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Unser Kampf mit den Fadenbakterien

Autoren
Dipl.-Ing. Carsten Baumgarten
Dipl.-Chem.-Ing. Christian Feldhoff
Stadtentwässerung Hannover

Co-Autor
Manfred Kulzer
(staatl. gepr. Umweltschutz- und Biotechniker)
Feralco Deutschland GmbH,

Das Klärwerk Gümmerwald (750 000 EW) liegt im Herzen
Niedersachsens, nahe der Ausfahrt Wunstorf Luthe der Autobahn
2. Die Anlage behandelt das Abwasser der Landeshauptstadt
Hannover und Teile der Region Hannover im
Verbund mit der Hannoverschen Kläranlage Herrenhausen.
Das Klärwerk verfügt über eine weitergehende Abwasserreinigung
mit vorgeschalteter Denitrifikation und biologischer
Phosphatelimination.
Durch die jahreszeitliche Veränderung in der Biozönose des
belebten Schlamms im Klärwerk Gümmerwald kommt es
jedes Jahr zu einer gehäuften Bildung von Fadenbakterien.
Sie beeinträchtigen massiv den Prozessbetrieb der Abwasserreinigung.
Im Einzelnen entstehen folgende Störungen:
– Gefahr der Bildung von Schwimmschlamm,
-Schäumen im Faulbehälter, verursacht von Gasbläschen,
die aufgrund der veränderten Struktur des Faulschlamms
nicht entweichen können,
– Störungen beim Abpressen des ausgefaulten Schlamms
durch Kleben und Anhaften an den Filtertüchern der Kammerfilterpressen,
-Schwierigkeiten beim Pumpen des Schlammes durch
vermehrte Gasbildung im Schlamm.
Interessanterweise haben die Beeinträchtigungen des regulären
Abwasserreinigungsbetriebs seit Einführung der weitergehenden
Abwasserreinigung verstärkt zugenommen. Mit
Sorge beobachten wir das vermehrte Auftreten von fädigen
Organismen und dokumentieren deshalb seit dem Jahr 2000
die Biozönose durch mikroskopische Untersuchungen.
Versuche, die Fadenbakterien in den Griff zu bekommen
(Einsatz von Flockungshilfsmitteln, Änderung des Rückführverhältnisses
und der Schlammbelastung, Einbau von…mehr unter:

http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info2-2009.pdf