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Trichloramin statt Bakterien im Badewasser

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Bei der Chlorung von Badewasser entsteht potenziell schädliches Trichloramin. Die Menge des Chlors im Wasser beeinflusst, wie viel des unerwünschten Stoffs sich bildet. Doch die Chlorkonzentration lässt sich nur beschränkt reduzieren, ohne dass sich hygienische Probleme ergeben. Auch eine UV-Bestrahlung nützt wenig.

Die Badesaison steht vor der Tür. Damit Schwimmerinnen und Schwimmer den Badespass ungetrübt geniessen können, müssen öffentliche Bäder hohe hygienische Standards erfüllen. Denn mit den Badenden gelangen Haare, Hautpartikel, Schweiss, Urin, aber auch Bakterien und Viren ins Wasser. Öffentliche Schwimmbäder filtern und desinfizieren das Badewasser deshalb kontinuierlich. Die Desinfektion geschieht üblicherweise mit Chlor, genauer mit hypochloriger Säure oder Kalziumhypochlorit. Das hat seine Kehrseite. «Bei der Chlorbehandlung entstehen mehrere 100 chemische Nebenprodukte», sagt Fabian Soltermann von der Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser der Eawag. Bei vielen weiss man nicht, wie sie sich auf den Menschen auswirken. Einige sind gesundheitsschädigend und gelten gar als krebserregend.

In Hallenbädern können erhöhte Werte auftreten
Eines dieser problematischen Nebenprodukte ist Trichloramin. Es reizt Augen und Haut, kann die Atemwege entzünden und steht im Verdacht, Asthma …mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/trichloramin-statt-bakterien-im-badewasser/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=97f83f321d18d7abf07bc9d9d16742e3

 

 

 

Verein der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees schreitet in eine neue Ära

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30 Anwesende konnte der Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Ulrich Müller bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereines der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees im Vortragsraum des Seenforschungsinstituts begrüßen, darunter….

http://schussenaktivplus.de/aktuelles/pressespiegel
 

 

Vermarktung deutscher Kläranlagentechnologien im Nahen Osten

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inter 3-Vortrag beim EXPOVAL-Statusseminar 2015:

Wie sind die Vermarktungschancen für deutsche Abwassertechnologien im Ausland? Welche Rahmenbedingungen sind insbesondere im Iran und im arabischen Raum zu beachten? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Mohajeri, Geschäftsführer von inter 3, auf dem Statusseminar des BMBF-Projekts EXPOVAL, das am 1. und 2. Oktober 2015 in Hannover stattfindet.
Das Verbundprojekt EXPOVAL (Exportorientierte Forschung und Entwicklung im Bereich Abwasser – Validierung an technischen Anlagen), in dem 16 deutsche Universitäten und Industriepartner zusammenarbeiten, beschäftigt sich seit 2012 insbesondere mit der Frage, wie deutsche Standards für Abwasseranlagen an die Bedingungen anderer Länder angepasst und validiert werden können. Insbesondere für exportorientierte Unternehmen stellen unterschiedliche lokale klimatische, abwassertechnische und betriebliche Bedingungen eine besondere Herausforderung dar.
Auf dem Statusseminar werden nicht nur verschiedene Verfahren und Lösungen präsentiert und diskutiert, es geht insbesondere auch um den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

http://www.inter3.de/de/aktuelles/details/article/inter-3-vortrag-beim-expoval-statusseminar-2015-vermarktung-deutscher-klaeranlagentechnologien-im-n.html
 

 

Erfolgreich (Ab-)Waschen: Minimaler Einsatz, maximales Ergebnis

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Bundesweiter Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“

Der Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ regt mit viele Aktionen zu bewussterem Handeln beim Waschen, Abwaschen und Reinigen an. Werden Waschmaschine, Geschirrspülmaschine und Wasch- und Reinigungsmittel mit Bedacht eingesetzt, können gleichzeitig Ressourcen gespart, Kosten gesenkt und die Umwelt entlastet werden.
Das Grundproblem: Um etwas zu reinigen, muss etwas anderes schmutzig werden. Meist trifft es das eingesetzte Wasser. Außerdem sind noch Energie und in der Regel auch Wasch- und Reinigungsmittel – Chemikalien – nötig. Nach ihrem Einsatz bleiben diese Chemikalien allerdings als zusätzliche Verschmutzungen im Abwasser zurück. (Ab-)Waschen verursacht also immer Kosten, auch die Abwasserreinigung kostet Energie und Geld. Die Umwelt steht dabei ausnahmslos auf der Kostenseite, da sie immer direkt oder indirekt belastet wird, selbst wenn nachhaltig gehandelt wird.

Nachhaltiges (Ab-)Waschen stellt immer einen Kompromiss verschiedener Ansprüche dar. Nachhaltiges (Ab-)Waschen bedeutet, dass:
• die zu reinigenden Gegenstände und Oberflächen sauber werden und ihr Wert erhalten bleibt;
• dies zu einem wirtschaftlichen Preis möglich ist;
• Ressourcen durch einen möglichst geringen Verbrauch an Energie, Wasser, Chemikalien und Verpackungsmaterial geschont werden;
• das Abwasser und die Umwelt möglichst gering belastet werden;
• die Gesundheit der Anwender dabei so gut wie möglich geschützt wird.
In Deutschland werden an private Endverbraucher jährlich etwa 630.000 Tonnen Waschmittel, 220.000 Tonnen Weichspüler und 480.000 Tonnen Reinigungs- und Pflegemittel (davon rund 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel) verkauft. Mit dem Abwasser gelangen die darin enthaltenen Chemikalien zum Teil bis in die Flüsse und Seen.
Tatsächlich haben Verbraucherinnen und Verbraucher es wortwörtlich in der Hand, beim (Ab-)Waschen nachhaltig zu handeln und dabei insbesondere die Umwelt zu schonen. Wie das geht?
• Wasch- und Geschirrspülmaschine optimal beladen. Wie auch für das Handgeschirrspülen gilt hier für die Nutzung: So wenig wie möglich, so häufig wie nötig. Beispielsweise sind Waschprogramme für empfindliche Textilien für weniger Wäsche gedacht, kommen deshalb aber auch mit weniger Waschmittel aus. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft weiter!
• Die richtigen Programme für das Wasch- und Reinigungsproblem wählen. Meist genügen geringere Temperaturen: Für die Energiekosten einer 60-Grad-Wäsche lässt sich fast zweimal bei 40 °C und sogar dreimal bei 30 °C waschen. In vielen Waschmaschinen ist das Energiesparen praktisch eingebaut: über so genannte Eco-Programme. Ein 60-Grad-Eco-Programm hat dabei die Waschleistung eines 60-Grad-Waschganges, läuft aber in Wirklichkeit bei niedrigen Temperaturen. Zwar dauert es etwas länger, spart aber am Ende Energie, weil auf das starke Aufheizen des Wassers verzichtet wird. In einem Privathaushalt mit gesunden Personen reichen für Buntwäsche Waschgänge bei 20 bis 30 °C und für Weißwäsche bei 40 °C aus. Beim Abwasch arbeitet die Geschirrspülmaschine viel effizienter als es von Hand möglich wäre. Für die meisten Verschmutzungen reichen auch hier die Niedrigtemperaturprogramme.
• Die besten Wasch- und Reinigungsmittel kaufen. Insbesondere mit den Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder „EU Ecolabel“ (Euroblume) ausgezeichnete Produkte sind auch tatsächlich ausgezeichnet: Sie sind umweltschonender als andere Produkte und dabei mindestens genauso leistungsfähig. Die Kriterien für ihre Vergabe werden außerdem regelmäßig dem Fortschritt angepasst.
• Die Dosierungshinweise auf der Packung beachten. Denn warum mehr als nötig verschwenden? Ein Blick auf die Verpackung genügt: Beispielsweise ist die Dosierung bei Waschmitteln abhängig von Wasserhärte, Beladungsmenge und Verschmutzungsgrad. Beim Dosieren sollten Sie sich nicht von der Stärke des Dufts der gewaschenen Wäsche leiten lassen, denn mit dieser Parfümierung verfliegt auch das Geld der Haushaltskasse. Die zusätzliche Chemikalienbelastung der Umwelt durch Überdosierung wirkt sich hingegen viel länger aus. Den Härtegrad ihres Leitungswassers können Sie bei Ihrem Wasserversorger erfragen oder auf dessen Internetseite finden. Außerdem genügt für Haushaltswäsche meist die Dosierung für leicht oder normal verschmutzte Wäsche.
• Auf unnötige Zusätze verzichten. Denn wenn die Wäsche ohne Weichspüler genauso gut oder sogar besser wird, spart das Geld und schont die Umwelt. Einfach mal ausprobieren!
Wenn jeder Bundesbürger auch nur einen Waschgang pro Jahr mit 65 g Waschmittel einspart, so summiert sich das zu einer Abwasserentlastung von 5.250 Tonnen. Deshalb gilt: Selbst wenn Sie nicht immer alles einhalten können, versuchen Sie so viel wie möglich umzusetzen, da wirklich jeder Beitrag zählt.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/erfolgreich-ab-waschen-minimaler-einsatz-maximales
 

 

Abwasserbehandlung und Umweltbildung in Kuba mit wissenschaftlicher Hilfe aus Magdeburg

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Magdeburg. Der DAAD fördert bis zum Ende des Jahres 2018 den Aufbau eines „Kompetenzzentrums für Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft an der Uni Holguin“ in Kuba. Dies geschieht in Kooperation mit dem Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft der Hochschule Magdeburg-Stendal unter der Leitung von Prof. Dr. Gilian Gerke. Die Förderung in Höhe von etwa 190.000 Euro erfolgt innerhalb des Programms „Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern“.

Der Schwerpunkt des zu errichtenden Kompetenzzentrums liegt im Bereich der Aus- und Fortbildung der Studierenden und Mitarbeiter der Universität Holguin sowie externen Ingenieuren der Provinz Holguin im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft. Dies umfasst mehrere zweiwöchige zertifizierte Kursprogramme pro Jahr in Holguin sowie Gastaufenthalte an der Hochschule Magdeburg-Stendal zur Vorbereitung von Promotionen für das Lehrpersonal der Universität Holguin. Ein weiterer Fokus liegt in der Umweltbildung der Bevölkerung vor Ort.

Außerdem steht ein studentischer Austausch in beide Richtungen auf dem Programm. In den maximal fünfmonatigen Aufenthalten sollen kubanische und deutsche Studierende an der jeweiligen Partnerhochschule sowohl ein spezielles Projekt bearbeiten als auch die Sprache und das Partnerland besser kennenlernen und sich in der Lehre ausprobieren. Offen ist dieses für alle Studierenden des FB Wasser- und Kreislaufwirtschaft. Aufgerufen sind insbesondere kreative Studierende mit eigenen Ideen. Bewerbungen können ganzjährig bei Frau Prof. Gerke oder bei Kirstin Neumann eingereicht werden. Zur Zeit sind drei kubanische Studierende am Fachbereich, die Projekte in den Fachgebieten Wasserbau, Abfallwirtschaft und Abwassertechnik bearbeiten.

Langfristig soll das Kompetenzzentrum auch eigene wasser- und abfallwirtschaftliche Projekte in der Provinz Holguin planen und umsetzen. So sollen beispielsweise ab Herbst eine Neuentwicklung für die Ertüchtigung von Abwasserreinigungsanlagen in Gibara sowie 2016 eine Versuchspflanzenkläranlage auf dem Campus der Universität Holguin gebaut und getestet werden.

Durch die Schaffung entsprechenden wissenschaftliche Know Hows auf dem Gebiet der Stoffstrom- und Ressourcenwirtschaft am Kompetenzzentrum soll ein Beitrag für Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden, so dass nach Ende der DAAD-Förderung die Arbeit selbstständig von der Universtät Holguin fortgeführt werden kann.

Weitere Informationen:
http://www.hs-magdeburg.de/hochschule/fachbereiche/wasser-und-kreislaufwirtschaf…
Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft
Norbert Doktor Pressestelle
Hochschule Magdeburg-Stendal

 

 

 

DWA Training für die WEFTEC in Chicago

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Die Weftec in Chicago, Illinois ist eine der größten und bedeutendsten Messen für Wasser in Amerika. Auf dieser Veranstaltung werden die neuesten Produkte und Technologien rund um das Wasser vorgestellt. Auf Workshops und Produktpräsentationen wird über neue Verfahrenstechniken zur Wasseraufbereitung berichtet.

Die Weftec findet an 5 Tagen von Samstag, 26. September bis Mittwoch, 30. September 2015 in Chicago statt.
http://www.weftec.org/

Die DWA organisiert eine Wettkampfbeteiligung von 2 Teams. Die Teams sind aus Düsseldorf, Bonn und Nürnberg.

Sehen Sie die die Vorbereitungen bei der Stadtentwässerung Düsseldorf auf Youtube.
https://www.youtube.com/watch?v=HzxW49vBRWc

klärwerk.info wünscht den Teams viel Erfolg!

 

 

Hydrothermale Prozesse steuern in Richtung Markt

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Innovationsforum „Hydrothermale Prozesse“ stellt erfolgversprechende Modelle vor.

Wasserreiche Biomasse ist der Ausgangsstoff für hydrothermale Prozesse. Diese eignen sich als Plattformtechnologie für den Einsatz in der chemischen Industrie, im Nährstoffbereich oder als Energieträger oder in der Werkstofffertigung. Verfahrensentwickler, Entsorgungsunternehmen und andere Anwender haben sich im Innovationsforum „Hydrothermale Prozesse“ zusammengefunden, um konkrete Produkte zur Marktreife zu führen.

Auf ihrem Ergebnistreffen am 15./16. Juni 2015 in Leipzig gewannen die Akteure Einblick in die enormen Möglichkeiten hydrothermaler Prozesse. Im Jahr 1913 wurde die hydrothermale Carbonisierung als schneller Weg zur Inkohlung entdeckt. Heute bietet nicht nur die HTC-Kohle Potenzial sondern vor allem die im Prozess befindlichen Nährstoffe und Chemikalien. Daher können sich hydrothermale Prozesse zu einer Schlüsseltechnologie der biobasierten Wirtschaft entwickeln, die von der Bundesregierung mit einer nationalen Forschungsstrategie verfolgt wird.

Die Teilnehmer des Innovationsforums „Hydrothermale Prozesse“, das seit Januar 2015 vom BMBF aus dem Programm Unternehmen Region gefördert wird, haben in einem intensiven Arbeitsprozess Wertschöpfungsketten entwickelt. Das Ergebnistreffen nutzten sie nun, um Partner für Verfahrens- und Produktentwicklungen zu finden. Barbara Reddig vom DLR-Projektträger, die das Programm „Innovationsforen“ betreut, sieht den Aufbau dieser Technologieplattform vor allem als Investition in mittel- und langfristige Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

In Impulsvorträgen wurden aktuelle Forschungen über die Anwendung als Aktivkohle oder als Substitut von fossilen Kohlen in der Metallurgie vorgestellt. Große Hoffnungen setzen die Klärschlammentsorger in die HTP-Verfahren. Sie sind im Sinne einer Kreislaufwirtschaft angehalten, die Nährstoffe aus dem Klärschlamm zu recyceln. Anett Schindler von der LAV Markranstädt, dem größten sächsischen Klärschlammentsorger: „Eine hydrothermale Behandlung von Klärschlamm kann neben der gewünschten Entwässerung auch den Phosphor zurückgewinnen und zeitgleich Schadstoffe wie Pharmazeutika eliminieren.“ Die Schwermetallabtrennung sei noch in der Entwicklungsphase. „Aber auch das kann in Zukunft erfolgreich umgesetzt werden“, so die Verantwortliche für die Geschäftsfeldentwicklung bei der LAV weiter.

Neben dem Forschungs- und Entwicklungsbedarf liegen die Herausforderungen klar auf dem rechtlichen Gebiet. Sowohl eine saubere Definition und Zertifizierung hydrothermal erzeugter Kohlen als auch ihre Qualifizierung als „Produkt“ und nicht als „Abfall“, was eine Aufnahme in spezifische Verordnungen nach sich zieht, stehen zur Debatte. Findet hier ein reger Austausch mit dem Gesetzgeber statt, rückt die Markteinführung einiger HTC-Produkte in greifbare Nähe. Kai-Uwe Blechschmidt vom Netzwerk Energie und Umwelt e.V. in Leipzig betonte im Rahmen des Ergebnistreffens die Vorteile, die der Standort Leipzig und Mitteldeutschland für die Etablierung erfolgversprechender HTC-Konzepte bieten. Hier gibt es zahlreiche Firmen und Forschungsinstitute, die Verfahren erproben und im Fall der Stadtwerke Halle GmbH eine HTC-Demonstrationsanlage in Betrieb nehmen werden.

Diesen Kompetenzvorsprung wollen die Teilnehmer des Ergebnistreffens nutzen. Sie nahmen den Titel des Förderprogramms „Unternehmen Region“ denn auch ganz wörtlich, indem sie die Gelegenheit ergriffen, Kooperationen zu bilden und wirtschaftliche Bündnisse zu schmieden. Erste Vorschläge für konkrete Verbundprojekte wurden auf dem Ergebnistreffen skizziert, weitere Aktivitäten werden durch das DBFZ und das Netzwerk Energie und Umwelt e.V. moderiert.

Bei Interesse an einer Mitwirkung melden Sie sich bitte unter HTP-inno@dbfz.de

Forschung für die Energie der Zukunft – DBFZ
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz zum bestehenden, vor allem aber auch zu einem zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Nähere Details finden Sie unter: www.htp-inno.de

Weitere Informationen:
http://www.htp-inno.de
http://www.dbfz.de

 

ENERWATER macht europäische Kläranlagen effizienter. Beteiligung von FH Köln und Aggerverband

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Die europäischen Kläranlagen verbrauchen jährlich etwa 15.000 Gigawattstunden und damit rund ein Prozent der Energieproduktion des Kontinents. Um diesen Wert zu reduzieren, haben sich neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien zu dem Forschungsprojekt ENERWATER zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer neuartigen, standardisierten Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen. Aus Deutschland beteiligen sich die Fachhochschule Köln und der Aggerverband an ENERWATER. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und wird durch das EU-Förderprogramm Horizont 2020 gefördert.

„Es gibt zurzeit weder eine europäische Gesetzgebung noch Normen oder Standards, die den Energieverbrauch von Kläranlagen bemessen oder begrenzen“, sagt Prof. Dr. Michael Bongards vom Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln. „Daher liegt in diesem Industriesektor ein großes, in vielen Fällen bislang ungenutztes Energieeinsparpotenzial.“ Neben der Verbesserung der Energieeffizienz und der Verbreitung der neu entwickelten Methoden in ganz Europa ist es daher auch ein Ziel des Projektes, einen Impuls für eine entsprechende europäische Rechtsvorschrift zu geben.

In einem ersten Arbeitsschritt möchten die Projektpartner den Energieverbrauch von Kläranlagen aus ganz Europa vergleichbar machen. Bongards wird mit seinem Team deshalb ermitteln, welche Kennzahlen für einen solchen Vergleich erforderlich sind, und den Partnern ein Programm zur Verfügung stellen, mit dem die Daten erfasst werden können. Anschließend werden in insgesamt 65 Kläranlagen europaweit, darunter 20 des Aggerverbandes, die Daten zum Energieverbrauch erhoben und ein erstes Energie-Audit erstellt.

Der Aggerverband bearbeitet im Projekt die Anwenderseite. Seine Mitarbeiter testen die Beurteilungsmethode, die durch die Hochschulen entwickelt wird, auf ihre Praxistauglichkeit. Auftretende Probleme oder Fehler im Programm können so direkt behoben werden. „Durch ENERWATER hat der Aggerverband die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit seiner Anlagen noch weiter steigern. Ein Ziel des Projektes ist es, genaue Energieverbrauchsdaten pro Verfahrensstufe zentral und online vorzulegen – dadurch können wir Energieeinsparpotenziale schnell finden und realisieren. Nach derzeitigen Schätzungen gehen wir davon aus, dass bis zu zehn Prozent Energieeinsparung pro Anlage möglich sein wird“, sagt Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes.

ENERWATER-Projektpartner: Aus Spanien die Universidad de Santiago de Compostela, die das Projekt koordiniert, die spanische Gesellschaft für Standardisierung und Zertifizierung AENOR sowie die Unternehmen Wellness Smart Cities und Espina y Delfin. Aus Deutschland beteiligen sich die Fachhochschule Köln (Campus Gummersbach) sowie der Aggerverband, aus Italien die University of Verona und ETRA Spa. Aus Großbritannien sind die Cranfield University und die Thames Water Utilities Limited vertreten.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 23.000 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA) und gehört dem Fachhochschulverband UAS7 an. Die EU-Kommission bestätigt der Hochschule internationale Standards in der Personalentwicklung der Forscherinnen und Forscher durch ihr Logo „HR Excellence in Research“. Die Fachhochschule Köln ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Der Aggerverband ist ein sondergesetzlicher Wasserwirtschaftsverband in der Rechtsform einer KöR. In seinem Verbandsgebiet ist er mit seinen 400 Mitarbeitern für die Reinigung des anfallenden Abwassers für rund 360.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig. Er betreibt zurzeit 32 Kläranlagen. Darüber hinaus versorgt er rund 500.000 Menschen mit Trinkwasser und ist zuständig für die Unterhaltung von 3.000 km Gewässerstrecke. Das Verbandsgebiet umfasst rund 1.100 km². Der Jahresumsatz beträgt rund 65 Millionen Euro, die Bilanzsumme rund 340 Millionen Euro.

Petra Schmidt-Bentum Referat für Kommunikation und Marketing, Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Köln

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Hitze und Starkregen in der Stadt – wie sich Kommunen wappnen können

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Neue BBSR-Broschüre gibt Tipps für den Umbau städtischer Infrastruktur gegenüber Witterungs- und Klimarisiken
Eine neue Arbeitshilfe des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gibt Hinweise, wie sich Städte und Gemeinden besser gegen Extremwetter wie Starkregen mit Überflutungen und Hitze wappnen können. Die Wissenschaftler haben für die Arbeitshilfe zahlreiche Beispiele von Kommunen unterschiedlicher Größe ausgewertet und diese anschaulich aufbereitet. Informationen zu Leitfäden, Gefahrenkarten, Mustersatzungen und Regelwerken liefern weiterführende Hinweise. Schritt für Schritt können Kommunen so gezielt Anpassungsmaßnahmen an Extremwitterungen und die Folgen des Klimawandels umsetzen.

„Schon heute heizen sich die Städte sehr viel stärker auf als das Umland. Dauer und Intensität von Hitzeperioden nehmen zu. Immer häufiger sind Städte und Regionen von Starkregen und Überflutungen betroffen. Unsere Fallstudien zeigen, dass Maßnahmen zur Vorsorge Schäden mindern und Hitzewellen erträglich machen. Gerade in dicht bebauten Stadtquartieren gibt es viele Möglichkeiten, schon mit kleinteiligen Maßnahmen die Hitzebelastung zu reduzieren“, so BBSR-Direktor Harald Herrmann.

Vor allem eine Erhöhung des Anteils an begrünten Oberflächen bindet Wasser und trägt zur Hitzevorsorge bei. Über offene Rasenflächen und Wiesen kann die kühle Luft in die Siedlungsgebiete strömen. Parkanlagen entwickeln bereits ein eigenes kühleres Binnenklima, das in überhitzte Stadträume ausstrahlen kann. Aber auch in dichter bebauten Quartieren verbessert urbanes Grün das Quartiersklima und sorgt für Kühlung – etwa durch die Entsiegelung und Begrünung von Grundstücken und deren Bewässerung.

Neben Maßnahmen gegen Hitze gibt die Broschüre Hinweise für den Umgang mit sommerlichem Starkregen. „Die Zusammenarbeit von Stadtentwicklung und Siedlungswasserwirtschaft für ein ganzheitliches Regenwassermanagement ist wichtig, um die Folgen von Starkregen mit Überflutungen zu mindern“, betont BBSR-Direktor Harald Herrmann. So können speziell angelegte Versickerungsanlagen die Kanalnetze entlasten und Rückhalteflächen das Regenwasser speichern. Speziell gestaltete Plätze, Straßen und Wege werden im Extremfall für den Abfluss des Wassers genutzt.

Die Broschüre zeigt darüber hinaus, wie Kommunen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Beratung Haus- und Grundstückseigentümer für Vorsorge gewinnen können. „Es sind vor allem die Kommunen, die ihre Infrastruktur anpassen. Alleine schaffen sie das aber nicht. Gegenüber Witterungs- und Klimarisiken widerstandsfähige Städte erhalten wir nur im Zusammenspiel von öffentlicher und privater Vorsorge. Der bauliche Schutz von Gebäuden vor Hitze und extremen Niederschlägen sollte dabei Maßnahmen der Kommunen ergänzen“, so Herrmann.

Interessierte können die Publikation im BBSR per E-Mail (gabriele.bohm@bbr.bund.de) anfordern. Eine PDF-Version kann unter http://www.bbsr.bund.de abgerufen werden.

Download der Veröffentlichung
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/20…

Kontakt
Christian Schlag
Stab Direktor und Professor
Tel.: +49 228 99401-1484
E-Mail: christian.schlag@bbr.bund.de

Dr. Fabian Dosch
Referat I 6 – Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
Tel.: +49 228 99401-2307
E-Mail: fabian.dosch@bbr.bund.de

Folgen Sie dem BBSR auf Twitter: twitter.com/bbsr_bund

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

 

Umweltgifte machen aus männlichen Fischen Weibchen

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Selbst in Hochgebirgsseen konzentrieren sich Schadstoffe, die zum Beispiel die Fischpopulation beeinflussen. Forscher haben sogar beobachtet, dass männliche Forellen zunehmend verweiblichen.Mehr:

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article142411851/Umweltgifte-machen-aus-maennlichen-Fischen-Weibchen.html