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Newsticker Oktober2007/3

 

Bakterien in Biofilmen halten Uran fest

Dr. Christine Bohnet, Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden – Rossendorf e.V.
17.10.2007

Uran kommt in unserer Umwelt natürlich vor. In dicht besiedelten Regionen wie Sachsen, wo lange Jahre Uranerz abgebaut wurde, ist es besonders wichtig zu wissen, wie sich Uran in der Natur ausbreitet. Neueste Untersuchungen im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) belegen, dass Bakterien eine wichtige Rolle beim Transport von Uran in der Umwelt übernehmen können. Die Ergebnisse wurden vor kurzem im Fachjournal „Environmental Science & Technology“ veröffentlicht.
Bakterien sind keine Einzelgänger, vielmehr sind 99 Prozent aller Bakterien in Biofilmen organisiert. Typische Biofilme sind Zahnbeläge oder schleimige Überzüge auf in Gewässer befindlichen Steinen. Biofilme sind allgegenwärtig und treten insbesondere an Grenzflächen zwischen fest und flüssig auf. Ein Biofilm besteht zu 50 bis 95 % aus Wasser. Der Rest setzt sich aus Mikroorganismen und organischen Makromolekülen zusammen. In Biofilmen findet man sehr komplexe und zugleich gut aufeinander abgestimmte Lebensgemeinschaften von Mikroorganismen vor. Dabei kann es zur Ausbildung von Nischen mit unterschiedlichen geochemischen Parametern (z. B. pH-Wert, gelöste Sauerstoffkonzentration) innerhalb des Biofilms kommen. Biofilme sind von Wasserkanälen durchzogen, auf denen den Bakterien Nährstoffe zugeführt und deren Ausscheidungen abtransportiert werden. Auf diese Weise gelangen auch toxische Schwermetalle in den Biofilm und können dort zurückgehalten werden. Somit können Biofilme einen natürlichen Filter für Wasserreinigungs-Prozesse bilden.

Uran kann über das Transportmedium Wasser zu den Biofilmen gelangen. Hierbei spielt die Oxidationsstufe des Urans eine große Rolle: das sechswertige Uran ist wasserlöslich und somit mobil (im Zentrum dieser Verbindung steht das Uranyl-Ion UO22+ – das Uranatom ist von zwei Sauerstoffatomen umgeben), das vierwertige Uran dagegen ist kaum wasserlöslich. Wird das mobile Uran(VI) in einen solchen Biofilm geleitet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es durch den Weg von der Oberfläche in das Innere des Biofilms chemisch in vierwertiges Uran umgewandelt wird. Bei dieser Reaktion gibt das Uran(VI) zwei Elektronen ab, allerdings war bisher der genaue Reaktionsvorgang unklar. Die ausgefeilten Analysetechniken, die im FZD zur Verfügung stehen, ermöglichten erstmals die genaue Untersuchung des chemischen Verhaltens von Uran in lebender Umgebung. So konnte die komplexe Wechselwirkung zwischen dem Schwermetall und den Bakterien, die in einem Biofilm leben, aufgedeckt werden. Dieses Wissen könnte in Zukunft dabei helfen, Konzepte für intelligente Sanierungsmaßnahmen zu erstellen.

Den Redox-Prozess von Uran in einem Biofilm hat ein Wissenschaftler-Team um Dr. Thuro Arnold im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf in Kooperation mit Prof. Isolde Röske und Dr. Axel Wobus von der Technischen Universität Dresden nun erstmalig untersucht. Mit einem konfokalen Laser-Fluoreszenz-Mikroskop gelang es, die Reduktion von Uran(VI) zum Uran(V) zu visualisieren und spektroskopisch zu identifizieren. Die Forscher gaben zunächst einem der Natur nachempfundenen Biofilm eine wohldefinierte Lösung mit Uranyl(VI)-Ionen bei. Um Uran im Mikroskop sichtbar machen zu können, wird ausgenutzt, dass einige Uran-Verbindungen bei gezielter Laseranregung Lumineszenz zeigen, also nachleuchten. Einmalig ist das per Mikroskop entstandene Bild, auf dem sechs- und fünfwertiges Uran gleichzeitig zu sehen sind. Da Uran(V) nur kurze Zeit stabil ist, herrscht dieser Oxidationszustand nicht lange vor. Dr. Arnold: „Wir konnten nachweisen, dass die Umwandlung in wasserunlösliches Uran in zwei Etappen vor sich geht. Während der im Biofilm ablaufenden Reaktion gibt das sechswertige Uran erst ein Elektron ab, woraus das fünfwertige Uran entsteht. Für die weitere Umwandlung zum wasserunlöslichen Uran(IV) gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann das Uran(V) im Biofilm unter Abgabe eines zusätzlichen Elektrons weiter zu Uran (IV) reduziert oder aber in einem komplizierteren Prozess zu Uran(IV) und Uran (VI) umgewandelt werden. Da das im Biofilm entstandene vierwertige Uran quasi wasserunlöslich ist, fällt es aus und wird im Biofilm festgehalten.“

Eine besondere Leistung der Rossendorfer Wissenschaftler besteht zudem darin, dass sie gleichzeitig mit dem mikroskopischen Nachweis der Reduktion von Uran in einem Biofilm die genaue Wertigkeit der Uran-Verbindungen mit der Methode der Laser-Fluoreszenz-Spektroskopie nachweisen konnten. Dr. Arnold: „Wir wollen die von uns entdeckten Prozesse nun noch besser verstehen lernen, um dieses Wissen beispielsweise in intelligente Sanierungsprozesse einfließen zu lassen.“ Dafür werden derzeit die Untersuchungsgeräte weiter verfeinert und verbessert. Jetzt schon können Uran-Partikel und deren genaue chemische Form, in Biofilmen identifiziert werden. Bald schon sollen mit der Fluoreszenz-Spektroskopie auch zeitaufgelöste Informationen zu gelösten Uranverbindungen in Biofilmen möglich sein, so dass die Kombination der beiden Methoden dann sogar zur Untersuchung von Wechselwirkungen von Zellen mit fluoreszierenden Schwermetallen geeignet sein wird.

Veröffentlichung:
K. Großmann, T. Arnold, E. Krawczyk-Bärsch, S. Diessner, A. Wobus, G. Bernhard, R. Krawietz, „Identification of fluorescent U(V) and U(VI) Microparticles in a multispecies biofilm by Confocal Laser Scanning Microscopy and Fluorescence Spectroscopy „, in: Environmental Science & Technology, Vol. 41, No. 18: September 15, 2007.

Weitere Informationen:
Dr. Thuro Arnold
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Institut für Radiochemie
Tel.: +49 351 260 – 2432
Email: t.arnold@fzd.de

Prof. Dr. Isolde Röske
Technische Universität Dresden
Lehrstuhl für Angewandte Mikrobiologie
Tel.: +49 351 – 46 33 29 05
Email: roeske_i@rcs.urz.tu-dresden.de

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 128, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 – 2450 oder 0160 969 288 56
Fax: 0351 260 – 2700
Email: c.bohnet@fzd.de
http://www.fzd.de

Information:
Das FZD erbringt wesentliche Beiträge der Grundlagenforschung sowie der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung zu folgenden Fragestellungen:
o Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
o Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
o Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Dazu werden 6 Großgeräte eingesetzt, die europaweit einzigartige Untersuchungsmöglichkeiten auch für auswärtige Nutzer bieten.

Das FZD ist mit ca. 700 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft (www.wgl.de) und verfügt über ein jährliches Budget von rund 57 Mill. Euro (Stand: 12/2006). Hinzu kommen etwa 10 Mill. Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung, weshalb sie von Bund und Ländern gemeinsam gefördert werden. Die Leibniz-Institute verfügen über ein Gesamtbudget von gut 1 Milliarde Euro und beschäftigen mehr als 13.000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen:
http://www.fzd.de

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Broschüre erklärt Klimawandel

Dr. Peter Wittmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG)
17.10.2007

Eine von Geographen und Meteorologen gemeinsam verfasste Broschüre informiert in verständlich geschriebenen Beiträgen über Hintergründe, Zusammenhänge und Auswirkungen des Klimawandels.
Der Klimawandel ist real und durch Aktivitäten des Menschen verursacht. Das haben die Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre nachdrücklich bestätigt. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass ein ungebremster Klimawandel gefährliche Folgen haben würde und dass seine Beherrschung die vielleicht größte umweltpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellt.

Geographen und Meteorologen aus Deutschland und der Schweiz haben sich deshalb zusammengetan, um in einer Broschüre den aktuellen Forschungsstand zu dokumentieren. In verständlich geschriebenen Beiträgen erklären namhafte Forscher, wie Klima funktioniert, welchen Schwankungen es in der Vergangenheit unterworfen war und worauf wir uns zukünftig einstellen müssen. Im Schlusskapitel „Das Unbeherrschbare vermeiden und das Unvermeidbare beherrschen“ werden schließlich Strategien gegen die gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels aufgezeigt.

Die Broschüre mit vielen Farbfotos und -grafiken ist ausdrücklich für die Verwendung im Erdkundeunterricht konzipiert, denn künftige Generationen werden von den Auswirkungen des Klimawandels noch viel stärker betroffen sein als wir heute. Angesprochen sind aber grundsätzlich alle, die sich rasch und dennoch fundiert auf den aktuellen Stand des Wissens bringen wollen.

Die Broschüre „Der Klimawandel – Einblicke, Rückblicke und Ausblicke“ wurde anlässlich des diesjährigen Deutschen Geographentags im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG), des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Universität Berlin von Prof. Wilfried Endlicher (Berlin) und Prof. Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe (Potsdam) herausgegeben. Die Broschüre hat 131 Seiten und kostet fünf Euro (zzgl. Versand; Rabatte für größere Abnahmemengen). Zu beziehen ist sie über die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen in Bonn, E-Mail: vgdh@giub.uni-bonn.de. Die einzelnen Beiträge stehen zudem auf dem Dokumentenserver der Humboldt-Universität Berlin unter http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/klimawandel/ zum Herunterladen zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wilfried Endlicher
Humboldt-Universität Berlin
Tel. +49 (0)30 2093 6808
wilfried.endlicher@geo.hu-berlin.de
Weitere Informationen:
http://www.geographie.de (Publikationen)

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Neue Initiative zur Meeresforschung in der Europäischen Metropolregion Nordwestdeutschland gestartet

Dr. Manfred Schloesser, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie
16.10.2007

Die Max-Planck-Gesellschaft und das Land Niedersachsen stärken die Meeresforschung in Nordwestdeutschland

Durch eine gemeinsame Initiative des Bremer Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie (MPI) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg soll das meereswissenschaftliche Potenzial und die Ausstrahlung der Europäischen Metropolregion Nordwestdeutschland durch die Einrichtung von zwei selbständigen Nachwuchsgruppen weiter gestärkt werden. Unterstützt wird das auf 9 Jahre angelegte Projekt von der niedersächsischen Landesregierung, die wesentlich zur Finanzierung beiträgt. Organisatorisch gehören beide Gruppen dem Bremer Max-Planck-Institut an. Als Arbeitsort der Gruppen wurde aber bewusst das ICBM am Standort Oldenburg gewählt, an dem somit eine Außenstelle des Bremer MPIs entsteht. Oldenburg erhält so eine Forschungsstelle der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).
Es war unter anderem die in den beiden Universitätsstädten Oldenburg und Bremen vorhandene wissenschaftliche Infrastruktur, die dazu führte, den Großraum Bremen als europäische Metropolregion am 28.04.2005 durch die Ministerkonferenz für Raumordnung anzuerkennen. Besonders enge Kontakte pflegen traditionell die in dieser Region ansässigen meereswissenschaftlichen Institutionen, wobei sich diese zunächst entlang von Süd-Nord-Achsen zwischen Bremen und Bremerhaven sowie Oldenburg und Wilhelmshaven entwickelten. In den zurückliegenden zehn Jahren sind fruchtbare Verbindungen auch länderübergreifend in Ost-West-Richtung gewachsen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Forschergruppe „Watt“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in der seit 7 Jahren Wissenschaftler des Instituts für die Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg , des Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie (MPI) in Bremen sowie des Senckenberg-Instituts in Wilhelmshaven gemeinsam die Bedeutung von biologischen, chemischen und physikalischen Wechselwirkungen für die Entwicklung und Strukturierung des Lebensraums Wattenmeer erforschen.

Entsprechend dem Wunsch von ICBM Oldenburg und MPI Bremen wird die fachliche Ausrichtung der beiden selbständigen Nachwuchsgruppen komplementär zu den schon etablierten Fachrichtungen sein. Geplant ist, in der Meereschemie – konkret in den Bereichen „Organische Geochemie des Meeres“ und in „Anorganische Geochemie des Meeres“ – zwei jungen Forscherpersönlichkeiten im Rahmen des in der MPG bewährten Instrumentariums der selbständigen Nachwuchsgruppe beste Forschungsmöglichkeit zu eröffnen, so Max-Planck-Direktor Prof. Dr. Rudolf Amann. Die Unabhängigkeit und sehr gute Ausstattung der beiden Gruppen wird es ihren Leitern ermöglichen, bei voller wissenschaftlicher Freiheit Profilentwicklung auf höchstem Niveau zu betreiben.

Der Kandidatenauswahl soll noch im Dezember auf einem internationalen Symposium in Oldenburg erfolgen. Der Sicherstellung des wissenschaftlichen Erfolgs der Gruppen dient die regelmäßige Evaluierung durch den Fachbeirat des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen. Dieses verwaltet die Gruppen und stellt seine wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung. Eine Einbindung in die Lehre ist über die Universität Oldenburg und die internationale Max-Planck-Forschungsschule für marine Mikrobiologie möglich.

Rückfragen bitte an den geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Rudolf Amann
MPI für Marine Mikrobiologie, Celsiusstr. 1, D-28359 Bremen
Telefon: 0421 2028 – 930; Fax: 0421 2028 – 790; E-Mail: ramann@mpi-bremen.de
oder an den Pressesprecher
Dr. Manfred Schlösser, Telefon: 0421- 2028704, E-Mail: mschloes@mpi-bremen.de
Weitere Informationen:
http://www.mpi-bremen.de Homepage des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie

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Schavan: „Klimawandel als Innovationsmotor“

Jann Gerrit Ohlendorf, Geschäftsstelle München
acatech – Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e. V.
16.10.2007

Forschungsministerin präsentiert in Berlin die Hightech-Strategie zum
Klimaschutz

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat auf dem 2. Klima-Forschungsgipfel am Dienstag in Berlin die Hightech-Strategie zum Klimaschutz vorgestellt. Die Ministerin präsentierte die Strategie gemeinsam mit den Partnern des vom Ministerium initiierten Klimadialogs und in Zusammenarbeit mit acatech, der zukünftigen Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. „Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung umzusetzen, werden wir die Forschung im Klimabereich massiv ausbauen“, sagte Schavan. Die Hightech-Strategie zum Klimaschutz bündelt dazu nach den Worten der Ministerin die wichtigsten Kräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft – und sie bedeutet zudem mehr Geld im Kampf gegen den Klimawandel: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro zusätzlich für Klimaschutz investieren. Die Wirtschaft sei schon jetzt bereit, eine doppelt so hohe Summe aus eigenen Mitteln beizusteuern, sagte Schavan.

„Der Klimawandel erfordert entschlossenes Handeln“, sagte die Ministerin. „Und wir wissen von den Wissenschaftlern sehr genau, was wir zu tun haben: Schnell die Treibhausgasemissionen senken, die Energieeffizienz deutlich steigern und den Anteil erneuerbarer Energien stark erhöhen. Mit der Hightech-Strategie zum Klimaschutz stellen wir jetzt die richtigen Weichen.“ Dabei ist Klimaschutz nach den Worten Schavans eine große Chance für die Wirtschaft: „Die Industrie in Deutschland muss in Sachen Klima eine Vorreiterrolle übernehmen.“ Das könne gelingen, weil die Hightech-Strategie die Themen aufgreife, die technologische Durchbrüche erwarten lassen und Markt- und Exportchancen bieten. „Die Hightech-Strategie fördert die schnellere Umsetzung von der Idee in die Anwendung. Sie verbindet Klimaschutz mit Innovationen, die Arbeitsplätze schaffen und Wohlstand sichern.“

Joachim Milberg, Präsident von acatech, sagte: „Deutschlands Forscher und Deutschlands Industrie allein können das Weltklima nicht retten, erst recht nicht mit isolierten Aktionen in Deutschland. Richtig ist aber, dass Deutschlands Wissenschaftler und Unternehmen beim Klimaschutz eine sehr positive Rolle spielen können. acatech als zukünftige Deutsche Akademie der Technikwissenschaften sieht es dabei als seine Rolle an, den Dialog von
Wirtschaft und Wissenschaft nach Kräften zu fördern. Deshalb sind wir sehr gern
Kooperationspartner beim Klimaforschungsgipfel.“

Wissenschaftler werden sich im Kampf gegen den Klimawandel vor allem zwei Themenkomplexen stellen. Zum einen werden sie Technologien entwickeln, die den Ausstoß von Treibhausgasen senken – und damit die Ursachen des Klimawandels bekämpfen. Zum anderen geht es um Technologien, die helfen, sich an den zum Teil nicht mehr vermeidbaren Klimawandel anzupassen.
Auf dem 2. Klima-Forschungsgipfel präsentieren sich vier Innovationsallianzen, die direkt vor der Umsetzung stehen, mit Partnern aus Industrie und Forschungseinrichtungen. Eine Allianz widmet sich der Entwicklung von organischen Photovoltaik-Materialien. Diese gelten als Alternativen zu dem in der herkömmlichen Solartechnik eingesetzten teuren Silizium und eröffnen deutschen Unternehmen weltweit neue Absatzchancen. Eine weitere Innovationsallianz beschäftigt sich mit neuen Möglichkeiten bei der Speicherung von Energie. Weitere Themen der Innovationsallianzen sind eine weiterentwickelte Elektronik im Auto, die den Spritverbrauch senken soll und eine automatische Kommunikation zwischen Fahrzeugen für einen besseren Verkehrsfluss. Das BMBF fördert diese vier Allianzen mit insgesamt 220 Millionen Euro, die industriellen Partner stellen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Eine weitere Allianz mit Partnern aus der Energiewirtschaft wird Technologien entwickeln und zur Marktreife bringen, die das Abscheiden und Speichern von Kohlendioxid ermöglichen.

„Staat und Wirtschaft stellen sich hiermit eindrucksvoll der Herausforderung Klimawandel“, kommentierte Ministerin Schavan. „Insgesamt bieten sich in der Frage des Klimaschutzes für Deutschland vor allem auch Chancen für neue Techniken, neue Produkte und neue Verfahren. Der Klima-Forschungsgipfel rückt diese Chancen ins Zentrum“, ergänzte acatech-Präsident Joachim Milberg. „Damit wird auch klar: Klimaschutz und Wohlstandssicherung sind kein Gegensatz.“

Ein weiterer Zusammenschluss soll dem Klimawandel entschlossen entgegentreten: Führende Finanzdienstleister gründeten anlässlich des zweiten Klima-Forschungsgipfels das „Finanz-Forum: Klimawandel“. Dieses Forum ist konzipiert als „eine zentrale neue Forschungs- und Dialogplattform für die effektive Umsetzung der Klimapolitik im Rahmen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz der Bundesregierung“. Die Vertreter der Finanzwirtschaft betonten die wirtschaftliche Bedeutung der „Hightech-Strategie zum Klimaschutz“ sowie der Klimaforschung: „Die Umsetzung von Innovationen in neue Produkte und Leistungen erfordert die Finanzierung und Versicherung von Investitionen. Von einer guten Zusammenarbeit profitieren also alle Seiten.“

Ministerin Schavan hob die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Finanzwirtschaft hervor: „Mit dem „Finanz-Forum: Klimawandel“ wird ein Mittler zwischen der technologischen Forschung, innovativen Anwendern und der Finanzwirtschaft geschaffen. Ich sehe darin einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz.“ Daher sollen Prozesse zur besseren Vernetzung zwischen Innovatoren und Finanzdienstleistern angestoßen werden. Es gilt, Stärken des Standorts Deutschland im Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen zwischen Wissenschaft, Innovation, Finanzierung und industrieller Anwendung auszubauen. Zu den zentralen Aufgaben für die Zukunft gehört es, die Zusammenarbeit zwischen wirtschaftlicher, technischer und naturwissenschaftlicher Forschung und Entwicklung zu stärken. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sollen die entsprechenden naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Analysen und Informationssysteme weiterentwickelt werden. Die Initiatoren der Finanzwirtschaft betonen die Notwendigkeit klarer und langfristiger politischer Rahmenbedingungen. Für die Weiterentwicklung und Umsetzung einer effizienten und effektiven Klimapolitik sagen sie der Bundesregierung ihre Unterstützung zu.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Pressestelle des BMBF und der Pressestelle von
acatech: Jann Gerrit Ohlendorf, 089 520 30 940; ohlendorf@acatech.de.
Weitere Informationen:
http://www.acatech.de

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Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energien

Dr. Viola Düwert, Pressestelle
Philipps-Universität Marburg
16.10.2007

Symposium der Marburger Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft am 31. 10.2007: Erneuerbare Energien sind Exportschlager, Jobmaschine und Innovationsmotor der deutschen Wirtschaft. Etwa 214.000 Menschen sind bereits in diesem Segment beschäftigt, Tendenz rasch steigend. In vielen Bereichen – etwa bei Windenergie oder Biokraftstoffen – haben sich deutsche Unternehmen eine weltweite Technologieführerschaft erarbeitet. Besonders bemerkenswert ist, dass die Branche vorwiegend mittelständisch geprägt ist. Mehr als 5.000 kleine und mittlere Unternehmen sind im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig – von der Forschung über die Produktion bis hin zu Handwerk und Dienstleistungen.
„Aus diesem Grund sah sich die Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft an der Universität Marburg zusammen mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie dem Bundesverband Erneuerbare Energien veranlasst, der ‚Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energien‘ nachzugehen“, erklärt Professor Dr. Dr. h. c. Gilbert Gornig. Gornig ist der erste Sprecher der Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft, einer wissenschaftlichen Einrichtung an den Fachbereichen Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften der Philipps-Universität Marburg.
Viele innovative deutsche Unternehmen, insbesondere auch in Mittelhessen, avancierten zu internationalen Technologieführern bei Schlüsselkomponenten der Windenergie, der Wasserkraft, der Solarenergie, der Geothermie oder der Biomasse. „Renewables made in Germany“ zählen im internationalen Vergleich zur Weltspitze und sind daher weltweit im Einsatz, so Gornig. Die erneuerbaren Energien wiesen in Deutschland im Jahr 2006 bereits einen Anteil von 5,8 Prozent am Primärenergieverbrauch auf, der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Bruttostromverbrauch stieg auf 12,0 Prozent. Mittlerweile arbeiten rund 214.000 Menschen in der Branche der erneuerbaren Energien, die im Jahr 2006 rund 101 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden konnte.
In dem halbtägigen Symposium kommen Fachreferenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zu Wort.

Weitere Informationen:
Professor Dr. Dr. h. c. Gilbert Gornig
Erster Sprecher der Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft
E-Mail: sekretariat@voelkerrecht.com
Tel. 06421 28823133

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UDE: IAQ-Studie zur aktuellen Debatte ums Arbeitslosengeld

Ulrike Bohnsack, Pressestelle
Universität Duisburg-Essen
16.10.2007

Der Bezug von Arbeitslosengeld sollte nicht nur für Ältere, sondern für alle verlängert werden. Dabei könnten die Leistungen aber nach dem ersten Jahr schrittweise an das Niveau der Grundsicherung herangeführt werden. Das schlägt das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen vor. PD Dr. Matthias Knuth hat in einer soeben erschienen Studie die Spannungsverhältnisse und mögliche Entwicklungen der „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ untersucht, darunter auch die seit Februar 2006 wirksame Verkürzung der maximalen Bezugsdauer für Ältere von 32 auf 18 Monate.
„Wer die ‚Agenda 2010‘ sozial adäquat korrigieren will, sollte keine Erweiterung der Leistungen allein für Ältere einführen. Das passt nicht in eine beschäftigungspolitische Landschaft, in der die ‚Rente mit 67‘ beschlossene Sache ist und nicht grundsätzlich zurückgenommen werden wird“, meint der Arbeitsmarktexperte. Gleichwohl verlange die weit verbreitete Angst vor dem baldigen Statusverlust bei Arbeitslosigkeit und das damit verbundene Gefühl der sozialen Ungerechtigkeit eine politische Antwort. „Diese kann nur darin bestehen, die Arbeitslosenversicherung für alle so auszugestalten, dass sie ihren Namen wieder verdient und ein Gefühl von Sicherheit vermittelt“.

Dabei sollte am Prinzip der Risikoversicherung festgehalten werden, d.h. Bezugsdauern sollten wie bisher nach Beitragszeiten in einer dem Risikofall vorausgehenden Rahmenfrist gestaffelt werden, aber nicht nach ‚Lebensleistung‘. „Es geht nicht darum, ‚mehr herauszuholen‘, wenn man ‚mehr eingezahlt‘ hat, sondern das Ziel muss sein, soziale Abstiegsängste zu dämpfen, ohne Beschäftigungsanreize zu nehmen“, so Knuth.

Wenn die maximal erreichbare Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für alle auf 18 oder 24 Monate angehoben würde, so könnte man die Leistung nach einem Jahr degressiv ausgestalten und dadurch schrittweise an die Grundsicherung heranführen. Im Gegenzug würde der ‚befristete Zuschlag‘ bei Bezug von Arbeitslosengeld II entfallen. Die langzeitig arbeitslosen Versicherten würden damit anders als derzeit die finanzielle Anpassung an das AlG-II-Niveau erleben, bevor der Versicherungsanspruch erschöpft ist und die Bedürftigkeitsprüfung einsetzt. Dadurch würde einerseits die Ungerechtigkeit beseitigt, dass man trotz Beitragsleistung nach nur einem Jahr erst ‚arm‘ sein oder werden muss, um überhaupt noch etwas zu bekommen. Andererseits blieben die stärkeren Arbeitsanreize, die von der Reform offensichtlich ausgegangen sind, erhalten.

Knuth, Matthias, 2007: Zwischen Arbeitsmarktpolitik und Armenfürsorge. Spannungsverhältnisse und mögliche Entwicklungen der „Grundsicherung für Arbeitsuchende“. In: Rudolph, Clarissa/ Niekant, Renate (Hg.), Hartz IV Zwischenbilanz und Perspektiven. Erfahrungsberichte, Analysen und Bewertung der bisherigen Umsetzung. Münster: Westfälisches Dampfboot, 66-92.

Redaktion: Claudia Braczko, Durchwahl: 0209/1707-176, 0170-8761608, presse-iaq@uni-due.de

Weitere Infos: PD Dr. Matthias Knuth, matthias.knuth@uni-due.de, Durchwahl: 0209/1707-186

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news230731

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TUB: Wenn Stimmen altern

Dr. Kristina R. Zerges, Presse- und Informationsreferat
Technische Universität Berlin
15.10.2007

Tonhöhe von Männern und Frauen nähert sich an
Ein seltenes Phänomen: Am Telefon hört man eine Stimme. Sie klingt scheinbar alt. Wenn man dann dem Sprecher gegenübersteht, stellt man fest: Der Eindruck täuschte, denn der Mann ist jung. Oft kommen solche Überraschungen nicht vor, denn meist verrät die Stimme tatsächlich einiges über das Alter des Sprechers. In dem Forschungsprojekt „Junge und alte Stimmen“ haben Walter Sendlmeier und seine Mitarbeiter am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin die Veränderungen von Stimme und Sprechweise als Funktion des Alters untersucht. Sie fanden heraus: In der Sprache steckt weit mehr als nur die rein linguistische Funktion. Im Alltag ist es häufig wichtiger, wie etwas gesagt wird; die Inhalte spielen eine geringere Rolle. Die Ergebnisse könnten für die automatische Spracherkennung von großer Bedeutung sein.

Stimmungsschwankungen oder altersbedingte Veränderungen der Sprechweise und der Stimme machen zum Beispiel einem automatischen Spracherkenner zu schaf-fen. Deshalb wollen die TU-Forscher typische Merkmale finden, beispielsweise die Tonhöhen, die Sprechgeschwindigkeit, Rauigkeit, Dehnungen und die Melodie. Schon frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass man Sprachproben mit hoher Trefferquote jungen oder alten Sprechern zuordnen kann. Die entscheidenden akus-tischen Merkmale der Sprachsignale, die Hörer so zuverlässig hinsichtlich des Alters urteilen lassen, sind jedoch weitgehend unbestimmt. Walter Sendlmeier, Professor für sprachliche Kommunikation und Phonetik, hat nun versucht, Stimmen akustisch und elektroglottografisch zu analysieren. Die Elektroglottografie ist eine Methode, die Funktion der Stimmlippen im Kehlkopf während des Sprechens aufzuzeichnen.

Dabei ging es besonders darum, die Relevanz des Stimmeinsatzes bei der Altersbe-stimmung zu erforschen. Untersucht wurden auch Veränderungen der Sprechweise mit zunehmendem Alter. Die TU-Forscher konnten nachweisen, dass sich bei Män-nern bereits in der dritten Lebensdekade das Gewebe im Kehlkopf verändert, bei Frauen dagegen erst ab der fünften Dekade.

Ältere Männer weisen in der Regel eine höhere Grundfrequenz auf, bei Frauen sinkt die Sprechstimmlage im Alter. Sendlmeier nutzte Hörexperimente und akustische Analysen der Sprachstimuli, um festzustellen, an welchen Merkmalen man das Alter eines Sprechers oder einer Sprecherin erkennt. Ziel ist ein Altersklassifikator. Darunter versteht man ein Analyseprogramm, das aufgrund der akustischen Parameter des Sprachsignals automatisch das Alter eines Sprechers bestimmt. (rk)
2585 Zeichen

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Walter Sendlmeier, Institut für Sprache und Kommunikation, TU Berlin, Tel.: 030/314-24503, Fax: -79883, E-Mail: sendl@kgw.tu-berlin.de

Hinweis: Dieser Beitrag ist das „Thema der Woche – EIN-Blicke für Journalisten“ auf dem TUB-newsportal. Sie finden dort neben dem Beitrag einen Expertendienst sowie weiterführende Links: www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news230338

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Nachwachsende Rohstoffe: Enorme Potenziale für Wachstum und Beschäftigung

Bernd Müller, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
15.10.2007

Wenn es Deutschland gelingt, international eine Vorreiterrolle einzunehmen und die Wertschöpfungsprozesse im Inland zu halten, ergeben sich enorme Innovations- und Beschäftigungspotenziale durch nachwachsende Rohstoffe, sagt das Fraunhofer ISI.
Fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind endlich. Die Natur hingegen erzeugt jährlich durch Photosynthese 170 bis 180 Milliarden Tonnen nachwachsende Biomasse. Davon werden jedoch derzeit nur weniger als vier Prozent für Ernährung und die Gewinnung von Energie, Chemierohstoffen und Werkstoffen (z.B. Verpackungen, Dämmstoffe) genutzt. Nachwachsende Rohstoffe bieten daher enorme Potenziale für mehr Innovationen, Wachstum und Beschäftigung, so eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe in Kooperation mit der Universität Gießen. Die Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Ressourcen in industriellen Produktionsprozessen ist daher zentral für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Im Fokus der Untersuchungen standen die direkten und indirekten Beschäftigungseffekte bei industriellen Anwendungen wie biogenen Kraftstoffen, Energie und Strom aus Biomasse, Chemierohstoffen sowie Werkstoffen. Ebenfalls analysiert wurden der dafür erforderliche Flächenbedarf nachwachsender Rohstoffe sowie die daran gekoppelten Arbeitsplatzeffekte in der deutschen Landwirtschaft. Nicht berücksichtigt wurden Effekte von Holz aus der Forstwirt-schaft. „Wenn Deutschland bei nachwachsenden Rohstoffen international Vor-reiter in wichtigen Marktsegmenten wird und landwirtschaftliche und industriel-le Wertschöpfungsprozesse im Inland hält, gibt es erhebliche Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungspotenziale“, sagt ISI-Projektleiter Dr. Michael Nusser.

Das Fraunhofer ISI hat für die Jahre 2004, 2010 und 2020 auf Basis konsistenter Basisszenarien mit seinem bewährten Input-Output-Modell ISIS für nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft die Beschäftigungschancen der Teilsegmente und den erforderlichen Flächenbedarf umfassend untersucht:
– Brutto-Beschäftigungseffekte: In den Basisszenarien für 2004 sind an das Marktpotenzial nachwachsender Rohstoffe aus der Landwirtschaft rund 76.000 Erwerbstätige und 2020 circa 170.000 Erwerbstätige (davon rund 22.500 Arbeitsplätze in der deutschen Landwirtschaft) geknüpft. Dies entspricht einem Zuwachs von 123 Prozent gegenüber 2004, während die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft bis 2020 stagnieren wird. Die Beschäftigungspotenziale liegen vor allem in den Bereichen biogene Kraftstoffe und Chemierohstoffe.
– Flächenbedarf: „Das Marktpotenzial für nachwachsende Rohstoffe im Basisszenario 2020 entspricht einem Bedarf von rund 3,4 Millionen Hektar Ackerfläche“, sagt Patrick Sheridan von der Universität Gießen. In den Basisszenarien, in denen stillgelegte Flächen sowie der technische Fortschritt in der Landwirtschaft berücksichtigt wurden, kommt es daher in Deutschland zu keiner absoluten Flächenkonkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion.

Die Analysen zeigen, dass der Ausbau nachwachsender Rohstoffe vor allem bei stark steigenden Ölpreisen und Exporterfolgen Deutschlands sehr positive Effekte auf die Gesamtwirtschaft hat. Dies erfordert allerdings in Deutschland eine Integration von nachwachsenden Rohstoffen in komplexe Prozesse in For-schung, Entwicklung und Produktion, die sich nicht einfach ins Ausland verlagern lassen. Die Umsetzung dieser Strategien erfordere einen ressortübergreifenden Politikansatz, so die ISI-Experten.

Die Gesamtstudie „Makroökonomische Effekte des Anbaus und der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen“ wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), vertreten durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), vom Fraunhofer ISI und dem Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt. Sie ist als Download verfügbar unter http://www.isi.fhg.de/t/projekte/umwelt-d-mn-rt-Makro-NWR.htm oder
http://www.fnr.de im Literaturbereich

Kontakt: Dr. Michael Nusser
Telefon: 0721/6809-336
E-Mail: michael.nusser@isi.fraunhofer.de

Die Presseinformationen des Fraunhofer ISI finden Sie auch im Internet unter http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf
Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik regionaler Märkte und die Innovationspolitik.
Weitere Informationen:
http://www.isi.fhg.de/t/projekte/umwelt-d-mn-rt-Makro-NWR.htm (Gesamtstudie als Download)
http://www.fnr.de im Literaturbereich (Gesamtstudie als Download)

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Wasserwirtschaft im Wandel

Dr.-Ing. Bodo Weigert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
KompetenzZentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB)
13.10.2007

Zum zweiten Mal beschäftigen sich Experten und Kommunalpolitiker mit den Folgen globaler Veränderungen für die Wasserwirtschaft in Deutschland. Diesmal gilt das Hauptaugenmerk dem Thema „Ökonomie und Nachhaltigkeit“.
Fachtagung am 25. Oktober 2007, 10 – 17 Uhr, im Radialsystem, Berlin, Holzmarktstraße 33 (Nähe Ostbahnhof)
Initiatoren der Fachtagung „Wasserwirtschaft im Wandel“, zu der am 25. Oktober 2007 mehr als 200 Kommunalpolitiker, Vertreter von Verbänden und von Unternehmen im Radialsystem, einem umgebauten ehemaligen Pumpwerk der Berliner Wasserbetriebe, erwartet werden, sind das Kompetenzzentrum Wasser Berlin und Veolia Wasser. Bei der ersten Fachtagung dieser Art im November 2006 standen die Wandlungsprozesse in der Wasserwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Kommunen im Mittelpunkt.
Ebenso wie andere Wirtschaftszweige muss sich die Wasserwirtschaft an klimatische, demografische und energetische Veränderungen anpassen. Bisher lässt sich nicht genau vorhersagen, mit welchen Auswirkungen auf regionaler Ebene tatsächlich zu rechnen ist. Aber schon jetzt ist sicher, dass die anstehenden Aufgaben nur mit erheblichen Investitionen lösbar sind.
„Das Konzept der Nachhaltige Entwicklung verlangt Lösungen, die aus ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht langfristig tragfähig“, sagt Christophe Hug, Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Wasser.
Die Tagung rückt die ökonomischen Komponenten der Nachhaltigkeitsdebatte in den Vordergrund. Eingeladen sind vorwiegend Entscheidungsträger aus Städten und Gemeinden, um über die weit in die Zukunft reichenden Investitionserfordernisse in der Wasserwirtschaft zu diskutieren.
Zur Ökonomie der Nachhaltigkeit werden der Geschäftsführer des Rats für Nachhaltige Entwicklung, Günther Bachmann, der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin, der Europadirektor von Veolia Wasser, Cyril Roger-Lacan, sowie Andrea Jörg von der Technischen Universität Kaiserlautern sprechen.
Europäische Vergleiche werden Christoph Riechmann, Direktor von Frontier Economics, Benedikt Wolfers von Freshfields Bruckhaus Deringer, und Friederike Lauruschkus von der Metropolitan Consulting Group ziehen.
Über Fallbeispiele aus deutschen Großstädten berichten Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, Christine Mesek, Geschäftsführrerin der Stadtentwässerung Braunschweig, und Ulrich Bammert, Technischer Vorstand der Berliner Wasserbetriebe.

Medien sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Kompetente Gesprächspartner vermitteln wir gern.

Die gemeinnützige GmbH Kompetenzzentrum Wasser Berlin ist eine Wasserforschungseinrichtung, die mehrheitlich von dem Dienstleistungsunternehmen Veolia Wasser gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben und der TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin getragen wird. Veolia Wasser gehört zu dem internationalen Umweltdienstleistungsunternehmen Veolia Environnement und ist als privatwirtschaftlicher Partner an den Berliner Wasserbetrieben beteiligt.

Medienkontakt:
Helmut Lölhöffel, Mediensprecher Veolia Wasser, T: 030 20 62 956 36
Dr. Bodo Weigert, Kompetenzzentrum Wasser Berlin, T: 030 53 65 38 41
Weitere Informationen:
http://www.kompetenz-wasser.de

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Umweltforschung auf der Zugspitze: TUM im Konsortium „Umweltforschungsstation Schneefernerhaus“

Dr. Ulrich Marsch, Presse & Kommunikation
Technische Universität München
12.10.2007

Die Technische Universität München (TUM) ist seit heute Mitglied im Konsortium „Umweltforschungsstation Schneefernerhaus“ (UFS). Die auf dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze, auf 2650 m gelegene Umweltforschungsstation besteht seit 1998 und leistet unter anderem einen Beitrag zum weltweiten Messnetz des „Global Atmosphere Watch“-Programms (GAW) der World Meteorological Organization (WMO). Mit diesem Messnetz konnten wesentliche Erkenntnisse über das Ozonloch und über den schädlichen Einfluss von Treibhausgasen gewonnen werden.
Dem Konsortium gehören neben der TUM das Forschungszentrum Karlsruhe, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) sowie der Deutsche Wetterdienst (DWD) an. Mit ihnen soll die Umweltforschungsstation auf der Zugspitze zu einem international vernetzten Zentrum für Höhen- und Klimaforschung ausgebaut werden.

Mit dem heutigen Beitritt zum Konsortium und der Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung sichert sich die TUM die einzigartigen Forschungsmöglichkeiten auf dem Schneefernerhaus. Die Infrastruktur der Forschungsstation und die Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen ansässigen Forschergruppen bilden für die TU München eine wichtige Grundlage für Projekte im Bereich der Klima- und Atmosphärenforschung sowie der Medizin. Damit bestätigt und verstärkt die TUM ihr Engagement auf diesen gesellschaftlich in hohem Maße relevanten Forschungsfeldern.

Für die künftigen Forschungsarbeiten in Kooperation mit der Umweltforschungsstation entsendet die TUM international ausgewiesene Forschergruppen. Prof. Hans Peter E. Schmid, Ordinarius für Atmosphärische Umweltforschung an der TUM und bis vor kurzem an der University of Indiana (USA) tätig, wird künftig das Garmischer Institut für Atmosphärische Umweltforschung leiten. Ergänzt wird die personelle Verknüpfung zwischen der TUM und der Garmischer Forschungsstation durch Prof. Annette Menzel, Inhaberin der Professur für Ökoklimatologie am Wissenschaftszentrum Weihenstephan und Mitautorin des vierten Weltklimaberichts IPCC.

Die Garmischer Forschungsstation bietet aufgrund ihrer Lage ideale Voraussetzungen für die medizinische Forschung, insbesondere die Allergieforschung. Deshalb wird auch die Fakultät für Medizin der TUM an Forschungsarbeiten auf der Zugspitze beteiligt sein. Ein Forscherteam unter Leitung von Prof. Johannes Ring, Leiter der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, wird den Einfluss des Hochgebirgsklimas auf Allergien und Umwelterkrankungen unter verschiedenen Aspekten untersuchen. Für dieses Projekt konnten zudem Prof. Heidrun Behrendt, Leiterin des TUM-Zentrums Allergie und Umwelt (ZAUM), sowie Prof. Annette Menzel gewonnen werden.

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Workshop in Göttingen: Wasserkreislauf und Waldmanagement

Marietta Fuhrmann-Koch, Presse- und Informationsbüro
Georg-August-Universität Göttingen
12.10.2007

Gemeinsames Forschungsprojekt von Wissenschaftlern aus 24 Ländern
Mit Waldmanagement und Wasserkreislauf befassen sich Experten aus 24 Ländern im Rahmen eines Workshops, zu dem das Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen am 15. und 16. Oktober 2007 einlädt. Dabei geht es unter anderem um die Wasserversorgung von Wäldern unter extremer Trockenheit, die Kontrolle von Überflutungen sowie die zunehmende Waldbrandgefahr. Die Wissenschaftler arbeiten im Rahmen des Forschungsvorhabens Forest Management and the Water Cycle (FORMAN) gemeinsam an Lösungen für regional sehr unterschiedliche Probleme im Ökosystem Wald. Das Projekt wird vom Göttinger Forschungszentrum Waldökosysteme koordiniert und von der Europäischen Union (EU) gefördert.

Pressemitteilung
Göttingen, 12. Oktober 2007 / Nr. 269/2007

Workshop in Göttingen: Wasserkreislauf und Waldmanagement
Gemeinsames Forschungsprojekt von Wissenschaftlern aus 24 Ländern

(pug) Mit Waldmanagement und Wasserkreislauf befassen sich Experten aus 24 Ländern im Rahmen eines Workshops, zu dem das Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen am 15. und 16. Oktober 2007 einlädt. Dabei geht es unter anderem um die Wasserversorgung von Wäldern unter extremer Trockenheit, die Kontrolle von Überflutungen sowie die zunehmende Waldbrandgefahr. Die Wissenschaftler arbeiten im Rahmen des Forschungsvorhabens Forest Management and the Water Cycle (FORMAN) gemeinsam an Lösungen für regional sehr unterschiedliche Probleme im Ökosystem Wald. Das Projekt wird vom Göttinger Forschungszentrum Waldökosysteme koordiniert und von der Europäischen Union (EU) gefördert.

„Der Wald hat wichtige Ökosystem-Funktionen als Wasserregulator und -speicher. Im Rahmen des Projekts untersuchen wir die Wechselwirkungen zwischen Wald und Wasser. Dabei gibt es in den Ländern und Regionen Europas sehr unterschiedliche Problemstellungen, die durch globale Klimaveränderungen und extreme Wettersituationen verschärft werden können. Aus den Ergebnissen unserer wissenschaftlichen Untersuchungen wollen wir Richtlinien zur Verbesserung des Waldmanagements in Europa ableiten“, erläutert Prof. Dr. Michael Bredemeier vom Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen. Das FORMAN-Projekt ist in diesem Jahr gestartet und auf vier Jahre angelegt. Die EU stellt die Fördermittel aus dem Programm Cooperation in Science and Technology (COST) zur Verfügung. Beteiligt sind unter anderem Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, aus Zypern, Frankreich, Belgien, Griechenland und Spanien, aus osteuropäischen Ländern und Skandinavien sowie aus Israel. Die Experten treffen sich in Göttingen zu ihrem ersten Workshop.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Michael Bredemeier
Georg-August-Universität Göttingen
Forschungszentrum Waldökosysteme
Büsgenweg 2, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-9840, Fax (0551) 39-9762
e-mail: mbredem@gwdg.de
Weitere Informationen:
http://www.gwdg.de/~fzw/

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40 Prozent mehr 55- bis 64-Jährige im Jahr 2020: Noch zu wenig betriebliche Maßnahmen für Ältere

Wolfgang Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
11.10.2007

Sich auf ältere Belegschaften einzustellen, ist die größte Herausforderung für die Betriebe in den nächsten 15 Jahren. Betriebliche Maßnahmen für ältere Beschäftigte sind aber noch eher selten, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Ihre Verbreitung hat zwischen 2002 und 2006 sogar leicht abgenommen: Der Anteil der Betriebe mit Maßnahmen für Ältere ist zwischen 2002 und 2006 von 19 auf 17 Prozent zurückgegangen.
Die Zahl der 55- bis 64-Jährigen wird bis 2020 um rund 40 Prozent zunehmen. Ein genereller Arbeitskräftemangel ist bis dahin nicht zu erwarten: Das Angebot an Arbeitskräften wird allenfalls leicht abnehmen. Erst nach 2020 wird ein spürbarer Rückgang der Bevölkerung und damit auch des Arbeitsangebots einsetzen, berichten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

Viele Betriebe tun noch zu wenig

Um die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, müssten die Unternehmen bereits heute verstärkt in betriebliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Weiterbildung und Motivation investieren. Aus dem IAB-Betriebspanel – einer jährlichen Befragung von 16.000 Betrieben und Verwaltungen – geht jedoch hervor, dass sich viele Betriebe derzeit noch zu wenig auf die neue Situation am Arbeitsmarkt einstellen. „Es stellt sich die Frage, ob die bisher dominierende Methode der Aufklärungskampagnen wirklich erfolgreich war“, schreiben die Autoren der IAB-Studie.

Wenig Gesundheitsvorsorge

Von den befragten Unternehmen gab nur ein Fünftel an, Gesundheitsprävention jenseits der gesetzlichen Mindestnormen zu praktizieren. Und auch bei diesem Fünftel bestanden die Maßnahmen in erster Linie aus Krankenstandsanalysen und Mitarbeitergesprächen.

Kaum Weiterbildung für Ältere

Nur 26 Prozent aller Beschäftigten wurden 2005 bei Weiterbildungsmaßnahmen von ihren Unternehmen unterstützt. „Erschwerend ist zudem, dass nur wenige Betriebe Ältere in Weiterbildungsaktivitäten einbeziehen oder spezifische Weiterbildungsmaßnahmen für Ältere fördern – und ihr Anteil sinkt“, merken die Arbeitsmarktforscher dazu an.

Nur zehn Prozent Ältere bei den Einstellungen

Nur zehn Prozent der im ersten Halbjahr 2006 eingestellten Personen waren älter als 50 Jahre. Damit waren sie bei den Neueinstellungen deutlich unterrepräsentiert: Laut Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit lag ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mehr als doppelt so hoch. Zum Teil ist dieses Ungleichgewicht aber auch darauf zurückzuführen, dass den Betrieben gar keine Bewerbungen Älterer vorliegen. „Diese rechnen sich entweder keine Chancen aus oder sie haben sich bereits vom Arbeitsleben verabschiedet“, so die IAB-Studie.

Der IAB-Kurzbericht „Demographischer Wandel: Die Betriebe müssen sich auf alternde Belegschaften einstellen“ kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb2107.pdf abgerufen werden.

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