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Meldungen der DWA Januar bis März 2007

Januar 2007 Februar 2007 März 2007
  – Workshop des Fachausschusse KA-1 und seiner Arbeitsgruppen – Leichtflüssigkeitsabscheider mit Fehlern
  – Gebührenentwicklung bei Abwasser und Abfall  – Urteil: Die Abwassersatzung und der Kontrollschacht
  – DWA-Preise vergeben  – Neue DWA- Arbeitsgruppe sucht Experten
  – Mitarbeit erwünscht im Fachausschuss “ Biogas “  – Abwasserteiche mit großer Akzeptanz
    – DWA -Stellungnahme zu geplanter Klärschlammverordnung
    – DWA veröffentlicht Jahrbuch

Februar 2007

 


Mitarbeit erwünscht im Fachausschuss “ Biogas “ 

Der Fachausschuss AK-8 bearbeitet technische Fragen beim Umgang mit Biogasen, er beschränkt sich bei seinen Arbeiten nicht auf einen bestimmten Anwendungsbereich, sondern sieht es als erforderlich an, dass Wasser- Abfall – und landwirtschaftliche Biogasanlageanlagen weitgehend integral betrachtet werden. Der Mitgliederkreis soll kompetent in erweitert werden, neben Kenntnissen der angewandten Techniken soll auch Interesse für die im Zusammenhang stehenden rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte bestehen.

Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, wird gebeten sich bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle oder per E-Mail bei reifenstuhl@dwa.de zu melden.

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DWA-Preise vergeben

Die DWA hat erstmals einen Gewässerentwicklungspreis vergeben, Gewinner ist der  „Isar-Plan “ des Freistaates Bayern. Weiterhin wurden zwei Belobigungen ausgesprochen. Einmal für die naturnahe Gewässerentwicklung der Losse und des Wahlebachs in Kassel, sowie die Freilegung des Soestbachs und seiner Quellen in Soest. Der neue Preis wird für herausragende und vorbildlich durchgeführte Maßnahmen

zur Erhaltung oder zur naturnahen Gestaltung urbaner Gewässer vergeben.

Der Isar-Plan gibt dem lange einbetonierten Fluss sein Kiesbett und seinen naturnahen Verlauf zurück. Unter dem Motto “ Neues Leben für die Isar “ wurde das Projekt der Renaturierung vorangetrieben, derzeit sind sechs der acht Kilometer renaturiert, das letzte Teilstück soll bis 2010 fertig gestellt sein.

Unter www.neues-leben-fuer-die-Isar.de findet man ausführliche Informationen.

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Gebührenentwicklung bei Abwasser und Abfall 

Die KA Abwasser Abfall berichtet in ihrer Februarausgabe von einer Prognose des Deutschen Städte und Gemeindebundes zu Gebührenentwicklung. Konstante Gebührenentwicklung der vergangenen Jahre sprechen für stabile Preise. So seien in den Jahren 2005 und 2006 die Gebühren für die Abwasserentsorgung durchschnittlich nur um 1,5% gestiegen. Die einwohnerspezifische Jahresbelastung bei der Abwasserentsorgung beträgt im Mittel ca. 130,- EURO, etwa 35 Cent pro Tag und Einwohner. Bei den Abfallgebühren geht der Städte und Gemeindebund für einen Vierpersonenhaushalt von einer durchschnittlichen Belastung von 150 bis 230 EURO pro Jahr aus. Als „tickende Zeitbombe“ wird die demographische Entwicklung- sprich der Bevölkerungsrückgang- und deren Auswirkungen auf die Gebührenentwicklung, bezeichnet.

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Workshop des Fachausschusses KA-1 und seiner Arbeitsgruppen

Der Ausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme“ wurde im November 2004 gegründet. Auf einem Workshop im November in Weimar stellten rund 40 Fachleute die Ergebnisse vor, die inzwischen erarbeitet wurden.
Der Referent Martin Oldenburg befasste sich zunächst mit den als Grundlage für die weitere Arbeit anzusehenden juristischen Begriffsbestimmungen für die Neuartigen Sanitätssysteme (NASS). Er erläuterte die verschiedenen Definition für den Begriff “ Abwasser „, wie sie im Wasserhaushaltsgesetz, im Abwasserabgabengesetz, in den Landeswassergesetzen oder der Europäischen Kommunalabwasserrichtlinie enthalten sind. Allen Abwasserbegriffen ist gemeinsam, dass sie einen “ subjektiven Entledigungswillen “ sowie ein “ objektives Entledigungsbedürfnis “ voraussetzen. Nur beim Vorliegen dieser Begriffsmerkmale liegt ein Abwasser im Rechtssinne vor. Interessant und wichtig waren die anschließend vorgestellten Begriffsdefinitionen der NASS. Danach werden die Abwasserteilströme in Urin/Gelbwasser, Fäkalien/Schwarzwasser sowie schwach belastetes und höherer belastetes Grauwasser unterschieden.
Arnold Schäfer stellte einen Statusbericht der Arbeitsgruppe KA-1.5 vor. Hier geht es um die prinzipielle Darstellung der verschiedenen Systeme. Ein weiterer Vortrag behandelt die Möglichkeiten der Erfassung, des Transports und der Behandlung von Schwarz-, Gelb- und Braunwasser. Weiter wird berichtet über die Erfassung, Ableitung, Behandlung und Nutzung von Grau- und Regenwasser. Die AG-KA-1.3 stellt als wichtiges Ergebnis der Arbeitsgruppe ein in Bearbeitung befindliches Datenblatt für Dünger aus neuartigen Sanitärsystemen vor.
Den ausführlichen Bericht findet man in der Februarausgabe der KA Abfall Wasser.

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März 2007

Leichtflüssigkeitsabscheider mit Fehlern

In der Märzausgabe 2007 der KA Abwasser Abfall berichten A Kotowski und H.Szewczyk von der Technischen Universität Wroclaw/ Polen über ihre hydraulischen Berechnungen von Leichtflüssigkeitsabscheidern. Es wurde ein mathematisches Modell und hydraulisches Schema des Abwasserflusses durch einen Leichtflüssigkeitsabscheider entwickelt. An drei Abscheidern, die am Markt sind, wurden konstruktionsbedingte Fehler entdeckt. Gleichzeitig wurden deshalb Verbesserungsvorschläge gemacht, um die Produkte den gesetzlichen Anforderungen entsprechend zu verbessern. 

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Urteil: Die Abwassersatzung und der Kontrollschacht

Die KA Abwasser Abfall berichtet in ihrer Märzausgabe 2007/ Seite 299 von einem Grundsatzurteil des Oberverwaltungsgerichts Münster.
In einem Rechtsstreit stellte sich die Frage, ob jedes an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossene Grundstück über einen im Freien befindlichen Kontrollschacht verfügen muss. Rechtsanwalt Reinhard Piens/ Essen berichtet ausführlich über das Urteil.

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Neue DWA- Arbeitsgruppe sucht Experten

“ Wirkungen und Folgen des Anbaus und der Nutzung nach wachsender Rohstoffe auf Böden und Grundwasser “ (NAWARO) so lautet der Name für die sich konstituierende Arbeitsgruppe. Aufgabe sei, die Dynamik und Entwicklung der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zu beobachten und zu erfassen, die stofflichen und strukturellen Einwirkungen auf die Böden und das Grundwasser zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zu empfehlen. Wichtig sei auch die Beobachtung der Nährstoffkreisläufe im Umfeld von Biomasse-Erzeugung und Biogasanlagen.

Neben  den energiepolitisch vorteilhaften Aspekten dieses landwirtschaftlichen Produktionszweiges stellen sich mit dem intensiven Anbau von Energiepflanzen als nachwachsender Rohstoffe auch die Fragen  des Boden und Gewässerschutzes.

Die fachliche Koordination der neuen Arbeitsgruppe liegt beim Obmann Fachausschuss GB 6, es werden Experten aus der Land- und Wasserwirtschaft, dem Bereich der Betreiber von NAWARO- Anlagen und Verwerter von Gärrückständen gesucht.

Kontakt über die DWA- Bundesgeschäftsstelle, Herr Dirk Barion  oder per E-Mail an barion@dwa.de

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Abwasserteiche mit großer Akzeptanz

Die Autorinnen G.Beneke und N.Sauerland berichten in der Märzausgabe der KA Abwasser Abfall, dass in einem Ortsteil von Salzgitter die Abwasserreinigung in Teichen, die in einem Betriebsgelände mit parkartigem Charakter eingebettet sind, erfolgt. In einer interdisziplinären Studie wurden die Möglichkeiten zur Ertüchtigung der Reinigungseinrichtungen sowie der freiräumlichen Potenziale der Teichanlage geprüft. Eine andere Frage war die Einstellung der Bürger zu einer eventuellen Beibehaltung oder Stilllegung der Abwasserteiche.

In ihrem Fazit wird berichtet, dass an einer der Bevölkerung häufig unterstellten Nichtakzeptanz von dezentralen Abwasserlösungen nichts daran ist. Die Sichtweise der Bürger ist insofern interessant, da ihre Abwasserteiche weder auf Betreiben von Vertretern der Ökoszene noch auf einen finanziell motivierten Widerstand der Bewohner gegen einen Anschluss an das städtische Kanalnetz zurückzuführen ist. Dies kann als Ermutigung für zukünftige Entscheidungen – vorhandene Teichanlagen bestehen zu lassen, zu optimieren oder sich zum Beispiel für bepflanzte Bodenfilter zu engagieren- gesehen werden.

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DWA -Stellungnahme zu geplanter Klärschlammverordnung

Auf Einladung des Bundesumweltministeriums diskutierten im Dezember 2006 ca. 200 Experten Ziele und Inhalte der Novelle. Das Bundesumweltministerium forderte alle Parteien auf bis Januar 2007 schriftlich zu den Eckpunkten Stellung zu nehmen. Unter Federführung des Hauptausschusses “ Abfall / Klärschlamm“ hat die DWA Stellung genommen. Nachfolgend einige Zitate der Stellungnahme der DWA:

Schadstoffgrenzwerte

„Die DWA bedauert, dass mit den vorgelegten Eckpunkten Klärschlamm wieder sektoral betrachtet wird, und damit eine integrale Bewertung aller Düngemittel nicht vollzogen wird.“

Schwermetallgrenzwerte

„Die DWA sieht die vorgeschlagenen  Schwermetallgrenzwerte mit dem Ziel der Ressourcenschonung nicht im Einklang. Sie bittet das BMU, bei der Abwägung der Verhältnismäßigkeit der Grenzwerte die ausgeführten Praxisaspekte zu berücksichtigen.“

„Die resultierenden Grenzwerte sind auf diese Weise nachvollziehbar und basieren auf den in der Fachwelt – als auch in der Politik- mit breitem Konsens getragenen Anforderungen der Bio Abfallverordnung.“

Weiterhin wird Stellung genommen zu Grenzwerten für organische Schadstoffe wie Dioxine, DEHP, Organozinnverbindungen und Polyzyklische Moschusverbindungen.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass der vorgesehene Aspekt der Hygiene noch nicht hinreichend genau zu beurteilen ist. Das BMU wird gebeten, zukünftige Hygieneanforderungen zu berücksichtigen. So ergab eine Klärschlammumfrage, dass maximal 10 Prozent des landwirtschaftlich verwerten Schlamms auch hygienisiert  wird.

Zitat:

„Die DWA sieht da hier ein Vorgehen, das für konventionell stabilisierte Schlämme den Einsatz im Ackerbau unter strengeren Vorgaben zur Einarbeitung weiterhin ermöglicht und bei dem für hygienisierte Schlämme die Anwendungsbereiche über Landwirtschaft und Gartenbau hinaus geöffnet werden, als angemessen an.“

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DWA veröffentlicht Jahrbuch

Die Beständigkeit des Wandels

Hennef, 27. März 2007 – Soeben erschienen ist das Jahrbuch 2007 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA). Die informativ gestaltete Broschüre enthält auf über 100 Seiten unter anderem den Tätigkeitsbericht 2006 sowie viele weitere wissenswerte Fakten über die rund 14 000 Mitglieder zählende Vereinigung.
 
Aus der Praxis für die Praxis

 
Unter dem Motto „Die Beständigkeit des Wandels“ führen der DWA-Präsident Otto Schaaf und der DWA-Geschäftsführer Johannes Lohaus die Leser des Jahrbuchs in die Arbeit der auf diesem Gebiet mitgliederstärksten Vereinigung in Europa ein. Es wird eine positive Bilanz gezogen über die elfjährige Präsidentschaft von Hermann H. Hahn sowie ein Blick auf die kommenden Aufgabenfelder der Vereinigung geworfen. Hier sind vor allem die Bereiche Klimawandel und erneuerbare Energien sowie die demografische Entwicklung zu nennen. Das Fazit für die Zukunft der Vereinigung ist ebenso einfach wie prägnant: „Aus der Praxis für die Praxis wird bei allem Wandel der Grundsatz der DWA-Arbeit bleiben.“

Inhalte des DWA-Jahrbuchs  

Erfolgreich durch das Jahr:

  • aus der Bundesgeschäftstelle,
  • Berichte aus den sieben DWA-Landesverbänden,
  • Berichte aus den DWA-Fachgremien der Bereiche Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall,
  • Zahlen und Fakten unter anderem zu Finanzen, Mitgliederentwicklung, Zertifizierung und Ökobilanz
    einschließlich eines Überblicks über das DWA-Regelwerk,
  • Übersichten zu den Organen und Ansprechpartnern der DWA in der Bundesgeschäftsstelle und den Landesverbänden sowie
  • eine Übersicht über die personelle Zusammensetzung der ehrenamtlichen Fachgremien. 

Weitere Informationen / Bestellung
 
Das DWA-Jahrbuch wird an interessierte Mitglieder der Vereinigung verschickt. Alle weiteren Interessenten können das Jahrbuch von der DWA-Homepage (www.dwa.de ), Rubrik „Wir über uns“,  herunterladen bzw. kostenlos ein Exemplar bei der Bundesgeschäftstelle in Hennef bestellen:
 
DWA-Bundesgeschäftstelle
Kundenzentrum
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. (0 22 42) 872-333, Fax 872-100
E-Mail: kundenzentrum@dwa.de

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