Montag, Oktober 26, 2020
Start Ablage Meldungen Arbeitsicherheit März 2008

Meldungen Arbeitsicherheit März 2008

Die Themen im Überblick:

März 2008 
31.03.2008  Vorurteilen über Neurodermitis aktiv begegnen 
21.03.2008  Gefahrstoffe: Gefährdungsbeurteilung mit TRGS 400 leicht gemacht 
18.03.2008  Bayern fördert Managementsysteme für Arbeitsschutz 
18.03.2008  Inhouse-Seminar „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ 
13.03.2008  Kabellos sicher – Neue Prüfgrundsätze des BG-PRÜFZERT für Steuereinrichtungen 
13.03.2008  Ergonomische Anforderungen an Eingabemittel für Geräte der Informationstechnik (BGIA-Report 3/2008) 
13.03.2008  GTI: Auto und mehr. Neue Wege bei der Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden 
12.03.2008  Rückenleiden müssen nicht zur Frühverrentung führen 
05.03.2008  Früherkennung verhindert Ausbildungsabbruch 
05.03.2008  Europäischer Arbeitsschutz-Preis für deutsche Projekte zur Rückengesundheit im Job 

 


Vorurteilen über Neurodermitis aktiv begegnen

Präventionskampagne Haut rät, mit Kindern offen über die Erkrankung zu sprechen

Neurodermitiker leiden wegen ihrer Erkrankung besonders häufig unter Vorurteilen. Ein Ziel der Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung ist es daher, Vorurteile und falsche Informationen zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis abzubauen. „Neurodermitis bietet sich für abstruse Theorien leider besonders gut an“, sagt Dr. Bernhard Egger, Hautarzt beim AOK-Bundesverband und Experte der Präventionskampagne Haut. „Das liegt vor allem daran, dass diese Hautkrankheit noch immer viele Rätsel aufgibt und bei jedem Patienten andere Ursachen und Auslöser haben kann – von der Lebensmittelunverträglichkeit, über die Kontaktallergie bis hin zu psychischen Belastungen.“

Für die Präventionskampagne Haut widerlegt der Experte drei gängige Vorurteile zu Neurodermitis:

Vorurteil Nr. 1: Neurodermitis ist ansteckend.

Mit diesem Vorurteil kämpfen vor allem junge Patienten. Sie werden wegen ihrer Erkrankung von Altersgenossen häufig ausgeschlossen und gehänselt. Doch die dahinter stehende Angst vor Ansteckung und der Ekel, mit den schuppigen roten Hautflecken in Kontakt zu kommen, sind unnötig: „Neurodermitis ist nicht ansteckend“, sagt Dr. Bernhard Egger. „Es ist eine Erkrankung, die während eines Schubs zwar unschön aussieht, aber für Außenstehende vollständig ungefährlich ist.“ Es sei daher wichtig, mit Kindern offen über die Erkrankung zu sprechen und so Ausgrenzung vorzubeugen. Verschweigen und falsche Scham führen oft nur zur Entfremdung, etwa von den Klassenkameraden in der Schule. Mut zu einem offenen Gespräch zahle sich dagegen aus!

Vorurteil Nr. 2: Neurodermitiker vertragen keinen Stress.

Eltern von an Neurodermitis erkrankten Kindern neigen häufig dazu, ihre Kinder zu schonen und vom gesellschaftlichen Leben abzuschotten – aus Furcht, der Stress in Schule und Freizeit könnte einen Schub auslösen. Doch dieser muss nicht immer etwas mit der Verschlimmerung der Erkrankung zu tun haben. „Wir beobachten zwar oft, dass Stress eine höhere Bereitschaft auslöst, an den juckenden Hautstellen zu kratzen“, sagt Dr. Egger. „Aber was von den betroffenen als Stress empfunden wird und was eher als positive Herausforderung ist sehr unterschiedlich.“ Ablenkung, zum Beispiel durch Spiele oder Musik, sei in Phasen akuter Schübe daher oft eine bessere Wahl als Schonung.

Vorurteil Nr. 3: Neurodermitiker sind an den Nerven erkrankt

Viele Neurodermitiker kämpfen zudem mit dem Vorurteil, sie seien an den Nerven erkrankt. Das wundert nicht, schließlich erweckt der griechische Begriff „neuro“ den falschen Eindruck, dass die Erkrankung durch eine Nervenstörung hervorgerufen wird. „Heute weiß man, dass Neurodermitis eindeutig nichts mit den Nerven zu tun hat“, sagt Dr. Bernhard Egger. Im Fachjargon nennt man die Erkrankung daher inzwischen „Atopisches Ekzem“. Das ist griechisch und deutet darauf hin, dass Lokalisation und Ursache nicht einzuordnen sind.

Die Präventionskampagne Haut

Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 120 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m2 Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de

(nach oben) 


Gefahrstoffe: Gefährdungsbeurteilung mit TRGS 400 leicht gemacht

Neue Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 400 veröffentlicht

Immer noch mehr als 4.000 Vergiftungsfälle und über 35.000 neue Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sind jährlich in Deutschland auf chemische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen. Die ausführliche Risikobewertung von mehr als 100 Grundchemikalien im Rahmen der Europäischen Altstoffverordnung weist für jeden zweiten Stoff Sicherheitsbedenken für die Verwendung am Arbeitsplatz aus. Dabei sind Gefahrstoffe am Arbeitsplatz häufig nicht leicht zu erkennen. Sogar harmlose Stoffe können bei bestimmten Tätigkeiten zum Gefahrstoff werden. Feuchtarbeit bei Friseuren oder das durch Mehlstaub ausgelöste Bäckerasthma gehören zu den häufigsten Ursachen für Berufskrankheiten. Trotzdem konnte nur mehr als jeder vierte Beschäftigte die Frage nach einer Gefährdungsbeurteilung seines Arbeitsplatzes sicher bejahen, die im Rahmen der Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gestellt wurde.

Die neue Technische Regel TRGS 400 soll Unternehmern, Sicherheitsfachkräften, Betriebsärzten und Beratungsdiensten die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen erleichtern. Sie eröffnet insbesondere kleineren Unternehmen die Möglichkeit, auf standardisierte Arbeitsverfahren zurückzugreifen. Diese können in Technischen Regeln, branchen- oder tätigkeitsspezifischen Hilfestellungen oder in einer „mitgelieferten Gefährdungsbeurteilung“ des Herstellers eines chemischen Produktes beschrieben sein. Wenn standardisierte Arbeitsverfahren die in der TRGS 400 beschriebenen Qualitätskriterien erfüllen, beschränkt sich der Aufwand für die Gefährdungsbeurteilung auf einen Abgleich bereits vorhandener mit den vorgeschlagenen Arbeitsschutzmaßnahmen. Hiermit leistet die TRGS 400 einen Brückenschlag zur neuen Europäischen Chemikalienverordnung REACH, die Hersteller und Importeure bis 2018 zu einer detaillierten Beschreibung der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen für die Handhabung eines chemischen Stoffes verpflichtet.

Weitere Kernpunkte der TRGS 400 sind die Informationsermittlung, das Gefahrstoffverzeichnis, das Vorgehen ohne vorgegebene Schutzmaßnahmen und die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung. Hier gibt es deutliche Erleichterungen, wenn an einem Arbeitsplatz nur Gefahrstoffe vorhanden sind, die als Haushaltsprodukte in Selbstbedienung erhältlich sind und die unter für Privathaushalte typischen Bedingungen verwendet werden. Die betrifft beispielsweise Maschinenspülmittel in Teeküchen, die Ausbesserung kleiner Lackschäden mit Stiften oder kleine Mengen von lösemittelhaltigen Klebstoffen.

Die TRGS 400 wurde im Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) unter Leitung von Rainer Hofmann, Umweltministerium Baden-Württemberg und Dr. Rolf Packroff, BAuA, in einen Arbeitskreis von Experten aus Behörden, Industrie und Gewerkschaften erarbeitet. Die TRGS 400 wird im Gemeinsamen Ministerialblatt der Bundesministerien, Ausgabe 11/12 (2008), S. 211 – 223 bekanntgemacht und steht auch als Download auf der Internetseite der BAuA unter „Gefahrstoffe“ zur Verfügung.
Jörg Feldmann, Pressestelle

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
http://www.baua.de

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/TRGS-400.html__nnn=true Link zur aktuellen Fassung der TRGS 400

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news251432

(nach oben)


Bayern fördert Managementsysteme für Arbeitsschutz

Bayern fördert auch heuer wieder die Einführung von Managementsystemen für Arbeitsschutz gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen. Denn mit dem Arbeitsschutzmanagementsystem sinken die Unfallzahlen im Betrieb durchschnittlich um 80 Prozent. Gesundheitsminister Otmar Bernhard rief heute in München gerade Mittelständler auf, OHRIS in ihre bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme zu integrieren. Bernhard: ‚Arbeitsschutzmanagementsysteme senken die Zahl der Arbeitsunfälle und verbessern Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. OHRIS-Anwender verzeichnen deutlich weniger Unfälle.‘ Nach einer Auswertung bei OHRIS-Anwendern aus der chemischen Industrie liegt die durchschnittliche Unfallrate mit 2,7 meldepflichtigen Unfällen pro 1000 Beschäftigten im Jahr weit unter dem Durchschnitt von 14. Metall-Betriebe mit OHRIS haben eine Unfallquote von 6,6 im Vergleich zu 43 im Branchendurchschnitt. Auch die Zahl der nicht unfallbedingten Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr war bei den OHRIS-Betrieben mit etwa 7 Tagen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von etwa 12 Tagen deutlich niedriger. ‚Arbeitsunfälle und Arbeitsunfähigkeitstage vermeiden, heißt hohe Zusatzkosten sparen‘, machte Bernhard deutlich. +++

Arbeitsunfälle bedeuten nicht nur Leid und Unglück für die Betroffenen, sie beeinträchtigen auch nachhaltig die Betriebsabläufe der betroffenen Unternehmen. In Deutschland ereigneten sich im Jahr 2006 über eine Millionen meldepflichtiger Arbeitsunfälle, von denen 941 tödlich endeten. In Bayern vertrauen bereits über 200 Unternehmen – vom großen Automobilhersteller bis zum kleinen Handwerksbetrieb – mit insgesamt mehr als 100.000 Mitarbeitern im Arbeitsschutz auf OHRIS. Um die weitere Verbreitung von OHRIS auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu unterstützen, erhalten diese Betriebe 5.000 Euro Zuschuss nach erfolgreicher Einführung von OHRIS. Gefördert werden Unternehmen mit zehn bis unter 250 Beschäftigten; die bisherige Grenze von 150 Beschäftigten wurde angehoben.

Weitere Informationen: http://www.arbeitsschutz.bayern.de

(nach oben)


Inhouse-Seminar „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“

Inhalte:
Abwasserableitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen müssen nach den Bestimmungen der einschlägigen Sicherheitsregeln und im Übrigen den allgemein anerkannten Regeln der Technik und Arbeitsmedizin entsprechend betrieben werden. Die Unfallverhütungsvorschriften GUV-R 126 legt fest, dass für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen nur Personen eingesetzt werden dürfen, die vom Betreiber ausdrücklich bestimmt sind. Sie müssen für diese Arbeiten nach Körperbeschaffenheit und Gesundheitszustand geeignet und durch Kenntnis oder Unterweisung in der Lage sein, mögliche Gefahren zu erkenne und abzuwenden.

Vorbereitend oder begleitend zur UVV-Belehrung werden dem Mitarbeiter von Betreibern abwassertechnischer Anlagen im Rahmen einer Halb- oder ganztägigen Schulungsveranstaltung zum Thema „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ Gefährdungspotentiale beim Einstieg und Arbeiten in Kanälen und Schächten verdeutlicht. Die tödlichen Arbeitsunfälle der letzten Jahre, die insbesondere durch Gasgefährdungen und Erstickungen gekennzeichnet waren, werden intensiv vorgestellt und diskutiert.

Neben der Thematik Dienst- und Betriebsanweisung wird das Inhouse-Seminar unter Einbindung des landesverbandseigenen Sicherheitsanhängers durch praktische Übungen und Vorführungen der Sicherheitstechnik sowie der Gaswarnmessgeräte und Atemschutztechnik abgerundet.

Zielgruppe:
Betriebspersonal und gewerbliche Personen, die mit der Arbeit in abwassertechnischen Anlagen betraut sind. Mitarbeiter/innen von Dienstleistungsfirmen sowie der anlagenherstellenden Industrie.

Termine und Preis auf Anfrage beim DWA-Landesverband Baden-Württemberg.
Kontakt
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstr. 8
70499 Stuttgart
Tel.: 0711 896631-0

(nach oben)


Neue BG-Information: Chemikalienschutzhandschuhe

Fragen zur Auswahl, Bereitstellung und Benutzung von
Chemikalienschutzhandschuhen beantwortet die „BG-Information:
Chemikalienschutzhandschuhe“ (BGI 868). Beim Umgang mit
Gefahrstoffen wie Säuren, Laugen, organischen Lösemitteln,
gefährlichen Stäuben und Aerosolen müssen zum Schutz
der Haut grundsätzlich Chemikalienschutzhandschuhe getragen werden.
Download der BGI 868 unter:
http://www.hvbg.de/d/fa_psa/service/bgregel1/bgi_868.pdf

(nach oben)


Kabellos sicher – Neue Prüfgrundsätze des BG-PRÜFZERT für Steuereinrichtungen

GS-ET-07 „Kabellose Steuereinrichtungen für Sicherheitsanforderungen an Maschinen“ veröffentlicht

Viele Maschinen müssen über größere Entfernungen bedient werden, z.B. Krane. Sehr bequem geht dies kabellos, z.B. mit einer Funksteuerung oder einer Infrarotsteuerung.

In den letzten Jahren wurden zunehmend Maschinen mit kabellosen Steuereinrichtungen konstruiert und verkauft. Wenn mit solchen Steuer- und Empfangsgeräten auch Sicherheitsfunktionen bedient werden, muss die sichere und zuverlässige Funktion ganz genau gewährleistet werden, damit gefährliche Situationen oder gar Unfälle vermieden werden.

Die derzeitige Normung für elektrische Ausrüstung in verschiedenen Maschinenbereichen ermöglicht keine einheitliche und reproduzierbare Prüfung dieser Produkte. Auch sind die Anforderungen nur aus verschiedenen Einzelbestimmungen zu entnehmen. Ein einzelnes Dokument mit den gesamten grundlegenden Anforderungen an diese Produkte war bisher nicht vorhanden.

Die Prüf- und Zertifizierungsstelle des Fachausschusses Elektrotechnik hat dieses Defizit aufgegriffen und Prüfgrundsätze für kabellose Steuereinrichtungen erstellt. An dieser Arbeit haben sich auch interessierte Hersteller und Betreiberfirmen beteiligt. Unterstützt wurden die Arbeiten von der Prüf- und Zertifizierungsstelle des Fachausschusses Maschinenbau, Hebezeuge, Hütten- und Walzwerksanlagen (MHHW) und dem BGIA. Martin Mehlem, Leiter der Prüf- und Zertifizierungsstelle, äußert sich zufrieden: „Mit den neuen Prüfgrundsätzen haben wir einen großen Schritt zu mehr Sicherheit bei kabellosen Steuerungen gemacht.“

Die Prüf- und Zertifizierungsstelle stellt die BG-PRÜFZERT-Prüfgrundsätze kostenlos auf ihren Internetseiten zum Download bereit. Damit können alle Prüf- und Zertifzierungsstellen auf eine einheitliche Grundlage für ihre Arbeit zurückgreifen. Die ersten Steuereinrichtungen werden zur Zeit bereits auf dieser Grundlage geprüft.
DGUV-Fachausschüsse

Die Fachausschüsse wie der Fachausschuss Eletrotechnik sind Einrichtungen der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). In den Fachaussschüssen werden Erkenntnisse und Erfahrungswissen für alle gesetzlichen Unfallversichungsträger übergreifend zusammengeführt, um praktische Lösungen für Arbeitsschutzprobleme zu entwickeln.

Der größte Teil der DGUV-Fachausschüsse hat Prüf- und Zertifizierungsstellen eingerichtet, die Mitglied im BG-PRÜFZERT sind.
Zur Übersicht der Fachausschüsse.
Link: http://www.dguv.de/inhalt/praevention/betrieb_ueber/fachausschuss/index.html

BG-PRÜFZERT-Prüfgrundsätze GS-ET-07: Kabellose Steuereinrichtungen für Sicherheitsanforderungen an Maschinen: http://www.bgetf.de/bilder/pdf/gs-et-07_2008_01.pdf

Prüf- und Zertifizierungsstelle des Fachausschusses Elektrotechnik:
http://www.bgetf.de/pruefstelle 

(nach oben)


Ergonomische Anforderungen an Eingabemittel für Geräte der Informationstechnik (BGIA-Report 3/2008)

Kurzfassung: Intensive Computerarbeit und die damit zusammenhängende Benutzung von diversen Eingabemitteln können zu Beschwerden im Muskel-Skelett-System der Hand, des Armes, der Schulter und/oder des Nackens führen, insbesondere wenn bereits schmerzhafte Erkrankungen der oberen Extremität anderer Ursache vorliegen. In diesem Fall sollen ergonomisch gestaltete Eingabemittel helfen, Belastungen zu reduzieren und das Auftreten weiterer Beschwerden bei der Bedienung von Eingabemitteln zu vermeiden. Zwar sind Normen zu Anforderungen an diese Geräte vorhanden, jedoch sind die darin enthaltenen Aussagen teilweise allgemein umschreibend ohne quantifizierende Angaben formuliert. Daher ist es schwierig, aus ihnen konkrete Empfehlungen abzuleiten. Aus diesem Grunde hat die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) eine Literaturstudie initiiert, um den aktuellen Wissensstand zur ergonomischen Gestaltung von Eingabemitteln und zu ihrer Überprüfung anhand biomechanischer und physiologischer Kriterien zusammenzustellen. Eine umfangreiche Recherche der internationalen Literatur lieferte Ergebnisse zu den Themen Tastatur, Maus, Trackball, Griffel mit Tablettnutzung und Hand-/Armauflage. Außerdem wurde für Tastatur und Maus eine Checkliste nach biomechanischen und physiologischen Kriterien erstellt. Bei auftretenden Beschwerden bietet sie eine Hilfe zur ergonomischen Beurteilung und Verbesserung des Arbeitsplatzes in der Wahl der Eingabemittel.

(nach oben)


GTI: Auto und mehr. Neue Wege bei der Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden

Qualifizierungssystem begleitet junge Fahrerinnen und Fahrer während ihrer gesamten Ausbildungszeit

Junge Verkehrsteilnehmer sind im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Diese Unfälle erzeugen großes menschliches Leid. Ausbildungsbetriebe erleben dies oft hautnah mit. Der DVR hat gemeinsam mit der Hütten- und Walzwerks-BG und ThyssenKrupp-Steel ein Konzept für die Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden entwickelt, bei dem neue Wege beschritten werden.

Bestellbogen: http://www.mmbg.de/PRESSE/news_gti_bestellbogen.pdf
Übersichtsplan: http://www.mmbg.de/PRESSE/news_gti_plan.pdf

GTI: Auto und mehr
ist ein Qualifizierungssystem für junge Fahrerinnen und Fahrer, in dem die Auszubildenden während ihrer gesamten Lehrzeit mit dem Thema „Verkehrssicherheit“ konfrontiert werden. Dabei werden Seminare und Trainings mit computerbasiertem Lernen und Projektarbeit kombiniert. Der Themenbereich „Mobilität und Verkehrssicherheit“ wird somit zu einem konstanten Inhalt der Ausbildung. Zudem bietet diese Vorgehensweise die Möglichkeit, immer wieder zu reflektieren, was sich im zurückliegenden Zeitraum ereignet oder verändert hat, welche Erfahrungen die Jugendlichen gemacht und welche Konsequenzen bzw. Lehren sie daraus gezogen haben.

Die einzelnen Buchstaben im Namen „GTI“ bedeuten: Gesundheitsförderung, Teambildung und Identitätsstärkung. Im Qualifizierungssystem wurden bewährte Bausteine der Verkehrssicherheitsarbeit, beispielsweise der Azubi-Baustein „Alles im Griff?“ und das Pkw-SHT, integriert. Es wurden aber auch neue Formen der Verkehrssicherheitsarbeit entwickelt. Dazu gehört neben der Projektarbeit ein interaktives, computerbasiertes Trainingsprogramm (CBT). Die Verknüpfung von Seminaren, Trainings, CBT und Projektarbeit bietet die Gewähr für einen abwechslungsreichen und effektiven Lernprozess. Die jeweiligen Vorteile der einzelnen Arbeitsformen werden so optimal genutzt.
Schüler bei der Plakaterstellung

Das Trainingsprogramm, Kernstück des Qualifizierungssystems, steht als CD-ROM und als Web-Fassung zur Verfügung. Es kann somit auch in ein firmeneigenes Intranet integriert werden. Hierdurch ergeben sich weitere Nutzungsmöglichkeiten. Das Programm enthält insgesamt fünf Kapitel, darunter auch eines zum innerbetrieblichen Verkehr. Die einzelnen Kapitel schließen jeweils mit einem „Checkpoint“ ab, einem Test zur Lernerfolgskontrolle. Darüber hinaus gibt es einen umfangreichen Service- und Informationsteil, den die Auszubildenden je nach Interesse nutzen können.

Das Qualifizierungssystem GTI: Auto und mehr ist flexibel und kann betriebliche und regionale Besonderheiten berücksichtigen. In der beigefügten Tabelle wird ein Umsetzungsbeispiel für eine zweieinhalbjährige Ausbildungszeit vorgestellt. Als zeitlichen Umfang werden pro Halbjahr 6 bis 8 Unterrichtsstunden angesetzt, die durch Präsenzveranstaltungen, Projekt- und Einzelarbeit gefüllt werden. Die Abfolge der Veranstaltungen berücksichtigt den steigenden Grad der Motorisierung, der mit zunehmendem Lebensalter der Auszubildenden zu erwarten ist.

Auch wenn auf externe Moderatoren und Referenten zurückgegriffen wird, verbleibt die „Planungshoheit“ für das Qualifizierungssystem bei dem Betrieb. Mit GTI: Auto und mehr kann der Betrieb eine kontinuierliche Begleitung der Auszubildenden in der kritischsten Phase ihrer Mobilitätsentwicklung sicherstellen. Anhand eines ausführlichen Leitfadens, in dem das Konzept vorgestellt und Hinweise zur Durchführung gegeben werden, können sich interessierte Betriebe über den Ablauf des Qualifizierungssystems informieren. Leitfaden und CD-ROM können gegen eine Schutzgebühr von 18,– € zuzüglich MWSt. beim DVR bestellt werden, jede weitere CD (nur in Verbindung mit einem Leitfaden) für 2,– Euro (Mindestmenge 10 CD).

Ansprechpartner beim DVR:
Referat Aus- und Weiterbildung, Jochen Lau, Telefon: 0228-4000142, E-Mail: jlau@dvr.de

(nach oben)


Rückenleiden müssen nicht zur Frühverrentung führen

Disability Manager helfen, den Arbeitsplatz zu erhalten

12.03.2008

Muskel-Skelett-Leiden sind nach psychischen Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März 2008 hin. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und des zunehmenden Fachkräftemangels können Wirtschaft und Gesellschaft sich die Frühverrentung von Arbeitnehmern nicht leisten. Einen Ausweg bietet das betriebliche Eingliederungsmanagement. Das Ziel: Erkrankten Arbeitnehmern die Rückkehr ins Berufsleben zu ermöglichen.

„Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems“ – also vor allem Rückenleiden – waren laut Statistik des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger im Jahr 2006 nach psychischen Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Frühverrentung. Ungefähr 27.000 Menschen mussten in jenem Jahr rückenbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden und beziehen seither eine Rente. „Diese Zahl ist nach wie vor Besorgnis erregend“, sagt Dr. Edith Perlebach, Demografie-Expertin der DGUV. „Denn schon heute steht qualifizierter Nachwuchs immer seltener zur Verfügung, um die Lücken zu füllen.“ In den letzten Jahrzehnten ist zudem ein deutlicher Trend zum stetig sinkenden Frühverrentungsalter zu erkennen. Eine brisante Entwicklung angesichts einer „alternden Bevölkerung“ – schließlich sind die menschlichen und finanziellen Belastungen für Betroffene, Unternehmen und Gesellschaft enorm.

Disability Management als Chance
Um teure Frühverrentungen zu vermeiden, ist ein betriebliches Eingliederungmanagement nicht nur sinnvoll, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Seit 2004 sind gemäß Sozialgesetzbuch IX alle Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe – dazu verpflichtet, für ein betriebliches Eingliederungsmanagement zu sorgen, sobald ein Beschäftigter insgesamt mindestens sechs Wochen im Jahr arbeitsunfähig ist. Es ist allerdings nicht festgelegt, wie dieses konkret auszusehen hat. Die DGUV hat daher die Initiative ergriffen und das international anerkannte und standardisierte „Disability Management“ in Deutschland eingeführt. Die Weiterbildung zum Disability Manager vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um Unternehmen bei der Umsetzung eines Eingliederungsmanagements zu unterstützen.

Gemeinsam Lösungen finden
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel von Frau M.: Frau M. ist als Krankenpflegerin tätig und gehört mit ihren 25 Dienstjahren zu den erfahrenen, aber auch besonders belasteten Beschäftigen der Uniklinik Köln. Mehrere Bandscheibenvorfälle und die hohe psychische Belastung durch den Klinikalltag haben Frau M. dazu bewogen, die Disability Managerin der Uniklinik Irmgard Henseler-Plum aufzusuchen. Der Hausarzt und Ärzte ihrer Reha-Klinik haben Frau M. bereits darauf vorbereitet, dass eine Rückkehr in ihren alten Beruf nicht mehr möglich sei. Doch Frau M. fand gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber und der Disability Managerin eine Lösung: Die Krankenpflegerin arbeitet nun in einem anderen Bereich der Klinik, in dem sie aber ihr vorhandenes Know-How einsetzen kann. Die Umsetzung in den neuen Arbeitsbereich brauchte eine entsprechende Weiterbildung und Einarbeitungszeit. Der Arbeitgeber wurde dabei finanziell mit einem Eingliederungszuschuss unterstützt. „Ich bin erst zufrieden, wenn alle Parteien vom betrieblichen Eingliederungsmanagement profitieren, und vor allem langfristig die Gesundheit der Mitarbeiter sichergestellt ist“, so Henseler-Plum.

Mit ganzheitlichem Blick
„Disability Management ist eine Schnittstellenaufgabe, die gleichzeitig die Bedürfnisse der Arbeitgeber und der erkrankten Arbeitnehmer im Auge haben muss“, erklärt Henseler-Plum ihre Aufgabe. Dabei endet das Engagement eines Disability Managers nicht bei den beruflichen Belastungen. Oft entstehen Krankheiten erst im Zusammenspiel mit privaten Sorgen und Problemen. Auch hier versuchen Disability Manager Hilfestellung zu geben. Mit vernetztem Denken und Handeln zeigen sie Beschäftigten ihre Möglichkeiten auf. Disability Manager vermitteln zwischen den Wünschen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, suchen gemeinsam mit betrieblichen Experten für Arbeitsschutz wie der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt und Betriebsrat nach Lösungen und koordinieren diese mit den entsprechenden Behörden. Eine Frühverrentung kann so häufig vermieden werden – und davon profitieren letztendlich alle.

Hintergrund: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Ihre Mitglieder versichern über 70 Millionen Menschen gegen die Folgen von Arbeits-, Wege- und Schulunfällen sowie Berufskrankheiten. Als Unfallversicherungsträger verfügen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen über umfassende Kompetenzen in der medizinischen und beruflichen Rehabilitation nach Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten.

Weitere Informationen zum Thema: www.disability-manager.de
Wir bieten Ihnen an, mehr über Disability Management zu erfahren. Wir vermitteln gern:

• Interviews mit Disability Managern und Reportagemöglichkeiten in Unternehmen, die qualifiziertes Disability Management durchführen und über Erfahrungen und Erfolge berichten können

• Interviews und Hintergrundgespräche mit Experten der DGUV zum Thema

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie Interesse an einem Termin haben. Wir arrangieren gerne alles Notwendige für Sie.

(nach oben)


Früherkennung verhindert Ausbildungsabbruch

Forschungsbericht Allergie und Berufswahl

Rund 30.000 Jugendliche brechen jährlich ihre Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen ab, schätzt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Dabei leiden Angehörige von Pflegeberufen oder Berufsgruppen wie Bäcker, Friseure, Floristen oder Maurer besonders häufig unter Allergieproblemen, weil sie bestimmte Arbeitsstoffe nicht vertragen. Das Landesgesundheitsamt Brandenburg führte deshalb das Modellprojekt „Allergie und Berufswahl“ durch. Durch verschiedene Maßnahmen verbesserte das Projekt die Früherkennung allergischer Erkrankungen beziehungsweise von Atopien ebenso wie die berufsbezogene Beratung der Betroffenen.

Zu diesem Ergebnis kommt das IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung, das im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Struktur- und Prozessevalution des Modellprojekts durchführte. Die Ergebnisse liegen als Forschungsbericht 1094 „Allergie und Berufswahl“ vor.

Die Maßnahmen des Modellprojekts fanden in zwei Interventionsregionen (Kreis Teltow-Fläming und Potsdam-Stadt) statt, die mit zwei anderen Regionen im Land Brandenburg (Kreis Märkisch-Oderland und Cottbus) verglichen wurden. Die verschiedenen Interventionsmaßnahmen lassen sich fünf Zielbereichen zuordnen. Verbessert werden sollte die Zusammenarbeit der wichtigsten beteiligten Akteure, die Beratungskompetenz, die Früherkennung von Atopien beziehungsweise allergischer Erkrankungen durch ein standardisiertes ärztliches Atopiescreening, die medizinische und berufsbezogene Beratung von atopischen Jugendlichen sowie die Kenntnisse der Schulabgänger über Allergien und Berufswahl. Die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste (KJGD) führten das Atopiescreening im Rahmen der Schulabgangsuntersuchungen durch, die im Land Brandenburg im Laufe des 10. Schuljahrs durchgeführt werden. Je nach Ergebnis berieten die KJGD-Ärzte auffällige Schüler unmittelbar zum Thema Allergie und Berufswahl oder überwiesen sie zu einer weitergehenden diagnostischen Abklärung. Anschließend wurde den Schülern erneut eine Beratung angeboten. Zudem fanden in den 10. Klassen einer Interventionsregion spezielle Unterrichtseinheiten zur Thematik statt. Bereits im Vorfeld erhielten KJGD-Ärzte sowie Berater der Arbeitsagentur Schulungen und Informationen.

Zur Evaluation zogen die Forscher einerseits die Schülerangaben im ärztlichen Allergiescreening-Fragebogen sowie die zu jedem Fall von den KJGD-Ärzten ausgefüllten Dokumentationsbögen heran. Zum anderen führten sie briefliche Befragung bei einer Teilstichprobe der untersuchten Schüler durch. Insgesamt wurden 4.542 Abgangsschüler untersucht. Rund jeder Vierte (24,5 %) war Atopiker. Bei mindesten jedem siebten (15 %) der Betroffenen lag bislang keine entsprechende ärztliche Diagnose vor. Insgesamt berieten die KJGD-Ärzte etwa 90 Prozent der atopischen Schüler.

Das Modellprojekt macht deutlich, dass sich die Früherkennung von Atopikern sichtlich verbessern lässt. Der Ausbau der allergie- und berufsbezogenen Beratung durch die KJGD-Ärzte führte dazu, dass sich Betroffene für weniger gesundheitlich riskante Berufe entschieden.

Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Forschungsbericht Fb 1094 „Allergie und Berufswahl. Struktur- und Prozessevaluation eines regionalen Modellvorhabens verbesserter Berufsberatung zur Vermeidung bzw. Verminderung berufsbedingter allergischer Erkrankungen“; H.-D. Nolting, D. Niemann; 126 S.; ISBN 978-3-86509-763-7, EUR 12,50. Zu beziehen beim Wirtschaftsverlag NW, Postfach 10 11 10, 27511 Bremerhaven, Tel.: 0471 945 44 61, Fax 0471 945 44 88.

(nach oben)


Europäischer Arbeitsschutz-Preis für deutsche Projekte zur Rückengesundheit im Job

5.03.2008

Zwei Unternehmen aus Deutschland sind unter den Gewinnern des europäischen Arbeitsschutz-Preises zur Vermeidung von „Muskel-Skeletterkrankungen“ am Arbeitsplatz. Das berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin. Das Gussputzunternehmen Keulahütte GmbH in Krauschwitz und die MEWA Textil-Service AG in Wiesbaden hatten Arbeitsplätze so umgestaltet, dass Fehlbelastungen von Rücken, Muskeln und Gelenken deutlich zurückgingen. Beraten hatte sie dabei das Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. Anschließende Messungen in den Betrieben belegten: Belastende Haltung waren fast vollständig verschwunden, Arbeitsunfähigkeitstage gingen zurück und die Produktivität nahm zu.

Circa 25 Prozent aller betrieblichen Fehlzeiten sind auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen. Neben enormen wirtschaftlichen Verlusten verursachen die Erkrankungen und Beschwerden auch viel menschliches Leid. Unter dem Motto „Pack’s leichter an!“ wollte die Europäische Arbeitsschutzagentur mit ihrem Wettbewerb daher Beispiele praktischer Lösungen bekannt machen, die am Arbeitsplatz helfen, Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems vorzubeugen.

Von insgesamt 36 Bewerbungen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden neun Projekte als besonders gut gekürt; darunter beide deutsche Vorschläge. Sie zeigen nicht nur, dass sich Muskel-Skelett-Belastungen in vielen Fällen sehr erfolgreich verhindern lassen, sondern dass sich Investitionen in Prävention auch wirtschaftlich auszahlen: Weniger Belastungen führen zu mehr Arbeitszufriedenheit und steigern die Leistungsfähigkeit der betroffenen Betriebe.

Weiterführende Informationen: http://ew2007.osha.europa.eu

(nach oben)