miteinander verglichen», sagt Kurth und ergänzt: «Zum ersten Mal überhaupt wurde mit dieser Fallstudie der hydrogeologische Erfolg einer Revitalisierung untersucht.»

Glasfaserkabel im Bachgrund
Die von der Eawag-Forscherin verwendete Technik leitet Laserlichtblitze durch ein Glasfaserkabel im Flussgrund. Die Impulse werden teilweise zurückgestreut – abhängig von der Temperatur des Glasfaserkabels mit anderer Energie. Diese Änderung der Energie sowie die Zeitdifferenz zwischen Senden und Empfangen erlauben präzise Aussagen, wo entlang des Kabels welche Temperatur herrscht (passives Distributed Temperature Sensing, DTS). Im Sommer bedeutet eine Abkühlung in der Regel, dass kühles Grundwasser in den Bach strömt, eine Erwärmung, dass warmes Bachwasser ins Grundwasser infiltriert. Im Winter ist es umgekehrt. Bei der aktiven DTS-Methode wird die metallische Ummantelung des Glasfaserkabels aufgeheizt und die Reaktion auf diese Hitzeinjektion analysiert. So kann zusätzlich darauf geschlossen werden, wie viel Wasser im betreffenden Messabschnitt zwischen Grundwasser und Gewässer ausgetauscht wird. Ein mehrere hundert Meter langes Glasfaserkabel wird so zu einem sehr langen Temperatursensor. Das ferngesteuerte Messsystem übermittelt Daten regelmässig online.

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/hightech-messtechnik-fuer-effektive-revitalisierungsprojekte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4d66c6443609d99e54a52e56cb93666

 

 

 

Wasseranalytik: Internationale Fahndung nach unbekannten Molekülen

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Schadstoffe versickern im Boden, Reinigungsmittel laufen in den Abguss: Wir alle bringen Chemikalien in den Wasserkreislauf ein. Dazu kommen noch Stoffe aus der Natur: In einer einzigen umweltrelevanten Wasserprobe befinden so bis zu einigen tausend unterschiedlicher organischer Moleküle. Doch um welche Stoffe handelt es sich dabei? Sind sie harmlos oder gefährlich? Bisher stehen für zukünftige Analysen über 8000 Molekül-Profile in einer öffentlichen Datenbank zur Verfügung. Diese vorsorgende Wasseranalytik wird nun in dem Projekt „FOR-IDENT“ international ausgeweitet.

Bislang war es nur eingeschränkt möglich, unbekannte Moleküle im Wasser schnell zu identifizieren. Doch das Prinzip der vorsorgenden Analytik ist gerade bei der Prüfung von Oberflächengewässern wichtig, sind diese doch oft die Quelle für Trinkwasser. Hier gilt besonders das Motto: „Untersuchen, um Schäden vorzubeugen oder diese zumindest schnell zu erkennen“.

Chemische Analysen zeigen, dass in einer einzigen Wasserprobe oftmals Tausende unterschiedlicher Moleküle gefunden werden können. Dabei handelt es sich zum einen um Stoffe aus der Umwelt, zum anderen aber auch um vom Menschen eingebrachte Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel sowie Kosmetika, Medikamente, Haushaltschemikalien sowie deren Abbauprodukte. Auch die Anzahl und die Zusammensetzung dieser Moleküle unterscheidet sich von Region zu Region sowie von Land zu Land – je nachdem, welche Pflanzen dort wachsen oder welche Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel und Chemikalien dort zugelassen sind.

„In Routineanalysen lassen sich von diesen Tausenden Molekülen derzeit maximal ein paar hundert identifizieren – und das oft auch nur in spezialisierten Laboren“, sagt Prof. Dr. Thomas Letzel, Leiter der Analytische Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität München (TUM). „Dabei ist die technologische Voraussetzung, sie zu identifizieren, mittlerweile oft auch in nicht-spezialisierten Analyselaboratorien gegeben. Allerdings fehlt es hier bisher meist an strategischen Lösungen zur Datenauswertung.“

„Molekulare Fingerabdrücke“ für die vorsorgende Wasseranalytik
Um dieses Problem zu lösen, haben Wasserspezialisten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, des Zweckverbandes Landeswasserversorgung sowie der TUM zunächst eine neue Datenbank namens „STOFF-IDENT“ entwickelt. Die Datenbank entstand im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „RISK-IDENT“, das im März 2015 abgeschlossen wurde. Sie enthält inzwischen mehr als 8000 Substanzen mit ihren wichtigsten physikalisch-chemischen Eigenschaften. Darunter REACH-registrierte Industriechemikalien, zugelassene Pharmaka, Biozide und Pflanzenschutzmittel sowie weitere vom Menschen genutzte Substanzen aus Alltagsprodukten. Auch in der Umwelt gefundene Abbauprodukte wie Metaboliten oder Transformationsprodukte sind dort zu finden.

Mithilfe dieser Daten können nun Analyselabore einige ihnen noch unbekannte Moleküle schneller identifizieren. Sie nutzen dazu das sogenannte Non-Target Screening: Bei dieser Methode werden „molekulare Fingerabdrücke“ ermittelt. Dabei wird für jedes erfasste Molekül dessen Polarität und die Molekularmasse bestimmt. „Durch den Vergleich mit den in der Datenbank hinterlegten Eigenschaften gibt sich nun auch beim Non-Target Screening eine Vielzahl der bisher unbekannten Moleküle zu erkennen“, so Prof. Letzel.

Datenbank wird weltweit erweitert
Das Nachfolgeprojekt „FOR-IDENT“, das vom BMBF bis 2017 gefördert wird, hat nun das Ziel, die Datenbank um die jeweils vor Ort zugelassenen und verwendeten Chemikalien zu erweitern. Auch wollen die Wissenschaftler die international zum Einsatz kommenden Auswertestrategien erfassen, bündeln und harmonisieren. In das Projekt sollen auch weltweit Hersteller von Analysegeräten sowie Laboratorien eingebunden werden. Im Laufe des Projektes wird eine offene Softwareplattform entstehen, in der die unterschiedlichen Auswertestrategien kombiniert oder verlinkt werden können. Die „Open-Access“-Idee stellt dabei sicher, dass die Auswertetools oder Datenbanken langfristig von Unternehmen, Behörden und Wissenschaft kostenlos und uneingeschränkt genutzt werden können.

Die Daten aus der akkurat messenden Massenspektrometrie der Wasserlabore stehen generell auch für spätere Auswertungen zur Verfügung. Dies hat zahlreiche Vorteile: Wird beispielsweise die Datenbank weiter befüllt oder entstehen neue Auswertestrategien, so müssen die Proben nicht erneut untersucht werden; die erfassten Daten können direkt wiederverwendet werden. Labore, Behörden und Wasserwirtschaftsbetriebe müssen dafür zukünftig nur noch die gemessenen Daten einlagern, nicht aber die Wasserprobe selbst. Dies ist dann von Interesse, wenn bekannt wird, dass ein Spurenstoff möglicherweise Wasserpflanzen und Fische schädigt oder im Trinkwasser für die Gesundheit des Menschen problematisch werden könnte: Wird dieser Stoff bei der erneuten Datenauswertung nachgewiesen, so kann er umgehend in Routinetests integriert werden. Auch lässt sich im Nachhinein feststellen, wo welche Mengen des Stoffes ins Wasser gelangt sind und wo demnach technische Gegenmaßnahmen notwendig sind.

„Damit ist die Grundlage für eine vorsorgende Wasseranalytik gelegt, die aufgrund einer Vielzahl neuer Auswertestrategien mehr und mehr zum Einsatz kommen wird“, ist sich Letzel sicher.

Das Projekt „FOR-IDENT“ entwickelt internationale Strategien
Eine besondere Herausforderung ist aber nach wie vor die effiziente Nutzung von Analysemethoden bei der Aufklärung der Molekülstruktur sowie die eindeutige Zuordnung eines Stoffes. Ziel des Projektes „FOR-IDENT“ ist es daher, die Effizienz und die Vergleichbarkeit der Suspected- und Non-Target-Analytik zu steigern. Dazu werden die vorhandenen Werkzeuge gebündelt, methodische Qualitätsanforderungen definiert sowie Vorgehensweise und Methoden standardisiert.

Um nationale wie internationale Strategien und Arbeitsweisen länderübergreifend zu diskutieren und weltweit zu harmonisieren, veranstaltet das Projekt „FOR-IDENT“ in den nächsten beiden Jahren regelmäßig Konferenzen und Workshops. Unter anderem organisieren die TUM-Wissenschaftler bei der 250. Konferenz der American Chemical Society vom 16. bis 20. August 2015 in Boston, Massachusetts, USA, einen Workshop, bei dem transatlantische Strategien erarbeitet werden sollen.

„FOR-IDENT“ ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.
Bild zum Download: https://mediatum.ub.tum.de/node?id=1256261

Kontakt:
Technische Universität München
Prof. Dr. Thomas Letzel
Analytische Forschungsgruppe (AFG) am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft (Prof. Jörg Drewes)
Tel.: +49 89 289 13780
E-Mail: t.letzel@tum.de

Weitere Informationen:
Kurzbeschreibung des Projektes FOR-IDENT: http://for-ident.hswt.de/
Kurzbeschreibung des Projektes RISK-IDENT: http://www.sww.bgu.tum.de/forschung/analytische-forschungsgruppe/risk-ident-allg…
http://risk-ident.hswt.de/pages/de/projekt/zusammenfassung.php
http://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/risk_ident/index.htm

Weitere Informationen:
https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/32448/

 

 

 

Trichloramin statt Bakterien im Badewasser

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Bei der Chlorung von Badewasser entsteht potenziell schädliches Trichloramin. Die Menge des Chlors im Wasser beeinflusst, wie viel des unerwünschten Stoffs sich bildet. Doch die Chlorkonzentration lässt sich nur beschränkt reduzieren, ohne dass sich hygienische Probleme ergeben. Auch eine UV-Bestrahlung nützt wenig.

Die Badesaison steht vor der Tür. Damit Schwimmerinnen und Schwimmer den Badespass ungetrübt geniessen können, müssen öffentliche Bäder hohe hygienische Standards erfüllen. Denn mit den Badenden gelangen Haare, Hautpartikel, Schweiss, Urin, aber auch Bakterien und Viren ins Wasser. Öffentliche Schwimmbäder filtern und desinfizieren das Badewasser deshalb kontinuierlich. Die Desinfektion geschieht üblicherweise mit Chlor, genauer mit hypochloriger Säure oder Kalziumhypochlorit. Das hat seine Kehrseite. «Bei der Chlorbehandlung entstehen mehrere 100 chemische Nebenprodukte», sagt Fabian Soltermann von der Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser der Eawag. Bei vielen weiss man nicht, wie sie sich auf den Menschen auswirken. Einige sind gesundheitsschädigend und gelten gar als krebserregend.

In Hallenbädern können erhöhte Werte auftreten
Eines dieser problematischen Nebenprodukte ist Trichloramin. Es reizt Augen und Haut, kann die Atemwege entzünden und steht im Verdacht, Asthma …mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/trichloramin-statt-bakterien-im-badewasser/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=97f83f321d18d7abf07bc9d9d16742e3

 

 

 

Verein der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees schreitet in eine neue Ära

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30 Anwesende konnte der Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Ulrich Müller bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereines der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees im Vortragsraum des Seenforschungsinstituts begrüßen, darunter….

http://schussenaktivplus.de/aktuelles/pressespiegel
 

 

Vermarktung deutscher Kläranlagentechnologien im Nahen Osten

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inter 3-Vortrag beim EXPOVAL-Statusseminar 2015:

Wie sind die Vermarktungschancen für deutsche Abwassertechnologien im Ausland? Welche Rahmenbedingungen sind insbesondere im Iran und im arabischen Raum zu beachten? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Mohajeri, Geschäftsführer von inter 3, auf dem Statusseminar des BMBF-Projekts EXPOVAL, das am 1. und 2. Oktober 2015 in Hannover stattfindet.
Das Verbundprojekt EXPOVAL (Exportorientierte Forschung und Entwicklung im Bereich Abwasser – Validierung an technischen Anlagen), in dem 16 deutsche Universitäten und Industriepartner zusammenarbeiten, beschäftigt sich seit 2012 insbesondere mit der Frage, wie deutsche Standards für Abwasseranlagen an die Bedingungen anderer Länder angepasst und validiert werden können. Insbesondere für exportorientierte Unternehmen stellen unterschiedliche lokale klimatische, abwassertechnische und betriebliche Bedingungen eine besondere Herausforderung dar.
Auf dem Statusseminar werden nicht nur verschiedene Verfahren und Lösungen präsentiert und diskutiert, es geht insbesondere auch um den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

http://www.inter3.de/de/aktuelles/details/article/inter-3-vortrag-beim-expoval-statusseminar-2015-vermarktung-deutscher-klaeranlagentechnologien-im-n.html
 

 

Erfolgreich (Ab-)Waschen: Minimaler Einsatz, maximales Ergebnis

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Bundesweiter Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“

Der Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ regt mit viele Aktionen zu bewussterem Handeln beim Waschen, Abwaschen und Reinigen an. Werden Waschmaschine, Geschirrspülmaschine und Wasch- und Reinigungsmittel mit Bedacht eingesetzt, können gleichzeitig Ressourcen gespart, Kosten gesenkt und die Umwelt entlastet werden.
Das Grundproblem: Um etwas zu reinigen, muss etwas anderes schmutzig werden. Meist trifft es das eingesetzte Wasser. Außerdem sind noch Energie und in der Regel auch Wasch- und Reinigungsmittel – Chemikalien – nötig. Nach ihrem Einsatz bleiben diese Chemikalien allerdings als zusätzliche Verschmutzungen im Abwasser zurück. (Ab-)Waschen verursacht also immer Kosten, auch die Abwasserreinigung kostet Energie und Geld. Die Umwelt steht dabei ausnahmslos auf der Kostenseite, da sie immer direkt oder indirekt belastet wird, selbst wenn nachhaltig gehandelt wird.

Nachhaltiges (Ab-)Waschen stellt immer einen Kompromiss verschiedener Ansprüche dar. Nachhaltiges (Ab-)Waschen bedeutet, dass:
• die zu reinigenden Gegenstände und Oberflächen sauber werden und ihr Wert erhalten bleibt;
• dies zu einem wirtschaftlichen Preis möglich ist;
• Ressourcen durch einen möglichst geringen Verbrauch an Energie, Wasser, Chemikalien und Verpackungsmaterial geschont werden;
• das Abwasser und die Umwelt möglichst gering belastet werden;
• die Gesundheit der Anwender dabei so gut wie möglich geschützt wird.
In Deutschland werden an private Endverbraucher jährlich etwa 630.000 Tonnen Waschmittel, 220.000 Tonnen Weichspüler und 480.000 Tonnen Reinigungs- und Pflegemittel (davon rund 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel) verkauft. Mit dem Abwasser gelangen die darin enthaltenen Chemikalien zum Teil bis in die Flüsse und Seen.
Tatsächlich haben Verbraucherinnen und Verbraucher es wortwörtlich in der Hand, beim (Ab-)Waschen nachhaltig zu handeln und dabei insbesondere die Umwelt zu schonen. Wie das geht?
• Wasch- und Geschirrspülmaschine optimal beladen. Wie auch für das Handgeschirrspülen gilt hier für die Nutzung: So wenig wie möglich, so häufig wie nötig. Beispielsweise sind Waschprogramme für empfindliche Textilien für weniger Wäsche gedacht, kommen deshalb aber auch mit weniger Waschmittel aus. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft weiter!
• Die richtigen Programme für das Wasch- und Reinigungsproblem wählen. Meist genügen geringere Temperaturen: Für die Energiekosten einer 60-Grad-Wäsche lässt sich fast zweimal bei 40 °C und sogar dreimal bei 30 °C waschen. In vielen Waschmaschinen ist das Energiesparen praktisch eingebaut: über so genannte Eco-Programme. Ein 60-Grad-Eco-Programm hat dabei die Waschleistung eines 60-Grad-Waschganges, läuft aber in Wirklichkeit bei niedrigen Temperaturen. Zwar dauert es etwas länger, spart aber am Ende Energie, weil auf das starke Aufheizen des Wassers verzichtet wird. In einem Privathaushalt mit gesunden Personen reichen für Buntwäsche Waschgänge bei 20 bis 30 °C und für Weißwäsche bei 40 °C aus. Beim Abwasch arbeitet die Geschirrspülmaschine viel effizienter als es von Hand möglich wäre. Für die meisten Verschmutzungen reichen auch hier die Niedrigtemperaturprogramme.
• Die besten Wasch- und Reinigungsmittel kaufen. Insbesondere mit den Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder „EU Ecolabel“ (Euroblume) ausgezeichnete Produkte sind auch tatsächlich ausgezeichnet: Sie sind umweltschonender als andere Produkte und dabei mindestens genauso leistungsfähig. Die Kriterien für ihre Vergabe werden außerdem regelmäßig dem Fortschritt angepasst.
• Die Dosierungshinweise auf der Packung beachten. Denn warum mehr als nötig verschwenden? Ein Blick auf die Verpackung genügt: Beispielsweise ist die Dosierung bei Waschmitteln abhängig von Wasserhärte, Beladungsmenge und Verschmutzungsgrad. Beim Dosieren sollten Sie sich nicht von der Stärke des Dufts der gewaschenen Wäsche leiten lassen, denn mit dieser Parfümierung verfliegt auch das Geld der Haushaltskasse. Die zusätzliche Chemikalienbelastung der Umwelt durch Überdosierung wirkt sich hingegen viel länger aus. Den Härtegrad ihres Leitungswassers können Sie bei Ihrem Wasserversorger erfragen oder auf dessen Internetseite finden. Außerdem genügt für Haushaltswäsche meist die Dosierung für leicht oder normal verschmutzte Wäsche.
• Auf unnötige Zusätze verzichten. Denn wenn die Wäsche ohne Weichspüler genauso gut oder sogar besser wird, spart das Geld und schont die Umwelt. Einfach mal ausprobieren!
Wenn jeder Bundesbürger auch nur einen Waschgang pro Jahr mit 65 g Waschmittel einspart, so summiert sich das zu einer Abwasserentlastung von 5.250 Tonnen. Deshalb gilt: Selbst wenn Sie nicht immer alles einhalten können, versuchen Sie so viel wie möglich umzusetzen, da wirklich jeder Beitrag zählt.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/erfolgreich-ab-waschen-minimaler-einsatz-maximales
 

 

Abwasserbehandlung und Umweltbildung in Kuba mit wissenschaftlicher Hilfe aus Magdeburg

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Magdeburg. Der DAAD fördert bis zum Ende des Jahres 2018 den Aufbau eines „Kompetenzzentrums für Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft an der Uni Holguin“ in Kuba. Dies geschieht in Kooperation mit dem Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft der Hochschule Magdeburg-Stendal unter der Leitung von Prof. Dr. Gilian Gerke. Die Förderung in Höhe von etwa 190.000 Euro erfolgt innerhalb des Programms „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern“.

Der Schwerpunkt des zu errichtenden Kompetenzzentrums liegt im Bereich der Aus- und Fortbildung der Studierenden und Mitarbeiter der Universität Holguin sowie externen Ingenieuren der Provinz Holguin im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft. Dies umfasst mehrere zweiwöchige zertifizierte Kursprogramme pro Jahr in Holguin sowie Gastaufenthalte an der Hochschule Magdeburg-Stendal zur Vorbereitung von Promotionen für das Lehrpersonal der Universität Holguin. Ein weiterer Fokus liegt in der Umweltbildung der Bevölkerung vor Ort.

Außerdem steht ein studentischer Austausch in beide Richtungen auf dem Programm. In den maximal fünfmonatigen Aufenthalten sollen kubanische und deutsche Studierende an der jeweiligen Partnerhochschule sowohl ein spezielles Projekt bearbeiten als auch die Sprache und das Partnerland besser kennenlernen und sich in der Lehre ausprobieren. Offen ist dieses für alle Studierenden des FB Wasser- und Kreislaufwirtschaft. Aufgerufen sind insbesondere kreative Studierende mit eigenen Ideen. Bewerbungen können ganzjährig bei Frau Prof. Gerke oder bei Kirstin Neumann eingereicht werden. Zur Zeit sind drei kubanische Studierende am Fachbereich, die Projekte in den Fachgebieten Wasserbau, Abfallwirtschaft und Abwassertechnik bearbeiten.

Langfristig soll das Kompetenzzentrum auch eigene wasser- und abfallwirtschaftliche Projekte in der Provinz Holguin planen und umsetzen. So sollen beispielsweise ab Herbst eine Neuentwicklung für die Ertüchtigung von Abwasserreinigungsanlagen in Gibara sowie 2016 eine Versuchspflanzenkläranlage auf dem Campus der Universität Holguin gebaut und getestet werden.

Durch die Schaffung entsprechenden wissenschaftliche Know Hows auf dem Gebiet der Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft am Kompetenzzentrum soll ein Beitrag für Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden, so dass nach Ende der DAAD-Förderung die Arbeit selbstständig von der Universtät Holguin fortgeführt werden kann.

Weitere Informationen:
http://www.hs-magdeburg.de/hochschule/fachbereiche/wasser-und-kreislaufwirtschaf…
Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft
Norbert Doktor Pressestelle
Hochschule Magdeburg-Stendal

 

 

 

DWA Training für die WEFTEC in Chicago

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Die Weftec in Chicago, Illinois ist eine der größten und bedeutendsten Messen für Wasser in Amerika. Auf dieser Veranstaltung werden die neuesten Produkte und Technologien rund um das Wasser vorgestellt. Auf Workshops und Produktpräsentationen wird über neue Verfahrenstechniken zur Wasseraufbereitung berichtet.

Die Weftec findet an 5 Tagen von Samstag, 26. September bis Mittwoch, 30. September 2015 in Chicago statt.
http://www.weftec.org/

Die DWA organisiert eine Wettkampfbeteiligung von 2 Teams. Die Teams sind aus Düsseldorf, Bonn und Nürnberg.

Sehen Sie die die Vorbereitungen bei der Stadtentwässerung Düsseldorf auf Youtube.
https://www.youtube.com/watch?v=HzxW49vBRWc

klärwerk.info wünscht den Teams viel Erfolg!

 

 

Hydrothermale Prozesse steuern in Richtung Markt

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Innovationsforum „Hydrothermale Prozesse“ stellt erfolgversprechende Modelle vor.

Wasserreiche Biomasse ist der Ausgangsstoff für hydrothermale Prozesse. Diese eignen sich als Plattformtechnologie für den Einsatz in der chemischen Industrie, im Nährstoffbereich oder als Energieträger oder in der Werkstofffertigung. Verfahrensentwickler, Entsorgungsunternehmen und andere Anwender haben sich im Innovationsforum „Hydrothermale Prozesse“ zusammengefunden, um konkrete Produkte zur Marktreife zu führen.

Auf ihrem Ergebnistreffen am 15./16. Juni 2015 in Leipzig gewannen die Akteure Einblick in die enormen Möglichkeiten hydrothermaler Prozesse. Im Jahr 1913 wurde die hydrothermale Carbonisierung als schneller Weg zur Inkohlung entdeckt. Heute bietet nicht nur die HTC-Kohle Potenzial sondern vor allem die im Prozess befindlichen Nährstoffe und Chemikalien. Daher können sich hydrothermale Prozesse zu einer Schlüsseltechnologie der biobasierten Wirtschaft entwickeln, die von der Bundesregierung mit einer nationalen Forschungsstrategie verfolgt wird.

Die Teilnehmer des Innovationsforums „Hydrothermale Prozesse“, das seit Januar 2015 vom BMBF aus dem Programm Unternehmen Region gefördert wird, haben in einem intensiven Arbeitsprozess Wertschöpfungsketten entwickelt. Das Ergebnistreffen nutzten sie nun, um Partner für Verfahrens- und Produktentwicklungen zu finden. Barbara Reddig vom DLR-Projektträger, die das Programm „Innovationsforen“ betreut, sieht den Aufbau dieser Technologieplattform vor allem als Investition in mittel- und langfristige Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

In Impulsvorträgen wurden aktuelle Forschungen über die Anwendung als Aktivkohle oder als Substitut von fossilen Kohlen in der Metallurgie vorgestellt. Große Hoffnungen setzen die Klärschlammentsorger in die HTP-Verfahren. Sie sind im Sinne einer Kreislaufwirtschaft angehalten, die Nährstoffe aus dem Klärschlamm zu recyceln. Anett Schindler von der LAV Markranstädt, dem größten sächsischen Klärschlammentsorger: „Eine hydrothermale Behandlung von Klärschlamm kann neben der gewünschten Entwässerung auch den Phosphor zurückgewinnen und zeitgleich Schadstoffe wie Pharmazeutika eliminieren.“ Die Schwermetallabtrennung sei noch in der Entwicklungsphase. „Aber auch das kann in Zukunft erfolgreich umgesetzt werden“, so die Verantwortliche für die Geschäftsfeldentwicklung bei der LAV weiter.

Neben dem Forschungs- und Entwicklungsbedarf liegen die Herausforderungen klar auf dem rechtlichen Gebiet. Sowohl eine saubere Definition und Zertifizierung hydrothermal erzeugter Kohlen als auch ihre Qualifizierung als „Produkt“ und nicht als „Abfall“, was eine Aufnahme in spezifische Verordnungen nach sich zieht, stehen zur Debatte. Findet hier ein reger Austausch mit dem Gesetzgeber statt, rückt die Markteinführung einiger HTC-Produkte in greifbare Nähe. Kai-Uwe Blechschmidt vom Netzwerk Energie und Umwelt e.V. in Leipzig betonte im Rahmen des Ergebnistreffens die Vorteile, die der Standort Leipzig und Mitteldeutschland für die Etablierung erfolgversprechender HTC-Konzepte bieten. Hier gibt es zahlreiche Firmen und Forschungsinstitute, die Verfahren erproben und im Fall der Stadtwerke Halle GmbH eine HTC-Demonstrationsanlage in Betrieb nehmen werden.

Diesen Kompetenzvorsprung wollen die Teilnehmer des Ergebnistreffens nutzen. Sie nahmen den Titel des Förderprogramms „Unternehmen Region“ denn auch ganz wörtlich, indem sie die Gelegenheit ergriffen, Kooperationen zu bilden und wirtschaftliche Bündnisse zu schmieden. Erste Vorschläge für konkrete Verbundprojekte wurden auf dem Ergebnistreffen skizziert, weitere Aktivitäten werden durch das DBFZ und das Netzwerk Energie und Umwelt e.V. moderiert.

Bei Interesse an einer Mitwirkung melden Sie sich bitte unter HTP-inno@dbfz.de

Forschung für die Energie der Zukunft – DBFZ
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz zum bestehenden, vor allem aber auch zu einem zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Nähere Details finden Sie unter: www.htp-inno.de

Weitere Informationen:
http://www.htp-inno.de
http://www.dbfz.de

 

ENERWATER macht europäische Kläranlagen effizienter. Beteiligung von FH Köln und Aggerverband

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Die europäischen Kläranlagen verbrauchen jährlich etwa 15.000 Gigawattstunden und damit rund ein Prozent der Energieproduktion des Kontinents. Um diesen Wert zu reduzieren, haben sich neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien zu dem Forschungsprojekt ENERWATER zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer neuartigen, standardisierten Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen. Aus Deutschland beteiligen sich die Fachhochschule Köln und der Aggerverband an ENERWATER. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und wird durch das EU-Förderprogramm Horizont 2020 gefördert.

„Es gibt zurzeit weder eine europäische Gesetzgebung noch Normen oder Standards, die den Energieverbrauch von Kläranlagen bemessen oder begrenzen“, sagt Prof. Dr. Michael Bongards vom Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln. „Daher liegt in diesem Industriesektor ein großes, in vielen Fällen bislang ungenutztes Energieeinsparpotenzial.“ Neben der Verbesserung der Energieeffizienz und der Verbreitung der neu entwickelten Methoden in ganz Europa ist es daher auch ein Ziel des Projektes, einen Impuls für eine entsprechende europäische Rechtsvorschrift zu geben.

In einem ersten Arbeitsschritt möchten die Projektpartner den Energieverbrauch von Kläranlagen aus ganz Europa vergleichbar machen. Bongards wird mit seinem Team deshalb ermitteln, welche Kennzahlen für einen solchen Vergleich erforderlich sind, und den Partnern ein Programm zur Verfügung stellen, mit dem die Daten erfasst werden können. Anschließend werden in insgesamt 65 Kläranlagen europaweit, darunter 20 des Aggerverbandes, die Daten zum Energieverbrauch erhoben und ein erstes Energie-Audit erstellt.

Der Aggerverband bearbeitet im Projekt die Anwenderseite. Seine Mitarbeiter testen die Beurteilungsmethode, die durch die Hochschulen entwickelt wird, auf ihre Praxistauglichkeit. Auftretende Probleme oder Fehler im Programm können so direkt behoben werden. „Durch ENERWATER hat der Aggerverband die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit seiner Anlagen noch weiter steigern. Ein Ziel des Projektes ist es, genaue Energieverbrauchsdaten pro Verfahrensstufe zentral und online vorzulegen – dadurch können wir Energieeinsparpotenziale schnell finden und realisieren. Nach derzeitigen Schätzungen gehen wir davon aus, dass bis zu zehn Prozent Energieeinsparung pro Anlage möglich sein wird“, sagt Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes.

ENERWATER-Projektpartner: Aus Spanien die Universidad de Santiago de Compostela, die das Projekt koordiniert, die spanische Gesellschaft für Standardisierung und Zertifizierung AENOR sowie die Unternehmen Wellness Smart Cities und Espina y Delfin. Aus Deutschland beteiligen sich die Fachhochschule Köln (Campus Gummersbach) sowie der Aggerverband, aus Italien die University of Verona und ETRA Spa. Aus Großbritannien sind die Cranfield University und die Thames Water Utilities Limited vertreten.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 23.000 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA) und gehört dem Fachhochschulverband UAS7 an. Die EU-Kommission bestätigt der Hochschule internationale Standards in der Personalentwicklung der Forscherinnen und Forscher durch ihr Logo „HR Excellence in Research“. Die Fachhochschule Köln ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Der Aggerverband ist ein sondergesetzlicher Wasserwirtschaftsverband in der Rechtsform einer KöR. In seinem Verbandsgebiet ist er mit seinen 400 Mitarbeitern für die Reinigung des anfallenden Abwassers für rund 360.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig. Er betreibt zurzeit 32 Kläranlagen. Darüber hinaus versorgt er rund 500.000 Menschen mit Trinkwasser und ist zuständig für die Unterhaltung von 3.000 km Gewässerstrecke. Das Verbandsgebiet umfasst rund 1.100 km². Der Jahresumsatz beträgt rund 65 Millionen Euro, die Bilanzsumme rund 340 Millionen Euro.

Petra Schmidt-Bentum Referat für Kommunikation und Marketing, Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Köln

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