Sonntag, Juli 25, 2021
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Regionale Auftaktveranstaltung der BNE-Aktionstage im Klärwerk Hetlingen Bildung für nachhaltige Entwicklung wichtige Aufgabe für Kommunen

Über 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, von Vereinen, Verbänden, Schulen und Kinderta-geseinrichtungen folgten heute der Einladung zur regionalen Auftaktveranstaltung der Aktionstage zur Unterstützung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ins Klärwerk Hetlingen. Bildungsansätze zur Förderung einer nachhaltigen, regionalen Entwicklung standen im Mittelpunkt der vom Kreis Pinneberg und dem azv Südholstein in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ausgerichteten, vierstündigen Veranstaltung. Unter dem Motto „Die Zukunft gestalten wir“ wurden Ansatzpunkte und Handlungsmöglichkeiten für die Verankerung nachhaltiger Bildungsansätze in der täglichen Arbeit mit Kindern und Jugend-lichen vorgestellt und diskutiert.

Bild Akt-Sept-11-Hettlingen-Bild-2.jpg Schirmherr der Veranstaltung: Oliver Stolz, Landrat des Kreises Pinneberg.

Wer Nachhaltigkeitsstrategien in Wirtschaft und Gesellschaft umsetzen möchte, muss vor Ort beginnen: Gerade in den Kommunen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Veränderungen aktiv mit zu gestalten. „Gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden wollen wir Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kreis Pinneberg stärken und so unsere Region in Sachen Nachhaltigkeit ein ganzes Stück voran bringen. Die heutige Veranstaltung dient zunächst der wei-teren Vernetzung, soll aber den Grundstein für ein kreisweites BNE-Konzept legen“, so Landrat Oliver Stolz, Schirmherr der Veranstaltung, in seiner Eröffnungsrede. Bereits seit Anfang des Jah-res befassen sich Vertreter des Kreisjugendringes, des azv Südholstein, des Kreises Pinneberg gemeinsam mit dem Kreisfachberater der Schulen für Natur und Umwelt in einem Arbeitskreis mit Bildungsansätzen zur nachhaltigen Entwicklung.

Bild Akt-Sept-11-Hettlingen-Bild-3.jpg Moderierten die Veranstaltung mit Elan: Ute Hagmaier (l.), Referentin für Bildung und Umwelt beim azv Südholstein, und Anja Vratny (r.) von der Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg. 
Bild Akt-Sept-11-Hettlingen-Bild-4.jpg In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer erste Ideen für ein kreisweites BNE-Konzept. 

Bildung spiele auf dem Weg zur Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle, betonte auch Dr. Brigitte Varchmin, Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein. In ihrem Gastvortrag unterstrich sie die Bedeutung außerschulischer Lernpartnerschaften: „Wir müssen kommende Generationen in die Lage versetzen, geeignete Lösungsansätze etwa für den Umgang mit dem Klimawandel zu entwickeln. Dazu brauchen wir neue Formen des Lernens, wie sie die Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet. Das schaffen wir nicht allein über die Schulen. Wir brauchen ein enges Netzwerk aus Bil-dungsträgern und Kooperationspartnern.“ Besonders erfreut zeigte sich Dr. Varchmin daher über das große Interesse an der Veranstaltung und die Teilnahme von Vertretern aus allen Gesell-schaftsbereichen. „Hier wurden auf beispielhafte Weise alle relevanten Akteure an einen Tisch gebracht. Mit der heutigen Veranstaltung werden die richtigen Impulse für die weitere regionalen Verankerung und Vernetzung im Bereich BNE gesetzt.“

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An verschiedenen Infoständen stellten Vereine, Verbände und Unternehmen aus der Region ihre Bildungsprojekte vor. 

Dass Bildung für nachhaltige Entwicklung durchaus für Unternehmen ein Thema sei, bestätigte Lutz Altenwerth, Vorstand des azv Südholstein. Als kommunales Umweltunternehmen engagiere sich der azv seit langem erfolgreich in der Umweltbildung. Nur wenn der Gedanke der Nachhaltig-keit umfassend in diese Aktivitäten integriert sei, könne es gelingen, natürliche, soziale und wirt-schaftliche Ressourcen für die Zukunft zu bewahren. Als erstes Unternehmen der Wasserwirt-schaft ist der azv 2010 von der Landesregierung Schleswig-Holstein als außerschulischer Bil-dungspartner für Nachhaltigkeit zertifiziert worden. „Darauf sind wir stolz und sehen unser Enga-gement als Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen, regionalen Entwicklung im Sinne der öffentli-chen Daseinsvorsorge. Wir hoffen auf weitere Unterstützer“, so Altenwerth.

Bild Akt-Sept-11-Hettlingen-Bild-7.jpg Vom großen Interesse der Teilnehmer begeistert: Ute Hagmaier, Referentin für Bildung und Um-welt beim azv Südholstein, Wolfgang Vogel, Direktro des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und Ralph Thielebein-Pohl, Geschäftsführer der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung (v.l.n.r.) 

Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch aussehen kann, zeigten die Auszubildenden des Hetlinger Unternehmens. Als „Energiedetektive“ waren sie mit einem eigenen Infostand auf der Veranstaltung vertreten und präsentierten unter anderem einen von ihnen produzierten Film über die Zusammenhänge zwischen Abwasserreinigung, Klimawandel und Erneuerbaren Ener-gien. Insgesamt stellten Partner aus der Region an über zehn verschiedenen Infoständen zahlrei-che Bildungsprojekte vor. Die Bandbreite reichte dabei von der Arbeitsgruppe „Schulen für eine lebendige Unterelbe“, über Fair-Trade-Initiativen bis hin zu Energieprojekten des Kreisjugendrin-ges, den NABU oder die Initiative Zukunftsschule SH. Der Hetlinger Kindergarten stellte gemein-sam mit der S.O.F. – Umweltstiftung das Projekt KITA 21 vor. Auch die Stiftung der Sparkasse Südholstein war vor Ort und informierte über Fördermöglichkeiten nachhaltiger Bildungsprojekte.

Bild Akt-Sept-11-Hettlingen-Bild-8.jpg Dr. Brigitte Varchmin, Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Ministerium für Land-wirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, lobte den Kreis Pinneberg für seine beispielhafte Initiati-ve. 

In verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer zum Abschluss erste Ideen für Handlungsschwerpunkte und Rahmenbedingungen zur Verankerung eines kreisweiten BNE-Konzeptes. 

Quelle: azv Südholstein, Kreis Pinneberg