Samstag, September 18, 2021

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August 2021
BUND, UFZ und iDiv starten Citizen Science- Projekt zum Fließgewässermonitoring
Schadstoffe in Böden nach Hochwasserereignissen
Deutsch-israelische Wassertechnologie-Kooperation öffnet für einen neuen Stichtag
Dem Plastik in der Umwelt auf der Spur
Bundesumweltministerin Schulze legt Nationale Wasserstrategie vor
Juni 2021
Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München
Wie Künstliche Intelligenz helfen kann, unerwünschte Stoffe im Wasser aufzuspüren
Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesanstalt für Gewässerkunde
Projektstart Netzwerk Digital GreenTech: Umwelttechnik trifft Digitalisierung
Mai 2021
350 Millionen Euro für fünf Jahre: Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor
Umweltzustand 2020: gemischte Bilanz
Neues Bundeszentrum für Spurenstoffe beim UBA nimmt Arbeit auf
Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart
Umwelt + Mensch Informationsdienst
März 2021
Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung
Kommunen können mit Kommunikation Starkregenvorsorge verbessern
Februar 2021
Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor
Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen
Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet
Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0
Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“
Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung – WavE
Fona: Monatsthema März: Wasser und Klimawandel
Januar 2021
Aufbau von zusätzlichen Regenwasserbecken u. Kanaldimensionierung
Klärschlamm als Senke für Mikroplastik jetzt und in Zukunft?
Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer

 


BUND, UFZ und iDiv starten Citizen Science- Projekt zum Fließgewässermonitoring

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig haben ein umfassendes Monitoring von deutschen Fließgewässern gestartet. Ziel ist es laut einer Mitteilung, die Belastung kleiner Fließgewässer durch Pestizide zu erforschen und die Auswirkungen auf aquatische Insektengemeinschaften zu erfassen. So soll langfristig der Zustand deutscher Kleingewässer untersucht und auf dieser Grundlage die Artenvielfalt gefördert werden. Bürgerwissenschaftler*innen sollen dabei mithelfen.

„Die Kleingewässer in Deutschland sind in einem kritischen Zustand“, erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Insbesondere in landwirtschaftlich geprägten Regionen seien die Belastungen durch Pestizide und andere Schadstoffe besonders hoch. Erst kürzlich hatten Wissenschaftler*innen unter Leitung

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche. …mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/einzelansicht/Artikel/bund-ufz-und-idiv-starten-citizen-science-projekt-zum-fliessgewaessermonitoring.html

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Schadstoffe in Böden nach Hochwasserereignissen

Extreme Starkregen- und Hochwasserereignisse können einen deutlichen stofflichen Fußabdruck in Böden hinterlassen

Starkregen- und Hochwasserereignisse  setzen häufig Schadstoffe infolge Erosion  sowie Überflutung von Anlagen, Industrie-
und Gewerbeflächen, öffentlicher und  privater Grundstücke sowie Kanalisationen  und Kläranlagen frei. Dies kann in den  betroffenen Gebieten zu einer Verschleppung  und (Wieder)Ablagerung von Schadstoffen in  Böden, Sedimenten und Gewässern führen.
Dieses Factsheet fasst die Möglichkeiten von  Bodenverunreinigungen nach Hochwasserereignissen zusammen.

Woher kommen Schadstoffe, mit welchen Schadstoffen ist zu rechnen und wie verbreiten sie
sich bei Hochwasserereignissen?
► Aus überschwemmten Wohnsiedlungen kommt es zu einem erhöhten Sperrmüll- und  Schlammaufkommen. Private Öltanks können beschädigt werden, auslaufen und große Mengen Heizöl freisetzen. Auch größere Mengen von Haushaltschemikalien, wie Reinigungsmittel, gelagerte Lacke und Düngemittel können durch die Überschwemmungen verbreitet werden.
► Liegen Industriestandorte im Überschwemmungsbereich können dort exponierte oder unsachgemäß gelagerte umweltgefährdende Stoffe austreten und in Gewässer und Böden verlagert werden.
► Tankstellen, aber auch vom Hochwasser mitgerissene Fahrzeuge können beschädigt werden und Treib- und Schmierstoffe freisetzen.
► Durch einen erhöhten Sickerwasseranfall aus Deponien ohne Oberflächenabdichtung können Sickerwasserrückhaltebecken überlaufen und das kontaminierte Deponiesickerwasser kann in den Vorfluter oder auf angrenzende Flächen gelangen.
► Während eines Hochwasserereignisses können sich Bäche und Flüsse zu reißenden Strömen entwickeln und dabei schadstoffbelastete Sedimente im Flusslauf remobilisieren. Durch Überflutungsereignisse können diese Schadstoffe auf und in Böden verlagert werden.► Durch Hochwasser ausgelöste temporär steigende Grundwasserstände aktivieren die bisher in der ungesättigten Bodenzone befindlichen Schadstoffe und werden zur Quelle von Verschmutzungen von Grund- und Oberflächenwasser.
► Die unvorhergesehene (Über-)Flutung von Gruben, Abgrabungen, Restlöchern und nicht beräumten Altlasten kann zum Schadstofftransport und zu komplexen Schadensfällen und schädlichen Bodenveränderungen im Umland führen.
► Durch Oberflächenabfluss, Überschwemmungen und starke Strömung werden landwirtschaftlich genutzte Flächen erodiert und Pestizide und Düngemittel unkontrolliert verlagert oder remobilisiert.
► Die Überlastung von Kanalisationen und die Überschwemmung von Kläranlagen führen zu Austrag ungereinigten Abwassers mit einem breiten Schadstoffspektrum sowie zu erheblichen Keim- und Fäkalienbelastungen.

Welche Auswirkungen haben die Schadstoffumlagerungen auf die Böden und die Umwelt?
► Die Ausbreitung von belasteten Sedimenten und Schlämmen kann punktuell wie auch großflächig schädliche Bodenveränderungen hervorrufen und zur Gefährdung für Mensch und Umwelt führen.
► Öl kann sich als feiner Film auf Bodenteilchen ablagern und so die Wasser – und Nährstoffaufnahme von Pflanzen einschränken und das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Mineralölkohlenwasserstoffe und andere Bestandteile in Diesel, Öl und Heizöl können sich
an der Oberfläche von Pflanzen ablagern.
► Böden können durch ihr Filter- und Puffervermögen Schadstoffe speichern und zurückhalten aber auch deren Abbauprozesse stimulieren. Bei einem erhöhten Schadstoffeintrag durch ein Hochwasserereignis können diese Potenziale jedoch schnell erschöpft sein und Stoffe werden dann schneller wieder freigesetzt (z.B. in das Grundwasser). Einige Schadstoffe können bereits in geringen Konzentrationen eine Störung von Bodenfun ktionen hervorrufen, Bodenorganismen schädigen und so die Biodiversität in Böden vermindern. Dies kann letztendlich Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit haben, ein gesundes Pflanzenwachstum behindern und die Nahrungsmittelsicherheit gefährden sowie Vermarktungsprobleme und Verzehreinschränkungen zur Folge haben.

Was ist bei der Nutzung von Böden nach einem Hochwasserereignis zu beachten? Welche
Handlungsmaßnahmen werden vorgeschlagen?
► Sperrmüll, Kadaver und beschädigte Fahrzeuge sowie zerstörte Anlagen soll ten kurzfristig beräumt und fachgerecht entsorgt oder behandelt werden, um Sekundärkontaminationen und Infektionsrisiken zu verhindern und die lokale Wirkung wirksam einzugrenzen.► Der Faktor „Zeit“ spielt bei der Beräumung eine entscheidende Rolle, denn Wärme, Feuchtigkeit und organische Substanz sind Treiber von Verwesung, Fäulnis, Zersetzung und Schimmelbildung und damit einhergehenden Gesundheitsrisiken.
► Bei konkreten Hinweisen auf Schadstoffeinträge auf Landwirtschaftsflächen sowie private überschwemmte Nutzgärten sind Verzehreinschränkung von Nutzpflanzen und Feldfrüchten zu prüfen und ggf. per Allgemeinverfügung anzuordnen. Vom Hochwasser überschwemmte Böden in Nutzgärten sollten vor dem Anbau von Obst und Gemüse auf eine Schadstoffbelastung hin analysiert werden.

Impressum
Herausgeber Autorenschaft, Institution
Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Tel: +49 340-2103-0
Fax: +49 340-2103-2285
buergerservice@uba.de
Internet: www.umweltbundesamt.de

Leonie Rückert, Dr. Annegret Biegel-Engler, Jörg Frauenstein
Umweltbundesamt
Fachgebiet II 2.6
Maßnahmen des Bodenschutzes
II2.6@uba.de
Stand: August/2021

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/dokumente/20210805_factsheet_schadstoffe_in_boeden_nach_hochwasser.pdf

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Deutsch-israelische Wassertechnologie-Kooperation öffnet für einen neuen Stichtag

Die deutsch-israelische Wassertechnologie –Kooperation geht in eine neue Runde. Mit Stichtag 07.10.2021 rufen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das israelische Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) wieder Forschende aus beiden Ländern auf, Anträge für bilaterale Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Wassertechnologie einzureichen.

Die übergreifenden Ziele der Kooperation sind:

Verbesserung der Wassersituation in Israel und Umgebung und/oder Deutschland. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf vergleichbare Regionen sollte möglichst gewährleistet sein.
Zugang zu neuen Märkten für israelische und deutsche Unternehmen im Wasser- und Umweltsektor
Unterstützung und Stärkung der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit im Wassersektor sowie der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Für den Stichtag 2021 werden Anträge in den folgenden Themenfeldern gesucht:

Multiresistente Pathogene, Gen- oder Viruslasten in Abwasser und Gewässern: Verfolgung und Gegenmaßnahmen
Quantifizierung und Minderung des Einflusses von persistenten mobilen Schadstoffen und/oder Mikroplastik auf Trinkwasserressourcen und Süßwassersysteme
Die gemeinschaftlichen Projektanträge der deutschen und israelischen Partner werden mithilfe externer Begutachtungen von BMBF und MOST zur Förderung ausgewählt.

Die aktuelle Bekanntmachung, die bis zum 07.10.2021 offen ist, sowie das Antragsformular (jeweils nur auf Englisch verfügbar) finden Sie unter „Weitere Informationen“ rechts auf dieser Seite.

Achtung: Für die Einreichung der Förderanträge auf israelischer Seite gibt es in diesem Jahr zwei Fristen zu beachten: Forschende müssen im ersten Schritt bis spätestens 30.09.2021 eine vorläufige Projektskizze bei der zuständigen Stelle ihrer Forschungseinrichtung über das Antragsportal des MOST enreichen. Der endgültige Antrag erfolgt dann bis spätestens 07.10.2021 durch die jeweilige Forschungsinstitution.

Für deutsche Bewerber gilt die Frist 07.10.2021.

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen dem BMBF und dem MOST mit jährlichen Ausschreibungen zu aktuellen Themenschwerpunkten im Bereich Wassertechnologie besteht bereits seit 1974. Für junge Forschende besteht auch die Möglichkeit einer Bewerbung beim Young Scientist Research Program  (YSEP).

Im Jahr 2020 wurde zusätzlich eine multilaterale Kooperation zur Wasserforschung im Nahen und Mittleren Osten mit einer korrespondierenden Bekanntmachung des MOST in Israel initiiert, die ersten Projekte der Fördermaßnahme MEWAC sind nun gestartet.

https://www.fona.de/de/neuer-stichtag-deutsch-israelische-wassertechnologie-kooperation

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Dem Plastik in der Umwelt auf der Spur

Start des internationalen Forschungsprojekts „Land-Based Solutions for Plastics in the Sea (LABPLAS). Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist einer von 15 Projektpartnern und bringt ihre Expertise im Bereich Ökotoxikologie sowie der Konzeption und Leitung von Probenahmekampagnen ein.

Trinkhalme, To-Go-Becher, Luftballonstäbe – all das soll bald der Vergangenheit angehören. Denn viele Einwegplastikprodukte und deren Erzeugung sind seit dem 3. Juli 2021 in der EU verboten. Und das aus gutem Grund: Einwegbecher, Wattestäbchen und Co. machen rund 85 Prozent des Meeresmülls aus. Auch Nord- und Ostsee bilden dabei keine Ausnahme. Weniger Wegwerfartikel aus Kunststoff sind ein wichtiger erster Schritt, um das Müllproblem zu lösen. Verbote alleine reichen jedoch nicht aus. Um den kontinuierlichen Kunststoffstrom in die Umwelt wirksam zu unterbinden, sind detaillierte Kenntnisse zu Quellen, Transportpfaden und den Auswirkungen auf Mensch und Natur unerlässlich. Trotz intensiver Forschung in den vergangenen Jahren sind jedoch noch immer viele Prozesse nicht oder nur unzureichend verstanden.

Von der Quelle, über das Meer zurück auf den Teller
Licht ins Dunkel soll ein neues Forschungsprojekt der Europäischen Union bringen, dass am 1. Juni seine Arbeit aufnahm. Unter dem Titel „Land-Based Solutions for Plastics in the Sea“, kurz LABPLAS, erforscht ein internationales Konsortium die Quellen, den Transport, die Verteilung und die Auswirkungen der Plastikverschmutzung in allen Umweltkompartimenten (Wasser, Boden und Luft). LABPLAS soll bis Mai 2025 wichtige Daten zu den Wechselwirkungen unterschiedlich großer Kunststoffpartikel erheben und wirksame Managementoptionen für eine Verringerung der Plastikverschmutzung globaler Ökosysteme aufzeigen. Wesentliches Ziel des Projekts ist es, eine wissenschaftliche Datengrundlage für regulatorische Maßnahmen innerhalb der EU zu erarbeiten.

Das Neue an LABPLAS ist, dass erstmals unterschiedliche Umweltkompartimente gemeinsam untersucht werden. Im Fokus stehen dabei sowohl Nano-, als auch Mikro- und Makroplastik. Denn die Kunststoffteilchen stehen im Verdacht, je nach Größe unterschiedliche negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu verursachen.

Mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde beteiligen sich insgesamt 15 Einrichtungen aus acht Nationen an dem Projekt. Aus Deutschland engagieren sich auch das GEOMAR in Kiel, das IOW in Rostock und das Unternehmen BASF in Ludwigshafen. In LABPLAS bringt die BfG ihre Expertise in vier verschiedenen Arbeitspaketen ein: Unter anderem übernimmt sie die Koordination des Arbeitspakets „Field sampling“, ist für die Planung und Durchführung mehrerer Probenahmekampagnen an der Elbe verantwortlich und führt an ausgewählten Modellorganismen ökotoxikologische Untersuchungen mit sehr kleinen Plastikpartikeln durch.

Mikroplastik in Bundeswasserstraßen
Ein wichtiger Eintragspfad für Plastik in die Meere sind Flüsse und damit auch die Bundeswasserstraßen. Die BfG forscht daher bereits seit vielen Jahren zu unterschiedlichen Facetten der Kunststoffbelastung in den großen Fließgewässern in Deutschland. Beispielsweise arbeiteten Forscherinnen und Forscher der BfG im Projekt „MicBin“ an der Bilanzierung von Mikroplastikeinträgen in die Donau als Grundlage für eine Gefährdungsabschätzung und die Ableitung von Minderungsmaßnahmen. Die Ergebnisse des Projekts wurden im Frühjahr 2021 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Parallel zu LABPLAS wird derzeit in dem Projekt „Plastikfracht im Rhein“ eine systematische Erfassung der Kunststofffracht im Rhein unter Berücksichtigung der horizontalen und vertikalen Verteilung von Mikroplastik in der Wassersäule bei verschiedenen Abflusssituationen erstellt.
Auch an der Elbe wird aktuell geforscht: In dem Projekt „Mikro- und Makroplastik in Bundeswasserstraßen“ geht es um eine Zustandsbeschreibung, eine Bilanzierung und Modellierung des Eintrags und des Verbleibs von Mikro- und Makroplastik in den Bundeswasserstraßen sowie das Aufzeigen ökologischer Risiken und Managementoptionen am Beispiel der Elbe.

Ansprechperson: Dr. Friederike Stock und Dr. Georg Reifferscheid

Weitere Informationen
Twitter-Account: @LABPLAS_H2020
Projektsteckbrief LABPLAS
https://www.bafg.de/DE/07_Nachrichten/210714_LABPLAS.html;jsessionid=69D41A1CE2503119D614B0978EDBAF32.live21324

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Bundesumweltministerin Schulze legt Nationale Wasserstrategie vor

Im Rahmen des 3 . BMU-Wasserforums hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 8. Juni 2021 ihren Entwurf für eine Nationale Wasserstrategie vorgelegt. Mit der Strategie will das Bundesumweltministerium die natürlichen Wasserreserven Deutschlands sichern, Vorsorge gegen Wasserknappheit leisten, Nutzungskonflikten vorbeugen sowie den Zustand der Gewässer und die Wasserqualität verbessern. Mit dem zugehörigen Aktionsprogramm nimmt die Bundesumweltministerin alle beteiligten Akteure in die Pflicht, bis 2050 für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu sorgen. Die Nationale Wasserstrategie des BMU analysiert die Herausforderungen der Wasserwirtschaft in Deutschland bis zum Jahr 2050. Sie gliedert sich in zehn strategische Themenbereiche, die die nötigen Ziele und Maßnahmen umreißen. Im Kern des Entwurfs steht die Daseinsvorsorge. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen auch in Zukunft auf sichere, bezahlbare und leistungsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zählen können. Der Fokus liegt aber auch auf der Vorsorge für Tiere und Pflanzen. Gesunde Gewässer und ein funktionsfähiger Wasserhaushalt sind zentrale Voraussetzungen für den Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Der Strategieentwurf betont überdies die Bedeutung einer sicheren Versorgung mit Wasser und einer hohen Qualität unser Gewässer als Wirtschaftsfaktor. Ein umfassendes Aktionsprogramm ergänzt den Entwurf der Nationale Wasserstrategie des BMU. Die 57 Maßnahmen sollen bis 2030 schrittweise umgesetzt werden. In einer Pressemitteilung nennt das BMU an Maßnahmen unter anderem: „Das BMU wird die Abwasserabgabe so neugestalten, dass sie stärkere Anreize für eine weitere Verringerung der Gewässerverschmutzung durch kommunales und industrielles Abwasser setzt. Die Einnahmen können unter anderem genutzt werden, um Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe auszustatten.“ „Spuren von Viren können mitt-lerweile im Abwasser gut nachgewiesen werden. An ihrer Konzentration kann man erkennen, ob die Infektionszahlen an einem Ort anziehen oder abflachen, und zwar früher als über Tests beim Menschen. Wie ein bundesweites Monitoring aussehen könnte, untersucht die Bundesregierung gerade in einem Pilotprojekt.“ „Gemeinsam mit den Kommunen und den Fachverbänden entwickelt das BMU ein Konzept für eine gewässersensible Stadtentwicklung (‚Schwammstadt‘). Die bestehenden technischen Regeln werden daraufhin überprüft, ob sie zum Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts, Klimaanpassung und Stadtnatur beitragen, und wo nötig überarbeitet. Grundlage des BMU-Entwurfs für eine „Nationale Wasserstrategie“ sind die Ergebnisse eines zweijährigen Nationalen Wasserdialogs. Mehr als 200 Teilnehmende aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Forschung, aus Verbänden, Ländern und Kommunen haben in diesem Rahmen zusammen mit dem BMU die wichtigsten Herausforderungen und Ziele für die Entwicklung der Wasser-wirtschaft zusammengetragen. Der Nationale Bürger*innen-Dialog „Wasser“ hat weitere Ideen beigesteuert und die For-derungen der Bevölkerung an die Politik gesammelt. „Die DWA unterstützt die Kerninhalte und Forderungen für die Vision einer nachhaltigen und sicheren Wasserwirtschaft bis zum Jahr 2050 nachdrücklich“, betont DWA-Präsident Uli Paetzel. „In Zeiten des Klimawandels müssen wir ein neues gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Bedeutung der Ressource Wasser entwickeln. Wasser wird nicht mehr wie selbstverständlich einfach so verfügbar sein. Die Nationale Wasserstrategie benennt viele wichtige Themen, die wir in den kommenden Jahren gemeinsam bearbeiten müssen. Die Finanzierung der Maßnahmen muss auf breiten Schultern verteilt werden. Wasserpolitik lässt sich nur ganzheitlich und integrativ gestalten. Die Ziele des Bundes-umweltministeriums können nur in einer von allen getragenen Nationalen Wasserstrategie erreicht werden, die Umsetzung ist nur in Kooperation mit allen Ministerien möglich. Die DWA steht für diese Gespräche sehr gerne bereit“, so Paetzel.

Weiterführende Informationen: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210608_001

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Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ geförderten Projekts NOWATER wurde eine mobile Ultrafiltrationsanlage zur Wasseraufbereitung entwickelt und vom Projektpartner Strecker Wassertechnik GmbH an die Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität der Bundeswehr München übergeben.

Die Anlage soll Rohwasser aus einem möglichst breiten Spektrum wie Grund-, Quell- und Oberflächenwasser zu Trinkwasserqualität aufzubereiten und kann neben der Filtration zusätzliche Verfahrensschritte wie Dosierung von Pulveraktivkohle oder Flockungsmittel kombinieren. Durch eine zweite Filtrationsstufe sowie eine Luft-Wasser-Spülung ist der Spülwasseranfall der Anlage minimal.  
Die Ultrafiltrationsanlage ist Teil des Demonstrators zur Aufbereitung und Einspeisung von Ersatz- bzw. Notwasser im Falle eines Ausfalls der leitungsgebundenen Wasserversorgung. Die einzelnen Module des Demonstrators werden an der Universität der Bundeswehr München einem umfangreichen Versuchsbetrieb unterzogen und evaluiert.

Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München

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Wie Künstliche Intelligenz helfen kann, unerwünschte Stoffe im Wasser aufzuspüren

Mit einem virtuellen Kick-off-Meeting ist kürzlich das Projekt „Künstliche und kollektive Intelligenz zum Spurenstoff-Tracking in Oberflächenwasser für eine nachhaltige Trinkwassergewinnung K2I“ gestartet. Das Projekt wird innerhalb der Fördermaßnahme „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Digitalisierung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp 1 Million Euro gefördert. Von April 2021 bis März 2023 soll eine laborübergreifende Cloudlösung entwickelt werden, mit der Wasserversorger organische Spurenstoffe schnell entdecken und auf Grundlage einer überregionalen Datenbasis mögliche Quellen eingrenzen können.

Oberflächengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren sind eine wichtige Ressource für die Trinkwasserversorgung. Derzeit wird in Deutschland etwa ein Drittel des Trinkwassers aus Oberflächenwasser, Uferfiltrat oder oberflächenbeeinflussten Grundwässern gewonnen. Gleichzeitig sind Oberflächengewässer ständig verschiedenartigen Einträgen von organischen Spurenstoffen und Mikroorganismen ausgesetzt. Typische Eintragsquellen sind lokale Einleitungen, z. B. aus der industriellen Produktion oder durch kommunale Kläranlagen sowie diffuse Stoffeinträge, z. B. aus Abschwemmungen, Versickerungen, Erosion oder landwirtschaftlich genutzten Flächen. Hinzu kommen Einträge aus nachgewiesenen, aber auch aus unbemerkten Schadensereignissen wie Unfällen oder Havarien. Unter den gesamten Spurenstoffeinträgen kann derzeit nur ein Bruchteil entdeckt, erkannt und identifiziert werden. Daher bleiben Spurenstoffe in den meisten Fällen unbemerkt und können dann nicht oder erst mit erheblichem instrumentellen und zeitlichem Aufwand einer Eintragsquelle zugeordnet werden. Die Emittenten bleiben oft unentdeckt und eine Reaktion kann nur mit unbefriedigender zeitlicher Verzögerung erfolgen. Umfassendere Erkenntnisse über den Eintrag und die Verbreitung von Spurenstoffen in Oberflächengewässern könnten somit fokussierte Schutzmaßnahmen für Trinkwasserressourcen und die aquatische Umwelt ermöglichen.

In dem neuen BMBF-Verbundprojekt (Förderkennzeichen 02WDG1593A-D) soll ein Demonstrator eines cloudbasierten Systems konzipiert und implementiert werden. Das Ziel ist es, die Daten von örtlich verteilten, hochspezialisierten Laboren der öffentlichen Trinkwasserversorgung in der Cloudlösung zusammenzuführen und so die Quellen von Spurenstoffen in Oberflächengewässern im Kollektiv rascher einzugrenzen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Erfassung organischer Spurenstoffe durch das spezielle analytische Verfahren der hochauflösenden Massenspektrometrie (Non-Target-Screening). Aus der Vernetzung von bestehenden und neu gesammelten Analysedaten und Metainformationen aus unterschiedlichen Laboratorien, also einer kollektiven Intelligenz aus der Wasserversorgung und der künstlichen Intelligenz beim Prozessieren der Daten, entsteht ein erheblicher Mehrwert für die Quellzuordnung und die Identifikation bekannter und unbekannter Substanzen.

Interdisziplinäre Projektpartner aus Wasseranalytik und Digital Science
Für dieses BMBF-Projekt bündeln vier Projektpartner ihre Kompetenzen: die Landeswasserversorgung, das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Technische Universität München mit ihrem Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie, und das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser. Die entwickelten Lösungsansätze werden mit den assoziierten Projektpartnern aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung Hamburg Wasser, Hessenwasser GmbH, dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung und der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik GmbH als Labor der Gelsenwasser AG auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Dadurch wird der Transfer in die Praxis sichergestellt. Perspektivisch soll die Cloudlösung auch für weitere Partner offenstehen.

Die Landeswasserversorgung (LW) ist eine der größten und traditionsreichsten Fernwasserversorgungen Deutschlands und liefert jedes Jahr etwa 100 Millionen m³ Trinkwasser an drei Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Bayern. Die LW nutzt
Donauwasser, das in einem aufwändigen Verfahren aufbereitet wird, Karstgrundwasser und Karstquellwasser zur Trinkwasserversorgung. Die LW verfügt über ein eigenes Betriebs- und Forschungslabor in ihrem Wasserwerk Langenau bei Ulm. Mit ihrem Labor hat die LW jahrzehntelange Erfahrung bei der Untersuchung und Überwachung von Spurenstoffen in Roh- und Trinkwässern. Die LW führt auf Basis ihrer langjährigen Erfahrungen bei der Identifikation unbekannter Spurenstoffe das Proof of Concept der Cloudlösung an der Modellregion Donau@Ulm durch. Dabei koordiniert die LW alle Aktivitäten bei der analytischen Qualitätssicherung.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Digitalisierungspartner der Münchner Universitäten und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen in Bayern, Deutschland und Europa. Als Bayerisches Big-Data-Kompetenzzentrum bietet das LRZ Beratung und Dienste im Bereich Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML). Im Projekt liegt der Schwerpunkt des LRZ auf der Planung und Erstellung des cloudbasierten Datenmanagement- und Datenanalysesystems für die Verarbeitung der Analysedaten aus den Wasserlaboren. Die Erfahrung des LRZ im Bereich KI soll für die automatische Mustererkennung aus Analysedaten zur Identifikation unbekannter Spurenstoffe angewandt werden.

Die Technische Universität München (TUM), Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie entwickelt Laser-, Partikel-, Isotopen- und Bioanalytik für ein besseres Management von Chemikalien in der Umwelt und zur Charakterisierung des Selbstreinigungspotenzials von natürlichen Systemen. Zielgerichtete Bioanalytik von Bakterien und Viren ermöglicht es, biologische Qualitätsparameter rasch und kultivierungsunabhängig zu bestimmen. Im Projekt prüft die TUM eine perspektivische Erweiterung des cloudbasierten Systems auf mikrobiologische Parameter im Rahmen einer Feasibility Studie. Damit könnte künftig neben einer chemischen auch eine umfassende hygienische Bewertung der Oberflächenwässer möglich werden.

Das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser ist als Einrichtung des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) gemeinnützig und unabhängig. Das TZW mit seinen Standorten in Karlsruhe und Dresden kooperiert bei wissenschaftlich-technischen Themen aktiv mit Wasserversorgungsunternehmen und wirkt an der Regelsetzung des DVGW mit. Die Kompetenz des TZW stützt sich auf die Ergebnisse von etwa 50 Forschungsprojekten, die pro Jahr mit nationaler und internationaler Förderung bearbeitet werden. Im Projekt kooperiert das TZW mit der LW bei der Überwachung und Justierung der von der Cloudlösung berechneten Resultate. Darüber hinaus ist das TZW verantwortlich für die Koordination und die Öffentlichkeitsarbeit des Projektverbundes.

https://www.fona.de/de/wie-kuenstliche-intelligenz-helfen-kann-unerwuenschte-stoffe-im-wasser-aufzuspuere

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Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesanstalt für Gewässerkunde

Geplante Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms sind wirksam
Simulationen zeigen: Große Hochwasser an Donau, Elbe und Rhein könnten zukünftig im Ernstfall beträchtlich gesenkt werden.
in besserer überregionaler Hochwasserschutz ist möglich. Das zeigen die Ergebnisse eines fünfjährigen Forschungsvorhabens der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA), in dem die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen im Nationalen Hochwasserschutzprogram (NHWSP) an Donau, Elbe und Rhein überprüft wurden. Demnach könnten durch die Maßnahmen die Pegelstände zukünftiger großer Hochwasser über weite Streckenabschnitte zwischen 10 und 50 cm reduziert werden – unter bestimmten Umständen sogar deutlich mehr. Insgesamt zeigen die NHWSP-Maßnahmen in allen drei Flussgebieten eine deutliche überregionale Wirksamkeit. Zu den knapp 70 untersuchten Maßnahmen zählen Deichrückverlegungen, Hochwasserrückhaltebecken und Flutpolder, die den Flüssen Ausbreitungsraum geben können und teilweise beträchtliche Volumina der Hochwasserwelle aufnehmen sowie zurückhalten können….mehr:

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/geplante-massnahmen-des-nationalen

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Projektstart Netzwerk Digital GreenTech: Umwelttechnik trifft Digitalisierung

Mit dem Netzwerk Digital GreenTech unterstützt die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) Forschungsprojekte aus der BMBF-Förderlinie Digital GreenTech

Die GI startet mit dem Netzwerk Digital GreenTech (NetDGT) ein neues wissenschaftliches Querschnittsprojekt. Über drei Jahre wird NetDGT elf Projekte aus der Förderlinie Digital GreenTech des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wissenschaftlich begleiten und unterstützen.

Ziel des Begleitvorhabens an der Schnittstelle von Digitalisierung und Umwelttechnologien ist die Entwicklung von Technologien, die zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung von Umweltbelastungen beitragen. Die verschiedenen Projekte finden sich in den Bereichen Wasserwirtschaft, nachhaltiges Landmanagement und Geotechnologie sowie Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Die elf Projekte gliedern sich in die Rahmenstrategie Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein.

Maike Klein, Projektleiterin: „Ziel des Netzwerks ist es, den Austausch und die Vernetzung unter den beteiligten Projekten zu ermöglichen. Wir möchten die Erkenntnisse und Aktivitäten aus dem Förderprogramm an die Öffentlichkeit herantragen und einen Diskurs über ihre Themen führen. So wollen wir den fachlichen Austausch zwischen den Projekten sowie mit weiteren Expert*innen in den Bereichen Informatik, Digitalisierung und Umwelttechnik befördern.“

Das Projekt wird neben Vernetzungs- und Transferaktivitäten auch eine Synthese und Analyse der Forschungsvorhaben durchführen.

Dazu Nikolas Becker, Projektleiter: „Für die inhaltliche Aufbereitung und Evaluation wird die GI eng mit dem Öko-Institut e.V. zusammenarbeiten. Das Öko-Institut ist eins der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit zu diesem wichtigen Thema. Dass Nachhaltigkeit für die Informatik und auch für die GI von großer Bedeutung ist, unterstreicht der Beschluss des GI-Vorstandes, Nachhaltigkeit zum Leitthema für das Jahr 2021 zu erklären.“

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf der Projektwebseite.

https://www.fona.de/de/projektstart-netzwerk-digital-greentech

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350 Millionen Euro für fünf Jahre: Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor

350 Millionen Euro stehen für das res­sortübergreifende Programm „Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhal­tigkeit“ zur Verfügung. Das erklärte Bun­desforschungsministerin Anja Karliczek am 22. März 2021, dem Weltwassertag. Das Programm soll über fünf Jahre lau­fen. Zu den Schwerpunkthemen von „Wasser: N“ gehören sauberes Wasser, in­takte Ökosysteme, urbane Wasserinfra­strukturen, ressourceneffiziente Wasser­kreisläufe, Wasserextremereignisse so­wie optimiertes Wassermanagement. Im Programm „Wasser: N“, das Teil der FO­NA-Strategie „Forschung für Nachhaltig­keit“ ist, werden alle Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten systematisch ge­bündelt und abgestimmt. Dabei sind na­tionale Belange wie die Spurenstoffstra­tegie des Bundes, europäische und inter­nationale Fragestellungen – zum Beispiel die Erreichung der UN-Nachhaltigkeits­ziele – gleichermaßen von Bedeutung. Es soll ein interdisziplinärer und sektorübergreifender Austausch zwischen Ak­teuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Ge­sellschaft und Politik initiiert werden.

Das vom Bundesministerium für Bil­dung und Forschung (BMBF) initiierte Regierungsprogramm ist Teil der Strate­gie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“ und bildet für die kommenden Jahre das Rahmenkonzept für die Förde­rung einer zukunftsfähigen Wasserfor­schung. Am Programm „Wasser: N – For­schung und Innovation für Nachhaltig­keit“ sind neben dem federführenden BMBF das Auswärtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), für Gesund­heit (BMG), für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Ver­kehr und digitale Infrastruktur (BMVI), für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt. Es baut auf dem BMBF-Förderschwerpunkt „Nach­haltiges Wassermanagement“ (NaWaM) auf.

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Umweltzustand 2020: gemischte Bilanz

Nur wenige Indikatoren werden im „Um­weltmonitor 2020“ des Umweltbundes­amts (UBA) positiv bewertet. Der im März 2021 veröffentlichte Bericht zeich­net ein gemischtes Bild zum Zustand der Umwelt in Deutschland. Der Umweltmo­nitor bildet zehn zentrale Themenfelder von Klima, Wasser, Luft bis hin zu Flä­chenverbrauch und Lärm mit jeweils drei Schlüsselindikatoren ab. Gab es bei der Luftqualität oder den Treibhausgasen zu­letzt Verbesserungen, stehen andere In­dikatoren schlecht da. Im Themenfeld Wasser zeigt der Umweltmonitor in allen drei Indikatoren „rot“ an. Nur sieben Prozent der Flüsse sind dem Bericht zufolge in einem guten öko­logischen Zustand, das Ziel der Wasser­rahmenrichtlinie werde damit weit ver­fehlt. An knapp 16 Prozent der Messstel­len werde der Grenzwert zur Nitratbelas­tung des Grundwassers überschritten, und das seit Jahren. Grund sei vor allem die immer noch zu hohe Nährstoffbelas­tung der Gewässer, vor allem verursacht durch die Landwirtschaft. In welchem Umfang die seit Mai 2020 geltende neue Düngeverordnung die Belastung verrin­gern wird, werde sich im Rahmen des vorgesehenen Wirkungsmonitorings zei­gen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, statt pauschaler Flächenprämien über die EU-Agrarförderung ökologische Leis­tungen, wie Gewässserrandstreifen und ökologische Bewirtschaftung zu honorie­ren. Auch die Ausweitung des Ökoland­baus hätte positive Wirkungen auf die Gewässerqualität. Derzeit wird das Ziel eines 20- %-Anteils an der gesamten Landwirtschaft noch weit verfehlt. Wich­tiger Ansatzpunkt für weniger Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft wäre auch ein geringerer Fleischkonsum.
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt

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Neues Bundeszentrum für Spurenstoffe beim UBA nimmt Arbeit auf

Das beim Umweltbundesamt angesiedel­te neue „Spurenstoffzentrum des Bun­des“ mit Sitz in Leipzig nimmt in den kommenden Monaten sukzessive seine Arbeit auf und wird gemeinsam mit ei­nem Expertengremium weitere relevante Spurenstoffe identifizieren. Unter Ein­bindung von Herstellern und der Wasser­wirtschaft sollen an Runden Tischen wei­tere Maßnahmen zur Eintragsminderung entwickelt und die Länder bei der Ein­führung der 4. Reinigungsstufe in Klär­anlagen beraten werden. Zum Aufgaben­portfolio des Spurenstoffzentrums ge­hört auch, die Forschung im Bereich der Spurenstoffe weiter voranzutreiben und einen strukturierten Informationsaus­tausch zwischen Ländern, Kommunen, Kompetenzzentren und Hochschulen hinsichtlich quellenorientierter und nachgeschalteter Minderungsmaßnah­men zu entwickeln.

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Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart

Die Bundesumweltministerin und die Präsidenten der kommunalen Spitzen­verbände haben am 22. März 2021 einen laut Pressemitteilung der Beteiligten „schnell wirksamen“ Drei-Punkte-Plan zur Anpassung an den Klimawandel ver­einbart. Die wesentlichen Elemente sind erstens ein bundesweites Beratungszentrum für Städte, Landkreise und Gemein­den, das bis zum Sommer 2021 seine Ar­beit aufnehmen wird. Kommunen aus ganz Deutschland sollen in diesem Zentrum Informationen und Anregungen für Strategien und Projekte zur Klimaanpas­sung erhalten. Zweitens fördert der Bund den Einsatz von lokalen Anpassungsmanager*innen. So wird sichergestellt, dass die Strategien auch in der Praxis an­kommen. Drittens werden besonders in­novative Lösungen von Kommunen über den Wettbewerb „Blauer Kompass“ prä­miert. Alle drei Punkte sollen noch vor der Sommerpause umgesetzt werden.

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Umwelt + Mensch Informationsdienst

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift UMID stellt europäische Hitzeaktionspläne vor und zeigt die Hitzevorsorge in Bundesländern und Kommunen. Ein weiterer Schwerpunkt ist COVID-19: Erkrankungsschwere in der ersten Welle, Corona und die Auswirkungen auf die Luftqualität, Abwassermonitoring, Desinfektion mittels UV-C-Strahlung und der ⁠BfR⁠-Corona-Monitor zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Mehr:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/publikationen/umid_heft_1_2021-onlineversion.pdf

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Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung

Die Bundesregierung hält an den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie fest und will diese nicht aufweichen. Dies geht aus der Antwort (Bundestags-Drucksache 19/26097) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Wasserrahmenrichtlinie fordert, dass in den Mitgliedstaaten der EU bis Ende 2027 die Gewässerschutzziele erreicht werden sollen. Die Erreichung der Be­wirtschaftungsziele der Wasserrahmen­richtlinie liege vorrangig in der Zustän­digkeit der Länder, betont die Bundesre­gierung. Die Bewirtschaftungspläne müssen demnach bis spätestens 22.März 2022 an die Europäische Kommission be­richtet werden.Es sei eine Herausforde­rung nicht nur für Deutschland, die Be­wirtschaftungsziele in allen Wasserkör­pern bis zum Jahr 2027 zu erreichen, er­klärt die Bundesregierung weiter.

Download der Bundestags-Drucksache:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210128_001

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Kommunen können mit Kommunikation Starkregenvorsorge verbessern

Die Verantwortung für Maßnahmen zur Starkregenvorsorge liegt bei Kommunen und Bürger*innen. Kommunen können durch gezielte Kommunikationsinstrumente wie Nachbarschaftsberatungen oder Stadteilworkshops Bürger*innen motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen) zu treffen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Um Städte und Gemeinden wirksam vor den Folgen von Starkregen zu schützen, benötigt es vor Ort gemeinsame Anstrengungen von Kommune und Bürger*innen. Im Vorhaben „Regen//Sicher“ im Auftrag des Umweltbundesamts wurde deshalb ein breites Spektrum an Kommunikations- und Aktivierungsformaten in den Modellkommunen Worms, Lübeck sowie Bad Liebenwerda und Elsterwerda entwickelt und erprobt.

Ein Netzwerk von „Regenwasserberater*innen“ inklusive Fortbildungsangebot, Nachbarschaftsberatungen, Stadtteilworkshops und Infostände am lokalen Baumarkt – das sind einige der Beispiele für die im Vorhaben erprobten Kommunikationsformate. Diese und andere Formate wurden auf ihre Wirkung hin analysiert. Die Evaluation zeigt: wenn klar kommuniziert wird, dass eine effektive Starkregenvorsorge in der gemeinsamen Verantwortung von Bürger*innen und der Kommune liegt, fördert dies die Motivation zur Eigenvorsorge. In den drei Modelkommunen hat sich dabei bewährt, eine Kommunikationsstrategie zu konzipieren. Diese sollte sowohl verhaltenserzeugende (beispielsweise Infostände) als auch verhaltensfördernde (zum Beispiel Workshops, Beratungen) Kommunikationsformate umfassen, in denen Risiko-, Vorsorge- und Verantwortungswissen vermittelt wird.

Im Detail deuten die Ergebnisse der Studie drauf hin, dass insbesondere „aufsuchende“ Beratungsformate (beispielsweise ein Informationsstand am Baumarkt) wirksam sind, Bürgerinnen und Bürger zur Starkregenvorsorge zu motivieren, die bisher keine Absicht zur Vorsorge hatten. Workshops, Veranstaltungen und Informationsmaterialien sind hingegen geeignet, vorhandene Vorsorgeabsichten zu stärken und zu unterstützen. Sie erreichen also eher diejenigen, die bereits beabsichtigen, Vorsorgemaßnahmen umzusetzen.

Empfohlen wird grundsätzlich, dass Kommunen ihre Kommunikations- und Aktivierungsformate kontinuierlich durch verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleiten, um das Risikobewusstsein in der Bevölkerung insgesamt zu stärken. Betont werden sollte dabei die Eigenverantwortung der Bürger*innen zur Vorsorge sowie die Verantwortlichkeiten der öffentlichen Hand im Sinne der Daseinsvorsorge.
Zur Entwicklung verschiedener Kommunikationsformate arbeiteten im Projekt Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kommunikation und Psychologie zusammen. Auf Basis von wissenschaftlichen Studien wurden Faktoren ermittelt, die besonders wirksam darin sind, durch Kommunikation zum Handeln zu motivieren. Um Bürger*innen an kommunaler Starkregenvorsorge zu beteiligen, sollten die eingesetzten Kommunikationsinstrumente:
persönliche Schadenserfahrungen von Betroffenen vermitteln
die Risikowahrnehmung stärken
Selbstwirksamkeitsüberzeugungen erhöhen
kollektive Wirksamkeitsüberzeugungen fördern
gemeinsame Verantwortung von Staat und Bevölkerung kommunizieren
lokale Identität und soziale Eingebundenheit ausbauen.
Starkregenvorsorge im Porträt – Kurzfilme zeigen Erfahrungen in Worms, Lübeck und Elsterwerda/Bad Liebenwerda

Die im Projekt „Regen//Sicher“ erprobten Aktivierungs- und Beteiligungsprozesse werden in drei Kurzfilmen portraitiert:
Worms sorgt vor – Gemeinsame Starkregenvorsorge von Stadt und Bürgern
Gemeinsam gut gerüstet – Starkregenvorsorge in Lübecker Siedlergemeinschaften
Gut beraten bei Starkregen – Das Netzwerk Regenwasserberatung des Wasser- und Abwasserverbands Elsterwerda

Zudem wurden diverse Materialien, Konzepte und Leitfäden für Kommunen entwickelt, die Bürger*innen bei der Starkregenvorsorge beteiligen wollen. Die Materialien sind auf der Projektwebseite des UBA zu finden.

Durchgeführt wurde das Projekt von Oktober 2016 bis Januar 2020 von ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation und e-fect dialog evaluation consulting eG.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/kommunen-koennen-kommunikation-starkregenvorsorge

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Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor

Für viele Umweltbelastungen und -schä­den gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszu­drücken. Das Umweltbundesamt (UBA) hat im Dezember 2020 in der neu veröf­fentlichten Methodenkonvention 3.1 die Kostensätze von Umweltbelastungen ak­tualisiert und um Kostensätze für Stick­stoff-und Phosphoremissionen, Treibhausgase in der landwirtschaftlichen Lie­ferkette und Baustoffe erweitert.

Ein Beispiel, das das UBA in einer Pressemitteilung nennt: Mit den erwei­terten Kostensätzen der „Methodenkon­vention 3.1“ ergeben sich für die Aus­bringung von einem Kilo Stickstoff in der landwirtschaftlichen Praxis konservativ geschätzt Umweltschadenskosten von 6,30 Euro, die Ausbringung von einem Kilo Phosphor 4,44 Euro. Bei einem durchschnittlichen Stickstoffüberschuss von 94 kg/ha und einer landwirtschaft­lich genutzten Fläche von ca. 16,5 Mio. ha entspricht das jährlichen Gesamtkos­ten von ca. 11,5 Milliarden Euro allein in Deutschland.

Download der Methodenkonvention 3.1 zur Ermittlung von Umweltkosten – Kostensätze:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201222_009

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Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen

Zur Umsetzung der Wasserrahmenricht­linie sind in der Oberflächengewässer-Verordnung (OGewV) für Schadstoffe Umweltqualitätsnormen (UQN) festzule­gen. Für viele Spurenstoffe ist eine reali­tätsnahe UQN-Ableitung nicht möglich, da valide Testergebnisse fehlen. In einem Projekt im Auftrag des Umweltbundes­amts wurden Daten für umweltrelevante Schadstoffe anhand ökotoxikologischen Standardtests (Algen-, Daphnien-, Fisch­eitest) erhoben und Vorschläge für Um­weltqualitätsnormen (UQN-V) abgelei­tet. Weiter wurden Untersuchungen zu chronischen, subletalen Wirkungen des Antidiabetikums Metformin sowie Gua­nylurea an Regenbogenforellen (On­corhynchus mykiss) über 28 Tage durch­geführt und UQN-V abgeleitet. Die Er­gebnisse hat das Umweltbundesamt in der Reihe Texte (233/2020) veröffent­licht:

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltqualitaetsnormen-fuer-binnengewaesser

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Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet

Die Emschergenossenschaft hat den Pro­bebetrieb ihrer neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage am Standort der Kläranlage Bottrop aufge­nommen. Mit einer Fläche von zirka 61 000 m² ist es die weltweit größte An­lage ihrer Art. Im Frühjahr 2019 hatte die Emschergenossenschaft mit der Er­richtung der neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage (STT) in Bottrop begonnen. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit konnte dann der Testbe­trieb in der STT starten.

In den ersten Hallen der Anlage wur­de der erste entwässerte Klärschlamm eingebracht. In diesen Hallen wird der Schlamm durch die Wendetechnik („elektrische Schweine“) regelmäßig ge­wendet und somit getrocknet. Gleichzei­tig gingen die ersten Abluftbehandlungs­anlagen in Betrieb, um eine Beeinträchti­gung des Umfelds durch den startenden Betrieb auszuschließen. In den kommen­den Wochen und Monaten werden dann Schritt für Schritt weitere Anlagenteile in Betrieb genommen, sodass die Emscher­genossenschaft etwa bis Mitte 2021 den Betrieb der STT bis zur vollen Auslastung hochfahren wird.

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Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0

Die Bundesregierung hat im Dezember 2020 den Entwurf eines Zweiten Geset­zes zur Erhöhung der Sicherheit informa­tionstechnischer Systeme (IT-Sicherheits­gesetz 2.0) beschlossen. Damit unter­streicht sie die hohe Bedeutung der In­formations-und Cybersicherheit in Deutschland. Das Gesetz regelt unter anderem den Schutz der Bundesverwaltung, kritischer Infrastrukturen (KRITIS), von Unternehmen im besonde­ren öffentlichen Interesse und den Ver­braucherschutz.

Zum Bereich „kritische Infrastruktu­ren“ enthält das IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 unter anderem folgende Regelungen: Betreiber Kritischer Infrastrukturen wer­den verpflichtet, Systeme zur Angriffser­kennung einzusetzen. Über eine Ände­rung im Gesetz über die Elektrizitäts-und Gasversorgung gilt diese Pflicht auch für Betreiber von Energieversor­gungsnetzen und Energieanlagen. Die bereits für Betreiber Kritischer Infra­strukturen geltenden Meldepflichten gel­ten künftig auch für Unternehmen, die von besonderem öffentlichen Interesse sind.

Download des Gesetzesentwurfs:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210108_005

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Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“

Das Bundesumweltministerium setzt bei der Gestaltung der zukünftigen Wasser­politik weiter auf eine breite Einbezie­hung aller Interessierten. Nach der Betei­ligung der Fachwelt sind nun die Mei­nungen und Perspektiven von interes­sierten Bürgerinnen und Bürgern ge­fragt. Ende Februar 2021 werden an vier unterschiedlichen Standorten in Deutsch­land per Zufall ausgeloste Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ih­re Ansichten zu ausgewählten Themen der Wasserwirtschaft zu äußern. Es geht darum, über mögliche Handlungsoptio­nen für die Wasserwirtschaft und den wasserbezogenen Umweltschutz zu dis­kutieren sowie Vorschläge, Ideen und Empfehlungen auszutauschen und zu entwickeln. Die Bürger*innenwerkstätten sollen gemeinsam mit einem Jugend­workshop und einem Online-Dialog die Grundlage für einen „Bürger*innenratschlag“ bilden. Weitere Informationen zum „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“ findet man auf der Dialog-Platt­form des BMU. Diese Dialog-Plattform ist für alle interessierten Akteurinnen und Akteure zugänglich und bietet zudem im Zeitraum vom 27. Januar bis 10. Februar 2021 Möglichkeiten der aktiven Beteili­gung in Form einer Ideen-Werkstatt und einer Umfrage.

https://dialog.bmu.de

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Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung – WavE

Die Verfügbarkeit von Wasser in ausreichender Menge und Qualität ist entscheidend für das gesundheitliche Wohlergehen des Menschen, für die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit von Regionen und eine intakte Umwelt. Die Beeinträchtigung der Wasserressourcen infolge Übernutzung und Verschmutzung einerseits und der weiterhin steigende Wasserbedarf bei begrenzten Ressourcen andererseits stellen eine immense Herausforderung dar. Die Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wiederverwendung und Entsalzung gewinnt mit zunehmendem Wasserstress nicht nur in klassischen ariden Gebieten, sondern auch in Wachstumsregionen durch konkurrierende Nutzungen stark an Bedeutung.

Die Fördermaßnahme WavE ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) und der BMBF-Forschungsagenda Green Economy im Handlungsfeld „Produktion und Ressourcen: Rohstoffe, Wasser und Land“.

Ziel der Fördermaßnahme WavE ist es einen Beitrag zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung von Regionen im In- und Ausland zu leisten, insbesondere auch in Ländern mit ausreichendem Potenzial für deutsche Technikanbieter. Hierfür sollen innovative Technologien, Betriebskonzepte und Managementstrategien für eine nachhaltige Erhöhung der Wasserverfügbarkeit und ein zukunftsfähiges Wassermanagement entwickelt werden.

In WavE widmen sich 13 Verbundprojekte und ein Begleitvorhaben dieser Aufgabe. Die Verbundprojekte arbeiten disziplinübergreifend in transdisziplinären und praxisorientierten Teams, mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. Sie adressieren das Thema „Erhöhung der Wasserverfügbarkeit“ dabei aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Herangehensweisen.

https://www.bmbf-wave.de/

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Fona: Monatsthema März: Wasser und Klimawandel

Der internationale Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Welche Lösungen und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel liefert die Wasserforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)? Mehr:

https://www.fona.de/de/aktuelles/monatsthemen/2020/monatsthema-maerz-wasser.php

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Aufbau von zusätzlichen Regenwasserbecken u. Kanaldimensionierung

Starkregenereignisse erhöhen die Menge an Wasser, die von Kanalnetzen aufgenommen werden und sie durchlaufen. In Regenüberlaufbecken wird überschüssiges Wasser gesammelt. Dieses kann nach Ende des Niederschlags in die Kanalisation eingeleitet und dem Klärwerk zugeführt werden, wenn deren Kapazitäten es ermöglichen.

Potentielle Maßnahme
Starkregenereignisse erhöhen die Menge an Wasser, die von Kanalnetzen aufgenommen werden und sie durchlaufen. In Folge dessen tritt überschüssiges Wasser aus den Kanalnetzen aus, was zu Überflutungen und Schadstoffeinträgen in umliegenden Gewässern führt. Dem kann durch den Bau zusätzlicher sogenannter Entlastungsbauwerke (Regenwasserbecken in offener oder geschlossener Bauweise) und der Vergrößerung der Kanaldimensionierung entgegengewirkt werden. In Regenüberlaufbecken wird überschüssiges Wasser gesammelt. Dieses kann nach Ende des Niederschlags in die Kanalisation eingeleitet und dem Klärwerk zugeführt werden, wenn deren Kapazitäten es ermöglichen.

https://www.umweltbundesamt.de/aufbau-von-zusaetzlichen-regenwasserbecken-u#potentielle-massnahme

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Klärschlamm als Senke für Mikroplastik jetzt und in Zukunft?

Kunststoffe in der Umwelt –Ein Problem für unsere Böden, oder nur falscher Alarm?
KBU Konferenz, 03.12.2020

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2875/dokumente/08_bauerfeld_klaerschlamm.pdf

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Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer

Überprüfung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen
Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) sind in der Oberflächengewässer-Verordnung (OGewV) für Schadstoffe Umweltqualitätsnormen (UQN) festzulegen. Für viele Spurenstoffe ist eine realitätsnahe UQN-Ableitung nicht möglich, da valide Testergebnisse fehlen. In Teilvorhaben A wurden Daten für umweltrelevante Schadstoffe anhand ökotoxikologischen Standardtests (Algen-, Daphnien-, Fischeitest) erhoben und Vorschläge für Umweltqualitätsnormen (UQN-V) abgeleitet. Im Teilvorhaben B wurden Untersuchungen zu chronischen, subletalen Wirkungen des Antidiabetikums Metformin sowie Guanylurea an Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) über 28 Tage durchgeführt und UQN-V abgeleitet.

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltqualitaetsnormen-fuer-binnengewaesser

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