Mittwoch, Januar 19, 2022

Meldungen der DWA

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Januar 2021
Berlin: Baustart für größte deutsche Anlage zur Spuren­stoffentfernung mit Ozon
Nachweis von Mikroplastik: Kaiser-Friedrich-Forschungs­preis an Team der Leibniz Universität Hannover verliehen
Förderprogramm „Wasser – Forschung für eine nachhaltige Ressourcennutzung“ ausge­schrieben
Bayern: Bewerbungen für den Umweltcluster Leuchtturm 2022 möglich
Neues DLR-Institut zu sensiblen Infrastrukturen eröffnet
EU-Kommission startet Aufruf „100 klimaneutrale Städte bis 2030“
Nordrhein-Westfalen: Beirat Klimaanpassung eingesetzt
Brandenburg: Kabinettsbeschluss zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise
Aktionsplan der Bundesregie­rung zur Klimaanpassung beschlossen
Hochwasserkatastrophe: Versicherer zahlen bereits über drei Milliarden Euro
BMBF-Projekte zu Hochwasser­gebieten gestartet
Förderung für wissenschaftliche Begleitung des Wieder­aufbaus in den Hochwasserge­bieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Nordrhein-Westfalen: Expertenwissen für den Wiederaufbau gesucht

 


Berlin: Baustart für größte deutsche Anlage zur Spuren­stoffentfernung mit Ozon

Im Klärwerk Schönerlinde im Nordosten Berlins haben die Berliner Wasserbetrie­be (BWB) im Dezember 2021 den Bau ei­ner großtechnischen Ozonanlage gestar­tet. Diese weitergehende Reinigungsstu­fe für biologisch bisher nicht abbaubare Spurenstoffe basiere auf eigener For­schung und sichere den eng geschlosse­nen Berliner Wasserkreislauf zusätzlich ab, so die BWB in einer Pressemitteilung. Neben mehreren geschlossen Reaktions­becken werden Anlagen zur Herstellung des Ozons aus Sauerstoff sowie zur Ver­nichtung von dessen Resten nach getaner Arbeit und ein Pumpwerk errichtet. Das Klärwerk Schönerlinde ist die drittgröß­te Berliner Kläranlage, in der das Abwas­ser von rund 800 000 Menschen aufbe­reitet wird. Insgesamt werden 48 Millio­nen Euro investiert.

Der amtierende Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe, Frank Bruckmann, erklärte dazu: „Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Aus­baustrategie für alle unsere sechs Klär­werke, die mehrere weitergehende Rei­nigungsstufen sowie Kapazitätserweite­rungen umfasst und bis Mitte der 2030er-Jahre in diesen Werken Investitionen von rund zwei Milliarden Euro einschließt.“

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Nachweis von Mikroplastik: Kaiser-Friedrich-Forschungs­preis an Team der Leibniz Universität Hannover verliehen

Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) der Leibniz Universität Hannover ist mit dem Kaiser-Friedrich-Forschungs­preis 2020 für Photonische Technologien für den Umwelt-und Klimaschutz ausge­zeichnet worden. Das Team um Dr. Ann- Kathrin Kniggendorf und Prof. Dr. Bern­hard Roth erhielt die Auszeichnung für die Forschung zur Detektion von Mikro­plastik in Wasser mithilfe optischer Tech­nologien.

„Das neu entwickelte Verfahren unse­res Teams ermöglicht die Überwachung von Mikroplastik im Trinkwasserstrom in Echtzeit und ohne Filter und Probenent­nahme“, sagt Bernhard Roth. Dieses sei eine echte Neuerung auf dem Gebiet, da derzeit solche Untersuchungen nur mit teuren Analyseverfahren im Labor durch­geführt werden können. Das prämierte System ist mobil einsetzbar und benutzt Laserlicht, um Proben zu untersuchen. Dadurch kann die Wasserkontamination mit einer Reaktionszeit von Millisekun­den genau bestimmt werden.

Das durch die Messung fließende Wasser wird kontinuierlich mit einer La­serschranke überwacht. Eine Kamera zählt zudem alle Partikel, während ein Spektrometer den spezifischen „Finger­abdruck“ erfasst. Auch Größe und Form des Mikroplastiks können bestimmt wer­den, selbst in stark verunreinigten Was­serproben aus Klärwerken. Durch das Sammeln der Partikel kann die Ursache und gegebenenfalls der Verursacher ei­ner Verunreinigung aufgespürt werden.

Der mit 15 000 Euro dotierte Kaiser-Friedrich-Forschungspreis wird alle zwei Jahre zu einem besonderen Schwer­punktthema im Bereich der Optischen Technologien von der Goslarer Stöbich Gruppe an deutsche Wissenschaftlerin­nen und Wissenschaftler aus Forschung oder Industrie vergeben.

www.hot.uni-hannover.de
http://www.phoenixd.uni-hannover.de

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Förderprogramm „Wasser – Forschung für eine nachhaltige Ressourcennutzung“ ausge­schrieben

Die Kurt-Eberhard-Bode-Stiftung im Stif­terverband schreibt ihr Förderprogramm 2022 aus: Gefördert wird eine Juniorfor­schungsgruppe, die interdisziplinär und praxisorientiert Modelle für die nachhal­tige Nutzung der Ressource Wasser ent­wickelt. Dazu wird die Gruppe für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren mit bis zu 160 000 Euro pro Jahr ausgestattet. Bewerbungen sind bis zum 7. Februar 2022 möglich. Mit ihrem Förderpro­gramm möchte die Kurt-Eberhard-Bode-Stiftung zur Vernetzung der Leitdiszipli­nen Medizin, Biologie, Chemie, Physik und Informatik beitragen und einen fachübergreifenden und transdisziplinä­ren Dialog anregen, um die Wasserres­sourcen-Forschung als Schlüsseldisziplin für eine globale nachhaltige Entwicklung zu stärken. Interessenten werden gebe­ten, für die Antragstellung das entspre­chende Merkblatt anzufordern:

E-Mail: karsten.krueger@stifterverband.de, Tel. 02 01/84 01-193

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Bayern: Bewerbungen für den Umweltcluster Leuchtturm 2022 möglich

Der Umweltcluster Bayern sucht wieder Projekte mit Visionen, innovativen neu­en Ideen und Produkte mit Potenzial, die einen vorbildlichen Beitrag zur Entwick­lung der Umwelttechnologie leisten. Bis zum 31. Januar 2022 können sich baye­rische Umwelttechnologie-Projekte mit Signalwirkung beim Cluster bewerben. Teilnahmeberechtigte Bewerber sind Unternehmen, Planer, Kommunen und Konsortien (zum Beispiel Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrich­tungen).

https://www.umweltcluster.net/de/projekte/leuchtturmprojekt/leuchtturm-bewerbung.html

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Neues DLR-Institut zu sensiblen Infrastrukturen eröffnet

Wie Einrichtungen der kritischen Infra­struktur noch besser vor kriminellen Ak­tivitäten oder terroristischen Angriffen geschützt werden können und auch in Pandemiezeiten oder bei Naturkatastro­phen funktionsfähig bleiben, daran forscht das neue Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen am Deut­schen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Sankt Augustin und Rheinbach (Nordrhein-Westfalen). Die Landesregie­rung fördert das Institut mit rund 30 Mil­lionen Euro.

Mit dem neuen DLR-Institut entsteht eine Einrichtung, die die Möglichkeiten moderner Digitalisierung in der Sicher­heitsforschung für Infrastrukturen kon­sequent einsetzt. Dazu wird von den je­weils untersuchten Einrichtungen ein so­genannter „digitaler Zwilling“ angelegt, der zusätzlich zum untersuchten Objekt auch Wechselwirkungen mit der Umge­bung, mit anderen Infrastrukturen und natürlichen Gegebenheiten berücksich­tigt. An diesem Modell können dann mögliche Bedrohungsszenarien berech­net werden, um so die Widerstandsfähig­keit des Objekts zu optimieren. Darüber hinaus wird auch an Sensoren zur Gefah­rendetektion geforscht, um Realität und Modell gemeinsam weiter zu verbessern.

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EU-Kommission startet Aufruf „100 klimaneutrale Städte bis 2030“

Die EU-Kommission hat einen Aufruf zur Interessenbekundung für Städte veröf­fentlicht, die sich an der europäischen Mission „100 klimaneutrale und intelli­gente Städte bis 2030“ beteiligen wollen. Sie gehört zu einer der fünf neuen Missi­onen im EU-Forschungsprogramm Hori­zont Europa. Aus Deutschland hatten bis Ende November 2021, dem Zeitpunkt des Starts des Aufrufs, bereits 21 Städte Interesse angemeldet. Durch die Mission „Klimaneutrale und intelligente Städte“ werden 100 europäische Städte, die bis 2030 klimaneutral werden wollen, un­terstützt und gefördert und zu Versuchs-und Innovationszentren für alle Städte gemacht. Nach der Registrierung ihres Interesses und einer Bewertung durch unabhängige Experten werden die aus­gewählten Städte im April 2022 bekannt gegeben. Sobald das Auswahlverfahren abgeschlossen ist, können sie mit Hilfe einer „Missionsplattform“ mit der Arbeit an ihren Zielen beginnen. Interessenbe­kundungen können bis zum 31. Januar 2022 eingereicht werden.
https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/CNC-Pre-Registration?language=de

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Nordrhein-Westfalen: Beirat Klimaanpassung eingesetzt

Unter Federführung des Umweltministe­riums hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Expertengremium zur Begleitung und Abstimmung der Klimawandel-Vorsorge in den verschiedenen Sektoren einberu­fen. Der interdisziplinäre „Beirat Klima­anpassung“ besteht aus 22 Expertinnen und Experten unterschiedlicher Diszipli­nen. Die erste Sitzung fand am 19. No­vember 2021 statt. Der neu eingerichtete Beirat wird die verschiedenen Maßnah­men und Initiativen begleiten und mit seinen Empfehlungen die Klimaanpas­sung in Nordrhein-Westfalen unterstüt­zen. Er tagt mindestens zweimal jährlich.

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Brandenburg: Kabinettsbeschluss zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise

Für einen konsequenten Klimaschutz hat die Brandenburger Landesregierung Mit­te November 2021 die Erarbeitung des Klimaplans mit einer sektorenübergrei­fenden und verbindlichen Klimastrategie bekräftigt und zugleich eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klima­wandels beschlossen. Mit der Erarbei­tung des Klimaplans für Brandenburg hatte die Regierung bereits 2020 begon­nen. Nun wurden wichtige Festlegungen für die Sektoren und Handlungsfelder des Klimaplans vorgenommen. So arbei­tet die Landesregierung daran, Branden­burg bis spätestens 2045 klimaneutral zu machen. Darüber hinaus hat das Kabinett jetzt die Erarbeitung einer Klimaanpassungs­strategie an die Folgen des Klimawandels unter Federführung des Klimaschutzmi­nisteriums beschlossen. Die Strategie wird 14 Handlungsfelder aus sechs Res­sorts umfassen, darunter die kommunale Daseinsvorsorge. Damit deckt sie mehr als die bereits im Koalitionsvertrag festgeleg­ten Handlungsfelder, wie Landschaftswas­serhaushalt sowie Land-und Forstwirt­schaft, ab. Das „Gesamtkonzept zur An­passung an den Klimawandel im Politik­feld Wasser“ wird dabei einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung des Handlungsfeldes Wasser im Rahmen der ressortübergreifenden Strategieentwick­lung darstellen, so das Landesumweltmi­nisterium in einer Pressemitteilung.

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Aktionsplan der Bundesregie­rung zur Klimaanpassung beschlossen

Im Kampf gegen die Folgen der Erder­wärmung hat die Bundesregierung den „Aktionsplan Anpassung III“ (APA III) be­schlossen. Er enthält mehr als 180 Maß­nahmen aller Bundesressorts zur Klima­anpassung – darunter zahlreiche für die Infrastruktur. APA III ist Teil der deut­schen Anpassungsstrategie (DAS), die seit 2008 einen bundesweiten Hand­lungsrahmen setzt. Im Fokus des BMU-Programms Programms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klima­wandels“ steht der Aufbau eines nach­haltigen Anpassungsmanagements in Kommunen. Download des APA III: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20211115_002

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Hochwasserkatastrophe: Versicherer zahlen bereits über drei Milliarden Euro

In den Überschwemmungsgebieten an Ahr und Erft sowie den anderen von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Re­gionen ist der Wiederaufbau in vollem Gang. Die Versicherungswirtschaft hat Anfang Dezember 2021 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Ver­sicherungswirtschaft (GDV)über ein Drit­tel der versicherten Schäden bezahlt. Ins­gesamt rechnet der GDV mit versicherten Gesamtschäden von 8,2 Milliarden Euro. „Die Versicherer zahlen nicht pauschal eine Summe aus, sie bezahlen ganz kon­kret den Wiederaufbau eines Gebäudes“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Das geschehe so zügig wie möglich.

Von den bislang ausgezahlten Leis­tungen erhielten Betroffene in Nord­rhein-Westfalen über 1,7 Milliarden Eu­ro. Auf Versicherungskunden in Rhein­land-Pfalz entfielen rund 950 Millionen Euro, während die übrigen 350 Millio­nen Euro vor allem in Bayern und Sach­sen ausgezahlt wurden.

Als Folge der Flutkatastrophe haben die deutschen Versicherer konkrete Vor­schläge für ein Gesamtkonzept zur Kli­mafolgenanpassung vorgelegt. Damit einher geht auch ein neues System für den Elementarversicherungsschutz. Ziel ist eine Absicherung aller privaten Wohn­gebäude gegen Extremwetterrisiken. Im Kern sehen die GDV-Vorschläge vor, dass es künftig nur noch Wohngebäudeversi­cherungen geben soll, die auch soge­nannte Elementargefahren, wie Hoch­wasser und Starkregen, abdecken. Zu­gleich fordert die Versicherungswirt­schaft ein nachhaltiges Umsteuern der öffentlichen Hand, etwa durch klare Bauverbote in hochwassergefährdeten Gebieten.

Positionspapier des GDV:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20211208_002

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BMBF-Projekte zu Hochwasser­gebieten gestartet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Projekt, das zur Aufarbeitung der Hochwasser­katstrophe im Juli 2021 beitragen soll. „HoWas2021 – Governance und Kommu­nikation im Krisenfall des Hochwasserer­eignisses im Juli 2021“ hat zum Ziel, Risikovorhersagen, Krisenkommunikation und Katastrophenmanagement bei der Bewältigung von Extremwetterlagen zu verbessern. Das BMBF stellt dafür rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt hat eine Laufzeit von 18 Mona­ten. In dem Verbund unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Direk­tor des Instituts für Wasserbau und Was­serwirtschaft der RWTH Aachen, arbeiten Forscherinnen und Forscher sowie An­wender aus unterschiedlichsten Fachdis­ziplinen und Organisationen zusammen.

Auf der Forschungsseite fließt viel­fältiges Know-how aus unterschiedli­chen Bereichen ein – wie etwa Wasser­bau und Wasserwirtschaft, Verwaltungs­wissenschaften, Medienforschung sowie Geografie bzw. Naturrisiken-und Katastrophenforschung. Neben der RWTH Aachen sind die FU Berlin, die Universi­tät Siegen, die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer und die Universität Potsdam an dem Projekt beteiligt.

Auch von Anwenderseite bringen zahlreiche Akteure ihre umfassende Ex­pertise, aber vor allem auch ihre unmit­telbaren Erfahrungen bei der Bewälti­gung der Hochwasserlage mit in das Pro­jekt ein. Dazu gehören das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastro­phenhilfe (BBK), das Technische Hilfs­werk (THW), der Deutsche Wetterdienst, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), der Wasserverband Eifel-Rur sowie die Emschergenossenschaft/Lippe­verband. Um eine möglichst breite Wirkung zu entfalten, ist das Projekt mit weiteren Förderinitiativen verzahnt – so etwa mit der neuen BMBF-Maßnahme KAHR (Kli­maanpassung, Hochwasser und Resili­enz). Hier wird ein wissenschaftliches Begleitgremium gefördert, das bei den Aufbaumaßnahmen in den betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unterstützt. Ziel von „KAHR“ ist es, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Klimaanpassung für den Wieder-und Neuaufbau zur Verfügung zu stellen, um so die Regionen zukunftssicher und kli­maresilienter zu gestalten. In dieser Maßnahme werden insbesondere Fragen der Klimaanpassung, der risikobasierten Raumplanung und des Hochwasser­schutzes betrachtet. Die Fördermaßnah­me „KAHR“ startete am 1. November 2021 mit 13 Partnern.

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Förderung für wissenschaftliche Begleitung des Wieder­aufbaus in den Hochwasserge­bieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit dem KAHR-Projekt „Wissenschaftliche Begleitung der Wiederaufbauprozesse nach der Flutkata­strophe in Rheinland-Pfalz und Nord­rhein-Westfalen: Impulse für Resilienz und Klimaanpassung“ ein wissenschaftli­ches Begleitgremium eingesetzt, in dem Forschende unterschiedlicher Einrichtun­gen und Fachdisziplinen aus den Berei­chen Hochwasserschutz, Stadt-und Raumplanung, Gebäudetechnologie, Na­tur-und Umweltrisiken sowie aus der In­novations-und Systemforschung zusam­menarbeiten. Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel überreichte im November 2021 die ersten zwei Förderurkunden an den Wasserver­band Eifel-Rur (WVER) und die RWTH Aachen. „Ziel des Verbundvorhabens ist es, neuste Forschungserkenntnisse aus den relevanten Disziplinen direkt in den Wiederaufbau in den betroffenen Regio­nen in Nordrhein-Westfalen und Rhein­land-Pfalz einfließen zu lassen. Durch Verknüpfung mit laufenden Maßnahmen und Projekten kann das Projekt schnell das Wissen der Forschung zu Klimawan­del-angepasstem Wiederaufbau in die Re­gionen einbringen“, sagte Thomas Rachel.

Aus Nordrhein-Westfalen sind das In­stitut für Wasserbau und Wasserwirt­schaft der RWTH Aachen (IWW), der WVER, das HochwasserKompetenzCentrum e. V. (HKC), das Institut für Raumplanung der TU Dortmund sowie das Deutsche Institut für Urbanistik im Projekt vertreten. Die Projektkoordinati­on haben Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann von der Universität Stuttgart sowie Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf vom IWW der RWTH Aachen übernommen. Für den ge­samten Verbund mit insgesamt 13 Part­nern sind ca. 5,2 Millionen Euro vorgese­hen.

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Nordrhein-Westfalen: Expertenwissen für den Wiederaufbau gesucht

Für den Wiederaufbau der Hochwasser-Gebiete in Nordrhein-Westfalen braucht es dringend Know-how. Land, Kommu­nen und Fachverbände aus den Berei­chen Planen und Bauen rufen daher alle Expertinnen und Experten mit verfügba­ren Kapazitäten dazu auf, ihr Wissen in den betroffenen Städten und Gemeinden einzubringen. Gesucht wird Expertise für Klimaresilienz, für Stadtentwicklung, für Baurecht, Prozessmanagement und tech­nische Infrastruktur. Für die Vermittlung von Senior-Experten hat das Land eine Online-Plattform eingerichtet.

https://senior-expertise-hilft.nrw

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