Sonntag, Mai 19, 2024
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Stuttgart: Tag der offenen Tür im Klärwerk Möhringen

Die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) lädt alle Interessierten zum Tag der offenen Tür am Samstag, 22. Juni 2024 von 11 bis 16 Uhr ins Klärwerk Möhringen ein.
Sauberes Wasser in unseren Bächen und Flüssen ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Bis heute ist ein großer technischer Aufwand notwendig um die Abwässer aus den Haushalten und der Industrie zu reinigen und die anfallenden Reststoffe umweltgerecht zu verwerten. Die zunehmende Chemikalisierung schafft dabei neue Probleme.
Für die Besucher des Klärwerks Möhringen besteht die Möglichkeit sich über die Stadtentwässerung Stuttgart und speziell die Abwasserreinigung sowie zum Gewässerschutz zu informieren.
Am Tag der offenen Tür haben alle Gäste die Gelegenheit das Klärwerk Möhringen kennenzulernen und hinter die Kulissen zu schauen. Die einzelnen Stationen der modernen Abwasserreinigung können bei einer Führung über das Klärwerksgelände erkundet werden.
Speziell für Kinder werden Spiel- und Erlebnisstationen angeboten.
Anfahrt
Das Klärwerk Möhringen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Stadtbahn U3, Haltestelle Landhaus zu erreichen. Von der Haltestelle aus erreicht man das Klärwerk zu Fuß in ca. 10 Minuten. Allerdings mit einem Gefälle von 450 Meter.
• Speziell für Fahrräder ist ein Parkbereich ausgewiesen
• Parkmöglichkeiten für PKW sind im Klärwerk nicht vorhanden. Freundlicherweise stellt das Stuttgarter Pressehaus Parkplätze zur Verfügung. Von dem Parkplatz des Stuttgarter Pressehauses sind es zu Fuß ca. 800 Meter bis ins Klärwerk Möhringen
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/tag-der-offenen-tuer-im-klaerwerk-s-moehringen/

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OOWV: Von der Ausbildung direkt in die Welt der SAP-Systeme

Aurich/Brake. Praktikum, Ausbildung, Duales Studium – Jan Eggen hat beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) das volle Programm hinter sich und arbeitet nun als IT-Fachmann in der Hauptverwaltung des Verbands in Brake. Konkret ist er Experte für das durch den OOWV genutzte Datawarehouse, eine zentrale Informationsplattform, die Unternehmensdaten zusammenführt. Erste persönliche Kontakte zum OOWV knüpfte der heute 22-Jährige 2019, als er ein Praktikum im IT- Servicedesk, also der Erste-Hilfe-Stelle des Unternehmens für Computer-Anwender, absolvierte. Dafür reiste der junge Mann seinerzeit eine gehörige Strecke an, schließlich wohnte er damals noch im rund 100 Auto-Kilometer entfernten Auricher Ortsteil Tannenhausen.
„Das hat mir viel Spaß gemacht“, berichtet Jan Eggen rückblickend. „Die Kolleginnen und Kollegen waren sehr nett und total hilfsbereit, die Arbeit war abwechslungsreich. Daher habe ich mich im Anschluss auch beim OOWV beworben.“
Und wurde eingestellt. Nach einem Jahr im Unternehmen wechselte Jan Eggen 2020 dann die Ausbildungsform und begann auf Vorschlag seines Ausbilders und nach kürzester Überlegung ein Duales Studium.
„Für mich war das einfach der beste Weg. Ich bin froh, dass das auch von meinem Arbeitgeber so gesehen wurde und auch diesen weiteren Schritt mit ihm gehen konnte“, erklärt Jan Eggen.
Im Januar 2024 schloss er sein Studium als Bachelor of Science für Wirtschaftsinformatik mit Top-Note ab. Das Thema seiner Abschlussarbeit: Quantitative Messung der Leistung und Wirksamkeit eines Informationssicherheitsmanagementsystems. Mindestens für dreieinhalb Jahre hat er sich nun vertraglich an den OOWV gebunden. Eine Zeitspanne, die Jan Eggen problemlos rumkriegen wird,
schließlich ist er bereits zum Ende seines Studiums in das Team eines wichtigen internen Projekts gerutscht. Seither kümmert er sich um das neue SAP-Berechtigungskonzept.
„Das Projekt liegt an sich außerhalb meines originären Tätigkeitsbereichs. Es ist also eine Aufgabe, bei der ich über den berühmten Tellerrand schaue. Da ich diesen Bereich trotzdem sehr spannend finde, macht das richtig Spaß“, berichtet Jan Eggen.

https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/Pressemitteilungen/PM_2024/35-2024_PM_Von_der_Ausbildung_direkt_in_die_Welt_der_SAP-Systeme.pdf

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Brilon: Kläranlage: Vom Bau zum Betrieb der vierten Reinigungsstufe

Die weitergehende Abwasserreinigung ist ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz

Am 2. Mai 2024 wurde in Brilon der Start für die Inbetriebnahme der ersten vierten Reinigungsstufe des Ruhrverbands durch den NRW-Umweltminister Oliver Krischer, den Briloner Bürgermeister, Dr. Christof Bartsch, und den Vorstandsvorsitzenden des Ruhrverbands, Prof. Norbert Jardin, offiziell gefeiert.
„Durch die neue, verbesserte Abwasserreinigung wird die Hunderbecke, die oberhalb des Briloner Kurparks entspringt und nach ihrem unterirdischen Verlauf durch das Stadtgebiet erst an der Kläranlage wieder zutage tritt, wesentlich entlastet“, sagt Prof. Norbert Jardin. Die Hunderbecke ist aufgrund des nur geringen natürlichen Zuflusses ein ausgesprochen leistungsschwaches Gewässer. Durch die Erweiterung werden vor allem die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor sowie zahlreiche Spurenstoffe in erheblich höherem Maße eliminiert, als dies bisher der Fall war. Von diesem wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz profitiert auch die Möhne, in die die Hunderbecke nach nur rund einem Kilometer Fließstrecke mündet.
„Der Schutz unserer Ressource Wasser ist Daseinsvorsorge und essentiell für Natur und Mensch. Die Erweiterung der Kläranlage um eine vierte Reinigungsstufe ist hierfür ein wichtiger Baustein, den wir gerne unterstützt haben. Mit dem Ausbau der Kläranlage Brilon kommt der Ruhrverband hier Anforderungen zuvor, die voraussichtlich in absehbarer Zeit für viele kommunale Kläranlagen in der EU-Kommunalabwasserrichtlinie festgeschrieben werden“, erläutert Umweltminister Oliver Krischer.
Am 10. April 2024 hat das Plenum des Europäischen Parlaments mit großer Mehrheit der vorläufigen Einigung zur Neufassung der Richtlinie 91/271/EW des Rates über die Behandlung von kommunalem Abwasser zugestimmt. Nach dem Inkrafttreten der neuen Richtlinie werden die Mitgliedstaaten 30 Monate Zeit haben, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Nach derzeitigem Stand ist der Ausbau großer Kläranlagen mit einer Ausbaugröße größer 150.000 Einwohnerwerte vorgesehen; Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von mehr als 10.000 Einwohnerwerten nach einem risikobasierten Ansatz ausgebaut werden.
Bürgermeister Christof Bartsch: „Für uns in Brilon bedeutet die neue Reinigungsstufe der Kläranlage Planungssicherheit für die weitere städtebauliche Entwicklung bei gleichzeitig sauberen Gewässern. Wir sind natürlich auch ein wenig stolz darüber, nun eine innovative Abwasserreinigungsanlage in der Stadt Brilon zu haben.“
Herzstück der weitergehenden Reinigungsstufe ist eine Flockungsfiltration mit kombinierter Pulveraktivkohle (PAK)-Dosierung im Vollstromverfahren. Hinzu kommt eine Fällmittelstation zur weitestgehenden Phosphor-Elimination, die am Standort des früheren dritten Schönungsteichs errichtet wurde. Die Flockungsfiltration besteht im Wesentlichen aus drei nacheinander durchflossenen Kontaktbecken mit jeweils einem Hyperboloid-Rührwerk. Derartige Rührwerke sorgen für eine perfekte und energieeffiziente Durchmischung der Becken und erzeugen so eine optimale Flockenbildung der Aktivkohle. Zur Erhöhung des Wirkungsgrads wurde zusätzlich eine dynamische Rückführung des Schlamm-Aktivkohle-Wasser-Gemisches mittels zweier Kreiselpumpen installiert. In den daran anschließenden Filterkammern wird die Pulveraktivkohle mithilfe einer Filtration, in der sich mit Tüchern bespannte Scheiben befinden, wieder entfernt.
Seit Baubeginn im Frühjahr 2022 wurde neben den neu errichteten Kontakt- und Adsorptionsbecken sowie den darin enthaltenen maschinentechnischen Komponenten diverse Lager- und Dosiertechnik für Pulveraktivkohle und Fällmittel nebst zugehörigen Schaltanlagen beschafft, installiert und in Betrieb genommen. Das belüftete Beckenvolumen der biologischen Reinigungsstufe wurde durch den Einbau von zusätzlichen Streifenbelüftern sowie einem neuen Drehkolbengebläse erweitert und kann den Ammoniumstickstoff nun noch besser abbauen. Außerdem wurden ein Abfüllplatz und die Zufahrt zur weitergehenden Reinigungsstufe gebaut, die Straßen- und Wegeführung auf dem Kläranlagengelände erneuert und das Gelände komplett neu (inklusive eines zusätzlichen Zufahrtstors) eingezäunt. Auch die Onlinemesstechnik der gesamten Kläranlage Brilon wurde auf den neuesten Stand gebracht.
Die 4. Reinigungsstufe wurde im Rahmen des Programms „Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW II“ des NRW-Umweltministeriums mit zwei Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro. Bei Baustart hatten die vorläufigen Berechnungen noch bei 4,5 Millionen Euro gelegen, doch bereits damals war absehbar, dass die Kosten aufgrund der aktuellen Krisenlagen und damit einhergehenden Preissteigerungen in allen Sektoren voraussichtlich steigen würden.
https://ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///klaeranlage-brilon-vom-bau-zum-betrieb-der-vierten-reinigungsstufe/

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Ruhrverbands-Verwaltungsstandort Plettenberg wird 60

„Geburtstagsfeier“ und gleichzeitig Verabschiedung von Regionalbereichsleiter Harro Feckler

Ulrich Schulte (Bürgermeister von Plettenberg), Peter Klein (Geschäftsbereichsleiter Technischer Betrieb), Prof. Norbert Jardin (Vorstandsvorsitzender), Harro Feckler (bisheriger Regionalbereichsleiter) und Dr. Christian Görlich (neuer Regionalbereichsleiter) vor der Verwaltung in Plettenberg, die der Ruhrverband 1973 für die immer größer werdende Außenabteilung errichtet hat.
In der Regionalbereichsniederlassung Plettenberg des Ruhrverbands gab es in diesem Jahr bereits zwei Anlässe für eine Würdigung: das 60-jährige Bestehen des Verwaltungsstandorts der abwassertechnischen Betriebsabteilung und die Verabschiedung von Harro Feckler, dem Leiter des Regionalbereichs Süd, der nach 20-jähriger Tätigkeit in dieser Funktion und an diesem Standort in den altersbedingten Ruhestand ging. So wurden beide Anlässe kurzerhand zu einer gemeinsamen Feierstunde zusammengelegt.
Im Beisein des Plettenberger Bürgermeisters Ulrich Schulte sowie weiterer Gäste verabschiedeten Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, und Peter Klein, Geschäftsbereichsleiter Technischer Betrieb, Harro Feckler in den verdienten Ruhestand und würdigten das langjährige Wirken des „verfahrenstechnisch äußerst versierten Abwasserfachmanns“, der in seiner engagierten Art zugleich auch immer ein Auge für die Mitarbeiter- und Mitgliederbelange hatte. Bürgermeister Schulte hob vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Plettenberg und dem Ruhrverband hervor und verwies auf die wichtige Arbeit, die der Ruhrverband – häufig im Verborgenen und deshalb von vielen Menschen nur wenig wahrgenommen – für die sichere Wasserbewirtschaftung und das Gemeinwohl leistet.
Das Gebiet, für das der Regionalbereich Süd (R-S) zuständig ist, erstreckt sich über die Wassereinzugsgebiete der Lenne, Volme sowie Ennepe und reicht von Lüdenscheid im Westen bis Schmallenberg im Osten und von Gevelsberg im Norden bis Wenden im Süden. Heute hat der Regionalbereich Süd 120 Beschäftigte, die gemeinsam unter anderem für 26 Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von knapp 800.000 Einwohnerwerten, rund 300 Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung und Abwasserfortleitung sowie 3 Laufwasserkraftanlagen zuständig sind. Weiterhin wurden bislang drei kommunale Kanalnetze im Regionalbereich Süd auf den Ruhrverband übertragen. 26 Kolleginnen und Kollegen haben ihren Arbeitsort in der Plettenberger Verwaltung. Neuer Leiter des Regionalbereichs ist der bisherige stellvertretende Leiter Dr. Christian Görlich. Seine Stellvertretung hat Gerd Lange übernommen, der bereits seit 30 Jahren als Ingenieur mit verschiedenen Aufgabengebieten im Regionalbereich Süd tätig war.
Rückblickend auf die 60-jährige Historie gab es bis in die 1950er-Jahre hinein im Gebiet zwischen Altena bis Schmallenberg nur fünf Kläranlagen, die noch von der Abteilung Hagen verwaltet wurden. Mit der zunehmenden Inanspruchnahme der Lenne und ihrer Nebengewässer durch die nicht ganz unproblematischen Abwässer der Metall- und Papierindustrie wurden jedoch neue Kläranlagen erforderlich, deren Bau und Betrieb von Hagen aus aufgrund der langen Anfahrtswege schwierig und unwirtschaftlich war. 1964 nahm daher die neue Abteilung Plettenberg, die das interne Kürzel A2 erhielt, mit zunächst sieben Angestellten ihre Arbeit auf.
Die Anfangszeit dieser neuen Abteilung war bescheiden – das verrät eine kleine Abteilungschronik, die 1984 anlässlich des 20-jährigen Bestehens verfasst wurde. Denn bis das Verwaltungsgebäude am Böddinghauser Weg, in dem der Regionalbereich Süd noch heute seinen Sitz hat, 1973 bezugsfertig war, dienten angemietete Ladenräume in der Innenstadt als Büro. Die Beschäftigten saßen bei der Arbeit gewissermaßen auf dem Präsentierteller, da das Geschäftshaus zur Straße hin große Schaufenster aufwies. Mit einem Augenzwinkern notierte der Chronist: „Insbesondere der Abteilungsleiter musste – im Gefährdungsbereich einer Straßenkurve angesiedelt – bei quietschenden Pneus immer wieder fürchten, dass ein Kfz. mal vor seinem Schreibtisch landen würde.“
Nachdem in der Anfangszeit der Betriebs- und Bauabteilung mit wachsender Belegschaft zunächst viele Kläranlagen dezentral gebaut wurden, folgte in den Jahren zwischen 1990 und 2005 aufgrund steigender gesetzlicher Anforderungen an die Abwasserreinigung ein umfangreiches Kläranlagenausbauprogramm zur erweiterten Entfernung von Stickstoff und Phosphor. In dieser Phase wurde unter anderem auch der Biggerandkanal erstellt und damit ehemals kleinere Kläranlagen an größere, zentralisierte angeschlossen, um dort das Abwasser effektiver reinigen zu können.
Doch damit ist die Arbeit nicht beendet. Bis in die 2030er-Jahre sind nochmals zehn Überleitungsmaßnahmen im Regionalbereich Süd in Planung. Die in Novellierung befindliche EU-Kommunalabwasserrichtlinie wird in den nächsten Jahren weitere Maßnahmen auslösen. Dazu zählen unter anderem die Errichtung von vierten Reinigungsstufen zur Spurenstoffentfernung auf bestimmten Kläranlagen, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte und die Energieneutralität dieses Wasserwirtschaftssektors. Und obwohl der Ruhrverband die Energieneutralität in der Jahresbilanz 2023 als erster deutscher Wasserverband bereits vor Inkrafttreten der Gesetzgebung erreicht hat, sind weitere Schritte in Arbeit, um die Wasserwirtschaft ebenso im 15-Minuten-Intervall energieneutral und künftig klimaneutral zu betreiben. Um die Herausforderungen der Wasserwirtschaft aus einer Hand zu koordinieren, bietet der Ruhrverband seinen Mitgliedskommunen an, die Aufgaben der Kanalnetzbewirtschaftung und Gewässerunterhaltung auf den Verband zu übertragen. Die wasserwirtschaftliche Arbeit wird für den Ruhrverband und seine Betriebsabteilung im Regionalbereich Süd in Zukunft nicht ausgehen.
https://ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverbands-verwaltungsstandort-plettenberg-wird-60/

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Dillenburg: Wetzlar – Steindorf: Toxische Substanz in Kläranlage

Blaulicht-News: Wetzlar – Steindorf: Toxische Substanz in Kläranlage. News Reader bietet die neuesten News zu Polizei- und Feuerwehr-Einsätzen aus Ihrer Region. Hier der aktuelle Blaulichtreport der Polizei Lahn-Dill-Kreis.
Nachdem eine nicht bekannte toxische Substanz in das Klärsystem der Kläranlage Steindorf eingeleitet wurde, bittet die Kriminalpolizei in Gießen um Mithilfe. Am 11. April 2024 (Donnerstag) löste das Überwachungssystem der Kläranlage Alarm aus. Die eingeleitete Substanz führte zum Absterben der für den Klärvorgang erforderlichen Mikroben, so dass die Einhaltung der zulässigen Reinigungswerte nicht mehr möglich war. In der Folge musste der Klärvorgang komplett ausgesetzt werden.
In der Kläranlage Steindorf laufen die Kanalsysteme der Stadt Wetzlar und der Stadt Aßlar zusammen. Diese hunderte Kilometer umfassenden Kanalsysteme erschwert die Lokalisierung der Einleitstelle…mehr:
https://news.feed-reader.net/ots/5765145/pol-ldk-wetzlar—steindorf-toxische/

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Erftverband und Naturparkzentrum machen Umweltverschmutzung erlebbar

Eissturmvogel-Präparat für Bildungsprogramm

Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen der Städtischen Realschule Bad Münstereifel haben kürzlich den Kurs „Mitläufer im Wasserkreislauf: die Reise des Plastikmülls“ am Naturparkzentrum Gymnicher Mühle besucht. In diesem Kurs erlernen die Jugendlichen Grundlagen des Einflusses von Plastikmüll auf uns und unsere Umwelt.
Im Rahmen dieses Besuchs hat der Erftverband dem Naturparkzentrum ein besonderes Eissturmvogel-Präparat überreicht. Der Vogel ist so präpariert, dass der mit Plastik gefüllte Magen sichtbar ist. Diese eindrucksvolle Darstellung verdeutlicht auf drastische Weise die Auswirkungen von Plastikmüll auf die Natur. Die Schülerinnen und Schüler hatten somit die Möglichkeit, die direkten Folgen unseres Konsumverhaltens zu erleben und für den Umweltschutz sensibilisiert zu werden. Das Präparat wird zukünftig im Bildungsprogramm des Naturparkzentrums eingesetzt.

Weitere Informationen:
Homepage des Erftverbandes
Homepage des Naturparkzentrums Gymnicher Mühle
Förderer und Partner des Naturparkzentrums
https://www.erftverband.de/eissturmvogel-praeparat-fuer-bildungsprogramm/

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Renaturierungsmaßnahme des Erftverbandes erhält Auszeichnung beim bundesweiten Wettbewerb der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz würdigt Erftverlegung in Neuss-Gnadental
Die 2022 abgeschlossene Umgestaltung der Erft in Neuss-Gnadental wurde als eines der Top 3-Gewinnerprojekte der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ausgezeichnet. Die Würdigung erfolgte am 11. April durch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Frau Sabine Riewenherm. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung oder Wiederherstellung von Ökosystemen und somit zugleich für die Bewahrung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.
Bei der Renaturierung der Erft in Neuss-Gnadental wurde die Lauflänge des Abschnitts verdreifacht. Das Gewässer windet sich nun in großen Mäanderschleifen durch seinen Auenraum. Die Erft hat Raum erhalten, um sich dauerhaft dynamisch verändern zu dürfen. Die Flusssohle wurde angehoben, sodass die Auenflächen auch wieder häufiger überschwemmt werden und damit die Möglichkeit zur Entwicklung von nur noch selten vorhandenen Weichholzauen ermöglicht wird.
Dieses Projekt hat die Fachjury des Bundesumweltministeriums (BMUV) und Bundesamtes für Naturschutz (BfN) nachhaltig beeindruckt und erhält daher diese Auszeichnung. Der Wettbewerbsbeitrag wird auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter www.undekade-restoration.de präsentiert und nimmt auch an der Wahl zum „Projekt des Jahres 2024“ teil. „Die Entwicklung naturnaher Auen in Bergbaufolgelandschaften ist eine gewaltige und gleichzeitig enorm wichtige Aufgabe. Über Jahrzehnte wurde die Erft ausgebaut und befestigt. Die ‚Erftverlegung Gnadenthal‘ ist ein Projekt mit Vorbildcharakter. Heute schlängelt sich die Erft in Neuss-Gnadental in ihrem naturnahen Flussbett durch ihre Aue und darf wieder über ihre Ufer treten. So entsteht ein abwechslungsreiches Mosaik natürlicher Lebensräume mit hoher Biodiversität.“
Die TH Köln hat das Projekt begleitet. Die internationale Projektgruppe hat einen virtuellen Aussichtsturm erstellt, der die Entwicklung der Maßnahme zeigt und dokumentiert – angefangen beim Zustand vor Beginn der Maßnahme bis heute. Auch künftig werden hier noch neue Bilder hinzugefügt. Mit 360° Luftbild-Aufnahmen ist zudem ein virtueller Rundgang durch die Renaturierung möglich.
Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer: „Das Projekt ist ein herausragendes Beispiel dafür, welche vielfältigen Beiträge lebendige Gewässer für Umwelt und Gesellschaft leisten können. Die Erftumgestaltung ist aber gleichzeitig auch ein starkes Symbol für die Veränderungen im Rheinischen Revier hin zu einer nachhaltigen Modellregion. Wir als Wasserwirtschaftler sind stolz, beim Strukturwandel eine aktive Rolle zu übernehmen. Über die Auszeichnung freuen wir uns deshalb auch besonders. Sie ist eine tolle Bestätigung für die hervorragende Arbeit aller am Projekt Beteiligter und wir werden die Entwicklung der Erft in Gnadental mit Spannung begleiten.“
Zum Hintergrund: Das ausgezeichnete Projekt ist eine von rund 20 Renaturierungsmaßnahmen im Rahmen der Erftumgestaltung 2030, der aus dem Perspektivkonzept Erft hervorgeht. Das Konzept wurde im Jahr 2005 als Kooperationsvorhaben zwischen dem Land NRW, RWE Power AG und dem Erftverband aufgesetzt. Betrachtet wurde hier der Erftabschnitt zwischen der Erft-Mündung in Neuss und der Sümpfungswassereinleitung aus dem Tagebau Hambach in Bergheim-Kenten. Ziel war es, die Erft für den lange für 2045 vorgesehenen Braunkohlenausstieg so umzugestalten, dass sie sich nach Beendigung der Sümpfungswassereinleitung naturnah mit einem veränderten Wasserhaushalt entwickeln kann. Der auf 2030 vorgezogene Braunkohlenausstieg bedeutet auch, dass die Umgestaltung der Erft als bedeutsames Element des Strukturwandels im Rheinischen Revier ebenfalls um 15 Jahre beschleunigt werden muss.
Weitere Informationen:
• Homepage des Erftverbandes
• Perspektivkonzept bzw. Erftumbau 2030
• Gewässerprojektseite Neuss-Gnadental
• Projektseite der UN-Dekade
• Wahl zum Projekt des Jahres

Ihre Ansprechpartnerin bei Rückfragen:
Erftverband – Pressestelle
Ronja Thiemann
Am Erftverband 6
50126 Bergheim
https://www.erftverband.de/renaturierungsmassnahme-des-erftverbandes-erhaelt-auszeichnung-beim-bundesweiten-wettbewerb-der-un-dekade-zur-wiederherstellung-von-oekosystemen/

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Heßheim: Erweiterung der Gruppenkläranlage AME in Heßheim

Am 07.03.2024 fand auf der Kläranlage Heßheim die offizielle Vertragsunterzeichnung zur Erweiterung der Gruppenkläranlage des Abwasserzweckverbands „Mittleres Eckbachtal“ (AME) statt.

Die Gruppenkläranlage des AME ist für eine Normallast von 31.000 Einwohnerwerten und eine Spitzenlast von 60.000 Einwohnerwerten ausgelegt. Seit 2015 sind die Belastungen jedoch auf durchschnittlich 40.000 Einwohnerwerte im Normalbetrieb und 99.000 Einwohnerwerte im Spitzenbetrieb gestiegen. Um den gestiegenen Anforderungen in der Weinbaukampagne gerecht zu werden, soll die Erweiterung der Kläranlage durch die Errichtung einer Kompaktfaulung erfolgen. Die Maßnahme wurde in einer Potenzialstudie, aus unserem Büro, erarbeitet und die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen.

Die Schlammfaulung bietet signifikante Vorteile wie die Reduktion der Schlammmenge und damit verbundene Entsorgungskosten, die Eigenstromerzeugung aus Faulgas sowie die Entlastung der biologischen Abwassereinigung. Voraussichtlich kann durch die Verfahrensumstellung eine jährliche Betriebskosteneinsparung von etwa 230.000 Euro erzielt werden.

Die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH, vertreten durch Dr. Thomas Siekmann unterzeichnete gemeinsam mit dem Ingenieurbüro HYDRO-Ingenieure Energie & Wasser GmbH aus Kaiserslautern die Ingenieurverträge für die Objektplanung, sowie die technische Ausrüstung und der Tragwerksplanung. Weiterhin soll eine zeitnahe Beantragung von Fördermitteln erfolgen. Es wird erwartet, dass der Bau 2026 beginnt und bis 2028 abgeschlossen sein wird. Wir, die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH freuen uns Teil dieses Projektes zu sein. Mehr:
https://www.siekmann-ingenieure.de/post/erweiterung-der-gruppenkl%C3%A4ranlage-ame-in-he%C3%9Fheim

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Bad Salzungen: Tag der offenen Tür Hinter die Kulissen der Kläranlage geschaut

Kälte, Regentropfen und zwischendurch sogar Hagel konnten die Bürger des Bad Salzunger Ortsteils Etterwinden nicht davon abhalten, sich zum Tag der offenen Tür in der zentralen Kläranlage am Ortsrand in Richtung Ruhla umzusehen.
https://www.insuedthueringen.de/inhalt.tag-der-offenen-tuer-hinter-die-kulissen-der-klaeranlage-geschaut.9b63a94f-7a02-40d2-b43d-8ae54b0ce9d7.html

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Ökologischer Kreislauf wird geschlossen und Phosphor zurückgewonnen

Neue Rahmenbedingungen für die Klärschlammverwertung
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Verwertung von Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen haben sich geändert: Die Ausbringung auf den Boden wird stark eingeschränkt und der im Klärschlamm enthaltende Phosphor muss weitgehend zurückgewonnen werden, um diesen wichtigen Rohstoff wieder in Industrie oder Landwirtschaft, z. B. als Düngemittel, einzusetzen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu verringern. Für die größten Kläranlagen greifen die neuen Regelungen in vollem Umfang bereits ab 2029. Dazu zählt das Klärwerk des städtischen Entwässerungsbetriebs Würzburg, an das auch die im Zweckverband Abwasserbeseitigung Großraum Würzburg zusammengeschlossenen Umlandgemeinden angebunden sind. Die nächste Größenklasse folgt ab 2032. Dazu gehören z. B. die Kläranlagen des Abwasserzweckverbandes Ochsenfurt in Winterhausen und der Stadt Kitzingen.

Empfehlung für die Region Würzburg
Der Umstieg auf die neuen Gegebenheiten beschäftigt seit Jahren den Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg (ZVAWS), der das Müllheizkraftwerk Würzburg (MHKW) in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Würzburg betreibt. Die Stadt Würzburg ist neben den Landkreisen Würzburg und Kitzingen Mitglied des ZVAWS und hat vom Institut Fraunhofer Umsicht eine Studie erstellen lassen, die künftige Verwertungswege für die Stadt und benachbarte Gebiete aufzeigt und bewertet. Die Studie empfiehlt, den Klärschlamm nach Entwässerung einer zentralen Trocknungsanlage am Müllheizkraftwerk Würzburg zuzuführen und anschließend in einer darauf spezialisierten Monoverbrennungsanlage energetisch zu verwerten, wie sie das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) plant. Diese Anlage soll rund 60.000 Tonnen getrockneten Klärschlamm pro Jahr verbrennen und damit Kohle als Energieträger ersetzen. Aus der Monoverbrennungsasche kann dann Phosphor entsprechend den gesetzlichen Vorgaben rückgewonnen werden.

Trocknung am MHKW Würzburg
Für die Trocknung im industriellen Maßstab bedarf es einer starken Wärmequelle. Das Müllheizkraftwerk Würzburg produziert ganzjährig Wärme in ausreichender Größenordnung. Diese wird zum einen für die Strom- und Wärmeversorgung von Würzburg verwendet, zum anderen sind noch Kapazitäten vorhanden, die genutzt werden könnten. Die Abwärme aus Abfallverbrennung gilt gesetzlich als erneuerbar bzw. gleichgestellt. Zudem sprechen die günstige zentrale Lage des MHKW an der B 8 und die langjährige Erfahrung des MHKW aus der Mitverbrennung von Klärschlamm für diesen Standort. Diese Mitverbrennung des Klärschlamms wird eben durch die Gesetztesänderungen künftig nicht mehr möglich sein, weil aus der Müllverbrennungsasche kein
Phosphor zurückgewonnen werden kann. Daher macht eine Trocknung und Nutzung der Abwärme am MHKW Sinn. Die Planung geht von maximal 20 LKW-Anlieferungen zur Trocknungsanlage und 2 – 4 Abfuhren pro Werktag aus. Bei der Gesamtzahl von Fahrzeugbewegungen am MHKW fällt dies fast nicht ins Gewicht. Die Trocknungsanlage ist gut in den Anlagenverbund am MHKW integrierbar und wird mit effektiver Filtertechnik ausgestattet, um eine Geruchsbelastung auszuschließen.

Zweckverband Abfallwirtschaft ermöglicht Planungssicherheit
Die Verbandsversammlung diskutierte eingehend das Vorhaben, wertete mehrere Gutachten aus und beschloss nun, die zentrale Trocknungsanlage für entwässerten Klärschlamm am MHKW Würzburg zu realisieren. Die Anlage soll so ausgelegt werden, dass dauerhaft Entsorgungssicherheit für die anschlusswilligen Kommunen und Abwasserzweckverbände in der Region Würzburg und angrenzenden Gebieten entsteht und ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet werden kann. „Der Zweckverband Abfallwirtschaft leistet damit seinen Beitrag zum Aufbau einer langfristig angelegten Infrastruktur zur sicheren, ökologisch hochwertigen und klimafreundlichen Klärschlammverwertung bei fairen Kosten und schafft Planungssicherheit für die kommunalen Klärbetriebe in unserer Region“, erklärt Landrat Thomas Eberth, Verbandsvorsitzender des ZVAWS und des Zweckverbands Abwasserbeseitigung Großraum Würzburg. „Damit schließen wir regional den ökologischen Kreis der Zivilisation, denn dort wo Müll oder Klärschlamm anfällt, wird er mit kurzen Wegen bestmöglich verwertet und genutzt“, so Eberth.

Ein neuer Verbund
Dabei soll ein neuer Zweckverband entstehen, um die konstante Auslastung und Refinanzierung der Trocknungsanlage zu sichern. Kommunen und Zweckverbände aus der Region können Mitglied werden. Hierzu Alexander Kutscher, Geschäftsleiter des ZVAWS: „Die Organisationsform Zweckverband ist gerade im Abfall- und Abwasserbereich etabliert und gewährleistet hohe Transparenz in kommunaler Regie. Ein Pakt zwischen Kläranlagenbetreibern in seinem Einzugsgebiet und dem ZVAWS macht Synergien nutzbar und stärkt beide Seiten bei der Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags“. Landrat Eberth ergänzt: „Die Kommunen behalten auf diese Weise ihre eigenen Angelegenheiten in der Hand. So können Marktschwankungen ausgeglichen und Abhängigkeiten von Interessen Dritter vermieden werden. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Die Lösung der Zukunftsaufgabe Klärschlammverwertung mit Phosphorrückgewinnung im regionalen Verbund vermeidet zudem unnötige CO2-Emissionen durch Reduzierung von Transportmengen und kurze Wege. Schließlich bleibt nach der Trocknung nur noch etwa ein Viertel der vorherigen Klärschlammmasse übrig.“
In den nächsten Wochen und Monaten werden der Zweckverband Abfallwirtschaft und seine Mitglieder die Organisation des Vorhabens in Abstimmung mit den zuständigen Behörden weiterentwickeln.
Der Zweckverband wird auf seiner Internetseite www.zvaws.de regelmäßig über den Vorhaben- und Planungsstand berichten und informieren.

Pressemitteilung des Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg
https://www.landkreis-wuerzburg.de/Auf-einen-Klick/Aktuelles/F%C3%BCr-die-Region-W%C3%BCrzburg-Kl%C3%A4rschlammtrocknung-am-M%C3%BCllheizkraftwerk-%C3%96kologischer-Kreislauf-wird-geschlossen-und-Phosphor-zur%C3%BCckgewonnen.php?object=tx,2680.5.1&ModID=7&FID=2680.41228.1&NavID=2680.230&La=1

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Würzburg: Klärschlamm als Alternative zur Braunkohle

Würzburger Müllheizkraftwerk plant zentrale Trocknungsanlage
Aus Klärschlamm soll Dünger werden. Der Zweckverband Abfallwirtschaft stellt die Weichen für eine bessere Energienutzung und Rohstoffrückgewinnung. Mehr:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/klaerschlamm-als-alternative-zur-braunkohle-wuerzburger-muellheizkraftwerk-plant-zentrale-trocknungsanlage-art-11448674

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Ruhrverband: Verbandsrat hat über Neubesetzung des Vorstands entschieden

Der Verbandsrat, das oberste Aufsichtsgremium des Ruhrverbands, hat in seiner letzten Sitzung die Neubesetzung des Vorstands und die Neuordnung des Geschäftsverteilungsplans beschlossen. Der Vorstand kehrt damit nach 20 Jahren zu seiner ursprünglichen Konstellation mit drei Mitgliedern zurück. Hintergrund dieser Neuorganisation war der in diesem Jahr auslaufende Dienstvertrag von Dr. Antje Mohr als Vorständin für Finanzen, Personal und Verwaltung. Ihr bisheriger Verantwortungsbereich wird in ein neues Vorstandsressort Finanzen und ein neues Vorstandsressort Personal, Verwaltung und Soziales aufgeteilt. Beide Ressorts werden in diesem Zusammenhang neu besetzt, die Neuordnung des Geschäftsverteilungsplans soll zum 1. Mai 2024 in Kraft treten.
Das Vorstandsressort Finanzen wird der ausgewiesene Finanzexperte Christoph Gerbersmann übernehmen. Er ist 58 Jahre alt und seit vielen Jahren Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Hagen, wo er für Finanzen und Informationstechnik verantwortlich ist. Seit 2015 ist er auch Vorsitzender des Fachverbands der Kämmerinnen und Kämmerer in NRW und hat ein gutes Netzwerk in der kommunalen Familie. Zudem engagiert er sich seit über 40 Jahren für Natur- und Umweltschutz, nachdem er sein Studium als Diplom-Ingenieur Landschafts- und Freiraumplanung abgeschlossen hat und sieben Jahre lang Geschäftsführer des Umweltzentrums Hagen gewesen ist. In seinem Vorstandsressort werden neben den Finanzen künftig auch die Bereiche Recht und Liegenschaften sowie Informationstechnik angesiedelt sein. Die Entscheidung, seine Heimatstadt Hagen beruflich zu verlassen, fällt dem langjährigen Kämmerer nach eigenem Bekunden nicht leicht: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Seit rund 30 Jahren habe ich kaum eine Ratssitzung versäumt, erst als Ratsmitglied, dann als Stadtkämmerer. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe beim Ruhrverband.“
Das Vorstandsressort Personal, Verwaltung und Soziales wird künftig die bisherige Personalratsvorsitzende des Ruhrverbands, Carolin-Beate Fieback, bekleiden. Die 50-jährige Diplom-Betriebswirtin ist seit 25 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Ruhrverband tätig. Ehrenamtlich ist sie langjährige Vorsitzende des ver.di-Bezirks Ruhr-West und seit vielen Jahren für die Energie-, Abfall- und Wasserwirtschaft NRW zuständig. Als Spitzenfunktionärin hat sie die Weiterentwicklung des Tarifvertrages für die Wasserwirtschaft maßgeblich beeinflusst. Bereits in ihrer Tätigkeit als Personalratsvorsitzende war sie an der strategischen Weiterentwicklung des Ruhrverbands beteiligt. Die Belange der Beschäftigten kennt sie aus dem täglichen Dialog und ihrer langjährigen Zugehörigkeit zum Verband. „Ich freue mich auf die neue Rolle und werde sie mit der gewohnten Klarheit ausfüllen“, sagt sie.
Prof. Norbert Jardin, der dem Vorstand seit 2016 angehört und seit 2019 Vorstandsvorsitzender ist, wird die Geschicke des Ruhrverbands bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im April 2025 weiter lenken. Über seine Nachfolge wird der Verbandsrat des Ruhrverbands noch in diesem Jahr entscheiden.
https://ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-verbandsrat-hat-ueber-neubesetzung-des-vorstands-entschieden/

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OOWV baut für 13,5 Millionen neue Nassfilterhalle in Gemeinde Moorweg

Moorweg. Etwa 77 Millionen Euro investiert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) allein in diesem Jahr in die Wasserversorgungsinfrastruktur – darunter ist ein Großprojekt am Spajeweg in der Gemeinde Moorweg. Dort erneuert das Unternehmen die Nassfilterhalle beim Wasserwerk Harlingerland. Mit etwa 13,5 Millionen Euro kalkuliert der Versorger diese Maßnahme.
Es kann bald losgehen, denn die Baugenehmigung liegt vor und die europaweite Ausschreibung für die Bauhauptarbeiten ist abgeschlossen. Der Bauzaun ist schon aufgestellt worden und die ersten Container befinden sich ebenfalls bereits auf dem Gelände. „Wir wollen direkt nach Ostern starten“, sagt Wasserwerk-Leiter Stephan Ripken.
Mit dem Einbringen einer Spundwand zum Schutz einer Rohwasserleitung und der Erstellung einer Grundwasserhaltung wird der Bodenaushub vorbereitet. Für ihn und seine fünf Kollegen, darunter ein Auszubildender, wird der Anblick einer Baustelle bis voraussichtlich Mitte des übernächsten Jahres zum gewohnten Anblick werden. Der Betrieb des Wasserwerks wird ohne Einschränkungen fortgesetzt werden können. „Erst wenn die neue Nassfilterhalle in Betrieb genommen worden ist, wird die bisherige
zurückgebaut“, berichtet OOWV-Projektingenieur Tim Kammer.
Vereinfacht gesagt, ist in dem Gebäude die letzte Aufbereitungsstufe für das Trinkwasser untergebracht. Juraperle dient als Filtermaterial und ist für die pH -Wert Anhebung und Aufhärtung relevant. Trübungen und Mangan werden so aus dem Wasser entfernt oder reduziert, gleichzeitig findet eine Aufhärtung des wichtigen Lebensmittels statt. Das neue Bauwerk wird etwa 940 Quadratmeter groß sein und aus sechs einzelnen Räumen für die Nassfilter sowie weiteren Betriebs- und Technikräumen bestehen.
Eine Sanierung der alten Nassfilterhalle aus dem Jahr 1970 wäre nach den Worten von Christoph Kraft wirtschaftlich nicht die beste Lösung gewesen. „Durch den Neubau stellen wir die Wasserversorgung in der Region zukunftssicher auf“, unterstreicht der OOWV-Regionalleiter im Landkreis Wittmund. Dem Wasserwerk Harlingerland komme für diese wichtige Aufgabe in der Daseinsvorsorge eine
„übergeordnete Bedeutung“ zu. „Von hier aus werden Menschen in den Landkreisen Wittmund, Aurich und Friesland beliefert“, umreißt Christoph Kraft das Versorgungsgebiet. In Zahlen ausgedrückt: Bis zu 10,5 Millionen Kubikmeter – oder anders: 10.500.000.000 Liter – können jährlich vom Spajeweg in Moorweg über ein weit verzweigtes Leitungsnetz verteilt werden.
https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/PressemitteilungenPM_2024/25-2024_PM_Neubau_Nassfilterhalle_WW_Harlingerland.pdf

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OOWV: Karrieremöglichkeiten

Der OOWV ist ein moderner Arbeitgeber und bietet vielfältige Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten. Das große Verbandsgebiet bietet viel Platz für frische Ideen, vielseitige Aufgaben und verschiedene Lebensentwürfe. Junge Menschen können beim OOWV mit neun verschiedenen Ausbildungsberufen, drei dualen Studiengängen oder auch einem Praktikum ins Berufsleben starten. Mehr Informationen über den OOWV als Arbeitgeber und aktuelle Stellenangebote gibt es unter karriere.oowv.de

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Lemgo: Schlaue Köpfe sammeln Ideen für Abwasserbeseitigung

Pilotprojekt läuft in Lemgo
Wenn es gut läuft, dann merkt niemand etwas davon – das ist der Grundsatz bei der Abwasserbeseitigung. Damit dieser Fall eintritt und das Netz aus Kanalisation und Kläranlage funktioniert, müssen Kommunen viel Zeit und Geld in die Hand nehmen und vorausschauend planen. Wie man das besonders geschickt macht und welche aktuellen Entwicklungen und Anforderungen dabei zu berücksichtigen sind, will ein Pilotprojekt in Lemgo herausfinden. Das wird Ende 2025 ein neues Abwasserbeseitigungskonzept für die Alte Hansestadt bringen. Unterstützung gibt es dabei reichlich: Mehrere Städte, Bezirksregierungen und Ministerien aus NRW sind dabei.
Die Neuausrichtung der Gestaltung von Abwasserbeseitigungskonzepten (ABK) ist ein Beitrag zum „10-Punkte Arbeitsplan Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ der NRW-Landesregierung. Es soll ausgelotet werden, wie und ob die Abwasserbeseitigungsplanung zu mehr Resilienz der Kommunen bei lokalen Starkregenereignissen und Hochwasser beitragen kann. Auch das, was das ABK im Bereich der Klimafolgenanpassung leistet, ist bisher kein expliziter Bestandteil der Konzepte. Es geht bislang und soll auch zukünftig vorrangig darum gehen, wie die Kanalisation und die dazugehörigen Anlagenerhalten, ausgebaut und erweitert werden müssen, um eine effiziente Abwasserbeseitigung zu gewährleisten.
„Alle sechs Jahre müssen wir der Bezirksregierung ein Abwasserbeseitigungskonzept inklusive Zeit- und Kostenplanung vorlegen. Einerseits dient ein solches Konzept also der Kontrolle und dem Nachweis, dass wir die Abwasserplanung im Griff haben und genügend und vorausschauend investiert haben. Andererseits ist es für uns auch ein Planungsinstrument, in dem wir Maßnahmen für die Zukunft festhalten. Es geht bei dem Pilotprojekt nun darum zu schauen, wie man ein ABK mit erweiterten Aspekten rund um eine möglichst naturnahe Wasserwirtschaft auch im städtischen Kontext praktikabel gestaltet – für die Kommunen, die es erstellen müssen, für die Bezirksregierungen, die es prüfen müssen, und damit es seinen Zweck am Ende auch resultativ erfüllt“, sagt Steffen König.
Ein Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe bildete vor Kurzem den Auftakt für das Pilotprojekt. Zwar steht die Alte Hansestadt Lemgo im Mittelpunkt, aber für ein positives Ergebnis wirken etwa 25 Beteiligte aus unterschiedlichen Bereichen mit. Neben weiteren Kommunen von Rheine bis Köln sind auch Sachverständige, übergeordnete Behörden wie der Kreis und die Bezirksregierungen und Landesministerien dabei. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Institute of Smart City Engineering (ISCE) der FH Aachen.
Über zwei Jahre ist das Pilotprojekt angelegt, an dessen Ende ein neues ABK für Lemgo stehen wird und auch ein neuer Leitfaden für die Erstellung von ABK, möglicherweise mit neuen Elementen vom digitalen Datenaustausch über die Verknüpfung mit Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung bis hin zur Verbesserung der Gewässerqualität. Bis dahin wird es kleine Runden der projektbegleitenden Arbeitsgruppe und große Runden der Projektbeteiligten mit der Fachöffentlichkeit geben, um Schritte zu planen und Ergebnisse zu diskutieren.
https://www.lemgo.de/aktuelles/presse-medien/schlaue-koepfe-sammeln-ideen-fuer-abwasserbeseitigung

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Lemgo: Pilotprojekt zur Abwasserbeseitigung startet

Wenn es gut läuft, dann merkt niemand etwas davon – das ist der Grundsatz bei der Abwasserbeseitigung. Damit dieser Fall eintritt und das Netz aus Kanalisation und Kläranlage funktioniert, müssen Kommunen viel Zeit und Geld in die Hand nehmen und vorausschauend planen. Wie man das besonders geschickt macht und welche aktuellen Entwicklungen und Anforderungen dabei zu berücksichtigen sind, will ein Pilotprojekt in Lemgo herausfinden. Das wird Ende 2025 ein neues Abwasserbeseitigungskonzept für die Alte Hansestadt bringen. Unterstützung gibt es dabei reichlich: Mehrere Städte, Bezirksregierungen und Ministerien aus NRW sind dabei.
Die Neuausrichtung der Gestaltung von Abwasserbeseitigungskonzepten (ABK) ist ein Beitrag zum „10-Punkte Arbeitsplan Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ der NRW-Landesregierung. Es soll ausgelotet…mehr:
https://newsgo.de/lokales/lemgo-pilotprojekt-zur-abwasserbeseitigung-startet/

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Karlsruhe: Gemeinsamer Schritt zur nachhaltigen Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche im Südwesten

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet
In einer richtungsweisenden Kooperationsvereinbarung haben am 12. März das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe, der Zweckverband Klärschlammverwertung Steinhäule und die Stadtentwässerung der Landeshauptstadt Stuttgart ihre Zusammenarbeit besiegelt: Die drei Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen wollen in Zukunft die Herausforderungen der Phosphorrückgewinnung gemeinsam meistern.
Phosphor steht auf der Liste kritischer Rohstoffe der Europäischen Kommission. Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt und Länder wie Deutschland, die keine eigenen Vorkommen haben, sind auf Importe angewiesen. Phosphor ist für den Knochenaufbau und den Energiestoffwechsel von Lebewesen unverzichtbar und von entscheidender Bedeutung für das Pflanzenwachstum in der Landwirtschaft. Phosphor findet sich auch im Abwasser und im Klärschlamm. Das im Abwasser gelöste Phosphor wird bei der Abwasserreinigung biologisch und/oder chemisch durch Fällung eliminiert und reichert sich im Endprodukt, dem Klärschlamm an. Wird dieser verbrannt, bleibt der Phosphor in der Asche zurück und kann mithilfe spezieller Rückgewinnungsverfahren extrahiert und in industriellen Prozessen oder in der Landwirtschaft wiederverwendet werden. Derzeit befinden sich eine ganze Reihe von Rückgewinnungsverfahren in der Entwicklung und Testphase. Eine großtechnische Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche gibt es in Deutschland bisher nicht.
Die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche soll in Zukunft einen Beitrag zur nachhaltigen Versorgung mit Phosphor leisten – ab 2029 ist sie für Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen, wie bei den kommunalen Partnern, mit einem bestimmten Gehalt an Phosphor in der Klärschlammasche sogar verpflichtend. Die drei kommunalen Klärschlammverbrennungsanlagen in Stuttgart, Karlsruhe und Ulm/Neu-Ulm verbrennen in Summe die anfallenden Klärschlämme der drei Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von rund 3,6 Mio. Einwohnerwerten. Damit sind sie für Baden-Württemberg integraler Bestandteil zur Gewährleistung der Entsorgungssicherheit von kommunalen Klärschlämmen. Insgesamt fallen bei den drei kommunalen Partnern jedes Jahr rund 20.000 Tonnen Klärschlammverbrennungsasche an, die es gilt der Phosphorrückgewinnung zuzuführen, um die weltvolle Ressource zurückzugewinnen.
Die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung ist ein wegweisender Schritt in der interkommunalen Zusammenarbeit im Südwesten. Boris Diehm, Abteilungsleiter der Stadtentwässerung Stuttgart, betont: „Diese Initiative ist bisher einmalig im Südwesten und soll auch andere Kommunen ermutigen, sich diesem Thema anzunehmen. Die Zeit drängt, wir müssen mit großen Schritten vorangehen, wenn wir bis zum Jahr 2029 Phosphor aus unseren Klärschlammaschen zurückgewinnen wollen.“ Stephen Kemper, Leiter der Stadtentwässerung in Karlsruhe, ergänzt: „Gerade der Zusammenschluss der drei kommunalen Betreiber von Anlagen zur thermischen Klärschlammverwertung in Baden-Württemberg soll dem Thema Phosphorrückgewinnung den erforderlichen Schub geben und zeigen, dass wir uns unserer Verantwortung hinsichtlich einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bewusst sind und diese auch wahrnehmen.“
https://www.karlsruhe.de/stadt-rathaus/aktuelles/meldungen/gemeinsamer-schritt-zur-nachhaltigen-phosphorrueckgewinnung-aus-klaerschlammasche-im-suedwesten

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Dresden: Interkommunale Zusammenarbeit mit Dohna & Müglitztal

Am 1. April 2024 startet die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Dresden, Dohna und der Gemeinde Müglitztal. Die Stadtentwässerung Dresden übernimmt für die Nachbargemeinden den technischen Betrieb der Abwasseranlagen und leistet organisatorische Unterstützung, unter anderem bei Verwaltungsverfahren, Rechtsstreitigkeiten und der Erstellung von Wirtschaftsplänen.
Am Freitag, dem 22. März 2024, haben die Bürgermeister von Dohna und Müglitztal, Ralf Müller (CDU) und Michael Neumann (parteilos), in der Kläranlage Dresden-Kaditz einen Vertrag zur interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Abwasserbereich mit der Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) unterzeichnet. Für die SEDD unterschrieben der Technische Geschäftsführer Ralf Strothteicher und die Prokuristin Beatrice Treder.
Bereits bisher hatte die punktuelle Zusammenarbeit gut funktioniert. Die Stadtentwässerung mit ihren 422 Mitarbeitenden und ihrer hochmodernen Spezialtechnik hat enorme Möglichkeiten, das Abwassersystem der beiden Kommunen effektiv zu betreiben.
Seit 2022 wurde beispielsweise das Kleineinleiterkataster, in dem alle Abwasseranlagen erfasst sind, aufgearbeitet und regelmäßig an die Landesdirektion gemeldet. So konnten die zuvor hohen Abgaben drastisch reduziert werden.
Die Bürgermeister erklärten, dass sie schon bisher mit der Stadtentwässerung eine sehr gute Zusammenarbeit hatten und sehr zufrieden sind. Das zahle sich auch für die Bürger aus. Die Abwassergebühren sind derzeit auf einem stabilen Niveau.
„Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, unsere Betriebsführung endgültig in die Hände von Profis zu geben“, erklärt Dohnas Stadtchef Müller.
„Wir freuen uns, die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Dohna und Müglitztal auf Basis einer Interkommunalen Vereinbarung fortsetzen und ausbauen zu können“, sagt SEDD-Geschäftsführer Ralf Strothteicher. Die Stadtentwässerung werde auch künftig ihre Fachkompetenz und Erfahrung einbringen und so einen Beitrag für einen effizienten und sicheren Betrieb der Dohnaer und Müglitztaler Abwasseranlagen leisten.
Die Stadt Dohna mit ihren rund 6.200 Einwohnerinnen und Einwohnern hat keine eigene Kläranlage, allerdings 23 Pumpwerke. An sechs Stellen wird das Abwasser in die Kanalnetze von Pirna, Heidenau und Dresden eingeleitet. Letztlich wird es im Klärwerk Kaditz gereinigt. In der Gemeinde Müglitztal sind die Abwässer von rund 2.000 Menschen zu reinigen. Dort wird das Abwasser mit zwölf Pumpwerken zu vier vollbiologischen Kläranlagen befördert, die in den 1990er-Jahren gebaut wurden.
Mit der interkommunalen Zusammenarbeit gibt es mehrere Vorteile. So die Flexibilität bei der Erledigung der Aufgaben und die Transparenz der Kosten, da kein Gewinn erwirtschaftet werden darf. Im Gegenzug wird sich der Dohnaer Bauhof um Abwasseranlagen kümmern, so um die Pflege von Regenrückhaltebecken.
https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/interkommunale-zusammenarbeit-mit-dohna-mueglitztal/

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Deizisau: Sonnenkraft für den Betrieb der Kläranlage Deizisau

Der Strombedarf der Kläranlage der Gemeinde Deizisau kann künftig zu rund 40 Prozent selbst erzeugt werden. In Partnerschaft mit den Stadtwerken Esslingen (SWE) plant die Gemeinde eine Freiflächen-Photovoltaikanlage (PV), die optional mit einem innovativen Solarcontainer kombiniert werden kann. Die Gemeinde Deizisau engagiert sich für den Klimaschutz und nutzt dafür die Potenziale der Sonnenenergie. Bereits im Jahr 2022 beauftragte der Gemeinderat eine Potenzialanalyse zur Nutzung von Photovoltaik im Gemeindegebiet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden nach und nach umgesetzt.Anfang des Jahres ging die Photovoltaik-Anlage auf dem Rathausdach in Betrieb und erzeugt seitdem Strom für die Gemeindeverwaltung. Am 19. März 2024 wurden im Gemeinderat nun die Pläne für eine Photovoltaik-Anlage an der Kläranlage vorgestellt. In der Kläranlage werden die Abwässer der Gemeinde gesammelt, aufbereitet und das gereinigte Wasser wieder in den Neckar übergeben. Die technischen Anlagen der Kläranlage benötigen dafür viel Strom, der Verbrauch liegt bei rund 200.000 Kilowattstunden pro Jahr. „Mit einer Photovoltaik-Anlage könnten wir knapp 40 Prozent des Strombedarfs abdecken“, so Bürgermeister Thomas Matrohs. „Damit sparen wir Stromkosten und vermeiden gleichzeitig viel CO₂-Ausstoß. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und schützt das Klima.“ Der Gemeinderat entschied sich in seiner öffentlichen Sitzung am 19. März 2024 für die Planung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage – optional wird die innovative Lösung mit einem Solarcontainer ausgeschrieben. „Die Photovoltaik-Anlage könnte noch dieses Jahr in Betrieb gehen“, sagt Bürgermeister Thomas Matrohs.
Grundsätzlich eignet sich das Gelände des Klärwerks sowohl für eine Freiflächen-Anlage als auch für Solarcontainer. Solarcontainer sind eine innovative Entwicklung:
Die Solaranlage wird dabei in Form eines kompakten Containers angeliefert, die Module sind zusammengefaltet und werden dann vor Ort ausgefaltet. „Die Technik kam bisher zum Beispiel bei Festivals zum Einsatz, hat aber auch für eine dauerhafte Verwendung viele Vorteile“, erläutert Jörg Eckert, Abteilungsleiter Technik bei den SWE. „Die Module können bei Bedarf wieder eingefahren werden – zum Beispiel, wenn der Standort verändert werden soll.“

Die geplante Anlage hat eine Leistung von rund 500 Kilowatt Peak (kWp) und kann pro Jahr rund 500.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Der Eigenverbrauch würde bei rund 40 Prozent liegen. Die Überschüsse werden ins Netz eingespeist. „Zum Vergleich: Bei einer privaten PV-Anlage ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote bei 20 bis 30 Prozent“, erklärt Jörg Eckert.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Esslingen verwirklichte die Gemeinde Deizisau bereits ein anderes Projekt: Auf dem Rathausdach installierten Fachleute im Winter eine Anlage mit 178 Modulen. Das Schrägdach ist nach Süden ausgerichtet, so dass sich die Lage für Photovoltaik geradezu angeboten hat. Rund 74.000 kWh Strom können pro Jahr erzeugt und im Rathaus verbraucht werden.
Überschüsse werden ins öffentliche Netz eingespeist. Der Gemeinderat hat bereits beschlossen, weitere kommunale Gebäude mit Photovoltaik auszurüsten.
https://www.deizisau.de/start/mein+deizisau/klaeranlage.html

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Spatenstich zum Neubau eines Regenüberlaufbeckens vor der Kläranlage Karbachtal

Die Kläranlage Karbachtal in Monreal ist in die Jahre gekommen. Um sie zu modernisieren, sind umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich. Anlässlich des symbolischen Spatenstichs zum Neubau eines Regenüberlaufbeckens vor der Kläranlage überbrachte Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, nun gute Neuigkeiten aus Mainz: Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit rund 660.000 Euro. Mehr:
https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/spatenstich-zum-neubau-eines-regenueberlaufbeckens-vor-der-klaeranlage-karbachtal

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Glückstadt: Weltwassertag auf der Kläranlage Glückstadt: Seit 20 Jahren im Dienst für Stadt, Umland und Umwelt

Glückstadt: Weltwassertag auf der Kläranlage Glückstadt: Seit 20 Jahren im Dienst für Stadt, Umland und Umwelt
Zum 20. Geburtstag gingen die Tore auf: In der Kläranlage Glückstadt nutzten am diesjährigen Weltwassertag drei Bürgermeister sowie zwei Schulklassen aus dem Glückstädter Schulverband die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen zu schauen.
Über 40 Schülerinnen und Schüler plus Begleitung aus der Schule am Deich in Kollmar und der Elbschule Glückstadt ließen sich zeigen, wie moderne Abwasserreinigung funktioniert. Auch der Glückstädter Bürgermeister Rolf Apfeld und seine Kollegen aus Herzhorn und Kollmar, Wolfgang Glißmann und Klaus Meinert, erhielten auf einer fachkundigen Führung interessante Einblicke. Die Kläranlage Glückstadt ging im März 2004 in Betrieb – eine moderne „Waschmaschine“ mit zwei Klärbecken. Hier werden pro Jahr fast eine Million Kubikmeter Abwasser von mehr als 10.000 Glückstädterinnen und Bürgerinnen aus dem Umland zuverlässig gereinigt und in die Elbe geleitet.

Moderne SBR-Kläranlage behandelt das Schmutzwasser der gesamten Stadt
Im Jahr 2003 gründeten die Stadt Glückstadt, und der heutige Abwasser-Zweckverband (AZV) Südholstein den Zweckverband Stadtentwässerung Glückstadt (SEG), der im Januar 2022 in den AZV Südholstein integriert wurde. Das Ziel war es, die Abwasserbeseitigung für die Stadt und das Umland zu modernisieren und leistungsfähiger zu machen. Im Zuge dessen entstand im Sperforkenweg, während die alte Anlage noch in Betrieb war, eine neue Kläranlage. Sie ist als sogenannte SBR-Anlage konzipiert: In einem „Sequencing-Batch-Reactor“ läuft die biologische Abwasserreinigung in nur einem Becken in zeitlich nacheinander verlaufenden Phasen ab – deshalb vergleichbar mit einer Waschmaschine. In einer klassischen Durchlaufanlage wie zum Beispiel der AZV-Kläranlage Hetlingen finden die Phasen der biologischen Reinigung dagegen in verschiedenen Becken statt.
Vor dem Neubau der Kläranlage war Glückstadt in Sachen Abwasserentsorgung eine zweigeteilte Stadt: Die Stadtteile südlich des Rhins entwässerten in eine Industriekläranlage in der Stadtstraße, die Glückstädter nördlich des Rhins waren an die Vorgängerin der heutigen Kläranlage angeschlossen. Die damalige städtische Anlage hatte jedoch zunehmend Mühe, die vorgeschriebene Reinigungsqualität zu erreichen, außerdem geriet die Kapazität durch das Wachstum der Stadt an ihre Grenzen.
In den 20 Jahren seit Inbetriebnahme der Kläranlage hat sich auch im Kanalnetz einiges getan: Eine Trennung von kommunalem und industriellem Abwasser sorgte dafür, dass auch Glückstadt-Süd mit der modernen Anlage verbunden wurde. Viele Kanäle in der Stadt wurden erneuert oder saniert und auch auf der Kläranlage gab es immer wieder Optimierungen, um die Reinigung möglichst effektiv und ökonomisch zu leisten.

Erfahrenes Team kümmert sich um zuverlässige Abwasserentsorgung
Ein erfahrenes AZV-Team vor Ort kümmert sich darum, dass in und um Glückstadt buchstäblich alles gut abläuft und das Abwasser vorschriftsmäßig gereinigt wird. Einige der Mitarbeitenden waren bereits vor dem Neubau der Kläranlage in der Glückstädter Abwasserreinigung tätig. „Glückstadt ist eines unserer größten innerörtlichen Kanalnetze und verfügt über die zweitgrößte Kläranlage in unserem Verbandsgebiet“, sagt Verbandsvorsteherin Christine Mesek. „Als wichtiger Teil des AZV Südholstein sorgt die Anlage für eine zuverlässige und hochwertige Abwasserentsorgung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und Gewässer in Glückstadt und den Umlandgemeinden.“
Glückstadts Bürgermeister Rolf Apfeld ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen dem AZV und Glückstadt ist zu beider Vorteil: Glückstadt hat einen starken Partner für die Zukunft, in der neue, strenge Regeln für die Abwasserbeseitigung anstehen; und für den AZV ist es ein Abrunden des Verbandsgebiets, um auch den ländlichen Raum hier gut zu bedienen.“

Über den Weltwassertag:
Der jährliche Weltwassertag am 22. März besteht seit 1993. Er wird von UN Water organisiert, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen. Im Jahr 2024 steht der internationale Aktionstag unter dem Motto „Leveraging Water for Peace“ (Wasser für den Frieden nutzen). Der Weltwassertag soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf weltweit relevante Themen rund um die Ressource Wasser lenken, zum Beispiel Wasserknappheit, die Folgen des Klimawandels oder mangelnde Sanitärversorgung.
https://www.azv.sh/aktuelles/pressebereich/weltwassertag-auf-der-klaeranlage-glueckstadt-seit-20-jahren-im-dienst-fuer-stadt-umland-und-umwelt

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Wasserverband Eifel-Rur : Beim Girls&Boys Day am 25. April 2024 ist der WVER mit dabei.

Dazu haben wir unseren Azubifilm ergänzt.
Wasserverband Eifel-Rur:
Beim Girls&Boys Day am 25. April 2024 ist der WVER mit dabei. Dazu haben wir unseren Azubifilm ergänzt.
Wasser ist unser Auftrag! Eine Ausbildung beim Wasserverband Eifel-Rur (WVER) bietet viele Perspektiven.
Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter uns, in dem wir gemeinsam mit unseren Auszubildenden unser Ausbildungsfilmprojekt zum Abschluss gebracht haben – das Ergebnis spricht für sich. Entstanden ist ein Werbeclip für die vielfältigen Ausbildungsberufe beim Wasserverband Eifel-Rur.
Das Ergebnis sehen Sie hier: Video Ausbildungsfilm
Vielen Dank an alle Beteiligten für Ihren hervorragenden Einsatz!
Und auch beim Girls&Boys Day am 25. April 2024 ist der WVER mit dabei. Dazu haben wir unseren Azubifilm ergänzt:
https://www.youtube.com/watch?v=K2tnhaxYnIQ

Girls&Boys Day WVER-Video
Jana Leesmeister zum Girls&Boys Day: Hier geht es zum O-Ton.
Die Teilnehmerinnen können am beim Girls Day für einen Tag in folgende Berufsbilder beim WVER hineinschnuppern:
Hier unsere Angebote zum Girls Day beim WVER:
Ein Tag als Mechatronikerin
Ein Tag als Elektronikerin für Betriebstechnik
Ein Tag als Fachkraft für Abwassertechnik
Ein Tag als Projektingenieurin
Hier unsere Angebote zum Boys Day beim WVER:
Ein Tag als Kaufmann für Büromanagement
Der WVER ist verantwortlich für die Lebensgrundlage der Region: unsere Gewässer. Bei uns im WVER arbeitet das Team mit vollem Einsatz daran, nicht nur für heute, sondern auch für die Zukunft einen echten Mehrwert für Menschen, Tiere und die Natur zu schaffen. Das Besondere an unserer Herangehensweise? Wir setzen konsequent auf Nachhaltigkeit und eine Entwicklung, die von Wertschätzung und Zukunftsorientierung geprägt ist. Hier gehen wir gemeinsam voran, um nachhaltige Spuren zu hinterlassen. Unser Verband legt großen Wert auf die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit unserer lebensphasenorientierten Personalpolitik und umfangreichen Weiterbildungsprogrammen unterstützen wir unsere Auszubildenden dabei, neue Kompetenzen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
Komm zu uns ins #Team und zum #GirlsboysDay beim WVER, denn bei uns kannst Du etwas für die Umwelt und die Region bewirken!

wver #wverkarriere #azubivideo #girlsboysday
Erfahre mehr auf unserer Website: www.wver.de
Unsere offenen Ausbildungsplätze und Stellenangebote findest du unter: www.wver.de/stellenangebote

Du hast Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreib uns eine Mail an: gabriel.huettner@wver.de
Dir gefallen unsere Videos? Dann abonniere den Kanal, um immer über neue Videos informiert zu werden.
https://blog.wver.de/2023/12/19/auszubildendenvideo-und-und-girlsboysday/

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Berlin: Pascale Rouault leitet Kompetenzzentrum Wasser Berlin

Wissenschaftlerin kehrt an die Spitze ihrer langjährigen Wirkungsstätte zurück
Dr.-Ing. Pascale Rouault ist neue Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Wasser Berlin (KWB). Das hat der Aufsichtsrat des Berliner Wasserforschungszentrums, an dem die Technologiestiftung Berlin und die Berliner Wasserbetriebe zu gleichen Teilen beteiligt sind, beschlossen.
„Mit einer wachsenden Bevölkerung und einer wachsenden Wirtschaft, mit dem Klimawandel und den Chancen der Digitalisierung steigen die Herausforderungen an die Wasserwirtschaft“, sagt Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. „Im Verbund mit der starken Berliner Technologie- und Wissenschaftslandschaft übernimmt das Kompetenzzentrum Wasser Berlin eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Wasserwirtschaft. Ich wünsche Pascale Rouault für diese für Berlin sehr wichtige Arbeit viel Erfolg.“
„Wir wissen, dass die Herausforderungen in der Wasserwirtschaft bei steigenden Anforderungen an die Nachhaltigkeit und zugleich begrenzten finanziellen Mitteln enorm sind“, sagt Dr.-Ing. Pascale Rouault. Zu ihrer Bewältigung möchte ich gerne einen Beitrag leisten. Und dazu ist das KWB der ideale Ort.“
Dr.-Ing. Pascale Rouault hat in Grenoble studiert, an der TU Berlin u. a. als Dozentin und stellvertretende Fachgebietsleiterin gewirkt und war bereits von 2007 bis 2022 am KWB tätig, zuletzt als Abteilungsleiterin und Prokuristin. Seit zwei Jahren hatte sie als Leiterin Wasserwirtschaft und Quartiersentwicklung bei Hamburg Wasser gearbeitet.
Herzlicher Dank an Prof. Martin Jekel, der aus dem Ruhestand heraus erneut das Zepter übernahm
Nicolas Zimmer und Prof. Dr. Christoph Donner, die Vorstandsvorsitzenden von Technologiestiftung Berlin und den Berliner Wasserbetrieben und damit Gesellschafter des KWB, danken Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel sehr herzlich für dessen spontane Bereitschaft, aus dem Ruhestand heraus nochmals an die Spitze des Berliner Wasserforschungszentrums zurückzukehren. Jekel der dem KWB seit Juni 2023 vorstand, ist emeritierter Professor der TU Berlin, hatte 2001 die Gründung des KWB mitkonzipiert und war auch bis 2002 bereits Interimsgeschäftsführer.
Das KWB mit aktuell rund 40 Mitarbeitenden hat sich mit unzähligen Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung als wichtiger Akteur in Wassertechnik und -wirtschaft in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft etabliert.

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100 Jahre Aggerverband | Tag der offenen Tür an der Wiehltalsperre

Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens lädt der Aggerverband am Samstag, den 08.06.2024, von 11:00 bis 17:00 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür an der Wiehltalsperre“ ein.
Führungen durch den Damm, die historische Kläranlage Ufersmühle und das Wasserwerk, eine Wanderung durch den Forst, Radtouren zur Krombacher Insel, ein buntes Kinderprogramm, ein Quiz mit tollen Preisen sowie Speisen und Getränke u.v.m. werden an diesem Tag für die interessierte Bevölkerung geboten. Außerdem präsentieren einzelne Abteilungen ihre unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Auch Teile des umfangreichen Fuhrparks des Aggerverbandes werden auf dem Gelände präsentiert.
Bitte beachten Sie, dass bei Interesse an folgenden Aktionen eine Voranmeldung erforderlich ist unter lst@aggerverband.de oder 02261-361012:
• Führung durch das Wasserwerk (stündlich ab 12:00 Uhr)
• Informative Forstwanderung (ca. 3,5 km) zum Thema Wald- und Gewässerschutz (Start 12:30 Uhr und 15:00 Uhr)
• geführte Radtour mit eigenen Rädern zur „Krombacher Insel“ (Start 13:00 und 15:00 Uhr) – bitte Helmpflicht beachten!
Es ist davon auszugehen, dass, aufgrund der limitierten Teilnehmerzahl an den obigen Aktionen, am Tag selber nur noch wenige Restplätze vor Ort buchbar sein werden.
Das Gelände ist nicht durchgängig barrierefrei.
Da sich die Veranstaltung bis an den Rand der Wasserschutzzone 1 erstreckt (Trinkwasser), bitten wir um Verständnis, dass das Mitführen von Hunden nicht gestattet ist.

Parken:
Gerne können Besuchende an diesem Tag zusätzlich zu den Parkflächen am Wasserwerk auch die Parkplätze an der Firma Berg benutzen. Ein Pendelbus fährt von 11:00 – 17:00 Uhr regelmäßig von der Firma Berg zum Gelände der Wiehltalsperre.
https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/tag-der-offenen-tuer-an-der-wiehltalsperre

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Aggerverband verleiht Förderpreis mit Hochschule im Rahmen des Weltwassertages

Zum 23. Mal verleiht der Aggerverband in Zusammenarbeit mit der TH-Köln, Campus Gummersbach, seinen Förderpreis im Rahmen des Weltwassertages am 22. März.
Seit 1993 wird der Weltwassertag jährlich am 22. März begangen. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, auf der er von der UN-Generalversammlung per Resolution ausgerufen wurde.
Denn trotz seines hohen Stellenwertes als Natur- und Kulturgut ist Wasser nur selten im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Der Weltwassertag soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Wasser lenken.
Die UN schreibt dazu auf ihrer Themenseite: World Water Day: Das Motto des diesjährigen Weltwassertages lautet sinngemäß „Wasser als Hebel für den Frieden nutzen“ (Leveraging Water for Peace). Auf der offiziellen Themenseite der Vereinten Nationen wird betont, dass die Zusammenarbeit im Bereich Wasser positive Nebeneffekte hervorbringt. Es sei von entscheidender Bedeutung aktiv zu werden und zu realisieren, dass Wasser nicht nur eine Ressource ist, die genutzt und um die gekämpft wird – es ist ein Menschenrecht, das in allen Lebensbereichen verankert ist. An diesem Weltwassertag sollen sich alle vereinen und Wasser als Instrument für den Frieden nutzen, um den Grundstein für eine stabilere und wohlhabendere Zukunft zu legen.
Prämiert wurden in diesem Jahr zwei herausragende Abschlussarbeiten mit einem wasserwirtschaftlichen Bezug. Die Preise sind ausgelobt mit einem Preisgeld von jeweils 600 €.

Master of Engineering Philip Wenzel, Studiengang Elektrotechnik
Thema: “Entwicklung einer KI basierten optischen Objekterkennung und Alarmierung zur Identifizierung von wasserseitigen Bedrohungen an Talsperrenbauwerken.”
Betreuung: Prof. Dr. Markus Stockmann und Prof. Dr. Christian Wolf, beide TH Köln
Absperrbauwerke an Talsperren gehören zur kritischen Infrastruktur. Sie tragen unter anderem zur Trinkwasserversorgung, Stromerzeugung und zum Hochwasserschutz bei. Die Zugänge zu Staumauern sind durch verschiedene Maßnahmen geschützt und verfügen bereits über hohe Sicherheitsmaßnahmen (Videoüberwachung, Bewegungsdetektion etc.). Aus diesem Grund besteht die größte Bedrohung in einer wasserseitigen Annäherung an das Bauwerk unterhalb der Wasseroberfläche, da die bisherige Überwachung dort nicht permanent automatisiert erfolgt. Das Projekt TalSich hat technische Lösungen für Bedrohungen von Talsperren erarbeitet. Hierbei wurde erforscht, inwiefern neueste technische Entwicklungen von Unterwassersensorsystemen und -robotik sowie optische Überwachungssysteme auf die speziellen Herausforderungen von Talsperren adaptierbar sind.
Die Abschlussarbeit von Philip Wenzel wurde im Kontext dieses Forschungsprojektes erstellt: Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung einer KI-basierten optischen Objekterkennung und Alarmierung zur Identifizierung von wasserseitigen Bedrohungen an Talsperrbauwerken. Hierzu untersuchte er aktuelle Objekterkennungsalgorithmen hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Geschwindigkeit und zeigte, dass diese durch Anpassung an die Aufgabenstellung an anderen Talsperren übertragbar sind. Zusätzlich entwickelte er ein Alarmsystem, welches den Betrieb unterstützt, Gefahren wasserseitig zuverlässig in der Nähe von Absperrbauwerken zu erkennen.

Master of Engineering Daniel Gleich, Studiengang Bauingenieurwesen
Thema: „Planung der Entwässerung des Plangebietes „Am Stöcksken“ in Krefeld-Linn“.
Betreuer: Prof. Dr. Ing. Rainer Feldhaus (TH Köln), Alexander Barth M.Eng (Ingenieurbüro Angenvoort+Barth)/Partnerschaft

Das Wohngebiet im Bereich um die Straße „Am Stöcksken“ in Krefeld-Linn soll umgestaltet werden. Um eine zukunftsfähige Entwässerung des Niederschlagswassers zu sichern, soll eine naturnahe Entwässerungssituation geschaffen werden. Dafür wird die Verdunstung, die Versickerung und der Abfluss des unbebauten Geländes mit dem Bestand und der Planung verglichen.
Diesen Vergleich unternahm Daniel Gleich mit dem Programm SWMM (Storm Water Management Model) der U.S. EPA. Mithilfe dieses Programmes ist es möglich, den Niederschlag im Planungsgebiet zu modellieren und die Anteile der Verdunstung, der Versickerung und des Abflusses zu berechnen. Für die Ausarbeitung der bevorzugten Entwässerungsvariante betrachtete er neben dem Modell die Multifunktionalität und den Einfluss auf das Stadtklima der Maßnahmen, sowie den Aufwand für den Bau und die Unterhaltung. Ebenfalls untersuchte er die Wirtschaftlichkeit im Rahmen einer Kostenvergleichsrechnung.
https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/aggerverband-verleiht-foerderpreis-mit-hochschule-im-rahmen-des-weltwassertages-3

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Verfolge am 25. April 2024 den Weg des Abwassers durch das Hauptklärwerk Mühlhausen.

Erfahre, wie aus Abwasser sauberes Wasser wird und lerne die vielfältigen Berufsmöglichkeiten bei der Stadtentwässerung Stuttgart kennen.

Nach einer Führung über die Kläranlage und der Erklärung der verschiedenen Stufen der Abwasserreinigung kannst Du an unterschiedlichen Mitmach-Stationen aktiv werden und Deine Fertigkeiten ausprobieren: Du lernst zum Beispiel, wie man Wasserproben analysiert, Metall bearbeitet oder einen Roboterbausatz zusammenbaut. An der Rohr-Kanaltechnikstation bekommst Du einen Einblick, wie eine Kanaluntersuchung mit Schiebekamera funktioniert. Wir stellen Dir dabei unsere verschiedenen Berufsbilder rund um die Themen Abwasser-, Maschinen- und Elektrotechnik sowie Rohr-Kanaltechnik vor.

Melde Dich per E-Mail an:
66-Ausbildung@Stuttgart.de
Wann: 25.04.2024, 8.00–16.00 Uhr
Wo: Hauptklärwerk Stuttgart-Mühlhausen
Aldinger Straße 212, 70378 Stuttgart

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: 
U12 und U14 ab HBF Stuttgart in Richtung Remseck bis Haltestelle Mühlhausen / auf dem Neckardamm der Ausschilderung folgen ca. 1 km.
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/girls-day-2024-ein-spannender-tag-im-hauptklaerwerk-muehlhausen/

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Der OOWV versorgt täglich mehr als eine Million Menschen mit Trinkwasser und entsorgt umweltgerecht Abwasser

Der OOWV: versorgt täglich mehr als eine Million Menschen mit Trinkwasser und entsorgt umweltgerecht Abwasser in 39 Gemeinden und Städten. Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Dollart bis zum Dümmer und auf vier der sieben Ostfriesischen Inseln. Gemessen an der Fläche ist der OOWV Deutschlands größter Wasserversorger. Der OOWV beschäftigt rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt damit zu den wichtigen Arbeitgebern im Nordwesten. Vorsitzender der Verbandsversammlung ist Sven Ambrosy, Geschäftsführer ist Karsten Specht.

Energiewandel erfordert Zusammenarbeit
Acht Wasserversorger der ostfriesischen Halbinsel beschließen Kooperation

Ost-Friesland. Gemeinsam wollen sie sich für eine sichere, zukunftsfähige Wasserversorgung auf der ostfriesischen Halbinsel stark machen: Acht Wasserversorger haben sich zusammengeschlossen, um zu analysieren, wie gut die Region Ost-Friesland schon jetzt für rasant steigende Wasserbedarfe im Zuge der Energiewende gewappnet ist. Teil der Kooperation sind die Stadtwerke Norden, Emden und Leer, die Wasserversorgungsverbände Rheiderland, Moormerland-Uplengen-Hesel-Jümme sowie Overledingen, die GEW Wilhelmshaven und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV). Erstes Etappenziel ihrer Zusammenarbeit ist die gemeinsame Bewertung des aktuellen Zustands der Trink- und Brauchwasserversorgung im Nordwesten Niedersachsens. Dabei gehen die acht Wasserversorger davon aus, dass vor allem für die Wasserstoffproduktion und daraus folgende Bedarfe künftig deutlich mehr Wasser gebraucht wird. Der weitaus größte Teil des Mehrbedarfs werde auf Kühlzwecke entfallen. Darüber hinaus rechnen die Kooperationspartner aber auch mit erheblichen Mengen an Brauch-, Trink- und Reinstwasser, die unter anderem für Produktion und Reinigung benötigt werden. Der Ausbau der Energieinfrastruktur kann zudem weiteres Industriewachstum auf der ostfriesischen Halbinsel und damit noch zusätzliche Trinkwasserbedarfe nach sich ziehen. All dies erfordert vorausschauendes Handeln: „Die vorhandene Infrastruktur der Wasserversorgung ist nicht in der Lage, diese Wassermengen ohne Weiteres zu liefern“, betont OOWV Geschäftsführer Karsten Specht, „unser gemeinsames Ziel ist es aber, die Energiewende und das Wachstum in der Region konstruktiv mitzugestalten“. Die notwendige Anpassung – zusätzliche Wasserrechte beantragen, Wasserwerke und Netze erweitern, neue Infrastruktur (z.B. Brauchwasseranlagen) bauen – dauere normalerweise Jahrzehnte. Zeit, die aufgrund des Tempos beim Energiewandel fehlt. Durch die Kooperation möchten die Wasserversorger zudem dafür sensibilisieren, dass das wertvolle Grundwasser unter unseren Füßen weiterhin als Reserve für die öffentliche Wasserversorgung zur Verfügung stehen muss. Denn wenn große Industriebetriebe und Investoren ebenfalls Ansprüche auf das Grundwasser anmelden, kann dies, insbesondere bei beschleunigten Genehmigungsverfahren, zu Konkurrenzsituationen führen.

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Umweltgerechte Entsorgung von Schmutzwasser und die Ableitung des Niederschlagswassers

Das Abwasserwerk Greifswald (AWG) wurde im April 1993 als städtischer Eigenbetrieb gegründet und nimmt für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (UHGW) die hoheitliche Aufgabe der Ableitung und Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser wahr.
Zur Unterhaltung und zum Betrieb des Kanalnetzes (Trennsystem) gehört u.a. die jährliche Reinigung von Netzabschnitten, um die Funktionsfähigkeit, d.h. die problemlose Ableitung des Abwassers zu gewährleisten. Um mögliche Schäden zu entdecken und zu beheben, muss das Kanalnetz innerhalb von 15 Jahren einmal vollständig mit der Kamera befahren werden. Hinzu kommen die Wartung, Pflege und Instandsetzung der städtischen Pumpwerke, sowie der störungsfreie Betrieb der Abwasserdruckrohrleitungen.
Die Behandlung und Reinigung der Abwässer erfolgt im unternehmenseigenem Klärwerk Ladebow, das für eine Kapazität von 96.000 Einwohnergleichwerten ausgelegt ist. Auf Vertragsbasis sichert dieses auch für umliegende Gemeinden die Reinigung und Aufbereitung des Schmutzwassers.

367,7 km Gesamtlänge Kanalnetz
302,0 km davon Gefälleleitungen
62,1 km davon Abwasserdruckrohrleitungen
3,6km davon Vakuumentwässerung (OT Friedrichshagen)
Durch die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wurden die Aufgaben der öffentlichen Straßenentwässerung sowie der gemeindlichen Gewässerbewirtschaftung mit Beschluss vom 16.12.2013 an das Abwasserwerk übertragen.
Im Bereich Straßenentwässerung obliegt dem Abwasserwerk die Unterhaltung der technischen Anlagen und Einrichtungen für die Straßenentwässerung, außer Straßenseitengräben und Gossen. Hierzu gehören u.a. die sogenannten Sinkkästen, die nach einem Reinigungsplan einmal oder mehrfach im Jahr gereinigt werden.
Im Bereich der Gewässerbewirtschaftung werden Investitionsmaßnahmen vorbereitet und ausgeführt, die eigentliche „Grabenunterhaltung“ erfolgt weiterhin durch den Wasser- und Bodenverband.
Unser oberstes Ziel ist die sichere, bedarfsgerechte und umweltfreundliche Entsorgung von Schmutzwasser und die Ableitung des Niederschlagswassers in den Vorfluter.
12 Stck Haupt- und Zwischenpumpwerke
21 Stck Regenrückhaltebecken
99 Stck Schachtpumpwerke
3,42 Mio.m³ Gereinigte Jahresschmutzwassermenge (JSM)

https://www.sw-greifswald.de/abwasserwerk-greifswald#c8684

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Dresden: Schülerlabor Aquamundi

Umweltbildung ist schwer angesagt: Unser Schülerlabor Aquamundi bietet spannendes Wasser-Wissen – für die jeweiligen Lehrpläne altersgerecht aufbereitet.
Schülerinnen & Lehrerinnen erleben einen spannenden Vormittag mit Experimenten, Rundgängen und Spielen. Die Älteren bearbeiten anspruchsvolle Projekte, die Jüngeren toben an der Mitmach-Kläranlage.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/wasserwelten/

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Berlin: Ausgezeichnet – Besser-Bauen-Baukasten für Interimsleitungen

Berliner Wasserbetriebe gewinnen Deutsche Ideenmanagement Preise
Die Berliner Wasserbetriebe haben ein standardisiertes Baukastensystem für zumeist große Interimsrohrleitungen entwickelt, mit denen Baustellen von Trink- und Abwasserdruckleitungen umgangen werden. Das erlaubt schnelleres Bauen, erspart Abfälle und Kosten – und ist in der vergangenen Woche in Augsburg mit dem Deutschen Ideenmanagement Preis 2024 in der Kategorie „Beste Idee aus Produktion und Technik“ gewürdigt worden.
Wenn an großen, innen bis zu einem Meter mächtigen Trinkwasserrohren oder Abwasserdruckleitungen saniert oder erneuert wird, dann kann das oft nur im nutzungsärmeren Winterhalbjahr geschehen. Oder die beauftragten Baufirmen verlegen zur Umgehung der Baustellen temporäre Leitungen, die individuell angefertigt und damit nach der Verwendung oft Schrott sind. Einem Team von Ingenieur:innen der Berliner Wasserbetriebe ist beides ein Dorn im Auge. Sie haben ein standardisiertes System wiederverwendbarer Interimsleitungen entwickelt – inklusive Rohrbrücken und Statik. Und sie haben Lager für diese Systeme eingerichtet, um auch bei Schadensfällen schnell reagieren zu können. Die Effekte – ganzjähriges Bauen, weniger Planungs- und Materialkosten auch durch die Wiederverwendbarkeit sowie Flexibilität – haben die Jury des Deutschen Instituts für Ideen- und Innovationsmanagement überzeugt, den 1. Platz des Deutschen Ideenmanagement Preises 2024 in der Kategorie „Beste Idee aus Produktion und Technik“ an die Berliner Wasserbetriebe zu vergeben. Wie diese preiswürdige Ingenieursidee in der Praxis aussieht, ist aktuell beispielsweise in der Hermsdorfer Straße in Reinickendorf zu besichtigen.
Übrigens: Vor allem in Bereichen hochstehenden Grundwassers entlang von Spree und Havel gibt es immer wieder aufgestelzt verlegte hellblaue oder pinkfarbenen Wasserleitungen. Sie dienen etwa beim Bau von Tiefgaragen oder Kellern zur Ableitung von Grundwasser und haben mit den Berliner Wasserbetrieben nichts zu tun.
Auch in der Kategorie „Beste wissenschaftliche Arbeit im Ideenmanagement“ haben wir bzw. eine Studentin beim Deutschen Ideenmanagement Preis Erfolg gehabt. Für deren Bachelorarbeit zum Nudging (engl. für „jemanden anstupsen“) im Veränderungsmanagement in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe gab´s Silber.
Hier https://flic.kr/s/aHBqjBhwf1 stehen Fotos zum Download bereit.

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Dresden: Besichtigungen

Jährlich begrüßen wir 10.000 Besucher auf der Kläranlage Dresden-Kaditz. Die meisten sind Kinder – von der Grundschule bis zur Oberschule und Gymnasium. Doch eine Besichtigung des größten Klärwerkes im Osten ist für jede Altersstufe interessant. Ab 10 Personen können Sie eine ganz individuelle Führung vereinbaren.
Von Frühling bis Herbst bieten wir einmal im Monat eine Samstagsführung an.
https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/wasserwelten/

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Zweibrücken: Solaranlage als Zaun

Die Kläranlage Zweibrücken wird noch nachhaltiger.
Durch eine kreative Lösung wurden weitere 150 m² Photovoltaikmodule ergänzt.

Die Montage erfolgte auf einem Zaun mit einer Länge von ca. 100 m. Die Leistung beträgt 32 kWp und somit wird ein Ertrag von ca. 31.000 KWh/Jahr erwartet.

Module und die Umrichter sind nun betriebsbereit.
Eine Freigabe zum Einspeisen steht zur Zeit aus.

Dies ist ein weiterer Schritt der Kläranlage Zweibrücken in Richtung Energieneutralität.
https://www.ubzzw.com/servicebereiche/solaranlage-als-zaun-montiert/

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Sprendlingen-Gensingen: Internationaler Weltwassertag am 22. März 2024

Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
das Recht auf Wasser ist ein von den Vereinten Nationen festgeschriebenes Grundrecht.
Um auf die große Bedeutung von Wasser hinzuweisen, beschlossen die UN 1993, jedes Jahr den 22. März als Weltwassertag zu deklarieren.

Wasser ist die Grundlage unseres Lebens.
Wasser ist eine Energiequelle und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Flüsse, Seen, Meere und Tümpel bieten Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.
Unser Trinkwasserspender ist unser Grundwasser und diese Ressource wird immer weniger.
Dieses Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto
„Leveraging Water for Peace – Wasser für den Frieden nutzen.“
Beim Weltwassertag 2024 geht es darum, dass niemand zurückgelassen wird. Denn wenn alle Zugang zu sauberen Wasser haben, kann es eine friedlichere Welt geben.
Wenn der Zugang zu sauberem Wasser allerdings verweigert, oder ungerecht verteilt wird, kann es Konflikte auslösen und verschärfen.

Was hat Frieden mit Wasser zu tun?
Menschen brauchen Wasser, überall auf der Welt.
Ob zum Trinken, zum Herstellen unserer Lebensmittel, für den Energiegewinn oder für die vielen Güter, die weltweit produziert werden – ohne Wasser ist kein Leben möglich.
Wasser ist ein knappes Gut.
An vielen Orten unserer Welt regnet es nicht mehr ausreichend. Außerdem treten in Folge des Klimawandels immer häufiger langanhaltende Dürren auf. Für viele kleinbäuerliche Familien in Afrika, Asien oder Lateinamerika ist die Wasserfrage längst eine Überlebensfrage.

Wasser ist oft ungerecht verteilt.
Was nützt es, wenn zwar genug Wasser da, aber der Zugang nicht möglich ist? Gerade in Flussgebieten gibt es weltweit viele Beispiele dafür. Die Menschen, die am oberen Teil des Flusses leben, schöpfen das Wasser unkontrolliert oder nicht fachgerecht ab, so dass Wasser verschmutzt und dann zumindest als Trinkwasser nicht mehr brauchbar ist.
Die Folgen für die Menschen, die weiter flussabwärts leben, sind fatal: Bei ihnen kommt nicht ausreichend Wasser an, obwohl der Fluss eigentlich genug für alle bereithält. Das unbedachte Handeln der oberen Flussanrainer führt dann zu gesellschaftlichen Konflikten oder es wird zum Multiplikator, der andere Konflikte verschärft.
Wenn hingegen das Wassermanagement lokal gut organisiert ist, können alle Menschen ausreichend Wasser bekommen und deshalb friedlich nebeneinander leben.“
(https://wfd.de/frieden-braucht-wasser)

Virtuelles Wasser
Wir nutzen Wasser nicht nur direkt, wie beispielsweise aus dem Wasserhahn oder der Klospülung, sondern auch indirekt (virtuelles Wasser).
Bei der Herstellung von Konsumgüter und Verpackungen, sowie beim Anbau und der Verarbeitung vieler Lebensmittel werden unglaubliche Mengen an „virtuellem Wasser“ verbraucht. Wasser welches am Ende nicht mehr sichtbar ist.
Jeder Mensch in Deutschland nutzt zusätzlich zu seinen 125 Litern Wasser am Tag auch „virtuelles Wasser“, und zwar 4.000 Liter täglich.

Zur Veranschaulichung:
• Ein Kilo Rindfleisch beinhaltet 15.400 Liter virtuelles Wasser,
• für ein Smartphone benötigt man 910 Liter Trinkwasser,
• in einem Kilo Tomaten stecken 214 Liter Trinkwasser
• und für eine Jeans werden 8000 Liter Trinkwasser benötigt.
„Virtuelles Wasser“ ist besonders problematisch, wenn es aus wasserarmen Regionen der Welt in wasserreiche Regionen exportiert wird. Zum Beispiel aus Afrika, Asien oder Südeuropa ins verhältnismäßig wasserreiche Mitteleuropa.
Wir alle können durch wasserbewussten Konsum einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten, denn weniger Konsum bedeutet weniger Wasserverbrauch.
Wir die Verbandsgemeindewerke Sprendlingen-Gensingen AöR unterstützen den Weltwassertag und erinnern daran, dass das Trinkwasser ein regionales, nachhaltiges und umweltschonendes Getränk ist. Weiterhin ist es das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

https://www.vgwerke-sg.de/wasser/internationaler-weltwassertag-am-22-maerz-2024/

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Murg: Kläranlagensanierung

Kläranlagensanierung
Eine der größten Investitionen in Murg ist in diesem und nächstem Jahr die Sanierung der Kläranlage, die teils noch aus den 1980er Jahren stammt. Ab 2024 fallen dafür Kosten von 3,5 Millionen Euro an. Nachdem der Sandfangräumer und der Sandwäscher im vergangenen Jahr saniert worden waren, beschloss der Gemeinderat…mehr:
https://www.badische-zeitung.de/klaeranlagensanierung-x1x

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Landau: Neues Innenleben für alte Kanäle

EWL saniert Abwassernetz in Landau mit einem innovativen, sparsamen Roboter-Verfahren
Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) hat in der 9. KW damit begonnen, weitere Teile des Landauer Kanalnetzes rund um die Eutzinger Straße mit einem innovativen Verfahren abzudichten. „Die Mischwasserrohre für Abwasser und Regenwasser stammen hier teilweise noch aus dem späten 19. Jahrhundert. Wir dichten sie von innen ab, das ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz“, informiert Dr. Markus Schäfer, Vorstand des EWL und Leiter der Abteilung Abwasserbeseitigung. Die Experten der ausführenden Fachfirma arbeiten dabei mit dem Liner-Verfahren: Es schont Ressourcen und spart Kosten, weil es die vorhandenen Schachtzugänge nutzt und so aufwendige Tiefbauarbeiten überflüssig sind. „Ganz ohne Einschränkungen geht es allerdings nicht“, erläutert Udo Adams, der das Projekt beim EWL koordiniert. „Da die Fachfirma Platz für Fahrzeuge und Materialien benötigt, sind kleinere örtliche Sperrungen notwendig.“

Spezielle Glasfaserschläuche mit Harz getränkt
Beim Liner-Verfahren setzt die vom EWL beauftragte Fachfirma moderne Robotertechnik ein: Im ersten Schritt waren die kleinen Helfer bestückt mit Kamera und ferngesteuerter Fräse vorab im Kanalsystem unterwegs, haben dort Unebenheiten und Ablagerungen beseitigt und die Innenseite der Rohre geglättet. Im zweiten Schritt ziehen nun die Rohrbauer mit einer Seilwinde spezielle Glasfaser-Schläuche ein, sogenannte Liner, die mit Polyesterharz getränkt sind. Diese Liner werden anschließend mit Druckluft aufgeblasen, so dass sie sich eng an die Innenwände der alten Rohre legen. Ein zweiter Roboter rollt dann mit einer UV-Lampe durch den ausgekleideten Abschnitt und härtet mit dem Licht das Material aus. In „geschlossener Bauweise“ entsteht auf diese Weise schnell und kosteneffizient eine abdichtende Schicht in den Rohren, ohne aufgerissene Straßen, Dreck, tagelange Baustellen mit Umleitung wie beim „offenen“ Vorgehen. Die Bauarbeiten wären zudem extrem aufwendig – manche der mehr als 130 Jahre alten Kanäle befinden sich sehr tief im Boden, teilweise liegt die Sohle mehr als fünf Meter unter der Straße.

Eine Investition von rund 500.000 Euro
„Diese Kanalsanierung ist wichtig, denn reinigungsbedürftiges Wasser gehört in die Kläranlage. Mit der Maßnahme tragen wir unseren Teil dazu bei, dass es dort auch komplett ankommt und nicht unterwegs ins Erdreich sickert“, erläutert Udo Adams. Nach Jahrzehnten können an den Betonrohren nämlich durch Korrosion poröse Stellen entstehen, die dann zu Rissen, schlechtem Wasserdurchfluss, aber auch zu Statikproblemen führen. Solche Veränderungen detektiert der EWL deshalb mit Hilfe regelmäßiger Kamerabefahrungen. Die Ergebnisse münden in einem Sanierungs- und Investitionsplan, der nun für die Eutzinger Straße, die Merowingerstraße, die Dagobertstraße, die Hartmannstraße und die Moltkestraße umgesetzt wird. Gut 1,1 Kilometer Kanalnetz werden dabei saniert. Die Teilabschnitte sind so geplant, dass die Arbeiten pro Haltung, also pro Kanalstück zwischen zwei Schächten, jeweils innerhalb eines Tages abgeschlossen werden können. Insgesamt investiert der EWL rund 500.000 Euro in die Erneuerung des Kanalnetzes an dieser Stelle.

Info für betroffene Anwohner
Die Mitarbeitenden des ausführenden Unternehmens informierten die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner mit einem Postwurf. Darin bat der EWL auch, bei der Sanierung tagsüber möglichst kein oder ganz wenig Wasser zu benutzen. Denn während der Arbeiten gibt es keine Verbindung vom Hausanschluss zum öffentlichen Kanal. „Das Wasser würde sich dann also in den wenigen Metern Verbindungsleitung zum Kanal stauen“, erläutert Udo Adams. Sobald der Liner ausgehärtet ist, fräst ein Roboter sofort die Anschlussöffnungen wieder frei, das Schmutzwasser kann wieder abfließen. Die eigentliche Einbindung erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt.
https://www.ew-landau.de/%C3%96ffentliche-Informationen/Aktuelles/Neues-Innenleben-f%C3%BCr-alte-Kan%C3%A4le.php?object=tx,2901.5.1&ModID=7&FID=2901.8451.1&NavID=2901.11&La=1

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VSHEW: Wärmeversorgung für 60.000 Haushalte durch Trinkwassernutzung

Der Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) setzt sich für den Einsatz von Wärmetauschern im Trinkwassernetz zur nachhaltigen Erzeugung von Heizenergie ein und fordert eine Anpassung der Trinkwasserverordnung. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass die Wärmeauskopplung aus Trinkwasser einen signifikanten Beitrag zu einer klimaneutralen und kostengünstigen Wärmeversorgung leisten kann. Derzeit verhindert jedoch die Trinkwasserverordnung den Einsatz dieser klimafreundlichen und sicheren Technologie.
Die komplette Pressemitteilung lesen Sie hier.: https://www.presseportal.de/pm/117618/5727916

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Hannover: Mikroorganismen

Vorgänge im Belebungsbecken 2
Für Leser mit Vorkenntnissen

Grundsätzlich sind in allen Gewässern in der Natur Mikroorganismen, vor allem Bakterien und tierische Einzeller, vorhanden, die organische Schmutzstoffe als Nahrung aufnehmen und somit das Gewässer reinigen. Dieser sogenannte Selbstreinigungsprozess dauert viele Tage. Diese Mikroorganismen benötigen den im Wasser gelösten Sauerstoff zum Leben. Wenn dieser Reinigungsprozess nicht stattfindet würde, könnten die organischen Schmutzstoffe düngend wirken und zu einem verstärkten Wachstum von Pflanzen und Algen führen. Diese wiederum würden allen im Wasser gelösten Sauerstoff verbrauchen bis keiner mehr vorhanden ist und daraufhin würden die übrigen Lebewesen wie Pflanzen und Fische absterben. Diesen Vorgang nennt man Eutrophierung.
Durch „optimale Bedingungen“ in der Belebungsanlage können diese Mikroorganismen sich gut vermehren und gut arbeiten. Das bedeutet: durch künstliche Zuführung von Sauerstoff und künstliche Verdichtung der Mikroorganismen wird der Reinigungsprozess stark intensiviert und die zur Reinigung erforderliche Zeit auf Stunden verkürzt. In den biologischen Becken der hannoverschen Klärwerke beschäftigen sich ca. 1 Quadrillion, also etwa 1.000.000.000.000.000.000.000.000 Mikroorganismen mit dem Abbau der gelösten Schmutzstoffe aus dem Abwasser. Die gelösten Schmutzstoffe sind Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette aus Nahrungsmittelresten, Harnstoff aus dem Urin, Phosphate aus Waschwasser, ferner Gewerbe- und Industrieabwasser. Das Abwasser aus der mechanischen Reinigungsstufe wird im Belebungsbecken mit den Mikroorganismen, dem sogenannten Belebtschlamm, vermischt.
Die Zusammensetzung des Belebtschlammes passt sich der Abwasserzusammensetzung an und kann daher von Kläranlage zu Kläranlage aber auch jahreszeitlich variieren. Große Rührwerke sorgen dafür, dass sich der Belebtschlamm nicht am Boden absetzt. Das Belebungsbecken ist in mehrere Zonen unterteilt. In der Nitrifikation wird Sauerstoff eingeblasen, in der Denitrifikation befindet sich durch die Aktivität der Mikroorganismen nur gebundener Sauerstoff und im Anaerobbecken befindet sich überhaupt kein Sauerstoff. Die unterschiedlichen Mikroorganismen benötigen diese unterschiedlichen Zonen um die ebenfalls unterschiedlichen Schmutzstoffe optimal aus dem Abwasser entfernen zu können. Gezielt findet jetzt Kohlenstoffabbau, Stickstoffabbau und Phosphateleminierung statt. Durch die Anordnung der einzelnen Zonen laufen diese Reinigungsprozesse gleichzeitig ab. Da diese sich gegenseitig ergänzen und einzeln nicht ablaufen würden, sind die Zonen teilweise geschickt miteinander verknüpft. Ist eine biologische Phosphateleminierung nicht ausreichend, so kann das Phosphat auch mit einem geeigneten Fällungsmittel aus dem Abwasser entfernt werden. Ein Kohlenstoffabbau findet bei Anwesenheit von Sauerstoff immer statt. Wird zu wenig Stickstoff umgesetzt, wird mehr Sauerstoff eingeblasen. Für die Umsetzung wird rund 4 x soviel Sauerstoff benötigt, wie für den Kohlenstoffabbau.
Nach dem Reinigungsprozess wird der Belebtschlamm in der Nachklärung wieder vom Wasser getrennt und über eine Rücklaufschlammleitung in das Belebungsbecken zurück gepumpt. So verbleibt die Biomasse im Belebungsbecken und das gereinigte Wasser wird in den Vorfluter (Leine) abgegeben.
Es müssen immer genügend Mikroorganismen vorhanden sein, um die ankommenden gelösten Schmutzstoffe abzubauen, aber sie dürfen nicht in einem solchen Überschuss vorhanden sein, dass sie verhungern. Dieser Überschuss wird schließlich über eine Überschussschlammleitung in den Faulbehälter gepumpt.
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Wasser-Abwasser/Abwasser/Stadtentw%C3%A4sserung-Hannover/Abwasser-Kan%C3%A4le/Reinigungsprozesse/Mikroorganismen/Vorg%C3%A4nge-im-Belebungsbecken-2

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Hannover: Indirekteinleiterkontrolle

Die Inhaltsstoffe im Schmutzwasser werden überwacht – Damit nichts falsch läuft

Indirekteinleiter ist jeder, der Abwasser nicht direkt in die Gewässer einleitet, sondern über ein Kanalnetz und eine Kläranlage. Da nicht alle Flüssigkeiten in das Kanalnetz gelangen dürfen, muss das Abwasser überwacht und kontrolliert werden.
Abwässer aus Industrie- und Gewerbebetrieben, die als Indirekteinleiter an eine Kläranlage angeschlossen sind, enthalten oftmals Inhaltsstoffe, die nur schwer oder gar nicht in den Kläranlagen abgebaut werden können. Daher unterliegen Abwasserinhaltsstoffe strengen Grenzwerten, die nicht überschritten werden dürfen. Um die Einhaltung der Grenzwerte zu sichern, erfolgen regelmäßig Betriebskontrollen und Analysen von Abwasserproben. In unserem Abwasserlabor wird täglich gemessen, ob die zulässigen Schadstoffkonzentrationen überschritten werden. Hochqualifizierte Mitarbeiter führen deshalb mehrfach im Jahr chemische und biologische Analysen durch. Unsere Kontrolle auf die Einhaltung der Grenzwerte hilft, die in den Kanal- und Klärwerksanlagen arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gesundheitsschäden zu bewahren sowie Störungen und Schädigungen im Reinigungsprozess der Kläranlage zu vermeiden.
Mit der Abwasserverordnung von 1997 wurde das Einleiten von Abwasser mit gefährlichen Stoffen in öffentliche Abwasseranlagen einer Genehmigungspflicht unterworfen. Für gewerbliche Einleitung werden in der Entwässerungsgenehmigung spezielle Einleitungsbedingungen und Abwasservorbehandlungsmaßnahmen sowie die Eigenkontrolle nach der Abwassersatzung festgelegt.
Die Abwassersatzung gilt für jegliche Einleitung in die Kanalisation, während nach der Indirekteinleiterverordnung nur für solche Teilströme Anforderungen festgelegt werden können, die gefährliche Stoffe enthalten und aus bestimmten Bereichen stammen.
Betriebliche Beratung im Rahmen der Indirekteinleiterverordnung erhalten Sie unter den Angaben im grauen Kasten rechts.
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Wasser-Abwasser/Abwasser/Stadtentw%C3%A4sserung-Hannover/Gew%C3%A4sser-Umweltschutz/Indirekteinleiterkontrolle

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Grünheide: Tesla in Aufruhr um Schadstoffe – „mehrere Abmahnungen ergebnislos“

Um Tesla in Grünheide gibt es neuen Wirbel: Im Abwasser wurden viel zu hohe Mengen an Schadstoffen festgestellt, warnt der lokale Abnehmer – und plant drastische Konsequenzen.
Grünheide/München – Tesla hat in Grünheide derzeit wieder mit viel Gegenwind zu kämpfen: Zum einen hat sich die Bevölkerung in einem Votum gegen die von Elon Musk geplante Erweiterung der Produktionsstätte ausgesprochen, nun verschärft sich auch der schon länger anhaltende Vorwurf des sorglosen Umgangs mit Wasser:
https://www.az-online.de/wirtschaft/tesla-gruenheide-abwasser-schadstoffe-umweltfolgen-versorger-trinkwasser-kritik-zr-92857011.html

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Dresden: Mediathek

Hier gibt´s Lernmaterial für unterschiedliche Altersstufen, Illustrationen, Fotos und unser Video: Der Weg des Dresdner Abwassers.
Waschbär Ulli Gulli freut sich auf euch.
https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/wasserwelten/

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BRW stellt Füllstände der Hochwasserrückhaltebecken online zur Verfügung – Zusätzlicher Service für Bevölkerung und Fachleute

Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) erweitert die seit Mitte 2022 zur Verfügung stehende Plattform „PegelOnline“ um den Füllstand der Hochwasserrückhaltebecken (HRB). Die HRB-Füllstände sind hier abrufbar. Mehr:
https://www.brw-haan.de/aktuell/presse/brw-stellt-fuellstaende-der-hochwasserrueckhaltebecken-online-zur-verfuegung-zusaetzlicher-service-fuer-bevoelkerung-und-fachleute

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Tettnang: Moderne Abwasseraufbereitung erleben und verstehen

Wie wird aus Abwasser wieder trinkbares Leitungswasser? Was ist ein Faulbehälter? Und welche Aufgabe haben eigentlich die „kleinen Mitarbeiter“ in der Kläranlage Eriskirch? Diese und noch viele Fragen mehr werden im Rahmen unserer Kläranlagen- Führung beantwortet. Während rund 90 Minuten erleben Schulklassen, Gruppen und Interessierte, wie moderne Abwasseraufbereitung funktioniert. Dabei führt der Weg nicht nur durch das imposante Rechengebäude und durch den rund 150 Meter langen, unterirdischen Rohrkanal, sondern auch direkt zur neuen Ozonungsanlage. Am großen Blindschaltbild wird der Weg, den das Abwasser in der Kläranlage Eriskirch nimmt, zum Schluss noch einmal eindrucksvoll veranschaulicht.
Führungen finden individuell nach Absprache statt. Anfragen nimmt gerne Herr Heiko Kiebler von der Kläranlage Eriskirch entgegen.
https://www.av-unteres-schussental.de/klaerwerk/fuehrung

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Köln: Jahrhundertinvestition – StEB setzen ersten Spatenstich für neuen Rheindüker

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) haben heute gemeinsam mit weiteren Beteiligten den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau des Rheindükers gesetzt.
Das rechtsrheinische Großklärwerk Köln-Stammheim reinigt über 80 Prozent der häuslichen und gewerblichen Abwässer Kölns. Doch die Abwasserrohre, die die beiden Rheinseiten verbinden – der sogenannte Rheindüker – sind in die Jahre gekommen. Gebaut 1928, werden sie den Anforderungen einer wachsenden Millionenstadt nicht mehr gerecht. Heute fand auf dem Gelände des Großklärwerks Köln-Stammheim der symbolische erste Spatenstich statt.
„Der Neubau des Rheindükers ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Abwasserinfrastruktur Kölns“, sagte Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. „Er sichert die zuverlässige und sichere Abwasserentsorgung der Stadt für die nächsten Jahrzehnte.“
„Der neue Rheindüker ist ein wesentlicher Baustein für eine intakte Umwelt“, ergänzte William Wolfgramm, Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln. „Er trägt dazu bei, dass die Kölner Abwässer effizient und ressourcenschonend gereinigt werden.“

Neuer Düker lastet das Großklärwerk in Köln-Stammheim besser aus
Der neue Düker kann zukünftig 6.000 Liter Abwasser pro Sekunde transportieren – eineinhalb Mal so viel wie bisher. Außerdem verfügt er über eine hydraulische Steuerung. Damit können die Abflussmengen zukünftig an die Kapazitäten des Großklärwerks Stammheim angepasst werden, was eine effizientere und ressourcenschonendere Abwasserreinigung ermöglicht. So schafft der neue Rheindüker ausreichende Kapazitäten im Kölner Abwassersystem mit einer sicheren Ableitung für mindestens ein weiteres Jahrhundert. Während der alte Düker derzeit nur mit Tauchern auf Schäden in den Rohren untersucht wird, können die StEB Köln den neuen Düker mit Kameras und Begehungen inspizieren.

Bauen im Rohrvortrieb
Wurde der alte Rheindüker vor 95 Jahren noch oberirdisch gebaut und dann auf den Grund des Rheins abgesenkt, erfolgt nun ein Tunnelbau im Rohrvortrieb unter dem Rhein. Der Startschacht für den Neubau liegt in Köln-Stammheim in der Nähe des Großklärwerks. Dort setzen die StEB Köln einen Bohrkopf mit einem Außendurchmesser von vier Metern in die Erde. Von Stammheim aus bohrt sich die Maschine 15 bis 25 Meter unter die Rheinsohle bis zum Zielschacht in Köln-Niehl. Die Dükerrohre werden hinter der Vortriebsmaschine stückweise eingeschoben. Ist der Zielschacht erreicht, wird die Vortriebsmaschine geborgen. Insgesamt werden zwei Rohrstränge mit einem Abstand von fünf Metern hintereinander hergestellt.
Der Zielschacht befindet sich in Köln-Niehl am bestehenden Dükeroberhaupt. Hier laufen bereits heute alle linksrheinischen Abwasserrohre zusammen. Von diesem zentralen Sammelpunkt aus laufen dann zukünftig die Abwässer im neuen Rheindüker unter dem Rhein nach Stammheim.
Die Herstellung der Baugruben und der Rohrvortrieb enden voraussichtlich im Herbst 2026. Bis 2028 wollen die StEB Köln den neuen Düker fertigstellen.
Mehr Informationen unter: www.rheindüker.koeln
https://steb-koeln.de/Aktuelles/Jahrhundertinvestition-StEB-K%C3%B6ln-setzen-ersten-Spatenstich-f%C3%BCr-neuen-Rheind%C3%BCker.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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Wie funktioniert eine Kläranlage?

Was ist Belebtschlamm und welche Aufgabe haben Faultürme? Diese und viele andere Fragen beantworten wir Ihnen gerne auch vor Ort auf der Kläranlage.
Im Zeitraum von April bis Oktober sind maximal zwei Führungen pro Woche möglich. Eine Gruppe sollte nicht mehr als 20 Personen umfassen. Je nach Interessenlage dauert eine Führung zwischen 45 und 90 Minuten.
Bitte stimmen Sie Führungen auf der Kläranlage Ladebow rechtzeitig ab.
Klärwerk Ladebow
Thomas-Müntzer-Straße 46
17493 Greifswald
https://www.sw-greifswald.de/abwasserwerk-greifswald#c8684

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Berlin: Reicht’s jetzt mit dem Regen? Jein!

Grundwasserpegel rund um die Spree gefüllt, auf höher liegenden Flächen noch nicht
Ein klares Jein ist die Antwort auf die Frage, ob der viele Regen der vergangenen Monate das über Jahre aufgebaute Defizit im Grundwasser der Hauptstadtregion aufgelöst habe. Es kommt darauf an, wo gemessen wird. In den Tiefen des Urstromtals rund um Spree und Havel scheint die Wasser-Welt wieder in Ordnung, unter den Höhen von Barnim im Nordosten und Teltow im Südwesten Berlins fehlt aber noch einiges.
Nach mehreren zu trockenen Jahren hat es 2023 in der Berliner Region überdurchschnittlich viel geregnet. Die statistisch erwartbaren 580 Liter pro Quadratmeter sind um fast 200 Liter übertroffen worden. Und noch hält dieser Trend. Der Februar hat sein Regen-Soll schon mit 170 Prozent erfüllt.
„In den vergangenen Jahren hatten wir oft nicht nur zu wenig Regen, sondern auch gerade im Sommer lange Trockenzeiten und all das bei steigenden Temperaturen, was unter dem Strich die Grundwasserstände sinken ließ“, sagt Dr. Anne König, Leiterin des Wasser-Ressourcenmanagements der Berliner Wasserbetriebe. „Dieser Trend ist nach den überdurchschnittlich hohen Niederschlägen im vergangenen Jahr und dem feuchten Start ins Jahr 2024 gestoppt und wir erkennen wieder überwiegend steigende Grundwasserstände“, fügt die Geologin an.
Dies gilt insbesondere für die Niederungen von Spree und Havel wo zum Teil bereits Grundwasserhochstände registriert werden. Abseits der Flüsse des sandbodengeprägten Warschau-Berliner Urstromtals, also auf den Hochflächen des Teltow und des Barnim im Südwesten und Nordosten der Stadt, dämpften die dort vorherrschenden bindigen und damit schwer wasserdurchlässigen Bodenschichten mit Lehm und Mergel die Grundwasserneubildung dagegen stark. Dort liegen die Grundwasserstände noch immer auf niedrigem Niveau, obwohl sich auf Wiesen und Feldern stellenweise Wasserflächen gebildet haben.

Schlechtes Wetter? Gute Laune!
Die aktuell verstärkt stattfindende Neubildung von Grundwasser aus versickerndem Regenwasser reicht daher lange noch nicht aus, um die Defizite im Grundwasserhaushalt der vergangenen Jahre flächendeckend zu kompensieren. Auch viele von Austrocknung bedrohte Kleingewässer, die sich vor allem aus dem Grundwasser speisen, haben noch viel Luft nach oben. „Viele schimpfen ja über vermeintlich schlechtes Wetter – dabei ist der Regen ein Segen für Natur und Grundwasser – für uns darf es gern noch einige Zeit weiter regnen“, so Dr. Anne König. Denn die nächste Trockenzeit kommt bestimmt.

Dichtes Messnetz in der Stadt
In Berlin wird das Grundwasser an rund 3.400 Punkten überwacht, 1.100 dieser Messstellen werden von den Berliner Wasserbetriebe betreut, sie senden permanent Daten und liegen in den Schutzzonen der Wasserwerke, die Senatsumweltverwaltung betreibt weitere 2.300 Messstellen im Stadtgebiet.

Weiterführende Links:
www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/wasser-und-geologie/grundwasser– Portal des Landes Berlin
www.spreewasser-n.de – interdisziplinäres Forschungsprojekt

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Stuttgart: Corona-Abwasseranalysen durch das Zentrallabor der SES

Seit November 2021 führt das Zentrallabor der Stadtentwässerung Stuttgart eigene Untersuchungen zur Corona-Belastung im Zulauf des Hauptklärwerks Stuttgart-Mühlhausen durch. Dabei greift das Labor auf ein etwas vereinfachtes PCR-Verfahren zurück.
Jeden Tag wird die 24-Stunden-Mischprobe des Hauptklärwerk-Zulaufs analysiert. Neben dem Ct-Wert ergibt die Messung auch einen Konzentrationswert in Genkopien/ml. Dieser wird dann mit der Abwasser-Tagesmenge in eine Tagesfracht hochgerechnet, auf 100.000 Einwohner normiert und über 7 Tage rückwirkend gemittelt.
Der 7-Tages-Inzidenz graphisch gegenübergestellt sind damit frühzeitig Tendenzen erkennbar, unabhängig davon, ob Infizierte mittels PCR getestet wurden (und damit in die amtliche Statistik einfließen) oder nicht. Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart verwendet diese Abwasseranalytik als zusätzlichen Parameter zur Bewertung der Corona-Lage. Die Untersuchungsergebnisse werden z. Zt. einmal monatlich aktualisiert veröffentlicht.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/corona-abwasseranalysen-durch-das-zentrallabor-der-ses/

Weitere Informationen:
Untersuchungsergebnisse auf der Seite Zentrallabor

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Mainz: Kläranlage Fortschritt durch vierte Reinigungsstufe und Engagement für Gewässerschutz

“Der Ausbau der Mainzer Kläranlage mit einer vierten Reinigungsstufe ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Gewässer. Damit kann ein Großteil von Spurenstoffen wie Arzneimittelrückständen, Haushaltschemikalien und Weiteren aus dem Abwasser gefiltert werden. Dieser Ausbau ist mit hohen Anstrengungen verbunden und ich bin dankbar, dass der Wirtschaftsbetrieb Mainz sich nicht vor dieser verantwortungsvollen Aufgabe scheut. Um die Abwasserkosten vertretbar zu halten, unterstützt das Ministerium den Ausbau gerne. Denn Investitionen in den Ausbau von Kläranlagen sind Investitionen in die Zukunft: Sie sorgen für gesunde Ökosysteme und sind damit auch eine der Grundlagen für die Reinhaltung unseres Lebensmittels Nummer eins – sauberem Trinkwasser, denn aus dem Uferfiltrat des Rheins wird Trinkwasser gewonnen“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag in der Kläranlage Mainz.
Förderung und Technologie
Dort überreichte sie einen Förderbescheid in Höhe von 6,5 Millionen Euro und stellte gleichzeitig dem Wirtschaftsbetrieb Mainz weitere vier Millionen Euro in Aussicht. Mit dem Ausbau einer vierten Reinigungsstufe wird die Mainzer Kläranlage, die das Abwasser von rund 400.000 Einwohnerwerten (Einwohnerinnen und Einwohnern sowie die Belastung aus Gewerbe und Industrie) reinigt, eine der bundesweit modernsten Anlagen. Mittels Ozonung mit Fremdsauerstoff und einer Aktivkohle-Filtration sollen für die Umwelt gefährliche Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt beziehungsweise reduziert werden. Dazu gehören Rückstände von Medikamenten, Haushaltschemikalien wie zum Beispiel Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln und weitere Substanzen.
Verantwortung und Nachhaltigkeit
Das gereinigte Abwasser wird mit einer stark reduzierten Belastung in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Damit steht es für das Ökosystem Gewässer und nach der Ausnutzung deren Selbstreinigungskraft und erforderlichen Aufbereitungsschritten wieder als Ressource zur Gewinnung von Trinkwasser zur Verfügung.
„Die Mainzer Kläranlage geht hier mit gutem Beispiel voran. Obwohl es bislang noch keine gesetzliche Vorgabe zur Errichtung einer vierten Reinigungsstufe gibt, zeigt sich der Wirtschaftsbetrieb Mainz hier verantwortungsvoll im Hinblick auf den Gewässerschutz. Denn Situationen wie Niedrigwasser im Rhein werden häufiger – und dann reichern sich Nähr- und Schadstoffe schneller an, da der Verdünnungseffekt fehlt“, so Eder.
https://gwf-wasser.de/branche/mainzer-klaeranlage-fortschritt-durch-vierte-reinigungsstufe-und-engagement-fuer-gewaesserschutz/

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Wiesbaden: Die Entwicklung der Abwassergebühren

Vor zwanzig Jahren sah die Welt noch völlig anders aus als heute – auch in der Hessischen Landeshauptstadt. Die Abwassergebühren wurden ausschließlich anhand des Frischwasserverbrauchs berechnet: 2,94 € pro Kubikmeter – es gab nur die Einheitsgebühr.
Dass diese ungerecht, nicht mehr zeitgemäß und zum Nachteil vieler Wiesbadenerinnen und Wiesbadener war, zeigte sich bei genauerem Hinsehen. Denn nicht nur das häusliche Schmutzwasser, sondern auch das Niederschlagswasser fließt durch das städtische Kanalsystem, wird in den Klärwerken gereinigt und verursacht Kosten. Aber gerade in Gebäuden mit großen versiegelten Flächen – z. B. Einkaufszentren mit Parkplätzen – wird nur wenig Frischwasser verbraucht. Ergebnis: Geringe Zahlung trotz hoher Einleitung von Wasser ins System.
Deshalb beschloss die Stadtverordnetenversammlung, zum 1. Januar 2004 in Wiesbaden die getrennte Abwassergebühr einzuführen: die Schmutzwassergebühr lag bei 2,15 € pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr wurde bei 0,70 € pro Quadratmeter versiegelter Fläche pro Jahr festgelegt.
Die neue Gebühr hat sich bewährt, viele Kanäle wurden in den letzten 20 Jahren saniert oder erneuert, die beiden Wiesbadener Klärwerke auf dem jeweils aktuellen Stand der Technik gehalten und optimiert. Und wohin haben sich die Gebühren in diesem Zeitraum entwickelt?
Wenn die Stadtverordnetenversammlung die neue Abwassersatzung (Anpassung der getrennten Abwassergebühren) beschließt, zahlen die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener ab dem 1. Januar 2024, also 20 Jahre nach Einführung der getrennten Abwassergebühr 2,78 € pro Kubikmeter* und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zahlen 1,08 € pro Quadratmeter versiegelte Fläche und Jahr.**
Gründe für den Anstieg beider Gebührenanteile sind im Wesentlichen die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst sowie allgemeine Kostenerhöhungen in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Darüber hinaus schlagen sich hohe Investitionen in die Reparatur, Sanierung und Neubau von Kanälen sowie Erneuerungen im Klärwerksbau bzw. Klärwerksbetrieb in den Kosten nieder.
Hintergrundinfo: In Wiesbaden stehen auf ungefähr 85 % aller bebauten Grundstücke Wohnhäuser. Auf 53 % stehen Ein- und Zweifamilienhäuser, auf den restlichen 32 % Drei- und Mehrfamilienhäuser. 15 % der Grundstücke sind mit Industrieanlagen oder Gewerbe bebaut.
PS: Die Stadtverordnetenversammlung entscheiden ebenso über die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren zum 1.1.2024. Sollte sie die neue Straßenreinigungssatzung beschließen steigen die Gebühren im Durchschnitt um 21 Prozent. Für ein rund 500 m² großes Grundstück bedeutet das bei 3-maliger Reinigung der Fahrbahn (B-Reinigung) rund 5,15 € mehr pro Monat.

Jeder Mensch verbraucht in Deutschland im Durchschnitt 128 Liter Wasser pro Tag (Statistisches Bundesamt, 2022). Jeder Mensch hat es in der Hand, weniger Wasser zu verbrauchen und damit auch seine Schmutzwassergebührenkosten zu senken.
** Flächen zu entsiegeln ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern senkt langfristig die eigenen Niederschlagswassergebührenkosten. Informationen dazu stehen auf www.elw.de (Gebührenrechner Niederschlagswasser).

https://www.elw.de/presse/die-entwicklung-der-abwassergebuehren-in-wiesbaden

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Erhebliche Niederschläge und ihre Folgen: Klärwerk-Pumpen in Uelzen laufen unter Voll-Last

Ob nun als Schnee oder Regen: Die ergiebigen Niederschläge in Nordost-Niedersachsen lassen nicht nur die Flüsse in Stadt und Landkreis über die Ufer treten, sie füllen auch die Kanalisation. Damit erreichen deutlich mehr Mengen an Schmutzwasser das Uelzener Klärwerk.
Uelzen – „Die Pumpwerke laufen rund um die Uhr“, erklärt Dietmar Kahrs, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands Uelzen. Üblicherweise erreichen gut 12 000 Kubikmeter an Schmutzwasser pro Tag die Kläranlage an der B 4. Aktuell seien es sicherlich gut 20 000 Kubikmeter, schildert Kahrs.
Die Menge erklärt sich durch den Regen, der direkt ins Klärbecken fällt und den, der über eine etwa 30 Kilometer lange Mischkanalisation in der Stadt zur Anlage fließt. Zudem gelangen Mengen durch gestiegene Grundwasser-Stände und undichte Kanäle ins Netz sowie womöglich über verlegte Drainage auf Grundstücken. Kahrs nennt die Mengen „Fremdwasser“.
Der Abwasserzweckverband hat das gestiegene Volumen im Blick. Grund zur Sorge bestehe gegenwärtig aber nicht. „Das ist eine Menge, die wir hydraulisch noch abarbeiten können“, so Kahrs.
Die Kläranlage dient dem Reinigen des Schmutzwassers. Nach dem Prozess wird das Wasser in die Ilmenau geführt. Durch das zusätzliche Regenwasser ist die Konzentration des Schmutzwassers geringer als üblich. Heißt: Zwar müssen mehr Mengen abgearbeitet werden, der Reinigungsprozess aber gestaltet sich dabei nicht komplizierter. Im Gegenteil.
Die Pumpwerke sorgen dafür, dass das Schmutzwasser seinen Weg zur Kläranlage findet. Sie pumpen die Mengen in den nächsten Kanalabschnitt, in dem es über ein Gefälle weiterfließt, bevor das nächste Pumpwerk übernimmt. Bei geringem Schmutzwasser-Aufkommen schalten sich die Pumpen ab. Dass sie jetzt dauerhaft unter Voll-Last laufen hat bisher, so berichtet Kahrs, noch nicht dazu geführt, dass es zu Ausfällen gekommen ist.
Die durchtränkten Böden erschweren die Arbeiten im Tiefbau. In Gruben steht das Wasser, Schachtwände halten nicht. Arbeiten im Tiefbau seien aktuell nicht sinnvoll, sagt Kahrs. Der Abwasserzweckverband gerät aktuell durch die Witterungsverhältnisse noch nicht in Bedrängnis. Geplant ist der nächste Abschnitt beim Ausbau der Kanalisation rund um das Albrecht-Thaer-Gelände. Wie berichtet, sind 2023 bereits Kanalrohre mit einem Durchmesser von bis zu zwei Metern verlegt worden. Nun sollen im Bereich der Eschemannstraße Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 1,80 Meter verlegt werden, wie Kahrs sagt. Der Baustart ist nach seinen Angaben für das Frühjahr geplant. Die Bodenverhältnisse habe man dabei im Blick.
Das Bauprojekt dient dazu, größere Regenmengen – die vor allem in kurzer Zeit fallen – vom Sternviertel kontrolliert abfließen lassen zu können. Es besteht aus fünf Bauabschnitten, die sich bis 2026 erstrecken.
https://www.az-online.de/uelzen/stadt-uelzen/klaerwerk-pumpen-in-uelzen-laufen-unter-voll-last-92796297.html

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SES- Stuttgart-Mühlhausen erleben

Das Hauptklärwerk Stuttgart-Mühlhausen ist mit seinen 1,2 Millionen Einwohnerwerten die größte Kläranlage in Baden-Württemberg. Täglich werden bis zu 190.000 Kubikmeter Abwasser aus Stuttgart und den Nachbargemeinden Esslingen, Fellbach, Korntal-Münchingen, Kornwestheim und Remseck zu 98 % gereinigt dem Neckar zugeführt.
Neben der Abwasserreinigung wird im Hauptklärwerk Stuttgart Mühlhausen auch der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm thermisch verwertet. Die Strom- und Wärmegewinnung durch Faulgas sowie die Abwärme der Klärschlammverbrennung werden ins klärwerkseigene Netz eingespeist. Damit wird der gesamte Wärmebedarf des Klärwerks und der Strombedarf zu rund einem Drittel gedeckt.
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/unternehmen/klaerwerke/hauptklaerwerk-stuttgart-muehlhausen/

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Solare Klärschlammtrocknung auf der Kläranlage Aichtal

Die Entwicklung steht nicht still, so wurden über zwei Millionen in die solare Klärschlammtrocknung investiert. Endprodukte bei der Abwasserreinigung sind gereinigtes Abwasser und Klärschlamm. Je nach Größe einer Kläranlage fallen mehrere hundert bis tausend Tonnen Klärschlamm jährlich an. Jedes Kilogramm des überwiegend aus Wasser bestehenden Klärschlammes muss gelagert, transportiert und verwertet werden. Vor dem Hintergrund des Anstieges der Transport- und Entsorgungskosten ist daher ein möglichst weitgehender Wasserentzug wichtig.
In einem für die Region einzigartigen Verbundkonzept wird auf der Kläranlage Aichtal nicht nur der Klärschlamm des Gruppenklärwerks, sondern auch der vorentwässerte Klärschlamm der Kläranlage Dettenhausen und Weil im Schönbuch und seit 2009 auch Waldenbuch getrocknet. Mit einer Ausbaugröße von ca. 4.000 t/a und einer Trocknungsfläche von 2.950 m² in vier Hallen stellt diese flächenmäßig mit die größte Anlage ihrer Art in Deutschland dar.
Schönaich : Mittels umweltfreundlicher Solarenergie wird dem Schlamm auf einfachste Weise das Wasser entzogen und dadurch die Schlammmenge erheblich reduziert.

Benötigt wird hierzu eine befestigte Grundfläche (Beton), eine transparente Hülle (Glashaus) sowie ein geregeltes Be- und Entlüftungssystem. Ein vollautomatischer Roboter – das „Elektrische Schwein“ – durchmischt, wendet, belüftet udn strukturiert den zu trocknenden Klärschlamm. Transportaufkommen und Verwertungskosten werden um ca. 75 % gesenkt und der Heizwert des Klärschlammes für die Energieerzeugung maßgeblich erhöht.
Aufgrund der besonderen Auslastung unserer Kläranlage und der topografischen Lage sah sich der Zweckverband wegen auftretender Geruchsbelästigungen veranlasst weitere Maßnahmen zur Beseitigung dieser unerfreulichen Maßnahme zu ergreifen. So wurde zunächst der Betriebsablauf optimiert und schließlich hat die Verbandsversammlung im Juli 2006 beschlossen, einen Biogasbehälter mit nachgeschaltetem Blockheizkraftwerk zu errichten. Beides ist seit Mitte 2007 nahezu problemlos in Betrieb.
Auf der Klärananlage sind insgesamt vier Mitarbeiter beschäftigt. Betriebsleiter ist Klärmeister Dieter Breitling.
https://www.schoenaich.de/leben-wohnen/ver-entsorgung/zweckverband-gruppenklaerwerk-aichtal

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Ruhrverband: Klimawandel stellt Kanalnetze vor große Herausforderungen

Gutes Zusammenspiel von Städten, Bürgerinnen und Bürgern und Ruhrverband ist unerlässlich für ein funktionierendes Kanalsystem
Die Abwasserentsorgung ist eine Kernaufgabe des Ruhrverbands. Die Kanalnetze dienen als Teil der Abwasserentsorgung der schnellen, vollständigen und schadlosen Ableitung des häuslichen und gewerblichen Schmutzwassers sowie des Niederschlagswassers. Gut funktionierende Kanalnetze sind Grundvoraussetzung für eine einwandfreie Hygiene, einen hohen Lebensstandard, den notwendigen Gewässerschutz sowie eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Kanalnetze sind ein unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge.

Herausforderungen durch Starkregenereignisse
Der Klimawandel und die damit verbundenen Trockenperioden und Starkregenereignisse stellen nicht nur die vom Ruhrverband betreuten Kanalnetze in Meschede, Schmallenberg, Eslohe, Schalksmühle, Hattingen, Balve und Ennepetal vor große Herausforderungen: Die zu Beginn des Jahres vermehrt aufgetretenen Starkregenereignisse haben zu einer entsprechenden Belastung der Kanalnetze geführt.

Schmutz- und Regenwasser werden häufig im so genannten Mischsystem einem Kanal zugeführt, in einer Kläranlage des Ruhrverbands gereinigt und schließlich in ein Gewässer eingeleitet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Kläranlagen für eine begrenzte Wassermenge ausgelegt, genehmigt und entsprechend betrieben werden. Als Folge des Klimawandels treten Starkregenereignisse, bei denen mehr Niederschlag fällt, als die Kläranlagen aufnehmen können, häufiger auf. Aus diesem Grund werden Regenwasserbehandlungsanlagen in die Kanalnetze integriert, um die überschüssigen Wassermengen zwischenzuspeichern bzw. zu behandeln. Extreme Niederschlagsereignisse, wie das Hochwasser im Juli 2021, können jedoch auch diese Kapazitäten übersteigen und dann nicht mehr vollständig von der Kanalisation aufgenommen und abgeleitet werden.

Ein auf solche Extremereignisse ausgelegtes Kanalnetz wäre jedoch mit unverhältnismäßig großen Eingriffen in Natur und Infrastruktur und nicht finanzierbaren Kosten verbunden. Zielführend wären daher alternative Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen, auf denen das Regenwasser vor Ort versickern kann (Schwammstadtprinzip) sowie die Abkopplung von Dachflächen oder Drainagesystemen von der Kanalisation. Und als Basisschutz sollte jeder Hauseigentümer über eine Rückstausicherung verfügen, die in vielen kommunalen Entwässerungssatzungen auch vorgeschrieben sind. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen können alle Grundstückeigentümer aktiv beitragen und damit sich und ihre Mieter schützen.

Auch Hitze und Trockenheit haben Folgen für Kanalnetze
Anders, aber nicht weniger anspruchsvoll, ist die Belastung der Kanalnetze in Trockenperioden: Kanalnetze, die als Mischwassersysteme konzipiert sind, müssen entsprechend große Wassermengen zur Ableitung von Niederschlägen und häuslichen Abwässern aufnehmen können. Kanäle mit geringem Durchmesser werden durch das häusliche Abwasser (ca. 120 Liter pro Tag und Einwohner) auch bei Trockenwetter ausreichend gespült, so dass Feststoffe transportiert werden können. Dieser Spüleffekt nimmt jedoch mit zunehmendem Kanaldurchmesser ab, so dass die Gefahr von Ablagerungen im Kanal bei Trockenwetter zunimmt. Außerdem kann bei einem Wetterumschwung nach längerer Trockenheit, durch sinkenden Luftdruck bedingt, die im Kanal befindliche Luft an die Oberfläche entweichen, was in der Nähe der Kanaldeckel zu Geruchsbelästigungen führen kann. Die Kanäle müssen daher bei längerer Trockenheit in regelmäßigen Abständen gespült werden, um Geruchsbelästigungen und Verstopfungen durch Ablagerungen zu vermeiden.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Oberflächen- und Straßenentwässerung, die in der Verantwortung der Kommunen liegt, und der Abwasserableitung, für die der Ruhrverband im zuständig ist, unter der Voraussetzung, dass ihm das Kanalnetz von der Kommune übertragen wurde. Eine Entlastung der Kanalisation bei Hochwasserereignissen kann z.B. durch die Entsiegelung von Flächen erreicht werden. Darüber hinaus untersucht der Ruhrverband hydraulische Engpässe im Kanalnetz und beseitigt diese durch bauliche Maßnahmen. Wichtig bei allen Maßnahmen ist eine ganzheitliche Betrachtung, bei der auch das Gewässer mit einbezogen wird, um möglichst effiziente und wirkungsvolle Maßnahmen treffen zu können. Dabei kommt dem Ruhrverband zugute, dass er auf jahrzehntelange Erfahrungen in der Siedlungsentwässerung zurückgreifen kann.

Verhaltensänderungen sind unumgänglich!
Nicht zuletzt lohnt es sich, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Ein erster Schritt ist sich zu überlegen, was alles über die Hausentwässerung entsorgt wird. Essensreste ziehen Ratten magisch an, deshalb gehören flüssige Speisen wie Suppen in den Mülleimer und nicht in die Toilette. Gleiches gilt auch für Medikamente, deren Wirkstoffe sich zum Teil nur schwer oder gar nicht aus dem Wasserkreislauf entfernen lassen. Große Probleme bereiten feuchte Hygienetücher, die sich – anders als herkömmliches Toilettenpapier – nicht auflösen, sondern zu unzerreißbaren Zöpfen verknoten und ganze Pumpstationen lahmlegen können. Auch Binden, Tampons, Wattestäbchen und Co. gehören nicht in die Toilette, sondern in den Müll.

Sehr gut eingespielt ist dagegen die Zusammenarbeit mit den gewerblichen Nutzern der Kanalisation. Hier finden z.B. regelmäßige Beprobungen der Abwässer durch das Labor des Ruhrverbands statt, da die Zusammensetzung der Abwässer für die Wasserwirtschaft von großer Bedeutung ist.
https://ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///klimawandel-stellt-kanalnetze-vor-grosse-herausforderungen/

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Klärwerk Hetlingen: Umfassende Modernisierung der mechanischen Abwasserreinigung

Seit Ende März 2015 läuft im Klärwerk Hetlingen das größte Bauprojekt, seit der Fertigstellung der biologischen Reinigungsstufe im Jahr 2003. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 26 Millionen Euro modernisieren wir die gesamte mechanische Abwasserreinigung (MAR), die teilweise noch aus den 1970er Jahren stammt. Zulauf, Rechen, Sandfang und Vorklärung werden umgebaut oder komplett erneuert. Das verbessert maßgeblich den Wirkungsgrad und die Energieeffizienz der Anlagen, optimiert die CO2-Bilanz des Klärwerks und spart langfristig Betriebskosten. Konkret streben wir die folgenden Projektziele an:
• Einsparung von ca. 2.000 MWh Strom jährlich
• Reduzierung von über 950 t CO2-Emissionen pro Jahr
• Weitere Entlastung der Elbe durch verbesserte Reinigungsleistung
Darüber hinaus wird sich trotz der höheren Leistung die Flächeninanspruchnahme durch entstehende Bauwerke für die mechanische Abwasserreinigung reduzieren. Wir gewinnen damit Platzressourcen auf dem Areal, so dass in der Zukunft notwendig werdende Erweiterungen des Klärwerks einfacher umgesetzt werden können.

Der Weg zur neuen MAR
Im ersten Bauabschnitt (2015-2017) wurde die Vorklärung umfassend umgebaut. Auf dem Plan standen die Optimierung der Strömungsbedingungen, die Halbierung des Beckenvolumens, neue Räumtechnik, die Ablufterfassung direkt über der Wasseroberfläche sowie der Anschluss der Vorklärung an Biofilter. Neben einer erhöhten Effizienz haben die Maßnahmen zu einer weiteren Verbesserung der Abluft- und Geruchssituation geführt. Zudem haben wir das Gerinne zwischen Zulauf und Rechengebäude umgebaut, um eine bessere Auslastung der Anlage zu unterstützen.
Im laufenden zweiten Bauabschnitt stehen folgende Arbeiten im Fokus:
• Baufeldfreimachung mit Verlegen von Leitungen, Herstellung von Ersatzparkplätzen
• Neubau des Sand- und Fettfangs und des Zulaufgerinnes zum Sandfang
• Neubau einer Containerverladehalle mit Sandgut- und Rechengutbehandlung
• Umbau des Rechengebäudes
Dafür wurden zunächst 2018/2019 zahlreiche vorbereitende Arbeiten durchgeführt, beispielsweise die aufwändige Baufeldvorbereitung: Es wurden u.a. diverse Leitungen entfernt oder außerhalb des Baubereichs verlegt. Damit konnten die umfangreichen Gründungsarbeiten mit Pfahlsetzungen für die neuen Bauwerke Ende 2019 durchgeführt werden. Seit 2020 ist die Umsetzung der Neu- und Umbauten in vollem Gang. Die Inbetriebnahme der neuen mechanischen Abwasserreinigung ist für das Frühjahr 2024 geplant.
Abschließend werden wir im dritten Bauabschnitt alte, außer Betrieb genommene Bauten (Sandfang, Verladehalle, Abluftwäscher) zurückbauen oder teilweise abbrechen und die Außenanlagen fertigstellen.
Die endgültige Fertigstellung wird für Sommer/ Herbst 2024 erwartet.
https://www.azv.sh/aktuelles/baustellenradar/modernisierung-mar

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Niederschlagswasser in den richtigen Kanal

Schmutzwasserkanal nicht für Grundstücksentwässerung nutzen
Nordwesten. Die großen Mengen Niederschlag der vergangenen Wochen führten nicht nur in den Flüssen zu hohen Wasserständen. Vielerorts stand das Nass in Kellern und Gärten. Aus Sorge um das Eigentum wurde das Wasser mancherorts mittels Pumpen und Gartenschläuchen über die Belüftungslöcher in den nächstgelegenen Kanal geleitet. Nicht selten handelte es sich dabei jedoch um einen Schmutzwasserkanal, der für den Transport von verunreinigtem Abwasser aus Dusche, Waschmaschine oder Toilette zur Kläranlage dient, wo es gereinigt wird. Oberflächenwasser gehört jedoch bis auf wenige Ausnahmen in einen gesonderten, extra für Niederschlagswasser gebauten Kanal, der das Regenwasser ohne Reinigung direkt in den sogenannten Vorfluter (Graben, Bach oder Fluss) leitet.
Auch die Abwasserkanäle des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) führen noch immer durch das Hochwasser großen Mengen sogenanntes Fremdwasser, das nicht für die Kläranlage bestimmt ist. Kurz gesagt: Die Kläranlagen kommen an ihre Grenzen und die Kanäle sind randvoll.
https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archive/2024/januar/12/artikel/niederschlagswasser-in-den-richtigen-kanal

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OOWV: Ferienpass-Aktivitäten mit dem OOWV

Wasser-Ferienspaß
Nordwesten. Auch 2024 beteiligt sich der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) an den Ferienpässen während der Sommerferien. In der Zeit vom 9. bis 11. Juli 2024 geht es im Museum Kaskade in Diekmannshausen hoch her, am Wasserwerk Thülsfelde gibt es den Ferienspaß zwischen dem 16. und 18. Juli 2024, jeweils von 10:00 bis 13:30 Uhr.
Das Motto in diesem Jahr: Mission Wasser 2024

Mit Spiel, Spaß und Köpfchen das tollste Element der Welt entdecken!
Die Bewerbungsfrist endet am 10. März 2023.
https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archive/2024/februar/1/artikel/ferienpass-aktivitaeten-mit-dem-oowv

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Emscher und Lippe: Hochwasser-Einsatz

Andauernde Niederschläge führten zu hohen Wasserständen in den EGLV-Gewässern

Emscher-Lippe-Region. Die andauernden Niederschläge haben auch in den Verbandsgebieten von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) zu hohen Wasserständen in den Flüssen und Bächen geführt. Die Teams beider Verbände waren daher auch über die Feiertage im Einsatz – und sind es noch. Beobachtet werden neben der Niederschlagsentwicklung auch die Hochwasser-Lagen in den Gewässern vor Ort sowie vor allem die Deichstrecken. Aktuell besteht an keiner Stelle eine Gefahr für die Bevölkerung.
Situation an der Lippe
Hohe Wasserstände verzeichnete der Lippeverband zunächst im Bereich der westlichen Lippe in Dorsten, wo der Fluss an der Borkener Straße am Dienstagvormittag einen Pegelstand von 9,63 Meter bei einem Wasserdurchfluss von 371 Kubikmeter pro Sekunde aufwies. Zum Vergleich: Der normale Wasserstand an dieser Stelle liegt bei fünf Metern, ein mittleres Hochwasser bei 7,66 Meter.
In Haltern-Lippramsdorf/Marl war wie erwartet am Samstagvormittag Wasser aus der Lippe in die dortige in der Erstellung befindliche Auenfläche (HaLiMa-Projekt) geströmt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, denn die neuen Deiche hat der Lippeverband bereits erstellt!
Im östlichen Lippe-Gebiet waren die Wasserstände am Samstag noch von kritischen Werten entfernt. Aufgrund der Zuflüsse aus dem Gebiet der Oberen Lippe (Paderborn, Lippstadt) kam es ab Montag auch im Raum Hamm zu einem Anstieg der Pegelstände. An der Radbodstraße in Hamm wurden am Dienstagvormittag 5,42 Meter bei einem Durchfluss von 220,6 Kubikmeter pro Sekunde verzeichnet. Zum Vergleich: Der normale Wasserstand an dieser Stelle liegt bei 3,35 Metern, ein mittleres Hochwasser bei 4,09 Meter. Mittlerweile sind entlang der gesamten Lippe an zahlreichen Stellen die Marken für ein zehnjährliches Hochwasserereignis überschritten worden. Im Bereich Waltrop ist die Lippe auf die Borker Straße gelaufen – diese war aber bereits am Montagabend vorsichtshalber vom Kreis Recklinghausen gesperrt worden.
Situation an der Emscher
Auch an der Emscher wurden und werden hohe Wasserstände verzeichnet, eine Überschwemmungsgefahr besteht nicht. An der Essener Straße in Bottrop wurden am Dienstagvormittag 4,82 Meter bei einem Durchfluss von 115,7 Kubikmeter pro Sekunde verzeichnet. Zum Vergleich: Der normale Wasserstand an dieser Stelle liegt bei 1,75 Metern, ein mittleres Hochwasser bei 5,13 Meter.
An der Konrad-Adenauer-Straße in Dinslaken wurden am Dienstagvormittag 5,03 Meter bei einem Durchfluss von 125,2 Kubikmeter pro Sekunde verzeichnet. Zur Einordnung: Ein einjährliches Hochwasserereignis an dieser Stelle würde bei 5,10 Meter liegen.
Abgang von Oberboden nach Dauerregen
Im Bereich Dinslaken gab es am Montag durch den anhaltenden Regen einen landseitigen Abgang von Oberboden an einer Verwallung in einem Baustellenbereich nahe der Mündung in den Rhein. Der Hochwasserschutz an der Emscher ist dadurch jedoch nicht eingeschränkt.

Verbände weiterhin im Hochwassereinsatz
Die Hydrologinnen von Emschergenossenschaft und Lippeverband haben die Niederschlagssituation und die Entwicklung der Pegelstände permanent im Blick, während die Betriebskolleginnen vor Ort die Gewässer genauestens beobachten. Für die kommenden Tage und vor allem für das anstehende Wochenende sind weitere Regenfälle prognostiziert. Für die Emscher gibt es aktuell keine Hochwasserwarnung. An der Lippe bleibt abzuwarten, welche Wassermengen über die zulaufenden Gewässer aus dem Kreis Paderborn hinzukommen.

Appell an die Bevölkerung
Wichtiger Hinweis: Emschergenossenschaft und Lippeverband appellieren an die Bevölkerung, sich zur eigenen Sicherheit fern von Gewässern zu halten und unter keinen Umständen die Deiche zu betreten! Hochwassertourismus ist gefährlich und kann schlimmstenfalls durch das eigene Abrutschen oder plötzliche Abgänge von aufgeweichtem Bodenmaterial tödlich enden. Die Strömungsgeschwindigkeit ist extrem gefährlich. Es gilt, Abstand zu halten und keine Absperrungen zu umgehen.

Emschergenossenschaft und Lippeverband
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1.700 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, 546 Pumpwerke und 69 Kläranlagen). www.eglv.de
https://www.eglv.de/medien/hochwasser-einsatz-an-emscher-und-lippe/

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Stuttgart: Abwassergebühren der Stadtentwässerung ab 1/2024

Die Schmutzwassergebühr wird ab 1. Januar 2024 von 1,73 EUR/m³ auf 1,79 EUR/m³ bezogene Frischwassermenge erhöht. Die Niederschlagswassergebühr von 0,68 EUR/m² auf 0,71 EUR/m² Berechnungsfläche erhöht. Insgesamt entspricht dies einer Steigerung der Abwassergebühren um 3,7 %.
Damit die Ableitung und Reinigung der Stuttgarter Abwässer auch weiterhin so reibungslos funktionieren kann, sind für die Sanierung, Erhaltung, Erneuerung und Ausbau des Stuttgarter Kanalnetzes und der Klärwerke im Wirtschaftsplan 2024 Investitionen in Höhe von 79,4 Mio. EUR vorgesehen.
Ein durchschnittlicher Familienhaushalt in Stuttgart bezahlt 2024 (bei einem Frischwasserverbrauch von 120 m³ und einer angeschlossenen Fläche von 80 m²) Abwassergebühren in Höhe von 272 EUR (Vorjahr 263 EUR). Im Vergleich dazu liegt der durchschnittliche Gebührenaufwand in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern bei über 347 EUR. Damit bietet der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart weiterhin ein sehr gutes Preisniveau für eine sichere, bezahlbare, nachhaltige und leistungsfähige Abwasserentsorgung in Stuttgart.
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/abwassergebuehren-der-stadtentwaesserung-ab-01-januar-2024/

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Ruhrverband: Wasserwirtschaft spürt leichte Erholung in krisenhaften Zeiten

Verbandsversammlung in Essen mit positiven Botschaften für die genossenschaftlichen Mitglieder

Die Delegierten der Mitglieder des Ruhrverbands stellten mit ihren Beschlüssen auf der 37. Verbandsversammlung in Essen die Weichen für die wasserwirtschaftliche Arbeit in der Region im kommenden Jahr.
„Der Ruhrverband hat die Auswirkungen der hinter uns liegenden Krisen gut bewältigt und befindet sich stabil auf Kurs. In den nächsten Jahren werden wir massiv in den Substanzerhalt unserer Anlagen investieren, um sie auch für die noch strengeren gesetzlichen Anforderungen, die auf uns zukommen werden, zukunftsfit zu machen.“ Positiv, aber mit der gebotenen Vorsicht bilanzierte Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand des Ruhrverbands, das zu Ende gehende Jahr auf der Verbandsversammlung des Essener Wasserwirtschaftsunternehmens. Traditionell kommen die Delegierten der 60 Städte und Gemeinden, der Trinkwasserwerke und der Industriebetriebe im Einzugsgebiet der Ruhr am ersten Freitag im Dezember zur jährlichen Verbandsversammlung des Ruhrverbands in der Essener Philharmonie zusammen.
Nach mehreren turbulenten Jahren in Folge, die geprägt waren durch Corona, Ukrainekrieg, Energiekrise, massive Lieferengpässe bei wichtigen Betriebsmitteln, Dürre und Hochwasser, erlebte die Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2023 vergleichsweise ruhige Zeiten, in denen unter anderem die im Jahresverlauf spürbaren Rückgänge bei der Inflationsrate, dem Erzeugerpreisindex und dem Strompreis für eine gewisse Entspannung sorgten. Unverändert nach oben zeigen hingegen Baupreise und Bauzinsen mit den höchsten Steigerungen seit über 50 Jahren – durchaus eine Herausforderung für den Ruhrverband, dessen Aufwendungen für den Substanzerhalt seiner Betriebsanlagen schon in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gestiegen sind und mit Blick auf den altersbedingten Sanierungsbedarf der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur weiter steigen werden.
Hinzu kommen neue Anforderungen auf politischer Ebene, verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende in seinem Vortrag: Unter anderem seien aus der überarbeiteten Kommunalabwasserrichtlinie, der das EU-Parlament in erster Lesung zugestimmt hat, erhebliche Verschärfungen bei den Grenzwerten für die Nährstoff- und Spurenstoffelimination aus dem Abwasser zu erwarten. Um diese zu erfüllen, sind umfangreiche Investitionen notwendig. Ein erstes Beispiel ist die im Herbst 2023 in Betrieb genommene weitergehende Reinigungsstufe auf der Kläranlage Brilon, in die der Ruhrverband rund sechs Millionen Euro investiert hat.
Aus wasserwirtschaftlicher Sicht erfreulich waren im Jahr 2023 die ergiebigen Regenfälle unter anderem im März, Juli, August und Oktober, die dafür sorgten, dass nach 14 zu trockenen Abflussjahren in Folge erstmals wieder ein Abflussjahr im Ruhreinzugsgebiet mit einem Niederschlagsüberschuss abschloss. Dennoch erinnerte der Vorstandsvorsitzende die Delegierten nachdrücklich daran, dass das in den vorangegangenen 14 zu trockenen Abflussjahren angesammelte Niederschlagsdefizit durch ein einziges nasses Jahr nicht ausgeglichen wird und in der Summe immer noch mehr als ein kompletter Jahresniederschlag in den Böden fehlt. Zudem waren die Abflussjahre 2022 und 2023 die wärmsten, die jemals an der Ruhr gemessen wurden – der Anpassung an die Folgen des menschengemachten Klimawandels bleibt also auch in den nächsten Jahren eine der größten Herausforderungen, denen sich die Wasserwirtschaft an der Ruhr gegenübersieht.
Die Finanz-, Personal- und Verwaltungsvorständin Dr. Antje Mohr konnte für den Finanzbereich trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen ebenfalls Positives verkünden. Denn auch wenn die Inflation, der Tarifabschluss für die NRW-Wasserwirtschaft und weitere wirtschaftliche Herausforderungen ihre Spuren im Wirtschaftsplan hinterlassen haben, liegt die Beitragssteigerung für das Jahr 2024 erneut unter der Inflationsrate. Für die im Verbandsgebiet lebenden Bürgerinnen und Bürger hatte die Finanzvorständin eine besonders gute Nachricht: Obwohl die Siedlungsentwässerung im mittelgebirgsgeprägten Einzugsgebiet des Ruhrverbands mit einem größeren Aufwand verbunden ist als in anderen Gegenden, liegt der Gebührendurchschnitt für einen Vier-Personen-Musterhaushalt im Ruhreinzugsgebiet erstmals seit vielen Jahren sogar wieder unter dem vom Bund der Steuerzahler ermittelten NRW-Durchschnitt.
Auch seinen durch das milliardenschwere Kläranlagenausbauprogramm aufgebauten Schuldenberg, der Mitte der Nullerjahre bei mehr als einer Milliarde Euro gelegen hatte, konnte der Verband im vergangenen Jahr weiter abtragen, so dass die Verschuldung ohne Berücksichtigung der in jüngster Zeit übertragenen Kanalnetze mittlerweile nur noch bei 271 Millionen Euro liegt. Selbst im Wachstumsfeld der Kanalnetzübertragungen konnte die Verschuldung zurückgefahren werden, sie wird allerdings in den kommenden Jahren durch weitere Übertragungen wieder zunehmen. Kanalnetzübertragungen schaffen die Voraussetzung, Siedlungswasserwirtschaft aus einer Hand zu betreiben, Schnittstellen im Kanalsystem vor Ort zu beseitigen und bestehende Einsparpotenziale zu heben. Auch bei der Gewässerunterhaltung kooperiert der Ruhrverband mit mehreren Kommunen in seinem Verbandsgebiet.
Die Delegierten des „Wasserparlaments der Ruhr“ stellten den beiden Vorständen sowie den rund 1.000 Beschäftigten des Ruhrverbands erneut ein gutes Zeugnis aus, denn sie erteilten dem Vorstand für das Wirtschaftsjahr 2022 Entlastung und stimmten den Entwürfen des nächsten Wirtschaftsplans sowie der Finanzplanung für die kommenden fünf Jahre zu. Der Ruhrverband verfügt damit auch weiterhin über den notwendigen Rahmen für seine gesetzliche Kernaufgabe, die Wasserversorgung für 4,6 Millionen Menschen zu sichern.
https://ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-wasserwirtschaft-spuert-leichte-erholung-in-krisenhaften-zeiten/

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OOWV: 46 Todesfälle: Corona bestimmt das Infektionsgeschehen in Sachsen

OOWV beteiligt sich an bundesweitem Projekt zur Abwasseruntersuchung
Krankheitserreger im Abwasser finden

Oldenburg. Mit dem Beginn der kälteren Jahreszeit finden sich Menschen in Deutschland wieder vermehrt in Innenräumen zusammen. Wie aus der Corona-Pandemie bekannt, steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krankheitserreger verbreiten. Auch wenn die pandemische Lage in Bezug auf das neuartige Coronavirus aufgehoben wurde, zirkuliert das Virus in seinen verschiedenen Variationen weiterhin in der Bevölkerung. Und mit ihm die üblichen Erkältungs- und Grippeviren oder multiresistente Erreger. Um unter anderem die Viruslast im Blick zu behalten, wird im Rahmen des Projekts „Abwasser-Monitoring für die epidemiologische Lagebewertung“ (AMELAG), das vom Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Umweltbundesamt (UBA) in gemeinsamer Trägerschaft entwickelt und aufgebaut wurde, das Abwasser aus 123 Kläranlage im gesamten Bundesgebiet untersucht. Auch der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) beteiligt sich mit Proben aus seiner Kläranlage Oldenburg daran.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archive/2023/dezember/7/artikel/oowv-beteiligt-sich-an-bundesweitem-projekt-zur-abwasseruntersuchung

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Lippersdorf: Info zum Bau der Kläranlage Täler1

Mit dem „neuen“ Thüringer Wassergesetz (ThürWG, 2019) wurde der ZWA „Thüringer Holzland“ verpflichtet, das Abwasser aus vielen Siedlungsgebieten öffentlich zu beseitigen. Darunter fallen auch Lippersdorf, Ottendorf, Eineborn und Tautendorf, die im Rahmen des 2021 fortgeschriebenen Abwasserbeseitigungskonzepts zum Planungsgebiet „Täler 1“ zusammengefasst wurden.

Das Gesamtvorhaben im Planungsgebiet „Täler 1“ gliedert sich in einen kanalbautechnischen Teil und in einen abwasserbehandlungstechnischen Teil mit der Neuerrichtung einer Gruppenkläranlage mit einer Ausbaugröße von 990 EW im Bereich der Ortslage Lippersdorf.

Nach einer Variantenuntersuchung wurde als Kläranlage eine klassische Belebungsanlage in offener Kompaktbauweise aus Stahlbeton, bestehend aus einem zweistraßigen Belebungs- und Nachklärbecken und einem Betriebsgebäude, ausgewählt.

Die vorhandene Wohngebietskläranlage wird mit Inbetriebnahme der neuen, zentralen Anlage außer Betrieb genommen.

In die Kläranlage Täler investiert der Zweckverband „Thüringer Holzland“ ca. 3,3 Mio. Euro. Der Freistaat Thüringen beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Der geplante Bauzeitraum der Kläranlage ist von September 2023 bis Frühjahr 2025.

Mit dem geplanten Neubau der Gruppenkläranlage „Täler 1“ für das beschriebene Planungsgebiet werden die anfallenden Abwässer so weitgehend biologisch gereinigt, dass die gesetzlich verlangte Wasserablaufgüte mit großer Sicherheit erreicht wird. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie geleistet.

Kanalbautechnisch erfolgt im Planugsgebiet „Täler 1“ der Aufbau eines Trennsystems. Das heißt, dass in und zwischen allen Orten eine neue Schmutzwasserkanalisation errichtet wird, welche zur Kläranlage führt. Die derzeit vorhandenen Kanäle sollen, soweit der technische Zustand es zulässt, weiter zur Regenwasserableitung genutzt werden. Das gilt ebenso für die Grundstücksanschlüsse.

Der Aufbau der neuen Schmutzwasserkanalisation muss an der Kläranlage beginnen und endet in Tautendorf, am Ende des Planungsgebietes. Aufgrund der Größe des Planungsgebietes ist der Bauzeitraum insgesamt enorm, so dass derzeit noch nicht verlässlich angegeben werden kann, in welchen Jahresscheiben die Lippersdorf nachfolgenden Orte angeschlossen werden.

In Lippersdorf ist geplant, mit dem Aufbau der Schmutzwasserkanalisation im nächsten Jahr zu beginnen. Die Fördermittelanmeldung für den 1. Bauabschnitt erfolgte bereits im Juni. Der erste Bauabschnitt umfasst den Tälerweg sowie den Zulaufkanal zwischen der Kläranlage und der Ortslage Lippersdorf in der L1062. Da die Herstellung des Zulaufkanals in der Landesstraße technisch bedingt nur unter Vollsperrung erfolgen kann, muss die Maßnahme mit den parallel stattfindenden Arbeiten in der L1076 in Quirla koordiniert werden. Daher wird sich die Bautätigkeit in 2024, welche aufgrund des geplanten Fördermitteleinsatzes nicht vor dem Spätsommer beginnt, auf den Tälerweg beschränken. Im Frühjahr 2025, nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes in Quirla, soll dann der Zulaufkanal in der L1062 errichtet und im Tälerweg weitergebaut werden.

Die weiteren Bauabschnitte in Lippersdorf folgen voraussichtlich im bzw. ab dem Jahr 2027, vorausgesetzt, dass der 2. Abschnitt in der L1076 in Quirla in 2026 fertiggestellt wird.

Für die Grundstückseigentümer stehen im Zusammenhang mit dem Anschluss an die zentrale Kläranlage Beitragszahlungen entsprechend der Beitrags- und Gebührensatzung des ZWA „Thüringer Holzlandes“ an.

Ebenfalls fallen vom jeweiligen Eigentümer durchzuführende Baumaßnahmen auf den Grundstücken selbst an. Dies betrifft die Trennung von Schmutz- und Regenwasser, die Errichtung von Kontrollschächten und die Außerbetriebnahme der grundstückseigenen Kleinkläranlage. Rechtzeitig vor jeder Baumaßnahme führen deshalb Mitarbeiter des Zweckverbandes mit den betroffenen Grundstückseigentümern Abstimmungen zu den notwendigen Maßnahmen durch. Sollten auf den Grundstücken der späteren Bauabschnitte im Vorfeld Umbau- oder Pflastermaßnahmen anstehen, ist aber dringend anzuraten, die Umstellung auf das Trennsystem bereits jetzt zu beachten. Der Kläranlage zugeführt müssen nicht nur die Abwässer von Bad und Toilette, sondern auch die aus der Küche und aus anderen Waschbecken, Waschmaschinen u.s.w.

Abschließend bittet der Zweckverband alle Anwohner um Verständnis für die Einschränkungen und Mehrwege, welche durch die Baumaßnahmen zwangsläufig entstehen werden. Vor Beginn jedes Bauabschnitts wird der Zweckverband jeweils mit den direkt im Baufeld befindlichen Anwohnern eine Einwohnerversammlung durchführen.

https://zwa-holzland.de/home/?c=aktuelles&menue1=Aktuelles&menue2=&menue3=

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Stadtwerke Kaiserslautern: Aus der Praxis für die Praxis

Beitrag zur praxisnahen Ausbildung angehender Abwassermeister/-innen

Mit einer vielseitigen Vortragsreihe unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ wurde auch in diesem Jahr das zweite Fortbildungsjahr der Meister Ver- und Entsorgung (Abwassermeister) an der BBS Ludwigshafen bereichert.
Gemeinsam mit anderen Fachexperten teilte Herr Steidel, Abwassermeister der Stadtentwässerung Kaiserlautern und Mitglied des Prüfungsausschusses, sein umfassendes Wissen zu den Themen „Entwässerung und Konditionierung von Klärschlamm“ mit den angehenden Abwassermeister/-innen.

Praxisbezug: Eine Brücke zwischen Theorie und Betriebsrealität …mehr:
https://www.wve-kl.de/index.php?id=80&tx_ttnews%5Btt_news%5D=144&cHash=68f7e880982ec72377e3c6f28be3f971

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Altenahr: Zentrale Kläranlage: Verbandsgemeinde Adenau kooperiert mit Ahrtal-Werken

Nicht zuletzt seit der Flutkatastrophe arbeiten die Kommunen des Kreises Ahrweiler eng und vertrauensvoll miteinander. Diese Zusammenarbeit wurde nun nochmals intensiviert.
https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-ahrweiler_artikel,-zentrale-klaeranlage-verbandsgemeinde-adenau-kooperiert-mit-ahrtalwerken-_arid,2608676_source,rss.html

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Berlin: Da haben wir ein Auge drauf

Mit der Software EmergencyEye verbessern die Wasserbetriebe Hilfe bei Notfällen
Der Schaden am eigenen Hausanschluss oder der zufällig entdeckte Rohrbruch unter der Straße: solche Störfälle können ab sofort mit dem Smartphone an die Wasserbetriebe gemeldet werden. Per Video oder Chat macht sich der Entstörungsdienst ein Bild von der Lage und kann so schneller helfen. Die Chatfunktion eröffnet zudem auch Gehörlosen die Möglichkeit, per Telefon Kontakt aufzunehmen. Und: Der Chat kann simultan in mehrere Sprachen übersetzt werden.
Es tropft aus der Leitung oder sprudelt aus dem Untergrund – da ist schnelle Hilfe Gold wert. Wer bei den Berliner Wasserbetriebe einen Schaden meldet, kann jetzt das Smartphone nutzen, um mit sicherer Videoübertragung das Problem nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu zeigen. So kann der Entstörungsdienst schnell, interaktiv und ohne Missverständnisse die Lage vor Ort einschätzen und Hilfe schicken. Die Chatfunktion mit Simultanübersetzung ermöglicht es zudem, Gehörlosen und nicht deutschsprachigen Menschen, ihr Problem schnell und deutlich darzulegen.
„Mit EmergencyEye heben wir die Kommunikation mit unseren Kund:innen und allen, die uns eine Störung melden, aufs nächste Level“, sagt Christoph Donner, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. „Das Tool zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung in der Wasserwirtschaft einen direkten Nutzen schafft: für die Menschen und das Unternehmen.“
Und so funktioniert es: Wer mit dem Smartphone den Entstörungsdienst der Berliner Wasserbetriebe unter 0800.2927587 anruft, bekommt bei Bedarf einen Link zur webbasierten EmergencyEye-Software per SMS zugeschickt. Nach einem Klick öffnet sich im Browser die Nutzeroberfläche, es muss nichts dazu auf dem Gerät installiert werden. Den Zugriff auf Kamera, Mikrofon und Ortungsdienste (um einen Rohrbruch besser lokalisieren zu können) geben die Anrufenden jeweils separat frei. Die Einsatzleitung in der Funkleitstelle kann sich durch die Smartphonekamera direkt ein Bild machen und so das Problem schnell lösen helfen. Nach Ende des Anrufs werden alle Zugriffe beendet und die Anrufenden erhalten auf Wunsch ein Protokoll, aus dem hervorgeht, welche Daten zu welchen Zwecken genutzt wurden.
EmergencyEye wurde von dem Unternehmen Corevas aus Grevenbroich ursprünglich zur Kommunikation mit Rettungskräften am Unfallort entwickelt, ist inzwischen aber auch in anderen Branchen im Einsatz. Die Wasserbetriebe sind das erste Unternehmen in Berlin, das diese Technologie nutzt.
Wie EmergencyEye funktioniert, sehen Sie auch in diesem Video: www.bwb.de/de/emergency-eye-technology.php

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Berlin: Wasserbetriebe gewinnen Corporate Health Award

Betriebliches Gesundheitsmanagement schon zum fünften Mal ausgezeichnet
Die Berliner Wasserbetriebe haben den ersten Platz des bundesweiten Gesundheitspreises Corporate Health Award in der Kategorie öffentliche Verwaltung belegt. Das Landesunternehmen wurde damit bereits zum fünften Mal für sein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet.
Der Corporate Health Award wird jährlich vergeben und ist eine Initiative von Handelsblatt, TÜV SÜD Akademie, EuPD Research Sustainable Management und der ias-Gruppe. Er prämiert das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) von Unternehmen.
„Wir haben hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir kümmern uns gut um sie“, sagt Personalvorständin Kerstin Oster. „Dass dieses Engagement für die Gesundheit unserer Beschäftigten erneut mit dem Corporate Health Award gewürdigt wird, freut uns sehr und ist ein toller Ansporn.“
„Die Berliner Wasserbetriebe stehen nicht nur für die unvergleichliche Verbindung mit der Lebensgrundlage Wasser, sondern auch für die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die ganzheitliche Integration des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Mitarbeitenden in jegliche Prozesse der Wasserbetriebe steht die Gesundheit dauerhaft im Fokus“, würdigt Steffen Klink, COO bei EUPD Research.
Zu den im Award gewürdigten Maßnahmen zählen Ergometer in den Schaltwarten der Wasser- und Klärwerke, Beratungsangebote bei psychosozialen Problemen, ein „Lebensphasencoaching 50 plus“ für erfahrene Kolleg:innen, strategische Unfallprävention, Elektroräder zum Ausleihen und ein Betriebschor. Ein besonderes Augenmerk lenkt das Unternehmen dabei auch auf die Fach- und Führungskräfte von morgen, die rund 280 Auszubildenden und dual Studierenden. Workshops und Kurse zum Abbau von Stress und Prüfungsangst gehören ebenso zum Pflichtprogramm der Ausbildung wie Kurse und Workshops zu gesunder Ernährung und Suchtprävention.

Zum Unternehmen
Die Berliner Wasserbetriebe und ihre 4.636 Beschäftigten versorgen 3,8 Mio. Menschen mit bestem Trinkwasser und reinigen das Abwasser von 4,7 Mio. Einwohnern der Metropolenregion. Auch fast 18.800 Kilometer lange Rohr- und Kanalnetze beschreiben Deutschlands größtes integriertes Wasserver- und Entsorgungsunternehmen. Mit innovativen Technologien schützen die Wasserbetriebe den Wasserkreislauf und versorgen Berlin aus eigenen Grundwasserressourcen. Investitionen i. H. v. knapp 400 Mio. € sichern diese Leistung.

Zum Corporate Health Award
Der Corporate Health Award (CHA) ist die bekannteste und erfolgreichste Initiative im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland. Die Auszeichnung wird seit 2009 jährlich vergeben und umfasst inzwischen 13 Branchen- und mehrere Sonderpreiskategorien.

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