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Neues von den Tarifparteien April 2008

Die Themen im Überblick:

April 2008 
18.04.2008  76,5 Prozent Zustimmung zum Tarifergebnis öffentlicher Dienst 
07.04.2008 ver.di fordert Erhöhung der Bezahlung für Bundesbeamte 
03.04.2008  Drohungen der Arbeitgeber zum Tarifergebnis kritisiert 

 


76,5 Prozent Zustimmung zum Tarifergebnis öffentlicher Dienst

18.04.2008

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat eine Befragung ihrer Mitglieder unter den Beschäftigten des Bundes und der Kommunen zum Ergebnis der diesjährigen Tarifrunde im öffentlichen Dienst durchgeführt.

An dieser Befragung haben sich rund 189.000 ver.di-Mitglieder beteiligt. Davon haben rund 145.000 für den Tarifabschluss gestimmt. Das entspricht einer Zustimmung von 76,5 Prozent.

„Das ist insgesamt ein Erfolg für ver.di“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Es sei unter den ver.di-Mitgliedern als überaus positiv bewertet worden, dass sie in einer solchen Mitgliederbefragung ihre Meinung zu dem Ergebnis äußern konnten. „Die große Zustimmung zeigt, dass sich das Tarifergebnis sehen lassen kann“, so Bsirske. Auf Kritik gestoßen sei allerdings die Erhöhung der Arbeitszeit.

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
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Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
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ver.di fordert Erhöhung der Bezahlung für Bundesbeamte

07.04.2008

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unterstreicht ihre Forderung nach einer schnellen Umsetzung des Tarifergebnisses für den öffentlichen Dienst auf die Beamtinnen, Beamten und Pensionäre des Bundes. Der Sockelbetrag in Höhe von 50 Euro, die Erhöhung der Entgelte um 3,1 Prozent am 1. Januar 2008 bzw. 2,8 Prozent am 1. Januar 2009 und die Einmalzahlung von 225 Euro seien zeit- und inhaltsgleich zu übertragen.

Das erklärte ver.di anlässlich der heute stattfindenden Anhörung des Bundestagsinnenausschusses zum Entwurf eines Dienstrechtsneuordnungsgesetzes.

Hierin sei die Bezahlung enger an die ausgeübte Tätigkeit zu koppeln. Zudem müssten Qualifizierungsrechte für Beamte erweitert werden. Um die Mobilität zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst zu erhöhen, fordert ver.di eine Mitnahme der Altersversorgung beim Arbeitsplatzwechsel.
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Drohungen der Arbeitgeber zum Tarifergebnis kritisiert

ver.di startet Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis im öffentlichen Dienst

„Leicht durchschaubaren Populismus“ nannte die ver.di Landeschefin Leni Breymaier die Ankündigungen einiger Kommunen, das Tarifergebnis vom Montag nur mit Personalabbau und Gebührenerhöhungen finanzieren zu können.
Die meisten Kommunen hätten eine Erhöhung von drei Prozent geplant. „Dass es jetzt mehr geworden ist führt zu Umschichtungen, sprengt aber keinen Haushalt“, so Breymaier, schließlich sei dies die erste tabellenwirksame Tariferhöhung seit vier Jahren.

Der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Baden-Württemberg (KAV) Hermann Gebert bezifferte die Mehrkosten für die Kommunen im Land mit 1 Mrd. Euro. „Allein 2007 betrugen die Mehreinnahmen im Land 2,9 Mrd. Euro“, so Dagmar Schorsch-Brandt von ver.di. „Da bleiben auch mit diesem Tarifergebnis noch zwei Drittel der Mehreinnahmen für Investitionen und Entschuldung übrig.“

Am Donnerstag startete ver.di eine Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis. In allen Bereichen des öffentlichen Dienstes werden die Mitglieder von ver.di in geheimen Abstimmungen befragt. „Das Ergebnis von Potsdam war nur möglich durch die breite Unterstützung in den Warnstreiks“, so Leni Breymaier. „Mit der Mitgliederbefragung wollen wir den neuen Tarifvertrag breit diskutieren und unsere Mitgliedschaft einbinden.“

Bei ver.di ist man auf das Ergebnis der Befragung gespannt. Die Stimmung sei überwiegend gut. In den Bereichen mit tatsächlicher Verlängerung der Arbeitszeit sind die Diskussionen lebhaft. „Hier müssen die Chancen, die das Ergebnis bietet, offensiv genutzt werden“, so Breymaier.

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V.i.S.d.P.: Ralf Berchtold
Landespressesprecher
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