Mittwoch, April 14, 2021

Meldungen der DWA

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März 2021
Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung
EU-Kommission startet Konsultation zur Umweltkriminalität
20 Jahre Wasserrahmenrichtlinie: Empfehlungen des Umweltbundesamts
Bund der Steuerzahler NRW ruft zu Widerspruch gegen Abwassergebührenbescheide 2021 auf
Bayern: Neuer „Schwammstadt“-Leitfaden für Kommunen und Planer vorgestellt
Grüne und blaue Infrastruktur für das Ruhrgebiet
Baden-Württemberg: 22 Millionen für Projekte zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser
Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2021“ gestartet
Kommunaler Klärschlamm zu 75 Prozent verbrannt
Bürger wollen hitzemindernde Maßnahmen
Frankreich stellt Abwasserdaten für Corona-Monitoring online
EIB stellt weiteres Darlehen für Emscher-Renaturierung bereit
DWA vernetzt internationale Forschung zum Corona-Moni­toring über den Abwasserpfad
BBSR sucht Projekte zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel
Beteiligungsverfahren bei Bauvorhaben können weiter digital erfolgen
Hackathon im Wassermanagement – ACHEMA innovation challenge
Februar 2021
Ostfalia startet Forschungsprojekt zur Frühwarnung vor Epidemien mithilfe von Abwasser-Monitoring
Brandenburg: aktualisierte Arbeitshilfe „Hochwasser­schutz und Bauplanungsrecht“ veröffentlicht
Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“
4. Reinigungsstufe für Kläranlage Dortmund-Deusen
Hamburg: Weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage fertiggestellt
Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0
Zweckverband zur Kommuna­len Klärschlammverwertung Thüringen (KKT) gegründet
Staatenklage Tschechiens gegen Polen wegen Erweite­rung des Tagebau Turów vor dem Europäischen Gerichtshof
Baden-Württemberg: Landwirtschaftliche Klärschlamm­verwertung ist die Ausnahme
Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet
Thüringen: Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen verlängert
Förderung für Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage Helmstedt
2,7 Millionen Euro für Phosphorrückgewinnung im Odenwaldkreis
Klärschlammverwertung OWL – Start frei für die Ausschreibung
Bayern: Erfolgsprojekt RZWas wird fortgesetzt
Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor
Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen
Neue WRRL-Bewirtschaftungs­pläne veröffentlicht
Öffentliche Konsultation der EU zum Zero Pollution Action Plan
Januar 2021
Weltwassertag 2021: Wert des Wassers
Neue Wege für den Wasserschutz in der Weser-Ems-Region
Wasser-Ressourcenpreis 2021 der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung ausgeschrieben
Bonner Water Network
Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU
Umweltminister fordern Förderung der 4. Reinigungsstufe
Pflanzenkläranlage in ehemaliger Sprengstofffabrik in Betrieb
Molkereiabwasser zur Bewässerung von Ackerflächen?
Europaweite Auszeichnung für interaktiven Themenspielplatz der Stadtwerke Menden
Phosphorrückgewinnung in Kiel: Förderung aus dem EU-LIFE-Programm
Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen
Staffelübergabe von Essen nach Köln
Neue SBR-Kläranlage für Helgoland
Kläffizient: Klärwerke Akteure am Energiemarkt
Reststoffe auf Kläranlagen: Start des Verbundprojekts FLXsynErgy
DBU startet Auswahl für Deutschen Umweltpreis 2021
Bewerber für den Umweltcluster-Bayern- Leuchtturm gesucht
Erfolgreiche TSM-Überprüfung bei der Stadt Bonn
Bald alle Kläranlagen am Bodensee mit vierter Reinigungsstufe
Zukunft Biogas
Ankündigung einer Umfrage zur Wasserwiederverwendung

 


Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung

Die Bundesregierung hält an den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie fest und will diese nicht aufweichen. Dies geht aus der Antwort (Bundestags-Drucksache 19/26097) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Wasserrahmenrichtlinie fordert, dass in den Mitgliedstaaten der EU bis Ende 2027 die Gewässerschutzziele erreicht werden sollen. Die Erreichung der Be­wirtschaftungsziele der Wasserrahmen­richtlinie liege vorrangig in der Zustän­digkeit der Länder, betont die Bundesre­gierung. Die Bewirtschaftungspläne müssen demnach bis spätestens 22.März 2022 an die Europäische Kommission be­richtet werden.Es sei eine Herausforde­rung nicht nur für Deutschland, die Be­wirtschaftungsziele in allen Wasserkör­pern bis zum Jahr 2027 zu erreichen, er­klärt die Bundesregierung weiter.

Download der Bundestags-Drucksache:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210128_001

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EU-Kommission startet Konsultation zur Umweltkriminalität

Die Europäische Kommission will die EU-Regeln zur Umweltkriminalität überar­beiten und befragt mit einer Konsultati­on im Vorfeld die interessierte Öffent­lichkeit.Die Ergebnisse werden in die Überarbeitung der EU-Vorschriften zur Umweltkriminalität einfließen.Ein Vor­schlag für eine überarbeitete EU-Gesetz­gebung wird bis Ende 2021 erwartet.Ei­ne Bewertung der Richtlinie, die 2019– 2020 durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass es noch Raum für Verbesse­rungen gibt, wenn es um die Reduzie­rung von Umweltkriminalität und die Verfolgung von Straftätern geht.Die Überarbeitung geht auf diese Probleme ein, indem sie die gestärkte Kompetenz der EU im Bereich des Strafrechts nutzt und eine bessere Koordinierung der Vor­schriften mit anderen grünen Initiativen sicherstellt.Die Teilnahme an der öffent­lichen Konsultation ist bis zum 4.Mai 2021 möglich.

Link zur Konsultation:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210208_005

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20 Jahre Wasserrahmenrichtlinie: Empfehlungen des Umweltbundesamts

„Neun Empfehlungen für den guten Zu­stand unserer Gewässer“ enthält ein Po­sitionspapier des Umweltbundesamts an­lässlich des 20.Jahrestags der Veröffent­lichung der europäischen Wasserrah­menrichtlinie.Seit 20 Jahren sei die Was­serrahmenrichtlinie eine Säule des Ge­wässerschutzes.Es wurde viel erreicht – das Ziel „guter Zustand“ werde aber oft verfehlt.Das Papier des UBA ist ein Plä­doyer für eine ambitionierte Wasserpoli­tik an alle beteiligten Akteure.– Down­load:

https://www.umweltbundesamt.de/ publikationen/20-jahre-wasserrahmen­richtlinie-empfehlungen

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Bund der Steuerzahler NRW ruft zu Widerspruch gegen Abwassergebührenbescheide 2021 auf

Der Bund der Steuerzahlen NRW ruft al­le Gebührenzahler in Nordrhein-Westfa­len dazu auf, sich gegen ihren Abwasser­gebührenbescheid 2021 zu wehren.Der Bund der Steuerzahler kritisiert zweier­lei: Bei der Kalkulation der Abwasserge­bühren werde von den meisten Kommu­nen ein zu hoher Zinssatz zugrunde ge­legt.Und bei der Abschreibung werde nach Wiederbeschaffungszeitwerten statt nach den niedrigeren Anschaffungs­werten gerechnet.Ein diesbezüglicher Musterprozess sei beim Oberverwal­tungsgericht in Münster anhängig (Az.9 A 1019/20).Der Steuerzahlerbund er­wartet eine Entscheidung noch im Jahr 2021.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte-und Gemeindebunds Nordrhein-Westfa­len weist die Kritik zurück: „Die Entsor­gung des Abwassers zählt zu den zentra­len Elementen der kommunalen Daseins­vorsorge.Vorwürfe, die Städte und Ge­meinden würden bei der Berechnung der Gebühren auf Gewinne aus sein, entbeh­ren jeder Grundlage.Bau und Betrieb von Kanalnetzen sind aufwendig.Ihre Fi­nanzierung muss verlässlich und mit lan­gem Horizont geplant sein.Darum orien­tieren sich Städte und Gemeinden bei der Kalkulation von Abwassergebühren an gemittelten Zinswerten, die den Durchschnitt der vorangegangenen 50 Jahre abbilden.Dieses Verfahren vermei­det kurzfristige Schwankungen und er­möglicht Planungssicherheit für Bürge­rinnen und Bürger wie auch für Städte und Gemeinden.Die Rechtsprechung hat durchgehend bestätigt, dass die Berech­nungsmethoden der Kommunen mit den Vorgaben des Kommunalabgabengeset­zes im Einklang stehen, wonach das Ge­bührenaufkommen die Kosten für Be­trieb und Bau der Anlage nicht über­schreiten darf.“

http://www.steuerzahler.de/nrw/abwasser

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Bayern: Neuer „Schwammstadt“-Leitfaden für Kommunen und Planer vorgestellt

Der Klimawandel ist in den Städten stär­ker spürbar als auf dem Land.Dieser Ef­fekt soll mit dem Generationenthema „Schwammstadt“ minimiert werden.Das betonte Bayerns Umweltminister Thors­ten Glauber am 27.Januar 2021 in Mün­chen anlässlich der Vorstellung eines neuen Leitfadens für Kommunen und Planer: „Der Klimawandel verändert auch das Leben in unseren Siedlungen.Die Sommer werden heißer, die Nieder­schläge nehmen ab.… Auf der anderen Seite drohen häufigere extreme Hoch­wasser und Starkregen.Deshalb brau­chen wir ein Konzept für die Städte und Gemeinden der Zukunft.Unsere Lösung heißt Schwammstädte.Wir müssen das Wasser in unseren Städten halten wie in einem Schwamm.Dafür dürfen Städte nicht weiter zubetoniert werden.“ Studi­en zeigen, dass die Temperatur vor Ort um bis zu 3 °C sinken könnte, wenn Städte wieder grüner werden.

Der Leitfaden enthält eine Reihe von Lösungsansätzen und Umsetzungsbei­spielen, wie mit den aktuellen Heraus­forderungen durch den Klimawandel beider Siedlungsentwicklung umgegangen werden kann.Konkret wird beispielswie­se vorgeschlagen, schon bei der Bauleit­planung Flächen für den Rückhalt und die Versickerung von Regenwasser fest­zusetzen oder eine Gebäudebegrünung zu fordern.Auch bei der Stadterneue­rung kann durch neu angelegte abge­senkte Grünflächen Regen gespeichert und damit die Hitze- und Starkregenvor­sorge verbessert werden.Gleichzeitig werden damit Aufenthaltsqualität und Artenvielfalt erhöht.

Der Leitfaden wurde gemeinsam ent­wickelt von Umweltministerium, Landes­amt für Umwelt, DWA-Landesverband Bayern, Bayerischer Architektenkammer, Bayerischer Ingenieurekammer Bau, Bayerischem Städtetag und Bayerischem Gemeindetag.

Download des Leitfadens:
http://www.stmuv.bayern.de/niedrigwasser.htm

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Grüne und blaue Infrastruktur für das Ruhrgebiet

In den kommenden zehn Jahren investie­ren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände rund 250 Millionen Euro in den Ausbau der grünen und blauen Infrastruktur im Ruhrgebiet, um die Lebensqualität der Städte zu erhalten und Schäden im Klimawandel zu vermei­den.Auf Beschluss der Landesregierung werden die Projekte „Klimaresiliente Re­gion mit internationaler Strahlkraft“ und „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ im Rahmen der Ruhrkonferenz mit über 145 Millionen Euro gefördert.Anfang Febru­ar zogen Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof.Dr.Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emscherge­nossenschaft, und weitere Partner ein erstes positives Fazit zu den bereits um­gesetzten und gestarteten Projekten und blickten nach vorne.„Klimaschutz und Klimaanpassung sind zentrale Daseins­vorsorge.Weniger Hitzestau, dafür mehr grüne Lebens- und Erholungsräume, we­niger Versiegelung, dafür mehr natürli­che Versickerungsbereiche, weniger Überflutungen von Straßen, dafür klima­feste Infrastruktur.Mit zahlreichen Maß­nahmen und Ideen trägt das Projekt be­reits ganz konkret zu einer klimasicheren Zukunft und damit auch zur Lebensqua­lität der Menschen in der Metropolregion Ruhr bei“, so Heinen-Esser.

Zur Koordinierung und Unterstüt­zung der Ideen und Maßnahmen zur Kli­maanpassung hat die Emschergenossen­schaft vor einem Jahr eine Service-Orga­nisation in Essen eingerichtet.Als zentra­le Anlaufstelle koordiniert sie die Zusam­menarbeit der Kommunen und Wasser­verbände und ermöglicht mit den För­dermitteln des Landes die Maßnahmen vor Ort.„Ein funktionierendes Modell, das in den vergangenen Monaten im Schatten von Corona bereits viel für die Klimafolgenanpassung in der Region an­gestoßen und umgesetzt hat.Mit dem Projekt ‚Klimaresiliente Region mit inter­nationaler Strahlkraft‘ konnten Emscher­genossenschaft und Städte ihre Initiati­ven für eine klimafeste Zukunft deutlich ausbauen“, erklärte Uli Paetzel bei der Jahrespressekonferenz.

Im ersten Jahr haben zahlreiche Kom­munen mit Unterstützung der Service- Organisation Dächer und Fassaden be­grünt, Bäume gepflanzt, Flächen entsie­gelt und Regenwasser abgekoppelt.An 111 Projekten hat die Zukunftsinitiative 2020 gearbeitet, 55 Maßnahmen haben einen Zuwendungsbescheid erhalten.Die Mittel stehen bereit beziehungsweise sind ausgegeben.Rund 5500 Quadrat­meter sind bereits bepflanzt und rund 10 000 Quadratmeter sind abgekoppelt oder entsiegelt worden.So kann Regen­wasser verdunsten, im Boden versickern oder in ein Gewässer abfließen.Bis 2040 sollen mindestens 25 Prozent der befes­tigten Flächen vom Kanalnetz abgekop­pelt und der Verdunstungsgrad um zehn Prozent in der Region erhöht werden.Weitere Maßnahmen sind bereits für 2021 in der Planung.So prüft eine Mach­barkeitsstudie die Begrünung der Fassa­de des Kohlenbunkers (Green Tower) im Nordsternpark in Gelsenkirchen und des Amphitheater-Parkplatzes in dem Areal.Mit der Baumaßnahme könnte nachhal­tige Regenwasserbewirtschaftung umge­setzt werden.Die Stadtwerke Bochum nutzen eine anstehende Sanierung zwei­er Dachflächen auf ihrem Betriebshof in Bochum-Hamme, um sich mit einer Dachbegrünung für Klimaschutz und Ar­tenvielfalt einzusetzen.

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Baden-Württemberg: 22 Millionen für Projekte zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser

Das Umweltministerium Baden-Würt­temberg startet das neue Förderpro­gramms „EFRE Bioökonomie – Bioraffi­nerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser – Bio-Ab-Cyc­ling“.Damit sollen innovative Verfahren in Demonstrations- oder Pilotanlagen miteinander verknüpft sowie erforscht und technisch vorangetrieben werden.Insbesondere die Kombination verschie­dener Verfahren und biointelligente An­sätze soll erprobt werden.Die Anlagen seien ein Modell für die spätere Anwendung an urbanen und industriellen Standorten.Für das Förderprogramm stehen bis zu 22 Millionen Euro bereit.Davon stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) voraussichtlich zehn Millionen Euro, die mit bis zu zwölf Millionen Euro an Lan­desmitteln ergänzt werden sollen.So können etwa vier bis sechs Projekte ge­fördert werden, beispielsweise auf Klär­anlagen, in Unternehmen oder in Abfall­behandlungsanlagen sowie in kommuna­len Entsorgungsbetrieben.

Weitere Informationen:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210120_002

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Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2021“ gestartet

Bis zum 20.April 2021 können Kommu­nen am Wettbewerb „Klimaaktive Kom­mune 2021“ des Bundesumweltministe­riums und des Deutschen Instituts für Ur­banistik (Difu) teilnehmen und je 25 000 Euro für vorbildliche Klimaaktivitäten gewinnen.Teilnahmeberechtigt sind Städte, Landkreise und Gemeinden.Aus­drücklich gewünscht sind dabei auch Ko­operationsprojekte, bei denen die kom­munale Verwaltung mit weiteren Akteu­ren und/oder mit anderen Kommunen sowie mit kommunalen Unternehmen zusammenarbeitet.

Bewerbungen sind in folgenden Kate­gorien möglich: Ressourcen- und Ener­gieeffizienz; klimafreundliche Mobilität; Klimaaktivitäten zum Mitmachen; Son­derpreis: Klimaschutz durch Digitalisie­rung.Die Gewinner werden im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung auf der Kommunalen Klimakonferenz vor­aussichtlich im November 2021 bekannt gegeben und ausgezeichnet.

https://www.klimaschutz.de/wettbewerb2021

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Kommunaler Klärschlamm zu 75 Prozent verbrannt

Die Menge des entsorgten Klärschlamms aus kommunalen Kläranlagen in Deutschland ist im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr mit 1,74 Millionen Tonnen Trockenmasse fast gleichgeblieben. Sie lag um 0,4 % unter dem Wert von 2018. Das teilt das Statistische Bundesamt (De­statis) mit. Ebenso wie im Vorjahr wur­den 74 % des entsorgten Klärschlamms verbrannt (1,29 Millionen Tonnen). In der Landwirtschaft, beim Landschaftsbau oder in sonstiger stofflicher Verwertung wurden rund 25 % der kommunalen Klärschlammmenge eingesetzt (0,43 Mil­lionen Tonnen). Sonstige direkte Entsor­gungswege wurden selten genutzt. Im Jahr 2019 wurde auf diese Art wie schon in den Vorjahren weniger als 1 % der Klärschlammmenge entsorgt.

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Bürger wollen hitzemindernde Maßnahmen

Bei Bürgern besteht eine extrem große Zustimmung zu hitzemindernden Maß­nahmen in der Innenstadt.Dies zeigt ei­neim Rahmen des BMBF-Forschungspro­jektes „HeatResilientCity“ durchgeführte Bürgerbefragung in Erfurt.Unter dem Motto „Platz nehmen – auch bei Hitze“ wurden im August 2020 Maßnahmen zur hitze-angepassten Umgestaltung des Leipziger Platzes erprobt und aktiv durch die Erfurterinnen und Erfurter getestet.Nun hat das Institut für Stadtforschung der Fachhochschule Erfurt (ISP) gemein­sam mit dem Umweltamt der Landes­hauptstadt Erfurt die Ergebnisse der ins­gesamt 900 an der Befragung beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner vorgelegt – mit einem mehr als eindeutigen Ergeb­nis: Die Erfurterinnen und Erfurter wün­schen sich mit über 99 % positiven Be­wertungen beispielsweise Baumneu­pflanzungen auf dem Leipziger Platz.Be­sonders gut wurden zusätzlich Maßnah­men, wie die Pflanzung von Blumen und Gräsern und die Schaffung von beschat­teten Sitzplätzen und -gruppen einge­schätzt.95 % der Befragten würden eine Umgestaltung des Leipziger Platzes un­terstützen.

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Frankreich stellt Abwasserdaten für Corona-Monitoring online

In Frankreich stellen seit Ende Januar rund 40 Kläranlagen ihre Daten zur Überwachung von SARS-CoV-2 online zur Verfügung. Die Probenahme an den Kläranlagen erfolgt nach einem einheitli­chen Protokoll im Einlaufbereich. Die Daten des Obépine-Netzwerks sollen ei­nen genauen und unvoreingenommenen Blick auf die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung ermöglichen. Die Veröffent­lichung der Daten soll schrittweise auf alle 150 von Obépine überwachten Klär­anlagen ausgedehnt werden. Geplant ist, Indikatoren für etwa 30 Gemeinden zu veröffentlichen, die in Form von Kurven dargestellt werden sollen. Mit den Daten soll vor allem der Infektionsgrad der Be­völkerung besser abgebildet werden, da bei der normalen Testung der Großteil der asymptomatischen Fälle nicht in die Statistik eingeht. Mit seiner nahezu in Echtzeit erfolgenden Erfassung der Vi­ruszirkulation soll der Indikator im Ge­gensatz zu Tests und Krankenhausauf­enthalten eine frühzeitige Erkennung der Entwicklung der Epidemie ermöglichen.

https://www.reseau-obepine.fr

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EIB stellt weiteres Darlehen für Emscher-Renaturierung bereit

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Emschergenossenschaft einen weiteren Darlehensrahmen in Höhe von 500 Millionen Euro für die umfangreiche Neugestaltung des Flusssystems zur Ver­fügung.Mit dem Darlehensrahmen ko-fi­nanziert die EIB das Investitionspro­gramm der Emschergenossenschaft für die Jahre 2020 bis 2024.Es ist nach 2011, 2013 und 2017 bereits die vierte Finanzierung von Seiten der EIB für das umfassende Entwicklungsvorhaben.Ins­gesamt stellt die EU-Bank für das Gene­rationenprojekt Emscher-Umbau damit 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung.Die Darlehen haben eine Laufzeit von bis zu 45 Jahren und können trotz des langen Zeitraums festverzinst werden.Wegen der Absenkungen durch den Kohleabbau ließ sich im Bereich der Emscher kein un­terirdisches Abwasserkanalsystem ein­richten, sodass die Emscher und ihre Ne­benläufe fast ein Jahrhundert lang als of­fenes Abwassersystem dienen mussten.Erst die Nordwanderung des Bergbaus Ende der 1980er-Jahre ermöglichte den Emscher-Umbau, das heißt Renaturie­rung des Flusses und Bau einer Abwas­serkanalisation.

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DWA vernetzt internationale Forschung zum Corona-Moni­toring über den Abwasserpfad

Kann das Corona-Monitoring über den Abwasserpfad zu einem die Pandemie begleitendenden Früh- und Entwarnsys­tem entwickelt werden? Können mit ei­nem solchen System Virusmutationen frühzeitig aufgespürt werden? Kann mit Abwassermonitoring die Dunkelziffer über belastbare Modellberechnungen er­mittelt werden? Zur Beantwortung die­ser bei der Bekämpfung der Corona-Pan­demie überaus wichtigen Fragen hat das Bundesministerium für Bildung und For­schung (BMBF) die DWA mit der Vernet­zung der nationalen und internationalen Forschung zu dieser Thematik beauf­tragt. Ende dieses Jahres sollen konkrete Antworten vorliegen. „Bis zur Praxistauglichkeit eines solchen Abwassermo­nitoringsystems ist es noch ein sehr lan­ger Weg. Durch die Vernetzung der For­schergruppen und durch den frühzeiti­gen Austausch der Erkenntnisse hoffen wir jedoch, viel schneller ans Ziel zu kommen“, hebt Johannes Lohaus, Spre­cher der DWA-Bundesgeschäftsführung, die Bedeutung des Projekts hervor.

Am 25. Januar 2021 hat die DWA das Projekt CoroMoni „Aufbau einer Kom­munikationsplattform zum Thema Ab­wassermonitoring zur Bestimmung des SARS-CoV-2-Infektionsgrades der Bevöl­kerung“ mit einer digitalen Auftaktver­anstaltung offiziell gestartet. Neben Wis­senschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden nahmen Vertreter des Robert-Koch-Instituts, des Umwelt­bundesamtes und der Europäischen Kommission teil. Insbesondere von der EU wird das Projekt sehr begrüßt. „Diese Initiative war überfällig!“, so Bernd Manfred Gawlik, DG Joint Research Centre der Europäischen Kommission, der eine europäische Umbrella-Studie zum gleichen Thema koordiniert. „Die Kommission richtet ihren Fokus derzeit auf den Nachweis der UK-Mutation über Abwasser-Monitoring“, betont Gawlik.

Forschungsprojekte zum Nachweis von Corona-Infektionen über den Abwas­serpfad laufen bereits seit dem Frühjahr des letzten Jahres sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen Staaten. Die DWA arbeitet beispielsweise seit April 2020 gemeinsam mit dem UFZ Helm­holtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig sowie der TU Dresden intensiv diesbezüglich zusammen. Klare Erkennt­nis der Projekte: Das Virus ist im Abwas­ser nicht lebensfähig, eine Infektionsge­fahr über den Abwasserpfad besteht nicht. Die Erbinformationen des Virus können im Abwasser aber definitiv an verbliebenen RNA-Fragmenten nachge­wiesen werden, über den Abwasserpfad lassen sich Infektionen im Einzugsgebiet bereits vor dem Ausbruch einer Infekti­onswelle feststellen. Dem Virus einen Schritt voraus zu sein bedeutet, Hotspot- Regionen frühzeitig zu identifizieren, Vi­rus-Mutationen vor einer massiven Aus­breitung aufzuspüren und die Wirkung von Lockdown-Maßnahmen schneller bewerten zu können. Corona-Monitoring über den Abwasserpfad fungiert dann als Pandemie begleitendes System, von der Früherkennung über die Mutationsauf­spürung bis zur Entwarnung. Dabei auch im Fokus: Kann das System aufwendige und kostspielige Massentestungen mit hohem Anteil negativer Ergebnisse er­gänzen oder sogar ersetzen?

Besonders interessant ist die Einbin­dung der Wissenschaftlerinnen und Wis­senschaftler aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden mit deren jeweili­gen besonderen Wissen. In den Nieder­landen bestanden beispielsweise bereits vor der Corona-Pandemie Erfahrungen mit dem Nachweis von Erregern wie En­teroviren bezüglich des Epidemie-Poten­zials über Abwasser. Die Niederlande ha­ben daher bereits notwendige Strukturen im Land aufgebaut, um das System flä­chendeckend zu nutzen. Und auch für die aktuellen Projekte gilt, dass die der­zeitigen Forschungsaktivitäten sich nicht allein auf Corona beschränken dürfen und werden. Die Erkenntnisse dienen auch als wertvolle Grundlage für mögli­che zukünftige Epidemien bzw. Pandemi­en.

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BBSR sucht Projekte zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ruft Städte und Gemeinden zur Einreichung beispielge­bender Projekte zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ auf.För­derfähig sind sowohl investive wie auch investitionsvorbereitende, begleitende und konzeptionelle Maßnahmen zur Stärkung der Vitalität und Funktionsviel­falt von städtischen Grün- und Freiräu­men.Voraussetzung für eine Förderungist eine hohe fachliche Qualität, ein über­durchschnittliches Investitionsvolumen oder ein hohes Innovationspotenzial der Maßnahmen.„Parks, Gärten und andere Grünanlagen sind den Folgen des Klima­wandels ausgesetzt, beispielsweise som­merlicher Trockenheit.Gleichzeitig ver­ringern sie im Sommer die Hitze in der Stadt und sorgen dafür, dass Wasser bei extremem Regen schnell versickert“, sagt der Leiter des BBSR, Dr.Markus Eltges.„Die Corona-Pandemie hat uns vor Au­gen geführt, dass Grünräume sehr wich­tig für gesunde, lebendige und lebens­werte Wohnorte sind.Ihre vielen Funkti­onen gilt es in den Projekten mitzuden­ken.“ Das Programm wird aus dem Ener­gie- und Klimafonds des Bundes finan­ziert.Bundesmittel stehen in den Jahren 2021 bis 2024 bereit.Kommunen sind aufgerufen, bis zum 15.März 2021 Pro­jektvorschläge beim BBSR einzureichen.Alle Informationen zur Förderung und zum Bewerbungsverfahren können Inte­ressierte online hier abrufen:

http://www.bbsr.bund.de/klima-raeume

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Beteiligungsverfahren bei Bauvorhaben können weiter digital erfolgen

Die öffentliche Beteiligung bei Infra­strukturvorhaben kann weiterhin ohne physische Treffen und digital erfolgen.Die dafür nötigen Regelungen des Pla­nungssicherstellungsgesetzes (PlanSiG) werden bis Ende 2022 verlängert.Dies hat das Bundeskabinett Mitte Januar 2021 beschlossen.Das Planungssicher­stellungsgesetz wurde im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie er­lassen.

Für viele Planungs- und Genehmi­gungsverfahren ist normalerweise die körperliche Anwesenheit von Personen erforderlich, zum Beispiel bei der Ein­sichtnahme in Unterlagen oder bei der Durchführung von Erörterungs- und An­hörungsterminen.Aus Gründen des In­fektionsschutzes können diese Verfah­rensschritte nun schon seit längerer Zeit nicht wie gewohnt durchgeführt werden.Mit dem Planungssicherstellungsgesetz wurden daher vorübergehende Ersatz­möglichkeiten, zum Beispiel Internetver­öffentlichungen oder die Durchführung von Online-Konsultationen, geschaffen.Um niemanden von Beteiligungsmöglichkeiten auszuschließen, soll für Bau-und Investitionsvorhaben weiterhin eine Veröffentlichung der wesentlichen Unter­lagen und Entscheidungen sowie die Wahrnehmung von Verfahrensrechten im klassischen, analogen Sinn erhalten blei­ben.

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Hackathon im Wassermanagement – ACHEMA innovation challenge

Die DECHEMA organisiert im März einen Hackathon zur „predictive maintenance“ in der Industriewasserwirtschaft.Ge­sucht sind findige und kreative Teams, die innovative und unkonventionelle Lö­sungsvorschläge erarbeiten.Die Lö­sungsansätze sollen sich an konkreten Fragestellungen aus der (Ab-)Wasserbe­handlung, aber auch der Überwachung von Anlagenkomponenten orientieren.So sollen beispielsweise mithilfe von akustischen und optischen Sensoren Ver­fahrensschritte der (Ab-)Wasserbehand­lung optimiert bzw.Systemstörungen beim Transport flüssiger Medien schnel­ler ermittelt werden.Ausgehend von be­reits am Markt verfügbaren Sensoren bzw.Baugruppen soll eine Lösung entwi­ckelt werden, die eine Problemstellung ideal erfasst und in bestehende Daten­netze von Unternehmen und Kläranlagen integriert werden kann.Viele potenzielle Einsatzorte sind nicht ohne weiteres zu­gänglich bzw.verfügen aktuell über kei­ne Schnittstelle zu vorhandenen Daten­netzen – Lösungen müssen daher auch den Datentransfer sicherstellen.Der Ha­ckathon wird als Online-Event über ei­nen Zeitraum von zwölf Wochen stattfin­den.Die Organisation und Betreuung der einzelnen Teilnehmerteams über­nimmt die DECHEMA.In der Fachjury sind Industrieunternehmen wie Covest­ro, Evonik und EnviroChemie sowie die Hessen Trade & Invest vertreten.Den Ge­winnern winkt neben Sachpreisen unter anderem die Möglichkeit, ihre Konzepte einem internationalen Fachpublikum so­wie Experten aus der Industriewasser­wirtschaft vorzustellen.Die Vorstellung der einzelnen Ideen erfolgt im Rahmen der ACHEMA Pulse in Frankfurt und wird online gestreamt.

https://www.achema.de/de/die-achema/innovation-challenge

Dr. Daniel Frank E-Mail: Daniel.Frank@dechema.de Tel. 069/75 64 -665

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Ostfalia startet Forschungsprojekt zur Frühwarnung vor Epidemien mithilfe von Abwasser-Monitoring

Ein Forschungsteam der Ostfalia Hoch­schule für angewandte Wissenschaften am Standort Suderburg will im Projekt „SCREENING – Frühwarnsystem Kanal­netz am Beispiel SARS-CoV-2“ in den kommenden zwei Jahren die Möglichkei­ten eines gezielten Abwasser-Monito­rings näher untersuchen. Dahinter ste­hen Ansätze der abwasserbasierten Epi­demiologie: Da infizierte Personen über ihren Stuhl genetisches Material von Vi­ren ausscheiden können, untersuchen Forscher, wie dadurch Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen in den am Ka­nalnetz angeschlossenen Siedlungsgebie­ten ermöglicht werden.

Die Erarbeitung der Methoden im SCREENING-Projekt planen Prof. Dr.-Ing. Markus Wallner und Prof. Dr.-Ing. Artur Mennerich anhand der drei nieder­sächsischen Städte Uelzen, Celle und Hil­desheim. Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens für Kommunen und Gesund­heitsämter, der aufzeigen soll, wie das vorhandene Abwasserkanalnetz im Fall von zukünftigen Epidemien optimal als Frühwarnsystem für lokale Infektions­herde genutzt werden könnte. In dem Forschungsvorhaben soll in Zusammen­arbeit mit kooperierenden Abwasserbe­trieben unter anderem der Prozess der Probenentnahme im Kanalnetz analy­siert werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, an welchen Stellen im Ka­nalnetz die Proben am besten entnom­men werden, um mit möglichst wenig Aufwand den höchsten Informationsge­halt über das regionale Infektionsgesche­hen in einem Siedlungsgebiet zu erhal­ten. Ein weiterer Schwerpunkt des For­schungsvorhabens widmet sich vornehm­lich der Probenaufbereitung und der mi­krobiologischen Analyse von SARS-CoV-2 im Abwasser. Hierzu arbeitet das Ostfalia-Team mit Forschenden der Leib­niz-Universität Hannover zusammen.

Das Projekt mit einem Gesamtvolu­men von 735 000 Euro für zwei Jahre wird gefördert durch den Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), einer Ko-Finanzierung des Landes und durch Eigenmittel der Ostfa­lia Hochschule für angewandte Wissen­schaften sowie der Leibniz Universität Hannover. Partner im Forschungsvorha­ben sind der Abwasserzweckverband Uelzen, der Eigenbetrieb Stadtentwässe­rung Celle, die Stadtentwässerung Hil­desheim, das Gesundheitsamt Landkreis Hildesheim sowie der DWA-Landesver­band Nord.

Prof. Dr.-Ing. Markus Wallner E-Mail: m.wallner@ostfalia.de

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Brandenburg: aktualisierte Arbeitshilfe „Hochwasser­schutz und Bauplanungsrecht“ veröffentlicht

Das Umweltministerium Brandenburg hat die Arbeitshilfe „Hochwasserschutz und Bauplanungsrecht“ aktualisiert. Das Papier richtet sich insbesondere an die Wasserbehörden und Bauaufsichtsbehör­den und erläutert Anforderungen des Hochwasserschutzes, die bei der Bauleit­planung und auch bei einzelnen Bauvor­haben zu beachten sind. Die Arbeitshilfe ersetzt die gleichnamige Version vom November 2009. Die durch die Rechtsan­wältepartnerschaft Götze & Müller-Wie­senhaken erstellte Arbeitsgrundlage wur­de unterstützt durch die Arbeitsgruppe „Vollzug in Überschwemmungsgebie­ten“, der neben dem Umwelt-und dem Infrastrukturministerium auch ausge­wählte untere Wasserbehörden und das Landesumweltamt angehören.

Die Arbeitshilfe steht im Internet zum Download bereit:
https://mluk.brandenburg.de/info/ueberschwemmungsgebiete

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Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“

Das Bundesumweltministerium setzt bei der Gestaltung der zukünftigen Wasser­politik weiter auf eine breite Einbezie­hung aller Interessierten. Nach der Betei­ligung der Fachwelt sind nun die Mei­nungen und Perspektiven von interes­sierten Bürgerinnen und Bürgern ge­fragt. Ende Februar 2021 werden an vier unterschiedlichen Standorten in Deutsch­land per Zufall ausgeloste Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ih­re Ansichten zu ausgewählten Themen der Wasserwirtschaft zu äußern. Es geht darum, über mögliche Handlungsoptio­nen für die Wasserwirtschaft und den wasserbezogenen Umweltschutz zu dis­kutieren sowie Vorschläge, Ideen und Empfehlungen auszutauschen und zu entwickeln. Die Bürger*innenwerkstätten sollen gemeinsam mit einem Jugend­workshop und einem Online-Dialog die Grundlage für einen „Bürger*innenratschlag“ bilden. Weitere Informationen zum „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“ findet man auf der Dialog-Platt­form des BMU. Diese Dialog-Plattform ist für alle interessierten Akteurinnen und Akteure zugänglich und bietet zudem im Zeitraum vom 27. Januar bis 10. Februar 2021 Möglichkeiten der aktiven Beteili­gung in Form einer Ideen-Werkstatt und einer Umfrage.

https://dialog.bmu.de

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4. Reinigungsstufe für Kläranlage Dortmund-Deusen

Um die Gewässerqualität der Emscher weiter zu verbessern, stellt das Umwelt­ministerium Nordrhein-Westfalen der Emschergenossenschaft 31,4 Millionen Euro für eine Nachrüstung und Optimie­rung der Kläranlage in Dortmund-Deu­sen zur Verfügung. Mit den Fördermit­teln wird eine vierte Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination realisiert, eine Pulveraktivkohlefiltration mit nachge­schaltetem Tuchfilter und Belüftung. Darüber hinaus erfolgt eine energetische Verbesserung der Anlage. Am 18. De­zember 2020 überreichte Umweltminis­terin Ursula Heinen-Esser die Förderbe­scheide an Prof. Dr. Uli Paetzel, Vor­standsvorsitzender der Emschergenos­senschaft, und Dr.-Ing. Emanuel Grün, Vorstand für Wassermanagement und Technik. Der Gewässerabschnitt bei Dort­mund-Deusen gilt als Musterbeispiel der Emscher-Renaturierung. In Trockenzei­ten trägt die Kläranlage zu bis zu 90 Pro­zent der Gesamtwassermenge bei.

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Hamburg: Weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage fertiggestellt

Hamburg Wasser und Remondis haben auf dem Hamburger Klärwerk angekün­digt, ab Januar 2021 den Betrieb der neu errichteten Anlage mit einer gut dreimo­natigen Einfahrphase zu starten. Das Projekt mit Vorzeigecharakter sei bislang weltweit einzigartig: In Hamburg werde Phosphor mit dem von Remondis entwi­ckelten TetraPhos®-Verfahren erstmals wirtschaftlich effizient und im großtech­nischen Maßstab aus Abwasser zurück­gewonnen. Jährlich soll die Anlage rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche ver­werten und daraus rund 7000 Tonnen hochreine Phosphorsäure gewinnen. Beim TetraPhos®-Verfahren werden gleich mehrere marktfähige Sekundär­rohstoffe in gleichbleibender Qualität und Verfügbarkeit zurückgewonnen, so ll die Betreiber: Phosphor, Eisen-und Alu­miniumsalze und Gips.

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Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0

Die Bundesregierung hat im Dezember 2020 den Entwurf eines Zweiten Geset­zes zur Erhöhung der Sicherheit informa­tionstechnischer Systeme (IT-Sicherheits­gesetz 2.0) beschlossen. Damit unter­streicht sie die hohe Bedeutung der In­formations-und Cybersicherheit in Deutschland. Das Gesetz regelt unter anderem den Schutz der Bundesverwaltung, kritischer Infrastrukturen (KRITIS), von Unternehmen im besonde­ren öffentlichen Interesse und den Ver­braucherschutz.

Zum Bereich „kritische Infrastruktu­ren“ enthält das IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 unter anderem folgende Regelungen: Betreiber Kritischer Infrastrukturen wer­den verpflichtet, Systeme zur Angriffser­kennung einzusetzen. Über eine Ände­rung im Gesetz über die Elektrizitäts-und Gasversorgung gilt diese Pflicht auch für Betreiber von Energieversor­gungsnetzen und Energieanlagen. Die bereits für Betreiber Kritischer Infra­strukturen geltenden Meldepflichten gel­ten künftig auch für Unternehmen, die von besonderem öffentlichen Interesse sind.

Download des Gesetzesentwurfs:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210108_005

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Zweckverband zur Kommuna­len Klärschlammverwertung Thüringen (KKT) gegründet

Insgesamt 17 kommunale Aufgabenträ­ger der Abwasserentsorgung in Thürin­gen haben sich in den vergangenen Jah­ren intensiv mit Fragen der Klärschlamm­beseitigung auseinandergesetzt und im Ergebnis dazu entschlossen, zukünftig die Herausforderungen der deutlich ge­stiegenen Anforderungen an die Klär­schlammverwertung durch Bündelung ihrer Kräfte im Zweckverband zur Kom­munalen Klärschlammverwertung Thü­ringen (KKT) zu meistern. Ziel des Zu­sammenschlusses ist es, durch die ge­meinsame Aufgabenerfüllung der Teilaufgabe Klärschlammbeseitigung die ge­bührenseitigen Auswirkungen der neuen gesetzlichen Vorgaben so gering wie möglich zu halten, eine langfristig kalku­lierbare, wirtschaftliche und auch nach­haltige Strategie zur Umsetzung der Auf­gabe zu entwickeln und gemeinsam um­zusetzen. Die Gründungsmitglieder des Zweckverbandes sind der Auffassung, dass die interkommunale Zusammenar­beit auf dem hohen Niveau eines ge­meinsamen öffentlich-rechtlich organi­sierten Unternehmens ohne Gewinner­zielungsabsicht am besten geeignet ist, dieses Ziel zu erreichen.

Die Errichtung einer eigenen Verwer­tungsanlage des neuen Zweckverbands ist eine der zu untersuchenden Hand­lungsoptionen. Auch eine mögliche Ko­operation mit benachbarten ähnlich or­ganisierten kommunalen Netzwerken in benachbarten Bundesländern wird Ge­genstand der Strategieentwicklung sein, genauso wie die Bewertung der Entwick­lung des Verwertungsmarkts.

Die Gründungsmitglieder des Zweck­verbands zur Kommunalen Klärschlamm­verwertung Thüringen realisieren die Abwasserentsorgung für rund 810 000 Einwohner sowie ortsansässigen Betrie­be und Einrichtungen. Dabei fallen rund 63 000 Tonnen entwässerter Klär­schlamm (circa 35 % des Thüringer Lan­desaufkommens) an.

Mit der Unterzeichnung der Ver­bandssatzung durch die Gründungsmit­glieder am 1. Oktober 2020 und der Ver­öffentlichung der Genehmigung der Ver­bandssatzung durch die Rechtsaufsicht – das Thüringer Landesverwaltungsamt – am 4. Januar 2021 ist der Verband zum 5. Januar 2021 entstanden. Der Verband ist für den Beitritt weiterer Thüringer Aufgabenträger offen.

E-Mail: Andreas.stausberg@zwa-slf-ru.de Tel. 0173/3 79 13 00

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Staatenklage Tschechiens gegen Polen wegen Erweite­rung des Tagebau Turów vor dem Europäischen Gerichtshof

Tschechien hat in seinem Vorgehen ge­gen einen weiteren Ausbau des Braun­kohletagebaus Turów Rückenwind von der Europäischen Union erhalten. Die Europäische Kommission stellte am 17. Dezember 2020 im Vertragsverletzungs­verfahren der Tschechischen Republik gegen die Republik Polen zum Stopp der Erweiterung und Verlängerung des Koh­letagebaus Turów am Dreiländereck bei Zittau fest, dass Polen die Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Richtlinie über den Zugang der Öf­fentlichkeit zu Umweltinformationen nicht europarechtskonform umgesetzt hat.

Der Betrieb des erweiterten Tagebaus könnte laut einem Gutachten den Boden eines großen Gebietes der Stadt Zittau weiter um bis zu 1,2 Meter absinken las­sen. Neben schweren Schäden an Gebäu­den im Stadtgebiet würden demnach au­ßerdem große Mengen an durch den Ta­gebau entstehendem saurem Gruben­wasser das ökologische Gleichgewicht der Lausitzer Neiße bedrohen und die umliegenden Schutzgebiete gefährden.

Dem Freistaat Sachsen ist es aus rechtlichen Gründen nicht möglich, dem Verfahren als Streithelfer beizutreten. Die Bundesrepublik Deutschland dage­gen könnte die Tschechischen Republik als Streithelfer unterstützen.

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Baden-Württemberg: Landwirtschaftliche Klärschlamm­verwertung ist die Ausnahme

Im Jahr 2019 gingen in Baden-Württem­berg rund 99 % des insgesamt im Land erzeugten Klärschlamms in die Mit-oder Monoverbrennung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entfielen da­von drei Viertel auf die Verwendung als Ersatzbrennstoff – zum Beispiel in Ze­mentwerken oder Kohlekraftwerken – und rund ein Viertel auf die Monover­brennung an Standorten kommunaler Kläranlagen und industrieller Klär­schlamm-Verbrennungsanlagen. Dage­gen waren bis Anfang der 2000er-Jahre die stoffliche Verwertung in der Land­wirtschaft und im Landschaftsbau sowie die Deponierung die dominierenden Ent­sorgungswege.

Die Quote für die stoffliche Verwer­tung betrug 2019 rund 1 % der erzeug­ten Schlammmenge und erreichte damit in eine ähnliche Größenordnung wie 2018. In zehn der insgesamt 44 baden-württembergischen Stadt-und Landkrei­se fand eine Abgabe von Klärschlamm zur stofflichen Verwertung auf landwirt­schaftlichen Flächen oder im Land­schaftsbau statt; sie lag ausnahmslos un­ter 10 % der jeweiligen Schlammmenge im Kreis. In 31 Kreisen wurde der gesam­te Klärschlamm verbrannt. In drei Stadt­kreisen wird das Abwasser im Nachbar­kreis gereinigt.

Knapp ein Drittel des im Land erzeug­ten Klärschlamms wurde 2019 außer­halb Baden-Württembergs entsorgt. Da­von wurde der überwiegende Teil – gut26 % – an Industrieanlagen und Kraft­werke in anderen Bundesländern und ein kleinerer Teil – rund 1 % – ins Aus­land abgegeben. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg weiter feststellt, wurde in zwölf Stadt-und Landkreisen mehr als die Hälfte des Klär­schlamms in anderen Bundesländern oder im Ausland entsorgt. Gut 4 % des Klärschlamms aus sieben Landkreisen, insbesondere der gesamte im Landkreis Biberach und der größte Teil des im Alb-Donau-Kreis erzeugten Schlamms, ging an kommunale Kläranlagen in Bayern. Der Anteil des außerhalb der Landes­grenzen entsorgten Klärschlamms be­wegte sich 2019 in ähnlicher Größenord­nung wie in den Vorjahren.

In den Kläranlagen des Landes wur­den 2019 rund 220 000 Tonnen Klär­schlamm-Trockenmasse (Tsd. t TM) er­zeugt und innerhalb oder außerhalb der Landesgrenzen entsorgt. Hinzu kommen knapp 10 Tsd. t TM Klärschlamm, die insbesondere von Kläranlagen im Land­kreis Biberach und im Alb-Donau-Kreis an kommunale Kläranlagen in Bayern abgegeben wurden. In den kommunalen Kläranlagen Baden-Württembergs wur­den damit 2019 insgesamt rund 230 Tsd. t TM Klärschlamm erzeugt.

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Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet

Die Emschergenossenschaft hat den Pro­bebetrieb ihrer neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage am Standort der Kläranlage Bottrop aufge­nommen. Mit einer Fläche von zirka 61 000 m² ist es die weltweit größte An­lage ihrer Art. Im Frühjahr 2019 hatte die Emschergenossenschaft mit der Er­richtung der neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage (STT) in Bottrop begonnen. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit konnte dann der Testbe­trieb in der STT starten.

In den ersten Hallen der Anlage wur­de der erste entwässerte Klärschlamm eingebracht. In diesen Hallen wird der Schlamm durch die Wendetechnik („elektrische Schweine“) regelmäßig ge­wendet und somit getrocknet. Gleichzei­tig gingen die ersten Abluftbehandlungs­anlagen in Betrieb, um eine Beeinträchti­gung des Umfelds durch den startenden Betrieb auszuschließen. In den kommen­den Wochen und Monaten werden dann Schritt für Schritt weitere Anlagenteile in Betrieb genommen, sodass die Emscher­genossenschaft etwa bis Mitte 2021 den Betrieb der STT bis zur vollen Auslastung hochfahren wird.

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Thüringen: Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen verlängert

Die Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen in Thüringen wird für weitere drei Jahre (bis Ende 2023) verlängert. Grund­stückseigentümer erhalten damit weiter­hin den erhöhten Zuschuss für den Er­satz-Neubau oder die Nachrüstung einer bestehenden Kleinkläranlage. Die Förderung ist für die Grundstückseigentü­mer möglich, deren Grundstück nach dem Abwasserbeseitigungskonzept des Zweckverbands oder der eigenentsor­genden Gemeinde dauerhaft nicht an ei­ne kommunale Abwasserentsorgung an­geschlossen werden soll. Anträge für die Förderung von Kleinkläranlagen sind ausschließlich an die Abwasserzweckver­bände bzw. eigenentsorgenden Gemein­den zu richten.

Weitere Informationen:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210107_004

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Förderung für Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage Helmstedt

Das Projekt Klärschlamm-Monoverbren­nungsanlage (KVA) der EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH (EEW) wird mit 1,5 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Geplant ist, dass die Anlage im Herbst 2021 den kommerziellen Betrieb aufnimmt. Die Fördermittel stammen aus der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regio­nalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“. Mit dem Programm stärkt das Wirtschaftsmi­nisterium des Landes die Wettbewerbs-und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft in strukturschwachen Regionen. Wie EEW mitteilt, könne der Standort bei passenden Rahmenbedingungen mit ei­nem Partner um eine Phosphorrecycling­anlage erweitert werden. Ferner sei es aufbauend auf der Wasserstoffstrategie des Landes Niedersachsen denkbar, dass die Helmstedter Unternehmen Avacon und EEW die Energiezukunft des Stand­ortes fortschreiben und grünen Wasser­stoff mit elektrischer Energie aus Wind­kraft, Sonne und energetischer Abfallver­wertung gewinnen.

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2,7 Millionen Euro für Phosphorrückgewinnung im Odenwaldkreis

Mit 2,7 Millionen Euro unterstützt das hessische Umweltministerium das inter­kommunale Phosphor-Recycling-Projekt (InterPhOs) des Odenwaldkreises und der Stadt Heppenheim an der Bergstra­ße. Dort beteiligen sich zehn kommuna­le Kläranlagen an der Phosphorrückge­winnung für die Region. Nach derzeiti­gem Projektstand soll die Klärschlamm­verwertung am Standort Michelstadt im Jahr 2022 beginnen. Insgesamt stellt das Land Hessen im Jahr 2021 zwölf Millio­nen Euro für Demonstrationsvorhaben und Machbarkeitsstudien zur Phosphor­rückgewinnung aus Klärschlamm und Klärschlammasche zur Verfügung.

https://upho.gmbh

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Klärschlammverwertung OWL – Start frei für die Ausschreibung

Die 47 Gesellschafter der Klärschlamm­verwertung OWL GmbH (KSV OWL; OWL: Region Ostwestfalen – Lippe) ha­ben die Vergabeverfahrensunterlagen freigegeben. Die Veröffentlichung auf dem Vergabeportal erfolgte am 16. De­zember 2020. Damit wird einer der größ­ten Aufträge der kommunalen Entsor­gung in dreistelliger Millionenhöhe in den Markt gegeben. In der KSV OWL ha­ben sich über die Gesellschafter 78 Ge­meinden, Städte, Kreise sowie Wasser-und Zweckverbände aus den Regierungs­bezirken Detmold und Arnsberg sowie Niedersachsen zusammengeschlossen, um gemeinsam langfristig, nachhaltig und wirtschaftlich ihre Klärschlämme zu entsorgen.

Die KSV OWL sucht über ein Verhand­lungsverfahren mit vorgeschaltetem Teil­nahmewettbewerb einen strategischen Partner, der mit ihr zusammen über ein gemeinsames Tochterunternehmen ab 2024 die Klärschlämme bis 2043 ent­sorgt. Das zukünftige Unternehmen wird eine Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) planen, bauen und betreiben.

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Bayern: Erfolgsprojekt RZWas wird fortgesetzt

Die Förderung nach den RZWas (Richtli­nien für Zuwendungen zu wasserwirt­schaftlichen Vorhaben) in Bayern wird mit den neuen „RZWas 2021“ um weite­re vier Jahre bis Ende 2024 verlängert. Das Land Bayern hat seine Kommunen beim Bau und bei der Sanierung von Trink-und Abwasseranlagen in den ver­gangenen Jahrzehnten mit insgesamt 12,5 Milliarden Euro an Zuwendungen unterstützt. Die Förderung nach den RZ­Was wird nun mit den neuen RZWas 2021 um weitere vier Jahre bis Ende 2024 verlängert. Die neue Richtlinie tritt am 1. April 2021 in Kraft. Sie setzt die bewährte Härtefall-Förderung zur Sanie­rung der kommunalen Anlagen fort.

Die neuen Zuwendungsbescheide werden künftig – unabhängig von der Laufzeit der Förderrichtlinie – eine Gel­tungsdauer von vier Jahren haben. Bis 15. Oktober 2021 können die Kommu­nen eine Umstellung der Förderung von der RZWas 2018 auf die RZWas 2021 be­antragen. Die bisherigen Zuwendungsbe­scheide nach RZWas 2018 gelten ohne Einschränkungen weiter bis 31. Dezem­ber 2021.

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Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor

Für viele Umweltbelastungen und -schä­den gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszu­drücken. Das Umweltbundesamt (UBA) hat im Dezember 2020 in der neu veröf­fentlichten Methodenkonvention 3.1 die Kostensätze von Umweltbelastungen ak­tualisiert und um Kostensätze für Stick­stoff-und Phosphoremissionen, Treibhausgase in der landwirtschaftlichen Lie­ferkette und Baustoffe erweitert.

Ein Beispiel, das das UBA in einer Pressemitteilung nennt: Mit den erwei­terten Kostensätzen der „Methodenkon­vention 3.1“ ergeben sich für die Aus­bringung von einem Kilo Stickstoff in der landwirtschaftlichen Praxis konservativ geschätzt Umweltschadenskosten von 6,30 Euro, die Ausbringung von einem Kilo Phosphor 4,44 Euro. Bei einem durchschnittlichen Stickstoffüberschuss von 94 kg/ha und einer landwirtschaft­lich genutzten Fläche von ca. 16,5 Mio. ha entspricht das jährlichen Gesamtkos­ten von ca. 11,5 Milliarden Euro allein in Deutschland.

Download der Methodenkonvention 3.1 zur Ermittlung von Umweltkosten – Kostensätze:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201222_009

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Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen

Zur Umsetzung der Wasserrahmenricht­linie sind in der Oberflächengewässer-Verordnung (OGewV) für Schadstoffe Umweltqualitätsnormen (UQN) festzule­gen. Für viele Spurenstoffe ist eine reali­tätsnahe UQN-Ableitung nicht möglich, da valide Testergebnisse fehlen. In einem Projekt im Auftrag des Umweltbundes­amts wurden Daten für umweltrelevante Schadstoffe anhand ökotoxikologischen Standardtests (Algen-, Daphnien-, Fisch­eitest) erhoben und Vorschläge für Um­weltqualitätsnormen (UQN-V) abgelei­tet. Weiter wurden Untersuchungen zu chronischen, subletalen Wirkungen des Antidiabetikums Metformin sowie Gua­nylurea an Regenbogenforellen (On­corhynchus mykiss) über 28 Tage durch­geführt und UQN-V abgeleitet. Die Er­gebnisse hat das Umweltbundesamt in der Reihe Texte (233/2020) veröffent­licht:

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltqualitaetsnormen-fuer-binnengewaesser

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Neue WRRL-Bewirtschaftungs­pläne veröffentlicht

Im Rahmen der Umsetzung der Wasser­rahmenrichtlinie (WRRL) haben die Lan­desumweltministerien fristgemäß am 22. Dezember 2020 die Entwürfe zum WRRL-Bewirtschaftungsplan 2022–2027 (3. Bewirtschaftungsplan) veröffentlicht und damit das Beteiligungsverfahren er­öffnet. Die Unterlagen zum 3. Bewirt­schaftungsplan sind im Internet verfüg­bar, werden aber nicht unter einzigen Webadresse gesammelt. Stellungnahmen sind in allen Bundesländern bis zum 22. Juni 2021 möglich.

Ansprechpartner bei der DWA:
Ass. jur. Christoph Leptien E-Mail: leptien@dwa.de

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Öffentliche Konsultation der EU zum Zero Pollution Action Plan

Die Europäische Kommission hat eine öf­fentliche Konsultation zum EU-Aktions­plan „Towards a Zero Pollution Ambition for Air, Water and Soil – Building a Healthier Planet for Healthier People“ gestartet. Dieser Plan ist eine der wich­tigsten Säulen im Europäischen Green Deal. Die Konsultation läuft bis zum 10. Februar 2021.

http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201222_013

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Weltwassertag 2021: Wert des Wassers

Um den Wert des Wassers geht es beim Weltwassertag am 22. März 2021; das von den Vereinten Nationen ausgerufene Motto lautet in diesem Jahr „Valuing Wa­ter“. Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von UN Water organisiert. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser Bedeutung und Aufmerksamkeit zu widmen.

https://www.worldwaterday.org

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Neue Wege für den Wasserschutz in der Weser-Ems-Region

Die Universität Osnabrück und der Ol­denburgisch-Ostfriesische Wasserver­band (OOWV) liefern im Rahmen des Forschungsprojektes STEER (Erhöhung der STEuerungskompetenz zur ERrei­chung der Ziele eines integrierten Was­sermanagements) eine Analyse der sek­torenübergreifenden Herausforderungen im Grundwasserschutz in der Weser- Ems-Region, die nun als „Analyse und Stellungnahme“ beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veröffent­licht wurde. Der Grundwasserschutz in der Weser-Ems-Region steht seit zwei Jahrzehnten gleichbleibend im Span­nungsfeld kaum abgestimmter Politiken aus den Sektoren Wasser, (Bio-)Energie und Landwirtschaft. Für eine langfristige Verringerung der Nitratbelastung des Grundwassers geben die Autorinnen und Autoren Empfehlungen für Politik und Praxis. Neben einer besser abgestimmten Gesetzgebung in den Sektoren Wasser, Energie und Landwirtschaft fordern sie die Ausweitung und Förderung erfolgrei­cher Projekte wie zum Beispiel des ge­samtbetrieblichen Ansatzes sowie eine Transformation der intensiven Landwirt­schaft hin zu Geschäftsmodellen, die Wirtschaftlichkeit mit ökologischer Ver­träglichkeit verbinden. Die Entwicklung neuer Politikinstrumente sollte begleitet werden durch die Einbindung von Pra­xiswissen sowie die Stärkung von Gewäs­serschutzthemen in der landwirtschaftli­chen Ausbildung. Die vollständige Veröf­fentlichung kann auf der Internetseite des DIE kostenfrei heruntergeladen wer­den:

https://doi.org/10.23661/as13.2020

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Wasser-Ressourcenpreis 2021 der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung ausgeschrieben

Der Wasser-Ressourcenpreis der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung geht in eine neue Runde. Der mit 100 000 Euro dotierte Preis wird an Wissenschaftler aus dem Bereich der Lebens-, Natur-, und Ingenieurwissenschaften vergeben, die in in­terdisziplinärer, praxisorientierter For­schungsarbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft herausra­gende Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der globalen Was­serressourcen entwickelt haben. Die Aus­zeichnung soll dazu dienen, die For­schungsmöglichkeiten der Preisträger/ innen zu erweitern, die Beschäftigung von Nachwuchswissenschaftlern/innen zu erleichtern und weitere Forschungsin­itiativen zu starten. Sowohl Selbstbewer­bungen als auch Vorschläge Dritter sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2021.

https://www.deutsches-stiftungszentrum.de/stiftungen/rüdiger-kurt-bode-stiftung

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Bonner Water Network

Die Stärkung der Kompetenzen für nach­haltige Lösungen der weltweiten Wasser­probleme, dies ist das Ziel des neuen Bonner Water Networks. Hinter dem Netzwerk stehen sieben in Bonn ansässi­ge international tätige Organisationen und die Universität Bonn, das Internatio­nale Konversionszentrum Bonn (BICC), das German Development Institute/ Deutsches Institut für Entwicklungspoli­tik (DIE), das Geographische Institut der Universität Bonn (GIUB), des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn, das International Wa­ter Management Institute (IWMI), das Institut der Vereinten Nationen für Um­welt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) und das Sekretariat der Kon­vention der Vereinten Nationen zur Be­kämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Die Mitglieder des Netzwerks befassen sich weltweit mit unterschiedlichen Her­ausforderungen zum Thema Wasser und tragen gemeinsam mit Partnern in Wis­senschaft und Praxis dazu bei, umwelt­freundliche und sozial angemessene Lö­sungen zu finden.

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Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU

Die EU-Kommission will verhindern, dass Luft, Wasser und Boden weiter ver­schmutzt werden und bittet in Vorberei­tung ihres „Null-Schadstoff“-Aktions­plans Bürgerinnen und Bürgerinnen und Interessenvertreter bis zum 10. Februar 2021 um ihre Beiträge.

Link zur Website der Konsultation: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201112_006

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Umweltminister fordern Förderung der 4. Reinigungsstufe

Wenn die Nachrüstung von Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe sinnvoll ist, soll diese finanziell gefördert werden. Auf diese Position haben sich die Um­weltminister der Länder Mitte November auf der 95. Umweltministerkonferenz (UMK) verständigt. Die Umweltminister fordern den Bund auf, zu prüfen, mit welchen Mitteln und in welcher Form ein „Nationales Gewässerschutzprogramm“ zur finanziellen Förderung durch die EU oder durch den Bund ermöglicht werden kann. Gleichzeitig betonen die Umwelt­minister, dass eine 4. Reinigungsstufe nicht die ausschließliche Lösung sein kann. Die UMK bittet den Bund, die im Spurenstoffdialog abgeleiteten Maßnah­men zur Vermeidung des Eintrages von Mikroschadstoffen in die Umwelt an der Quelle zu intensivieren. Beispielhaft führt die UMK die Zulassung, Herstel­lung, Anwendung von Arzneimitteln so­wie die fachgerechte Entsorgung von Alt­medikamenten an. Auch die Hersteller von Stoffen sollen gebeten werden, ihren Beitrag zu leisten. Aber auch die Wasser­wirtschaft ist gefordert. Bei der Ausge­staltung eines Nationalen Gewässer­schutzprogrammes soll auch berücksich­tigt werden, inwieweit hydromorpholo­gische Maßnahmen die Resilienz der Ge­wässer verbessern können. Eine Auswei­tung auf alle Maßnahmen der Wasser­rahmenrichtlinie wäre sehr zu begrüßen, heißt es dazu abschließend im UMK-Be­schluss.

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Pflanzenkläranlage in ehemaliger Sprengstofffabrik in Betrieb

Nach rund 16-monatiger Bauzeit haben Mitte November 2020 das erste Regen­rückhaltebecken und die erste Pflanzen­kläranlage auf dem Gelände der ehema­ligen Sprengstofffabrik „Werk Tanne“ bei Clausthal-Zellerfeld den Betrieb aufge­nommen. Nach Angaben der Unteren Bo­denschutzbehörde beim Landkreis Gos­lar handelt es sich um die bisher größte Anlage zur Beseitigung sprengstofftypi­scher Verbindungen in Deutschland. Ins­gesamt wurden 28 000 Schilfgewächse eingepflanzt. Dies erfolgte ähnlich wie in der Landwirtschaft mit einer halbauto­matischen Pflanzmaschine. Die Kosten für die Errichtung von Regenrückhalte­becken und Pflanzenkläranlage inklusive Vorbereitungsarbeiten belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Diese Summe entspricht rund 50 Prozent der Gesamt­kosten für die Sanierung des Werksge­ländes. Der Probebetrieb wird mindes­tens ein Jahr andauern. Nach erfolgrei­chem Abschluss ist geplant ein zweites Regenrückhaltebecken und eine zweite Pflanzenkläranlage zu errichten. Im Werk Tanne wurden zwischen 1939 und 1945 rund 100 000 Tonnen des Spreng­stoffs Trinitrotoluol produziert. Das Werk zählte zu den fünf großen Sprengstofffa­briken im ehemaligen Deutschen Reich; das Gelände ist bis heute eine Rüstungs­altlast.

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Molkereiabwasser zur Bewässerung von Ackerflächen?

Für die künstliche Beregnung von Fel­dern hat die Hochwald Foods GmbH den Landwirten in der Zülpicher Börde (Nordeifel, Nordrhein-Westfalen) rund 2500 Kubikmeter gereinigtes Molkerei­abwasser täglich angeboten. Das Abwas­ser würde aus der noch im Bau befindli­chen Großmolkerei in der Stadt Mecher­nich kommen und solle Trinkwasserqua­lität haben. Der Mechernicher Bürger­meister Hans-Peter Schick, selbst promo­vierter Agraringenieur, begrüßt das An­gebot des Unternehmens. Die Zülpicher Börde ist sehr sonnig und ein äußerst er­tragreiches Anbaugebiet für die Land­wirtschaft. Sie im Lee der Nordeifel aller­dings sehr niederschlagsarm.

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Europaweite Auszeichnung für interaktiven Themenspielplatz der Stadtwerke Menden

Bei den diesjährigen European Excel­lence Awards konnten die Stadtwerke Menden (Nordrhein-Westfalen) mit ih­rem innovativen und nachhaltigen Kon­zept „Interaktiver Themenspielplatz Trinkwasser“ auf europaweiter Ebene überzeugen. Das ganzheitliche Spiel­platzkonzept, basierend auf Augmented- Reality-Abenteuern und echtem Spiel­platzerlebnis, wurde von der Jury als ei­nes der fünf besten Projekte in der Kate­gorie „Digitale Umsetzung 2020“ prä­miert. Der interaktive Erlebnis-Spielplatz, der auf Augmented-Reality (AR) beruht, wurde am 4. August 2020 an der kleinen Hönne-Insel in Menden offiziell eröffnet. Das europaweit einzigartige Spielplatz­konzept verbindet reales Spielen mit vir­tuellen Erlebnissen und digitalem Ler­nen. Mit der kostenlosen App ARvin für Smartphone oder Tablet können Kinder auf dem Spielplatz Abenteuer mit Willi, dem Wassertropfen, erleben. AR-Funktionen mit einer interaktiven Spielfläche und anklickbaren Symbolen sollen ihre Fantasie anregen, eigene Geschichten zu entwickeln und zu spielen. Ziel ist es, Kindern einen nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser zu vermitteln. Grundidee und Konzeption lassen sich mit wenig Aufwand auf weitere Themen und Stand­orte übertragen. Beim Konzept „Interaktiver Themen­spielplatz Trinkwasser“ handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt­werke Menden GmbH mit dem däni­schen Spielplatzhersteller KOMPAN GmbH, der Dortmunder Agentur für 3D-und Bewegtbildproduktion PUPPETEERS GmbH, dem Soester Büro B.S.L. Land­schaftsarchitekten und der Stadt Men­den. Die Grundlage für das Konzept bil­dete die Bachelorarbeit der Mendenerin Julia Bach, die sie 2019 an der FH Nord­hessen mit Unterstützung der Stadtwer­ke Menden verfasste. Begleitend zur Er­öffnung realisierte die Zilla Medienagen­tur GmbH aus Dortmund im Auftrag der Stadtwerke Menden eine bundesweite PR-Kampagne. Die European Excellence Awards würdigen jedes Jahr europaweit heraus­ragende PR- und Kommunikationspro­jekte.
Ausrichter des Preises ist die Qua­driga Media Berlin GmbH.

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Phosphorrückgewinnung in Kiel: Förderung aus dem EU-LIFE-Programm

Das Projekt Sludge2resource der Müll­verbrennung Kiel (MVK) und der Firma Remondis wird im Rahmen des EU-LIFE-Programms gefördert. Das teilte die EU-Kommission mit. Schon vor einigen Jah­ren hatte die MVK angekündigt, eine neue Verbrennungslinie zur thermischen Behandlung von Klärschlämmen (statio­näre Wirbelschichtfeuerung) in Kombi­nation mit einer Anlage zur Phosphor­rückgewinnung aus der Klärschlammasche bauen zu wollen. Die Kapazität der neuen Linie soll 32 000 Tonnen Trocken­substanz (130 000 Tonnen Originalsubstanz) betragen; sie soll 2023 oder 2024 in Betrieb gehen. Die neue Anlage soll Phosphor zu über 85 % aus der Asche zu­rückgewinnen. Neben der Phosphorrück­gewinnung und der Erzeugung von Fern­wärme ist ein weiterer willkommener Bonus für die Umwelt die künftige Ge­winnung von jährlich 35 000 Kubikme­tern Betriebswasser aus den angeliefer­ten Klärschlämmen. Das Wasser soll zu­künftig bei der Müllverbrennung einge­setzt werden und dort den Einsatz von Trinkwasser reduzieren. Nach Einschät­zung der EU-Kommission wird das Pro­jektteam in Kiel neue europäische Stan­dards für das Recycling von Klärschlamm setzen.

Wie die Europäische Kommission mit­teilte, hat sie ein Investitionspaket in Hö­he von mehr als 280 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt für über 120 neue Pro­jekte des LIFE-Programms genehmigt, darunter elf aus Deutschland, aus dem Bereich Siedlungswasser- und Abfall­wirtschaft einzig das oben genannte. Diese EU-Mittel werden nach Angaben der Kommission Investitionen in Höhe von insgesamt fast 590 Millionen Euro mobilisieren. Gegenüber dem im Vorjahr bereitgestellten Betrag entspricht dies einem Anstieg um 37 %. Die Projekte werden dazu beitragen, die Ziele des europäischen Grünen Deals zu erreichen, in dem unter anderem die EU-Biodiversi­tätsstrategie, der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der grüne Wieder­aufbau nach der Coronavirus-Pandemie und die Verwirklichung des Ziels, Europa bis 2050 zu einem klimaneutralen Konti­nent zu machen, unterstützt werden. Viele der neuen Projekte sind länderübergreifende Projekte, an denen mehre­re Mitgliedstaaten beteiligt sind.

Projekt-Website:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201116_002

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Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen

Vor der geplanten Überarbeitung der EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Ener­giebeihilfen bittet die Europäische Kom­mission die Öffentlichkeit um ihre Kom­mentare. Die Leitlinien ermöglichen es den Mitgliedstaaten, Umweltschutz- und Energieprojekte unter bestimmten Be­dingungen staatlich zu unterstützten. Sie sollen sicherstellen, dass öffentliche Bei­hilfen zu gemeinsamen europäischen Zielen wie der Dekarbonisierung beitra­gen, ohne den Wettbewerb im Binnen­markt zu verzerren. Interessierte Kreise können bis zum 7. Januar 2021 an der Konsultation teilnehmen.

Link zur Website der Konsultation: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201112_005

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Staffelübergabe von Essen nach Köln

Startschuss für die Initiative „Ganz klar Köln“ Der Staffelstab der Initiative „Essen macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“ ist an die neue Initiative „Ganz klar Köln“ übergegangen. Ziel der Initiative ist es, die Bürgerinnen und Bür­ger für einen verantwortungsvollen Um­gang mit Medikamentenresten zu sensi­bilisieren. Aufgrund der Corona-Situati­on überreichten die beteiligten Institutionen den Staffelstab in einer virtuellen Aktion von Essen nach Köln. Das vom Umweltministerium geför­derte Projekt „Essen macht’s klar“ wurde von 2017 bis 2019 von den Wasserwirt­schaftsunternehmen Emschergenossen­schaft und Ruhrverband sowie der Stadt Essen durchgeführt und wird seitdem mit weiteren Aktionen für die Bevölke­rung fortgesetzt. Im Zeitraum des Pro­jekts wurden gezielte Kommunikations-und Bildungsmaßnahmen für die Sensi­bilisierung der Bevölkerung sowie für al­le weiteren relevanten Akteure zur Min­derung von Medikamentenrückständen im Wasserkreislauf entwickelt. Hieran knüpfen auch die Stadtentwässerungsbe­triebe Köln, AöR (StEB Köln) mit der neuen Initiative „Ganz klar Köln“ an. Mit Hilfe von „Oma Klara“ und einem Augen­zwinkern soll die Kampagne Verbrauche­rinnen und Verbraucher aufklären und sensibilisieren. Die Erfahrungen aus Es­sen sollen dabei in eine auf Köln zuge­schnittene Kampagne einfließen.

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Neue SBR-Kläranlage für Helgoland

Auf Helgoland wurde eine neue Kläran­lage in Betrieb genommen. Dazu wurde die Anlage Ende November 2020 mit be­lebtem Schlamm aus dem Klärwerk Het­lingen des AZV Südholstein an der Un­terelbe angeimpft. Das Helgoländer Abwasser wird nun in einer SBR-Anlage ge­reinigt, die über zwei Becken verfügt. In mehreren Tests während der Planungs­phase hatte sich das SBR-Verfahren für die Insel als am besten geeignet erwie­sen. Es wird zudem der Besonderheit ge­recht, dass auf Helgoland wegen des Tourismus’ im Sommer viel und im Win­ter nur wenig Abwasser anfällt. Die prak­tischen Vorbereitungen für den Bau der neuen Kläranlage waren bereits 2016 an­gelaufen. Für das Projekt galt es zahlrei­che Hindernisse zu bewältigen. Dazu zählen logistische Herausforderungen – auf die Insel müssen Baumaterial, Gerät­schaften und Mitarbeitende stets per Schiff oder Flugzeug gebracht werden – zudem Wind und Wetter, eine aufwendi­ge Kampfmittelräumung und zuletzt die Corona-Pandemie, wegen der es für Hel­goland strenge Einreisebeschränkungen gibt. Nach Inbetriebnahme der Abwas­serreinigung wird voraussichtlich noch bis zum kommenden Frühjahr an der Schlammaufbereitung der neuen Kläran­lage gearbeitet. Dafür wird das Altgebäu­de saniert. Die bisherige Kläranlage konnte den hohen Anforderungen an die Abwasser­reinigung zuletzt nicht mehr gerecht werden. Die Durchlaufanlage, bei der die Reinigungsstufen nacheinander in ver­schiedenen Becken abliefen, wurde re­gelmäßig von Krebstierchen befallen, die die nützlichen Bakterien aus der biologi­schen Reinigungsstufe auffraßen. Das führte zu schlechten Ergebnissen, vor al­lem bei der Stickstoffentfernung. Der AZV Südholstein hat im Jahr 2014 die Verantwortung für die Abwas­serentsorgung auf Helgoland übernom­men. Vor Ort arbeitet der Verband dafür mit der Karl Meyer Inselentsorgung GmbH zusammen.

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Kläffizient: Klärwerke Akteure am Energiemarkt

Der Lehrstuhl für Energieverfahrenstech­nik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) koordiniert das Projekt „Kläffizient“, mit dem das Po­tenzial von Klärwerken als Strom- und Gasanbieter auf dem Energiemarkt simu­liert und experimentell erforscht wird. Das dreijährige Projekt, an dem die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) und die eta Energiebe­ratung GmbH beteiligt sind, startete im Oktober 2020. Es wird vom Bundesmi­nisterium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit etwa 400 000 Euro geför­dert. Im Fokus des Projekts steht die Me­thanisierung des bei der Klärgasverbren­nung entstehenden Kohlendioxids. Der benötigte Wasserstoff stammt idealer­weise aus der Elektrolyse von Wasser, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Bei der Elektrolyse ent­steht Sauerstoff, den die Kläranlagen zur biologischen Reinigung des Schmutzwas­sers nutzen können. Der Methanisie­rungsmodellanlage im Klärwerk Nürn­berg wird allerdings keine Elektrolyse vorgeschaltet, der Wasserstoff kommt für den Versuchsbetrieb noch aus Flaschen. Bei der Simulation des Energiesystems der Kläranlage im Modell werde die Elektrolyse jedoch berücksichtigt. Der „digitale Zwilling“ ist neben der Modell­anlage die zweite tragende Säule des Projektes. Mit seiner Hilfe soll simuliert werden, wie sich eine Kläranlage flexibel auf die wechselnden Strom- und Gas­preise einstellen kann. Wenn der Strom­preis im Winter steigt, weil die Photovol­taikanlagen weniger liefern, könnte die Kläranlage ihre Stromproduktion erhö­hen. Im Sommer bietet sie dann Bio­methan bzw. Bioerdgas an, das direkt zum Endverbraucher geleitet oder ge­speichert wird.

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Reststoffe auf Kläranlagen: Start des Verbundprojekts FLXsynErgy

Im Oktober 2020 hat das Verbundprojekt FLXsynErgy (Flexible und vollenergeti­sche Nutzung biogener Rest- und Abfall­stoffe: Faulungen und Biogasanlagen als Energieverbraucher, -speicher und -er­zeuger) begonnen. Ziel des Projekts ist ein anwenderbezogener Leitfaden zur Flexibilisierung der Biogaserzeugung auf Kläranlagen. Dafür werden Bemessungs­größen und Steuerungsmechanismen entwickelt und bereitgestellt. Im Fokus steht dabei die vollenergetische Nutzung (Strom und Wärme) von Klärschlämmen sowie biogenen Rest- und Abfallstoffen. Somit kann die Kläranlage als Energie­speicher, flexibler Energieverbraucher und -erzeuger einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

FLXsynErgy verknüpft hierfür Betrei­ber und Planer von repräsentativen Klär­anlagen unterschiedlicher Ausbaugröße mit der Wissenschaft unter Berücksichti­gung der regulativen Rahmenbedingun­gen aus dem Bereich Energie und Klär­schlammentsorgung. Zusätzlich wird der noch kaum vorhandene Wissensaus­tausch zwischen land-/abfallwirtschaftli­chen Biogasanlagen und Faulungen auf Kläranlagen gefördert. FLXsynErgy iden­tifiziert rechtliche sowie umwelt- und so­zialethische Konfliktpotenziale bereits während der technischen Entwicklungs­phase. Durch diesen ganzheitlichen An­satz soll die Akzeptanz erhöht und die Implementierung erleichtert werden.

Am Projekt FLXsynErgy sind – neben der Universität der Bundeswehr Mün­chen, die das Vorhaben koordiniert – die Deutsches Biomassenforschungszentrum gemeinnützige GmbH, die Hochschule für Philosophie München sowie die Dr.- Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für Ab­wassertechnik mbH und die Wolter Hop­penberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB beteiligt. Das Forschungskonsorti­um wird zusätzlich von acht assoziierten Partnern unterstützt, die vor allem im Bereich der Abwasserbehandlung tätig sind. Das dreijährige Forschungsvorha­ben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms im The­menfeld „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ gefördert.

Universität der Bundeswehr München Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik E-Mail: swa@unibw.de

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DBU startet Auswahl für Deutschen Umweltpreis 2021

Zum 29. Mal vergibt die Deutsche Bun­desstiftung Umwelt (DBU) 2021 den Deutschen Umweltpreis. Das Auswahl­verfahren für den mit 500 000 € dotier­ten Umweltpreis ist jetzt gestartet. Bis zum 1. Februar 2021 können Vorschläge eingereicht werden. Vorschlagsberechtigt sind mehr als 200 Persönlichkeiten und Institutionen, darunter die DWA. Mit dem Deutschen Umweltpreis würdigt die DBU seit 1993 Leistungen von Persön­lichkeiten, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt beitragen oder beigetragen haben. Die festliche Verleihung findet im kommenden Herbst in Darmstadt statt. https://www.dbu.de/2420.html

Kontakt bei der DWA: Anne Aschenbrenner E-Mail: aschenbrenner@dwa.de

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Bewerber für den Umweltcluster-Bayern- Leuchtturm gesucht

Der Umweltcluster Bayern sucht wieder Projekte mit Visionen, innovativen neuen Ideen und Produkte mit Potenzial, die ei­nen vorbildlichen Beitrag zur Entwick­lung der Umwelttechnologie leisten. Bis zum 31. Januar 2021 können sich baye­rische Umwelttechnologie-Projekte mit Signalwirkung beim Cluster bewerben. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, Planer, Kommunen und Konsortien (zum Beispiel Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen), welche die Entwicklung des Projekts leiten und or­ganisieren.

https://www.umweltcluster.net/de/projekte/leuchtturmprojekt/leuchtturm-bewerbung.html

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Erfolgreiche TSM-Überprüfung bei der Stadt Bonn

Der Bereich Stadtentwässerung des Tief­bauamts der Bundesstadt Bonn hat an ei­ner Prüfung seines technischen Sicher­heitsmanagements (TSM) teilgenommen und erfüllt die Vorgaben des Merkblatts DWA-M 1000 „Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen“. Die geplante offizielle Überreichung der TSM-Bestätigung Mitte November 2020 durch den Sprecher der DWA-Bundesge­schäftsführung, Johannes Lohaus, an den Leiter des Tiefbauamts, Peter Esch, im Rahmen einer kleinen Feier musste auf­grund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die TSM-Bestätigung bescheinigt dem rund 950 Kilometer langen Kanal­netz und den vier Kläranlagen der Stadt Bonn die sichere, wirtschaftliche, nach­haltige und umweltfreundliche Entsor­gung von rund 17 Millionen Kubikmeter Abwasser pro Jahr. Dazu musste sich die Bonner Stadtentwässerung im Dezember 2019 einer zweitägigen, freiwilligen Überprüfung durch ein unabhängiges DWA-Expertenteam stellen. Die Bonner Stadtentwässerung stellte sich der Überprüfung zum ersten Mal. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die organisatorischen Strukturen. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beach­tung der Sicherheitsbestimmungen. Da­zu mussten rund 230 Fragen zur Organi­sation der technischen und betrieblichen Abläufe, zur technischen Ausstattung, zu den Qualifikationen des technischen Per­sonals sowie zu Planung, Betrieb und In­standhaltung der Anlagen beantwortet werden. Außerdem fand eine Begehung der Anlagen statt.

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Bald alle Kläranlagen am Bodensee mit vierter Reinigungsstufe

Das Land Baden-Württemberg fördert den Bau einer vierten Reinigungsstufe im Verbandsklärwerk Uhldingen mit 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei rund 6,8 Millionen Euro. Damit ver­fügen alle Kläranlagen im Regierungsbe­zirk Tübingen, die direkt in den Boden­see einleiten, in absehbarer Zeit über ei­ne Stufe zur Entfernung von Spurenstof­fen: Bei den Kläranlagen in Kressbronn- Langenargen und Eriskirch ist die vierte Reinigungsstufe bereits in Betrieb, in Friedrichshafen im Bau und in Immen­staad wie jetzt auch in Uhldingen in der Planung. Auf der Kläranlage in Uhldin­gen wird zur Spurenstoffelimination eineVerfahrenskombination mit Ozonierung und Aktivkohlefiltration angewendet, die bisher in Baden-Württemberg in dieser technischen Größenordnung noch nicht realisiert worden ist. Damit sollen künf­tig rund 80 Prozent der Spurenstoffe aus dem Abwasser der Kläranlagen, die im Bodenseekreis direkt in den Bodensee einleiten, entfernt werden.

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Zukunft Biogas

Die DWA stellt den diesjährigen BiogasTag unter das Motto „Faulgas auf Kläranlagen, Biogas aus der Vergärung biogener Abfälle und NawaRo“ und gibt damit zugleich die Themen der Veranstaltung am 16. März 2021 in Würzburg vor. Der BiogasTag wird in Kooperation mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Fachverband Biogas ausgerichtet. Im Fokus der Veranstaltung stehen energierechtliche Entwicklungen, der aktuelle Stand der Anlagensicherheit und Emissionsminderung wird vorgestellt. Nach Überarbeitung zahlreicher technischer Regeln werden Inhalte der aktuellen DWA-Merkblätter präsentiert. Das Programm befasst sich zudem mit innovativen Projekten im Bereich von Faulbehältern und Biogas-Speichersystemen. Gastechnische Prüfungen und Emissionen auf Biogas- und Faulgasanlagen werden beleuchtet. Der Biogas richtet sich an Betreiber von Biogas- und Kläranlagen, Ingenieure, Planer, Kommunen sowie an Firmen und Organisationen, die sich mit Energiethemen in der Wasser- und Abfallwirtschaft befassen.

Der BiogasTag soll im Burkhardushaus, Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg, stattfinden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie ist es möglich, dass die Veranstaltung in einem digitalen Format als Hybrid- oder Online-Tagung zu gegebenenfalls abweichenden Preisenumgesetzt wird. Die DWA wird hierzu informieren. – Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro, DWA-Mitglieder zahlen 410 Euro. – Kontakt: Milena Seidel, Telefon: 02242 872-181, E-Mail: seidel@dwa.de oder unter www.dwa.de/biogastag
seidel@dwa.de

Weiterführende Links
www.dwa.de/biogastag

https://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20201216_004

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Ankündigung einer Umfrage zur Wasserwiederverwendung

Im Dezember 2020 startet die DWA ge­meinsam mit der inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement eine kurze Online-Umfrage unter Klärwerksbetrei­bern zum Thema Wasserwiederverwen­dung. Mitte 2020 verabschiedete die Eu­ropäische Union eine neue Verordnung (2020/741), in der sie unter anderem einheitliche Mindestanforderungen für die Wasserwiederverwendung festlegte. In die Zukunft gedacht, ermöglicht dies die Entstehung eines neuen Marktes für aufbereitetes Abwasser, wobei Klär­werksbetreibern eine Schlüsselrolle zu­kommt. Die DWA nimmt dies zum An­lass, ein deutschlandweites Stimmungs­bild zu dieser Entwicklung aus Sicht der Betreiber zu zeichnen. Dazu bitten wir Sie um Ihre Einschätzung zu verschiede­nen Aspekten der Wasserwiederverwen­dung, technischen Maßnahmen sowie organisatorischen und finanziellen Ge­sichtspunkten. Die Betreiber werden sei­tens der DWA zur Teilnahme an der Um­frage per E-Mail eingeladen. Wir, die DWA, freuen uns auf eine hohe Beteili­gung.

Die Betreiber werden seitens der DWA zur Teilnahme an der Umfrage per E-Mail eingeladen. Gerne können Sie aber auch direkt diesen Link: www.dwa.de/reuse-umfrage verwenden, um zur Umfrage zu gelangen. Wir, die DWA, freuen uns auf eine hohe Betiligung.

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