Dienstag, Oktober 27, 2020
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Meldungen Arbeitsicherheit Mai 2008

Die Themen im Überblick:

Mai 2008 
22.05.2008  BGIA-Arbeitsmappe: Neue Lieferung 
22.05.2008  Gefahren beim Schweißen 
22.05.2008  Gefährlicher Vormittag – BGW: Zwischen elf und zwölf Uhr passieren die meisten Arbeitsunfälle 
22.05.2008  Europäische Kampagne zur Gefährdungsbeurteilung 
22.05.2008  Demografischer Wandel bringt neue Karrierechancen 
22.05.2008  Beschäftigten den Rücken frei halten 
14.05.2008  Einfaches Maßnahmenkonzept in aktueller Version 
14.05.2008  Licht aus – Licht an 
12.05.2008 Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen 
12.05.2008  Licht und Technik umfassend erklärt 
12.05.2008  Betriebliche Gesundheitsförderung wirkt 

 


BGIA-Arbeitsmappe: Neue Lieferung

Einen Beitrag zur Berechnung der Arbeitsplatzgrenzwerte für
Gemische aus Kohlenwasserstoffen bietet das BGIA – Institut für
Arbeitsschutz als kostenloses Schnupperdokument an. Das Dokument
ist Teil der aktuellen Lieferung zur BGIA-Arbeitsmappe Messung von
Gefahrstoffen. Die Lieferung umfasst außerdem neue BG/BGIA-Empfehlungen
für den Tief- und Flexodruck von Verpackungen, zahlreiche
aktualisierte Messverfahren sowie neue und aktualisierte Arbeitsbereichspläne
für die Branchen Bauwirtschaft, Keramik, Schifffahrt und den Bereich Galvanik.
Download des Artikels über Kohlenwasserstoffgemische:
http://www.bgia-arbeitsmappedigital.de/schnupperdokument.php

Quelle: DGUV – Pressestelle

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Gefahren beim Schweißen

Was der Unternehmer, der Betriebrat, die Fachkraft für Arbeitssicherheit
oder der Betriebsarzt beim Schweißen beachten müssen, fasst der neue
Arbeitsschutzfachbrief der Berufsgenossenschaft Nord Süd zusammen.
Beim Schweißen drohen unter anderem gesundheitliche Gefahren durch
den Umgang mit schweren Teilen, durch elektrischen Strom und die
mögliche Einwirkung von Schadstoffen.
Weitere Informationen:
http://www.bg-metall.de/index.php?id=1 

Quelle: DGUV – Pressestelle

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Gefährlicher Vormittag – BGW: Zwischen elf und zwölf Uhr passieren die meisten Arbeitsunfälle

Am späten Vormittag ist besondere Vorsicht im Berufsleben geboten: Die meisten Unfälle am Arbeitsplatz und auf dem Weg zur Arbeit geschehen zwischen elf und zwölf Uhr, meldet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Auch die Zeit zwischen sieben und acht Uhr ist heikel.

7.384 Arbeits- und Wegeunfälle verzeichnete die BGW im vergangenen Jahr in der Zeit zwischen elf und zwölf Uhr. Nach Ansicht der mit rund sechs Millionen Versicherten zweitgrößten gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland kann es mehrere Gründe für diesen Höchststand geben: Zunächst sind am späten Vormittag die meisten Berufstätigen bei der Arbeit – nicht nur die, die früh anfangen und entsprechend früh wieder Schluss machen, sondern auch die, die erst später beginnen.

Teilzeitkräfte, die nur vormittags arbeiten, sind um elf Uhr ebenfalls am Arbeitsplatz. Darüber hinaus sind zu dieser Zeit viele Menschen schon seit mehreren Stunden im Dienst, sodass bei ihnen erste Ermüdungserscheinungen auftreten. Auf Platz zwei in der Statistik mit 7.119 Fällen folgt die Zeit zwischen zehn und elf Uhr.

2006 brach noch der frühe Morgen alle Rekorde. Verkehrssicherheitsexperte Lars Welk von der BGW: „Ausschlaggebend dafür waren sicherlich die winterlichen Witterungsverhältnisse bis weit ins Frühjahr. Von den 7.895 Unfällen zwischen sieben und acht Uhr passierten fast 72 Prozent im Verkehr.“ Auch 2007 kam es zu dieser Zeit – trotz milden Winters – aufgrund des Berufsverkehrs zu einem ersten Anstieg der Unfälle. Am späten Vormittag dagegen ereigneten sich die meisten der Unfälle am Arbeitsplatz.

Quelle: BGW

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Europäische Kampagne zur Gefährdungsbeurteilung

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am
Arbeitsplatz startet am 10. Juni eine zweijährige, europaweite Kampagne
zur Gefährdungsbeurteilung. Unter dem Motto „Gesunde Arbeitsplätze – ein
Gewinn für alle“ stehen insbesondere Hochrisikobranchen wie zum
Beispiel die Baubranche sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
im Mittelpunkt. Eine Broschüre fasst Ziele, Strategie und Termine der
Kampagne zusammen.
Zur Broschüre (Deutsch anklicken):
http://osha.europa.eu/campaigns/hw2008/campaign/campaignsummary

Zusammenfassende Darstellung der Kampagne – Gefährdungsbeurteilung 

Am Beginn des Risikomanagementverfahrens steht die Gefährdungsbeurteilung. Sie zeigt dem Arbeitgeber, welche Maßnahmen erforderlich sind, um Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat eine europaweite Informationskampagne für Gefährdungsbeurteilung entwickelt. Die Kampagne richtet sich insbesondere an Hochrisikobranchen und an kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

http://osha.europa.eu/campaigns/hw2008/campaign/campaignsummary/campaign_summary/campaign_summary_de.pdf/at_download/file

Quelle: DGUV – Pressestelle

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Demografischer Wandel bringt neue Karrierechancen

Neue Aufgabenfelder für betriebliche Gesundheitsexperten – Weiterbildung im Disability Management sinnvoll

Der demografische Wandel eröffnet neue Karrierechancen. Da nicht genügend beruflicher Nachwuchs nachrückt, müssen Unternehmen künftig Beschäftigte länger im Betrieb halten. Es wird daher immer wichtiger, die Arbeitskraft der Mitarbeiter zu erhalten und ihnen im Krankheitsfall die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Dazu benötigen Betriebe professionelles Know-how – eine Herausforderung, auf die sich Spezialisten aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Personalwesen und Betriebswirtschaft vorbereiten sollten.

„Noch befassen sich die Unternehmen eher wenig mit den Folgen dieser Entwicklung“, sagt Oliver Fröhlke, Experte für Weiterbildung in der Rehabilitation bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Das werde sich jedoch in dem Maße ändern, wie die Erwerbsbevölkerung altert.

Prognosen sprechen hier eine deutliche Sprache. So wird der Anteil der über 50-Jährigen an der Erwerbsbevölkerung in Deutschland von 30 Prozent im Jahr 2000 auf knapp 40 Prozent im Jahr 2020 steigen. Die anderen Altersgruppen gehen zurück, besonders deutlich die zwischen 30 und 49 Jahren. „Der Schwerpunkt wird sich daher von der Rekrutierung und Förderung von Nachwuchs darauf verlagern, die Arbeitskraft der Mitarbeiter zu erhalten, die man hat“, so Fröhlke. Dies verändere auch das Tätigkeitsfeld von Personalverantwortlichen. „Sie müssen sich stärker als bisher mit Fragen beschäftigen wie: Welche Möglichkeiten haben wir, um chronische Erkrankungen oder Unfälle der Mitarbeiter zu verhindern? Oder: Wie können wir erkrankten Mitarbeitern die Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen?“

Besonders die Fähigkeiten von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften werden in diesem Zusammenhang gefragt sein, wenn sie sich entsprechend qualifizieren. In die altersgerechte Veränderung von Arbeitsanforderungen und Arbeitsplatzprofilen müssen auch ergonomische, psychosoziale und sicherheitstechnische Kriterien einfließen. Gesundheitsmanagement wird einen deutlich höheren Stellenwert in den Betrieben einnehmen als bisher.

Neue Berufschancen auch für Psychologen und Arbeitnehmervertreter
Auch Kriterien wie Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation werden künftig eine größere Rolle spielen. Auf diesem Gebiet gibt es neue Aktionsfelder für Betriebspsychologen und Soziologen, die Messgrößen hierfür entwickeln müssen. Betriebsräte und Schwerbehindertenvertreter werden sich ebenfalls in diese Aspekte stärker einarbeiten und die Erfordernisse des demografischen Wandels in die betriebliche Mitbestimmung einfließen lassen müssen.

Zusätzlich werden aus der außerbetrieblichen Sphäre Spezialisten in diesen Bereich vordringen – etwa Ärzte aus der medizinischen Rehabilitation, Orthopädie, Kardiologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Physio-, Psycho- und Ergotherapeuten sowie Juristen aus dem Arbeits- und Sozialrecht. „Diesen Menschen öffnet der demografische Wandel gute Chancen, für und in Unternehmen tätig zu werden“, so Oliver Fröhlke, „vorausgesetzt, der betriebliche Bereich ist für sie kein völliges Neuland.“

Disability Manager als Eingliederungs-Experten
Inzwischen gibt es eine Qualifizierungsmöglichkeit für all diese Berufsgruppen speziell im Hinblick auf die Erfordernisse, die sich aus der betrieblichen Eingliederung erkrankter oder behinderter Beschäftigter ergeben. Seit 2004 bietet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die zertifizierte Weiterbildung zum „Disability Manager“ an. Disability Manager sind Profis, die in Unternehmen altersgerechte Wiedereingliederungs- und Präventionsprogramme organisieren. „Die Weiterbildung vermittelt medizinische, personalwirtschaftliche, sozialrechtliche, psychologische und gesundheitswissenschaftliche Kenntnisse. Diese sind besonders wertvoll für Betriebe, die sich nicht ausschließlich auf das Fachkräfteangebot des Arbeitsmarkts verlassen können und wollen“, erläutert Oliver Fröhlke von der DGUV. Mehrere große Unternehmen beschäftigen bereits solche Disability Manager.
Gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium veranstaltet die DGUV vom 22. bis 24. September 2008 das Internationale Forum zum Disability Management (www.ifdm2008.de).

Weitere Informationen zum Thema Disability Management
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.disability-manager.de. Wir bieten Ihnen zudem an, mehr über Disability Management zu erfahren. Wir vermitteln gern:

• Interviews mit Disability Managern und Reportagemöglichkeiten in Unternehmen, die qualifiziertes Disability Management durchführen und über Erfahrungen und Erfolge berichten können

• Interviews und Hintergrundgespräche mit Experten der DGUV zum Thema

Quelle: DGUV – Pressestelle

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Beschäftigten den Rücken frei halten

Arbeitsschützer präsentieren sich auf CeMAT 2008

Vom 27. bis zum 31. Mai stehen innerbetrieblicher Transport und Lagerhaltung im Mittelpunkt der CeMAT in Hannover. Auf der Weltleitmesse der Intralogistik bilden Flurförderzeuge, Gabelstapler sowie Zubehör für die gesamte Fördertechnik die größten Ausstellungsbereiche. Doch aller Technik zum Trotz bleibt der Mensch häufig die treibende Kraft bei logistischen Vorgängen. Der Einsatz von Muskelkraft beim Transport von Lasten darf jedoch nicht zu Lasten der Gesundheit gehen. Darüber hinaus ereignen sich die meisten Arbeitsunfälle beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr. Gute Gründe für die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sich gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA) und dem Institut für Arbeitsphysiologie (IFADO) an der diesjährigen CeMAT zu beteiligen. Auf ihrem Stand D02 in Halle 26 zeigen sie, wie sich Lasten gesundheitsgerecht bewegen lassen. Dabei präsentieren sie mit der Leitmerkmalmethode „Ziehen und Schieben“ ein praxisnahes Verfahren, um Gesundheitsgefährdungen durch Überbelastung zu ermitteln.

Dazu haben die Arbeitsschutzexperten einen Aktionspark aufgebaut. Auf einem Rundkurs mit Neigungen und unterschiedlichen Bodenbelägen können Messebesucher verschiedene Transportgeräte, wie Gabelhubwagen, Schubkarre oder Müllbehälter bewegen. Dabei wird die Belastung ihrer Wirbelsäule online gemessen. Schließlich führen falsche Technik und Techniken leicht zu Belastungsspitzen, die die Gesundheit gefährden. Ergonomisch gestaltete Transporthilfen und die richtige Bewegungstechnik entlasten wirksam die Rücken der Beschäftigten.

Zudem stehen Wissenschaftler und Experten der drei Einrichtungen während der CeMAT am Stand D02 in Halle 26 für Gespräche zur Verfügung und beantworten Fragen der Messebesucher.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Einfaches Maßnahmenkonzept in aktueller Version

Jetzt auch für Stoffe mit Arbeitsplatzgrenzwert

Bei Tätigkeiten mit gefährlichen Stoffen verlangt die Gefahrstoffverordnung, dass der Arbeitgeber Risiken für die Gesundheit der Beschäftigten abschätzt. Diese Gefährdungsbeurteilung stellt viele Betriebe vor Probleme. Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) entwickelt. Mit dieser Handlungsanleitung lassen sich potenzielle Gefährdungen beim Umgang mit gefährlichen Stoffen schnell und sicher erkennen. Jetzt ist die Version 2.0 erschienen, die neue Anwendungen ermöglicht. So können jetzt auch chemische Stoffe mit Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) beurteilt werden.

Das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) wendet sich in erster Linie an fachkundige Akteure des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wie Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte und Beratungsdienste. Mit Hilfe des EMKG lassen sich Problemfelder aufdecken und entsprechende Handlungsschwerpunkte setzen. Dazu benötigen die Anwender keine tiefgehenden Vorkenntnisse im Gefahrstoffrecht, sondern leicht zugängliche Informationen aus Sicherheitsdatenblättern und Betriebsbegehungen.

Mit der neuen EMKG Version 2.0 kommt die BAuA dem Wunsch der Praxis nach, Stoffe mit Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) einzubinden. Davon bleibt die wissenschaftliche Basis des Konzeptes unberührt. Entsprechend lassen sich mit der EMKG Version 1.0 durchgeführte Gefährdungsbeurteilungen ohne großen Aufwand an die neue Version anpassen. Zudem berücksichtigt das EMKG Version 2.0 die aktuelle Fassung der TRGS 401 „Gefährdung durch Hautkontakt“. Die geringfügigen Änderungen haben nur kleine Auswirkungen auf bereits vorhandene Gefährdungsbeurteilungen mit dem EMKG 1.0.

Auch mit der neuen Version lässt sich der Handlungsbedarf in wenigen Schritten ableiten. Er umfasst den Schutz, der beim Einatmen von Gefahrstoffen oder bei Hautkontakt notwendig ist. Darüber hinaus lässt sich das EMKG als geeignete Beurteilungsmethode im Sinne der Gefahrstoffverordnung anwenden, um die Wirksamkeit getroffener Schutzmaßnahmen sicherzustellen. Arbeitsplatzmessungen sind dann häufig nicht mehr erforderlich.

Für die EMKG Version 2.0 wurde eine Liste der Grenzwertstoffe erstellt, die Hinweise zu den Gefährlichkeitsgruppen enthält. Diese Liste, das EMKG Version 2.0 sowie ein Überblick über alle Änderungen befinden sich auf der BAuA-Homepage unter www.einfaches-massnahmenkonzept-gefahrstoffe.de.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Licht aus – Licht an

Notbeleuchtung: Neues Heft 10 von licht.de

 

Das neu aufgelegte Heft 10 „Notbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung“ (Bild: licht.de)

(licht.de) Wenn die Stromversorgung gestört ist, schlägt die Stunde der Notbeleuchtung: Netzunabhängig betrieben, schaltet sie sich sofort ein, wenn es plötzlich dunkel wird. Ihr Licht ermöglicht Orientierung, schützt als Sicherheitsbeleuchtung vor Unfällen. Diese Aufgaben setzen funktionsgerechte Planung, Installation und Wartung voraus. Das von der Brancheninitiative licht.de jetzt neu aufgelegte Heft 10 „Notbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung“ informiert vor allem über die licht- und elektrotechnischen Anforderungen, nennt zudem die wichtigsten Vorschriften anderer Bereiche.

Die einzelnen Anforderungen sind in Tabellen und Grafiken zusammengefasst. Anwendungsbeispiele belegen die Bedeutung der Notbeleuchtung für die Sicherheit in Hochhäusern, Gaststätten oder am Arbeitsplatz, in Sport- und Ausstellungsstätten oder in Garagen. Informationen über geeignete Lampen und Leuchten sowie den „Betrieb von Sicherheitsbeleuchtung“ergänzen die umfassende Darstellung.

Heft 10 (40 Seiten, DIN A4, ISBN 978-3-926 193-40-7) kostet neun Euro und kann bezogen werden im Internet unter www.licht.de (dort auch kostenfreier Download der PDF-Datei) oder bei licht.de, Postfach 701261, 60591 Frankfurt am Main, Bestell-Fax 069 98955-198.

Quelle: www.licht.de 

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Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen

Zeitarbeit als Förderschwerpunkt ausgeschrieben

Unter dem Titel „Zeitarbeit – neue Herausforderungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz“ schreibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des Modellprogramms zur „Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen“ den Förderschwerpunkt 2008 aus. Damit fördert das BMAS die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung praxistauglicher Konzepte zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der Gesundheitsförderung von Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) begleitet den Förderschwerpunkt fachlich und administrativ.

Handlungsbedarf zeigt der aktuelle Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2006“ der Bundesregierung an, der mit seinem Schwerpunkt die Zeitarbeit beleuchtet. Die wachstumsgeprägte Branche beschäftigt inzwischen über 580.000 Menschen in Deutschland. Davon wird etwa ein Drittel als Hilfsarbeiter eingesetzt. Im Vergleich zu den übrigen Beschäftigten sind Zeitarbeiter häufiger körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. So arbeiten beispielsweise Zeitarbeiter häufiger unter Lärm und klimatisch schwierigen Bedingungen, ihr Handlungsspielraum wird häufiger durch genaue Vorgaben der Arbeitsdurchführung und an die erwartete Leistung eingeschränkt. Mit 34 Unfällen pro 1.000 Vollarbeiter liegt ihre Quote deutlich über dem Durchschnitt von 28,3. Zudem ergeben sich Gefährdungen durch den Einsatz an wechselnden Arbeitsplätzen in wechselnden Unternehmen mit oftmals kurzen Einsatzzyklen. Dabei ist die Einweisung in den Arbeitsplatz, die Arbeitsaufgaben sowie in den Arbeits- und Gesundheitsschutz häufig unzureichend.

Im Mittelpunkt des Förderschwerpunktes sollen modellhafte, möglichst weitreichend übertragbare Lösungen stehen, die bereits bestehende praxistaugliche Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzepte in der Zeitarbeitsbranche aufgreifen und berücksichtigen. Dabei sollte auf die unterschiedliche Größe der Ver- und Entleihbetriebe sowie auf die unterschiedlichen Beschäftigungsgruppen eingegangen werden. Es ist außerdem zwischen den verschiedenen Qualifikationsgraden, Tätigkeiten und Balastungskonstellationen zu differenzieren.

Ausgewählte Modellvorhaben erhalten eine Zuwendung von bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Vorhabens. Bewerbungen müssen bis zum 19. Juni 2008 bei der BAuA eingehen. Die gesamte Ausschreibung befindet sich unter der Adresse http://www.baua.de/modellprogramm auf der Homepage der BAuA.

Weitere Informationen zum Modellprogramm und zur Ausschreibung bei Dr. Jana May-Schmidt, Tel.: 030 51548 4506, E-Mail: modellprogramm@baua.bund.de.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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Licht und Technik umfassend erklärt

Neues Grundlagen-Heft von licht.de: „Die Beleuchtung mit künstlichem Licht“

 

Heft 1 „Die Beleuchtung mit künstlichem Licht“ der Schriftenreihe „licht.wissen“ wurde aktualisiert und neu aufgelegt.

(licht.de) Was ist Licht? Welche Qualitätsmerkmale hat gute Beleuchtung? Wie lässt sich bei der Lichterzeugung Strom sparen? Antworten auf diese und viele Fragen mehr gibt das jetzt in überarbeiteter Neuauflage veröffentlichte Heft 1 „Die Beleuchtung mit künstlichem Licht“ der Brancheninitiative licht.de. Es vermittelt allgemeinverständlich und herstellerneutral die Grundlagen moderner Beleuchtungstechnik. Zugleich ist es der Auftakt zu insgesamt 18 Veröffentlichungen der Schriftenreihe „licht.wissen“.

Der umfangreiche, mit zahlreichen Illustrationen aus Physik und Lichttechnik bebilderte Inhalt reicht von der Geschichte des Lichts über die Prinzipien der Lichterzeugung bis zur ausführlichen Darstellung von Lampen und Leuchten. Auf die Planung geht das Heft ebenso ein wie auf die Kosten der Beleuchtung. Die abschließenden Kapitel behandeln die Themen „Energieeffizientes Licht“ und „Licht und Umwelt“.

Heft 1 „Die Beleuchtung mit künstlichem Licht“ (60 Seiten, DIN A4, ISBN 978-3-926 193-37-7) kostet neun Euro und kann bestellt werden im Internet unter www.licht.de (dort auch kostenfreier Download der PDF-Datei) oder bei licht.de, Postfach 701261, 60591 Frankfurt am Main, Bestell-Fax 069 98955-198.

Quelle: www.licht.de 

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Betriebliche Gesundheitsförderung wirkt

Studie zeigt, was am besten wirkt

Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention halten Beschäftigte gesund und zahlen sich für Unternehmen aus. Manche liebgewordene Präventionsmaßnahme geht allerdings ins Leere, denn eine positive Wirkung lässt sich nicht immer nachweisen. Zu diesem Schluss kommt die Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) aufgrund einer umfassenden wissenschaftlichen Literaturstudie.

Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention zielt darauf ab, die Gesundheit von Beschäftigten am Arbeitsplatz zu verbessern und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Doch lässt sich ein Erfolg der gängigen Angebote ausreichend belegen? Was wissen wir über den gesundheitlichen und ökonomischen Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention? Die IGA-Literaturstudie, in die Ergebnisse von mehr als 1.000 Studien eingegangen sind, liefert Antworten und gibt erstmals einen Überblick über den wissenschaftlichen Kenntnisstand für das gesamte Feld der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Als besonders wirksam ließen sich folgende Angebote nachweisen:
• Mehrkomponenten-Programme: Sie führen verschiedene präventive Maßnahmen zusammen und berücksichtigen so mehrere Risikofaktoren. Zentraler Kern ist die Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisänderung, mit der nachhaltig Effekte erzielt werden. Zur Vorbeugung von Muskel-Skelett-Erkrankungen werden etwa Schulungen oder Übungsprogramme mit „klassischen“ ergonomischen Interventionen wie technischen Hilfsmitteln, arbeitsorganisatorischen Veränderungen oder mit der Umgestaltung des Arbeitsplatzes verbunden. Positiv wirken sich außerdem die aktive Beteiligung der Beschäftigten und vorab eine Bestimmung des individuellen Risikos aus.
• Bewegungsprogramme, wie z.B. Betriebssportangebote, steigern körperliche Aktivität und fördern die psychische Gesundheit. Muskel-Skelett-Erkrankungen nehmen ab, der Krankenstand geht zurück.
• Überraschend wirksam und zudem kostengünstig ist die kontinuierliche Motivation. Hinweise (z.B. Schilder Treppennutzung, Büro von Kollegen aufsuchen statt telefonieren, zusammen mit Kollegen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren) steigern beispielsweise nachweislich die körperliche Aktivität. In Kantinen helfen Poster oder Flyer, die Themen Bewegung und Ernährung nachhaltig zu verankern. Die farbige Kennzeichnung gesunder Kost und eine gut sichtbare Platzierung steigern den Verkauf gesunder Produkte.
• Bei der Tabakentwöhnung erreichen Gruppenkurse und eine intensive Individualberatung deutlich größere Erfolge als reine Informationen.

An Belegen für eine positive Wirkung mangelt es dagegen bei folgenden Maßnahmen:
• Klassische, primärpräventive Rückenschulen in Unterrichtsform, die auf reine Wissensvermittlung zielen, beugen Rückenerkrankungen nicht vor und senken den Krankenstand nicht.
• Schulungen mit ergonomischen Inhalten (Arbeitsweisen, -techniken, Körpermechanik, Einsatz von Hilfsmitteln), die nicht mit weiteren Maßnahmen wie Training verknüpft sind, senken nicht Muskel-Skelett-Erkrankungen und dadurch bedingte Fehlzeiten.
• Selbsthilfematerial zur Tabakentwöhnung (Broschüren, Videos, Computerprogramme), Anreize und Bonussysteme unterstützen Raucher nicht dabei, tatsächlich mit dem Rauchen aufzuhören.
• Stützgürtel zur Vermeidung von Kreuzschmerzen als einzige Maßnahme reduzieren nicht Muskel-Skelett-Erkrankungen und dadurch bedingte Fehlzeiten.

Fazit: Die Präventionsangebote der Krankenkassen und Unfallversicherungen sollen dem wissenschaftlich gesicherten Kenntnisstand entsprechen. Für die Praxis heißt das: bei einer „Inventur“ der Angebotspalette genau zu prüfen, damit der beabsichtigte Nutzen auch zu erwarten ist. Bei den „klassischen Rückenschulen“ z.B. haben die Anbieter schon auf frühere Veröffentlichungen reagiert. Die damit befassten Verbände haben die Programme aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Nur diese neuen Standards entsprechen den Qualitätsanforderungen und können durch die Krankenkassen gefördert werden.

Die Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel ist, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Die Kooperation wird getragen vom BKK Bundesverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem AOK-Bundesverband und dem Arbeiter-Ersatzkassen-Verband. Mehr Informationen unter www.iga-info.de.

Quelle: DGUV – Pressestelle  

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