Zehn Jahre Fristaufschub bei P-Rückgewinnung gefährdet Planungssicherheit, Investitionen und Ressourcensicherung. BMUKN soll am Zeitplan festhalten.
Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. spricht sich entschieden gegen den Vorschlag der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) aus, die gesetzlichen Fristen zur Phosphorrückgewinnung um zehn Jahre zu verschieben. Der BDE fordert, den seit der Novelle 2017 bekannten Zeitplan einzuhalten, um Ressourcensicherung, Planungssicherheit und notwendige Marktimpulse nicht zu gefährden.
Die von der DWA geforderte Verschiebung des Umsetzungszeitpunkts von 2029 auf 2039 bewertet der BDE als fatales Signal für Umwelt- und Ressourcenschutz sowie für den Investitionsstandort Deutschland. Eine Umsetzung ab 2029 sei anspruchsvoll – eine Aushöhlung oder Verschleppung der Pflichten würde jedoch insbesondere jene Marktteilnehmer benachteiligen, die frühzeitig in neue Verwertungswege und in Anlagen sowie Rückgewinnungstechnologien investiert haben. Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammaschen kann zudem dazu beitragen, Importe des kritischen Rohstoffs zu reduzieren und Abhängigkeiten vom Ausland zu verringern.
Quelle: Pressemittteilung BDE (https://www.bde.de/presse/bde-fristverschiebung-phosphorrueckgewinnung-gefaehrdet-investitionen/)
mehr Informationen:
https://www.wwt-online.de/politik/news/phosphorrecycling-frist–oder-problemverschiebung-40308
https://www.recyclingmagazin.de/2026/01/21/streit-um-starttermin-der-phosphorrueckgewinnung/
https://www.umweltwirtschaft.com/politik-maerkte/news/klaerschlamm-dwa-fordert-aufschub-fuer-phosphor-rueckgewinnung-35607
https://www.euwid-recycling.de/news/wirtschaft/dwa-pflicht-zur-p-rueckgewinnung-aus-klaerschlaemmen-um-zehn-jahre-verschieben-210126/
