Forschungszentrum Karlsruhe präsentiert auf der IAA in Frankfurt das bioliq®-Verfahren zur Herstellung hochwertiger Synthesekraftstoffe
Vollsynthetischer Sprit aus Stroh: Auf der IAA in Frankfurt präsentiert das Forschungszentrum Karlsruhe sein bioliq®-Verfahren. Auf dem Stand C22 in Halle 1.1 wird gezeigt, wie aus land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen ein vollsynthetischer Kraftstoff erzeugt werden kann, dessen Qualität weit über der anderer Biokraftstoffe und selbst von Mineralölprodukten liegt.

Haupteinsatzstoffe für das Verfahren ist trockene Biomasse wie Getreidestroh, Heu, Restholz, Baumschnitt, Rinde oder auch Papier und Pappe. Durch diese breite Einsatzstoffpalette von land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen und die Möglichkeit der Ganzpflanzennutzung, kann ein Mengenpotenzial erreicht werden, das weit über dem der Biokraftstoffe der ersten Generation, Biodiesel und Bioethanol, liegt. Nach Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) könnten bis 2015 schon 15 % des Kraftstoffbedarfs für den Verkehr in Deutschland durch die Reststoffe aus Biomasse gedeckt werden. Eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion besteht dabei nicht. Durch eine gezielte und nutzerorientierte Synthese lassen sich BtL-Kraftstoffe leicht an jetzige und künftige Emissionsstandards und Motorentechniken anpassen.
Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.
Joachim Hoffmann 11. September 2007
Quelle:
http://www.fzk.de/fzk/idcplg?IdcService=FZK&node=1298&document=ID_059523
