Montag, Oktober 26, 2020
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Fernstudienkurs „Europäische Wasserrahmenrichtlinie“ – WS 2008/09

Ein Weiterbildungsprojekt des Zentrums für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung der Universität Koblenz-Landau sowie der Zumbroich GmbH & Co. KG, Bonn
Leiter: Prof. Dr. Thomas Zumbroich

Mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik – kurz als EU-WRRL bezeichnet) hat die europäische Gemeinschaft erstmals ein umfassendes und ganzheitlich orientiertes Instrumentarium für einen europaweit gültigen Gewässerschutz geschaffen. Damit wird der Gewässerschutz in Europa grundlegend neu geordnet. Deutlich mehr als früher wird nun der ökologischen Bedeutung von Gewässern Gewicht beigemessen. Auf dem Nachhaltigkeitsprinzip und dem so genannten ‚kombinierten Ansatz‘ basierend hat sie einen Paradigmenwechsel im deutschen Wasserrecht ausgelöst, der auch zu einer grundsätzlichen Neuorientierung in der Wasserwirtschaft führen wird.

Ziele der WRRL sind die Schaffung eines einheitlichen Ordnungsrahmens für die europäische Wasserwirtschaft durch Ablösung einiger sektoraler Richtlinien und eine deutliche Verbesserung des Gewässerzustandes in allen Gewässern der EU. Hierzu gibt die WRRL bestimmte Instrumente und Maßnahmen vor. Das Fernziel, bis zum Jahre 2015 den ‚guten ökologischen Zustand‘ der Oberflächengewässer und des Grundwassers herzustellen, wird allen relevanten Akteuren – Umweltbehörden, Umweltplanern, Wasserverbänden, Landwirtschaft, Industrie, u.a.m. – in den kommenden Jahren große Anstrengungen abverlangen.

Auch nachdem die rechtliche Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland abgeschlossen ist, wird die praktische Implementierung entsprechender Instrumente und Maßnahmen noch auf Jahre hinaus nicht nur Gewässerschutzexperten beschäftigen. Mit der Anpassung der wasserrechtlichen Normen, der vorläufigen Bestandsaufnahme sowie der Entwicklung der chemisch-physikalischen und biologischen Gewässerüberwachung (Monitoringprogramme) sind die ersten Etappenziele erreicht. Im Fokus der gegenwärtigen Umsetzung steht die Gestaltung der von der EU-WRRL geforderten Bewirtschaftspläne und der Maßnahmenprogramme, die unter Beteiligung der Öffentlichkeit bis Ende 2009 erarbeitet und der EU-Kommission vorgelegt sein müssen. Diese sind von entscheidender Bedeutung für alle Fragen der künftigen, nachhaltigen Wasserbewirtschaftung auf dem Wege zu einem guten ökologischen Zustand der Gewässer. Hieran werden alle Nutzer von wasserwirtschaftlichen Ressourcen ein besonderes Interesse haben, Wasserversorungsunternehmen und Kläranlagenbetreiber ebenso wie Industrieunternehmen, die Landwirtschaft wie die Betreiber von Wasserkraftanlagen, die Flussschiffer genauso wie die Freizeitwirtschaft.

Dieser umfassenden Thematik widmet sich ein berufsbegleitender, einsemestriger Fernstudienkurs des Zentrums für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung der Universität Koblenz-Landau, der bereits zum fünften Mal in Folge angeboten wird. Den aktuellen Stand der Umsetzung und der wissenschaftlichen Diskussion will der Kurs unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Zumbroich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Umweltbehörden und Umweltschutzverbänden, der Wasserwirtschaft, von Planungs- und Ingenieurbüros, Industrieunternehmen sowie Fachverbänden nahe bringen. Schwerpunkte des diesjährigen Kurses werden die bereits angesprochenen Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme sein. Doch auch jenen, die sich erstmals mit der Materie der EU-WRRL befassen, bietet der Kurs einen ausgezeichneten Einstieg, da ebenso die Grundlagen (der rechtliche Rahmen, die Ziele, Instrumente und Maßnahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie) sowie der bis dato erreichte Umsetzungsstand ausführlich dargestellt werden.

Der Fernstudienkurs wendet sich primär an Ingenieure/innen und Naturwissenschaftler/innen, aber auch Absolventen/innen anderer Fachrichtungen oder Berufstätigen im Umweltbereich ohne akademischen Grad steht der Kurs offen. Klassische Fernstudien- und Präsenzelemente ergänzt um moderne Methoden des Online-Studiums eröffnen den Teilnehmer/innen ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität und räumlicher Unabhängigkeit bei der Erarbeitung der Lerninhalte.

Weitere Informationen auf:

http://www.uni-koblenz.de/~wrrl/nn.html