Montag, Januar 25, 2021

Meldungen der DWA

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Januar 2021
Weltwassertag 2021: Wert des Wassers
Neue Wege für den Wasserschutz in der Weser-Ems-Region
Wasser-Ressourcenpreis 2021 der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung ausgeschrieben
Bonner Water Network
Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU
Umweltminister fordern Förderung der 4. Reinigungsstufe
Pflanzenkläranlage in ehemaliger Sprengstofffabrik in Betrieb
Molkereiabwasser zur Bewässerung von Ackerflächen?
Europaweite Auszeichnung für interaktiven Themenspielplatz der Stadtwerke Menden
Phosphorrückgewinnung in Kiel: Förderung aus dem EU-LIFE-Programm
Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen
Staffelübergabe von Essen nach Köln
Neue SBR-Kläranlage für Helgoland
Kläffizient: Klärwerke Akteure am Energiemarkt
Reststoffe auf Kläranlagen: Start des Verbundprojekts FLXsynErgy
DBU startet Auswahl für Deutschen Umweltpreis 2021
Bewerber für den Umweltcluster-Bayern- Leuchtturm gesucht
Erfolgreiche TSM-Überprüfung bei der Stadt Bonn
Bald alle Kläranlagen am Bodensee mit vierter Reinigungsstufe
Zukunft Biogas
Ankündigung einer Umfrage zur Wasserwiederverwendung

 


Weltwassertag 2021: Wert des Wassers

Um den Wert des Wassers geht es beim Weltwassertag am 22. März 2021; das von den Vereinten Nationen ausgerufene Motto lautet in diesem Jahr „Valuing Wa­ter“. Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von UN Water organisiert. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser Bedeutung und Aufmerksamkeit zu widmen.

https://www.worldwaterday.org

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Neue Wege für den Wasserschutz in der Weser-Ems-Region

Die Universität Osnabrück und der Ol­denburgisch-Ostfriesische Wasserver­band (OOWV) liefern im Rahmen des Forschungsprojektes STEER (Erhöhung der STEuerungskompetenz zur ERrei­chung der Ziele eines integrierten Was­sermanagements) eine Analyse der sek­torenübergreifenden Herausforderungen im Grundwasserschutz in der Weser- Ems-Region, die nun als „Analyse und Stellungnahme“ beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veröffent­licht wurde. Der Grundwasserschutz in der Weser-Ems-Region steht seit zwei Jahrzehnten gleichbleibend im Span­nungsfeld kaum abgestimmter Politiken aus den Sektoren Wasser, (Bio-)Energie und Landwirtschaft. Für eine langfristige Verringerung der Nitratbelastung des Grundwassers geben die Autorinnen und Autoren Empfehlungen für Politik und Praxis. Neben einer besser abgestimmten Gesetzgebung in den Sektoren Wasser, Energie und Landwirtschaft fordern sie die Ausweitung und Förderung erfolgrei­cher Projekte wie zum Beispiel des ge­samtbetrieblichen Ansatzes sowie eine Transformation der intensiven Landwirt­schaft hin zu Geschäftsmodellen, die Wirtschaftlichkeit mit ökologischer Ver­träglichkeit verbinden. Die Entwicklung neuer Politikinstrumente sollte begleitet werden durch die Einbindung von Pra­xiswissen sowie die Stärkung von Gewäs­serschutzthemen in der landwirtschaftli­chen Ausbildung. Die vollständige Veröf­fentlichung kann auf der Internetseite des DIE kostenfrei heruntergeladen wer­den:

https://doi.org/10.23661/as13.2020

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Wasser-Ressourcenpreis 2021 der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung ausgeschrieben

Der Wasser-Ressourcenpreis der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung geht in eine neue Runde. Der mit 100 000 Euro dotierte Preis wird an Wissenschaftler aus dem Bereich der Lebens-, Natur-, und Ingenieurwissenschaften vergeben, die in in­terdisziplinärer, praxisorientierter For­schungsarbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft herausra­gende Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der globalen Was­serressourcen entwickelt haben. Die Aus­zeichnung soll dazu dienen, die For­schungsmöglichkeiten der Preisträger/ innen zu erweitern, die Beschäftigung von Nachwuchswissenschaftlern/innen zu erleichtern und weitere Forschungsin­itiativen zu starten. Sowohl Selbstbewer­bungen als auch Vorschläge Dritter sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2021.

https://www.deutsches-stiftungszentrum.de/stiftungen/rüdiger-kurt-bode-stiftung

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Bonner Water Network

Die Stärkung der Kompetenzen für nach­haltige Lösungen der weltweiten Wasser­probleme, dies ist das Ziel des neuen Bonner Water Networks. Hinter dem Netzwerk stehen sieben in Bonn ansässi­ge international tätige Organisationen und die Universität Bonn, das Internatio­nale Konversionszentrum Bonn (BICC), das German Development Institute/ Deutsches Institut für Entwicklungspoli­tik (DIE), das Geographische Institut der Universität Bonn (GIUB), des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn, das International Wa­ter Management Institute (IWMI), das Institut der Vereinten Nationen für Um­welt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) und das Sekretariat der Kon­vention der Vereinten Nationen zur Be­kämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Die Mitglieder des Netzwerks befassen sich weltweit mit unterschiedlichen Her­ausforderungen zum Thema Wasser und tragen gemeinsam mit Partnern in Wis­senschaft und Praxis dazu bei, umwelt­freundliche und sozial angemessene Lö­sungen zu finden.

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Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU

Die EU-Kommission will verhindern, dass Luft, Wasser und Boden weiter ver­schmutzt werden und bittet in Vorberei­tung ihres „Null-Schadstoff“-Aktions­plans Bürgerinnen und Bürgerinnen und Interessenvertreter bis zum 10. Februar 2021 um ihre Beiträge.

Link zur Website der Konsultation: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201112_006

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Umweltminister fordern Förderung der 4. Reinigungsstufe

Wenn die Nachrüstung von Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe sinnvoll ist, soll diese finanziell gefördert werden. Auf diese Position haben sich die Um­weltminister der Länder Mitte November auf der 95. Umweltministerkonferenz (UMK) verständigt. Die Umweltminister fordern den Bund auf, zu prüfen, mit welchen Mitteln und in welcher Form ein „Nationales Gewässerschutzprogramm“ zur finanziellen Förderung durch die EU oder durch den Bund ermöglicht werden kann. Gleichzeitig betonen die Umwelt­minister, dass eine 4. Reinigungsstufe nicht die ausschließliche Lösung sein kann. Die UMK bittet den Bund, die im Spurenstoffdialog abgeleiteten Maßnah­men zur Vermeidung des Eintrages von Mikroschadstoffen in die Umwelt an der Quelle zu intensivieren. Beispielhaft führt die UMK die Zulassung, Herstel­lung, Anwendung von Arzneimitteln so­wie die fachgerechte Entsorgung von Alt­medikamenten an. Auch die Hersteller von Stoffen sollen gebeten werden, ihren Beitrag zu leisten. Aber auch die Wasser­wirtschaft ist gefordert. Bei der Ausge­staltung eines Nationalen Gewässer­schutzprogrammes soll auch berücksich­tigt werden, inwieweit hydromorpholo­gische Maßnahmen die Resilienz der Ge­wässer verbessern können. Eine Auswei­tung auf alle Maßnahmen der Wasser­rahmenrichtlinie wäre sehr zu begrüßen, heißt es dazu abschließend im UMK-Be­schluss.

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Pflanzenkläranlage in ehemaliger Sprengstofffabrik in Betrieb

Nach rund 16-monatiger Bauzeit haben Mitte November 2020 das erste Regen­rückhaltebecken und die erste Pflanzen­kläranlage auf dem Gelände der ehema­ligen Sprengstofffabrik „Werk Tanne“ bei Clausthal-Zellerfeld den Betrieb aufge­nommen. Nach Angaben der Unteren Bo­denschutzbehörde beim Landkreis Gos­lar handelt es sich um die bisher größte Anlage zur Beseitigung sprengstofftypi­scher Verbindungen in Deutschland. Ins­gesamt wurden 28 000 Schilfgewächse eingepflanzt. Dies erfolgte ähnlich wie in der Landwirtschaft mit einer halbauto­matischen Pflanzmaschine. Die Kosten für die Errichtung von Regenrückhalte­becken und Pflanzenkläranlage inklusive Vorbereitungsarbeiten belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Diese Summe entspricht rund 50 Prozent der Gesamt­kosten für die Sanierung des Werksge­ländes. Der Probebetrieb wird mindes­tens ein Jahr andauern. Nach erfolgrei­chem Abschluss ist geplant ein zweites Regenrückhaltebecken und eine zweite Pflanzenkläranlage zu errichten. Im Werk Tanne wurden zwischen 1939 und 1945 rund 100 000 Tonnen des Spreng­stoffs Trinitrotoluol produziert. Das Werk zählte zu den fünf großen Sprengstofffa­briken im ehemaligen Deutschen Reich; das Gelände ist bis heute eine Rüstungs­altlast.

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Molkereiabwasser zur Bewässerung von Ackerflächen?

Für die künstliche Beregnung von Fel­dern hat die Hochwald Foods GmbH den Landwirten in der Zülpicher Börde (Nordeifel, Nordrhein-Westfalen) rund 2500 Kubikmeter gereinigtes Molkerei­abwasser täglich angeboten. Das Abwas­ser würde aus der noch im Bau befindli­chen Großmolkerei in der Stadt Mecher­nich kommen und solle Trinkwasserqua­lität haben. Der Mechernicher Bürger­meister Hans-Peter Schick, selbst promo­vierter Agraringenieur, begrüßt das An­gebot des Unternehmens. Die Zülpicher Börde ist sehr sonnig und ein äußerst er­tragreiches Anbaugebiet für die Land­wirtschaft. Sie im Lee der Nordeifel aller­dings sehr niederschlagsarm.

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Europaweite Auszeichnung für interaktiven Themenspielplatz der Stadtwerke Menden

Bei den diesjährigen European Excel­lence Awards konnten die Stadtwerke Menden (Nordrhein-Westfalen) mit ih­rem innovativen und nachhaltigen Kon­zept „Interaktiver Themenspielplatz Trinkwasser“ auf europaweiter Ebene überzeugen. Das ganzheitliche Spiel­platzkonzept, basierend auf Augmented- Reality-Abenteuern und echtem Spiel­platzerlebnis, wurde von der Jury als ei­nes der fünf besten Projekte in der Kate­gorie „Digitale Umsetzung 2020“ prä­miert. Der interaktive Erlebnis-Spielplatz, der auf Augmented-Reality (AR) beruht, wurde am 4. August 2020 an der kleinen Hönne-Insel in Menden offiziell eröffnet. Das europaweit einzigartige Spielplatz­konzept verbindet reales Spielen mit vir­tuellen Erlebnissen und digitalem Ler­nen. Mit der kostenlosen App ARvin für Smartphone oder Tablet können Kinder auf dem Spielplatz Abenteuer mit Willi, dem Wassertropfen, erleben. AR-Funktionen mit einer interaktiven Spielfläche und anklickbaren Symbolen sollen ihre Fantasie anregen, eigene Geschichten zu entwickeln und zu spielen. Ziel ist es, Kindern einen nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser zu vermitteln. Grundidee und Konzeption lassen sich mit wenig Aufwand auf weitere Themen und Stand­orte übertragen. Beim Konzept „Interaktiver Themen­spielplatz Trinkwasser“ handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt­werke Menden GmbH mit dem däni­schen Spielplatzhersteller KOMPAN GmbH, der Dortmunder Agentur für 3D-und Bewegtbildproduktion PUPPETEERS GmbH, dem Soester Büro B.S.L. Land­schaftsarchitekten und der Stadt Men­den. Die Grundlage für das Konzept bil­dete die Bachelorarbeit der Mendenerin Julia Bach, die sie 2019 an der FH Nord­hessen mit Unterstützung der Stadtwer­ke Menden verfasste. Begleitend zur Er­öffnung realisierte die Zilla Medienagen­tur GmbH aus Dortmund im Auftrag der Stadtwerke Menden eine bundesweite PR-Kampagne. Die European Excellence Awards würdigen jedes Jahr europaweit heraus­ragende PR- und Kommunikationspro­jekte.
Ausrichter des Preises ist die Qua­driga Media Berlin GmbH.

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Phosphorrückgewinnung in Kiel: Förderung aus dem EU-LIFE-Programm

Das Projekt Sludge2resource der Müll­verbrennung Kiel (MVK) und der Firma Remondis wird im Rahmen des EU-LIFE-Programms gefördert. Das teilte die EU-Kommission mit. Schon vor einigen Jah­ren hatte die MVK angekündigt, eine neue Verbrennungslinie zur thermischen Behandlung von Klärschlämmen (statio­näre Wirbelschichtfeuerung) in Kombi­nation mit einer Anlage zur Phosphor­rückgewinnung aus der Klärschlammasche bauen zu wollen. Die Kapazität der neuen Linie soll 32 000 Tonnen Trocken­substanz (130 000 Tonnen Originalsubstanz) betragen; sie soll 2023 oder 2024 in Betrieb gehen. Die neue Anlage soll Phosphor zu über 85 % aus der Asche zu­rückgewinnen. Neben der Phosphorrück­gewinnung und der Erzeugung von Fern­wärme ist ein weiterer willkommener Bonus für die Umwelt die künftige Ge­winnung von jährlich 35 000 Kubikme­tern Betriebswasser aus den angeliefer­ten Klärschlämmen. Das Wasser soll zu­künftig bei der Müllverbrennung einge­setzt werden und dort den Einsatz von Trinkwasser reduzieren. Nach Einschät­zung der EU-Kommission wird das Pro­jektteam in Kiel neue europäische Stan­dards für das Recycling von Klärschlamm setzen.

Wie die Europäische Kommission mit­teilte, hat sie ein Investitionspaket in Hö­he von mehr als 280 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt für über 120 neue Pro­jekte des LIFE-Programms genehmigt, darunter elf aus Deutschland, aus dem Bereich Siedlungswasser- und Abfall­wirtschaft einzig das oben genannte. Diese EU-Mittel werden nach Angaben der Kommission Investitionen in Höhe von insgesamt fast 590 Millionen Euro mobilisieren. Gegenüber dem im Vorjahr bereitgestellten Betrag entspricht dies einem Anstieg um 37 %. Die Projekte werden dazu beitragen, die Ziele des europäischen Grünen Deals zu erreichen, in dem unter anderem die EU-Biodiversi­tätsstrategie, der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der grüne Wieder­aufbau nach der Coronavirus-Pandemie und die Verwirklichung des Ziels, Europa bis 2050 zu einem klimaneutralen Konti­nent zu machen, unterstützt werden. Viele der neuen Projekte sind länderübergreifende Projekte, an denen mehre­re Mitgliedstaaten beteiligt sind.

Projekt-Website:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201116_002

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Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen

Vor der geplanten Überarbeitung der EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Ener­giebeihilfen bittet die Europäische Kom­mission die Öffentlichkeit um ihre Kom­mentare. Die Leitlinien ermöglichen es den Mitgliedstaaten, Umweltschutz- und Energieprojekte unter bestimmten Be­dingungen staatlich zu unterstützten. Sie sollen sicherstellen, dass öffentliche Bei­hilfen zu gemeinsamen europäischen Zielen wie der Dekarbonisierung beitra­gen, ohne den Wettbewerb im Binnen­markt zu verzerren. Interessierte Kreise können bis zum 7. Januar 2021 an der Konsultation teilnehmen.

Link zur Website der Konsultation: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201112_005

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Staffelübergabe von Essen nach Köln

Startschuss für die Initiative „Ganz klar Köln“ Der Staffelstab der Initiative „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ ist an die neue Initiative „Ganz klar Köln“ übergegangen. Ziel der Initiative ist es, die Bürgerinnen und Bür­ger für einen verantwortungsvollen Um­gang mit Medikamentenresten zu sensi­bilisieren. Aufgrund der Corona-Situati­on überreichten die beteiligten Institutionen den Staffelstab in einer virtuellen Aktion von Essen nach Köln. Das vom Umweltministerium geför­derte Projekt „Essen macht’s klar“ wurde von 2017 bis 2019 von den Wasserwirt­schaftsunternehmen Emschergenossen­schaft und Ruhrverband sowie der Stadt Essen durchgeführt und wird seitdem mit weiteren Aktionen für die Bevölke­rung fortgesetzt. Im Zeitraum des Pro­jekts wurden gezielte Kommunikations-und Bildungsmaßnahmen für die Sensi­bilisierung der Bevölkerung sowie für al­le weiteren relevanten Akteure zur Min­derung von Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf entwickelt. Hieran knüpfen auch die Stadtentwässerungsbe­triebe Köln, AöR (StEB Köln) mit der neuen Initiative „Ganz klar Köln“ an. Mit Hilfe von „Oma Klara“ und einem Augen­zwinkern soll die Kampagne Verbrauche­rinnen und Verbraucher aufklären und sensibilisieren. Die Erfahrungen aus Es­sen sollen dabei in eine auf Köln zuge­schnittene Kampagne einfließen.

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Neue SBR-Kläranlage für Helgoland

Auf Helgoland wurde eine neue Kläran­lage in Betrieb genommen. Dazu wurde die Anlage Ende November 2020 mit be­lebtem Schlamm aus dem Klärwerk Het­lingen des AZV Südholstein an der Un­terelbe angeimpft. Das Helgoländer Abwasser wird nun in einer SBR-Anlage ge­reinigt, die über zwei Becken verfügt. In mehreren Tests während der Planungs­phase hatte sich das SBR-Verfahren für die Insel als am besten geeignet erwie­sen. Es wird zudem der Besonderheit ge­recht, dass auf Helgoland wegen des Tourismus’ im Sommer viel und im Win­ter nur wenig Abwasser anfällt. Die prak­tischen Vorbereitungen für den Bau der neuen Kläranlage waren bereits 2016 an­gelaufen. Für das Projekt galt es zahlrei­che Hindernisse zu bewältigen. Dazu zählen logistische Herausforderungen – auf die Insel müssen Baumaterial, Gerät­schaften und Mitarbeitende stets per Schiff oder Flugzeug gebracht werden – zudem Wind und Wetter, eine aufwendi­ge Kampfmittelräumung und zuletzt die Corona-Pandemie, wegen der es für Hel­goland strenge Einreisebeschränkungen gibt. Nach Inbetriebnahme der Abwas­serreinigung wird voraussichtlich noch bis zum kommenden Frühjahr an der Schlammaufbereitung der neuen Kläran­lage gearbeitet. Dafür wird das Altgebäu­de saniert. Die bisherige Kläranlage konnte den hohen Anforderungen an die Abwasser­reinigung zuletzt nicht mehr gerecht werden. Die Durchlaufanlage, bei der die Reinigungsstufen nacheinander in ver­schiedenen Becken abliefen, wurde re­gelmäßig von Krebstierchen befallen, die die nützlichen Bakterien aus der biologi­schen Reinigungsstufe auffraßen. Das führte zu schlechten Ergebnissen, vor al­lem bei der Stickstoffentfernung. Der AZV Südholstein hat im Jahr 2014 die Verantwortung für die Abwas­serentsorgung auf Helgoland übernom­men. Vor Ort arbeitet der Verband dafür mit der Karl Meyer Inselentsorgung GmbH zusammen.

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Kläffizient: Klärwerke Akteure am Energiemarkt

Der Lehrstuhl für Energieverfahrenstech­nik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) koordiniert das Projekt „Kläffizient“, mit dem das Po­tenzial von Klärwerken als Strom- und Gasanbieter auf dem Energiemarkt simu­liert und experimentell erforscht wird. Das dreijährige Projekt, an dem die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) und die eta Energiebe­ratung GmbH beteiligt sind, startete im Oktober 2020. Es wird vom Bundesmi­nisterium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit etwa 400 000 Euro geför­dert. Im Fokus des Projekts steht die Me­thanisierung des bei der Klärgasverbren­nung entstehenden Kohlendioxids. Der benötigte Wasserstoff stammt idealer­weise aus der Elektrolyse von Wasser, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Bei der Elektrolyse ent­steht Sauerstoff, den die Kläranlagen zur biologischen Reinigung des Schmutzwas­sers nutzen können. Der Methanisie­rungsmodellanlage im Klärwerk Nürn­berg wird allerdings keine Elektrolyse vorgeschaltet, der Wasserstoff kommt für den Versuchsbetrieb noch aus Flaschen. Bei der Simulation des Energiesystems der Kläranlage im Modell werde die Elektrolyse jedoch berücksichtigt. Der „digitale Zwilling“ ist neben der Modell­anlage die zweite tragende Säule des Projektes. Mit seiner Hilfe soll simuliert werden, wie sich eine Kläranlage flexibel auf die wechselnden Strom- und Gas­preise einstellen kann. Wenn der Strom­preis im Winter steigt, weil die Photovol­taikanlagen weniger liefern, könnte die Kläranlage ihre Stromproduktion erhö­hen. Im Sommer bietet sie dann Bio­methan bzw. Bioerdgas an, das direkt zum Endverbraucher geleitet oder ge­speichert wird.

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Reststoffe auf Kläranlagen: Start des Verbundprojekts FLXsynErgy

Im Oktober 2020 hat das Verbundprojekt FLXsynErgy (Flexible und vollenergeti­sche Nutzung biogener Rest- und Abfall­stoffe: Faulungen und Biogasanlagen als Energieverbraucher, -speicher und -er­zeuger) begonnen. Ziel des Projekts ist ein anwenderbezogener Leitfaden zur Flexibilisierung der Biogaserzeugung auf Kläranlagen. Dafür werden Bemessungs­größen und Steuerungsmechanismen entwickelt und bereitgestellt. Im Fokus steht dabei die vollenergetische Nutzung (Strom und Wärme) von Klärschlämmen sowie biogenen Rest- und Abfallstoffen. Somit kann die Kläranlage als Energie­speicher, flexibler Energieverbraucher und -erzeuger einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

FLXsynErgy verknüpft hierfür Betrei­ber und Planer von repräsentativen Klär­anlagen unterschiedlicher Ausbaugröße mit der Wissenschaft unter Berücksichti­gung der regulativen Rahmenbedingun­gen aus dem Bereich Energie und Klär­schlammentsorgung. Zusätzlich wird der noch kaum vorhandene Wissensaus­tausch zwischen land-/abfallwirtschaftli­chen Biogasanlagen und Faulungen auf Kläranlagen gefördert. FLXsynErgy iden­tifiziert rechtliche sowie umwelt- und so­zialethische Konfliktpotenziale bereits während der technischen Entwicklungs­phase. Durch diesen ganzheitlichen An­satz soll die Akzeptanz erhöht und die Implementierung erleichtert werden.

Am Projekt FLXsynErgy sind – neben der Universität der Bundeswehr Mün­chen, die das Vorhaben koordiniert – die Deutsches Biomassenforschungszentrum gemeinnützige GmbH, die Hochschule für Philosophie München sowie die Dr.- Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für Ab­wassertechnik mbH und die Wolter Hop­penberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB beteiligt. Das Forschungskonsorti­um wird zusätzlich von acht assoziierten Partnern unterstützt, die vor allem im Bereich der Abwasserbehandlung tätig sind. Das dreijährige Forschungsvorha­ben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms im The­menfeld „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ gefördert.

Universität der Bundeswehr München Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik E-Mail: swa@unibw.de

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DBU startet Auswahl für Deutschen Umweltpreis 2021

Zum 29. Mal vergibt die Deutsche Bun­desstiftung Umwelt (DBU) 2021 den Deutschen Umweltpreis. Das Auswahl­verfahren für den mit 500 000 € dotier­ten Umweltpreis ist jetzt gestartet. Bis zum 1. Februar 2021 können Vorschläge eingereicht werden. Vorschlagsberechtigt sind mehr als 200 Persönlichkeiten und Institutionen, darunter die DWA. Mit dem Deutschen Umweltpreis würdigt die DBU seit 1993 Leistungen von Persön­lichkeiten, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt beitragen oder beigetragen haben. Die festliche Verleihung findet im kommenden Herbst in Darmstadt statt. https://www.dbu.de/2420.html

Kontakt bei der DWA: Anne Aschenbrenner E-Mail: aschenbrenner@dwa.de

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Bewerber für den Umweltcluster-Bayern- Leuchtturm gesucht

Der Umweltcluster Bayern sucht wieder Projekte mit Visionen, innovativen neuen Ideen und Produkte mit Potenzial, die ei­nen vorbildlichen Beitrag zur Entwick­lung der Umwelttechnologie leisten. Bis zum 31. Januar 2021 können sich baye­rische Umwelttechnologie-Projekte mit Signalwirkung beim Cluster bewerben. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, Planer, Kommunen und Konsortien (zum Beispiel Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen), welche die Entwicklung des Projekts leiten und or­ganisieren.

https://www.umweltcluster.net/de/projekte/leuchtturmprojekt/leuchtturm-bewerbung.html

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Erfolgreiche TSM-Überprüfung bei der Stadt Bonn

Der Bereich Stadtentwässerung des Tief­bauamts der Bundesstadt Bonn hat an ei­ner Prüfung seines technischen Sicher­heitsmanagements (TSM) teilgenommen und erfüllt die Vorgaben des Merkblatts DWA-M 1000 „Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen“. Die geplante offizielle Überreichung der TSM-Bestätigung Mitte November 2020 durch den Sprecher der DWA-Bundesge­schäftsführung, Johannes Lohaus, an den Leiter des Tiefbauamts, Peter Esch, im Rahmen einer kleinen Feier musste auf­grund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die TSM-Bestätigung bescheinigt dem rund 950 Kilometer langen Kanal­netz und den vier Kläranlagen der Stadt Bonn die sichere, wirtschaftliche, nach­haltige und umweltfreundliche Entsor­gung von rund 17 Millionen Kubikmeter Abwasser pro Jahr. Dazu musste sich die Bonner Stadtentwässerung im Dezember 2019 einer zweitägigen, freiwilligen Überprüfung durch ein unabhängiges DWA-Expertenteam stellen. Die Bonner Stadtentwässerung stellte sich der Überprüfung zum ersten Mal. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die organisatorischen Strukturen. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beach­tung der Sicherheitsbestimmungen. Da­zu mussten rund 230 Fragen zur Organi­sation der technischen und betrieblichen Abläufe, zur technischen Ausstattung, zu den Qualifikationen des technischen Per­sonals sowie zu Planung, Betrieb und In­standhaltung der Anlagen beantwortet werden. Außerdem fand eine Begehung der Anlagen statt.

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Bald alle Kläranlagen am Bodensee mit vierter Reinigungsstufe

Das Land Baden-Württemberg fördert den Bau einer vierten Reinigungsstufe im Verbandsklärwerk Uhldingen mit 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei rund 6,8 Millionen Euro. Damit ver­fügen alle Kläranlagen im Regierungsbe­zirk Tübingen, die direkt in den Boden­see einleiten, in absehbarer Zeit über ei­ne Stufe zur Entfernung von Spurenstof­fen: Bei den Kläranlagen in Kressbronn- Langenargen und Eriskirch ist die vierte Reinigungsstufe bereits in Betrieb, in Friedrichshafen im Bau und in Immen­staad wie jetzt auch in Uhldingen in der Planung. Auf der Kläranlage in Uhldin­gen wird zur Spurenstoffelimination eineVerfahrenskombination mit Ozonierung und Aktivkohlefiltration angewendet, die bisher in Baden-Württemberg in dieser technischen Größenordnung noch nicht realisiert worden ist. Damit sollen künf­tig rund 80 Prozent der Spurenstoffe aus dem Abwasser der Kläranlagen, die im Bodenseekreis direkt in den Bodensee einleiten, entfernt werden.

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Zukunft Biogas

Die DWA stellt den diesjährigen BiogasTag unter das Motto „Faulgas auf Kläranlagen, Biogas aus der Vergärung biogener Abfälle und NawaRo“ und gibt damit zugleich die Themen der Veranstaltung am 16. März 2021 in Würzburg vor. Der BiogasTag wird in Kooperation mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Fachverband Biogas ausgerichtet. Im Fokus der Veranstaltung stehen energierechtliche Entwicklungen, der aktuelle Stand der Anlagensicherheit und Emissionsminderung wird vorgestellt. Nach Überarbeitung zahlreicher technischer Regeln werden Inhalte der aktuellen DWA-Merkblätter präsentiert. Das Programm befasst sich zudem mit innovativen Projekten im Bereich von Faulbehältern und Biogas-Speichersystemen. Gastechnische Prüfungen und Emissionen auf Biogas- und Faulgasanlagen werden beleuchtet. Der Biogas richtet sich an Betreiber von Biogas- und Kläranlagen, Ingenieure, Planer, Kommunen sowie an Firmen und Organisationen, die sich mit Energiethemen in der Wasser- und Abfallwirtschaft befassen.

Der BiogasTag soll im Burkhardushaus, Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg, stattfinden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie ist es möglich, dass die Veranstaltung in einem digitalen Format als Hybrid- oder Online-Tagung zu gegebenenfalls abweichenden Preisenumgesetzt wird. Die DWA wird hierzu informieren. – Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro, DWA-Mitglieder zahlen 410 Euro. – Kontakt: Milena Seidel, Telefon: 02242 872-181, E-Mail: seidel@dwa.de oder unter www.dwa.de/biogastag
seidel@dwa.de

Weiterführende Links
www.dwa.de/biogastag

https://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20201216_004

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Ankündigung einer Umfrage zur Wasserwiederverwendung

Im Dezember 2020 startet die DWA ge­meinsam mit der inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement eine kurze Online-Umfrage unter Klärwerksbetrei­bern zum Thema Wasserwiederverwen­dung. Mitte 2020 verabschiedete die Eu­ropäische Union eine neue Verordnung (2020/741), in der sie unter anderem einheitliche Mindestanforderungen für die Wasserwiederverwendung festlegte. In die Zukunft gedacht, ermöglicht dies die Entstehung eines neuen Marktes für aufbereitetes Abwasser, wobei Klär­werksbetreibern eine Schlüsselrolle zu­kommt. Die DWA nimmt dies zum An­lass, ein deutschlandweites Stimmungs­bild zu dieser Entwicklung aus Sicht der Betreiber zu zeichnen. Dazu bitten wir Sie um Ihre Einschätzung zu verschiede­nen Aspekten der Wasserwiederverwen­dung, technischen Maßnahmen sowie organisatorischen und finanziellen Ge­sichtspunkten. Die Betreiber werden sei­tens der DWA zur Teilnahme an der Um­frage per E-Mail eingeladen. Wir, die DWA, freuen uns auf eine hohe Beteili­gung.

Die Betreiber werden seitens der DWA zur Teilnahme an der Umfrage per E-Mail eingeladen. Gerne können Sie aber auch direkt diesen Link: www.dwa.de/reuse-umfrage verwenden, um zur Umfrage zu gelangen. Wir, die DWA, freuen uns auf eine hohe Betiligung.

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