Im März diesen Jahres wurde in der Tagespresse eine amerikanische Studie zum Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einer erhöhten Sterblichkeitsrate durch Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislaufleiden diskutiert. Das Bundesinstitut für Risi-kobewertung (BfR) hat den Artikel Sinha et al. „Meat Intake and Mortality“ und die Evidenz für den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Mortalitätsrate und einem erhöhten Kon-sum von Fleisch bewertet.
In der prospektiven Kohortenstudie wurde untersucht, ob der Verzehr von Rotfleisch (Rind, Schwein), weißem Fleisch (Geflügel, Fisch) sowie Wurstwaren (Aufschnitt, Schinken, Würst-chen) eine erhöhte Sterblichkeit durch Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere To-desarten bedingt. Dazu wurden die Daten von rund 550.000 Männern und Frauen im Alter von 50-71 Jahren aus 6 US-Staaten und zwei Städten über 10 Jahre lang zum Fleischkon-sum und zu den Todesursachen erhoben. Die Kohorte wurde in fünf Gruppen je nach Menge des Fleischkonsums unterteilt. In der Studie hatten Vielverzehrer von Rotfleisch und Wurst-waren eine um 31 % (Männer) bzw. 36 % (Frauen) höhere Sterberate als Wenigverzehrer. Bei weißem Fleisch war ein umgekehrter Effekt zu beobachten, d.h. bei größerem Verzehr von Geflügel und Fisch nahm das Sterberisiko im untersuchten Zeitraum ab.
Nach Ansicht des BfR ist die prospektive Kohortenstudie zur statistischen Auswertung der…mehr unter:
http://www.bfr.bund.de/cm/208/studie_zu_fleischverzehr_und_sterblichkeit.pdf
Stellungnahme Nr. 023/2009 des BfR vom 29. Mai 2009
