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Aus- und Weiterbildung November 2008

November 2008
16.11.2008 BMAS fördert grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden und Berufsanfängern 
16.11.2008 Kultusministerium weist neuerliche Forderung der GEW zur Abschaffung der Hauptschulen als weltfremd zurück: Hauptschüler erbringen hohe Leistungen – Für Wirtschaft sind Hauptschulabsolventen unverzichtbar 
16.11.2008 Berufseinstiegsbegleitung 
02.11.2008  Studierende erwarten Qualität fürs Geld 
02.11.2008 Beratung auf einen Klick für Wissenschaftlernachwuchs gestartet 

 


BMAS fördert grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden und Berufsanfängern

Lehrjahre sind auch Wanderjahre

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) Beratung und Hilfestellung für Auszubildende und junge Berufstätige hinsichtlich der Absolvierung von Auslandspraktika und anderen Möglichkeiten, grenzüberschreitend berufliche Erfahrungen zu sammeln. Lehrjahre sollen wieder mehr zu Wanderjahren werden.

Das Programm hat einen Umfang von 16 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird bei rund 40 Kammern in einem Zeitraum von zunächst vier Jahren eine professionelle Mobilitätsberatung aufgebaut. Damit stehen künftig feste Ansprechpartner zur Verfügung, die insbesondere kleine und mittelgroßer Unternehmen (KMU) in allen Fragen des grenzüberschreitenden Austausches beraten und unterstützen können. Die Förderung bezieht sich auf zusätzlichen Personal- und Sachaufwand bei den Kammern. Die materielle Unterstützung von Auslandsaufenthalten selbst erfolgt weiterhin durch entsprechende Programme wie z.B. ¿Leonardo da Vinci¿.

Zum Hintergrund:

Das Sammeln grenzüberschreitender Erfahrungen ist bei Auszubildenden und jungen Berufstätigen heute eher die Ausnahme als die Regel. Gegenwärtig machen nur zwei Prozent aller Auszubildenden beschäftigungsrelevante Erfahrungen im Ausland. Dieser Anteil soll deutlich erhöht werden ¿ im Interesse der zukünftigen Fachkräfte ebenso wie im Interesse insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen. Denn die bedienen heute internationale Märkte, kooperieren mit weltweit tätigen Unternehmen und nutzen globale Beschaffungsmärkte. Das stellt neue Anforderungen an Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen, auslandsbezogenes Fachwissen und an die berufliche Mobilität von Beschäftigten. Es ist an der Zeit, die Wanderjahre, die im Handwerk zwar Tradition haben, aber fast in Vergessenheit geraten sind, neu zu erfinden.

Verfahren und Ablauf:

Antragsberechtigt sind Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und die Kammern der freien Berufe. Die Programmsteuerung liegt in der Verantwortung einer Gruppe mit Vertretern des BMAS, des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sowie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die entsprechende ¿Richtlinie zur betriebsnahen Mobilitätsberatung von Auszubildenden und jungen Beschäftigten¿ mit allen Einzelheiten zu Antragsstellung und Fördervoraussetzungen wird unter www.esf.de veröffentlicht. Mindestens 20 Prozent der jeweiligen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind vom Antragstellenden selbst als Eigenmittel aufzubringen.

Weitere Informationen

Berufseinstiegsbegleitung
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/29380/2008__11__04__berufseinstiegsbegleitung.html)

Europäisches Austauschprogramm verbessert Berufschancen von Jugendlichen und Alleinerziehenden
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/29330/2008__10__29__ida__austauschprogramm.html)

(Quelle: Bundesministerium für Bundesministeriums für Arbeit und  Soziales (BMAS))  

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Kultusministerium weist neuerliche Forderung der GEW zur Abschaffung der Hauptschulen als weltfremd zurück: Hauptschüler erbringen hohe Leistungen – Für Wirtschaft sind Hauptschulabsolventen unverzichtbar

MÜNCHEN. Bayern hält an seinem differenzierten Bildungswesen und den starken Schularten Haupt-, Real- und Wirtschaftsschule sowie Gymnasien fest. Mit dieser Aussage weist das Bayerische Kultusministerium die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als weltfremd zurück, die Hauptschulen aufzulösen.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betont: „Wenn wir die Hauptschule abschaffen, berauben wir viele junge Menschen einer wichtigen Chance.“ „Wer – wie die GEW – darauf beharrt, die Hauptschule abzuschaffen, muss sich dafür verantwortlich machen lassen, dass er Bildungschancen für junge Menschen abschneidet“, so Kultusminister Spaenle.
In Bayern besucht rund ein Drittel aller Schüler die Hauptschule. Sie erbringen, wie z.B. von PISA bestätigt wurde, hohe Leistungen. Aus diesem Grunde scheue sich Bayern auch nicht davor, sich einem bundeseinheitlichen Leistungsvergleich zu stellen. Im Übrigen geht die Forderung der GEW, die Hauptschule abzuschaffen, absurder Weise ins Leere: Damit werden keineswegs die Schüler abgeschafft, die einen Hauptschulabschluss anstreben; diese Schüler gibt es in allen Ländern in gleicher Weise. Der GEW geht es mit ihrer Forderung um standespolitische Anliegen, nicht um die Schüler.
Bayern entwickelt seit 2006 die Hauptschule zu einer stark berufsorientierten Schule weiter, die jeder Schüler mit der Ausbildungsreife verlassen soll. Dazu werden Ganztagsklassen eingerichtet, die individuelle Förderung erhöht und der Bezug zur beruflichen Praxis spürbar verstärkt.
Die Hauptschulinitiative des Kultusministeriums hat z.B. dazu geführt, dass 75 Prozent der Hauptschulen im vergangenen Jahr zusätzliche Praktika organisiert haben. 73 Prozent der Hauptschulen haben von sich aus Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung durchgeführt. Schülerinnen und Schüler lernen bereits ab der 7. Jahrgangsstufe künftige Berufsfelder mit deren Anforderungen und die dazu nötigen Voraussetzungen kennen. An mehr als der Hälfte der Hauptschulen unterstützen nun „Paten“ aus der Wirtschaft die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl und -findung.
Im laufenden Schuljahr gibt es an 320 Hauptschulstandorten Ganztagszüge bzw. -klassen.
Die bayerische Wirtschaft bekennt sich eindeutig zu den Leistungen der Hauptschulabsolventen. Heinrich Traublinger, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), hatte erst jüngst unterstrichen: „Hauptschule und Handwerk sind in Bayern traditionell eng miteinander verbunden. Rund zwei Drittel aller Lehrlinge im bayerischen Handwerk haben vor ihrer Ausbildung die Hauptschule besucht – in den jüngsten Jahren hat dieser Anteil sogar noch einmal leicht zugenommen.“

Dr. Ludwig Unger
Pressesprecher
Tel. 089-2186 2105

(Quelle: Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus)

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Berufseinstiegsbegleitung

Liste der Schulen beschlossen, an denen die Berufseinstiegsbegleitung durchgeführt werden soll.

Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit hat durch Anordnung vom 26. September 2008 die Liste der Schulen, an denen die Berufseinstiegsbegleitung nach § 421s SGB III durchgeführt werden soll, beschlossen. Die Liste wurde in den Amtlichen Nachrichten der Bundesagentur für Arbeit (ANBA) von Oktober 2008 veröffentlicht. Als beteiligte Schulen sind 1000 allgemeinbildende Schulen, die zum Hauptschulabschluss führen, sowie Förderschulen ausgewählt worden. Zudem wurde durch die Regionalen Einkaufszentren mit den Ausschreibungen für die Durchführung der Berufseinstiegsbegleitung begonnen. Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Bundesagentur.

Die Berufseinstiegsbegleitung soll im Februar 2009 in den aufgeführten Schulen beginnen und ermöglichen, dass mehr jüngere Menschen mit erschwerten Vermittlungsperspektiven eine betriebliche Berufsausbildung aufnehmen.

Infos und Materialien zum Thema

Liste der Schulen mit Berufseinstiegsbegleitung
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/29378/2008__11__04__liste__der__schulen__mit__berufseinstiegsbegleitung.html)

BMAS fördert grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden und Berufsanfängern
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/29388/2008__11__06__mobilitaet__von__auszubildenden.html)

Jo B. Das Job-Lexikon
(http://www.bmas.de/coremedia/generator/10208/job__das__joblexikon.html)

(Quelle: Bundesministerium für Bundesministeriums für Arbeit und  Soziales (BMAS))  

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Studierende erwarten Qualität fürs Geld

BMBF-Studien zeigen differenzierte Einstellung zu Studiengebühren / Bei der Entscheidung für oder gegen Studium spielen Gebühren untergeordnete Rolle

Die Gründe für oder gegen ein Studium sind vielschichtig, Studiengebühren spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Hauptgründe gegen ein Studium sind der Wunsch, möglichst schnell Geld zu verdienen, das Interesse an einer praktischen Tätigkeit und die Befürchtung, ein Studium dauere zu lange. Erst auf Platz fünf der Verzichtsgründe folgen die Gebühren. Drei Viertel aller Studienanfänger erwarten, dass die Gebühren das Studium deutlich verbessern, während bei 3,6 Prozent der Studienberechtigten die Gebühren zu Verunsicherung führen. Frauen und Studienberechtigte aus hochschulfernen Elternhäusern reagieren sensibler auf Studiengebühren als andere Gruppen. Studienberechtigte mit guten Schulnoten und positiven Einschätzungen der Berufsaussichten lassen sich hingegen von Studiengebühren im Hinblick auf die Studienplanung kaum beeinflussen.

Das sind zentrale Ergebnisse aus zwei neuen Studien der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) zum Thema Studiengebühren, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt und am Freitag veröffentlicht wurden.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan stellte am Freitag in Berlin klar, dass die Politik auf die Ergebnisse eingeht: „Aus sozialen Gründen darf niemand vom Studium abgehalten werden. Die Bundesregierung hat ein Aufstiegspaket verabschiedet mit erhöhten BAföG-Sätzen, dem Ausbau der Begabtenförderung, Aufstiegsstipendien und dem Hochschulpakt. Auf dem Bildungsgipfel haben wir uns das klare Ziel gesetzt, mehr jungen talentierten Menschen ein Studium zu ermöglichen. Klar ist: Ein Studium lohnt sich – es ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und trägt bei zum Aufstieg durch Bildung.“

Studiengebühren stärken die Weiterentwicklung der Hochschulen. So werden sie auch von den meisten Studierenden wahrgenommen. Wie die HIS-Studie belegt, haben sich die positiven Erwartungen von Studienanfängern an die Einführung von Studiengebühren deutlich erhöht. Während vor einem Jahr weniger als jeder zweite (46 Prozent) Verbesserungen erwartete, verspricht sich dies nun eine große Mehrheit (74 Prozent). „Es zeigt sich: Studierende erwarten im Gegenzug zu den Studiengebühren mehr Qualität an ihren Hochschulen, damit sie unter besseren Studienbedingungen schneller und effektiver studieren können – und das ist ihr gutes Recht“, sagte Schavan.

Der Bericht „Studiengebühren aus der Sicht von Studienberechtigten“ befasst sich mit der Wirkung von Studiengebühren auf die Entscheidung von Studienberechtigten des Jahrgangs 2006. Ergänzend dazu untersucht der gerade fertig gestellte Bericht „Studienanfänger im Wintersemester 2007/08“ auch die Einstellung von Erstsemestern zu den Gebühren. Um ein kohärentes und aktuelles Bild zum Thema Studiengebühren abzugeben, werden beide Studien gemeinsam veröffentlicht.

Die Berichte „Studiengebühren aus der Sicht von Studienberechtigten“ und „Studienanfänger WS 2007/08“ können unter www.his.de heruntergeladen werden.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)  

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Beratung auf einen Klick für Wissenschaftlernachwuchs gestartet

Internetportal KISSWIN bietet Informationen für Karrierewege und Förderung

Wo bewerbe ich mich für ein Forschungsstipendium? Wer bietet die passende Nachwuchsförderung an? Fragen wie diese beantwortet das Kommunikations- und Informationssystem „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ (KISSWIN). „Deutschland bietet attraktive Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Um die Chancen der jungen Forscherinnen und Forscher weiter zu verbessern, wollen wir ihnen mit einem neuen Beratungsportal umfassende Informationen zu Karrierewegen und Fördermöglichkeiten zur Verfügung stellen“, sagte Michael Thielen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Dienstag in Berlin. Das BMBF hat im Rahmen der Konferenz „Lust auf wissenschaftliche Karriere in Deutschland! Wege, Förderungen und Netzwerke im Überblick“ KISSWIN gestartet. Das Portal bietet neben Informationen zu wissenschaftlichen Karrierewegen und Fördermöglichkeiten auch die Beratung durch Expertinnen und Experten an. „Mit dem neuen Internetportal und dem Beratungsservice steht nun ein Instrument zur Verfügung, mit dem sich alle Interessierten im In- und Ausland schnell und problemlos über das umfangreiche Förderspektrum in Deutschland informieren können“, so Thielen.

Das Portal gibt es in deutscher und englischer Sprache. Es soll zur zentralen und unabhängigen Anlaufstelle für angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgebaut werden. KISSWIN bietet neben einem Internetportal einen Mail- und Telefonservice, über den junge Forscherinnen und Forscher individuell beraten werden und Antworten auf ihre Fragen rund um die Themen Karriere und Förderung in der deutschen Forschungslandschaft bekommen. Das BMBF fördert das Projekt KISSWIN in seiner Startphase bis Ende Oktober 2010 mit insgesamt 1,4 Millionen Euro. KISSWIN wird vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement und Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (ZLW/IMA) der RWTH Aachen betrieben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.KISSWIN.de.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)  

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