Mittwoch, Oktober 28, 2020
Start Nützliches Allgemeine Meldungen und Berichte Sinkender Verbrauch- steigende Gebühren

Sinkender Verbrauch- steigende Gebühren

Bild Akt-Gebuehren-F.JPG Die Abwassergebühren stiegen 2005 deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Das Statistische Bundesamt nennt eine durchschnittliche Steigerung von 1,4 Prozent. Kommunen mit getrennter Gebühr für Schmutzwasser – und Regenwasser haben die Gebühren deutlich stärker angehoben als

Die Abwassergebühren stiegen 2005 deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Das Statistische Bundesamt nennt eine durchschnittliche Steigerung von 1,4 Prozent. Kommunen mit getrennter Gebühr für Schmutzwasser – und Regenwasser haben die Gebühren deutlich stärker angehoben als Kommunen, die nach dem Frischwasserverbrauch berechnen. In Ostdeutschland bezahlte der Verbraucher durchschnittlich € 2,87 pro Kubikmeter gegenüber € 2,28 pro Kubikmeter  (Basis Frischwasserverbrauch).67 Prozent der Bundesbürger bezahlen inzwischen nachdem gesplitteten Maßstab, hier beträgt der Schmutzwasser- Preis durchschnittlich € 2,05 pro Kubikmeter.

Wie geht es weiter? Dazu hat die Stadtentwässerung Mannheim eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis lautet, dass bis zum Jahr 2020 die Gebühren für die Schmutzwasserentsorgung im Durchschnitt um 27,5 Prozent und die Niederschlagswasserentsorgung im Schnitt um16, 4 Prozent (an versiegelter Fläche) höher liegen werden. Berücksichtigt wurden dabei der wirtschaftliche und demographische Wandel, aber auch technologische Entwicklungen und Veränderungen. Der Wasserverbrauch der Industrie könnte durch eingeleitete Umweltschutzmaßnahmen weiter sinkenden. Wesentlich ist auch, dass im Bereich Abwasser ein hoher Fixkostenanteil den Preis bestimmt. Da dem Verbraucher der Effekt höherer Abwassergebühren bei niedrigerem Wasserverbrauch schwer erklärbar ist, schlagen die Autoren vor, Überlegungen zur  Einführung eines veränderten Berechnungsmodus  anzustellen. Der Kernpunkt ist die Einführung von fixen Grundgebühren und geringeren Verbrauchsgebühren für die privaten Haushalte. Man könne davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren viele Kommunen diese Überlegungen auf Umsetzbarkeit prüfen werden.

Die  Untersuchung wurde von der Prognos AG und der RWTH Aachen durchgeführt.