Freitag, Oktober 23, 2020
Start Ablage Schwimmende Saugleitung in Fällmittelbehältern

Schwimmende Saugleitung in Fällmittelbehältern

Jeder, der Salzbunker betreibt, kennt das Problem der Salzansaugung. Ein schlechter Lösevorgang, sei es durch defekte Lösewasserleitungen oder falsch eingestellte Lösewassermenge – und schon ist das Malheur passiert. Die Schmutzfänger sind verstopft und die Fällmitteldosierung steht. Starre Saugleitungen berücksichtigen nicht die Höhe des Salzstocks. Die Lösung des Problems ist eigentlich recht trivial. Anstatt der starren Saugleitung einfach eine flexible benutzen, die von der Oberfläche absaugt. Als weiterer Vorteil kann der Lösebunker sofort nach dem Beginn des Lösevorgangs abgesenkt werden. Die nächste Salzeinfüllung kann erfolgen sobald genügend Platz im Salzbunker ist. Dabei muss nicht die komplette letzte Lieferung gelöst werden. Oder man löst den Salzstock auf das Minimum und kann bis knapp über den Salzstock absenken. Dadurch erhält man mehr Spielraum für die zu bestellende Menge und kann Minder- oder Mehrverbräuche besser ausgleichen.

Bild: Endstück der schwimmenden Saugleitung mit Schwimmer

Bild FW-AWT-Saugleitung-G.JPG

Der Umbau von der starren zur schwimmenden Saugleitung besteht im Wesentlichen aus dem Einsetzen eines Gelenkstückes und dem Anbringen der Schwimmer. Als Gelenkstück hat sich ein fällmittelbeständiger Saugschlauch bewährt, der mit einer Drahteinlage gegen abknicken versehen ist. Dieser wird am gewünschten Drehpunkt angebracht, idealerweise über dem maximalen Fällmittellösungsspiegel, Bei Polypropylenleitungen ist es am geschicktesten mit Schlauchnippeln zu arbeiten. Bei den Schlauchschellen muss man unbedingt auch wieder auf Fällmittelbeständigkeit achten. Am Saugleitungsende werden ein oder zwei Schwimmer angebracht. Die Schwimmer kann man selbst einfach herstellen. Die Rohrstücke werden jeweils am Ende mit Kappen verschlossen und fertig sind die Schwimmer. Die Größe der Schwimmer richtet sich nach dem Gewicht, das diese tragen müssen.
Wichtig ist, dass die Schwimmer nicht verrutschen können. Zuletzt sollte noch an das Saugleitungsende ein Bogen angebracht werden, der nach unten zeigt. Die Saugleitung muss aus dem Einschüttbereich weggeschwenkt werden, sonst wird sie zertrümmert. Mit einem Stahlseil und einer kleinen Winde kann die Saugleitung hochgedreht und in eine geschützte Ecke gezogen werden. Nach dem Salzeinfüllen lässt man das Seil wieder frei und die schwimmende Saugleitung ist wieder einsatzbereit.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel haben, dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail an Fachwissen@klaerwerk.info


Autor: CS