Montag, Oktober 26, 2020
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Meldungen Arbeitsicherheit Januar 2008

Die Themen im Überblick:

Januar 2008 
31.01.2008  IGA-Barometer: Fehlzeiten machen nur einen kleinen Teil der Krankheitskosten in Unternehmen aus 
25.01.2008  Störfaktor Krankheit – Warum Beschäftigte und Unternehmen gesundheitliche Probleme verleugnen 
24.01.2008  BAuA veröffentlicht aktuelle Informationsdienste 
22.01.2008  Rachel: „Schnelles Aufspüren von Gefahrstoffen bringt mehr Sicherheit“ 
19.01.2008  Arbeitsmedizinische Vorsorge in sechs Ländern der Europäischen Union 
19.01.2008  Arbeitswelt im Wandel: Zahlen – Daten – Fakten 
19.01.2008  Allergie und Berufswahl 
18.01.2008  Mit Sicherheit mehr Gewinn – Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit 
17.01.2008  Arbeitsplatz-Risiko nur selten gesundheitsgefährdend 
17.01.2008  Falsches Cremen kann schaden 
15.01.2008  Neue Internetauftritte für Institute der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) 
11.01.2008  Waschen, schützen, pflegen 
11.01.2008  Gesundheitsschutz Selbstständiger verbessern 
08.01.2008  Aktuelles zum Gefahrstoffrecht
07.01.2008  7. Deutscher Gefahrstoffschutz-Preis ausgeschrieben 
04.01.2008  BUK-Newsletter im Internet 
04.01.2008  Neuer Internetauftritt der deutschen Sozialversicherung 

 


IGA-Barometer: Fehlzeiten machen nur einen kleinen Teil der Krankheitskosten in Unternehmen aus – betriebliche Gesundheitsförderung steigert Produktivität von Kranken und Gesunden

31. Januar 2008

Arbeitgeber sollten sich mit einem niedrigen Krankenstand nicht zufrieden geben. Darauf deuten Ergebnisse des IGA-Barometers 2007 hin, einer repräsentativen Telefonbefragung der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) unter 2.000 Beschäftigten. Danach machen Fehlzeiten nur einen Teil der krankheitsbedingten Produktivitätsverluste aus. Denn viele Arbeitnehmer gehen auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind, sehen sich aber in ihrer Leistung eingeschränkt. Ein niedriger Krankenstand könne Unternehmen daher in falscher Sicherheit wiegen, so Präventionsexperten der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung. Sie empfehlen, die Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung auch bei geringen Fehlzeiten auszubauen, da deren Wirksamkeit nachgewiesen und die Akzeptanz bei Mitarbeitern – ein weiteres Ergebnis des IGA-Barometers – sehr hoch sei.

Nach eigener Aussage hatten 27 Prozent der von der IGA Befragten zum Zeitpunkt des Interviews gesundheitliche Probleme. Jedoch gaben nur rund vier Prozent der Befragten an, in der jüngeren Vergangenheit deswegen bei der Arbeit gefehlt zu haben. Rund 16 Prozent der Befragten antworteten, dass sie trotz einer bestehenden Erkrankung zur Arbeit gehen, dort aber weniger leisten, als wenn sie gesund wären. Das ist rund jeder sechste Befragte. Nicht erhoben wurde, ob diese Einschränkungen dauerhafter oder vorübergehender Natur sind.

Pauschale Präventionsempfehlungen lassen sich nach Ansicht von Fachleuten aus diesen Erkenntnissen nicht ableiten. Während es bei Infektionskrankheiten wie Grippe am besten sei, zu Hause zu bleiben, sei dieser Rat bei vielen psychischen Erkrankungen und Rückenleiden nicht grundsätzlich richtig. Denn hier bestehen bessere Heilungschancen, wenn kranke Mitarbeiter mit fachlicher Begleitung wieder an die Arbeit herangeführt werden. Betriebliche Gesundheitsförderung und ein betrieblicher Gesundheitsschutz, der auf Früherkennung von Erkrankungen ausgerichtet ist, seien der beste Weg, um krankheitsbedingten Produktivitätsverlusten vorzubeugen.

Hohe Akzeptanz für betriebliche Gesundheitsförderung

Zwar bieten immer mehr Unternehmen ihren Beschäftigten Gesundheitsmaßnahmen wie Rückenschulen oder Programme zur Raucherentwöhnung an. In einem Drittel aller Großunternehmen und zwei Dritteln aller Kleinbetriebe spielt betriebliche Gesundheitsförderung laut IGA-Barometer jedoch keine Rolle. Fast die Hälfte der Befragten findet, ihr Unternehmen kümmere sich nicht um ihre Gesundheit.

Nach Ansicht von Experten gibt es in der Prävention am Arbeitsplatz noch ungenutzte Potenziale – gerade für Kleinunternehmen. Denn hier geben besonders viele Beschäftigte an, Gesundheitsangebote auch zu nutzen. Gleichzeitig beeinflussen solche Angebote auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter. So äußern Angestellte von Unternehmen mit betrieblicher Gesundheitsförderung wesentlich häufiger, dass sie bei ihrem Arbeitgeber bleiben wollen, als Angestellte aus Betrieben ohne Gesundheitsförderung.

Das IGA-Barometer liefert auch Hinweise, welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bei Arbeitnehmern besonders gefragt sind: Als Angebote, die sie gern in Anspruch nehmen würden, aber derzeit (offensichtlich immer noch häufig) vermissen, geben die meisten Befragten eine Rückenschule an, gefolgt von Betriebssport und Kursen zur Stressbewältigung.

Hintergrund:

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung. Ziel ist, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Die Kooperation wird getragen vom BKK Bundesverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem AOK-Bundesverband und dem Arbeiter-Ersatzkassen-Verband. Mehr Informationen unter www.iga-info.de.

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Störfaktor Krankheit – Warum Beschäftigte und Unternehmen gesundheitliche Probleme verleugnen

„Krankheit wird zum Störfaktor, der ignoriert und oder ausgeblendet wird“, konstatiert Dr. Stephan Voswinkel, der gemeinsam mit Dr. Hermann Kocyba ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Projekt zur „Krankheitsverleugnung“ verantwortet. Mit 3,3 Prozent war der Krankenstand in Deutschland 2006 auf einem historischen Tiefststand, Mitte der 1970er Jahren waren es noch 5,5 Prozent. Seitdem sind die Fehlzeiten kontinuierlich zurückgegangen. Ob sich eine erste Meldung der BKK Versicherung, die zur Jahreswende veröffentlicht wurde, verallgemeinern lässt, wonach bei ihren Versicherten 2007 erstmals ein leichter Anstieg der Krankmeldungen festzustellen ist, ist noch nicht erkennbar. Solche Kennziffern zur Arbeitsunfähigkeit können das Verhältnis von Arbeit und Gesundheit ohnehin nur ausschnitthaft erfassen, wie Wissenschaftler des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt in einer Studie festgestellt haben.

Die Ursachen für den Rückgang der Krankmeldungen sind in den veränderten Arbeitsstrukturen wie betriebliche Steuerungsprinzipien, Selbstorganisation, Ergebnisverantwortung, Zielvereinbarungen, Gruppen-, Team- und Projektarbeit zu suchen. Dazu der Soziologe Dr. Hermann Kocyba: „Der Rückgang der Fehlzeiten ist durchaus ambivalent: So kann beispielsweise Gruppenarbeit zur Reduktion von Fehlzeiten beitragen, weil Motivation und Arbeitszufriedenheit steigen, aber auch weil Gruppendruck und falsch verstandene Kollegialität dazu führen, krank zur Arbeit zu gehen.“

Vor diesem Hintergrund haben sich die Wissenschaftler des Frankfurter Instituts für Sozialforschung mit dem Phänomen der Krankheitsverleugnung befasst: Nehmen Beschäftigte gesundheitliche Probleme und Belastungen nicht angemessen wahr und setzen sie ihre Prioritäten einseitig auf berufliche Belange? Das Projekt basiert auf Interviews mit Betriebsärzten, Mitarbeitern von Betriebskrankenkassen und sozialmedizinischen Beratungsstellen, mit in Gesundheitsfragen engagierten Betriebsräten, Vertauensleuten und Mitarbeitern von Personalabteilungen. Neben Unternehmen der Automobil- und Automobilzulieferindustrie bezogen die Forscher auch Unternehmen der chemischen Industrie, der IT- und Software-Industrie, des Finanzdienstleistungs- sowie des Krankenhausbereichs in ihre Studie ein.

Die Untersuchung belegt, dass Krankheitsverleugnung in der Regel auf einem fatalen Zusammenspiel betrieblicher und individueller Umgangsweisen mit Gesundheitsproblemen basiert. Bei den Beschäftigten sind verschiedene Formen der Krankheitsverleugnung anzutreffen: verschweigen, ignorieren, die Symptome nur begrenzt wahrnehmen, nicht zur Kenntnis nehmen, obwohl anderen die Krankheit bereits deutlich auffällt. Die erhöhte Identifikation mit der Arbeit und der steigende Erfolgsdruck hindern die Arbeitnehmer offensichtlich daran, sich arbeitsunfähig schreiben zu lassen, wenn dies nicht absolut „unumgänglich“ ist. Gleichzeitig wächst der Zeit- und Termindruck, krankheitsbedingte Abwesenheit würde Kolleginnen und Kollegen stärker belasten und Terminzusagen gegenüber den Kunden gefährden.

Wie Unternehmen mit gesundheitlichen Belastungen umgehen, hat Auswirkungen auf das Verhalten des Einzelnen. Wenn Betriebe leugnen, dass Krankheitsursachen vielfach in der Arbeit und ihrer organisatorischen Gestaltung liegen, geschieht dies nach unterschiedlichen Mustern: Verantwortung wird abgewehrt; die Rahmenbedingungen ändern sich nicht, aber dem Einzelnen wird der Weg in den Vorruhestand geebnet (Opferfürsorge); Leistung und Personal sind so ausgelegt, dass jede Krankheit zu Funktionsproblemen führt (Ignorieren); es wird genau kontrolliert, wer wann krank ist, um den Betroffenen zu kontrollieren („Jagd auf Kranke“) oder – bestenfalls ihm „kontrollierende Fürsorge“ angedeihen zu lassen („Anwesenheitsverbesserungsprozesse“). Ist ein Arbeitnehmer zwar physisch präsent, krankheitsbedingt aber nicht voll einsatzfähig und steckt möglicherweise auch noch Kollegen an, dann erweist sich die einseitige Ausrichtung an den Fehlzeiten nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch betriebswirtschaftlich als verkürzt.

Die Autoren der Studie plädieren für ein breiteres Verständnis betrieblicher Gesundheitspolitik. Denn Krankheitsverleugnung bedeute im Kern, dass ein angemessener Umgang mit Gesundheitsproblemen blockiert wird. Vor dem Hintergrund, dass es immer mehr ältere Arbeitnehmer gibt, müssen sich Unternehmen nicht nur Gedanken über eine alternsgerechte, sondern auch „krankheitsgerechte“ Arbeitsgestaltung machen.“Das Betriebsklima muss eine rechtzeitige und angemessene Auseinandersetzung mit Gesundheitsproblemen zulassen“, so Kocyba.

Nähere Informationen: Dr. Hermann Kocyba, Dr. habil. Stephan Voswinkel, Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Telefon: 069/75 61 83 -34 oder -41, E-Mail: kocyba@em.uni-frankfurt.de; Voswinkel@em.uni-frankfurt.de

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BAuA veröffentlicht aktuelle Informationsdienste

Übersicht über neue Literatur zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Informationsdienste 01/2008 der Bibliothek der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind jetzt erschienen. Die Informationsdienste können entgeltfrei im PDF-Format von der BAuA-Homepage im Bereich Bibliothek www.baua.de/nn_5858/de/Bibliothek/Informationsdienste/Informationsdienste.html__nnn=truewww.baua.de/bibliothek herunter geladen werden. Die Standard-Informationsdienste erscheinen zweimal jährlich und enthalten neue Publikationen und andere Fachinformationen, die in die Literaturdatenbank BAuA-LITDOK eingepflegt wurden.

Die Informationsdienste, die Kurzreferate und bibliografische Angaben der eingespeicherten Literatur enthalten, befassen sich mit folgenden Themen: Arbeitsschutzrecht, Sozialer Arbeitsschutz / Arbeitszeit, Ergonomie, Gefahrstoffe, Menschengerechte Anwendung neuer Technologien, Sicherheitstechnik, Transport und Verkehr, Brand- und Explosionsschutz, Elektrosicherheit, Lärm / Schwingungen, arbeitsbedingte Erkrankungen sowie betrieblicher Gesundheitsschutz.

Einzelne Artikel können bei der Bibliothek gegen eine geringe Gebühr angefordert werden. Ein Anforderungsformular befindet sich ebenfalls in der Rubrik Literaturdienste auf der BAuA-Homepage.

Mit rund 200.000 Bänden und rund 1.000 Periodika gehört die BAuA-Bibliothek zu den größten Bibliotheken zum Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland.

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Rachel: „Schnelles Aufspüren von Gefahrstoffen bringt mehr Sicherheit“

BMBF fördert 16 neue Verbundprojekte zur Detektion giftiger und explosiver Substanzen mit 29 Millionen Euro

Sprengstoffe, Gifte und biologische Erreger sind selbst in kleinsten Mengen hochgefährlich. Je rascher sie aufgespürt werden – etwa im Flughafen, im Trinkwasser oder in der U-Bahn – desto besser ist die Bevölkerung vor ihnen geschützt. Entscheidend ist, dass Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort schnell und eindeutig die Gefahr durch toxische und explosive Substanzen bestimmen können. Schneller, mobiler, sicherer: Das sind die Zielvorgaben für das künftige Aufspüren von chemischen, biologischen, explosiven und anderen Gefahrstoffen. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgen 16 Verbundprojekte, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 29 Millionen Euro gefördert werden. Insgesamt sind 73 Partner an diesen Projekten beteiligt.

„Damit sich gefährliche Stoffe nicht zum Schaden von Mensch und Umwelt ausbreiten, forschen Wissenschaft und Wirtschaft jetzt gemeinsam mit Sicherheits- und Rettungskräften. So entstehen neue Lösungen rasch und von vorneherein praxisgerecht. Das ist das klare Ziel des nationalen Programms zur zivilen Sicherheitsforschung und bringt mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung am Montag in Berlin. Anlass war der Start der Forschungsprojekte zum Themenschwerpunkt „Detektionssysteme für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Gefahrstoffe“. In den Projekten wird ein breites Spektrum neuer Verfahren und Methoden entwickelt. Dabei werden auch ethische, psychologische und organisationswissenschaftliche Fragen zum Einsatz dieser neuen Technologien erforscht.

Die Projekte zum Aufspüren biologischer Gefahrstoffe stellen die frühzeitige und zuverlässige Erkennung biologischer Erreger als Ursache von Seuchen oder Epidemien in den Mittelpunkt. Außerdem liegt der Schwerpunkt auf der Detektion gesundheitsbedrohlicher Kontaminierungen im Trinkwasser. Weitere Projekte beschäftigen sich mit praxistauglichen, portablen Detektionssystemen für toxische Stoffe oder Explosivstoffe, Vor-Ort-Analysemethoden zur Untersuchung verdächtiger Gegenstände sowie mit Nachweissystemen für Kampfstoffe. Darüber hinaus erforschen Projekte zur Terahertz-Technologie deren Nutzung für sicherheitstechnische Anwendungen.

Nähere Auskünfte erteilt der

Projektträger Sicherheitsforschung
VDI-Technologiezentrum
Graf-Recke-Straße 84
40239 Düsseldorf

Dr.-Ing. Karin Reichel, Tel: 0211-6214-567, reichel@vdi.de
Dr. Joachim Fröhlingsdorf, Tel: 0211-6214-508, froehlingsdorf_j@vdi.de

Projekte:

AquaBioTox – Breitbandsensor zur Trinkwasserüberwachung – Gegenstand der Forschung ist ein Breitbandsensorkonzept zur Trinkwasserüberwachung und schnellen Alarmierung bei Anschlägen.

ATLAS – Verfahren zum raschen Nachweis von Tierseuchen – Im Rahmen des Verfahrens soll ein neues Verfahren zum schnellen und sicheren Nachweis von Tierseuchen und damit zum Schutz auch vor Agroterrorismus entwickelt werden.

BiGrudi – Risikobewertung, ultraschnelle Detektion und Identifizierung von bioterroristisch relevanten Agenzien. Es wird eine schnelle, einfach zu bedienende Diagnostikplattform zur Risikobewertung von verdächtigen Proben entwickelt und eingebettet in ein Konzept für eine adäquate Risikokommunikation.

ChipFlussPCR – Detektionssystem für biologische Gefahrstoffe. Ziel ist ein portables Lab-on-a-Chip-System zur umfassenden Analyse biologischer Gefahrstoffe.

ChipSenSiTek – Gassensorensystem zur Detektion von Explosiv- und Sprengstoffen – Das System soll zur Detektion von Explosiv- und Sprengstoffen bei Zugangskontrollen auf Flughäfen oder anderen Gebäuden, wie z.B. Finanz- und Rechenzentren, eingesetzt werden.

DACHS – Detektoren-Array zur Detektion toxischer Substanzen – Es soll ein Detektorsystem entwickelt, mit dem Gasspuren angereichert und analysiert werden und das zur schnellen Gefahrstoffdetektion vor Ort genutzt werden kann.

EXAKT – Erkennung chemischer und explosiver Gefahrstoffe in der Luft – Gasströme sollen schnell und präzise analysiert werden. Spezielle Ziele sind die Erkennung chemischer Kampfstoffe und die Erkennung von Explosivstoffen in der Luft.

HANDHELD – Tragbares Gerät für Flughafenpersonal zur Detektion von Gefahrstoffen. Das tragbare Terahertz-Spektrometer soll insbesondere zur Detektion von explosiven Flüssiggefahrstoffen eingesetzt werden.

IRLDEX – Detektionsverfahren für Explosivstoffe. Angestrebter Einsatzzweck ist die Untersuchung von IEDs (Improvised Explosive Devices, Sprengfallen).

PathoSafe – Spektrometer für biologische Gefahrstoffe. Es soll ein Gerät zur schnellen und einfachen Detektion von biologischen Gefahrstoffen durch die Einsatzkräfte realisiert werden.

Safe Inside – Verfahren zur Gefahrstoffdetektion in Hohlräumen. Ersteinsatzkräfte sollen ein schnelles und zuverlässiges Detektionssystem für schwer zugängliche Orte erhalten.

TEKZAS – Kamera zur Detektion von verborgenen und gefährlichen Gegenständen für Flughäfenkontrollen auf Basis der Terahertz-Technologie.

TeraCam – Aktives vollelektronisches in Echtzeit arbeitendes Detektor-System zur Entdeckung von Gefahrstoffen und Waffen

TeraTom – Hochauflösende Terahertz-Tomographie für Sicherheitsanwendungen – Ziel sind Untersuchungen zur Realisierung eines Schuhscanners.

THEBEN – Ethische Begleitung, Evaluation und Normentwicklung der neuen Terahertz-Technologie für Sicherheitsanwendungen.

THz-Videocam – Passive Videokamera, die versteckte metallische und keramische Objekte und chemische Stoffe visualisiert, die mit bekannten optischen Verfahren nicht erfasst werden können.

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Arbeitsmedizinische Vorsorge in sechs Ländern der Europäischen Union

Im Mittelpunkt der Studie steht der Vergleich zwischen sechs europäischen Ländern (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Vereinigtes Königreich und die Niederlande) hinsichtlich ihrer rechtlichen Regelungen zu arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen (AMVU), der Gewichtung von AMVU als Instrument der Prävention in der Arbeitswelt durch die jeweiligen nationalen Fachleute sowie der tatsächlichen Bedeutung von AMVU in der Praxis des jeweiligen Arbeits- und Gesundheitsschutzsystems. Darüber hinaus werden angrenzende Fragestellungen – wie etwa die an der Durchführung von AMVU beteiligten Berufsgruppen und deren Qualifikationen oder die Dokumentation und Verwendung der im Rahmen der Untersuchungen erhobenen Daten – thematisiert.
Ziel der Untersuchung ist es, aus der vergleichenden Analyse des rechtlichen und praktischen Stellenwerts von AMVU in anderen EU-Ländern Hinweise auf neuartige Konzepte der Individualprävention sowie alternative Regelungs- und Steuerungsansätze zu gewinnen. Die Untersuchung steht somit im Kontext einer Diskussion über die Zukunftsperspektiven der arbeitsmedizinischen Vorsorge insgesamt sowie speziell der Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland.
Auf der Basis von Literaturrecherchen und Interviews mit Experten und Praktikern aus den einzelnen Ländern wird die rechtliche und praktische Situation bzgl. AMVU in den sechs Ländern dargestellt. Im Rahmen eines Workshops mit deutschen Stakeholdern des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wurden die unterschiedlichen nationalen AMVU-Systeme bewertet und Schlussfolgerungen für Deutschland abgeleitet.

H.-D. Nolting, D. Niemann, St. Loos, N. Will:
Arbeitsmedizinische Vorsorge in sechs Ländern der Europäischen Union
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 2007. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 1093),
ISBN: 978-3-86509-757-6, 259 Seiten, Preis: 23,00 EUR, Projektnummer: F 1906, Papier
Wirtschaftsverlag NW
Verlag für neue Wissenschaft GmbH
Bürgermeister-Smidt-Straße 74-76
27568 Bremerhaven

Tel. 0471 94544-0
Fax 0471 94544-77
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Arbeitswelt im Wandel: Zahlen – Daten – Fakten

Die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit soll mit diesem kleinen Heft zum Nachschlagen nicht auf Zahlen und Kurven reduziert werden. Doch bieten Zahlen, Daten und Fakten einen schnellen Einstieg in viele Themen: Man erkennt Trends, sieht Schwerpunkte und stellt Zusammenhänge her. Mit „Arbeitswelt im Wandel“ werden in kompakter Weise wichtige Aspekte unserer heutigen Arbeitswelt fokussiert. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verfolgt damit verschiedene Ziele. Für die Praktiker des Arbeitsschutzes werden Fakten und Entwicklungen kurz und knapp nachgezeichnet. Das hilft bei der schnellen Suche nach überzeugenden Argumenten ebenso wie beim Nachdenken über zukünftige Entwicklungen im eigenen Betrieb. Für die interessierte Öffentlichkeit bietet diese Broschüre viel Wissenswertes über das inzwischen recht weite Feld des Arbeitsschutzes.
Zwar gilt es nach wie vor, Unfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden, doch ist der Ansatz des Arbeitsschutzes in den letzten Jahren deutlich breiter geworden. Die Zusammenhänge zwischen den Arbeitsbedingungen und moderner Technik werden ebenso betrachtet wie das soziale Zusammenleben der Menschen im Betrieb oder die ökonomische Seite sicherer Arbeit. Wir wissen: Themen wie der demografische Wandel der Gesellschaft haben unmittelbare Auswirkungen auf unsere Arbeit und fordern uns zum Handeln heraus. Blickpunkt Arbeitswelt versucht, schlaglichtartig einige dieser Phänomene zu beleuchten und will insofern Anregungen liefern, sich mit Trends zu Sicherheit und Gesundheit in unserer Arbeitswelt intensiver zu beschäftigen.

Arbeitswelt im Wandel: Zahlen – Daten – Fakten. Ausgabe 2007
Dortmund, 2007. 84 Seiten, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 1 MB)
http://www.baua.de/nn_21604/de/Publikationen/Broschueren/A57,xv=vt.pdf
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Informationszentrum
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44061 Dortmund

Tel. 0231 9071-2071
Fax 0231 9071-2070
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Allergie und Berufswahl

Der vorliegende Bericht beschreibt Durchführung und Ergebnisse der Struktur- und Prozessevaluation eines vom Landesgesundheitsamt Brandenburg durchgeführten regionalen Modellprojekts mit dem Titel „Allergie und Berufswahl“. Ziel dieses Projekts war die Verbesserung der Früherkennung von allergischen Erkrankungen bzw. Atopien bei Schülern sowie der berufsbezogenen Beratung der Betroffenen, um die Zahl von allergiebedingten späteren Ausbildungsabbrüchen zu reduzieren.
Die Maßnahmen des Modellvorhabens konzentrierten sich auf zwei Interventionsregionen (Kreis Teltow-Fläming und Potsdam-Stadt). Zum Vergleich wurden zwei andere Regionen im Land Brandenburg untersucht (Kreis Märkisch-Oderland und Cottbus).
Die Interventionsmaßnahmen des Projekts lassen sich fünf Zielbereichen zuordnen: (A) Verbesserung der Zusammenarbeit der wichtigsten beteiligten Akteure durch Vernetzung in einem Projektverbund; (B) Verbesserung der Beratungskompetenz beteiligter Akteure durch Schulungen; (C) Verbesserung der Früherkennung von Atopien bzw. allergischen Erkrankungen durch ein standardisiertes ärztliches Atopiescreening im Rahmen der Schulabgangsuntersuchungen nach Jugendarbeitsschutzgesetz durch die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste (KJGD) der Gesundheitsämter sowie durch Überweisung von Jugendlichen mit auffälligen Befunden zur weiteren Diagnostik; (D) Verbesserung der medizinischen und berufsbezogenen Beratung von atopischen Jugendlichen durch gezielte Überweisung bzw. Wiedereinbestellung zur Beratung zum KJGD und (E) Erhöhung des Wissens der Schulabgänger über Allergien und Berufswahl sowie über Beratungs- und Handlungsmöglichkeiten.
Die Interventionsphase des Projekts begann im August 2004 mit den Schulabgangsuntersuchungen durch den KJGD, die im Land Brandenburg regelhaft im Laufe des 10. Schuljahrs durchgeführt werden. Je nach Ergebnis des Allergiescreenings wurden auffällige Schüler von den KJGD-Ärzten unmittelbar zum Thema Allergie und Berufswahl beraten oder zu einer weitergehenden diagnostischen Abklärung überwiesen und anschließend zur Beratung erneut einbestellt. Ferner wurden in 10. Klassen einer Interventionsregion spezielle Unterrichtseinheiten zu der Thematik durchgeführt. Bereits im Vorfeld waren Informations- und Schulungsmaßnahmen für Berater der Agentur für Arbeit sowie für die KJGD-Ärzte durchgeführt worden.
Die Evaluation stützt sich einerseits auf die Ergebnisse der Schülerangaben im ärztlichen Allergiescreening-Fragebogen sowie die zu jedem Fall von den KJGD-Ärzten ausgefüllten Dokumentationsbögen. Zum anderen wurde eine postalische Nachbefragung einer Teilstichprobe der untersuchten Schüler durchgeführt. Insgesamt wurden 4.542 Abgangsschüler untersucht. Die Prävalenz von Atopien betrug 24,5 %. Bei mindestens 15 % der entdeckten Atopiker war zuvor keine entsprechende ärztliche Diagnose gestellt worden. Etwa 90 % der atopischen Schüler sind von den KJGD-Ärzten beraten worden.
Das Modellprojekt hat zu einer deutlichen Verbesserung der Früherkennung von Atopikern geführt. Durch den Ausbau der allergie- und berufsbezogenen Beratung durch die KJGD-Ärzte konnten gesundheitlich riskante Berufswahlentscheidungen vermieden werden. 

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Arbeitsplatz-Risiko nur selten gesundheitsgefährdend

Kim-Astrid Magister, Pressestelle
Technische Universität Dresden
17.01.2008Die angespannte Arbeitsmarkt-Situation beunruhigt zwar viele Beschäftigte, beeinträchtigt jedoch die psychische Gesundheit nur in Ausnahmefällen. Zu diesem Ergebnis kam Dr. Ruth Jäger in einer Studie bei Berufstätigen im Einzelhandel und im Bereich Wissenschaft/Lehre, die sie im Rahmen ihrer Dissertation am Institut für Allgemeine Psychologie, Biopsychologie und Methoden der Psychologie der TU Dresden durchführte.

Allerdings fand die Psychologin bei Alleinlebenden bzw. Alleinverdienenden gelegentlich einen Zusammenhang: Steigt das Beschäftigungsrisiko, nimmt die psychische Beeinträchtigung zu; der Effekt verstärkt sich zusätzlich, wenn die/der Beschäftigte Verantwortung für Kinder trägt.

Dr. Jäger fand bestätigt: Entscheidend für die psychische Gesundheit im Arbeitsleben sind drei Merkmale:
– mittlere Tätigkeitsintensität
– soziales Klima, Unterstützung durch Vorgesetzte
– eigene, angepasste Handlungsspielräume

Die entsprechende Gestaltung der konkreten „Arbeitssituation ist und bleibt die relevante Stellschraube zur Gesundheitsprävention.“

Die Studie ist veröffentlicht: Ruth Jäger: Arbeitsmarkt und psychische Gesundheit, Pabst, 216 Seiten, ISBN 978-3-89967-372-2, Preis: 20,00 Euro

Informationen für Journalisten: Dr. Ruth Jäger, Tel. 0531 7014427,
E-Mail: kontakt@daten-jaeger.de

Prof. Dr. Bärbel Bergmann, Tel. 0351 463-33258
E-Mail: bergmann@psychomail.tu-dresden.de

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Mit Sicherheit mehr Gewinn – Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit

Die vorliegende Broschüre widmet sich der wirtschaftlichen Komponente des Themas Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit als Mittel zur langfristigen Sicherung von Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf kleine und mittelständische Unternehmen gelegt.
Die Broschüre soll den positiven Zusammenhang zwischen mitarbeiterorientierten Maßnahmen zur Steigerung von Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft und dem Unternehmenserfolg aufzeigen. Zudem werden einfache – auch für kleine Unternehmen anwendbare – Verfahren vorgeschlagen, die einen Überblick über Kosten und Nutzen von Gesundheit und Sicherheit ermöglichen.

Mit Sicherheit mehr Gewinn – Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit
3. Auflage. Dortmund, 2007. (Quartbroschüre: Allgemein),
ISBN: 978-3-88261-538-8, 49 Seiten, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 823 KB)
http://www.baua.de/nn_21604/de/Publikationen/Broschueren/A14,xv=vt.pdf
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
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Falsches Cremen kann schaden

Besonders Frauen zwischen 20 und 50 von „Stewardessenkrankheit“ betroffen

17.01.2008

Auch bei der Hautpflege gilt nicht unbedingt der Grundsatz „viel hilft viel“. Im Gegenteil: Die übermäßige Anwendung verschiedener Hautcremes kann bei Menschen mit empfindlicher Haut zu bleibenden Schäden führen. Darauf weisen die Experten der Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung hin.
Insbesondere dann, wenn nicht die zum Hauttyp passende Gesichtscreme verwendet wird, kann die häufig mit Konservierungs- und Duftstoffen versetzte Pflege zu hartnäckigen Pusteln und Rötungen vor allem um den Mund, aber auch im gesamten Gesichtsbereich führen. Unmittelbar um die Lippen bleibt meist ein schmaler Rand. Die Haut ist etwas geschwollen und gerötet, und sie brennt.

Die Patientinnen: Frauen in repräsentativen Berufen
Von Dermatologen wird die Erkrankung als „periorale Dermatitis“ bezeichnet. Im Volksmund ist sie allerdings unter dem Namen „Stewardessenkrankheit“ bekannt, da in erster Linie junge Frauen in repräsentativen Berufen betroffen sind. Die Patientinnen sind zwischen 20 und 50 Jahren alt und haben ein gepflegtes Auftreten. Das betrifft Flugbegleiterinnen, aber auch Verkäuferinnen, Messehostessen oder Servicepersonal. Die Erkrankung ist keinesfalls ausschließlich an einen Beruf geknüpft. Wer in seiner Freizeit großen Wert darauf legt, seine Haut regelmäßig mit verschiedenen Cremes und Kosmetika zu behandeln, ist ebenso häufig betroffen.

Ursachen und Behandlungs-Tipps
„Die periorale Dermatitis hat wahrscheinlich ihre Ursache darin, dass die normale Mikroflora der Haut – man könnte von ‚Haustierbakterien‛ sprechen – gestört wird und sich dort krankmachende Mikroorganismen vermehren können“, so die Osnabrücker Dermatologen Prof. Nana Schürer und Prof. Swen Malte John. Durch die falsche Hautpflege entstehe ein Ungleichgewicht zwischen dem Stoffwechsel der Haut und dem der „Haustierbakterien“. Die Haut werde häufig bereits wieder belastbar, wenn dieses Gleichgewicht wieder hergestellt werde. Die Empfehlung der Haut-Experten lautet daher: Eine gute Beratung bezüglich der Hautpflege ist wichtig!
Außerdem sollte bei den Produkten auf den pH-Wert geachtet werden: Die Oberfläche der Haut hat einen pH-Wert von etwa 5 (leicht sauer), dementsprechend sollte das Pflegeprodukt ausgewählt werden. Besonders wichtig: Schon bei den ersten Anzeichen einer Hautreaktion sollten die jeweiligen Cremes abgesetzt und durch pH-optimierte Cremes ersetzt werden, die möglichst keine reizenden Stoffe enthalten.
Ist die Hauterkrankung weiter fortgeschritten, eignen sich zur Therapie bestimmte antimikrobiell wirkende Hautcremes (zum Beispiel die Wirkstoffe Erythromycin oder Metronidazol). „Kortison“ sei zur Behandlung hingegen ungeeignet, so John. Hiermit werde die Erkrankung nur kurzfristig zurückgedrängt, um sich anschließend erst recht zu verschlimmern, da der Wirkstoff das gestörte Gleichgewicht der Gesichtshaut nicht wieder herstellen kann.

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Neue Internetauftritte für Institute der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

(15.01.2008)

Die Internetauftritte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) werden weiter überarbeitet und neu gestaltet:
– Das Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin: http://www.dguv.de/bgia
– das Institut Arbeit und Gesundheit (BGAG) in Dresden: http://www.dguv.de/bgag
– das Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin in Bochum: http://www.bgfa.ruhr-uni-bochum.de
– die Akademie und Hochschule Bad Hersfeld / Hennef: http://www.dguv.de/akh
– das Berufsgenossenschaftliche Prüf- und Zertifizierungssystem (BG-PRÜFZERT) in Dresden: http://www.dguv.de/bg-pruefzert

haben ihre Web-Präsenzen an das Erscheinungsbild der DGUV angepasst und auf eine neue technische Basis gebracht. Die aktuellen Inhalte werden ab sofort nur noch unter den neuen Adressen präsentiert und weiter aktualisiert. Alle Auftritte sind natürlich auch über den zentralen Auftritt des Verbandes unter http://www.dguv.de erreichbar.

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Waschen, schützen, pflegen

Dr. Ute Schönfelder, Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena
11.01.2008
Hautärzte des Universitätsklinikums Jena entwickeln Bewertungsstandards für beruflichen Hautschutz
Jena (11.01.08) Es trifft Friseure, Bäcker und Köche ebenso wie Beschäftigte im Gesundheitswesen oder der Metallverarbeitung: Wer beruflich häufig mit Chemikalien und Wasser in Berührung kommt, dem drohen Hauterkrankungen. „Besonders gefährdet sind die Hände“, weiß Dr. Sibylle Schliemann vom Universitätsklinikum Jena. Die Leiterin der Allergie-Abteilung der Jenaer Hautklinik hat täglich mit Patienten zu tun, die infolge ihrer Berufsausübung an Handekzemen leiden.

Wer seine Gesundheit im Beruf nicht riskieren will, muss sich folglich schützen. Auf dem Markt gibt es dafür speziell für den Beruf geeignete Hautschutzprodukte. Doch welche Produkte den besten Schutz versprechen, lässt sich nicht einfach beurteilen. „Bislang gibt es für diese Kosmetika keine einheitlichen Prüfkriterien, nach denen wir eine solche Aussage treffen könnten“, bedauert Dr. Schliemann. Das bedeute für die Betroffenen häufig eine lange Phase des Ausprobierens, bis ein geeignetes Produkt gefunden ist. Das soll sich nun ändern. Gemeinsam mit Kollegen der Unis in Osnabrück, Erlangen-Nürnberg und Heidelberg haben die Jenaer Dermatologen federführend ein Forschungsprojekt gestartet. In Zusammenarbeit mit den gewerblichen Berufsgenossenschaften wollen sie einen Bewertungsstandard entwickeln, der die Wirksamkeit von Hautschutzprodukten nach objektiven Kriterien misst. Das Projekt wird in den kommenden zweieinhalb Jahren durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV e. V.) gefördert.

Dabei entwickeln die Projektpartner ein Testsystem, mit dem sich die Schutzwirkung bestimmter Pflegesubstanzen reproduzierbar messen lässt. „Dazu wird nach einem definierten Protokoll auf einem Hautareal am Unterarm oder Rücken das Schutzprodukt aufgetragen und die Haut anschließend mit verschiedenen Substanzen aus dem beruflichen Umfeld konfrontiert“, erläutert Dr. Schliemann. Anhand der auftretenden Hautreaktionen wie Rötung, Trockenheit und Erholungszeit wird das Irritationspotenzial ermittelt. Auf diese Weise, so die Dermatologin, lassen sich prinzipiell alle Hautschutzprodukte und verschiedene berufliche Irritantien testen und so für die jeweilige berufliche Situation das am besten geeignete Hautschutzmittel finden.

Langfristig gehe es darum, ein solches Testverfahren nicht nur an Hautkliniken zu etablieren sondern vor allem auch den Herstellern von Hautpflegeprodukten zur Verfügung zu stellen. „Wichtig sind vergleichbare Angaben auf der Tube oder der Dose, die es dem Patienten wie dem Hautarzt erleichtern, sich über die Einsatzgebiete zu informieren“, so Schliemann.

Ein ähnliches Ziel verfolgen die Dermatologen der Jenaer Universitäts-Hautklinik mit einem zweiten, parallel angelaufenen Projekt. „Nicht nur Pflegeprodukte sondern auch Reinigungsmittel werden bisher nicht einheitlich getestet“, macht Prof. Dr. Peter Elsner, Direktor der Hautklinik, deutlich. Ob Autolackierer oder Maler, Krankenschwestern oder Angestellte, die im Supermarkt an der Fleischtheke arbeiten, sie alle müssen sich bei ihrer Berufsausübung häufig die Hände reinigen. Doch wie lassen sich Schmutz und Schadstoffe von der Haut entfernen, ohne ihr zu schaden? Die Palette von verfügbaren beruflichen Hautreinigungsmitteln ist groß. „Dabei ist nicht automatisch gut, was effektiv und schnell reinigt“, so Prof. Elsner. Vielmehr müsse die Reinigung möglichst mild und hautschonend sein, andernfalls drohen Hautaustrocknung und Irritation.

Im Verbund mit Kollegen der Kliniken in Osnabrück und Heidelberg entwickeln die Jenaer Dermatologen nun ein Prüfverfahren, das erstmals eine standardisierte Nutzen-Risiko-Analyse der auf dem Markt befindlichen Hautreinigungsmittel ermöglicht. „Dabei wird die Reinigungseffektivität dem Irritationspotenzial gegenübergestellt“, erläutert Prof. Elsner. Auf diese Weise lassen sich die Reinigungsmittel hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Unbedenklichkeit kategorisieren und vergleichen. Das Projekt, das ebenfalls von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. gefördert wird, läuft zweieinhalb Jahre.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Elsner, Dr. Sibylle Schliemann
Hautklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Erfurter Straße 35, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 937350, 937301
E-Mail: Peter.Elsner@med.uni-jena.de, Sibylle.Schliemann@med.uni-jena.de

Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news242430

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Gesundheitsschutz Selbstständiger verbessern

Vorschläge für nationales Handlungskonzept erarbeitet

Mehr als jeder zehnte Erwerbstätige in Deutschland ist selbstständig, mit steigender Tendenz. Rund 90 Prozent der rund 4,3 Millionen Selbstständigen in Deutschland arbeiten allein oder leiten Kleinbetriebe mit bis zu 10 Beschäftigten. Doch während sie als Unternehmer für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten bei der Arbeit verantwortlich sind, wird ihr eigener Präventionsbedarf nicht vom Arbeitsschutzsystem berücksichtigt. Die Europäische Union verabschiedete deshalb eine Empfehlung an alle Mitgliedsstaaten, zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund führte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) das Projekt „selbstständig & gesund“ durch. Die Ergebnisse sind jetzt als Forschungsbericht Fb 1092 „selbstständig & gesund – Prävention und Gesundheitsförderung bei selbstständiger Erwerbsarbeit“ erschienen. Auf der Basis einer Bilanzierung des Forschungsstandes zeichnet der Bericht ein umfassendes Bild über die selbstständige Erwerbstätigkeit in Deutschland und bezieht dabei insbesondere die gesundheitsrelevanten Aspekte der Arbeits- und Erwerbsbedingungen ein.

Bei den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurde die BAuA durch ein Verbundvorhaben unter der Leitung der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) unterstützt. Neben der sfs gehörten dem Verbund die ver.di-Selbstständigenberatung mediafon und das Institut für den Mittelstand in Lippe (IML) der Fachhochschule des Mittelstandes an. Dabei durchlief das Projekt drei zentrale Entwicklungsschritte. Auf der Basis einer Bestandsaufnahme wurden Empfehlungen entwickelt, aus denen ein Vorschlag für ein nationales Handlungskonzept „selbstständig & gesund“ abgeleitet werden konnte.

Dabei wird deutlich, dass es sich bei Selbstständigen um keine einheitliche Gruppe handelt. Erwerbsmuster, Betriebs- und Unternehmensformen weichen stark voneinander ab. Dementsprechend bestehen sehr unterschiedliche Anforderungen bezüglich der Prävention. Die Pilot- und Konzeptstudien des Projektes griffen deshalb unterschiedliche Ansätze auf. mediafon verfolgte den Ansatz, die Selbstständigenberatung durch Verbände oder Kammern zu erweitern. Das Projekt der sfs zielte darauf ab, die persönliche Prävention von Unternehmensleitungen in das kleinbetriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren, während das IML sich der gesundheitlichen Prävention von Existenzgründern widmete, die aus der Arbeitslosigkeit eine selbstständige Existenz aufbauen.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse und Erfahrungen ließen sich Empfehlungen für ein nationales Handlungskonzept „selbstständig & gesund“ erarbeiten. Unter der Leitidee „Gesundheit als Voraussetzung und Ergebnis von Selbstständigkeit“ setzen sie Schwerpunkte im Bereich persönliche Prävention, Ausbau bestehender Systeme der Ansprache von Selbstständigen und Existenzgründer-Unterstützung. Auch die unterschiedliche Herangehensweise von Männern und Frauen bezüglich der Erwerbsorientierung und der Gesundheitsvorsorge muss berücksichtigt werden. Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage des Projektes www.selbststaendig-und-gesund.de.

Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Forschungsbericht Fb 1092 „selbstständig & gesund – Prävention und Gesundheitsförderung bei selbstständiger Erwerbsarbeit“; U. Pröll, , U. Ammon, M. Ertel, G. Haake, O. Kruse; 126 S.; ISBN 3-86509-683-8, EUR 14,50. Zu beziehen beim Wirtschaftsverlag NW, Postfach 10 11 10, 27511 Bremerhaven, Tel.: 0471/945 44 61, Fax 0471/945 44 88.

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Aktuelles zum Gefahrstoffrecht

Seminar am 12. März 2008 in Dortmund

Zurzeit müssen sich betriebliche Verwender und Fachkräfte für Arbeitssicherheit mit Änderungen des Gefahrstoffrechts beschäftigen. Nicht nur das neue europäische Chemikalienrecht REACH bringt Veränderung für die betriebliche Praxis mit sich. Auch durch das global harmonisierte System (GHS) kommt es zu neuen Regelungen bei der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Deshalb bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Seminar „Aktuelles zum Gefahrstoffrecht“ an. Es findet am 12. März 2008 in der BAuA in Dortmund statt.

Dabei bringen Experten der BAuA die Kenntnisse der betrieblichen Akteure zum Gefahrstoffrecht auf den neuesten Stand. Neben REACH und GHS gehören neue Technische Regeln für Gefahrstoffe sowie die Weiterentwicklung des einfachen Maßnahmenkonzepts Gefahrstoffe (EMKG) und der Gefahrstoffverordnung zu den Themen. Darüber hinaus geht das Seminar auf Änderungen weiterer Rechtsvorschriften wie beispielsweise das Chemikaliengesetz ein.

Die Teilnahmegebühr beträgt 145 Euro, darin sind die Tagungspauschale und ein Mittagsimbiss enthalten. Das gesamte Programm befindet sich im Bereich „Aktuelles und Termine“ auf der BAuA-Homepage www.baua.de.

Weitere Informationen und Anmeldung bei Erhard Kirschke, Tel.: 0231 9071-2219, Fax: 0231 9071-2299, E-Mail: kirschke.erhard@baua.bund.de.

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7. Deutscher Gefahrstoffschutz-Preis ausgeschrieben

Umgang mit Gefahrstoffen sicherer machen

Viele Beschäftigte sind am Arbeitsplatz mit Gefahrstoffen konfrontiert. Zu ihrem Schutz hält die Gefahrstoffverordnung ein umfassendes Instrumentarium bereit. Dennoch fehlt es im Umgang mit den „unsichtbaren Gefahren“ durch Stoffe in vielen Bereichen von Industrie, Handwerk und Dienstleistung oftmals noch an praktischen Lösungen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt deshalb im Jahr 2008 zum siebten Mal den Deutschen Gefahrstoffschutz-Preis aus. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt neue Ideen und Anregungen zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen. Ausgezeichnet werden insbesondere vorbildliche praktische Problemlösungen und Initiativen zum Schutz von Beschäftigten, die mit Gefahrstoffen umgehen.

Dazu gehören die Entwicklung und Einführung weniger gefährlicher Stoffe, Produkte und Verfahren ebenso wie modellhafte Lösungen für sicherheitstechnische, organisatorische und hygienische Anforderungen beim Umgang mit Gefahrstoffen. Aber auch Initiativen im Bereich der Schulung, Motivation oder Mitarbeiterbeteiligung sowie besondere Verdienste um das Erkennen stoffbedingter Gefahren am Arbeitsplatz und der öffentliche Einsatz für den Gefahrstoffschutz gelten als preiswürdig. Teilnehmen können Einzelpersonen, Personengruppen, Firmen, Organisationen.

Nennungen für den Preis können bis zum 31. März 2008 formlos an die BAuA in Dortmund erfolgen. Die Unterlagen sollten eine Charakterisierung des Teilnehmers, der Art der durchgeführten Maßnahmen und der erreichten bzw. erwarteten Verbesserung enthalten, sowie eine etwa 1-seitige Kurzfassung dieser Angaben. Eingereichte Unterlagen werden nicht zurückgesandt. Die BAuA ist berechtigt, die eingereichten Beiträge öffentlich darzustellen. Die Preisträger werden bis spätestens Ende Juli 2008 benachrichtigt.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Im Zusammenhang mit der Teilnahme am Wettbewerb um den Deutschen Gefahrstoffschutz-Preis ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Die Preisverleihung erfolgt anlässlich des Kongresses Arbeitsschutz aktuell 2008 Anfang Oktober 2008 in Hamburg. Die prämierten Beiträge sollen in der DASA präsentiert werden.

Die Ausschreibung befindet sich auf der BAuA-Homepage www.baua.de im Bereich „Themen von A-Z“ in der Rubrik Gefahrstoffe. Weitere Informationen bei: Judith kleine Balderhaar, Tel.: 0231. 90 71 25 94, E-Mail: kleine-balderhaar.judith@baua.bund.de.

Beispiele guter Praxis aus den vergangenen Wettbewerben enthält die Broschüre „Neue Ideen gesucht – hervorragende Lösungen gefunden: 5 mal Gefahrstoffschutzpreis“. Die kostenlose Broschüre befindet sich im Bereich Publikationen auf der BAuA-Homepage www.baua.de zum Herunterladen (PDF-Format, 1,1 MB).

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BUK-Newsletter im Internet

Wer bei allgemeinen Unglücksfällen, allgemeiner Gefahr oder Not Hilfe leistet oder einen anderen aus einer akuten Gefahr für seine Gesundheit rettet bzw. zu retten versucht, ist gesetzlich unfallversichert. Müssen Hilfeleistende infolge der Hilfsaktion einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, so fällt keine Praxisgebühr an. Darauf weist der Bundesverband der Unfallkassen hin.

Wer bei einer Hilfeleistung verunglückt, ist über die gesetzliche Unfallversicherung umfassend abgesichert. Unfallverletzte, deren Heilbehandlung und Rehabilitation nach einem Unfall von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen werden, brauchen auch keine Zuzahlungen zu Arznei- und Heilmitteln zu leisten. Der behandelnde Arzt oder das Krankenhaus rechnen direkt mit dem Unfallversicherungsträger ab. Die Unfallverletzten müssen keine Kosten übernehmen und auch keine Krankenversichertenkarte beim Arzt vorlegen.

Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände nehmen die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand war. Neben Hilfeleistenden sind bei ihnen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Kinder in Tageseinrichtungen, Schüler und Studierende, Haushaltshilfen, Freiwillige Feuerwehren, Nothelfer und ehrenamtlich für das Allgemeinwohl Tätige versichert. Bei einem Unfall während einer versicherten Tätigkeit sorgt die gesetzliche Unfallversicherung für die notwendige medizinische Heilbehandlung und Rehabilitation. Die Unterstützung kann bis zu einer lebenslangen Rente reichen.

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Neuer Internetauftritt der deutschen Sozialversicherung

Wer bei allgemeinen Unglücksfällen, allgemeiner Gefahr oder Not Hilfe leistet oder einen anderen aus einer akuten Gefahr für seine Gesundheit rettet bzw. zu retten versucht, ist gesetzlich unfallversichert. Müssen Hilfeleistende infolge der Hilfsaktion einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, so fällt keine Praxisgebühr an. Darauf weist der Bundesverband der Unfallkassen hin.

Wer bei einer Hilfeleistung verunglückt, ist über die gesetzliche Unfallversicherung umfassend abgesichert. Unfallverletzte, deren Heilbehandlung und Rehabilitation nach einem Unfall von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen werden, brauchen auch keine Zuzahlungen zu Arznei- und Heilmitteln zu leisten. Der behandelnde Arzt oder das Krankenhaus rechnen direkt mit dem Unfallversicherungsträger ab. Die Unfallverletzten müssen keine Kosten übernehmen und auch keine Krankenversichertenkarte beim Arzt vorlegen.

Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände nehmen die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand war. Neben Hilfeleistenden sind bei ihnen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Kinder in Tageseinrichtungen, Schüler und Studierende, Haushaltshilfen, Freiwillige Feuerwehren, Nothelfer und ehrenamtlich für das Allgemeinwohl Tätige versichert. Bei einem Unfall während einer versicherten Tätigkeit sorgt die gesetzliche Unfallversicherung für die notwendige medizinische Heilbehandlung und Rehabilitation. Die Unterstützung kann bis zu einer lebenslangen Rente reichen.

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