Samstag, April 17, 2021
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Meldungen von der Kläranlagen

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Meldungen 2020      
Februar 2021
Stuttgart Die Stadtentwässerung Stuttgart SES erhält die Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard ISO/IEC 27001
Ruhrverband Naturnahe Gewässergestaltung als gemeinsames Ziel
OOWV Erläuterungen zum Projekt Kläranlage Oldenburg: Faulturm
Köln StEB informieren zum Rheinwasserstand am 04.02.2021
EVS CoMinGreat: Entsorgungsverband Saar (EVS) leitet grenzüberschreitendes Projekt zu Mikroschadstoffen im Wasserkreislauf der Großregion
Dresden Neues Abwasserpumpwerk im Airportpark
Dresden Die Umgehnungsleitung für den letzten Sanierungsabschnitt des Neustädter Abfangkanals ist fertig
Dresden Anpassung der Dresdner Abwassergebühren ab 2021
Dresden Ausblicke für 2021
Dresden Gunda Röstel berichtet über Ihre Arbeit im Wasserstoffrat der Bundesregierung
Wiesbaden Wiesbaden: Pumpstation Klärwerk Auringen: Frischwasserversorgung umgebaut
Januar 2021
Glückstadt Verbandsversammlung – Schmutzwassergebühr in Glückstadt sinkt. Auch 2021 werden Abwasserkanäle saniert
Köln Nachhaltig wirtschaften – Erster Nachhaltigkeitsbericht der StEB
Ruhrverband Kläranlage Altena des Ruhrverbands: Bauarbeiten liegen trotz Corona vor dem Zeitplan
Stuttgart Deckel drauf – das Jubiläumsjahr der Stadtentwässerung Stuttgart geht zu Ende
Stuttgart Vierte Reinigungsstufe im Hauptklärwerk S-Mühlhausen wird gebaut
AZV Südholstein Sauber in die Dreckau / Neue Kläranlage Lentföhrden in Betrieb
Warnow Steigende Investitionen für langfristige Ver- und Entsorgungssicherheit
Schongau Anschluss des Ortskanals an die Kläranlage der Stadt Schongau
Zolling Zusatzausrüstung für die Kläranlage Oberappersdorf

 


Stuttgart: Die Stadtentwässerung Stuttgart SES erhält die Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard ISO/IEC 27001

Geschafft!

Das Tiefbauamt mit Stadtentwässerung Stuttgart hat sich als Betreiber Kritischer Infrastrukturen (öffentliche Abwasserbeseitigung) einer intensiven Prüfung ihrer Informationssicherheit gestellt.

Eine akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft konnte das hohe Sicherheitsniveau bestätigen und eine Zertifizierung nach dem international anerkannten Standard ISO/IEC 27001 erteilen. Mehr:

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/die-stadtentwaesserung-stuttgart-ses-erhaelt-die-zertifizierung-nach-dem-international-anerkannten-standard-iso-iec-27001/

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Ruhrverband: Naturnahe Gewässergestaltung als gemeinsames Ziel

Ruhrverband übernimmt in Kooperation mit der Stadt Schmallenberg Verantwortung für den Oberlauf der Lenne

Flüsse und Bäche in Europa sollen künftig wieder möglichst naturnah fließen können. Von dieser zentralen Forderung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind die meisten Fließgewässer allerdings noch weit entfernt. Vor allem hydromorphologische Veränderungen wie Wehranlagen, Uferbefestigungen, Verrohrungen und Flussbegradigungen verhindern vielerorts die Erreichung des von der EU geforderten „guten ökologischen Gewässerzustands.“

Am Oberlauf der Lenne wollen sich die Stadt Schmallenberg und der Ruhrverband künftig gemeinsam der Aufgabe stellen, die vorhandenen Verhältnisse zu verbessern und das Gewässer in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Im Januar 2021 unterzeichneten Schmallenbergs Bürgermeister Burkhard König und der Vorstandsvorsitzende des Ruhrverbands, Prof. Norbert Jardin, eine entsprechende Vereinbarung.

Demnach wird sich der Ruhrverband um die Gewässerunterhaltung und -renaturierung der Lenne in einem rund 80 Quadratkilometer großen Teileinzugsgebiet oberhalb der Einmündung der Grafschaft kümmern. Auch die drei größeren Nebengewässer Gleierbach, Sorpe und Nesselbach fallen unter die Vereinbarung. Alle künftigen Maßnahmen an den vier Gewässern mit einer Gesamtlänge von rund 43 Kilometern wird der Ruhrverband eng mit der Kommune abstimmen. Als erster Schritt ist im Frühjahr eine gemeinsame Gewässerbegehung zur Erhebung des Ist-Zustands geplant.

„Mit dem Ruhrverband gewinnen wir einen kompetenten und starken Partner, um den zukünftigen Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie in diesem Teilgebiet der Stadt Schmallenberg zielgerichtet und kostenbewusst nachzukommen“, freut sich Bürgermeister Burkhard König auf die Zusammenarbeit.

Auch der Ruhrverband sieht in der Kooperationsvereinbarung einen wichtigen Schritt, um wasserwirtschaftliches Handeln aus einer Hand vollziehen zu können. „Unsere über Jahrzehnte gewachsene Erfahrung in der Gewässerbewirtschaftung und die dezentrale Struktur unserer Betriebsanlagen ermöglichen es uns, die aus dieser Vereinbarung erwachsenden Aufgaben in die Arbeitsabläufe unseres Talsperren- und unseres Kläranlagenbetriebs zu integrieren“, erläutert Prof. Norbert Jardin. „Wir haben bereits gute Erfahrungen mit Gewässerkooperationen gemacht und sind sicher, dass auch weitere Kommunen in unserem Verbandsgebiet von einer solchen Zusammenarbeit profitieren können.“

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///naturnahe-gewaessergestaltung-als-gemeinsames-ziel/

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OOWV: Erläuterungen zum Projekt Kläranlage Oldenburg: Faulturm

Projekt Kläranlage Oldenburg: Faulturm 

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) betreibt die Kläranlage Oldenburg mit einer Reinigungskapazität von 210.000 EW. Die Kläranlage Oldenburg ist die größte Kläranlage des OOWV. Aus diesem Grund befindet sich hier auch die zentrale Schlammbehandlung für einen großen Teil der vom OOWV betriebenen Kläranlagen. Die Schlammbehandlung ist derzeit mit über 300.000 EW belastet.

Da die Kapazität der vorhandenen Faulbehälter nicht ausreichend ist, wird ein Teil der angelieferten Klärschlämme an der Faulung vorbeigeleitet und direkt entwässert. Dies hat folgende Nachteile:

1. Der Wassergehalt im nicht ausgefaulten Schlamm ist nach Entwässerung höher, sodass eine insgesamt erhöhte Schlammmenge zu entsorgen ist.  
2. Ein beträchtliches Gasbildungspotential bleibt ungenutzt.

Ziel des Projektes ist es, die Kapazität der Schlammfaulung so zu erhöhen, dass mittelfristig ein Großteil der im Verbandsgebiet anfallenden Klärschlämme ausgefault werden kann. Die Kläranlage Oldenburg wird damit die zentrale Schlammbehandlungsanlage des OOWV sein. Die im Verbandsgebiet zu erwartenden Zuwächse werden hierbei berücksichtigt. Durch dieses zentrale Klärschlammentsorgungskonzept und die energetische Verwertung des Klärgases wird eine autarke
Energieversorgung der Kläranlage angestrebt.

Das zentrale Element im Hinblick auf die Energieeffizienz und die CO2-Bilanz der Kläranlage Oldenburg ist eine Erweiterung der Klärschlammfaulung. Darüber hinaus umfasst das Projekt verschiedene weitere Einzelmaßnahmen im Bereich der Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung.

Im Einzelnen umfasst die geförderte Maßnahme:
• Neubau einer innovativen 2-stufigen Schlammfaulung;
• Umbau des vorhandenen kleinen Faulbehälters zu einem abgedeckten Faulschlammspeicher;
• Sanierung der Faulturm-Fassaden inkl. Erhöhung des Wärmedämmwertes;
• Erneuerung des Heizungssystems (Wärmeerzeugung und innovative Wärmeverteilung);
• Einsatz energieoptimierter Anlagentechnik und energieeffizienter Motoren (IE 3);
• Erneuerung des Systems zur Faulschlammerwärmung und Heizschlammumwälzung.

Als übergeordnetes Ziel der Maßnahmen wird eine Einsparung beim Primärenergieverbrauch und damit eine nachhaltige C02-Reduzierung zum Schutz von Klima und Umwelt definiert. Dazu ist eine Erhöhung der Kapazität der Schlammfaulung vorgesehen, so dass zukünftig der im Verbandsgebiet anfallende Überschussschlamm insgesamt ausgefault werden kann.

Durch dieses zentrale Klärschlammentsorgungskonzept und die energetische Verwertung des Klärgases wird eine autarke Energieversorgung der Kläranlage angestrebt.

Im Rahmen der Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert die NBank diese Maßnahme der Energieeinsparung und Energieeffizienz mit bis zu 1 Million EUR.

https://www.oowv.de/wissen/abwasser/projekte/erlaeuterungen-zum-projekt-faultuerme/

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Köln: StEB informieren zum Rheinwasserstand am 04.02.2021

Entwicklung des Rheinwasserstand
Aktuell zeigt der Kölner Pegel (KP) um 7 Uhr einen Wasserstand von 8,22 m.

Zur Zeit verharren die Wasserstände am Oberrhein auf hohem Niveau. Die Wasserstände am Mittelrhein steigen derzeit mit 1 – 2 cm / Stunde. Die Wasserstände in Bonn und Köln verändern sich derzeit kaum und werden im Laufes des Tages langsam ansteigen.

Aussichten
Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel wird bis Morgen langsam ansteigen, nach der derzeitigen Wetter- und Abflusslage in den Flüssen wird ein Höchststand im Laufe des Freitags, 05.02.2021, zwischen 8,40 und 8,70 m KP erwartet. Für das Wochenende sind im Moseleinzugsgebiet und an der Sieg weitere abflusswirksame Niederschläge vorhergesagt, so dass der Rheinwasserstand nach der derzeitigen Wetterlage und -vorhersage frühestens ab Anfang der nächsten Woche fallen wird.

Was tun die StEB Köln schon jetzt?

Die erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen werden im Routinebetrieb planmäßig abgewickelt.

• Schutzmaßnahmen im Kanalnetz
• Einzelne Pumpanlagen sind in Betrieb.
• Mobile Wände bis 8,50 m KP sind aufgebaut.
• Im Stadtteil Kasselberg werden heute Stege aufgebaut.
• In der Altstadt werden einzelne Tore aufgebaut.

Somit ist der Hochwasserschutz für die derzeitige Lage und Entwicklung in Köln sichergestellt.

Service
Regelmäßig aktualisierte Wasserstandsvorhersagen erhalten Sie über das Hochwassertelefon der StEB Köln unter 0221 221-26161 und hier auf der Internetseite der StEB Köln.

Folgen Sie uns auch auf Twitter und lesen Sie Neuigkeiten.

Den aktuellen Wasserstand am Kölner Pegel erfahren Sie auf hier der Internetseite oder vom automatischen Ansagegerät der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (Pegel Köln) unter 0221 19429

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/StEB-K%C3%B6ln-informieren-zum-Rheinwasserstand-am-04.02.2021.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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EVS: CoMinGreat: Entsorgungsverband Saar (EVS) leitet grenzüberschreitendes Projekt zu Mikroschadstoffen im Wasserkreislauf der Großregion

Unter der Federführung des EVS startet im Januar 2021 ein mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördertes grenzüberschreitendes Projekt zur Problematik von Mikroschadstoffen in Gewässern der Großregion.

Mit dem Projekt „CoMinGreat (competence platform for micro-pollutants in the greater region) – Konzeption einer Mikroschadstoff-Plattform für die Großregion“ – soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Mikroschadstoffe im urbanen Wasserkreislauf in der Großregion (Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Wallonie & Lothringen) strukturiert und ausgebaut werden. Ziel ist es, vorhandenes Wissen zu bündeln, die Belastung der Gewässer zu reduzieren und den Gewässerschutz in der Großregion umfassend und nachhaltig zu verbessern. 

Die Maßnahmen
Die erste Säule des Projektes ist der Aufbau einer digitalen Informationsplattform zu den Themen Mikroschadstoffe und unterschiedlicher Reinigungsverfahren zu deren gezielter Elimination. Zudem beinhaltet das Projekt eine Stoffflussmodellierung, mit der die Wirkung weitergehender Reinigungsstufen auf die Gewässerbelastung untersucht und bewertet wird.

Daneben wird auf der EVS-Kläranlage in Bliesen eine mobile Versuchsanlage zur Erprobung verfügbarer Verfahrenstechniken installiert. Zum Einsatz kommen dabei sowohl bereits bekannte, eher für sehr große Kläranlagen gedachte Verfahren, als auch ein neu entwickelter Bodenfilter mit Spezialsubstraten und Kombinationen aus mehreren Verfahren.

Bei Bodenfiltern handelt es sich um Filterkörper aus natürlichem Bodenmaterial mit feinen Poren, die das Abwasser filtern und in denen Mikroorganismen leben, die Abwasserinhaltsstoffe, auch Spurenstoffe, eliminieren. In dem Sonderfall des Projektes CoMinGreat wird dem Filtermaterial noch Aktivkohle zur Verbesserung der Reinigungsleistung beigemischt. Aufgrund der speziellen „Mixtur“ bezeichnet man dieses Material auch als „Spezialsubstrat“. Damit werden kostengünstige Alternativen zu bereits großtechnisch umgesetzten Verfahren für kleinere und mittelgroße Kläranlagen im ländlichen Raum erprobt.

Fördermittel
Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung bezuschusst das Projekt im Rahmen des Programms Interreg VA Großregion mit 1,2 Millionen Euro. Die restlichen Kosten von rund 800.000 Euro tragen das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz und das Ministère de l’Environnement, du Climat et du Développement durable du Luxembourg sowie die Projektpartner.

Die Partner
Als operative Partner sind im Projekt – neben dem EVS – folgende Institutionen beteiligt: TU Kaiserslautern, Université du Luxembourg, die Université de Lorraine, HYDREOS (Lothringen) und das belgische Forschungzentrum zur Wasserwirtschaft CEBEDEAU.

Hintergrund
Das Interreg-Programm V A Großregion ist ein Kooperationsprogramm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Europäischen Union. Ziel des Programmes ist es, die negativen Auswirkungen von Grenzen – als administrative, juristische und physische Hürden – zu vermindern und vorhandenes Potenzial gemeinsam zu erschließen.

Ansprechpartnerin
EVS-Projektleiterin und Koordinatorin Projekt „CoMinGreat“
Tina Vollerthun
E-Mail: tina.vollerthun@evs.de
Tel. 0681 5000-221

https://www.evs.de/evs/oeffentlichkeitsarbeit/aktuelle-meldungen/details?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=126&cHash=4da8e911877e4dfb31b35448d5b01371

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Dresden: Neues Abwasserpumpwerk im Airportpark

Im Gewerbegebiet Airportpark haben sich zahlreiche neue Unternehmen angesiedelt. Weil dadurch auch deutlich mehr Abwasser anfällt, hat die Stadtreinigung ein neues

https://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Neues-Abwasserpumpwerk-im-Airportpark-Dresden

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Dresden: Die Umgehnungsleitung für den letzten Sanierungsabschnitt des Neustädter Abfangkanals ist fertig

Schon 110 Jahre fließt die braune Brühe durch die rechtselbische Abwasser-Hauptschlagader von der Prießnitzstraße bis zum Klärwerk Kaditz. Über drei Viertel des 6,6 Kilometer langen Neustädter Abfangkanals sind saniert. Dafür hat die Stadtentwässerung 18 Millionen Euro investiert. Zuletzt war der Abschnitt auf der Kötzschenbroder Straße ab dem Ballhaus Watzke instandgesetzt worden. Das rund einen Kilometer lange Stück konnte im April dieses Jahres freigegeben werden. Im Juni hatten die Vorbereitungen zur Sanierung des letzten Abschnitts begonnen. Dabei handelt es sich um das 1,5 Kilometer lange Stück vom Beginn der Scharfenberger Straße an der Flutrinne bis zum Klärwerk Kaditz. Damit dies ohne große Verkehrseinschränkungen möglich wird, muss zuerst die Ersatzleitung gebaut werden.

Durch sie fließt das Abwasser während der Sanierung der alten, bis zu 2,5 Meter hohen Röhre. Eigentlich sollte die Leitung an der Feuerwehr-Zentrale in Übigau vorbeiführen. Dort wäre aber eine Durchfahrtshöhe von mindestens vier Metern unter dem Rohr nötig gewesen. Da dies nicht möglich ist, wird über einen großen Umweg eine 2,6 Kilometer lange Ersatzleitung durch die Flutrinne und durchs Gelände der Kaditzer Faultürme zum Klärwerk gebaut. Damit ist sie einen guten Kilometer länger als der Sanierungsabschnitt.

Im Klärwerksgelände liegt die Leitung bereits, erläutert Projektleiter Heiko Nytsch von der Stadtentwässerung. Verlegt sind bis zu zehn Meter lange Rohrabschnitte, die verschweißt wurden. In der Flutrinne wird die Leitung zwischen dem Beginn der Scharfenberger Straße und dem Klärwerk 1,5 Kilometer lang. „Etwa 90 Prozent davon sind verlegt“, sagt Nytsch. Rund zwei Drittel davon sind verschweißt. Auf einer kürzeren Strecke verläuft noch eine blaue Leitung zum Klärwerk, durch die Abwässer der Anlieger der Scharfenberger Straße ab dem Parkplatzgelände an der Washingtonstraße zum Klärwerk entsorgt werden. In diesem Monat soll die Rohrtrasse fertig werden.

Da mit einem besonderen Verfahren gearbeitet wird und die Ersatzleitung über eine andere Trasse führt, werden kaum größere Verkehrseinschränkungen nötig. Es müssen nur drei Baugruben ausgehoben werden, erklärt Nytsch. Die erste von ihnen ist bereits an der Ecke Scharfenberger/Kaditzer Straße fertig. Die tiefe Grube ist mit einem sogenannten Berliner Verbau aus Stahlträgern und Holzelementen gesichert.

Anfang dieses Monats hatten die Arbeiten an der zweiten Baugrube an der Ecke Scharfenberger/Washingtonstraße begonnen. Zuerst wurde auf dem Parkplatz Streifen asphaltiert, über die Baufahrzeuge wie Bagger und die Ramme fahren können. So ist das Pflaster geschützt. Hergestellt wird dort ebenfalls eine tiefe Baugrube, deren Wände mit einem Verbau aus Stahlträgern und Holzbohlen gesichert werden.

Bei der Sanierung werden per Kran glasfaserverstärkte Kunststoffrohre eingehoben, die meistens drei Meter lang sind. Motorgetriebene Wagen werden sie unterirdisch aus den Baugruben in den alten Kanal bugsieren, wo sie letztlich zusammengefügt werden. So entsteht bis Anfang 2022 ein neuer dichter Kanal in der alten Abwasserröhre. Insgesamt investiert die Stadtentwässerung für das Großprojekt rund 15 Millionen Euro.

Würde der alte Kanal komplett auf herkömmliche Weise erneuert, müsste die gesamte Straße aufgerissen werden, um neue Betonröhren einzusetzen. Mit dem besonderen Verfahren war bereits der Neustädter Abfangkanal auf der Kötzschenbroder Straße saniert worden. Allerdings verlief dort die Abwasserleitung auf dem Geh- und Radweg direkt daneben, weshalb mehr Sperrungen nötig waren.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/die-umgehnungsleitung-fuer-den-letzten-sanierungsabschnitt-des-neustaedter-abfangkanals-fertig/

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Dresden: Anpassung der Dresdner Abwassergebühren ab 2021

Ab 1.1.2021 zahlen die Dresdner eine höhere Gebühr fürs Schmutzwasser. Das sieht die neue Satzung vor, die der Stadtrat Ende 2020 beschloss. Die Gebühren fürs Regenwasser bleiben unverändert und andere Sätze für die Entleerung von Kleinkläranlagen oder abflusslosten Gruben werden teilweise günstiger. Die Basis ist die Kalkulation der anfallenden Kosten für die Jahre 2021 bis 2025, erklärt Ralf Strothteicher.

Die Abwassergebühr: Jeder zahlt jährlich 4,80 Euro mehr
ie Schmutzwassergebühr von 1,81 Euro je Kubikmeter soll nach sechs Jahren ab 2021 um 16 Cent auf 1,97 Euro steigen. Das ist ein Anstieg von über acht Prozent. Im Durchschnitt verbraucht jeder Dresdner rund 30 Kubikmeter Wasser im Jahr, was sich bei der Gebühr fürs Abwasser widerspiegelt. „Damit gibt es im Durchschnitt pro Person und Jahr eine Mehrbelastung von 4,80 Euro“, erläutert Strothteicher. Ein Haushalt mit zwei Personen zahlt 9,60 Euro und einer mit vier Personen 19,20 Euro jährlich mehr. Damit liege Dresden im Vergleich deutscher Abwassergebühren aber nach wie vor im Mittelfeld.

Die Kalkulation: Große Mengen verhindern starken Anstieg
Die Gebührenkalkulation ist von verschiedenen Faktoren abhängig. „Je mehr Abwasser eingeleitet wird, umso geringer sind die spezifischen Entsorgungskosten, wovon die Gebührenzahler profitieren“, verweist er auf einen wesentlichen Punkt. Wegen großer Industrie-Ansiedlungen und des Bevölkerungswachstums sind die Abwassermengen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Waren es 2019 noch etwa 32,2 Millionen Kubikmeter, so werden es dieses Jahr schon rund 33 Millionen. Bis 2025 soll die Menge bis auf 33,6 Millionen Kubikmeter wachsen.

Die Gebührenkalkulation hängt von mehreren Faktoren ab. Einer davon ist das sogenannte Leistungsentgelt, das an die Stadtentwässerung Dresden Gmbh mit ihren rund 420 Mitarbeitern für die Entsorgung gezahlt werden muss. Dabei spielen unter anderem Tarifabschlüsse eine Rolle. Als weitere Faktoren verweist Strothteicher auf den Anstieg von Energie- und Baupreisen. 

Der Kostentreiber: Entsorgung von Klärschlamm viel teurer
Drastisch schlagen auch die extrem gestiegenen Kosten für die Entsorgung des im Klärwerk anfallenden Klärschlamms zu Buche. Das sind immerhin 43.000 Tonnen jährlich. Durch die geänderte Düngemittel- und Abfallklärschlammverordnung gibt es seit 2017 erhebliche Einschnitte. Zuvor wurde der ganze Klärschlamm zur Düngung auf Felder verteilt oder im Landschaftsbau eingesetzt, so zur Rekultivierungen alter Tagebaue. 

Doch Grundwasser ist bereits aufgrund der Gülle-Düngung in der Landwirtschaft stark mit Stickstoff belastet, weshalb auch viel weniger Klärschlamm mehr auf die Äcker darf. „Die Kosten für die Klärschlammentsorgung haben sich dadurch nahezu verdoppelt und werden weiter deutlich steigen“, resümiert der Geschäftsführer. Sie sind bereits jetzt um mehr als eine Million Euro jährlich gestiegen.

Die Regenwassergebühr: Anreize fürs Versickern
Die Gebührenzahler profitieren in den kommenden fünf Jahren von Überschüssen bei der Regenwasser-Gebühr. Rund neun Millionen Euro werden dafür eingesetzt, damit sie weiter bei 1,56 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche bleibt. Die Stadtentwässerung schafft zudem verstärkte Anreize, das Regenwasser auf den Grundstücken zu versickern. „Aus ökologischer Sicht ist es sehr sinnvoll, es dort zu nutzen, wo es fällt“, erklärt Strothteicher. Das sei gut für den ohnehin niedrigen Grundwasserstand und trage auch dazu bei, Überflutungen zu verhindern. 

Als Möglichkeiten führt er begrünte Dächer oder Versickerungsanlagen an. „Je nach Wirksamkeit der Anlage können bis zu 90 Prozent der Niederschlagswassergebühr erlassen werden“, sagt der Abwasserchef.

Die Spezial-Entsorgung: Teilweise geringere Gebühr
Für die wenigen Grundstücke, die nicht ans zentrale Abwassernetz angeschlossen sind, gibt es eine Gebühr für die Entleerung von Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben. Die bisherige Gebühr für die Entsorgung von Fäkalschlamm von 22,69 Euro je Kubikmeter entfällt. Besitzer von Kleinkläranlagen zahlen damit die geringere Gebühr für die Schmutzwasser-Abfuhr. Sie wird aber von 16,09 auf 17,51 Euro je Kubikmeter steigen. 

Ändern wird sich auch die Zusatzgebühr für Schlauchlängen, beispielsweise bei der Entsorgung aus Kleingärten, in denen die Zufahrt nicht möglich ist. Statt der bisherigen sechs Kategorien zwischen 10 und bis zu über 70 Metern wird es nur noch drei geben. Dadurch werden einige Betroffene bei dieser Zusatzgebühr profitieren, andere etwas mehr zahlen.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/anpassung-der-dresdner-abwassergebuehren-ab-2021/

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Dresden: Ausblicke für 2021

Trotz der Coronakrise konnte die Stadtentwässerung Dresden das vergangene Jahr gut beenden. „Wir haben wie geplant rund 31 Millionen Euro investiert“, sagt Geschäftsführer Ralf Strothteicher. So konnte im Frühjahr die Sanierung des Neustädter Abfangkanals auf der Kötzschenbroder Straße abgeschlossen und der zwei Meter hohe Abwassertunnel an der Flügelwegbrücke saniert werden. Dieses Jahr will die Stadtentwässerung wieder rund 31 Millionen Euro investieren. „Mit rund 20 Millionen Euro wird der Großteil davon wieder in die Kanalnetz-Sanierung fließen“, sagt er. 

Sanierung des Neustädter Abfangkanals
„Unsere größte Maßnahme ist die Sanierung des Neustädter Abfangkanals zwischen der Böcklinstraße/Scharfenberger Straße und der Kläranlage in Kaditz“, erklärt Strothteicher. Schon 111 Jahre fließt die braune Brühe durch die rechtselbische Abwasser-Hauptschlagader von der Prießnitzstraße bis zum Klärwerk Kaditz. Immerhin handelt es sich dabei um ein Drittel der Dresdner Abwässer. Über drei Viertel des 6,6 Kilometer langen Neustädter Abfangkanals sind saniert. Jetzt kommt das letzte, 1,5 Kilometer lange Stück bis zum Klärwerk an die Reihe. 

Damit dies möglich ist, haben Leitungsbauer im vergangenen Jahr eine insgesamt 2,6 Kilometer lange Super-Pipeline gebaut. Zuerst führen 1,4 Meter hohe Rohre durch die Flutrinne bis zu den Kaditzer Faultürmen, wo ein Pumpwerk errichtet wurde. Die Pumpen drücken das Abwasser dann über eine 1,2 Kilometer lange Leitung bis zum Einlauf des Klärwerks. Im November wurde die Abwasser-Umleitung in Betrieb genommen. So konnte die Kanalsanierung im Dezember beginnen.

Durch die Ersatztrasse werden kaum größere Verkehrseinschränkungen nötig. Es mussten nur drei Baugruben ausgehoben werden, erklärt Strothteicher. Bei der Sanierung werden per Kran glasfaserverstärkte Kunststoffrohre eingehoben, die meistens drei Meter lang sind. Motorgetriebene Wagen bugsieren sie unterirdisch aus den Baugruben in den alten, bis zu 2,7 Meter hohen Kanal, wo sie letztlich zusammengefügt werden.

So entsteht bis Ende dieses Jahres ein neuer dichter Kanal in der alten Abwasserröhre. Ein erster, rund 350 Meter langer Abschnitt von der Böcklinstraße bis zum Katastrophenschutzzentrum ist schon saniert. Insgesamt investiert die Stadtentwässerung für das Großprojekt rund 16 Millionen Euro. 

Das Ärgernis: Anlagen beseitigen Schlammgestank
Für rund 400 Millionen Euro wurde das Klärwerk seit der Wiedervereinigung ausgebaut. Den entscheidenden Fortschritt gab es 2012 mit den eiförmigen Faultürmen. Dadurch musste der Klärschlamm nicht mehr mit Erdgas erhitzt und getrocknet werden. Doch 2016 kam der Rückschlag. Wie früher zogen wieder Wolken von Schlammdunst über Kaditz, meldeten verärgerte Anwohner. Seitdem hat die Stadtentwässerung viel unternommen, um das Problem zu lösen. 

Für die endgültige Lösung hatten zwei Ingenieurbüros mehrere Varianten untersucht. Letztlich entschied sich die Stadtentwässerung für eine Abfluftbehandlungsanlage, die folgendermaßen funktioniert. An der Schlammverladung werden die oberen Bereiche der Silos an Rohre angeschlossen. Darunter, wo der Schlamm auf die Lkw verladen wird, kommt eine große Dunstabzugshaube. So kann die Luft abgesaugt werden. In einer Anlage neben der Schlammverladung, die etwa so groß wie eine Garage ist, werden die Gerüche entfernt. Bis zu 12.500 Kubikmeter Abluft können dadurch stündlich gereinigt werden. 

Die Stadtentwässerung errichtet zudem eine zweite, baugleiche Anlage in der Nähe. Denn zur Behandlung der Abluft bei der Schlammbehandlung gibt es eine alte Filteranlage, die aber nur 6.000 Kubikmeter Abluft pro Stunde reinigen kann. Sie entfernt Gerüche aus der Abluft von fünf etwa 20 Meter großen Becken direkt neben der Autobahn. In drei Becken setzt sich der Klärschlamm ab, der später in die Faultürme kommt. In den beiden anderen Behältern wird der ausgereifte Schlamm gesammelt, bevor er am Ende noch in großen Zentrifugen ausgeschleudert wird. 

Eine Prüfung habe ergeben, dass dort die doppelte Kapazität nötig sei. Deshalb wird dort eine zweite große Abluftbehandlungsanlage gebaut. „Noch in diesem Monat beginnt der Bau von Fundamenten und Rohrleitungen“, erklärt Strothteicher. Die Anlage an der Schlammverladestation soll im April, die an den Schlammspeichern im Juni in Betrieb gehen. Rund 2,7 Millionen Euro werden dafür investiert. „Damit sind die Probleme gelöst“, sagt der Geschäftsführer.

Der Bosch-Anschluss: Pumpwerk geht in Betrieb
Etwa 7,8 Millionen Euro gibt die Stadtentwässerung aus, damit das Rähnitzer Gewerbegebiet Airportpark mit dem neuen Boschwerk besser angeschlossen und die Abwasser-Entsorgung des benachbarten Wilschdorfer Gewerbegebiets mit Globalfoundries auch künftig gut gesichert werden kann. Zum Auftakt hatte die Stadtentwässerung eine 330 Meter lange Abwasserleitung im Gewerbegebiet Rähnitz verlegen lassen, um das Boschwerk anzuschließen. 

Parallel dazu hatte auch der Bau eines neuen, leistungsfähigen Abwasserpumpwerkes direkt neben dem alten an der Radeburger Straße begonnen. Mit rund 1,7 Million Kubikmeter fällt dort künftig jährlich die dreifache Abwassermenge als bisher an. Das Pumpwerk ist jetzt fertiggestellt, erklärt Strothteicher. In einer ersten Ausbaustufe könne es mit seinen vier Pumpen bis zu 2,9 Millionen Kubikmeter Abwasser in Richtung Klärwerk pumpen. „Den Testbetrieb konnten wir am 28. Dezember erfolgreich beenden“, sagt er. In der kommenden Woche soll das Pumpwerk offiziell in Betrieb genommen werden.

Ein weiteres Bauprojekt beginnt im Frühjahr an der Ecke Radeburger Straße/Wilschdorfer Landstraße. Dort kommen jeweils zwei Abwasserleitungen vom Rähnitzer und dem Wilschdorfer Gewerbegebiet an. Für 1,2 Millionen Euro wird dort ein großer Schieberschacht in der Tiefe errichtet. Mit den Absperrschiebern kann gewährleistet werden, dass bei Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten die betroffene Leitung abgesperrt und das Abwasser über die zweite Leitung abgeführt werden kann. „Bis zum Herbst sollen diese Arbeiten abgeschlossen werden“, sagt Strothteicher. 

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/ausblicke-fuer-2021/

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Dresden: Gunda Röstel berichtet über Ihre Arbeit im Wasserstoffrat der Bundesregierung

Warum Wasserstoff für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt

Fossile Energieträger aus Kohle, Öl und konventionellem Gas sollen bis spätestens 2050 nahezu vollständig durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Doch weil die Sonne nicht immer scheint und der Wind nicht immer weht, Biomasse eine begrenzte Möglichkeit darstellt und auch natürliche Wärmeressourcen und Wasserkraft die Energiebedarfe in Deutschland allein nicht decken, brauchen die Erneuerbaren einen verlässlichen Partner. Energiespeicherung muss zur Sicherung der Versorgung im industriellen und privaten Bereich zu tragfähigen Preisen verlässlich funktionieren. Eine rein auf Elektrifizierung ausgerichtete Energiewende ist allein schon aus Kostengründen kaum darstellbar. Industriell spielt neben der Energieversorgung selbst auch die Grundstoffproduktion eine bedeutende Rolle. Mit Hilfe von Wasserstoff werden jedoch genau hierfür wichtige Antworten gegeben.

Die Idee, Wasserstoff zu nutzen, ist nicht neu. Forschung und Entwicklung zum Thema Brennstoffzelle gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten. Zudem dient Wasserstoff selbst bereits seit langem als Grundstoff in Industrieprozessen, etwa in der Chemieindustrie oder in Raffinerien.

Bisher erfolgte die Erzeugung von sogenanntem grauem Wasserstoff aus fossilen Ressourcen. Diese Produktion war wirtschaftlich gut darstellbar, muss sich jedoch, unter der Zielstellung der Null-Emissionen, grundlegend ändern.

Mit der nationalen und europaweiten Wasserstoffstrategie werden die richtigen Weichen gestellt, um die Wasserstoffproduktion grüner und am Ende emissionsfrei zu ermöglichen.

Damit verknüpfen sich nicht nur Chancen für das Klima, sondern auch für die Entwicklung neuer Technologien, neuer Wertschöpfung und die klimafreundliche Integration der bestehenden Gasinfrastruktur.

Welche Herausforderungen zu bewältigen sind

Zunächst muss es gelingen über belastbare Mengengerüste die tatsächlichen Bedarfe in Wirtschaft und Gesellschaft zu ermitteln. Hierzu gibt es bereits zahlreiche Studien und auch der neu ins Leben gerufene Wasserstoffrat, der die Regierung im Wortsinn auf diesem Weg begleitet, trägt zur Beantwortung der Fragen bei. Allein für den Industriesektor bedarf es einer Wasserstoffproduktion von rund 55 TWh. Wenn nun möglichst schnell CO2-Emissionsminderung erreicht werden soll, wird es für Übergangszeiträume einen raschen Schwenk vom „grauen“ Wasserstoff zum „blauen“ oder in einigen Jahren vielleicht auch zum „türkisen“ Wasserstoff geben müssen. Dies sind Verfahren, die aus Methan durch Dampfreformierung bzw. Pyrolyse Wasserstoff herstellen und bei denen der Kohlenstoff entweder rückverpresst oder als fester Bestandteil zu verbringen ist. Ein wichtiges Ziel hierbei ist auch das Entweichen von Methan, den sogenannten Methanschlupf, im Zuge der Förderung, deutlich zu senken. Daneben soll von Anfang an der Hochlauf von „grünem“ Wasserstoff starten. Verfahrenstechnisch, mittels Elektrolyse, bedarf es hierfür Wasser und erheblicher Mengen erneuerbarer Energien. Die Herausforderung besteht neu v. a. darin, technologisch wie auch durch geeignete politische Rahmen, die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff deutlich zu verbessern. Und nicht zuletzt: Klimaneutrale Wasserstoffproduktion braucht den massiven Ausbau erneuerbarer Energien national wie international.

Welche Sektoren in besonderer Weise die Wasserstoffproduktion benötigen

Schon heute ist völlig klar, dass insbesondere energieintensive Industriesektoren wie die Stahl-, Alu- oder Chemieindustrie zwingend auf die Versorgung durch Wasserstoff angewiesen sind. Darüber hinaus bedarf es im Flug-, Schiffs- und ggf. auch im Schwerlastverkehr ebenfalls eines sicheren klimaschutzkonformen Energieträgers. Die Antwort ist auch hier Wasserstoff. Aber auch im Energiesektor zur Sicherstellung der Versorgung und im Besonderen im Wärmebereich kommt Wasserstoff eine hohe Bedeutung zu. Schon heute fördert die KfW deshalb den Einsatz von Brennstoffzellen bei der Modernisierung privater Heizanlagen, die sofort CO2-Emissionsminderungen erzeugen und sich später dann vergleichsweise einfach auf Wasserstoff umstellen lassen.

Mit Anschubfinanzierungen der Bundesregierung von 7 Mrd. EUR für Forschung und den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und weiteren 2 Mrd. EUR für internationale Partnerschaften zur auf erneuerbaren Energien basierten Wasserstoffherstellung, wird sich die Entwicklung rund um das Thema Wasserstoff deutlich beschleunigen.

Ob in einigen Jahren Wasserstoff für unsere Spezialfahrzeuge bei der SEDD oder in der Wärmeversorgung unserer Gebäude eine herausragende Rolle spielt, ist noch offen. Wir werden die Entwicklung in jedem Fall mit großem Interesse verfolgen.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/gunda-roestel-berichtet-ueber-ihre-arbeit-im-wasserstoffrat-der-bundesregierung/

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Wiesbaden: Pumpstation Klärwerk Auringen: Frischwasserversorgung umgebaut

Wie bei allen Baumaßnahmen nehmen die ELW auch hier ihre Verantwortung für die Umwelt sehr ernst.

Konkret heißt das: Die Maßnahme muss bis zum 26. Februar abgeschlossen, weil das Feuchtgebiet am Pumpwerk ein bedeutender Lebensraum für Amphibien ist. Bei einer Durchführung im Frühjahr hätte mit hohem Aufwand sichergestellt werden müssen, dass von der Baustelle keine Gefahr für wandernde Kröten ausgeht.

Die Installationsarbeiten im Schacht selbst können unabhängig …mehr:

https://www.elw.de/no_cache/aktuelle-meldungen/detail/artikel/pumpstation-klaerwerk-auringen-frischwasserversorgung-umgebaut/

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Glückstadt: Verbandsversammlung – Schmutzwassergebühr in Glückstadt sinkt. Auch 2021 werden Abwasserkanäle saniert

Im Poppenhuus in der Engelbrechtschen Wildnis tagte gestern die Verbandsversammlung der Stadtentwässerung Glückstadt (SEG) unter strengen Vorkehrungen zur Corona-Prävention. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Wirtschaftsplan und die Abwassergebühren für 2021.

Für die Stadt Glückstadt kann die Abwassergebühr für Schmutzwasser um 14 Cent auf 2,53 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden. Die Niederschlagswassergebühr bleibt konstant bei 76 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Die Gebühren für Kleinkläranlagen und Sammelgruben müssen erhöht werden, um die Kosten decken zu können.

Das mehrjährige Kanalsanierungsprogramm für Glückstadt läuft auch 2021 weiter. Die größten Sanierungs- und Erneuerungsvorhaben betreffen Kanäle in der Friedrich-Ebert-Straße (geplante Investition von rund 1,3 Millionen Euro), Namenlose Straße und Dovenfleth (950.000 Euro), mehrere Stellen in der Nordmarksiedlung (750.000 Euro), in der Großen Kremper Straße (730.000 Euro) und in der Flensburger Straße (440.000 Euro). Geplant sind außerdem unter anderem Arbeiten an Hausanschlüssen im Zuge der Asphaltsanierung der B431 und eine Sanierung des Regenrückhaltebeckens Tegelgrund.

Insgesamt sind für das Kanalnetz Investitionen in Höhe von knapp 5,9 Millionen Euro vorgesehen. Davon werden 352.000 Euro für das Konzept zur Optimierung und Sanierung der Transportleitung und der dazugehörigen Pumpwerke verwendet, die das Abwasser aus den Gemeinden Blomesche Wildnis, Engelbrechtsche Wildnis, Herzhorn und Kollmar zur Kläranlage Glückstadt bringt.

Für die Kläranlage Glückstadt sind für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von 22.700 Euro eingeplant. Das ist vergleichsweise wenig. Im aktuellen Jahr 2020 ist die Kläranlage jedoch mit einem neuen Zwischenspeicher mit einem Nutzvolumen von 5.000 Kubikmeter ausgestattet worden.

https://www.azv.sh/aktuelles/pressebereich/news/verbandsversammlung-schmutzwassergebhringlckstadtsinkt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3731821a32ccb1103ef2d5964afac1ad

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Köln:  Nachhaltig wirtschaften – Erster Nachhaltigkeitsbericht der StEB

Gewässerbelastung reduzieren, natürliche Ressourcen schützen und Treibhausgasemissionen mindern: Seit vielen Jahren engagieren die StEB Köln sich zum Thema Nachhaltigkeit und veröffentlichen ihre Fortschritte über verschiedene Kanäle. Ziel ist es, einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen.

Im nun vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht führt das Unternehmen sein Engagement für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft erstmals in kompakter und übersichtlicher Form in einer Publikation zusammen. Entstanden ist ein 60 Seiten starker Bericht mit integriertem Geschäftsergebnis, der sich an den Nachhaltigkeitskriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) orientiert.

Der Entstehungsprozess des Berichts war transparent und konsequent partizipativ: Zunächst wurden die Nachhaltigkeitsthemen erneut auf ihre Wesentlichkeit überprüft. Dafür bewerteten Fachexpert*innen und Führungskräfte der StEB Köln, welche Nachhaltigkeitsthemen für das Unternehmen aktuell besonders wichtig sind. Auch die Stakeholder der StEB Köln wurden einbezogen: In einer Online-Umfrage konnten sie die wesentlichen Themen hinsichtlich ihrer Relevanz bewerten und äußerten Ideen und Vorschläge, wie die Nachhaltigkeitsleistungen weiter verbessert werden können.

Das Ergebnis sind 23 wesentliche Themen in fünf Wirkungsfeldern: 1) Regenerativer Umweltschutz, 2) Wassersensible Stadt, 3) Partner der Stadtgesellschaft, 4) Nachhaltige Unternehmensführung und -kultur sowie 5) Arbeitsplatz der Zukunft. Sie bilden eine strategische Basis für die kommenden Jahre, an denen die StEB Köln ihre Ziele und Maßnahmen neu ausrichten und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit prüfen können.

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Nachhaltig-wirtschaften-Erster-Nachhaltigkeitsbericht-der-StEB-K%C3%B6ln.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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Ruhrverband: Kläranlage Altena des Ruhrverbands: Bauarbeiten liegen trotz Corona vor dem Zeitplan

Neuartiges Reinigungsverfahren reduziert den Betriebsaufwand und den Flächenbedarf

Seit gut einem Jahr finden auf der Kläranlage Altena umfangreiche Bauarbeiten statt. Für rund 14,5 Millionen Euro errichtet der Ruhrverband am Standort der bisherigen Anlage einen vollständigen Neubau, in dem nach Fertigstellung das in den Niederlanden entwickelte neuartige Nereda®-Verfahren zur Abwasserreinigung angewandt werden soll. Die Mikroorganismen bilden dabei nicht die sonst übliche Flockenstruktur, sondern schließen sich zu kompakten, kugelförmigen Granulen zusammen, die sich sehr schnell vom gereinigten Wasser trennen und so das sonst nötige separate Nachklärbecken überflüssig machen.

Da alle biologischen Reinigungsprozesse weitestgehend gleichzeitig in einem Reaktor ablaufen und auf Nachklärbecken verzichtet werden kann, sind der Betriebsaufwand und der Flächenbedarf deutlich niedriger als beim konventionellen Belebungsverfahren. Der Ruhrverband rechnet zudem mit einer Energieeinsparung von 30 Prozent sowie einem deutlich – um etwa 75 Prozent – reduzierten Bedarf an Fällmitteln für die chemische Phosphatfällung. Auch die Ablaufwerte werden sich nach der Inbetriebnahme der neuen Anlage voraussichtlich deutlich verbessern.

Was ist bereits geschehen? Die Erneuerung des aus drei Schneckenpumpen bestehenden Zulaufhebewerks, über das das Abwasser zur Kläranlage befördert wird, ist weitgehend abgeschlossen. Auch die Rechen, die die groben Schmutzstoffe aus dem Abwasser entfernen, wurden ausgetauscht. Der neue Sandfangräumer ist ebenso wie die neue Gebläsestation in Betrieb. Einer der zwei Faulbehälter wurde abgerissen und an dessen Stelle ein Gebäude errichtet, das die Mess-, Steuerungsund Regeltechnik der gesamten Anlage sowie eine Trafostation zur Stromversorgung beherbergt.

Woran wird aktuell gearbeitet? Auf der Freifläche zur Lenne hin entsteht derzeit das neue Becken mit drei Kammern von jeweils mehr als 1.700 Kubikmetern Fassungsvermögen, das das Herzstück der neuen Nereda®-Anlage bilden wird. Mitte November wurde die Bodenplatte fertig betoniert. Dank reibungsloser Abläufe in der Bauvorbereitung und -planung sowie der für die Bauausführung überaus günstigen Wetterverhältnisse im November liegen die Arbeiten dieses Bauabschnitts um einige Wochen vor dem Zeitplan. Zwar haben die coronabedingten Einschränkungen in den vergangenen Monaten für einigen organisatorischen Aufwand gesorgt, beispielsweise im Umgang mit den zum Teil aus dem Ausland stammenden ausführenden Firmen, doch glücklicherweise gab es dadurch bisher keine zeitlichen Verzögerungen. Die Maschinen- und Elektrotechnik der mechanischen Abwasserreinigung (Zulaufpumpwerk, Rechen und Sandfang) befindet sich ebenfalls in der Fertigstellung.

Wie geht es weiter? Sobald die Temperaturen im kommenden Frühjahr wieder steigen, beginnt der Umbau der Vorklärbecken. Ab Mitte 2021 folgt die maschinen- und elektrotechnische Ausrüstung der Nereda®-Anlage sowie die Verlegung der notwendigen Rohrleitungen im Erdreich. Der Ruhrverband rechnet damit, dass bei einem weiter so günstigen Bauablauf wie bisher der Probebetrieb des innovativen Verfahrens im Herbst 2021 starten kann. Dieser wird von einem umfangreichen Monitoring begleitet, um nachzuweisen, dass die neue Kläranlage die Erwartungen an die erzielte Ablaufqualität erfüllen kann.

Das Vorhaben wird mit Mitteln in Höhe von 1.409.699,00 EUR aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///klaeranlage-altena-des-ruhrverbands-bauarbeiten-liegen-trotz-corona-vor-dem-zeitplan/

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Stuttgart: Deckel drauf – das Jubiläumsjahr der Stadtentwässerung Stuttgart geht zu Ende

In den letzten Monaten hat die SES Euch Einblicke in die vielseitigen Aufgaben und Arbeitsbereiche gegeben. Zum Abschluss des Jubiläums gibt es neue Kanaldeckel, mit Silhouetten von prägenden Gebäuden Stuttgarts, für die Königstraße.

Wir wünschen viel Spaß beim Erkennen der einzelnen Gebäude.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/deckel-drauf-das-jubilaeumsjahr-der-stadtentwaesserung-stuttgart-geht-zu-ende/

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Stuttgart: Vierte Reinigungsstufe im Hauptklärwerk S-Mühlhausen wird gebaut

Mit der 4. Reinigungsstufe können in Zukunft auch Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt werden.

Das Hauptklärwerk Stuttgart-Mühlhausen wird um eine vierte Reinigungsstufe erweitert, die sogenannte Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernen kann. Dafür investiert die Landeshauptstadt Stuttgart bis 2028 rund 85 Millionen Euro.

Die Anlage wird im laufenden Betrieb ausgebaut und die Arbeiten dafür sind in drei mehrjährige Abschnitte gegliedert. Mit den Vorarbeiten für den ersten Abschnitt wurde im März 2020 begonnen. In diesem Abschnitt wird die Möglichkeit geschaffen, bereits in der biologischen Reinigungsstufe Spurenstoffe und Mikroschadstoffe durch die Zugabe von Aktivkohle zu entnehmen. Sichtbar sind die ca. 20 Meter hohen Silos und fassen 150 Kubikmeter Pulveraktivkohle. Das erste Silo wurde am 16. Dezember angeliefert und in der Biologie Nord des Hauptklärwerks aufgestellt. Die Aufstellung des zweiten Silos in der Biologie Süd ist am 20. Januar 2021 geplant. Die Inbetriebnahme der Silos und somit auch der Beginn der Spurenstoffelimination ist nach Anschluss- und Einrichtungsarbeiten sowie Probebetrieb im Januar 2022 vorgesehen.

Im weiteren Verlauf des Projekts wird der Sandfilter zum Flockungsfilter mit Pulveraktivkohledosierung umgebaut und die Elektro- und Maschinentechnik überholt. Die gesamte Anlage soll bis 2028 fertiggestellt werden.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/vierte-reinigungsstufe-im-hauptklaerwerk-s-muehlhausen-wird-gebaut/

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AZV Südholstein: Sauber in die Dreckau / Neue Kläranlage Lentföhrden in Betrieb

Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen und die Abwasserreinigung läuft erfolgreich: In Lentföhrden (Kreis Segeberg) hat der Abwasser-Zweckverband (AZV) Südholstein die Kläranlage umgebaut und erweitert. Die bisherige Anlage war sanierungsbedürftig und außerdem zu klein für den wachsenden Ort.

Für das Abwasser der knapp 2.600 Lentföhrdener steht am Ufer der Dreckau nun eine moderne SBR-Anlage zur Verfügung. Die Abkürzung steht für Sequence-Batch-Reactor: Die biologische Abwasserreinigung läuft dabei in nur einem Becken in zeitlich nacheinander verlaufenden Phasen ab. In der bisherigen klassischen Durchlaufanlage fanden die Phasen des biologischen Reinigungsprozesses zeitgleich in verschiedenen Becken statt. Die Vorplanungen für den Umbau hatten ergeben, dass das SBR-Verfahren für Lentföhrden gut geeignet und am wirtschaftlichsten ist.

Nach einer umfangreichen Planungs- und Vorbereitungsphase waren die Tiefbauarbeiten im November 2018 gestartet. Im Jahr 2019 folgten der Bau des SBR-Behälters und zweier Klärschlammspeicher sowie die Errichtung eines neuen Technik- und Betriebsgebäudes. Ab Frühjahr 2020 konnten die Becken mit Maschinen- und Elektrotechnik ausgestattet werden, bevor sie den Herbst über getestet und in Betrieb genommen wurden. Die Anlagen zur mechanischen Reinigung sind erhalten geblieben. Das Zulaufpumpwerk wurde jedoch mit leistungsfähigeren, besser steuerbaren Pumpen ausgestattet.

In einem zweiten Bauabschnitt werden nun noch bis zum Frühjahr 2021 die drei alten Klärbecken zu Speicherbecken umgebaut. In einem Becken wird das anfallende verschmutzte Abwasser aufbewahrt, bis es zur nächsten Reinigungsphase in den SBR-Behälter laufen kann. In ein zweites Becken fließt das gereinigte Abwasser – es wird von dort langsam und kontrolliert in die Dreckau eingeleitet, um den Fluss nicht zu überlasten. Ein drittes Becken dient als Notfallspeicher.

https://www.azv.sh/aktuelles/pressebereich/news/sauberindiedreckauneueklranlagelentfhrdeninbetrieb/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fe6467e3d1c9ee6b551afe377f2c60e3

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Warnow: Steigende Investitionen für langfristige Ver- und Entsorgungssicherheit

Verbandsversammlung des WWAV zieht positives Resümee für das Jahr 2020 und beschließt die Investitionen für 2021
Am 16. Dezember fand die Verbandsversammlung des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) statt, auf der die notwendigen Beschlüsse für das kommende Jahr gefasst wurden, unter anderem das Investitionsprogramm für 2021 in Höhe von 36,4 Millionen Euro für die Erweiterung und den Erhalt der wasserwirtschaftlichen Anlagen und Netze im gesamten Verbandsgebiet.

Trinkwasserverbrauch trotz Corona auf Vorjahresniveau
Trotz der durch Corona bedingten Einschränkungen liegt der Trinkwasserverbrauch im gesamten Verbandsgebiet für das laufende Jahr auf dem hohen Niveau des Vorjahres von rund 14 Millionen Kubikmetern. Zurückzuführen ist dies auf die heißen Sommermonate in 2020, in denen sogar die Spitzenverbräuche des Hitzesommers 2018 übertroffen und dadurch geringere Abnahmen in touristisch geprägten Regionen des Verbandsgebietes während des Lockdowns ausgeglichen wurden. Katja Gödke, Geschäftsführerin des WWAV, betont, dass die diesjährigen Spitzenverbräuche durch die vorhandenen Anlagen und Netze sowie die Wasserressourcen abgedeckt werden. „Anders als in speziellen Regionen Deutschlands gibt es bei der Trinkwasserversorgung in Rostock und den umliegenden Gemeinden keine Kapazitätsengpässe“.

Baumaßnahmen in 2020 planmäßig
Die für das laufende Jahr vorgesehenen Bauprojekte konnten durch Nordwasser weitgehend umgesetzt werden. Insgesamt hat der Betriebsführer im Auftrag des WWAV in 2020 für Planung und Bau der vielzähligen und umfangreichen Baumaßnahmen in der Hansestadt Rostock sowie den 28 Gemeinden des Landkreises Rostock Investitionsmaßnahmen mit einem Wertumfang von 22,5 Millionen Euro fertiggestellt. Zum überwiegenden Teil wurden dabei leitungsgebundene Maßnahmen umgesetzt, so beispielsweise in Großprojekten am Petridamm, in der Richard-Wagner-Straße, der Satower Straße oder der Ulmenstraße. Zur langfristigen Versorgungssicherheit der wachsenden Gemeinde Dummerstorf wurde für das Wasserwerk Reez ein weiterer Brunnen gebaut. Der Bau des neuen Trinkwasserbehälters in Biestow ist nahezu abgeschlossen. Planmäßig stellt dieses Projekt mit rund 4 Millionen Euro Baukosten die investitionsstärkste Maßnahme im laufenden Jahr dar.

Rund 36 Millionen Euro für langfristige Ver- und Entsorgungssicherheit
Die Verbandsversammlung bestätigte das vorgelegte Investitionsprogramm für das kommende Jahr. Demnach werden in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie den 28 Gemeinden in der Region rund 36,4 Millionen Euro für den Erhalt und die Erweiterung der Netze und Anlagen eingesetzt.
Mit knapp 24 Millionen Euro fließen rund zwei Drittel davon in leitungsgebundene Maßnahmen, wobei diese zumeist durch den gemeindlichen Straßenbau begründet werden. Dabei liegt der Fokus weiterhin auf der Erneuerung von Trink- und Abwasserleitungen sowie der Anpassung des Entwässerungssystems an die Anforderungen des Klimawandels, insbesondere an die zunehmenden Starkregenereignisse. Daher wird auch im kommenden Jahr die schrittweise Realisierung der Entwässerungsleitachse fortgeführt. So werden in der Fritz-Reuter-Straße voraussichtlich bis 2024 die vorhandenen Mischwasserkanäle durch separate Schmutz- und Regenwasserkanäle abgelöst. „Dieses Projekt ist eine gemeinsame Maßnahme mit den Stadtwerken Rostock sowie der Stadt Rostock und Beispiel für die sinnvolle Bündelung von Maßnahmen der unterschiedlichen kommunalen Akteure“, so Gödke.
Weitere größere Bauvorhaben in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sind die fortführenden Maßnahmen in der Satower Straße sowie in der Straße Am Güterbahnhof. Zudem wird mit der Erneuerung des Schmutzwasserkanals in der Gutenberg-/ Hinrichsdorfer Straße begonnen. Im Rostocker Umland sind größere Maßnahmen in Elmenhorst, Groß Stove und in Gelbensande geplant, hier werden neue Trinkwasserleitungen verlegt.

Gleichbleibende Gebühren im kommenden Jahr
Sämtliche Mengen- und Grundgebühren für Trink- und Abwasser des Jahres 2020 werden auch für das kommende Jahr gelten. Damit bleiben speziell die Trinkwassergebühren im vierten Jahr in Folge unverändert auf einem niedrigen Niveau.

Sowohl WWAV als auch Nordwasser blicken positiv auf das durch die Pandemie bestimmte Jahr 2020 zurück. „Durch das konsequente und frühzeitig fest installierte Krisenmanagement der Nordwasser haben wir seit Beginn der Pandemie die Ver- und Entsorgung zu jedem Zeitpunkt sichern und unsere Aufgaben als Betriebsführer und Dienstleister des WWAV konsequent erfüllen können“, so Ulf Altmann, technischer Geschäftsführer der Nordwasser. „Wir sind daher optimistisch, auch das anspruchsvolle Investitionsprogramm 2021 gemeinsam mit den Kommunen und unseren Partnern aus dem Baugewerbe erfolgreich umsetzen zu können.“

https://www.wwav.de/aktuell/pm_171220_steigInvest/

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Schongau: Anschluss des Ortskanals an die Kläranlage der Stadt Schongau

Wie Sie sicherlich aus der Presse erfahren haben, wurde Anfang Oktober nach Zustimmung durch den Stadtrat Schongau und den Gemeinderat Schwabbruck eine Zweckvereinbarung über die Übernahme und Reinigung der Abwässer der Gemeinde Schwabbruck mit der Stadt Schongau (Stadtwerke Schongau) abgeschlossen.

Damit sind nunmehr alle Voraussetzungen erfüllt, dass die Abwässer der Gemeinde Schwabbruck künftig in der Kläranlage der Stadt Schongau gereinigt werden.

Die Abwasserlast der Gemeinde Schwabbruck beträgt 1.200 EW (Einwohnerwerte). Dies entspricht bei einer Auslegung der Kläranlage Schongau von insgesamt 40.000 EW einem Anteil von drei Prozent. Auch die Gemeinden Altenstadt und Hohenfurch lassen ihre Abwässer in der Kläranlage der Stadt Schongau reinigen.

Die gesamte Abwasserdruckleitung mit Anschluss an den Sammler Schongau sowie der Umgehungskanal im Kläranlagenbereich sind mittlerweile fertiggestellt und geprüft. Die Abnahme dieser Bauleistungen erfolgte in der KW 45.

Die Inbetriebnahme des Pumpwerkes ist für die KW 47 vorgesehen.
Der Gemeinderat Schwabbruck hat beschlossen, dass die Kosten dieses Anschlusses an die Kläranlage Schongau im Rahmen eines Verbesserungsbeitrages auf die angeschlossenen bzw. anschließbaren Grundstücke umgelegt werden. Hier kann eine endgültige Kalkulation aber erst erfolgen, wenn die gesamten Kosten der Maßnahme vorliegen und auch die beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschossflächen ermittelt sind. Zur Finanzierung der Maßnahme ist es jedoch in jedem Fall erforderlich, im ersten Halbjahr 2021 eine erste Vorauszahlung auf den Verbesserungsbeitrag zu erheben. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich diese Vorauszahlung in Höhe von 3,00 EUR/m² Geschossfläche und 0,50 EUR/m² Grundstücksfläche bewegen wird. Nach vorliegender gesamter Kalkulation wird dann der Gemeinderat Schwabbruck entscheiden, ob und wann noch eine weitere Vorausleistung erhoben bzw. wann die endgültige Beitragsabrechnung erfolgen wird.

https://schwabbruck.auerbergland.de/Startseite.15207.0.html

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Zolling: Zusatzausrüstung für die Kläranlage Oberappersdorf

In der Kläranlage Oberappersdorf sollen noch einige technische und maschinelle Zusätze nachgerüstet werden, zum Beispiel eine Möglichkeit, um Wasserproben im Maschinengebäude entnehmen zu können oder um die Zusätze, die zum Zersetzungsprozess im Abwasser nötig sind, noch feiner dosieren zu können. Den Kosten in Höhe von 19.309,21 Euro brutto stimmten die Räte zu.

Ebenfalls zugestimmt hat das Gremium einigen zusätzlichen Einbauten, darunter eine Notausstiegsleiter für das Belebungsbecken sowie neue Zulaufpumpen, da die alten Pumpen vor allem mit Feuchttüchern im Abwasser Probleme hatten und nicht reibungslos funktionierten. Kosten insgesamt: 11.547,15 Euro brutto.

https://www.zolling.de/bericht-aus-dem-gemeinderat-vom-12.-november-2019?suche=Kl%C3%A4ranlage

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