Mittwoch, Januar 19, 2022
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Mitarbeit bei der DWA

Mitarbeit bei der DWA 2021      

Januar 2022
Entwurf Merkblatt DWA-M 149-9: Inspektion und Wartung von Abwasserdruckleitungen
Überarbeitung Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbe­reitung in Abwasseranlagen“
Entwurf Merkblatt DWA-M 256-9 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks“
Biogas – Aktualisierung des Arbeitsblatts DVGW-G 1030/ DWA-A 1030
Entwurf Merkblatt DWA-M 1002 „Anforderungen an die Qualifikation und Organisation von Stauanlagenbetreibern“
Entwurf Merkblatt DWA-M 270 „Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sanitärzusätzen“
Erstellung eines neuen Merk-/ Arbeitsblatts zur Automatisie­rung der Schlammbehandlung
Entwurf TRwS 787 „Abwasseranlagen als Auffangvorrichtungen“
Entwurf Merkblatt DWA-M 361 „Reinigung und Aufbereitung von Biogasen“
Redaktionelle Überarbeitung Arbeitsblatt DWA-A 199 „Dienst- und Betriebsanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ – Teile 1 und 4
Aktualisierung des Arbeits­blattes DVGW-G 265-1/ DWA-A 362-1 „Anlagen für die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in Gasversorgungs­netze“
Erarbeitung eines Arbeitsbe­richts und Themenbands zum Thema „Bodenaushub im Siedlungsraum“
Ihre Erfahrung ist gefragt – Überprüfung des DWA-Regelwerks
Entwürfe zur Merkblattreihe DWA-M 230 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung“, Teil 1 und Teil 2, erschienen
Überarbeitung Merkblatt DWA-M 552 „Ermittlung von Hochwasserwahrscheinlichkeiten“
Aktualisierung des Merkblatts DWA-M 372 „Technische Rahmenbedingungen für die Vergärung biogener Abfälle“

 


Entwurf Merkblatt DWA-M 149-9: Inspektion und Wartung von Abwasserdruckleitungen

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 149-9 „Zustandserfassung und -beurteilung von Entwässerungssyste­men außerhalb von Gebäuden – Teil 9: Inspektion und Wartung von Abwasser­druckleitungen“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Das Merkblatt befasst sich mit der In­spektion und Wartung von (Abwasser-) Druckleitungen. Ziel der Inspektion und Wartung von Druckleitungen ist die Mini­mierung der Störungs-und Ausfallhäufig­keit. Neben den landesspezifischen Rege­lungen zur Eigenkontrolle beinhaltet ins­besondere das Arbeitsblatt DWA-A 147 Vorgaben zu Arbeiten an Druckleitungen. Demnach ist es notwendig, die durchzu­führenden Arbeiten den örtlichen Ver­hältnissen und dem spezifischen Scha­denspotenzial entsprechend festzulegen. Das Merkblatt DWA-M 149-9 soll eine weiterführende Hilfestellung anbieten.

Aufgrund der Regelungen gemäß DIN EN 752 und der Arbeitsblätter DWA-A 199-2 sowie DWA-A 199-3 müssen Be­treiber von Kanalisationen Betriebs-und Unterhaltspläne bzw. Betriebsanweisun­gen erstellen, in denen unter anderem die planbaren Betriebs-und Instandhal­tungsarbeiten benannt sind. Die Rege­lungen des Merkblatts DWA-M 149-9 un­terstützen die inhaltliche Ausgestaltung der Betriebsanweisungen und somit ei­nen rechtssicheren und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspre­chenden Betrieb im Sinne der Anforde­rungen des § 60 Abs. 1 Wasserhaushalts­gesetz.

Schäden an Abwasserdruckleitungen (Druckleitungen) sind häufig schwer zu erkennen und oft nur mit erheblichem Aufwand zu beseitigen. Das Gefähr­dungspotenzial durch eine defekte Druckleitung kann dabei ein wesentlich höheres sein als das eines schadhaften Freispiegelkanals. Inspektion und War­tung von Druckleitungen besitzen des­halb im Hinblick auf die Betriebssicher­heit einen hohen Stellenwert. Sie dienen damit dem Gewässer-und Grundwasser­schutz sowie der Verkehrs-und Gebäude­sicherheit.

Das Merkblatt DWA-M 149-9 wurde von der DWA-Arbeitsgruppe ES-7.4 „Be­trieb und Unterhalt von Abwasserpump­anlagen“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Detlef Hylla) im Auftrag des DWA-Hauptaus­schusses „Entwässerungssysteme“ im DWA-Fachausschuss ES-7 „Betrieb und Unterhalt“ (Obmann: Dipl.-Ing. Roland Kammerer) erarbeitet. Es richtet sich ins­besondere an die Betreiber von Abwas­serpumpanlagen.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 149-9 wird bis zum 31. März 2022 öffentlich zur Dis­kussion gestellt. Hinweise und Anregun­gen erbittet die DWA schriftlich, mög­lichst in digitaler Form, an:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Jonas Schmitt, M. Sc. Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: Team-ES@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens kann der Entwurf kos­tenfrei im DWA-Entwurfsportal eingese­hen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhält­lich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 149-9 „Zustandserfassung und -beurteilung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – Teil 9: Inspektion und Wartung von Abwasserdruckleitungen“, Ausgabedatum Januar 2022, 35 Seiten ISBN 978-3-96862-182-1 Ladenpreis: 45 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 36 Euro

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Überarbeitung Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbe­reitung in Abwasseranlagen“

Die DWA plant, das Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasserauf­bereitung in Abwasseranlagen“ zu über­arbeiten.

Das Merkblatt DWA-M 273 „Einleiten und Einbringen von Rückständen aus Anlagen der Wasseraufbereitung in Ab­wasseranlagen“ ist erstmals im August 1999 erschienen und wurde einmal über­arbeitet im Mai 2009 veröffentlicht. Das Merkblatt ist textgleich als DVGW-Merk­blatt W-222 erschienen. Das Merkblatt findet eine relevante Anwendung in der Praxis, und es besteht Bedarf, das Merk­blatt zu überarbeiten.

Bei der Anwendung des Merkblatts gibt es Lücken, die bei nicht fachgerech­ter Auslegung/Falschanwendung zu Feh­lern und Problemen im Betrieb der Klär­anlage führen können. Das Merkblatt muss überarbeitet werden, um die beste­henden Kritikpunkte bei der Anwendung zu eliminieren.

Folgende Punkte sind zu prüfen und zu aktualisieren:
rechtliche Rahmenbedingungen
Sammeln und Einbringen von Be­triebserfahrungen
aktuelle Zahlen zu anfallenden Frach­ten und Qualitäten
Ergänzung um die Effekte der Dosie­rung von aktivkohlehaltigen Rück­ständen (einschließlich Vermahlung)
Ergänzung um die Effekte der Dosie­rung von kalkhaltigen Rückständen als Säurepuffer
Querverweis auf den Einsatz von Ei­sensand in der Gasreinigung und in bewachsenen Bodenfiltern
Querverweis zu Bau und Betrieb von Eisenschlammdosieranlagen in DVGW W 221-2 (A) „Behandlung“
Querverweis auf das zwischenzeitlich erschienene DVGW W 221-4 (A) „Nutzung von schlammhaltigen Wäs­sern aus der Trinkwasseraufberei­tung“
Prüfen der Anwendung hinsichtlich weiterer technischer Neuerungen.

Das Merkblatt DWA-M 273 wird in Zu­sammenarbeit mit dem DVGW überar­beitet und wie 2009 anschließend text­gleich als DVGW-Merkblatt W 222 veröf­fentlicht. Die Überarbeitung wird in ei­ner neu zu gründenden Arbeitsgruppe im DWA-Fachausschuss KA-3 „Einleiten von Abwasser aus gewerblichen und industri­ellen Betrieben in eine öffentliche Ab­wasseranlage“ (Obfrau: Dr. Andrea Poppe) umgesetzt.

Zur Mitarbeit sind interessierte Fach­leute mit entsprechenden Kenntnissen – aus dem Betrieb, Planungsbüros, Her­steller und Aufsichtsbehörden – eingela­den und werden gebeten, ihre Interes­sensbekundung mit einer kurzen Darstel­lung ihrer Person an die DWA-Bundesge­schäftsstelle zu übersenden. Bewerbun­gen von jungen Berufskolleg*innen sind herzlich willkommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Entwurf Merkblatt DWA-M 256-9 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 256-9 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks sind auf Kläranlagen für Überwachungs-, Steuerungs- und Rege­lungsaufgaben in zahlreichen Prozessen installiert. In dem vorliegenden Merk­blatt wird der Druck als primäre Prozess­größe betrachtet. Die Druckmessung kann als reine Schutzfunktion für Ma­schinen und Anlagen sinnvoll sein oder der Druck dient als Prozessgröße, die ei­nen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit verfahrens­technischer Prozesse hat.

Die vielfältigen Anwendungen der Druckmesstechnik und die damit verbun­denen messtechnischen Anforderungen führten in den letzten Jahren zu einer Vielzahl unterschiedlicher Drucksenso­ren. So stehen für die Druckmessung in gasförmigen und flüssigen Medien zahl­reiche Messverfahren und Sensorausfüh­rungen zur Verfügung, die den Bedin­gungen der verschiedenen Einsatzzwecke und Messorte entsprechen und hierfür verlässliche Messwerte liefern.

Die technische Vielfalt in der Druck­messtechnik einerseits und die große Be­deutung des Drucks als Messgröße ande­rerseits waren Anlass zur Erstellung des vorliegenden neuen Merkblatts, das sich ausschließlich der Druckmesstechnik auf Kläranlagen widmet. Als Teil 9 der Merk­blattreihe DWA-M 256 soll die vorliegen­de Regelwerkspublikation die aktuell am Markt zur Verfügung stehenden Techno­logien in übersichtlicher Weise beschrei­ben und für Planende und Anwender ei­ne Hilfestellung bei der Geräteauswahl sein. Der DWA-Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“ for­muliert mit diesem Merkblatt die Anfor­derungen, die den derzeitigen Stand der Technik wiedergeben.

Neben dem Druck als direkte Mess­größe wird auf Kläranlagen die Druck­messung auch zur Bestimmung von Füll-und Grenzständen sowie von Volumen­strömen eingesetzt. Diese auf der Druck­messung basierenden Parameter sind nicht Bestandteil dieses Merkblatts. Sie werden in den Merkblättern DWA-M 256-6 und DWA-M 264 ausführlich behandelt.

Das Merkblatt DWA-M 256-9 wurde von der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.6 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestim­mung des Drucks“ (Sprecher: Dr. Achim Gahr) und dem DWA-Fachausschuss KA- 13 „Automatisierung von Kläranlagen“ (Obmann: Dr.-Ing. Frank Obenaus) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Kommunale Abwasserbehandlung“ er­arbeitet. Es richtet sich an Planende und Betreiber von Kläranlagen.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 256-9 „Prozess­messtechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks“ wird bis zum 28.Februar 2022 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hin­weise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: tschocke@dwa.de

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Biogas – Aktualisierung des Arbeitsblatts DVGW-G 1030/ DWA-A 1030

Das Arbeitsblatt DVGW-G 1030/DWA-A 1030 „Anforderungen an die Qualifika­tion und die Organisation von Betreibern von Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung, Aufbereitung, Konditionierung oder Ein­speisung von Biogas“ wird aktualisiert.

Die DWA, der DVGW und der Fach­verband Biogas (FvB) haben seit 2012 ei­ne fachliche Kooperation im Bereich Bio­gas vereinbart. Wesentliches Ziel ist es, zu Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Biogasanlagen konsis­tente Mindeststandards zu etablieren. Hierzu werden technische Regeln im Be­reich der Erzeugung, Aufbereitung und Verwertung von Biogas in gemeinsam be­setzten Fachgremien erstellt. Die ent­sprechenden Merk- und Arbeitsblätter erscheinen inhaltsgleich im Regelwerk der DWA und des DVGW.

Das bisherige DVGW-Arbeitsblatt G 1030 „Anforderungen an die Qualifi­kation und die Organisation von Betrei­bern von Anlagen zur Erzeugung, Fortlei­tung, Aufbereitung, Konditionierung oder Einspeisung von Biogas“ (Dezember 2010) wird nun im Rahmen der Koope­ration Biogas im gemeinsam besetzten DVGW-Projektkreis „TSM Biogas“ aktua­lisiert und in den gemeinsamen Aus­schüssen abgestimmt.

Das Arbeitsblatt DVGW-G 1030/ DWA-A 1030 definiert die erforderliche Qualifikation des auf Biogasanlagen täti­gen Personals und beschreibt Anforde­rungen an die Aufbau- und Ablauforgani­sation, die seitens des Betreibers zu be­achten sind, um einen sicheren Betrieb der Anlagen zu gewährleisten. Die Anfor­derungen des Arbeitsblatts sind unab­hängig von den Eigentumsverhältnissen und der Organisationsform. DVGW-G1030/DWA-A 1030 bildet die Grundla­ge für die Durchführung von Zertifizie­rungen gemäß dem Technischen Sicher­heitsmanagement Biogas (TSM-Biogas).

Das Arbeitsblatt wird entsprechend den technischen und rechtlichen Ent­wicklungen im Bereich Biogas fortge­schrieben. Insbesondere werden Erfah­rungen, die bisher im Zuge der Zertifizie­rung von Anlagen gemäß dem „TSM-Bio­gas“ gewonnen wurden, berücksichtigt. Im Rahmen der Kooperation Biogas wird das Arbeitsblatt künftig fachlich gemein­sam von den Kooperationspartnern ge­tragen und im Regelwerk von DVGW und DWA erscheinen.

Hinweise zur Überarbeitung können an die DWA-Bundesgeschäftsstelle ge­richtet werden an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Richard Esser Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-187 Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: richard.esser@dwa.de

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Entwurf Merkblatt DWA-M 1002 „Anforderungen an die Qualifikation und Organisation von Stauanlagenbetreibern“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 1002 „Anforderungen an die Qualifikation und Organisation von Stauanlagenbetreibern“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion ge­stellt wird.

Das hier vorgelegte Merkblatt fasst die Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Stauanlagen zusammen. Betreiber von Stauanlagen sind Institutionen, die Was­ser zu unterschiedlichen Nutzungen auf­stauen, speichern und bewirtschaften, unabhängig von der Rechtsform und Trä­gerschaft.

Ausschließlich der bestehende Ord­nungsrahmen und die geltenden techni­schen Regeln bilden die Grundlage für die hier formulierten Anforderungen hin­sichtlich der Organisation und der be­schäftigten Personen sowie die sicher­heitstechnischen und betriebstechni­schen Belange für Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Stauanlagen.

Wesentliche Voraussetzungen für die Einhaltung der gesetzlichen und techni­schen Forderungen bei Planung, Bau, Be­trieb und der Instandhaltung sind unter anderem:
eine sach- und ordnungsgemäße Auf­gabenerledigung
eine sozialkompetente und weitsichti­ge Führung
ausreichendes und qualifiziertes Per­sonal
wirksame Qualitätssicherungsmaß­nahmen
eine ständige Weiterentwicklung.

Für die Unterstützung bei der Umsetzung der im Merkblatt zusammengestellten Anforderungen steht auch ein fachspezi­fischer Leitfaden „Stauanlagen“ zur Ver­fügung, der zusammen mit dem TSM-Leitfaden „Allgemeiner Teil“ den Stauanlagenbetreibern eine systematische Selbstüberprüfung der eigenen Organi­sation ermöglicht. Diese stehen bei der TSM-Stelle (tsm@dwa.de) der DWA zur Verfügung.

Änderungen
Gegenüber Merkblatt DWA-M 1002 (6/2013) wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Erweiterung des Geltungsbereichs für alle Stauanlagen gemäß DIN 19700

b) Anpassung an die europäische Nor­mung und zwischenzeitlich eingetre­tene Veränderungen hinsichtlich Ge­setzen und Verordnungen

c) richtet sich sowohl an große als auch kleine Betreiber von Stauanlagen

d) Herstellung des Bezugs zum Merk­blatt DWA-M 1003

e) Überarbeitung des zugehörigen Leit­fadens „Stauanlagen“ mit dem Ziel der besseren Verständlichkeit.

Das Merkblatt wurde von der DWA-Ar­beitsgruppe WI-5.5 „TSM Stauanlagen“ (Sprecherin: Bauass. Dipl.-Ing. Antje Nielinger-Teuber) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Wirtschaft“ im Fach­ausschuss WI-5 „Managementsysteme/ Technisches Sicherheitsmanagement“ er­stellt und richtet sich an die Führungs­kräfte von Stauanlagenbetreibern und unterstützt sie dabei, einen sicheren, zu­verlässigen, umweltgerechten und wirt­schaftlichen Betrieb zu gewährleisten.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 1002 „Anforde­rungen an die Qualifikation und Organi­sation von Stauanlagenbetreibern“ wird bis zum 28.Februar 2022 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anre­gungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Richard Esser Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: mainka@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens kann der Entwurf kos­tenfrei im DWA-Entwurfsportal eingese­hen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhält­lich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 1002 „Anforderungen an die Qualifikation und Organisation von Stauanlagenbetrei­bern“, Dezember 2021, 21 Seiten ISBN 978-3-96862-159-3 Ladenpreis: 34,50 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 27,60 Euro

Herausgeber und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Entwurf Merkblatt DWA-M 270 „Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sanitärzusätzen“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 270 „Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sanitärzusätzen“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Seit der Veröffentlichung des Merk­blatts ATV-M 270 „Entsorgung von Inhal­ten mobiler Toiletten mit Sanitärzusät­zen (Chemietoiletten)“ im Mai 1997 hat sich im Bereich der Entsorgung von In­halten mobiler Toiletten mit Sanitärzu­sätzen viel geändert, und eine umfang­reiche Überarbeitung war erforderlich.

Die Rechtslage wurde aktualisiert und umfassend dargestellt. Die Darstel­lung der Sanitärzusätze sowie die Aus­führungen zu den zur Entsorgung anfal­lenden Mengen und deren Zusammen­setzung wurden konkretisiert. Auch die Ausführungen über die Einleitung auf Kläranlagen wurden neugefasst und strukturiert.

Die Empfehlungen im Merkblatt DWA-M 270 beziehen sich, vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung, auf die Einlei­tung und Mitbehandlung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sanitärzusätzen aus dem privaten und gewerblichen Be­reich in kommunalen Abwasseranlagen. Gegenstand ist sowohl die Anlieferung von Inhalten aus Mobiltoiletten zur Klär­anlage als auch deren Einleitung in eine öffentliche Kanalisation sowie an die Ka­nalisation angeschlossene Einwurfstellen privater Betreiber.

Das Verbringen von Inhalten aus Mo­biltoiletten in Anlagen zur separaten Be­handlung von Fäkalschlamm wird im Merkblatt DWA-M 270 nicht erfasst. Im Zusammenhang mit der Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten ohne Sani­tärzusätze verweist das Merkblatt auf das Arbeitsblatt DWA-A 280 „Behand­lung von Schlamm aus Kleinkläranlagen in kommunalen Kläranlagen“.

Änderungen
Gegenüber dem Merkblatt ATV-M 270 (5/1997) wurden insbesondere folgende Änderungen vorgenommen:

Löschen des Begriffs „Chemietoilet­ten“ im Titel sowie im gesamten Text

aus Gründen der Vereinheitlichung mit dem Regelwerk des DIN

● Aktualisierung und umfassende Dar­stellung der Rechtslage

● Aktualisierung der Darstellung der Sanitärzusätze und Konkretisierung bezüglich deren Anwendung

● Neufassung und Strukturierung der Ausführungen über die Einleitung auf Kläranlagen

● Aktualisierung der Ausführungen zu den zur Entsorgung anfallenden Men­gen und deren Zusammensetzung so­wohl im Text als auch in den Tabellen

● neu aufgenommen: Hinweis auf die Umweltauswirkungen

● Anpassung an die geltenden Gestal­tungsregeln nach Arbeitsblatt DWA-A 400:2018.

Das Merkblatt wurde von der DWA-Ar­beitsgruppe KA-3.1 „Entsorgung von In­halten mobiler Toiletten mit Sanitärzu­sätzen (Chemietoiletten)“ (Sprecherin: Dipl. Biol. Andrea Hintzmann) im Auf­trag des DWA-Hauptausschusses „Kom­munale Abwasserbehandlung“ im DWA-Fachausschuss KA-3 „Einleitung von Ab­wasser aus gewerblichen und industriel­len Betrieben in eine öffentliche Abwas­seranlage“ (Obfrau: Dr. Andrea Poppe) erarbeitet. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern der Betreiber von Klär­anlagen sowie Vertretern der Anbieter mobiler Toilettenservices und Hersteller von Sanitärzusätzen zusammen. Das Merkblatt richtet sich an Betreiber kom­munaler Kläranlagen, Betreiber von Mo­biltoiletten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Fachbehörden.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 270 „Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sani­tärzusätzen“ wird bis zum 28.Februar 2022 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: tschocke@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens kann der Entwurf kos­tenfrei im DWA-Entwurfsportal eingese­hen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhält­lich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 270 „Entsorgung von Inhalten aus Mobiltoiletten mit Sanitärzusätzen“ Dezember 2021, 22 Seiten ISBN 978-3-96862-169-2 Ladenpreis: 34,50 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 27,60 Euro

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Erstellung eines neuen Merk-/ Arbeitsblatts zur Automatisie­rung der Schlammbehandlung

Die DWA plant die Erstellung eines neu­en Merk-/Arbeitsblatts zur Automatisie­rung der Schlammbehandlung.

Die Behandlung von Klärschlämmen ist ein zentraler Bestandteil der Abwas­serreinigung. Neben den dazu erforderli­chen bau-, maschinen- und elektrotech­nischen Installationen spielt die Automa­tisierung eine wesentliche Rolle, um die Prozessstabilität und -effektivität zu opti­mieren und den Bedarf für Energie, Che­mikalien und Betrieb, Wartung und In­standhaltung zu minimieren.

Für einen stabilen Gesamtprozess der Abwasserreinigung sollte der Abzug und die Eindickung von Primär- und Über­schussschlämmen automatisiert erfol­gen.

Der in der Regel kontinuierliche Be­trieb einer anaeroben Schlammstabilisie­rung ist in den normalerweise diskonti­nuierlichen Prozess der Schlammentwäs­serung einzubinden. Daraus resultiert das Erfordernis einer Schlamm- und Schlammwasserspeicherung mit entspre­chenden steuer- und regelungstechni­schen Lösungen. In einigen Praxisbei­spielen ist ein kontinuierlicher und auto­matisierter Prozess der Schlammentwäs­serung bereits realisiert worden.

Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden thermischen Verwer­tung und gegebenenfalls vorgeschalteten Trocknung der Schlämme ist eine opti­mierte Schlammentwässerung ein rele­vanter Faktor für einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Automatisierung der Poly­meraufbereitung und Dosierung spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Die Aufgabe der neu zu gründenden Arbeitsgruppe „Automatisierung der Schlammbehandlung“ im DWA-Fachaus­schuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“ (Obmann: Dr.-Ing. Frank Obenaus) besteht darin, in einem Merk-oder Arbeitsblatt die vielfältigen Prozes­se der Schlammbehandlung wie Eindi­ckung, Stabilisierung und Entwässerung mit den erprobten Verfahrenstechniken, der dazu erforderlichen Messtechnik und den Automatisierungslösungen zu be­schreiben. Die Themen Trocknung, Ver­brennung, Klärschlammvererdung und die Abluft- und Gasbehandlung werden nicht Thema des Merk- oder Arbeits­blatts sein. Die Bearbeitung soll 2024 ab­geschlossen sein.

Zur Mitarbeit an der Erarbeitung des neuen Regelwerks sind interessierte Fachleute aus dem Betrieb, Planungsbü­ros, Hersteller und Aufsichtsbehörden mit entsprechenden Kenntnissen eingela­den und werden gebeten, ihre Interes­sensbekundung mit einer kurzen Darstel­lung ihrer Person und Ihrer Expertise an die DWA-Bundesgeschäftsstelle zu über­senden. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind herzlich will­kommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Entwurf TRwS 787 „Abwasseranlagen als Auffangvorrichtungen“

Die DWA hat den Entwurf des Arbeits­blatts DWA-A 787 (TRwS 787) „Techni­sche Regel wassergefährdender Stoffe – Abwasseranlagen als Auffangvorrichtun­gen“ vorgelegt, der hiermit zur öffentli­chen Diskussion gestellt wird.

TRwS 787 ist eine spezielle Regelung zur Nutzung von Abwasseranlagen als Auffangvorrichtungen. Es werden die Anforderungen an die technische Aus­führung der betrieblichen Kanalisation und der Auffangvorrichtung sowie Maß­nahmen zur Leckageerkennung und An­forderungen an die Fremd- und Eigen­überwachung beschrieben. Diese sind einzuhalten, wenn die betriebliche Ab­wasseranlage zur Rückhaltung von Le­ckagen aus LAU- und HBV-Anlagen im Sinne § 22 Absatz 2 bis 4 AwSV genutzt werden soll.

Das Wasserrecht verlangt bei Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, dass diese Stoffe beim Austreten schnell und zuverlässig erkannt, zurück­gehalten und verwertet oder ordnungs­gemäß entsorgt werden. Dies bedeutet, dass Anlagen zum Umgang mit wasser­gefährdenden Stoffen in der Regel mit Rückhalteeinrichtungen ausgerüstet sein müssen, um die im Schadensfall austre­tenden wassergefährdenden Stoffe auf­zufangen. Wenn aus betriebstechnischen Gründen nicht anders möglich, kann un­ter den in § 22 AwSV genannten Voraus­setzungen die Rückhaltung in der be­trieblichen Kanalisation vorgenommen werden.

Änderungen
Gegenüber dem Arbeitsblatt DWA-A 787 (TRwS 787) (Juli 2009) wurden insbe­sondere folgende Änderungen vorge­nommen:

inhaltliche Anpassung unter anderem in Hinsicht auf die Sachverständigen­prüfpflicht und die Flüssigkeitsun­durchlässigkeit der Teile der betrieb­lichen Abwasseranlage, die zur Rück­haltung genutzt werden, an die no­vellierte Fassung der AwSV

Regelungen für Abwasseranlagen, die beim Erscheinen dieses TRwS recht­mäßig als Auffangvorrichtung betrie­ben wurden

Anpassung an rechtliche und techni­sche Erfahrungen im Rahmen der Ak­tualitätsprüfung nach Arbeitsblatt DWA-A 400:2018.

Das Arbeitsblatt DWA-A 787 (TRwS 787) wurde von der DWA-Arbeitsgruppe IG- 6.11 „Abwasseranlagen als Auffangvor­richtungen“ (Sprecher: Dr.-Ing. Axel Nacken) im Auftrag des DWA-Hauptaus­schusses „Industrieabwässer und anla­genbezogener Gewässerschutz“ im DWA-Fachausschuss IG-6 „Wassergefährdende Stoffe“ (Obmann: Dr.-Ing. Hermann Dinkler) erarbeitet. Es richtet sich insbe­sondere an Behörden, Betreiber, Planen­de, Fachbetriebe und Sachverständigen­organisationen, die im Bereich des Ge­wässerschutzes nach § 62 WHG und der AwSV tätig und von dieser Thematik be­rührt sind.

Frist zur Stellungnahme
Das Arbeitsblatt DWA-A 787 (TRwS 787) „Technische Regel wassergefährdender Stoffe – Abwasseranlagen als Auffang­vorrichtungen“ wird bis zum 28.Febru­ar 2022 öffentlich zur Diskussion ge­stellt. Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digita­ler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Iris Grabowski Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: grabowski@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens kann der Entwurf kos­tenfrei im DWA-Entwurfsportal eingese­hen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhält­lich.

Entwurf Arbeitsblatt DWA-A 787 (TRwS 787) „Technische Regel wassergefährdender Stoffe – Abwasseranlagen als Auffangvorrichtungen“ Dezember 2021, 36 Seiten ISBN 978-3-96862-177-7 Ladenpreis: 52 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 41,60 Euro

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Entwurf Merkblatt DWA-M 361 „Reinigung und Aufbereitung von Biogasen“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 361 „Reinigung und Aufberei­tung von Biogasen“ vorgelegt, der hier­mit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Die Nutzung von Biogas aus der Ver­gärung organischer Stoffe wird auch künftig eine wesentliche Rolle beim Aus­bau erneuerbarer Energien spielen. Das Biogas, das unter anderem auf Kläranla­gen, landwirtschaftlichen Biogasanlagen oder Abfallvergärungsanlagen anfällt, kann direkt auf den jeweiligen Anlagen zur Stromerzeugung und zu Heizzwe­cken genutzt werden. Alternativ kann das Biogas nach entsprechender Aufbe­reitung als Biomethan in das Gasnetz eingespeist werden, sodass es ortsunab­hängig einer weiteren Nutzung zuge­führt werden kann. Voraussetzung für diesen Weg ist jedoch eine besonders hochwertige Aufbereitung des Biogases. Aber auch jede andere Nutzung von Bio­gas erfordert mindestens eine Reinigung des Rohgases.

Das vorliegende, erstmalig überarbei­tete Merkblatt DWA-M 361 mit dem neu­en Titel „Reinigung und Aufbereitung von Biogasen“ gibt eine Übersicht der für die jeweilige Reinigung und/oder Aufbe­reitung des Biogases nötigen und mögli­chen Verfahrenstechniken und sinnvoller Kombinationen. Für die Planung und den wirtschaftlichen Betrieb von Anlagen zur Reinigung und Aufbereitung von Biogas werden Empfehlungen und Informatio­nen gegeben, sowohl hinsichtlich einer Nutzung von Biogas zum Beispiel in Blockheizkraftwerken als auch für eine Einspeisung in das Gasnetz.

Das Merkblatt gibt technische Hin­weise für Betreiber, Planer oder Bauaus­führende von Biogasanlagen in der Was­ser-, Abfall- oder Landwirtschaft. Es wen­det sich damit an Ingenieure, Naturwis­senschaftler und an im Bereich Biogas tä­tige Fachkräfte ebenso wie an Mitarbei­ter von zuständigen Behörden oder Sach­verständigenorganisationen.

Änderungen
Gegenüber dem Merkblatt DWA-M 361 „Aufbereitung von Biogasen“ (10/2011) wurden folgende Änderungen vorge­nommen:

Änderung des bisherigen Titels „Auf­bereitung von Biogasen“ in „Reini­gung und Aufbereitung von Bioga­sen“, um die im Merkblatt behandel­ten unterschiedlichen Verfahren so­wie die Abgrenzung zu Regelwerken, die auf die Aufbereitung und Einspei­sung von Biomethan in Gasnetze ab­zielen, deutlich zu machen

neue Gliederung

Aktualisierung und Ergänzung tech­nischer Beschreibungen

Aktualisierung der Anforderungen an methanreiche Brenngase

Aktualisierung der Ausführungen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen

Aktualisierung der Bezüge zu ande­ren Technischen Regelwerken.

Dieses Merkblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe KEK-8.3 „Aufbereitung von Biogas“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Jörg Heetkamp) erarbeitet und im Rahmen der „Kooperation Biogas“ gemeinsam im DWA-Fachausschuss KEK-8 „Biogas“ (Ob­mann: Dipl.-Ing. Arnold Schäfer) und der FvB-DVGW-DWA-Arbeitsgruppe „Bio­gaserzeugung“ sowie in Abstimmung mit dem DVGW-Gemeinschaftsausschuss G-GTK-0-1 „Erneuerbare Gase“ erstellt.

Seit April 2012 haben der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), der Fachverband Biogas e. V. (FvB) und die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) eine enge fachliche Koopera­tion im Bereich Biogas vereinbart. Ein wesentliches Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, hinsichtlich der sicherheitsrelevan­ten Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Biogasanlagen kon­sistente Mindeststandards zu etablieren. Die vorliegende, zweite Fassung des Merkblatts DWA-M 361 erscheint daher als gemeinsam von DVGW, DWA und FvB getragenes Merkblatt im Regelwerk von DWA und DVGW.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 361 wird bis zum 28.Februar 2022 öffentlich zur Diskus­sion gestellt. Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: dahmen@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens kann der Entwurf kos­tenfrei im DWA-Entwurfsportal eingese­hen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhält­lich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 361 „Reinigung und Aufbereitung von Biogasen“, Dezember 2021, 67 Seiten 978-3-96862-171-5 Ladenpreis: 79,50 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 63,60 Euro

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Redaktionelle Überarbeitung Arbeitsblatt DWA-A 199 „Dienst- und Betriebsanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ – Teile 1 und 4

Die Aktualitätsprüfung der Teile 1 „Dienstanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ und 4 „Betriebsanwei­sung für das Personal von Kläranlagen“ der Merkblattreihe DWA-A 199 „Dienst-und Betriebsanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ durch den DWA-Fachausschuss KA-12 „Betrieb von Klär­anlagen“ in Abstimmung mit dem DWA-Fachausschuss ES-7 „Betrieb und Unter­halt“ hat ergeben, dass eine redaktionel­le Überarbeitung der beiden Arbeitsblät­ter notwendig ist.

Der Teil 1 „Dienstanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ wurde zuletzt im November 2011, und der Teil 4 „Betriebsanweisung für das Perso­nal von Kläranlagen“ wurde im August 2006 umfassend überarbeitet.

Die beiden Arbeitsblätter müssen in folgenden Punkten redaktionell überar­beitet werden:

Die benannten gesetzlichen Regelun­gen und Normen müssen aktualisiert und ergänzt werden, sodass das Do­kument eine Arbeitshilfe darstellt.

Die Norm hinsichtlich Instandhaltung hat sich geändert; daher soll dieses Kapitel auf den aktuellen Stand ge­bracht werden.

Fachbegriffe müssen auf die neue No­menklatur angepasst werden.

Rechtschreibfehler müssen korrigiert und einige missverständliche Formu­lierungen müssen umgeschrieben werden.

Allgemein gültige Bezeichnungen müssen auf den aktuellen Stand ge­bracht werden sowie die genderge­rechte Schreibweisen muss gemäß den Vorgaben der DWA umgesetzt werden.

Die redaktionelle Überarbeitung der bei­den Arbeitsblätter im beschriebenen Um­fang wird im DWA-Fachausschuss KA-12 „Betrieb von Kläranlagen“ (Obmann: Dipl.-Ing. Jörg Broll-Bickhardt) umge­setzt. Zur Überarbeitung des DWA-A 199 Teil 1 wird der DWA-Fachausschuss ES-7 „Betrieb und Unterhalt“ (Obmann: Dipl.- Ing. Roland Kammerer) eingebunden.

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA gerne entge­gen:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Aktualisierung des Arbeits­blattes DVGW-G 265-1/ DWA-A 362-1 „Anlagen für die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in Gasversorgungs­netze“

Die DWA, der DVGW und der Fachver­band Biogas (FvB) haben seit 2012 eine fachliche Kooperation im Bereich Biogas vereinbart. Wesentliches Ziel ist es, zu Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Biogasanlagen konsis­tente Mindeststandards zu etablieren. Hierzu werden technische Regeln im Be­reich der Erzeugung, Aufbereitung und Verwertung von Biogas in gemeinsam be­setzten Fachgremien erstellt. Die ent­sprechenden Merk- und Arbeitsblätter erscheinen inhaltsgleich im Regelwerk der DWA und des DVGW.

Das bisherige DVGW-Arbeitsblatt G 265-1 „Anlagen für die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in Gasver­sorgungsnetze; Teil 1: Planung, Ferti­gung, Errichtung, Prüfung und Inbetrieb­nahme“ (März 2014) wird nun im Rah­men der Kooperation Biogas im DVGW-Projektkreis „Anlagentechnik Biogas“ akutalisiert und in den gemeinsamen Ausschüssen abgestimmt.

Das Arbeitsblatt DVGW-G 265-1/ DWA-A 362-1 dient als Grundlage für Planung, Fertigung, Errichtung, Prüfung und Inbetriebnahme von Anlagen zur Aufbereitung von Biogasen auf die Be­schaffenheit von Erdgas und für Anlagen zur Einspeisung dieser Gase in Gastrans­port- und Verteilungssysteme sowie zur Rückspeisung von Gas ins vorgelagerte Netz. Auch die Aufbereitung und Ein­speisung von Biogasen aus nicht fermen­tativen Quellen, die hinsichtlich ihrer stofflichen Bestandteile und gastechni­schen Kenndaten den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblatts G 260 „Gasbeschaf­fenheit“ entsprechen, werden behandelt.

Das Arbeitsblatt wird entsprechend den umfangreichen technischen und rechtlichen Entwicklungen im Bereich Biogas fortgeschrieben. Insbesondere sind aktuell erfolgte Anpassungen von im fachlichen Zusammenhang stehenden Regelwerken wie DVGW-G 260 zu be­rücksichtigen, um die inzwischen weiter­gehenden Möglichkeiten zur Einspeisung regenerativer Gase ins Gasnetz abzubil­den.

Im Rahmen der Kooperation Biogas wird das Arbeitsblatt künftig fachlich ge­meinsam von den Kooperationspartnern getragen und im Regelwerk von DVGW und DWA erscheinen. Hinweise zur Überarbeitung können an die DWA-Bun­desgeschäftsstelle gerichtet werden an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-106 Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: reifenstuhl@dwa.de

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Erarbeitung eines Arbeitsbe­richts und Themenbands zum Thema „Bodenaushub im Siedlungsraum“

Der Güteschutz Kanalbau regte im Rah­men eines Verbändegesprächs an, die Thematik „Bodenaushub und Entsor­gung“ in den DWA-Gremien zu diskutie­ren, da das Themengebiet bei einer Mit­gliederversammlung des Güteschutz Ka­nalbau als dringendes Problem angese­hen wurde. Daraufhin wurde eine DWA-Umfrage im Erfahrungsaustausch der Großstädte durchgeführt, um die Proble­me mit dem Thema Bodenaushub zu er­örtern. Das Ergebnis dieser Umfrage wurde im DWA-Fachausschuss ES-5 „Bau“ diskutiert, und es wurde beschlos­sen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die das Thema weiter behandeln soll.

Das Thema soll in Form eines Arbeits­berichts und eines Themenbands „Um­gang mit Bodenaushub im Siedlungs­raum“ aufgearbeitet werden. Diese Ver­öffentlichungen geben Handlungsemp­fehlungen für Kommunen, Baufirmen und Ausschreibende zum Umgang mit Bodenmaterial und Bodenaushub bei Baumaßnahmen in Entwässerungssyste­men im Siedlungsraum. Dies wird insbe­sondere notwendig, da die neue Mantel­verordnung 2023 in Kraft tritt.

Vorhabensziele sind unter anderem die:
Erstellung eines Arbeitsberichts zum nachhaltigen Umgang mit Bodenaus­hub bei Baumaßnahmen in Sied­lungsgebieten
Erstellung eines Themenbands zum Umgang mit Bodenmaterial/Boden­aushub vor Inkrafttreten der Mantel­verordnung
rechtliche Einordnung bezüglich der neuen Mantelverordnung
Darstellung von Best-Practice-Bei­spielen für Bodenmanagementsyste­me.

Der Arbeitsbericht und der Themenband sollen von einer neu zu gründenden Ar­beitsgruppe ES-5.2 „Umgang mit Boden­aushub im Siedlungsraum“ (Sprecherin: Dipl.-Ing. Iris Carstensen) im Fachaus­schuss ES-5 (Obmann: Dipl.-Ing. Jörg Henning Werker) erarbeitet werden.

Hinweise für die Bearbeitung sowie Interessenbekundungen zur Mitarbeit nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Interessenten mel­den sich bitte mit einer themenbezoge­nen Beschreibung ihres beruflichen Wer­degangs bei:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Christian Berger Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-126 Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: Team-ES@dwa.de

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Ihre Erfahrung ist gefragt – Überprüfung des DWA-Regelwerks

Wer mit DWA-Arbeits- und Merkblättern arbeitet, verlässt sich darauf, dass der In­halt stets aktuell ist. Damit der Anwen­der dies auch mit gutem Gewissen kann, sieht das Arbeitsblatt DWA-A 400 „Grundsätze für die Erarbeitung des DWA-Regelwerks“ (Mai 2018) regelmä­ßige Prüfungen auf Aktualität vor; spä­testens nach fünf Jahren (DWA-A 400:2018, 6.1). Seit einiger Zeit er­scheinen deshalb regelmäßig Informatio­nen darüber, welche Arbeits- und Merk­blätter aufgrund ihres Alters einer Prü­fung zu unterziehen sind, zuletzt im Mai 2021.

Tabelle 1 listet alle Arbeits- und Merk­blätter auf, die seit dem letzten Aufruf das Alter von 5, 10, 15 und 20 Jahren überschritten haben. Dabei wird nicht unterschieden, ob die Überarbeitung be­reits aufgenommen wurde oder nicht, denn auch Hinweise zu Papieren, an de­nen bereits gearbeitet wird, sind wichtig.

Bitte teilen Sie uns mit, welche Erfah­rungen Sie bei der Anwendung der auf­gelisteten Arbeits- und Merkblätter ge­sammelt haben. Welche Papiere können unverändert beibehalten werden? Wo se­hen Sie Überarbeitungsbedarf? Gibt es in den genannten Papieren Passagen, die schwer verständlich oder nicht eindeutig sind?

Ihre Anregungen sind willkommen. Schreiben Sie uns!
DWA, Qualitätssicherung Regelwerk Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: QS-Regelwerk@dwa.de

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Entwürfe zur Merkblattreihe DWA-M 230 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung“, Teil 1 und Teil 2, erschienen

Die DWA hat die Entwürfe zur Merkblatt­reihe DWA-M 230 „Treibhausgasemissio­nen bei der Abwasserbehandlung – Teil 1: Direkte Treibhausgasemissionen – Messen und Bewerten“ und „Teil 2 Motivation und Vorgehen zur Erstellung von CO2e-Bi­lanzen“ vorgelegt, die hiermit zur öffent­lichen Diskussion gestellt werden.

Der Klimawandel wird mittlerweile als das dringendste, ja sogar als ein exis­tenzielles Umweltproblem wahrgenom­men. Für die betriebliche Praxis in der Siedlungswasserwirtschaft liegen aber bisher kaum Handreichungen und Hin­weise zur Relevanz der abwasserbürtigen klimarelevanten Emissionsquellen und ihre Beeinflussbarkeit vor. Mit den ersten beiden Teilen der Merkblattreihe DWA-M 230 werden Betreiber und Planende unterstützt, die Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung zu erfassen und zu bewerten.

Ziel des Merkblatts DWA-M 230-1 ist es, die Betreiber abwassertechnischer Anlagen in die Lage zu versetzen, für die in der Wasserwirtschaft relevanten Klimagase Methan und Lachgas Emissi­onsdaten für spezifische Anlagen (oder Anlagenbereiche) zu erheben, ihre Rele­vanz einzuschätzen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduzierung zu veran­lassen. Daneben unterstützt das Merk­blatt das Verständnis für die Sensitivitä­ten verschiedener Einflussfaktoren auf die Treibhausgasbildung und -emission und damit die Bewertung von Verfah­rensvarianten bei Planung und Betrieb.

Teil 1 beschäftigt sich ausschließlich mit den direkten Treibhausgasemissio­nen abwassertechnischer Anlagen für kommunales Abwasser gemäß des vom

World Resources Institute (WRI) und World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) 2004 verfassten „Greenhouse Gas Protocol“ (GHG). Für die in der Abwasserwirtschaft relevanten Treibhausgase Methan (CH4, Produkt an­aerober Umsetzungsprozesse) und Lach­gas (N2O, mögliches Zwischen- und End­produkt der Stickstoffumsetzung) wer­den zunächst im Überblick die Einfluss­faktoren auf die Treibhausgasbildung und -emission der Bereiche Kanalnetz, Abwasserreinigung und Schlammbe­handlung beschrieben mit einer Einord­nung der Relevanz der verschiedenen Emissionspunkte. Im Anschluss folgt ein Überblick über Analysemethoden und Messstrategien zur Erhebung anlagen­spezifischer Emissionswerte für Treibhausgase und ein kurzer Überblick mög­licher betrieblicher Maßnahmen zur Ver­meidung bzw. Reduzierung der Treibhausgasemission.

Das Merkblatt DWA-M 230-2 fokus­siert auf die Anwendung der CO2e-Bilan­zierung als Methodik zur Systembeurtei­lung in der Abwasserwirtschaft. Als Ein­stieg werden zu Beginn gesetzliche und weitere normative Vorgaben und Rege­lungen zur Notwendigkeit und Aufstel­lung von CO2e-Bilanzen erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Begriffe der CO2e-Bilanz und des Carbon Footprint national und international lange Zeit nicht einheitlich definiert waren. Je nach Anwendungsfall und zu bilanzierender Branche wurden beispielsweise nur indi­rekte CO2e-Emissionen oder ausschließ­lich direkte Treibhausgasemissionen be­rücksichtigt. In Deutschland definiert in­zwischen im „Memorandum Product Carbon Footprint“, das von dem Bundes­ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Umweltbun­desamt und dem Öko-Institut e. V. her­ausgegeben wurde, den Carbon Foot­print. Das Merkblatt DWA-M 230-2 fo­kussiert daher neben einer Klärung der verwendeten Begrifflichkeiten und ge­setzlich/normativen Vorgaben auf der Beschreibung des Vorgehens zur Aufstel­lung von CO2e-Bilanzen für die Abwas­serwirtschaft. Zur Unterstützung der An­wendung enthält dieser Merkblattteil ei­nen Überblick über relevante Eingangs­parameter und Datenbanken mit spezifi­schen Umrechnungsfaktoren ebenso wie Hinweise zur Wahl des Bilanzraums und Berechnung verfahrensspezifischer CO2e-Footprints (Methodik und Sensiti­vitäten).

Beide Merkblattteile wurden von der DWA-Arbeitsgruppe KA-6.7 „Treibhausga­semissionen bei der Abwasserbehand­lung“ (Sprecherin: Dr.-Ing. Maike Beier) im gemeinsamen Auftrag der DWA-Hauptausschüsse „Kommunale Abwasser­behandlung“ und „Kreislaufwirtschaft, Energie und Klärschlamm“ im DWA-Fach­ausschuss KA-6 „Aerobe biologische Ab­wasserreinigungsverfahren“ mit Unter­stützung der DWA-Arbeitsgruppe KEK-2.1 „Stabilisierung von Schlämmen“ zum Thema CH4-Emissionen erarbeitet. Die Merkblattreihe DWA-M 230 richtet sich an Betreiber kommunaler Kläranlagen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von In­genieurbüros und Fachbehörden.

Frist zur Stellungnahme
Die Teile 1 und 2 der Merkblattreihe DWA-M 230 werden bis zum 31.Dezem­ber 2021 öffentlich zur Diskussion ge­stellt. Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digita­ler Form, an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef E-Mail: tschocke@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Betei­ligungsverfahrens können die Entwürfe kostenfrei im DWA-Entwurfsportal ein­gesehen werden: http://www.dwa.de/dwadirekt. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop sind die Entwürfe als Printversion oder als E-Book im PDF-For­mat erhältlich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 230-1 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung – Teil 1: Direkte Treibhausgasemissionen – Messen und Bewerten“ Oktober 2021, 55 Seiten ISBN 978-3-96862-131-9 Ladenpreis: 73 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 58,40 Euro

Entwurf Merkblatt DWA-M 230-2 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung – Teil 2: Motivation und Vorgehen zur Erstellung von CO2e-Bilanzen“ Oktober 2021, 39 Seiten ISBN 978-3-96862-133-3 Ladenpreis: 52 Euro fördernde DWA-Mitglieder: 41,60 Euro

Herausgeber und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Überarbeitung Merkblatt DWA-M 552 „Ermittlung von Hochwasserwahrscheinlichkeiten“

Die DWA plant, das Merkblatt DWA-M 552 „Ermittlung von Hochwasser­wahrscheinlichkeiten“ vom August 2012 zu überarbeiten.

Die Überflutungen im Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland- Pfalz zeigten erneut, wie problematisch die Ermittlung von Hochwasserwahr­scheinlichkeiten ist, wenn die Entste­hung und der Verlauf dieser Ereignisse nicht differenziert berücksichtigt wer­den. Insbesondere die zunehmende Zahl von Sturzfluten in Folge von Starkregen erfordert ein neues Verständnis der Hochwassergefährdung in Deutschland. Es wurde deutlich, wie sich Sturzfluten von den herkömmlichen Flusshochwas­sern unterscheiden: extrem kurze An­stiegszeiten, hohe Fließgeschwindigkei­ten, starke hydraulische Belastung der Gewässer und der überströmten Uferbe­reiche, Verklausung von Durchlässen und Ausuferungen. Ursächlich für Sturzfluten sind Starkregen, die sich, was Menge, Dauer und damit Regenintensität be­trifft, deutlich von den Niederschlags­ereignissen, die Flusshochwasser in grö­ßeren Fließgewässern bedingen, unter­scheiden.

Aufgrund dieser Erfahrungen der letzten Jahre und der prognostizierten steigenden Relevanz von durch Starkre­gen ausgelösten Hochwassern hält die DWA es für notwendig, das Merkblatt DWA-M 552 „Ermittlung von Hochwas­serwahrscheinlichkeiten“ zu überarbei­ten. Das Ziel der Überarbeitung besteht darin, neue Erkenntnisse in der Hoch­wasserhydrologie, wie zum Beispiel die explizite Berücksichtigung der verschie­denen Hochwassertypen in der Hoch­wasserstatistik, in das Merkblatt zu inte­grieren. Auch im Bereich der statisti­schen Charakterisierung von Starkregen haben sich neue methodische Entwick­lungen ergeben, die bereits in die derzeit laufende Überarbeitung des KOSTRA-Kartenwerks eingehen. Es wäre damit sinnvoll, auch die Frage der modellba­sierten Hochwasserermittlung in Hin­blick auf die zu berücksichtigenden me­teorologischen Belastungsgrößen zu in­tegrieren. Weiterhin sollte dargestellt werden, in welchem Kontext die be­schriebenen hochwasserstatistischen Be­trachtungen zum Hochwasserrisikoma­nagement stehen.

Im Folgenden sind die wesentlichen Änderungsvorschläge für das Merkblatt aufgelistet und erläutert:

1. Einbeziehung von partiellen Serien als Alternative zu den bisher hauptsächlich verwendeten Jahreshöchstabflüssen

Während die Betrachtung von jährlichen Maxima lediglich ein Hochwasserereig­nis pro Jahr in die Statistik miteinbe­zieht, können partielle Serien, abhängig von der Größe der Hochwasser, mehrere Ereignisse berücksichtigen. Dies kann die Stichprobengröße deutlich erhöhen. Die Wahl des Schwellwerts spielt hier eine entscheidende Rolle. Hierzu müssen die statistischen Methoden zur Bestimmung von Jährlichkeiten erweitert werden. Diese neuen Ansätze bilden die Grundla­ge für die unter 3. erläuterte typ-basierte Hochwasserstatistik.

2.Erweiterung der Methodik zur Untersuchung von Zeitreihen auf Instationaritäten

Die Frage der Instationarität wird im Zu­sammenhang mit möglichen klimati­schen oder anthropogen-bedingten Ver­änderungen des Hochwasserregimes häufig thematisiert. Daher sollten die klassischen, im bisherigen Merkblatt ent­haltenen Trendtests um Bruchpunkttests erweitert werden. Hierzu soll ein konkre­tes Schema für die Prüfung der Daten auf Instationarität vorgegeben werden mit Vorschlägen für verschiedene Testverfah­ren. Zusätzlich wird eine Überprüfung auf Häufungen hochwasserarmer bzw. hochwasserreicher Zeiträume vorge­schlagen, für die mittlerweile ebenfalls ein geeigneter statistischer Test zur Ver­fügung steht.

3. Einführung der typen-basierten Hochwasserstatistik

Hochwasserereignisse in einem Einzugs­gebiet haben meist unterschiedliche Ur­sachen. So können zum Beispiel sowohl Schneeschmelz-Hochwasser als auch Starkregen-Hochwasser in der Serie der maximalen jährlichen Hochwasser ent­halten sein. Die gemeinsame Betrach­tung von Hochwassern unterschiedlicher Genese führt folglich zu einer inhomoge­nen Stichprobe, was den Grundannah­men der Statistik widerspricht. Daher sollten Hochwasser nach Typen getrennt betrachtet werden. Hierzu wird zunächst die Separation der einzelnen Hochwasserereignisse aus langjährigen Rei­hen der Abflusstageswerte benötigt. Mit­hilfe einer einfach anzuwendenden Me­thodik, die auf der Ganglinienanalyse ba­siert und einige wenige meteorologische Eingangsdaten wie tägliche Nieder­schlags- und Temperaturwerte benötigt, können die Ereignisse in Typen eingeord­net werden. Alternativ werden Typisie­rungen basierend auf meteorologischen und hydrologischen Faktoren vorgeschla­gen. Auf dieser Grundlage können die Ereignisse jedes Hochwassertyps separat statistisch analysiert werden. Um Aussa­gen zur Jährlichkeit eines bestimmten Scheitelabflusses zu erhalten, ist eine statistische Mischverteilung dieser Typen anzuwenden. Diese Methodik ergänzt die bereits im Merkblatt DWA-M 552 enthaltene saisonale Statistik um den wesentlichen Aspekt der Hochwasserge­nese und kombiniert daher die saisonale Statistik mit der kausalen Informations­erweiterung.

4. Multivariate Statistik

Die aktuelle Hochwasserstatistik im Merkblatt fokussiert sich allein auf den Hochwasserscheitel. Weitere, zum Bei­spiel für den Hochwasserrückhalt wichti­ge Merkmale wie die Hochwasserfülle werden außer Acht gelassen. Da bei der typen-basierte Statistik sowohl Scheitel als auch Volumen eines Hochwassers be­trachtet werden, kann hier zusätzlich die multivariate Statistik, das heißt, die Scheitel-Füllen-Statistik, eingeführt wer­den. Diese erlaubt differenziertere Aus­sagen zu den Formen der typen-basierten Bemessungsganglinie und Plausibilitäts­angaben zu Merkmalskombinationen.

5. Erweiterte Niederschlag-Abfluss- Modelle und Hochwasser-Starkregen-Gefahrenkarten

Neben der statistischen Analyse von Be­obachtungsdaten werden Bemessungs­hochwasser oftmals mithilfe von statis­tisch bewerteten Bemessungsnieder­schlägen und Niederschlag-Abfluss-Mo­dellen berechnet. Dies wurde bereits im Merkblatt DWA-M 552 unter Kapitel 5.4 erläutert. Hierzu wären folgende Erwei­terungen sinnvoll: Einführung einer ad­äquaten Methodik zur Niederschlagssta­tistik, die in der Lage ist, auch Starkregenereignisse hinsichtlich ihrer beobachte­ten Auftretenswahrscheinlichkeit einzu­ordnen. Hierzu ist der im MUNSTAR-Pro­jekt1 verwendete Ansatz, der auf dem cGEV-Modell basiert und somit dem im zukünftigen KOSTRA- Kartenwerk imple­mentierten Modell entspricht, besonders geeignet, da er, im Gegensatz zur derzeit verwendeten zwei-parametrigen Gum­bel-Verteilung mit Ausgleichsfunktion, die statistische Schiefe als dritten Kenn­wert der Beobachtungsreihen berück­sichtigen kann. Hochwasser-Berechnun­gen auf Basis dieser Bemessungsnieder­schläge sollen dann für die Erstellung von Hochwasser- und Starkregengefah­renkarten auf Grundlage hydrologischer und hydraulischer Modelle genutzt wer­den. Die erforderlichen Arbeitsschritte sollten im Merkblatt vorgestellt werden.

Die genannten fünf Hauptpunkte stellen notwendige Ergänzungen der hochwas­serstatistischen Analysen, die im Merk­blatt DWA-M 552 beschrieben sind, dar. Alle neu hinzugefügten Methoden sollen als web-basierte Software-Lösungen an­geboten werden, die durch die Verwen­dung einer einfachen Benutzeroberflä­che die Anwendung ermöglichen.

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesge­schäftsstelle gerne entgegen:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Geogr. Dirk Barion Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-161 Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: barion@dwa.de

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Aktualisierung des Merkblatts DWA-M 372 „Technische Rahmenbedingungen für die Vergärung biogener Abfälle“

Die DWA-Arbeitsgruppe KEK-4.2 „Vergä­rung“ wird im Auftrag und unter der Mit­wirkung des Fachausschusses KEK-4 „Mechanische und biologische Abfallbe­handlung“ das Merkblatt DWA-M 372 überarbeiten.

Das Merkblatt, dessen erste Auflage im Mai 2003 veröffentlicht wurde, be­schreibt die technischen Rahmenbedin­gungen der Abfallvergärung. Diese wer­den ausgehend von einer Betrachtung der möglichen Inputmaterialien und de­ren Aufbereitung über die Verfahrens­technik von Gärreaktoren bis zur Pro­zesswasser- und Biogasaufbereitung um­fassend dargestellt. Auch die grundle­genden rechtlichen Anforderungen wer­den skizziert.

Um die technischen Entwicklungen und die heute vorliegenden umfangrei­chen Betriebserfahrungen mit verschie­den Anlagentypen zur Vergärung bioge­ner Abfälle zu berücksichtigen, soll das Merkblatt DWA-M 372 grundlegend überarbeitet werden. Dabei sind sowohl die erheblich veränderten rechtlichen Rahmenbedingen sowie der fortgeschrie­bene Stand technischer Regelwerke zu berücksichtigen. Hierbei ist auch die in­haltliche Verzahnung mit aktuellen Merk- und Arbeitsblättern der DWA zum Beispiel zur Trockenvergärung, zur Co- Vergärung oder aus dem Bereich Biogas zu aktualisieren. Weiterhin ist vorgese­hen, das Merkblatt um technische Hin­weise zu möglichen Treibhausgasemissi­onen und deren Vermeidung zu ergän­zen.

Die Arbeitsgruppe KEK-4.2 „Vergä­rung“ beabsichtigt, sich für diese Aufga­be personell zu verstärken, und freut sich über weitere Mitarbeiter*innen. Hinwei­se und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen. Interessenten für die eh­renamtliche Mitarbeit in der Arbeits­gruppe melden sich bitte mit einer the­menbezogenen Beschreibung ihres be­ruflichen Werdegangs bei der DWA-Bun­desgeschäftsstelle. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind aus­drücklich herzlich willkommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-106 Fax 0 22 42/872-184 E-Mail: dahmen@dwa.de

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