Samstag, Oktober 24, 2020
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Meldungen Arbeitssicherheit Oktober

Die Themen im Überblick:

Oktober 2007 
Hautpflege nach wie vor Stiefkind der Männer  
Deutscher Arbeitsschutzpreis 2007 für drehbare Fahrerkabine  
Richtiges Heben und Tragen entlastet den Rücken  
Europäische Woche zu Muskel-Skelett-Erkrankungen
Krisenfeste Berufe 
Fusion zur „Gesetzlichen Unfallversicherung“
2 Neue Schutzmaske gegen Gase und Dämpfe
1 Neue Broschüre: Arbeitsschutzkonzept für abwassertechnische Anlagen  

 


Hautpflege nach wie vor Stiefkind der Männer

Fehlzeiten wegen Hauterkrankungen bei männlichen Mitarbeitern häufiger

Wenn es um die eigene Haut geht, sind Männer nach wie vor „raue Kerle“. Hautpflege und Hautschutz bleiben Frauendomänen. Das zeigt das Ergebnis einer Umfrage der Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Unfall- und Krankenversicherung, bei der über 2000 Männer und Frauen zum Thema Haut befragt wurden.
Demnach hält gut ein Viertel aller befragten Frauen ihre Haut im Vergleich zur Gesamtbevölkerung für überdurchschnittlich empfindlich – bei den Männern sagen dies hingegen nur rund vierzehn Prozent der Befragten. Die meisten männlichen Umfrageteilnehmer halten ihre Haut für normal empfindlich (55,8 %). Und dies obwohl gut ein Drittel der Männer (Frauen 45 %) angibt, schon einmal unter Hautbeschwerden gelitten zu haben. Zudem erklären sogar mehr Männer als Frauen, dass ihre Haut „fast immer“ oder „oft“ beruflich oder privat UV-Strahlung oder mechanischen Belastungen (20,1 % Männer / 6,8 % Frauen) ausgesetzt ist. Diese Angaben werden auch von der aktuellen Krankheitsstatistik untermauert: Mit knapp 24 Tagen je 100 Pflichtmitglieder der BKK waren Männer im Jahr 2006 deutlich länger wegen Hautproblemen krank geschrieben als Frauen mit 14 Krankheitstagen.

Vor allem hinsichtlich des Pflegeverhaltens zeigen sich zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht große Unterschiede: Zur Nutzung von Creme bzw. Lotion nach dem Duschen und Baden sagen drei Viertel der Frauen (74,1 %), dass sie dies „fast immer“ oder „oft“ tun, jedoch tut dies nach eigenen Angaben nur rund ein Drittel der Männer (33,6 %). Handcreme nach dem Händewaschen nutzen 77,7 Prozent der Frauen, aber nur 45,1 Prozent der Männer. Lediglich bei der Nutzung von Handschuhen als Hautschutz zeigt sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern (Frauen 35,7 % / Männer 40,5 %) – nicht zuletzt, da die Anwendung zumeist in den beruflichen Bereich fällt und hier betriebliche Aufklärung und Prävention greifen.

DGUV – Pressestelle
Albrechtstraße 10c
10117 Berlin

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Deutscher Arbeitsschutzpreis 2007 für drehbare Fahrerkabine

DGUV-Vorstandsvorsitzender Wolff: Vorbild für alle, die Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verbessern wollen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat heute in Düsseldorf den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2007 verliehen. Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt die Jungheinrich AG. Das Hamburger Unternehmen hat einen Gabelstapler mit einer um 180 Grad drehbaren Fahrerkabine entwickelt und auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug ermöglicht Rückwärtsfahren ohne Verdrehen von Oberkörper und Halswirbel. Das trägt zum einen zum Schutz der Gesundheit des Fahrers bei. Zum anderen sinkt das Risiko von Unfällen, denn der Fahrer hat nun unabhängig von der Fahrtrichtung eine uneingeschränkte Sicht.

Insgesamt hatten sich 59 Unternehmen aus ganz Deutschland um den Preis beworben. DGUV-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Wolff sagte anlässlich der Preisverleihung: „Mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis wollen wir positive Praxisbeispiele betrieblicher Prävention bekannt machen. Die ausgezeichneten Betriebe sind Vorbilder für alle, die Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verbessern und dabei auch wirtschaftlicher arbeiten wollen“.

Vier weitere Unternehmen erhielten Preise, die mit je 5.000 Euro dotiert sind. Den Preis in der Kategorie „Sicherheitstechnik / Praxislösungen“ erhielt die Eurogate Container Terminal Bremerhaven GmbH. Das Unternehmen hat ein Anbaugerät für Gabelstapler entwickelt, das das Verladen langer Rohre oder Baumstämme in Container erheblich vereinfacht. Beschäftigte müssen sich dank der neuen Technologie nicht mehr im Gefahrenbereich aufhalten.

Preisträger in der Kategorie „Gesundheitsschutz“ wurde die Firma Naturstein Strickmann GmbH & Co. aus Ahlen. Das Unternehmen hat bei der Oberflächenversiegelung von Natursteinplatten die Belastung durch Lösungsmittel minimiert. Bisher wurden hierbei handelsübliche Mittel verwendet, die zumeist aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten. Der Einsatz von Nanotechnologie macht diese gesundheitsgefährdenden Lösemittel bei dieser Tätigkeit überflüssig.

In der Kategorie „Ergonomie“ wurde Guido Einemann aus Hude-Lintel ausgezeichnet. Einemann hat einen flexibel einsetzbaren Montagetisch für Tischlereien entwickelt. Der Tisch verfügt über unterschiedlich große Arbeitsflächen, flexible Spannmöglichkeiten, integrierte Strom- und Druckluftanschlüsse und einen Anschluss für eine Absaugeinrichtung. Beschäftigte können an diesem Tisch Möbelteile und Innenausbauelemente leichter montieren. Die Arbeit wird dadurch weniger belastend und erheblich sicherer.

Der Preis in der Kategorie „Organisation/Motivation“ wurde an die Firma GKN Driveline Deutschland GmbH verliehen. In diesem Unternehmen wurde eine Roadshow zur Arbeitssicherheit entwickelt. Beschäftigte des Unternehmens haben insgesamt zehn Schulungsexponate gebaut, an denen sich Gefahren plastisch darstellen und erklären lassen. Unfallrisiken lassen sich eigenverantwortlich oder mit Hilfe einer Moderation erarbeiten. Die Modelle sprechen alle Sinne an und stellen Gefahren und Unfallfolgen realistisch dar. Die Ausstellung spricht in erster Linie junge Menschen und Berufsneulinge an, die für solche Gefahren in der Regel wenig sensibilisiert sind. Die Modelle sind als Wanderausstellung konzipiert und touren durch alle der Organisation zugehörigen GKN-Werke.

Der nächste Deutsche Arbeitsschutzpreis wird voraussichtlich 2009 verliehen. Bund, Länder und Unfallversicherungsträger werden den Preis zukünftig gemeinsam verleihen und ihn in den Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie stellen.

DGUV – Pressestelle
Albrechtstraße 10c
10117 Berlin

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Richtiges Heben und Tragen entlastet den Rücken

Gesetzliche Unfallversicherung gibt zur Europäischen Woche 2007 Tipps zum richtigen Umgang mit schweren Lasten

24.10.2007

Wer schwere Lasten bei der Arbeit richtig hebt und trägt, kann damit sein Risiko vermindern, an Gesundheitsschäden wie Rücken- oder Gelenkleiden zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) anlässlich der Europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vom 22. bis 26. Oktober 2007 hin. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) am Arbeitsplatz.

„Die Ursachen von MSE sind vielfältig“, sagt Dr. Rolf Ellegast, Experte für Muskel-Skelett-Erkrankungen am Institut für Arbeitsschutz in Sankt Augustin. „Sie werden durch seelische und körperliche Faktoren beeinflusst, die sowohl am Arbeitsplatz als auch im Privatleben ihren Ursprung haben. Ein Beispiel dafür ist das wiederholte Bewegen schwerer Lasten.“ Fehlbelastungen machen sich dabei oft erst nach Jahren, wenn nicht nach Jahrzehnten bemerkbar. Folgende Tipps helfen, Überbeanspruchungen und damit Gesundheitsrisiken zu vermeiden:

  • Schwere Lasten vermeiden: Die eigene Kraft nicht überschätzen und die Lasten lieber aufteilen und in mehreren Teilen transportieren. Nicht teilbare schwere Lasten zu zweit tragen.
  • Hilfsmittel verwenden: Wann immer es möglich ist, sollten Hilfsmittel wie hydraulische Hebehilfen, Tragegurte, Tischwagen oder Hubkarren zum Transportieren schwerer Lasten genutzt werden.
  • Richtige Körperhaltungen beachten:
    • Beim Heben von Lasten: Befindet sich die Last auf dem Boden, in die Hocke gehen, Rücken gerade halten, beide Arme ansetzen, Bauch einziehen, Rückenmuskeln anspannen und gleichzeitig aus den Beinen und dem Oberkörper die Last anheben. Lasten nie ruckartig heben.
    • Beim Tragen von Lasten: Die Last auf Bauchhöhe bringen und eng an den Körper ziehen. Beide Körperseiten gleichmäßig belasten. Während des Tragens Schultern unten lassen, Bauch einziehen und nicht zu weit nach hinten lehnen.
  • Körperliche Fitness: Nicht zuletzt spielt auch die Fitness eine große Rolle bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung fördern die Gesundheit und Fitness des Körpers.

DGUV – Pressestelle   

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Europäische Woche zu Muskel-Skelett-Erkrankungen

„Pack’s leichter an“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Arbeitsschutzinstitutionen in ganz Europa werben dafür, am Arbeitsplatz mehr für die Prävention von MSE zu tun.
Auch die gesetzliche Unfallversicherung bietet Unternehmen hierzu Präventionsleistungen wie Beratung und Information – so zum Beispiel die aktuelle BG-Information BGI 7011: „Gesunder Rücken – Gesunde Gelenke: Noch Fragen?“ Die Broschüre richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen und kann unter www.arbeitssicherheit.de kostenlos heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten der DGUV zur Europäischen Woche finden Sie hier.

DGUV – Pressestelle  

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Krisenfeste Berufe

Das Projekt “ Umwelt schafft Perspektiven “ des Bundesumweltministeriums sieht die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsplätze bis 2009 vor. Eine gemeinsame Ausbildungsinitiative von Ministerien, Unternehmen aus dem Umweltschutzbereich und der DWA will Jugendliche mit Interesse an Technik und Computern, naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, handwerklichen Tätigkeiten und Umweltschutz für einen der vier Umwelttechnischen Ausbildungsberufe begeistern.

Die Arbeit ist krisenfesten und bietet die Möglichkeit der beruflichen Fortbildung zum Meister oder Techniker, auch das Arbeiten im Ausland ist über eine Entwicklungszusammenarbeit möglich. Mehr als 1,5 Millionen Beschäftigte arbeiten in Deutschland in der Umweltbranche.

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Fusion zur „Gesetzlichen Unfallversicherung“

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen haben beschlossen, zum 1. Juli 2007 einen gemeinsamen Spitzenverband für die gesetzliche Unfallversicherung zu schaffen. Der neue Verband soll den Namen „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ tragen.
Die Mitglieder des neuen Verbandes sichern rund 70 Millionen Menschen in Deutschland gegen die Folgen von Berufskrankheiten, Arbeits- und Wegeunfällen ab. Gleichzeitig werden rund 3,7 Millionen Unternehmen und Einrichtungen von der Haftung für eben diese Folgen freigestellt.

Parallel dazu soll auch die Zahl der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften weiter sinken.
Die Berufsgenossenschaften soll sich von derzeit noch 26 auf 9 im Jahr 2012 verringern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Website des Hauptverbandes der Gewerblichen Berufsgenossenschaften unter http://www.hvbg.de/.

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Neue Schutzmaske gegen Gase und Dämpfe

Dräger Safety stellt die neuen Halbmasken Xplore 4700 vor, sie bieten dazu eine breite Filterpalette, die gegen Gase, Dämpfe und Partikel schützen. Die Kombination aus weichem Maskenkörper aus TPE oder Silikon und Hardbody sorgen für gute Passgenauigkeit und hohen Dichtsatz. Durch Öffnen des Nackenverschlusses kann die Maske abgenommen werden, ohne den Sicherheitshelm absetzen zu müssen.
Weitere Informationen unter www.draeger.com

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Neue Broschüre: Arbeitsschutzkonzept für abwassertechnische Anlagen

Als Führungskraft im Abwasserbereich tragen Sie Verantwortung für die
Sicherheit und den Gesundheitsschutz Ihrer Mitarbeiter. Die Broschüre
gibt Ihnen hierzu Hinweise und Hilfestellungen, um den Aufgaben und
Pflichten des Arbeitsschutzes nachzukommen. Hierzu wird ein
Arbeitsschutzkonzept für abwassertechnische Anlagen vorgestellt, nach welchem sich die
Forderungen aus dem Arbeitsschutzgesetz mit den dazugehörigen
Verordnungen, den Unfallverhütungsvorschriften und den Regeln für Sicherheit und
Gesundheitsschutz praxisgerecht umsetzen lassen.

Die beispielhafte Gliederung des Konzeptes mit Erläuterungen ermöglicht
die Übertragung auf die unterschiedlichsten Abwasserbetriebe. Dem
Konzept liegt der Standard zur Organisation des Arbeitsschutzes in
Abwasserbetrieben nach dem Merkblatt „Anforderungen an die Qualifikation und
die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen (DWA – M 1000)“
zugrunde, welcher für eine Bestätigung nach dem Technischen
Sicherheitsmanagement (TSM) Voraussetzung ist.

Preis: EUR 10,00 – zzgl. Versandkosten.

Bestellung über die Homepage des DWA LV Baden-Württemberg

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