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März 2023
Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten
Januar 2023
baua: Aktuell 4/22: Schwerpunkt „Arbeitsschutz und Klimawandel“

 


Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten

BAuA-Bericht über Zusammen­hänge zwischen der Digitalisierung von Arbeit und arbeits­zeitlichen Anforderungen und Ressourcen

Dortmund – Der Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) war in Deutschland bereits vor der Corona-Pandemie weit verbreitet. Auf Basis einer Befragung hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Zusammenhänge zwischen der Digitalisierung von Arbeit und arbeitszeitlichen Anforderungen und Ressourcen betrachtet. Die Ergebnisse hat die BAuA im Bericht „BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019: Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien und ihr Zusammenhang mit Arbeitsintensität, zeitlicher Entgrenzung und Arbeitszeitflexibilität“ veröffentlicht.

Grundlage für die Auswertung war die BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019. Insgesamt wurden die Angaben von 8.371 abhängig Beschäftigten in Deutschland ausgewertet. Der Bericht fokussiert die Arbeit mit digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien. Dabei wird sowohl die Verbreitung des Arbeitens mit digitalen IKT, wie Computer, Laptops und Smartphones betrachtet, als auch die Einführung neuer Computerprogramme. Zudem werden verschiedene Anforderungen und Ressourcen sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten in den Blick genommen.

Die Auswertungen zeigen, dass es Unterschiede je nach Bildung, Branche, Berufen und Tätigkeiten gibt. So arbeiten Beschäftigte mit einem hohen Bildungsniveau und überwiegend geistigen Tätigkeiten häufiger mit IKT als Beschäftigte mit einem niedrigeren Bildungsniveau und überwiegend körperlichen Tätigkeiten. Beschäftigte in Berufen der Unternehmensführung und -organisation, in der Informationstechnik und in naturwissenschaftlichen Tätigkeiten arbeiten vermehrt mit IKT und sind häufiger von der Einführung neuer Computerprogramme betroffen.

Zudem weisen die Autorinnen und der Autor des Berichts darauf hin, dass Beschäftige, die mit digitaler IKT arbeiten, mehr Einfluss auf Menge und Inhalte ihrer Arbeit haben. Allerdings deutet sich ein Zusammenhang zwischen der Einführung neuer Computerprogramme und einem Risiko der Erschöpfung an. Bei dem Einfluss auf die Arbeitszeit und der Work-Life-Balance gibt es dagegen nur einen geringen Unterschied zwischen Beschäftigten mit und ohne IKT-Nutzung. 

Insgesamt zeigen die Auswertungen, dass gesundheitliche Ungleichheiten weniger mit der Nutzung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien einhergehen. Weiterführende Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen der Anwendung unterschiedlicher digitaler IKT und der Gestaltung der Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Anforderungen und Ressourcen hin. Für eine gesunde Arbeitsgestaltung ist daher eine weitergehende Beobachtung der Arbeitsbedingungen und des Wandels der Arbeitswelt unerlässlich, so die Autorinnen und der Autor.

Der gesamt Bericht „BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019: Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien und ihr Zusammenhang mit Arbeitsintensität, zeitlicher Entgrenzung und Arbeitszeitflexibilität“ kann als PDF im Internetangebot der BAuA heruntergeladen werden unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 800 Beschäftigte.

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Lea Deimel
Telefon: 0231 9071-2562 Fax: 0231 9071-2362

https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/pm03-23.html

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baua: Aktuell 4/22: Schwerpunkt „Arbeitsschutz und Klimawandel“

Hitze, UV-Strahlung, Infektionskrankheiten: Arbeitsbedingungen sicher und gesund gestalten
Dortmund – Der Klimawandel stellt zentrale Themen des Arbeitsschutzes in ein neues Licht. Ein wärmeres Klima führt zu erhöhter Belastung durch Hitze- und UV-Strahlung vor allem für Beschäftigte im Freien. Gefährdungen existieren auch durch neu auftretende Infektionskrankheiten und die Zunahme von Allergien. Und nicht zuletzt verbleiben durch intensiviertes Recycling nun auch vermehrt gefährliche Stoffe in Produktkreisläufen und Lieferketten. Diese Entwicklungen verlangen angepasste und abgestimmte betriebliche Schutzmaßnahmen. Die neue Ausgabe der baua: Aktuell gibt in ihrem Schwerpunkt Einblicke in die Forschungsarbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmeidzin (BAuA) zum Thema Arbeitsschutz und Klimawandel.

Darüber hinaus stellt die Ausgabe Aktivitäten aus anderen Handlungsfeldern der BAuA vor. So berichtet die baua: Aktuell über die Auftaktveranstaltung des neuen Förderprogramms zur „Förderung der Forschung und Lehre zur Gesundheit in der Arbeitswelt“, das 16. Arbeitsschutzforum zum Thema „Compliance im Arbeitsschutz“ sowie die Abschlussveranstaltung der europäischen Kampagne für Gesunde Arbeitsplätze 2020/22. Zudem gibt sie Einblicke in die neue interaktive Ausstellung „FOODPRINTS“ der DASA Arbeitswelt Ausstellung.

Die Ausgabe 4/22 der baua: Aktuell gibt es kostenfrei auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 800 Beschäftigte.

https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2022/12/pm042-22.html

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