Start Blog Seite 100

Frohe Weihnachten

0

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr 2016 ist schon in Sichtweite. Das Team von klärwerk.info wünscht allen Lesern eine Frohe Weichnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg.

Denen, die zu diesen Fest- und Feiertagen im Schichtdienst auf den Anlagen arbeiten oder Rufbereitschaft haben, wünschen wir entspanntes Arbeiten und wenig Einsätze.

Das Team von klärwerk.info

 

Weihnachten – die schönste Zeit,
wo im Schimmer vieler Kerzen
wir vergessen sollen Stress und Streit –
dann zieht Friede ein in unsre Herzen!

Verfasser unbekannt

 

„Fachkraft für Abwasser“ ein Beruf stellt sich vor

0

Hier findest Du eine Sammlung von Links zu kurzen Filmen des Berufes „Fachkaft für Abwassertechnik“.
Euer Film ist noch nicht dabei? Schickt einfach den Link an fachwissen@klaerwerk.info.

Bayerischer Rundfunk 
  http://www.ardmediathek.de/tv/Ich-mach-s/Fachkraft-f%C3%BCr-Abwassertechnik/ARD-alpha/Video?documentId=28846542&bcastId=14913126
Bundesagentur für Arbeit 
  http://www.berufe.tv/ausbildungsberufe/landwirtschaft-natur-umwelt/fachkraft-abwassertechnik/
Stadtverwaltung Konstanz 
  http://ausbildung.konstanz.de/cms/index.php?id=29
Handwerkskammer Hamburg
  https://www.hk24.de/aus_und_weiterbildung/ausbildungsberatung/ausbildungsberufsbilder_und_ansprechpartner/chemie_physik_biologie/fk_abwassertechnik/1163984
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR 
  https://www.youtube.com/watch?v=VxYEmwazCf4
Entsorgungsverband Saar 
  https://www.youtube.com/watch?v=aGTbVETbovg
Stadt Heilbronn 
  https://www.youtube.com/watch?v=TB9aLqbelvw
Stadtwerke Osnabrück AG 
  https://www.youtube.com/watch?v=jNUUrjTbfIE 
Stadt Einbeck 
  https://www.youtube.com/watch?v=8VMunYiq1Qg 
Stadt Rodgau  
  https://www.youtube.com/watch?v=VDEcvzZPqYQ
Stadtwerke Jena Gruppe 
  https://www.youtube.com/watch?v=deRQQzbZmHQ
Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland 
  https://www.youtube.com/watch?v=KDe31PGy8F4
Stadt Schweinfurt  
  https://www.youtube.com/watch?v=z9DYLaFSpEM
Stadt Nürnberg 
  https://www.youtube.com/watch?v=-JD9x2KRRr8
Stadt Langenau 
  https://www.youtube.com/watch?v=n7dAJQhJ3Lk
•  Sendung – ARD-alpha  
  https://www.youtube.com/watch?v=n6NFSOp5dCs&feature=youtu.be 
Servicebetriebe Neuwied AöR  
  https://www.youtube.com/watch?v=xZW5UJIbheQ&feature=youtu.be
Berliner Wasserbetriebe
  https://www.youtube.com/watch?v=1YqPatGE9Fg&feature=youtu.be

 

 

Vernichtung von 25.000 Litern beschlagnahmten Agaven-Brands

0

Hochrangige mexikanische Delegation zu Gast im Klärwerk Hetlingen

Die größte Beschlagnahmung illegalen Alkohols im Hamburger Hafen führte zur Vernichtung von 24.700 Litern einer Flüssigkeit, die im deutschen Markt als Tequila verkauft werden sollte. Die Sicherstellung gelang aufgrund der engen Kooperation zwischen mexikanischen und deutschen Behörden. Durch die Beschlagnahmung werden nicht nur tausende Konsumenten, sondern auch die Originalität und Herkunftsbezeichnung des mexikanischen Getränks geschützt.

Die beschlagnahmte Flüssigkeit wurde heute am 10. Dezember im Klärwerk Hetlingen an der Unterelbe vernichtet. Dem Prozess wohnen deutsche und mexikanische Behörden, sowie hohe Repräsentanten des Consejo Regulador del Tequila (CRT) bei. Der Zoll hat die Vernichtung des fälschlich als Tequila deklarierten Agavenprodukts bestätigt.

Dank der engen Zusammenarbeit mit dem CRT wurde den mexikanischen Behörden der Export eines Produktes, das als “Agaven-Destillat” bezeichnet wurde, bekannt. Diese Informationen wurden dann an die deutschen Behörden weitergeleitet. Es konnte festgestellt werden, dass das Destillat mit einem gefälschten Herkunftszertifikat in den deutschen Markt hineingeschmuggelt werden sollte., was zur Beschlagnahmung gemäß der Vorschrift 608/2013 der Europäischen Union führte. Die Vorschrift zum Schutz des Urheberrechts schützt unter anderem auch den Tequila vor Fälschungen.

Die Beschlagnahmung und Vernichtung dieser Ladung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der mexikanischen Behörden SAT, COFEPRIS, IMPI, der Botschaft von Mexiko in Deutschland und des Regulierungsrates für Tequila. Nicht nur Deutschland ist von dem Betrug betroffen, sondern dreizehn weitere Länder der EU. Die Hamburger Verladung zählt zu den mehr als 220.000 Litern Agaven-Destillat, die insgesamt als Tequila importiert wurden. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Tequila enorm gestiegen. 2014 wurden 172 Millionen Liter Tequila weltweit exportiert, 4,5 Millionen Liter davon waren für deutsche Konsumenten bestimmt. Durch das gemeinsame Vorgehen wurden auch die Konsumenten vor diesem Betrug geschützt. Da das Agaven-Destillat unter unbekannten Bedingungen hergestellt wurde, birgt es möglicherweise auch gesundheitliche Risiken.

Der beschlagnahmte Tequila wird im Klärwerk Hetlingen der Co-Vergärungsanlage zugeführt und über die Klärgasproduktion und das betriebseigene Blockheizkraftwerk verstromt. In der Co-Vergärung landen alle Stoffe, die nicht über das Kanalnetz, sondern per Lkw zum Klärwerk Hetlingen transportiert werden. Im Vorfeld wird geprüft, ob der Stoff zur Entsorgung im Klärwerk geeignet ist oder den empfindlichen Mikroorganismen, die bei der Abwasserreinigung und in der Klärschlammbehandlung eine wichtige Rolle spielen, schaden könnte. Vor allem energiereiche Stoffe wie Fette oder Alkohol sind besonders geeignet, um die Klärgasproduktion und damit die Stromerzeugung anzukurbeln. Das gilt auch für den vernichteten, falsch deklarierten Tequila: Umgerechnet ergeben die 25.000 Liter etwa 20.000 kWh Strom. Zum Vergleich: Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt je nach Berechnungsweise 5.000 kWh Strom im Jahr.
Bild Akt-Dez-15-Tequilas3.jpg
Und Action: Patricia Espinosa Cantellano, die mexikanische Botschafterin (l.) und Christine Mesek (r.), Vorstand des azv Südholstein, öffnen gemeinsam den Schieber der Leitung zur Co-Vergärung: Der gefälschte Tequila geht seiner Vernichtung entgegen.

Circa 24 Stunden dauert es, bis die gesamten 25.000 Liter über die Co-Vergärung in die Faulstufe des Klärwerks eingeleitet sind. Die Menge muss nach und nach hinzudosiert werden, um die Mikroorganismen nicht zu überfordern. Der erzeugte Strom wird später direkt im Klärwerk wieder verbraucht: Er wird zum Betrieb der technischen Anlagen verwendet. Bezogen auf den Energieverbrauch der gesamten Kläranlage fällt der Strom aus der heutigen Entsorgungsaktion unter zollamtlicher Überwachung aber nicht allzu sehr ins Gewicht: Im Jahr verbraucht das Klärwerk Hetlingen rund 24.000 MWh elektrische Energie. Bis zu 80 Prozent dieses elektrischen Energiebedarfs produziert das Klärwerk selbst über die Klärgasproduktion aus Klärschlamm. Außerdem sind zwei Photovoltaikanlagen auf dem Werksgelände im Einsatz.

Üblicherweise werden an der Co-Vergärung beispielsweise fettreiche Speisereste aus der Gastronomie angeliefert. Im Rahmen der Amtshilfe entsorgt der Betreiber des Klärwerks, das Kommunalunternehmen azv Südholstein, aber auch Flüssigstoffe, die der Zoll zuvor beschlagnahmt hat. „Die Menge von 25.000 Litern ist für uns nichts Außergewöhnliches, aber das Produkt an sich ist natürlich etwas, das bei uns nicht alle Tage angeliefert wird. Und eine Delegation aus Mexiko war bislang auch noch nie bei uns zu Besuch“, sagt Christine Mesek, Vorstand des azv Südholstein.

Über den Tequila
Tequila ist eine Art Schnaps, der im Bundestaat Jalisco hergestellt wird. Der fermentierte Most des Kerns der Blauen Agave stellt die Basis des Getränks dar. Der Kern der Agave kann an eine gigantische Ananas erinnern und das Getränk wird z.T. als „Mezcal“ bezeichnet. In der Nahuátl-Sprache bedeutet das Wort „Haus des Mondes“ und wird genutzt, um die Essenz, das Zentrum oder den Kern eines Objekts zu beschreiben. Beim Tequila handelt es sich um das Produkt des Zusammenkommens zweier Welten. Auf der einen Seite wird eine alteuropäische Technik angewendet, um eine ursprünglich amerikanische Materie zu verwandeln. In Mexiko werden ähnliche Schnapsgetränke anhand von mehr als 200 Agavesorten hergestellt. Diese Getränke werden generell als Mezcal bezeichnet und erhalten je nach Herstellungsort verschiedene Bezeichnungen.

Die Tequilaindustrie ist seit mehr als 200 Jahren ein Schlüsselfaktor für die Wirtschaft des Bundestaates Jalisco. Die Produktion von Agaven und Tequila konnte eine wichtige Entwicklung im Westen des Landes herbeiführen. Tequila wurde 1974 als die erste Herkunftsbezeichnung (Appellation d’Origine Contrôlée, AOC) Mexikos registriert. Heutzutage zählt Mexiko 14 AOC.

Der Konsument sollte beim Kauf von Tequila auf Qualität achten. Auf dem Etikett sind bestimmte Merkmale zu beachten: Das Wort Tequila muss auf dem Etikett zu lesen sein und die Kategorie (Tequila oder Tequila 100% Agave) muss angegeben sein, die Sorte muss ebenfalls zu erkennen sein (Blanco; Joven oder Gold; Reposado oder Aged; Añejo, Extra Aged, Extra Añejo oder Ultra Aged). Die Kurzbezeichnung „NOM“ gefolgt von einer vierstelligen Zahl und „CRT“ müssen auch auf dem Etikett zu sehen sein.

Über den Conseja regulador del tequila, A.C.
Der Consejo Regulador del Tequila wurde am 17. Mai 1994 ins Leben gerufen. Er vereint alle wichtigen Akteure der Tequilaproduktion und überwacht Produktion und Abfüllung.

Quelle: azv Südholstein

 

 

Die Phosphor-Krise: Wenn der Baustoff allen Lebens sich dem Ende neigt

0

Phosphor ist ein nicht ersetzbarer Grundbaustoff für Organismen – Menschen, Tiere und Pflanzen können ohne das chemische Element nicht existieren. Ihm verdanken wir die Festigkeit unsere Zähne und Knochen. Er fördert den Energiefluss in den Muskeln und aktiviert aufgenommenes oder enthaltenes Kalzium. Auch in der Landwirtschaft wird Phosphor als Futtermittel, zur Wachstumssteigerung von Pflanzen oder als Dünger in der Fleischproduktion verwendet. Das Element hat jedoch einen Nachteil – es gibt keine Alternative.

Phosphor lässt sich weder synthetisch herstellen, noch kann er durch andere Stoffe ersetzt werden. Experten sprechen daher von einer Phosphor-Krise, die die künftige Nahrungsmittelproduktion gefährden könnte. Die zunehmenden Bevölkerungszahlen, der steigende Energieverbrauch und der hohe Fleischkonsum zeigen, dass die Notwendigkeit der Rückgewinnung des Elements Phosphor wichtiger denn je sei.

Wissenschaftler des Instituts für Abfallwirtschaft und Altlasten der TU Dresden unter der Leitung von Frau Prof. Christina Dornack widmen sich in ihrer Forschung unter anderem dem Recycling von phosphorhaltigen Abfällen. Für die Rückgewinnung wurden bereits einige Verfahren entwickelt: Die Kristallisation und Fällung als Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) aus Abwasser oder die thermochemische Rückgewinnung aus der Verbrennungsasche. Laut Aussagen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kann theoretisch aus Abwasser und Klärschlamm gewonnenes Recyclingphosphat bis zu etwa 60 Prozent der Importe an Mineraldüngephosphat substituiert werden. Die Verfahren sind hinsichtlich ihres Rückgewinnungspotenzials und der Qualität des Produkts allerdings unterschiedlich zu bewerten. Auch wenn nur wenige dieser Verfahren bisher großtechnisch umgesetzt wurden, ist eine Verfahrensvielfalt von großer Bedeutung. Zum einen, um auf die unterschiedlichen Randbedingungen und Fragestellungen zu reagieren und zum anderen, um weitere Aspekte des Ressourcen- und Umweltschutzes künftig voranzutreiben. Dafür ist eine Vernetzung von Wissenschaft und Praxis erforderlich, die am Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten praxisnah erforscht wird und das Schließen von Kreisläufen ermöglicht.

Seit 20 Jahren arbeiten Wissenschaftler des Instituts für Abfallwirtschaft und Altlasten an der Bereitstellung hochwertiger Sekundärrohstoffe aus Reststoffen und widmen sich in Lehre und Forschung dem integrierten Wassermanagement im Klimawandel und den Einsparungen durch moderne Recyclingtechnologien mit der Nah-Infrarot-Technologie.

Exzellente Forschung braucht jedoch Raum. Raum für weitreichende Kenntnisgewinne. Diesen bietet die renovierte TUD-Außenstelle in Pirna-Copitz, die am 1. Oktober eingeweiht wurde. Das in den 1930er Jahre erbaute Gebäude sowie das Außengelände wurden im Auftrag vom Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB) renoviert und dabei zum Teil neukonzipiert. Künftig haben Wissenschaftler und Studierende für ihre Arbeit reichlich Platz sowie ausreichende Kapazitäten für Forschungsreaktoren und Versuchsstände. „Wir blicken auf eine erfolgreiche 20jährige Geschichte zurück, die durch einen stetigen Wandel gerade im Bewusstsein zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung geprägt war und nach wie vor ist. Die Mitarbeiter des Instituts entwickeln mit ihren nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft und Praxis inspirierende Visionen und möchten dies mit einem Festakt zum 20jährigen Jubiläum honorieren“, so die Professorin Christina Dornack. Der Wandel spiegelt sich nicht nur im neuen Gewand des Gebäudes wider.

Zum 1. Oktober hat sich das Institut in Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft umbenannt, um so dem Kreislaufgedanken, der bereits in Forschung und Lehre fest verankert ist, auch im Namen Rechnung zu tragen.

Web: www.tu-dresden.de/fghhiaa/

 

 

Bärtierchen überleben sogar im All Gekocht

0

Gekocht, gefroren, im All: Mit ihren Überlebensmechanismen beeindrucken Bärtierchen immer wieder Forscher. Nun wird den Winzlingen ein weiteres Geheimnis abgerungen.

Bärtierchen sind quasi unzerstörbar, sie überleben als einzige bekannte Tierart selbst im Vakuum des Alls. Forscher haben nun ein weiteres Extrem der tapsigen Winzlinge gefunden: Sie haben so viel fremde DNA …mehr:

http://www.n-tv.de/wissen/Baertierchen-ueberleben-sogar-im-All-article16424421.html
 

 

Aus der EU-Rumänien

0

Zurück zur Übersicht Aus der EU und aller Welt


Rumänien plant Großprojekte in der Wasserinfrastruktur

Das rumänische Ministerium für EU-Fördermittel als Management-Behörde für das Operationelle Programm (OP) Großinfrastruktur 2014 bis 2020 hat Ende März die Richtlinien für die Entwicklung der integrierten Wasser- und Abwasser- Infrastruktur begeben. Zudem veröffentlichte es vier Projektaufrufe mit einem Gesamtbudget von circa 2,8 Milliarden Euro (12,7 Milliarden Lei). Dies berichtete Mitte Mai GTAI Germany Trade and Invest. Die Richtlinie für die Wasser- und Abwasserinfrastruktur (http://www.fonduri- ue.ro/poim-2014#implementareprogram, Prioritätsachse 3, Spezifisches Ziel 3.2) soll die Fortsetzung der Investitionen im Bereich Wasser und Abwasser sicherstellen, die durch die Vorbeitrittsprogramme und das OP Umwelt 2007 bis 2013 gestartet worden sind. Das Hauptziel der Projekte besteht darin, die meisten Kommunen mit Wasser und Kanalisation entsprechend den europäischen Normen zu versorgen. Die vier Aufrufe von Projektvorschlägen zielen vor allem auf zwei Bereiche. Zum einen handelt es sich um neue integrierte Projekte zur Entwicklung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur. Das betrifft die Fertigstellung der Investitionen in den Städten und die Erweiterung der Wasser- und Abwassersysteme mit Blick auf ländliche Gebiete zur Anpassung der kleineren Städte und Kommunen an die EU-Normen. Zum anderen betrifft es integrierte noch nicht fertiggestellte Projekte in Etappen. Dabei geht es um die Fortsetzung der Investitionen aus der Förderperiode 2007 bis 2013, die bis 2015 nicht fertiggestellt und von der EU zur etappenweisen Durchführung genehmigt worden sind. Weitere zwei Aufrufe beziehen sich auf die Entwicklung eines Labors auf Landesebene für die Verbesserung des Monitoring des abgeleiteten Wassers und der Qualität des Trinkwassers sowie die Unterstützung zur Vorbereitung des Projektportfolios für die Zeit 2014 bis 2020 und nach 2020 (technische Hilfe).

(nach oben)


EU-Kommission fordert Rumänien auf, gegen die schlechte Bewirtschaftung seiner Abfalldeponien vorzugehen

Die Europäische Kommission fordert Rumänien dringend auf, gegen die schlechte Abfallbewirtschaftung vorzugehen. Nach den EU-Abfallvorschriften (Richtlinie 2008/98/EG) mussten alle Deponien, die den vereinbarten Standards nicht genügten, bis zum 16. Juli 2009 geschlossen und saniert werden. Rumänien hat zwar einige Fortschritte gemacht, muss jedoch nach Auffassung der Kommission noch 109 illegale Abfalldeponien schließen und sanieren (65 kommunale Deponien, 27 industrielle Deponien für gefährliche Abfälle und 17 industrielle Deponie für nicht gefährliche Abfälle). Auch wenn Rumänien angibt, dass diese Deponien nicht mehr in Betrieb seien, so stellen sie laut EU-Kommission doch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar. Nach Übermittlung einer zusätzlichen mit Gründen versehenen Stellungnahme im September 2015 muss Rumänien binnen zwei Monaten reagieren, andernfalls kann die Kommission Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union erheben.

(nach oben)

Neue Software für die Umweltbewertung von Kläranlagen

0

Das nationale Forschungsinstitut für Agrar- und Umwelttechnik (IRSTEA) hat eine neue Software, ACV4E, zur Bewertung der Umweltbelastungen von Kläranlagen entwickelt [1].

Ziel der Software ist es, 18 mögliche, durch Kläranlagen verursachte Umweltbelastungen zu identifizieren und zu quantifizieren. Mit Hilfe von ACV4E können Modelle gebaut und Szenarien von Kläranlagen erstellt und anschließend bewertet werden. Die Informatiker des IRSTEA haben vier Anwendungsbereiche für die Software definiert:

– Auswahl zwischen mehreren Alternativen (eine zentrale oder mehrere dezentrale Anlagen?)
– umweltgerechte Gestaltung: frühzeitige Identifizierung der Umweltbelastungen
– umweltgerechte Nutzung: Identifikation von Prozessen mit der höchsten Umweltbelastung
– Benchmarking: Vergleich von Lösungen mit Hilfe einer Datenbank von bereits existierenden Systemen und Simulationsmodellen.

Zwischen 2012 und 2014 wurde die Software bereits in sieben Gemeinden getestet, darunter kleinere wie Sarrians und Puguet-ville, aber auch größere wie Montpellier. Dank der mit Hilfe der Software erhaltenen Ergebnisse war es leichter eine Entscheidung darüber zu treffen, welche Art von Kläranlage sich am besten für die jeweilige Gemeinde eignet – eine zentralisierte (alle Einwohner sind an die selbe Station angeschlossen) oder eine dezentralisierte. ACV4E kommt derzeit in mehreren Ingenieurbüros für letzte Tests zur Anwendung. Auf diese Weise werden Feedbacks von potenziellen Kunden für die spätere Vermarktung gewonnen.

Die Software hat bei der Umweltfachmesse World Efficiency in Paris einen Preis der französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) bekommen, der die Exzellenz des Vorhabens und der Forschung belohnt.

[1] ACV4E steht für (auf Französisch) „Analyse Cycle de Vie – 4E Evaluation Environnementale Epuration Eau“: Lebenszyklusanalyse – Umweltbewertung der Wasseraufbereitung

Weitere Informationen:
– Webseite des IRSTEA (auf Englisch und Französisch): www.irstea.fr
– Webseite von World Efficiency (auf Englisch und Französisch): https://www.agence-france-electricite.fr/actualites/world-efficiency-solutions/

Quelle: „Evaluer l’impact environnemental des systèmes d’assainissement : un logiciel primé“, Pressemitteilung des IRSTEA, 16.10.2015 – http://www.irstea.fr/toutes-les-actualites/departement-ecotechnologies/logiciel-…

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr

Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de/

ISWA: Phosphat-Angeln auf dem Prüfstand

0

Wissenschaftler aus Stuttgart, Karlsruhe und Würzburg haben im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung ein Verfahren entwickelt, um den Rohstoff Phosphat mithilfe magnetischer Mikropartikel aus dem Abwasser zu fischen. In einer aktuellen Studie stellen die Forscher zwei Materialien vor, die sich besonders gut für die Beschichtung der Partikel eignen.

Phosphat ist für alle Lebewesen ein essenzieller Nährstoff. Mit wachsender Weltbevölkerung steigt auch der Bedarf an phosphathaltigen Düngemitteln, für die gut 80% des weltweit geförderten Phosphats verbraucht werden. Während der Vorrat an Rohphosphat zunehmend verknappt, reichert sich der Nährstoff im Abwasser an – mit negativen Folgen für die Umwelt, wie zum Beispiel dem unerwünschten Wachstum von Algen in stehenden Gewässern.
Die meisten gängigen Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphat aus dem Abwasser sind mit einem hohen Verbrauch an Chemikalien verbunden. Eine Ausnahme bildet ein Verfahren namens „SuPaPhos“, in dessen Entwicklung die Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen ihres über 4 Millionen Euro schweren Programms „Umwelttechnologieforschung“ investiert. Um den Nährstoff unter minimalstem Chemikalieneinsatz aus dem Wasser zu fischen, haben die Wissenschaftler hinter dem Projekt spezielle, 20 Mikrometer große Partikel entwickelt, die sich auf zweifache Weise auszeichnen: Zum einen sind die Partikel magnetisierbar. Dadurch lassen sie sich mithilfe eines Magneten jederzeit auf einfache Weise wieder aus dem Wasser entfernen. Zum anderen ist die Hülle der Kügelchen so konstruiert, dass sich das Phosphat gut daran anlagern, aber auch wieder abgelöst werden kann. Dies ermöglicht einen wiederholten Einsatz der Partikel im Klärbecken (siehe Grafik).

Großes Interesse am Verfahren
Das Verfahren, bei dem Ingenieure vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie mit Chemikern vom Fraunhofer Institut für Silicatforschung in Würzburg und Bronnbach kooperieren, hat bereits viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Im vergangenen Jahr erhielt Dr. Karl Mandel, der im Rahmen seiner Promotion entscheidend zur Entwicklung der Mikropartikel beigetragen hat, hierfür den mit 25.000 Euro dotierten Studienpreis der Körber-Stiftung. Die Baden-Württemberg Stiftung sieht in der Technologie so großes Potenzial, dass sie diese gleich in mehreren Ländern zum Patent angemeldet hat.

Gute Ergebnisse bei Versuchen im großen Maßstab
Die Wissenschaftler stehen aktuell vor der Herausforderung, das Verfahren zu optimieren und zu demonstrieren, dass es auch im großen Maßstab funktioniert. Im Zuge der Optimierung hat Asya Drenkova-Tuhtan am Stuttgarter ISWA mit ihren Kollegen aus einer Reihe von Metallhydroxiden diejenigen identifiziert, die sich am besten für die Beschichtung der Mikropartikel eignen. „Insgesamt hatten wir über 50 Verbindungen im Test“, sagt Frau Drenkova-Tuhtan. „Auf Basis der Stabilität und der Phosphoreliminationsleistung haben wir 13 dieser Materialien ausgewählt, um sie genauer zu untersuchen.“

Sowohl mit destilliertem Wasser, das sie mit Phosphat angereichert hatten, als auch mit kommunalem Abwasser testeten die Wissenschaftler, wie schnell diese Materialien welche Mengen an Phosphat aufnehmen. Je nach Zusammensetzung des Materials hafteten bei neutralem pH-Wert innerhalb einer Stunde zwischen 32 und 47 Milligramm Phosphor pro Gramm Adsorber an.

Die beste Leistung zeigten dabei zwei Materialien, die den Schlüsselbestandteil Zink enthielten, und zwar Zink-Eisen-Zirkon- und Calcium-Zink-Eisen-Zirkon-haltige Hydroxide. An diesen haftete das Phosphat nicht nur verhältnismäßig spezifisch in großen Mengen an. In einem Bad aus verdünnter Natronlauge löste sich das Phosphat auch gut wieder ab. So konnten die Wissenschaftler den Prozess über 50mal wiederholen, ohne dass es zu einem Materialverschleiß kam.

Als nächstes planen die Forscher am ISWA, mit einem Kilogramm Zink-Eisen-Zirkon-Hydroxid-beschichteter Partikel einen Pilotversuch durchzuführen. Damit lassen sich über 400 Liter Abwasser von ihrer Phosphatfracht befreien. Um die Phosphat-beladenen Partikel wieder aus dem Abwasser zu entfernen, steht bereits ein Magnet-Trommelabscheider am Stuttgarter ISWA.

„Wenn die Aufskalierung des Verfahrens funktioniert, könnte man es in kommunalen Kläranlagen einsetzen und damit den Phosphatgehalt des Abwassers unter die Bestimmungsgrenze senken“, sagt Asya Drenkova-Tuhtan. „Darüber hinaus eignet sich die Methode sogar für Industrieabwässer, die über 50 mal mehr Phosphat enthalten können als kommunales Abwasser.“

Unter folgendem Link können Sie die Originalveröffentlichung der Wissenschaftler herunterladen: http://authors.elsevier.com/a/1Rxh53IywTyHs4

Im Jahresbericht der Baden-Württemberg Stiftung (http://www.bwstiftung.de/uploads/tx_news/Jahresbericht_2013_final_01.pdf) erklärt Ingenieur Carsten Meyer, warum es so wichtig ist, das Phosphat aus dem Abwasser zurück zu gewinnen.

Einen anschaulichen Bericht über die Strategie der Phosphat-Fischer finden Sie in der „bild der wissenschaft“ Sonderpublikation „Weitblick“. (http://www.bwstiftung.de/uploads/tx_news/BdW-WeitBlick.pdf).

Weitere Informationen:
http://authors.elsevier.com/a/1Rxh53IywTyHs4

 

 

 

Vom Klärwerk zum Kraftwerk

0
Quelle: klärwerk.info CS

Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin koordiniert das im Juli 2015 gestartete Europäische Forschungs- und Demonstrationsvorhaben POWERSTEP.
Das Ziel: Wie können bestehende Kläranlagen vom Energieverbraucher zum -erzeuger umgerüstet werden?

Der Energieinhalt von Abwasser ist eine bisher wenig beachtete Energiequelle, die es zu nutzen gilt.
Unter diesem Motto ist im Juli 2015 unter der Leitung des Kompetenzzentrums Wasser Berlin das europäische Verbundforschungsvorhaben POWERSTEP gestartet. 15 europäische Partner, führende Forschungseinrichtungen und Unternehmen, arbeiten hier gemeinsam an einem Ziel: Kläranlagen, die bisher zur Abwasserreinigung noch Energie benötigen, zu Energieerzeugern zu machen. Selbstverständlich soll dies nicht auf Kosten der Reinigungsleistung gehen.

Kombination von bewährter Technik mit Innovationen.
Kernaktivität des Projektes ist die Implementierung bewährter aber auch neuer Technologien auf großen konventionellen Kläranlagen in Deutschland, Schweden, Dänemark, Österreich und der Schweiz ab Mitte 2016:

– Abtrennung von energiereichem organischen Kohlenstoff aus dem Rohabwasser (Mikrosiebung oder Biosorption)
– Anwendung von innovativen Verfahren der Stickstoffentfernung (Deammonifikation im Hauptstrom, Wasserlinsen-Bioreaktor)
– Steigerung der Biogasausbeute mit „Power-to-Gas-Technologie“ und Netzanbindung über „smart grids“
– Energiegewinnung aus Abwärme (thermoelektrische Systeme zur Energierückgewinnung in BHKWs, Dampf-Kreislauf nach Rankine, Wärmespeicherkonzepte)
– Innovative Prozesswasseraufbereitung (Nitritation, Membranstrippung).

Die Umrüstung von Kläranlagen ist wirtschaftlich sinnvoll.
Eine Umrüstung der Abwassertechnik führt letztlich zu einer Steigerung der regionalen Energieerzeugungskapazitäten. Derzeit sind Klärwerke für ungefähr 1 % des gesamten Stromverbrauchs in Europa verantwortlich und haben meist den größten Anteil an den Stromkosten von kommunaler Infrastruktur (über 30%). Mit einer umfassenden Umrüstung aller europäischen Klärwerke und einer Nutzung des chemischen Energiepotenzials von 87.000 GWh pro Jahr in Europa könnte mit den POWERSTEP-Konzepten Strom in der Größenordnung von bis zu 12 großen Kraftwerken erzeugt werden.

POWERSTEP: Projektvolumen € 5.2 Millionen – 15 Partner – Laufzeit: 2015-2018

POWERSTEP wird gefördert im Europäischen Programm für Forschung und Innovation „Horizon 2020″ unter dem Förderkennzeichen n°641661.

Koordinator:
Christian Loderer – Christian.Loderer@kompetenz-wasser.de
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
+49 30 53653 806

Weitere Informationen:
http://www.powerstep.eu